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BOBs | Best of The Blogs : Foto Finale



||| FÄLLE UND FALLEN | THE WINNERS | STATISTIK | RÉSUMÉE DER VERANSTALTER | NOCH FRAGEN ? | KLANGAPPARAT | LINKS | KOMMENTARE

FÄLLE UND FALLEN

bobs blueTja , der Fortsetzungsroman über Fälle und Fallen der Fragwürdigkeiten hinsichtlich der FAVORITEN- Findungs- Verfahren des BEST OF THE BLOG- Award mag mit der heutigen Siegerehrung als abgeschlossen gelten . Als aparter Schlüsselroman zum Wettbewerbs- , Auspreisungs- und Jury(un)wesen stellen wir ihn ins Regal : Kommt dort alphabetisch ordentlich noch vor dien Kulturbetriebs- Krimis “Deutscher Buchpreis” und “Grimme Online” zu stehen . Zweifellos werden sich im Laufe der Zeit weitere Fallgeschichten hinzu gesellen : Ausgestattet mit einem erstaunlichen Hang zur Selbstentblössung , drängen sich diese Fälle heran und so sind wir um zureichenden Nachschub nicht bang . |||

THE WINNERS

bobs blueGewinnerin des “prestigious” BEST WEBLOG Award ist Xenia Awimovas sympathisches Text- Bild- Blog aus Minsk , Foto- Griffoneurei ( aka “Photo- Maniac” ) . Lieb .

Der BEST PODCAST geht nach Deutschland , und zwar an den in München lebenden Exilpirmasenser Deef und dessen Gefühlskonserve . Wobei der Autor allerdings seinem Erstaunen Ausdruck verleiht , keine Verständigung seitens des Veranstalters erhalten zu haben . Von einer Einladung zur Berliner Preisverleihung war schon gar keine Rede . - Nun ja , dafür war das Zeitfenster zwischen der Deadline für User- Votings ( 15. 11. ) und Preis- Verleihungs- Zeremonie ( 15. 11. ) wohl ein bisschen knapp geraten …

Dem gleich in mehreren Kategorien nominierten Blog Behindertenparkplatz über die Widrigkeiten einer wenig barrierefreien Welt wurde der BEST WEBLOG GERMAN zuerkannt . Auch hier hat die - in mehrlei Weise betroffene - Journalistin und Preistragende erst via Trackbacks von ihrer Ehre erfahren . Ein Mail seitens der Deutschen Welle war auch hier offenbar nicht mehr drin .

bobs blueMehrfach nominiert und dem FRANZÖSISCHEN FACH zugeschlagen : Juror Gilles Klein @ Le Phare ( ein Le Monde- Co- Blogger von Olivier ) hat seinen Kandidaten Cédric mit dessen Actualités de la république démocratique du Congo erfolgreich durchgebracht .

BEST WEBLOG ENGLISH : Ein Fundraising- Blog “to provide laptops for disabled American soldiers” : VALOUR-IT - Voice-Activated Laptops for our Injured Troops . Das Blog ist Begleitmedium zum umfangreichen Hilfsprogramm der sogenannten Soldiers’ Angels : Einem non- profit und volunteer- Hilfsprojekt , initiiert von der Mutter eines versehrt aus dem Irak heimgekehrten Soldaten . Remember the pictures ? - in|ad|ae|qu|at berichtete . Man fühlt sich an das berüchtigte Scharpie- Zupfen der Mädchen und Frauen während z. b. des preussisch- österreichischen Krieges 1866 erinnert ( Bertha von Suttner lohnenswert wieder zu lesen ! ) , wenn man bei den Angels von einem Sewing Team liest , deren Freiwillige “Blankets of Hope” ( “for the wounded” ) , Handschuhe , Schals nähen . Ein Card Team versendet Ermunterungsbriefe … Europa , du spiegelst dich wieder .

bobs blueDer Preis von REPORTER OHNE GRENZEN geht - BLOG 4 BURMA- NETWORK bitte herhören ! - an Jotman.com , eine anonym geführte Blog- Chronik über Burma :

Presently blogging the Burma crisis from a town on the Thai- Burma border , these are my topics :

  • Original, first-hand reports - 2007
  • The “hidden crisis” of October
  • Protest timeline |||

STATISTIK ( DOKUMENTATION )

More than 7,000 Blogs were nominated for The BOBs 2007 in ten languages (German, English, Chinese, Spanish, French, Persian, Arabic, Russian, Dutch and Portuguese) and over the past month over 100,000 online votes have been cast for the User Awards. The winner of those awards will be announced shortly. |||

RÉSUMÉE DER VERANSTALTER ( DOKUMENTATION )

Another year, another successful competition!

We here at The BOBs would like to thank all the users, jury members, sponsors and of course all the Bloggers around the globe whose creativity and diligence make the world a more interesting place to live in.

See you in 2008 ! |||

NOCH FRAGEN ?

?bobs blue Was denn - neben Ehre und Traffic - nun tatsächlich zu gewinnen stand ? - Antwort ( frei ins Österreichische übersetzt ) : “Na no nah , ‘nen Nano !” - Verlost unter den Voters . Die Sachspenden für die Einzelpreise liefen ferner unter Werbung . Xenia Awimova wird sich über einen Laptop freuen . |||

KLANGAPPARAT

||| Zeit , wieder ein wenig längere Wege zu gehen : Mit dem Ersten Schnee kommt auch Sonic Walker , dessen Electromeister 3.0- Mix via Konsumprodukt anhebt , als wäre das Erste Wiener Heimorgel Orchesterczz hörempfehlung zugange . Anders , als der Klang des Nom de Plume und Soundcharakter es nahelegen , verbirgt sich hinter dem deutschen Produktnamen der Spanier Alejandro Remeseiro . Wenn schon nichts wirklich ist , wie es scheint , dann bietet Harald Walkers Grossraummix von der Dauer einer Stunde hinreichend Gelegenheit , sich an allerhand zu gewöhnen . Auch an die merkwürdige Kälte , welche diese Tech- Takt- und Akkord- Rudimente aushauchen : Bekanntlich soll sich just der Fröstelnde mit kaltem Schnee einreiben . Mit magnetic ist aber auch ein früher insectorama- Sampler an Bord , zwei Takes der Electrodrei aus Bonn repräsentieren trefflich das Label auflegware . CLICK ELECTROMEISTER TO LISTEN : 3.0 STREAMIN’ . |||

LINKS

KOMMENTARE

Anton Nossik | Wortfeld |||

UPDATE 21. 11.

Das Ergebnis der BOBs ist nun auch glücklich in DIE ZEIT vorgedrungen ( Ausgezeichnete Meinungsfreiheit , Falk Lüke , Die Zeit , 17. 11. ) , wo man sich der selben Verlautbarungs- Journalistik wie die TAZ bedient . Auch hier scheint kein recherchierender Journalist auch nur minimal den Rockzipfel der Medien- Kampagne gelüftet zu haben . Im Zweifelsfall dient die gesamte Kunstübung ja der internationalen Förderung von Emanzipation und Demokratie . Wie wenig aufgeklärt es freilich im Innern der löblichen Veranstaltung gegangen ist , möchte man zeitgemäss lieber nicht wissen . Also schöne Wörter , copy and paste direkt aus dem Pressepapier der Veranstalter :

In den vier Jahren seines Bestehens hat es der Weblog-Preis der Deutschen Welle zu etwas gebracht, was kaum einer für möglich gehalten hat: in Deutschland nur wenig beachtet, ist er international bereits eine Visitenkarte für die Förderung von Demokratie und Meinungsfreiheit geworden.

Die Netzzeitung ( “Blogger brauchen keine Preise” , Blogblick : Maik Söhler , Netzzeitung , 20. 11. ) geht zwar als einziges Mainstream- Medium auf ( die von Bloggern aufgezeigten ) Mängel in Abwicklung , Bewertungskriterien und Kommunikations”kultur” ein und verleiht sogar in|ad|ae|qu|at den Strahleglanz einer Zwei- Minuten- Aufmerksamkeit . Allerdings dürfte Letztere nicht hinreichend gewesen sein zur Verfertigung eines korrekten Zitates . “Der Autor” sitzt mitnichten in “Weissrussland” , Siegerin ist ja - siehe oben - Xenia Awimovas | Foto- Griffoneurei . Wer nicht eingeladen wurde und staunte , war Deef | Gefühlskonserve , auch die AutorIN Christiane Link | Behindertenparkplatz hat ja erst durch Pingbacks ( siehe oben ) von ihrer Auszeichnung erfahren . Offenbar sind Relativsätze dem Online- Leser nicht ( mehr ) zuzumuten .

Auch auf Inadequat hat man allerlei Ärgerliches gefunden. Zu Recht gehe der erste Preis nach Weißrussland, «der Autor allerdings» sei zu «seinem Erstaunen» davon nicht verständigt worden - «von einer Einladung zur Berliner Preisverleihung war schon gar keine Rede». Den anderen Gewinnern sei es ähnlich ergangen. Zuvor waren auf Inadequat schon «Fragwürdigkeiten beim Setup der Jury sowie hinsichtlich der Nominierungspraxis beim Wettbewerb», aber auch Hackerangriffe und Manipulationen benannt worden. |||

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Daniel Wisser im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| STUDIO- SESSION : MAJOR TOM | LITERATUR ALS RADIOKUNST | ANDERE LEKTÜREN | RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ? | FALSCHE FRAGEN | NÖTIGE KLARSTELLUNG | ANTI ROMANTK | DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG | HOLOPHONE | KOOPERATION ( STEREO ) | WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ? | KLANGAPPARAT Hörproben EWHO | LINKS ( MONO )

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STUDIO- SESSION : MAJOR TOM

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Wesentlich anders als in einem Space Shuttle geht es in einem Hörspielstudio wohl nicht zu : Drei Tage lang drängt man sich in einem unterirdischen Welt- Abseits zusammen . U- Boot . Raumschiff . Immerhin bieten die beiden Sprecherräume links und rechts von der Kontrollzentrale ( sprich “Regieplatz” ) einige Bewegungsfreiheit . Sprech- und Laufställe , die der rezente LITERATUR ALS RADIOKUNST- Kandidat DANIEL WISSER weidlich für seine oratorischen Zwecke zu nutzen verstand . |||

LITERATUR ALS RADIOKUNST

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Wer’s noch nicht weiss , bzw. , wer dem auf das Projekt LITEATUR ALS RADIOKUNST weisenden Link in unserer Blogroll noch nicht nachgegangen sein sollte : Seit 1999 produzieren wir diese Reihe unter Dach und Fach des ORF KUNSTRADIO - jener Sendung , die nach Kräften im öffentlich- rechtlichen Rundfunk die Agenda experimenteller Künstlerproduktionen gegen Moden- und Quoten- Druck verteidigt . Da darf auch der Pegel mal über dem sonst Erlaubten liegen , da ist auch der mögliche Raum des Schweigens weiter , bevor die Hauptabwicklung das automatische Pannen- und Pausengedudel loslässt . |||

ANDERE LEKTÜREN

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Der Fokus auf LITERATUR mag zwar bedeuten , dass wir als Produzierende grundsätzlich Text- Sprachschöpfende einladen , doch darf ( deswegen sind , bleiben und gelten wir ja weiterhin als sog. “experimentell” ) im Zuge des Vortrags und bei der Bearbeitung die plane Textverständlichkeit durchaus korrodieren .

Gerade und bieder “herunter”- gelesene Texte bieten die üblichen Literaturformate hinlänglich - gar nicht zu reden von den Tausenden Hörbüchern , die ( mal auf exzellentem , mal unter jedem Niveau ) Werke im Take- Away-Format ( nicht selten auch zu entsprechenden Preisen ) anbieten . |||

RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ?

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Was ist dann überhaupt noch der Unterschied zwischen einer radiophonen und einer Hörbuchproduktion ? - Beide werden in einem Studio geboren , oft unter Geburtshilfe of the Author’s ‘ Voice - beide sickern dann irgendwo und -wann einmal aus Lautsprechern . Sei’s Allzeit- Bereit beim Bügeln, im Kraftfahrzeug oder aus den i- Pod- Ohrpfropfen , sei es zu festgesetzter Stundes aus dem Radioapparat . Allerdings überbieten die Sender einander derzeit mit Stream- und podcast- Angeboten , so dass der Aspekt der ECHTZEIT einer Radioübertragung tatsächlich aus Bewusstsein und Aufmerksamkeit schwindet . ( Kategorie “Untergang des Abendlandes” , vol. 765 ) |||

FALSCHE FRAGEN

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So hat ein Jungredakteur eines Österreichischen “Feuilletons” das Prinzip der Autoren- Produktionen @ LITERATUR ALS RADIOKUNST einst auf den Punkt des grössten anzunehmenden Irrtums gebracht : Die Schriftsteller sässen eh fortwährend in ihrer einsamen Klause und seien glücklich , sich drei Tage lang in einem “echten” Radio- Studio austoben zu dürfen und schliesslich als Resultat sogar die auf CD gebrannte Aufnahme nach hause nehmen zu dürfen . Hörbuch im DIYS- Verfahren . |||

NÖTIGE KLARSTELLUNG

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An dieser Darstellung ist so ziemlich jede einzelne Silbe falsch . Den angewandten Gegenbeweis lieferte der Musiker und Schriftsteller DANIEL WISSER anlässlich unserer jüngsten Produktion . Zugegeben , wir benötigen solche Trägermedien : CDs , DATs , heute Audio- DVDs oder externe Festplatten . So sichern wir die volatilen Daten , sorgen für deren Archivierung , Weitergabe und Bestand . - Freilich ist mit der Produktion in 5.1 Surround- Sound seit nunmehr drei Jahren die Menge der Daten explodiert : Entsprechend aufwändiger wurde deren Bearbeitung , Sendung ( via Sat ) und Archivierung . In drei Formen der Darreichung tritt sie nun auf , diese LITERATUR ALS RADIOKUNST .

  • ON AIR : In Form der LIVE- Ausstrahlung in 5.1. via OE1DD , gleichzeitig in der ( nahezu ) simultan auf Stereo “heruntergerechneten” FM- Sendung [ reizvoll : die kleine Zeitverzögerung ! ] .
  • ON SITE : Via MP3 auf der entsprechenden LARK- Webseite .
  • TO GO : Erstellen wir selbstverständlich auch Kopien auf Datenträgern . Audio- CDs für die Stereo- , bzw. Audio- DVDs für die 5.1.- Version . Solcherart lassen sich die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion auch an anderen Orten und zu anderen Zeit aufführen . Hier läge ein WÜNSCH- DIR- WAS seitens der Kuratorin : Wenige Künstlerinnen und Künstler haben bisher die Möglichkeit genutzt , ihre LARK- Produktion als Zuspielung bei einer “Live- Lesung” zu verwenden . - Soweit uns bekannt ist , hat Franz Mon einmal “live” zum surround abgespielten Tondokument improvisiert . In dieser Hinsicht auf die konkrete AUFFÜHRUNG eines Radiokunst- Stückes gäbe es schöne und noch ungenützte Möglichkeiten : Einmal abgeschlossen , abgespeichert , gesendet , muss so ein Werk nicht zwingend “still stehen” . Es könnte weiter wachsen in Phasen und Transformationen , in neuen Räumen , dem Leben nach . |||

WISSERS WISSEN

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Nach den Produktionen mit Anja Ulter , Ann Cotten und Ulrich Schlotman hatten wir jetzt den Wiener Musiker , Verleger ( Der Pudel ) und Schriftsteller zu Gast und man wird nicht gerade behaupten dürfen , dass dieser Studio- erfahrene Mann nicht weidlich genutzt hätte , was Küche und Keller zu bieten haben . Vom schalltoten Sprecherraum bis hin zum grossen Hörspielsaal bleibt kein Klangraum ungenutzt . Mittels statischem Mic , mobilem Reportermikrophon ( Rückkopplungen nahe der Lautsprecher des Regie- Raums ) sowie dem Handy als einem praktikablen Instrument zur Echtzeit- Kompression von Stimme : Für eine monologisch dargebrachte tragisch- vergebliche Liebe zu einer Postsparkassen- Angestellten ein nachgerade ideales Instrumentarium . |||

ANTI ROMANTK

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Niemand beginnt am Anfang. Denn woher wüsste man,
dass es ein Anfang ist, wenn man nicht bereits die Mitte kennen würde?
Also beginnt man in der Mitte.
Anstatt am Anfang von Etwas,
beginnt man in der Mitte von Nichts.
Das ist gut. ( Daniel Wisser : Die Tür )

Wer Wisser für einen ramponierten Romantiker halten würde und seine Poesie für schaumgeborene Capuccino- Tristezza , der liegt nämlich ganz schön quer . Seit 1994 sind die Gebrüder Wisser ( Florian , Daniel ) , Thomas Pfeffer und Jürgen Plank in der Formation des ERSTEN WIENER HEIMORGELORCHESTRS ( EWHO ) zugange und haben sich auf den Tasten dieser zu Unrecht belächelten Floccati- Wohnzimmerbeschallungsapparate unbestrittenen Kultstatus erspielt . Zu hören und sehen ist das EWHO übrigens noch am 6. Dezember im Zuge der vorläufig letzten Aufführung von Peter Handkes Untertagsblues , wo das orgelnde Konsortium dem - die alte Publikumsbeschimpfung aufleben lassenden - Philipp Hochmair ungerührt Akkorde zu- und an diesem vorbei spielt .

Unser Mann im Studio verfügt demnach nicht nur über exzellenten Takt , sondern auch über eine phänomenale Stimme , deren obenhin austriakischer Duktus sich in überraschende Körnigkeiten aufzureiben vermag . Einmal wieder erweist sich die Chance und das eminente Glück - wie bei Ulrich Schlotmann ( bei welchem man bereits beim ersten Satz durch das Mic schier “niederknieen” möchte ) - einen solchen Autor im Studio zu “haben” . Was hier und unter diesen konzentrierten Bedingungen entsteht - ist in keiner Weise mit einer Live- Performance , einer üblichen Autorenlesung oder gar dem “einfühlenden” Herunternudeln eines Textes durch Schauspieler zu vergleichen .

Da wir nun einmal fünf ( plus einen Bass- Effekt- ) Kanal zur Verfügung haben , können wir die Stimme schön im Raum verteilen : Front Center für “gerade Erzählung” , Doppelung und simultan gegenläufige Drehung der Stimmspur über die fünf Kanäle , Halbsatz- Dialoge Mitte rechts - Mitte links ( “Wie Ohrfeigen” ) und - ach ja , dann gab es auch noch unseren schönen neuen “Alien” . |||

DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG

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Zum Ausprobieren des niegelnagelneuen Superstars unter den statischen 5.1.- ( bis 7.1. möglichen ) Mikrophonen gab es etliche Rundtänze um diesen zentral- positionierten “Seehundkopf” aufzuführen . Normalerweise postiert man ja sechs Einzel- Mono- Mics ausserhalb der Szene : Quasi in naturalistischer Abbildung | Analogie zur Klangwiedergabe , deren Lautsprecher meistens dezentral ( “surround” ) positioniert sind . Obwohl die Aufnahme also im Kreisinneren erfolgt , ertönte das Ergebnis wiederum in der Aussenzone . Experimente mit zentrisch positionierten Boxen böten sich ebenso an wie die Ausnützung der Tatsache , dass grosse Rundumräume keiner weit gesteckten Mikrophonierung mehr bedürfen …. Funktion eventuell noch am ehesten mit dem KUNSTKOPF zu vergleichen , welcher mittlerweile aus der Mode gekommen scheint ( wir vermuten mal : wegen dessen weitgehend “naturalistischem” und damit rasch reizlos werdenden Gebrauch ) . |||

HOLOPHONE

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Interessant beim Herumspielen mit dem HOLOPHONE war die Beobachtung , dass das Gerät den direkten Schalleinfall geringer verstärkt als Hinter- bzw. Nebengrundgeräusche ; man erinnere sich an das Handy , welches jeden vorbeifahrenden Lastwagen dem Nah- Sprech bei weitem vorzieht . D .h . , ferne im Raum aufgenommenes Stimmengewirr , Schritte , ja sogar das Rascheln der Kleider wurden von HOLOPHONE weit eindringlicher übertragen als jede Mund- zu- Mund- Beatmung . Wie weit sich dieser Gain noch regulieren lässt : Dies müssen wir ein ander Mal ausprobieren . |||

KOOPERATION ( STEREO )

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Feed und Feedback . Notwendige Momente völliger Kopf- und Ohrenlähmung . Stippvisiten , Überfälle : Kuratoren , Kollegen , Kiebitze . “Wohlmeinende” Ratschläge , ungefragt : Ohne Willen zur Kooperation , ohne die Fähigkeit , den Anregungen Anderer zuzuhören und ohne die Souplesse , auch mal eine vermeintlich “suprige Idee” einfach fahren zu lassen , wäre eine solche Produktion undenkbar .

Hier : Wissers “Vorwissen” , sein aus Fragilem und schwer lotbarem Trivialen eigentümlich gewebter Text , seine Bereitschaft , bei unzähligen Neu- und Wiederaufnahmen mit seiner Stimme nicht zu geizen . Dort : Die tonmeisterliche Kundigkeit , Geduld und Experimentierfreude unserer Soundmasterin Anna Kuncio .

So ( sagen wir mal als Kuratorin und Producerin selbstredend befangen ) könnte sendefähige Literatur möglich gemacht werden , welche vielleicht den Tag überdauert . Oder die 14:40 Minuten ihrer Ausstrahlung via FM ( stereo ) und Sat ( 5.1.) . Die genauen Daten folgen . |||

WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ?

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Dass eine so aufwändige Produktion Geld kostet , ca se va en soi . Derweil geniessen wir für unser - mit 2008 ins neunte Produktionsjahr gehendes - Projekt Unterstützung seitens des ORF , der ( GAV ) Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ( Honorare ) sowie von Seiten des Literarischen Quartiers Alte Schmiede , wo wir am 6. März alle vier Produktionen des Jahres 2007 in Anwesenheit ihrer Kreatoren präsentieren dürfen . Selbstverständlich rundum beschallt - per eigens vom ORF herbei geschaffter 5.1- Apparatur .

Aber wie lange noch ? - Wäre man paranoid veranlagt , könnte man Indizien zunehmender Lustlosigkeit der fördernden Instanzen bemerken . Aber da wir ja glücklich frei sind von jedweder Anwandlung dieser Art , basteln wir bereits munter an der Künstler- und Playlist für’s kommende Jahr . Antragsformular nicht vergessen ! |||

KLANGAPPARAT

Hörproben ERSTES WIENER HEIMORGEL ORCHESTER

czz hörempfehlungAUTO PLAY CD ( plagdichnicht 2005 ) :

01. anton ( excerpt ) | 02. oliven und schafkäse ( excerpt )| 03. mit den dritten fall ( excerpt ) |||

LINKS ( MONO )

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