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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; FAZ</title>
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		<title>Bachmannpreis 2011 &#124;  Nachlese</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 06:14:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011 &#124; KLANGAPPARAT &#124; QUELLEN &#124; RELATED NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011 Recht &#8220;durchwachsen&#8221; empfand Stefan Gmünder den Bewerb , dessen Wohl und Wehe dem Weinbau vergleichbar sei : &#8220;Weil es ja in Klagenfurt &#8211; wie auch bei Wein &#8211; immer um literarische Jahrgänge geht, bleibt zu sagen, dass der heurige eher...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011 | KLANGAPPARAT | QUELLEN | RELATED</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/but-ere-Mscet-drc.png" rel="lightbox[20748]"><img class="alignnone size-full wp-image-20653" title="but ere Mscet drc" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/but-ere-Mscet-drc.png" alt="" width="349" height="192" /></a></p>
<p>NACHLESE ZUM BACHMANNPREIS 2011</p>
<p>Recht &#8220;durchwachsen&#8221; empfand Stefan Gmünder den Bewerb , dessen Wohl und Wehe dem Weinbau vergleichbar sei : &#8220;Weil es ja in Klagenfurt &#8211; wie auch bei Wein &#8211; immer um literarische Jahrgänge geht, bleibt zu sagen, dass der heurige eher schwach war&#8221; . Während sich der &#8220;<a href="http://derstandard.at/1308680847260/Eine-Lichtung-im-Wald-des-Vergessens">Standard&#8221;</a> etwas pikiert von einem mediokren Jahrgang abwendet , konstatiert <a href="http://www.faz.net/artikel/C30437/bachmann-wettbewerb-vierzehn-autoren-trauen-sich-was-30460870.html">die FAZ</a> &#8220;- darin der &#8220;<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/bachmann-preis">Zeit</a>&#8221; ähnlich &#8211; ein( en ) höchst erfreuliche( n ) Jahrgang&#8221; ;</p>
<blockquote><p>Es gab mehrere gute und einige sehr gute Beiträge, wirklich indiskutabel war keiner. Stilistisch bewegten sich zwar (fast) alle in gewohnten Bahnen, experimentelle Literatur hatte es nicht in die Auswahl geschafft.</p></blockquote>
<p>Für Richard Kämmerlings ( &#8220;<a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13479283/Bachmann-Preis-fuer-Haderlap-eine-Fehlentscheidung.html">Die Welt</a>&#8221; ) , dessen Interesse sich einzig auf Texte männlicher Autoren richtet , stellt die Zuerkennung der Bachmannpreises an Maja Haderlap eine klare &#8220;Fehlentscheidung&#8221; dar : Dafür musste er freilich die Verwerfung des an Hemingway erinnernden Kriegstextes von Linus Reichlin in Kauf nehmen , votierte dann umso heftiger für die &#8220;Feier der Oberflächlichkeit&#8221; ( Daniela Strigl ) der mit dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichneten Prosa des Leif Randt . Interessanterweise übersieht Kämmerlings die auf der Hand liegende ( in diesem Sinne auch von Stefan Gmünder angemerkte ) Parallele zu Christian Krachts &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faserland">Faserland</a>&#8221; . Immerhin blieb man in der &#8220;Welt&#8221; diesjahr von Elmar Krekelers unsäglich dümmlichen Live- Blogging verschont . Dafür lässt die &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/ingeborg-bachmann-preis-lob-der-bedaechtigkeit-1.1118385">Süddeutsche</a>&#8221; einen lieblos um ein paar Links aufgemotzten Agenturtext vom Stapel .</p>
<p>In der &#8220;Zeit&#8221; werden Maja Haderlap und der Konflikt zwischen Slowenisch und Deutsch sprechenden Österreichern <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/literatur-preis-bachmann">umständlich vorgestellt</a> , Die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/gegenwert_der_gegenwart_1.11303238.html">NZZ</a> führt die üblichen Kategorien der Jury aufs Glatteis und tritt mit einem Zitat Josef Winklers aus dem belletristischen Wohlgefallen in die handgreiflich Klagenfurter Realität :</p>
<blockquote><p>Ob das Abhaken der Rubrik «Gegenwärtigkeit» etwas über die Qualität eines Textes aussagen kann, wurde im Lauf der Diskussionen immer fraglicher. Vielleicht wäre statt des einmal sogar konstatierten «Gegenwärtigkeitsüberschusses» der häufiger thematisierte «Zukunftsmangel» das bessere Stichwort gewesen. Einen über Klagenfurt liegenden Schatten aus der Vergangenheit brachte im Zuge der Literaturtage einmal mehr der Kärntner Josef Winkler zur Sprache, nämlich das Fehlen einer Stadtbibliothek, die «tausendmal wichtiger als der Bachmann-Preis» wäre.</p></blockquote>
<p>Stoffe quer aus dem Gemüsebeet von Lebens- und Literaturthemen rekognosziert Gerrit Bartels im &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-wald-die-wunden-und-das-wuenschen/4378116.html">Tagesspiegel</a>&#8221; mit einiger Befriedigung , ortet allerdings auch eine tendenzielle Überalterung ( man nenne sie &#8220;Reife&#8221; ) der von den Juroren ausgewählten Texte und Autoren :</p>
<blockquote><p>Insofern ist Reife der neue Trend in Klagenfurt. Erfahrungsvorsprung schlägt Jugend. Nach dem 1954 geborenen Peter Wawerzinek, der letztes Jahr wirklich etwas zu erzählen hatte als Rabenmuttersohn, folgt nun die 50-jährige Maja Haderlap. Die Baums, Randts und Klupps, die Twenty- und Thirtysomethings, wiewohl sie einiges zu erzählen haben und das oft schon sehr gekonnt, müssen sich gedulden. Können sich aber damit schmücken, die wenigen heftigen, am kontroversesten geführten Diskussionen in der Jury ausgelöst zu haben. Dass da bloß kein Generationsproblem auf den nun ja auch schon in die Jahre gekommenen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb zukommt!</p></blockquote>
<p>Anhand <a href="http://bachmannpreis.eu/de/texte/3338">Thomas Klupps</a> ironischem Szenario eines kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Explizitheit von Internet- Pornographie lasse sich , so Dirk Knipphals in der &#8220;<a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ein-wattiges-gefuehl/">taz</a>&#8221; das Schibboleth innerhaöb der Jury orten :</p>
<blockquote><p>Unausgesprochen stand dabei eine Frage im Raum, die viele Diskussionen in der Jury während der vergangenen drei Tage grundiert hatte: Erwartet man von Literatur ein authentisches Sprechen, das ist die Fraktion, die Autor, Sprache, Widerständigkeit ganz groß schreibt; oder erwartet man von ihr auch eine kluge Sprachinszenierung, bei dieser Fraktion kommen Spiel mit Erwartungshaltungen, Ironie und auch zum Tragen.</p></blockquote>
<p>&#8220;immer wieder&#8221; , so Knipphals <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/beruehrt-von-schlichter-schoenheit/">an anderer Stelle</a> zur Reziprozität von Poetk und Hermeneutik ,</p>
<blockquote><p>immer wieder leuchteten Grundpositionen eines heutigen Erzählens seitens der Autoren und damit einhergehend auch Grundpositionen eines aktuellen Sprechens über Literatur seitens der Juroren auf.</p></blockquote>
<p>Damit wäre in der Tat Einiges gewonnen , wenn die Nachricht die Runde macht , dass sich die Texte nicht nach der Literaturkritik , sondern umgekehrt die Literaturkritik sich an neuen Texten zu erproben und zu erweitern habe . Wenn das kein hoffnungsvoller Ausblick ist &#8212;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Schwüle Sommernächte , du schwebst wie ein solitäres Raumschiff durch die dunkle Atmosphäre ?! Dann vergiss nicht <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/czz-hoerempfehlung-124.jpg" rel="lightbox[20748]"><img class="alignright size-full wp-image-20562" title="czz-hoerempfehlung-124.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/07/czz-hoerempfehlung-124.jpg" alt="" width="71" height="42" /></a>den musikalischen Beipack , der im Juni bei einem unserer Lieblings- Netlabel erschienen ist : Die stimmungsvolle e.p- ist bei <em><a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung">broque</a></em> erschienen . Man schrecke sich nicht vor der heimatlichen Titelei , unter welcher <a href="http://www.discogs.com/artist/DML">dml</a> aka <a href="http://www.facebook.com/pages/DML-Dirk-Lamprecht/62286622124">Dirk Lamprecht</a> seine deep dub- und dubtech- tracks rubriziert . &#8220;<em><a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung/mp3-download-de/2470-074-dml-munique-e-p">munique</a></em>&#8221; ist ebenso cool wie auf seine Weise treibend : Musik wie ein Liquid , dessen diskreter Duft uns tags wie nachts betört .</p>
<p style="text-align: left;">sendling I<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
forstenried<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
neuperlach<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
sendling |I<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
freimann<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
<strong>|||</strong></p>
<p>QUELLEN</p>
<ul>
<li>
<div>Stefan Gmünder : <a href="http://derstandard.at/1308680847260/Eine-Lichtung-im-Wald-des-Vergessens">Eine Lichtung im Wald des Vergessens</a> &#8211; Der Standard , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Lena Bopp : <a href="http://www.faz.net/artikel/C30437/bachmann-wettbewerb-vierzehn-autoren-trauen-sich-was-30460870.html">Vierzehn Autoren trauen sich was</a> &#8211; FAZ , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Richard Kämmerlings : <a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13479283/Bachmann-Preis-fuer-Haderlap-eine-Fehlentscheidung.html">Bachmann-Preis für Haderlap – eine Fehlentscheidung</a> &#8211; Die Welt , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/ingeborg-bachmann-preis-lob-der-bedaechtigkeit-1.1118385">Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 : Zwischen Bedächtigkeit und Porno</a> &#8211; SZ , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Christoph Schröder : <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/literatur-preis-bachmann">Bachmann-Preis Für M. Haderlap ; Die deutsche Sprache ist ihr Schutzschild</a> &#8211; Die Zeit , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Christoph Schröder : <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/bachmann-preis">Bachmann-Preis Von Liebe, Krieg und Pornos</a> &#8211; Die Zeit , 9. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Georg Renöckl : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/gegenwert_der_gegenwart_1.11303238.html">Gegenwert der Gegenwart . Der Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt</a> &#8211; NZZ , 11. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Gerrit Bartels : <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-wald-die-wunden-und-das-wuenschen/4378116.html">Wettlesen . Der Wald, die Wunden und das Wünschen</a> &#8211; Tagesspiegel , 10. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ein-wattiges-gefuehl/">Dritter Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Ein wattiges Gefühl</a> &#8211; taz , 9. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/beruehrt-von-schlichter-schoenheit/">Zweiter Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Berührt von schlichter Schönheit</a> &#8211; taz , 8. 7. 2011</div>
</li>
<li>
<div>Dirk Knipphals : <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/traumata-mit-vordergruendigen-mitteln/">Erster Tag Wettlesen beim Bachmann-Preis : Traumata mit vordergründigen Mitteln</a> &#8211; taz , 7. 7. 2011</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="Bachmannpreis%202012%20%7C%20Prolegomena%201%20:%20Haderlap%20,%20Rabinowich%20und%20Wisser%20als%20%C3%B6esterrische%20Kandidaten">Bachmannpreis 2012 | Prolegomena 1 : Haderlap , Rabinowich und Wisser als öesterrische Kandidaten</a></li>
<li><a href="../2011/07/07/bachmannpreis-2012-prolegomena-2-timetable-der-lesungen/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 2 – Timetable der Lesungen</a></li>
<li><a href="../2011/07/09/2011/05/26/haderlap-rabinowich-und-wisser-kandidaten-bachmannpreis-2011/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 3 : Critics’ choice</a></li>
<li><a href="../2011/07/09/bachmannpreis-2012-prolegomena-4-erste-runde/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 4 : Erste Runde</a></li>
<li><a href="../2011/07/10/bachmanpreis02/">Bachmannpreis 2011 | Prolegoena 5 : Zweite Runde</a></li>
<li><a href="../2011/07/10/bachmanpreis02/">Bachmannpreis 2011 | Prolegomena 6 : Dritte Runde</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2011/07/11/bachmannpreis-2011-finale-bachmannpreis-an-maja-haderlap/">Bachmannpreis 2011 | Finale : Bachmannpreis an Maja Haderlap</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Books Entscheid &#8211; so what ?</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/03/25/google-books-entscheid-so-what/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 05:20:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ES GIBT NOCH RICHTER &#124; KLANGAPPARAT ES GIBT NOCH RICHTER Im Fall der &#8220;Authors Guild und andere vs. Google&#8221; mag mit dem Entscheid des New Yorker Berufungsgerichtes ein Silberstreif am Horizont erschienen . Das Gericht sprach sich deutlich GEGEN unautorisiertes Scannen und Veröffentlichen seitens des Monopolbetriebes mit kommerzieller Zielrichtung aus . Bundesrichter Danny Chin...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> ES GIBT NOCH RICHTER | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/google_logo_rahmen.png" alt="google logo Rahmen" hspace="2" vspace="2" width="252" height="145" /></p>
<p>ES GIBT NOCH RICHTER</p>
<p>Im Fall der &#8220;Authors Guild und andere vs. Google&#8221; mag mit dem Entscheid des New Yorker Berufungsgerichtes ein Silberstreif am Horizont erschienen . Das Gericht sprach sich deutlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_B%C3%BCcher#Kontroversen">GEGEN unautorisiertes Scannen und Veröffentlichen</a> seitens des Monopolbetriebes mit kommerzieller Zielrichtung aus .</p>
<p>Bundesrichter Danny Chin in seiner <a href="http://www.scribd.com/doc/51327711/google-books-settlement">Begründung</a>:</p>
<blockquote><p>Chin sieht laut Bericht zwar die Vorzüge einer umfangreichen digitalen Bibliothek, doch reicht ihm die vorgeschlagene Lösung nicht, dass Rechteinhaber der Digitalisierung widersprechen können (&#8220;opt out&#8221;). Der Richter lässt allerdings einen Ausweg offen und fordert die Parteien dazu auf, die Einigung noch einmal zu überarbeiten. Statt einer Ausstiegsklausel sollten Rechteinhaber die Möglichkeit eines &#8220;opt in&#8221; erhalten und sich aktiv für die Teilnahme entscheiden können. ( <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Richter-laesst-Vergleich-zu-Google-Books-platzen-1212882.html">heise</a>)</p></blockquote>
<p>Grund genug des etwas chaotischen Berichterstatter <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E77611C45F0C94C05BB165FD0CCE77AE4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Jürgen Kaube in der FAZ</a> , seinen Artikel mit dem Stoss- Seufzer über die Existenz einer höheren Wahrheit zu beginnen :</p>
<blockquote><p>Es gibt noch Richter in New York.</p></blockquote>
<p>Der Knappsatz mag zwar ein rhetorischer Reisser sein , enthält gleichzeitig aber eine Leerstelle , welche deutlich nach Attributen für den &#8211; &#8220;unbestechlichen&#8221; , &#8220;aufrechten&#8221; , &#8220;mutigen&#8221; ect. &#8211; Richter ruft .</p>
<p>Genauso könnte man schreiben :</p>
<blockquote><p>Es gibt noch Journalisten bei der FAZ.</p></blockquote>
<p>Womit freilich auch nicht mehr gesagt wäre .</p>
<p>Im Übrigen gibt es noch keine Nachricht darüber , wie sich der Entscheid auf die ( europäische ) Situation auswirken wird . Immerhin aber wissen wir jetzt bestimmt :</p>
<blockquote><p>Es gibt noch Richter in New York.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<pre><strong>
</strong></pre>
<pre><strong>
</strong></pre>
<pre><strong>
</strong></pre>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Als Formation sind <em><a href="http://soundcloud.com/das-kraftfuttermischwerk">Das Kraftfuttermischwerk</a></em> längst eine sichere und überdies sympathische Position in der netmusic- Szene : Wo im Musikalischen ihr Dub in Mix und Remix unverkennbar ist , gibt es zusätzlich noch ein supernettes <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/">Blog</a> . <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/czz-hoerempfehlung-113.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Obwohl bereits im Advent entstanden , passen die ultrafeinen Soundz auch trefflich zum zögernden Frühlingserwachen .</p>
<p style="text-align: right;">Das 73- minütige Mix &#8220;<a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=20506"><em>tief#4</em></a>&#8221; integriert Tracks der <span style="text-decoration: line-through;">aus <em>Funk und Fernsehen</em> bekannten</span> Minimal- Dub- Lieblinge wie Dublicator , Minilogue , Kollektiv Turmstrasse , Echologist , Marko Fürstenberg , Mikkel Metal und den von uns besonders geschätzten Ocralab . Enjoy !</p>
<pre><code> </code></pre>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F7860501&amp;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F7860501&amp;" allowscriptaccess="always"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/r_co/das-kraftfuttermischwerk-tief-4-das-kraftfuttermischwerk-adventskalender-09-12-2010">Das Kraftfuttermischwerk &#8211; Tief #4 (Das Kraftfuttermischwerk Adventskalender) &#8211; 09-12-2010</a> by <a href="http://soundcloud.com/r_co">R_co</a></span></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Chronik &#124; 2010 07 28</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 06:14:24 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> BRIGITTE SCHWAIGER 1949 – 2010 | PREISE | GSTREINS GEMEINTHEITEN | RINCKS <em>BEGIFFSLIEFERUNG |</em> UJVARY &amp; STUMMER <em>SUB ROSA |</em> BEATE JORDAN &amp; CRAUSS : LEISE WEISEN | KLANGAPPARAT</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/rain_storyboard.png" rel="lightbox[15415]"><img class="alignnone size-full wp-image-15416" title="rain_storyboard" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/rain_storyboard.png" alt="" width="600" height="475" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://ffffound.com/image/66d5e918c801eafae384381eb2b3c449ea1ad4e7">via</a></p>
<p>BRIGITTE SCHWAIGER 1949 – 2010</p>
<p>Während die Erstmeldung am 26. 7. abends auf <a href="http://wien.orf.at/stories/458692/">orf.on</a> lediglich vorsichtig den Fund des Leichnams in der Donau rapportiert , weiss <em><a href="http://derstandard.at/1277338976922/Brigitte-Schwaiger-19492010">Der Standard</a></em> am folgenden Morgen : &#8220;Sie setzte ihrem Leben mit 61 Jahren offenbar ein Ende.&#8221; Auch die auf einer Agenturmeldung beruhende Notiz der <a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E9F9C00758F6D48EC8A239701D8921098~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> weiss nun : &#8220;Jetzt hat sich Brigitte Schwaiger in Wien das Leben genommen&#8221; . Die Kurzdiagnose einer Jahrzehnte unter schweren Berdängungen leidenden Person flapst im Wiener lachsrosa Blatt auf &#8220;die Borderlinerin Schwaiger&#8221; zusammen , wobei die Kenntnis des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung">Borderline</a>- Syndroms beim Lesevolk kess vorausgesetzt wird .</p>
<p>Überhaupt sind die Medien im Fall Schwaiger stets höchst ambivalent mit den hochsubjektiven Texten der späten Schwaiger verfahren : Schon bevor Schwaigers Erfahrungen in und mit der Psychiatrie als Buch erschienen ( <em><a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=391">Fallen lassen</a></em> , Czernin 2006 ) , druckte die Wochenendbeilage <em>Spectrum</em> der Tageszeitung <em>Die Presse</em> fünf , die Psychiatrie auf der &#8220;Baumgartner Höhe&#8221; als radikal menschenverachtend darstellende Einzeltexte völlig unkommentiert ab . Was im Kontext des Buches als Resultat in einem Kosmos stark wechselhafter subjektiver Bedrängungen erscheint , wurde dem Voyeurismus des Zeitungspublikums ohne jede Relativierung vorgesetzt . Zwar sind fallweise pflegerische und medizinische Missstände in der nun neu zum &#8220;Otto Wagner Spital&#8221; aufgewerteten Institution kein Geheimnis , doch gründet die bei Schwaiger formulierte &#8220;Horrorerfahrung <em>Am Steinhof</em>&#8221; mindestens so stark im System ihrer Krankheit .</p>
<p>Wir hatten schon damals daran gezweifelt , ob eine solche Publikationspolitik dem redaktionellen Ethos entspräche . &#8211; Allerdings druckt das Blatt unter dem Titel &#8220;Neue österreichische Literatur&#8221; auch heute noch qualitativ zweifelhafte Texte ab , deren ( offensichtlich kaum lektorierte ) Publikation den betreffenden AutorInnen nicht immer wohl ansteht . Gerade von Letzterem ist allerdings auch das Konkurrenzblatt <em>Der Standard</em> nicht freizusprechen . Gerade anhand der Person und des Werks Brigitte Schwaigers wäre die Frage nach einem redaktionellen Ethos | eines ethischen Lektorates ernstlich zu diskutieren .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PREISE</p>
<p>Der Dichter <a href="http://www.perlentaucher.de/suche?sid=028558330&amp;start=1">Ferdinand Schmatz</a> erhält den <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=2967"><em>Preis der Stadt Wien</em></a> , der <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=2972"><em>Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur 2009</em></a> geht an den Schweden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Per_Olov_Enquist">Per Olov Enquist</a> , löbliche <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=2975"><em>Förderpreise</em></a> der Stadt Wien wurden den &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst</a></em>&#8220;- Autoren <a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/authorshow.xml?id=171">Michaela Falkner</a> und <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen/">Richard Obermayr</a> zugesprochen .</p>
<p>Erfreulich ist auch die Zuerkennung des <em><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=2949">Paul- Celan-Preises 2010</a></em> &#8220;für eine herausragende Übersetzung ins Deutsche&#8221; an <a href="http://blog.ueber-setzen.com/?p=1129">Rosemarie Tietze</a> , deren 2009 bei Hanser erschienene Übersetzung der &#8220;<a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23409-3">Anna Karenina</a>&#8221; durch Geradlinigkeit und Schlankheit besticht &#8230; und just dieser Tage mitbeteiligt ist an der verringerten Blogfrequenz auf in|ad|ae|qu|at . Wozu , fragen wir mit dem <em><a href="http://www.guardian.co.uk/books/booksblog/2010/jul/19/classic-books-never-read">Guardian</a></em> , ist denn der grosse Sommer da , als zur Relektüre grosser Bücher und um &#8220;embarrassing gaps &#8230; in your reading history&#8221; zu schliessen ?! <a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23409-3"></a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>GSTREINS GEMEINTHEITEN</p>
<p><a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/261/Norbert_Gstrein.html">Norbert Gstrein</a> legt mit seinem neuen Roman &#8220;<a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23549-6">Die ganze Wahrheit</a>&#8221; ( Hanser , 16. 8. 2010 ) scharf auf den Suhrkamp Verlag und dessen jetzige Verlegerin Ulla Berkéwicz an : Unsere Leseprobe kündet von einer biestigen Denunziation der Esoterikerin und Verlegerwitwe , obgleich obenhin der deutsche Grossverlag als österreichischer Autorenverlag &#8220;in der Wiener Schönlaterngasse&#8221; ( ! ) bemäntelt ist . Die FAZ , die das mögliche Skandalkalkül <a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~ED9FDFADC93FE40289AE00F9870207CE3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">getreulich rapportiert</a> , kommt dabei auf wundersame Weise jede Erinnerung an Martin Walsers &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tod_eines_Kritikers">Tod eines Kritikers</a>&#8221; abhanden , wo der Autor mit nicht minderer Indolenz ( indes fieserem Witz ) genüsslich auf den offensichtlichen Idiosynkratieren der damals noch Verleger<em>gattin</em> herumritt . Immerhin war der Vorabdruck des wegen seines möglichen Antisemitismus ( ad personam Reich- Ranicki ) heiss diskutierten Romans in der FAZ erschienen .</p>
<p>Nun sitzt der Suhrkamp- Debütant Gstrein gemütlich bei Hanser , um mit grobem Korn auf seinen ehemaligen Heimatverlag zu schiessen , nur mager getarnt einigem hinter ermüdend aufgeblähtem Faction | Fiction &#8211; Postmoderne- Geplänkel . Nettes Detail am Rande : Der als Wiederholungstäter in Sachen der ungünstigen Darstellung kenntlicher Realpersonen aufgefallene Gstrein hatte seine Replik auf entsprechende Anwürfe 2004 unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/18455.html">Wem gehört eine Geschichte</a>&#8221; publiziert . Bei Suhrkamp damals noch , versteht sich .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RINCKS <em>BEGIFFSLIEFERUNG</em></p>
<p>Wer sich mitunter gar nicht auf einen Begriff zu bringen vermag , dem sei in bestem Sinne die Lektüre von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/">Monika Rincks</a> “<em><a href="http://www.begriffsstudio.de/">Begriffsstudio</a></em>” angeraten ; ein – so <a href="http://www.zintzen.org/2010/03/17/herbert-j-wimmer-zu-monika-rincks-helle-verwirrung-rincks-ding-tierleben/">herbert j. wimmer kürzlich</a> – “virtuelles schatzkästlein des absurden” .</p>
<p>Trägt man sich in die dort angegebene Mailingliste ein, darf etwa jeden zweiten Monat eine “Begriffslieferung” gewärtigen , welche die Hirnregionen für Sprach- und Sachwitz nicht gering ins Schwingen bringen .</p>
<p>2992 das sieb der pandora<br />
2994 höhlenlachen ex tenebris<br />
2996 based on a sunken boat<br />
2997 begierdetaufe<br />
2998 riesensuperpöbelmarkt<br />
2999 die lamalämmer<br />
3001 herabgehobene heraufgefallene emporkümmerlinge<br />
3002 belle tage hunderadei<br />
3003 an der mob-idyll-sauce<br />
3004 aschematik<br />
3005 wolkenrüffelsheim<br />
3006 nichts im empörsel<br />
3007 einfühlungsstutzer<br />
3008 voranzaudern<br />
3009 in der mnemosenke<br />
3015 baroque baedeckerism<br />
3016 trabgast<br />
3017 stylistic orgy in prose<br />
3018 abschau</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>UJVARY &amp; STUMMER <em>SUB ROSA</em></p>
<p>Ein Track des im Dezember 2008 im &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2008/12/19/einsamer-geiger-textes-trouves-10/">Klangapparat</a>&#8221; vorgestellten Projekts &#8220;<a href="http://alien.mur.at/ujvary/jetztzeit.html">Trautonium Jetztzeit</a>&#8221; von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl Ujvary</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stummerbio.html">Oliver Stummer</a> hat es auf den Ehrenplatz der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sub_Rosa_%28label%29">Sub Rosa</a>- Compilation &#8220;<a href="http://subrosa.itcmedia.net/en/catalogue/anthologies/an-anthology-of-noise-and-electronic-music-6.html">An Anthology Of Noise &amp; Electronic Music Volume 6 (1957-2010)</a>&#8221; geschafft .</p>
<p>Hier ein etwas atemloser deskriptiver Text zu der betreffenden CD- Antologie des auf Experiemntelles spezilsierten <a href="http://http://www.subrosa.net/">Brüsseler Labels</a> ( <a href="http://subrosa.itcmedia.net/en/catalogue/anthologies/an-anthology-of-noise-and-electronic-music-6.html">Trackliste auf der Sub- Rosa HP</a>) :</p>
<blockquote><p>The sixth and penultimate edition in Sub Rosa&#8217;s ongoing assembly of crucial noise and electronic music looks at the period 1957-2010. So far the series has been duly noted for its excavation and reappraisal of lesser known works by important artists and vol. 6 is no different, presenting 26 exclusive and original compositions including the work of Tzvi Avni, Joseph Nechvatal, and Kohei Gomi/Pain Jerk among better known titans of the avant garde such as Stephen O&#8217;Malley, Dick Raaymakers, John Weise and Z&#8217;ev. We enter disc one to the thrilling electroacoustic composition &#8216;Mi Vida&#8217; by Prix Ars Electronica award winner, Israel Martinez, exploring the visceral narrative of a car ride which ends in a crash. Ata Ebtekar presents an original commission in &#8216;Turquoise Gas in Ice&#8217;, a complex piece of electroacoustic composition playing Persian classical scales on acoustic instruments which are then run through a modular synthesizer to create dazzling abstract harmonics. From La Monte Young&#8217;s former archivist Joseph Nechvatal, &#8216;Ego Masher&#8217; is another revelation, offering a vivid Cageian collage which undoubtedly reminds us of James Ferraro&#8217;s recent exploits, <strong>while on &#8216;Trautonium Jetztzeit #4&#8242; Oliver Stummer + Liesl Ujvary</strong> <strong>use the same machine that created the sound of birds in Alfred Hitchcock&#8217;s classic to shape an acrid noisescape</strong> and the work of the hugely influential Henry Cowell is represented in &#8216;The Banshee&#8217;, a 2&#8217;30 summoning of dynamic electronic ghosts. The second disc starts with the drum practices of Z&#8217;ev and follows through Daniel Menche&#8217;s drones and a intense noise attack from John Weise. The Pain Barrier&#8217;s &#8216;Virus&#8217; offers a blackened chunk of speedcore gabber, thematically linked with Julie Rousse&#8217;s &#8216;Flesh Barbie Techno Fuck&#8217; glitchcore, and followed with Bird Palace &amp; Cristian Vogel&#8217;s micro-to-meta expansion of sound fragments in &#8216;PHing&#8217;. One of the oldest recordings is Else Marie Pade&#8217;s &#8216;Syv Cirkler&#8217; from 1958, distinctly reminding of Daphne Oram&#8217;s ethereal experiments and finding similarities in the high frequencies tones of Stephen O&#8217;Malley&#8217;s &#8216;Dolmens &amp; Lighthouses&#8217; but also sharp contrasts in his use of ultra low subbass registers. This historically ripe collection of sound warrants your attention without delay.</p></blockquote>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>&#8216;<a href="http://alien.mur.at/ujvary/jetztzeit.html">Trautonium Jetztzeit #4</a>‘ ( Oliver Stummer + Liesl Ujvary ) auf der Compilation “<a href="http://subrosa.itcmedia.net/en/catalogue/anthologies/an-anthology-of-noise-and-electronic-music-6.html">An anthology of noise &amp; electronic music #6</a>” ( curated, noted and edited by Guy Marc Hinant ) – Brüssel , Sub Rosa 2011 ( <a href="http://boomkat.com/cds/312511-various-sub-rosa-an-anthology-of-noise-electronic-music-volume-6-1957-2010">text</a>)</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://alien.mur.at/ujvary/mp3/jetztzeit_mp3/4.m3u">Click Link</a> to listen to &#8216;Trautonium Jetztzeit #4&#8242; ( WMP )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BEATE JORDAN &amp; CRAUSS : LEISE WEISEN</p>
<blockquote><p>Wer die LEISE WEISEN Konzerte 2009 im Silberstern Freudenberg oder in der Musikbibliothek Koblenz verpasst hat oder nicht warten möchte, bis das Duo 2011 im Siegener KrönchenCenter bzw. im Lyrik Kabinett München aufspielt, kann sich trotzdem bequem zurücklehnen.</p></blockquote>
<p>Der Siegener Campus-Sender <a href="http://www.radius921.de">radius921.de</a> überträgt die melancholische Soirée , die sich zwischen Lyrik und Chanson bewegt , live. <em>Radius 92.1</em> ist über den <a href="http://www.radius921.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=151:leise-weisen&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten">Stream auf der Homepage</a> oder in Siegen über Antenne 92.1 MHz zu empfangen .</p>
<p>Gemeinsam mit der Dortmunder Altistin <a href="http://jordan-leimbrink.de/cms/front_content.php">Beate Jordan</a> unternimmt &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-littraire/">Salon Littéraire</a></em>&#8220;- Autor <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/crauss/">Crauss</a> einen Lese- Liederabend, bei dem traditionelle Folksongs wie &#8220;wild mountain thyme&#8221; und &#8220;scarborough fair&#8221; oder Lieder wie &#8220;Wölfe mitten im Mai&#8221; genauso zu Gehör gelangen wie neuere Chansons : &#8220;wayfaring stranger&#8221; &#8211; &#8220;Mr. Bojangles&#8221; &#8211; &#8220;black is the colour (of my true love&#8217;s hair)&#8221; – „Es geht eine dunkle Wolk herein“ u. a.</p>
<blockquote><p>Während Jordan die Originale singt und auf der Gitarre begleitet, trägt Crauss seine Übertragungen der LEISEN WEISEN als Sprechgesang vor. Die gesprochenen Lieder sind keine 1:1-Übersetzungen, sondern eigenständige, sehr poetische Texte. So entwickelt sich in melancholischen, manchmal aber auch ins energische driftenden Wechselstimmen zwischen Liebendem und Geliebter eine Herzens-Soirée zwischen Lyrik und Chanson.</p></blockquote>
<p><a href="http://radius921.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=151:leise-weisen&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten">LEISE WEISEN</a> &#8211; Melancholisches Radiokonzert mit Beate Jordan &amp; Crauss. &#8211; Freitag , 30. 7. 2010 &#8211; <a href="http://radius921.de/cms/">Radius 92.1</a> ( <a href="http://www.radius921.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=151:leise-weisen&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten">Livestream</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.zintzen.org/2010/06/21/neues-von-freunden-75/">Jüngst</a> durften wir in diesem Zusammenhang die “<em><a href="http://kreislauf.org/v10/?p=1311">Rantam Gruppe</a></em>” <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/07/czz-hoerempfehlung-64.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />des unter <em><a href="http://kreislauf.org/artist/2009/01/carsten-brase.html">Carsten Brase und die intoleranten Hater</a></em> figurierenden Elektronik- Bastler vorstellen . Jetzt , da die Temperaturen gefallen sind , liefern wir die bei <em><a href="http://kreislauf.org/v10/">kreislauf</a></em> als Einzeltrack releaste &#8220;<em><a href="http://kreislauf.org/v10/?p=1309">Sandbank</a></em>&#8221; mit saftigem 80er Drall nach . Fortsetzung folgt mit &#8220;<em><a href="http://kreislauf.org/v10/?p=1312">Wind</a></em>&#8221; , einem kühlen Dreier . Weitere Klang- Elemente sind auf der <a href="http://www.myspace.com/sylt">MySpace</a>- Seite zu rekognoszieren .</p>
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://kreislauf.org/v10/?p=1309">Sandbank</a></em> : CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/kreislauf089">LINK TO LISTEN</a> ( WMP )</p>
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://kreislauf.org/v10/?p=1312">Wind</a></em> : CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/kreislauf091">LINK TO LISTEN</a> ( WMP )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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<enclosure url="http://www.archive.org/stream/kreislauf091" length="194" type="audio/x-mpegurl" />
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		<title>Dokumentation : Goetz und Herbst vs. Hettche : Netzliteratur, kontrovers</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/04/16/dokumentation-goetz-und-herbst-vs-hettche-netzilteratur-kontrovers/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 03:55:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; DISCLAIMER &#124; THOMAS HETTCHE : WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT &#124; RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST : EIN ÄRGERLICHES SCHISMA &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST :...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DISCLAIMER | THOMAS HETTCHE : WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT | RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ | ALBAN NIKOLAI HERBST : EIN ÄRGERLICHES SCHISMA | ALBAN NIKOLAI HERBST ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS | ALBAN NIKOLAI HERBST : UNGEKÜRZTE FASSUNG DER ENTGEGUNG AUF THOMAS HETTCHE : KLOPAPIER. ZU THOMAS HETTCHES &#8220;WENN LITERATUR SICH IM NETZ VERFÄNGT&#8221; |</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" /></p>
<p>DISCLAIMER</p>
<p>Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at DOKUMENTIERT die von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hettche">Thomas Hettche</a> via FAZ ventilierten Vorbehalte gegen Netzliteratur , <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32945.html">Rainald Goetz&#8217;</a> Replik in der Harald Schmidt- Show ( YouTube ) sowie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst">Alban Nikolai Herbsts</a> Replik im &#8220;Freitag&#8221; inclusive der von der Redaktion ungekürzten Originalfassung .</p>
<p><strong>Update :</strong> Die ausführliche Debatte ist bei <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/#comments">Herbst</a> nachzulesen . Ausgeschlafener Kommentar zu Goetz @ HS- Show bei <a href="http://www.forum-der-13.de/seiten/fd13.php?comm=6510">Jörg Meyer</a> . Lesenswert weiters der <a href="http://turmsegler.net/20100418/ein-bibliophiler-schatz/">Turmsegler</a> , natürlich der <a href="http://www.umblaetterer.de/2010/04/16/zeitungsphilister-gestern-digitaler-bohemien-heute/">Umblätterer</a> und <a href="http://aviess.posterous.com/dies-ist-meine-literatur-lasst-es-eure-sein">aviess.posterous</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>THOMAS HETTCHE : <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ecommon~Scontent.html">WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT</a> .<br />
SPERRBEZIRK LITERARISCHE ÖFFENTLICHKEIT ? ( FAZ , 9. 4. 2010 )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Literatur besteht nicht aus Büchern, weder aus papiernen noch aus digitalen. Literatur besteht aus Romanen, Sonetten, Erzählungen, Novellen, Oden, kurz: aus Werken, abgeschlossenen, nach bestimmten ästhetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten organisierten Gebilden, die eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen, nur aus sich selbst heraus verstanden werden und auch auf nichts anderes reduziert werden können. Um ihre jeweilige Gestalt, diese unverwechselbare Physiognomie, die aus einer besonderen Sprache und aus dem entsteht, wovon diese Sprache spricht, ist es jedem <strong>wirklichen</strong> Schriftsteller zu tun. Diese besondere Physiognomie unterscheidet Literatur von all den Tagebüchern und Filmvorlagen, die man ansonsten zwischen zwei Buchdeckel pappt und Roman nennt.</p>
<p>Mir scheint, für diese Besonderheit sind vor allem zwei Dinge verantwortlich, von denen seltsamerweise zuletzt behauptet wurde, sie seien ganz im Gegenteil kennzeichnend für neue literarische Formen jenseits des Papiers: Nichtlinearität und Intertextualität. Da ist es doch seltsam, dass gerade Péter Esterházy, dessen Zitierlust immer wieder ins Feld geführt wurde, um das aufmerksamkeitsheischend kleptomane <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann">Fräulein Hegemann</a> zu entschuldigen, in seinen Büchern zeigt, was es heißt, die Form des Romans ernst zu nehmen. Wie jede künstlerische Form ist der Roman ein Schnitt in die Welt, der ein Innen und ein Außen erzeugt, eine Grenze, die insofern etwas Dialektisches hat, als sie gleichermaßen errichtet wie überschritten werden muss. Innerhalb dieser Grenze tritt gerade bei Esterházy, und gerade bei einem Roman wie &#8220;Harmonia Caelestis“, alles, was erzählt wird, miteinander in Beziehung. Péter Esterházy ist ein Meister darin, die Linearität der Erzählung aufzulösen und das Erzählte durch wiederkehrende Motive und Assonanzen, Wiederholungen und Verweise in einen Schwebezustand zu bringen, Gleichzeitigkeiten zu erzeugen, Überlagerungen &#8211; weil, ja weil die Welt solche Erfahrungen nicht erst kennt, seit es das Internet gibt.</p>
<p>Und <strong>indem Esterházy fremde Texte zitiert und übernimmt</strong>, tut er ein Zweites: Er überschreitet die Grenze seines Werks und öffnet die eigene Geschichte für andere Geschichten und für die Geschichten anderer. <strong>Aber auch das ist keine Errungenschaft des Zeitalters von copy &amp; paste</strong>, es gehört vielmehr zur Geschichte der Schrift selbst, die ja eine des unendlichen Abschreibens und Kommentierens ist. Doch nutzt Esterházy dieses Mittel in einer Komplexität und Bewusstheit, neben der sich <strong>Fräulein Hegemanns Praxis</strong> &#8211; und übrigens auch die Theorie eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Shields">David Shields</a> und seines &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/feb/28/reality-hunger-book-review">Reality Hunger</a>“ (Die Welt gibt es nur in Splittern: Dave Shields macht Literatur zum Versatzstückkatalog) &#8211; reichlich, nein furchtbar naiv ausnimmt.</p>
<p>Furchtbar deshalb, weil das alles alles andere als neu ist und weil jene, die Hegemann oder Shields gegen das in Stellung bringen, was sie &#8220;konventionell“ nennen, das natürlich wissen. Ging es also in dieser Debatte möglicherweise gar nicht um literarische Verfahren und die Qualität eines Romans? Welchen Grund aber könnte diese Ignoranz der Kritik haben? Hat sie vielleicht etwas damit zu tun, dass Fräulein Hegemann, was ihre Floskeln aus der postmodernen Rhetorik ja nur unzulänglich bemäntelten, Literatur eigentlich gar nicht interessiert, umso mehr aber so eine Art Textproduktion als Lebensteilhabe? Denn dieses Interesse teilten ganz offensichtlich viele, die ihr Buch gefeiert haben, nämlich nicht als Literatur, sondern als eine andere Form literarischer Öffentlichkeit. <strong>Die Emphase aber, mit der dieser Unschärfebereich zwischen Fiktion und Realität, zwischen Vorbild und Abbild, den man noch vor zwanzig Jahren als Kennzeichen unliterarischer Kolportage bewertet hätte, nun goutiert wurde, hat mit der veränderten Wahrnehmung von Literatur durch das Internet zu tun. Einer Erwartung, die vom Werk sich abwendet</strong>. „In der Literatur“, jubelt etwa, wie viele andere, Thierry Chervel im Perlentaucher, &#8220;ermöglicht das Netz plötzlich eine ganz neue Kommunikation zwischen Autoren und Lesern. Viel zu wenige Autoren, die vor lauter Angst den &#8216;Heidelberger Appell&#8217; unterzeichnet haben, denken darüber nach. Wer von ihnen schreibt ein Blog?“</p>
<p>Eben: keiner. Ist es nicht seltsam, mit welcher Beharrlichkeit das ignoriert wird? Seit ich 1999 mit &#8220;NULL“ eine der ersten literarischen Anthologien im Netz publizierte, deren Texte sich die Redakteure der Feuilletons seinerzeit meist von ihren Sekretärinnen ausdrucken ließen, weil sie nicht online waren, sind zehn Jahre vergangen. <strong>Inzwischen hat die &#8220;Zeit“ einen Preis für Netzliteratur ausgelobt und aus Mangel an möglichen Preisträgern wieder eingestellt, hat die Germanistik das Thema entdeckt und Dissertationen und Habilitationen en gros verfasst, Tagungen und Lehrstühle aus- und eingerichtet, saßen unzählige &#8220;Netzautoren“ mit ihren &#8220;Hypertextprojekten“ auf Podien und in Talkshows. Aber keine Erzählung, kein Roman, kein Twitter-Vers ist entstanden, dessen literarische Halbwertszeit länger gewesen wäre als das Staunen über die medialen Möglichkeiten.</strong></p>
<p>Am Erfolg partizipieren</p>
<p>Warum möchte man eigentlich Schriftstellern partout neue Medienformate aufschwatzen? Man schreibt doch Romane, Gedichte, Theaterstücke, Essays nicht aus Mangel an Phantasie, welche anderen Formen es geben könnte, sondern ganz im Gegenteil deshalb, weil man sich sicher ist, genau so ausdrücken zu können, was eben nur so ausgedrückt werden kann, etwas nämlich, das das Lärmen der Kanäle zum Verstummen bringt. Literatur hat mit der Schönheit zu tun, die Sprache nur dann entfaltet, wenn man sorgfältig oder leidenschaftlich oder wütend oder begeistert, auf jeden Fall aber gänzlich sich ihr anheimgibt, als Autor wie als Leser. Dem aber ist die Zerstreuung der Aufmerksamkeit auf viele Kanäle nicht dienlich.</p>
<p>Aber das ist, wie gesagt, alles andere als neu. Das gilt für die Literatur seit allem Anbeginn, seit Sapphos Versen. Die Frage ist, woher der Furor rührt, mit dem ständig verlangt und immer stärker auch erwartet wird, Schriftsteller müssten mit ihren Lesern in einen Kontakt treten, der eben nicht über das Werk stattfindet. Da diese Erwartung gar nicht bei den Lesern selbst besteht, sondern seltsamerweise vor allem diejenigen sie hegen, die das Lesen zu ihrem Beruf gemacht haben, glaube ich inzwischen, <strong>dass denen das Werk selbst ein Ärgernis geworden ist</strong>. <strong>Ich glaube, dass das unendliche Mediengespräch des Netzes, in dem so viele sich verfangen haben und gefangen sind und das doch zugleich so immateriell und ungreifbar bleibt, eine tiefe Unsicherheit gegenüber allem produziert, was sich dieser unendlichen Plauderei entzieht.</strong> Und dass alles, was sich dem entzieht, als ganz fremd und irritierend empfunden wird, weil man im Innersten weiß: Erst wenn es dieses Fremde nicht mehr geben wird, das nicht computierbar ist und nicht übersetzbar und von keinem Forum und keinem Leserkommentar erreicht werden kann, erst dann wird der Zweifel in einem selbst verstummen, ob das, was man tut, wirklich so wunderbar ist, wie man zu behaupten nicht müde werden darf.</p>
<p>Es gibt erkennbar einen Subtext in den Feuilletondebatten über Literatur, der vom Verlust von Lebensmodellen erzählt und von Angst &#8211; der wohl auch die zunehmende, geradezu groteske Begeisterung der Literaturkritik für den ökonomischen Erfolg von Büchern geschuldet ist: als könnte man so daran partizipieren. Etwas geht zu Ende. 1816 erschien <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Christoph_Perthes">Friedrich Christoph Perthes</a> Schrift &#8220;Der deutsche Buchhandel als Bedingung des Daseyns einer deutschen Literatur“. Perthes hatte 1796 in Hamburg die erste Sortimentsbuchhandlung in Deutschland eröffnet, gehörte zu den Gründern des Börsenvereins, und er hatte wohl recht mit dieser These, dass Literatur in Wechselwirkung mit der Kultur ihrer Verbreitung entsteht. Vor zweihundert Jahren fand dieses kulturelle System mit Universitäten, Feuilletons, Verlagen, Buchhandlungen, Lesezirkeln zu der Form, wie wir es kennen. Eine Formation der Lesenden, die sich selbst Regeln unterwarfen, und zwar nicht primär aus ökonomischen Überlegungen, sondern weil diese Regeln als sinnvoll erachtet wurden, um Literatur und Wissenschaft zu ermöglichen. <strong>Die Unterscheidung zwischen Text und Kommentar gehört dazu, diejenige zwischen Autor und Werk, die Anerkennung und Honorierung der Urheberschaft, die Unverletzlichkeit des vom Autor bestimmten Textes. Regeln, die jetzt dabei sind zu verschwinden</strong>.</p>
<p>Das Absterben der literarischen Institutionen</p>
<p>Wenn man als Schriftsteller eingeladen wird und durch dieses Land fährt, erlebt man zwar den ganzen Reichtum der literarischen Institutionen noch, die damals entstanden, aber immer stärker spürt man auch, wie sehr diese <strong>Institutionen dabei sind, von innen heraus zu verschwinden</strong>. Da gibt es Lesungen in literaturwissenschaftlichen Seminaren, in denen man den Studenten keine Bücher mehr zumutet, sondern zum Semesterbeginn zehnseitige Ausschnitte kopiert, anhand deren nicht etwa Romane verstanden, sondern lediglich Frage- und Diskussionstechniken eingeübt werden sollen. Da mutieren immer mehr Traditionsbuchhandlungen, die einst Lesungen veranstalteten, zu Papeterien. <strong>Da trifft man in Rundfunksendern auf Redakteure, die das Buch, über das sie mit einem sprechen wollen, zuvor nicht mehr gelesen haben dürfen &#8211; damit sie die Hörer &#8220;besser abholen</strong>“. Es ist, als reiste man von einer Geisterstadt zur nächsten. Und überall trifft man auf Menschen, die in ihrer Begeisterung für die Literatur alt geworden sind und die wissen, dass das, was sie tun, mit ihnen enden wird.</p>
<p>Dieser Eindruck passt sehr wohl zum <strong>Boom der Festivals und Literatur-Events</strong>, zu den Besucherrekorden der Messen in Leipzig und Frankfurt, zur Konjunktur der Schreibschulen und Textwerkstätten. Bei alldem geht es um <strong>eine Teilhabe an Literatur, deren Zugang nicht mehr primär der Text ist</strong>. Wir erleben eine tiefgreifende Veränderung des Verhältnisses der Leser zu Autor und Werk, und es scheint, als ginge das Absterben der literarischen Institutionen mit der Restitution eines neoromantischen Verständnisses von Künstler und Kunstwerk einher. <strong>Doch während Friedrich Schlegel von einem Zeitalter träumte, in dem &#8220;es nichts seltnes mehr wäre, wenn mehrere sich gegenseitig ergänzende Naturen gemeinschaftliche Werke bildeten“, arbeitet das aktuelle Revival des romantischen Fragments in Gestalt von Blog und Tweet ebenso dem Vergessen und dem Verschwinden der Werke zu</strong> wie die neoromantische Vorstellung von Autorenschaft, bei der &#8211; und dafür ist die Diskussion um Helene Hegemann symptomatisch &#8211; das Werk nurmehr Akzidenz eines Ichs ist, das sich mit seiner Hilfe erfindet und an so etwas wie <strong>temporäre Gemeinden im Netz</strong> entäußert, <strong>die an die Stelle einer literarischen Öffentlichkeit treten</strong>.<br />
<small>( Hervorhebungen czz , <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Quelle</a> )</small></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ekom~SKom.html">KOMMENTARE</a> ( AUSZUG )</p>
<p><small>Gregor Keuschnig</small></p>
<p><small>Der Aufhänger von Hettches Beitrag suggeriert, dass das &#8220;Internet&#8221; (schon diese grobschlächtige Etikettierung ist ambivalent) die Literatur verändert, wenn nicht gar zerstört. Er nimmt dafür ausgerechnet den Fall Hegemann, der, wenn man genau schaut, das Gegenteil demonstriert: Hier hat eine Autorin aus dem Internet geschöpft und versucht, in das Papiermedium zu transkribieren. Das wurde ihr von der Kritik fast durchgängig goutiert, was einiges über die Protagonisten aussagt. Twitter mit Literatur überhaupt nur zu vergleichen ist fast unredlich. Niemand würde an einer Imbißbude die gleichen Maßstäbe wie an ein Steakhaus anlegen. In Twitter finden sich mal gelungene Aphorismen; ansonsten ist es ein reines Hinweismedium.<br />
In einem Punkt hat Hettche allerdings vollkommen recht: Mit den literarischen Institutionen sterben auch die Literaturliebhaber aus. Stattdessen sucht die Mainstreamkritik nur noch die &#8220;Leseratten&#8221;, die &#8220;Schmöker&#8221; kaufen sollen. Die Eventisierung der Literatur ist vor allem durch die Trivialisierung in den Medien derart vorangeschritten, dass inzwischen das Privatleben der Autoren wichtiger als das Werk zu sein scheint. Diese Gründe werden aufgeführt. Sie haben aber alle nichts mit dem Internet zu tun.</small></p>
<p><small>emile cioran</small></p>
<p><small>Danke, Thomas Hettche, für diesen schönen Beitrag. Dennoch fürchte ich, Sie lassen sich zu sehr vom nostalgischen Abschiedston verführen, vom Schwelgen in Abendröte, von der Melancholie des Späten. Aber Spätzeiten waren immer. Seit Nietzsche mögen es zwei oder drei gewesen sein. Die Poststrukturalisten haben ja bereits theoretisch erprobt, was durch das Internet praktisch werden will: den Tod des Autors, die Intertextualität, das Schreiben der Schrift, den unaufhörlichen Rumor des Sprechens, Plagiat und Palimpsest etc etc. Sie saßen damals in Frankfurt in den Seminaren in der Dantestraße ebenso berauscht von Derrida, Foucault, Deleuze und all den postmodernen Text-Komödianten wie ich. Ein paar Jahre später verspürten die meisten ernüchtert nur noch die Langeweile, die allein von jeder Mode und Phrase bleibt. Wir suchten Substanz, Ernst, Gewicht, jedenfalls hatten wir intellektuellen Karneval und Faschingsgelächter satt. Und was hat die Absurdität zu bedeuten, dass &#8211; neben einer Hegemann &#8211; auch von einem George wieder die Rede ist? Dass so einer im Getwitter überhaupt noch mal wiederkehren konnte? Literatur war doch nie das, was man sonst noch zwischen Pappe quetschte. Sie stand immer auf verlorenem Posten. Das wissen Sie doch.</small></p>
<p><small>Herold Binsack</small></p>
<p><small>Es macht Freude das zu lesen, denn jeden Satz kann ich unterschreiben, wenn ich auch vermutlich nicht jedes Wort so gewählt gesetzt hätte, wie er, wie Thomas Hettche. Und doch nützt es nichts, jedes Wort, ja jede Silbe scheint vor die Säue, so wie auch eines <a href="http://www.zintzen.org/2010/02/03/micro-note-quote-its-not-information-overload-its-filter-failure-clay-shirky/">Frank Schirrmachers Klagen ob des Internets</a> Wirkung auf des Menschen geistige Freiheit.</small></p>
<p><small>Julius Franzot</small></p>
<p><small>Herr Hettche bringt die heutigen Missstände genau auf den Punkt: Es geht nicht mehr um den Text und infolgedessen auch nicht um die Ideen, die unweigerlich die Grundlage für eine seriöse Schrift sind.<br />
Wo die Ideen in den Hintergrund treten, dort verschwindet auch die Person des Autors, dem es lieber sein sollte, wegen seiner Gedanken als wegen einer greller Krawatte wahrgenommen, befragt und interwiewd zu werden.<br />
Viele Autoren, deren Manuskripte oft in den Verlagen nicht einmal im Ansatz gelesen werden, empfinden eine Veröffentlichung im Internet nur als eine Notlösung, um ihre Manuskripte doch irgendwie in den Umlauf zu bringen.<br />
Im Internet gibt es kaum ernsthafte Diskussionen über Texte und die dahinter stehenden Ideen. Eine flapsige Bemerkung, keine Reaktion auf die Antwort darauf, anonyme Nicks, die gleich ins Nichts verschwinden, keine Resonanz durch die Presse, keine Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. Und, ganz nebenbei, auch kein Entgeld für die erbrachte Leistung.<br />
Man braucht sich nicht zu wundern, wenn jemand, der etwas zu sagen hat, sowohl das Internet als auch die Publikation &#8220;on Demand&#8221;, die ebensowenig für Resonanz sorgt, nur als allerletzte Chancen wahrnimmt.</small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BqDv6F9eTHA">RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 SHOW ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ</a></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BqDv6F9eTHA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/BqDv6F9eTHA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><small>( <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BqDv6F9eTHA">Quelle</a> ) </small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALBAN NIKOLAI HERBST : <a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma">EIN ÄRGERLICHES SCHISMA</a> ( DER FREITAG , 15. 4. 2010 )<br />
Internet und Literatur gehen nicht zusammen? Unsinn! Warum sich Schriftsteller das Netz nicht vergällen lassen dürfen</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Dieser Tage veröffentlichte Thomas Hettche in der FAZ einen kunstreaktionären Artikel, der die poeti­sche Arbeit diffamiert, die im Internet erscheint. Titel: &#8220;Warum Literatur sich im Netz verfängt“. Dazu benutzt er drei die Feuilletons alldurchstapfende Thesen, kriegt freilich den Lehm von den Stiefeln nicht weg.</p>
<p>1. Das Internet sei nur an Klatsch interessiert und unkonzentriert; es befördere ein, nenn ich das mal, literarisches Pisa. Man sehe das an der unangemessenen Beachtung <a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E511E6E582D674E1EB42CB5A6C72A1ED3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">einer jungen Pla­giatsautorin</a>, der Hettche aber selbst unangemessenen Raum einräumt. Denn nicht das Netz war diskutiert, sondern ein Buch. Welchen Dietrich einer benutzt (copy&amp;paste oder Kuli), spielt fürs Plagiat keine Rolle, auch nicht, woraus jemand abschreibt, zumal das Phänomen – wie die Skandalgier – alt wie die Dichtung selbst ist und die Geschichte ihrer Kritik. Bis zu den jüngsten histoires de cul <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/33643.html">Catherine Millets</a> hin drängt einem eben nicht das Netz, sondern der Buch­markt die Bei­spiele auf. Auch das Netz, selbstverständlich, kennt solche Texte. Nur sind Bekenntnisse seit je eine Säule der Literatur: zu denken ist an Rousseau, an Montauk, an Erinne­rung, sprich.</p>
<p><strong>Was jemand schreibt, ist zweitrangig; wie er es macht, ist entscheidend. Im Netz erscheint nicht weniger Müll als im Buch, dessen Trägersubstanz, Papier, öfter noch zum Abwischen dient</strong>. Hingegen blendet Hettche, gewiss ein ehrenwerter Mann, alle poetische Netzarbeit aus, die das gefährdete Werk wieder neu fokussiert: ob des Kreises um <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/johannesauerbio.html">Johannes Auer</a>, ob Christiane Zint­zens <a href="http://www.zintzen.org/">in|ad|ae|qu|at</a>, ob Hartmut Abend­scheins <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/">Bibliotheca Caelestis</a>. Das &#8220;Unliterarische“ an deren Kunst besteht einzig darin, dass sie nicht zwischen Buchdeckel passt – ja, Hettche verschweigt sogar <a href="http://www.elfriedejelinek.com/">Jelineks Netzseiten</a>. Es geht ihm nämlich nicht um Dichtung. Vielmehr lässt sich das literarische Netz (noch) nicht vom Markt regulieren, ja kaum überschauen. Der aber hat, nicht das Netz, die Dich­tung zu &#8220;Events” umgebogen. Woran Hettche kräftig mitbiegt, seit er hinaufgebürgert ist.</p>
<p>2. Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes”; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet, weshalb er alle, die den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Appell">Heidelberger Appell</a> (zum Schutz des Urheberrechts) nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller” nennt. Das ist nicht ohne Verrat: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat ihn nicht unterschieben. Die Polemik wischt aber auch Rainald Goetz, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und Jelinek vom Tisch und <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p>
<p>3. Literatur im Netz befördere den Personenkult. Dieser ist ein vom Pop an­getretenes Erbe aus Zeiten künstlerischer Autonomie­kämpfe. Um Label zu werden, brauchte ein Baudelaire nicht, brauchten weder Pynchon noch Kracht das Netz. Es relativiert den Kult sogar, schon weil sich der Autor sich, etwa in kommentierbaren Blogs, angreifbarer macht, als ein Hettche das er­trüge: Zu offen würde benannt, was er absichern will: nicht Qualität, sondern Macht. Wäre der jungen Plagiatsautorin Roman im Netz erschienen, keine Aufferhähnin hätte nach ihm ge­kräht, und auch die Hettches wären bedeutungsärmer: so arm schon, wie sie es sind. <small> ( Hervorhebungen und Links czz , <a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma">Quelle</a> )</small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALBAN NIKOLAI HERBST IN SEINEM WEBLOG &#8220;<a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/">DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT</a>&#8221; ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS</p>
<p>Es gibt in der Druckfassung der Zeitung eine Entstellung, die eine falsche Aussage mitträgt:</p>
<blockquote><p>Diese Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, sogar den Freund Paulus Böhmer und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich sollte dastehen:</p>
<blockquote><p>Das ist nicht ohne Verrat: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat ihn nicht unterschieben. Die Polemik wischt aber auch Rainald Goetz, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und Jelinek vom Tisch und <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p></blockquote>
<p>Der Fehler kam, und ich übersah ihn, durch einen redaktionellen Eingriff zustande, der kürzen mußte.<br />
Die ursprüngliche Version lautet n o c h anders. Ich zitiere den entsprechenden Absatz der Originalfassung ganz, es ist Punkt 2:</p>
<p>Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes”; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur <strong>wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet</strong>, weshalb er alle, die den <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm">Hei­delberger Appell</a> nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller” nennt. Die Behauptung scheut den Verrat nicht: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat den Appell nicht unterschrieben. Anders als der, so lautet suggestiv der Schluß, sind die 2600 Unterzeichner ernstzunehmende Dichter. Die gleiche Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.&#8221;<br />
ANH, 15.4.2010.<br />
ICE Mannheim-Berlin. <small>( Hervorhebungen und Links czz , <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/">Quelle</a> ) </small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALBAN NIKOLAI HERBST : UNGEKÜRZTE FASSUNG DER ENTGEGUNG AUF THOMAS HETTCHE :<br />
KLOPAPIER. ZU THOMAS HETTCHES &#8220;WENN LITERATUR SICH IM NETZ VERFÄNGT&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Am 9. April veröffentlichte Thomas Hettche in der FAZ einen kunstreaktionären Artikel, der die poetische Arbeit diffamiert, die im Internet erscheint. Dazu benutzt er drei die Feuilletons alldurchstapfende Thesen, kriegt freilich den Lehm von den Stiefeln nicht weg.</p>
<p>1) Das Internet sei nur an Klatsch interessiert und unkonzentriert; es befördere ein, nenn ich das mal, literarisches Pisa. Man sehe das an der unangemessenen Beachtung einer jungen Plagiatsautorin, der Hettche aber selbst unangemessenen Raum greifen läßt. Denn nicht das Netz war diskutiert, sondern ein Buch. Welchen Dietrich einer benutzt (copy&amp;paste oder Kuli), spielt fürs Plagiat keine Rolle, auch nicht, woraus jemand abschreibt, zumal das Phänomen, wie die <strong>Skandalgier</strong>, alt wie die Dichtung selbst ist und die Geschichte ihrer Kritik. Bis zu den jüngsten histoires de cul Millets drängt einem eben nicht das Netz, sondern der Buchmarkt die Beispiele auf. Auch dieses, selbstverständlich, kennt solche Texte. Nur sind Bekenntnisse seit je eine Säule der Literatur: zu denken an Rousseau, an &#8220;Montauk&#8221; und &#8220;Erinnerung, sprich&#8221;. Was jemand schreibt, ist zweitrangig; wie er es macht, ist entscheidend. Im Netz erscheint nicht weniger Müll als im Buch, dessen Trägersubstanz, Papier, öfter noch zum Abwischen dient; mehr Scheiße backt auch an Twitter nicht. Hingegen blendet Hettche, gewiß ein ehrenwerter Mann, alle poetische Netzarbeit aus, die das gefährdete Werk wieder neu focussiert: ob des von Bense kommenden Kreises um <a href="http://auer.netzliteratur.net/">Auer</a>, ob <a href="http://www.zintzen.org/">Zintzens in|ad|ae|qu|at</a>, ob <a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog/C29/">Abendscheins Bibliotheca Caelestis</a>. <strong>Deren &#8220;Unliterarisches&#8221; besteht einzig darin, daß sie nicht zwischen Buchdeckel passen</strong>. Nicht einmal hor.de wird erwähnt, ja Hettche verschweigt sogar <a href="http://www.elfriedejelinek.com/">Jelineks Sites</a>. Es geht ihm nämlich nicht um Dichtung. Vielmehr läßt sich das literarische Netz (noch) nicht vom Markt regulieren, ja kaum überschauen. Der aber hat, nicht das Netz, die Dichtung zu &#8220;Events&#8221; umgebogen. Woran Hettche kräftig mitbiegt, seit er hinaufgebürgert ist.</p>
<p>2) Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes&#8221;; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet, weshalb er alle, die den <a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=210">Heidelberger Appell</a> nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller&#8221; nennt. Die Behauptung scheut den Verrat nicht: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat den Appell nicht unterschrieben. Anders als der, so lautet suggestiv der Schluß, sind die 2600 Unterzeichner ernstzunehmende Dichter. Die gleiche Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p>
<p>3. Literatur im Netz befördere den Personenkult. Dieser ist ein vom Pop angetretenes Erbe aus Zeiten künstlerischer Autonomiekämpfe. Um Label zu werden, brauchte Baudelaire nicht, brauchten nicht Pynchon noch Kracht das Netz. Es relativiert den Kult sogar, schon weil er sich, etwa <strong>in kommentierbaren Blogs, angreifbarer macht als ein Hettche das ertrüge</strong>: <strong>Zu offen würde benannt, was er absichern will: nicht Qualität, sondern Macht.</strong> Wäre der jungen Plagiatsautorin Roman im Netz erschienen, keine Aufferhähnin hätte nach ihm gekräht, und auch Hettches wären bedeutungsärmer: so arm schon, wie sie es sind. <small>( Hervorhebungen und Links czz ) </small></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>MICRO &#124; -NOTE &#124; -QUOTE : Wie sieht es aus , das &#8220;digitale Schreiben&#8221; , Herr Chervel ?</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/03/18/micro-note-quote-wie-sieht-es-aus-das-digitale-scheiben-herr-chervel/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 01:00:45 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/03/czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-6.jpg" alt="czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-" width="96" height="96" align="left" hspace="2" vspace="2" />|||</strong> <a href="http://www.perlentaucher.de/ptautoren/4/1.html">Thierry Chervel</a> , Mitgründer und Chefredakteur des Meta- Feuilleton- Online- Magazins &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perlentaucher">Perlentaucher</a>&#8221; zur Unterscheidung von journalistischen Inhalten im Netz im Gegensatz zu Formen ( indvduellen bzw. kollektiven ) &#8220;Digitalen Scheibens&#8221; :</p>
<blockquote><p>Die Zukunft ist ja längst angebrochen. Das Netz hat Formen von Text hervorgebracht, die ohne es nicht existieren könnten, zum Beispiel das Blog und das Wiki, also eine extrem individualistische und eine extrem kollektive Art des Schreibens. Diese Formen können Funktionen des Journalismus wie die der Kritik oder der Information übernehmen, ohne Journalismus zu sein. Wer nach der Zukunft des Journalismus fragt, ist also gezwungen über diese Formen des <strong>digitalen Schreibens</strong> nachzudenken, die ihn untergraben, vielleicht sogar ersetzen könnten. ( &#8230; )</p>
<p>Wikipedia-Artikel sind Texte, die atmen, wachsen und innerlich grollen. Sie haben sicherlich nicht immer in der Realität, aber der Möglichkeit und dem Anspruch nach, den gleichen Willen zu <strong>Wahrhaftigkeit und Aktualität</strong> wie Journalismus. Sie greifen journalistische Information auf. Aber sie sind kein Journalismus. So wie sie, schon wegen ihres Echtzeit- und stets offenen Charakters auch keine Artikel einer Enzyklopädie sind. Und doch haben sie sich an die Stelle der Enzyklopädien gesetzt.</p>
<p>Auch das <strong>Blog</strong> stellt journalistisches Selbstverständnis zutiefst in Frage &#8211; hierüber ist oft diskutiert worden. Wie radikal anders das Blog ist, zeigt der Vergleich mit einem ebenfalls extrem subjektiven Genre des Journalismus, der Kritik: Kritiker waren daran gewöhnt, das letzte Wort zu sprechen. Danach diskutierte allenfalls noch das Publikum im privaten Rahmen. Anders als bei jedem anderen Genre hatte das Objekt der Kritik stillzuhalten. Ein Blog wie <a href="http://www.nachtkritik.de/">Nachtkritik.de</a> zeigt, dass sich diese richter- oder priesterähnliche Position in der Verwaltung der Kunstwahrheit nicht halten lässt: Hier können die Kritisierten zurückschlagen. So krude, unfertig, halb bedacht Blogbeiträge oft sein mögen &#8211; durch die <strong>Kommentarmöglichkeit</strong> und den <strong>Hyperlink</strong> ist ein Blog doch immer ein Dialog, mit den Lesern, mit anderen Blogs oder Medien, und mit den Kritisierten.</p>
<p>Für die Debatte gilt das gleiche. Am jüngsten Streit über den <strong>Islam</strong> könnten Medienwissenschaftler wunderbar die unterschiedlichen Argumentationsstrategien der unterschiedlichen Medien studieren. Verkürzt könnte man es so ausdrücken: In den Zeitungen redete man über die Gegner, im Netz redet man mit ihnen. Deutlich wurde es in den Artikeln, in denen sich Thomas Steinfeld (<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/595/501846/text/">hier</a>) oder Claudius Seidl nach der ersten Runde der Debatte gegen Kritik verteidigen, häufig ohne die Adressen der sie kritisierenden Artikel (etwa <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/75_das_behagen_an_der_unkultur">hier</a> im <strong>Perlentaucher</strong>) anzugeben. Im Netz verlinkt man zu den Artikeln, auf die man antwortet, im Journalismus teilt man die Information über die Gegner in Portiönchen aus. Und auch wenn es an Journalismushochschulen als ungehörig gelehrt wird, verzichten Journalisten häufig auf die <strong>Nennung von Quellen</strong>. Darauf basierte ja ein Teil ihrer Macht, solange die Öffentlichkeit die Filter der Medien brauchte: Was sie nicht nannten, existierte eigentlich nicht. Das SZ-Feuilleton zum Beispiel ließ in der Islamdebatte keinen einzigen Beitrag zu, der Steinfeld widersprach. Keiner der von Steinfeld Attackierten durfte antworten. Es galt nur Steinfelds Version ihrer Ideen. Das ist das Pfäffische am klassischen Journalismus, der selbst entscheiden will, was die Schäfchen wissen dürfen. Die Leser der SZ kennen dadurch allerdings nur einen Ausschnitt aus der Debatte. Im Blog kann der Blogger natürlich kritische Kommentare entfernen, aber auf die Dauer macht das sein Blog steril. Es geht nicht ohne Diskussion.</p>
<p>Wenn die Zeitungen sich nun einfach weiter für <strong>Zahlschranken</strong> entscheiden (die ja bei er <strong>FAZ</strong> oder der <strong>SZ</strong> nie abgeschafft wurden), schneiden sie sich auch von Möglichkeiten ab, die Text bietet, und von Erwartungen, die legitimer Weise an Text gerichtet werden. Sie konservieren, für ein Weilchen, die alte Welt in der neuen. Der Zeitungsartikel ist hermetisch, der Blogbeitrag porös, die Kritik ist rund (oder spitz), der Blogbeitrag fragmentarisch. ( &#8230; )</p>
<p>Verlagen und Autoren steht die schwierigste, aber auch aufregendste Zeit seit Erfindung des Buchdrucks bevor. Ist ein Buch, das nicht <strong>in Gestalt eines Buchs</strong> erscheint, überhaupt ein Buch? Jürgen Neffe träumt von &#8220;undruckbaren Büchern&#8221;, die nur in digitaler Form existieren können und neue Formen der Erzählung und Darstellung ausprobieren. Ist die Entscheidung eines heutigen Autors, einen Roman im klassischen Sinne zu schreiben, bereits so etwas wie die Entscheidung eines Oulipo-Autors, ein Gedicht ohne den Buchstaben &#8220;e&#8221; zu schreiben, eine willkürliche, selbstauferlegte Regel und geistige Askese? Wird das Genre des Romans außerhalb des Gegenstands zwischen Buchdeckeln überleben?</p>
<p>Das Buch verschwindet von seinen Rändern her, oder genauer: Es löst sich auf in den neuen Aggregatzustand der Zeichen wie Eisschollen im Klimawandel. Bestimmte Formen sind obsolet geworden: Die Wikipedia ersetzt den Brockhaus. Wozu noch Loseblattsammlungen? Reiseführer lassen sich in digitalisierter Form viel besser aktualisieren &#8211; und mit Leserkommentaren versehen. Naturwissenschaftliche Erkenntnis wird nicht mehr in Büchern verbreitet, sondern in Zeitschriftenartikeln &#8211; und diese Artikel sind in Wirklichkeit Dateien in Onlinedatenbanken, die man durch supermassive Bezahlschranken abschottet, sofern sie nicht open access sind. In den Geisteswissenschaften könnte eine ähnliche Entwicklung bevorstehen &#8211; der &#8220;Heidelberger Appell&#8221; war die Immunreaktion der traditionellen Akteure gegen das Kommende.</p>
<p>Nur das ans breite Publikum gerichtete Sachbuch und die Literatur stehen scheinbar unangefochten da. Jahr für Jahr werden neue Romane veröffentlicht, unsterbliche Meisterwerke darunter wie Roberto <strong>Bolanos</strong> &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32689.html">2666</a>&#8221; oder David Foster Wallace&#8217; &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32597.html">Unendlicher Spaß</a>&#8220;. Nur wenige Schriftsteller scheinen sich für die neuen Formen von Text und Schreiben zu interessieren, die im Netz entstanden sind. Kaum einer führt ein Blog, wo er skizzieren und experimentieren und nebenbei auf neue Art mit seinem Publikum diskutieren könnte. Manche Autoren lassen sich mit ihrer Schreibmaschine filmen.</p>
<p>Aber auch der Roman ist nichts Ewiges. Er ist entstanden durch den Buchdruck und die Existenz eines breiteren Publikums, das lesen konnte. Damals galt er als das <strong>ganze Neue und Verdächtige</strong>. Seine Sprache war ungebunden &#8211; also <strong>lose</strong>. Anders als Versepen deklamierte man ihn nicht in Gesellschaft, sondern las ihn in seiner Kammer. Der Rahmen fehlte. Der Roman, das waren Bücher, die man &#8220;<strong>mit einer Hand</strong>&#8221; las. Pastoren und Professoren rieten besonders den Mädchen und Frauen ab. Das Autoerotische am Genre war zutiefst verdächtig, die entfesselte Imagination in einer Sprache, die sich durch ihren Prosacharakter selbst zum Verschwinden brachte. Wo ist der Halt, die Kontrolle? Der Roman zermanschte das Gehirn!</p>
<p>Hm, vielleicht sollte man das Genre mit den neuen Mitteln neu ausprobieren?</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>Der Ruf nach der Entwicklung von neuen Formen &#8220;<strong>digitalen Schreibens</strong>&#8221; , wie es aus Chervels &#8220;<strong><a href="http://www.perlentaucher.de/blog/134_fantasie_ueber_die_zukunft_des_schreibens">Ententeich</a></strong>&#8221; erklingt , ist fraglos äusserst berechtigt . Nicht ganz legitim will uns das rhetorische Zusammenrühren ( und heimlich wieder Auseinandernehmen ) der Kategorien &#8220;Journalismus&#8221; und &#8220;avancierte Romankunst&#8221; , von &#8220;<em>unpaid</em>&#8221; ( Blogs , Wikis ) zu &#8220;<em>paid content</em>&#8221; ( Zukunftshoffnung der Zeitungen ) erscheinen . Für Jemanden , der nicht nur die Kurzreferaate sämtlicher Rezensionen der deutschen Qualitätspresse an den Online- Buchhändler libri.dev verkauft , sondern auch die gesamte &#8220;Feuilletonrundschau&#8221; an Spiegel Online verscherbelt , wird hier aus dem Glashaus ganz schön heftig mit Steinen geworfen . Belastbare Modelle des &#8220;<strong>digitalen Schreibens</strong>&#8221; finden sich &#8220;<em>Im Ententeich</em>&#8221; jedenfalls nicht .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>Update :</strong> Zum 10jährigen Bestehen des &#8220;Perlentauchers&#8221; befragt , definiert Chevrel  dessen zentrale Tätigkeitwie folgt :</p>
<blockquote><p>Wie würden Sie den Perlentaucher beschreiben? Was machen Sie konkret?</p>
<p>Der moderne Begriff ist &#8220;händisch aggregieren&#8221;. Wir machen Presseschau. Wir verlinken und verweisen auf interessante Inhalte im Netz. Zum anderen sind wir publizistisch zunehmend zu einer eigenständigen Stimme geworden.</p></blockquote>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/currywurst-bude-perlentaucher_100026822.html">MEEDIA- Interview mit Chefredakteur Chervel : &#8220;Currywurst-Bude&#8221; Perlentaucher</a> ( Meedia , 15. 3. 1010 )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Wieder mal : Print vs. Web oder We don&#8217;t need no &#8220;Payback&#8221;</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/11/11/wieder-mal-print-vs-web-oder-we-dont-need-no-payback/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 06:35:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ALTE ARGUMENTE &#8211; NEU AUFGEKOCHT &#124; RELATED &#124; KLANGAPPARAT ALTE ARGUMENTE &#8211; NEU AUFGEKOCHT Man ist schon müde , es auch nur referieren zu sollen . Eben hat die &#8220;Print vs. Web&#8221;- Debatte infolge Armin Thurnhers Denunziation von Weblogs und Social Media als &#8220;narzisstisch und parasitär&#8221; wie ein publizistisches Sturmtief Österreich durchquert ( siehe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> ALTE ARGUMENTE &#8211; NEU AUFGEKOCHT | RELATED | KLANGAPPARAT</p>
<p>ALTE ARGUMENTE &#8211; NEU AUFGEKOCHT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/11/schirrmacher_payback_cover.png" alt="schirrmacher PAYBACK cover" hspace="2" vspace="2" width="201" height="317" align="left" />Man ist schon müde , es <em>auch nur referieren</em> zu sollen . Eben hat die &#8220;Print vs. Web&#8221;- Debatte infolge <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Thurnher">Armin Thurnhers</a> Denunziation von Weblogs und Social Media als &#8220;<a href="http://digiom.wordpress.com/2009/10/07/alles-was-es-zu-sagen-gibt-zu-armin-thurners-diskussionbereitschaft/">narzisstisch und parasitär</a>&#8221; wie ein publizistisches Sturmtief Österreich durchquert ( siehe <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1628349">Futurezone</a> , <a href="http://groebchen.wordpress.com/2009/10/21/allein-im-papierschiffchen/">Gröbchen</a> , <a href="http://digiom.wordpress.com/2009/09/30/thurnher-will-im-falter-auf-die-webdebatte-eingehen-rofl/">digiom</a> , <a href="http://www.helge.at/2009/10/abt-armin-versteht-die-welt-nicht-mehr/">Helge</a> ) , droht eine Neuauflage des als Kulturkampf um &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; kaschierten Ringens von &#8220;<em>paid content</em>&#8221; gegen Gratisware mit einer Publikation , deren Titel decouvrierender nicht sein könnte .</p>
<p>Mit der bei Blessing ( Random House ) angekündigten Publikation &#8220;<em><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=228696">Payback &#8211; Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun , was wir nicht tun wollen , und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen</a></em>&#8221; weitet <a href="http://www.zintzen.org/2008/02/05/die-faz-gesinnten-im-reading-room/">Frank Schirrmacher</a> &#8211; als &#8220;Debattentreiber&#8221; ( Focus ) Vorbild des &#8220;Falter&#8221;- Mitbegründers Thurnher &#8211; seine <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8EC7D012EB53435AAE8079AFE7B97166~ATpl~Ecommon~Scontent.html">in der FAZ</a> und der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/71/422831/text/">SZ publizierte</a> Rede zur Verleihung des <em>Jacob- Grimm- Preises für Deutsche Sprache 2007</em> zum Rundumschlag in Buchform aus .</p>
<p>&#8220;Wir wissen mehr&#8221; , so der Verlagstext ,</p>
<blockquote><p>als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht.</p></blockquote>
<p>Freilich wird eingeräumt , dass eine &#8220;Welt ohne Informationstechnologie&#8221; heute &#8220;nicht&#8221; mehr &#8220;vorstellbar&#8221; sei .</p>
<blockquote><p>Aber die pure Koexistenz von Mensch und Computer führt zum Sieg der künstlichen Intelligenz. Schon bald werden Computer zu Dingen fähig sein, die heute noch unvorstellbar scheinen. Sie werden unsere Wünsche besser kennen als wir selbst und in der Lage sein, sogar unsere Assoziationen in Software zu übersetzen. Wichtig aber ist, dass wir währenddessen unsere Fähigkeiten nicht verlieren. Wir können zurückfordern, was uns genommen wird, wenn wir die Stärken des Menschen neu bestimmen.</p></blockquote>
<p>Was in der Verlagsankündigung rhetorisch als postiv formulierte Verheissung schliesst , decouvriert sich in den griffig reduzierten Kurzbefunden als Polemik <em>kat&#8217; exochen</em>:</p>
<blockquote><p>• Wir werden bombardiert mit dem, was andere Menschen jede Sekunde tun<br />
• Wir werden voraussagen können, was jeder Mensch in der nächsten Minute tun will<br />
• Wir wissen alles. Und nichts über uns selbst</p></blockquote>
<p>Halleluja , <em>genau <strong>das</strong></em> haben wir gebraucht um gegen den herrschenden und &#8211; laut <em>Netzökonom</em> Holger Schmidt <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/11/10/fachleute-warnen-vor-digitaler-spaltung.aspx">in der heutigen FAZ</a> ( ! ) &#8211; tendenziell wachsenden &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kluft"><em>digital divide</em></a>&#8221; anzugehen .</p>
<p>Obwohl sie ihre respektiven Medien längst der Netzästhetik angepasst haben , geben sich die territorialen &#8220;Renaissancefürstchen&#8221; ( Hubert Fichte ) als selbstlose Verteidiger des <em>Wahren- Guten- Schönen</em> im Sinne eines Humanismus , dem bereits die simplifizierenden Argumente ihrer Polemiken spotten .</p>
<p>Dabei reicht es , den Titel &#8220;<em>Payback</em>&#8221; wörtlich zu nehmen , um die Kombination aus argumentativem <em>Backlash</em> und dem Ringen um Monetarisierung von Inhalten der &#8220;alten Medien&#8221; zu erkennen . Aber <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/63_schirrmachers_payback_kommt_ueber_bande">gruseln</a> Sie sich selber : Ab 16. November in <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257917832&amp;sr=1-1">Buchform</a> oder als <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/3866049110/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257917832&amp;sr=1-2">Audio- CD</a>.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/04/28/machen-sie-sich-ihr-bild-von-der-faz/">Machen Sie sich Ihr BILD von der FAZ</a> ( in|ad|ae|qu|at , 28. 4. 2009 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/02/05/die-faz-gesinnten-im-reading-room/">“Die FAZ- Gesinnten” im READING ROOM</a> ( 5. 2. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2007/07/10/your-daddys-rich-and-your-mammas-good-lookin/">Your daddy’s rich / And your mamma’s good lookin’</a> ( 10. 7. 2007 )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>REZENSIONEN <strong>( UPDATE )</strong></p>
<ul>
<li>Frank Schirrmacher : <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html">Mein Kopf kommt nicht mehr mit</a> ( SpOn , 16. 11. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/509/494841/text/">Die Ich-Erschöpfung</a> &#8211; Frank Schirrmacher : Payback ( Andrian Kreye , SZ , 18. 11. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/das-digitakel-aus-frankfurt/">Frank Schirrmachers neuester Krisenreport &#8211; Das Digitakel aus Frankfurt</a> ( Andreas Fanitzadeh , taz , 21. 11. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Frank-Schirrmacher-Payback-Internet;art138,2958796">Frank Schirrmachers &#8220;Payback&#8221; &#8211; Hier werden Sie gedacht</a> ( Gregor Dotzauer , Tagesspiegel , 25. 11. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.digitalpublic.de/schirrmacher-fordert-die-abschaffung-der-medien">Schirrmacher fordert die Abschaffung der Medien</a> ( BILD- Interview @ digitalpublic.de )</li>
<li><a href="http://www.digitalpublic.de/dementia-schirrmacherensis">Dementia Schirrmacherensis</a> ( Jörg Wittkewitz , digitalbpulic )</li>
</ul>
<p><strong>|||<br />
</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p><em>Deep</em> , warm und tröstlich erreicht uns einer der bewährten Kompilationen des <em><a href="http://www.deepindub.org/">deepindub</a></em>- Masterminds <em><a href="http://www.deepindub.org/staff/maurizio">Maurizio Micelli</a></em> . Der diesmalige Mix bezieht sich aus den <a href="http://www.deepindub.org/maurizio-miceli-presents-the-pioneers-ii">Pionierpublikation der Netmusic- Szene</a> , fokussierend auf <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/11/czz-hoerempfehlung-3.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />stimmungsreichen IDM- , glitch- und Dub- Releases .</p>
<p>Eine Stunde , sechsundzwanzig Minuten und fünfundzwanzig Sekunden lang sind wir auditiv gewappnet gegen nasskalte Novembernebel .</p>
<p>CLIK <a href="http://www.archive.org/download/THE_PIONEERS_II/THE_PIONEERS_II_vbr.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Frankfurter Liturgie : Das grosse BUCH- MESSEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/10/17/frankfurter-liturgie-das-grosse-buch-messen/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2009/10/17/frankfurter-liturgie-das-grosse-buch-messen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; GE- MAIN SEIN &#124; VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE &#124; ERÖFFNUNG &#8211; KEHLMANNS REDE ( AGAIN ) &#124; ÖSTERREICHER UNTER SICH &#124; PARTYMEILE SUHRKAMP &#124; PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230; &#124; &#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER &#124; TALKING HEADS &#8211; BERUFSBLESSUREN &#124; PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER &#124; PARTYMEILE FÜR DAS VOLK &#8211;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/bm_logo.png" alt="BM Logo" hspace="2" vspace="2" width="140" height="60" /></p>
<p><strong>|||</strong> GE- MAIN SEIN | VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE | ERÖFFNUNG &#8211; KEHLMANNS REDE ( AGAIN ) | ÖSTERREICHER UNTER SICH | PARTYMEILE SUHRKAMP | PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230; | &#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER | TALKING HEADS &#8211; BERUFSBLESSUREN | PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER | PARTYMEILE FÜR DAS VOLK &#8211; CONDITIO MENTIS DES GEMEINEN SCHRIFTSTELLERS ( POETA COMMUNIS ) | RELATED | POST- SCRIPTUM 1 | POST- SCRIPTUM 2</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_logo.png" alt="FAZ BM 01 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="216" /></p>
<p>GE- MAIN SEIN</p>
<p>Auf das Spektakel folgt das Gekakel , schliesslich wird niemand nach acht Stunden Lärm und Gedrängel abends allein ins Hotel . Zwar war im Vorfeld davon die Rede gewesen , krisenbedingt werde es kulinarisch ein radikales <em>Downgrading</em> geben , soferne Verlags- Party- technische Neigungsgruppen überhaupt zustande kämen .</p>
<p>Uns &#8211; hier draussen im jammerkalten Orbit der profanen Welt und literarisch unbehaust &#8211; bleibt nur die Mauerschau der medialen Korrespondenten . Allen voran liefert selbstredend die &#8211; von der FAZ täglich als pdf- Download ausgelieferte &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/Rub3CB35ABC334E44BAB3ED79AEA25EAD13/Doc~E9CEB76E0363241F68DEC8A252988134C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Messezeitung</a> uns die <em>Message</em> , was , wo und wie sich Dichter , Verleger und Kritiker in kopfschmerzlichen Messehallen , holder Eintracht und flottem Ton eben erst getummelt . Was allerdings in keiner Weise heisst , die Konkurrenzblätter vergönnten  uns <em>nicht etwa auch</em> den Genuss , uns in Namen von Edelfedern , Verlags Figuren und exklusiv eingeladenen Ehrengästen zu suhlen . Womit die massenmedial informierte Leserschaft <em>hier draussen</em> durch die für Fama und Nachricht nötigen Verspätung <em>vermittelt</em> an jene Szenerien gelangt , wo  <em>es</em> &#8211; das gewisse Etwas &#8211; statt hatte . Oder gehabt haben soll .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>VOM KRÄCHZEN DER SCHWEINEGRIPPE</p>
<p>Je länger die Buchmesse währt , desto enger die <em>Massage</em> der unzähligen <em>Messages</em> im buchmacherischen Gedränge .</p>
<blockquote><p>Der Lärmpegel steigt gefühlt von Stunde zu Stunde. Das ist fast ein bisschen erstaunlich, trifft man doch zunehmend auf Menschen, denen die Klimaanlagenluft und die abendlichen Buchmessenpartys die Stimme geraubt haben. Es wird gekrächzt und geflüstert in Frankfurt. Vielleicht ist sie auch deshalb gleich ein bisschen da, die Angst vor dem, was man nicht sehen kann, was aber trotzdem zwischen den Ständen und Menschen herumfleucht. Vor der Messe wurde an die Aussteller eine Broschüre mit Informationen zur Schweinegrippe verteilt; jetzt hängen in allen Waschräumen neben der Seife Behälter mit Desinfektionsmitteln. ( Wiebke Porombka , <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2009-10/buchmesse-grippe">Die Zeit</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ERÖFFNUNG | KEHLMANNS REDE ( AGAIN )</p>
<p>Zur Eröffnung der Buchmesse spricht die <strong>deutsche Kanzlerin</strong> höchst selbst , gefolgt von Repräsentanten des <em>Börsenvereins</em> bis hin zu <strong>Daniel Kehlmann</strong> , dem &#8211; man erinnere sich an die <a href="http://salzburg.orf.at/stories/377969/">Salzburger Rede</a> &#8211; Mann des geradezu beschämend wahrhaften Wortes . Dass die von der <em>Welt</em> referierten Äusserungen des Letztgenannten gegen &#8220;Wikipediarisierung&#8221; und &#8220;Schwarmintelligenz&#8221; im Kontext der Präsentation des Neuen <em><a href="http://www.derkindler.de/index.php/home/der-neue-kindler">Kindler- Literaurlexikons</a></em> fielen , spielt umso weniger eine Rolle , als die <em>Welt</em> <a href="http://www.welt.de/kultur/article4830514/Kindlers-Literatur-Lexikon-schlaegt-locker-Wikipedia.html">eine lobende Besprechung</a> der Holz- Enzyklopädie direkt neben die Kehlmann- Rede platziert . Ein Schuft , wer Schlechtes dabei denkt .</p>
<blockquote><p>Wo <strong>Daniel Kehlmann</strong> auftritt, ist ein gepflegter, jungenhaft aufgefrischter Bildungsdiskurs garantiert. Dieses Vergnügen wurde einem bei einem der ersten Empfänge der Frankfurter Buchmesse am Mittwochmittag geboten. Der Verlag J. B. Metzler hob die neue Ausgabe von Kindlers Literaturlexikon aus der Taufe. Diese verlegerische Großtat in einer Zeit, in der das gute alte Lexikon immer wieder totgesagt wird, ist wahrlich ein Grund zum Feiern.</p>
<p>Kehlmann beschrieb eine kulturell behütete Jugend, für die <em>der Kindler</em> in der Schulbibliothek das Portal zur Weltliteratur und der stille Kumpan beim zügigen Verfertigen von Schulaufgaben ohne Umweg über die Quellen war. Ihm fiel der schöne Satz ein, dass Klassiker jene Werke seien, die man glaube gelesen zu haben, über die aber das meiste, was man wisse, aus dem <em>Kindler</em> stamme.</p>
<p>Den neuen <em>Kindler</em> gibt es zwar auch in einer Online-Version. Für Kehlmann aber kommt es auf die Vertrauen erweckende Physis der gedruckten Bände an. Er erkennt in ihnen ein mächtiges Zeichen gegen die <em>Wikipediarisierung</em> der Welt und den Glauben an die Überlegenheit der Schwarmintelligenz, zu der er anmerkte, dass ein Schwarm immer nur so klug sei wie der dümmste Fisch. ( Eckhard Fuhr , <a href="http://www.welt.de/kultur/article4850681/Kehlmann-spricht-Klartext-Merkel-diplomatisch.html">Die Welt</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ÖSTERREICHER UNTER SICH</p>
<p>Mittwoch Vormittag eröffnete Bundesministerin <strong>Clauia Schmied</strong> den österreichischen Gemeinschaftsstand und &#8211; so die Mitteilung des <em>Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels</em>-</p>
<blockquote><p>&#8230; würdigte die Erfolge österreichischer AutorInnen, VerlegerInnen und BuchhändlerInnen:</p>
<p><em>Sie alle, wir alle sind der Literatur eng verbunden und wollen ihre Wurzeln stärken, um die Blütenpracht des Büchergartens auch in Zukunft bewundern und genießen zu können. Ich wünsche dem österreichischen Buchhandel ökonomische Erfolge und regen Besuch am Gemeinschaftsstand.</em> ( <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1870">HVB</a>)</p></blockquote>
<p>Wie es den insgesamt 161 österreichischen Ausstellern angehörs solch blumiger Metaphorik erging , soll , darf und kann hier nicht weiter erörtert werden .</p>
<p>Anlässlich des Österreich- Empgangs in Städel- Museum zeigte sich <strong>BM Claudia Schmied</strong> erneut <strong>hoch erfreut</strong> über die glänzende Position des österreichischen Buchhandels und muss an dieser Stelle jedem Zweifel entschieden entgegen getreten werden , die &#8220;bis in die Nacht hinein&#8221; feiernden Gäste hätten hiermit nicht zugleich eine akoholisch akzelerierte Verdrängungsleistung vollbracht :</p>
<blockquote><p>Nach der Begrüßung durch HVB-Präsident <strong>Gerald Schantin</strong> sprach Bundesministerin <strong>Claudia Schmied</strong> über die jüngsten Entwicklungen, die zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Buchbranche geführt haben. Besonders erfreulich sei die schnelle Reparatur der Importklausel des Buchpreisbindungsgesetzes gewesen, so die Ministerin. Auch die Einigung von WKÖ und <em>IG Autorinnen Autoren</em> in der Frage des Umgangs mit literarischen Texten in Schulbüchern begrüßte Schmied.</p>
<p>Im Anschluss feierten die 1.500 geladenen Gäste aus der Buchbranche bis in die Nacht hinein. ( <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1880">HVB</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PARTYMEILE SUHRKAMP</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_01_auf_der_paty_m-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_01_auf_der_paty_m-1-small.png" alt="FAZ BM 02 01 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="292" height="467" /></a> ( Click to XL )</p>
<p>Allen Festlichkeiten voran steht selbstredend der traditionelle Suhrkamp in der <em>Villa Unseld</em> zeutlich , räumich und symbolisch als <em>primus inter pares</em> da . Trotz aler Abwanderugns- Bestrebungen der Verlegerin in die Reichs- Haupt- und Residenzstadt an der Spree ( und den damit einhergehenden Entlassung mancher Main- Treuen ) schienen Personal und Ritual nahezu unverändert :</p>
<blockquote><p>Dessen ungeachtet lud Suhrkamp-Verlegerin <strong>Ulla Unseld-Berkéwicz</strong> am Mittwochnachmittag zum traditionellen Kritikerempfang ein, der in diesem Jahr zum 50. Mal stattfand, wie die Verlegerin freudig verkündete. Diesen Empfang werde es weiterhin geben, auch nach dem Umzug nach Berlin, betonte sie in ihrer kleinen Ansprache. Dann verlas sie die Namen der anwesenden Suhrkamp-Autoren und übergab <strong>Oswald Egger</strong> das Wort, der acht Seiten aus einem demnächst bei Suhrkamp erscheinenden und rund 800 Seiten zählenden Prosa-Großwerk las. Und natürlich waren alle wieder da, zumindest alle, die eine Einladung bekommen hatten, und natürlich ließ es sich in der Unseld-Villa auf kleinstem Raum wieder schön mit Autoren ins Gespräch kommen. <strong>Thomas Meinecke</strong> berichtete von seinen Erfahrungen mit Facebook, <strong>Rainald Goetz</strong> pries das neue <strong>Maxim-Biller</strong>-Buch <em>Der gebrauchte Jude</em> in höchsten Tönen, <strong>Stephan Thome</strong> zeigte sich ganz und gar nicht unglücklich darüber, dass er beim Deutschen Buchpreis leer ausging, und <strong>Marcel Beyer</strong> wies seine Verlegerin daraufhin, dass sie ihn bei der Aufzählung der Autoren schlichtweg vergessen hätte, er sei doch auch da. ( Gerrit Bartels , <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Suhrkamp-Verlag;art772,2924318">Tagesspiegel</a>)</p></blockquote>
<p>Dass einer zugegen gewesenen Zeugin der FAZ der Name<strong> Oswald Eggers</strong> ebenso wenig ein Begriff gewesen sein dürfte wie dessen hinlänglich bekannter  raunende Stil des Vortrags seiner dem Hermetischen zuneigenden Texte , erweist ein von radikaler Ignoranz geprägtes Apercu :</p>
<blockquote><p>Der Südtiroler Schriftsteller <strong>Oswald Egger</strong> las einen Ausschnitt aus seinem noch unveröffentlichten Roman oder besser, er las gar nicht, sondern presste die Wörter synkopisch aus sich heraus, so dass man nur Rhythmus hörte, leider gar nicht verstand, worum es ging, dafür aber die Ankündigung, dass dieser neue Roman achthundert Seiten haben werde, als eine ungewollte Drohung wahrnehmen musste. Als Hörbuch, vom Autor gelesen, würde man das jedenfalls nicht durchhalten. (  Julia Encke ,<a href="http://www.faz.net/s/Rub7DA2D1DFEA154E11ACA57DAB6E897D98/Doc~E7C1B55992AEC460C86AFDB6186E0057B~ATpl~Ecommon~Scontent.html"> FAZ</a> )</p></blockquote>
<p>Wenn , so die Berihchterstatterin des <em>Standard</em> , <strong>Oswald Eggers</strong> Buch tatsächlich erscheine , sei das Suhr- <em>Camp</em> längst in Berlin aufgeschlagen :</p>
<blockquote><p>Zwischen den Jahren will man umziehen, ab dem vierten Jänner 2010 soll die Arbeit der gesamten Verlagsgruppe in der Pappelallee 78-79 beginnen, in den Gebäuden des ehemaligen Finanzamts Prenzlauer Berg. Die neue Adresse jedoch ist ein Provisorium. Zwei Jahre später, wenn die Restaurationsarbeiten am Nikolaihaus in der Brüderstraße abgeschlossen sind, steht ein weiterer Umzug bevor.</p>
<p>Zwei Drittel der Angestellten jedenfalls ziehen in wenigen Wochen nach Berlin. Darunter das gesamte Lektorat und alle leitenden Angestellten. Die Klettenbergstraße aber bleibt in Frankfurt. Und wird auch in kommenden Jahren während der Buchmesse den Kritikerempfang beherbergen.  ( Cornelia Niedermeier , <a href="http://derstandard.at/1254311566529/Zeiten-des-Umzugs-Zeiten-des-Umbruchs">Der Standard</a>)</p></blockquote>
<p>Für die österreichischen Gäste blieb der Aufenthalt in <em>Villa Unseld</em> leider zeitlich begrenzt , da es den offiziellen &#8211; und traditionell &#8220;opulenten&#8221; &#8211; <strong>österreichischen Aufgesang</strong> nicht zu versäumen galt :</p>
<blockquote><p>Von dem die österreichischen Gäste alljährlich aufbrechen in Richtung Städel Museum. In dessen Kellern der <em>Hauptverband des Österreichischen Buchhandels</em> und die Bundesministerin für Kultur, <strong>Claudia Schmidt</strong>, zum opulenten Buffet laden. <em>Traditionell mit einer Ansprache, die kaum länger ist als Ulla Unseld-Berkéwiczs zwei Sätze.</em> In diesem Jahr allerdings hatte Claudia Schmidt einige wesentliche Informationen zu verkünden: Zum einen versicherte sie, ähnlich der deutschen Bundeskanzlerin <a href="http://www.faz.net/s/RubE26455A3251A4E72A8D13804A90F40BF/Doc~EB96BEEF9E60941CFAE0802EB017FA53D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Angela Merkel bei der Eröffnungsrede</a> der Messe, ihren Willen, das Urheberrecht der Autoren nachhaltig zu sichern in Zeiten des Internet. ( Cornelia Niedermeier , <a href="http://derstandard.at/1254311566529/Zeiten-des-Umzugs-Zeiten-des-Umbruchs">Der Standard</a>)</p></blockquote>
<p>PARTYMEILEN ROWOHLT &#8230;</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_02_auf_der_paty_m-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_02_auf_der_paty_m-1-small.png" alt="FAZ BM 02 02 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="450" height="265" /></a> ( Click to XL )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8230; HATJE CANTZ , AUFBAU , METZLER</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_03_auf_der_paty_m-1.png" alt="FAZ BM 02 03 Auf der Paty M" hspace="2" vspace="2" width="450" height="720" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_02_logo.png" alt="FAZ BM 02 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="219" /></p>
<p>TALKING HEADS | BERUFSBLESSUREN</p>
<p>Der für die FAZ bloggende <span style="text-decoration: line-through;">Don Alphonso</span> <strong>Andrea Diener</strong> hat am Donnerstag &#8211; Katertag nach der Nacht der grossen Empfänge &#8211; sich durch <strong>Halle 3.1</strong> gewühlt , um schliesslich in den Hafen des Mutterschiffes einzulaufen . Ob er den Rainald Goetz im Revier der Zeitung traf oder doch nicht eher bei Suhrkamp , ist nach den vorliegenden Quellen nicht zu eruieren . Jedenfalls birgt die Erinnerung an die am Vorabend stattgefundene <strong>Rowohlt</strong>- Sause einige Bitterstoffe in sich :</p>
<blockquote><p>Ich bin <strong>Rainald Goetz</strong> auch ein bißchen grantig, er ist gestern dauernd auf meiner Handtasche rumgetrampelt. Gut, es war eng bei Rowohlt im Schirn-Table, trotzdem, das muß man doch merken, wenn man auf jemandes Handtasche steht. Ich bin dann immer weiter zurückgewichen, er und seine Gesten wurden dagegen immer raumgreifender. Anscheinend bin ich die einzige im Raum, die in seinem Buch <em>Loslabern</em> nicht vorkommt, denn so gut wie jeder weiß eine Goetz-Anekdote von sich zu erzählen. Bevor es bei Rowohlt dann noch richtig blutig wurde und sich jemand mit mehr Alkohol als Hirn im Schädel ebendenselben aufschlug, war ich schon weg. ( Andrea Diener , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/diener/archive/2009/10/16/das-menschenbild-zwischen-bier-und-buch.aspx">FAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Wacker schlägt sich der Neo- FAZ Reporterin &#8220;kopfwund&#8221; weiter durchs Gewühl um immerhin bei einer kommunen Party von <strong>Wagenbach</strong> und <strong>Antje Kunstmann</strong> auf verkopfte Vieltrinker = Vielleser zu treffen :</p>
<blockquote><p>Dann stoßen Holgi und ich schon wieder auf eine Verdichtung gutangezogener Menschen, das ist die Standparty bei Kunstmann und Wagenbach, da gibt es tschechisches Bier, das heißt Staropramen. Was machen die hier? fragt er. Die glühen vor, erkläre ich, bevor es am Abend dann richtig zur Sache geht. Es geht jeden Abend zur Sache, und Buchmenschen brauchen immer etwas mehr Alkohol, um sich innerlich zu lockern. Es ist vielleicht ein ganz eigener Menschenschlag, der hier durch die Gänge eilt, aber diese Menschen haben sich von selbst ausgeformt, sie sind nicht von jemandem verordnet worden oder gehorchen einer Ideologie. Sie lesen alle entsetzlich viel, das ist alles. ( Andrea Diener , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/diener/archive/2009/10/16/das-menschenbild-zwischen-bier-und-buch.aspx">FAZ</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PARTYMEILE DVA , PIPER , S. FISCHER</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_01_dval_piper_fis-1.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_01_dval_piper_fis-1-small.png" alt="FAZ BM 03 01 DVAl Piper Fis" hspace="2" vspace="2" width="450" height="703" /></a> ( Click to XL )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_03_logo.png" alt="FAZ BM 03 Logo" hspace="2" vspace="2" width="400" height="216" /></p>
<p>PARTYMEILE FÜR DAS VOLK | CONDITIO MENTIS DES GEMEINEN SCHRIFTSTELLERS ( POETA COMMUNIS )</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_welcher-schriftst.png" rel="lightbox[10709]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_bm_01_welcher-schriftst-small.png" alt="FAZ BM 01 welcher-schriftst" hspace="2" vspace="2" width="450" height="322" /></a> ( Click to XL )</p>
<p>Wenn Sie jetzt noch immer nicht wissen , ob und überhaupt und wie respektive : welcher Typus des Schrift- Stellenden Sie sind , ist Ihnen nicht zu helfen . Im Notfall zum &#8220;Literaten&#8221; degradiert , sitzen Sie und wundern sich , warum es rund um Sie so merkwürdig lebensleer zugeht . Freilich sollten Sie Ihren jeweiligen Musen und Penaten auf Knien dafür danken , nicht etwa der von keinem Wissenschimmer angekränkelten Buchmessen- <span style="text-decoration: line-through;">Praktikantin</span> <a href="http://blog.zeit.de/seitenblick/2009/10/17/kleine-messe-benimm-regeln_357">Bloggerin der ZEIT</a> ins Visier graten zu sein  .</p>
<p>Schliesslich stehen heute ( 9 H bis 18:30 H ) und morgen ( 9 H &#8211; 17.30 H ) die Messehallen für Privatpersonen ( <em>le menu peuple</em> ) offen . Und die raffen doch , wie man weiss , nach allem nicht Niet- und Nagelfesten , wenn sie sich nicht im Imitation atavistischer Riten um die von ihnen verehrten Magier ( m | f ) des literarischen Wortes scharen .</p>
<p>Nichts spricht dagegen , in Ihrem stillen Winkel zu verharren und schon einmal das eine oder andere Fläschchen &#8220;<em>lacrima poetae</em>&#8221; abzufüllen . Oder Sie stecken einfach Ihr im Eigenverlag erschienenes Bändchen in die Westentasche und schlagen sieh auf die Seite der Laien . Etwas &#8220;teilnehmende Beobachtung&#8221; schadete bislang Keinem .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/termine.png" alt="Termine" hspace="2" vspace="2" width="450" height="402" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="../2009/10/15/dbp-preis-und-entscheidung/">dbp : Preis und Entscheidung</a> ( 15. 10. 2009 )</li>
<li><a href="../2009/09/17/short-und-hot-preise-preise-buch-pr-listenweise/">SHORT und HOT : Preise , Preise = Buch- PR , listenweise</a> ( 17. 9. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/08/24/deutscher-buchpreis-09-offizielle-longlist-vs-hotlist-der-independents/">Deutscher Buchpreis 09 : Offizielle Longlist vs Hotlist der Independents</a> ( 24. 8. 2009 )</li>
<li><a href="../2008/09/18/dbp-shortlist/">dbp : shortlist | Pst ! Ohrs bild’t</a> ( 18. 9. 2008 )</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/08/22/deutscher-buchpreis-08-lost-in-longlist/">Deutscher Buchpreis 08 : Lost in Longlist</a> ( 22. 8. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/07/09/deutscher-buchpreis-08-die-werbe-traktor-rollt-an/">Deutscher Buchpreis 08 : Die Werbe- Traktor rollt an</a> ( 9. 7. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2007/09/13/preise-und-wiederganger-hanser-lovenberg-mosebach/">Preise und Wiedergänger : Hanser , Lovenberg , Mosebach</a> ( 16. 8. 2007 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2007/10/09/das-grosse-buchmesse-n/">Das grossen BuchMesseN | Fair Y Tales</a> ( 9. 10. 2007 )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>POST- SCRIPTUM 1</p>
<p>Immerhin ist die Nachricht , dass der <em>Hotlist</em>- <em>Publikumspreis der Independents</em> an den <a href="http://www.blumenbar.de/">Blumenbar</a>- Autor <a href="http://www.blumenbar.de/autor_bio.php?id=37">Alexander Schimmelbusch</a> ( <em><a href="http://www.blumenbar.de/buch.php?id=77">Blut im Wasser</a></em> ) gegangen ist , mittlerweile an Ihren Stand- bzw. Sitzort vorgedrungen ( <a href="http://www.hotlist2009.de">http://www.hotlist2009.de</a> ).</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>POST- SCRIPTUM 2</p>
<p>Auch das &#8220;<a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=267">Global Ranking of the Publishing Industry</a>&#8221; wurde inzwischen publiziert , bietet allerdings mitnichten jene Listen , unter deren Last wir lustvoll litten .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 2337px; width: 1px; height: 1px;">Der Südtiroler Schriftsteller Oswald Egger las einen Ausschnitt aus seinem noch unveröffentlichten Roman oder besser, er las gar nicht, sondern presste die Wörter synkopisch aus sich heraus, so dass man nur Rhythmus hörte, leider gar nicht verstand, worum es ging, dafür aber die Ankündigung, dass dieser neue Roman achthundert Seiten haben werde, als eine ungewollte Drohung wahrnehmen musste. Als Hörbuch, vom Autor gelesen, würde man das jedenfalls nicht durchhalten.</div>

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		<title>MICRO &#124; -NOTE &#124; -QUOTE : Gesichtsbuch &#124; Peter Handke and FAZ are now Friends</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:30:22 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-14.jpg" alt="czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-" hspace="2" vspace="2" width="96" height="96" align="left" />||| Wenn sie von der Buchmesse schreiben , verwandeln sich biderbe Berichterstatter und pfiffige Journalisten nicht selten in befremdliche <em>Aliens</em> , die von einer völlig in sich abgeschlossenen Galaxie berichten . Dies gilt auch für die einigermassen infantile Ironie , welche Manche dieser Spezies publizistisch an den Tag legen .</p>
<p>Man besehe etwa die FAZ ( und die klugen Köpfe , welche <em>immer</em> dahinter stecken ) , und betrachte mit mässigem Amüsemang die <a href="http://www.faz.net/s/Rub99DF6A951EA74758BFDBD4F5382A9B28/Doc~ECC9F78BAC1984F14875BF7FC34A5EF6F~ATpl~Ecommon~SMed.html?rss_feuilleton">Fake- Facebook- Seite</a> , welche man sich zur Person Peter Handkes ausgedacht . Ach , was haben wir da doch gelacht .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_handke_facebook_fake.png" rel="lightbox[10658]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/faz_handke_facebook_fake-small.png" alt="FAZ_Handke_Facebook_Fake" hspace="2" vspace="2" width="450" height="496" /></a> ( click to XL )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 20:47:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; AUSSCHREIBUNGEN &#124; URHEBERRECHT &#124; MEDIEN &#124; LITERATUR &#124; WEBLITERATUR &#124; DIGITALE INNOVATION &#124; SOCIAL NETWORKS &#124; BLOGISM &#124; TWITTER &#124; ZITIERT Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> AUSSCHREIBUNGEN | URHEBERRECHT | MEDIEN | LITERATUR | WEBLITERATUR | DIGITALE INNOVATION | SOCIAL NETWORKS | BLOGISM | TWITTER | ZITIERT</p>
<p><em>Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In|ad|ae|qu|at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere Blase auch rasch platzen . Ablegen unter &#8220;Materialsammlung zur User- Kultur&#8221; .<br />
</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><strong>AUSSCHREIBUNGEN</strong></p>
<p><strong><em>Deutscher Fotobuchpreis 2010</em></strong></p></blockquote>
<p>Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lädt Fotografen , Verfasser und Herausgeber von Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum ein , sich bis zum<br />
18. September 2009 für den &#8220;<em><a href="http://www.fotobuchpreis.de/">Deutschen Fotobuchpreis 2010</a></em> “ zu bewerben .</p>
<p>Teilnahmeberechtigt sind alle Fotobücher mit einer Mindestauflage von 500 Exemplaren , die nach dem 1. Oktober 2008 erschienen sind . Rund 20 Titel werden in den Gruppen Fotobildbände , Fotogeschichte / Fototheorie und Fotolehrbücher mit den Prädikaten &#8220;<em>Deutscher Fotobuchpreis 2010 – Gold oder – Silber</em> “ ausgezeichnet . Diese Bücher bilden mit 200 nominierten Werken eine Wanderausstellung, die auf den Stuttgarter Buchwochen , der Karlsruher Bücherschau , der Frankfurter Buchmesse und weiteren internationalen Messen gastieren wird .</p>
<p>Weitere Information sowie das Teilnahmeformular finden Sie <a href="http://www.fotobuchpreis.de/">hier</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>URHEBERRECHT</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong></p>
<blockquote><p><strong><em> Nachlese</em></strong> : <a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Haftung für User Generated Content &#8211; </a></p>
<p><a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Recht &amp; dessen Praxis</a> ( Recht 2.0 )</p>
<pre><code> </code></pre>
<pre><code> </code></pre>
<p>Lesenswert speziell :</p>
<p><em>Abschnitt C. Hinweise für die Praxis</em></p></blockquote>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>Google Settlement 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1616">EU will Betroffene zum Google Settlement befragen</a> ( buecher.at )</p>
<p>Die Regulierungsbehörde der Europäischen Union will VerlegerInnen und AutorInnen zu den Auswirkungen des Google-Settlements auf das europäische Urheberrecht befragen. Dies berichtet das britische Magazin thebookseller.com. Als Datum für ein Treffen wird der 7. September 2009 genannt.</p>
<p>Der Börsenverein des deutschen Buchhandels kritisiert, dass dieser Termin zu spät komme, um danach noch etwas bewegen zu können. &#8220;Nichtsdestotrotz nehmen wir bis Ende Juli schriftlich Stellung und werden auch bei der Anhörung dabei sein&#8221;, so Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang gegenüber dem Magazin buchmarkt.de.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/national-writers-union-opposes-google-book-settlement/">National Writers Union Opposes Google Book Settlement</a> ( WIRED , 13. 8. 2009 )</p>
<p>Add yet another voice to the chorus of protests over a proposed settlement of a class-action copyright suit that clears Google to transform the world’s dusty library tomes into the bookstore and online library of the future.</p>
<p>This time, the National Writers Union — which represents some 1,500 freelance writers — described a proposed deal as “grossly unfair to writers.” That deal between Google and the Authors Guild and the Association of American Publishers would settle a suit brought against Google Book Search in 2005 for allegedly profiting illegally by scanning books and displaying snippets online.</p>
<p>Under the intricate $125 million settlement, Google gets the right to scan, index and display portions of nearly all U.S.-copyright books in exchange for a share of ad revenues. Google Book Search would also be allowed to sell out-of-print books and share revenue with the author or publishers, even if those rights holders can’t be found. As of April, Google had digitized upwards of 7 million books. ( &#8230; )</p>
<p>But Google should not have digitized books without authors’ permission, said Larry Goldbetter, the president of the National Writers Union, which operates as a local of the United Auto Workers. Google argues such scanning is covered by the Fair Use provision of copyright law, which allows for transformative and partial uses of copyright material.</p>
<p>“[W]riters whose copyrights were violated might receive a check for between $60 and $300 for each book and $15 per article,” he added. “Compared to the number and seriousness of the violations, the amount being offered by Google to each writer is ridiculously low.”</p>
<p>Google maintains that its use of book snippets in search results is protected by copyright law, which is intended to protect author’s rights to make money from their creations — but does not give them absolute control over their work. The dispute over such sampling and wholesale indexing is just one front in an increasingly complicated battle, as physical books, like CDs before them, look increasingly like relics, as media goes digital and portable. That’d be the MP3 player in the case of music, and the internet and e-book readers for print.</p>
<p>Other critics of the deal include digital-rights scholar Pamela Samuelson, the heirs of John Steinbeck and Philip K. Dick, and Microsoft — which gave up on its own book digitization project. ( &#8230; )</p>
<p>The proposed settlement is set to have a final hearing by a federal court judge in October, though it is not clear if that deadline will stand, because the Justice Department is now looking into the deal. Authors have until Sept. 4 to decide if they want to opt out of the settlement.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 3</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=212">Understanding and critically ( yet openly ) discussing the Google Settlement</a> ( booklab )</p>
<p><strong><em>Google Settlement 4</em></strong> &#8211; <a href="http://archiv.twoday.net/stories/5878756/">GoogleBooks in CC- Lizenz , Open Access</a> ( Archivalia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p>|||</p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.heise.de/newsticker/Google-wehrt-sich-gegen-Vorwuerfe-von-Verlagen--/meldung/143564">Google wehrt sich gegen Vorwürfe von Verlagen</a> ( heise )</p>
<p>Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google wehrt sich gegen Angriffe deutscher Medienhäuser, er profitiere ungerechterweise von journalistischen Inhalten. Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagte der Europa-Chef von Google, Philipp Schindler: &#8220;Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln.&#8221; Seine Firma verstehe die Ängste der Verlage und nehme deren Sorgen ernst, aber: &#8220;Stellen Sie sich einfach mal vor, es gäbe Google nicht. Würde ein einziger Verlag dann besser dastehen? Nein, im Gegenteil&#8221;, sagte Schindler.</p>
<p>Am prominentesten hatte zuletzt <a href="http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Schutz-vor-und-Geld-von-Suchmaschinen--/meldung/141320">Hubert Burda</a> (Focus, Bunte) der amerikanischen Suchmaschine vorgeworfen, weit mehr mit Online-Werbung zu verdienen als die Webauftritte der Verlage. &#8220;Schleichende Enteignung&#8221; sei das, weil Google mit den journalistischen Inhalten, die die Verlage mit &#8220;hohen Kosten&#8221; herstellten, viel Geld mache.</p>
<p>Google-Manager Schindler sagte jetzt im Spiegel: &#8220;Wir haben großes Interesse, dass die Verlage erfolgreiche Geschäftsmodelle finden. Da sind wir die Letzten, die ihnen raten würden, das nicht zu tun.&#8221; Im Übrigen könne man auch Bezahlinhalte über Google finden lassen. (dpa)</p>
<p><strong><em>Google vs.</em> <em>News- Anbieter 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Streit-um-Urheberrecht-Google-wehrt-sich-gegen-Verlags-Kritiker/553928.html?nv=cd-rss1220">Streit um Urheberrecht : Google wehrt sich gegen Verlags- Kritiker</a> ( FTD )</p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 3</em></strong> &#8211; Zur Erinnerung ( FAZ , Wiki , medienspiegel )</p>
<p>Grossverleger Hubert Burda &#8211; ganz der Blattlinie gemäss &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort~Apge~E2.html">in der FAZ gegen die &#8220;schleichende Enteignung&#8221; der Verleger durch Google</a> , welches fleissig Anzeigen casht , davon allerdings nichts abgibt .</p>
<p><strong><em>A propos Hubrt Burda :</em></strong></p>
<p>Die Hubert Burda Media gibt heute (2006) insgesamt 252 Magazine, Zeitschriften und Zeitungen in 19 Ländern heraus, davon 68 in Deutschland. Hinzu kommen ca. 120 Internet- und Radiobeteiligungen. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 1,526 Milliarden Euro, davon entfielen auf den Druckbereich 179 Millionen Euro. ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda">Wikipedia</a> )</p>
<p><strong><em>Mario Sixtus via Twitter</em></strong> ( via <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002416.html">medienspiegel</a> )</p>
<p><em>Google liefert 50% des Traffics auf Hubert Burdas Seiten. Dafür möchte er ein &#8220;Fair Share&#8221; von Googles Einnahmen.</em> <em>Hallo ?</em> <a href="http://u.nu/45km">http://u.nu/45km</a></p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/333286/"><strong><em>Expertentagung Medienrecht</em></strong> am 28. September im Literaturhaus München &#8211; Piraterie-Verfolgung im Internet</a> ( bb )</p>
<p>Die <em><a href="http://www.buchakademie.de/sem/sem.php3?id=1106">Akademie des Deutschen Buchhandels</a></em> veranstaltet am 28. September im Literaturhaus München eine Expertentagung Medienrecht zum Thema &#8220;Piraterie-Verfolgung im Internet – Strategien für Verlage und Medienunternehmen“.</p>
<p>Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Formen der Piraterie im Netz und die unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu bekämpfen und Schadensersatz geltend zu machen. Wie sich das Phänomen Raubkopie aus Nutzersicht darstellt, ist ebenfalls Thema der Tagung.</p>
<p>Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer und Juristen von Medienunternehmen, Verlagsleiter, Mitarbeiter von Lizenzabteilungen und Anwälte, und wird von Matthias Lausen moderiert.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>GoogleBooks &amp; Cloud-Computing</em></strong> : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/buecher_in_der_wolke_1.3331712.html">Eine riesige Leihbibliothek ?!</a> ( NZZ )</p>
<p>(&#8230;. ) Die Suchmaschine, die bereits 8,2 Millionen Bücher aus Bibliotheken digitalisiert hat und weitere 1,8 Millionen Werke parat hält, die ihr von Verlagen zur Anzeige im Internet überlassen worden sind, verspricht uns Lesern und Buchkäufern nun eine <em>Bibliothek in der Wolke</em>. Noch ist die in den USA ausgeheckte, vom Chef der Entwicklungsabteilung vorerst nur grob skizzierte Idee kaum publik. Aber so viel lässt sich sagen: Anders etwa als beim Online-Händler Amazon lädt der Kunde, der demnächst über Googles Programm <em>Edition</em> Bücher kauft, kein vollständiges E-Book auf sein Lesegerät, um es dort zu speichern, sondern erhält zu dem Text, der (als offenes, neutrales Dateiformat) digitalisiert irgendwo auf einem Google-Server liegt, nur einen Zugang. ( &#8230; )</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://hemartin.blogspot.com/2009/08/uber-das-fur-und-wider-der.html">Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell</a></em></strong> ( Hugo E. Martin )</p>
<p>Eine <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">studierenswerte Analyse</a> ( PDF ) zum Heidelberger Appell, ein Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ( Autoren: Roger Cloes und Christopher Schappert ) zur Urheberrechtschutz- und Leistungsschutz- Diskussion.</p>
<p>Abgearbeitet am sog. &#8220;<em><a href="http://infobib.de/blog/2009/03/25/materialsammlung-rund-um-den-heidelberger-appell/">Heidelberger Appell</a></em>&#8221; insbesondere im Zusammenhang mit der Google Buchsuche und ( dem ganz anderen ) Themenkomplex des Open Access. Ein Beitrag der zu einer versachlichung (und Richtigstellung ) beitragen könnte ( wenn man nur wollte ) und der zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufruft.</p>
<p>Lesenswert ! ( <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">18 Seiten , PDF</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>MEDIEN</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<p><strong><em>DABplus </em></strong>- <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Kein-Markterfolg-Digitalradio-scheitert-in-Deutschland/544181.html?nv=cd-rss1220">Kein Markterfolg &#8211; Digitalradio scheitert in Deutschland</a> ( FTD )</p>
<p><em>Hörfunksender lehnen den geplanten Standard DABplus ab. Die Alternativen sind umstritten. Mehrheitsfähig ist nur der alte Analogfunk UKW. Die Gerätehersteller schäumen.</em></p>
<p>So klingt blanke Resignation: &#8220;Absolut keine&#8221;, antwortet der Radiohersteller Pioneer auf die Frage, welche Bedeutung er dem digitalen Radiostandard <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB">DAB</a> in Deutschland beimesse. Und nein, ein Termin für das Ende des klassischen analogen Hörfunks sei &#8220;absolut nicht in Sicht&#8221;.</p>
<p>Die Einführung des Digitalradios lahmt seit Jahren. Nun ist sie auf absehbare Zeit gescheitert. Die Beteiligten wirken hilflos. &#8220;Jetzt muss man einen Schnitt machen, tief durchatmen, und sich die Sache noch mal anschauen&#8221;, rät die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM).</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB.2B">DABplus</a> heißt die Technik, die dem Digitalradio zum Durchbruch verhelfen soll. Sie ist eine Weiterentwicklung des wirtschaftlich erfolglosen Standards DAB und steht für höhere Übertragungskapazität und Tonqualität &#8211; gegenüber dem digitalen Vorläufer und erst recht gegenüber dem Analogfunk UKW. DABplus soll Platz schaffen für viele Programme und genauere Verkehrsinformationen für Autofahrer. ( &#8230; )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat der ARD gerade 30 Mio. Euro verweigert, die für den Aufbau von DABplus-Angeboten vorgesehen waren. Es sei &#8220;nicht gelungen, für eine Einführung des digitalen Hörfunks einen tragfähigen Konsens mit privaten Radioanbietern herbeizuführen&#8221;, so die KEF.</p>
<p>Ende Juni hatten sich die Privatradios gegen DABplus ausgesprochen &#8211; und die KEF-Entscheidung damit faktisch vorgegeben. &#8220;Momentan gibt es auf absehbare Zeit kein tragfähiges Geschäftsmodell&#8221;, begründet Hans-Dieter Hillmoth, Geschäftsführer von Radio FFH und Vizechef des Privatrundfunkverbands VPRT. &#8220;Digitalisierung ist kein Selbstzweck.&#8221; Er schätzt die Gesamtkosten für den DABplus-Aufbau auf rund 500 Mio. Euro.</p>
<p>Damit steht die Entwicklung wieder am Anfang &#8211; und die Gerätehersteller schäumen. &#8220;Wenn wir in Deutschland keine Insellösung haben wollen, müssen wir digitalisieren&#8221;, mahnt der britische Radioproduzent Pure. Bis zu 300 Millionen Digitalempfänger wollen die Hersteller hierzulande verkaufen.</p>
<p>Die Radiosender fürchten aber, dass sich ein Debakel wiederholt. DAB ist seit über zehn Jahren in Betrieb, doch lediglich 600.000 Radios wurden verkauft. In der Schweiz, wo seit Kurzem bereits DABplus im Regelbetrieb läuft, rechnen die Anbieter bis Ende 2009 mit 300.000 Geräten, was rund zehn Prozent der Haushalte entspricht. Das ist gemessen an der Abdeckung mehr als fünfmal so viel wie in Deutschland.</p>
<p>Wegen der winzigen Reichweiten nimmt hierzulande die Zahl der Digitalprogramme sogar ab. In der Hälfte der Bundesländer gibt es keinen einzigen privaten DAB-Sender mehr, in Teilen Ostdeutschlands auch kaum noch öffentlich-rechtliche Digitalwellen. Es reiche eben nicht, die bekannten UKW-Programme auch digital zu verbreiten, so die Kritik. &#8220;Man muss wirklichen Mehrwert bieten&#8221;, heißt es. ( &#8230;.)</p>
<p>DAB-Befürworter kontern, Radio aus dem Internet sei &#8220;unbezahlbar&#8221;, weil die Kosten mit jedem weiteren Nutzer steigen. Und für mobilen Empfang eigne es sich ebenso wenig wie DVB-T. Eine Einigung ist nicht in Sicht.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />&#8220;Die Zukunft liegt in Multinormgeräten&#8221;, orakelt daher die ALM. Eine politische Vorgabe wie in Frankreich müsse es doch nicht geben. Dort dürfen ab 2013 nur noch digitaltaugliche Radios verkauft werden. Von der Idee der deutschen Politik, den UKW-Funk im Jahr 2015 abzuschalten, hält Hillmoth jedenfalls nichts: Dieser Termin sei &#8220;todsicher&#8221; nicht zu halten.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;"><span style="COLOR: blue"><a href="http://www.medienbote.de/19163_schlagzeile.htm">We</a>bradio im Aufwind</span></span></em></strong> ( Medienbote )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_byte_fm.png" alt="Logo Byte FM" hspace="2" vspace="2" width="160" height="74" align="left" />Grimme Online Award 2009 für ByteFM, Webradio made in Hamburg &#8211; wachsende Nutzer- und Angebotszahlen &#8211; Ende 2008 hatten deutsche Webradios bereits täglich rund 7,5 Millionen Nutzer &#8211; Seit 2006 hat sich die Zahl der deutschen Webradios verfünffacht, von etwa 400 auf rund 2.000 im Jahr 2009 (April 2009: exakt 1.914) &#8211; vier Fünftel davon sind ausschließlich im Internet empfangbar (Internet-Only) &#8211; ein Fünftel Livestreams der klassischen UKW-Radiosender (Simulcast-Streams) : &#8220;Gerade ihnen bietet das Web viele Chancen: sie können ihre Reichweiten ausbauen und durch spezielle Web-Angebote neue Zielgruppen erschließen.</p>
<p>Vorbei scheint die Angst vor der Abwanderung ins Netz und verlorene, vor allem junge Hörergruppen. Die UKW-Sender haben inzwischen den Wandel der Mediennutzung und das Internet als wichtigen Übertragungsweg für Hörfunk akzeptiert &#8211; &#8220;<em>Webradio Monitor 2009</em>“ &#8211; minus Rentabilität &#8211; Bisher gelingt es vielen offenbar noch nicht, die Nachfrage der Hörer entsprechend zu kapitalisieren &#8211; Wachstumspotenzial sehen die Veranstalter dennoch, und zwar vor allem bei der Spotvermarktung ihrer Angebote. Webradio kann gegenüber anderen Medien vor allem durch eine klar definierte Zielgruppe punkten und &#8230; nachweisbare Werbemittelkontakte bieten. Für die Werbeindustrie wird dieser Markt ohne Zweifel weiter an Attraktivität gewinnen.</p>
<p>Noch besteht allerdings keine Einigung hinsichtlich der adäquaten Leistungswerte und der einheitlichen &#8220;Währung“. Auch auf Seiten der Webradiobetreiber herrscht darüber noch Unklarheit: 41 Prozent der Befragten bevorzugen den Unique Listener, während 29 Prozent die Anzahl der gestarteten Streams (Tune-Ins) als geeigneten Wert sehen und 11 Prozent den konkreten Werbemittelkontakt &#8211; zwei auffällige Trends: die immer stärkere Visualisierung und Personalisierung der Angebote. Last.fm und Putpat zeigen, wohin die Reise im Webradiomarkt künftig geht.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em>Schweiz erneuert öffentlich- rechtlichen Rundfunk</em></strong> ( <a href="http://meedia.de/details/article/schweiz-erneuert-ffentlich-rechtlichen-rundfunk_100022556.html">Meedia</a> , <a href="http://satundkabel.magnus.de/medien/artikel/schweizer-fernsehen-srg-mit-strafferen-strukturen-neue-statuten.html">satundkabel</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_srg.png" alt="Logo SRG" hspace="2" vspace="2" width="278" height="47" align="left" />Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz kann neu geordnet werden. Nach Informationen von Satundkabel hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation der Schweiz die neuen Statuten von SRG SSR idée suisse (SRG) genehmigt.</p>
<p>Der Schweizer Bundesrat hatte vom SRG gefordert, seine Organisation zeitgemäßen Anforderungen an Corporate Governance und Effizienz anzupassen. Im Ergebnis wird die Rundfunkanstalt nun strategisch alleine dem Nationalen Verwaltungsrat unterstellt und operativ ausschließlich vom Generaldirektor geführt. Darüber hinaus werden die hierarchischen Strukturen des SRG stark gestrafft.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://www.axelspringer.de/">Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte</a> 1</em></strong> ( axelspringer.de )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" /> Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, will seine Internet-Inhalte auf Smartphones nur noch gegen Gebühr anbieten. Der Verlag entwickle Apps für das iPhone, über die welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert würden. &#8220;Im Herbst gehen wir damit auf den Markt&#8221;, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zahlungsbereitschaft sei gerade bei Mobilfunkkunden groß. Weit über die Hälfte der Zugriffe auf mobile Inhalte der Axel Springer AG kämen von iPhones.</p>
<p>Axel Springer will auch versuchen, im herkömmlichen Web Inhalte seiner Zeitungen gegen Geld anzubieten. In den Regionalzeitungen sollen allgemeine Nachrichten für den Leser gratis bleiben, &#8220;Premium-Inhalte&#8221; Geld kosten. &#8220;Wer etwa die Exklusivgeschichte aus der Stadtverordnetensitzung lesen, das Archiv oder den Staumelder nutzen will, muss zahlen.&#8221; Paid Content setze allerdings voraus, dass die Nachrichten und vor allem ihre Aufbereitung im Internet künftig kreativer, exklusiver oder individueller sind als heute.</p>
<p><span style="COLOR: black"><strong><em>Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte 2</em></strong> &#8211; Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner">Springer- Chef Döpfner</a> ( FAZ )<br />
<a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Springer-Chef Döpfner im Interview &#8211; &#8220;Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden“</a></span></p>
<p><em><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" />Herr Döpfner, Ihr &#8220;Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hat das kostenlose Internet einen verfluchten Geburtsfehler genannt. Sie wollen ihn korrigieren. Nur wie ?</em></p>
<p>Wir alle haben das immer wieder gesagt, aber die Entwicklung des Internets ist nicht statisch. Anfangs ging es den Verlagen um Reichweite, um die Weckung des Konsumenteninteresses, heute befinden wir uns in einer reiferen Phase. Geburtsfehler lassen sich nicht schnell kurieren. Aber es ist im Interesse der Leser und der Verlage, in der digitalen Welt eine wirtschaftliche Basis für Qualitätsjournalismus zu schaffen, weil es sich sonst bald keiner mehr leisten kann, wertvolle Inhalte im Internet anzubieten. Eine Säule der Finanzierung ist die Online-Werbung, eine zweite Paid Content, also die Bezahlung für exklusive journalistische Angebote oder spezielle Dienstleistungen. ( &#8230; )</p>
<p><em>Mit einem ähnlichen Modell ist der Marktführer &#8220;Spiegel online“ schon vor Jahren gescheitert.</em></p>
<p>Das heißt doch nicht, dass es beim zweiten oder dritten Versuch wieder nicht klappt! Wir können heute vieles besser machen, die Technik ist vorangeschritten. Andere haben damit Erfolg. Das „Wall Street Journal“ lässt sich Spezialinhalte mit 1,99 Dollar in der Woche oder 79 Dollar im Abonnement bezahlen und macht damit einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Dollar im Jahr. Wir haben als Verleger geradezu eine heilige Verantwortung, alles zu versuchen, um eine Wirtschaftsgrundlage für die digitale Welt zu schaffen. Viele Verlage denken über diese Zukunftsfragen so wie wir und gehen in diese Richtung. Da wird es international viel Bewegung geben. Denn eins ist klar: Qualitätsjournalismus hat seinen Preis, und Leser haben das historisch immer akzeptiert. Man muss es nur so einfach und attraktiv machen, dass die Leser es auch wirklich nutzen können und wollen.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=959"><strong><em>Advertorials in der KRONE</em></strong> &#8211; Bares oder Wahres</a> ( Falter )</p>
<p><em><img style="width: 99px; height: 94px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_neue_kronen_zeitung.png" alt="Logo Neue Kronen Zeitung" hspace="2" vspace="2" width="90" height="84" align="left" />Bezahlte Werbung oder journalistischer Bericht ? &#8211; Für Leser ist immer schwerer zu erkennen, was sie vorgesetzt bekommen -</em></p>
<p>( &#8230; ) Kürzlich schlug der Österreichische PR-Ethik-Rat Alarm: Er kritisiert die &#8220;oft ungenügende Unterscheidbarkeit von redaktionellen Beiträgen und entgeltlichen Einschaltungen in den Medien“. Das sei &#8220;der Versuch, die Leser zu täuschen“, so Rats-Vorsitzender Wolfgang Langenbucher, ehemaliger Vorstand des Publizistikinstituts der Uni Wien. Wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten würden die Sitten sogar in den renommiertesten Blättern lockerer. Dabei sind Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht nach dem Mediengesetz klagbar – allerdings klagt kaum jemand, so sehr hätten sich alle an diese Praktiken gewöhnt. Wie er höre, seien die Sitten in den Bundesländern verfallener als in Wien, sagt Langenbucher: Dort herrsche ein &#8220;Sumpf“. ( &#8230;)</p>
<p>|||</p>
<p><em><strong>M- Prinzip für Nischen- Publikationen 1 &#8211; <a href="http://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/07/the_nichepaper_manifesto.html">Meaningful stuff that matters the most</a> ( Umair Haque )</strong></em></p>
<p><em><strong><a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/stefan-winterbauer/stefan-winterbauer-post/article/die-nische-als-zukunft-der-zeitung_100022205.html?tx_ttnews[backPid]=1692&amp;cHash=a742a64434">Die Nische als Zukunft der Zeitung 2</a></strong></em> ( Meedia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Es geht mal wieder um nichts weniger als die Zukunft der Zeitung. Diesmal mischt sich der US-Medienforscher Umair Haque in die Diskussion ein. Haque ist Direktor des Havas Media Lab, einer Forschungseinheit des französischen Werbe-Netzwerks Havas. Haque schrieb einen Blog-Beitrag für Harvard Business Publishing, in dem er den geplagten Zeitungs-Verlegern die Leviten liest und seinen Ausweg aus der Zeitungskrise weist: Zeitungen müssten zu Nischen-Anbietern, &#8220;Nichepapers&#8221;, werden.</p>
<p>Medienforscher Haque beginnt seine Ausführungen mit einer Analyse zur strukturellen Krise der Gattung Tageszeitung. Nicht Journalisten hätten die Zeitungen des 20. Jahrhunderts profitabel gemacht, sondern die Leser. &#8220;Zeitungen des 20. Jahrhunderts waren niemals so außergewöhnlich profitabel wegen dem, was sie geschrieben haben. Es war die Dynamik des Kleinanzeigen-Monopols, das die massiven Renditen befeuert hat.&#8221;</p>
<p>Die Struktur der Zeitung des 20. Jahrhundert sei nun nicht länger fit für das 21. Jahrhundert. &#8220;Die Herangehensweise von gestern an Nachrichten schafft keine Bildung, keine Aufklärung und keine Information. Die Vierte Gewalt befindet sich in einem Stadium der Auflösung. Die Nachrichten-Industrie selbst hat Nachrichten in einem sich wiederholenden Abwärts-Wettlauf zur Massenware degradiert. Es ist an der Zeit für eine bessere Form von Nachrichten.&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Diese &#8220;bessere Form von Nachrichten für das 21. Jahrhundert&#8221; nennt Umair Haque <em>Nichepapers</em> . Diese sind nach seiner Definition Marktführer in einem eng definierten Feld, seien es Finanzen, Politik oder Entertainment.</p>
<p>Was <em>Nichepapers</em> auszeichnet :</p>
<ol>
<li>Wissen, nicht Nachrichten: Zeitungen wollen ihren Lesern Nachrichten vermitteln, Nichepapers wollen bedeutungsvolles, lange gültiges Wissen vermitteln.</li>
<li>Themen, nicht Artikel: Nichepapers entwickeln Themen anstatt schnell erzählter und schnell vergessener Geschichten.</li>
<li>Einzigartigkeit statt Auflage: Zeitungen streben nach Auflage, indem sie die immergleichen Geschichten in immergleicher Weise erzählen. Nichepapers streben nach Einzigartigkeit, indem sie eine Perspektive entwickeln, analysieren und Erzählstrukturen finden, die von Konkurrenten nicht nachgeahmt werden können.</li>
<li>Provokation, nicht Perfektion: Zeitungen suchen die Perfektion in Grammatik, Einleitungen, Überschriften. Nichepapers suchen stattdessen die Provokation, manchmal auch die Provokation zum Selbstzweck.</li>
<li>Aufgaben, nicht Technik: Nichepapers kümmern sich nicht um Technik. Sie nutzen Blog, Videos, Wikis, Twitter oder lange Artikel. Oder alles gleichzeitig. Je nachdem, was für eine Aufgabenstellung am besten geeignet ist. ( &#8230; )</li>
</ol>
<p>|||</p>
<p><strong><em>Film</em></strong> &#8211; Neuer Film &#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; des Animationsfilmer von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mamoru_Oshii">Mamoru Oshii</a> , Schöpfer der Kultfilme &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_in_the_Shell#Kinofilme">Ghost in the Shell</a></em> &#8221;</p>
<p>&#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; bereits bei der Biennale Venedig zu seheh , beim Münchener FilmFest nun erstmals in Deutschland &#8211; Die <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Anime-Mamoru-Oshii;art18281,2853052">Rezension des <em>Tagesspiegel</em></a> fällt recht durchwachsen aus &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=RfmSZPrcudc">Trailer @ YouTube</a> , <a href="http://www.amazon.com/Sky-Crawlers-Rinko-Kikuchi/dp/B001VBM0Z0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1248154750&amp;sr=8-1">DVD @ Amazon.com</a></p>
<p>|||</p>
<p><strong>LITERATUR</strong></p>
<p><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></a><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633">Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung an Barbara Köhler &amp; Ulf Stolterfoht</a></em></strong> ( buecher.at )</p>
<p>Anlässlich des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de">29. Erlanger Poetenfests</a> ( 27. bis 30. August 2009 ) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum dritten Mal den &#8220;Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr gemeinsam an die <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/koehlerbio.html">Barbara Köhler</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> verliehen.</p>
<p>Die Jury würdigt damit ihre Übersetzungen von Gertrude Steins <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons – Zarte knöpft</a></em> ( Barbara Köhler , 2004 ) und <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way – wie man seine art gewinnt</a></em> ( Ulf Stolterfoht, 2005 ).</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img style="width: 101px; height: 136px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein-small.png" alt="Köhler Stein" hspace="2" vspace="2" width="98" height="141" align="left" /></a>&#8220;<em>Gertrude Steins sinnoffene Poesie lässt zahlreiche Lesarten zu. Barbara Köhler und <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein-small.png" alt="Stolterfoht Stein" hspace="2" vspace="2" width="96" height="119" align="left" /></a>Ulf Stolterfoht nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die von ihnen übersetzten Texte ein, die sich gegenseitig ergänzen und in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen</em> &#8220;, begründet die Jury ihre Entscheidung.</p>
<p>Im Rahmen des 24. Erlanger Poetenfests wurden erstmals AutorInnen als ÜbersetzerInnen eingeladen. Die Jury des &#8220;<em>Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung&#8221;</em> besteht selbst aus ÜbersetzerInnen. In diesem Jahr gehören ihr Georges-Arthur Goldschmidt, Annette Kopetzki, Adrian La Salvia, <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a>, Camilla Miglio, Peter Waterhouse, Norbert Wehr und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czerninbio.html">Franz Josef Czernin</a> an.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>WEBLITERATUR</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><em><strong><a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3919-Gratis-Blogcheck-15-P.-s-Veranda.html">Gratis Blogcheck 15 : P.-&#8217;s Veranda</a></strong></em> ( Oliver Gassner )</span></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><a href="http://michaelperkampus.blogspot.com/">Michael von P.-’s Veranda</a> schreibt. Literarisches Weblog inklusive Podcast, Werkauszüge, Fragmente, Tagebuch, Informationen über den Autor, Schriften zur Literatur, Kolumnisten</span></p>
<p><span style="COLOR: black"><em>Eine Sammlung kleinerer Beobachtungen und Tipps</em>.</span></p></blockquote>
</blockquote>
<ol>
<li><span style="COLOR: black">Den Kopfbereich zum Hinweis auf besondere Texte zu nutzen, ist ganz elegant, ich würde das dann aber eher wie eine Aufzählung oder (notfalls sogar mit “table”) als Tabelle gestalten, so wirkt es unübersichtlich.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Links die Archivübersicht kann weiter nach unten, Kommentare weiter nach oben (Blogs dienen dem Dialog)</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Noch vor der Liste empfehlenswerter Autoren und Texte (an sich eine gute Idee) würde ich eine Liste gelesener Literaturblogs (Primär? Sekundär?) setzen&#8230;</span></li>
<li><span style="COLOR: black">&#8230; und regelmäßig in Postings auf das dort gelesene bezug nehmen, wenn auch nur verlinkend / literarisch antwortend</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Generell positiv auf Aufmerksamkeit und Leserzahl wirkt es sich aus, wenn man sich bloggend in aktuelle literarische Debatten einmischt &#8211; oder sie gar anzettelt.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Seit Februar ist die Postingfrequenz erfreulich hoch, eine dialogische Vernetzung mit anderen (Literatur-)Blogs scheint allerdings nicht zu existieren . Das ist schade, denn wenn man nicht über die grenzen der eigenen page hinausblickt, müsste es an sich auch kein web-Log sein, das ja an sich vom Austausch mit dem Rest des Netzes (mit)spricht.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Ggf. sollte man auch eine Teilnahme an</span> <a href="http://www.litblogs.net/"><span style="COLOR: blue">www.litblogs.net</span></a> <span style="COLOR: black">anstreben, die ihre Headlines auch twittern.</span><br />
<span style="COLOR: black">Hier scheinen mir Kategorien Sinn ausnahmsweise mehr zu machen als Tagging, auch wenn hier Kategorien mit nur einem Text vorhanden sind.</span></li>
</ol>
<p><em>P. S. Anmerkung : Offenbar ist dem Analytiker unkenannt , dass Michael Perkampus bis vorigen Herbst effektiver Teilnehmer der litblogs war</em> <em>. ( czz )</em></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/online/2009/33/buch-communities-2?page=all"><strong><em>Buch- Communitys</em></strong> &#8211; Und , was liest Du so ?</a> ( Stefan Mesch , DIE ZEIT )</p>
<p><em>Buch-Communitiys im Netz brummen vor Geschäftigkeit. Aber welche Bücher liest man dort eigentlich? Unser Autor hat den Selbstversuch gemacht.</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_goodreads.gif" alt="Logo Goodreads" hspace="2" vspace="2" width="200" height="41" align="left" />In Richard Yates&#8217; Kleinbürger-Roman <em>Revolutionary Road</em> schaut sich der Schnösel Frank ungefragt im Bücherregal seines Nachbarn Shep um. Als Frank die Stirn runzelt, will Shep zu seiner Ehrenrettung am liebsten quer durchs Zimmer rufen: &#8220;Das sammelt sich eben im Lauf der Jahre so an! Unsere anspruchsvollen Bücher sind irgendwo verloren gegangen.&#8221;</p>
<p>Im Internet geht nichts verloren. Zwei große öffentliche Lesewiesen erlauben, das eigene Bücherregal der ganzen Welt zu zeigen: <a href="http://www.goodreads.com/">Goodreads</a> und <a href="http://www.librarything.de/">LibraryThing</a> haben nur eine knappe Million meist englischsprachiger Benutzer, aber brummen vor Geschäftigkeit: Wenn ich mit einem Buch im Zug oder Café sitze, lade ich meine Umwelt zu Kommentaren ein. Im Netz sind diese Kommentare lauter und oft qualifizierter. Fremde, Freunde und die Computerdatenbank geben einander Tipps und Warnungen.</p>
<p>Der Pionier dieses Gedankens war das Online-Radio <a href="http://www.last.fm/">last.fm</a> mit der Funktion, jeden Song, den man sich abspielt, im Profil zu eigenen, privaten Charts zu verrechnen. Nach ein paar Monaten kennt last.fm den eigenen Musikgeschmack genauer als man selbst. Videospieler zeigen auf <a href="http://www.mobygames.com/home">MobyGames</a>, was sie gerade zocken. Und für Filme gibt es die Services <a href="http://www.flixster.com/">Flixster</a> und <a href="http://www.criticker.com/">Criticker</a>.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_library_thing.png" alt="Logo Library Thing" hspace="2" vspace="2" width="220" height="46" align="left" />Das Sammelwort für solche medialen Zettelkästen ist Social Cataloging: Offene Datenbanken, in denen sich Benutzer ein Profil anlegen und dann die Privatsammlung verwalten, Kritiken schreiben und Netzwerke bilden. Goodreads und LibraryThing ermuntern dabei an jeder Ecke, immer auch die Außenwelt via E-Mail-Newsletter und Bulletins, Twitter- und Facebook-Update über jede neue Lektüre zu benachrichtigen. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>DIGITALE INNOVATION</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /> <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/4/142246"><strong><em>Das Internet in Zahlen</em></strong> &#8211; Eine schöne Übersichtsgrafik zeigt den derzeitigen Entwicklungsstand des Internets. Weltweit.</a> ( heise )</p>
<p>Eigentlich gehen wir alle stillschweigend immer noch davon aus, dass das Internet ein Dienst ist, der vor Bewohner der USA betrifft und vor allem seine wirtschaftliche Bedeutung noch vor sich hat. Dem ist nicht so, schaut man sich die <a href="http://www.newscientist.com/data/images/archive/2706/27062201.jpg" rel="lightbox[9461]">folgende Grafik</a> ein wenig genauer an.</p>
<p>Schön übersichtlich und nicht ohne &#8220;Aha&#8221; lässt sich so ersehen, dass nur sechs Prozent des Datenvolumens ( Und davon sind 78 Prozent Spam ) auf E-Mails zurück zu führen sein dürften. Und das nimmt sich gegen 25 Prozent P2P Traffic inzwischen fast ein bisschen müde aus. Aber wichtiger: Rechnet man die Accounts alleine in Indien, Japan und Chinas zusammen, dann stellen sie ein Drittel der Web-Mail-P2P-Internet-Nutzer.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet-small.png" alt="The exploding internet" hspace="2" vspace="2" width="450" height="335" /></a></p>
<p align="right">( <em>click to XL</em> )</p>
<p>Realistischerweise dürfte P2P und die exorbitant hohen Umsätze im E-Commerce nicht zu einem Drittel auf deren Aktivitäten beruhen. Aber andere Fragen stellen sich vor allem für Angebote, die weltweit ihr Publikum erreichen sollen. Während English mehr als 300 Millionen Menschen wegen ihrer Muttersprachen oder offiziellen Landessprachen vertraut sein dürfte, hat Portugiesisch durch Brasilien Deutsch überholt und dürfte bald auch Japanisch hinter sich lassen. Dass weite Teile des Webs inzwischen für Surfer der 1. und 2. Welt verschlossen sind, lässt sich an der hohen Verbreitung von Mandarin lesenden und schreibenden Nutzern erkennen. Das Internet erlebt sein grösstes Wachstum in Regionen, die eigene Schriften und Sprachen nutzen. English als Lingua Franca des Webs verliert an Bedeutung. Wir merken es nur nicht, weil wir auf Seiten ausserhalb des eigenes Kulturkreises nicht zu finden sind.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/331068/">Frankfurter Buchmesse &#8211; <strong><em>&#8220;Books &amp; Bytes&#8221; prämiert das innovativste Onlineangebot für Buch und Internet</em></strong></a> ( bb )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_books__bytes.jpg" alt="Logo Books &amp; Bytes" hspace="2" vspace="2" width="200" height="51" align="left" />Zum zweiten Mal organisiert das Onlinemagazin &#8220;<em><a href="www.newbook.de/start/wettbewerb">Newbook &#8211; Magazin für vernetzte Leser</a></em>&#8221; zusammen mit der Frankfurter Buchmesse den Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes&#8221;. Im Vorfeld findet dazu außerdem ein Wettbewerb statt, der das innovativste Onlineprojekt fu?r Buch und Internet auszeichnet. Der Gewinner wird auf dem Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes“ am Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Bewerbungsphase fu?r den Wettbewerb läuft noch bis 30. Juli. Anmeldungen unterKonkurrenz für Amazon &#8211; Barnes &amp; Noble eröffnet &#8220;größten E-Book-Shop der Welt&#8221; &#8212; Gestern Abend hat der US-Buchhandelsriese Barnes &amp; Noble die Eröffnung des nach eigenen Angaben größten E-Book-Shops der Welt verkündet. Unter <a href="http://www.bn.com/ebooks">www.bn.com/ebooks</a> bietet der Filialist rund 700.000 Titel unter anderem für das iPhone, den iPod touch und Blackberry-Smartphones an. &#8211; Nach dem Vorbild Amazons bietet auch <a href="http://www.barnesandnobleinc.com">Barnes &amp; Noble</a> viele Bestseller für 9,99 Dollar an. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kooperiert der amerikanische Filialist mit dem Hardware-Hersteller Platic Logic, der seinen Reader 2010 auf den Markt bringen will.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>SOCIAL NETWORKS</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><strong><em><br />
<a href="http://www.boersenblatt.net/333444/">Wie Buchhandlungen und Verlage Facebook nutzen können</a></em></strong> ( bb Podcast )</p>
<blockquote>
<blockquote>
<blockquote><p>Wie streue ich Buchinformationen in der Online-Community Facebook ? Welche Accountnamen sind stark und wie profitiere ich von &#8220;passiver Interaktivität&#8221; ? Wie vernetze ich Facebook sinnvoll mit Twitter und mit der echten Welt ? Social Media Experte Felix Holzapfel gibt Tipps.</p></blockquote>
</blockquote>
</blockquote>
<p>Facebook wächst und wächst. Schätzungen gehen von über 260 000 Nutzern in Deutschland aus. Für das Buchmarketing bietet Facebook Chancen, eine vorwiegend junge Zielgruppe zu erreichen. Im Podcast geht es um folgende Themen (in Klammer die Startzeiten):</p>
<p><img style="width: 176px; height: 62px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" /></p>
<ol>
<li>Unterschied zwischen persönlichem Account und Firmenaccount bei Facebook (0:30)</li>
<li>Typische Fehler bei der Wahl des Accountnamens, passende Social Media Story (2:08)</li>
<li>Themen statt Marken kommunizieren (3:06)</li>
<li>Bewerbung von Neuerscheinungen (3:48)</li>
<li>Leitwährung Interaktion: &#8220;passive Interaktivität&#8221; nutzen (4:30)</li>
<li>Veranstaltungstermine auf Facebook veröffentlichen (6:05)</li>
<li>Wie baue ich einen Fankreis/Freundeskreis auf (6:44)</li>
<li>Twitter-Feeds sinnvoll mit Facebook vernetzen (9:20)</li>
<li>Verknüpfung von Online- und Offlinewelt/Crossmarketing (11:48)</li>
</ol>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://www.thenextlayer.org/node/1198">Die dunkle Seite von Twitter , Facebook &amp; Konsorten</a></em></strong> &#8211; <em>Warum das Umfeld von Social- Web-Applikationen eine Nutzung abseits von Spaß und Selbstinszenierung unterbindet</em> ( The Next Layer )</p>
<p><img style="width: 183px; height: 63px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" align="left" />Mit 20.000 Mitgliedern innerhalb einer Woche war die Gründung der Facebook-Gruppe Freiheit im MQ Anfang Juni – bescheiden ausgedrückt – ein Erfolg. Kein Wunder, ging es doch darum, die Gemütlichkeit und Offenheit des Wiener Museumsquartiers gegen die Wächter der MQ-Direktion zu verteidigen. Kein Konsum selbst mitgebrachter alkoholischer Getränke – wenn das kein Anlass ist auf die digitalen Barrikaden zu steigen ?</p>
<p>Auf der anderen Seite des Spektrums politischer Netznutzung steht etwa der Einsatz von Twitter durch die Oppositionsbewegung im Iran nach den umstrittenen Wahlen Anfang Juni 2009. Über die Plattform wurde trotz Mediensperre Information nach außen getragen und zum Hacken zentraler Web-Server des Mullah-Regimes geblasen.</p>
<p>Zwischen Narzissmus und Emanzipation</p>
<p>In den angeführten Beispielen werden Web-2.0-Technologien klar politisch eingesetzt. Dennoch, sie bilden die seltene Ausnahme im Schatten von Selbstinszenierung und Marketingaktivitäten. Der Netztheoretiker <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geert_Lovink">Geert Lovink</a> bringt es in einem Interview in der Wochenzeitung DIE ZEIT ( 9. Dezember 2007 ) auf den Punkt:</p>
<p>&#8220;<em>Das Entscheidende im Netz von heute sind nicht Nachrichten und Meinungen, sondern Selbstdarstellung und Selbstreflexion: Wer bin ich ? Was mache ich? Wer befindet sich in meiner Gegend ? [...] Nachdem man gesurft ist und geshoppt hat, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich mit mir ? Lebe ich oder werde ich bloß gelebt ?&#8221;</em> ( Lovink , ebd. )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Aber verbirgt sich hinter unserem lockeren Online-Zwitschern, der Jagd nach digitalen Freunden und der detailverliebten Selbstpräsentation nicht doch mehr? Haben wir mit Einzug von Web 2.0 die jahrzehntelange Dominanz von Rundfunk und Massenmedien überwunden ? Hans Magnus Enzensberger definierte 1970 in seinem Baukasten zu einer Theorie der Medien Aspekte eines emanzipatorischen Mediengebrauchs im Gegensatz zum repressiven Rundfunk-Ansatz. Eine Reihe an Merkmalen emanzipatorischer Mediennutzung – wie die Auflösung der Sender / Empfänger- Rollen, Interaktionspotenziale und kollektive Produktion – finden sich im Social Web wieder. Doch zwei zentrale Kriterien sind bis heute nicht erreicht: Die Kontrolle über Inhalte und Strukturen liegt nach wie vor zentral beim Medien-Eigentümer und die Tendenz im Hinblick auf politische / demokratische Teilnahme geht mit Fokus auf Spaß und Selbstinszenierung stark in Richtung Entpolitisierung. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>BLOGISM</strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.welt.de/wams_print/article4147246/Alles-sagen-allen-Leuten.html">Alles sagen , allen Leuten</a></em></strong> ( Alain Posener , WELT )</p>
<p>Die Blogosphäre ist der Albtraum der Kontrolleure und Kulturkritiker ; ein globaler Selbstverständigungsprozess</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>TWITTER</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><br />
<strong><em><a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Gastkommentar-Mitzwitschern-lohnt-sich/554466.html?nv=cd-rss1220">Mitzwitschern lohnt sich</a></em></strong> ( Uwe Mommert , FTD )</p>
<p><em>In den Medien wird Twitter heiß diskutiert, Unternehmen ignorieren den Nachrichtendienst dagegen noch weitgehend. Dabei kann er der Reputation enorm schaden &#8211; oder helfen, sie zu fördern.</em></p>
<p>Es zwitschert aus allen Rohren. Das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn immer mehr Twitter-Neuigkeiten den Weg in die Presse finden. Zu den Kommunikationsabteilungen außerhalb der medialen Kreise dringt der Microblogging-Dienst aber nur zaghaft durch. Bei 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland findet professionelles Twittern nicht statt. Die 140 Zeichen zwingen nun mal zu Aussagen auf den Punkt, und die sind nicht jedermanns Sache.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Der Nachrichtendienst ist in vielerlei Hinsicht noch das große unbekannte Wesen, das eher zum passiven Stöbern verführt als zum aktiven Zwitschern. Entsprechend gering fällt die Zahl der aktiven Nutzer aus. 90 Prozent aller Inhalte werden von den zehn Prozent der aktivsten Twitterer produziert. Dem gegenüber steht eine überwältigende Mehrheit, die nur einmalig gezwitschert hat und seitdem wieder verstummt ist. Das ergaben Untersuchungen des &#8220;Harvard Business Manager&#8221; unter 300.000 Usern. Twitter ist mit anderen Worten eine Einbahnstraße: Wenige Teilnehmer berichten ungefiltert und einseitig &#8211; aber viele lesen im SMS-Format mit.</p>
<p>Dennoch ist die Reichweite der Internetmeldungen nicht zu unterschätzen. Aktuelle Zahlen von Nielsen Online belegen, dass von den 1,8 Millionen Nutzern rund 1,5 Millionen nicht direkt die Webadresse in ihren Browser eingegeben haben, sondern über andere Seiten zu Twitter finden. Die Multiplikatorwirkung ist beträchtlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Twitter-Ente um Michael Ballack, der aus medialer Sicht fast zum HSV gewechselt wäre. Und alles nur, weil ein User mutmaßlich zwei Spielerberater im Zug belauschte, die über den Transfer diskutiert haben sollen. Rasant verbreitete sich das Gemunkel in den Medien und wurde vom Boulevardreporter bis hin zum seriösen Meinungsmacher aufgenommen. Zwar folgten entschiedene Dementis beider Vereine, doch das Gerücht blieb in der Welt. Selbst Bundespräsident Horst Köhler bekam eine Twitter-&#8221;Attacke&#8221; zu spüren: Seine Wiederwahl wurde bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe aus der Bundesversammlung ins Netz gezwitschert.</p>
<p><em>Zauberwort Geschwindigkeit</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Die Verbreitung von Twitter-Meldungen gewinnt auch für Unternehmen schnell an Brisanz. Das gilt beispielsweise für sensible Ergebnisse von Betriebsversammlungen, vertrauliche Gespräche unter Führungskräften oder strategische Überlegungen für das nächste Jahr. Selbst wenn die Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen, könnte sich die Verbreitung via Twitter auf Investoren, Kooperationen oder bevorstehende Fusionen negativ auswirken. Das Web 2.0 hat die Reputation von Unternehmen angreifbarer gemacht, und zwar über einen Kanal, der bisher unterschätzt wurde. Mediennutzer werden zunehmend zu Programmdirektoren und Unternehmen schnell zu deren Spielball.</p>
<p>Geschwindigkeit ist dabei das Zauberwort. Der Erfolg der neuen Mediengeneration wird in Zukunft immer stärker davon abhängen, wer als Erster eine interessante Nachricht liefern kann. Absehbar ist auch, dass die fundierte Recherche dabei zwangsläufig auf der Strecke bleibt. ( &#8230; )</p>
<p>|||<a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm"></a></p>
<p><em><strong>Kunst , Theorie &amp; Diskurs als Twitterfeeds von Lebenden und Toten</strong></em> ( czz )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-2.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" /></p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/zkmkarlsruhe">ZKM Karlsruhe</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/documenta_13">documenta_13</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/Guggenheim">Guggenheim</a> &#8211; Guggenheim Museum | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/mediamuseum">mediamuseum</a> &#8211; Nat. Media Museum | Bradford, West Yorkshire, UK</li>
<li><a href="http://twitter.com/whitneymuseum">whitneymuseum</a> &#8211; Whitney Museum | New York City</li>
<li><a href="http://twitter.com/Tate">Tate</a> &#8211; London , Liverpool and St Ives</li>
<li><a href="http://twitter.com/SCHIRN">SCHIRN</a> &#8211; Schirn Kunsthalle | Frankfurt</li>
<li><a href="http://twitter.com/staedelmuseum">staedelmuseum</a> &#8211; Frankfurt am Main</li>
<li><a href="http://twitter.com/annieleibovitz">annieleibovitz</a> &#8211; Annie Leibovitz | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/buckyfuller">buckyfuller</a> &#8211; Buckminster Fuller | Universe</li>
<li><a href="http://twitter.com/jennyholzer">jennyholzer</a> &#8211; Jenny Holzer</li>
<li><a href="http://twitter.com/Fischli_Weiss">Fischli_Weiss</a> &#8211; Schweiz</li>
<li><a href="http://twitter.com/marshallmcluhan">marshallmcluhan</a> &#8211; Marshall McLuhan | Parma , CA</li>
<li><a href="http://twitter.com/zizekspeaks">zizekspeaks</a> &#8211; Slavoj Zizek | Ljubljana</li>
<li><a href="http://twitter.com/JeanBaudrillard">jeanbaudrillard</a> &#8211; Jean Baudrillard</li>
<li><a href="http://twitter.com/PeterSloterdijk">PeterSloterdijk</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/glovink">glovink</a> &#8211; Geert Lovink | Amsterdam</li>
</ul>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://mashable.com/2009/08/13/retweets-slideshow/">Twitter Retweets : What You Need to Know</a></em></strong> &#8211; <em>oder : Eine Diashow der grostesken Daten , cum grano salis zu genissen</em> [ Slideshow ] ( Dan Zarella , mahable )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-3.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Retweeting, as we’ve highlighted previously ( &#8230;. ) has become a handy way to share content on the web. If you find an interesting Tweet, retweeting helps spread that content to your own Twitter network.</p>
<p>But what are the mechanisms that affect retweets ? In his Mashable article &#8220;<em>The Science of ReTweets, social media and viral marketing</em>&#8221; scientist Dan Zarrella presented <em>in-depth data</em> showing what, how, and why people retweet.</p>
<p>Now Zarrella has put his most recent findings into a updated and expanded version of his original slideshow ( embedded below ) that takes us from “<em>what is a retweet ?</em> ” to the common features of retweets. ( &#8230; )</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_01" hspace="2" vspace="2" width="450" height="283" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0-small.png" alt="ReTweet Slide Dan Zarella 0" hspace="2" vspace="2" width="450" height="286" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02-small.png" alt="ReTweet Slide Zarella 02" hspace="2" vspace="2" width="450" height="239" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_03_Gender" hspace="2" vspace="2" width="450" height="289" /></a></p>
<p style="text-align: right;">( <em>click to XL &#8211; and enjoy !</em> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong><br />
<strong>ZITIERT</strong></p>
<p><em><strong>Twitter &#8211; Was es ist :</strong></em></p>
<p>&#8220;<em>It’s about humans connecting with each other</em> .&#8221; ( BBC )</p>
<p>Twitter- Gründer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evan_Williams">Evan Williams</a> im harschen <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm">Interview mit der BBC</a> über das Kommunikations- System Twitter</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>LinkListe , in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 07:02:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; AUSSCHREIBUNGEN &#124; URHEBERRECHT &#124; MEDIEN &#124; LITERATUR &#124; WEBLITERATUR &#124; DIGITALE INNOVAION &#124; BLOGISM &#124; TWITTER &#124; ZITIERT &#124; KLANGAPPARAT AUSSCHREIBUNGEN Der &#8220;Otto- Mauer- Fonds&#8221; schreibt den &#8220;Otto- Mauer- Preis&#8221; für bildende Kunst aus . Der Preis, für den junge Künstler Werke aus den Bereichen Malerei , Grafik , Skulptur , Objektkunst , Installationen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> AUSSCHREIBUNGEN | URHEBERRECHT | MEDIEN | LITERATUR | WEBLITERATUR | DIGITALE INNOVAION | BLOGISM | TWITTER | ZITIERT | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-linkliste-22.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<p><strong>AUSSCHREIBUNGEN</strong></p>
<p>Der &#8220;Otto- Mauer- Fonds&#8221; schreibt den &#8220;Otto- Mauer- Preis&#8221; für bildende Kunst aus . Der Preis, für den junge Künstler Werke aus den Bereichen Malerei , Grafik , Skulptur , Objektkunst , Installationen und Neue Medien einreichen können , ist mit 11.000 Euro dotiert . Er zählt zu den angesehensten Kunstpreisen .</p>
<p>Bewerbung : Ö- Staatsbürger , italienische Staatsbürger deutscher Sprache aus der Provinz Bozen sowie Personen, deren ordentlicher Wohnsitz sich seit mindestens fünf Jahren in Österreich befindet . Die Bewerberinnen und Bewerber dürfen am 31. Dezember 2009 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben ( d.h. Geburtsjahrgang 1970 und<br />
jünger ) . Es können sich auch mehrere Künstler gemeinsam als Gruppe bewerben . Abgabe | Einreichung : 30. 9. &#8211; 2. 10. ( <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090713_OTS0042">Info</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>URHEBERRECHT</strong></p>
<ul>
<li>Nun ist die Urheberrechtstagung im Frankfurter Literaturhaus vom 15. 7. Vergangenheit : Die pikanterweise vom Institut für Textkritik in Heidelberg und der FAZ inszenierte Debatte &#8220;<em><a href="http://www.textkritik.de/urheberrechtstagung">Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit</a></em>&#8221; war damit deutlich auf anti GoogleBooks und gegen Open Access programmiert . Entsprechend berichteten Verlags- und Börsenverband- nahe Medien wie <a href="http://www.buchmarkt.de/content/38620-aktionen.htm">BucMarkt</a> ( <a href="http://www.buchmarkt.de/content/38633-veranstaltungen.htm">Fortsetzung</a> ) und <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E52DC8184BCB64F9CBD2CDBFF15B1FA78~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> ( &#8220;Unterm Strich kam dabei freilich heraus, dass es kaum Chancen gibt, die Vereinbarung zu kippen&#8221; ) ausführlich und eher bestärkend , wobei sich der BuchReport zur gefährlichen Schlagzeile &#8220;<a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum////urheberrecht-im-auge.htm?no_cache=1&amp;cHash=148bfebbf5">Urheberrecht im Auge</a>&#8221; verstieg . Eine sprachliche Verkürzung , welche fast ins Auge gegangen wäre .</li>
<li>Hier Rüdiger Wischenbarts Tableau in englischer Sprache : &#8220;<a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=210">Heidelberg ! A German controversy on books and culture in the digital age</a>&#8221; ( booklab )</li>
<li>Skeptische Stimmen ertönen <em>a posteriori</em> von Seiten der Online- Fraktion : Das <a href="http://www.literaturcafe.de/heidelberger-appell-frankfurter-literaturhaus-tagung/">Literaturcafé</a> beobachtet ein Satyrspiel auf offener Bühne und beklagt den mangelnden Widerspruch derjenigen , welche das Netz ein wenig besser kennen und nennen als das mancher der professoralen Lamentatoren . Selbstredend meldet sich <em>perlentaucher</em>- Erfinder Thierry Chevel in seinem Redaktionsblog zu Wort , über den Wert der<a href="http://www.perlentaucher.de/blog/51_die_fruechte_des_internets"> Früchte des Internets</a> spekulierend :</li>
</ul>
<blockquote><p>Ob nach all dem die Urheber selbst profitieren werden, die von den verschiedenen Interessensvertretern gerne vorgeschickt werden, weil &#8220;Urheberrecht&#8221; edler klingt als &#8220;Verwerterinteresse&#8221;, bezweifelte der Juraprofessor Alexander Peukert von der Uni Frankfurt, der beim Book Settlement alles in allem einen abweichenden Standpunkt vertrat, in der Frage der Google Buchsuche nicht dramatisieren wollte und rundheraus bestritt, dass es irgendwo tatsächlich einen &#8220;Publikationszwang&#8221; im Namen von Open Access gebe. ( &#8230; ) Peukert sprach auch als einziger den Ruf der Medienkonzerne nach einem Leistungsschutzrecht an und zog damit die Proteste des Börsenvereins auf sich, der beteuerte, anders als die Zeitungskonzerne keine derartigen Rechte einführen zu wollen. Den totalen Eigentumsanspruch der Autoren Reuß und Rieple wehrte Peukert mit einem Spruch des Bundesverfassungsgerichts ab: &#8220;Werke gehen in das Allgemeingut ein.&#8221;</p>
<p>Aber profitieren, so Peukert, werden die Autoren bei dem, was aus diesem &#8220;Meinungskampf um die Kontrolle der wirtschaftlichen Früchte aus dem Internet&#8221; herauskommt, nicht. Die Diskussion nach seinem Vortrag machte das deutlich. Er war nach dem Google Book Settlement davon ausgegangen, dass Google 37 Prozent der Einnahmen aus der kontextsensitiven Werbung in der Nähe digitalisierter Bücher bekommt und der Autor 63 Prozent. Nein, korrigierte Christian Sprang vom Börsenverein mit gespitzten Lippen. Es heißt &#8220;bis zu&#8221; 63 Prozent. Der Rest geht je nach Vertrag an die Verlage &#8211; und bei künftigen Verträgen dürfte dieser Rest genau hundert Prozent von 63 Prozent groß sein.</p>
<p>Am Ende stand also wie immer bei den leidenschaftlichsten deutschen Debatten die Frage: Wer kriegt wie viel Prozent wovon ?</p></blockquote>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism.png" alt="ART serving Capitalism" hspace="2" vspace="2" width="300" height="460" align="left" /></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div><a href="http://www.welt.de/webwelt/article4134466/So-muss-das-Verlagsrecht-ueberarbeitet-werden.html#reqRSS">DIE WELT</a> sucht die Stecknadel der sauberen Definition im Heuhaufen der Kasuistik , während <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/bits_of_destruction_hit_book_publishing_part1.php">ReadhWriteWeb</a> in angoamerikanischer Knappheit auf den Punkt bringt, worum es den versammelten ( Gross- ) Verlegern eigentlich geht : &#8220;Somewhere Between Author and Reader Is Multi-Billion Dollar Market&#8221;</div>
</li>
<li>
<div>Warum zur Debatte keine genuinen Produzenten &#8211; sprich &#8220;Autoren&#8221; &#8211; geladen | beteiligt waren , wundert zu Recht <a href="http://www.zeit.de/online/2009/30/heidelberger-appell-google?page=all">DIE ZEIT</a> , insbesondere da &#8211; so Alexander Becker in Meedia &#8211; auch im journalistischen Kontext das &#8220;<a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/alexander-becker.html#c21900">Schreiben &#8230; kein Geschäftsmodell mehr</a> &#8221; sei .</div>
</li>
<li>
<div>Mit der rührseligen Selbstdarstellung der Verleger ist das unselige Thema leider nicht vom Tisch . Hatte Deutschlands Grossverleger Hubert Burda ( Jahresumsatz der Hubert Burda Medien AG : € 1,526 Milliarden , davon € 179 allein im Druckbereich , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda">Wiki</a> ) &#8211; ganz der Blattlinie gemäss &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort~Apge~E2.html">in der FAZ gegen die &#8220;schleichende Enteignung&#8221; der Verleger durch Google</a> lamentiert , war längst die Unterzeichnung der “<a href="http://www.boersenblatt.net/329702/">Hamburger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums</a>“ ( <a href="http://http//www.axelspringer.de/downloads/153453/Hamburger_Erklaerung.pdf">PDF</a> ) durch 166 Verlage im Gange , adressiert an die EU- Kommission . Kaliber wie Burda oder Springer möchtrn zwar den &#8220;freien Zugang zu unseren Angeboten&#8221; auch weiterhin ermöglichen , doch von nichts und niemandem dazu &#8220;gezwungen&#8221; ( ! )  werden , geistiges Eigentum zu &#8220;verschenken&#8221; .</div>
</li>
<li>
<div>Allerdings haben die versammelten Hamburger bei <em>Google Europe</em> bekanntlich auf Granit gebissen : Josh Cohen , hochrangiger Manager des Kraken , fertigt die <em>Enteigneten</em> und <em>Gekränkten</em> mit einigen technischen und pragmatischen Hinweisen im <a href="http://googlepolicyeurope.blogspot.com/2009/07/working-with-news-publishers.html">Google European Public Policy</a> &#8211; Blog kühl ab :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Last week, a group of newspaper and magazine publishers signed a declaration stating that &#8220;Universal access to websites does not necessarily mean access at no cost,&#8221; and that they &#8220;no longer wish to be forced to give away property without having granted permission.&#8221;</p>
<p>We agree, and that&#8217;s how things stand today. The truth is that news publishers, like all other content owners, are in complete control when it comes not only to what content they make available on the web, but also who can access it and at what price. This is the very backbone of the web &#8212; there are many confidential company web sites, university databases, and private files of individuals that cannot be accessed through search engines. If they could, the web would be much less useful.</p>
<p>Mit Hilfe simpler Machinationen seien seiten für Google- Bots zu sperren , eine Mühe , welcher sich das Gros aller Content- Anbieter aus guten Gründen nicht unterziehe :</p>
<p>Today, more than 25,000 news organizations across the globe make their content available in Google News and other web search engines. They do so because they want their work to be found and read &#8212; Google delivers more than a billion consumer visits to newspaper web sites each month. These visits offer the publishers a business opportunity, the chance to hook a reader with compelling content, to make money with advertisements or to offer online subscriptions. If at any point a web publisher feels as though we&#8217;re not delivering value to them and wants us to stop indexing their content, they&#8217;re able to do so quickly and effectively.</p>
<p>Some proposals we&#8217;ve seen from news publishers are well-intentioned, but would fundamentally change &#8212; for the worse &#8212; the way the web works. Our guiding principle is that whatever technical standards we introduce must work for the whole web (big publishers and small), not just for one subset or field. There&#8217;s a simple reason behind this. The Internet has opened up enormous possibilities for education, learning, and commerce so it&#8217;s important that search engines makes it easy for those who want to share their content to do so &#8212; while also providing robust controls for those who want to limit access.</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>Nun hat sich der <a href="http://www.djv.de/UEber-uns.17.0.html">Deutsche Journalistenverband</a> ( DJV ) mit einer <a href="http://www.djv.de/index.php?id=20&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1749&amp;tx_ttnews[backPid]=18">Presserklärung</a> und dem Ruf nach obrigkeitlicher Zähmung des Google- Kraken an diesen Zug in Richtung europäischer und deutscher Rechtsinstanzen gehängt :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>16. Jul. 2009 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat Verleger und Politik zu einer konzertierten Aktion mit den Urhebern gegenüber dem Monopolisten Google aufgefordert. Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google seien gesetzliche Regelungen dringend nötig, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken</p>
<p>und prompt versprach das  deutsches Justizministerium , für die Lese des New Yorker Book- Settlements einen Anwalt einzuschalten ( <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF88C53B3371B4ED199BDC8CDC3350F7B~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_feuilleton">FAZ</a> ) . Indes sind Passagen des DJV- Papiers selbst bei Verbandsmitgliedern nicht unumstritten .</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>In einem zunächst auf seiner <a href="http://bjoern-sievers.de/2009/07/17/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken/">Homepage</a> , dann via <a href="http://carta.info/11986/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken-2/">CARTA</a> publzierten &#8220;<a href="http://bjoern-sievers.de/2009/07/17/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken/">Offenen Brief an DJV- Chef Michael Konken</a>&#8221; ventiliert der DJV- Journalist <a href="http://www.focus.de/intern/impressum/autoren?id=361">Björn Sievers</a> sein Befremden hinsichtlich mancher Formulierungen ( und den dahinterliegenden ? Konzepten ? ) aus :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8230; ich verstehe nicht, warum ausgerechnet ein Journalistenverband nach schärferen oder neuen Gesetzen ruft. Ich zitiere Ihr Statement:</p>
<p><em>Der Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.</em></p>
<p>Welche Gratiskultur meinen Sie ? Niemand, auch nicht Google, hat je einen Verlag oder andere Anbieter gezwungen, Inhalte kostenlos ins Netz zu stellen. Sollen nun Gesetze verbieten, dass zum Beispiel FOCUS Online sich entschieden hat, Journalismus durch Werbung zu finanzieren ? Oder sollen Gesetze verbieten, dass Blogger ihre Texte ins Netz stellen, ohne für den Abruf Gebühren zu verlangen ? Soll es etwa freien Journalisten (als Urheber) verboten werden, für Onlinemedien (und heute sind ja fast alle Medien auch online) zu arbeiten, wenn deren Inhalte für alle Internetnutzer (und Google) kostenlos abrufbar sind ? ( &#8230;. )<br />
In Ihrer Pressemitteilung heißt es weiter:</p>
<p><em>Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken überliessen</em>.</p>
<p>Auch dieses Argument verstehe ich nicht. Die Urheber sind die Journalisten, die ihre Werke in der Regel Verlagen zur Verwertung überlassen. Dafür schließen beide Seiten entsprechende Verträge. Die Verlage wiederum können entscheiden, zu welchen Konditionen sie Inhalte, für die sie die Verwertungsrechte haben, zugänglich machen. Stellen sie sie ins Internet, dann kann auch Google zugreifen, und zwar immer dann, wenn Verlag eben das gestatten (wie einfach Google und andere Suchmaschinen ausgeschlossen werden können, erklärt der Werbekonzern hier).</p>
<p>Google (und andere) indizieren die Inhalte (wofür sie kein Geld nehmen), diese stehen damit nicht mehr nur online, sondern sind auch zu finden (die Suche refinanziert Google über Werbung), was sich deutlich positiv auf die Abrufzahlen der Websites der Verlage auswirkt – und damit auch auf deren Werbeeinnahmen. (Dass sich im Netz Performance Marketing und damit vor allem Google AdSense als Werbeform durchgesetzt hat und das Displaygeschäft, das die Verlage vorwiegend betreiben, nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist nicht allein Schuld Verdienst es Suchkonzerns.)</p></blockquote>
<p>Letztlich hat nun auch die EU reagiert und ersucht die Verleger um deren Feedback zu Google Books &#8211; Grundlage für eine etwa intendierte politische Aktion ? ( <a href="http://www.gulli.com/news/google-books-eu-mischt-sich-2009-07-20/">gulli</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>MEDIEN</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism-1.png" alt="ART_serving_Capitalism" hspace="2" vspace="2" width="300" height="461" align="left" /></p>
<ul>
<li>
<div>Nein : Kein Wort hier über das miserable Abschneiden der neuen ZDF- Büchersendung &#8220;<em><a href="http://www.presseportal.de/pm/7840/1400634/zdf">Die Vorleser</a></em>“ : Mehr im <a href="http://www.literaturcafe.de/die-vorleser-im-zdf-fernsehkritik-zur-ersten-sendung/">Literatur- Café</a> und in der <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E60278FA740534E02B4EBDE19540C88BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">FAZ</a></div>
</li>
<li>
<div>In der TP ein bemerkenswerter &#8211; auch kritikabler &#8211; Artikel zur &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30582/1.html">Krise der publizistischen Repräsentation</a>&#8221; , wo Rudolf  Stumberger den Niedergang genuin journalistischer ( = &#8220;kritischer&#8221; ) Inhalte zugunsten von PR und Advertorials anprangert , dabei allerdings auch die ökonomische Aushöhlung der publzistischen Basis in seine Überlegungen miteinbezieht . Im Fokus der Jeremiade stehen jene</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8230; meist jüngeren und agilen Verlagsleiter, die genauso gut Waschmaschinen wie Zeitungen verkaufen. Nun ist es aber so, dass ein Zeitungsartikel keine Waschmaschine ist, worauf ja auch das Grundgesetz hinweist. Denn um auf die Selbstverständlichkeiten zurückzukommen, dazu gehört auch der unauflösliche Zusammenhang zwischen einer kritischen öffentlichen Meinung und der Demokratie. Letztere ist ohne Erstem nicht zu haben und umgekehrt. ( &#8230; ) Wie immer man auch den &#8220;kritischen Journalismus&#8221; der Vergangenheit – also in der Vor-&#8221;Content&#8221;-Zeit – beurteilen mag, der zeitgenössische Zustand des kritischen Journalismus ähnelt mehr denn je einem Patienten auf der Intensivstation. Sicherlich gibt es sie noch, die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen großer Zeitungen, Magazine und öffentlich-rechtlicher Sender, die Geschichten ausführlich recherchieren.  ( &#8230; )<br />
Anstatt wie früher das gehätschelte Lieblingskind des Arbeitmarktes zu sein, wird heute der Journalist zum beliebig auswechselbaren Content-Lieferanten degradiert. So wundert es wenig, dass angesichts wachsenden Arbeitsdruckes in den Redaktionen die für eigene Recherche aufgewendete Zeit schrumpft und ein kritische Prüfung von Sachverhalten teilweise gänzlich auf der Strecke bleibt. Und dies angesichts einer wachsenden Heers von Pressesprechern, Kommunikationsberatern, Marketingexperten und Öffentlichkeitsarbeitern, die alles daransetzen, ihre Botschaft beziehungsweise die Botschaft ihrer Brötchengeber in den Medien unter- und so an den Mann und die Frau zu bringen. (&#8230; )<br />
Wer nun glaubt, diese Lücke in der Recherche und bei der kritischen Hinterfragung von Botschaften werde von Freien Journalisten geschlossen, der irrt. Zwar gilt das selbe wie bei den festangestellten Kollegen – natürlich gibt es Beispiele von engagierten Journalismus &#8211; , doch die berufliche Realität der &#8220;Freien&#8221; ist wahrlich kein Humus, auf dem unabhängige Recherche und Meinung gedeihen könnten. Dafür sorgen alleine schon die nur erbärmlich zu nennenden Honorare, die auf dem &#8220;freien Markt&#8221; für Artikel gezahlt werden. Wer für einen Bericht von normaler Länge sich auch von renommierten Tageszeitungen (wie zum <strong>Beispiel der &#8220;Neuen Zürcher Zeitung&#8221;) mit 150 Euro abspeisen lassen muss</strong>, dem vergeht diese Art Journalismus ganz schnell, es sei denn, sie wird als Liebhaberei betrieben. Eine aufwendige mehrtätige Recherche im Ausland gar, mit Reise- und Unterkunftskosten neben den ohnehin anfallenden sonstigen betriebswirtschaftlichen Kosten wie Büromiete oder Sozialversicherung ist im Grunde für Freie ökonomisch über die Honorare kaum zu leisten.</p>
<p>So verwundert es nicht, dass zum Beispiel der Reisejournalismus nahezu zu 100 Prozent durch Agenturen, Fremdenverkehrsbüros oder Reiseunternehmen gesponsert wird. Und es wundert nicht, dass ein Großteil der vollberuflich tätigen freien Journalisten sich mit Aufträgen von Werbeagenturen, Unternehmen, Organisationen, Verbänden, Verlagen oder Parteien über Wasser hält – nicht ehrenrührig, aber eben auch kein kritischer Journalismus, sondern PR-Arbeit.  ( &#8230; ) Angesichts der globalen Finanzkrise von 2008 ist viel von Versagen die Rede: Die angebeteten Märkte haben versagt, die hochdotierten Manager haben versagt und die wortreichen Politiker haben versagt. Noch spricht man wenig vom Versagen des Journalismus, aber Fakt ist, dass die hochbezahlten und angeblich hochqualifizierten (Wirtschafts-)Redakteure der hochangesehenen Zeitungen zu großen Teilen die Sprechblasen von Wirtschaft und Politik übernommen haben, ohne wirklich auf einer kritischen Distanz zu beharren. Sie haben vielmehr ihren Löffel in den Einheitsbrei gesteckt und munter drauf los gerührt – ähnliches gilt im übrigen auch für &#8220;Hartz IV&#8221; oder den &#8220;Bologna-Prozess&#8221;, der die Hochschulen umkrempelt.</p>
<p>Das Problem dabei ist nicht, dass diese oder jene Zeitung nicht ihren wirtschaftsfreundlichen oder neoliberalen Kurs fahren dürfe. Nur besteht zwischen Propaganda und Journalismus ein Unterschied, der eben den Journalisten auch dann zu kritischer Distanz verpflichtet, wenn ihm eine Tendenz nahe steht. In diesem Sinne lässt sich für die vergangenen Jahre von einer Art ideologischer Gleichrichtung – man muss nicht gleich mit den Assoziationen der &#8220;Gleichschaltung&#8221; argumentieren – konstatieren, ein tiefes Tal des Mainstream, in dem sich von &#8220;Bild&#8221; bis &#8220;Spiegel&#8221; ungehindert der wirtschaftsideologische und sozialpolitische Einheitsbrei durch die Republik wälzte. Auf der Strecke blieb dabei eine differenzierte Medienlandschaft, die unterschiedlichen Standpunkten ein Sprachrohr bot und auf der Strecke blieb die Kritik an der Kritik des Sozialstaates, an der Kritik des angeblich gefährdeten Standortes Deutschland, an der Kritik der angeblich ausufernden sozialen Hängematte, etc. ( <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30582/1.html">TP</a> )</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>LITERATUR</strong></p>
<ul>
<li>Literatur als gigantischer Apparat der Langeweile : Gerrit Bartels regt im <em>Tagesspiegel</em> ein Nachdenken über die &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Literaturbetrieb;art138,2845393">Funktion der Langeweile in der Literatur</a> &#8221; an</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/friederike-mayroecker/">Friederike- Mayröcker</a>- Schwerpunkt während der <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1600">Salzkammergut Festwochen Gmunden</a> ( 19.7. &#8211; 23.8. ) . Die Arme , keine Ruh&#8217;</li>
<li>Neuer Literaturpreis der EU an <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/hochgattererbio.html">Paulus Hochgatterer</a> &amp; 10 weitere Autoren . Mit einem frisch etablierten geschaffenen <a href="http://www.euprizeliterature.eu/">EU- Literaturpreis</a> ( € 5.000.- ) soll die &#8220;Kreativität und den Reichtum der europäischen zeitgenössischen Literatur&#8221; propagiert werden . <a href="http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc627_de.htm">Hier die Liste</a> der elf Preisträger ( m | f ) , welche die Auszeichnung am 28. 9. zu Brüssel entgegennehmen . Note : es ist <em>kein</em> deutscher Autor ( m | f ) dabei</li>
<li>
<div>Rezension : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/">Monika Rinck</a> &#8211; &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/Hinweis%20:%20Vorabdruck%20aus%20Monika%20Rinck%20-%20Helle%20Verwirrung%20&amp;%20Rincks%20Ding-%20und%20Tierleben%20,%20Gedichte%20und%20Zeichnungen%20-%20kookbooks%20,%20m%C3%A4rz%202009%20(%20Graphische%20Gestaltung%20Andreas%20T%C3%B6pfer%20)">Helle Verwirrung . Rincks Ding- und Tierleben</a></em>&#8221; ( kookbooks ) &#8211; <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Monika-Rinck-Helle-Verwirrung;art138,2851146">Thomas Wegmann im <em>Tagesspiegel</em></a> über &#8220;Drahtseilakte&#8221; von Textgebilden abseits des traditionellen Lyrischen Ich</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>WEBLITERATUR </strong></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.gnudung.de/kram/sprache/palindrom.htm">Palindrome im Netz</a> ( thx to  <a href="http://log.netbib.de/archives/2009/06/29/uhu-sei-lieb-nebenbei-lies-uhu/">netbib werbllog</a> )</p>
<p>Es sind Oednisse.<br />
Geist ziert Leben, Mut hegt Siege, Beileid trägt belegbare Reue, Neid dient nie, nun eint Neid die Neuerer, abgelebt gärt die Liebe, Geist geht, umnebelt reizt Sieg.<br />
Madam I&#8217;m Adam</p></div>
</li>
<li>
<div>
<p><a href="http://anagramme.spieleck.de/app/">Falkensterns automatischer Anagramm -Generator</a> im Netz</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Anagrammsuche = Manch grausame<br />
Fahrstuhl = Stahl fuhr<br />
Fehlentscheidung = Chefstuhl neigend = Schuftigen Helden = Segen hilf dichten! = Stechfliegenhund = Schinden gefuehlt<br />
Eisbaer = Abreise<br />
Videokassette = Aktivstes Oede = Skodas Tee-Ei-TV<br />
Teilzeitarbeit = Beizeit Literat = Zeitteilbeirat<br />
Rentenreform = ferner Mentor<br />
amerikanisch = Irak Maschine<br />
Dieter Bohlen = Erhobt Leiden = Bloedenhirte</p></blockquote>
<ul dir="ltr">
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px"><a href="http://netpoetic.com/2009/07/writing-post-person-poetics-literacy-and-sustainability-in-the-age-of-disposable-discourse-by-kedrick-james/">Writing Post-Person : Poetics , Literacy and Sustainability in the Age of Disposable Discourse by Kedrick    James  ( netpoetic )</a></div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">Die angeblich junge &#8220;<a href="http://www.blogpiloten.de/2009/07/15/topliste-literatur-im-netz/">Topliste Literatur im Netz</a>&#8221; sieht ziemlich alt aus  ( blogpiloten )</div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">&#8220;<a href="http://www.goldmag.de/2009/07/schrumpfschreib/">Schrumpfschreib</a>&#8221; ( = twitlit ) à la Hemmingway ( &#8220;For sale: baby shoes, never worn.” ) und via Twitter ( goldmag )</div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">YouTube Book- Club &#8220;<em>Beyond Books</em>&#8221; für die Digital Natives ( <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/jul/17/itn-youtube-book-club">guardian</a> , <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=83473">persoenlich.ch</a> )</div>
</li>
</ul>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism-03.png" alt="ART serving Capitalism 03" hspace="2" vspace="2" width="300" height="461" align="left" /></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">Klarer Fall von <strong>&#8220;Amazonfail&#8221;</strong> &amp; Treppenwitz <strong>der Geschichte</strong> des Geschäftsmodells : Amazon <em>entzieht</em> seinen Kindle- E- Book- Kunden ausgerechnet <strong>George Orwells &#8220;1984&#8243;</strong> sowie &#8220;Animal Farm&#8221; praktisch über Nacht ( <a href="http://www.heise.de/newsticker/Amazon-loescht-gekaufte-Kindle-eBooks--/meldung/142186">heise</a> , <a href="http://yro.slashdot.org/article.pl?sid=09/07/17/2138213">shlashdot</a> , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/19/digitale-buecherverbrennung-und-feudalismus-bei-amazon.aspx">FAZ- Glosse Don Alphonso</a> ) . Das lässt sich natürlich kein  Kommentator entgehen :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>In an ironic twist, one of the titles in question was Orwell&#8217;s classic dystopian novel 1984 &#8211; the book that introduced the concept of Big Brother. The story, considered a modern classic, has become synonymous with political spin and remote surveillance &#8211; and many Kindle owners could not help but see the juxtaposition as amusing.   ( Bobbie Johnson , <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2009/jul/17/amazon-kindle-1984">Guardian</a> )</p>
<p>Offenbar handelte es sich um ein von Amazon selbst nicht zum Verkauf lizenziertes Piratenprodukt. So schnell kann die Beziehung zwischen Leser und Buch zwangsbeendet werden – und das ausgerechnet vom Vermittler. Man muss sich einmal vorstellen: Am Abend schläft man vielleicht noch selig über einem Werk ein, am nächsten Morgen ist es futsch, und statt des Buchs liegen ein paar Münzen im Regal. Im Kindle ist der Verlust umfassend, denn mit der Buchdatei verschwinden auch alle persönlichen Lesezeichen und Randnotizen – ab in die Versenkung des Gedächtnislochs, in dem bekanntlich schon vor sechzig Jahren bei Orwell alles landete, was den Großen Bruder bloßzustellen drohte. Dass ausgerechnet Orwells Werke gelöscht wurden und so die Risiken des „gläsernen Lesers“ entlarven, entbehrt nicht einer höheren Ironie, ( &#8230; ) .<br />
Anders als das bewährte Original kann man ein E-Book nach Lektüre weder verleihen noch verschenken oder verkaufen, ja, es ist nicht einmal Verlass darauf, dass es in einigen Tagen, Monaten oder Jahren überhaupt noch da ist. Dagegen hilft nur: sofort lesen. Denn so fix, wie Amazon löscht, kann man selbst schlechte Bücher nicht vergessen.   ( Felicitas von Lovenberg , <a href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E93202A6DB24F43FEAB1EE9B657B69487~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">FAZ</a> )</p>
<p>Peinliche Aktion von Amazon: Weil bestimmte Rechte fehlten, löschte der Online-Händler und Hersteller des Kindle heimlich ganze Bücher von den Lesegeräten der Kundschaft. Darunter war auch das Werk &#8220;1984&#8243; von George Orwell.</p>
<p>Mal angenommen, Sie kaufen ein Buch und merken beim Lesen, dass sagen wir mal ab Seite 56 nichts mehr drinsteht – weder Text noch Bilder. Dann wären Sie doch enttäuscht und würden sich vermutlich in der Buchhandlung, wo Sie das Buch gekauft haben und möglicherweise auch noch beim Verlag beschweren bzw. nachfragen, wie der Inhalt, der beim Kauf unzweifelhaft und einwandfrei vorhanden war, nun einfach verschwinden konnte. ( &#8230; )<br />
Auf Twitter schreibt Nutzerin Fiona Godsman: «Amazon räumt in einem mitternächtliche E-Überfall George Orwells Bücher von den Kindles ab. Wie Orwell wohl diese Ironie gefallen hätte?» Auch US-Datenschützer sind alarmiert und verweisen auf weitere E-Geräte, von denen Hersteller Inhalte löschen könnten: Die online-fähigen Spielkonsolen der dritten Generation, digitale Videorekorder und zahlreiche Smartphones wie etwa das iPhone. ( <a href="http://www.netzeitung.de/internet/computer/1409483.html">netzzeitung</a> )</p>
<p>Why 2024 Will Be Like Nineteen Eighty-Four &#8211; How Amazon&#8217;s remote deletion of e-books from the Kindle paves the way for book-banning&#8217;s digital future.<br />
Most of the e-books, videos, video games, and mobile apps that we buy these days day aren&#8217;t really ours. They come to us with digital strings that stretch back to a single decider—Amazon, Apple, Microsoft, or whomever else. Steve Jobs has confirmed that every iPhone routinely checks back with Apple to make sure the apps you&#8217;ve purchased are still kosher; Apple reserves the right to kill any app at any time for any reason. But why stop there? If Apple or Amazon can decide to delete stuff you&#8217;ve bought, then surely a court—or, to channel Orwell, perhaps even a totalitarian regime—could force them to do the same. Like a lot of others, I&#8217;ve predicted the Kindle is the future of publishing. Now we know what the future of book banning looks like, too. ( &#8230; )<br />
Amazon&#8217;s promise to do better next time is going to be pretty hard to keep. The company says it won&#8217;t delete any more books—but it hasn&#8217;t said what it will do when someone alleges that one of its titles is libelous or violates someone else&#8217;s copyright. This is bound to happen sooner or later, and the company might find itself deleting books once more. To solve this problem, what we really need are new laws.   ( Farhad Manjoo , <a href="http://www.slate.com/id/2223214/?from=rss">Slate</a> )</p>
<p><strong>Update</strong> &#8211; Bloggerin Madelaine Kane hat flugs einen Limerick über den &#8220;<a href="http://www.madkane.com/madness/2009/07/19/kindle-swindle/"><em>Kindle Swindle</em></a>&#8221; fabriziert ( <a href="http://www.boingboing.net/2009/07/20/amazons-orwellian-de.html">via</a> ) :</p>
<p>Have you noticed your e-book list dwindle ?<br />
You’re probably using a Kindle.<br />
A book that you bought<br />
Has turned into naught —<br />
Replaced with a refund. No swindle ?</p>
<p>Yet the seller invaded your house.<br />
And did it by clicking a mouse.<br />
Something’s there. Then it’s not.<br />
( An Orwellian plot ? )<br />
You’re surely entitled to grouse.</p>
<p>The fact that your money’s returned.<br />
Doesn’t mean that you haven’t been burned.<br />
Your privacy rights<br />
Are gone with those bytes.<br />
This vendor deserves to be spurned.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>DIGITALE INNOVATION</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/tinyurlcomviren/">taz warnt</a> vor URL- Shortenern wie tiny.url etc : Spam und Phishing als Schmuggelware</li>
<li>Holtzbrincks STEEREO <a href="http://steereo.de">steereo.de</a> oder doch lieber SoundCloud <a href="http://soundcloud.com">soundcloud.com</a> :</li>
</ul>
<blockquote><p>SoundCloud ( <a href="http://netzwertig.com/2008/07/10/musik-startup-soundcloud-der-neue-liebling-anspruchsvoller-musikfreunde/">netzwertig</a> )</p>
<p>Der Clou: für die Größe oder Länge der Datei gibt es keine Begrenzung! Unter dem Menüpunkt “Dashboard” &gt; “Dropbox” finden SoundCloud-Nutzer dann sämtliche für einen von anderen Personen hochgeladene Titel. ( &#8230; )  SoundCloud ist innovativ, international und verfügt über den notwendigen Coolness-Faktor, um in den nächsten Monaten im globalen Netz ordentlich für Furore zu sorgen.</p>
<p>Steereo ( <a href="http://netzwertig.com/2009/05/15/steereo-beta-phase-gestartet-erster-eindruck/">netzwertig</a> )</p>
<p>Im integrierten Downloadshop gibt es 1,5 Millionen MP3-Dateien (Qualität 192 bis 320 kbps) zum kostenpflichtigen Download. Kooperation mit 7digtal.</p>
<p>Insgesamt hinterlässt steereo, das vorerst nur für Nutzer in Deutschland zugänglich ist (Geotargeting über die IP-Adresse), einen positiven Eindruck. Nach und nach werden sicherlich einzelne Schwächen auftauchen, aber angesichts des Beta-Status ist dies verzeihlich. Meine initiales Fazit: steereo kann sich sehen lassen und hat durchaus Chancen, im deutschen Markt für Musikstreaming eine nennenswerte bzw. tonangebende Größe zu werden.</p>
<p>Steerio ( <a href="http://meedia.de/web-special/neue-sites/detailansicht/artikel/deu/steereo.html">meedia</a> )</p>
<p>Saubere Arbeit Holtzbrinck ! &#8230;<br />
Die Nutzer haben Zugriff auf einen gigantischen Katalog aller großen und vieler kleiner Labels und können diese Musik nach Belieben abspielen, zu Playlists zusammenstellen oder mit Freunden teilen. Die Klangqualität der Streams ist mit 128 Kilobit pro Sekunde ordentlich. Mit im Angebot sind zusätzliche Informationen zu den Künstlern, wie man es beispielsweise von Last.fm gewohnt ist: Biografien, Konzerttermine, ähnliche Musiker, Nutzerkommentare.</p>
<p>Man kann bei Steereo auch einkaufen: Musikdateien kann man Downloads via Steereo Shop, iTunes, Musicload oder Amazon kaufen, CDs bei eBay und JPC. Dazu gibt es Konzertkarten und diverse Merchandizing-Produkte. All das haben andere – wenn auch nicht in exakt derselben Kombination – bereits seit längerem. Trotzdem überzeugt das Gesamtkonzept, sowohl in funktionaler als auch ästhetischer Hinsicht. &#8230;.</p>
<p><em>Unsere Meinung : Der künftige Erfolg des Musikportals wird davon abhängen, ob die Anbindung an andere Holtzbrinck-Portale wie StudiVZ oder SchülerVZ gelingt.</em></p></blockquote>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>Neuer Google- Suchfilter : <a href="http://magazin.quillp.com/2009/07/11/neuer-google-suchfilter/">Nutzungsrechte von Bildern</a> ( quilip )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>BLOGISM</strong></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div><em>The Printed Blog</em> &#8211; Experiment mit Blog-Tageszeitung gescheitert &#8211; The Printed Blog wird aufgrund fehlender Investitionsgelder eingestellt &#8211; Trotz User-Generated Content war Produktion zu teuer  ( <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/07/goodbye-printed-blog">TechCrunch</a> ) &#8211; Im Eigenblog : <a href="http://blog.theprintedblog.com/?p=339">Announcement From The Founder</a></div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px"><a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3841-12-Blogthesen,-kommentiert.html">12 Blogthesen , kommentiert</a> ( Oliver Gassner )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>TWITTER</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-linkliste-22.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<ul>
<li>
<div>John Cleese at Twitter &#8211; <a href="http://twitter.com/JohnCleese">http://twitter.com/JohnCleese</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/07/13/zahl-der-aktiven-twitternutzer-legt-34-prozent-zu.aspx">Zahl der Twitterer in Deutschland legt um 34 Prozent zu</a> ( Holger Schmidt , FAZ )</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Nach Angaben von Nielsen haben schon im Mai 1,4 Millionen Menschen in Deutschland die Seite Twitter.com besucht, ohne allerdings aktiv zu twittern. Täglich greifen etwa 40.000 Menschen in Deutschland auf Twitter.com zu. Dazu passt die Messung, dass 10 Prozent aller deutschen Accounts 61 Prozent der Tweets generieren. Das Gros der Tweets stammt also von wenigen Nutzern, während immer mehr Menschen Twitter also als Informationskanal betrachten, ohne selbst aktiv zu werden. Die Zahl der &#8220;stummen Zuhörer&#8221; scheint schneller zu wachsen wie die Zahl der aktiven Nutzer, wie auch das größer werdende Verhältnis zwischen Seitenaufrufen und Nutzern zeigt. Twitter scheint also auf dem Weg zu einem Broadcasting-Tool zu werden und weniger als Kommunikationsinstrument genutzt zu werden.rgleich zu den anderen sozialen Medien ist Twitter zumindest in Deutschland noch klein. Nach Messungen von Fittkau &amp; Maaß nutzen nur 5,5 Prozent der Deutschen Twitter aktiv, also mindestens einmal im Monat.</p>
<p>Noch immer kommt das Gros der Twitterer aus den Branchen IT, Medien, Verlag, Unterhaltung und Internet, während Handel und Industrie deutlich unterrepräsentiert sind. Allerdings schwappt die Twitter-Welle gerade auch in die anderen Branchen über. Zum Beispiel sind Finanzdienstleistung und Bildung/Wissenschaft/Forschung auf Twitter schon ähnlich aktiv wie im Netz insgesamt.</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>Netzzeitung : <a href="http://www.netzeitung.de/internet/internet/1402959.html">Mikroblogs ohne aktive Nutzer &#8211; Twitter und Co. masslos überschätzt</a></div>
</li>
<li>
<div>persoenlich.com &#8211; <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=83372">Twitter ist kleiner Spatz im Web 2.0 : Mikro-Blog lässt die breite Masse kalt</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>ZITIERT</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/330739/">Krimi-Leser haben ein Recht auf Unterhaltung</a>&#8221; &#8211; <em>doch wohl nicht gar ein &#8220;Menschenrecht ?!</em> &#8211; &#8220;KrimiWelt&#8221;- Juror Volker Albers über seine Favoriten ( bb )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>KLANGAPPARAT</strong></p>
<p align="right">Nach langem wieder mal ein Mix- Podcast des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags <a href="http://www.xlr8r.com/magazine/archives.php?offset=0">XLR8R</a> ( sprich “Accelerator” ) . Diesmal ein gut durchwachsenes Digestium durch die angewandten <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-hoerempfehlung-173.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Musikalien des kanadischen <a href="http://www.mutek.org/">MUTEK</a>- Festivals , sorglich auf eine Stunde und sieben Minuten angerichtet von DJ und Producer <a href="http://www.myspace.com/bleuchut">Michel Pontbriand</a> .</p>
<p align="right">Aus der Playliste : Eine Carl Craig Remix , Moderat , Jahcoozi , Modern Deep Left Quartet , Beat Pharmacy , Sideshow , Digital Mystikz , Thomas Fehlmann mit seiner inzwischen kultigen &#8220;Bienenkonigin&#8221; &amp;ct &amp;ct</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2009/05/mutek-10-michel-pontbriand">LINK TO SEE PLAYLIST AND TO LISTEN</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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