Tag Archive for 'feedback'

Heisse ( n ) Dank -



||| BADE HEISS | LOVE’s LABOUR 01 | LOVE’s LABOUR 02 | KLANGAPPARAT

Da das Offline- dem Online- Leben in vielen Kategorien masslos hinterher hinkt und schnöde Leiblichkeiten sich dem besten Willen semi- fiktiver Schreibkräfte heftig in den Weg werfen , muss akut leider den Grillen der Grippe nachgegeben werden . |||

Bade heiss

Zwei bis drei LOVE’s LABOURS sind allerdings dringend anzubringen , bevor Geist und “Leiberl” ( Elfriede Gerstl ) hinsinken und im heiss- heilenden Bade erweichen . |||

LOVE’s LABOUR 01

Die lieblich- sympathisierenden Worte sind - dessen seien deren Urhebern nach Kräften versichert - keine VERGEBLICHE LIEBESMÜH’ . Sie stammen bezeichnender Weise ausschliesslich von Co- Bloggern ( wie Rüdiger @ News Headquarter , Pete @ Kakanien Senior Ed. , AFi @ Wort- & Sinngleiche & Birma News Utd. , Olivier @ Bloguer , kap @ adaequat , Uwe @ shortlist ) , denen die regelmässige Selbstbezwingung im Ringen um Wort , Topic , Form so unwohl wie wohlvertraut ist . Dem Longtail des ungefragt unremunerierten “Schmierfinkens” (( frei nach der Anfang November von Michael Konken , Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten Verbandes , gehaltenen Rede )) gibt jedes Feedback den erquickenden Kick . |||

LOVE’s LABOUR 02

Selbstverständlich werden wir die Bilanzen des vergangenen Jahres in die Tasten klappern . User- und Zugriff- Zahlen , Traffic- Ziffern , Countries , most pop search terms & and erfolgreichste Topics . Den kühlen Kopf dafür müssen wir aber erst wieder kriegen : Dann kriegt Ihr’s : FireStats auf Weiss , heisse Kurven kommen als Xtra- Bonus hinzu . |||

KLANGAPPARAT

Der heutige Klangapparat mag als “LOVE’s LABOUR 03″ hingehen , ist selbiger doch von feinster Natur Kunst . Irren wir nicht fiebrig , so war das pflegliche ( Net- ) Label Clear Cut Records an dieser Stelle bereits zu Gast . Mit der Netrelease 009 ist ein veritables Electronika- Meisterwerk ( und das in voller LP- Länge ) anzuzeigen : Die Zuspielung erfolgt aus Stockholm , czz hörempfehlung wo Tobias Lilliehorn die Skalen seiner Spuren in so dichte Schleifen und Schlingen legt , dass sich daraus suggestive Klangskulpturen und imaginäre Landschaften entwickeln . Scheinbar einfache Patterns beleben sich in anliegenden und abebbenden Dynamiken , Schüben von gains und attacks . Man darf dieses Album gerne bei dessen Titelwort COMMUTER nennen und nehmen : In Aufsicht auf eine durchurbanisierte Welt ziehen die Waggonschlangen vielzähliger Züge ihre vorgezeichneten Bahnen , ständiges Streaming auf Autobahnen , Zubringern , COMMUTER- Wegen . Random Patterns der in den integralen Flow eingehenden Einzelbewegungen : Regel und / oder Abweichung , Genie und / oder Genre , der Beat of Life in staunenswert fremdbekannten Formen … - Lilliehorns Kreationen wären am ehesten als “bionisch” aufzufassen , ergo Nomisch : hoch elegant ! CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. mahonia | 02. sweat | 03. elements | 04. messages | 05. lilly | 06. people | 07. the sun | 08. dahlia ( in bloom ) | 09. visco city |||

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HIS MAJESTY THE EGO @ Ego Google



[ = Gemeinplätze , Commonplaces der Blogosphäre 02 ]

||| GOOGLE YOURSELF | U.S. - STUDIE | NETZHYGIENE … | … VS NARZISSMUS | SCREEN ALS SPIEGEL | FEEDBACK | BLICK AM TICKER | HYBRID- UND KUNSTFIGUR | KLANGAPPARAT : WHODUNIT ? | LINKS

czz frage antwort sprechblasen iconWenn ein sogenanntes “Thema” durch das OFFLINE- Presse- Wesen geht , bleiben den Kommentatoren immerhin einige Stunden , um das andernorts Ausgespähte für’s eine Blatt hinreichend zu reflektieren , um der Sache einen ( der Distinktion des Mediums förderlichen ) frischen Twist zu geben .

In der schönen weiten ONLINE- Welt ist die Reiz- Reaktions- Spanne wesentlich geringer - - vorausgesetzt freilich , man zählt zu den Bloggern und Selbstvermarktern , die ganz vorne mit dabei sein wollen : Sei’s auf der Achse der Zeit oder in der Kategorie des Impact Faktors .

GOOGLE YOURSELF

czz frage antwort sprechblasen iconNun gab es während der vergangenen Tage eine sonderbare Ballung um das Topic des Vanity- Search oder Ego- Googlen ( Googling Oneself ) . Die Studie Digital Footprints des Pew Internet & American Life Project belegt , dass rund 50 % der U. S.- User mindestens einmal im Leben den eigenen Namen in das Suchfeld einer Search Engine ( oft Google ) eintipppen > ENTER > there we go : Und mit ein paar Clicks und Blicken kann man - freilich oft mit Erstaunen - betrachten , in welchen Zusammenhängen man out there auftaucht .

U.S. - STUDIE

czz frage antwort sprechblasen iconBenedikt Köhler resümiert ( @ Viralmythen ) die Studienergebnisse wie folgt ,

dass fast die Hälfte der US-amerikanischen Internetsurfer schon einmal ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine eingegeben haben. Aber nur ein geringer Teil (3 Prozent) der “Selbst-Sucher” tut dies auch regelmäßig. Die Mehrzahl der Nutzer (60 Prozent) sehen es nicht als Problem, dass Informationen über sie im Internet abrufbar sind und nur 38 Prozent planen, die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz zu reduzieren. Was auch interessant ist: Nur 11 Prozent sagen, dass der größte Teil der online gefundenen Informationen über sie nicht der Wahrheit entspricht – 2002 waren es noch 19 Prozent. Möglicherweise führt die zunehmende Selbstdarstellung im Netz über soziale Netzwerke und Weblogs (die bei vielen Suchmaschinen weit oben landen) dazu, dass mehr Informationen zu finden sind, die man selbst ins Netz gestellt hat. Oder aber: die Kritikfähigkeit der “Selbst-Sucher2 hat abgenommen.

NETZHYGIENE …

czz frage antwort sprechblasen iconNun haben uns allerlei Datenschützer , Journalisten und Job- Blogger alle Nase lang die Notwendigkeit von Daten- und Netzhygiene gepredigt , Firmen wie ReputationDefender oder International Reputation Management versprechen gegen gutes Geld eine www- Image- Bereinigung : dies alles aber meist im Kontext der zunehmenden Netz- Checks möglicher Arbeitgeber oder Vertragskontrahenten .

Was bitte möge an dieser Form der Selbst- Evaluierung das Bemerkenswerte sein ? - Abgesehen von der Tatsache , dass jetzt Raten , Prozente diese weit verbreitete Praxis numerisch dokumentieren , stellt die Google- Search nach dem eigenem Namen einen völlig alltäglichen Vorgang des Benchmarking dar . Dass sich “His Majesty the Ego” ( Sigmund Freud ) im Spiegel des Screens narzisstisch kitzeln kassen will , bleibt nicht dem OFFLINE- Kosmos vorhbehalten .

… VS NARZISSMUS

czz frage antwort sprechblasen iconWelcher Studierende , der nach Abgabe der Pflichtexemplare seiner Dissertation nicht sofort zum Katalog der Universitäts- , Instituts- oder Nationalbibliothek eilte , um Eigennamen und Eigenwerk dort rubriziert zu sehen ? - Welchen ( tja , sechsstelligen ) Rang hat mein neues Buch @ Amazon ? - Und ist mein Sprössliing im Programm des Kinderchor- Konzerts auch wirklich und schön namentlich aufgeführt ?

SCREEN ALS SPIEGEL

czz frage antwort sprechblasen iconMit Jacques Lacan formuliert , schlägt das frühkindliche Spiegelstadium im langen Laufe unsere Lebens immer wieder zu . Erst , wenn wir im Spiegel überprüfen , wie sich unsere Aussensicht ( höchstwahrscheinlich ) den echtweltlichen Sozialpartnern präsentiert , können und wollen wir als distinktes Individuum agieren . Freilich gelangen wir nie an jene primäre Spiegelszene zurück , in welcher die Mutter dem Kind beim gemeinsamen Blick jene dort sichtbare Gestalt als dessen ICH deklariert . Erst im Kontaktschluss von Innensicht und Aussen- Aussehen entsteht das Individuum .

FEEDBACK

czz frage antwort sprechblasen iconGleichwohl bleibt diese ursprüngliche Fontanelle oder gap zwischen dem , wie ich aus meinen Augen heraus sehe und dem Konterfei , welches mir mein Spiegel präsentiert , verletzlich . Man muss nicht gleich ins Extrem der neuronal , traumatisch oder durch Drogen ausgelösten Ich- Dissoziation gehen , um den ständigen Bedarf an Rückbestätigung und externem Feedbacks entlang unseres lebenslangen Wandlungsweges ( z. b. Altern ) als systembedingt anzusehen .

BLICK AM TICKER

czz frage antwort sprechblasen iconWarum das Nachschlagen des eigenen Namens , eigener Werke und Kontexte jetzt das ganz ANDERE und Web- Spezifische sein soll , ist nicht nachvollziehbar . Umso bemerkenswerter müssen die von etlichen Bloggern brav abgeschriebenen Befunde erscheinen , als doch just das Medium “Blog” seinen Betreiber ( = vulgo Schreiber ) gewissermassen stündlich und minütlich mit Klick- Raten , Rankings und Kommentaren ebenso wie durch Blog- Reactions und Incoming Links konfrontiert . So what ?

HYBRID- UND KUNSTFIGUR

czz frage antwort sprechblasen iconAls dialektischer Seitenpfad bietet sich der Umstand an , dass viele Blogger und Forum- Kommentatoren sowieso unter identitätsverschleiernden Nicknames agieren , beziehungsweise für ihre Online- Showbox eine aus Stilisierung , Dichtung und Wahrheit hybrid gemixte Kunstfigur generieren . Don Alphonso hatte diese - für jeden professionellen Publizisten alltägliche - Binsenweisheit im Rahmen der ZKM- Tagung WEBLOGS, PODCASTING & VIDEOJOURNALISMUS : Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen mit grossem Effekt präsentiert . So what ?

“Übereinstimungen mit realen Individuen sind in keiner Weise beabsichtigt und nur zufällig” : “Mashup” heisst das im laufenden Business der Datenmischung . Unvermeidlich muss da jetzt das berühmte Rimbaud- Diktum “Je est un autre” folgen . So what ?

KLANGAPPARAT : WHODUNIT ?

Mit Rollen , Sprechfiguren und der medialen Reduzierung einer Person auf eine Funktion , Position oder ein abrufbares Statement , beschäftigt sich auch der gestern hier unter dem Namen “NORMAN FAIRBANKS” vorgestellte Audio- Artist . Wer ein bisschen weiter in seine markant czz hörempfehlunggestalteten Seiten hinein liest , wird finden , dass “FAIRBANKS” selbst ein “fictitious character” ist . Es sind via Medien ins Fiktive transformierte Redefiguren , welche die linguistische Footage abgeben für “FAIRBANKS’ grandios durchkomponierte Suiten . czz hat mit dem Musiker ( selbiger weiterhin in der Rolle des “NORMAN FAIRBANKS” ) einen kleinen E- Briefwechsel über die konzeptuellen Grundlagen seiner Sprach | Soundarbeit geführt . Bevor wir Part 2 des Zyklus ONE AMERICAN SECOND in voller Länge von 54 Minuten präsentieren , zitieren wir aus “FAIRBANKS” Selbstauskunft , welche die Methode der Dekontextualisierung ( vulgo Cut- up ) und Zusammenhangsverfremdung aufs Trefflichste formuliert :

 

Well actually my piece is just a pure sound patchwork without any relevant ( political ) context - so it could basically fit to many angles or points of view . In the moment I take samples out of there original context they get a different meaning and their contents may vary depending on the new environment I put them in . The American language is an ideal playground for this but you could easily redo this idea in any other language or any other territory - it is repeating in itself . Maybe America just works better because their media is so much more omnipresent than any other media from any other country on this planet .

Dem Charisma der VOX HUMANA sozusagen anthropologisch konstant verfallen , werden wir beim Hören von gesprochener Sprache nie umhin können , gewisse Meanings und Assoziationen zu generieren . Jede Hörerin , each Listener kreiert sich hörend sein höchst eigenes Stück . [ Klammer für Making- Of- Freaks : Die Sache mit dem Tenori- On . ]

TAKE YOUR TIME and CLICK TRACK TO LISTEN : ONE AMERICAN SECOND , PART 2 : RADIO K.A.O.S. ( 54:12 ) |||

LINKS

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Daniel Wisser im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| STUDIO- SESSION : MAJOR TOM | LITERATUR ALS RADIOKUNST | ANDERE LEKTÜREN | RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ? | FALSCHE FRAGEN | NÖTIGE KLARSTELLUNG | ANTI ROMANTK | DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG | HOLOPHONE | KOOPERATION ( STEREO ) | WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ? | KLANGAPPARAT Hörproben EWHO | LINKS ( MONO )

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STUDIO- SESSION : MAJOR TOM

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Wesentlich anders als in einem Space Shuttle geht es in einem Hörspielstudio wohl nicht zu : Drei Tage lang drängt man sich in einem unterirdischen Welt- Abseits zusammen . U- Boot . Raumschiff . Immerhin bieten die beiden Sprecherräume links und rechts von der Kontrollzentrale ( sprich “Regieplatz” ) einige Bewegungsfreiheit . Sprech- und Laufställe , die der rezente LITERATUR ALS RADIOKUNST- Kandidat DANIEL WISSER weidlich für seine oratorischen Zwecke zu nutzen verstand . |||

LITERATUR ALS RADIOKUNST

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Wer’s noch nicht weiss , bzw. , wer dem auf das Projekt LITEATUR ALS RADIOKUNST weisenden Link in unserer Blogroll noch nicht nachgegangen sein sollte : Seit 1999 produzieren wir diese Reihe unter Dach und Fach des ORF KUNSTRADIO - jener Sendung , die nach Kräften im öffentlich- rechtlichen Rundfunk die Agenda experimenteller Künstlerproduktionen gegen Moden- und Quoten- Druck verteidigt . Da darf auch der Pegel mal über dem sonst Erlaubten liegen , da ist auch der mögliche Raum des Schweigens weiter , bevor die Hauptabwicklung das automatische Pannen- und Pausengedudel loslässt . |||

ANDERE LEKTÜREN

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Der Fokus auf LITERATUR mag zwar bedeuten , dass wir als Produzierende grundsätzlich Text- Sprachschöpfende einladen , doch darf ( deswegen sind , bleiben und gelten wir ja weiterhin als sog. “experimentell” ) im Zuge des Vortrags und bei der Bearbeitung die plane Textverständlichkeit durchaus korrodieren .

Gerade und bieder “herunter”- gelesene Texte bieten die üblichen Literaturformate hinlänglich - gar nicht zu reden von den Tausenden Hörbüchern , die ( mal auf exzellentem , mal unter jedem Niveau ) Werke im Take- Away-Format ( nicht selten auch zu entsprechenden Preisen ) anbieten . |||

RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ?

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Was ist dann überhaupt noch der Unterschied zwischen einer radiophonen und einer Hörbuchproduktion ? - Beide werden in einem Studio geboren , oft unter Geburtshilfe of the Author’s ‘ Voice - beide sickern dann irgendwo und -wann einmal aus Lautsprechern . Sei’s Allzeit- Bereit beim Bügeln, im Kraftfahrzeug oder aus den i- Pod- Ohrpfropfen , sei es zu festgesetzter Stundes aus dem Radioapparat . Allerdings überbieten die Sender einander derzeit mit Stream- und podcast- Angeboten , so dass der Aspekt der ECHTZEIT einer Radioübertragung tatsächlich aus Bewusstsein und Aufmerksamkeit schwindet . ( Kategorie “Untergang des Abendlandes” , vol. 765 ) |||

FALSCHE FRAGEN

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So hat ein Jungredakteur eines Österreichischen “Feuilletons” das Prinzip der Autoren- Produktionen @ LITERATUR ALS RADIOKUNST einst auf den Punkt des grössten anzunehmenden Irrtums gebracht : Die Schriftsteller sässen eh fortwährend in ihrer einsamen Klause und seien glücklich , sich drei Tage lang in einem “echten” Radio- Studio austoben zu dürfen und schliesslich als Resultat sogar die auf CD gebrannte Aufnahme nach hause nehmen zu dürfen . Hörbuch im DIYS- Verfahren . |||

NÖTIGE KLARSTELLUNG

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An dieser Darstellung ist so ziemlich jede einzelne Silbe falsch . Den angewandten Gegenbeweis lieferte der Musiker und Schriftsteller DANIEL WISSER anlässlich unserer jüngsten Produktion . Zugegeben , wir benötigen solche Trägermedien : CDs , DATs , heute Audio- DVDs oder externe Festplatten . So sichern wir die volatilen Daten , sorgen für deren Archivierung , Weitergabe und Bestand . - Freilich ist mit der Produktion in 5.1 Surround- Sound seit nunmehr drei Jahren die Menge der Daten explodiert : Entsprechend aufwändiger wurde deren Bearbeitung , Sendung ( via Sat ) und Archivierung . In drei Formen der Darreichung tritt sie nun auf , diese LITERATUR ALS RADIOKUNST .

  • ON AIR : In Form der LIVE- Ausstrahlung in 5.1. via OE1DD , gleichzeitig in der ( nahezu ) simultan auf Stereo “heruntergerechneten” FM- Sendung [ reizvoll : die kleine Zeitverzögerung ! ] .
  • ON SITE : Via MP3 auf der entsprechenden LARK- Webseite .
  • TO GO : Erstellen wir selbstverständlich auch Kopien auf Datenträgern . Audio- CDs für die Stereo- , bzw. Audio- DVDs für die 5.1.- Version . Solcherart lassen sich die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion auch an anderen Orten und zu anderen Zeit aufführen . Hier läge ein WÜNSCH- DIR- WAS seitens der Kuratorin : Wenige Künstlerinnen und Künstler haben bisher die Möglichkeit genutzt , ihre LARK- Produktion als Zuspielung bei einer “Live- Lesung” zu verwenden . - Soweit uns bekannt ist , hat Franz Mon einmal “live” zum surround abgespielten Tondokument improvisiert . In dieser Hinsicht auf die konkrete AUFFÜHRUNG eines Radiokunst- Stückes gäbe es schöne und noch ungenützte Möglichkeiten : Einmal abgeschlossen , abgespeichert , gesendet , muss so ein Werk nicht zwingend “still stehen” . Es könnte weiter wachsen in Phasen und Transformationen , in neuen Räumen , dem Leben nach . |||

WISSERS WISSEN

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Nach den Produktionen mit Anja Ulter , Ann Cotten und Ulrich Schlotman hatten wir jetzt den Wiener Musiker , Verleger ( Der Pudel ) und Schriftsteller zu Gast und man wird nicht gerade behaupten dürfen , dass dieser Studio- erfahrene Mann nicht weidlich genutzt hätte , was Küche und Keller zu bieten haben . Vom schalltoten Sprecherraum bis hin zum grossen Hörspielsaal bleibt kein Klangraum ungenutzt . Mittels statischem Mic , mobilem Reportermikrophon ( Rückkopplungen nahe der Lautsprecher des Regie- Raums ) sowie dem Handy als einem praktikablen Instrument zur Echtzeit- Kompression von Stimme : Für eine monologisch dargebrachte tragisch- vergebliche Liebe zu einer Postsparkassen- Angestellten ein nachgerade ideales Instrumentarium . |||

ANTI ROMANTK

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Niemand beginnt am Anfang. Denn woher wüsste man,
dass es ein Anfang ist, wenn man nicht bereits die Mitte kennen würde?
Also beginnt man in der Mitte.
Anstatt am Anfang von Etwas,
beginnt man in der Mitte von Nichts.
Das ist gut. ( Daniel Wisser : Die Tür )

Wer Wisser für einen ramponierten Romantiker halten würde und seine Poesie für schaumgeborene Capuccino- Tristezza , der liegt nämlich ganz schön quer . Seit 1994 sind die Gebrüder Wisser ( Florian , Daniel ) , Thomas Pfeffer und Jürgen Plank in der Formation des ERSTEN WIENER HEIMORGELORCHESTRS ( EWHO ) zugange und haben sich auf den Tasten dieser zu Unrecht belächelten Floccati- Wohnzimmerbeschallungsapparate unbestrittenen Kultstatus erspielt . Zu hören und sehen ist das EWHO übrigens noch am 6. Dezember im Zuge der vorläufig letzten Aufführung von Peter Handkes Untertagsblues , wo das orgelnde Konsortium dem - die alte Publikumsbeschimpfung aufleben lassenden - Philipp Hochmair ungerührt Akkorde zu- und an diesem vorbei spielt .

Unser Mann im Studio verfügt demnach nicht nur über exzellenten Takt , sondern auch über eine phänomenale Stimme , deren obenhin austriakischer Duktus sich in überraschende Körnigkeiten aufzureiben vermag . Einmal wieder erweist sich die Chance und das eminente Glück - wie bei Ulrich Schlotmann ( bei welchem man bereits beim ersten Satz durch das Mic schier “niederknieen” möchte ) - einen solchen Autor im Studio zu “haben” . Was hier und unter diesen konzentrierten Bedingungen entsteht - ist in keiner Weise mit einer Live- Performance , einer üblichen Autorenlesung oder gar dem “einfühlenden” Herunternudeln eines Textes durch Schauspieler zu vergleichen .

Da wir nun einmal fünf ( plus einen Bass- Effekt- ) Kanal zur Verfügung haben , können wir die Stimme schön im Raum verteilen : Front Center für “gerade Erzählung” , Doppelung und simultan gegenläufige Drehung der Stimmspur über die fünf Kanäle , Halbsatz- Dialoge Mitte rechts - Mitte links ( “Wie Ohrfeigen” ) und - ach ja , dann gab es auch noch unseren schönen neuen “Alien” . |||

DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG

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Zum Ausprobieren des niegelnagelneuen Superstars unter den statischen 5.1.- ( bis 7.1. möglichen ) Mikrophonen gab es etliche Rundtänze um diesen zentral- positionierten “Seehundkopf” aufzuführen . Normalerweise postiert man ja sechs Einzel- Mono- Mics ausserhalb der Szene : Quasi in naturalistischer Abbildung | Analogie zur Klangwiedergabe , deren Lautsprecher meistens dezentral ( “surround” ) positioniert sind . Obwohl die Aufnahme also im Kreisinneren erfolgt , ertönte das Ergebnis wiederum in der Aussenzone . Experimente mit zentrisch positionierten Boxen böten sich ebenso an wie die Ausnützung der Tatsache , dass grosse Rundumräume keiner weit gesteckten Mikrophonierung mehr bedürfen …. Funktion eventuell noch am ehesten mit dem KUNSTKOPF zu vergleichen , welcher mittlerweile aus der Mode gekommen scheint ( wir vermuten mal : wegen dessen weitgehend “naturalistischem” und damit rasch reizlos werdenden Gebrauch ) . |||

HOLOPHONE

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Interessant beim Herumspielen mit dem HOLOPHONE war die Beobachtung , dass das Gerät den direkten Schalleinfall geringer verstärkt als Hinter- bzw. Nebengrundgeräusche ; man erinnere sich an das Handy , welches jeden vorbeifahrenden Lastwagen dem Nah- Sprech bei weitem vorzieht . D .h . , ferne im Raum aufgenommenes Stimmengewirr , Schritte , ja sogar das Rascheln der Kleider wurden von HOLOPHONE weit eindringlicher übertragen als jede Mund- zu- Mund- Beatmung . Wie weit sich dieser Gain noch regulieren lässt : Dies müssen wir ein ander Mal ausprobieren . |||

KOOPERATION ( STEREO )

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Feed und Feedback . Notwendige Momente völliger Kopf- und Ohrenlähmung . Stippvisiten , Überfälle : Kuratoren , Kollegen , Kiebitze . “Wohlmeinende” Ratschläge , ungefragt : Ohne Willen zur Kooperation , ohne die Fähigkeit , den Anregungen Anderer zuzuhören und ohne die Souplesse , auch mal eine vermeintlich “suprige Idee” einfach fahren zu lassen , wäre eine solche Produktion undenkbar .

Hier : Wissers “Vorwissen” , sein aus Fragilem und schwer lotbarem Trivialen eigentümlich gewebter Text , seine Bereitschaft , bei unzähligen Neu- und Wiederaufnahmen mit seiner Stimme nicht zu geizen . Dort : Die tonmeisterliche Kundigkeit , Geduld und Experimentierfreude unserer Soundmasterin Anna Kuncio .

So ( sagen wir mal als Kuratorin und Producerin selbstredend befangen ) könnte sendefähige Literatur möglich gemacht werden , welche vielleicht den Tag überdauert . Oder die 14:40 Minuten ihrer Ausstrahlung via FM ( stereo ) und Sat ( 5.1.) . Die genauen Daten folgen . |||

WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ?

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Dass eine so aufwändige Produktion Geld kostet , ca se va en soi . Derweil geniessen wir für unser - mit 2008 ins neunte Produktionsjahr gehendes - Projekt Unterstützung seitens des ORF , der ( GAV ) Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ( Honorare ) sowie von Seiten des Literarischen Quartiers Alte Schmiede , wo wir am 6. März alle vier Produktionen des Jahres 2007 in Anwesenheit ihrer Kreatoren präsentieren dürfen . Selbstverständlich rundum beschallt - per eigens vom ORF herbei geschaffter 5.1- Apparatur .

Aber wie lange noch ? - Wäre man paranoid veranlagt , könnte man Indizien zunehmender Lustlosigkeit der fördernden Instanzen bemerken . Aber da wir ja glücklich frei sind von jedweder Anwandlung dieser Art , basteln wir bereits munter an der Künstler- und Playlist für’s kommende Jahr . Antragsformular nicht vergessen ! |||

KLANGAPPARAT

Hörproben ERSTES WIENER HEIMORGEL ORCHESTER

czz hörempfehlungAUTO PLAY CD ( plagdichnicht 2005 ) :

01. anton ( excerpt ) | 02. oliven und schafkäse ( excerpt )| 03. mit den dritten fall ( excerpt ) |||

LINKS ( MONO )

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