||| IN|AD|AE|QU|ATs “15 SECONDS” | PROESSE UND WEGE | “BACKTRACK” BEI BASLER SCHOKOLADEN | “BACKTRACK” BEI BLOGS | POINT OF DEPART | EIN CONTENT GEHT AUF REISEN | RIVVA : MAP OF INFLUENCE | FAZIT | KLANGAPPARAT
IN|AD|AE|QU|ATs “15 SECONDS”
Klar , dass man sich freut , wenn man mal in|ad|ae|qu|at seine “15 Minuten” hat . Wenn ein paar Notate eines nicht sonderlich um Aufmerksamkeits- Keilung bemühten Nischenblogs wie dem hier offen liegenden für einmal “die Runde” macht , mag dieser Umstand kurzfristig ein paar narzisstische Nerven streicheln , doch ist dies einerseits private Nebensache und anderseits keinerlei Garantie für irgendetwas . Der Zirkus der Online- Aufmerksamkeit zieht noch viel rascher weiter als dessen Pendants draussen im “Offline”- vulgo “Echtleben” . Will meinen : Im Kontext von Online und Blogs reduzieren sich die berühmten Ruhmesminuten im Grunde auf Sekunden . |||
PROESSE UND WEGE
Das wirklich Interessante dabei ist - und deshalb dokumentieren wir hier die Angelegenheit - , dass sich aufgrund des speziellen Setups von Blogs im Netz die Prozesse des Weiterreichens einer identifizierbaren Informationseinheit sichtbar dokumentieren .
Wenn wir im “Echtleben” etwas Gelesenes empfehlend gegenüber Person A erwähnen , diese das dann an Person B weitererzählt , welche ihrerseits Person C einen Lektüretipp gibt , mag dies zwar im schlimmsten Fall zum Informationsschwund à la “stille Post” geraten , bleibt aber auch bei vollständiger Übermittlung der Information stets eines : Nämlich unsichtbar . |||
“BACKTRACK” BEI BASLER SCHOKOLADEN
Gleiches gilt für das Weiterschenken von Pralinen , die im manchen Fällen auf dem Gabentisch des ursprünglichen Käufers und Schenkenden landen . Dass dies nicht nur ein klassischer Witz à la Loriot ist , sondern tatsächlich geschieht , können wir aus dem Nähkästchen einer Schweizer Kollegin erzählen . Denn die teuren “Truffes” eines noblen Basler Chocolatiers kamen ihr - “von guten Freunden” überreicht - doch irgendwie bekannt vor . Die Dame begab sich also flugs zum betreffenden Confiseur , um dem “coprpus delicti” auf dessen Alter zu fühlen . Und es stellte sich prompt heraus , dass die Schokoladenkünstler die Rezepte ihrer “Truffes” in jeder Saison leicht verändern . Womit sich das fast schon ungeniessbare Alter der vorgelegten Proben genau zurückverfolgen ( “backtracken” ) liess . Sich der Verdacht also vollinhaltlich bestätigte , dass die edle Schokoladengabe tatsächlich einmal rundum gereicht wurde , so dass sie Jahre später tatsächlich wieder beim urspünglichen Sender eingelangt war . |||
“BACKTRACK” BEI BLOGS
Genau dieses “backtracken” ( Rückverfolgen ) von Nachrichten wird im Kosmos der Blogs nicht nur gestattet , sondern regelrecht kultiviert : Künftige Provenienzforscher mögen also relativ unproblematisch die Wege , Windungen und “threads” rekonstruieren , die ein einzelner Inhalt geht . Womit das Medium “Blog” und dessen Verflechtung mit Seinesglechen bzw. deren diverse Filiationen eines der raren sozialen Interaktionsfelder darstellt , deren “shouts and responses” sich in Diagrammen , Listen und Verlaufsbildern jederzeit darstellen lassen .
Aber noch einmal kurz zur “eigentlichen” Geschichte : Unser relativ “freihändig” hingeworfener Beitrag “no blogo” war seit längerem schon auf dem Kompost vieler unliebsamer Wahrnehmungen herangereift , wurde letztlich allerdings durch das offenkundige Unwissen sowohl auf seiten aufgeweckter Zeitgenossen , alss auch der eigentlich zu besserer Recherche verpflichteten berichtetenden ( und nicht etwa meinenden ) Publzistik getriggert . |||
POINT OF DEPART
Die Erwähnung der bemerkenswert sanft gestimmten Homestory der FAZ über zwei der meist geklickten Blogger Deutschlands , Don Alphonso ( blogbar ) und Robert Basic ( basic thinking ) in Verbindung mit einem Link auf einen von Alphonsos früheren Beiträgen ( die Ethik eines nonkonformistischen Bloggens betreffend ) dürfte Letzteren zu einer dezidierten Empfehlung unseres Beitrags bewogen haben . Wobei die genauen Gründe und Ursachen einer solchen Entscheidung uns so wenig angehen wie interessieren . |||
EIN CONTENT GEHT AUF REISEN
Als vielgeklickte Story ist “no blogo” schliesslich auf dem Aggregator von “Top Stories” ( Eigendefinition ) “Rivva” gelandet . Dort agglutinieren sich allmählich auch jene späteren Beiträge , welches ihrerseits auf den betreffenden Entrag Bezug nehmen .

Einem anderen - allerdings händisch verlesenen - News- Aggegator verdanken wir einen “Lesetipp” hinsichtlich “no “blogo” auf Peter Turis Branchenseite .

Von dort wiederum übernahm Rüdiger Dingemanns “Medienticker” unter dem Tagestitel “Onlinekampf” Meldung und Link .
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RIVVA : MAP OF INFLUENCE
So the story goes . Was aber besonders faszinierend ist , ist die visuelle Darstellung des Beitrags und der diverseren Reaktionen auf dem Portal “Rivva” . Direkt an den Anriss der “Ursprungsartikels” fügen sich die Direkt- Verlinkungen im und “Diskussionsbeiträge” . Frappierend schliesslich die Liste der zitierten Topics und Links : Hier figurieren nämlich NICHT nur die Handvoll der von uns tatsächlich verlinkten Ein- und Beiträge , sondern darüber hinaus alle jene , auf welche diese ihrerseits Bezug nehmen . Wir wollen diese de facto- “Map of Influence” im Folgenden durch zwei Screenshots illustrieren .
Bild Eins zeigt quasi die “Kernzone” von Artikel und direkten Bezugnahmen …
… während Bild Zwei das integrale Quellgebiet der Kotexte sowie der von erster , zweiter und dritter Hand verlinkten Topics veranschaulicht :
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FAZIT
Der langen Rede kurzer Sinn nach augenfälliger Demonstration : Hier öffnet sich ein Feld von Themen und Bezügen , auf deren Gros wir in “no blogo” keineswegs direkt angespielt haben , sondern welche “lediglich” in den direkt zitierten Links , Postings und Artikeln schlummerten . Es bildet sich demnach nicht lediglich eine diachrone Folge von Weiterreichungen ab , sondern zugleich auch ein synchrones thematisches Feld . - Believe it or not : Die Anregungen , welche von dieser Beobachtung ausgehen , übertreffen bei Weitem die “15 Sekunden” volatiler Beachtung . |||
KLANGAPPARAT
Eine erstaunliche Mischung aus Renaissance- Klängen , harten Electronica- Beatz und Ambient- Reminiszenzen bietet die zweite Release des
jungen Innsbrucker Netlabels Autark . Im Direktanflug auf eine Karriere als Klavierwunderkind in Sachen Schönberg , vollzog der unter dem Namen Krowley figurierende Künstler einen abrupten Turn in die Berliner Hip Hop- Szene . Breakbeats folgten naturgemäss und allerlei zusätzliche Instrumente . Krowles “Four Pieces” erweien in schönster Manier , welch’ schönen Früchte die “conicidentia oppositorum” zu zeitigen vermag . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. I Saw my Lady Weep | 02. Ayre | 03. Crye | 04. Pavane |||











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