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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Feuilleton</title>
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		<title>Audio Aktuell</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 09:07:00 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>KLEINE BEMERKUNG ZUM MEDIUM &#8220;HÖRBUCH&#8221; : AURA <em>OR NOT</em> ?</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/11/czz_icon_listening_white_sm.png" alt="czz icon listening white sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" />Viel ist seit dem Überraschungserfolg der Warengruppe &#8220;Hörbücher&#8221; , der Erfahrung der Marktsättigung und den erneuten Verlagsanstrengungen , die Sparte nicht stagnieren zu lassen über eine &#8220;Renaissance des Hörens&#8221; geschrieben worden . Nicht selten mit aufbruchsfrohen Anspielungen auf Marshall McLuhans Eloge auf die Wiedereroberung einer oralen , auditiven und haptischen Kultur , welche der Medienphilosoph mit dem Aufkommen des Fernsehens als Ende des <em>Gutenberg- Zeitalters</em> begrüsst hatte .</p>
<p>Fünfzig Jahre und mehrere Medienwandel später &#8211; vom Aufkommen der Formatradios und der Krise der &#8220;Wort&#8221;- Produktionen in den öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten bis hin zur Netzkultur , Digital Audio und der Wiedererstarkung von hochqualitativen Nischenproduktionen , welche via Podcast oder On- Demand- Streaming an ihr Zielpublikum gelangen , haftet dem Hörbuch allen schönen Worten zum Trotz nach wie vor der Nimbus des derivativen Afterproduktes an .</p>
<p>Als Literatur für Nichtleser , <em>Autofahrer unterwegs</em> oder akustische &#8220;Nachnutzung&#8221; eines ursprünglichen gedruckten Buches &#8211; Thema &#8220;Erstausgabe&#8221; und das &#8220;Ius primae noctis&#8221; des rezensierenden Feuilletons &#8211;  wird dem Hörbuch systemisch und unausgesprochen jene Aura aberkannt , die dem Druckwerk als vermeintlichem Original anhaftet . Es ist &#8211; sei es im Hinblick auf seine schiere Materialität im Plastic- Jewel- Case , sei es im Diskurs über Raubkopien &#8211; ein Inbegriff des &#8220;Kunstwerks im Zeitalter der technischen Reproduktion&#8221; .</p>
<p>Dass Sendeanstalten lange Zeit ihre Buchrezensionen unausgewiesen mit einem CD- Ausschnitt akustisch illustrierten , statt wie zuvor einen Reporter zum O- Ton- Holen zu einer Autorenlseung zu schicken oder eine ausgewählte Passage mit einem Schauspieler im Studio aufzunehmen , hat das Bewusstsein für die möglichen eigenständigen Qualitäten des Mediums keineswegs geschärft . Stimmen und Textsound schienen einfach verfügbarer geworden , praktisch operabel , eine Ware im Regal .</p>
<p>Dabei wird konsequent die Markt- Tatsache ignoriert , dass Menschen für das vermeintliche Derivat oft <em>mehr</em> Geld hinlegen als für ein Druckwerk . Die nicht der Buchpreisbindung unterliegenden Audio- Versionen sind &#8211; so Markenware und kein im Schnellverfahren heruntergenudeltes Produkt &#8211; der akute und aktuelle Beweis dafür , dass Menschen bereits sind , etwas dafür zu bezahlen , was tendenziell &#8211; Vorlesen oder Radio &#8211; gratis wäre .</p>
<p>Es ist der auditiv basalen Aufbauarbeit von Lautpoesie- Editionen oder den auf die Live- Sprache abzielenden Produktionen des Labels <a href="http://www.suppose.de/">Supposé</a> zu danken , wenn Hörbücher in ihrer Medialität <em>vernehmbar</em> geworden sind . Projekte wie die Riesensammlung akustischer &#8220;<a href="http://www.hoerverlag.de/Lyrik/978-3-86717-338-4/?start=0&amp;sort=&amp;older=">Lyrikstimmen</a>&#8221; des Hörverlags speisen sich just aus der &#8211; und da taucht die scheinbare Verlorene wieder auf &#8211; <em>Aura</em>des gesprochenen Wortes .</p>
<p>Wenn die heute vorgestellten Editionen in der Person <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Pastior">Oskar Pastiors</a> konvergieren , wird damit auch eines selten vertrackten Laut- und Leisepoeten gedacht , dessen Lesungen als ebenso artistisch wie charismatisch unvergesslich sind . Seine Stimme indes spricht &#8211; dank der Audio- Editionen bei <a href="http://www.engeler.de/pastior.html">Urs Engeler</a> , vermittels einiger der eindrücklichsten unter den mehr als 400 Gedichten der &#8220;Lyrikstimmen&#8221; &#8211; weiter zu uns .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HERTA MÜLLER : EXISTENZIELLE SPANNUNG</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/11/czz_icon_listening_black_sm.png" alt="czz icon listening black sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" />Stumm kamen die Rumäniendeutschen aus den Arbeitslagern zurück , wohin sie 1945 als Sühne für die Verbrechen Hitlers verschickt worden waren , um dem sowjetischen &#8220;Wiederaufbau&#8221; zu dienen . Schweigend nahmen die , welche Kälte , Auszehrung und Zwangsarbeit überlebt hatten , das Trauma mit in ihr weiteres Leben . So die Mutter der Literaturnobelpreisträgerin . So auch der Dichter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Pastior">Oskar Pastior</a> .</p>
<p>Eine Engführung ergab sich ein halbes Jahrhundert später , als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herta_M%C3%BCller">Herta Müller</a> von der Passion des 25 Jahre älteren Pastior erfuhr und ihn nach seinen Erlebnissen befragte . Pastior , der die prägenden Qualen in poetischer Eigenwörtlichkeit verdichtet hatte , war bereit , zu erzählen . Bis ein plötzlicher Tod den designierten Büchner- Preis- Träger aus dem gemeinsamen Projekt riss und es der Co- Autorin aufgab , Begonnenes abzuschliessen .</p>
<p>So ist mit der &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32381.html">Atemschaukel</a>&#8221; ein von Herta Müller in Prosa gefasstes Stück Lagerliteratur entstanden , in welchem Oskar Pastiors Sprachschöpfungen – der allgegenwärtige &#8220;Hungerengel&#8221; – von distinkter Kenntlichkeit sind . In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Matthes">Ulrich Matthes</a>&#8216; ruhig durchatmeter <a href="http://www.hoerbuch-hamburg.de/web/hbhh/classic/buch.html?tn=c686">Lesung</a> klingen virile Stimme und weibliche Verletzlichkeit in seltener Dringlichkeit zwiefach an und generieren einen eminenten Mehrwert gegenüber der stillen Lektüre .</p>
<p>Einem konträren Ansatz folgt das auf den gesprochenen Wortlaut abzielende Label <a href="http://www.suppose.de/">Supposé</a> , dem Herta Müller freimütig über ihre Banater Kindheit und die Schikanen des Staatssicherheitsdienstes &#8220;Securitate&#8221; Rede steht . Im Gegensatz zum Interview oder zum schriftlich fixierten Buch müssen diese Erinnerungssätze nicht &#8220;auf den Punkt&#8221; kommen .</p>
<p>Die Stimme verweigert , indem sie angehoben bleibt , abschliessende Gewissheiten . Eine existenzielle Spannung hält an . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/herta-mueller-existenzielle-spannung/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>AKUSTISCHES JAHRHUNDERT : &#8220;LYRIKSTIMMEN&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/11/czz_icon_listening_white_sm-1.png" alt="czz icon listening white sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" />&#8220;Was bleibt aber , das stiften die Dichter&#8221; , heisst es bei Hölderlin . Was aber von der Unverwechselbarkeit ihres Zungenschlags , ihrer Intonation , Melodie , Stimmung und Stimme bleibt , horten – seit es Techniken der Klangaufzeichnung gibt – die Archive .</p>
<p>Als gespeicherte Flüchtigkeit bleibt die akustische Aufzeichnung der Autorenlesung ebenso ein Faszinosum , wie sie nicht selten Erhellendes zum Verständnis des Textes erschliesst : Poesie , im Atem ihrer Artikulation , lässt jene weit über den Schriftsatz hinausgehende Präsenz erahnen , die bei den Griechen «pneuma» – als Geist und Atem – hiess .</p>
<p>Mit dem Grossprojekt &#8220;<a href="http://www.hoerverlag.de/Lyrik/978-3-86717-338-4/?start=0&amp;sort=&amp;older=">Lyrikstimmen</a>&#8221; zollt <em>Der Hörverlag</em> der Einzigartigkeit des gesprochenen Wortes Reverenz und legt buchstäblich ein Jahrhundertwerk vor . Zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Hofmannsthal">Hugo von Hofmannsthal</a> ( 1907 ) und der Pop- Lyrik <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_B%C3%B6ttcher">Bas Böttchers</a> ( 2007 ) liegt ein Säkulum dichterischer Auf- und Umbrüche , Aus- und Aufrufe , brüsker Negationen und formaler Neuschöpfungen , welches vielfältiger nicht sein könnte : Von poetischen Beschwörungen des &#8220;Wesens&#8221; über Neusachliches , Politisches aller Couleur bis zu dadaistischer Destruktion und konkreter Neubestimmung reichen die Formen . Manche – wie die Lautdichtung eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jandl">Ernst Jandl</a> , <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/monbio.html">Franz Mon</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Pastior">Oskar Pastior</a> – sind besonders innig an die Artikulationskunst ihrer Autoren gebunden .</p>
<p>Womit die auditive Aufzeichnung als solche in den Fokus des Interesses rückt . Was in Archiven von Rundfunkanstalten , Verlagen und Mediendokumentationen lagert , hat – von der Wachsplatte bis zur digitalen Tonaufzeichnung – mehrere Medienwechsel erfahren , die dem Tondokument nicht selten unablösbar anhaften : Bei historischen Schellackplatten scheint das Rauschen der Zeit anzuklingen . Was freilich unvernehmbar bleibt , ist das wegen Materialalterung Unrettbare oder durch Löschaktionen Verlorene .</p>
<p>Fünf Jahre haben die Gestalter der Sammlung recherchiert , um Tondokumente von wesentlichen Autorinnen und Autoren aus weit verstreuten Quellen zusammenzutragen . Entstanden ist ein auditives Porträt von 122 lyrischen Individuen , deren Eigenarten , Stimmen und Stimmungen von faszinierender Vielgestaltigkeit sind . Den literarhistorischen Sinn stiften darüber hinaus kundige Begleittexte und eine sorgliche Dokumentation . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/akustisches-jahrhundert-lyrikstimmen/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Florilegien 2 : Umblätterer &#8211; Best of Feuilleton 2008 aka &#8220;Der Goldene Maulwurf&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 04:55:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong>DER GOLDENE MAULWURF | GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT | &#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP | ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL | BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221; | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-banne.png" alt="UBL goldener maulwurf banne" hspace="2" vspace="2" width="440" height="106" /></p>
<p>DER GOLDENE MAULWURF</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wenn das Kollegenblog &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/">Der Umblätterer</a>&#8221; seit 2005 alljählich eine 10er &#8211; Parade des &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Best of Feuilleton</a>&#8221; erkiest und vorführt , haben wir es , nota bene , mit keinem der üblichen Rankings zu tun .</p>
<p>Diesjahr erstmals mit dem Label &#8220;<a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">Der goldene Maulwurf</a>&#8221; versehen , demonstirert das Superkonzentrat der Lese- , Lust- und Ärger- Feuileton- Früchte Selbstbewusstsein des gründlichen Wühltiers ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Maulwurf">Talpa europaea</a> ) im Bau der Krume &#8220;klassischer Qualitätspublizistik&#8221; ,  macht allerdings seiner natürlichen Zugehörigkeit zur Odnung der Insektenfresser ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenfresser">Eulipotyphla</a> ) alle Ehre , indem es in den weiten Wüsten der Blätterwälder und Onlinegewächse <a href="http://www.umblaetterer.de/2009/01/13/die-ergebnisse-der-feuilleton-meisterschaft-2008/">manchen &#8220;bug&#8221; heraus pickt</a>.</p>
<p>Was den &#8220;Maulwurf&#8221; ebnenso wie die die Mühen der Ebene des Zeitungsblätterns von manchem Medien ( Motz- ) Blog unterscheidet , ist eine grundsätzliche Abwesenheit vorverurteilender Ressentiments sowie das strikte Draussenlassen einer kulturpolitischen Refkexion , welche den schön gedruckten Satz an die gesellschaftliche Praxis rückbinden würde .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>GLEICHSCHWEBENDE AUFMERKSAMKEIT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Als nicht vom Räderwerk der realexestierenden Feulleton- Produltion Geknechtete und ebenso wenig im Labyrinth der Institutionen nach Mindestsubventionen für Buch- und Kulturproduktion canossisch Kriechende , kommt dem Fähnlein der Aufrecheten Maulwerfer rechtens eine postakademisch gleichschwebende Aufmerksamkeit für&#8217;s Gedruckte zu .</p>
<p>Im Gegenteil wendet man sich betont &#8211; wenn nicht geradezu provokant &#8211; hagiographisch einzelnen Schriftstücken zu , selbige aber dann nach allen Regeln der <a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/#7">Stil- und Argumentationsanalyse paraphrasierend</a>.</p>
<p>Anders als es das &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/301644/">börsenblatt online</a>&#8221; kürzlich ( in fast wort- wörtlichen Wiederholung <a href="http://www.zintzen.org/2008/04/23/lesen-und-lesen-lassen/">eines vor Monaten bereits gedruckten</a> Artikels ) vollzieht und die Kurz- &#8220;Laudationes&#8221; auf die einzelnen Artikel &#8220;<em>at face value</em>&#8221; nimmt , um die drohende &#8220;Zeitungskrise&#8221; zu widerlegen , darf man den gewieften Stilistikern unter den &#8220;Maulwürfen&#8221; doch Einiges mehr an ausgefuchstem Double- Talk ( akademisch formuliert &#8220;semantischer Polysemie&#8221; ) zutrauen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;BEST&#8221; &amp; &#8220;WORST&#8221; : EIN RELATIVITÄTSPRINZIP</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wer widerspruchslos Oliver Jungens ( in|ad|ae|qu|at <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">mehrfach</a> <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">zitierter</a> ) flott verfasste Denunziation ( &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Hungert sie aus !</a>&#8221; , FAZ ) des angeblichen Überangebotes von Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreisen für eine Minderheit von Autoren lobt &amp; auszeichnet , greift damit nicht nur einen allzu gängigen Witz auf , sondern redet einem billigen Populismus das Wort . Da hilft auch Richard Wagners pflichtschuldigst ex aequo in die Bewertung genommene <a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0B2BB12D8A16454999A7067E7CA6724D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Replik</a> wenig . Dass nämlich ein Gros der Stadt- , Land- , Fluss- und Flur- Literaturpreise nichts anders als kostengünstige Lokal- PR darstellen ( darin den landauf , landab der <em>Leichten Muse</em> errichteten Tempeln der Sommertheatern gleich ) , wird mit keinem relativierenden Wort erwähnt .</p>
<p>Umgekehrt wird das beliebte Spiel des &#8220;Iris- Radisch- Bashing&#8221; durch die Zuweisung der ausser Rand und Band geratenen <span style="text-decoration: line-through;">Rezension</span> <a href="http://www.zeit.de/2008/08/L-Littell-Radisch?page=all">Reakion auf &#8220;Die Wohlgesinnten&#8221; Jonarhan Littells</a> in doppelzüngiger Weise sowohl fortgeführt als auch gebrochen ( DIE ZEIT ) . An dieser Stelle weiss der &#8220;UBL&#8221; nämlich <em>sehr</em> genau , wovon er spricht : Man hat sich den Tausendseiter <a href="http://www.umblaetterer.de/2008/11/20/die-wohlgesinnten-teil-10-wie-es-gewesen-ist/">selbst und vollinhaltlich zur Brust</a> genommen .</p>
<p>Es ist eine Binsenweisheit , dass jeder Preisende in dem von ihm gut Gepriesenen sich selbst ( oder Ich- Ideal ) darstellt , respektive : ästhetisch wahlverwandte Stile und Stimmen . Von daher sind Wahlverwandtschaften wie zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_von_Stuckrad-Barre">Benjamin von Stuckrad-Barre</a> über eine lahme Bühnen- Debatte , wo drei angejahrte Schwerenöter ohne die feuchtgebietlich erkrankte Dame <a href="http://www.welt.de/kultur/article1906211/Trockengebiete_Radikal_denken_ohne_Roche.html">übers &#8220;Radikale&#8221; sprachen</a> ( DIE WELT ) . Oder zu Alex Rühles schmerzensreich recherchierter &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/675/313581/text/">Poetologie des Waschzettels</a>&#8221; ( SZ ) .</p>
<p>Mit bestem Recht wurde auch jenem Experiment Lob und Ehre , wo man die Not , was nach allerlei Zwiebelringen noch legitimerweise über ein neues Werk des Günter Grass zu sagen wäre , in eine Tugend  verwandelt wurde : Mit dem Schriftsteller <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/3560/Andreas_Maier.html">Andreas Maier</a> ward einer der ( raren ? ) alphabetisierten Zeitgenossen gefunden , welcher tatsächlich bislang <em>noch nie</em> eine Zeile GG gelesen hatte : Die Rezension wurde solcherart zu einer ethnographischen Expeditions ins Fremde des Eigenen des deutschen Kanons und indem ein solcher Werk- Parzival ( siehe &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/proust-lesen-lassen/">Jochan Schmidt liest Marcel Proust</a>&#8221; ) in dessen Wälder reitet , sammelt er Beobachtungen abseits der üblichen Abmachungen in seinen Mantelsack ( DIE ZEIT ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ABSEITS VOM BRANCHENGEBRABBEL</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/ubl-goldener-maulwurf-small.png" alt="UBL goldener maulwurf small" hspace="2" vspace="2" width="80" height="70" align="left" />Wunderbar gefunden und wichtig für die Nachwelt archiviert ! &#8211; Zwischen ironisch bedeutungs- offener Ironie und sachgemässer Indexierung changierend , geben die für den &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; jedenfalls <em>Food for Thought</em> . Sich dabei dankenswert fernhaltend von Betriebsnachrichten , <a href="http://www.kress.de/cont/vk.suche.php?nachname=Nachname&amp;vorname=Vorname&amp;firma=Firma&amp;ort=Ort&amp;Submit=Suche+starten">kress- Köpfen</a> und anderem <a href="http://turi-2.blog.de/">Branchengebrabbel</a> steht und bleibt hier im Mittelpunkt der Text .</p>
<p>Was , bei Seite gesprochen , wohl auch der Grund sein mag , dass Schnell- Linker wie <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5154.html">Medienticker</a> und -<a href="http://medienlese.com/2009/01/13/6-vor-9-strunz-tages-anzeiger-feuilletons/">lesen</a> sich kaum der Mühe unterzogen haben , in die Texte des &#8220;Goldenen Maulwurf&#8221; noch einmal hineinzulesen &#8230;</p>
<p>Ob wir in|ad|ae|qu|at das &#8220;Best&#8221; nun für&#8217;s &#8220;Worst&#8221; halten wollen oder umgekehrt , ist absolut unerheblich . <em>Ceterum censeo</em> dürfen wird allerdings auch an dieser Stelle nicht verhehlen , dass Frank Schirrmachers dezidierter Kampagnenjournalismus mit dem Anspruch , die FAZ sei ein &#8220;Qualitätsmedium&#8221; , unvereinbar ist .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BACKLIST &#8220;BEST OF FEUILLETON&#8221;</p>
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<div><a href="http://www.umblaetterer.de/best-of-feuilleton-2008/">Best of Feuilleton 2008</a></div>
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</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Obwohl sich der Freitag als Spielort für die XLR8R- Mixes fast schon so etwa wie @ in|ad|ae|qu|at eingebürgert hat , wird auch eine freitägliche Night Session kaum diese Regel brechen . -</p>
<p align="right">WTF is … ?! &#8211; Für diejenigen , welche das gute halbe Dutzend einschlägiger <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/czz-hoerempfehlung-97.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />KLANGAPPARATE nicht mit geschnitten haben : Es handelt sich um die aus höchst diversen Soundmaterialien gebrauten Mix- Podcasts des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags <a href="http://www.xlr8r.com/magazine/archives.php?offset=0">XLR8R</a> ( sprich “Accelerator” ) . Angemerkt sei freilich , dass die teils Rock- , teils Hip Hop- teils Chaos- inspirierten Streams längst nicht sämtlich geeignet scheinen zur Empfehlung im in|ad|ae|qu|aten Klangapparat .</p>
<p align="right">Die Crowd des alljährlich in San Francisco stattfindenen &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/events/2008/12/kontrol-cassy">kontrol</a>&#8220;- Festivals war indes so freundlich , vorab mit Material herauszurücken . Dass bei diesem &#8220;<a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">Techno Tear Up</a>&#8221; keine stupiden Techno- Beats abrattern , sondern feine Soul- Shouts mit minimalen Patterns wechseln , sei nur am Rande dieser 65 Minuten- Energie- Ladung angemerkt &#8211; CLICK <a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2008/11/techno-tear-kontrol-s-f">LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN</a>.</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lasst mich doch lesen , wo ich will</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/09/05/lasst-mich-doch-lesen-wo-ich-will/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 04:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> LESE- VOR- <em>STELLUNGEN</em> | KLANGAPPARAT</p>
<p>LESE- VOR- <em>STELLUNGEN</em></p>
<p>Nicht einmal virtuell gibt die FAZ das Rauschen auf : So gesehen an den Gestaden der sommerlichen Expositur des FAZ- &#8220;<a href="http://lesesaal.faz.net/">Lesesaals</a>&#8221; , der sogenannten &#8220;<a href="http://lesesaal.faz.net/leseinsel/">Lese- Insel</a>&#8221; . Weder will ich durch irgendwelche Promis in meinem Leseverhalten gestört werden , noch soll dies auf einer Internet- &#8220;Insel&#8221;- geschehen , wo der <a href="http://lesesaal.faz.net/leseinsel/">Lärm der Dünung</a> jedwede Konzentration mit sich reisst .</p>
<p>Da helfen auch die animiert aufploppenden Flaschenpostillen wenig : Abstellen lässt sich der Krach jedenfalls kaum mit einem nahe liegenden Klick .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-insel-faz.jpg" rel="lightbox[4393]"><img height="219" alt="Lese Insel FAZ" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-insel-faz-small.jpg" width="450" vspace="2" /></a> ( click to XL )</p>
<p>Nicht weniger unbequem hat sich bisher jedweder Lektüre- Versuch in der Hängematte erweisen , wie sie &#8211; sklavisch nachgetippt vom <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4915.html">Medienticker</a> &#8211; das <a href="http://blog.br-online.de/buecher/index.php?/archives/95-Lesetipp-fuer-die-Haengematte-Koenigliches-Alan-Bennett.html">Bücherblog des Bayerischen Rundfunks</a> in verstrickender Regelmässigkeit empfiehlt . </p>
<p>Lesen , pardon , ist für Unsereins <em>Lebensinhalt</em> und wir nennen es Arbeit : zu vollziehen nicht ohne eine ganze Reihe von Paraphernalien , wovon Brille und Bleistift noch die harmlosesten sind . Mach&#8217; das mal zwischen den stets verdrehten Maschen des angeblichen Ent- <em>Spannungs</em>- Netzes &#8230; Ohne blaue Flecken , schlimmen Verwicklungen und dem unablässigen Absturz unverzichtbarer Utensilien ist dies ( einen Garten vorausgesetzt ) noch nie gelungen .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-haengematte-br-bb.jpg" rel="lightbox[4393]"><img height="199" alt="Lese Hängematte BR BB" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-haengematte-br-bb-small.jpg" width="450" vspace="2" /></a> ( click to XL )</p>
<p>Jetzt empfiehlt uns auch noch DIE ZEIT , <a href="http://www.zeit.de/online/2008/36/bg-leseorte?1">Kafka in die Disco</a> zu nehmen , wahlweise auch an aschfahle Gestade .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-disco-zeit.jpg" rel="lightbox[4393]"><img height="349" alt="Lese DISCO ZEIT" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/lese-disco-zeit-small.jpg" width="450" vspace="2" /></a> ( click to XL )</p>
<p>Tut Eure Arbeit , liebe Feuilletons &#8211; rezensiert , interviewt , kritisiert , empfehlt : Aber lasst , bitte sehr , das Originell- Sein in Form von Bildstrecken- , Animations- oder Kunstfotografie- Gimmicks beiseite &#8230;</p>
<p>&#8230; und <em>uns</em> &#8230; in Ruhe &#8230; lesen : Wie und Wo wir wollen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Schon lange keine Song- Formate im KLANGAPPARAT präsentiert . Diese &#8211; im besten Fall &#8211; <em>literarischen</em> unter den Pop- Formen stellen ja auch <img height="42" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-hoerempfehlung-44.jpg" width="71" align="right" vspace="2" />nicht gerade das Parade- Material der <em>creative commons</em>- Netlabel dar . Mit <a href="http://www.derkleinegruenewuerfel.de/artists/schmitz_niebuhr.htm">Schmitz &amp; Niebuhr</a> aka <a href="http://www.schmitz-niebuhr.org/">Wilfried &#8220;Willi&#8221; Schmitz und Klaus Niebuhr</a> ( <a href="http://www.myspace.com/schmitzniebuhr">MySpace</a> ) sind wir nun aber auf ein dem rheinischen Köln entsprungenes Duo gestossenn , das seine zwischen 2002 und 2004 komponierte Klangwaren nun dem höchst sympathischen Netlabel der <em><a href="http://www.derkleinegruenewuerfel.de/index.html">kleine grüne würfel</a></em> zur Verfügung stellt . Zarte , durch leichte arhythmische Ausfälle bezaubernde Stücke ohne Prätention , zugleich aber auch ohne aufgesetzte Naivetät . Für unsere in|ad|ae|qu|ten Begriffe wäre &#8220;<em><a href="http://www.derkleinegruenewuerfel.de/release/wuerfel06.html">Orgelqualität</a></em>&#8221; dem über<em>hype</em>ten &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neon_Golden">Neon Golden</a></em>&#8221; unbedingt an die Seite zu stellen ! &#8211; CLICK <a href="http://www.derkleinegruenewuerfel.de/release/06/%5Bwuerfel06%5D-PlayAll.m3u">LINK</a> TO LISTEN TO <a href="http://www.derkleinegruenewuerfel.de/release/06/%5Bwuerfel06%5D-PlayAll.m3u">STREAM</a> ( WMP ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen &#8211; Eine Übertragung</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/07/01/play-it-again-fur-den-bachmannpreis-und-wider-die-literaturschulen-eine-ubertragung/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2008/07/01/play-it-again-fur-den-bachmannpreis-und-wider-die-literaturschulen-eine-ubertragung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 05:40:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE &#124; IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG &#124; &#8220;EVENT&#8221; ALS ENDE DES EXKLUSIVEN &#124; DEALS DER JURIEN &#124; FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT &#124; AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM &#124; ZUM GEZETER ÜBER DAS &#8220;PROFESSIONELLE&#8221; : EIN CETERUM CENSEO &#124; LINKS &#124; RELATED &#124;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE | IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG | &#8220;EVENT&#8221; ALS ENDE DES EXKLUSIVEN | DEALS DER JURIEN | FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT | AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM | ZUM GEZETER ÜBER DAS &#8220;PROFESSIONELLE&#8221; : EIN CETERUM CENSEO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT</p>
<p>IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Musste man über Jahre hinweg lesen die stereotypen Stoss- Seufzer über den Bachmannpreis am ( Vorsicht : Wortspiel ! ) Wörther See <em>und wie</em> man sich abends bei Maria Loretto im berühmten Fischrestaurant unter den gruselig präparierten Fischköpfen an den Wänden ( Vorsicht : Bildwitz ! ) beim Gastmahle traf <em>und wie</em> dort oder auf den literaturjournalistischen Amateur- Fussballfeldern der Ehre <em>es</em> die Outsider den Insidern <em>gaben</em>&#8230;</p>
<p>Musste man alljährlich lesen dieselben Protokolle von Outfits und Aussagen ( halbprivat ) , dasselbe Raunen über die <em>echten</em> , aus dem Genusse geistiger Getränke ergossenen Literaturbetriebswahrheiten &#8230;., so rächt sich das Feuilleton in diesem Jahr unisono mit Groll und Hohn für die Verknappung seiner Sport- und Spielwiese von zwei auf vier Tageslängen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />In chorisch harmonierenden Einzelstimmen wendet man sich gegen die Layoutierung der Show zu Zwecken und zu Gunsten der 3- sat- TV- Übertragung . Im fernsehgerechten Format , so der beleidigte Tenor ( <a href="http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/394769/index.do">Die Presse</a> , <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/oel-im-getriebe/">taz</a> ) , verwandle sich Literatur eben in jenes Ärgernis einer &#8220;prime time&#8221;- ( <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3396004">Der Standard</a> ) , &#8220;Mittelstands-&#8221; ( <a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">DIE WELT</a> ) , &#8220;Vita contemplativa&#8221;- ( <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA9049A61920748659AE824CEFAE3EAD2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> ) und &#8220;Langweile&#8221;- ( <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/vom_dienstbotenelend_der_literatur_1.772585.html">NZZ</a> ) Veran- oder -<em>un</em>staltung , als welche sie sich anno 2008 den vor Ort Wesenden präsentierte .</p>
<p>Keiner mochte da einlenken , dass es eben die Fernsehübertragung sei , welcher die Juroren ihre Prominenz ( und guten Gagen ) danken , die im Besonderen allerdings dafür garantiert , dass Literatur im Feuilleton weiterhin für &#8220;der Rede wert&#8221; befunden wird . Anderseits gestattet just die Fernseh- Übertragung eine Teilhabe Vieler an einem lokalen &#8220;Event&#8221; : eine Zeugenschaft , welche die Lesungen selbst &#8211; allerdings auch die Leistungen der Jury , nicht zuletzt aber auch die Beurteilungen durch das Feuilleton &#8211; ÜBERPRÜFBAR macht .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;EVENT&#8221; ALS ENDE DES EXKLUSIVEN</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Somit gerät die Oberhoheit der Kanzelrede und der exklusive Deutungsmacht des Feuilletons ins Wanken : Prompt reagiert das Feuilleton auf die solcherart &#8220;globalisierte&#8221; Information , indem es die Stadt Klagenfurt ebenso kleinredet und zur kleingeistig- protofaschistischen Provinz ( <a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">DIE WELT</a> ) erklärt wie überhaupt den ganzen Bewerb inklusive der Juroren samt der von ihnen &#8220;vorgeschlagenen&#8221; und diskutierten Text- und Autoren- Funktionen .</p>
<p>Denn aber , hallo und sorry , möchten wir bescheiden daran erinnern , dass Klagenfurt noch immer ein Erbmöbelstück der &#8220;Gruppe 47&#8243; ist und von deren berüchtigten Meetings , deren Lesungen und deren , jedem Widerspruch abgeneigten Ab- Urteilungen derer , die da lasen . Die , die da lasen , waren ( siehe : das Prinzip der &#8220;Einladung&#8221; bzw. der Juroren- Vorschläge ) selbstverständlich nur ein Teil &#8220;sie selber&#8221; . Der Löwenanteil war und bleibt allerdings das , womit sich ein Juror zu profilieren gedenkt , WEN er ins Rennen schickt und WAS er der Arena des Sammelkampfes vorwirft &#8230; zur Augenweide oder zum Frasse .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DEALS DER JURIEN</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Was das Juryprinzip ist in vielen verschwiegenen Versammlungszimmern , an Tagungstafeln und bei Konferenztisch- Kaffee aus Thermoskannen vollzieht , liegt in Klagenfurt vor Aller Augen . Deals , Kontrakte , Freundlichkeiten im Austausch gegen Imagepunkte , oder &#8211; bei Schlagseite des eigenen Kandidaten : der schnelle Seitenwechsel und Überlauf , der mit rhetorischer Verve überbrüht werden muss , damit der Sieger als selbstgekochtes Süppchen verkauft und vertreten werden kann .</p>
<p>Ja mei : All das ist hinlänglich bekannt . Was aber nun , wenn wir zugucken dürfen ( live dabei sein ! ) in der durch die Fernsehkameras und die hitzige Ausleuchtung nachvollziehbar unangenehm schwül- bedrückten Arena ? &#8211; Seit zwanzig Jahren weder im Besitze eines TV- Apparates noch des Animo , sich leiblich dem &#8220;Betriebsausflug&#8221; auszusetzen , hat in|ad|ae|qu|at das sogenannte &#8220;Wettlesen&#8221; stets via Feuilleton- Rapports und Insider- Witzen rezipiert . Und dabei Hunderte der oben genannten Fischessen , Fussballschweisstreibereien , Beschwipstheiten und Ausflügen ins lokale Puff nachlesen dürfen . Wenn im September dann oder im Oktober der jährliche Band &#8220;DIE BESTEN&#8221; bei Piper erschien , konnte und wollte sich eh Keiner mehr an das frühsommerliche Klagenfurt erinnern .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Nun aber hat das Netz auch für fernsehfrei lebende Zeitgenossen die &#8220;Zugänglichkeit&#8221; zu diesem eminenten Ereignis der Eliten von Feuilleton und Sozial- Performanz ermöglicht . Und solche &#8220;Zugänglichkeit&#8221; zu höherer &#8211; menschlicher , kultureller , emotionaler &#8211; Bildung gilt mittlerweile als Menschenrecht . Na gut , machen wir von solcher &#8220;Zugänglichkeit&#8221; via &#8220;Stream on Demand&#8221; Gebrauch und vollziehen &#8220;Klagenfurt&#8221; im totalen Echtzeit- Selbsttest und unter verschärften Bedingungen von sukzessiver Mitschrift und Fortverlinkung mit : Vierzehn Stunden lang an Bildschirm und Tasten , plus Mittagspausen usf.</p>
<p>Hier das Testergebnis : Auch unter den eingeschränkten Erwartungen , was ein Stream- Bild an Qualität vermitteln kann , ist der visuelle Faktor erbarmungslos kläglich . Im Chiaroscuro eines nur spotmässig ausgeleuchteten Studios verhindern abstruse Kamera- Totalen eine Konzentration auf den logisch zu fokussierenden Sprecher . Tritt selbiger allerdings &#8211; egal , ob gebeugter Autor , gestikulierender Juror oder bräselnder Moderator &#8211; ins Bild des Nah- Objektivs , erstarren die <em>Talking Heads</em> hinter der dick aufgetragenen und unvorteilhaft angestrahlten Maske . Da man Menschen , welche man schätzt und kennt , nur ungern in solcher Ensor&#8217;schen Masken- Übermalung betrachtet , verlegt man sich bald aufs Abblenden . Und siehe : Man beginnt zu HÖREN . ZUZUHÖREN sogar .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Und statt des blauen Studios erleben wir das blaue Wunder der Verwandlung eines &#8220;Literaturwettbewerbs&#8221; in ein HÖRSPIEL in Echtzeit : Mit den klassischen Chargen , Beschleunigungen und Retardierungen , Strophe und Refrain , Solo und Chor sowie viel lokal gefärbter Sprachmusik . Da treten die ausgestellten ( literarischen ) TEXTE als ebenso subjektive STIMMEN und CHARAKTERE auf wie das Geplänkel der Juroren , deren ebenso ausgestellten Bekenntnis- TEXTE und kulturtheoretische ROLLENPROSA . Solcherart sind wir &#8211; auch über manche Mühen der Textebenen ( aller Fraktionen ) hinweg &#8211; in den Genuss eines selten so unterhaltsam  vernommenen HÖRSPIELS gekommen .</p>
<p>Fazit : Wenn schon das Radio sein Selbstbewusstsein als AKUSTISCHES Medium hinter Internetbildchen , LOGO- Optik und visuellen User- Interfaces am Handy verleugnet , wird man fortan das live übertragene , respektiv netz- gestreamte oder ON DEMAND abgespielte TV- BILD als neues Radio gebrauchen . BILD AB , TON AUF : Lass es jazzen , Mann , horch hin und maule nicht .</p>
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<p>ZUM GEZETER ÜBER DAS &#8220;PROFESSIONELLE&#8221; : EIN CETERUM CENSEO</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Und WENN man sich zu Klagenfurt bzw. in den Redaktionsstuben postum seit Jahren über die ( Vorsicht ! ) &#8220;<em>gut gemachten , aber &#8230;</em>&#8220;-Schreibstücke beklagt , dies Jahr erstmals auch über die ( Vorsicht ! ) &#8220;<em>gut vorgelesenen , aber &#8230;</em>&#8220;-Texte , dann schliesse man doch bitte endlich und einfach die VEBs der Literaturschulen und entlasse deren <em>renommierte</em> Lehrer , welche eben die SERIENTEXTE und -BEFINDLICHKEITEN mitproduzieren , über die sie und ihre Kollegen dann öffentlich mäkeln . Sorry : Bei diesem Betriebsspiel werden Menschen <em>verbraucht</em> &#8230; Der Rest der Argumentation ist unter der Kategorie &#8220;Germany’s Next Topmodel&#8221; bzw. &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221; ( DSDS ) nachzulesen . Oder hiesse es doch nicht noch besser : &#8220;<em>Dschungel-Camp  &#8211; Ich bin ein Star – holt mich hier raus</em>&#8221; ?!</p>
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<p>LINKS</p>
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<div><a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis</a> &#8211; Der deutsche Autor Tilman Rammstedt hat den renommierten Ingeborg-Bachmann- Preis gewonnen . Der 33-jährige Schriftsteller wurde im österreichischen Klagenfurt für seinen Roman &#8220;Der Kaiser von China&#8221; ausgezeichnet . Rammstedt wagte etwas , das in Klagenfurt selten goutiert wird : Humor (  Elmar Krekeler , DIE WELT , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA9049A61920748659AE824CEFAE3EAD2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Bachmann-Preis 2008 : Darauf haben wir gewartet</a> ( Oliver Jungen , FAZ , 29. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/vom_dienstbotenelend_der_literatur_1.772585.html">Vom Dienstbotenelend der Literatur &#8211; Der 32. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb</a> &#8211; Mit einer Grossvater- Geschichte holt sich der Berliner Tilman Rammstedt den Ingeborg- Bachmann- Preis 2008 . Seine Erzählung ist komisch , wo die Qualität der sonst noch vorgetragenen Texte fast tragisch ist . Selten zuvor war die Literatur in Klagenfurt so durchschnittlich wie diesmal ( Paul Jandl , NZZ , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/oel-im-getriebe/">Neuigkeiten aus Klagenfurt &#8211; Öl im Getriebe</a> &#8211; Beim diesjährigen Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb haben sich die Schriftsteller , die Jury und das Publikum auf die Bedingungen des Fernsehens eingelassen ( Dirk Knipphals , taz , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3396004">Das Jahr der Freundlichkeit</a> &#8211; Der 32. Bachmann- Preis ging an den in Berlin lebenden Tilmann Rammstedt &#8211; Markus Orths und Patrick Findeis hatten Chancen . Eine Entscheidung , unentschieden ( Cornelia Niedermeier , Der Standard , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/394738/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Bachmann-Preis : Ein Tyrann als komischer Held</a> &#8211; Tilman Rammstedt gewinnt mit seinem schwarzhumorigen &#8220;Der Kaiser von China“ in Klagenfurt . Er setzte sich bei Jury und Publikum durch ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/394769/index.do">Literatur , im Wörther See versenkt</a> &#8211; Beim Wettlesen zum Bachmann-Preis wird alles den Erfordernissen des TV , der Marke untergeordnet . Ein Text ist aber kein Waschmittel ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )</div>
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<p>RELATED</p>
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<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/06/28/bachmannpreis-08-listen-lesen-lasten/">BACHMANNPREIS 08 : Listen &#8211; Lesen &#8211; Lasten</a> ( in|ad|ae|qu|at , 28. 6. 2008 )</div>
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<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Ein Eintauchen in buchstäbliche <em>Liquid Levels</em> gestattet das herrlich verhaltene <a href="http://www.loopzilla.de/">LOOPZILLA</a>- MIX Numero 60 . Fern von jeder hochsommerlichen <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/czz-hoerempfehlung-6.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Beach- Life oder Sonstwie- Fröhlichkeits- Frenesie , bleibt das &#8220;<a href="http://www.loopzilla.de/?p=168">Sofa Mix</a>&#8221; cool abgedimmt im gangbaren Takt , ohne ins loungig- Beliebige abzudriften : <a href="http://bhlogiston.schauecker.com/2008/02/02/project-swirl-miminal-dub/">Daniel P.</a> aka &#8220;<a href="http://www.myspace.com/projectswirl">Project Swirl</a>&#8221; bedient sich mit seiner exquisiten Mischung aus Releases von Netlabels wie yukiyaki , Thinner , unfoundsound oder clear-cut allerdings nur beim Feinsten . &#8211; CLICK <a href="http://www.loopzilla.de/?p=168">LINK</a> TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . <strong>|||</strong></p>

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