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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Florian-Neuner</title>
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		<title>wespennest 161 &#124; Rezensionen ( Neuner , Steinbacher )</title>
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		<comments>http://www.zintzen.org/2012/01/17/wespennest-161-rezensionen-neuner-steinbacher/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 08:01:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; DISCLAIMER &#124; WESPENNEST 161 &#124; WESPENNEST 161 &#8211; INHALT ( AUSZUG ) &#124; WESPENNEST 161 &#8211; REZENSIONEN &#124; ANTON THUSWALDNER ÜBER CHISTIAN STEINBACHER &#124; MATTHIAS FALLENSTEIN ÜBER FLORIAN NEUNER &#124; DIE AUTOREN &#124; RELATED &#160; wespennest_buch &#124; espace d&#8217;essays Literaturzeitschriften DISCLAIMER Wie mittlerweile zu wissen ist , sind neue Bücher für in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at keine schieren...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[23272]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p><strong>|||</strong> DISCLAIMER | WESPENNEST 161 | WESPENNEST 161 &#8211; INHALT ( AUSZUG ) | WESPENNEST 161 &#8211; REZENSIONEN | ANTON THUSWALDNER ÜBER CHISTIAN STEINBACHER | MATTHIAS FALLENSTEIN ÜBER FLORIAN NEUNER | DIE AUTOREN | RELATED</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="right">wespennest_buch | <a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">espace d&#8217;essays</a></p>
<p align="right"><em><a href="http://www.zintzen.org/?s=Literaturzeitschriften">Literaturzeitschriften</a></em></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/wn_cover_161.jpg" rel="lightbox[23272]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/wn_cover_161-small.jpg" alt="WN cover 161" width="320" height="435" hspace="2" vspace="2" /></a></p>
<p>DISCLAIMER</p>
<p>Wie mittlerweile zu wissen ist , sind neue Bücher für in|ad|ae|qu|at keine schieren Objekte der &#8220;Rezension&#8221; . Als Herausgeber von Primärtexten und Autorenessays wollen und dürfen wir nicht werten .</p>
<p>Anderseits gibt es in Literaturzeitschriften eine Reihe sorgsam betreuter Rezensionen , welche eminent von dokumentarischem , archivalischem und literarischem Interesse sind . In Kooperation mit der Zeitschrift &#8220;wespennest&#8221; geniesst in|ad|ae|qu|at das Privileg , Online- Versionen der Buchbesprechungen publizieren zu dürfen und somit auch an gut auffindbarer Stelle zu archivieren . Selbstverständlich wird das Einverständnis der jeweiligen Rezensentinnen und Rezensenten zuvor eingeholt .</p>
<p>Gewonnen wäre damit eine Repräsentanz avancierter Literaturkritik im WWW : im Sinne eines nachhaltig sich fortschreibenden Kommentars zum literarischen Leben , welcher dem Rattenrennen des Feuilletons um die schnellstmögliche Rezension dicht an der Sperrfrist einen ruhigen und geduldigen Scharfblick entgegen setzt .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/logo_wespennest_400_62-1.png" alt="Logo Wespennest 400 62" width="430" height="92" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>WESPENNEST 161</p>
<p>Mit Essays über das Fremde im Eigenen &#8211; also <em>das</em> Österreich , welches kindliche Prägungen bestimmt . Oder : <em>Das</em> Österreich , welches künstlerische Devianzen aus der Schmuddelecke in nette <em>white cubes</em> katapultiert . Österreich und seine Lebenslügen sowie seinen Kameradschaftsbünden ; kurzum &#8211; die &#8220;Borniertheit als Ressource&#8221; ( Peter Moeschl ) .</p>
<p>Drei Texte Essays würden wir in|ae|qu|at besonders hervorheben : Franz Schuhs Essay &#8220;<em>Über Generationen im Allgemeinen und über meine im Besonderen</em>&#8221; sowie Gabriel Ramin Schor über den sehr österreichischen instutionellen , strukurellen und persönlichen Hang zum Feudalismus ( Zum &#8220;<em>Fall des Peter Noever</em>&#8221; ) . Mittels eines über Jahre gesammelten Quellenmaterials zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Kuh">Anton Kuh</a> knipst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Sch%C3%BCbler">Walter Schübler</a> schliesslich das nette &amp; leicht schrullige Image des harmlosen Kaffeehausliteraten aus und umreisst das Profil einer zu Lebzeiten populären nnd provokativen Figur , deren verstreute Publikationen zweifellos Entscheidendes zur österreichischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts erhellen werden .</p>
<p>Ach ja , da wäre noch der genuine <a href="http://www.wespennest.at/w_wespenstiche.php?stich=81">online- Beitrag von Alfred J. Noll</a> : &#8220;<em>So large is our malaise that no single writer can encompass it</em>. &#8211; Von der Unmöglichkeit sich einen Begriff von &#8216;Österreich&#8217; zu machen&#8221; :</p>
<blockquote><p>jeder Begriff von &#8216;Österreich&#8217; würde doch nur wiederum dazu dienen, uns von anderen abzugrenzen. Dazu habe ich gar keine Lust mehr. Wenn das kleine Österreich 1918 das &#8220;Verbrennungsprodukt der Donau-Monarchie&#8221; war (so Walther Rode), dann ist es heute vielleicht gar nur noch der Restmüll des 20. Jahrhunderts &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WESPENNEST 161 &#8211; INHALT ( AUSZUG )</p>
<p><em>Nähere Details auf der <a href="http://www.wespennest.at/w_zeitschrift.php?id=MTYx">Homepage</a></em></p>
<ul>
<li>
<div>Peter Moeschl : Österreich oder die List der Unvernunft – eine Rede zur Querlage der Nation ( <a href="http://www.wespennest.at/pdf/wn161_moeschl.pdf">Leseprobe als PDF</a> )</div>
</li>
<li>
<div>Franz Josef Czernin : Land der Berge, Land am Strome. Ein bekannter Text im Geiste des Strukturalismus ( <a href="http://www.wespennest.at/pdf/wn161_czernin.pdf">Leseprobe als PDF </a>)</div>
</li>
<li>
<div>Hazel Rosenstrauch : Drei Heimaten pochen, ach, in meinem Busen</div>
</li>
<li>
<div>Gerhard Roth im Gespräch : &#8220;Wir brauchen eine zweite Existenz im Kopf&#8221;</div>
</li>
<li>
<div>André Heller im Gespräch : &#8220;Das war die Punze, die ich hatte<strong><em>&#8220;</em></strong></div>
</li>
<li>
<div>Friedrich Achleitner im Gespräch : Schön und schiach – darauf lass ich mich nicht mehr ein&#8221;</div>
</li>
<li>
<div>Franz Schuh : Geboren 1947. Über Generationen im Allgemeinen und über meine im Besonderen</div>
</li>
<li>
<div>Gabriel Ramin Schor : Uhrwerk Semmelknödel, Mutterkult, wilder Hund. Zum Fall des Peter Noever</div>
</li>
<li>
<div>Herwig G. Höller : Von Feind und Ehre. Über das Leiden des Erinnerns, die Einheit des Gedenkens und die fortgesetzte Deutungshoheit des Kameradschaftsbundes in der steirischen Provinz</div>
</li>
<li>
<div>Walter Schübler : A.E.I.O.U.? – L.M.I.A.! Anton Kuhs &#8220;Unsterblicher Österreicher&#8221; – und sein sterblicher Nachfahr</div>
</li>
<li>
<div>Wolfgang Müller-Funk : So viel Österreich. Mutmaßungen über die Erfindung eines Landes ( <a href="http://www.wespennest.at/pdf/wn161_mueller-funk.pdf">Leseprobe als PDF</a>)</div>
</li>
<li>
<div>Brigitte Kronauer : Mit Rücken und Gesicht zur Gesellschaft. Über Avantgardismus</div>
</li>
</ul>
<p><strong>||</strong><strong>|</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/logo_wespennest_400_62-1.png" alt="Logo Wespennest 400 62" width="430" height="92" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>WESPENNEST 161 &#8211; REZENSIONEN¹</p>
<p>Wie schon zuvor hat hat uns &#8211; in Absprache mit den Rezensenten &#8211; diesmal zwei Besprechungen von zwei aussergewöhnlichen Publikationen dem online- Archiv anzuvertrauen . Selbstverständlich bleiben die Copyrights der Autoren und Rezensenten unangetastet .</p>
<p>Da wäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Thuswaldner_(Literaturkritiker)">Anton Thuswaldners</a> innige Besprechung von <a href="Anton Thuswaldner Christian Steinbacher: Winkschaden, abgesetzt">Christian Steinbacher</a> : &#8220;<a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=705&amp;xmlserv_nc=1"><em>Winkschaden , abgesetzt . Gedichte und Stimmen</em></a>&#8221; ( Czernin 2011 ) sowie Matthias Fallenstein über Florian Neuners überaus gelungenen &#8220;<em>Ruhrtext . Eine Revierlektüre</em>&#8221; ( Klever 2010 )</p>
<p>|||</p>
<p>ANTON THUSWALDNER : RAUS AUS DEM BEDEUTUNGSKÄFIG !<br />
Christian Steinbacher: &#8220;<a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=705&amp;xmlserv_nc=1"><em>Winkschaden , abgesetzt . Gedichte und Stimmen</em></a>&#8221; , Wien : Czernin 2011</p>
<p>Vorsicht, dieses Buch wird Ihre Aufmerksamkeit länger in Anspruch nehmen als Sie für dessen Lektüre veranschlagen. Vor allem wird Sie dieses Buch mehr fordern, als Sie meinen. Ein Gedichtband von nicht einmal 160 Seiten ist bald gelesen, das kennen wir. Wir steigen ein in jeweils individuelle Gedanken- und Bilderwelten, lassen uns kurzfristig aus der Bahn werfen, und bald haben wir uns wieder gefangen und uns im Alltag eingefunden.</p>
<p>Das gelingt uns mit Steinbachers Gedichtband aber nicht. Er liebt die Sprache und traut den Wörtern nicht über den Weg. Er nimmt sie nicht ungefragt als Botschafter von Bedeutungen. Jedes Einzelne nimmt er sich vor, um es noch einmal zu befragen, was es hergibt und ob es nicht, in unerwartete Zusammenhänge gestellt, mit überraschenden Bedeutungen aufwartet. Wort für Wort will hier abgeklopft und gedreht und gewendet werden, um herauszubekommen, wie es sich in seinem näheren Umfeld der es umgebenden Wörter und dem weiteren Umfeld der es umgebenden Zeilen verhält. Christian Steinbacher ist, wenn man so will, ein Wort-Verhaltensforscher, der die Objekte seiner Begierde fremden Einflüssen aussetzt, sich auf die Lauer legt und aus sicherer Distanz seine Beobachtungen anstellt. Das ist eine Voraussetzung für diese Literatur, dass der Autor den Abstand wahrt und selbst als Person draußen bleibt.</p>
<p>Als Thelonious Monk einmal gefragt wurde, wie es ihm gelinge, einem Klavier seinen ganz eigenen, besonderen Klang abzugewinnen, antwortete er: &#8220;Eine neue Note kann es nicht sein. Die Noten sind alle festgelegt, wie Sie an der Klaviatur sehen. Doch wenn es Ihnen auf eine Note wirklich ankommt, klingt sie anders. Sie müssen sich die Noten aussuchen, die Sie wirklich meinen!&#8221; Das lässt sich übertragen auf eine Literatur, wie Christian Steinbacher sie schreibt. Die Wörter sind alle da, sie stehen auf ihrem Platz, den ihnen die Tradition und unsere Erwartung zugeschrieben haben und rühren sich nicht von der Stelle. Bei Steinbacher aber warten sie auf ihren Einsatz, der ihnen neue Möglichkeiten eröffnet. Bei ihm dürfen sie mehr sein als Begriff und Bedeutung, sie sind Klang und Rhythmus und werfen in assoziativen Zusammenhängen neuen Sinn ab.</p>
<p>Das alles war vorher nicht gewollt. Steinbacher macht sich ja nicht an die Arbeit, um eine Deutungsmaschine anzuwerfen, die die Welt rauf und runter erklärt. Wie denn auch, es geht ja drunter und drüber, in der Sprache Steinbachers und in der Welt sowieso. Nie sagt uns ein Steinbacher-Gedicht, wie wir einen Sachverhalt, eine Wahrnehmung, ein Sprachbild zu nehmen hätten. Eingesperrt kämen sie sich vor, die Wörter, in einem Käfig, der ihnen die Luft zum Atmen nähme. Deshalb ziehen sie Umwege vor, die Fluchtrouten vor allem, auf denen sie sich bei Bedarf gegenseitig die Räuberleiter machen. Ein Wort hilft dem anderen, sich aus Bevormundungen zu lösen. Sie gehen unerhörte Beziehungen ein, treffen zusammen, um gemeinsam in neue Wortwelten aufzubrechen. Was um alles in der Welt ist ein &#8220;Leckwinter&#8221;, was soll ich mir unter einem &#8220;Beißengel&#8221; vorstellen, und muss ich mich vor einem &#8220;Schwemmkopf&#8221; fürchten? Solche Wortschöpfungen starren uns aus einem Gedicht heraus an und erwarten, dass wir etwas mit ihnen, aus ihnen machen. Diese Wörter hat es bislang nicht gegeben, sie wurden gerade erst auf dem Steinbacher&#8217;schen Verschubbahnhof zusammengestellt. &#8220;… was musstest du denn / immerzu auch gleich was pressen / in Systeme …&#8221;, heißt es vorwurfsvoll in einem Gedicht, das sich gerade nicht pressen lässt in irgendein System. Mikrozonale Prozesse laufen hier ab.</p>
<p>Auf engstem Raum werden Beziehungen gestiftet, die der Bedeutungsvielfalt Tür und Tor öffnen. Bleiben wir bei diesem mysteriösen &#8220;Leckwinter&#8221;. Solch ein Wort hat es ja an sich, dass wir ins Grübeln kommen. Man muss wissen, dass Steinbacher ein durchtriebener Zeitgenosse ist. Seine Gedichte wirken nur auf den ersten Blick abstrakt, jede Sinnlichkeit abtötend. Sie sind es aber ganz und gar nicht. Ihnen ist die Sprachlust anzusehen, mit der der Autor sie in ein frivoles Techtelmechtel hineinzieht. Der Autor und seine Wörter, eine erotische Angelegenheit. &#8220;Zwick dich ab&#8221;, heißt es einmal, was immer das heißen mag, und schon stellt sich eine Assoziation ein: &#8220;weck ein den Schneck&#8221;. Ein Wort gibt das nächste, der Klang liefert die Vorlage für das, was kommt. Steinbacher legt sich kein Kalauer-Berührverbot auf (&#8220;Nervenscherz wie Schmerzkeks&#8221;), er verhehlt gar nie, dass er sich einen Jux machen will. Aber es kommt stets mehr raus als der bloße Jux. Ein Gedicht kann eben auch eine Instanz sein, die Wirklichkeiten widerruft und neue schafft.</p>
<p>Das alles geht nur gut, wenn es nicht beim fröhlichen Tändeln bleibt. Die Welt nimmt über das Sprachspiel den Weg ins Gedicht. Um welche Welt aber handelt es sich? Nehmen wir uns doch die &#8220;Leckwinter&#8221;-Wirklichkeit vor. Beim Winter handelt es sich um eine klare Sache: Schnee, kalt, weiß, das sind die ersten Vorstellungen, die sich einstellen. Ich denke, dass Christian Steinbacher und ich vergleichbare Kindheitserfahrungen hatten. Wenn es kalt war und wir uns bei Wind und Schneefall draußen aufhielten, die Augen tränten und die Nase tropfte, leckten wir uns die Lippen rot. Die Mutter sah das gar nicht gerne, weil sie sich schon eine Entzündung medizinisch bekämpfen sah. An solche &#8220;Leckwinter&#8221; erinnere ich mich.</p>
<p>Erfahrungsgemäß bleibt es bei Wortbildungen allein nicht. Diese werden in Zusammenhänge gestellt. &#8220;Zusammenhang, / der schlüpft selbst hier&#8221;, lesen wir einmal und nehmen zur Kenntnis, dass ein Zusammenhang schlüpft wie ein Küken aus dem Ei. Kombinationsmodelle zählen zur bevorzugten rhetorischen Figur. Sie ermöglichen den Crash disparater Elemente. &#8220;Grätsche&#8221;, &#8220;Gerätschaft&#8221;, das kennen wir schon. Die beiden Begriffe geraten aneinander, weil sie klangverwandt sind. Und was machen die beiden? Die Grätsche &#8220;stumpft ab&#8221;, die Gerätschaft &#8220;bleibt fort&#8221;. Deutlicher wird Steinbacher nicht. Es hilft kein Zetern, er lässt uns mit diesen Wortwelten allein. Auf dem Raum einer einzigen Zeile spielen sich wahre Mikrodramen ab mit den Wörtern als den eigentlichen Helden.</p>
<p>Deutlich wird Steinbacher in seinem Bestreben, nicht eindimensional deutlich werden zu wollen. Wenn uns ein Wort &#8220;als Andeutung, die vage flirrt&#8221; unterkommt, ist er schon zufrieden mit sich und seiner Arbeit. Die Welt, die Steinbacher schafft, bleibt im Fluss, ist in ununterbrochenem Aufbruch begriffen, schafft sich aus sich heraus stets selbst neu. Das ist anstrengend, wenn man auf eine Lektüre hofft, die feste Tatsachen in den Raum stellt. Nichts ist sicher, das Gedicht ist nur der handfeste Ausdruck einer solchen Weltsicht. Aber etwas anderes ist gar nicht vorstellbar, solange wir auf ein derart wankelmütiges Wesen wie die Sprache angewiesen sind. Steinbacher, der Schelm: Wo andere auf bestmögliches Verständnis drängen, entdeckt er seine Freude an dessen dunkler Schwester, dem Missverständnis. Gerade am Fragwürdigen, am Rätselhaften, am Brüchigen entzündet sich der Sprachenthusiasmus des Autors. Als Leser profitieren wir davon. (  © Anton Thuswaldner )</p>
<p>|||</p>
<p>MATTHIAS FALLENSTEIN : TEXTLANDSCHAFTEN : LANDSCHAFTSTEXT<br />
Florian Neuner : <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=105">Ruhrtext. Eine Revierlektüre.</a></em> Wien , Klever 2010</p>
<p>Auf Reisen ist Florian Neuner in allen seinen Büchern gewesen. Aber Reiseberichte sind sie so wenig wie Schuberts &#8220;Winterreise&#8221; oder Mahlers &#8220;Lieder eines fahrenden Gesellen&#8221;. Der Raum, in dem der Autor sich vorfand und den er beschreibt, war imaginär, die geschilderten Traumfahrten waren die eines verlorenen Ich, das sich in obsessivem Suff und Sex vergeudet und vergisst. Die Wege und die Stationen dieser Reisen folgten einem diffusen Verlangen, sie trieben den Erzähler durch Kneipen, Klappen, Parks und die dreckigen Dunkelräume einschlägiger Etablissements, in die unauslotbaren Tiefen exzessiver Gewalt, bis an die Grenzen des auch für den Leser noch Erträglichen. Fahrpläne und Eisenbahnknotenpunkte eröffneten immer neue Anschlüsse, nur weiter, ach, noch weiter zu gehen. Oder war es die Sprache, die den Autor antrieb? Zeichnete er, stets mit Restalkohol im Blut, nur auf, was die Sprache, was Lektüren und innerer Monolog ihm vorschrieben oder vorschrien, in einer raffinierten Prosa, welche alle Arten von Assoziationen mit gezielt montierten Zitaten aus fremden Texten verknüpfte, so lange, bis man zwischen Zitat und Text kaum einen Unterschied mehr zu erkennen vermochte?</p>
<p>Florian Neuner gehört zu den wenigen jüngeren Autoren, für die experimentelle oder, wie er gern sagt, <em>neue Prosa</em> tatsächlich ein Experiment und nicht eine Manier ist. Mit seinem letzten Buch, Zitat Ende, bekannte er sich schon im Titel dazu, sprachlich ebenso wie bezogen auf den Inhalt, an einen Punkt gelangt zu sein, wo es nicht mehr weitergeht. Zitat und umgebender Text sind eins geworden, Ich, der spricht, ist nicht mehr ich, ist vielmehr Anderer und Anderes: eine ursprüngliche Verschmelzungsfantasie, die nur im Dunkeln, in der Nacht hätte Wirklichkeit werden können, ist, in Konfrontation mit der Gewalt, an ihre letzte Grenze gelangt. Diese Grenze hatte der Autor schon in seinem ersten Buch <em>Und käme schwarzer Sturm gerauscht</em> anvisiert. Dort geht am Ende des durchgehend dunklen Textes plötzlich das Licht an. Mit seinem neuen Buch, <em>Ruhrtext</em>, zieht Florian Neuner nun die Konsequenz aus dem abgeschlossenen Schreibexperiment: Er tritt in Tageslicht.</p>
<p><em>Ruhrtext</em> ist ein helles, der Aufklärung verpflichtetes Buch. Doch bleibt der Autor derselbe: Wieder ist er auf Reisen, aber die Gegend, die er durchstreift, ist nicht mehr in das Dunkel getaucht, wo alle Katzen grau sind. Florian Neuner bereist, man sollte besser sagen: durchstreift mit wachen Augen das Ruhrgebiet, eine der eigentümlichsten und widersprüchlichsten Metropolen der Welt: eine riesige Stadt ohne Zentrum, Wildwuchs in einer zerstörten Landschaft, zerfallen in eine Mehrzahl größerer und kleinerer, eigenständiger Kommunen, die ohne Übergang aneinander grenzen und doch nicht zusammenwachsen können, die andererseits keine Grenzen haben, sondern sich im Lande wie im Sande verlaufen, Stadtlandschaft als Stadt, die Landschaft frisst, ohne sie überall ganz zu vernichten. Moloch und zugleich Idyll, Symbol der alles niederwalzenden Gewalt des Kapitalismus und zertretener Arbeitermacht. Zerschnitten von Eisenbahntrassen und Autobahnen, kann man diese Stadtlandschaft leicht durchqueren, sich in ihr fortbewegen aber ist nur gegen mancherlei Hemmnisse möglich, überall findet sich Trennendes, kommunale Verkehrssysteme verbinden sich nicht, alles ist zersplittert, bis hin zu einem kleinstädtischen Lokalpatriotismus, gefördert von der Berliner Bourgeoisie, die ein zweites, proletarisches Machtzentrum neben der deutschen Hauptstadt fürchtete. Jedem Städtchen sein eigener Fußballverein, die national in den obersten Rängen miteinander konkurrieren, noch heute. So teilt, so herrscht man.</p>
<p>Für Florian Neuner ist diese Stadtlandschaft ein ungeheurer, schwer zu lesender, widerspenstiger Text, und seine Erkundungsgänge in diesem Labyrinth sind Versuche, diesen Text zu entschlüsseln, in seinen Widersprüchen historische Schichten zu entdecken, hinter der zerrissenen Oberfläche Menschen und ihre Geschichten wahrzunehmen, wie man sie in den Kneipen mit ihrem hier wie überall gleich säuerlichen Geruch erzählt bekommt, Menschen, deren Kultur vom Gelsenkirchener Barock bis zum Folkwangmuseum, von der Villa Hügel bis zu den Arbeitersiedlungen sich dehnt, ganz zu schweigen von den Neubaugebieten, in deren Öde man sich immer verläuft. Ein guter Roman kann die Fantasie des Publikums nähren, in Florian Neuners Lektüre der Stadtlandschaft wird genaue Beobachtung auf eine ebenso imaginäre Ebene entrückt, man verliert sich in Träumen oder Alpträumen von Arbeitersolidarität und missglückten Aufständen, von gelungener Integration ausländischer Zuwanderer und dem Neid, mit dem ein Arbeitsloser den anderen bewacht, von wirtschaftlichem Aufschwung und Verfall, von künstlerischer Vitalität und Industriebrachen, die zu Museen werden, von Stadtplanung und ihren mannigfaltigen Grenzen: alles Geschichten, alles Text. Keine Erzählung, eher ein langsames Vortasten in schwierigem Gelände, gut recherchiert und doch keine Reportage, kein Kulturreiseführer: vielmehr endlose Aufzählungen im Ganzen unübersehbarer Details, auch das eine kalkulierte Zumutung an die Geduld des lesenden Publikums, die der Autor bis zur Erschöpfung strapaziert, ohne dass der Text deswegen langweilig wirkte. <em>Ruhrtext</em> ist auch eine Grenzerfahrung. Die <em>Revierlektüre</em> ist nicht schwerer als eine Fußreise durch das Ruhrgebiet: Man muss sie ja nicht auf einmal erledigen. Aber es lohnt sich, sie zu unternehmen, denn wer diese Lektüre versäumt, nimmt ein exzellentes Beispiel neuer Prosa nicht wahr.</p>
<p>Keine Verschmelzung mehr im sinnlichen Rausch, keine Indifferenz von Text und Zitat: vielmehr Text und Text, ununterscheidbare Einheit zweier Sprachen: Ziel des Autors ist die Identität des Sprachgestus der erfahrenen Stadtlandschaft mit dem Text, der dem Publikum zur Lektüre vorliegt. Man kann sich, was hier gemeint ist, an den einleitenden Sequenzen des Buches vergegenwärtigen: Es sind Durchfahrten durch das Ruhrgebiet, eine Stadt geht in die andere über, sie gleichen sich und sind doch immer anders. So die Sätze: Sie tasten nacheinander immer die gleichen Bilder ab, aber sie gleichen sich nicht, sagen dasselbe immer wieder anders. Und dabei entsteht ein präzises Traumbild dieser Stadtlandschaft, der Text, sprachliche Wucherungen mit dem Restalkohol im Blut: doch auf eine eindringliche Weise realistisch, ja naturalistisch den Problemen einer Region zugewandt, die, wie alle Probleme, in Wahrheit Menschen sind, Wesen, die der Sprache bedürfen, um zu einer Einigung zu gelangen. Dieser fantastisch-naturalistische Eindruck &#8211; man könnte fast sagen: ein Zola mit den Mitteln neuer, experimenteller Prosa &#8211; wird unterstützt durch zwei dem Buch beigegebene Fotoserien von Jörg Gruneberg, die den Autor auf seiner Wanderung und typische Sujets dieser Stadtlandschaft zeigen. (  © Matthias Fallenstein )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DIE AUTOREN</p>
<p>Anton Thuswaldner , geb. 1956 in Lienz , Studium der Germanistik und Geschichtswissenschaften , lebt und arbeitet als Literaturredakteur in Salzburg .</p>
<p>Matthias Fallenstein , geb. 1947 , kulturwissenschaftliches Studium , Dr. theol., Heilpädagoge i. R. , schreibt Essays und Kritiken .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/logo_wespennest_400_62-1.png" alt="Logo Wespennest 400 62" width="430" height="92" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>¹ &#8211; WESPENNEST 161 &#8211; WEITERE REZENSIONEN</p>
<ul>
<li>
<div>Martin A. Hainz über Adolf Holl : Wie gründe ich eine Religion?</div>
</li>
<li>
<div>Tobias Amslinger über Michalis Pichler : Der Einzige und sein Eigentum</div>
</li>
<li>
<div>Klaus Bonn über Angelika Reitzer : unter uns</div>
</li>
<li>
<div>Klaus Kastberger Über Linda Stift : Kein einziger Tag</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HINWEIS : Wie bereits <a href="http://www.zintzen.org/2012/01/16/neues-von-freunden-112/">gestern angekündigt</a> , findet <strong>Donnerstag , den 19. 1. 2012</strong> im Literarischen Qartier Wien die <a href="http://www.alte-schmiede.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=925:1912012-1900-lqglz&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Vorstellung dieser jünsten Ausgabe des &#8220;<em>wespennest</em>&#8220;</a> statt -</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li>wespennest 160 | Roland Barthes : <a href="wespennest 160 | Roland Barthes : Tagebuch der Trauer (Hanser)">Tagebuch der Trauer</a></li>
<li>wespennest 159 | Gerhard Scheit : <a href="Gerhard Scheit: Albert Drachs Gedichte">Albert Drachs Gedichte</a> ( Werkausgabe Zsolnay )</li>
<li>wespennest 158 | Friederike Mayröcker : “<a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/friederike-mayroecker-diffrence-zwischen-ot-und-titellos/">différence zwischen o.T. und titellos</a>” – Stadien eines Gedichtes</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Audio : Florian Neuner liest aus &#8220;IDIOME&#8221; #4</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/12/01/audio-florian-neuner-liest-aus-idiome-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 04:45:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Literaturzeitschriften LITERARISCHE UND SOZIALISTISCHE TOPOGRAFIEN Anlässlich einer Vorstellung der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;IDIOME &#8211; Hefte für neue Prosa&#8221; in Essen lasen Urs Jaggi und &#8220;IDIOME&#8221;- Herausgeber ( und &#8220;Salon&#8220;- Autor ) Florian Neuner aus ihren in der #4 abgedruckten Texten . Dank Karl-Heinz Gajewsky &#8211; der seit einigen Jahren ein Audio- Archiv aufbaut ,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/?s=Literaturzeitschriften"><em>Literaturzeitschriften</em></a></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/12/idiome_04_logo_cover-1.png" alt="idiome 04 logo cover" width="520" height="200" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p>LITERARISCHE UND SOZIALISTISCHE TOPOGRAFIEN</p>
<p>Anlässlich einer Vorstellung der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/2011/05/16/out-now-idiome-hefte-fuer-neue-prosa/">IDIOME &#8211; Hefte für neue Prosa</a></em>&#8221; in Essen lasen Urs Jaggi und &#8220;IDIOME&#8221;- Herausgeber ( und &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em>&#8220;- Autor ) <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> aus ihren in der #4 abgedruckten Texten . Dank <a href="http://www.gajewsky.de/">Karl-Heinz Gajewsky</a> &#8211; der seit einigen Jahren ein <a href="http://reviercast.blogspot.com/">Audio- Archiv</a> aufbaut , um das literarische Leben im Ruhrgebiet zu dokumentieren &#8211; sind Einführung , die Lesungen Urs Jaeggis und Florian Neuners ebenso auf mp3 zu hören wie die Schlussrunde und Debatte .</p>
<p>Nicht von ungefähr notiert Neuner <a href="http://neueprosa.wordpress.com/2011/11/13/idiome-an-der-ruhr/">im <em>neue prosa</em>- Blog</a> , in welchem Masse sich der Leseabend in einem für alle Künste offenen Kulturhaus in Essen von anderen Lesungsorten unterschied :</p>
<blockquote><p>Anders als bei den IDIOME-Veranstaltungen in den Wiener und Berliner Literaturhäusern fand ich in Essen ein nicht nur interessiertes, sondern auch debattenfreudiges Publikum.</p></blockquote>
<p>Wir wollen uns in|ad|ae|qu|at allerdings jetzt erst mal auf Florian Neuners Lesung konzentrieren und nennen für Interessierte die Links der übrigen Files .</p>
<p>Neuner liest den Text &#8220;Sedansberg&#8221; &#8211; einem Wuppertaler Quartier , dessen Name auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Sedan">Schlacht von Sedan</a> ( 1870 ) verweist ; jeder &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=105">Ruhrtext &#8211; Eine Revierlektüre</a></em>&#8220;- Aficionado wird mit Freude vernehmen , dass Neuner , so die Selbstaussage , am Beginn eines neuen Projektes steht , welches einer sozialistischen Topographie gewidmet sein soll .</p>
<p>Florian Neuner : Sedansberg ( 12:24 )</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p>|||</p>
<p>FOR FURTHER LISTENING</p>
<ul>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_277.mp3">Begrüssung und Einleitung</a></li>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_278.mp3">Lesung Urs Jaeggi</a></li>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_280.mp3">Gespräch und Diskussion</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Glasharmonika und schwarzer Bass : Mit seiner Spieluhr- Thematik mutet der Track &#8220;You&#8217;re the Reason Why&#8221; schon fast ein wenig wie Filmmusik an bzw. wie eine postromantisches <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/12/czz-hoerempfehlung-148.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" />Vorspiel zum Dezember , von welchem wir ja bekanntlich nie genug bekommen können -</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11000906&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11000906&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="http://soundcloud.com/love-and-light/youre-the-reason-why">You&#8217;re the Reason Why</a> by <a href="http://soundcloud.com/love-and-light">Love and Light</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 23:27:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; GEDICHTEKONFERENZ &#124; BUCHPREMIERE MARGIT SCHREINER &#124; IDIOME PROSAWERKSTATT &#124; BUCHPREMIERE ELISABETH REICHART &#124; KLANGAPPARAT Urs Wehrli : Die Kunst aufzuräumen ( via ) GEDICHTEKONFERENZ Man stelle sich vor , wie die Gedichte sich Jahr für Jahr jeweils rüsten , wenn der Zeitpunkt der &#8220;Gedichtekonferenz&#8221; naht . Nun ist es bei den Gedichten im wirklichen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_401.jpg" rel="lightbox[21919]"><img class="alignnone size-full wp-image-21593" title="blanc_40.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_401.jpg" alt="" width="640" height="40" /></a></p>
<p><strong>|||</strong> GEDICHTEKONFERENZ | BUCHPREMIERE MARGIT SCHREINER | <em>IDIOME</em> PROSAWERKSTATT | BUCHPREMIERE ELISABETH REICHART | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/urs_wehrli_buchstabensuppe_vorher_nachher.jpg" alt="Urs Wehrli buchstabensuppe vorher nachher" width="600" height="890" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p align="right"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BkAGFgK3y2U">Urs Wehrli</a> : <em><a href="http://www.kunstaufraeumen.ch/">Die Kunst aufzuräumen</a></em> ( <a href="http://ffffound.com/image/027a9a3dae9630de957f14e2e6676815a17ce5d7">via</a> )</p>
<p>GEDICHTEKONFERENZ</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/czz-neuesvonfreunden-22.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" />Man stelle sich vor , wie die Gedichte sich Jahr für Jahr jeweils rüsten , wenn der Zeitpunkt der &#8220;Gedichtekonferenz&#8221; naht . Nun ist es bei den Gedichten im wirklichen Leben : Viele sind in Erwartung , wenige werden namentlich gerufen . Die Konferenz findet diesjahr unter dem Motto &#8220;<em>Dichtungsechos – Konstellationen – Spannungsverhältnisse &#8211; Rhythmen</em>&#8221; statt und präsentiert <a href="http://www.reinhardpriessnitz.de/9281.html?*session*id*key*=*session*id*val*">Eckhard Rhodes</a> Dichtung , die &#8220;Aspekte des Wortlautes mit Motiven der Dichtungstradition und Denkstücken der Philosophie zu räumlichen und semantischen Konstellationen&#8221; verbindet : &#8220;<a href="http://www.engstler-verlag.de/medienstreu.html#cd"><em>bruchstellen</em></a> &#8221; ( peter engstler ; CD ) .</p>
<p><a href="http://zintzen.org/autorinnen-autoren/christoph-w-bauer">Christoph W. Bauer</a> &#8220;borgt sich vom römischen Dichter Catull das Leitmotiv <em>odi et amo</em> , <em>ich liebe und ich hasse</em>, um in einem Zyklus aus 37 Gedichten das Erblühen und das Verwelken einer zeitgenössischen römischen Reiseliebe zu besingen&#8221; : &#8220;<em><a href="http://www.haymonverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buch&amp;titnr=697">mein lieben mein mittendrin du</a></em> &#8221; ( Haymon ) .</p>
<p><a href="http://www.droschl.com/programm/person.php?person_id=307">Stefan Schmitzer</a> , der jüngste im Bunde , darf explizit den &#8220;<em><a href="http://www.droschl.com/programm/buch.php?book_id=746&amp;PHPSESSID=4a0d43ac445f3959eae5a756676fe509">Scheiss sozialen Frieden</a></em> &#8221; ( Droschl ) benennen :</p>
<blockquote><p>Unsere angehenden Sklavenhalter-Gesellschaften wären reif für die offene Revolte. Doch die Zivilfeigheit drückt sich noch vor der geringsten politischen Aktivität. Wie das von diesem Konflikt aufgeriebene Bewusstsein versucht, vor eigenen moralischen Ansprüchen zu bestehen, das zeigt Stefan Schmitzers neuer Gedichtband auf vielfache Weise. Der Beat, der Blues, die Ballade, der Song, der Zorn, die Ohnmacht, die expressive Moralpauke, die Geste der Wortgewalt – die Notwendigkeit politisch bewusster Dichtung wird mit poetischem Einfallsreichtum behauptet. Paul Celan, Guy Debord, Homer sind einige der Stimmen aus der Tiefe der Zeit, auf die der Dichter mitten im Pulsschlag der Gegenwart hört.</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=757:3102011-as&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">3. Gedichtkonferenz</a> &#8211; Wien , Literarisches Quartier Alte Schmiede &#8211; <strong>Montag , 3. 10. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIERE MARGIT SCHREINER</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/czz-neuesvonfreunden-22.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Margit_Schreiner">Margit Schreiner</a> liest aus ihrem Roman &#8220;<em><a href="http://www.schoeffling.de/content/buecher/540.html">Die Tiere von Paris</a></em> &#8221; ( Schöffling ) :</p>
<blockquote><p><em>Die Tiere von Paris</em> ist das ironische Selbstgespräch einer Alleinerziehenden, die sich und dem Leser das Dreiecksverhältnis zwischen ihr selbst, ihrem Kind und ihrem Exmann schonungslos vor Augen führt. Bereits während der Ehe hat sich von Anfang an eine Entwicklung abgezeichnet, die sie nicht wahrnehmen und wahrhaben wollte. Als sie ein Kind bekommt, überschlagen sich die Ereignisse. ( Verlag )</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.ogl.at/">Margit Schreiner liest &#8220;<em>Die Tiere von Paris</em>&#8220;</a> &#8211; Wien , Österr. Gesellschaft für Literatur &#8211; <strong>Dienstag , 4. 10. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><em>IDIOME</em> PROSAWERKSTATT</p>
<p><em><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/czz-neuesvonfreunden-22.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" /><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=162?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Idiome – Hefte für Neue Prosa</a></em> sind ein Forum für eine zeitgenössische Prosa als Sprachkunst ( seit Kurzem mit einem <a href="http://neueprosa.wordpress.com/">Blog</a> ) . Ein Autor, der Gattungsgrenzen souverän ignoriert , ist <a href="http://neueprosa.wordpress.com/2011/07/31/urs-jaeggi-kunst-ist-uberall/">Urs Jaeggi</a> ( geb. 1931 ) . Mit Romanen wie &#8220;<em><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351170.html">Brandeis</a></em>“ ( 1978 ) bekannt geworden, wandte er sich essayistischen und experimentellen Schreibweisen zu; er veröffentlichte zuletzt den Roman &#8220;<em><a href="http://www.books.ch/detail/ISBN-9783719315436/Jaeggi-Urs/Eudora">Eudora</a></em> “ ( Huberverlag , 2010 ) .</p>
<p>Für <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/lisa-spalt/">Lisa Spalt</a> ( geb. 1970 ) geht es in der Prosa um die Frage nach dem Verhalten des durch Sprache agierenden und beeinflussten Körpers . Ihr jüngstes Buch &#8220;<em><a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=683">Blüten</a></em>“ (Czernin , 2010) nennt sie im Untertitel einen &#8220;Gebrauchsgegenstand“. Moderation : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> ( Hg. gem. mit Ralph Klever )</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=205&amp;tx_ttnews[tt_news]=524&amp;cHash=57093cbef2"><em>Idiome</em> 2011 Prosawerkstatt ; Lesungen &amp; Gespräch</a> &#8211; Literaturhaus Wien &#8211; <strong>Mittwoch , 5. 10. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIERE ELISABETH REICHART</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/czz-neuesvonfreunden-22.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" />Im Rahmen der Präsentation ausgewählter Herbst- Neuerscheinungen liest <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Reichart">Elisabeth Reichart</a> aus ihrem bei Otto Müller erschienen Roman &#8220;<em><a href="http://www.omvs.at/redaktion/dbquery.php?buch=361">Die Voest- Kinder</a></em>&#8221; .</p>
<blockquote><p><em>Voest-Kinder</em> erzählt die Kindheit eines Mädchens, das Mitte der 1950er-Jahre in der Voest-Siedlung an der Donau aufwächst: einem Wohnviertel, das für die Mitarbeiter der Voest-Werke gebaut wurde. In ihrer magischen Welt entflieht das Kind der Realität, bis es vom tristen Alltag und der Vergangenheit eingeholt wird. Das Mädchen versucht sich zurechtzufinden zwischen Schweigen und Wörtern, die es nicht versteht. Seine Wahrnehmungen bedeuten für die Erwachsenen eine Bedrohung, erinnern diese zu schmerzlich an die eigenen, von den Nationalsozialisten verunmöglichten Sehnsüchte. Aus seiner Perspektive erfährt man von der inneren Befindlichkeit der Nachkriegsgeneration, aber auch von der Verzweiflung der Eltern, die ihre Jugend im Nationalsozialismus verbringen mussten. Eine Autorin von unbestechlicher Intelligenz und unbedingter Leidenschaft. Gibt es für eine Dichterin, einen Dichter eine idealere Verbindung? ( Gerhard Rühm )</p></blockquote>
<p>Einleitung und Gespräch mit der Autorin : <a href="http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=180,411745&amp;_dad=portal&amp;_schema=PORTAL">Christa Gürtler</a></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=760:6102011-lqas-18302000&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Elisabeth Reichart liest &#8220;Die Voest- Kinder&#8221;</a> &#8211; Wien, Literarisches Quartiert Alte schmiede &#8211; <strong>Donnerstag , 6. 10. 2011 , 20 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/czz-hoerempfehlung-128.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p align="right">Erspart die Axt im House den ( Bob ) Zimmermann , so kann man angehörs von <a href="http://www.myspace.com/attackphase">Attack Phase</a> ( Brisbane , AU ) beruhigt den Hammer weggeben . Zwischen ultrabreiten Techno- Soundmauern und einer Spielart des Minimal Tech , die ganz bestimmt keinen Leisetreter abgibt , bleibt &#8220;<em>Expoding Doors</em> &#8221; eminent an die perkussive Matrix gebunden . Was einerseits enorm stimuliert , anderseits auch hinreichend Potenzial zum Ein-und Aus- Trancen bietet -</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F14593638&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F14593638&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /></object><span><a href="http://soundcloud.com/attackphase/exploding-door">Exploding Door</a> by <a href="http://soundcloud.com/attackphase">Attack Phase</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 02:33:46 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_401.jpg" rel="lightbox[21785]"><img class="alignnone size-full wp-image-21593" title="blanc_40.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_401.jpg" alt="" width="640" height="40" /></a></strong></p>
<p><strong>|||</strong> BUCHPRÄSENTATION FRIEDRCH ACHLEITNER : <em>IWAHAUBBT |</em> 20 JAHRE <em>LITERATURHAUS WIEN | </em>BUCHPRÄSENTATION DANIEL WISSER : <em>STANDBY</em> | VERLAGSPRÄSENTATION KLEVER , HERBST 2011 | LINZER NOTATE 4 | 11 | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/antimatter.png" alt="antimatter" width="400" height="550" hspace="2" vspace="2" /><em><a href="http://ffffound.com/image/e557eefec03d572b3a3173a97793328a0badb324">via</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>BUCHPRÄSENTATION FRIEDRCH ACHLEITNER : <em>IWAHAUBBT</em></p>
<p>Im Rahmen der Reihe von ausgewählten Neuerscheinungen des Bücherherbstes liest <a href="http://www.zintzen.org/zur-kunst/friedrich-achleitner-lexikon/">Friedrich Achleitner</a> aus und spricht üben seinen eben bei Zsolnay erschienen Band &#8220;<em><a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-05546-9">iwahaubbd</a></em>&#8221; ,</p>
<blockquote><p>Mitte der 1950er Jahre schrieb Gerhard Rühm „wir haben den dialekt für die moderne dichtung entdeckt“, und meinte damit außer sich selbst noch H. C. Artmann und Friedrich Achleitner. Friedrich Achleitners Dialektgedichte unterscheiden sich wesentlich von denen seiner Freunde. Mitten unter den verschiedenen Wiener Großstadtdialekten „hörte ich meinen Innviertler Dialekt mit anderen Ohren“. In den Bauernhöfen an der bayrischen Grenze gab es so gut wie keinen Wortschatz außerhalb der Arbeitswelt, schreibt er im Nachwort. Achleitners seit damals entstandene und hier gesammelte scharfzüngige Gstanzln, Schnaderhüpfln, Litaneien und Gedichte erscheinen erstmals in einem Band. ( Verlag )</p></blockquote>
<ul>
<li><a href="http://www.alte-schmiede.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=753:2692011-as-lq-18002000&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Friedrich Achleitner präsentiert <em>iwahaubbd</em></a> <em>-</em> Alte Schmiede Wien &#8211; <strong>Montag , 26. 9. 2011 , 20 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>20 JAHRE <em>LITERATURHAUS WIEN</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/czz-neuesvonfreunden-226.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" />Das <a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=205&amp;tx_ttnews[tt_news]=522&amp;cHash=b77847ca7f">Literaturhaus feiert</a> von Montag , 26. 9., bis Sanstag , 1. 10. gleich drei Jubiläen :</p>
<p>20 Jahre Eröffnung des Literaturhauses<br />
30 Jahre Gründung der Übersetzergemeinschaft<br />
40 Jahre Gründung der IG Autorinnen Autoren</p>
<p>Allerdings gestaltet sich diese Festwoche fernab jedweger Ausschweifung als Informations- und Beratungsstelle für freie Autoren und Übersetzer . Da geht es um Sozialbeihilften bis hin zum Steuerrecht , Verlagstroubles und Copyright .</p>
<p>Bis Freitag stehen demnach strukturelle und individuelle Probleme des literarischen Lebens , am Samstagabend wird gefeiert .</p>
<p>Da die Webpräsenz dieser Festwoche sich als <a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=205&amp;tx_ttnews[tt_news]=522&amp;cHash=b77847ca7f">äusserst unhandlich</a> erweist , haben wir uns in|ad|ae|qu|at dazu entschlossen <a href="http://www.zintzen.org/archives/20-jahre-literaturhaus-wien-26-9-bis-1-10-2011/">eine eigene Überblicks- Seite</a> für das für den &#8220;bunten Reigen&#8221; der Veranstaltungen einzurichten .</p>
<p>Unseren literarschen Tip , das <em>wirkliche Fest</em> am Samstagabend betreffen , besteht aus eier guten und einer schlechten Nachricht :</p>
<p>Die gute ist , dass <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl Ujvary</a> unter dem Titel <em><a href="http://ujvary.mur.at/news.html">RUNNING</a></em> eine Kompilation von Videos versammelt , deren Autorinnen und Autoren durchwegs vom &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em>&#8221; her gute Bekannte sind : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/dieter-sperl/">Dieter Sperl</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ilse-kilic">Ilse Kilic</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/brigitta-falkner/">Bigitta Falkner</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/hanno-millesi/">Hanno Millesi</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a> und Liesl Ujvary ;</p>
<p>die schlechte Nachricht betrifft die Aufmerksamkeits Ökonomie im Hinblick auf die am Festabend munter showspielenden <em>The Literats &amp; Friends</em> ; neben solchem Hollodero haben es die im loop laufenden Videos von <a href="http://ujvary.mur.at/news.html"><em>RUNNING</em></a> natürlich schwer . Statt einen eigenen Abend für die durchaus witzigen , nachdenklichen und verspielten Videos zu widmen , drängt die Programmierung des Literaturhauses diese Werke auf eine flagrante Nebenrolle ab .</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/archives/20-jahre-literaturhaus-wien-26-9-bis-1-10-2011/">20 Jahre Literaturhaus Wien</a> &#8211; Literaturhaus &#8211; <strong>16. 9. bis Samstag , 1. 10. 2011</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPRÄSENTATION DANIEL WISSER : <em>STANDBY</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/czz-neuesvonfreunden-226.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" />Zwischen der drögen Tagesroutine in einem Callcenter und der Permafrost- Zone im ehelichen Heim gibt es für den mittleren Angestellten , kaum einen Ausweg : Es si denn in Träumen und Sehnsüchten nach alles erlösenden Prinzessin , die es &#8211; wie er bei diversen Rendez- Vous bitter bemerkt &#8211; natürlich nicht geben kann . Selbst der Leser <em>windet</em> sich angesichts dieser <em>Loose- Loose</em>- Situation. In mancherlei Hinsicht lassen sich durchaus Parallelen zwischen <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/daniel-wisser/">Daniel Wissers</a> &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=189?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Standby</a></em>&#8221; ( Klever- Verlag) und Wilhelm Genazinos &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/genazino-und-die-hoelle-des-gewoehnlichen/">Abschaffel</a></em>&#8220;- Romanen ziehen .</p>
<p>Auch Franz Schuh , der anlässlich der Präsentation im brut mit dem Autor sprechen wird , argumentiert in diesem Sinne :</p>
<blockquote><p>Dieses Buch ist bedeutend: Es handelt von der Künstlichkeit unseres Alltags, der Alltagsabläufe, der Berufsabläufe, der Abläufe in einem Büro. Und wenn man sich in diese Welt einfügt, dann kriegt man Gastritis, Magenschmerzen, Kopfweh. Man ist in dieser Künstlichkeit ständig krank, ständig verwundet. Wissers <em>Standby</em> stellt diese allgemeine Künstlichkeit rücksichtslos und brutal aus. Der Held arbeitet in einem Callcenter und leidet unter dem, was man früher “Entfremdung” genannt hat. Heute hat man allerhand andere Ausdrücke dafür, medizinisch zum Beispiel: Burn out. Ausgebrannt &#8211; aber man macht weiter in der Mühle, in der man sich eh ganz normal vorkommt. Es ist ein Massenschicksal, das <em>Standby</em> beschreibt.</p></blockquote>
<p>Schwänzern und räumlich und zeitlich Verhinderten sei das Nachspiel am 30. 9. 2011 , 11:40 in der Sendung <em><a href="http://roi.orf.at/programm/284998">Beispiele</a></em> auf Ö1 ans Herz gelegt .</p>
<ul>
<li><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=187?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3&amp;sid=bbd39750952fdc5ebfe73d560816eddc">Buchpräsentation Daniel Wisser: <em>Standby</em></a> &#8211; brut Wien , Karlsplatz 5 &#8211; <strong>Dienstag, 27. 9. 2011 , 20 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>VERLAGSPRÄSENTATION KLEVER , HERBST 2011</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/czz-neuesvonfreunden-226.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" />Nachdem mit Wissers &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=189?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Standby</a></em>&#8221; eben schon einer der Herbststitel vorgestellt wurde , präsentiert Ralph Klever sein jüngstes Programm zwei Tage später in der Alten Schmiede .</p>
<p>In Lesungen und Gesprächen stellen Wolfgang Bleiler &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=191?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Die Arbeitskräfte</a></em>&#8221; ( also erneut eine literarische Reflexion auf das Thema &#8220;Arbeit&#8221; ) , Florian Neuner sein radikales &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=195?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Satzteillager</a></em>&#8221; qausi zur Rückgewinnung der Sprache vor.</p>
<blockquote><p>Diese Texte sind ein Dokument der Krise. Da ist zum einen die Legitimationskrise des neoliberalen Kapitalismus, von der die Zeitungen gerade voll sind. Da ist aber auch eine persönliche Krise, die den Autor innehalten und nicht zu der Arbeit kommen läßt ( &#8230; ) ;</p>
<p>Entstanden ist daraus &#8220;eine Versuchsanordnung, die Offenheit und Rigidität paradox in sich vereinigen. Die Form verlangt einerseits Disziplin, fungiert gleichzeitig aber auch als eine Art Netz, das dazu geeignet ist Unterschiedlichstes einzufangen: Privates und Politisches, Poetologisches und Ephemeres, ohne dabei die Leerläufe dieses quasi improvisatorischen Ansatzes verbergen zu wollen, Grenzen und Möglichkeiten der Literatur geraten gleichermaßen in den Blick. ( Florian Neuner )</p></blockquote>
<p>Die in|ad|ae|qu|at- Leserinnen und- Lesern sind im Hinblick auf <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl Ujvarys</a> Prosa &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=193?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Das Wort Ich</a></em>&#8221; im &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em>&#8221; schon einige <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/liesl-ujvary-das-wort-ich-iii/">Texte aus diesem Band</a> vorgelegt worden.</p>
<blockquote><p>Das Innere unseres Kopfes ist Siedlungsgebiet der Sprache, das noch die feinsten Verästelungen menschlichen Handelns und Fühlens umfasst. Siedlungsgebiet / Besatzungszone / Nährboden meint nicht nur unsere Sprache als Grammatik und Semantik, es meint all jene kulturellen und zivilisatorischen Konstrukte und Konfigurationen, die in Sprache formuliert wurden und die ihrerseits Sprache formten, vom Paläolithikum bis ins 21. Jahrhundert. Konstrukte, die einander durchdringen oder überlagern, starr, fliessend, anarchisch, explosiv, beherrscht von Gesetz und Wildheit. Das Konstrukt Ich ist nur eines von zahllosen anderen Konstrukten, es beansprucht allerdings eine scheinbar besondere Wichtigkeit. Kann Ich die Position eines Beobachters einnehmen und das vieldimensionale Getöse in unserem Kopf erzählend beschreiben? Wohl kaum. Dennoch stellen die Texte dieses Buches eben solche Versuche dar, mit Sprache einzudringen in diesen Hyperkubus Innenwelt, Bilder der Innenwelt zu entwerfen. ( Liesl Ujvary )</p></blockquote>
<ul>
<li><a href="http://www.alte-schmiede.at/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=756:2992011-as-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Verlagspräsentation Klever</a> &#8211; Alte Schmiede Wien &#8211; <strong>Donnerstag , 29. 9. 2011 , 19 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LINZER NOTATE 4 | 11</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/czz-neuesvonfreunden-226.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>Einen literarischen Abend nach bewährtem Schema hat <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> eingefädelt und stellt wie stets drei Autoren vor . Diesmal mit <a href="http://www.myspace.com/heikefiedler">Heike Fiedler</a> ( Autorin und Performerin , Genf ) , <a href="http://oe1.orf.at/artikel/220019">Martin K. Menzinger</a> ( Autor von Hörspielen , Poesie , Prosa und Theater , Linz ) sowie <em><a href="http://www.reinhardpriessnitz.de/9281.html?*session*id*key*=*session*id*val*">Eckhard Rhode</a></em> ( Schriftsteller , Gastronom , Schauspieler , Hamburg ) .</p>
<p>Als mögliche Klammer der Ausgabe Nr. 104 der Reihe <em>linzer notate</em> mag die Frage stehen, wie sich eine aufs einzelne Wort konzentrierende oder auf Erkenntnissen Konkreter Poesie fußende Literatur heute weiterentwickeln lässt, sei es im Freilegen von Tiefenschichten der Wörter und Silben ( Eckhard Rhode ), in einer Verdrängung beschwörenden, pathosdurchwirkten Kunstsprache ( Martn K. Menzinger ) oder in einer multilingualen Oberflächentextur ( Heike Fiedler ). ( Christian Steinbacher )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-411.html">linzer notate 4 | 11</a> &#8211; Künstlervereinigung MAERZ , Eisenbahngasse 20 , Linz &#8211; <strong>Freitag, 30. 9. 2011 , 19:30 H</strong></li>
</ul>
<p>À propos Christian Steinbacher : hatten wir es nicht vermeldet , dass selbiger nebst <a href="http://www.ogl.at/archiv/gaeste-ab-1999/bio//evelyn-holloway/">Evelyn Holloway</a> und <a href="http://www.ogl.at/archiv/gaeste-ab-1999/bio//robert-streibel/">Robert Streibel</a> kurz zuvor in der ÖGL liest ?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.ogl.at/">Neues österreichische Literatur </a>: Steinbacher , Holloway , Streibel &#8211; Österr. Gesellschaft für Literatur &#8211; <strong>Dienstag , 27. 9. 2011</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Geigen , Harfe und ein elektronisch treibender Beat stellen wohl eine einzigartige Mixtur dar ;<br />
man höre , wie <a href="http://soundcloud.com/planewalker"><em>Planeswalker</em></a> diese singuläre Mischung in astreinen Psytrance überführt ;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/czz-hoerempfehlung-1283.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p align="right">&#8220;<em><a href="http://soundcloud.com/planewalker/backwards-in-time">Backwards In Time</a></em>&#8221; fährt mit seinen neueinhalb Minuten<br />
rythmisch ziemlich rein und stellt den Kopf ein wenig auf die Füsse .</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F239160&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F239160&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="Backwards'">Backwards&#8217;&#8221; DESIGNTIMESP=25568&gt;http://soundcloud.com/planewalker/backwards-in-time&#8221;&gt;Backwards In Time</a> by <a href="PlanewalkerPlanewalkerPlanewalkerhttp://soundcloud.com/planewalker">Planewalker</a></span><br />
<strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/08/29/neues-von-freunden-97/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 03:40:08 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> GRAZ : LESUNG &#8211; PERFORMANCE &#8220;EXTRA&#8221; | WIEN : <em>VOLKSSTIMME</em> &#8211; FEST | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/e_e_cummings.png" alt="e e cummings" width="550" height="450" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p align="right"><a href="http://ffffound.com/image/e0a73d3ec924e2a073b7367418c2264741299ab3">via</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>GRAZ : LESUNG | PERFORMANCE &#8220;EXTRA&#8221;</p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz-neuesvonfreunden-22.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" width="96" height="97" align="left" hspace="2" vspace="2" /></strong></p>
<p>Das von <a href="http://www.ritterbooks.com/index.php?id=15&amp;tx_ttnews[tt_news]=314&amp;tx_ttnews[backPid]=4&amp;cHash=8fd0797bbc">Max Höfler</a> wieder für die Literatur aus dem Sommer- und anderen -Löchern geborgene <em><a href="http://forum.mur.at/index.php?idcat=10#02.09.">Forum Stadtpark</a></em> lässt sich als erster Saisonstarter in der Tat nicht lumpen : Zwei &#8211; teils von &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/"><em>Salon</em></a>&#8220;- Autorinnen und -Autoren bestrittene &#8211; Leseabende der avancierteren Sorte leiten einen im besten Sinne wenig beschaulichen Nachsommer ein . Also : Ohren auf und wer&#8217;s namentlich körperlich nicht nach Graz schafft , kann sich am <em><a href="http://www.forumstadtpark.at/">Netstream</a></em> ergötzen .</p>
<p>Programm :</p>
<p>Freitag , 2. 9. 2011 , 20 H<br />
<a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ann-cotten/">Ann Cotten</a> ( urbi &amp; orbi ) ( <em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em> )<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Papenfu%C3%9F-Gorek">Bert Papenfuss</a> ( Berlin )<br />
<a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> ( Berlin ) ( <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/"><em>Salon</em></a> )</p>
<p>Samstag , 3. 9. 2011 , 20 H<br />
<a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> ( Wien ) ( <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/"><em>Salon</em></a> )<br />
<a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> ( Berlin ) ( <a href="http://www.kunstradio.at/2006A/09_07_06.html"><em>LARK</em></a> )<br />
<a href="http://www.literaturhaus-graz.at/LH/sub01/autoren02.php?ID_autor=1568&amp;mp=1&amp;a=2&amp;b=M">Alexander Micheuz</a> ( Graz )</p>
<ul>
<li><a href="http://forum.mur.at/index.php?idcat=10#02.09.">EXTRA</a> &#8211; Graz , <a href="http://www.forumstadtpark.at/">Forum Stadtpark</a> &#8211; <strong>Freitag , 2. 9. und Samstag , 3. 9. 2011 , je 20 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WIEN : <em>VOLKSSTIMME</em> &#8211; FEST</p>
<p><img style="width: 94px; height: 111px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/volksstimme_fest_2011.png" alt="Volksstimme Fest 2011" width="150" height="150" align="left" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>Am 3.und 4. September findet das 65. VolksstimmeFest im Prater statt : Das Programm auf 4 Bühnen, politische Initiativenstände , die Lesung &#8220;<a href="http://www.kpoe.at/home/kultur/volksstimmefest/anzeige-vsf/article/Linkes-Wort-am-Volksstimmefest-2011/186.html">Linkes Wort</a>&#8221; , Kinderprogramm und Gastronomie aus aller Welt machen &#8211; wie es heisst &#8211; &#8220;<em>Wiens schönstes Fest</em> einzigartig&#8221; .</p>
<p>Musikalisch ist am Samstag die legendäre &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hallucination_Company">Hallucination Company</a></em>&#8221; mit &#8220;Rounder Girl&#8221; <a href="http://www.roundergirls.at/main/de">Tini Kainrath</a> auf der Volksstimme- Bühne zu vernehmen ; am Sonntag spielen HipHopper <em><a href="http://fm4.orf.at/soundpark/h/huhnmensch/main">Huhnmensch</a></em> , New- <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RzS-14Bt0hg">Wienerleader</a> &#8220;<a href="http://web.me.com/wienergluehn/www.wienergluehn.at/home.html">Wienerglühn</a>&#8221; und &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/2011/04/09/attwenger-hintn-umi/">Attwenger</a></em> &#8221; auf .</p>
<p>Der traditionelle Literatur- Schwerpunkt &#8220;<em><a href="http://www.kpoe.at/home/kultur/volksstimmefest/anzeige-vsf/article/Linkes-Wort-am-Volksstimmefest-2011/186.html">Linkes Wort</a></em>&#8221; ist diesjahr dem Subthema &#8221; <em>FRAUEN : TEXTEN | FRAUEN : LESEN</em>&#8221; gewidmet . Jeweils 16-18 Uhr, Prater, Jesuitenwiese / 7*Stern-Bühne</p>
<p>3. 9. , Jesuitenwiese | 7*Stern-Bühne , 16 &#8211; 18 H : Judith Gruber-Rizy , Eva Jancak , Helga Pankratz , Ruth Aspöck , Grace Marta Latigo , Gertraud Klemm , Traude Veran , Susanne Ayoub , Lale Rodgarkia-Dara , Ursula Knoll , Angelika Reitzer , Renate Welsh-Rabady</p>
<p>4. 9. , Jesuitenwiese | 7*Stern-Bühne , 16 &#8211; 18 H : Gerda Marie Pogoda , Hilde Schmölzer , Michèle Thoma , Hilde Langthaler , Eva Schörkhuber , Elfriede Haslehner , Veza Quinhones-Hall , Neda Bei , Andrea Maria Dusl , Gabi Anders , Nadine Kegele , Doris Nußbaumer , Petra Ganglbauer</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.kpoe.at/home/kultur/volksstimmefest/programm-2011.html">KPÖ Volksstimme- Fest</a> &#8211; Wien , Jesuitenwiese , Prater &#8211; <strong>Samstag , 3. 9. und Sonntag , 4. 9. 2011 , ab 10 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz-hoerempfehlung-128.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p align="right">Zum musikalischen Nachsommer lassen wir in|ad|ae|qu|at ein feines Dub- Techno- Mix von <em><a href="http://soundcloud.com/svenblume">Sven Blume</a></em> an den Start : das 78 Minuten währende Mix kann je nach Gusto als Einstimmung für einen smoothen Saisonbeginn gewertet werden oder als Chillout eines heissen Sommers . So schön getuned , dass es sich auch in Mehrfach- Rotation bewährt .</p>
<pre></pre>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F19560085&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F19560085&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /> </object></p>
<pre>   <span><a href="http://soundcloud.com/svenblume/sven-blume-dynamic-blues">Sven Blume - Dynamic Blues</a> by <a href="http://soundcloud.com/svenblume">SvenBlume</a></span></pre>
<p align="right"><a href="http://deepgoa.blogspot.com/2011/07/sven-blume-dynamic-blues.html">thx to deepgoa</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Out now : IDIOME &#8211; Hefte für neue Prosa</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 06:34:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Literaturzeitschriften &#124;&#124;&#124; CLOSE UP : PROSA &#124; FLORIAN NEUNER : EDTORIAL ( IDIOME 4 &#124; 2011 ) &#124; KLANGAPPARAT Gloria , Victoria die IDIOME Numero vier sind da ! und nähern sich erneut den Spielformen Neuer Prosa . Das jährlich unter der Herausgeberschaft von Ralph Klever und Florian Neuner erscheinende Magazin führt nicht nur konkrete...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://www.zintzen.org/?s=Literaturzeitschriften">Literaturzeitschriften</a></em></p>
<p><em><strong>|||</strong> CLOSE UP</em> : PROSA | FLORIAN NEUNER : EDTORIAL ( <em>IDIOME</em> 4 | 2011 ) | KLANGAPPARAT</p>
<p><em>Gloria , Victoria die <a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=162?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">IDIOME</a> Numero vier sind da !</em> und nähern sich erneut den Spielformen Neuer Prosa . Das jährlich unter der Herausgeberschaft von Ralph Klever und Florian Neuner erscheinende Magazin führt nicht nur konkrete prosaische Praktiken vor , sondern scheut auch vor theoretischen Ansätzen mitnichten zurück . Und recht haben sie : was in der Lyrik gang und gäbe ist ( z. B. die <span style="text-decoration: line-through;">in schöner Regelmässigkeit</span> spätestens mit dem von Christoph Buchwald plus Gast bei S. Fischer edierten &#8220;<a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=356976">Jahrbuch der Lyrik</a>&#8221; einsetzenden Grabenkämpfe , Ästhetik- Attacken und feulletonistischen Fissuren ) , soll auch der Prosa frommen .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/05/idiome_04_logo_cover.png" alt="IDIOME 04 logo cover" width="520" height="200" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>Mit den <a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=162?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3"><em>IDIOMEN</em></a> liegt also nun eine beachtenswerte Sammlung von Texten vor , auf der Spur von unerhörten , nicht narrativen Prosa- Formen von Autoren ( f | m ) wie <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/hartmut-abendschein/">Hartmut Abendschein</a> , Chris Bezzel , Wolfgang Bleier , Jörg Burhkard , Peter O. Chotjewitz , <a href="http://www.zintzen.org/crauss/">Crauss.</a> , Adelheid Dahimène , Urs Jaeggi , Peter Miniböck , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> , Christine Pfammatter , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/robert-prosser/">Robert Prosser</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/birgit-schwaner/">Birgit Schwaner</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/lisa-spalt/">Lisa Spalt</a> , Nikolai Vogel , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/elisabeth-wandeler-deck/">Elisabeth Wandeler-Deck</a> und Paul Wühr . Natüröich ist es kein Zufall , dass so viele Autoren und Autorinnen des in|ad|ae|qu|aten &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon Littéraire</a>&#8221; in den <em>IDIOMEN</em> vertreten sind ( vgl. Links ) , doch wem der Sinn nach experimenteller Prosa steht , kommt an den <em>IDIOMEN</em> längst nicht mehr vorbei .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/05/idiome_04_inhalt.png" alt="IDIOME 04 Inhalt" width="490" height="460" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>FLORIAN NEUNER : EDTORIAL ( <em>IDIOME</em> 4 | 2011 )</p>
<p style="text-align: right;">Auf den Gedanken, dass ich mich durch einen Haufen walzertanzender Debütantinnen<br />
genauso beleidigt fühlen könnte, wie ein Bürgermeister durch einen Otto Mühl,<br />
der sich auf der Bühne ins Maul scheissen lässt, kommt niemand. ( <em>Peter O. Chotjewitz</em> )</p>
<p>Als ich im Herbst letzten Jahres <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_O._Chotjewitz">Peter O. Chotjewitz</a> ein Exemplar der <em>IDIOME</em> schickte, verbunden mit der Frage, ob er sich zu einem Interview bereitfände, wußte ich noch nichts von seiner tödlichen Krankheit. Andernfalls hätte ich auch gar nicht gewagt, ihn mit einer solchen Anfrage zu behelligen. Ich trete mit Autoren, die mir aus der Lektüre ihrer Schriften so reflektiert erscheinen, daß ein poetologisches Gespräch sich lohnen könnte, nicht eher in Kontakt, wenn ich meine Gedanken so weit geordnet zu haben glaube, daß ich ihnen mit einem formulierbaren Interesse gegenübertreten kann, fände Behelligungen sonst auch nicht zulässig.</p>
<p>Zwar las ich 2007, gleich nach seinem Erscheinen, den &#8220;Roman&#8221; <em><a href="http://www.verbrecherverlag.de/buch/199">Mein Freund Klaus</a></em> von Peter O. Chotjewitz ( <a href="http://www.verbrecherverlag.de/autor/45">Verbrecher Verlag</a> ), der nicht nur als formal souveräner, essayistisch offener, gleichzeitig dokumentarischer und autobiographischer Text einen großen Eindruck hinterließ, sondern eben auch als eines der raren Kunstwerke, das sich dem Thema RAF auf intelligente Weise stellt und es nicht auf einen kinotauglichen Plot mit vulgärpsychologischen Vereinfachungen herunterbricht. Das Buch ist ein wirksames Gegengift zu dieser Entpolitisierung und Verdummung. Seine vier Bände mit den <em><a href="http://www.verbrecherverlag.de/buch/468">Fast letzten Erzählungen</a></em> ( Verbrecher Verlag 2007 ff.) las ich aber erst im vergangenen Jahr &#8211; begeistert einen nach dem anderen. Ich war dem ja nicht wirklich fernliegenden Irrtum aufgesessen, es handele sich tatsächlich um Sammlungen von Erzählungen &#8211; eine Form, die ich für einigermaßen obsolet halte, weshalb ich die Bücher zunächst auch nicht weiter beachtete. In Wahrheit stellt Chotjewitz in diesen Bänden Essays, Artikel, manchmal auch wirklich Erzählungsartiges in einer großen Collage zusammen, die nicht weniger ergibt als ein Mosaik als intellektuelle Autobiographie. Als ich das gelesen hatte, entstand der dringende Wunsch, mit dem Autor Kontakt aufzunehmen.</p>
<p>Zu meiner Freude rief mich Chotjewitz &#8211; schneller als ich erwartet hatte &#8211; an und erklärte sich auch zu einem Gespräch bereit. Allerdings müsse es in Stuttgart stattfinden, das er in den nächsten Monaten nicht zu verlassen gedenke. Zeitschriften wie die <em>IDIOME</em> &#8211; das sagte Chotjewitz auch und das erklärt vielleicht die spontane Empathie &#8211; seien schon in der Zeit seiner Anfänge die entscheidenden Medien für fortschrittliche Literatur gewesen. Als dann Anfang Dezember eine Reise nach Zürich anstand, sah ich die Möglichkeit, in Stuttgart Station zu machen und schätze mich glücklich, daß Chotjewitz mich eine Woche vor seinem Tod noch empfangen hat. Er gab mir auch die Anweisung mit auf den Weg, Cordula Güdemann, seiner Frau, den Text zum Gegenlesen zu geben, falls er dazu nicht mehr in der Lage sein sollte, wofür ich ihr an dieser Stelle noch einmal danken möchte. Peter O. Chotjewitz war vertrauenswürdig in der jahrzehntelang durchgehaltenen Kompromißlosigkeit, mit der er sich in politischen Diskursen und im literarischen Feld gleichermaßen bewegte. Es war keine Koketterie, wenn er sagte:</p>
<blockquote><p>Ich schreibe nicht, um Geld zu verdienen, berühmt zu werden. Nur Dummköpfe glauben, dass Bücher geschrieben werden müssen. Verlegt, gekauft, rezensiert, gelesen. Solche Bücher mag es auch geben. Ihre Autoren kriegen Preise, verdienen sich einen goldenen Nabel, können vor Stolz kaum laufen. So könnte ich nicht leben.</p></blockquote>
<p>Ein Schatten fällt auf diese Ausgabe der <em>IDIOME</em> auch durch den Tod von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adelheid_Dahim%C3%A8ne">Adelheid Dahimène</a> am 21. November 2010. Es war höchst bemerkenswert, wie diese ungemein produktive Autorin von Kinder- und Jugendbüchern sich parallel auch das Feld experimenteller Prosa und Lyrik erschließen konnte, beginnend mit dem 1996 im Wieser Verlag publizierten Band <em><a href="http://www.wieser-verlag.com/?q=node/401">Meine Seele ist eine schneeweiße Windbäckerei</a></em> und dem 1998 ebenfalls bei Wieser erschienenen Roman <em><a href="http://www.wieser-verlag.com/buch/prosa-gar-schoene-spiele">Gar schöne Spiele</a></em>, der mit Spieltheorie unterfüttert ist &#8211; wobei nicht unterschlagen werden darf, daß Dahimène die Trennung der Sparten &#8220;Erwachsenen-&#8221; und Jugendliteratur ablehnte, auf welcher der Literaturbetrieb besteht. Ihre Zusammenarbeit mit Ralph Klever begann 2005 mit dem Band <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/23868.html">Buttermesser durch Herz. Fügungen</a></em> ( Ritter Verlag) , zu dem Anne Zauner schrieb: &#8220;Antworten interessieren Dahimène nicht, Variationen dagegen sehr.&#8221; 2009 folgte im neugegründeten Klever Verlag der Gedichtband <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=56?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Blitzrosa Glamour.</a></em> Ihre <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=160?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Rauchernovelle</a></em>, die in diesem Frühjahr bei Klever erschienen ist, konnte sie noch zur Drucklegung freigeben, für diese Ausgabe der <em>IDIOME</em> war ein Text verabredet. Ralph Klever hat nun einen Abschnitt aus einem nachgelassenen Prosaprojekt ausgewählt. Das Exposé zu dem Buch, das Adelheid Dahimène nicht mehr vollenden konnte, stellen wir dem Ausschnitt voran.</p>
<p>Das an dieser Stelle schon mehrfach variierte Plädoyer für eine Prosa als Sprachkunst soll diesmal entfallen &#8211; in der Hoffnung, daß die Texte für sich sprechen und daß sich für den aufmerksamen Leser aus der Konstellation der hier und in den bisherigen Ausgaben versammelten Positionen (ex negativo auch aus denen, die mit Absicht fehlen!) die Konturen einer Poetik einer solchen Prosa abzeichnen mögen. Wie fragwürdig die Gattungsbegrenzungen ohnehin sind, dafür steht nicht nur das Schreibleben von Adelheid Dahimène. Darauf verweisen diesmal auch ganz besonders die Arbeiten von Urs Jaeggi und Chris Bezzel, der mir zu seiner Arbeit schrieb: &#8220;bei dieser schreibweise gibt es für mich keinen unterschied zwischen prosa und lyrik.&#8221; So weit sind die meisten noch nicht.</p>
<p>Diese Ausgabe der <em>IDIOME</em> ist dem Andenken von Adelheid Dahimène und Peter O. Chotjewitz gewidmet.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Berlin, im Februar 2011 <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a><br />
</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/05/idiome_04_logo_cover.png" alt="IDIOME 04 logo cover" width="520" height="200" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HINWEISE</p>
<ul>
<li>Die für heute , 16. 5. anberaumte Präsentation der <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=162?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">IDIOME</a></em> im <a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=205&amp;tx_ttnews[tt_news]=404&amp;cHash=d071538bf2">Literaturhaus Wien</a> ( mit Urs Jaeggi und Lisa Spalt ) muss aus gesundheitlichen Gründen auf Seiten Urs Jaeggis verschoben werden : Neuer Termin ist <strong>Mittwoch , 5. 10. 2011 , 19 H</strong> im Literaturhaus</li>
</ul>
<ul>
<li>Davon unbelangt findet morgen wie geplant im Rahmen der &#8220;linzer notate&#8221; die Prösentation der <em>IDIOME</em> in der Künstlervereinigung MAERZ statt : Den Lesungen von Chris Bezzel , Robert Prosser und Nikolai Vogel folgt ein von Florian Neuner moderiertes Gespräch . &#8211; &#8220;linzer notate 2| 2011&#8243; : <a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-211.html">Präsentation der vierten Ausgabe von IDIOME | Hefte für Neue Prosa</a> &#8211; Künstlervereinigung MAERZ &#8211; <strong>Dienstag , 17. 5. 2011 , 19:30 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Nicht ohne Augenzwinkern geht es ab , wenn sich <em><a href="http://www.facebook.com/pages/blacksquare-fan-page/124091270941755?sk=info">Blacksquare</a></em> ( aka <a href="http://www.zintzen.org/2010/11/03/ueber-tiere-10/">Frederic Lourdeau</a> ) für seine Single &#8220;<em><a href="http://www.audiocast-productions.co.uk/?s=upside">Upside</a></em>&#8221; an alten Sequenzern inspirieren . Der bei <em><a href="http://www.audiocast-productions.co.uk/">Auiudiocast</a></em> erschienen Track tendiert zum Ohrwurm , <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/05/czz-hoerempfehlung-119.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" />verspricht indes Frische für den Tag .</p>
<pre></pre>
<p><object width="100%" height="225" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F246656&amp;" /><embed width="100%" height="225" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F246656&amp;" allowscriptaccess="always" /></object><span><a href="http://soundcloud.com/audiocast-productions/sets/blacksquare-upside">Blacksquare &#8211; Upside</a> by <a href="http://soundcloud.com/audiocast-productions">AudioCast Productions</a></span></p>
<pre></pre>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/03/29/neues-von-freunden-93/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 06:48:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stadt der Buchstaben &#124;&#124;&#124; BUCHPREMIEREN : AUMAIER &#38; PROSSER &#124; BUCHPREMIEREN : FISCHER &#38; GSALLER &#124; EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE &#124; &#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN &#124; KLANGAPPARAT Auch wenn wir uns in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at in den Fängen der von Guttenberg&#8217;schen Schüttel- Frühjahrsgrippe ( mit Hang zur Fallsucht ) befinden , soll der ereignisreichen Woche &#8211;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/stadt_der_buchstaben.png" alt="Stadt der Buchstaben" hspace="2" vspace="2" width="450" height="600" /></strong></p>
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://ffffound.com/image/9a71894492dfef013ec35629b6d7c4a0e29d5fa2">Stadt der Buchstaben</a></em></p>
<p><strong>|||</strong> BUCHPREMIEREN : AUMAIER &amp; PROSSER | BUCHPREMIEREN : FISCHER &amp; GSALLER | EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE | &#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN | KLANGAPPARAT</p>
<p>Auch wenn wir uns in|ad|ae|qu|at in den Fängen der von Guttenberg&#8217;schen Schüttel- Frühjahrsgrippe ( mit Hang zur Fallsucht ) befinden , soll der ereignisreichen Woche &#8211; wenn auch kürzer als gewohnt &#8211; Tribut gezollt werden . Dem p. t. Leser , der geneigten Leserin sei deshalb ein näherer Blick in die Links freundlich anempfohlen .</p>
<p>Mit synchronen Präsentationen der auf in|ad|ae|qu|at vorgestellten Neuerscheinungen von Harald Gsallers &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2011/03/27/salon-litteraire-harald-gsaller-zwang/">ZWANG</a>&#8221; und Robert Prossers &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2011/03/13/salon-litteraire-robert-prosser-feuerwerk-prosa-und-audio/">Feuerwerk</a>&#8221; stellt der Dienstag in Wien wieder hohe Anforderungen an die Entscheidungsklugheit des Literaturfreundes ( bzw. dessen Gabe zur Bilokation ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIEREN : AUMAIER &amp; PROSSER</p>
<p>Mit zwei Neuerscheinungen aus dem <a href="http://www.klever-verlag.com/">Klever- Verlag</a> präsentiert die ÖGL am Dienstag zwei markante Stimmen : <a href="http://www.ogl.at/ogl_bio/aumaier_reinhold.html">Reinhold Aumaier</a> liest aus &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=158?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Beischlafpulver . 99 Sekunden-Romane</a>&#8221; ( &#8220;99 Romane , meist nicht länger als ein Satz&#8221; ) . Der Sgraffitikünstler und Autor <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/robert-prosser/">Robert Prosser</a> lässt &#8211; in konsequenter Fortführung der Poetik seiner &#8220;ausufernden Prosa&#8221; von &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2010/05/23/salon-littraire-robert-prosser-strom/">Strom</a>&#8221; ( 2009 ) &#8211; mit dem neuen Band &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=161?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3&amp;sid=4a00ec4af09729df6721a841437ef77c">Feuerwerk</a>&#8221; eine kaskadierende Erinnerungsflut vom Stapel , diesmal vor dem Hintergrund Venezuelas .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="Reinhold Aumaier liest aus »Beischlafpulver. 99 Sekunden-Romane«.">Neuerscheinungen aus dem Klever- Verlag : Reinhold Aumaier , Robert Prosser</a> &#8211; Österreichische Gesellschaft für Literatur &#8211; <strong>Dienstag , 29. 3. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIEREN : FISCHER &amp; GSALLER</p>
<p>Zwischen den Disziplinen der bildenden und des textuellen Kunst changieren zwei unübliche , zu Recht den geduldigen Blick einfordernde Publikationen , welche das Literarische Quartier zu Gast in der <a href="http://www.wechsel-strom.net/fischer-gsaller.html">Galerie wechselstrom</a> in Lesung und Projektion präsentiert .</p>
<p>Der Band &#8220;<a href="http://www.schlebruegge.com/fischer.htm">SOME. women houses phantoms</a>&#8221; ( Schleebrügge Editor , 2010 ) versammelt <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=18475">Judith Fischers</a> fotografische Nahaufnahmen von Motiven des Horrorfilms ( &#8220;Frauen Häuser Gespenster&#8221; ) , gibt &#8211; neben Fischers eigenen Texten &#8211; darüber hinaus Essays und Reflexionen von 23 KünstlerInnen zu lesen ( etwa von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a> , Elisabeth von Samsonow und Lorenz Seidler ) .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/harald-gsaller/">Harald Gsallers</a> Fortdenken der emblematischen Tradition bildet den Hintergrund zu seinem jüngsten Buch &#8220;<a href="http://www.derpudel.at/pudel16.html">ZWANG &#8211; Texte mit Emblemen und Fotografien</a> &#8221; ( Der Pudel 2010 ) .</p>
<blockquote><p>Ein zwangskranker Mann kämpft um die Erweiterung seines Handlungsspielraums. Ein Neurotiker wird plötzlich mit dem Tod konfrontiert. Zwang ist das zentrale Thema. Zwang ist die zentrale Figur.</p></blockquote>
<p>&#8220;Zwang&#8221; bedeutet nicht zuletzt den Willen &#8211; oder den Zwang &#8211; zur Form .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=637:2932011-wechselstrom-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Lesung und Projektion &#8211; Harald Gsaller , Judith Fischer</a> &#8211; <a href="http://www.wechsel-strom.net/fischer-gsaller.html">Galerie wechselstrom</a> , 1160 Grundsteingasse 44 &#8211; <strong>Dienstag , 29. 3. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE</p>
<p>Die seit 1990 bestehende literarische Veranstaltungsreihe &#8220;linzer notate“ ( bei der stets 3 Positionen gegenübergestellt wurden ) feiert ihre 100ste Ausgabe, indem sie 3 Ausgaben mit jeweils 3 AutorInnen zu einer <a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-zum-100sten.html">Jubiläumsveranstaltung</a> bündelt .</p>
<p>Es lesen ausschließlich Gäste, die alle bereits massgeblich in der Reihe vertreten waren. Die Beiträge fallen teils kürzer aus als sonst , sodass ein kurzweiliger , festlicher Abend zu erwarten ist .</p>
<p>Der Abend teilt sich in drei Leseblöcke :</p>
<ol>
<li>
<div>18:30 H : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/birgit-schwaner/">Birgit Schwaner</a> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen">Richard Obermayr</a> &#8211; <a href="http://www.brueckner-kuehner.de/BLOCK/">Friedrich W. Block</a> ( Moderation <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/lisa-spalt/">Lisa Spalt</a> )</div>
</li>
<li>
<div>ca. 19:45 H : <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felicitas_Hoppe">Felicitas Hoppe</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zsuzsanna_Gahse">Zsuzsanna Gahse</a> – <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/michaellentzbio.html">Michael Lentz</a> ( Moderation <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> )</div>
</li>
<li>
<div>ca. 21:00 H : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/anja-utler/">Anja Utler</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Weber_%28Schriftsteller%29">Peter Weber</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valeri_Scherstjanoi">Valeri Scherstjanoi</a> ( Moderation <a href="http://dkplus-sciences-contexts.univie.ac.at/people/fellows/florian-huber/">Florian Huber</a> )</div>
</li>
</ol>
<p>Zur Veranstaltung hat der Intiator der Reihe , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> , eine lesenswerte Broschüre als Programmheft , Abriss zur Geschichte und Poetik der Reihe herausgebracht ; Die Dokumentation wird durch Kurzbeiträge von Friedrich W. Block , Florian Huber , Lisa Spalt , Valeri Scherstjanoi sowie <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> und <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=15662">Udo Wid</a> erweitert &#8211; Bestellen unter galerie(at)maerz.at .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-zum-100sten.html">linzer notate zum 100sten</a> &#8211; Linz , <a href="http://www.maerz.at/maerz/anfahrtsplan.html">Künstlervereinigung MAERZ</a> &#8211; <strong>Freitag , 1. 4. , 18:30 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN</p>
<blockquote><p>Der Regisseur <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/cejpekbio.html">Lucas Cejpek</a> und die Schriftstellerin <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> haben unter dem Titel &#8220;endlich !&#8221; 12 Autorinnen und Autoren eingeladen, jeweils ein Minidrama im Umfang von drei bis vier Seiten zu schreiben, in dem das Wort endlich fällt, einmal im Dialog. Keine Monologe also und die Besetzung war auch von vornherein klar, zwei Frauen und ein Mann. Auf der Bühne gibt es außer Licht &#8211; eine Grundstimmung und Blacks als Trennung der einzelnen Stücke &#8211; keine Technik: keine Projektionen, Filme, Musik. Endlich oder in elfter Stunde, in letzter Minute, zum guten Schluss. Im Gegensatz zu unendlich oder unbegrenzt, grenzenlos, unermesslich, unzählbar, zahllos, unerschöpflich, unaufhörlich, endlos, ewig, immer. Wie das Sprichwort sagt: Endlich bleibt nicht ewig aus. Oder: Endlich ist nicht ewig.</p></blockquote>
<p>Stücke von <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/cejpekbio.html">Lucas Cejpek</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Ernst">Gustav Ernst</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/gundi-feyrer/">Gundi Feyrer</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Fritsch">Werner Fritsch</a> ,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hengstler">Wilhelm Hengstler</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ilse-kilic">Ilse Kilic</a> und <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> ,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Reyer">Sophie Reyer</a> , <a href="http://www.zintzen.org/zur-literatur/gerhard-ruhm-lexikon/">Gerhard Rühm</a> , <a href="http://angelikaexpress.twoday.net/stories/623227/">Johannes Schrettle</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dezs%C5%91_Tandori">Dezsö Tandori</a>.</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.schauspielhaus.at/jart/prj3/schauspielhaus/main.jart?rel=de&amp;reserve-mode=active&amp;content-id=1188466708002&amp;produktionen_id=1296488981343">11 MINIDRAMEN &#8220;endlich !&#8221; , UA</a> &#8211; Schauspielhaus Wien &#8211; <strong>Freitag , 1. 4. 2011 , 20 H</strong> ( weitere Aufführungen : Dienstag , 5. 4. 2011 , 20 H <a href="http://www.arbeiterkammer.com/online/page.php?P=440&amp;IP=59757&amp;AD=0&amp;REFP=5966">Arbeiterkammer Linz</a> sowie Mittwoch , 4. 5. 2011 10:30 H <a href="http://www.schl8hof.wels.at/content.php?gruppe=2&amp;menue_id=2">Alter Schl8hof Wels</a>)</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Wo Schweiz drauf steht , ist auch Schweiz drin . Der Schweizer Elektroakustiker  <a href="http://www.discogs.com/artist/Georg+Neufeld">Georg Neufeld</a> ( <a href="http://www.myspace.com/georgneufeld">MySpacc</a> )  experimentiert zwischn <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/czz-hoerempfehlung-113.jpg" rel="lightbox[19269]"><img class="alignright size-full wp-image-19217" title="czz-hoerempfehlung-113.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/czz-hoerempfehlung-113.jpg" alt="" width="71" height="42" /></a>deep house und  mäandernden Ambient- Anmutngen, d.h. , manches ist absolut tanzbar , während man anders lieber im stillen Zimmerlein kozrentriert vernähme .</p>
<p style="text-align: right;">Mit der bei naturgmäss im netlabel <em>broque</em> erschienenen ep &#8220;<a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung/mp3-download-de/2357-071-georg-neufeld-die-neue-feldordnung"><em>die neue feldordnung</em></a>&#8221; dürfte ürfte de musijalische Aktionsder stimmen Kammer konzentriert vernähme .</p>
<p style="text-align: right;">Hier einige Teaser aus dieser tollen Release | ( <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq71_georg_neufeld_-_die_neue_feldordnung/brq71_georg_neufeld_-_die_neue_feldordnung.zip">download komplett</a> )</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>|||<strong><br />
</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/10/11/neues-von-freunden-82/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 04:15:01 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> SETENWEISE : <em>WS EIN BUCH SEI |</em> WERNER KOFLER : <em>ZU SPÄT | IDIOME</em> : PROSA , <em>UNDER CONSTRUCTION |</em> DOPPELTE <em>BUCH</em>FÜHRUNG | <strong>UPDATE :</strong> T43 &#8211; TEA FOR THREE | LINZER NOTATE |  KLANGAPPARAT</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/Buch_mit_tücken.png" rel="lightbox[16752]"><img class="alignnone size-full wp-image-16753" title="Buch_mit_tücken" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/Buch_mit_tücken.png" alt="" width="609" height="487" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><em> </em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Buch mit Tücken</em></p>
<p>SETENWEISE : <em>WS EIN BUCH SEI</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz-neuesvonfreunden-12.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Es ist nun dringlich an der Zeit , um auf eine &#8220;Buchtaufe&#8221; hinzuweisen mit welcher die irgendwann sanft entschummerte Edition Atelier mit Buch # 1 programmatisch antritt : jene Anthologie  &#8211; welche wir in der Vorwoche <a href="http://www.zintzen.org/2010/10/06/tableau-de-texte-seitenweise-was-das-buch-ist/">ausgiebig vorstellen</a> durften &#8211;  ist unter dem Titel &#8220;<em><a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=5238&amp;Alias=EditionAtelier&amp;cob=486279">Seiteneise . Was das Buch ist</a></em>&#8221; ans Tageslicht der Öffentlichkeit .geschlüpft .</p>
<p>33 ( in Worten  : dreiunddreissig ) gescheite Autrorinnen und Autoren stellen ihre Buchvorstellungen vor : Utopien , persönliche Lektürennotizen , Erfahrungen , Idiosynkrasien etc . Weiters gibt es lesenswerte Bemerkungen zu privater und öffentlicher Sammlung , zu Erwerb und Verlust von Büchern .</p>
<blockquote><p>&#8220;Was ist das Buch ?&#8221; &#8211; 33 Antworten auf diese Frage versammelt der von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Eder_%28Literaturwissenschaftler%29">Thomas Eder</a>, <a href="http://www.bka.gv.at/site/5784/default.aspx">Samo Kobenter</a> und <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/impressum/peter_plener/">Peter Plener</a> herausgegebene Band &#8220;<a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=5238&amp;Alias=EditionAtelier&amp;cob=486279">Seitenweise</a> &#8220;. Dabei geht es weniger um die historische Entwicklung des Mediums als um Buchkünste und -wissenschaften, aber auch um Bildung, Kunst, Wissenschaft, Politik und Religion.</p>
<p>AutorInnen, JournalistInnen, WissenschafterInnen, VerlegerInnen und BuchhändlerInnen haben sehr persönliche Texte über erste Begegnungen, (Buch-)Verluste und Lektüre-Erlebnisse aber auch Beiträge zu (Buch-)Neurosen und Fetischisierungen beigesteuert.</p></blockquote>
<ul>
<li><em><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/10/20101011_1.html">Seitenweise , was das Buch ist</a></em> &#8211; Literaturhaus &#8211; <a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/10/20101011_1.html"><strong>Heute , 11. 10. 2020 , 19 H</strong></a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WERNER KOFLER : <em>ZU SPÄT</em></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kofler">Werner Kofler</a> liest aus seinem neuen Buch &#8220;<a href="http://www.sonderzahl.at/BUECHER/neuerscheinungen/neu_Kofler_spaet.htm">Zu spät</a> &#8221; ( Sonderzahl 2010 ) &#8211; Einleitung <a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/sonnleitner-johann/">Johann Sonnleitner</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Es war Herbst geworden, und ich zündete mir eine Zigarette an. Ich zündete mir eine Zigarette an und machte mich an die Ermittlungen, ohne zu wissen, in welcher Angelegenheit. Mißmutig wie ein Detektiv, dem das Rauchen verboten worden ist, stocherte ich im Altschnee, der sich während eines längeren Krankenhausaufenthaltes am Schreibtisch angesammelt hatte, stöberte in Zeitungsausschnitten, ohne mich entschließen zu können, einzelnen Meldungen weiter nachzugehen, Meldungen wie: – Beim Abtransport von Kunstwerk: Bildhauer von eigener Holzskulptur erschlagen.&#8221;<br />
Der &#8220;Altschnee&#8221;, das sind disparate Materialien, Splitter, Miniaturen, Erinnerungsfetzen, Fotografien und &#8220;Sofortbilder“, die Anwesenheit der Abwesenden im Kopf – das für Kofler typische &#8220;nächtliche Inventar&#8221;, das in raffinierten Volten, samt Bosheitsakten und Giftmordentwürfen, in &#8220;Zu spät&#8221; Gestalt annimmt.<br />
Und ein Trauerlied für die Kleindarsteller des Films <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leni_Riefenstahl#Tiefland">Tiefland</a></em> (1940/41), Sinti und Roma aus dem Lager Maxglan, die nach Beendigung der Dreharbeiten in Auschwitz ermordet worden waren, verpackt Kofler in eine wütende Tirade auf die Regisseurin Leni Riefenstahl und deren Mithelfer Bernhard Minetti, Dr. Harald Reinl und Jean Cocteau. Letzterer wird durch seine maßgebliche Rolle bei der Neulancierung des Films in Cannes 1953 zur fragwürdigen Figur.</p></blockquote>
<ul>
<li><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=528:11102010-lq-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Werner Kofler : <em>Zu Spät</em></a> &#8211; Alte Schmiede  im Ersatzquartier: Theater des Café Prückel ( KiP ) 1010 , Biberstrasse 2 &#8211; Nach gut zweijähriger Pause -<strong>Heute  , 11. 10. 2010 , 19 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><em>IDIOME</em> : PROSA , <em>UNDER CONSTRUCTION</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz-neuesvonfreunden-12.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Die &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?kat_id=75">Idome . Hefte für Neue Prosa</a></em>&#8221; stellen das erfrischend blaue <a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=139">Heft 3 | 2010 </a> vor :</p>
<blockquote><p>&#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?kat_id=75"><em>Idiome &#8211; Hefte für Neue Prosa</em></a>&#8220;, widmen sich einer Sprachkunst abseits marktgängiger Erzählware. Dass die politisch und zeitdiagnostisch gewichtigsten Beiträge sich avancierter Prosa bedienen, beweist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link">Jürgen Link</a> (geb. 1940) . &#8211; <a href="http://www.ritterbooks.com/index.php?id=21&amp;tx_ttnews[tt_news]=304&amp;tx_ttnews[backPid]=3&amp;cHash=2b70e0c69f">Stefan Schweigers</a> (geb. 1967) setzt sich in seinem Buch &#8220;<a href="http://www.ritterbooks.com/index.php?id=23&amp;tx_ttnews[backPid]=5&amp;tx_ttnews[pointer]=13&amp;tx_ttnews[tt_news]=304&amp;cHash=1d67e8b3da&amp;no_cache=1&amp;sword_list[0]=stefan&amp;sword_list[1]=schweiger"><em>Kiefer. Fäden. Shoah</em></a>&#8221; (Ritter, 2009) u. a. mit den historischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts auseinander. Die ästhetische Reflexion von Konzepten der Wahrnehmung und Beschreibung ist sowohl in <a href="Waltraud Seidlhofers">Waltraud Seidlhofers</a> (geb. 1939) &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=76"><em>Tage, Passagen</em></a>&#8221; (Klever, 2009) als auch in ihren in den Idiomen abgedruckten Singapur-Texten zentral.</p></blockquote>
<p>Lesungen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link">Jürgen Link</a> , <a href="http://www.ritterbooks.com/index.php?id=21&amp;tx_ttnews[tt_news]=304&amp;tx_ttnews[backPid]=3&amp;cHash=2b70e0c69f">Stefan Schweiger</a> und <a href="Waltraud Seidlhofers">Waltraud Seidlhofer</a> ; Moderation : <a href="http://www.klever-verlag.com/?kat_id=75">Florian Neuner</a> ( gemeinsam mit Ralph Klever Herausgeber der &#8220;Idiome&#8221; )</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/10/20101013_1.html"><em>Idiome</em> 2010 Prosawerkstatt</a> &#8211; Literaturhaus &#8211; <strong>Mittwoch , 13. 10. 2010 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DOPPELTE <em>BUCH</em> FÜHRUNG</p>
<p>Beim nunmehr 14. Abend von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Prinz_%28Autor%29">Martin Prinz&#8217; </a> fundamentaler Reihe  &#8220;Doppelte Buchführung . Leben und Schreiben in Zeiten der Konkurrenzgesellschaft&#8221;  werden am Mittwoch die Autorinnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inka_Parei">Inka Parei</a> ( Bachmann- Preis 2003 ) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Gruber">Sabine Gruber</a> in die strenge Kammer des literar- ökonomische Unterfangens gebeten . Dabei geh es um nichts Geringeres als die jeweikigen Bilanzen der Atorenn und Autoinnen für das Jahr 2007 .</p>
<blockquote><p>Wie entstehen Bücher, was geschieht an den Schreibtischen, Bildschirmen oder in den Notizbüchern von Menschen, die Bücher schreiben &#8211; und unter welchen Bedingungen? Auskunft darüber gibt es meist erst posthum, in Biographien bedeutender Autoren oder in Autobiographien, in den Tagebuch- und Briefbänden ihrer Werkausgaben. Nicht selten, gerade in Selbstauskünften, handelt es sich dabei um Stilisierungen, die auch größte Entbehrungen der weichzeichnerischen Dramaturgie von Erfolgsgeschichten einverleiben. Allzu oft aber, oder eigentlich fast immer, löst sich gerade das Soziale und Ökonomische auf diese Weise buchstäblich in Wohlgefallen auf, sei es nun in Bestseller-Erfolgen oder in kulturhistorischer Kanonisierung zu Lebzeiten.<br />
Es ist keine geringe Verdrängungsleistung, wenn die alltägliche Arbeit in der öffentlichen Wahrnehmung von Literatur kaum vorkommt. Solche Arbeit aber sichtbar zu machen, ist das Ziel meines Autorenlabors im Literarischen Quartier der „Alten Schmiede Wien“. Sechzehn deutschsprachige Autorinnen und Autoren verschiedener Generationen und Literaturgattungen geben Einblick in die Einnahmen- und Ausgabensituation eines der Jahre ihres bisherigen Arbeitens. Im nachfolgenden Gespräch geht es um die in diesem Zeitraum entstandenen oder eben auch gescheiterten literarischen Vorhaben. In der Form dieser doppelten Buchführung werden gerade jene Zusammenhänge zwischen Leben und Schreiben kenntlich, die nur zu oft in der doppelten Buchführung der öffentlichen Oberflächen verschwimmen. (Martin Prinz)</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=530:13102010-lq-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181"><em>Doppelte Buchführung</em> : Inka Parei &amp; Sabine Gruber </a> &#8211; Literarisches Quartier Alte Schmiede &#8211; <strong>Mittwoch , 13. 10. 2010 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>UPDATE :</strong> T43 &#8211; TEA FOR THREE</p>
<p>Das monatliche Gespräch am lauschig glühenden Plasticfeurchen wird diesnal . das Feuerchen ist ja glüclicher Weise ebenso transportabel wie die Gastgeber <a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/strigl-daniela/">Daniela Strig</a>l und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_N%C3%BCchtern">Klaus Nüchtern</a> . Zum Dritten im Bunde wurde der Literaturwissenschafter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Eder_%28Literaturwissenschaftler%29">Thomas Eder</a> erkoren , mit Niveau darf ergo gerechnet werden .</p>
<p>Hier die Liste zum Bücherpalaver :</p>
<ol>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_K%C3%B6hlmeier">Michael Köhlmeier</a> : <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/34769.html">Madalyn</a> ( <a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23597-7">Hanser</a>)</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen">Richard Obermayr</a> : <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/33874.html">Das Fenster</a> ( <a href="http://jungundjung.at/content.php?id=19&amp;b_id=126">Jung und Jung</a> )</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brunngraber">Rudolf Brunngraber</a> :  <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/Brunngraber/">Kar l und das zwanzigste Jahrhundert</a> ( <a href="http://www.milena-verlag.at/index.php?item=revisited&amp;show_details=8">Milena</a> )</li>
</ol>
<ul>
<li>T43 &#8211; Ausnahmweise in der Hauptbücherei , 1010 , Urban Lorenz- Platz &#8211; <strong>Donnerstag , 14. Oktober 2010 , 20 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||<br />
</strong></p>
<p>LINZER NOTATE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz-neuesvonfreunden-12.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Auch im Rahmen der langjährg bewährten Reihe &#8220;Linzer Notate&#8221; stellt <a href="http://www.klever-verlag.com/?kat_id=75">Florian Neuner</a> die Zeitschrift <a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=139">Idiome_Heft 3 | 2010</a> vor .</p>
<p>Womöglich erstaunt die Tatsache, daß eine junge Literaturzeitschrift wie die IDIOME, die &#8220;Hefte für Neue Prosa“ (2007 begründet und seit 2010 im Klever Verlag erscheinend), der Generation der um 1940 Geborenen so starkes Augenmerk widmet. Das ist in der Sache begründet. Denn selten findet man jüngere Autoren, die so konsequent wie <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl Ujvary</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Ploog">Jürgen Ploog</a> auf naturwissenschaftliche Kontexte und auf digitale Lebenswelten reagieren oder die wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link">Jürgen Link</a> der großen Romanform noch innovative Facetten abzugewinnen vermögen.</p>
<p>Es lesen : <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link">Jürgen Link</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Ploog">Jürgen Ploog</a> und <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl Ujvary</a> .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-410.html">IDIOME #3</a> &#8211; Künstlervereinigung maerz , Linz &#8211; <strong>Freitag, 15. Oktober 2010, 19.30 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Nach gut zeijähriger Paunse meldet sich <em><a href="http://www.laridae.at/artists.php?artist=4">Herwig Hokzmann aka photphob</a></em> zu unserer in|ad|ae|qu|aten Freude <a href="http://www.zintzen.org/tag/herwig-holzmann/">zurück</a> . Zwar wurde Selbiger auch schon unter dem <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz-hoerempfehlung-92.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" /> Pseudonym &#8220;<em><a href="http://www.laridae.at/artists.php?artist=23">Das Gritli Moser</a></em>&#8221; gesichert , doch dürften in der Vergangenheit das Grazer Netlabel <em><a href="http://www.laridae.at/index.php">laridae</a></em> Einiges an Energie abgezogen haben .</p>
<p style="text-align: right;">Was <em>photohob</em> nun vorlegt , ist ein aufregendes Abenteuer durch verschiedene Stimmen und Stimmungen . Natürlich hat der einstmals heftige Beatz- Breaker und Beak Braker seine vormals exzessiv angewandten Künster auf Zimmerlautstärke zurückgedimmt . Dafür gibt es einen schön nachtschwarzen Sequenzer , was den Einsatz der Querfköte nicht hindert .</p>
<p style="text-align: right;">Kurz und gut : Holzmann habt mit &#8220;<em><a href="http://www.laridae.at/releases.php?release=laridae058">Urban Dialectics</a></em>&#8221; kein streichelweiches Chillout vorgelegt , sondern einen durchkomponierten und doch experimentellen Klangkosmos . Wir gratulieren !</p>
<p style="text-align: right;">CLICK LINKS TO LISTEN : 01. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/01_backyard_prophet.mp3">Backyard Prophet</a> | 02. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/02_the_smell_of_concrete.mp3">The Smell Of Concrete</a> | 03. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/03_the_sound_of_concrete.mp3">The Sound Of Concrete</a> | 04. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/04_cab_reflection.mp3">Cab Reflection</a> | 05. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/05_crazy_street_preachers_blues.mp3">Crazy Street Preacher&#8217;s Blues</a> | 06. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/06_harbour.mp3">Harbour</a> | 07. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/07_neon_refuse.mp3">Neon Refuse</a> |<br />
08. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/08_mighty_metro_monk.mp3">Mighty Metro Monk</a> | 09. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/09_broken_light.mp3">Broken Light</a> | 10. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/10_broken_night.mp3">Broken Night</a> | 11. <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058/11_dawn_out.mp3">Dawn (Out)</a> | <a href="http://media.laridae.at/releases/laridae058.zip">zip-file</a></p>
<p><strong>|||</strong><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/10/20101015_1.html"></a></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/04/26/neues-von-freunden-69/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 04:22:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ZUM GEBURTSTAG : CHRISTIAN STEINBACHER &#124; LITERATURZEITSCHFT : PODIUM NEU &#124; BUCHPREMIÈRE : RUHRTEXT &#124; TEXTVORSTELLUNGEN : VIER AUF EINEN STREICH &#124; TEXTVORSTELLUNGEN : À REBOURS &#124; KLANGAPPARAT Ivan Puig &#8211; hasta las narices ( “up to the nose&#8221; ) Installation , 2004 ( via ) Alles eine Frage der Perspektive , ob wir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> <em>ZUM GEBURTSTAG</em> : CHRISTIAN STEINBACHER | LITERATURZEITSCHFT : <em>PODIUM</em> NEU | BUCHPREMIÈRE : <em>RUHRTEXT</em> | TEXTVORSTELLUNGEN : <em>VIER AUF EINEN STREICH</em> | TEXTVORSTELLUNGEN : <em>À REBOURS |</em> KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/Ivan_Puig_hasta_las_narices.png" rel="lightbox[14073]"><img class="size-full wp-image-14074   aligncenter" title="Ivan_Puig_hasta_las_narices" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/Ivan_Puig_hasta_las_narices.png" alt="" width="600" height="500" /></a>Ivan Puig &#8211; hasta las narices ( “up to the nose&#8221; )<br />
Installation , 2004 ( <a href="http://www.ivanpuig.net/hln.html">via</a> )</p>
<p>Alles eine Frage der Perspektive , ob wir <a href="http://www.ivanpuig.net/">Ivan Puigs</a> Installation eher als Auf- oder als -Untertauchen empfinden . Selbstverständlich spricht bereits die simple Schwerkraft für ein <em>Niedersinken</em> , bis dass die Oberfläche des im Ausstellungsraum fingierten weissen Sees seren und glatt vor uns liegt . So seren und leer , wie der weisse Bildschirm , das weisse Blatt Papier als ein <em>Zu- Beschreibendes</em> vor unseren Augen liegt . Schade nur , dass diese Form des Schrift- Stellens nur in den seltensten Fällen einen Marktwert gebiert : &#8220;Oh , da haben wir von Ihnen ja wieder eine besonders sinnige und stimmige weisse Seite&#8221; &#8230;</p>
<p><em>ZUM GEBURTSTAG</em> : CHRISTIAN STEINBACHER</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/czz-neuesvonfreunden-13.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Es ist immer so eine Sache mit den runden Geburtstagen : eventuelle <em>tributes</em> kommen mitunter zu früh , werden ab einem gewissen Alter dann allerdings zur Pein für die Gefeierten . Da scheint der 50. Geburtstag des &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon Littéraire</a></em>&#8220;- Autors und nimmermüden Betreibers avancierter literarischer Agenden für die Linzer <em>MAERZ</em>- Künstlervereinigung , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> , gerade recht , um das Junge im Reifen zu feiern ( oder umgekehrt ) .</p>
<p>Entsprechend geben die namhaften Autoren ( m | f ) <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/elfriede-czurda/">Elfriede Czurda</a> , <a href="http://www.zintzen.org/zur-literatur/gerhard-ruhm-lexikon/">Gerhard Rühm</a> und <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ulrich-schlotmann/">Ulrich Schlotmann</a> anlässlich der <em>linzer notate 3/10</em> ihre Wortgeschenke ab . Und <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> ( auf den wir in|ad|ae|qu|at noch zurückkommen werden ) liefert den Kuchen der Moderation .</p>
<ul>
<li>
<div><em><a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-310.html">linzer notate 3/10 für Christian Steinbacher</a></em> : Czurda , Rühm , Schlotmann , Neuner &#8211; <a href="http://www.maerz.at/kontakt.html">Künstlervereinigung MAERZ , Linz</a> <em>- </em><strong>Montag , 26. 4. 2010 , 19.30 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LITERATURZEITSCHFT : <em>PODIUM</em> NEU</p>
<p>Die in aller Munde befindliche &#8220;Krise&#8221; zieht auch in der Literatur ihre Kreise : Wenn im <em>Literaturhaus</em> die neue Ausgabe der Zeitschrift <a href="http://www.podiumliteratur.at/aktuell.htm">PODIUM | WERKSTATT 2010</a> präsentiert wird , darf man neugierig Schreibunterfangen horchen und ob es dort literarische Reflexe | Reflexionen zum Thema aufzufinden gibt .</p>
<p><a href="http://www.gav.at/index.php?id=209&amp;tx_wecstaffdirectory_pi1[curstaff]=154&amp;cHash=f6bc2eeac1">Annett Krendlesberger</a> , <a href="http://www.aga.at/data/monika_vasik_ausgesetzt.htm">Monika Vasik</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Chobot">Manfred Chobot</a> und <a href="http://www.ogl.at/ogl_bio/karner_axel.html">Axel Karner</a> stellen in Lesungen ihr jüngsten Projekte vor .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/04/20100426_1.html">Präsentation PODIUM</a> &#8211; <a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/index.html">Literaturhaus Wien </a><strong>- Montag , 26. 4, 2010 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIÈRE : <em>RUHRTEXT</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/czz-neuesvonfreunden-13.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Kreuz und quer durch die Riesen- Agglomeration des Ruhgebiets ist <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> gestreift , alleine die &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9rive">Dérive</a> &#8220;- Methode der Siuationisten im Gepäck .</p>
<p>Die offiziellen Sehenswürdigkeiten meidend , lässt sich Neuner bei seinen Begehungen von Zufällen , Nebenwegen , vor allem aber Kneipen leiten . Eine Fülle von Beobachtungen , zufällig abgschlauschten Gesprächen und urbanistischen Reflexionen hat der Autor in sein nahezu enzyklopädisches Buch <a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=105"><em>Ruhrtext . Eine Revierlektüre</em></a> ( Klever Verlag ) gepackt , das es wohl verdient , gelesen zu werden sowohl in Wien und Berlin als auch in Mexiko Stadt .</p>
<p>Einige <a href="http://www.zintzen.org/2010/04/25/salon-littraire-florian-neuner-ruhrtext-auffahren-aufschlieen-einfahrt/">Beispiele</a> finden sich im &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/?s=%22florian+neuner%22">Salon Littéraire</a> &#8221; -</p>
<blockquote><p>Angeregt von den Dérive-Experimenten der Situationisten, die der von den Verheerungen des Kapitalismus und einer &#8216;autogerechten&#8217; Verkehrsplanung gezeichneten modernen Stadt ihre bewußt subjektive Aneignung des Stadtraums entgegensetzten, durchstreife ich &#8216;Deutschlands größte Stadt&#8217;, die eigentlich keine ist – oder ein Patchwork aus vielen. Das mag absurd erscheinen, zumal das Ruhrgebiet zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus &#8216;automobilen Zonen&#8217; besteht, die in der Regel durchfahren werden und nicht durchwandert.&#8221; ( Florian Neuner )</p></blockquote>
<p>Zusätzlich hat Neuner gemeinsam mit dem Literaturwissenschafter <a href="http://www.thomasernst.net/wissenschaft.html">Thomas Ernst</a> die beiden Anthologien <a href="http://www.wieser-verlag.com/?q=node/1238"><em>Ruhrgebiet | Europa erlesen</em></a> ( Wieser 2009 , <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet">Details</a> ) sowie Das <a href="http://www.assoverlag.de/9783938834503.htm">Schwarze sind die Buchstaben . Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</a> ( assoverlag 2010 , <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur">Details</a> ) heraugegeben . Im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist Florian Neuner an der ab Ende Mai 100 Tage dauernden <a href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/programm/metropole-gestalten/kuenstlerische-interventionen/emscherkunst2010.html">EMSCHERKUNST.2010</a> beteiligt : <a href="http://www.emscherkunst.de/kuenstler-projekte/alle-kuenstler/florian-neuner.html">Künstler</a> | <a href="http://www.emscherkunst.de/kuenstler-projekte/alle-projekte/florian-neuner.html">Projekt</a> | <a href="http://www.emscherkunst.de/fileadmin/downloads/F.Neuner_Kostprobe.pdf">Text</a></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.depot.or.at/programm.html">Buchpremière Florian Neuner RUHRTEXT</a> &#8211; depot &#8211; <strong>Dienstag, 27. 4. 2010 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>TEXTVORSTELLUNGEN : <em>VIER AUF EINEN STREICH</em></p>
<p>Im Rahmen der seit weit über ein Jahrzehnt hinreichenden Reihe &#8220;Textvorstellungen&#8221; präsentiert die <em>Alte Schmiede</em> vier Autoren ( m | f ) in Lesung und Diskussion . Inwieweit das diesmalige Motto &#8220;zoomen, zappen. und wasser als roter faden&#8221; auf die präsentierten Texte zutrifft , mag man selbst entscheiden .</p>
<p>Es lesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karin_Ivancsics">Karin Ivancsics</a> : <em><a href="http://www.bibliothekderprovinz.at/autor.php?id=162&amp;session=c10b21b64708fb55a756b0ffdfc1b033">Muss das schön sein . Prosa</a></em> ( Bibliothek der Provinz ) , <a href="http://www.robertprosser.at/v2/">Robert Prosser</a> : <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=78">Strom . Ausufernde Prosa</a></em> ( Klever Verlag ) , <a href="http://www.deutsch.tsn.at/docs/standard/fritsch.html">Lisa Fritsch</a> : <em><a href="http://www.sonderzahl.at/BUECHER/neuerscheinungen/neu_fritsch_wannen.htm">Wannen Wonnen</a></em> ( Sonderzahl Verlag ) und <a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/authorshow.xml?id=265">Eva Moos</a> : <em><a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=631">Iemanja . Erzählung</a></em> ( Czernin Verlag ) .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=71&amp;Itemid=165">Textvorstellungen Ivancsics , Prosser , Fritsch , Moos</a> &#8211; <a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/">Literarisches Quartier Alte Schmiede</a> &#8211; <strong>Mittwoch , 28. 4. 2010 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>TEXTVORSTELLUNGEN : <em>À REBOURS</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/czz-neuesvonfreunden-13.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Im ehemals vorstädtischen Ottakring lanciert die <a href="http://muster.zeitzoo.at/zeitzoo.html">edition zeitzoo</a> eine ebenso feine wie in Text und Performance möglichst freie <a href="http://www.ragnarhof.at/zeitzoo.htm">Reihe</a> , die den üblichen Ritualen der Lesung einen Freiraum der Darbietung einräumt .</p>
<p>Zwei Termine seien dem wachen Zeitgenossen anempfohlen :</p>
<ul>
<li>Auf die <a href="http://www.ragnarhof.at/zeitzoo.htm">Performance</a> von <a href="http://elffriede.blogspot.com/">elffriede.interdisziplinäre.aufzeichnensysteme</a> ( noch vor kurzem im <a href="http://www.zintzen.org/2010/04/15/literatur-als-radiokunst-elffriede-im-orf-studio-produktionsnotizen/">&#8220;<em>Literatur als Radiokunst</em>&#8220;- Studio</a> ) darf man gespannt sein , desgleichen auf <a href="http://www.facebook.com/posted.php?id=135926021115&amp;share_id=107935125897010&amp;comments=1#!/profile.php?id=1109990926">Rudolf Stueger</a> &#8211; Ragnarhof | WERK- Galerie- Kaffee , Neulerchenfelderstrasse 6-8 , 1160 Wien &#8211; <strong>Mittwoch , 28. 4. 2010 , 19:30 H</strong></li>
<li>
<div>Tag der Arbeit und Veranstaltungsreihe enden mit den Lesungen von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> und <a href="http://www.gav.at/index.php?id=209&amp;tx_wecstaffdirectory_pi1[curstaff]=115&amp;cHash=689585fbf6">Wolfgang Helmhart</a> , sodann spielt das <a href="http://www.oeha.info/band.html">ÖHA</a> munter auf : &#8220;Genüsslich zelebrierter Spott und Sentiment gepackt in musikalische Betrachtungen des eigenen ( und anderer ) Dahingrundelns&#8221;- a. a. O. &#8211; <strong>Samstag , 1. 5. 2010 , 19:30 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Damit wir hier nicht ganz sang- und klanglos , friedfertig und bereit , alles hinzunehmen <span style="text-decoration: line-through;">in die Woche</span> in den Frühling gehen , erinnern wir in|ad|ae|qu|at an die schöne Form des Protestliedes , wie sie das <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/czz-hoerempfehlung-48.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Schwarze Amerika hervorbrachte . <a href="http://www.facebook.com/therealdarkstarr">DarkStarr&#8217;s</a> &#8220;<em><a href="http://darkstarr.tumblr.com/post/503508967/darkstarr-revolutionary-dance-mix">Revolutionary Dance Mix&#8221;</a></em> verarbeitet  im vorliegenden Exempel schöne Motown- Klassiker zu einam knapp einstündigen Mix .</p>
<blockquote>
<p style="text-align: right;">There has been a debate as to whether Dance Music is purely for escapism or if it can be socially aware. Have a listen to the mix and you can make your own decision. If you want to know more, check out our <em><a href="http://darkstarr.tumblr.com/post/246268935/stand-up-and-get-down">&#8216;Stand Up and Get Down</a></em>&#8216; piece by scrolling to the bottom of our blog. Remember, &#8216;A Revolution without dancing is a Revolution not worth having.&#8217;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Wer die Ansprache zu Beginn des 59-minütigen Mix&#8217; nicht goutiert , kann getrost bei 1:14 einsteigen .</p>
<pre style="text-align: right;"><code> </code></pre>
<p style="text-align: right;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="81" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fcolleen-cosmo-murphy%2Fdarkstarr-revolutionary-dance-music-dj-mix" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fcolleen-cosmo-murphy%2Fdarkstarr-revolutionary-dance-music-dj-mix" allowscriptaccess="always"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/colleen-cosmo-murphy/darkstarr-revolutionary-dance-music-dj-mix">DarkStarr Revolutionary Dance Music DJ Mix</a>by<a href="http://soundcloud.com/colleen-cosmo-murphy">Colleen Cosmo Murphy</a></span></p>
<pre style="text-align: right;"><code> </code></pre>
<p style="text-align: right;">via and thx to <a href="http://deepgoa.wordpress.com/2010/04/17/good-morning-darkstarr-revolutionary-dance-music-dj-mix/">deepgoa</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Salon Littéraire &#124; Florian Neuner : Ruhrtext &#8211; Auffahren , Aufschließen . Einfahrt</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 07:00:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Literatur @ in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text Salon Littéraire &#124; Florian Neuner : Ruhrtext &#8211; Auffahren , Aufschließen . Einfahrt Mit einer Photoserie von Jörg Gruneberg Es kann ja nicht immer so bleiben. Zwischen Emscher &#38; Ruhr. Es ist eine umstrittene Landschaft, von der hier berichtet werden soll....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">SALON LITTÉRAIRE</a> als www- Galerie für Bild und Text</p>
<p><strong>Salon Littéraire | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> :</strong></p>
<p><strong>Ruhrtext &#8211; Auffahren , Aufschließen . Einfahrt<br />
Mit einer Photoserie von <a href="http://www.scheinschlag.de/fotografenordner/joerggruneberg/joerggruneberg.html">Jörg Gruneberg</a><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es kann ja nicht immer so bleiben. Zwischen Emscher &amp; Ruhr. Es ist eine umstrittene Landschaft, von der hier berichtet werden soll. Landschaft oder das, was von ihr geblieben ist. Fetzen, Reste, die die Industrie zurückgelassen hat. Eine eigenwillige Natur &amp; eine neuartige Landschaft. Manchmal hält der Nebel Wochen an. In dieser schweren, kalten Landschaft. Die Stadt ist wie ein Gerüst oder wie ein Netzwerk, in dessen Felder jedermann die Dinge einordnen kann, an die er sich erinnern mag. Die Gegenwart bestimmt das Gesicht dieser Landschaft. Gewaltige Industriewerke, Schlackenhalden, vom Ruß geschwärzte Häuser unter rostbraunen oder düsteren Rauchwolken. Kohlenbergbau, Eisen- &amp; chemische Industrie (Kohleveredlung). Gleisanlagen, Kühltürme, Winderhitzer, Hallen &amp; Halden. Die Namen der Städte gleiten vorüber: Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Gladbeck, Bochum, Witten. Erschrecken vor der Fremdheit der Industrielandschaft. Zerschnitten von Eisenbahnen, Autobahnen &amp; Rohrleitungen. Schlacken, Mauerreste, Bahndämme, Stahlträger, Absetzbecken. Formen, die die Stadt hätte annehmen können, wäre sie nicht aus diesem oder jenem Grunde so geworden, wie wir sie heute sehen. Massive Schönheit &amp; abrupte Häßlichkeit. Einfamilienhäuser, Gewerbegebiete in der erstaunlichsten Mischung aus Werkstätten, Villen, aufgegebenen Hallen &amp; Schuppen, wilde Kleingärten &amp; Brachflächen, Discotheken &amp; Billigmärkte. Krankenhäuser, Reiterhöfe, Reste von Landwirtschaft. Der Nebel wird sich ein paar Tage halten. Westfalen ist ein Land, in dem nicht nur viel Bier getrunken wird, sondern in dem auch die Sonne weniger hell scheint.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/01_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/01_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="01 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ruhrgebiet ist ein urbanes Planetensystem ohne Zentralgestirn. Eine polyzentrische Stadtlandschaft mit fünf Millionen Einwohnern. Eine chaotische Landschaft, in der sich Mietskasernen, Schornsteine, Sportplätze, Zechentürme, Parkanlagen, Aschenhalden, Villen in Barockmanufaktur, Gartenlokale, Hochöfen, burgenhafte Fabrikfassaden &amp; Kolonien im Schwarzwälder Puppenstil unaufhörlich durcheinanderschieben. Stadt reiht sich an Großstadt, keine zusammenhängende Feldmark ist mehr vorhanden. Das ursprüngliche Grün der Natur, die Wälder, sind im wesentlichen vernichtet. Das Ruhrgebiet hat keine Grenzen. Der Zuständigkeitsbereich des <em>Regionalverbands Ruhr</em> ist größer als der tatsächlich als Ruhrgebiet wahrgenommene Raum. Die Stadt ist übervoll. Sie wiederholt sich, damit irgend etwas im Gedächtnis haften bleibt. Eine Sammlung von sauberen &amp; vernachlässigten Ortsteilen, von planlos gewachsenen Gewerbegebieten, grünen Abstandflächen &amp; wenig aufregenden Stadtzentren. Ein Auseinanderfallen ohne Ende &amp; Form. Fährt man von Duisburg über Oberhausen nach Gelsenkirchen: Wie eine Kriegslandschaft sieht es aus. Die Industrie erzeugt die industrielle Gemenge-Stadt. Die Konturen von Stadt &amp; Land lösen sich. Die Orientierung fällt schwer angesichts der ständigen Wiederholung von belanglosen Siedlungen. Nie weiß man, wo man ist. Die Siedlungen des Industriezeitalters sind wild gewachsen. Die ehemals zusammenhängende Landschaft wurde planlos zerschnitten. Was einem fremden Reisenden auf der Bahnfahrt etwa von der Ruhrmündung über Essen bis ins Westfälische hinein als ein sinnverwirrendes Chaos erscheinen mag, ist ja in Wahrheit ein echter Organismus von einmaliger Großartigkeit. Der Eindruck des Chaotischen, Ungeplanten ist einer Perspektive geschuldet, der der Überblick fehlt &amp; die deshalb Zusammenhänge nicht erkennen kann. Die so heftig &amp; gründlich veränderte Landschaft des 19. Jahrhunderts ist bis heute sichtbar geblieben. Geformt durch die Eisenbahn. Die Zeichen bilden eine Sprache. Doch nicht die, die du zu kennen glaubst.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/02_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/02_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="02 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Hier fängt der Lichtwechsel an. Hier werden die Häuser dunkler. Im Ruhrland wurde eine bescheidene bauliche Tradition vor Jahrzehnten bereits radikal abgebrochen, in wilder Plötzlichkeit durch gigantische Industrieanlagen überwuchert. Von unzähligen Schienensträngen durchzogen, mit Schuttgebirgen bedeckt. Tümpel, schnurgerade Kanäle, Förderbahnen, Häuserhaufen, Schrottlagerplätze. Überraschende &amp; unbekannte Reste von Naturlandschaft. Am Kanal, hinter der Autobahn, unter der Hochspannungsleitung, an der Kokerei. Die Wildheit dieses Landes mag einen ängstigen, so manche scheußliche Einzelheiten erschrecken, schwarzer Schmutz &amp; grauer Dunst mögen abstoßen, trübe &amp; trostlos stimmen. Unregelmäßige Straßenbilder, unübersichtliche Verkehrsführung. Willkürliche Durchmischung von Gewerbe- &amp; Wohngebieten. Immer noch werden trübe Farben zu blassen Grundierungen verwässert. Mancher ist froh, wieder hinauszukommen. Der Künstler empfindet anders. Das sind Städte, die nur aus Ausnahmen, Ausschließungen, Gegensätzlichkeiten, Widersinnigkeiten bestehen. Reste eines Bahndamms, eine ungewöhnlich placierte Fußgängerbrücke, eine zugewachsene Schneise zwischen Häusern. Eine auf den ersten Blick ungeordnete Struktur ganz unterschiedlicher Stadtfelder mit einzelnen Inseln geometrisch-gestalthafter Muster. Netze &amp; Knoten. Westfalen ist ein Land, in dem die Menschen härter sind, verschlossener, karger mit Worten. Das Ruhrgebiet ist eine Bierlandschaft. Nirgendwo ist die Kneipendichte größer. Industrie entstand &amp; verging. Man orientiert sich natürlich nicht nach Kohlenzechen, Stahlwerken, öffentlichen Gebäuden, Plätzen oder Bahnhöfen<span style="font-family: Arial;">, </span>sondern nach Wirtschaften. Kneipen als Wegmarken &amp; Orientierungspunkte. Die Menschen im Ruhrgebiet orientieren ihre Identitäten kleinräumig &amp; begreifen sich zunächst als Stiepeler, Borbecker oder Kirchhellener. Die Herzstücke dieser Vororte sind die Kneipen. Hier versteht jeder Wirt zu zapfen.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/03_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/03_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="03 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Westfalen ist ein Land, in dem der Wind kälter weht &amp; die Erde zwar fruchtbarer, aber auch widerspenstiger ist. Die rote Erde. Bei Nebelwetter geht man durch die Stadt. Relikte der industriellen Produktion bleiben in dieser Landschaft einfach liegen. Vorbei an Tagesbrüchen. Einzelpingen &amp; Pingenzügen auf den bewaldeten Höhen. Zungenhalden. Wenn es eine Konstante im Ruhrgebiet gibt, so ist es die permanente Veränderung &amp; die mit ihr verbundene Gewißheit, in einer unfertigen, vorläufigen, jederzeit gemäß des wirtschaftlichen &#8220;Auf &amp; Ab&#8221; widerrufbaren Situation zu leben. In einem mehr oder weniger unüberschaubaren Provisorium ohne Begriff von sich selbst, auf buchstäblich unsicherem Boden. Sättel, Mulden &amp; Überschiebungen. Überschneidungen von Bierlandschaften &amp; Industrielandschaften. Zusammenschnitte. Textlandschaften. Die Stadt als Text. Alles zusammengenommen ergibt einen insgesamt scheinbar planlosen Siedlungsteppich, der einem Palimpsest ähnlich ist, in dem alte, nicht mehr benötigte, ausgelöschte &amp; ausgeschabte Schriftzüge &amp; Bilder unter dem neuen Text durchschimmern. Alte Parzellengrenzen, alte Gewässer &amp; Reste wiederverwendeter Bauwerke. Es hängt schließlich alles am Zusammenspiel von ganz außergewöhnlichen Hub-, Schub- &amp; Zugkräften, die allesamt &amp; gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen weisen, mit je unterschiedlicher Intensität &amp; Dauer. Lokale Verschiebungen im Kräfteverhältnis eines Textes, das Abändern, Wegnehmen oder Hinzufügen eines Wortes, eines Satzes, eines Satz-Clusters oder Satz-Blocks sind stets mit immensen Kettenreaktionen innerhalb des Gesamtgefüges verbunden. <span style="text-decoration: line-through;">Hierbei werden die Gesteinsschichten</span> Bei Nebelwetter geht man durch die Stadt. Um Welten zu erschließen. Unter Mühen &amp; Beschwerden.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/04_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/04_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="04 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Eine unsichtbare Landschaft bedingt die sichtbare. Wo der Bergbau umgegangen ist. Weitverzweigt, vielschichtig &amp; dunkel ist die Welt unter Tage. Da ballen sich die Wetter dicht. Dort unten werden ganze Gebirge bewegt. Ein unendliches Netz von Straßenzügen, Bahnhöfen, Schienensträngen, Kraftwerken, Werkstätten. Das Netzwerk der Stollen, Flöze, Schächte &amp; Streben. Bergbau ist auch Sprache. Ganze Wälder verschwanden als Stützmaterial in den Tiefen. Tief unten in den Schächten. In den Nächten. Da ballen sich wieder die Wetter. Eine übergangslose Plötzlichkeit ließ Mitte des 19. Jahrhunderts eine hindämmernde Landschaft zum Magnetfeld werden. An der Ruhr &amp; in den Seitentälern wurde ein völlig ungeordneter, vom Zufall abhängiger Kohleabbau betrieben. Man grub kleinere, mehrere Meter tiefe Schächte. Als man vom Stollen- zum Tiefbau überging. In Staub &amp; in Gerölle. Die kleinen Schächte waren bald durch Regen- oder Grundwasser abgesoffen. &amp; dann mußte in Streichrichtung des Flözes wieder ein neuer Schacht gegraben werden. In brennstoffknappen Notzeiten nutzte die Bevölkerung die alten Stollen immer wieder zum &#8220;wilden&#8221; Kohleabbau. So oft im Traum in der Nacht. Im Kohlenschacht.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/05_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/05_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="05 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ruhrgebiet ist eine Landschaft, geformt aus großen graphischen Zeichen. Das ganz mit Spuren &amp; gewaltsam durchgeführten Lektüreversuchen überladene Territorium ähnelt einem Palimpsest. Wir müssen ein neues Verständnis des Begriffs ›Stadt‹ als Ort des Unzusammenhängenden, des Heterogenen, des Bruchstückhaften &amp; der ununterbrochenen Umgestaltung erarbeiten. Wir müssen quasi bei Null beginnen. Als ginge es um die Deutung von Tintenklecksen. Strukturen hineininterpretieren oder herauslesen. Im Grunde steht man der diffusen Stadt ähnlich hilflos gegenüber wie der erste Mensch dem Sternenhimmel, den er durch die Projektion mythischer Figuren &amp; Tiersymbole zu strukturieren beginnt. Als größte künstliche Landschaft Europas hat das Ruhrrevier die Chance zum größten Kunstwerk der Welt zu werden. Einer Komposition aus Städten, Straßen, Verkehrswegen, Seen, Wäldern. Der Mensch ist im Begriff, Gestalten zu sehen: ein Segelschiff, eine Hand, einen Elephanten. Die Megalopolis ist nicht schwieriger zu verstehen als ein Bild des analytischen Kubismus. Sie gleicht einem abstrakten Aquarell von Kandinsky, einem Bündel gegensätzlicher Kräfte, sie läßt uns an die All-Over-Technik eines Pollock denken, an die Dekonstruktionen eines Gehry oder die von Coop Himmeln(l)bau. Sie ist nicht chaotischer als eine Beuys-Installation, als ein Jim-Dine-Happening, als eine Fluxus-Performance, als die Musik von John Cage oder Mauricio Kagel. Fremdes, Anderes, Unverfügbares. Die abrupten Schnitte experimenteller Filme, die Abwesenheit eines roten Erzählfadens liefern Interpretationsmuster. Analogien zur Lektüre von Texten moderner Literatur führen vielleicht weiter als der vergebliche Versuch, mit Architektur Ordnung zu schaffen.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/06_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg.png" rel="lightbox[14013]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/06_ruhr_copyright_-joerg-gruneberg-small.png" alt="06 Ruhr Copyright -Joerg-Gruneberg" hspace="2" vspace="2" width="450" height="299" /></a> ( click to XL )</p>
<p style="text-align: justify;">Mancher Blick &amp; manches Bild eröffnen sich erst mit ein wenig Abstand. Viele Jahre achtsam &amp; respektvoll durch den Siedlungsbrei gelaufen zu sein ist die Voraussetzung für eine Lektüre. Wer sich mit der Epoche der Industrialisierung auseinandersetzen will, findet nirgendwo ein besseres Feld als im Ruhrgebiet. Alles ist lesbar. Mit Städten ist es wie mit Träumen. Alles Vorstellbare kann geträumt werden. Städte wie Träume sind aus Wünschen &amp; Ängsten gebaut, auch wenn der Faden ihrer Rede geheim ist, ihre Regeln absurd, ihre Perspektiven trügerisch &amp; ein jedes Ding ein anderes verbirgt. Der Boden ist vermint. Das Gedächtnis ist übervoll. Es wiederholt die Zeichen, damit die Stadt zu existieren beginnt. Beschreibt ein Schriftsteller eine Stadt, verwandelt er eine reale Stadt in eine fiktive. Der Schriftsteller kann dies bewußt oder unbewußt tun. Er kann die Stadt bewußt verändern wollen oder kann sie ungewollt bis zur Unkenntlichkeit verändern. Auch könnte man sich vorstellen,  daß eine der zahlreichen utopischen Städte, die in der Literatur beschrieben werden, gebaut wird. Die Stadt kann als ein literarisches Werk betrachtet werden, das natürlich auch non-verbale Teile enthält. Mit eigenen Regeln &amp; Kompositionsverfahren. Ein Werk einer außerordentlich weit ausgreifenden Gattung, da durch die Vermittlung der Bibliotheken &amp; Buchhandlungen die gesamte Literatur zumindest einer Sprache als eines seiner Kapitel erscheinen kann. Alles ist lesbar. Der städtische Raum gibt vor, transparent zu sein. Alles hat Symbolwert, auch wenn Symbole zuweilen fließen. Die Stadt, das Urbane, ist auch Mysterium, ist okkult. &amp; der Nebel wird sich ein paar Tage halten.</p>
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<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a></strong></p>
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<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/florian-neuner-notiz-zum-projekt-der-grosscollage-ruhrtext/">Notiz  zum Projekt der Grosscollage &#8220;Ruhr.Text&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/florian-neuner-aufruhr-iv-rheinhausen/">Ruhrtext  &#8211; Aufruhr IV &#8211; Rheinhausen</a></li>
<li><a href="../salon-litteraire/florian-neuner-uckendorfer-strasse/">Ruhrtext  &#8211; Ückendorfer Straße</a> &#8211; Mit einer Photoserie von<strong> </strong><a href="http://www.scheinschlag.de/fotografenordner/joerggruneberg/joerggruneberg.html">Jörg  Gruneberg</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">Ruhrtext  &#8211; Dérive VII: Walsum</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">| espace d&#8217;essays |</a> : <a href="http://www.zintzen.org/2008/12/12/florian-neuner-der-strukturelle-film-ein-moment-der-osterreichischen-neoavantgarde/">Der  strukturelle Film &#8211; ein Moment der österreichischen Neoavantgarde</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">| espace d’essays |</a> : <a href="http://www.zintzen.org/2009/09/30/florian-neuner-man-mus-alles-ubertreiben-vorlaeufiges-zu-dieter-roth">Man  muß alles übertreiben &#8211; Vorläufiges zu Dieter Roth</a></li>
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<p><strong>Hinweise :</strong></p>
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<div>Der Band <em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=105">RUHRTEXT . Eine Revierlektüre</a></em> ist eben im Klever Verlag erschienen . Darüber hinaus liegen die von Florian Neuner und <a href="http://www.thomasernst.net/zurperson">Thomas Ernst</a> herausgegebenen Bände <em><a href="http://www.wieser-verlag.com/?q=node/1238">Ruhrgebiet | Europa erlesen</a></em> ( Wieser 2009 ) sowie <em><a href="http://www.assoverlag.de/9783938834503.htm">Das Schwarze sind die Buchstaben . Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</a></em> ( assoverlag 2010 ) vor .</div>
</li>
<li>
<div>Florian Neuner stellt RUHRTEXT in Wien vor : <a href="http://www.depot.or.at/programm.html">depot</a> &#8211; <strong>Dienstag , 27. 4.  2010 , 19 H</strong></div>
</li>
<li>Im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist Florian Neuner an der ab Ende Mai 100 Tage dauernden <a href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/programm/metropole-gestalten/kuenstlerische-interventionen/emscherkunst2010.html"><em>EMSCHERKUNST.2010</em></a> beteiligt : <a href="http://www.emscherkunst.de/kuenstler-projekte/alle-kuenstler/florian-neuner.html">Künstler</a> | <a href="http://www.emscherkunst.de/kuenstler-projekte/alle-projekte/florian-neuner.html">Projekt</a> | <a href="http://www.emscherkunst.de/fileadmin/downloads/F.Neuner_Kostprobe.pdf">Text</a></li>
</ul>
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