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Alte Schmiede : 3 Aufrufe - 3 Repliken



||| I. VIELE FRAGEN - KAUM DISKURS | II. BRIEF , BLOG , PRESSE | III. IG AUTOREN AUTORINNEN | IV. GAV | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

I. VIELE FRAGEN - KAUM DISKURS

Alte Schmiede Was tunInstitutionen und Privatpersonen , Mitarbeiter und Gestalter , Musiker und Autoren : sie alle wollen wissen , wie es nach dem Verkauf des Hauses Schönlaterngasse 9 um die künftigen Geschicke der “Alten Schmiede” steht . Mit dem seit über 30 Jahen im Haus Numero Neun situierten “Literaischen Quartier” ( 30 Jahre ) und der “Musikwerkstatt” ( 30 Jahre ) steht freilich nicht nur ein pittoreskes Ambiente auf dem Spiel , sondern das zunehmend rar werdende kulturpolitische Anliegen langfristiger Förderung neuer Kunst im Entstehen sowie im Verstehen seitens des Publikums . Die entsprechende Formulierung der Trägerorganisation “Kunstverein Wien” lautet wie folgt :

Der Kunstverein Wien wurde im Jahr 1972 gegründet und hat gem. § 2 der geltenden Statuten den gemeinnützigen Zweck, Kunst und Künstler sowie das Verständnis für diese zu fördern. Seine Tätigkeit ist nicht auf Gewinn gerichtet.

Langfristige Planung , Offenheit für Unkonventionelles sowie “realistische” Honorare für künstlerische und kulturvermittelnde Leistungen haben die “Alte Schmiede” zu einer für viele Kunst- und Kulturschaffende buchstäblich lebensnotwendigen Institution gemacht . Entsprechend gross ist die Aufregung über eine mögliche Gefährdung von Bestand und Betrieb der “Alten Schmiede” .

Es ist bemerkenswert , dass - seit die Nachricht um einen möglichen Verkauf des Hauses kursiert ( 17. Mai , Der Standard ) - kein nennenswerter Diskurs über das Thema entwickeln will : Dabei geht es um nichts weniger als um die Frage , inwieweit sich die Kulturadministration der Stadt Wien zu Zeiten der Event- und Spektakelkultur zum kulturpolitischen Wert von “Bildung , Partizipation und Entwicklung” bekennt , in deren Geist der “Kunstverein” gegründet worden ist .

Statt statt klar beantworteter Fragen gibt es Protestnoten und unverbindliche Repliken . So brauchte es zehn Tage bis der zuständige Stadtrat auf die dringlichen Fragen seitens der “IG Autorinnen Autoren” sowie der “GAV ” reagierte . Drei Beispiele für “die nicht gegebene Antwort” werden im Folgenden dokumentiert .

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II. BRIEF , BLOG , PRESSE

Alte Schmiede Was tunAm 27. 5. ging ein Mail- Rundschreiben von Seiten des Vorstandes des “Kunstvereins Wien” zur “Information und Erklärung zur Situation der Alten Schmiede” an viele Autorinnen und Journalisten . Unter der dezidierten Erklärung ,

dass sich der Kunstverein weiterhin mit Nachdruck um eine gedeihliche Lösung der entstandenen problematischen Situation bemühen wird, damit der in seinen Satzungen festgelegten Aufgabe, diesen ‘Mittel und Einrichtungen zur Ausübung, Vervollkommnung ihrer schöpferischen Kapazität zur Verfügung zu stellen’, verantwortungsvoll nachgekommen werden kann ,

wurden die Fakten wie folgt dargelegt :

Seit kurzer Zeit hat die Wiener Städtische Versicherung, ihr Generaldirektor Dr. Günter Geyer war 12 Jahre Präsident des Kunstvereins Wien und zeigt sich in der Angelegenheit persönlich engagiert, bekannt gegeben, das Gebäude Schönlaterngasse 9 verkaufen zu wollen.

Trotz mehrfacher Bemühung seitens des Kunstvereins hat eine gemeinsame Problemberatung von Hauseigentümerschaft, Kulturabteilung der Stadt Wien, auf deren Initiative der Kunstverein 1969 gegründet und 1975 in der Alten Schmiede etabliert worden war, und dem Kunstverein Wien bislang nicht stattgefunden.

In spontaner Reaktion verfasste der Wiener Autor Michael Hammerschmid ein flammendes Plädoyer für die “Alte Schmiede als Bleibe” , welches den historischen , symbolischen und gesellschaftlichen Raum der Institution plastisch umschrieb . Ungeachtet dessen , dass die Immobilie inzwischen tatsächlich in neue Eigentümerschaft übergegangen war , publizierte Hammerschmid seinen Essay am 30. 5. auf in|ad|ae|qu|at . Per Brief ging der Text auch direkt an die Wiener Städtische Versicherung . Voriges Wochenende wurde das Plädoyer : Für die Alte Schmiede als Bleibe von der Tageszeitung “Die Presse” abgedruckt .

Dem in Form eines offenen Briefes formulierten Essay fügte die Netz- Redaktion den Hinweis auf die “Antwort von Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung” hinzu . Zu dumm nur : Der Link führte den ganzen Samstag und Sonntag lang ins Nichts . Online also : keine Antwort .

Alte Schmiede Günter Geyer Vorstandsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung ( click to XL )

Sehr wohl online ist dahingegen ein Interview mit Günter Geyer über Expansionspläne der Wiener Städtischen im Montags- “Standard” .

Edit : Montag wurde schliesslich auch der defekte Link der “Presse” zur Replik von Dr. Günter Geyer , dem Vorstandsvorsitzenden der Wiener Städtischen Versicherung , “repariert” . Im Volltext :

Sehr geehrter Herr Dr. Hammerschmid!

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben, dass Sie mir per E-Mail am 30. Mai übermittelt haben. Aus Ihren Zeilen wird deutlich, dass Sie sich um die Zukunft der Alten Schmiede große Sorgen machen und einen Appell an uns richten, von einem Verkauf des Hauses in der Schönlaterngasse Nr. 9 abzusehen.
Der Verkauf des Hauses Schönlaterngasse Nr. 9 ist eine unternehmenspolitisch notwendige Entscheidung. Die Immobilienpolitik der Wiener Städtischen Versicherung AG Vienna Insurance Group hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Wir investieren heute in größere Objekte, Zinshäuser oder Immobilienfonds. Mit dem Kunstverein Wien besteht ein aufrechter Mietvertrag, der vom neuen Eigentümer übernommen werden muss.
Die Wiener Städtische ist bereits seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Förderin von Kultur und Kunst. Dies ist integraler Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie und –kultur. Dabei stellen wir den Gedanken an den Nutzen für eine möglichst breite Allgemeinheit in den Mittelpunkt unserer kulturellen Aktivitäten, für die wir bereits vielfach ausgezeichnet worden sind. Aktuell unterstützen wir seit Jahren die artothek der Alten Schmiede – im Sinne unserer Förderung der zeitgenössischen Bildenden Kunst in der Österreich. Auf dem Gebiet der Literatur engagieren wir uns seit Jahren für Projekte zur Lese- und Schreibförderung der heimischen Jugend.
Ich selbst war vor einigen Jahren Mitglied im Vorstand des Kunstverein Wien und weiß daher sehr gut, welchen Beitrag der Kunstverein Wien in der Vermittlung von Kunst und Kultur leistet. Ich bin zuversichtlich, dass für die Zukunft des Kunstverein Wien eine konstruktive Lösung gefunden werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Günter Geyer
(Vorstandsvorsitzender Wiener Städtische Versicherung AG)

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III. IG AUTOREN AUTORINNEN

Alte Schmiede Was tunAuch die “IG Autorinnen Autoren” hat auf die Nachricht vom ( möglichen | erfolgten ) Verkauf des Hauses reagiert . Zum einen mit der Aktion “1.000 Stimmen für die Alte Schmiede” , zum andern mit den expliziten Äusserungen des Geschäftsführers Gerhard Ruiss , den “katastrophalen Zustand der Wiener Literaturförderung ganz allgemein offensiv thematisieren” zu wollen ( Der Standard online , 2. 6. 2008 ) .

Die Aktion läuft , eine öffentlich “offensive Thematisierung” der Wiener Literaturförderung ist dahingegen ausgeblieben . Mit Ausnahme der Debatte im Gemeinderat der Stadt Wien ( 4. 6. ) , wo Marco Schreuder ( Die Grünen ) den Antrag einbrachte , die Stadt Wien - in Person des Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny - solle “sofortige Verhandlungen” aufnehmen , “um die Zukunft der Alten Schmiede zu sichern” . Dieser Antrag wurde “mit der Zustimmung aller Fraktionen angenommen” .

Andreas Mailath-Pokornys Replik auf die Aktion und Äusserungen der “IG- Autorinnen Autoren” wurde in der Samstagsausgabe des “Standard” ( 7. 6. ) wie folgt paraphrasiert :

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny sicherte postalisch wiederum seine Gesprächsbereitschaft mit allen beteiligten Parteien zu.

Genau 21 Tage nach der ersten Meldung zur “ungewissen Zukunft” der Institution : Eine Replik , aber keine Antwort .

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IV. GAV

Auch die “Grazer Autorinnen Autorenversammlung” ( GAV ) hat sich mit einer Bekundung der Besorgnis an Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny gewandt . Zehn Tage später erfolgte eine Replik . Mit dem ausdrücklichen Einverständnis der GAV- Geschäftsführung dokumentieren wir im Folgenden den Wortlaut beider Schreiben . Zunächst die Anfrage der “Grazer Autorinnen Autorenversammlung” vom 20. Mai 2008 :

Sehr geehrter Herr Stadtrat,

mit großem Befremden haben wir gelesen, dass die Alte Schmiede als Ort der Literatur bedroht sei. Wir möchten hiermit, im Namen unserer Mitglieder, als die größte Autorinnen/Autorenvereinigung unter dem Dach der IG, hiermit unserer Besorgnis Ausdruck verleihen: Dieser Ort darf nicht verlorengehen. Es ist ein Ort der Begegnung, der Erfahrung, der Möglichkeiten. Zahlreiche Mitglieder unseres Vereins haben im Literarischen Quartier / Alte Schmiede nicht einfach nur Lesungen bestritten, sondern, in bester Zusammenarbeit mit Kurt Neumann, waren Projekte möglich, die es so nie hätte geben können: Symposien, Autorenmonate, usw. Es ist dies ein Ort von besonderem Wert, der dem Austausch unter den Schreibenden ein ganz besonderes Podium bietet und hoffentlich noch weiterhin bieten wird. Die neu hinzugekommene Galerie der Literaturzeitschriften setzt dies auf ganz besondere Art und Weise fort. Das Literarische Quartier soll eines bleiben: Quartier.
Und mit Kurt Neumann. Und dank Kurt Neumann.

gezeichnet: Christine Huber, Gerhard Jaschke.
(Geschäftsführung; im Namen zahlreicher Mitglieder der GAV)

Replik von Andreas Mailath-Pokorny ( Amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft von Wien ) vom 30. Mai 2008 :

Sehr geehrte Frau Huber!
Sehr geehrter Herr Jaschke!

Ich bestätige den Erhalt Ihres Briefes vom 20. Mai 2008 und danke für Ihr Engagement in Sachen Alte Schmiede. Ich teile Ihre Ein- und Wertschätzung dieses Hauses und bin mit Ihnen einer Meinung über die Bedeutung des dort Gebotenen und Geleisteten. Deshalb gibt es ja keinerlei Zweifel an der Fortsetzung der Unterstützung für die Alte Schmiede. Aufgrund der gültigen Mietverträge gibt es auch keinen Anlass, die Existenz der Alten Schmiede als gefährdet anzusehen.

Was hingegen die Aus- und Umbaupläne betrifft, hat sich die Stadt gesprächsbereit gezeigt, diese sind jedoch in der Tat mit dem neuen Eigentümer abzuklären, ehe darüber befunden werden kann. Ich sehe daher weder die Existenz der Alten Schmiede, noch deren Zukunft gefährdet, sondern diese durchaus hoffnungsfroh.

Mit Dank und freundlichen Grüßen,
gezeichnet Andreas Mailath-Pokorny.

Zehn Tage nach dem brieflichen Ausdruck von “Besorgnis” seitens der GAV : Ein Papier , aber keine Antwort .

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Dass in|an|ae|qu|at seine besondere Vorliebe für das Netlabel broque bei jeder sich bietenden Gelegenheit verkündet , wird dem geneigten , ja gar manch zufälligem Leser bereits aufgefallen sein . Die Eigenwilligkeit der Tunes , die Der Werte Herr Christian regelmässig aus dem Kosmos möglicher Töne herauszupft , mag dabei ebenso mitspielen wie gewisse Konkordanzen hinsichtlich der Auffassung des elektronischen Lebens . Jetzt , da wir eben unser Ränzlein schnüren , um auf Reisen zu gehen , meldet broque seine Übersiedelung … wenn wir recht informiert sind , dann geschieht czz hörempfehlungdies leider doch nicht , wie einmal erwogen , Richtung Wien . Als vorläufige Abschiedsgabe vor der Resettlement- und Sommer- Pause gibt es nicht nur die mittlerweile 12. Echtvinyl- LP , Good Guy Mikesh & Filburt : “Hypnopoint” , sondern auch eine frische EP ( # 43 ! ) als Damen- und Herrenspende . Getroffen und gefunden wurde der Musiker und Grafiker Ricardo Mestre aka Pseudónimo in Pessoas Lissabon und mit ihm ein musikalischer Mikrokosmos entdeckt , welcher dem genius loci ebenso wenig schuldig bleibt wie den mitunter melancholischen Vorlieben des Labels . Sensitiv elegisch , reduziert auf wenige Harmonien , brennt da ein starkes Licht auf kleiner Flamme : Das Artifizielle ebenso offensiv herausstellend wie die vermeintliche Simplizität , navigieren die fünf Tracks von “Terra Firma” in einer unbesehenen Zwischenwelt , von wo sie sichere psychoakustische Wirkungen mitbringen . Diskrete Eleganz . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. terra firme | 02. outside | 03. a rosy wisp of cloud | 04. no quarto dos pais ( interlúdio ) + tormenta | 05. estória dos dias curtos |||

in|ad|ae|qu|at stellt sich vor | Picture at an Exhibition



||| RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z” | OBJEKTBESCHREIBUNG | KLANGAPPARAT | LINKS

RAHMENHANDLUNG : AUSSTELLUNG “GAV VON A BIS Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirAm 29. Februar / 1. März 2008 begeht die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ihr 35 jähriges Jubiläum . Vor 35 Jahren , nämlich im Februar 1973 , fand die allererste Vereinssitzung in Graz statt . Dies war ein Grund , warum wir uns entschlossen haben, dieses Jubiläum am Gründungsort Graz zu feiern . Am 29. Februar findet aus diesem Anlass eine grosse literarische Veranstaltung statt . Unter dem Titel “GAV von A bis Z” wird es 19 Lesungen und 5 Ausstellungen von Mitgliedern geben . Der Titel deutet es schon an : Für jeden Buchstaben des Alphabets wurde ein Mitglied gebeten , fünf Minuten zu lesen , beziehungsweise in einer Ausstellung einen Einblick in seine Arbeiten zu geben . |||

OBJEKTBESCHREIBUNG : “Z”

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirin|ad|ae|qu|at ( www.zintzen.org | www.inadaequat.org ) : Name eines Projekts , das sich in Form und Inhalten zwischen die Genres begibt . Formal und in der Erscheinungsweise trägt es das Kleid eines “Blog” : Diese Publikationsform des Web 2.0 leitet seinen Namen von “Web + Logbuch” ab und dient zumeist als Schreibformat eines fortlaufenden Tagebuchs . in|ad|ae|qu|at war und wird indes zu keiner Stunde als persönliches Journal geführt : Vielmehr bietet die - in dieser Ausprägung seltene - Form des Mashups von statischen ( Archiv- ) und dynamischen Blog- Seiten praktisch unbegrenzte Möglichkeiten der Assemblage ästhetischer Objekte .

Die Arbeit erfolgt simultan an 1. Vorder- , 2. Mittel- und 3. Hintergrund : Das heisst

  1. Publikation neuer Texte , Bilder , Daten -
  2. sukzessive Einspeisung bestehender literatur- und kulturpublizistischer sowie photographischer Arbeiten -
  3. Indexierung , Aufbau einer Annotations- Architektur ( Semantic Web ) .

Aus Kulturhistorie und Erfahrungswissen ist bekannt , dass kein Archiv an sich klug ist : Reich wird es erst durch seine Katalogisierung und Beschlagwortung . Im Medium des Weblogs lassen sich Daten jeder Ausformung ( Text , Bild , Ton ) auf hierarchisch gleicher Ebene indexieren , die Inhalte also optimal für die Bots der Suchmaschinen optimieren und solcherart eine gute Auffindbarkeit von Namen , Artikeln und Themen im WWW gewährleisten .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirSeit acht Monaten lädt in|ad|ae|qu|at Autorinnen Autoren zum Auftritt im “Salon Littéraire” ein . Es zeigt sich , dass insbesondere die Möglichkeit , Bilder , Animationen und Audio- Inhalte den Texten gleichwertig zu publizieren , von den Gästen des “Salon” gerne genutzt wird , so dass sich mittlerweile ein eigenständiges intermediales Format herausgebildet hat . Dabei entsteht durch permanente redaktionelle Indexierung von Themen , Bio- und Bibliographica eine stetig wachsende Datensammlung nach definierter Struktur .

Unsere Arbeit besteht im Möglichmachen solchen Publizierens , in sorglicher Wartung und konsequentem Indexieren , im Entwickeln eines semantischen Metadaten- Systems und letztlich darin : Die Webpublikation nicht “nur” in Form einer individuellen URL auszuweisen , sondern für jeden einzelnen Text- Ton- Bild - Beitrag einen persistenten “Unique Identidfier ” zu generieren . Vermittels Anmeldung bei der Stiftung “International DOI- Foundation” ist es seit Februar 2008 möglich , jeden “Beitrag” mit einem ( der ISBN- Nummer im Buchwesen vergleichbaren ) dauerhaftem Zifferncode international zu registrieren .

czz inadaeqiuat logo quelle AIGA aerport infor noirDamit verbunden sind Auffindbarkeit , Sicherung der Urheberschaft und Lokalisierung im Kontext . in|ad|ae|qu|at versteht das Publizieren im Web nicht etwa als sekundäres , abgeleitetes Veröffentlichen , sondern als distinkte Kunstform und Wertschöpfung mit selbständigem Werkcharakter .

Seit 7. 1. 2008 ist in|ad|ae|qu|at in das Portal und Online- Magazin litblogs.net “literarische Weblogs in deutscher Sprache” eingebunden , d. h. , auch die Werke des “Salon Littéraire” erhalten einen zusätzlichen “Auftritt” . Im Rahmen des FWF- Projekts “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG” ( UB Innsbruck ) werden die Online- Beiträge von litblogs.net zusätzlich archiviert und nach literaturwissenschaftlichen Aspekten untersucht . |||

KLANGAPPARAT

Der sogenannte “Klangapparat” als “Musikzuspielung” gehört seit einem Jahr zum festen Bestandteil jedes “postings” ( Einzeleintrags ) . Dank der reichen Szene von sogenannten Netlabels ( Web- Editionen von meist elektronischer Musik ) lassen sich Audio- Streams problemlos in einen czz hörempfehlungBlogtext integrieren . Rechtlich wird dieses “Ausborgen” von Musik durch die Konstruktion der “Creative Commons“- Lizensierungen ermöglicht . Auf für in|ad|ae|qu|at gilt eine solche Klausel von “some rights reserved” ( siehe “hintergrund” ) : Solange man uns als Urheber und die entsprechende URL korrekt anführt , dürfen Nutzer Teile unserer Texte zitieren .

Als Radiophile lassen wir uns die Möglichkeit , den mehr oder weniger trockenen Worten ein ein paar fetzige | nette | bemerkenswerte Klänge folgen zu lassen , natürlich nicht entgehen . Heute beispielsweise haben wir ein klassisch 4 / 4- getaktetes Tanzmix von einem unserer Lieblingslabel , Sonic Walker , ausgewählt . Das wir diese Präsentation ja nach Graz “mitbringen” , schien uns der Titel “Portable” nur allzu angebracht . Der 25jährige DJ 4Tech hat ein einstündiges Mix aus jüngeren Releases einiger der üblichen Verdächtigen in Sachen “Minimal Tech” komponiert und es ist immer wieder erstaunlich , welche Vielfalt an Sounds im Schema 140 bpm möglich ist . CLICK “PORTABLE” 4 TRACKLIST AND STREAM . |||

LINKS

  • GAV | Grazer Autorinnen Autorenversammlung | Wiki deutsch | english | francais | home | Editorial Vollversammlung 2008
  • GAV von A bis Z” : Lesungen und Ausstellung am 29. 2. 2008 , Minoriten , Graz . Teilnehmende : Friedrich Achleitner , Bettina Balaka , Seher Cakir , Constanze Dennig , Claudia Erdheim , Olga Flor , Eva Maria Geisler , Willi Hengstler , Roland Innerhofer , Karin Jahn , Topsy Küppers , Gregor M. Lepka , Friederike Mayröcker , Christine Nöstlinger , Engelbert Obernosterer , Irene Prugger , Andreas Renoldner , Ingo Springenschmid , Sylvia Treudl , Liesl Ujvary , Vladimir Vertlib , Ingrid Wald , Serafettin Yildiz , Christiane Zintzen |||

HEUTE NEU : in|ad|ae|qu|at @ litblogs.net | @ DILIMAG



||| POETISCHES PORTAL | DIE BLOGS @ LITBLOGS.NET | DAS PROJEKT DILIMAG | KLANGAPPARAT | LINKS

POETISCHES PORTAL

LITBLOGS NET Icon

Seit 7. 1. 2008 ist in|ad|ae|qu|at in das Portal und Online- Magazin litblogs.net - literarische Weblogs in deutscher Sprache - eingebunden , d. h. , auch die Werke des SALON LITTÉRAIRE erhalten einen zusätzlichen “Auftritt” . Im Rahmen des FWF Projekts “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG ” werden die Online- Beiträge dieses und anderer digitaler Literaturmagazine erstmals systematisch archiviert und nach literaturwissenschaftlichen Aspekten untersucht .

LITBLOGS NET Header

DIE BLOGS @ LITBLOGS.NET

DILIMAG

DAS PROJEKT DILIMAG

In Vorbereitung zur GAV- Ausstellung in Graz ( ja : ein blog- ject of exhibition … , fi donc ! ) ist in|ad|ae|qu|at hinter den Kulissen am theoretischen und praktischen Basteln : Zur Stärkung des Werkbegriffs - und damit der gesellschaftlichen Kenntnisnahme von Web- Publikationen als WERT- Schöpfung - soll besten Falles jeder Beitrag ( plus Metadaten ) einen unique identifier in Form eines singulären und persistenten Nummerncodes erhalten .

Mit entsprechendem Interesse nehmen wir daher auch das Projekt “Digitale Literaturmagazine - DILIMAG” wahr und lassen dessen Konzept für sich selbst sprechen .

Ziel ist neben der bibliographischen Erfassung auch das Sammeln und Archivieren der ca. 300 deutschsprachigen digitalen Literaturmagazine. Entsprechend der Einverständniserklärungen der HerausgeberInnen und AutorInnen werden die archivierten Literaturmagazine und Literaturblogs auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Für den technische Teil des Projekts ist DEA verantwortlich .

Literaturwissenschaftliche Beschreibung

Wer sich heute aber einen Überblick über literarische Magazine im Internet verschaffen will, findet zwar durchaus hilfreiche Linklisten, doch handelt es sich bei allen derzeitig angebotenen um ‘gemischte’ Listen, d.h., sie beinhalten undifferenziert Online-Versionen von Printmagazinen neben ‘reinen’ Online-Magazinen, wobei sich die gewünschte Differenzierung dadurch noch einmal kompliziert, dass sehr viele Online-Versionen von Printmagazinen zusätzlich auch nur online zugängliche Seiten (Webpages) anbieten. So wird es eine erste Aufgabe des Projekts sein, eindeutige Unterscheidungskriterien zu definieren und die Quellenlage zu sichten und zu beschreiben.

Quellensicherung

Trotz der ungeheuren Popularität des WorldWideWeb und seiner zunehmenden Bedeutung für das soziale, politische, kulturelle und – in unserem Fall – das literarische Leben wird die Archivierung oftmals als eine untergeordnete Frage betrachtet. Dieser Befund lässt sich ohne Zweifel auch auf die im vorliegenden Projekt untersuchten literarischen Online-Magazine übertragen. Auch für diese so wichtigen Quellen des literarischen Lebens der Gegenwart gibt es bisher im deutschen Sprachraum keine umfassenden Sicherungs- und Archivierungsunternehmungen. Eine wesentliche Aufgabe des Projekts stellt daher die Sicherung dieser Quellen dar. ( more …. )

Kennzahlen für Blogs ( PR Blogger ) , Sammlung von Netzpublikationen seitens der Nationalbibliotheken ( BB ) , Urheberrechte und Digital Rights Management ( juridikum 153 / 2007 , WRT Alex Ostleitner ) … Eventuell rücken ja doch und peu à peu konkrete Perspektiven in den vielseits als volatil und vergänglich gering geschätzten www- Horizont ?!

DILIMAG

KLANGAPPARAT

Zur Feier also ein Mix- Stündchen , welches aus den Texturen der derzeit ziemlich feinsten Netlabel gewirkt ist : One Bit Wonder , Dreiton , Sofa Sound - um nur drei der sophisticated Wundertöner zu nennen - machen das Mixmass mit atmosphärischen minimalz und ambientz ohrenvoll : Chef czz hörempfehlungHarald Walker hat für seinen Sonic Walker selbst downtempo Hand angelegt . Wie der komplizierte Titel dieses Flows zu prononzieren ist , vernehme man gleich zu Beginn . Dreitausenddreihundertacht Sekunden Sonic- Walker Mix 037 , 0096225121108105 , vom 5. Januar . CLICK HERE TO LISTEN ( + Download + Playlist ) AND ENJOY ! |||

LINKS

LITERATUR ALS RADIOKUNST | Daniel Wisser im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| STUDIO- SESSION : MAJOR TOM | LITERATUR ALS RADIOKUNST | ANDERE LEKTÜREN | RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ? | FALSCHE FRAGEN | NÖTIGE KLARSTELLUNG | ANTI ROMANTK | DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG | HOLOPHONE | KOOPERATION ( STEREO ) | WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ? | KLANGAPPARAT Hörproben EWHO | LINKS ( MONO )

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STUDIO- SESSION : MAJOR TOM

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Wesentlich anders als in einem Space Shuttle geht es in einem Hörspielstudio wohl nicht zu : Drei Tage lang drängt man sich in einem unterirdischen Welt- Abseits zusammen . U- Boot . Raumschiff . Immerhin bieten die beiden Sprecherräume links und rechts von der Kontrollzentrale ( sprich “Regieplatz” ) einige Bewegungsfreiheit . Sprech- und Laufställe , die der rezente LITERATUR ALS RADIOKUNST- Kandidat DANIEL WISSER weidlich für seine oratorischen Zwecke zu nutzen verstand . |||

LITERATUR ALS RADIOKUNST

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Wer’s noch nicht weiss , bzw. , wer dem auf das Projekt LITEATUR ALS RADIOKUNST weisenden Link in unserer Blogroll noch nicht nachgegangen sein sollte : Seit 1999 produzieren wir diese Reihe unter Dach und Fach des ORF KUNSTRADIO - jener Sendung , die nach Kräften im öffentlich- rechtlichen Rundfunk die Agenda experimenteller Künstlerproduktionen gegen Moden- und Quoten- Druck verteidigt . Da darf auch der Pegel mal über dem sonst Erlaubten liegen , da ist auch der mögliche Raum des Schweigens weiter , bevor die Hauptabwicklung das automatische Pannen- und Pausengedudel loslässt . |||

ANDERE LEKTÜREN

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Der Fokus auf LITERATUR mag zwar bedeuten , dass wir als Produzierende grundsätzlich Text- Sprachschöpfende einladen , doch darf ( deswegen sind , bleiben und gelten wir ja weiterhin als sog. “experimentell” ) im Zuge des Vortrags und bei der Bearbeitung die plane Textverständlichkeit durchaus korrodieren .

Gerade und bieder “herunter”- gelesene Texte bieten die üblichen Literaturformate hinlänglich - gar nicht zu reden von den Tausenden Hörbüchern , die ( mal auf exzellentem , mal unter jedem Niveau ) Werke im Take- Away-Format ( nicht selten auch zu entsprechenden Preisen ) anbieten . |||

RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ?

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Was ist dann überhaupt noch der Unterschied zwischen einer radiophonen und einer Hörbuchproduktion ? - Beide werden in einem Studio geboren , oft unter Geburtshilfe of the Author’s ‘ Voice - beide sickern dann irgendwo und -wann einmal aus Lautsprechern . Sei’s Allzeit- Bereit beim Bügeln, im Kraftfahrzeug oder aus den i- Pod- Ohrpfropfen , sei es zu festgesetzter Stundes aus dem Radioapparat . Allerdings überbieten die Sender einander derzeit mit Stream- und podcast- Angeboten , so dass der Aspekt der ECHTZEIT einer Radioübertragung tatsächlich aus Bewusstsein und Aufmerksamkeit schwindet . ( Kategorie “Untergang des Abendlandes” , vol. 765 ) |||

FALSCHE FRAGEN

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So hat ein Jungredakteur eines Österreichischen “Feuilletons” das Prinzip der Autoren- Produktionen @ LITERATUR ALS RADIOKUNST einst auf den Punkt des grössten anzunehmenden Irrtums gebracht : Die Schriftsteller sässen eh fortwährend in ihrer einsamen Klause und seien glücklich , sich drei Tage lang in einem “echten” Radio- Studio austoben zu dürfen und schliesslich als Resultat sogar die auf CD gebrannte Aufnahme nach hause nehmen zu dürfen . Hörbuch im DIYS- Verfahren . |||

NÖTIGE KLARSTELLUNG

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An dieser Darstellung ist so ziemlich jede einzelne Silbe falsch . Den angewandten Gegenbeweis lieferte der Musiker und Schriftsteller DANIEL WISSER anlässlich unserer jüngsten Produktion . Zugegeben , wir benötigen solche Trägermedien : CDs , DATs , heute Audio- DVDs oder externe Festplatten . So sichern wir die volatilen Daten , sorgen für deren Archivierung , Weitergabe und Bestand . - Freilich ist mit der Produktion in 5.1 Surround- Sound seit nunmehr drei Jahren die Menge der Daten explodiert : Entsprechend aufwändiger wurde deren Bearbeitung , Sendung ( via Sat ) und Archivierung . In drei Formen der Darreichung tritt sie nun auf , diese LITERATUR ALS RADIOKUNST .

  • ON AIR : In Form der LIVE- Ausstrahlung in 5.1. via OE1DD , gleichzeitig in der ( nahezu ) simultan auf Stereo “heruntergerechneten” FM- Sendung [ reizvoll : die kleine Zeitverzögerung ! ] .
  • ON SITE : Via MP3 auf der entsprechenden LARK- Webseite .
  • TO GO : Erstellen wir selbstverständlich auch Kopien auf Datenträgern . Audio- CDs für die Stereo- , bzw. Audio- DVDs für die 5.1.- Version . Solcherart lassen sich die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion auch an anderen Orten und zu anderen Zeit aufführen . Hier läge ein WÜNSCH- DIR- WAS seitens der Kuratorin : Wenige Künstlerinnen und Künstler haben bisher die Möglichkeit genutzt , ihre LARK- Produktion als Zuspielung bei einer “Live- Lesung” zu verwenden . - Soweit uns bekannt ist , hat Franz Mon einmal “live” zum surround abgespielten Tondokument improvisiert . In dieser Hinsicht auf die konkrete AUFFÜHRUNG eines Radiokunst- Stückes gäbe es schöne und noch ungenützte Möglichkeiten : Einmal abgeschlossen , abgespeichert , gesendet , muss so ein Werk nicht zwingend “still stehen” . Es könnte weiter wachsen in Phasen und Transformationen , in neuen Räumen , dem Leben nach . |||

WISSERS WISSEN

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Nach den Produktionen mit Anja Ulter , Ann Cotten und Ulrich Schlotman hatten wir jetzt den Wiener Musiker , Verleger ( Der Pudel ) und Schriftsteller zu Gast und man wird nicht gerade behaupten dürfen , dass dieser Studio- erfahrene Mann nicht weidlich genutzt hätte , was Küche und Keller zu bieten haben . Vom schalltoten Sprecherraum bis hin zum grossen Hörspielsaal bleibt kein Klangraum ungenutzt . Mittels statischem Mic , mobilem Reportermikrophon ( Rückkopplungen nahe der Lautsprecher des Regie- Raums ) sowie dem Handy als einem praktikablen Instrument zur Echtzeit- Kompression von Stimme : Für eine monologisch dargebrachte tragisch- vergebliche Liebe zu einer Postsparkassen- Angestellten ein nachgerade ideales Instrumentarium . |||

ANTI ROMANTK

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Niemand beginnt am Anfang. Denn woher wüsste man,
dass es ein Anfang ist, wenn man nicht bereits die Mitte kennen würde?
Also beginnt man in der Mitte.
Anstatt am Anfang von Etwas,
beginnt man in der Mitte von Nichts.
Das ist gut. ( Daniel Wisser : Die Tür )

Wer Wisser für einen ramponierten Romantiker halten würde und seine Poesie für schaumgeborene Capuccino- Tristezza , der liegt nämlich ganz schön quer . Seit 1994 sind die Gebrüder Wisser ( Florian , Daniel ) , Thomas Pfeffer und Jürgen Plank in der Formation des ERSTEN WIENER HEIMORGELORCHESTRS ( EWHO ) zugange und haben sich auf den Tasten dieser zu Unrecht belächelten Floccati- Wohnzimmerbeschallungsapparate unbestrittenen Kultstatus erspielt . Zu hören und sehen ist das EWHO übrigens noch am 6. Dezember im Zuge der vorläufig letzten Aufführung von Peter Handkes Untertagsblues , wo das orgelnde Konsortium dem - die alte Publikumsbeschimpfung aufleben lassenden - Philipp Hochmair ungerührt Akkorde zu- und an diesem vorbei spielt .

Unser Mann im Studio verfügt demnach nicht nur über exzellenten Takt , sondern auch über eine phänomenale Stimme , deren obenhin austriakischer Duktus sich in überraschende Körnigkeiten aufzureiben vermag . Einmal wieder erweist sich die Chance und das eminente Glück - wie bei Ulrich Schlotmann ( bei welchem man bereits beim ersten Satz durch das Mic schier “niederknieen” möchte ) - einen solchen Autor im Studio zu “haben” . Was hier und unter diesen konzentrierten Bedingungen entsteht - ist in keiner Weise mit einer Live- Performance , einer üblichen Autorenlesung oder gar dem “einfühlenden” Herunternudeln eines Textes durch Schauspieler zu vergleichen .

Da wir nun einmal fünf ( plus einen Bass- Effekt- ) Kanal zur Verfügung haben , können wir die Stimme schön im Raum verteilen : Front Center für “gerade Erzählung” , Doppelung und simultan gegenläufige Drehung der Stimmspur über die fünf Kanäle , Halbsatz- Dialoge Mitte rechts - Mitte links ( “Wie Ohrfeigen” ) und - ach ja , dann gab es auch noch unseren schönen neuen “Alien” . |||

DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG

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Zum Ausprobieren des niegelnagelneuen Superstars unter den statischen 5.1.- ( bis 7.1. möglichen ) Mikrophonen gab es etliche Rundtänze um diesen zentral- positionierten “Seehundkopf” aufzuführen . Normalerweise postiert man ja sechs Einzel- Mono- Mics ausserhalb der Szene : Quasi in naturalistischer Abbildung | Analogie zur Klangwiedergabe , deren Lautsprecher meistens dezentral ( “surround” ) positioniert sind . Obwohl die Aufnahme also im Kreisinneren erfolgt , ertönte das Ergebnis wiederum in der Aussenzone . Experimente mit zentrisch positionierten Boxen böten sich ebenso an wie die Ausnützung der Tatsache , dass grosse Rundumräume keiner weit gesteckten Mikrophonierung mehr bedürfen …. Funktion eventuell noch am ehesten mit dem KUNSTKOPF zu vergleichen , welcher mittlerweile aus der Mode gekommen scheint ( wir vermuten mal : wegen dessen weitgehend “naturalistischem” und damit rasch reizlos werdenden Gebrauch ) . |||

HOLOPHONE

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Interessant beim Herumspielen mit dem HOLOPHONE war die Beobachtung , dass das Gerät den direkten Schalleinfall geringer verstärkt als Hinter- bzw. Nebengrundgeräusche ; man erinnere sich an das Handy , welches jeden vorbeifahrenden Lastwagen dem Nah- Sprech bei weitem vorzieht . D .h . , ferne im Raum aufgenommenes Stimmengewirr , Schritte , ja sogar das Rascheln der Kleider wurden von HOLOPHONE weit eindringlicher übertragen als jede Mund- zu- Mund- Beatmung . Wie weit sich dieser Gain noch regulieren lässt : Dies müssen wir ein ander Mal ausprobieren . |||

KOOPERATION ( STEREO )

Funkhaus Wien_Regieplatz 4_copyright_zintzen

Feed und Feedback . Notwendige Momente völliger Kopf- und Ohrenlähmung . Stippvisiten , Überfälle : Kuratoren , Kollegen , Kiebitze . “Wohlmeinende” Ratschläge , ungefragt : Ohne Willen zur Kooperation , ohne die Fähigkeit , den Anregungen Anderer zuzuhören und ohne die Souplesse , auch mal eine vermeintlich “suprige Idee” einfach fahren zu lassen , wäre eine solche Produktion undenkbar .

Hier : Wissers “Vorwissen” , sein aus Fragilem und schwer lotbarem Trivialen eigentümlich gewebter Text , seine Bereitschaft , bei unzähligen Neu- und Wiederaufnahmen mit seiner Stimme nicht zu geizen . Dort : Die tonmeisterliche Kundigkeit , Geduld und Experimentierfreude unserer Soundmasterin Anna Kuncio .

So ( sagen wir mal als Kuratorin und Producerin selbstredend befangen ) könnte sendefähige Literatur möglich gemacht werden , welche vielleicht den Tag überdauert . Oder die 14:40 Minuten ihrer Ausstrahlung via FM ( stereo ) und Sat ( 5.1.) . Die genauen Daten folgen . |||

WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ?

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Dass eine so aufwändige Produktion Geld kostet , ca se va en soi . Derweil geniessen wir für unser - mit 2008 ins neunte Produktionsjahr gehendes - Projekt Unterstützung seitens des ORF , der ( GAV ) Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ( Honorare ) sowie von Seiten des Literarischen Quartiers Alte Schmiede , wo wir am 6. März alle vier Produktionen des Jahres 2007 in Anwesenheit ihrer Kreatoren präsentieren dürfen . Selbstverständlich rundum beschallt - per eigens vom ORF herbei geschaffter 5.1- Apparatur .

Aber wie lange noch ? - Wäre man paranoid veranlagt , könnte man Indizien zunehmender Lustlosigkeit der fördernden Instanzen bemerken . Aber da wir ja glücklich frei sind von jedweder Anwandlung dieser Art , basteln wir bereits munter an der Künstler- und Playlist für’s kommende Jahr . Antragsformular nicht vergessen ! |||

KLANGAPPARAT

Hörproben ERSTES WIENER HEIMORGEL ORCHESTER

czz hörempfehlungAUTO PLAY CD ( plagdichnicht 2005 ) :

01. anton ( excerpt ) | 02. oliven und schafkäse ( excerpt )| 03. mit den dritten fall ( excerpt ) |||

LINKS ( MONO )