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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Gertrude-Stein</title>
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		<title>Salon Littéraire &#124; Michael Hammerschmid : &#8220;ich schreibe jetzt figural&#8221; &#8211; Zur Ästhetik von Friederike Mayröckers &#8220;Und ich schüttelte einen Liebling&#8221;</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/10/25/salon-litteraire-michael-hammerschmid-izur-aesthetik-von-friederike-mayroeckers-und-ich-schuettelte-einen-liebling/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 04:35:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Literatur @ in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text &#124; tableau de texte &#124; &#124;&#124;&#124; ENTGRENZTER TRAUM &#124; EXPERIMENT UND WIRKLICHKEIT &#124; DÉJÀ-VUS &#124; &#8220;LIEBLINGS-…“ UND &#8220;UNDS“ IM TEXT &#124; NICHT-STIL &#124; &#8220;UND ICH SCHREIBE JETZT FIGURAL&#8221; &#124; ANMERKUNGEN &#124; QUELLE &#124; AUTOREN &#124; HINWEIS Salon Littéraire &#124; Michael Hamerschmid...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="right">Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">SALON LITTÉRAIRE</a> als www- Galerie für Bild und Text</p>
<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/tableau-de-texte/">| tableau de texte |</a></p>
<p><strong>|||</strong> ENTGRENZTER T<em>RAUM |</em> EXPERIMENT UND WIRKLICHKEIT | DÉJÀ-VUS | &#8220;<em>LIEBLINGS-…</em>“ UND &#8220;<em>UNDS</em>“ IM TEXT | NICHT-STIL | <em>&#8220;UND ICH SCHREIBE JETZT FIGURAL&#8221; |</em> ANMERKUNGEN | QUELLE | AUTOREN | HINWEIS</p>
<p><strong>Salon Littéraire | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/michael-hammerschmid/">Michael Hamerschmid</a></strong> :</p>
<p><strong>&#8220;ich schreibe jetzt figural&#8221; &#8211; Zur Ästhetik von Friederike Mayröckers &#8211; <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> ( 2005 )</strong></p>
<p align="right"><em>for the one and only gertrude stein</em></p>
<p><em>eine rose ist eine rose ist eine rose<br />
aber eine frau ?<br />
ein riese ist ein riese ist ein riese<br />
aber eine frau ?<br />
ein stein ist ein stein ist ein stein<br />
aber eine frau ?<br />
eine frau ist eine frau ist eine frau<br />
aber eine rose ?</em></p>
<p><em> </em>(E. Jandl &#8211;  <em>sprechblasen</em>)</p>
<p style="text-align: right;">und EJ telefonierte mir, womit beschäftigst du dich eigentlich den ganzen Tag,<br />
und ich sage, ich denke über die Gestalt meiner Sprache nach, usw.</p>
<p style="text-align: right;">( F. Mayröcker &#8211;  <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> ) [1]</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /><br />
ENTGRENZTER T<em>RAUM</em></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/friederike-mayroecker/">Friederike Mayröcker</a> schreibt an einem literarischen Projekt, von dem sie verschiedentlich angedeutet hat, es bräuchte eine Lebensdauer von mindestens 150 Jahren, um die Wunschkräfte, die darin arbeiten, an einen befriedigenden Punkt zu führen. Diese 150 Jahre sind zweifelsohne als Chiffre für die Überschreitung gewöhnlichen Menschenalters zu verstehen, wie man es etwa aus der Bibel oder von Mythen her kennt. Mit diesem Wort ist aber auch der Umgang mit den Rahmungen sogenannter Wirklichkeit angesprochen, durch die sich Friederike Mayröckers Schreiben bewegt: über Grenzen hinaus, in den entgrenzten Raum und T<em>raum</em> der Sprache. Angesichts des Jandlschen Schreibens und seiner Grundhaltung, die im vorliegenden Kontext das Bezugsfeld bildet, stellt sich daher die Frage, wie sich die Ästhetik der Überschreitung bei Friederike Mayröcker genauer beschreiben lässt. Wie gestaltet sich das Verhältnis der scheinbaren Höhen ihrer Prosa zu den scheinbaren Tiefen der Jandlschen Dichtung ? Wo ergeben sich signifikante Vergleichspunkte und Differenzen in der Grundtendenz ihrer literarischen Arbeit ?[2] Anhand von Friederike Mayröckers letztem Buch <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> , gewissermaßen dem <em>opus magnum</em> seit Ernst Jandls Tod, lassen sich erste Antworten und Perspektiven auf diese Fragen formulieren.</p>
<p>Zunächst fällt auf, dass<em> UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> in einem sehr einfachen und luziden Ton geschrieben ist, der so manche Räudigkeit und Skizzenhaftigkeit früherer Arbeiten zurücknimmt. Vor allem im Vergleich mit dem Vorgängerbüchlein &#8220;Die kommunizierenden Gefäße“ wird dies deutlich, das einem mit Kurzabsätzen und schillernden, geballten Capriccios begegnet, während<em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> längere Episoden und eine flächigere, weitgestrecktere Erzählweise entfaltet. Aber auch in diesem letzten Buch sind die Brüche und Schichtungen Grundbestandteil der Mayröckerschen Prosa. Diese doppelte Haltung der Vereinfachung und des entgrenzenden, brechenden Selbstbezugs laufen auf die Frage nach einer eigenen Ästhetik des Herunterkommens bei Friederike Mayröcker hinaus:</p>
<p>Zuallererst könnte man dieses Buch so behandeln, wie die Autorin die Bücher und Kunstwerke, die Menschen und Phänomene ihrerseits behandelt, um sich so unmittelbar wie möglich auf den Gestus des Buches einzulassen:</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p>und ich lese jetzt Gertrude Stein und Jacques Derrida und ausschlieszlich und ich lese sie immer wieder und ich gerate an Stellen die ich schon gut kenne und manchmal habe ich sie auswendig gelernt, und ich kann nur visuell denken, und ich bin Zärtlichkeit gar nicht mehr gewohnt, … (186)</p></blockquote>
<p>In Variationen kehrt das Thema, das Motiv der intensiven Lektüre im Text mehrfach wieder, und formuliert nicht zuletzt auch einen Anspruch. Einen Anspruch auf ein rückhaltloses Hineingehen in einen Text: Im konkreten Fall eine Aneignung durch Wiederholung und Auswendiglernen, mithin durch ein etwa an Schauspieltechniken erinnerndes Verlassen seiner Selbst. Dieser Zugang deutet auf eine bestimmte Art des Herunterkommens von den eigenen Vorstellungen und Bildern hin, die diese notwendigerweise zuerst einmal zurücklässt und Abschied von ihnen nimmt.[3]</p>
<p>Diese Öffnung gegenüber dem anderen wird dabei zwar als eine quasi totale Erfahrung erlebt, doch bleibt diese nicht beim rückhaltlosen Sich-Aussetzen stehen. Im Gegenteil: Der Weg des Mayröckerschen Schreibens vollführt an diesem äußersten Punkt, an diesem Extrem, auch schon seine Umkehrung und überschreitet daher den Moment der Identifikation oder Idylle. &#8220;&#8230; und einen Zipfel herausziehen ganz fremd, herausziehen und sein Eigenes daraus machen“ (132) heißt es etwa an einer anderen Stelle, in einem der oft refrainartig auftauchenden Sätze des Buches.</p>
<p>Der Satz erzählt wieder von einer ganz anderen Haltung, als hätte die Methode nun plötzlich gewechselt. Man könnte sie als eine<a href="http://www.zintzen.org/2009/03/12/tableau-de-texte-michael-hammerschmid-rauberische-poetik-spuren-zu-robert-walser-klever-verlag-2009/"> räuberische Methode</a> bezeichnen, die sich gleichsam holt, was sie braucht, und sich gerade nicht dem anderen aussetzt, sondern dieses Andere &#8220;mit langen Fingern“ zerfleddert. Dieser Gestus des Herausziehens nimmt sich also das Recht subjektiver Aneignung und Verwandlung, während das Auswendiglernen quasi aus der Not einer Sucht, einer suchthaften Begeisterung zu entspringen schien. <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> setzt mit diesen autopoetischen Beobachtungen und an sich selbst gerichteten Appellen die stark dialogische Ästhetik der früheren Bücher fort. Die Kurzsätze und Satzteile, wie der zuletzt zitierte, gehören zu deren ästhetischem Programm. Sie fungieren, bildlich gesprochen, als die Stacheln in ihrem Fleisch, die wie immer wieder gestellte Frage- und Erinnerungszeichen, zum Weiterdenken, Wiederdenken und Weiterschreiben anfeuern.</p>
<p><em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> ist von permanenten Registerwechseln, Rhythmuswechseln und Irritationsmomenten durchzogen, die einmal kursorisch aufzulisten ein erstes Bild der Mayröckerschen Prosa und seiner Ästhetik ergeben: Dazu zählen die Kursivschreibung von Sätzen oder Satzteilen, &#8220;<em>und die leibhaftige Sprache wie Leuchtschrift vor meinen Augen &#8230;</em> “ (73), die Großschreibungen wie „eine ANGST FLUT“ (197) und die Doppelpunkte, die &#8220;sz“-Schreibung, die Chiffrierung von Namen wie bei EJ, die Auseinanderschreibung von zusammengesetzten Substantiven, etwa &#8220;Lese Pfad“ (30), das Auslassen von Artikeln, veränderte Wortstellungen, &#8220;und Sonne innig glänzte &#8230;“ (30), der häufige Gebrauch von Worten wie &#8220;nämlich“, &#8220;etc.“, &#8220;also“, &#8220;und“, &#8220;oder“; der Einsatz von Virgeln und Doppelpunkten, etwa</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p>Schlieszlich sind die Menschen unbewuszt so: wenn sie allein sind, wollen sie mit anderen zusammen sein &#8230; (15)</p></blockquote>
<p>und von doppelten statt dreifachen Punkten sowie die in diesem Buch ebenfalls nur selten verwendeten Klammern, &#8220;(&gt;&gt;Kein Donner im Haar..&lt;&lt;)&#8221; (191) und die Kürzeln wie in &#8220;rund um den Kopf mit Spangen und kl. Kämmen festgeklemmt &#8230;“ (81). Nun haben all diese Verfahren zum einen den Effekt, das Gesamtbild des Textes graphischer, notierter, komponierter erscheinen zu lassen, zum anderen aber im jeweiligen Kontext ganz spezifische Wertigkeiten und Funktionen.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /></p>
<p>EXPERIMENT UND WIRKLICHKEIT</p>
<p>Diese Rhetorik der kleinen Elemente, die einen wesentlichen Aspekt der Mayröckerschen Entgrenzungsarbeit sichtbar macht, berührt sich indirekt mit jener Ausrichtung von Jandls Dichtung, die diese seit 1956/57 und bis zumindest Mitte der 70er Jahre explizit eingeschlagen hat und die zur literarischen Erforschung der visuellen und akustischen Grenzen der Sprache führte. Diese Tendenz entfaltet sich ebenso in Friederike Mayröckers Poesie und bildet in ihren Texten eine eigene Formen- und Ausdruckswelt aus. Man könnte sogar soweit gehen und behaupten, dass sich ihr Schreiben ohne Rücksicht auf diese graphische und akustische Dimension kaum begreifen ließe. Nicht zufällig setzt es daher immer wieder auch direkt im Bildnerischen und bei verschiedenen Malern an [4].</p>
<p>Die Frage nach der Wahrnehmungsart von Friederike Mayröckers Prosa, die hier im Mittelpunkt steht, muss diese Überschreitung des so genannten Literarischen und der scheinbaren Innerlichkeit dieses Begriffs mitbedenken. Wobei gerade <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/21861.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> als ein Buch der Innerlichkeit beschrieben werden kann. Doch muss der Begriff der Innerlichkeit für diesen Zwecke anders gewendet und in seiner dialektischen Spannung aufgefaltet werden. So sehr Mayröckers Schreiben auf der einen Seite das Feld des Literarischen überschreitet und erweitert, so sehr führt sie es auch wieder auf das &#8220;Wesen“ und eine innerliche, innere Sprache eng. Was diese Art von Innerlichkeit betrifft, ist <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> etwa auch mit Jandls Theaterstück <em><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=124075">AUS DER FREMDE</a></em> vergleichbar, mit dem es in erster Linie den knappen Gang entlang an den privaten, alltäglichen Ereignisse gemeinsam hat.</p>
<p>In gewissem Sinn kann der innerliche Gestus des Buches auch als herausfordernder Kommentar zum sogenannten experimentellen oder avantgardistischen Schreiben verstanden werden. Wie nahe kommt der Text dabei aber an sein Quasi-Gegenteil, die Narration, heran, ohne seine eigenen Methoden und seine Geschichte im Zeichen der experimentellen Literatur zu verleugnen ? Und wie nahe kommt er umgekehrt an die sogenannte Wirklichkeit heran ?</p>
<p>Eine mögliche Antwort auf diese Fragen steckt in der indirekten Rede, die in dem Buch entwickelt wird. Denn obgleich sich in <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> anekdotenhafte Episoden im Ton intimster Zuwendung zeigen, ist der Kontext und das gesamte Gefüge, in dem sie auftreten, derart komplex, dass diese Direktheit des Anekdotischen wieder unterlaufen wird. Bereits der Beginn des Textes gibt einen Blick auf die Eigenart dieser indirekten Rede frei, mit deren Hilfe sich das Buch dann immer wieder der Frage der Liebe zuwendet.</p>
<p>Diese Passage zeigt zunächst den unvermittelten Einsatz des Mayröckerschen Sprechens, das offensichtlich keinen eigentlichen Anfang kennt und, wie sich zurecht vermuten lässt, auch kein eigentliches Ende.</p>
<blockquote><p>und was das Ende meines entstehenden Buches angeht, sage ich zu EJ, hatte ich immer schon Schwierigkeiten, das Ende meiner Bücher zu markieren, nicht wahr, aber wie und wann gestaltet sich nun tatsächlich das Ende eines Buches, frage ich mich, sage ich zu EJ, ich glaube es war immer so, dasz das Ende eines Buches dann kam wenn meine Kräfte erschöpft waren &#8230; (179)</p></blockquote>
<p>Sprechen und Schreiben scheint bei Mayröcker nur als ein unendliches oder genauer anfang- und endloses Sprechen zu verstehen zu sein. Das heißt auch, als eine Art Raunen, in dem das individuelle Leben unwillkürlich über- und unter-, und verschiedentlich durchschritten wird. Die Wendung &#8220;meine Nerven waren sehr aufgeregt“ tippt dabei das Problem an, das dieses schreibende Ich haben muss, um überhaupt produzieren zu können. Doch lässt sich dies nur in einem sehr vermittelten Sinn der Erzählerin zuordnen, denn schon unmittelbar darauf wird Gertrude Stein, eine der Hauptbezugsfiguren des Buches, zum Sprechen gebracht. Auf diese Weise wird der Dialog mit sich selbst unentwegt über solche Dritte und Andere gebrochen, erweitert und in lebendiger Bewegung gehalten, womit die Kernfunktion dieser indirekten Rede und ihre Programmatik angesprochen ist.</p>
<p>Der Umweg über die Wiese in der zitierten Anfangspassage lässt eben jemanden Anderen, Dritten begreifen, was Liebe ist. Man könnte diese fremde Instanz ganz allgemein als eine geheimnisvolle Produktionskraft bzw. Schreibkraft beschreiben, die Schmetterlinge und Vögel entstehen lässt, egal ob sie tatsächlich da sind oder nicht, – &#8220;das also ist Liebe“. In gewissem Sinn beginnt das Buch mit dieser poetischen Behauptung, dass sich die Liebe und ihre Kraft erst über den Umweg der indirekten Rede entfaltet. Dieser Leitton wird dann im ganzen Text auf unterschiedlichste Weise beibehalten. Indem die Dritten und Anderen permanent zum Sprechen gebracht werden, entfaltet sich ein verschränkter Polylog, in dem es weder Ende noch Anfang gibt, was den Text, seine Zeit und seinen Raum, in einen zauberhaften Schwebezustand versetzt.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /></p>
<p>DÉJÀ-VUS</p>
<p>Vielleicht lässt sich diese Eigenart der Mayröckerschen Textkomposition am treffendsten mit dem Begriff des &#8220;dejá-vus“ erfassen. Schon in früheren Büchern und Gedichten kommt die täuschende Wirklichkeit dieser mit Freud wohl als Fehlleistung zu bezeichnenden Gedächtnisleistung auf unterschiedliche Weise vor. Nimmt die direkte Reflexion über das déjà-vu in <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> zwar nur eine beiläufige Rolle ein, so arbeitet dieser Effekt darin indirekt um nichts weniger drängend und stellt nicht zuletzt vor elementare Fragen: Ob und welche Arten von Wiederholung es eigentlich gibt ? Wie Vergangenheit und Zukunft zusammenhängen? Ob sie zusammenhängen ? Und ob die Zukunft nicht, wenn es solche déjà-vus geben sollte, vorausgeahnt werden kann ? Wie es zu so genannten Sinnestäuschungen kommt, und ob sie nicht eine andere Wahrheit in sich bergen und sich also diese Täuschungen letztlich vielleicht doch als Wahrheiten entpuppen könnten ? Ob Einmaligkeit dann in Wahrheit nicht Zweimaligkeit bedeutet ? Oder in den Worten des Buches:</p>
<blockquote><p>und ich fragte mich, woran liegt es dasz ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren kann, und in meinem Kopf hüpfte alles hin und her und durcheinander, nämlich das Auftauchen dieser Déjà-vus, sage ich zu EJ, wäre das nicht ein Indiz dafür dasz wir schon mehrere ja unzählige Male auf dieser Erde gewandelt sind und in den verschiedenartigsten Gestalten, nicht wahr, ach, sage ich, ich kann es nicht glauben und mir fehlt der Vorstellungswillen dafür, ich habe nur Angst, ich kenne fast nur noch die Angst, die Angst vor dem Tod, täglich und stündlich die Angst vor dem Tode haben ist ein schlimmer Zustand, sage ich &#8230; (186)</p></blockquote>
<p>Es lohnt sich, die Frage der Wiederholung, die das <em>déjà-vu</em> antreibt, angesichts des fehlenden Dritten, EJ, und mit diesem angesichts des Todes in <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> noch einmal genauer in den Blick zu nehmen. Dabei scheint es dann, dass eine wesentliche Triebkraft des Textes an der Hoffnung auf Wiederholung ausgerichtet ist, die als eine den subjektiven Wahrnehmungsapparat austricksende Kraft andere Wirklichkeiten herzustellen vermag. Gerade auf formaler Ebene bildet sich Mayröckers genaue und vielfältige Arbeit mit wiederholten Elementen ab. Man denke an die weiter oben bereits erwähnten Satzepisoden und leichten Variationen von Textteilen, die das Erinnerungsvermögen einerseits herausfordern, während sie es andererseits umgehen und täuschen. Beständig taucht dabei die Frage auf, ob man einen bestimmten Textteil schon so oder etwas anders gelesen hat, was auf diese Weise einen geradezu tranceartigen Wahrnehmungszustand erzeugt, der die rituelle Seite und drogenartige Wirkung der Mayröckerschen Texte hervortreten lässt [5]: In ihren Tableaus an Sinnestäuschungen und Wahrnehmungsaffekten wird dabei letztlich auch das eigene Unbewusste zum Arbeiten gebracht.</p>
<p>Schließlich erfährt die Frage nach der Wiederholung vor allem in Bezug auf die Begleitfigur Gertrude Stein eine gewisse Zuspitzung, die als Autorin der Wiederholung schlechthin bezeichnet werden könnte. Nicht allein wegen ihrer zur Berühmtheit gelangten Zeile &#8220;a rose is a rose is a rose“, sondern auch aufgrund der Poetik von Romanen wie <em>THE MAKING OF AMERICANS</em> [6], zu deren ästhetischem Kern ganz wesentlich die Wiederholung und die Variation von &#8220;patterns“ zählen.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /></p>
<p>&#8220;<em>LIEBLINGS-…</em>“ UND &#8220;<em>UNDS</em> “ IM TEXT</p>
<p>Gertrude Stein fasst an einer Stelle ihrer von Ernst Jandl übersetzten poetologischen Vorlesungen die Unterschiede von Prosa und Poesie einmal so zusammen:</p>
<blockquote><p>Poesie und Prosa. Ich kam zum Ergebnis dass Poesie ein Aufrufen ein intensives Aufrufen der Benennung von irgend etwas sei und dass Prosa nicht das Verwenden der Benennung von irgend etwas als eines Dinges an sich sondern das Schaffen von Sätzen sei die unabhängig existierten und indem sie aufeinanderfolgten aus allem Möglichen eine fortlaufende Sache machten nämlich Absätze und auf diese Weise eine Erzählung die eine Erzählung von irgend etwas ist. Darin besteht natürlich eine Erzählung dass ein Ding irgendeinem anderen folgt [7].</p></blockquote>
<p>Diese beiden Pole benennen die Eigenart des Schreibens von Friederike Mayröcker auf überraschend genaue Weise. Wie oben ausgeführt, charakterisiert der Zug zur Entgrenzung den Grundgestus des Mayröckerschen Schreibens: &#8220;und ich kann mich mit allem und allen identifizieren also ich laufe dauernd über und ich halte allen und niemandem die Treue, nicht wahr …“ (165). Es mag daher kaum erstaunen, dass dieser Gestus auch die Gattungsgrenzen von Prosa und Poesie erfasst.</p>
<p>Dabei scheint eine bestimmte Ebene der Mayröckerschen Texte wie Lyrik im Sinn der Benennung bei Stein zu sprechen, während eine andere genau an diesem Aufeinanderfolgen von Dingen ausgerichtet ist. Diese erste, lyrische Ebene, auf der meist verwandelnde, epiphanieartige Erlebnisse erzählt werden, lässt sich etwa in der so häufig bei Mayröcker und auch im Titel des hier im Mittelpunkt stehenden Buches vorkommenden &#8220;Lieblings…“-Chiffre auf einen ersten Begriff bringen [8]. Wobei der &#8220;geschüttelte Liebling“ des Titels im konkreten Fall ein recht breites Feld an Assoziationen freisetzt, das zumindest von der Verzweiflung angesichts seines Dahinscheidens bis zum geschüttelten Obstbaum reicht. Das Buch lässt sich von hier aus als eine unentwegte Zuwendung zu solchen &#8220;Lieblings-…“ – Dingen, Kunstwerken, Erlebnissen, Erfahrungen etc., und dabei nicht zuletzt zum Lieblingsmenschen Ernst Jandl verstehen, der im Buch auch selbst nur als eine Chiffre unter anderen auftaucht.</p>
<ul>
<li>
<div>… und immer wieder diese meine geriatrische Sicht der Dinge, <em>Falte im Trinkglas</em> , und EJ sagt, Raymond Chandler ist mein Lieblingsautor &#8230; (131)</div>
</li>
<li>
<div>und ich sitze da lese in Jacques Derrida und spüre die WELLENGÄNGE die mir eine Euphorie: Schreib Euphorie ins Blut jagt und zugleich die Andacht der Tränen vergieszen &#8230; (130)</div>
</li>
<li>
<div>und ich sage zu Bodo Hell, das ist jetzt meine Lieblingslektüre &#8230; (118)</div>
</li>
<li>
<div>ich warte immer auf <em>gewisse Magie Partikelchen</em> &#8230;“ (100)</div>
</li>
<li>
<div>nämlich sich ganz hineinsteigern in die Materialität der Sprache welche die Elektrisierung erzeugt (63).</div>
</li>
</ul>
<p>Diese kleine Auswahl an Stellen, in denen von Euphorien und verschiedenen Lieblingen gesprochen wird, sind Benennungen von Intensitätserfahrungen, an denen sich die Schreibbegeisterung des schreibenden Ich im buchstäblichsten Sinn entfacht. Die Wahrnehmung ist auf dieser poetischen Ebene eine durch und durch demokratische und unberechenbare. Und ihre Poesie am Zufall und an den unvermuteten leuchtenden Momenten ausgerichtet, auch wenn diese erst in der rückhaltlosen Auseinandersetzung mit Kunst und Wirklichkeit aufscheinen. Gerade die optisch herausstechenden Elemente des Textes, von denen bereits die Rede war, lassen immer wieder diese andere Zone der Wahrnehmung hervorleuchten.</p>
<p>Die kursiven Sätze und Satzsplitter etwa, in denen nicht selten die Wortstellung verdreht ist und in denen andere Regeln zu gelten scheinen. Wenn man den Text für einen Moment als Bild wahrnimmt, dann wirken sie wie Teile eines Palimpsests, wie geschichtete Texte oder geschichtete Textzeit, wie teilweise decollagierte Collagen, die wiederum weitere Bilder freisetzen: Die schrägen Buchstaben der Kursivschrift scheinen dann etwa eine andere Geschwindigkeit zu haben, als würde der Wind über sie hinwegwehen und sie zum Laufen bringen. Und die Falte in der &#8220;<em>Falte im Trinkglas</em>“ beginnt aus dem Glas wie eine gleichzeitig punktgenaue und auch halluzinierte Beobachtung herauszuschillern.</p>
<p>Auf der einen Seite könnten also die &#8220;Lieblings-“ Dinge, -Menschen, -Lektüren etc. für den Pol der Benennung stehen, von dem Gertrude Stein gesprochen hat. Und das heißt für den Versuch, die Wahrnehmung so weit als möglich zu singularisieren und so einzigartig und unwiederholbar wie möglich zu machen.</p>
<p>Während die andere Tendenz dieses Buches, das in einer früheren Fassung übrigens &#8220;Narration“ hätte heißen sollen (62), trefflich mit dem Steinschen &#8220;Aufeinanderfolgen von Dingen“ charakterisierbar wäre. Am augenfälligsten findet dieses Aufeinanderfolgen im &#8220;und“ des Textes ein Zeichen.<em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/21861.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> deutet schon darauf hin, dass dieses Sprechen als ein ergänzendes, aufeinander folgendes, sich fortsetzendes Sprechen zu verstehen ist. Viele der Absätze des Buches beginnen mit so einem &#8220;und“, das gleichsam nach vorne und zurück weist:</p>
<blockquote><p>Und ich nähere mich dem Zentrum des Schreibens und es ist ein wunderbarer Regenmorgen und ich hatte einen Brocken Weiszbrot verschluckt, und ich hatte Magenschmerzen weil ich das Weiszbrot, ohne es gekaut zu haben, heruntergeschluckt hatte, es glitt meinen Schlund hinunter, <em>glatt und wie kl. Schlange</em> , und hie und da wird die Werkstatt aufgemacht, dasz man sehen konnte was alles entsteht, und ich nahm eine höhere Dosis, und mein Koffer lag halb gepackt auf dem Sofa und ich wuszte ich würde &#8230; (60).</p></blockquote>
<p>Das &#8220;und“ in dieser Passage – die Stelle erstreckt sich noch auf eine weitere ganze Seite – ist weniger Kitt, mit dem etwa alles aneinander geklebt würde, als ein offenes Element, das sozusagen lose zwischen der Unendlichkeit der Erscheinungen steht, anonym, austauschbar, und das gleichzeitig auf geradezu zauberische Art verbindet und in Beziehung setzt, was eigentlich verstreut ist. Das &#8220;und“ wird, mit Walter Benjamin gesprochen, zum Zeichen einer rite de passage, mithin zu einem mythischen Übergangszeichen, das weiterwinkt, zulässt, durchlässt und aufmacht:</p>
<ul>
<li>
<div>Und da stehen wir nun, und ich beobachtete &#8230; (75),</div>
</li>
<li>
<div>Und es stürzen die Tränen und wie ich im Fieber bin dies alles hin- und herauszuschreien und -schreiben nicht wahr &#8230; (87),</div>
</li>
<li>
<div>Und ich war vexiert, und ich schreibe jetzt figural &#8230; (116),</div>
</li>
<li>
<div>und EJ im Krankenhaus und EDITH und ich ihn täglich besuchten und es ihm schlecht ging &#8230; (63).</div>
</li>
</ul>
<p>All diese durch &#8220;unds“ eingeleiteten Absätze kommen aus einem Nirgendwo [9]. In gewissem Sinn haben sie eine ähnliche Funktion wie die Infinitive der heruntergekommenen Sprache Ernst Jandls. Sie werden zu den Nullstellen der Prosa, die sie erst zusammenhängen, ohne sie jedoch auf eine etwaige Kausalität zu reduzieren. Ähnlich wie die Infinitive von Jandls heruntergekommener Sprache von ihrer Zahl, ihrem Modus und ihrer Person befreien, so laden auch sie sich erst in ihrem jeweiligen Kontext mit spezifischen Bedeutungen und Funktionen auf und fungieren so gleichsam als neutrale Elemente oder Batterien. An diesen Partikelchen zeigt sich Sprache letztlich als jenes intersubjektives Medium, durch dessen Objektivität gerade bei Mayröcker und Jandl die subjektiven Möglichkeiten des Ausdrucks aufscheinen. Auf dieser Ebene und an solchen Zeichen wie dem &#8220;und“ zerstäubt aber auch die oben angesprochene Intimität einer solchen Prosa und verwandelt sich zurück in objektives, intersubjektives Sprechen: &#8220;und die Liebe ging ein und aus und ohnegleichen“(63), worin die Medialität ihrer Prosa auch so eingeschränkte und einschränkende Begriffe wie Intimität und Privatheit wieder durchlässig macht und sie aus ihren apolitischen und konservativen Festschreibungen herauslöst und für einen neuen Gebrauch freistellt [10].</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /></p>
<p>NICHT-STIL</p>
<p>In gewissem Sinn zeigt sich die Mayröckersche Prosa an diesem Punkt als ein beziehungsstiftender Kosmos, der sich als Zwischen- oder Übergangssprache, als &#8220;und“-Sprache artikuliert. Die in ihr wirkende Beziehungsarbeit – &#8220;Drähte Kabel zu den verschiedensten Personen &#8230;“ (11) – macht auf sich vor allem durch die zahlreichen Namen und Figuren aufmerksam. Darin schwingt zum einen die oben beschriebene Benennungstendenz mit, zum anderen fächert sich das sprechende Subjekt auf diese Weise in eine Unzahl von mitsprechenden Figuren und Stimmen auf. So wird die Prosa zu einer Narration, die sich weniger personal als vielmehr kollektiv und interaktiv artikuliert. Dass die im Text kursierenden Namen dabei meist von real existierenden Personen stammen, gibt der Prosa etwas Tagebuchartiges und Privates, wobei sich dieser Eindruck wie eine Haut auch wieder ablöst, wenn sich dieses Ich in seinen vielfachen Brechungen und Schichtungen unentwegt vervielfältigt und verwandelt.</p>
<p>In gewissem Sinn gibt es in <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> keine Identität. An ihrer Stelle kommt es indes zu unterschiedlichen Identitäts- und Verwandlungsmomenten [12], die dem ungeschützten Schreibgestus und der existenziell geschüttelten Sprache geschuldet sind. Die Ausrichtung an der eigenen Wahrheit und den eigenen Triebfedern, Motiven, Affektmustern scheint dabei sowohl eine Grundkonstante des Mayröckerschen wie auch des Jandlschen Schreibens zu bilden [13]: In diesem entstehenden Buch habe ich <em>einen Nicht-Stil</em> angewendet also eine Art literarischer Selbstentblöszung, nicht wahr, […]“ (222), heißt es in <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> einmal. Das Ideal dieser Prosa, ganz an diesem Nicht-Stil ausgerichtet, ist mithin der eigenen Nicht-Existenz sehr viel näher als irgendeiner offiziellen Sprechweise. Wie weit kann sie sich aber von der Existenz anderer Sprachen wegbewegen ? Und wie nahe kommt sie gleichzeitig an die Wirklichkeit und die Figuren heran, von denen sie handelt ?</p>
<p>Die Problematik führt tangential zu jenen Fragen, die auch in Jandls heruntergekommener Sprache in den Vordergrund getreten sind. Auch bei Jandl ist die Sprache zu einer Nennsprache und einer Sprache der ersten und letzten Dinge geworden. Auch sie ist eher als eine Nicht-Sprache in einem Nicht-Stil beschreibbar, die auf ihre &#8220;Sogenanntheit“ und damit auf ihren uneigentlichen Status oder Nicht-Status hinweist. Auch die heruntergekommene Sprache hat ephemere Figuren aufscheinen lassen. Und auch bei Mayröcker sind es die Dritten, die Unsichtbaren, Verdeckten, die unheimlichen Anwesend-Abwesenden, die die Sprache und den Ausdruck zum Sprechen und zum Vorschein bringen. Erst diese befördern Klartext der Rede zutage. Die Frage steht daher im Raum: Was ließe sich bei Mayröcker genauer als &#8220;figural“ verstehen ? Um sie näher zu beleuchten, kann man im Grunde an jeder Stelle des Buches einhaken:</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/09/friederike_mayroecker_eigenhaendig_huendchen.png" alt="Friederike_Mayröcker_eigenhaendig_Huendchen" hspace="2" vspace="2" width="400" height="136" /></p>
<p><em>&#8220;UND ICH SCHREIBE JETZT FIGURAL&#8221;</em></p>
<blockquote><p>also ich wuszte nicht was er meinte ich verstand nicht was er sprach und ich sagte zu ihm, weil ich einen meiner weiszen Tennisschuhe hinter dem Papierkorb hervorblitzen sah, glaubte ich eine Sekunde lang ich stünde selbst dort in meinen weiszen Schuhen, und am 4. 1. 78 schrieb er auf einen Zettel: das Gedächtnis als Sinnesorgan zur Wahrnehmung von zeitlich Entferntem, nämlich Partie im kl. Tannenwald, der gepuderte Mund, damals, 55, im Lehrerheim Winterbach kostete ich zum ersten Mal Coca-Cola, das EJ auf einer Wanderung mitgenommen hatte, aber es schmeckte mir nicht, es schmeckte fremdartig, EJ schmeckte es vorzüglich und allmählich nachdem wir es immer wieder tranken, begann es auch mir zu schmecken und es wurde unser Lieblingsgetränk und wir liefen durch den Wald und da war ein geputztes Lamm in den Wolken, aber die groszen Zusammenhänge die groszen Bedeutungen gingen mir ab, und hinter den Rollos war ein glühender Ball, verloren im Weltall. Und ich schreibe jetzt ganz figural, sage ich zu EJ, und ich spüre wie es mir kalt und heisz den Rücken herunterrieselt und ich geniesze es wenn es mich fortträgt und ich lausche der Wahnsinnsarie der Maria Callas, <em>und zwischen zwei Wolkenbrüchen eine Menschen- oder Tinten Figur</em> . (209)</p></blockquote>
<p>Die hier zitierte Passage besteht etwa aus einem Reden, oder genauer, aus aneinander gereihtem Reden und Denken, das in der sprechenden Chiffre EJ im Grunde nur eines jener KOMMUNIZIERENDEN GEFÄSSE findet, das weder bloß aufgefüllt wird noch Ernst Jandl nur persönlich meint. Auch die sonstigen Namen und Chiffrierungen haben bei Mayröcker eine vielfältigere Rolle als die des direkten Meinens: Freilich, sie zeigen einerseits aus dem Text heraus und dabei auf jene Unzahl von Menschen, auf von Friederike Mayröcker geschätzte Menschen (Lieblingsmenschen), die in dem Text vorkommen. Darüber hinaus öffnen diese Namen den Text aber auch. Sie geben sie gleichsam her und zurück und rufen die Menschen und Namen in den Text herein, wobei sie zu so etwas wie Lockzeichen werden. Im poetisch-demokratischen Geflecht der Zeichen und Stimmen entsteht dabei kein Exklusivitätsanspruch auf diese Namen und ihre Nennung, es sei denn, dass alles Gesagte, Erzählte, Bedeutete in gewissem Sinne exklusiv ist. In Mayröckers Spracharbeit lässt sich aber bereits etwas von den figuralen Bewegungen erkennen, die sich darin formieren. Möglichst einfach ausgedrückt: Nicht die Figuren allein machen in ihren Texten das Figurale aus, sondern die Strategien und Verfahren, die Zeichen und Nuancen tauchen selber figural auf, bilden selber die verschränkten Figurationen, aus denen das ganze Buch letztlich besteht: in der Rolle von Erzählfiguren, Wortfiguren, Stilfiguren, figuralen Tönen und Schattierungen usw. [14]</p>
<p>Mit anderen Worten, das Figurale kann überall auftauchen, und sei es als<em>&#8220;Menschen- oder Tinten Figur</em>.“ Hinter &#8220;<em>zwei Wolkenbrüchen</em> “ [15]. Es verwundert daher nicht, dass es im poetischen Raum von Mayröckers Buch kein Argument gibt, dass den Figuren einen Vorzug vor den anderen Erscheinungen zuschreibt. Zwar sammeln sich die Aussagen unwillkürlich an den aussagenden Subjekten und ihren Namen, doch könnten sie potenziell auch als andere Formationen und an anderen Figuren auftauchen. Subjektivität und Objektivität stellen dabei jene Spannung her, die den Stoff und den Motor der Aussagen freisetzen, die aber niemals das Ziel dieser Aussagen bilden. In diesem Sinn ist <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/21861.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</a></em> auch kein Buch über Ernst Jandl und kann dennoch als poetisches Dokument zu EJ verstanden werden: als das fehlende Dritte, mit dessen Hilfe, der Kosmos EJ wieder in Schwingung versetzt, in Gesellschaft und Beziehung gebracht wird. Was sich darüber hinaus als indirekter Kommentar zu seinem Werk und seiner Person verstehen lässt. EJ wird wieder und wieder zum Sprechen gebracht und dadurch in Bewegung, in Erinnerung, in Beziehung gehalten. Die Chiffrierung ist dabei so notwendig wie im poetischen Sinn frag<em>würdig</em> .</p>
<p>Als weitere Stichwortgeber fungieren in dem Text daher zahlreiche weitere Figuren, wie unter anderem die Ärztin, Gertrude Stein, EDITH, Leo Navratil, die Werke von Jacques Derrida, usw. [46]. So entpuppt sich das scheinbar private Schreiben der Friederike Mayröcker wie jenes Ernst Jandls als ein Schreiben in Gesellschaft. Wobei Gesellschaft bei sowohl bei Jandl wie auch bei Mayröcker die alltägliche, kleine Öffentlichkeit meint, der jeder ausgesetzt ist. Und die von den Freundinnen und Freunden, den Bekannten, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, von den Lebendigen und der Toten gebildet wird. Also eine Öffentlichkeit, in der nichts weniger als die Selbstverständlichkeiten und Empfindlichkeiten, die Wunden und Wunder des Alltags eine wesentliche Rolle spielen.</p>
<p>Auf diese Weise nimmt der Text Mayröckers eine dem Handkeschen <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/kaspar-peter_handke_10322.html">KASPAR</a></em> vergleichbar Haltung ein [16]. &#8211; Nur kommen die Einsagungen nicht von anonymen Fremden wie bei Handke. Dort gibt es anonyme Einsager, die auf den anfangs sprach- und wehrlosen Waisen einsprechen und ihm nicht zuletzt Zweifelhaftes zuflüstern. Sondern von der anderen Seite, eben von vertrauten Personen, her:</p>
<blockquote><p>und das Alltagsgefüge rüttelt an mir und ich nähere mich dem Zentrum des Schreibens und Schreiens und EJ ruft, bin mit dir durch Ätherwellen verbunden. (69)</p></blockquote>
<p>Während der <em>KASPAR</em> Handkes nicht einmal ein Misstrauen entwickeln kann, weil er auch kein Selbst entwickeln kann (das, eben weil er ganz den Manipulationen ausgesetzt ist), lässt sich <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em> von der Sprache tragen und vertraut ihr letztlich immer wieder bedingungslos:</p>
<blockquote><p>Ich lasse mich führen von meiner Sprache ich lasse mich tragen von meiner Sprache als sei ich ausgestattet mit Fittichen aber ich sehe es nicht und es musz von alleine kommen. (62)</p></blockquote>
<p>Wobei die Beistrichlosigkeit dieser Stelle überrascht, beschleunigt und verwirrt, und die Wendung: &#8220;aber ich sehe es nicht“ die Ungewissheit und Offenheit als Voraussetzung dieses Schreibens nachvollziehbar macht. Eine Offenheit, die immer alles bei Friederike Mayröcker erwarten lässt.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ANMERKUNGEN</p>
<p>1 ] Die in Klammern ( ) gesetzten Ziffern beziehen sich auf die Seitenzahlen in <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html"><em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em></a> &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2005</p>
<p>2 ] Vgl. zu der Poetik Jandls in Bezug auf Mayröcker bis einschließlich REQUIEM FÜR ERNST JANDL ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2001 ) ; vgl. Klaus Kastberger: Vom vom zum zum. Mayröcker bei Jandl und umgekehrt &#8211; In: PROFILE 12 &#8211; Ernst Jandl. Musik Rhythmus Radikale Dichtung &#8211; Hg. v. Bernhard Fetz &#8211; Wien &#8211; Zsolnay 2005, 158–1792 ] Vgl. zu der Poetik Jandls in Bezug auf Mayröcker bis einschließlich <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/requiem_fuer_ernst_jandl-friederike_mayroecker_41216.html">REQUIEM FÜR ERNST JANDL</a></em> ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2001 ) ; vgl. Klaus Kastberger: Vom vom zum zum. Mayröcker bei Jandl und umgekehrt &#8211; In: <a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-552-05355-7">PROFILE 12 &#8211; Ernst Jandl. Musik Rhythmus Radikale Dichtung</a> &#8211; Hg. v. Bernhard Fetz &#8211; Wien  &#8211; Zsolnay 2005, 158–179</p>
<p>3 ] <em>DIE KOMMUNIZIERENDEN GEFÄSSE</em> lassen sich in gewissem Sinn als Materialsammlung verstehen, als Rohstoff, die in einige Passagen des späteren Buches eingehen. Die erste Stufe von Friederike Mayröckers Arbeit gewinnt ihr Material, wie sich gerade im Vergleich der beiden Bücher nachvollziehen lässt, in der écriture automatique und in den Fehlleistungen und Schwächen: &#8220;Vertippe mich pausenlos, verlese mich pausenlos, …“ heißt es etwa sowohl in <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/15052.html">DIE KOMMUNIZIERENDEN GEFÄSSE</a></em> ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2002 , 78 ) als auch in <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/und_ich_schuettelte_einen_liebling-friederike_mayroecker_41709.html">UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING </a> </em> ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2005 , 100 )</p>
<p>4 ] Vgl. Friederike Mayröckers Buch DIE ABSCHIEDE, in dem das Abschiednehmen zum Motor für einen ganzen Text wird. (Vgl. Mayröcker &#8211; <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/die_abschiede-friederike_mayroecker_3617.html">DIE ABSCHIEDE</a> &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 1980 )</p>
<p>5 ] Man denke unter anderem an Antoni Tapiès in <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/15052.html"><em>DIE KOMMUNIZIERENDEN GEFÄSSE</em></a></em> , an Francisco de Goya in NADA / NICHTS (vgl. Mayröcker 2001), oder an Francis Bacon in <em>UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING</em>: &#8220;eigentlich imaginiere ich zu schreiben wie Francis Bacon gemalt hat“ (vgl. Mayröcker 2005 &#8211; <em>UND ICH SCHÜTTELTE &#8230;</em> , 70 )</p>
<p>6 ] Sie sind darin dem ausufernden Litanei-Stil Josef Winklers in vielerlei Hinsicht verwandt.</p>
<p>7 ] Gertrude Stein &#8211; <em><a href="http://www.ritterbooks.com/index.cfm?master=0&amp;category=1&amp;template=book.cfm&amp;book=255">THE MAKING OF AMERICANNS . GESCHICHTE VOM WERDEGANG EIINER FAMILIE</a></em> &#8211; Übertragen von Lilian Faschinger u. Thomas Priebsch &#8211; Wien &#8211; Ritter 1989</p>
<p>8 ] Gertrude Stein &#8211; <a href="http://meteor.bibvb.ac.at/F/4H2GQMM2T9YK9RF57P58GHIUHEYE59AS325DX57EUSNDL7PMG1-02788?func=full-set-set&amp;set_number=006310&amp;set_entry=000002&amp;format=999">ERZÄHLEN. VIER VORTRÄGE</a> &#8211; Übers. von Ernst Jandl &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 1971</p>
<p>9 ] Vgl. u.a. <em>LANDSCHAFT MIT VERSTOSSUNG</em> in <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/magische_blaetter_i_v-friederike_mayroecker_41301.html"><em>MAGISCHE BLÄTTER II</em></a> ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 2001/1987, 10)<em> </em>:&#8221;Ging ruhelos auf und ab, in meinen Lieblingsbüchern, in meinen mehreren Lieblingsbüchern als könnte ich dort etwas von dem wiederfinden was ich verloren hatte, zwei Eichenhaine umfingen mich.“</p>
<p>10 ] Vgl. Peter Handkes &#8220;und“-Sprache, etwa in<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?top=Ref&amp;dokname=BERTEL_ASS-did-1838750&amp;suchbegriff=Emmanuel+Bove&amp;titel=%E2%80%9EMein+Jahr+in+der+Niemandsbucht%E2%80%9C"><em> MEIN JAHR IN DER NIEMANDSBUCHT</em></a> ( Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 1994 , 246 ) die einen märchenhaft erzählenden Ton anschlägt. Hier ein Absatzbeginn: &#8220;Und einmal dann glaubte er so meiner Zuneigung nicht mehr. Er mied mich nichts eigens, es gab mich nicht. Bei der Begegnung am Morgen nahm er mich zur Kenntnis, ohne mich dabei wahrzunehmen.“ Auch die &#8220;unds“ bei Handke scheinen gleichsam Anknüpfungspunkte an eine &#8220;große Erzählung“ zu sein, eine Erzählung der Sprache, wenn man so sagen kann, in der sich diese &#8220;unds“ wie kleine Zauberer verhalten, die die Welt miteinander verbinden helfen. Wobei sich die Erzählung auf diesem Weg auch der Aufzählung annähert, einer beseelten Aufzählung aber, im Gegensatz etwa zu entseelten Listen.</p>
<p>11 ] Verwandtes ließe sich auch zum Schreiben <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Walser">Robert Walsers</a> sagen, das sich ebenfalls in einer Zone scheinbarer Intimität und Weltabgekehrtheit, besonders in der späten Zeit der <em><a href="http://www.suhrkamp.de/werkausgabe/aus_dem_bleistiftgebiet_mikrogramme_aus_den_jahren_-_leinen_118.html">MIKROGRAMME</a></em> , entfaltet. Auch dieses Schreiben, das quasi unterhalb der Oberfläche und in den Zwischenräumen bereits bedruckten Papiers seine Spur zog, wird zu einer Art befreiter und grenzüberschreitender Gegenrede, in der die Aktualitäten seiner Zeit beinahe noch unmittelbarer als bei Mayröcker zutage drängen. Die Intimität des Tons, die Anreden an die Leserinnen und Leser, die Unbestimmtheit des Genres, lassen in mancherlei Hinsicht an Mayröckers Prosa denken. Vgl. Robert Walser -<a href="http://www.suhrkamp.de/werkausgabe/aus_dem_bleistiftgebiet_mikrogramme_aus_den_jahren_-_leinen_118.html">AUS DEM BLEISTIFTGEBIET. MIKROGRAMME AUS DEN JAHREN 1924- 1933</a> , 5 Bde. &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 1985 – 2000</p>
<p>12 ] Auch Anspielungen auf Augustinus berühmte CONFESSIONES sind bei Mayröcker zu finden. &#8220;und nun gebt erneut acht ihr meine Leser, Augustinus XIII, xix, 25.“ (Mayröcker 2005 &#8211; UND ICH SCHÜTTELTE &#8230; , 157)</p>
<p>13 ] Darin zeichnet sich wohl auch die Prägung der beiden Werke durch die Bibel ab. Man denke nur an den Gestus von Jandls Traktat-Gedichten, etwa an <em>VON EINEN SPRACHEN</em> , der vor allem vom Grundmuster des Bekenntnisses geprägt ist. Vgl. Jandl: <em><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=124071">DIE BEARBEITUNG DER MÜTZE</a></em> (1978) , E. J. : <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=124071">POETISCHE WERKE 7</a> &#8211; Neudwied &#8211; Luchterhand 1997, 194</p>
<p>14 ] Vielleicht stammt diese Frage von der Auseinandersetzung mit Gilles Deleuzes Buch zu Bacon: <em>FRANCIS BACON – LOGIK DER SENSATION</em>, wo dem Problem des Figurativen und des Figuralen nachgegangen wird ( Gilles Deleuze &#8211; <a href="http://www.amazon.de/Francis-Bacon-Logik-Sensation-Bde/dp/3770529529">FRANCIS BACON &#8211; DIE LOGIK DER SENSATION</a> &#8211; München &#8211; Fink 1995 )</p>
<p>15 ] Elfriede Jelineks Prosa verfährt in diesem Punkt durchaus vergleichbar. Auch diese lässt sich als vielstimmige Zwischensprache verstehen, deren Ausrichtung jedoch nicht in erster Linie am Kreis der Bekannten ausgerichtet ist wie bei Friederike Mayröcker, sondern viel mehr am Stimmengeflecht der Medien und der Klischees von Weltanschauungen.</p>
<p>16 ] Nicht zuletzt folgt auch die Dichtung Friederike Mayröckers unentwegt dem Gestus der Widmung, sei es im Titel oder unterhalb des Gedichts, was nur auf einer weiteren Ebene zeigt, wie genuin diese Zuwendung und dieses In-Beziehung-Treten zu ihrer Poetik gehört, während bei Jandl die Widmung im Vergleich dazu weit seltener vorkommt.</p>
<p>17 ] Vgl. Peter Handke &#8211; <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/kaspar-peter_handke_10322.html"><em>KASPAR</em></a> ( 1969 ) &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Suhrkamp 1992</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>QUELLE</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/michael-hammerschmid/">Michael Hammerschmid</a> und <a href="http://www.datum.at/0506/stories/2096860">Helmut Neundlinger</a> : <em><a href="http://www.studienverlag.at/titel.php3?TITNR=4411">&#8220;VON EINEN SPRACHEN&#8221;. POETOLGISCHE UNTRSUCHUNGEN ZUM WERK ERNST JANDLS</a></em> &#8211; Innsbruck &#8211; Studienverlag 2009 , 173 &#8211; 184</p>
<p>Illustration : Friederike Mayröcker</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>AUTOREN</p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/friederike-mayroecker/">Friederike Mayröcker</a></strong></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/friederike-mayroecker-1-seite-aus-einer-langeren-prosa-an-der-ich-gerade-arbeite/">1 Seite aus einer längeren Prosa , an der ich gerade arbeite | 1</a></div>
</li>
</ul>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/michael-hammerschmid/"><strong>Michael Hammerschmid</strong></a></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/michael-hammerschmid-wenn-es-so-ware/">wenn es so wäre</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/06/03/fur-die-alte-schmiede-als-bleibe-ein-pladoyer-von-michael-hammerschmid/">Für die Alte Schmiede als Bleibe – Ein Plädoyer</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/michael-hammerschmid-stadtgedicht/">stadtgedicht | die langsame stadt</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/03/12/tableau-de-texte-michael-hammerschmid-rauberische-poetik-spuren-zu-robert-walser-klever-verlag-2009/">RÄUBERISCHE POETIK : SPUREN ZU ROBERT WALSER</a> &#8211; Wien &#8211; Klever- Verlag 2009  <a href="http://www.zintzen.org/tableau-de-texte/">| tableau de texte |</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HINWEIS</p>
<p>Von Friederike Mayröcker sind folgende Werke rezent erschienen | aktuell im Erscheinen :</p>
<ul>
<li><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/jimi-friederike_mayroecker_17448.html">Jimi</a> ( Illustrationen <a href="http://www.zintzen.org/zur-kunst/angelika-kaufmann-text-verschlingen/">Angelika Kaufmann</a> ) – Frankfurt am Main , Insel 2009 ( August )</li>
<li><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/dieses_jaeckchen_naemlich_des_vogel_greif-friederike_mayroecker_42106.html">dieses Jäckchen ( nämlich ) des Vogel Greif</a> , Gedichte 2004-2009 – Frankfurt am Main , Suhrkamp 2009 ( Oktober )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zintzen.org/2009/10/25/salon-litteraire-michael-hammerschmid-izur-aesthetik-von-friederike-mayroeckers-und-ich-schuettelte-einen-liebling/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Benedikt Ledebur : SIE WISSEN WAS SIE TUN &#8211; Die geistige Wiedererschaffung als Fortleben des Originals &#124; Zu Barbara Köhlers und Ulf Stolterfohts Übersetzungen von Texten Gertrude Steins</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/08/28/benedikt_ledebur_laudatio_auf_barbara_koehler_und_ulf_stolterfoht_erlanger_literaturpreis_fur_poesie_als_uebersetzung_poetenfest_erlangen_2009/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 03:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">| espace d&#8217;essays |</a></p>
<p><strong>|||</strong> LAUDATIO AUF BARBARA KÖHLER UND ULF STOLTERFOHT | DIE AUTOREN | LINKS</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/gertrude_stein_logo_poetenfest_erlangen.png" alt="Gertrude_Stein_logo_poetenfest_erlangen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="305" /></p>
<p>LAUDATIO AUF BARBARA KÖHLER UND ULF STOLTERFOHT</p>
<p>Laudatio auf Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht<br />
anlässlich der Zuerkennung und Überreichung des &#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/331414/">Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung</a>&#8221;  im Rahmen der Eröffnung des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/">29. Poetenfestes Erlangen</a> am 27. 8. 2009<strong>*</strong></p>
<p align="right">Price a price is not in language, it is not in custom, it is not in praise.</p>
<p align="right">Einen preis preisen kommt nicht zur sprache,<br />
es kommt nicht zur sache, kommt nicht zu lobpreis.</p>
<p align="right">(Stein, Köhler, <em>Tender Buttons</em>)</p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a> : SIE WISSEN WAS SIE TUN &#8211; Die geistige Wiedererschaffung als Fortleben des Originals<br />
Zu <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/barbara-koehler/">Barbara Köhlers</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfohts</a> Übersetzungen von Texten Gertrude Steins</strong></p>
<p><strong>I.</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/picto_mutual-2.png" alt="picto mutual" hspace="2" vspace="2" width="89" height="107" align="left" /><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Stein">Gertrude Stein</a> von einem Interviewer mit Klagen über die Unverständlichkeit ihres Stücks <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Four_Saints_in_Three_Acts">Four Saints in Three Acts</a></em> konfrontiert (1934, auf ihrer einzigen Reise zurück nach Amerika), antwortete diesem:</p>
<blockquote><p>… I mean by understanding enjoyment. If you go to a football game you don&#8217;t have to understand it in any way except the football way and all you have to do with <em>Four Saints</em> is to enjoy it in the <em>Four Saints</em> way.</p></blockquote>
<p>Wenn nicht alles, so ist damit viel zur Übersetzbarkeit ihrer Werke gesagt, denn mehr als <em>Idee</em> oder <em>Bedeutung</em> legt <em>enjoyment -Genießen</em> den Akzent auf das Prozesshafte, die zeitliche Dimension, auf Verstehen als Erfahren, <em>Spiel</em> ist ein Hinweis darauf, daß es verbindliche Regeln gibt, deren Logik auch durch assoziative, rhythmische oder lautabhängige Folgen begründet werden kann, und die Beschränkung auf <em>Four Saints</em> macht deutlich, daß solche Regeln nur ein bestimmtes Stück lang Gültigkeit haben können. Gertrude Stein hat beim Schreiben einfache, funktionale Wörter, wie sie in Gesprächen vorkommen, bevorzugt, und so ist, auch wenn man von zweckgerichteter Selektion absieht, das Glück vielleicht wahrscheinlich, daß sich das im Interview-Zitat dreimal vorkommende Wort <em>way</em> im Titel des von Ulf Stolterfoht übersetzten Langgedichts <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way</a></em> wiederfindet und in diesem Zusammenhang so verstanden werden kann, daß im Ästhetischen der Unterschied zwischen der Art, wie man ein Fußballspiel genießt, und der Art, &#8220;wie man seine art gewinnt&#8221; geringer ist, als gemeinhin angenommen wird. Doch angemessenes Genießen des Vorgeführten setzt nicht nur Kenntnis von Regeln und Kategorien voraus, sondern wie beim Spiel, das, um gewonnen zu werden, auf den ganzen Einsatz der Spieler angwiesen ist, verlangt Genießen von künstlerischen Erzeugnissen nach Einbeziehen der ganzen Persönlichkeit. &#8220;As I say the pleasure of a literature is having it all inside you. It is the one thing that one can have all inside one.&#8221; schreibt Stein in <em>What is English Literature</em>, und was die Wortwahl betrifft:</p>
<blockquote><p>This makes literature words whether you choose them whether you use them, whether they are there whether or not  you use them and whether they are no longer there even when you are still going on using them. And in this way a century is a century. One century has words, another century chooses words, another century uses words and then another century using the words no longer has them. […] As I say each century has its way …</p></blockquote>
<p><strong>II.</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/picto_mutual-2.png" alt="picto mutual" hspace="2" vspace="2" width="89" height="107" align="left" /></p>
<blockquote><p>If you write the way it has already been written the way writing has already been written then you are serving mammon because you are living by something some one has already been earning or has earned. If you write as you are to be writing then you are serving as a writer god because you are not earning anything.</p></blockquote>
<p>In den natürlichen Sprachen stellen Grammatiken die Regeln auf, doch post factum sind sie schließlich verallgemeinernde Markierung und Auflistung der eingefahrenen Wege. Stein in <em>How to Write</em>: &#8220;A grammar has been called a list of what is to be done with.&#8221; Nicht Idiosynkrasien, sondern bewußte Versuche, aus den Fahrrillen zu springen, was oft wiederholtes Anfahren und Gegenlenken verlangt, sind also Gertrude Steins Abweichungen und postulierte Abneigungen gegen bestimmte Interpunktionen, zum Beispiel Fragezeichen, und gegen bestimmte Wortarten, wie Substantive oder Namen, und ihre Bevorzugung anderer, wie Pronomen, die der Ansicht entspringt, daß nur mit dem Allgemeinsten möglich ist, etwas Besonderes zu sagen. Wenn also Barbara Köhler mit der Verbalform <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tender_buttons:_objects,_food,_rooms">Tender Buttons</a></em> zu <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Zarte knöpft</a></em> verzeitlicht, geschieht das in der Art Steins, und wenn Ulf Stolterfoht nicht &#8220;seinen Weg machen&#8221; wählt, sondern in seiner Verknüpfung die Entsprechung zum ersten Wort im Englischen das letzte im Deutschen sein läßt und trotzdem den Anfangslaut <em>Wi</em> beibehält, folgt er Stein, die bewußtes, neuartiges Setzen und die daraus resultierenden Sätze gegen formelhafte Redewendungen in Stellung gebracht hat. Grammatik heißt für Gertrude Stein Kompositionsregeln für Wortfolgen, deren Tonalität, sprich Satzbauweisen, sich Gewohnheit und Lebensform verdankt und veränderbar ist.&#8221;Is there grammar in a title. There is grammar in a title. Thank you.&#8221;</p>
<p>Grammatikalische Systeme und Arten des Satzbaus lassen sich als Verhaltensmuster begreifen. &#8220;Gibt es grammatische Strukturen, mit denen Ausrichtungen des Blicks/der Blicke korrespondieren?&#8221; fragt sich Barbara Köhler in <em><a href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=12153">Wittgensteins Nichte</a></em>:</p>
<blockquote><p>Es sagt nicht Ich. Sie aber sagt Ich, er sagt Ich, sie sagen Wir. Beide verwenden die gleichen Worte, aber für ihn &amp; sie gelten im Sprachspiel unterschiedliche Regeln. […] Für beide gilt: eine andere Frau ist eine andere <em>Frau</em>, ein <em>anderer</em> Mann ist ein anderer Mann; der andere kann auch ein Abstraktum sein, die andere ist immer konkret.</p></blockquote>
<p>Köhlers Meditationen über sprachliches Regelwerk, die mehr als Differenz und Rollen der (grammatischen) Geschlechter thematisieren, prädestinieren sie nicht nur als Stein-Übersetzerin, sondern können hier auch als ein (voraus-)deutendes Zeichen für das Glück stehen, über eine Frau und einen Mann und mit beiden zu sprechen, die ihre Zeit der Literatur Gertrude Steins gewidmet haben. Dass sie als Übersetztende von Texten Steins voneinander wußten, belegt die 61. Ausgabe der Literaturzeitschrift <em><a href="http://www.schreibheft.de/docs/inhalt_61.html">Schreibheft</a></em> (Oktober 2003), in der sich nicht nur Auszüge aus den jeweiligen Übersetzungen sondern auch zwei gemeinsam übersetzte Gedichte Gertrude Steins, <em>ABEL</em> und <em>ERZÄHLUNG</em>, finden: &#8220;eine erzählung von teilen / die lassen sie aus versehn / entstehn&#8221;.</p>
<p>In ihrer 2004 bei Suhrkamp erschienenen Übersetzung von <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons, Zarte knöpft</a></em>, dankt Barbara Köhler auf der letzten Seite Ulf Stolterfoht &#8220;für diverse zweistimmigkeiten&#8221;, und im Vorwort seiner 2005 bei Urs Engeler Editor erschienen Übersetzung <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way &#8211; wie man seine art gewinnt</a></em>, preist dann Stolterfoht Köhlers Übersetzung. Da er die übersetzten Texte hinsichtlich ihres Platzes im Werk Gertrude Steins so trefflich einander zuordnet und noch dazu die hier gestellte Aufgabe des Lobpreises übernimmt, soll der entsprechende Abschnitt zitiert sein:</p>
<blockquote><p><em>Winning His Way</em>; 1931 geschrieben, veröffentlicht posthum 1956, im sechsten Band der <em><a href="http://www.amazon.com/gp/product/0836951662?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgoodco-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;creativeASIN=0836951662&amp;SubscriptionId=1MGPYB6YW3HWK55XCGG2">Yale Edition of the Unpublished Writings of Gertrude Stein</a></em>, ist fast vollständig aus dem Bewußtsein der Leser verschwunden und nur noch Stein-Spezialisten ein Begriff, obwohl dieses Gedicht das fehlende Bindeglied darstellt zwischen den beiden radikalsten Texten Gertrude Steins, den <em>Tender Buttons</em> (Deutsch erstmals 1979; 2004 in der wunderbaren Neuübersetzung von Barbara Köhler) und den <em>Stanzas in Meditation</em> (1932; unübersetzt). Gemeinsam ist diesen drei Texten der Versuch, ihre Bestandteile so hoch zu organisieren, daß sie keines Verweissystems außerhalb ihrer selbst mehr bedürfen, um zu funktionieren. Untersuchungen in Selbstverkörperung und Selbsterläuterung also, und wo die <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons</a></em> den Hebel vor allem unterhalb der Wortebene ansetzen, im Bereich der Phoneme und Morpheme, handeln die <em>Stanzas</em> oberhalb der Wörter im Syntaxgelände. Die Arbeit am Wort bleibt im wesentlichen dem hier vorliegenden Gedicht vorbehalten.</p></blockquote>
<p>Die hohe Organisation besteht bei Steins Texten unter anderem in kontinuierlichen, oft minimalen Variationen ihrer syntaktischen und parataktischen Konstellationen, die der oberflächlichen Wahrnehmung, die den prozedural strukturierenden Effekt ignoriert, wie redundante Wiederholungen vorkommen können; der Rede vom vollständigen Kappen der semantischen Bindungen haftet angesichts sprachlicher Konditionierungen immer etwas von einer literarischen Utopie an, doch sind es genau diese Bindungen nach denen sich gute Übersetzung  &#8211; als Form im Sinne Walter Benjamins &#8211; nicht richten darf, was beim Übersetzen von Texten Steins, die von vornherein darauf angelegt sind, solche Bindungen zu stören und zu lösen, sowohl Erleichterung wie Gefahr bedeutet &#8211; <em>just a word</em> und <em>mot juste</em> -, unabhängig von den speziellen Schwierigkeiten, die im Deutschen entstehen, wenn z.B. Beugungen Wortambiguitäten zur Eindeutigkeit zwingen.</p>
<p><strong>III.</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/picto_mutual-2.png" alt="picto mutual" hspace="2" vspace="2" width="89" height="107" align="left" />Mit einer Variation eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_allm%C3%A4hliche_Verfertigung_der_Gedanken_beim_Reden">Aufsatztitels Heinrich von Kleists</a> könnte man Steins Schreibmethode, die das Neuschreiben nachträglichem Korrigieren, Einfügen und Ausstreichen vorzog, <em>allmähliches Verfertigen der Gedanken beim Schreiben</em> nennen. &#8220;The few who make writing as it is made.&#8221; (<em>Composition as Explanation</em>.) Es geht ihr nicht um das <em>Nachdenken über</em> oder um Belehrung, sondern um das Darstellen des lebendigen Gedankens selbst. Dass das kleist&#8217;sche <em>Reden</em> durch <em>Schreiben</em> ersetzt ist, hat für sie einen Grund: &#8220;Talking is not thinking or feeling any more, it used to be but it is not now but writing is …&#8221; In <em>How to Write</em> entwirft Stein die Auffassung vom Absatz, der Fühlen repräsentiere, während der Satz die nicht emotionale Seite des Denkens darstelle. In ihrem Hauptwerk, dem tausendseitigen <em><a href="http://www.ubu.com/sound/stein.html">The Making of Americans</a></em>, das den Zeitraum von Generationen durchmessen will, experimentiert Stein mit Sätzen und Absätzen, die sich über Seiten erstrecken, oder sie zerhackt Sätze wie in <em>Winning His Way</em>, immer mit dem Ziel, die Momente des Denkens und Fühlens in Balance zu bringen und syntaktisch modulierend in ein <em>continuous present</em> zu überführen, dessen Begriff sie sich aus den kognitiven Theorien ihres Lehrers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_James">William James</a> angeeignet hatte, und das sie als Schreibtechnik mit den auf Zelluloidstreifen festgehaltenen, sich kontinuierlich verändernden Kamerabildern der aufkommenden Filmkunst verglichen hat. &#8220;Continuous present is one thing and beginning again and again is another thing. Theses are both things. And then there is using everything.&#8221; (<em>Composition as Explanation</em>.) Nicht Beschreibung, Deskription, sondern Darstellung, Inskripition sollen für Stein das Leben in Gliederungen vergegenwärtigen.</p>
<p>Im Portrait der Flamencotänzerin <em>Susie Asado</em> sind die Worte &#8220;swéet swéet swéet swéet swéet tea / Súsie Asádo&#8221; vor allem Träger des Rhythmus, der unter der Oberfläche des Tee-Einschenkens den Takten des Tanzes nachstellt. Sprachliche Referenz soll hier nichts Einheitliches bezeichnen, sondern Spannung zu dem in referenzloser Struktur Dargestellten erzeugen. Steins Worte suchen in den <em>Portraits</em>, die sie von Personen und in <em>Tender Buttons</em> von <em>Objects, Food</em> und <em>Rooms</em> herstellt, die Abstraktion, den direkten, metaphernfreien Ansatz, da sich die Komplexität des Dargestellten in Laut, Rhythmus und Schriftbild als sprachmaterielle Muster niederschlagen soll, sie suchen Abstraktion also nicht, um ihren Gegenstand zu verlieren und sich selbst zu feiern, sondern weil sie die &#8211; auch zeitliche &#8211; Substanz ihres Gegenstands in der Multiplikation der Wahrnehmungsmomente gewinnen wollen. &#8220;It is understood by this time that everything is the same except composition and time, composition and the time of the composition and the time in the composition.&#8221; (<em>Composition as Explanation</em>.) Abstraktion setzt sich bei Stein durch mutationsreiche Konkretheit von flüssigem Stil und rhetorischen Begriffsfiguren ab. In einem früheren Wortportrait <em><a href="http://media.sas.upenn.edu/pennsound/authors/Stein/1935/Stein-Gertrude_If-I-Told-Him.mp3">If I told him</a></em> (1923) ihres Portraitisten Picasso kann der Name <em>Napoleon</em> als für den Ruhm stehend verstanden werden: &#8220;I judge judge. / As a resemblance to him. / Who comes first. Napoleon the first&#8221;, <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning his Way</a></em> verzichtet beim Thematisieren auf jede noch so minimale rhetorische Verzögerung, und bringt ganz unverschämt und vor allem im eigenen Erleben reflektiert <em>Ruhm</em> und <em>Freundschaft</em> ständig direkt zur Sprache.</p>
<p>Auch wenn unterschiedliche Macharten und Regeln bzw. Regelverstöße nach unterschiedlichen Übersetzungsmethoden verlangen, lassen sich in den Übersetzungen Köhlers und Stolterfohts Unterschiede im Vorgehen genauso entdecken wie Gemeinsamkeiten. Das Spiel mit Worttrennungen, die einen Hintersinn (und die Ebene der Morpheme) ins Spiel bringen, lässt sich naturgemäß in beiden Übersetzungen finden, bei Köhler etwa, wenn <em>not accomplishing</em> sich zu kontradiktorischer Stofflichkeit verdinglicht: &#8220;Und dann das entfalten das nicht voll enden war&#8221;, was nicht voll Enden ist, könnte &#8211; am Webstuhl oder bei etwas, das nur ein Ende haben darf -vollendet sein; bei Stolterfoht wird z.B., begünstigt durch den abundanten Einsatz von Punkten, beim Übersetzen von <em>In. Addition.</em> im Deutschen durch Weglassen einer Silbe und alliterativ angereichert ein grammatikalischer Zusatz ergattert: &#8220;ruhm ist. was sie. hinterlassen. zuzüglich. zu. satz.&#8221;</p>
<p>Der Zweifel an der auktorialen Absicht, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_de_Saussure">Ferdinand de Saussure</a> plagte auf seiner Suche nach Hypogrammen bei klassischen Autoren, nach Wortgrenzen überschreitenden Wörtern unter den Wortfolgen, stellt sich auch bei der genauen Lektüre von <em>Tender Buttons</em> ein, und kann einerseits als wirkungspoetisch beabsichtigtes Indiz genommen werden für die Behauptung Gertrude Steins, die moderne amerikanische Literatur sei jener verschlüsselnden der elisabethanischen Renaissance näher als der englischen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, andererseits kann die hypogrammatische Qualität des Textes als Steins Mittel begriffen werden, zeitliche Phasenverschiebungen und gleichzeitige räumliche Aspekte auch in Literatur herzustellen, wie sie Gegenstände in kubistischen Stilleben oder die <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nude_Descending_a_Staircase,_No._2">Nackte, eine Stiege heruntersteigend</a></em>, in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Duchamp">Marcel Duchamps</a> berühmten Bild erfahren. Eine für ihren lautlichen Subtext berühmte Stelle aus <em>Tender Buttons</em>, von <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/10645/Klaus_Reichert.html">Klaus Reichert</a> schon in der Nachbemerkung zur ersten Übersetzung analysiert, ist <em>This Is This Dress, Aider</em>, was auch als <em>This is distress, Ada</em> gelesen werden kann (<em>Ada</em> ist Gertrude Steins Kosename für ihre Lebensgefährtin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alice_B._Toklas">Alice B. Toklas</a>), wo die Worte ein erotisches Spiel verlautlichen: &#8220;Aider, why aider why whow, whow stop touch, aider / whow, aider stop the muncher, muncher, munchers.&#8221; Köhler: &#8220;Dies ist das Kleid, Helfer. // Helfer, wieso helf er wie so wie wer, wie wär aufhörn, helf er hör er auf das schmatzen, schmatzen schmatzer.&#8221; Durch Worttrennung wird in der Übersetzung das Pronomen <em>er</em> bestimmend und in &#8220;hör er auf&#8221; zur Adresse zweideutiger Anweisung.</p>
<p><strong>IV.</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/picto_mutual-2.png" alt="picto mutual" hspace="2" vspace="2" width="89" height="107" align="left" />Anspielungen auf Nahrung, Einrichtung, Kleidung und Liebesrituale sind in <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons</a></em> ineinander verwebt. Für die Güte der Übersetzung Barbara Köhlers spricht die Bescheidenheit, mit der sie im reflexionstiefen Nachwort <em>MIT EIGENEN WORTEN</em> betont, nur bestimmte Aspekte oder Verknüpfungen des Textes hervorgehoben zu haben:</p>
<blockquote><p>die zeitform dieser texte ist präsens, nicht perfekt. Vollenden lässt sich hier nichts, und das soll keine entschuldigung sein, eher &#8211; ein anfallsweise desperater &#8211; lobpreis eines lebendigen textes, der immer neue, eigne sichten zu öffnen vermag. Da liesse sich zb eine übersetzung unternehmen, die den blickwinkel hin auf sexuelle konnotationen stärker betont (aber &#8211; <em>covering</em> &#8211; anzüglich eher als enthüllend), oder/und eine, die Steins sprachartistik mehr würdigt, als mir das möglich ist …</p></blockquote>
<p>Dass sie mit der letzten Feststellung in ihrer Bescheidenheit zu weit geht, lässt sich an Köhlers Übersetzung leicht zeigen, z.B. wenn sie &#8220;It certainly showed no obligation and perhaps if borrowing is not natural there is some use in giving.&#8221; übersetzt mit: &#8220;Gewiss bewies das keine verpflicht und vielleicht falls borgen nicht angeborn ist ergibt geben einen sinn.&#8221; Wie <em>rat</em> zu <em>verrat</em> werden kann (traduttore &#8211; traditore!) wird hier <em>pflicht</em> zu <em>verpflicht</em>, doch lässt sich diese Neuschöpfung gemeinsam mit dem folgenden Bindewort <em>verpflicht und</em> immer noch als <em>verpflichtung</em> hören, während angeborn den Großteil seiner Buchstaben von borgen borgt. Dieses Spiel der Zeichen setzt sich in der darauf folgenden Übersetzung von <em>A SUBSTANCE IN A CUSHION. &#8211; EIN GEHALTVOLLES KISSEN</em> fort: &#8220;The change of color is likely and a difference a very little difference is prepared.&#8221; &#8211; &#8220;Changieren der farbe ist wahrschein und unterschiedlicht ein klitzeklein unterscheid steht bereit.&#8221; Das verkürzte <em>wahrschein</em> wird im dem <em>unterschied</em> angehängten <em>licht</em> fortgeführt, das zugleich den kleinen Unterschied zu <em>unterscheid</em> markiert, dem wie dem <em>verpflicht</em> die Silbe <em>ung</em> fehlt.</p>
<p>Auch wenn <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons</a></em> mehr als <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way</a></em> zum sinnstiftenden Verschieben von Silben und Buchstaben einlädt, ist die Sensibilisierung für diese Ebene in der Übersetzung Stolterfohts sehr hoch, wird das generative Potential von Zufügen und Weglassen ständig sichtbar, und setzt sich über Sprach- wie Semgrenzen hinweg, wenn z.B. &#8220;Poetry. To be fame. Or. May. They. Make. A mistake.&#8221; mit &#8220;dichtung. zum ruhme. erhebt. oder. machen. sie. möglicherweise. mist.&#8221; übersetzt wird, vom <em>mis-take</em> also <em>mist</em> erhalten bleibt. Doch Sinnverschiebungen innerhalb vorhandener latenter Mehrdeutigkeiten sind mindestens so feinstufig möglich durch die Wirkung &#8211; man muss sie nicht semantisch nennen &#8211; von Worten auf Worte: &#8220;And he. Hoped. To contain. In gathering. / Wednesday. As. a. Syllable.&#8221;  wird zu &#8220;… und er. hoffte. sich des häu-/ fens. zu enthalten mittwoch. als eine silbe. …&#8221; <em>Contain</em> im Sinne von <em>beinhalten</em>, das durch <em>gathering</em> im Sinne von <em>sammeln</em> oder <em>auflesen</em> gestützt wird, erscheint im Deutschen durch Genitiv und Zufügen des <em>sich</em> im in ihm enthaltenen asketischen Widersinn. Die Übersetzung nimmt damit vielleicht auch Bezug auf bzw. Distanz zu dem <em>ruhm-fame</em>, der im vorhergehenden Vers wieder einmal zur Sprache gekommen ist.</p>
<p>Für die Inverse, die Umkehrung von Wortstellungen, die bei Stolterfoht schon in der Übersetzung des Titels festgestellt wurde, und die als chiastische Spiegelung gleichsam eine Verbildlichung des Übersetzens selbst darstellt, findet sich bei Köhler ein besonders schönes kontrapunktisches Beispiel, da sie mit der Wortstellung zugleich im Wortsinn den körperlichen Sinn wechselt und somit zumindest im Zusammendenken von Original und Übersetzung eine begriffliche Synästhesie herstellt: &#8220;This does not mean the same as disappearance.&#8221; &#8211; &#8220;Das gleiche wie verduften heisst das nicht.&#8221; Als zusätzlicher Sinn oder Draufgabe des Übersetzens kann, bleibt das Original im Ohr, ja jede Abweichung verstanden werden, und so wie zwischen Sinnhaftigkeiten bedeutender bzw. reflexiver, sich selbst verkörpernder Texte immer auch Hinweise zu ihrer Übersetzung zu finden sind, steckt in den Abweichungen bedeutender Übersetzungen oft ein Selbstkommentar. In <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way</a></em> geschieht dieser Bezug auf das Übersetzen ganz explizit: &#8220;They. Will. Be translated. We. Will be. Famous. / The part in which they joined.&#8221; &#8211;  &#8220;… sie / werden. übersetzt. wir. werden. berühmt sein. aspekt der sie verbindet. …&#8221;</p>
<p>In Stolterfohts Übersetzung kommt das Übersetzen, das im Englischen noch im Futur steht, gemäß des tatsächlichen Geschehens im Präsens zu stehen, während <em>berühmt sein</em> auch im Deutschen im Futur bleibt, was, nehmen wir an, dass Stein &amp; Co schon berühmt sind, den Zeiger des <em>wir</em> auf eine andere, gegenwärtige Gesellschaft umlegt, deren Berühmtheit im Kommen ist. Mit nur einem zusätzlichen Wort entsteht ein ehrlicher Kommentar zu den materialen Zwängen, die sich den Unterschieden der kontingenten Wortlaute verdanken, in Stolterfohts Übersetzung von: &#8220;But they may believe. A rhyme. With. Achieve.&#8221; Weil am Sinn von <em>believe</em> und am Reim festgehalten wird, lautet der Vers im Deutschen: &#8220;… sie aber mögen glauben. mühsam gereimt. auf. / verschrauben. …&#8221;</p>
<p><strong>V.</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/picto_mutual-2.png" alt="picto mutual" hspace="2" vspace="2" width="89" height="107" align="left" />Die eingefleischten Gewohnheiten des gedankenlosen Sprachgebrauchs lassen in jeder natürlichen Sprache die Kontingenz der Lautfolgen und ihrer lexikalischen Indices vergessen und spiegeln uns in automatischen klare Aussagen vor. In <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons</a></em> heißt es: &#8220;What is the custom, the custom is the center.&#8221; &#8211;  Barbara Köhler: &#8220;Was ist denn sitte, die sitte bildet die mitte.&#8221; Auf das zu achten, was die Zeichen tun, befreit von den in ein unbewußtes Zentrum verlegten Zwängen und Schemata genauso wie der Vergleich der jeweiligen sprachlich-sinnlichen Zufälligkeiten beim Übersetzen. Man muß also nicht Walter Benjamins Messianismus teilen, um einzusehen, dass sich beim Übersetzen die Sprachen zu einem höheren Sprachbewußtsein vereinen können: &#8220;Ist jene letzte Wesenheit, die da die reine Sprache selbst ist, in den Sprachen nur an Sprachliches und dessen Wandlungen gebunden, so ist sie in Gebilden behaftet mit dem schweren und fremden Sinn. Von diesem sie zu entbinden, das Symbolisierende zum Symbolisierten selbst zu machen, die reine Sprache gestaltet der Sprachbewegung zurückzugewinnen, ist das gewaltige und einzige Vermögen der Übersetzung.&#8221;</p>
<p>Während ihre Textwahl Barbara Köhler tendenziell in höherem Maße dazu bringt, diese Bewegung in den kleinsten sinntragenden Einheiten zu verfolgen und auszunützen, verlangt die hohe semantische Reflexivität in den rhythmisierenden Wiederholungen von <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning his Way</a></em>, den Worten gegenüber dem Satz zur Sinnbewegung zu verhelfen, und sich somit an das zu halten, was Benjamin in <em>Die Aufgabe des Übersetzers</em> mit einem schönen Bild als den Hauptansatzpunkt des Übersetzens sieht:</p>
<blockquote><p>Vielmehr ist eben das die Bedeutung der Treue, welche durch Wörtlichkeit verbürgt wird, daß die große Sehnsucht nach Sprachergänzung aus dem Werke spreche. […] Das vermag vor allem die Wörtlichkeit in der Übertragung der Syntax und gerade sie erweist das Wort, nicht den Satz als das Urelement des Übersetzers. Denn der Satz ist die Mauer vor der Sprache des Originals, Wörtlichkeit die Arkade.</p></blockquote>
<p>Nicht nur durch sein syntaktisches Erscheinungsbild, die eigenwillige Durchbrechung der Sätze durch wörtlich zu verstehende Interpunktion, ist das von Stolterfoht übersetzte Langgedicht Steins geradezu ein Präzedenzfall für diesen Ansatz, auch mit seinem Thema &#8211; <em>poetry. and fame.</em> &#8211; postuliert es, nimmt man Benjamins Begriff von Ruhm ernst, das, was seine Folgen sein werden, inklusive seines zukünftigen Übersetztwerdens, und macht sich damit sozusagen jeden Lobpreis seiner gelungenen Übersetzung zu eigen:</p>
<blockquote><p>Die Geschichte der großen Kunstwerke kennt ihre Deszendenz aus den Quellen, ihre Gestaltung im Zeitalter des Künstlers und die Periode ihres grundsätzlich ewigen Fortlebens bei den nachfolgenden Generationen. Diese heißt, wo es zutage tritt, Ruhm. Übersetzungen, die mehr als Vermittlungen sind, entstehen, wenn im Fortleben ein Werk das Zeitalter seines Ruhmes erreicht hat.</p></blockquote>
<p>Einseitiges Vermitteln ist die eine Verlockung, der Übersetzen verfallen kann, die andere ist verständnislose, also auch genußlose Nachahmung, vor der Gertrude Stein selbst in <em>Poetry and Grammar</em> warnt:</p>
<blockquote><p>Sprache als etwas wirkliches ist nicht Nachahmung weder von Klängen noch von Farben noch von Emotionen sie ist eine geistige Wiedererschaffung und darüber ist kein Zweifel möglich und sie wird immer fortfahren das zu sein so lange die  Menschheit irgend etwas ist.</p></blockquote>
<p>Dass sie keiner dieser Verlockungen des ruhmlosen Mammons verfallen sind, sondern durch geistige Wiedererschaffung vom Fortleben der Texte Gertrude Steins Zeugnis geben, ist das, was die Übersetzungen Barbara Köhlers und Ulf Stolterfohts so lobenswert macht.</p>
<p>|||</p>
<p align="right"><strong>*</strong>Publikation mit freundlicher Genehmigung des Autors sowie mit Dank an <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/c_autordetail.asp?AutorID=401&amp;VonSeite=c_autor.asp">Adrian La Salvia</a> seitens des Veranstalters .  Die Laudatio wurde als Broschüre aufgelegt und ist auf der Webseite des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/">Poetenfestes Erlangen</a> abrufbar .   Barbara Köhlers Übersetzung Gertrude Stein <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html"><em>Tender Buttons – Zarte knöpft</em></a> ist 2004 bei Suhrkamp erschienen ,  Ulf Stolterfohts <a href="http://www.engeler.de/art.html"><em>Winning His Way – wie man seine art gewinnt</em></a> 2005 im Verlag Urs Engeler.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stilterfoht_stein.png" alt="Köhler Stilterfoht Stein" hspace="2" vspace="2" width="450" height="310" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DIE AUTOREN</p>
<ul>
<li><strong>Benedikt Ledebur</strong> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Bio- und Bibliographie</a> ( in|ad|ae|qu|at )</li>
<li>Benedikt Ledebur @ <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/c_autordetail.asp?AutorID=385&amp;VonSeite=c_autor.asp">Poetenfest Erlangen</a></li>
<li>Benedikt Ledebur @ in|ad|ae|qu|at :
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/benedikt-ledebur-aphatischer-muse-rede-laudatio-auf-brigitta-falkner/">APHATISCHER MUSE REDE</a> – Laudatio auf <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/brigitta-falkner/">Brigitta Falkner</a> anlässlich der Verleihung des österreichischen Förderungspreises für Literatur 2007 ( 11. 4. 2008 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/benedikt-ledebur-letzte-lockerungen-schnellzeichnungen-schnellgedichte-1/">LETZTE LOCKERUNGEN schnellzeichnungen &amp; schnellgedichte 1</a> |<br />
<a href="http://www.matthiasgoldmann.at/">Matthias Goldmann</a> ( Translation ) : LAST ROUND OF LOOSENING UP – quick poems 1</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/benedikt-ledebur-letzte-lockerungen-schnellzeichnungen-schnellgedichte-2/">LETZTE LOCKERUNGEN schnellzeichnungen &amp; schnellgedichte 2</a> |<br />
<a href="http://www.matthiasgoldmann.at/">Matthias Goldmann</a> ( Translation ) : LAST ROUND OF LOOSENING UP – quick poems 2</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/benedikt-ledebur-letzte-lockerungen-schnellzeichnungen-schnellgedichte-3/">LETZTE LOCKERUNGEN schnellzeichnungen &amp; schnellgedichte 3</a> |<br />
<a href="http://www.matthiasgoldmann.at/">Matthias Goldmann</a> ( Translation ) : LAST ROUND OF LOOSENING UP – quick poems 3</li>
</ul>
</li>
<li>Benedikt Ledebur @ <a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/"><em>Literatur als Radiokunst</em></a> :
<ul>
<li><a href="http://kunstradio.at/2003B/23_11_03.html">St. Paul’s Cathedral / John Donne</a> ( 18:00 ) &#8211; Ursendung ORF Kunstradio , 23. 11. 2003</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>|||</p>
<ul>
<li><strong>Barabara Köhler</strong> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/barbara-koehler/">Bio- und Bibliographie</a> ( in|ad|ae|qu|at )</li>
<li>Barabara Köhler @ <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/c_autordetail.asp?AutorID=377&amp;VonSeite=c_autor.asp">Poetenfest Erlangen</a></li>
<li>Barabara Köhler @ in|ad|ae|qu|at :
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/barbara-kohler-muse-polytrop-nausikaa-rapport/">Muse | Polytrop – Nausikaa | Rapport</a></li>
</ul>
</li>
<li>Barabara Köhler @ <em><a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst</a></em> :
<ul>
<li><a href="http://www.kunstradio.at/2006A/11_07_06.html">Echos. Quelle</a> ( 14:47 ) &#8211; Ursendung ORF Kunstradio , 11. 7. 2006</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>|||</p>
<ul>
<li><strong>Ulf Stolterfoht</strong> &#8211; <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Bio- und Bibliographie</a> ( ORF- Kunstradio )</li>
<li>Ulf Stolterfoht @ <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/c_autordetail.asp?AutorID=416&amp;VonSeite=c_autor.asp">Poetenfest Erlangen</a></li>
<li>Ulf Stolterfoht  @ <a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/"><em>Literatur als Radiokunst</em></a> :
<ul>
<li><a href="http://www.kunstradio.at/2006A/11_07_06.html">kritische wälder</a> ( 13:35 ) &#8211; Ursendung ORF Kunstradio , 11. 7. 2006</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>LINKS</p>
<ul>
<li>29. Poetenfest Erlangen , 27. &#8211; 30. 8. 2009 &#8211; <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/">Home</a> &#8211; <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/programm.html">Programm</a> &#8211; <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/teilnehmer.html">Teilnehmer</a></li>
<li><a href="http://www.boersenblatt.net/331414/">Übersetzerpreis für Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht</a> ( bb , 24. 7. 2009 )</li>
<li><a href="http://www.boersenblatt.net/325068/">Erlangen läutet den Bücherherbst ein</a> ( bb , 12. 6. 2009 )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<item>
		<title>&#8220;S&#8221; wie &#8220;space&#8221; respektive : &#8220;Special- Termine&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 03:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DATEN &amp; KOORDINATEN VON MAJOR TOM | BERLIN &#8211; KOOKBOOKS &#8211; BUCHPREMIERE &amp; VERNISSAGE | ERLANGEN &#8211; PREISVERLEIHUNG UND POETENFEST | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/s-4_space.png" alt="S-4 Space" hspace="2" vspace="2" width="306" height="425" /> ( <a href="http://www.flickr.com/photos/7505834@N03/3489436069/in/set-72157613396184381/">via</a> )</p>
<p>DATEN &amp; KOORDINATEN VON MAJOR TOM</p>
<p>Nachdem das sonst für die Rubrik &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/tag/neues-von_freunden/"><em>Neues von Freunden</em></a>&#8221; zuständige Team in wohlverdienten Ferien weilt , spielen wir hier in unserem in|ad|ae|qu|at einsamem Spaceship den &#8220;Major Tom&#8221; und funken erfreuliche , lehrreiche und für die Restmenschheit <em>erhebliche</em> Daten und Koordinaten hinab auf die Erde .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BERLIN | KOOKBOOKS &#8211; BUCHPREMIERE &amp; VERNISSAGE</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/uljana_wolf_falsche_freunde.png" rel="lightbox[9830]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/uljana_wolf_falsche_freunde-small.png" alt="Uljana Wolf falsche freunde" hspace="2" vspace="2" width="225" height="349" align="left" /></a>Nachdem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uljana_Wolf">Uljana Wolfs</a> Prosa- Gedcihtband &#8220;<em>falsche freunde</em>&#8221; [ <em>leider noch nicht online , der Setzer</em> ] von <a href="http://www.kookbooks.de/buecher.php">KOOKbooks</a> als einziger nicht- narrativer Titel in die &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/2009/08/24/deutscher-buchpreis-09-offizielle-longlist-vs-hotlist-der-independents/">Hotlist der Independents</a></em> &#8221; eingeschmuggelt wurde , wird heute Buchpremiere gefeiert .</p>
<blockquote><p><em>am anfang war, oder zu beginn, welche art laut, oder leise: listen, when they begin the beguine, und wann ist das. und muss, wer a sagt, gar nichts, wer b  sagt, der lippen sich gewiss (gebiss erst etwas später) und sein: sei sprechen dann die art of falling aus-einander, der stille, dem rahmen, immer apart, so  ausgefallen wie nur eben ein.</em></p>
<p>Für den Titel ihres zweiten Gedichtbands überführt Uljana Wolf einen Begriff aus der Sprachwissenschaft – »falsche freunde« – in ein feinnervig komponiertes und bisweilen aberwitziges poetisches Programm. Im Spiel mit Worten, die sich in zwei Sprachen orthografisch oder phonetisch ähneln, aber unterschiedliche Bedeutungen haben, entwickelt die Autorin ein Plädoyer für die Irritationen des Übersetzens im globalen Jetzt, der Ära des <em>generalised dubbing</em> (Nicolas Bourriaud). Ihr <em>DICHTionary</em> inszeniert Begegnungen zwischen dem Deutschen und dem Englischen und lässt in der <em>summenden</em> Anwesenheit aller Bedeutungen ein Drittes entstehen – das Gedicht selbst, ein Ort andauernder Transfervorgänge, immer in Bewegung und bereit, Festlegungen subversiv zu unterlaufen. Den Sprachverschiebungen in der Filmwelt geht das Kapitel <em>SUBSISTERS</em> auf die Spur. Hier liegt jedes Gedicht in zwei Fassungen vor, als Originalversion und als Version mit Untertiteln, die das Original nachhaltig verändern und seine Akteurinnen – Hollywood-Schauspielerinnen der 40er und 50er Jahre wie Barbara Stanwyck und Gene Tierney – jenseits stereotyper Ikonografien von Stardom und Weiblichkeit verorten.</p>
<p><em>ALIENS</em>, die dritte Abteilung des Bandes, verfolgt das wortwörtliche Über-Setzen von Körpern beim Einwandern in einen anderen Staat anhand einer Check liste von Krankheiten und Auffälligkeiten, die amerikanische Inspektoren um 1900 an Einwanderern auf Ellis Island abarbeiteten. Auf gegenwärtige Grenzkontrollen und Körper im biometrischen Raster reflektiert eine Serie von »Erasures«, die Texte zur Sicherheitstechnik durch Streichungen zu gleich kritisch entlarven und in Dichtung überführen.</p></blockquote>
<p>Dazu gibt es <em>für einmal lebensgross</em> die Bilder des genial- bizarren- KOOKbooks- Titel- Gestalters <a href="http://andreastoepfer.blogspot.com/">Andreas Töpfer</a> ( &#8220;<em>folgen</em>&#8221; ) zu konzertanten Klängen <a href="http://www.susieasado.com/">Josepha Conrad a.k.a. Susie Asado</a> ( <a href="http://www.myspace.com/susieasado">MySpace</a> ) .</p>
<p>Wer da jetzt in Berlin sitzt und null Lust hat , findet solche <em>nevermore</em> .</p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px"><a href="http://www.oqbo.de/aktuelles/">galerie oqbo &#8211; raum für bild wort und ton</a> &#8211; Brunnenstrasse 63 &#8211; 13 359 Berlin &#8211; <strong>Dienstag , 25. 8. , Éinlass ( Ausstellung ) ab 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ERLANGEN | PREISVERLEIHUNG UND POETENFEST</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_erlangener_poetenfest.png" alt="Logo Erlangener Poetenfest" hspace="2" vspace="2" width="225" height="160" align="left" />Anlässlich des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de">29. Erlanger Poetenfests</a> ( 27. bis 30. August 2009 ) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum dritten Mal den &#8220;Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr gemeinsam an die <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/koehlerbio.html">Barbara Köhler</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> verliehen.</p>
<p>Die Jury würdigt damit ihre Übersetzungen von Gertrude Steins <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons – Zarte knöpft</a></em> ( Barbara Köhler , 2004 ) und <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way – wie man seine art gewinnt</a></em> ( Ulf Stolterfoht, 2005 ).</p>
<blockquote><p><em>Gertrude Steins sinnoffene Poesie lässt zahlreiche Lesarten zu . Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die von ihnen übersetzten Texte ein, die sich gegenseitig ergänzen und in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen</em> , begründet die Jury ihre Entscheidung.</p></blockquote>
<p>Im Rahmen des Erlanger Poetenfests wurden erstmals AutorInnen als ÜbersetzerInnen eingeladen . Die Jury des &#8220;<em>Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung&#8221;</em> besteht selbst aus ÜbersetzerInnen . In diesem Jahr gehören ihr Georges-Arthur Goldschmidt , Annette Kopetzki , Adrian La Salvia , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a> , Camilla Miglio , Peter Waterhouse , Norbert Wehr und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czerninbio.html">Franz Josef Czernin</a> an .</p>
<p>Die <strong>Laudatio</strong> wird bereits am Morgen nach der Ehrung , also ab 28. 8. @ in|ad|ae|qu|at zu lesen sein .</p>
<p>Nebenbei bemerkt , mutet es gegen jede Logik von Raum und Zeit an , wie ein dreitätiges <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/programm.html"><strong>Lesungsprogramm</strong></a> derartig viele teilnehmende <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/teilnehmer.html">Autorinnen und Autoren</a> zu versammeln vermag &#8230; Man besehe sich auch die <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de/daten/download/Presseinformation_3007.pdf">Presseinformation ( PDF )</a> .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/astronauten_kino.png" alt="Astronauten Kino" hspace="2" vspace="2" width="300" height="365" /> ( <em>reichlich herbeigeeiltes Publikum</em> , <a href="http://ffffound.com/image/f8a8bed14d495c534d919109c59142ded8c3e231">via</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Dem ( menschlich , allzumenschlichen ) Universum widmet sich auch der heutige Klangapparat : Anlassgemäss zum 40 Jahrestag der Mondlandung hat <a href="http://www.normanfairbanks.com/blog/?page_id=16">Norman Fairbanks</a> ( <a href="http://www.myspace.com/normanfairbanks">MySpace</a> ) zwei &#8211; 7 Minuten und 20 Sekunden währende &#8211; <a href="http://www.normanfairbanks.com/blog/?page_id=106">Piècen</a> komponiert , welche als kritischer Kommentar zu einem weiteren amerikanischen Medien- Mythos fungiert . <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz-hoerempfehlung-176.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" /></p>
<p align="right">Einige Atari- Sounds weiten sich allmähliche ins Universelle , wobei in|ad|ae|qu|at bekanntlich die von Fairbanks ( zuletzt recht selten in Anwendung gebrachten ) O- Ton- Sprach- Samples favorisiert . Vor den harmonischen Flächen kommen die Politiker- und Astronauten- Stimmen rund um die &#8220;<a href="http://www.normanfairbanks.com/blog/?p=107">Apollo</a>&#8220;- Landung besonders gut zur Geltung ( Track 2 ) . Und erinnern gleichzeitig daran , dass &#8211; ob NASA oder elektronische Musikdistribution &#8211; letztlich die uns selbstverständliche Technologie aus militärischen Quellen rührt . Fragt sich , welchen <em>Gebrauch</em> wir davon machen -</p>
<p align="right">CLICK LINKS TO LISTEN ( WMP )</p>
<p align="right">01. <a href="http://www.normanfairbanks.com/mp3/apollo/norman_fairbanks-apollo_part1-320k.mp3"> Apollo | Part 1</a> ( 7:30 )  | 02. <a href="http://www.normanfairbanks.com/mp3/apollo/norman_fairbanks-apollo_part2-320k.mp3">Apollo | Part 2</a> ( 7:30 )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>LinkListe , in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 20:47:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; AUSSCHREIBUNGEN &#124; URHEBERRECHT &#124; MEDIEN &#124; LITERATUR &#124; WEBLITERATUR &#124; DIGITALE INNOVATION &#124; SOCIAL NETWORKS &#124; BLOGISM &#124; TWITTER &#124; ZITIERT Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> AUSSCHREIBUNGEN | URHEBERRECHT | MEDIEN | LITERATUR | WEBLITERATUR | DIGITALE INNOVATION | SOCIAL NETWORKS | BLOGISM | TWITTER | ZITIERT</p>
<p><em>Meldungen und Berichte , Namen und Nachrichten , Meinungen und Kommentare drehen schnell : In|ad|ae|qu|at schöpft ein wenig vom temporären &#8220;Schaum der Tage&#8221; und hält Bemerkenswertes fest , mag die eine oder andere Blase auch rasch platzen . Ablegen unter &#8220;Materialsammlung zur User- Kultur&#8221; .<br />
</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><strong>AUSSCHREIBUNGEN</strong></p>
<p><strong><em>Deutscher Fotobuchpreis 2010</em></strong></p></blockquote>
<p>Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lädt Fotografen , Verfasser und Herausgeber von Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum ein , sich bis zum<br />
18. September 2009 für den &#8220;<em><a href="http://www.fotobuchpreis.de/">Deutschen Fotobuchpreis 2010</a></em> “ zu bewerben .</p>
<p>Teilnahmeberechtigt sind alle Fotobücher mit einer Mindestauflage von 500 Exemplaren , die nach dem 1. Oktober 2008 erschienen sind . Rund 20 Titel werden in den Gruppen Fotobildbände , Fotogeschichte / Fototheorie und Fotolehrbücher mit den Prädikaten &#8220;<em>Deutscher Fotobuchpreis 2010 – Gold oder – Silber</em> “ ausgezeichnet . Diese Bücher bilden mit 200 nominierten Werken eine Wanderausstellung, die auf den Stuttgarter Buchwochen , der Karlsruher Bücherschau , der Frankfurter Buchmesse und weiteren internationalen Messen gastieren wird .</p>
<p>Weitere Information sowie das Teilnahmeformular finden Sie <a href="http://www.fotobuchpreis.de/">hier</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>URHEBERRECHT</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong></p>
<blockquote><p><strong><em> Nachlese</em></strong> : <a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Haftung für User Generated Content &#8211; </a></p>
<p><a href="http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/108-Haftung-fuer-User-Generated-Content-Grundsaetze-und-Hinweise-fuer-die-Praxis.html">Recht &amp; dessen Praxis</a> ( Recht 2.0 )</p>
<pre><code> </code></pre>
<pre><code> </code></pre>
<p>Lesenswert speziell :</p>
<p><em>Abschnitt C. Hinweise für die Praxis</em></p></blockquote>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>Google Settlement 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=126&amp;detail_id=1616">EU will Betroffene zum Google Settlement befragen</a> ( buecher.at )</p>
<p>Die Regulierungsbehörde der Europäischen Union will VerlegerInnen und AutorInnen zu den Auswirkungen des Google-Settlements auf das europäische Urheberrecht befragen. Dies berichtet das britische Magazin thebookseller.com. Als Datum für ein Treffen wird der 7. September 2009 genannt.</p>
<p>Der Börsenverein des deutschen Buchhandels kritisiert, dass dieser Termin zu spät komme, um danach noch etwas bewegen zu können. &#8220;Nichtsdestotrotz nehmen wir bis Ende Juli schriftlich Stellung und werden auch bei der Anhörung dabei sein&#8221;, so Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang gegenüber dem Magazin buchmarkt.de.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wired.com/epicenter/2009/08/national-writers-union-opposes-google-book-settlement/">National Writers Union Opposes Google Book Settlement</a> ( WIRED , 13. 8. 2009 )</p>
<p>Add yet another voice to the chorus of protests over a proposed settlement of a class-action copyright suit that clears Google to transform the world’s dusty library tomes into the bookstore and online library of the future.</p>
<p>This time, the National Writers Union — which represents some 1,500 freelance writers — described a proposed deal as “grossly unfair to writers.” That deal between Google and the Authors Guild and the Association of American Publishers would settle a suit brought against Google Book Search in 2005 for allegedly profiting illegally by scanning books and displaying snippets online.</p>
<p>Under the intricate $125 million settlement, Google gets the right to scan, index and display portions of nearly all U.S.-copyright books in exchange for a share of ad revenues. Google Book Search would also be allowed to sell out-of-print books and share revenue with the author or publishers, even if those rights holders can’t be found. As of April, Google had digitized upwards of 7 million books. ( &#8230; )</p>
<p>But Google should not have digitized books without authors’ permission, said Larry Goldbetter, the president of the National Writers Union, which operates as a local of the United Auto Workers. Google argues such scanning is covered by the Fair Use provision of copyright law, which allows for transformative and partial uses of copyright material.</p>
<p>“[W]riters whose copyrights were violated might receive a check for between $60 and $300 for each book and $15 per article,” he added. “Compared to the number and seriousness of the violations, the amount being offered by Google to each writer is ridiculously low.”</p>
<p>Google maintains that its use of book snippets in search results is protected by copyright law, which is intended to protect author’s rights to make money from their creations — but does not give them absolute control over their work. The dispute over such sampling and wholesale indexing is just one front in an increasingly complicated battle, as physical books, like CDs before them, look increasingly like relics, as media goes digital and portable. That’d be the MP3 player in the case of music, and the internet and e-book readers for print.</p>
<p>Other critics of the deal include digital-rights scholar Pamela Samuelson, the heirs of John Steinbeck and Philip K. Dick, and Microsoft — which gave up on its own book digitization project. ( &#8230; )</p>
<p>The proposed settlement is set to have a final hearing by a federal court judge in October, though it is not clear if that deadline will stand, because the Justice Department is now looking into the deal. Authors have until Sept. 4 to decide if they want to opt out of the settlement.</p>
<p><strong><em>Google Settlement 3</em></strong> &#8211; <a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=212">Understanding and critically ( yet openly ) discussing the Google Settlement</a> ( booklab )</p>
<p><strong><em>Google Settlement 4</em></strong> &#8211; <a href="http://archiv.twoday.net/stories/5878756/">GoogleBooks in CC- Lizenz , Open Access</a> ( Archivalia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p>|||</p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 1</em></strong> &#8211; <a href="http://www.heise.de/newsticker/Google-wehrt-sich-gegen-Vorwuerfe-von-Verlagen--/meldung/143564">Google wehrt sich gegen Vorwürfe von Verlagen</a> ( heise )</p>
<p>Der Internet-Suchmaschinen-Betreiber Google wehrt sich gegen Angriffe deutscher Medienhäuser, er profitiere ungerechterweise von journalistischen Inhalten. Dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagte der Europa-Chef von Google, Philipp Schindler: &#8220;Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln.&#8221; Seine Firma verstehe die Ängste der Verlage und nehme deren Sorgen ernst, aber: &#8220;Stellen Sie sich einfach mal vor, es gäbe Google nicht. Würde ein einziger Verlag dann besser dastehen? Nein, im Gegenteil&#8221;, sagte Schindler.</p>
<p>Am prominentesten hatte zuletzt <a href="http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Schutz-vor-und-Geld-von-Suchmaschinen--/meldung/141320">Hubert Burda</a> (Focus, Bunte) der amerikanischen Suchmaschine vorgeworfen, weit mehr mit Online-Werbung zu verdienen als die Webauftritte der Verlage. &#8220;Schleichende Enteignung&#8221; sei das, weil Google mit den journalistischen Inhalten, die die Verlage mit &#8220;hohen Kosten&#8221; herstellten, viel Geld mache.</p>
<p>Google-Manager Schindler sagte jetzt im Spiegel: &#8220;Wir haben großes Interesse, dass die Verlage erfolgreiche Geschäftsmodelle finden. Da sind wir die Letzten, die ihnen raten würden, das nicht zu tun.&#8221; Im Übrigen könne man auch Bezahlinhalte über Google finden lassen. (dpa)</p>
<p><strong><em>Google vs.</em> <em>News- Anbieter 2</em></strong> &#8211; <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Streit-um-Urheberrecht-Google-wehrt-sich-gegen-Verlags-Kritiker/553928.html?nv=cd-rss1220">Streit um Urheberrecht : Google wehrt sich gegen Verlags- Kritiker</a> ( FTD )</p>
<p><strong><em>Google vs. News- Anbieter 3</em></strong> &#8211; Zur Erinnerung ( FAZ , Wiki , medienspiegel )</p>
<p>Grossverleger Hubert Burda &#8211; ganz der Blattlinie gemäss &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort~Apge~E2.html">in der FAZ gegen die &#8220;schleichende Enteignung&#8221; der Verleger durch Google</a> , welches fleissig Anzeigen casht , davon allerdings nichts abgibt .</p>
<p><strong><em>A propos Hubrt Burda :</em></strong></p>
<p>Die Hubert Burda Media gibt heute (2006) insgesamt 252 Magazine, Zeitschriften und Zeitungen in 19 Ländern heraus, davon 68 in Deutschland. Hinzu kommen ca. 120 Internet- und Radiobeteiligungen. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 1,526 Milliarden Euro, davon entfielen auf den Druckbereich 179 Millionen Euro. ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda">Wikipedia</a> )</p>
<p><strong><em>Mario Sixtus via Twitter</em></strong> ( via <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002416.html">medienspiegel</a> )</p>
<p><em>Google liefert 50% des Traffics auf Hubert Burdas Seiten. Dafür möchte er ein &#8220;Fair Share&#8221; von Googles Einnahmen.</em> <em>Hallo ?</em> <a href="http://u.nu/45km">http://u.nu/45km</a></p>
<p><img style="width: 191px; height: 58px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_news.png" alt="Google News" hspace="2" vspace="2" width="202" height="65" /></p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/333286/"><strong><em>Expertentagung Medienrecht</em></strong> am 28. September im Literaturhaus München &#8211; Piraterie-Verfolgung im Internet</a> ( bb )</p>
<p>Die <em><a href="http://www.buchakademie.de/sem/sem.php3?id=1106">Akademie des Deutschen Buchhandels</a></em> veranstaltet am 28. September im Literaturhaus München eine Expertentagung Medienrecht zum Thema &#8220;Piraterie-Verfolgung im Internet – Strategien für Verlage und Medienunternehmen“.</p>
<p>Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Formen der Piraterie im Netz und die unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu bekämpfen und Schadensersatz geltend zu machen. Wie sich das Phänomen Raubkopie aus Nutzersicht darstellt, ist ebenfalls Thema der Tagung.</p>
<p>Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer und Juristen von Medienunternehmen, Verlagsleiter, Mitarbeiter von Lizenzabteilungen und Anwälte, und wird von Matthias Lausen moderiert.</p>
<p>|||</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong><em>GoogleBooks &amp; Cloud-Computing</em></strong> : <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/buecher_in_der_wolke_1.3331712.html">Eine riesige Leihbibliothek ?!</a> ( NZZ )</p>
<p>(&#8230;. ) Die Suchmaschine, die bereits 8,2 Millionen Bücher aus Bibliotheken digitalisiert hat und weitere 1,8 Millionen Werke parat hält, die ihr von Verlagen zur Anzeige im Internet überlassen worden sind, verspricht uns Lesern und Buchkäufern nun eine <em>Bibliothek in der Wolke</em>. Noch ist die in den USA ausgeheckte, vom Chef der Entwicklungsabteilung vorerst nur grob skizzierte Idee kaum publik. Aber so viel lässt sich sagen: Anders etwa als beim Online-Händler Amazon lädt der Kunde, der demnächst über Googles Programm <em>Edition</em> Bücher kauft, kein vollständiges E-Book auf sein Lesegerät, um es dort zu speichern, sondern erhält zu dem Text, der (als offenes, neutrales Dateiformat) digitalisiert irgendwo auf einem Google-Server liegt, nur einen Zugang. ( &#8230; )</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://hemartin.blogspot.com/2009/08/uber-das-fur-und-wider-der.html">Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell</a></em></strong> ( Hugo E. Martin )</p>
<p>Eine <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">studierenswerte Analyse</a> ( PDF ) zum Heidelberger Appell, ein Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages ( Autoren: Roger Cloes und Christopher Schappert ) zur Urheberrechtschutz- und Leistungsschutz- Diskussion.</p>
<p>Abgearbeitet am sog. &#8220;<em><a href="http://infobib.de/blog/2009/03/25/materialsammlung-rund-um-den-heidelberger-appell/">Heidelberger Appell</a></em>&#8221; insbesondere im Zusammenhang mit der Google Buchsuche und ( dem ganz anderen ) Themenkomplex des Open Access. Ein Beitrag der zu einer versachlichung (und Richtigstellung ) beitragen könnte ( wenn man nur wollte ) und der zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufruft.</p>
<p>Lesenswert ! ( <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">18 Seiten , PDF</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/google_books.png" alt="Google Books" hspace="2" vspace="2" width="202" height="59" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>MEDIEN</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<p><strong><em>DABplus </em></strong>- <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Kein-Markterfolg-Digitalradio-scheitert-in-Deutschland/544181.html?nv=cd-rss1220">Kein Markterfolg &#8211; Digitalradio scheitert in Deutschland</a> ( FTD )</p>
<p><em>Hörfunksender lehnen den geplanten Standard DABplus ab. Die Alternativen sind umstritten. Mehrheitsfähig ist nur der alte Analogfunk UKW. Die Gerätehersteller schäumen.</em></p>
<p>So klingt blanke Resignation: &#8220;Absolut keine&#8221;, antwortet der Radiohersteller Pioneer auf die Frage, welche Bedeutung er dem digitalen Radiostandard <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB">DAB</a> in Deutschland beimesse. Und nein, ein Termin für das Ende des klassischen analogen Hörfunks sei &#8220;absolut nicht in Sicht&#8221;.</p>
<p>Die Einführung des Digitalradios lahmt seit Jahren. Nun ist sie auf absehbare Zeit gescheitert. Die Beteiligten wirken hilflos. &#8220;Jetzt muss man einen Schnitt machen, tief durchatmen, und sich die Sache noch mal anschauen&#8221;, rät die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM).</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting#DAB.2B">DABplus</a> heißt die Technik, die dem Digitalradio zum Durchbruch verhelfen soll. Sie ist eine Weiterentwicklung des wirtschaftlich erfolglosen Standards DAB und steht für höhere Übertragungskapazität und Tonqualität &#8211; gegenüber dem digitalen Vorläufer und erst recht gegenüber dem Analogfunk UKW. DABplus soll Platz schaffen für viele Programme und genauere Verkehrsinformationen für Autofahrer. ( &#8230; )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat der ARD gerade 30 Mio. Euro verweigert, die für den Aufbau von DABplus-Angeboten vorgesehen waren. Es sei &#8220;nicht gelungen, für eine Einführung des digitalen Hörfunks einen tragfähigen Konsens mit privaten Radioanbietern herbeizuführen&#8221;, so die KEF.</p>
<p>Ende Juni hatten sich die Privatradios gegen DABplus ausgesprochen &#8211; und die KEF-Entscheidung damit faktisch vorgegeben. &#8220;Momentan gibt es auf absehbare Zeit kein tragfähiges Geschäftsmodell&#8221;, begründet Hans-Dieter Hillmoth, Geschäftsführer von Radio FFH und Vizechef des Privatrundfunkverbands VPRT. &#8220;Digitalisierung ist kein Selbstzweck.&#8221; Er schätzt die Gesamtkosten für den DABplus-Aufbau auf rund 500 Mio. Euro.</p>
<p>Damit steht die Entwicklung wieder am Anfang &#8211; und die Gerätehersteller schäumen. &#8220;Wenn wir in Deutschland keine Insellösung haben wollen, müssen wir digitalisieren&#8221;, mahnt der britische Radioproduzent Pure. Bis zu 300 Millionen Digitalempfänger wollen die Hersteller hierzulande verkaufen.</p>
<p>Die Radiosender fürchten aber, dass sich ein Debakel wiederholt. DAB ist seit über zehn Jahren in Betrieb, doch lediglich 600.000 Radios wurden verkauft. In der Schweiz, wo seit Kurzem bereits DABplus im Regelbetrieb läuft, rechnen die Anbieter bis Ende 2009 mit 300.000 Geräten, was rund zehn Prozent der Haushalte entspricht. Das ist gemessen an der Abdeckung mehr als fünfmal so viel wie in Deutschland.</p>
<p>Wegen der winzigen Reichweiten nimmt hierzulande die Zahl der Digitalprogramme sogar ab. In der Hälfte der Bundesländer gibt es keinen einzigen privaten DAB-Sender mehr, in Teilen Ostdeutschlands auch kaum noch öffentlich-rechtliche Digitalwellen. Es reiche eben nicht, die bekannten UKW-Programme auch digital zu verbreiten, so die Kritik. &#8220;Man muss wirklichen Mehrwert bieten&#8221;, heißt es. ( &#8230;.)</p>
<p>DAB-Befürworter kontern, Radio aus dem Internet sei &#8220;unbezahlbar&#8221;, weil die Kosten mit jedem weiteren Nutzer steigen. Und für mobilen Empfang eigne es sich ebenso wenig wie DVB-T. Eine Einigung ist nicht in Sicht.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/dab_logo-1.png" alt="DAB Logo" hspace="2" vspace="2" width="169" height="85" align="left" />&#8220;Die Zukunft liegt in Multinormgeräten&#8221;, orakelt daher die ALM. Eine politische Vorgabe wie in Frankreich müsse es doch nicht geben. Dort dürfen ab 2013 nur noch digitaltaugliche Radios verkauft werden. Von der Idee der deutschen Politik, den UKW-Funk im Jahr 2015 abzuschalten, hält Hillmoth jedenfalls nichts: Dieser Termin sei &#8220;todsicher&#8221; nicht zu halten.</p>
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<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;"><span style="COLOR: blue"><a href="http://www.medienbote.de/19163_schlagzeile.htm">We</a>bradio im Aufwind</span></span></em></strong> ( Medienbote )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_byte_fm.png" alt="Logo Byte FM" hspace="2" vspace="2" width="160" height="74" align="left" />Grimme Online Award 2009 für ByteFM, Webradio made in Hamburg &#8211; wachsende Nutzer- und Angebotszahlen &#8211; Ende 2008 hatten deutsche Webradios bereits täglich rund 7,5 Millionen Nutzer &#8211; Seit 2006 hat sich die Zahl der deutschen Webradios verfünffacht, von etwa 400 auf rund 2.000 im Jahr 2009 (April 2009: exakt 1.914) &#8211; vier Fünftel davon sind ausschließlich im Internet empfangbar (Internet-Only) &#8211; ein Fünftel Livestreams der klassischen UKW-Radiosender (Simulcast-Streams) : &#8220;Gerade ihnen bietet das Web viele Chancen: sie können ihre Reichweiten ausbauen und durch spezielle Web-Angebote neue Zielgruppen erschließen.</p>
<p>Vorbei scheint die Angst vor der Abwanderung ins Netz und verlorene, vor allem junge Hörergruppen. Die UKW-Sender haben inzwischen den Wandel der Mediennutzung und das Internet als wichtigen Übertragungsweg für Hörfunk akzeptiert &#8211; &#8220;<em>Webradio Monitor 2009</em>“ &#8211; minus Rentabilität &#8211; Bisher gelingt es vielen offenbar noch nicht, die Nachfrage der Hörer entsprechend zu kapitalisieren &#8211; Wachstumspotenzial sehen die Veranstalter dennoch, und zwar vor allem bei der Spotvermarktung ihrer Angebote. Webradio kann gegenüber anderen Medien vor allem durch eine klar definierte Zielgruppe punkten und &#8230; nachweisbare Werbemittelkontakte bieten. Für die Werbeindustrie wird dieser Markt ohne Zweifel weiter an Attraktivität gewinnen.</p>
<p>Noch besteht allerdings keine Einigung hinsichtlich der adäquaten Leistungswerte und der einheitlichen &#8220;Währung“. Auch auf Seiten der Webradiobetreiber herrscht darüber noch Unklarheit: 41 Prozent der Befragten bevorzugen den Unique Listener, während 29 Prozent die Anzahl der gestarteten Streams (Tune-Ins) als geeigneten Wert sehen und 11 Prozent den konkreten Werbemittelkontakt &#8211; zwei auffällige Trends: die immer stärkere Visualisierung und Personalisierung der Angebote. Last.fm und Putpat zeigen, wohin die Reise im Webradiomarkt künftig geht.</p>
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<p><strong><em>Schweiz erneuert öffentlich- rechtlichen Rundfunk</em></strong> ( <a href="http://meedia.de/details/article/schweiz-erneuert-ffentlich-rechtlichen-rundfunk_100022556.html">Meedia</a> , <a href="http://satundkabel.magnus.de/medien/artikel/schweizer-fernsehen-srg-mit-strafferen-strukturen-neue-statuten.html">satundkabel</a> )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_srg.png" alt="Logo SRG" hspace="2" vspace="2" width="278" height="47" align="left" />Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Schweiz kann neu geordnet werden. Nach Informationen von Satundkabel hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation der Schweiz die neuen Statuten von SRG SSR idée suisse (SRG) genehmigt.</p>
<p>Der Schweizer Bundesrat hatte vom SRG gefordert, seine Organisation zeitgemäßen Anforderungen an Corporate Governance und Effizienz anzupassen. Im Ergebnis wird die Rundfunkanstalt nun strategisch alleine dem Nationalen Verwaltungsrat unterstellt und operativ ausschließlich vom Generaldirektor geführt. Darüber hinaus werden die hierarchischen Strukturen des SRG stark gestrafft.</p>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://www.axelspringer.de/">Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte</a> 1</em></strong> ( axelspringer.de )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" /> Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, will seine Internet-Inhalte auf Smartphones nur noch gegen Gebühr anbieten. Der Verlag entwickle Apps für das iPhone, über die welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert würden. &#8220;Im Herbst gehen wir damit auf den Markt&#8221;, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zahlungsbereitschaft sei gerade bei Mobilfunkkunden groß. Weit über die Hälfte der Zugriffe auf mobile Inhalte der Axel Springer AG kämen von iPhones.</p>
<p>Axel Springer will auch versuchen, im herkömmlichen Web Inhalte seiner Zeitungen gegen Geld anzubieten. In den Regionalzeitungen sollen allgemeine Nachrichten für den Leser gratis bleiben, &#8220;Premium-Inhalte&#8221; Geld kosten. &#8220;Wer etwa die Exklusivgeschichte aus der Stadtverordnetensitzung lesen, das Archiv oder den Staumelder nutzen will, muss zahlen.&#8221; Paid Content setze allerdings voraus, dass die Nachrichten und vor allem ihre Aufbereitung im Internet künftig kreativer, exklusiver oder individueller sind als heute.</p>
<p><span style="COLOR: black"><strong><em>Axel Springer setzt auf Bezahlinhalte 2</em></strong> &#8211; Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner">Springer- Chef Döpfner</a> ( FAZ )<br />
<a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Springer-Chef Döpfner im Interview &#8211; &#8220;Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden“</a></span></p>
<p><em><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_axel_springer.png" alt="Logo Axel Springer" hspace="2" vspace="2" width="238" height="60" align="left" />Herr Döpfner, Ihr &#8220;Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hat das kostenlose Internet einen verfluchten Geburtsfehler genannt. Sie wollen ihn korrigieren. Nur wie ?</em></p>
<p>Wir alle haben das immer wieder gesagt, aber die Entwicklung des Internets ist nicht statisch. Anfangs ging es den Verlagen um Reichweite, um die Weckung des Konsumenteninteresses, heute befinden wir uns in einer reiferen Phase. Geburtsfehler lassen sich nicht schnell kurieren. Aber es ist im Interesse der Leser und der Verlage, in der digitalen Welt eine wirtschaftliche Basis für Qualitätsjournalismus zu schaffen, weil es sich sonst bald keiner mehr leisten kann, wertvolle Inhalte im Internet anzubieten. Eine Säule der Finanzierung ist die Online-Werbung, eine zweite Paid Content, also die Bezahlung für exklusive journalistische Angebote oder spezielle Dienstleistungen. ( &#8230; )</p>
<p><em>Mit einem ähnlichen Modell ist der Marktführer &#8220;Spiegel online“ schon vor Jahren gescheitert.</em></p>
<p>Das heißt doch nicht, dass es beim zweiten oder dritten Versuch wieder nicht klappt! Wir können heute vieles besser machen, die Technik ist vorangeschritten. Andere haben damit Erfolg. Das „Wall Street Journal“ lässt sich Spezialinhalte mit 1,99 Dollar in der Woche oder 79 Dollar im Abonnement bezahlen und macht damit einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Dollar im Jahr. Wir haben als Verleger geradezu eine heilige Verantwortung, alles zu versuchen, um eine Wirtschaftsgrundlage für die digitale Welt zu schaffen. Viele Verlage denken über diese Zukunftsfragen so wie wir und gehen in diese Richtung. Da wird es international viel Bewegung geben. Denn eins ist klar: Qualitätsjournalismus hat seinen Preis, und Leser haben das historisch immer akzeptiert. Man muss es nur so einfach und attraktiv machen, dass die Leser es auch wirklich nutzen können und wollen.</p>
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<p><a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=959"><strong><em>Advertorials in der KRONE</em></strong> &#8211; Bares oder Wahres</a> ( Falter )</p>
<p><em><img style="width: 99px; height: 94px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_neue_kronen_zeitung.png" alt="Logo Neue Kronen Zeitung" hspace="2" vspace="2" width="90" height="84" align="left" />Bezahlte Werbung oder journalistischer Bericht ? &#8211; Für Leser ist immer schwerer zu erkennen, was sie vorgesetzt bekommen -</em></p>
<p>( &#8230; ) Kürzlich schlug der Österreichische PR-Ethik-Rat Alarm: Er kritisiert die &#8220;oft ungenügende Unterscheidbarkeit von redaktionellen Beiträgen und entgeltlichen Einschaltungen in den Medien“. Das sei &#8220;der Versuch, die Leser zu täuschen“, so Rats-Vorsitzender Wolfgang Langenbucher, ehemaliger Vorstand des Publizistikinstituts der Uni Wien. Wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten würden die Sitten sogar in den renommiertesten Blättern lockerer. Dabei sind Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht nach dem Mediengesetz klagbar – allerdings klagt kaum jemand, so sehr hätten sich alle an diese Praktiken gewöhnt. Wie er höre, seien die Sitten in den Bundesländern verfallener als in Wien, sagt Langenbucher: Dort herrsche ein &#8220;Sumpf“. ( &#8230;)</p>
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<p><em><strong>M- Prinzip für Nischen- Publikationen 1 &#8211; <a href="http://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/07/the_nichepaper_manifesto.html">Meaningful stuff that matters the most</a> ( Umair Haque )</strong></em></p>
<p><em><strong><a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/stefan-winterbauer/stefan-winterbauer-post/article/die-nische-als-zukunft-der-zeitung_100022205.html?tx_ttnews[backPid]=1692&amp;cHash=a742a64434">Die Nische als Zukunft der Zeitung 2</a></strong></em> ( Meedia )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Es geht mal wieder um nichts weniger als die Zukunft der Zeitung. Diesmal mischt sich der US-Medienforscher Umair Haque in die Diskussion ein. Haque ist Direktor des Havas Media Lab, einer Forschungseinheit des französischen Werbe-Netzwerks Havas. Haque schrieb einen Blog-Beitrag für Harvard Business Publishing, in dem er den geplagten Zeitungs-Verlegern die Leviten liest und seinen Ausweg aus der Zeitungskrise weist: Zeitungen müssten zu Nischen-Anbietern, &#8220;Nichepapers&#8221;, werden.</p>
<p>Medienforscher Haque beginnt seine Ausführungen mit einer Analyse zur strukturellen Krise der Gattung Tageszeitung. Nicht Journalisten hätten die Zeitungen des 20. Jahrhunderts profitabel gemacht, sondern die Leser. &#8220;Zeitungen des 20. Jahrhunderts waren niemals so außergewöhnlich profitabel wegen dem, was sie geschrieben haben. Es war die Dynamik des Kleinanzeigen-Monopols, das die massiven Renditen befeuert hat.&#8221;</p>
<p>Die Struktur der Zeitung des 20. Jahrhundert sei nun nicht länger fit für das 21. Jahrhundert. &#8220;Die Herangehensweise von gestern an Nachrichten schafft keine Bildung, keine Aufklärung und keine Information. Die Vierte Gewalt befindet sich in einem Stadium der Auflösung. Die Nachrichten-Industrie selbst hat Nachrichten in einem sich wiederholenden Abwärts-Wettlauf zur Massenware degradiert. Es ist an der Zeit für eine bessere Form von Nachrichten.&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/nichepapers.png" alt="Nichepapers" hspace="2" vspace="2" width="152" height="50" align="left" />Diese &#8220;bessere Form von Nachrichten für das 21. Jahrhundert&#8221; nennt Umair Haque <em>Nichepapers</em> . Diese sind nach seiner Definition Marktführer in einem eng definierten Feld, seien es Finanzen, Politik oder Entertainment.</p>
<p>Was <em>Nichepapers</em> auszeichnet :</p>
<ol>
<li>Wissen, nicht Nachrichten: Zeitungen wollen ihren Lesern Nachrichten vermitteln, Nichepapers wollen bedeutungsvolles, lange gültiges Wissen vermitteln.</li>
<li>Themen, nicht Artikel: Nichepapers entwickeln Themen anstatt schnell erzählter und schnell vergessener Geschichten.</li>
<li>Einzigartigkeit statt Auflage: Zeitungen streben nach Auflage, indem sie die immergleichen Geschichten in immergleicher Weise erzählen. Nichepapers streben nach Einzigartigkeit, indem sie eine Perspektive entwickeln, analysieren und Erzählstrukturen finden, die von Konkurrenten nicht nachgeahmt werden können.</li>
<li>Provokation, nicht Perfektion: Zeitungen suchen die Perfektion in Grammatik, Einleitungen, Überschriften. Nichepapers suchen stattdessen die Provokation, manchmal auch die Provokation zum Selbstzweck.</li>
<li>Aufgaben, nicht Technik: Nichepapers kümmern sich nicht um Technik. Sie nutzen Blog, Videos, Wikis, Twitter oder lange Artikel. Oder alles gleichzeitig. Je nachdem, was für eine Aufgabenstellung am besten geeignet ist. ( &#8230; )</li>
</ol>
<p>|||</p>
<p><strong><em>Film</em></strong> &#8211; Neuer Film &#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; des Animationsfilmer von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mamoru_Oshii">Mamoru Oshii</a> , Schöpfer der Kultfilme &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_in_the_Shell#Kinofilme">Ghost in the Shell</a></em> &#8221;</p>
<p>&#8220;<em>The Sky Crawlers</em>&#8221; bereits bei der Biennale Venedig zu seheh , beim Münchener FilmFest nun erstmals in Deutschland &#8211; Die <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Anime-Mamoru-Oshii;art18281,2853052">Rezension des <em>Tagesspiegel</em></a> fällt recht durchwachsen aus &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=RfmSZPrcudc">Trailer @ YouTube</a> , <a href="http://www.amazon.com/Sky-Crawlers-Rinko-Kikuchi/dp/B001VBM0Z0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1248154750&amp;sr=8-1">DVD @ Amazon.com</a></p>
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<p><strong>LITERATUR</strong></p>
<p><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></a><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1633">Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung an Barbara Köhler &amp; Ulf Stolterfoht</a></em></strong> ( buecher.at )</p>
<p>Anlässlich des <a href="http://www.poetenfest-erlangen.de">29. Erlanger Poetenfests</a> ( 27. bis 30. August 2009 ) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum dritten Mal den &#8220;Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr gemeinsam an die <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/koehlerbio.html">Barbara Köhler</a> und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> verliehen.</p>
<p>Die Jury würdigt damit ihre Übersetzungen von Gertrude Steins <em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/tender_buttons_zarte_knoepft-gertrude_stein_41632.html">Tender Buttons – Zarte knöpft</a></em> ( Barbara Köhler , 2004 ) und <em><a href="http://www.engeler.de/art.html">Winning His Way – wie man seine art gewinnt</a></em> ( Ulf Stolterfoht, 2005 ).</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img style="width: 101px; height: 136px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/koehler_stein-small.png" alt="Köhler Stein" hspace="2" vspace="2" width="98" height="141" align="left" /></a>&#8220;<em>Gertrude Steins sinnoffene Poesie lässt zahlreiche Lesarten zu. Barbara Köhler und <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/stolterfoht_stein-small.png" alt="Stolterfoht Stein" hspace="2" vspace="2" width="96" height="119" align="left" /></a>Ulf Stolterfoht nehmen unterschiedliche Perspektiven auf die von ihnen übersetzten Texte ein, die sich gegenseitig ergänzen und in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen</em> &#8220;, begründet die Jury ihre Entscheidung.</p>
<p>Im Rahmen des 24. Erlanger Poetenfests wurden erstmals AutorInnen als ÜbersetzerInnen eingeladen. Die Jury des &#8220;<em>Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung&#8221;</em> besteht selbst aus ÜbersetzerInnen. In diesem Jahr gehören ihr Georges-Arthur Goldschmidt, Annette Kopetzki, Adrian La Salvia, <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a>, Camilla Miglio, Peter Waterhouse, Norbert Wehr und <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czerninbio.html">Franz Josef Czernin</a> an.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>WEBLITERATUR</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><em><strong><a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3919-Gratis-Blogcheck-15-P.-s-Veranda.html">Gratis Blogcheck 15 : P.-&#8217;s Veranda</a></strong></em> ( Oliver Gassner )</span></p>
<blockquote><p><span style="COLOR: black"><a href="http://michaelperkampus.blogspot.com/">Michael von P.-’s Veranda</a> schreibt. Literarisches Weblog inklusive Podcast, Werkauszüge, Fragmente, Tagebuch, Informationen über den Autor, Schriften zur Literatur, Kolumnisten</span></p>
<p><span style="COLOR: black"><em>Eine Sammlung kleinerer Beobachtungen und Tipps</em>.</span></p></blockquote>
</blockquote>
<ol>
<li><span style="COLOR: black">Den Kopfbereich zum Hinweis auf besondere Texte zu nutzen, ist ganz elegant, ich würde das dann aber eher wie eine Aufzählung oder (notfalls sogar mit “table”) als Tabelle gestalten, so wirkt es unübersichtlich.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Links die Archivübersicht kann weiter nach unten, Kommentare weiter nach oben (Blogs dienen dem Dialog)</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Noch vor der Liste empfehlenswerter Autoren und Texte (an sich eine gute Idee) würde ich eine Liste gelesener Literaturblogs (Primär? Sekundär?) setzen&#8230;</span></li>
<li><span style="COLOR: black">&#8230; und regelmäßig in Postings auf das dort gelesene bezug nehmen, wenn auch nur verlinkend / literarisch antwortend</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Generell positiv auf Aufmerksamkeit und Leserzahl wirkt es sich aus, wenn man sich bloggend in aktuelle literarische Debatten einmischt &#8211; oder sie gar anzettelt.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Seit Februar ist die Postingfrequenz erfreulich hoch, eine dialogische Vernetzung mit anderen (Literatur-)Blogs scheint allerdings nicht zu existieren . Das ist schade, denn wenn man nicht über die grenzen der eigenen page hinausblickt, müsste es an sich auch kein web-Log sein, das ja an sich vom Austausch mit dem Rest des Netzes (mit)spricht.</span></li>
<li><span style="COLOR: black">Ggf. sollte man auch eine Teilnahme an</span> <a href="http://www.litblogs.net/"><span style="COLOR: blue">www.litblogs.net</span></a> <span style="COLOR: black">anstreben, die ihre Headlines auch twittern.</span><br />
<span style="COLOR: black">Hier scheinen mir Kategorien Sinn ausnahmsweise mehr zu machen als Tagging, auch wenn hier Kategorien mit nur einem Text vorhanden sind.</span></li>
</ol>
<p><em>P. S. Anmerkung : Offenbar ist dem Analytiker unkenannt , dass Michael Perkampus bis vorigen Herbst effektiver Teilnehmer der litblogs war</em> <em>. ( czz )</em></p>
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<p><a href="http://www.zeit.de/online/2009/33/buch-communities-2?page=all"><strong><em>Buch- Communitys</em></strong> &#8211; Und , was liest Du so ?</a> ( Stefan Mesch , DIE ZEIT )</p>
<p><em>Buch-Communitiys im Netz brummen vor Geschäftigkeit. Aber welche Bücher liest man dort eigentlich? Unser Autor hat den Selbstversuch gemacht.</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_goodreads.gif" alt="Logo Goodreads" hspace="2" vspace="2" width="200" height="41" align="left" />In Richard Yates&#8217; Kleinbürger-Roman <em>Revolutionary Road</em> schaut sich der Schnösel Frank ungefragt im Bücherregal seines Nachbarn Shep um. Als Frank die Stirn runzelt, will Shep zu seiner Ehrenrettung am liebsten quer durchs Zimmer rufen: &#8220;Das sammelt sich eben im Lauf der Jahre so an! Unsere anspruchsvollen Bücher sind irgendwo verloren gegangen.&#8221;</p>
<p>Im Internet geht nichts verloren. Zwei große öffentliche Lesewiesen erlauben, das eigene Bücherregal der ganzen Welt zu zeigen: <a href="http://www.goodreads.com/">Goodreads</a> und <a href="http://www.librarything.de/">LibraryThing</a> haben nur eine knappe Million meist englischsprachiger Benutzer, aber brummen vor Geschäftigkeit: Wenn ich mit einem Buch im Zug oder Café sitze, lade ich meine Umwelt zu Kommentaren ein. Im Netz sind diese Kommentare lauter und oft qualifizierter. Fremde, Freunde und die Computerdatenbank geben einander Tipps und Warnungen.</p>
<p>Der Pionier dieses Gedankens war das Online-Radio <a href="http://www.last.fm/">last.fm</a> mit der Funktion, jeden Song, den man sich abspielt, im Profil zu eigenen, privaten Charts zu verrechnen. Nach ein paar Monaten kennt last.fm den eigenen Musikgeschmack genauer als man selbst. Videospieler zeigen auf <a href="http://www.mobygames.com/home">MobyGames</a>, was sie gerade zocken. Und für Filme gibt es die Services <a href="http://www.flixster.com/">Flixster</a> und <a href="http://www.criticker.com/">Criticker</a>.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_library_thing.png" alt="Logo Library Thing" hspace="2" vspace="2" width="220" height="46" align="left" />Das Sammelwort für solche medialen Zettelkästen ist Social Cataloging: Offene Datenbanken, in denen sich Benutzer ein Profil anlegen und dann die Privatsammlung verwalten, Kritiken schreiben und Netzwerke bilden. Goodreads und LibraryThing ermuntern dabei an jeder Ecke, immer auch die Außenwelt via E-Mail-Newsletter und Bulletins, Twitter- und Facebook-Update über jede neue Lektüre zu benachrichtigen. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>DIGITALE INNOVATION</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /> <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/4/142246"><strong><em>Das Internet in Zahlen</em></strong> &#8211; Eine schöne Übersichtsgrafik zeigt den derzeitigen Entwicklungsstand des Internets. Weltweit.</a> ( heise )</p>
<p>Eigentlich gehen wir alle stillschweigend immer noch davon aus, dass das Internet ein Dienst ist, der vor Bewohner der USA betrifft und vor allem seine wirtschaftliche Bedeutung noch vor sich hat. Dem ist nicht so, schaut man sich die <a href="http://www.newscientist.com/data/images/archive/2706/27062201.jpg" rel="lightbox[9461]">folgende Grafik</a> ein wenig genauer an.</p>
<p>Schön übersichtlich und nicht ohne &#8220;Aha&#8221; lässt sich so ersehen, dass nur sechs Prozent des Datenvolumens ( Und davon sind 78 Prozent Spam ) auf E-Mails zurück zu führen sein dürften. Und das nimmt sich gegen 25 Prozent P2P Traffic inzwischen fast ein bisschen müde aus. Aber wichtiger: Rechnet man die Accounts alleine in Indien, Japan und Chinas zusammen, dann stellen sie ein Drittel der Web-Mail-P2P-Internet-Nutzer.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/the_exploding_internet-small.png" alt="The exploding internet" hspace="2" vspace="2" width="450" height="335" /></a></p>
<p align="right">( <em>click to XL</em> )</p>
<p>Realistischerweise dürfte P2P und die exorbitant hohen Umsätze im E-Commerce nicht zu einem Drittel auf deren Aktivitäten beruhen. Aber andere Fragen stellen sich vor allem für Angebote, die weltweit ihr Publikum erreichen sollen. Während English mehr als 300 Millionen Menschen wegen ihrer Muttersprachen oder offiziellen Landessprachen vertraut sein dürfte, hat Portugiesisch durch Brasilien Deutsch überholt und dürfte bald auch Japanisch hinter sich lassen. Dass weite Teile des Webs inzwischen für Surfer der 1. und 2. Welt verschlossen sind, lässt sich an der hohen Verbreitung von Mandarin lesenden und schreibenden Nutzern erkennen. Das Internet erlebt sein grösstes Wachstum in Regionen, die eigene Schriften und Sprachen nutzen. English als Lingua Franca des Webs verliert an Bedeutung. Wir merken es nur nicht, weil wir auf Seiten ausserhalb des eigenes Kulturkreises nicht zu finden sind.</p>
<p>|||</p>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/331068/">Frankfurter Buchmesse &#8211; <strong><em>&#8220;Books &amp; Bytes&#8221; prämiert das innovativste Onlineangebot für Buch und Internet</em></strong></a> ( bb )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_books__bytes.jpg" alt="Logo Books &amp; Bytes" hspace="2" vspace="2" width="200" height="51" align="left" />Zum zweiten Mal organisiert das Onlinemagazin &#8220;<em><a href="www.newbook.de/start/wettbewerb">Newbook &#8211; Magazin für vernetzte Leser</a></em>&#8221; zusammen mit der Frankfurter Buchmesse den Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes&#8221;. Im Vorfeld findet dazu außerdem ein Wettbewerb statt, der das innovativste Onlineprojekt fu?r Buch und Internet auszeichnet. Der Gewinner wird auf dem Gemeinschaftsstand &#8220;Books &amp; Bytes“ am Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Bewerbungsphase fu?r den Wettbewerb läuft noch bis 30. Juli. Anmeldungen unterKonkurrenz für Amazon &#8211; Barnes &amp; Noble eröffnet &#8220;größten E-Book-Shop der Welt&#8221; &#8212; Gestern Abend hat der US-Buchhandelsriese Barnes &amp; Noble die Eröffnung des nach eigenen Angaben größten E-Book-Shops der Welt verkündet. Unter <a href="http://www.bn.com/ebooks">www.bn.com/ebooks</a> bietet der Filialist rund 700.000 Titel unter anderem für das iPhone, den iPod touch und Blackberry-Smartphones an. &#8211; Nach dem Vorbild Amazons bietet auch <a href="http://www.barnesandnobleinc.com">Barnes &amp; Noble</a> viele Bestseller für 9,99 Dollar an. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kooperiert der amerikanische Filialist mit dem Hardware-Hersteller Platic Logic, der seinen Reader 2010 auf den Markt bringen will.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>SOCIAL NETWORKS</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><strong><em><br />
<a href="http://www.boersenblatt.net/333444/">Wie Buchhandlungen und Verlage Facebook nutzen können</a></em></strong> ( bb Podcast )</p>
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<blockquote><p>Wie streue ich Buchinformationen in der Online-Community Facebook ? Welche Accountnamen sind stark und wie profitiere ich von &#8220;passiver Interaktivität&#8221; ? Wie vernetze ich Facebook sinnvoll mit Twitter und mit der echten Welt ? Social Media Experte Felix Holzapfel gibt Tipps.</p></blockquote>
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<p>Facebook wächst und wächst. Schätzungen gehen von über 260 000 Nutzern in Deutschland aus. Für das Buchmarketing bietet Facebook Chancen, eine vorwiegend junge Zielgruppe zu erreichen. Im Podcast geht es um folgende Themen (in Klammer die Startzeiten):</p>
<p><img style="width: 176px; height: 62px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" /></p>
<ol>
<li>Unterschied zwischen persönlichem Account und Firmenaccount bei Facebook (0:30)</li>
<li>Typische Fehler bei der Wahl des Accountnamens, passende Social Media Story (2:08)</li>
<li>Themen statt Marken kommunizieren (3:06)</li>
<li>Bewerbung von Neuerscheinungen (3:48)</li>
<li>Leitwährung Interaktion: &#8220;passive Interaktivität&#8221; nutzen (4:30)</li>
<li>Veranstaltungstermine auf Facebook veröffentlichen (6:05)</li>
<li>Wie baue ich einen Fankreis/Freundeskreis auf (6:44)</li>
<li>Twitter-Feeds sinnvoll mit Facebook vernetzen (9:20)</li>
<li>Verknüpfung von Online- und Offlinewelt/Crossmarketing (11:48)</li>
</ol>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://www.thenextlayer.org/node/1198">Die dunkle Seite von Twitter , Facebook &amp; Konsorten</a></em></strong> &#8211; <em>Warum das Umfeld von Social- Web-Applikationen eine Nutzung abseits von Spaß und Selbstinszenierung unterbindet</em> ( The Next Layer )</p>
<p><img style="width: 183px; height: 63px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_facebook.png" alt="logo Facebook" hspace="2" vspace="2" width="200" height="75" align="left" />Mit 20.000 Mitgliedern innerhalb einer Woche war die Gründung der Facebook-Gruppe Freiheit im MQ Anfang Juni – bescheiden ausgedrückt – ein Erfolg. Kein Wunder, ging es doch darum, die Gemütlichkeit und Offenheit des Wiener Museumsquartiers gegen die Wächter der MQ-Direktion zu verteidigen. Kein Konsum selbst mitgebrachter alkoholischer Getränke – wenn das kein Anlass ist auf die digitalen Barrikaden zu steigen ?</p>
<p>Auf der anderen Seite des Spektrums politischer Netznutzung steht etwa der Einsatz von Twitter durch die Oppositionsbewegung im Iran nach den umstrittenen Wahlen Anfang Juni 2009. Über die Plattform wurde trotz Mediensperre Information nach außen getragen und zum Hacken zentraler Web-Server des Mullah-Regimes geblasen.</p>
<p>Zwischen Narzissmus und Emanzipation</p>
<p>In den angeführten Beispielen werden Web-2.0-Technologien klar politisch eingesetzt. Dennoch, sie bilden die seltene Ausnahme im Schatten von Selbstinszenierung und Marketingaktivitäten. Der Netztheoretiker <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geert_Lovink">Geert Lovink</a> bringt es in einem Interview in der Wochenzeitung DIE ZEIT ( 9. Dezember 2007 ) auf den Punkt:</p>
<p>&#8220;<em>Das Entscheidende im Netz von heute sind nicht Nachrichten und Meinungen, sondern Selbstdarstellung und Selbstreflexion: Wer bin ich ? Was mache ich? Wer befindet sich in meiner Gegend ? [...] Nachdem man gesurft ist und geshoppt hat, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich mit mir ? Lebe ich oder werde ich bloß gelebt ?&#8221;</em> ( Lovink , ebd. )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Aber verbirgt sich hinter unserem lockeren Online-Zwitschern, der Jagd nach digitalen Freunden und der detailverliebten Selbstpräsentation nicht doch mehr? Haben wir mit Einzug von Web 2.0 die jahrzehntelange Dominanz von Rundfunk und Massenmedien überwunden ? Hans Magnus Enzensberger definierte 1970 in seinem Baukasten zu einer Theorie der Medien Aspekte eines emanzipatorischen Mediengebrauchs im Gegensatz zum repressiven Rundfunk-Ansatz. Eine Reihe an Merkmalen emanzipatorischer Mediennutzung – wie die Auflösung der Sender / Empfänger- Rollen, Interaktionspotenziale und kollektive Produktion – finden sich im Social Web wieder. Doch zwei zentrale Kriterien sind bis heute nicht erreicht: Die Kontrolle über Inhalte und Strukturen liegt nach wie vor zentral beim Medien-Eigentümer und die Tendenz im Hinblick auf politische / demokratische Teilnahme geht mit Fokus auf Spaß und Selbstinszenierung stark in Richtung Entpolitisierung. ( &#8230; )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>BLOGISM</strong></p>
<p><strong><em><a href="http://www.welt.de/wams_print/article4147246/Alles-sagen-allen-Leuten.html">Alles sagen , allen Leuten</a></em></strong> ( Alain Posener , WELT )</p>
<p>Die Blogosphäre ist der Albtraum der Kontrolleure und Kulturkritiker ; ein globaler Selbstverständigungsprozess</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>TWITTER</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /><br />
<strong><em><a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Gastkommentar-Mitzwitschern-lohnt-sich/554466.html?nv=cd-rss1220">Mitzwitschern lohnt sich</a></em></strong> ( Uwe Mommert , FTD )</p>
<p><em>In den Medien wird Twitter heiß diskutiert, Unternehmen ignorieren den Nachrichtendienst dagegen noch weitgehend. Dabei kann er der Reputation enorm schaden &#8211; oder helfen, sie zu fördern.</em></p>
<p>Es zwitschert aus allen Rohren. Das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn immer mehr Twitter-Neuigkeiten den Weg in die Presse finden. Zu den Kommunikationsabteilungen außerhalb der medialen Kreise dringt der Microblogging-Dienst aber nur zaghaft durch. Bei 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland findet professionelles Twittern nicht statt. Die 140 Zeichen zwingen nun mal zu Aussagen auf den Punkt, und die sind nicht jedermanns Sache.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Der Nachrichtendienst ist in vielerlei Hinsicht noch das große unbekannte Wesen, das eher zum passiven Stöbern verführt als zum aktiven Zwitschern. Entsprechend gering fällt die Zahl der aktiven Nutzer aus. 90 Prozent aller Inhalte werden von den zehn Prozent der aktivsten Twitterer produziert. Dem gegenüber steht eine überwältigende Mehrheit, die nur einmalig gezwitschert hat und seitdem wieder verstummt ist. Das ergaben Untersuchungen des &#8220;Harvard Business Manager&#8221; unter 300.000 Usern. Twitter ist mit anderen Worten eine Einbahnstraße: Wenige Teilnehmer berichten ungefiltert und einseitig &#8211; aber viele lesen im SMS-Format mit.</p>
<p>Dennoch ist die Reichweite der Internetmeldungen nicht zu unterschätzen. Aktuelle Zahlen von Nielsen Online belegen, dass von den 1,8 Millionen Nutzern rund 1,5 Millionen nicht direkt die Webadresse in ihren Browser eingegeben haben, sondern über andere Seiten zu Twitter finden. Die Multiplikatorwirkung ist beträchtlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Twitter-Ente um Michael Ballack, der aus medialer Sicht fast zum HSV gewechselt wäre. Und alles nur, weil ein User mutmaßlich zwei Spielerberater im Zug belauschte, die über den Transfer diskutiert haben sollen. Rasant verbreitete sich das Gemunkel in den Medien und wurde vom Boulevardreporter bis hin zum seriösen Meinungsmacher aufgenommen. Zwar folgten entschiedene Dementis beider Vereine, doch das Gerücht blieb in der Welt. Selbst Bundespräsident Horst Köhler bekam eine Twitter-&#8221;Attacke&#8221; zu spüren: Seine Wiederwahl wurde bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe aus der Bundesversammlung ins Netz gezwitschert.</p>
<p><em>Zauberwort Geschwindigkeit</em></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-1.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Die Verbreitung von Twitter-Meldungen gewinnt auch für Unternehmen schnell an Brisanz. Das gilt beispielsweise für sensible Ergebnisse von Betriebsversammlungen, vertrauliche Gespräche unter Führungskräften oder strategische Überlegungen für das nächste Jahr. Selbst wenn die Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen, könnte sich die Verbreitung via Twitter auf Investoren, Kooperationen oder bevorstehende Fusionen negativ auswirken. Das Web 2.0 hat die Reputation von Unternehmen angreifbarer gemacht, und zwar über einen Kanal, der bisher unterschätzt wurde. Mediennutzer werden zunehmend zu Programmdirektoren und Unternehmen schnell zu deren Spielball.</p>
<p>Geschwindigkeit ist dabei das Zauberwort. Der Erfolg der neuen Mediengeneration wird in Zukunft immer stärker davon abhängen, wer als Erster eine interessante Nachricht liefern kann. Absehbar ist auch, dass die fundierte Recherche dabei zwangsläufig auf der Strecke bleibt. ( &#8230; )</p>
<p>|||<a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm"></a></p>
<p><em><strong>Kunst , Theorie &amp; Diskurs als Twitterfeeds von Lebenden und Toten</strong></em> ( czz )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-2.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" /></p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/zkmkarlsruhe">ZKM Karlsruhe</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/documenta_13">documenta_13</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/Guggenheim">Guggenheim</a> &#8211; Guggenheim Museum | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/mediamuseum">mediamuseum</a> &#8211; Nat. Media Museum | Bradford, West Yorkshire, UK</li>
<li><a href="http://twitter.com/whitneymuseum">whitneymuseum</a> &#8211; Whitney Museum | New York City</li>
<li><a href="http://twitter.com/Tate">Tate</a> &#8211; London , Liverpool and St Ives</li>
<li><a href="http://twitter.com/SCHIRN">SCHIRN</a> &#8211; Schirn Kunsthalle | Frankfurt</li>
<li><a href="http://twitter.com/staedelmuseum">staedelmuseum</a> &#8211; Frankfurt am Main</li>
<li><a href="http://twitter.com/annieleibovitz">annieleibovitz</a> &#8211; Annie Leibovitz | NY</li>
<li><a href="http://twitter.com/buckyfuller">buckyfuller</a> &#8211; Buckminster Fuller | Universe</li>
<li><a href="http://twitter.com/jennyholzer">jennyholzer</a> &#8211; Jenny Holzer</li>
<li><a href="http://twitter.com/Fischli_Weiss">Fischli_Weiss</a> &#8211; Schweiz</li>
<li><a href="http://twitter.com/marshallmcluhan">marshallmcluhan</a> &#8211; Marshall McLuhan | Parma , CA</li>
<li><a href="http://twitter.com/zizekspeaks">zizekspeaks</a> &#8211; Slavoj Zizek | Ljubljana</li>
<li><a href="http://twitter.com/JeanBaudrillard">jeanbaudrillard</a> &#8211; Jean Baudrillard</li>
<li><a href="http://twitter.com/PeterSloterdijk">PeterSloterdijk</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/glovink">glovink</a> &#8211; Geert Lovink | Amsterdam</li>
</ul>
<p>|||</p>
<p><strong><em><a href="http://mashable.com/2009/08/13/retweets-slideshow/">Twitter Retweets : What You Need to Know</a></em></strong> &#8211; <em>oder : Eine Diashow der grostesken Daten , cum grano salis zu genissen</em> [ Slideshow ] ( Dan Zarella , mahable )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/logo_twitter-3.png" alt="Logo Twitter" hspace="2" vspace="2" width="211" height="54" align="left" />Retweeting, as we’ve highlighted previously ( &#8230;. ) has become a handy way to share content on the web. If you find an interesting Tweet, retweeting helps spread that content to your own Twitter network.</p>
<p>But what are the mechanisms that affect retweets ? In his Mashable article &#8220;<em>The Science of ReTweets, social media and viral marketing</em>&#8221; scientist Dan Zarrella presented <em>in-depth data</em> showing what, how, and why people retweet.</p>
<p>Now Zarrella has put his most recent findings into a updated and expanded version of his original slideshow ( embedded below ) that takes us from “<em>what is a retweet ?</em> ” to the common features of retweets. ( &#8230; )</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_01-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_01" hspace="2" vspace="2" width="450" height="283" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_dan_zarella_0-small.png" alt="ReTweet Slide Dan Zarella 0" hspace="2" vspace="2" width="450" height="286" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_02-small.png" alt="ReTweet Slide Zarella 02" hspace="2" vspace="2" width="450" height="239" /></a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender.png" rel="lightbox[9461]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/retweet_slide_zarella_03_gender-small.png" alt="ReTweet_Slide_Zarella_03_Gender" hspace="2" vspace="2" width="450" height="289" /></a></p>
<p style="text-align: right;">( <em>click to XL &#8211; and enjoy !</em> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/08/czz_linkliste-2.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></strong><br />
<strong>ZITIERT</strong></p>
<p><em><strong>Twitter &#8211; Was es ist :</strong></em></p>
<p>&#8220;<em>It’s about humans connecting with each other</em> .&#8221; ( BBC )</p>
<p>Twitter- Gründer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evan_Williams">Evan Williams</a> im harschen <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/newsnight/8186747.stm">Interview mit der BBC</a> über das Kommunikations- System Twitter</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>AUDIO AKTUELL</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 06:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> HÖRBUCH UND VERSCHWEIGEN | BERNHARD VS. UNSELD : TERROR UND SPIEL | HUNDERT JAHRE , HUNDERT DICHTER | ARS ACUSTICA IM SWR | KLANGAPPARAT</p>
<p><img style="width: 185px; height: 183px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/icon-listening-black-8.jpg" alt="icon listening black" hspace="2" vspace="2" width="225" height="225" align="left" />Dichterstimmen original und so , wie diese ein Regisseur ( bzw. bas <em>Besetzungs</em>bureau ) interpretiert , stehen heute auf dem in|ad|ae|qu|at|en Programm . Wobei darüber erstaunt festzuhalten ist , dass es sich beim &#8220;<em><a href="http://www.hoerverlag.de/Original-Ton/978-3-86717-290-5/?start=0&amp;sort=&amp;older=">Spoken Arts Treasury</a>&#8220;</em> des <em>Hörverlags</em> ( Credits siehe jeweils unter &#8220;<em>more &#8230;</em>&#8221; ) im die Wiederauflage eines einst sündhaft teuren Verpackungskunsstücks handelt , ohne , dass <em>irgendwo</em> im Booklet darauf hingewiesen würde .</p>
<p>Auch das schamlos an den Dichtern bzw. an den anderen Formen z. b. amerikanischer Naturpoesie vorbeiquasselnde Vorwort Raoul Schrotts scheint inzischen kaum überarbeitet worden und schmückt sich dennoch mit der Sigle &#8220;2008&#8243; . Angaben darüber , welche der ( vom Grossteil weissen ) amerikanischen Dichter etwa ein &#8220;<em>Black American</em>&#8221; ist , darf man selbst recherchieren . Da wir in|ad|ae|qu|at buchstäblich die Biographien <em>aller hundert</em> Personen in der <em>Wikipedia</em> gegengelesen haben haben , beläuft sich deren absolute Anzahl auf etwa fünf Autoren &#8230;</p>
<p>Was herauskommt , wenn ein deutscher Sender ( HR ) beim ORF bzw. bei dessen produktivsten Regisseur , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Fritsch">Götz Fritsch</a> , eine betont austriazistische Inszenierung eines deutsch- österreichischen Briefwechsels in Auftrag gibt , erweist sich anhand der akustischen Version der Korrespondenz zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Unseld">Siegfried Unseld</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bernhard">Thomas Bernhard</a>.</p>
<p>Der vollständigen Buchausgabe bei Suhrkamp mehrere Monate in Auszügen voauseilend , erzählt die auditive Version mehr über deutsch- österreichisch wechselseitige Klischees als über die ( Stimm- ) Charaktere der historischen Personen . Auch hier übrigens <em>kein Wort</em> über die Produktionsbedingungen , welche andernorts doch mittlerweile stolz als &#8220;<em>Making of</em>&#8221; präsentiert werden . Hauptsache , man amüsiert sich über den österreichisch- <em>barocken Berserker</em> , welcher dem bundesdeutschen Krokodil ( = Grossverleger ) Eins ums Andere auf die Nase gibt .</p>
<p>Wie man hört und sieht , funktioniert das Klischee auch im vereinten Europa weiterhin am besten .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BERNHARD VS. UNSELD : TERROR UND SPIEL</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/terror_und_spiel_1.2317828.html"></a></p>
<p><img style="width: 184px; height: 174px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/icon-listening-white-8.jpg" alt="icon listening white" hspace="2" vspace="2" width="225" height="225" align="left" /></p>
<p>Etwa 500 Briefe wechselten sie über dreissig Jahre hinweg und blieben einander dabei in wörtlicher Schläue wenig schuldig . <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Unseld">Siegfried Unseld</a> wollte den markanten Autor unbedingt halten , wie umgekehrt für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bernhard">Thomas Bernhards</a> maximale Ansprüche nur Suhrkamp in Frage kam . Bis zum Erscheinen von &#8220;<em>Frost</em>&#8221; ( 1963 ) gab sich der Debütant dem prominenten Verleger gegenüber noch manierlich . Als der tief finstere Roman den Durchbruch gebracht hatte , polte Bernhard den Ton seiner postalischen Noten auf abrupte Ton- Wechsel zwischen Lob und aggressiven Forderungen .</p>
<p>Nur der eigenen Logik gehorchend , überzog er Abgabetermine , kündigte Verträge einseitig auf und torpedierte Unseld mit Beschuldigungen der totalen Ignoranz , die dem Verleger kein geringes Mass an Begütigung und Erklärung abnötigten . Zwei Mittel erwiesen sich als probat , den aufsässigen Autor kurzfristig zu beruhigen : Durch persönliche Besuche auf Bernhards Ohlsdorfer Hof vermochte Unseld den Anwurf zu entkräften , Autor und Werk seien blosse Objekte &#8220;dilettantischer Geschäftigkeit&#8221; : Man wanderte , man sprach , man ass und man trank . Als Königsweg , den tobenden Dichter zu befrieden , erwiesen sich letztlich die nicht unbeträchtlichen Honorare , welche für Bernhard den Wert seines Werks objektivierten .</p>
<p>Es ist bemerkenswert , dass man der akustischen Fassung der Korrespondenz den Vortritt vor der ( für Mai angekündigten ) <a href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=41970">Buchausgabe</a> gewährt . Was dabei erheblich befremdet , ist die Besetzung : Dem für seine hysterischen Bernhard- Figuren bekannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Voss">Gert Voss</a> wurde paradoxerweise der Part Siegfried Unselds zugewiesen . Im vollmundigen &#8220;<em>Harry- Rowohlt- Ton</em>&#8221; markiert Voss den sinnesfreudigen Patriarchen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Simonischek">Peter Simonischek</a> , sonst eher im sonoren Fach , gibt die Bernhardschen Erregungen im Diskant des Querulanten . Es fragt sich , ob die Intensität dieser Briefe tatsächlich ein derart akustisches Satyrspiel benötigt . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/terror-und-spiel-siegfried-unseld-und-thomas-bernhard-im-briefwechsel/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HUNDERT JAHRE , HUNDERT DICHTER</p>
<p><img style="width: 185px; height: 183px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/icon-listening-black-8.jpg" alt="icon listening black" hspace="2" vspace="2" width="225" height="225" align="left" /> Seit 1956 hatte der Philologe <a href="http://www.nytimes.com/1997/04/21/arts/arthur-klein-81-made-literary-recordings.html">Arthur Luce Klein</a> systematisch Originaltonaufnahmen aus Archiven geborgen oder deren Einspielung veranlasst . Mit einer Audio- Anthologie , welche 100 poetische Stimmen mit insgesamt 453 Gedichten chronologisch vorstellte , legte er 1970 ein Monumentalwerk vor , das ein Jahrhundert umfasste . Als <a href="http://www.handelsblatt.com/archiv/claudia-baumhoever-ist-chefin-des-hoerverlags;626525">Claudia Baumhöver</a> diesen &#8220;<em><a href="http://www.hoerverlag.de/Original-Ton/978-3-86717-290-5/?start=0&amp;sort=&amp;older=">Spoken Arts Treasury</a>&#8220;</em>im Jahr 2000 erstmals der deutschen Öffentlichkeit erschloss , wurde das verlegerische Wagnis unisono von der Kritik <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/3528.html">gefeiert</a> .</p>
<p>Nun liegt das sprechende Kompendium als Neuausgabe vor : eine Kollektion auratischer Stimmen , welche bisher abstrakte Namen verwandelt in eine stimmlich- sinnliche Begegnung mit Autoren und Textgestalten . Da ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Stein">Gertrude Steins</a> Singsang , da sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ezra_Pound">Ezra Pounds</a> erschütternd brüchig vorgetragene &#8220;<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Cantos">Cantos</a>&#8220;</em>, während <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/E._E._Cummings">E. E. Cummings</a> mit distinkter Artikulation besticht . Die individuellen Timbres und Sprechmelodien stiften augenblicklich eine Beziehung zwischen Hörendem und Stimme : von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/W._H._Auden">W. H. Auden</a> bis hin zu den<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Beat_Generation">Beat</a></em>-Poeten der sechziger Jahre und den prekären Bekenntnissen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Sexton">Anne Sexton</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Plath">Sylvia Plath</a> .</p>
<p>Schmerzlich vermisst man Angaben zu den Aufnahmedaten , um die akustischen Stimmungslagen auf den Zeitlinien der Biografien zu verorten . Statt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raoul_Schrott">Raoul Schrotts</a> Stereotypen der Schriftlichkeitskritik hätte man sich ein informativeres Vorwort gewünscht , welches nicht nur über die Entstehungsbedingungen der Aufnahmen Auskunft gewährte, sondern auch über die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/African_American">ethnischen</a> Hintergründe der Dichter : Dass mit dem &#8220;<em>Spoken Arts Treasury&#8221;</em> nicht zuletzt ein poetischer Kanon des &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/White_Anglo-Saxon_Protestant"><em>White Anglo-Saxon Protestant Male</em></a> &#8221; vorliegt , bedürfte angesichts einer &#8220;Frauenquote&#8221; von nicht einmal zwanzig Prozent ( 18:82 ) literatursoziologisch und -historisch ebenso eines Kommentars .</p>
<p>All dies vermag die Wirkkraft der epochalen Edition indes nicht zu mindern : Die Aufnahme des Flüchtigen und dessen Publikation auf CD verführen zur Umformulierung des alten Wortes : Was bleibt , das stiften <em>die Stimmen</em> der Dichter . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/hundert-jahre-hundert-dichter-the-spoken-arts-treasury/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ARS ACUSTICA IM SWR</p>
<p><img style="width: 184px; height: 174px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/icon-listening-white-8.jpg" alt="icon listening white" hspace="2" vspace="2" width="225" height="225" align="left" />Tief in die Archivkiste gegriffen hat auch der <em>Ars Acustica</em>- Spezialist des SWR , <a href="http://www.wdr3.de/team/moderatoren/andreas-hagelueken.html">Andreas Hagelüken</a> , der wie jeden ersten Dienstag im Monat seine Reihe zur Radiokunst fortführt . Der Titel &#8220;<em><a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/ars-acustica/-/id=660734/nid=660734/did=4564816/2flds/index.html">Neue Radiokunst international XXI &#8211; Listening proposals 2008 | 09</a></em>&#8221; ist insofern trügerisch , als es sich bei dem internationalen Vernetzungs- Experiment um ein längst in den Archiven ( z. b. der <em>Ars Electronica</em> ) schlummerndes 24- Stunden Ereignis handelt . Solche Sound- Installationen ereignen sich ( auch ohne schwer <a href="http://www.kunstradio.at/ZEITGLEICH/CATALOG/DEUTSCH/stocker-d.html">abgehobene theoretische</a> Auslassungen <a href="http://netzspannung.org/cat/servlet/CatServlet?cmd=document&amp;subCommand=show&amp;forward=/biography/output/biography.xml&amp;biographyId=130470&amp;lang=de">Gerfried Stockers</a> ) mittlerweile mindestens einmal jährlich , nämlich anlässlich des &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/tag/arts-birthday/">Art&#8217;s Birthday</a></em>&#8221; .</p>
<blockquote><p>Die ARS ACUSTICA Group hat in den letzten 20 Jahren versucht, die akustische Kunst durch die verschiedensten internationalen Projekte zu fördern und zu verbreiten. Neben verschiedenen CD-Produktionen findet der Austausch aber vor allem in direktem Kontakt statt: Auf Festivals, Symposien und von einzelnen Mitgliedern organisierten Events. Im Juni 1995 startete die Gruppe das 24-Stunden-Netzwerkprojekt <em>Horizontal Radio . Kommunikation als kybernetisches System</em>. [ <em>czz und Setzer aus dem Archiv : siehe dieses</em> <a href="http://90.146.8.18/de/archiv_files/19951/1995_354.pdf"><em>pdf</em></a> <em>.</em> ]</p>
<p>Entstehen sollte ein hypermediales Netzwerk: An Knotenpunkten des Sendenetzes der EBU wurde durch Live-Performances ein interaktiver Datenraum hergestellt, eine virtuelle Bühne, auf<br />
der die Akteure nur durch ihre hörbare Anwesenheit zusammentrafen. Zweck des Austausches ist außerdem, die HörerInnen der nationalen Rundfunkprogramme mit parallel in<br />
anderen Ländern laufenden Entwicklungen bekannt zu machen und gleichzeitig den Komponisten zu Sendeplätzen jenseits ihres normalen Wirkungsfeldes zu verhelfen. In diesem Sinne werden auch in der 21. Anthologie Werke zeitgenössischer <em>ars acustica</em> besprochen, sowie Umfeld und Situation der Arbeit in den Funkhäusern Europas beleuchtet.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/ars-acustica/-/id=660734/nid=660734/did=4564816/2flds/index.html">Neue Radiokunst international XXI &#8211; Listening proposals 2008 | 09</a> &#8211; SWR 2 &#8211; <strong>Heute , Dienstag , 7. 4. 2009 , 23:03 H</strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Zügige Synkopen , vielfarbige <em>Clicks and Cuts</em> und herzerweiternde Basalharmonien erhalten wir heute über den Umweg des chinesischen Netlabels <a href="http://www.myspace.com/bypasslabels">Bypass</a> von aus dem russischen Kazan stammenden DJ <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-hoerempfehlung-136.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" /><a href="http://www.myspace.com/olympicsmoker">Olympic Smoker</a> : Seine &#8220;<em>Noises And Echoes</em>&#8220;- LP bietet immerhin mehr als 47 Minuten lang spielerisch- sympathischen Glitch . Via <a href="http://deepgoa.wordpress.com/2009/04/05/bp025-olympic-smoker-noises-and-echoes-2009/">deepgoa</a> .</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/bp025">LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP </a>) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 06:29:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; BERLIN &#8211; KRITIK &#38; COVER &#8211; BARBARA KÖHLER &#124; WIEN &#8211; ÜBERLEBEN : SOZIALVERSICHERUNG FÜR KÜNSTLERINNEN &#124; WIEN &#8211; AUSSTELLUNG 1 : GOTTFRIED ECKER &#8211; &#8220;VERMUTLICH EIN ENGEL&#8221; &#124; WIEN &#8211; AUSSTELLUNG 2 : &#8220;STARK BEWÖLKT &#8211; FLÜCHTIGE ERSCHEINUNGEN DES HIMMELS&#8221; &#124; WIEN &#124; IN MEMORIAM WALTER ZSCKOKKE ( 1948 &#8211; 2009 ) &#124;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> BERLIN &#8211; KRITIK &amp; COVER &#8211; BARBARA KÖHLER | WIEN &#8211; ÜBERLEBEN : SOZIALVERSICHERUNG FÜR KÜNSTLERINNEN | WIEN &#8211; AUSSTELLUNG 1 : GOTTFRIED ECKER &#8211; &#8220;<em>VERMUTLICH EIN ENGEL</em>&#8221; | WIEN &#8211; AUSSTELLUNG 2 : &#8220;<em>STARK BEWÖLKT &#8211; FLÜCHTIGE ERSCHEINUNGEN DES HIMMELS</em>&#8221; | WIEN | IN MEMORIAM WALTER ZSCKOKKE ( 1948 &#8211; 2009 ) | KLANGAPPARAT</p>
<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/elfriede-mejchar-rote-wolken-musa.png" alt="Elfriede_Mejchar_Rote_WolkeN_MUSA" hspace="2" vspace="2" width="450" height="479" /></strong></p>
<p align="right"><a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=16034">Elfriede Mejchar</a> : Rote Wolken , Fotografie 1962 ( <a href="http://www.musa.at/ausstellungen/aktuell.html">MUSA</a> )</p>
<p>BERLIN | KRITIK &amp; COVER | BARBARA KÖHLER</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/czz-neuesvonfreunden-16.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Glaube hier Keiner , wir verfolgten die in &#8220;NEUES VON FREUNDEN&#8221; angezettelten <em>Threads</em> nicht weiter : Getreulich schicken wir den Redaktions- Pikkolo ( wahlweise die schöne Aspirantin ) den Ereignissen , Wettbewerben und Denk- be- WEG &#8211; ungen hinterher , um auch die Resultate bzw . Fortsetzungen verzeichnen . Diese werden unter der Knute der streng blickenden Herren vom Archiv als &#8220;<em>Updates</em>&#8221; den jeweiligen Erst- Ankündigungen nachgetragen ( siehe <a href="http://www.zintzen.org/2009/02/16/neues-von-freunden-26/"><em>berghohe Literatur</em></a>- oder <em><a href="http://www.zintzen.org/2009/02/10/literatur-als-radiokunst-2008-im-literarischen-quartier/">Prostestsong</a></em>- Wettbewerbe und deren Resultate &#8230; ) . Wobei Ausnahmen freilich die Regel bestätigen : <em>Verlassen</em> Sie &#8230; sich mal auf &#8230; <em>Ihre Mitarbeiter</em> &#8230;</p>
<p>Neues aus dem bis 10. März in den Berliner <em><a href="http://www.kw-berlin.de/deutsch/set_index.htm">Kunstwerken</a></em> etablierten Salon der Sparten <a href="http://www.zintzen.org/2009/02/16/neues-von-freunden-26/">&#8220;Kritik &amp; Cover&#8221; ( Marienbad 005 )</a> , wo unter Kuratel von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ann-cotten/">Ann Cotten</a> kritisch covernde Gäste sich produzieren . Zum Beispiel die hierorts per &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/barbara-kohler-muse-polytrop-nausikaa-rapport/"><em>Salon</em></a>&#8221; und &#8220;<em><a href="http://www.kunstradio.at/2006A/11_07_06.html">Literatur als Radiokunst</a></em>&#8221; bestbekannte Autorin und Übersetzerin <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/barbara-koehler/">Barbara Köhler</a> , die heute einmal mehr mit ihrer distinkten poetischen Stimme aus dem Werk der Gertrude Stein überträgt :</p>
<p>A CUSHION HAS THAT COVER | EIN KISSEN HAT DIES BEZÜGLICH</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/gertrude-stein-barbara-koehler.png" rel="lightbox[7011]"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/gertrude-stein-barbara-koehler-small.png" alt="Gertrude_Stein_Barbara_Köhler" hspace="2" vspace="2" width="450" height="206" /></a>(<em>Click to XL</em> )</p>
<p><em>Barbara Köhler covert Gertrude Stein</em> @ <a href="http://www.kw-berlin.de/deutsch/news_frameset.htm">Hotel Marienbad 005</a> &#8211; <a href="http://www.kw-berlin.de/deutsch/set_index.htm">KW Institute for Contemporary Art</a> , Auguststrasse 69 , 10 117 Berlin &#8211; <strong>Montag , 23. 2. 2009 , 19 H</strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WIEN | ÜBERLEBEN : SOZIALVERSICHERUNG FÜR KÜNSTLERINNEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/czz-neuesvonfreunden-16.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Es ist zwar bekanntlich nur ein toter Künstler ein guter Künstler , doch muss man als ein Lebendiger trotzdem danach trachten , sich der Kunst einstweilen gesund zu erhalten . Dazu dient beispielsweise die &#8220;<em>Sozialversicherung für KünstlerInnen</em>&#8221; , welche &#8211; wie die <a href="http://www.bmukk.gv.at/kunst/bm/studie_soz_lage_kuenstler.xml">Sozialstudie</a> des BMUKK erweist &#8211; Lebensstandard und -Freude der künstlerich Werktätigen nicht notwendig ins Lot bringt , aber immerhin ist das System so kompliziert , dass stets mehr Fragen als Antworten kursieren . Dem sei mit einem Info- Abend von Übersetzergemeinschaft und Kulturrat im Literaturhaus Wien abgeholfen :</p>
<blockquote><p>KünstlerInnen gelten als Neue Selbstständige, unterliegen der Pflichtversicherung bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ( SVA ) und haben die Möglichkeit aus dem Künstlersozialversicherungsfonds ( KSVF ) einen Zuschuss zu ihren Versicherungsbeiträgen zu beziehen.<br />
2008 hat sich einiges verändert. Zum einen ist seit April 2008 die Novelle des KSVF-Gesetzes in Kraft, was die Materie nicht grundsätzlich besser, aber u. a. durch eine Reihe von komplizierten Ausnahmeregelungen um einiges unüberschaubarer gemacht hat. Zum anderen ist seit Beginn 2008 die Selbstständigenvorsorge &#8211; als 2. Säule der Pensionsversicherung &#8211; verpflichtend. Ab 2009 besteht die ( mehr als fragwürdige ) Möglichkeit der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. In beiden Fällen werden Entscheidungen verlangt, die teilweise längerfristig bindend sind.</p>
<p>ExpertInnen von KSVF und SVA werden nach kurzen einführenden Vorträgen zur Versicherungssituation und zu Besonderheiten für KünstlerInnen auch für individuelle Fragen zur Verfügung stehen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2009/02/20090224_1.html">Infoabend &#8220;<em>Sozialversicherung für KünstlerInnen</em>&#8220;</a> &#8211; Literaturhaus Wien &#8211; <strong>Dienstag , 24. 2. 2009 , 19 H</strong></p>
<p><a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2009/02/20090224_1.html"></a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WIEN | AUSSTELLUNG 1 : GOTTFRIED ECKER &#8211; &#8220;<em>VERMUTLICH EIN ENGEL</em> &#8221;</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/gottfried-ecker-vermutlich-ein-engel.png" rel="lightbox[7011]"><img style="width: 161px; height: 214px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/gottfried-ecker-vermutlich-ein-engel-small.png" alt="Gottfried_Ecker_Vermutlich_ein_Engel" hspace="2" vspace="2" width="225" height="302" /></a>(<em>Click to XL</em> )</p>
<p>Wer Glück und also keine Fragen hat , schafft es danach gerade noch rechtzeitig zur Vernissage jenes diskreten Zeichners und Skulpteurs , dessen neue Ausstellung mit ungewohnt explizitem Titel ebenso wie mit farbigen Vollbildern überrascht : Nicht , dass je ein Zweifel bestanden hätte an der Poesie von <a href="http://www.forart.at/ecker/ge.htm">Gottfried Eckers</a> stets solistisch solipsistisch in Zeit und Raum sich orientierenden Figuren &#8230;</p>
<p>Immerhin garantiert die bekannt gut geerdete Vorliebe des Künstlers für exquisiten Wein dessen fröhliche Antreffbarkeit in der Galerie .</p>
<p>Ausstellung <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=15943">Gottfried Ecker</a> &#8220;<em><a href="http://www.kunstnet.at/chobot/09_02_25.html">vermutlich ein Engel</a></em>&#8221; ( Objekte , Ölbilder , Zeichnungen ) &#8211; <a href="http://www.kunstnet.at/chobot/index.html">Galerie Chobot</a> , 1010 Wien , Domgasse 6 &#8211; 25. 2. &#8211; 28. 3. 2009 &#8211; <strong>Vernissage Dienstag , 24. 2. 2009 , 19 &#8211; 21 H</strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WIEN | AUSSTELLUNG 2 : &#8220;<em>STARK BEWÖLKT </em><em> &#8211; FLÜCHTIGE ERSCHEINUNGEN DES HIMMELS</em>&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/czz-neuesvonfreunden-16.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Dass es des oben genannten Künstlers Bruder , <a href="http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/mitarbeiter.html#bildende">Berthold Ecker</a> , in langjähriger Aufbau- Arbeit gelungen ist , der Kunst aus den ständig wachsenden Sammlungen der Stadt Wien einen grosszügigen Raum nächst dem historistischen <em>Karstgebirge des Wahnsinns</em> ( aka <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Schmidt">Friedrich von Schmidts</a> Wiener <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Rathaus">Rathaus</a></em> ) einzurichten , ist wohlbekannt . Trotzdem wurde der Name der frühen Interims- Station , &#8220;<em><a href="http://www.musa.at/dokumentation.html">Museum auf Abruf</a></em>&#8221; ( MUSA ) , beibehalten .</p>
<p>Dem Flüchtigen ( und vermutlich Engelhaften : siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_Lewitscharoff">Sibylle Lewitscharoffs</a> neuer Roman &#8220;<em><a href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=42061">Apostoloff</a></em>&#8221; ) widmet sich ab Freitag die Ausstelung &#8220;<em><a href="http://www.musa.at/ausstellungen/detail/show/2009/05/stark-bewoelkt-fluechtige-erscheinungen-des-himmels.html">S t a r k   b e w ö l k t – flüchtige Erscheinungen des Himmels</a></em>&#8221; : Wolkiges , <em>festgehalten</em> in der bildenden Kunst , welche von diesem paradoxen Unterfangen offensichtlich nicht lassen kann ( siehe oben <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=16034">Elfriede Mejchars</a> dramatische Fotografie ) .</p>
<blockquote><p>Wolken als Motiv und Metapher in Kunst und Fotografie vereinen mehrere Facetten der Auseinandersetzung mit dem Phänomen: einerseits mit Natur, Himmel und Landschaft, andererseits mit dem Zufälligen, dem Unbestimmten, dem Vergänglichen, dem Phantastischen. Wobei die Kompositionen vielfach unterschiedliche Lesarten zulassen, der Spielraum von abstrakten Gebilden bis zu real anmutenden Figurationen reicht.</p>
<p>Die von 27. Februar bis 30. Mai 2009 anberaumte Ausstellung stützt sich auf eine Auswahl von etwa 70 Werken der vergangenen 50 Jahre aus den Beständen der Sammlung der Stadt Wien: Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien.</p>
<p>Im Katalogbuch werden die präsentierten Arbeiten jeweils auf einer Doppelseite mit einer Abbildung und einem begleitenden Text vorgestellt. Ergänzend behandeln vier Essays das Thema in kunstgeschichtlicher ( <a href="http://www.koer.or.at/cgi-bin/page.pl?id=7&amp;lang=de">Berthold Ecker</a> ), fotohistorischer ( <a href="http://www.timm-starl.at/profil.htm">Timm Starl</a> ), mythologischer ( <a href="http://www.musa.at/service/team.html">Johannes Karel</a> ) und literarischer Sicht ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Frischmuth">Barbara Frischmuth</a> ).</p></blockquote>
<p>Ausstellung &#8220;<em><a href="http://www.musa.at/presse/aktuell.html">S t a r k   b e w ö l k t – flüchtige Erscheinungen des Himmels</a></em>&#8221; ( Beachte : das durchdacht transdiziplinäre Veranstaltungsprogramm ! ) &#8211; <a href="http://www.musa.at/service/kontakt.html">MUSA | Museum auf Abruf</a> , 1010 Wien , Felderstraße 6 &#8211; 8 &#8211; 26. 2. &#8211; 30. 5. 2009 &#8211; <strong>Vernissage Donnerstag , 26. 2. 2009 , 19 H</strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WIEN | IN MEMORIAM WALTER ZSCKOKKE ( 1948 &#8211; 2009 )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/czz-neuesvonfreunden-16.jpg" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="102" height="103" align="left" />Am 5. Februar ist der in Wien wirkende Schweizer Architekturkritiker und Publizist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Zschokke">Walter Zschokke</a> nach langer , katastrophaler Krankheit verstorben . &#8220;Gegen den Mainstream bildwirksamer Spektakelarchitektur&#8221; , so <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090206_OTS0194">Dietmar Steiner</a> , Gründer und Leiter des <em>Architekturzentrums Wien</em> , habe Walter Zschokke</p>
<blockquote><p>in ruhigen und subtilen Kommentaren immer wieder die inhaltlich begründeten konzeptionellen Verantwortungen der Architektur eingefordert. Sein niemals verleugnender Blick von aussen hat immer versucht, in der zeitgenössischen Architektur jene inhaltlichen Qualitäten einzufordern, die einen sozialen und kulturpolitischen Forschritt der Gesellschaft ermöglichen. Die österreichische Architektur hat mit Walter Zschokke eine wertvolle, weil reflektierende kritische Stimme verloren.</p></blockquote>
<p>Und Kollege <a href="http://diepresse.com/home/spectrum/architekturunddesign/450526/index.do">Otto Kapfinger</a> in der Tageszeitung &#8220;<em>Die Presse</em>&#8221; , in deren Wochenendausgabe Zschokke seit 1988 seine <a href="http://www.nextroom.at/actor_project.php?actor_id=4383&amp;kind_id=8">ruhigen Reflexionen</a> zur zeitgenössischen Architektur publizierte :</p>
<blockquote><p>Zschokkes Engagement für gestalterische Qualität in allen Maßstäben produzierte sich nie in lauter Polemik oder in brillant gedrechselten, ästhetischen Urteilen. Unbeirrt von Zeitmoden, kultivierte er die sachbezogene, vielschichtig ausgelotete Beschreibung des Faktischen als Grundlage jeder Diagnose, jeder kritischen Äußerung, jeder negativen oder positiven Wertung. Dazu befähigten ihn ein exzellentes technisch-konstruktives Wissen und Gespür, die breite Erfahrung auch als praktizierender Architekt, die kulturwissenschaftliche Schulung an der besten technischen Hochschule Europas und nicht zuletzt sein handwerkliches Know-how, speziell im Umgang mit Holz. ( &#8230; )</p>
<p>Walter Zschokke konnte wie kein anderer konstruktive Stärken und Schwächen von Tragstrukturen auf Anhieb analysieren oder gebaute Raumereignisse in nachvollziehbare Beschreibungen giessen, vermochte aber auch aus der Betrachtung einer windschiefen Vorgartenmauer oder einer hölzernen Trinkschale ein ganzes Panorama alltagskultureller Kausalitäten und Schönheiten zu erzählen. Am 5. Februar war sein jahrelanger Kampf gegen den Krebs zu Ende, er starb im AKH, umsorgt von seiner Frau und den beiden erwachsenen Kindern. Er fehlt uns.</p></blockquote>
<p>Einem wachsamen Geist , welchem Ästhetik ein ethisches Anliegen war , ist eine ungewöhnliche Zusammenkunft von Freunden und Wegbegleitern gewidmet : &#8220;<a href="http://www.kunstraum.net/veranstaltungen/veranstaltungen-vorschau/was-ihm-wichtig-war"><em>Was ihm wichtig war … Ein Abend für Walter Zschokke</em></a> &#8221; versammelt Exponenten des <a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Zum_Tod_von_Walter_Zschokke_736873.html">ORTE- Architekturnetzwerks NÖ</a> , Kollegen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Kapfinger">Otto Kapfinger</a> , die Architekturfotografin <a href="http://www.zintzen.org/zur-kunst/margherita-spiluttini-trinkt-o-augen/">Margherita Spiluttini</a> und würdigt Zschokkes <a href="http://books.gta.arch.ethz.ch/pi/Strasse-Sustenpass.html">eminente Studie</a> über die <a href="http://www.top-of-uri.ch/_pages/Sustenpassstrasse.htm">Sustenpassstrasse</a> mit Vortrag und Dokumentarfilm . <em>Wichtig</em> .</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.kunstraum.net/veranstaltungen/veranstaltungen-vorschau/was-ihm-wichtig-war"><em>Was ihm wichtig war … Ein Abend für Walter Zschokke</em></a> &#8221; &#8211; <a href="http://www.kunstraum.net/kunst-raum/info">Kunstraum NOE</a> , 1014 Wien , Herrengasse 13 &#8211; <strong>Donnerstag , 26. 2. 2009 , 19 H</strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Rhythmische , ja geradezu haptische Subtilität qualifiziert das <a href="http://www.loopzilla.de/?page_id=10">Loopzilla</a>- Netmix des Spaniers Ibai Lopez aka <a href="http://www.loopzilla.de/?page_id=199">X.V.P</a> für heutige Kontexte . Ein stetiges Voranschreiten , innen warm und <em>deep</em> , durch den tiefer <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/02/czz-hoerempfehlung-116.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />werdenden Schnee : <a href="http://www.loopzilla.de/?p=198">X.V.P. &#8211; <em>Baja Frecuencia</em></a> .</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Presidential Elections 2008 : The Making of Americans</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/11/06/presidential-elections-2008-the-making-of-americans/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 05:28:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ENDE EINER ÄRA &#124; REPETITIVES ECHTLEBEN &#124; EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : GERTRUDE STEINS &#8220;THE MAKING OF AMERICANS&#8221; &#124; EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : DIE KARTE ZUR WAHL &#124; KLANGAPPARAT ENDE EINER ÄRA But oftentimes I&#8217;m asked: Why ? Why do you care what happens outside of America ? (...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> ENDE EINER ÄRA | REPETITIVES ECHTLEBEN | EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : GERTRUDE STEINS &#8220;THE MAKING OF AMERICANS&#8221; | EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : DIE KARTE ZUR WAHL | KLANGAPPARAT</p>
<p>ENDE EINER ÄRA</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/2008-us-post-elect-1.png" alt="2008 us post elect" hspace="2" vspace="2" width="106" height="102" align="left" /></p>
<blockquote><p>But oftentimes I&#8217;m asked: <em>Why ? Why do you care what happens outside of America ?</em> ( <a href="http://www.slate.com/id/76886/">George W. Bush</a> , Washington , D.C. , June 26 , 2008 )</p></blockquote>
<p>&#8220;Obama Elected President&#8221; bedeutet  &#8211; sprachlich trivial betrachtet &#8211; das Finale der berühmt- berüchtigten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bushism">Bushisms</a>&#8221; . &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bushism">Bush&#8217;s misuse of the English language</a>&#8221; mag im zitierten Fall allerdings auch auf den mit der Bewältigung des konkreten Echtlebens beschäftigten Europäer anzuwenden sein : <em>Why ? Why should we care what happens outside of our every- day lives ?</em></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>REPETITIVES ECHTLEBEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/2008-us-post-elect-1.png" alt="2008 us post elect" hspace="2" vspace="2" width="106" height="102" align="left" />Zwischen Nahkämpfen von Installeur und Rauchfangkehrer , Baupolizeiverhandlung , und &#8220;<a href="http://dbs.hab.de/wbb/entrysearch.php?docID=86823">Ich packe meine Bibliothek aus</a>&#8221; ( im wenig geniesserischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Benjamin">Benjaminschen</a> Sammlersinn ) reicht die Restaufmerksamkeit eben noch zur Mediation vor dem Bullauge der Waschmaschine auf Jungfernfahrt .</p>
<p>Repetitiv und banal , sich im Kreise um die eigene Achse drehend , schwindet der Sinn für den historischen Moment :</p>
<blockquote><p>Barack Hussein Obama was elected the 44th president of the United States on Tuesday, sweeping away the last racial barrier in American politics with ease as the country chose him as its first black chief executive.<br />
The election of Mr. Obama amounted to a national catharsis — a repudiation of a historically unpopular Republican president and his economic and foreign policies, and an embrace of Mr. Obama’s call for a change in the direction and the tone of the country. ( <a href="http://www.nytimes.com/2008/11/05/us/politics/05elect.html?em">New York Times</a>)</p></blockquote>
<p>Repetitiv und banal sind wir jeder ein anderer im immergleichen Scheitern am täglichen Plansoll der Pflichten von Erwerb , Sozialsignalen und Privatleben .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : GERTRUDE STEINS &#8220;THE MAKING OF AMERICANS&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/2008-us-post-elect-1.png" alt="2008 us post elect" hspace="2" vspace="2" width="106" height="102" align="left" />Ein jeder ein anderer im Immergleichen . Einander so ähnlich unterschieden , wie es <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Stein">Gertrude Stein</a> in &#8220;<a href="http://www.ritterbooks.com/index.cfm?master=1&amp;category=3&amp;template=book.cfm&amp;book=255">The Making of Americans</a>&#8221; vor exakt 100 Jahren sprachlich kompromisslos durchexerziert hat :</p>
<blockquote><p>Every one then is an individual being. Every one then is like many others always living, there are many ways of thinking of every one, this is now a description of all of them. There must then be a whole history of each one of them. There must then now be a description of all repeating. Now I will tell all the meaning to me in repeating, the loving there is in me for repeating.</p>
<p>Every one is one inside them, every one reminds some one of some other one who is or was or will be living. Every one has it to say of each one he is like such a one I see it in him, every one has it to say of each one she is like some one else I can tell by remembering. So it goes on always in living, every one is always remembering some one who is resembling to the one at whom they are then looking. So they go on repeating, every one in themserves inside them and ervery one is resembling to others, and that is always interesting.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EIN JEDER EIN ANDERER IM IMMERGLEICHEN : DIE KARTE ZUR WAHL</p>
<p>Ein jeder ein anderer in quantifizierter Masse : Nicht anderes sagt so ein Wahlergebnis . &#8220;There must then now be a description of all repeating.&#8221;</p>
<p><script src="http://www.gmodules.com/ig/ifr?url=http://mapmash.googlepages.com/electionmap.xml&amp;synd=open&amp;w=450&amp;h=480&amp;title=US+Election+Map&amp;border=%23ffffff%7C3px%2C1px+solid+%23999999&amp;output=js"></script></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Gertrude Steins sequenziellen Sätze und deren allmächlich sinnlichen Versetzungen kann man in <a href="http://www.blogger.com/profile/15400601864039840010">Gregory Laynors</a> <strong>integraler</strong> Lesung von &#8220;The Making of Americans&#8221; seit kurzem auf <a href="http://www.ubu.com/sound/stein-moa.html">UbuWeb</a> hören : Ein MP3- File pro <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/czz-hoerempfehlung-72.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Seite , von <em><a href="http://media.sas.upenn.edu/pennsound/authors/Stein/The-Making-of-Americans_Laynor-Gregory/Stein-Gertrude_Laynor-Gregory_001_The-Making-of-Americans.mp3">Page 1</a></em> bis <em><a href="http://media.sas.upenn.edu/pennsound/authors/Stein/The-Making-of-Americans_Laynor-Gregory/Stein-Gertrude_Laynor-Gregory_913_The-Making-of-Americans.mp3">Page 913</a></em> . Minimal Music <em>avant la lettre</em> , durchaus mit gesanglich- kantoralen Passagen : Phänomenal . ( Siehe übrigens auch das von Laynor mitbetriebene Blog &#8220;<a href="http://www.forgodot.com/2008/08/reading-making-of-americans-811-913.html">FOR GODOT &#8211; research in poetry</a>&#8221; . )</p>
<p align="right">Die amerikanische Komponistin und Klangkünstlerin <a href="http://www.umbc.edu/music/site/faculty/dusman.html">Linda Dusman</a> hat sich von Steins textueller Partitur zu einem stimmlichen Oratorium inspirieren lassen : &#8220;<a href="http://artofthestates.org/cgi-bin/piece.pl?pid=320">Becoming Becoming Gertrude</a>&#8221; ( 2000 ) spielt mit den Elementen von Repetition , Shifting und Kanon : <a href="http://artofthestates.org/ram.php?pid=320&amp;playmode=0">Zwölfeinhalb Minuten lang</a> . CLICK LINKS TO LISTEN .</p>
<p><strong>||| </strong></p>

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		<item>
		<title>espace d’essays  &#124; herbert j. wimmer : SWITCHEN IM TEXTKONTINUUM</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/10/09/herbert-j-wimmer-switchen-im-textkontinuum-jelinek-abish-ruhm/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 07:33:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[espace d’essays &#124; herbert j. wimmer : SWITCHEN IM TEXTKONTINUUM ERINNERUNGSSKIZZE ZU LIEBLINGSBÜCHERN : JELINEK &#8211; ABISH &#124; LAEDERACH &#8211; RÜHM &#124;&#124;&#124; SWITCH : DIE KINDER DER TOTEN &#124; ALFABETICAL AFRICA &#8211; ALFABETISCHES AFRIKA &#124; TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN &#124; NACHBEMERKUNG &#124; QUELLTEXTE &#124; ENDNOTEN SWITCH : DIE KINDER DER TOTEN Edgar Gstranz betrachtet...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../espace-d-essays/"><strong>espace d’essays</strong></a> <strong> | </strong><strong>herbert j. wimmer :</strong></p>
<p><strong>SWITCHEN IM TEXTKONTINUUM<br />
ERINNERUNGSSKIZZE ZU LIEBLINGSBÜCHERN : JELINEK &#8211; ABISH | LAEDERACH &#8211; RÜHM</strong></p>
<p><strong>|||</strong> SWITCH : DIE KINDER DER TOTEN | ALFABETICAL AFRICA &#8211; ALFABETISCHES AFRIKA | TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN | NACHBEMERKUNG | QUELLTEXTE | ENDNOTEN</p>
<p>SWITCH : DIE KINDER DER TOTEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/10/dioscur.png" alt="DIOSCUR" hspace="2" vspace="2" width="206" height="139" align="left" /></p>
<blockquote><p>Edgar Gstranz betrachtet Gudrun Bichler ratlos, beide sind von irgendwoher hier eingetroffen, doch sie können nicht sagen, von wo, oh, welche Zumutung, die Gedächtniskraft wirkt nicht mehr, mit deren Hilfe wir uns der alltäglichen Dinge vergewissern können und dabei vergessen, daß Bücher, wie im Gebälk aufgeschlagene Fledermauskörper, uns genausogut die Wirklichkeit bewahren helfen könnten. [01]</p></blockquote>
<p>lieblingsbücher sind texte, die, nach gründlich saugender anfangslektüre, im lauf der jahre immer wieder im bewusstsein des lesers aufgeschlagen werden, sich immer wieder aufschlagen.</p>
<p>details ploppen auf, namenskonstrukte, halbsätze, metaphern und ihre verdrehungen, aufspaltungen, neukombinationen, ganze absätze, abschnitte und schliesslich <em>gleichzeitig</em> und dazwischen, darüber, darunter: die struktur-erinnerungen, wenn im sekundentraum der textkonstruktion die begeisterungs-und die erschreckens-momente wieder konstruiert werden, die im erfahren der spezifischen textorganisationen der einzelnen bücher sich eingeprägt haben.</p>
<p>dazwischen noch die erinnerungen an die beziehungsverwerfungen der handelnden personen, die emulsionsbewegungen der vom text aus- und aufgeworfenen charaktere, der aufgeblätterten (aufgeblattelten) denk- und empfindungsmuster.</p>
<p>der name GSTRANZ ist so eine schöne verdichtung, zumindest für leserinnen und leser, die in der zweiten hälfte des zwanzigsten jahrhunderts im nachkriegsösterreichischen gelebt haben. er ist zusammengesetzt aus <em>schranz</em> und <em>gstrein</em>, zwei erfolgreichen skisportlern weit auseinanderliegender generationen, die als exemplarische attraktoren für den image- und wirtschaftsbelebenden fremdenverkehr der zweiten republik unverzichtbar waren. in schranz konnte sich nach seinem ausschluss von den olympischen spielen 1972 auch noch die ganze wir-sind-auch-und-schon-wieder-opferwut einer mitläuferisch wie täterhaft veranlagten kriegs-überlebensgeneration kristallisieren, die sich kollektiv durch den briten (= angehöriger einer alliierten-nation) in ihrer wirtschaftswunder-ehre der verdrängungs-dichten nachkriegszeit beleidigt fühlte, &#8211; und auf dem heldenplatz wieder mal massenhaft sich zusammenrottete als wär keine zeit vergangen, als hätte die befreiung von den nazis 1945 nicht stattgefunden.</p>
<p><em>befreiung</em> übrigens wurde von diesen leuten nur mit untertönen der verachtung ausgesprochen. diese zischenden, knarrenden, oft fast tollwütig säuselnden, schleimenden, den optimistischen lexemischen gehalt von <em>befreiung</em> widerlaufenden gebrauch zu katalogisieren, könnte einen unendlich deprimierenden beitrag zur deutschsprachigen soundgeschichte von artikulationsgewohnheiten des hassens und der schuldgefühle im augenblick ihrer doch opportunen verhaltung ergeben.</p>
<p>karin frenzel, der dritten hauptperson des halblebens, des toten überlebens im dazwischen von nicht-mehr-ganz und nicht-schon-wieder, begegnen wir bald bei einem ausflug nach mariazell, dem gnadenlos durchrestaurierten wallfahrtsort, der am rande von elfriede jelineks alpiner zombie- und ghule-welt als katholische instant-institution ruht, jederzeit in den über- und unterirdischen inhalten aufbrühbar durch geschichtsbewusste wahrnehmung.</p>
<p>was an verdrängungs-anbetung (verdrängung durch anbetung) alles sich in einem akt apperzeptiv-historischen gegenwart-erlebens auflösen lässt, findet sich sich in folgender passage.</p>
<blockquote><p>Das Wetter ist prunkvoll. es wartet auf die Urlauber wie Kathedralen, in denen es ständig hell wird, weil Millionen von Händen daran gedreht haben. Und Engel treten uns auf die Finger, wenn wir zum Heiland raufkraxeln wollen. Nur die Synagoge steht einfach so bös da und sticht den Herrn mit einer Lanze in die Seite, da wird das Kapitel endlich wieder dunkel. Die Synagoge will nicht und nicht fürs Foto freundlich dreinschauen. Auf nach Niederösterreich, wo die röm. Kirche Siegerin ist und auf Jerusalem zugeht, denn von dort geht eine Gestalt aus dem zerstörten Tempel, die hat ja ein Obstmesser, nein, ein Opfermesser in der Hand! Damit will sie gewiß die Nagelbrett-Mutter-Kirche erstechen. Erstaunlich. Es ist ein rechtes Kreuz mit uns! Gott wartet schon auf unsere Anbetung, die wie der Hauch von Hakle-Feucht von unseren Zeige- und Mittelfingern zu Ihm aufsteigt. Und so viele Anhänger an den Koffern! Ja, jetzt gehts an den Wallfahrtsort, der für Seine Mutter gestiftet wurde, obwohl natürlich Er der alleinige Chef bleibt. Die Frauen heulen unten, unter dem Kreuz, keine spricht vernünftig mit IHM, der sich vor seinen Fans bis in die Küche geflüchtet hat, wo er sich in Brot und Wein versteckt, das haben wir schon gefressen (&#8220;Jetzt reichts!&#8221;). Jetzt haben wir die Hände in die Seiten des Lamms gelegt und sind immer noch ungläubig wie Thomas, was für Preise sie hier von uns verlangen. [02]</p></blockquote>
<p>bei büchern wie <a href="http://www.nobelpreis.org/Literatur/buch/kinder_der_toten.htm">DIE KINDER DER TOTEN</a> und den folgenden kann es nicht um sogenannte <em>stellen</em> gehen, denn all diese werke lassen sich von vorn bis hinten zitieren und fast jeder absatz, jedes kapitel taugt als <em>stelle</em>. einmal aufgeschlagen und hineingelesen, schon bin ich wieder mitten im text, öffnen sich mir die (einfühlungs-)räume der bilder und strukturen, nimmt mich der jelineksche sprachgebrauch gefangen.<br />
auf 667 seiten entwickelt sich in 36 grosskapiteln eine enzyklopädie der formen abgestorbenen lebens allgemein und des österreichischen zwanzigsten jahrhunderts im besonderen. tote touristen aller altersklassen, eingelagert im idyllo-typ einer PENSION ALPENROSE, interagieren auf das verwesendste mit- und ineinander.</p>
<p>der steirische semmering, das rosegger-land, tourismus und forstwirtschaft, wetter und unwetter bilden die hauptkulisse für das gewaltige reflexions-schauspiel über wieder aufbrechenden, wieder sich realisierenden, sich vergegenwärtigen wollenden vergangenheits-schleim.<br />
ungeachtet ihrer organischen hinfälligkeit, vereinigen sich die bereits toten personen auf körperzerfallende weise, gehen sie ein in die grosse mure, die einen text lang das unterste zuoberst wälzt. in einem langen orgasmus der wiederausspeiung alles unverwesbaren schreiben sich die unverdrängbaren untaten in die postkartenkonstrukte ein.</p>
<p>die einzelnen kapitel bestehen aus längeren und kürzeren abschnitten, die fast immer jeder für sich schon eine kleine kostbarkeit an satirisch-sarkastischer metaphern-umwälzung sind. idiomatische wendungen unseres aufwachsens, faustregeln (heuristiken) der initiation in die (verdrängungs- und vergessenheits-) gesellschaft, regelbruchstücke der &#8220;richtigen&#8221; sicht- und denkweisen, fremdenverkehrsslogans und parteiparolen werden von elfriede jelinek mit unnachahmlichem drive zu hochpoetischen erzählungen komponiert.</p>
<p>all die horror-vorstellungen vom unerlösten leben nach dem tode, in permanentem zerfall, wie sie in okkulten schriften und den schauerstücken der schwarzen romantik auftauchen, akzentuiert durch einschübe naturwissenschaftlicher detailgenauigkeit, ergeben ein buch, in dem in jeder zeile einerseits der flow zu erfahren ist, dem sich die schreibende person überlässt, andererseits die unbedingte kontrolle über die komposition, die jede abschweifung, jedes parlando der motive souverän zurückführt ins grosse thema: dass keiner lebt, solange die scheusslichkeiten der vergangenheit unaufgearbeitet unter den mehr oder minder schmucken oberflächen der personen wie der gegenden lauern.</p>
<p>gedächtnis als biomasse, metaphorisiert als dauerndes werden des verfalls im verfallen des werdens, die den stillstand einer gesellschaft als sprache zur sichtbarkeit bringt, die mehrheitlich in den tabus der ahnenverehrung ihrer täter und mitläufer stecken geblieben ist. sie ist auch stecken geblieben im negieren der ungeheueren anzahl der opfer eines menschenvernichtungs-regimes, von denen nicht zu reden stets erste nicht-erinnerungs-pflicht war. so radikal verdichtet hat noch selten ein gesellschaftsroman strukturen und prozesse eines staatswesens, das <em>nicht</em> mit dem österreich der letzten jahrzehnte zu verwechseln <em>nicht</em> gelingen wird, sequenz für sequenz offenbart.</p>
<p>selten habe ich in einem buch so viel trauer und mitgefühl gefunden, so viel schmerz in der unmittelbarkeit des erzählens von verfolgung und tod der menschen, die von ihren denunziationslüsternen, raubgierigen und mörderischen nachbarinnen und nachbarn mitten aus dem alltag einer als gefestigt scheinenden zivilisation in die mordmaschinen der kz getrieben wurden.</p>
<p>da keine zeit vergeht, weil in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Jelinek">elfriede jelineks</a> sprach-kontinuum immer simultan spezifische ursachen und wirkungen in einer präzis gestalteten gemenge-lage aufeinander einwirken, gibt es keine von den schrecken der missetaten unkontaminierte wahrnehmung.<br />
mitten in der sommerfrische, in der idylle des ausflüglerdaseins, bricht aus den untiefen gegenden menschlicher existenz herein, was nicht mehr unterdrückt werden kann. ein beispiel, in kollektiver figuren-rede:</p>
<blockquote><p>Brüder und Schwestern sind zu uns herabgestiegen und wie haben wir sie behandelt? Sie haben ihre Habe in Oberdöbling zurücklassen müssen, ihre Geschäftsrücklagen, ihren Familienrückhalt, und sind mit Zügen, in denen sie jeden menschlichen Zug schon verloren hatten, bevor sie überhaupt noch das Feuer durchschritten hatten und im Schornstein angekommen waren (ja, sie waren glatt ausradiert, bevor sie sich noch auf dem Spielplatz einschreiben konnten, wo Menschen und Schäferhunde auf dem Ab-Richtplatz mit ihnen gespielt haben, anstatt umgekehrt), nach Osten, ins Reich der aufgehenden Sonne (zum Glück nicht unser Reich der Mitte, in unsrer Mitte hätten wir, gleich neben unseren Mietwohnungen, sowas nicht haben wollen!) verschoben worden, damit sich jemand an ihren Seelen, Brillen, Pelzmänteln und Gebissen beleben konnte. Man labt sich und wird dann dafür 50 Jahre lang belabert ! [03]</p></blockquote>
<p>der witz des zorns bewahrt vor dem unproduktiven versinken in resignation und stiller verwzeiflung. in der komplexen gleichzeitigkeit des furiosen erzähl-stimmen-werks macht wut (sich) die (zweite) luft, verbessert diese nachhaltig die luft der zweiten republik.</p>
<p>ereignet sich auch die von kunstwerken versprochene katharsis, die aus dem sich-erschüttern-lassen sich ergebende läuterung ?<br />
die ist &#8211; wie in jeder gegenwart &#8211; auch in <a href="http://www.nobelpreis.org/Literatur/buch/kinder_der_toten.htm">DIE KINDER DER TOTEN</a> als mögliche zukunft (des lesers) enthalten.</p>
<p>weniger allerdings in den medien, den allgegenwärtigen, die alles senden, was ihren ausschnittscharakter vergessen macht.</p>
<blockquote><p>Knisternd fahren Solettistangerln aus ihren Packungen und das Bild aus dem TV-Set, und Karin zuckt zusammen, hat sie Gehöraffektationen? Das Knistern des Zellophans, das Rutschen der Salzstangerln, das Ungestüm des Sprechers, der eine Kollegin mitgebracht hat, weil die Nachrichten für einen allein zu schrecklich sind (&#8230;) Die Mutter wirft Fragen gegen den Nachbartisch, die gleich vom Nachrichtensprecher beantwortet werden. (&#8230;) Der Fernseher öffnet mit einem verschwörerischen Zwinkern sein Zyklopenauge zu einer Live-Darbietung. Tote Afrikaner schmeißen die Haxen, tote Österreicher hauen sich über die Leidplanken. Ein Schwall von Licht springt hervor, ein Atem hebt an. Alle Köpfe heben sich zu diesem Gebirge an Informationen, die in den Brunnen eines jeden Zuschauers geworfen werden und mit einem Platsch, sie haben Verspätung, in diesem ankommen. Wo sind die Zahnstocher? Stiller ruhiger Brunnen, steile Festung, schlaf schlaf im Schnee, die Meute mit den Hunden ist schon im Kommen, es ist so oft versucht worden, ihnen Menschenfleisch abzugewöhnen, aber sie essen es halt gar zu gern. Sie sind ja durch den häufigen Genuß auf den Trichter gekommen, durch den immer wieder Nachschub fließt, immer neue Nahrung. Die Billigesser nehmen eine lange Wanderung auf sich, um ihre Genußscheine vorzeigen zu können, auf denen seufzend das Ableben einer ganzen Tier- und Pflanzenwelt bestätigt wird, so, jetzt können dafür sie einziehen, Mund auf, Augen zu. [04]</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SWITCH : ALFABETICAL AFRICA | ALFABETISCHES AFRIKA</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/10/dioscur.png" alt="DIOSCUR" hspace="2" vspace="2" width="206" height="139" align="left" />ein besonderes vergnügen ist das hineinlesen &#8211; und baldige festlesen in <a href="http://www.engeler.de/afrika.html">ALFABETICAL AFRICA | ALFABETISCHES AFRIKA</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Walter_Abish">walter abish</a>. das original erschien 1974 in new york bei <em>new directions</em>, die übersetzung ins deutsche hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrg_Laederach">jürg laederach</a> vorgenommen. sie ist kongenial, poetisch auf der höhe, manchmal eigenwillig, stets auf dem quivive und bringt die frische des romans wunderbar in die gegenwart. die zweisprachige ausgabe erlaubt ein ständiges springen zwischen dem deutschen und dem englischen text. mir geht es dabei so, dass ich dann jeweils in der einen sprache weiterlese, bis mich ein wort oder eine wendung geradezu auffordert, doch in der übersetzung oder im original nachzuschauen, wie es dort heisst, und ich dann in dieser sprache weiterlese, und so weiter, und so fort. [05]</p>
<p>das buch ist entschieden experimentell und wundervoll lesbar zugleich, es ist ein ausgewachsener liebes-, kriminal- und afrika-roman, ausgeführt als struktur-erzählung einer am alfabet orientierten versuchsanordnung. passenderweise unterscheidet sich das deutsche nicht vom englischen alfabet, so kommt die übersetzung | nachdichtung ohne strukturverrenkungen aus.</p>
<p>26 buchstaben hat das alfabet, 52 kapitel <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/11863.html">ALFABETISCHES AFRIKA</a> (104 mitsamt dem original).</p>
<p>im ersten kapitel dürfen nur wörter verwendet werden, die mit dem buchstaben &#8220;a&#8221; beginnen, im zweiten schon wörter, die mit &#8220;a&#8221; und &#8220;b&#8221; anfangen, bis zum kapitel &#8220;z&#8221;, in dem alle anfangsbuchstaben zugelassen sind. dann geht es weiter, wieder mit &#8220;z&#8221;, dann &#8220;y&#8221; und bis zum kapitel &#8220;a&#8221;, das wiederum nur aus wörtern mit dem anfangsbuchstaben &#8220;a&#8221; besteht. die kapitel des zweiten teils korrespondieren auf vielfältige weise mit den vorgaben des ersten teils, nehmen allerdings andere blickwinkel ein.</p>
<p>wie es anfängt und gleich seine methode herzeigt, mitsamt der hauptsächlichen personal-konstellation und der exposition kommender ereignisse, hier als anfangszitat.</p>
<blockquote><p>Am Anfang allen Anfangs Alex, Allen, an Alvas Arm. Ankunft Antibes, Aussichtsterrasse, alter Ankerplatz. Als Alvas Aussehen alle anzog, allerhand Anzügliches anregte, als Alex Abmahnungen ausstieß, als Allen ärgerlich atmete, artete alles auf Anhieb aus: Abermaliges abgedroschenstes afrikanisches Amüsement …. Achje. Auch argumentierten alle, alte angsterweckend angeschwollene afrikanische Armee avanciere, attackiere andauernd afrikanische Ameinsenhügel, Ameise auf Ameise abschlachtend. Als Alex anschließend alte Ansichten abermals ausformulierte, amtierte ausgerechnet Albert als Angeschuldigter: angeklagt außerordentlicher Akzeptanz aller Ameisen-Annexion, Ausführende: Antipoden. Anderes Apartment: Albert arbeitet ausbaufähige Antwort aus, argumentiert anti Armee. Antwort: Ameisen als &#8216;ants&#8217;, Ameisen als &#8216;ants&#8217; ? [06]</p></blockquote>
<p>dazu kommt noch autor a., der mit seinem roman, den er über oder für oder gegen alva schreiben will, schreiben wird, schreibt, nicht verloren geht. schliesslich gibt es den buchstaben &#8220;i&#8221; &#8211; und der ich-erzähler ist da, gleich stellt er sich mit einer hartnäckigen zurücknahme seiner existenz ein: &#8220;Ich bin hier als Abwesender genausogut anwesend.&#8221; (s. 37) immer wieder unterstellt der verfasser, dass sich a. und ich-erzähler ineinander spiegeln könnten.</p>
<p>die abenteuer alvas, einer sexuell hochaktiven frau, die offen ist für alle männer- und frauenwünsche, halten in ihrer erotischen fesselungskraft die romanhandlung zusammen, während afrika-materialien aller art ganz erstaunliche tatsachen und fabelhafte ereignisse berichten.</p>
<p>so ziemlich alles, was sich von und über afrika sagen lässt, tritt auf. die phantasmen der <em>white hunter</em> und kolonialwarenhändler, die animistischen weltsichten der so unterschiedlichsten eingeborenen, ihre ritualversessenen magischen sichtweisen und denkmuster, schliesslich technokraten, ingenieure, überhaupt alle zubetonierer der afrikanischen landschaft nach der unabhängigkeitswelle der sechziger jahre. dazu die spinner, geschäftemacher, auftragskiller, söldner aus allen teilen der welt, die den auch sehr merkwürdigen und sehr machtbewussten einheimischen in vielfältigster weise nützlich sind.</p>
<p>queen quat, ein herrschender transvestit, der immer wieder das unbedingte bedürfnis nach absoluter macht artikuliert, möchte sein kleines land vollständig in der farbe orange lackieren lassen, schliesslich ist er oder sie doch nach einer phase der fabrikation von kosmetika gross in die lackproduktion eingestiegen. orange deshalb, weil in einer internationalen karte, auf der die einzelnen länder durch farben differenziert sind, sein land orange eingezeichnet ist.</p>
<p>denke ich heute an die attitüden eines idi amin oder des kaisers bokassa, dann staune ich eher, wie genau (und vorausschauend) walter abish gerade in den besonders abseitig erscheinenden anekdoten ist.</p>
<p>das anekdotische ist es auch, was neben den redegewohnheiten, afrika-klischees und afrikanischen euphemismen als sprachmaterial durch den dschungel des alfabets führt. so wie die geschichte vom autor im buch, der &#8211; in einer art wandersage &#8211; verbreiteten erzählungen vom &#8220;schrumpfen afrikas&#8221; nachforscht. ständig hat er den eindruck, dass sein verdacht der schrumpfenden landmasse bestätigt wird. sicher ist, dass auch sein afrika nicht existiert, dass alle vorstellungen, sei es der europäer, der amerikaner oder der eingeborenen über das alte afrika hinfällig geworden sind. alle bewegen sich auf und durch einen kontinent, dessen zutreffende beschreibungen erst gefunden werden müssen. noch sind diese zugänge verbaut von den traditionellen &#8211; und ganz verschiedenen &#8211; sprachgebräuchen der mächtigen und der ohnmächtigen. nur die alles vernichtenden driver-ants / chauffeur-ameisen fressen sich durch brücken, häuser und menschen, während postkolonialisten und technokratisch erfahrene neo-häuptlinge ihre klunker- und rohstoff-deals realisieren. die gewalt ist selbstverständlich, menschenleben zählen nichts und geschichte ist nur vorhanden, wenn sie zur gegenwart passt.</p>
<p>es durchzieht ein fassungsloses staunen über die tendenziell anomische gleichzeitigkeit der gegensätzlichsten wünsche und über das gänzliche fehlen humanistischer oder sonstwie menschenleben achtender handlungsmaximen das ganze buch. die zerfallenen alten ordnungsstrukturen, die, bei stets zunehmender bevölkerung (insofern &#8220;schrumpft&#8221; der kontinent real-metaphorisch) durch eigentlich nichts ersetzt werden, ausser mehr oder minder mörderischen parodien alten stammestreibens, bedingen wohl, um überhaupt darstellbar zu sein, eine konsequente strukturierung des textes.</p>
<p>während in manchen kapiteln viel von &#8220;codes&#8221; die rede ist, werden als buch die wirkweisen der codes, besonders die restringierten codes, wie sie als kategorisierung für untersuchungen wort- und syntax-armer umgangs- und unterschichtsprachen erfunden wurden, exemplifiziert.<br />
was mit dichten wortfolgen und kurzen sätzen beginnt, erweitert sich und verflacht bis zum kapitel &#8220;z&#8221; zu einer durchaus mainstreamigen erzählweise erotischer und kriminalistischer vorgänge. dann, wenn das delta des erzählstroms in ein anderes delta mündet, von dem aus es wieder flussaufwärts geht, wird das zur verfügung stehende lexikon wieder in seinem angebot restringiert, es verdichtet sich der text erneut zu intensiv collagierten passagen, die auch konrad bayer hätten gefallen können. das angebot der sprache erschafft und formatiert, wie und was wahrgenommen wird.</p>
<p>hilft die gewählte schreibregel das überreichlich vorhandene material anfangs und gegen ende auszuwählen, so zeigt sich in den eher erzählerischen passagen der autor in stärkerem masse für seine schöpfung verantwortlich. was schliesslich dazu führt, dass all die heftigen kriminellen und erotischen begebenheiten, mal relativiert, mal überhaupt widerrufen (widerschrieben?) werden, bis letztlich, solange noch in halbwegs ganzen sätzen episiert werden kann, die ereignisse zwischen den handelnden personen als reines phantasiegespinst, als reine handlungsvorschläge des autors im setting des afrikanischen verschwinden.</p>
<p>ein detail noch: immer wieder eingeschoben in die kapitel findet sich ein kleines, zufälliges wörterbuch aus afrikanischen sprachen | dialekten, das für die personen der handlung wenig funktion hat. die einzelnen wörter und ihre übersetzungen sind sowas wie stücke einer ausstellung, die anstelle von plastiken oder bildern den text bereichern, ausgefuchst gebrauchslos stehen sie als würdevolle sprachdenkmäler in beiden textversionen gleich fremd herum.</p>
<p>das alfabetische afrika eines autors, das <a href="http://www.engeler.de/abish.html">walter abish</a> ein buch lang entwirft, endet mit dem, was von texten überbleibt, wenn die handlungen abgelaufen sind, den namen der personen und der anrufung des alfabets. alles, was weiter sich ergeben kann, wird anders, aber mit diesem werkzeug, erschaffen werden.</p>
<p>im schlusskapitel verdichtet sich die alfabet-orientierte vorgangsweise des autors nochmals, wenn die substantive als kadenz ihrer diktionär-fiktionären ordnung im countdown runtergelistet werden.</p>
<blockquote><p>another abbreviation (…) another attraction another author another autograph another automat another avalanche another avenue another aversion another aviary another avoidance another avocation another avid avowal another awareness another awakening another awesome age another axis another Alva another Alex another Allen another Alfred another Africa another alphabet. [07]</p></blockquote>
<p>ein buch wie dieses, wünschte ich mir, könnte doch auch mal hunderttausendfach in der wiener stadt verteilt, verschenkt werden, falsch wäre so eine literatur-als-kunst-aktion nicht. <a href="http://www.zintzen.org/2008/10/08/alphabetical-abish/">walter abish</a>, der jetzt in new york lebt, wurde 1931 in wien geboren, als kind kam er auf der flucht vor den nazis nach shanghai, nach einigen jahren und einem architekturstudium in israel unterrichtete er ab den frühen 50er jahren er in den usa an den universitäten columbia und yale.</p>
<p>einen stärkeren thematischen bezug zu elfriede jelineks <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E0A595D08EC514C53B08380EF90712AD5~ATpl~Ecommon~Scontent.html">DIE KINDER DER TOTEN</a> hat allerdings sein roman <a href="http://bloggingtheclassics.wordpress.com/2008/08/13/abish-walter-how-german-is-it-1979/">HOW GERMAN IS IT &#8211; WIE DEUTSCH IST ES</a>, der 1980 erschien. darin ist der erzähler eine sehr interessante mischung aus fremdenführer und detektiv, der fragend und baedeker-infos ausstreuend durch das deutschland zur zeit der RAF fährt. die nazi-vergangenheit scheint im alltag vollständig vergessen, stadt und land sind peinlich sauber, schmuck geradezu, nur die vereinzelten anschläge der terroristen stören das ordentliche erscheinungsbild. eine stimmung des penetrant unguten, des <em>gfäudn</em>, wie man in wien sagt, durchzieht das buch, das auch einen philosophen enthält, der sich intensiv mit der titelfrage beschäftigt: was ist das kontinuierlich deutsche an den deutschen. 1981 wurde das buch mit dem ersten PEN | FAULKNER-award ausgezeichnet.</p>
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<p>SWITCH : TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/10/dioscur.png" alt="DIOSCUR" hspace="2" vspace="2" width="206" height="139" align="left" />ein anderer autor, ein anderes alfabet, ein anderes wörterbuch, ein anderes konzept, eine andere konstruktion, ein anderes sprachkunstwerk.<br />
&#8220;Wer A sagt, muss auch B sagen&#8221; lautet ein motto von <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Gerhard_Ruehm_Textall.03102008.651418.html">TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN</a>. schon die gattungsbezeichnung ist wörtlich zu nehmen, denn das buch ist in radikalster weise die utopie eines romans, ist als sprachkunstwerk &#8211; wie die meisten arbeiten von <a href="http://www.zintzen.org/zur-literatur/gerhard-ruhm-lexikon/">gerhard rühm</a> &#8211; gleichzeitig auch exemplarisch für den expansiven umgang des autors mit genres, gattungen, arten.  zum akt der schöpfung (bei TEXTALL dauerte er von 1988 &#8211; 1992) gehört immer auch die neuschaffung der gattung, der das werk angehören wird. nicht irgendwelche enge literaturwissenschaftlich gängige definitionen bestimmen, was ein roman ist, sondern jeder roman, und TEXTALL auf jeden fall, definiert durch seine existenz die aktuellen grenzen von gattung und genre. allein diesen anspruch in einem buch realisiert vorzufinden, macht es unausweichlich zu einem lieblingsbuch.</p>
<p>zur konstruktion: der text besteht aus dem gesamten wortangebot des deutschen teils eines japanischen wörterbuchs.  gegliedert in 22 kapitel, sie entsprechen den 22 buchstaben, die in der umschrift der ideogramme das japanische vom lateinischen alfabet benutzt. jedes kapitel wird eingeleitet durch die textsorte zeitungsartikel, vom 1. bis zum 22. jänner 1992 gesammelt. der zunehmende zeitliche abstand der aktuellen meldungen gibt TEXTALL eine historische dimension. die aufgerufenen erinnerungen (oder bei jüngeren lesern: nicht-erinnerungen) lassen das narrativ entstehen: erzählungen aus einer mehr oder minder vergangenen, die gegenwart noch immer mehr oder weniger durchdringenden, kontaminierenden welt. bei einem bestimmten wort hört der artikel auf und die poetischen texte beginnen, er setzt als fusstext erst wieder ein, wenn in der dichtung ein schaltwort erscheint (gekennzeichnet mit einem sternchen). an dieser stelle muss sich der leser entscheiden, in welcher sprachwelt er weiterliest: im narrativ der zeitungsmeldung oder im assoziationsdichten textfluss des jeweiligen stichworts, in das die einzelnen kapitel gegliedert sind.</p>
<p>überwiegend ist prosa die textgattung der wahl. oft über viele seiten faltet sich ein hervorragend surreales, assoziationsdichtes sprachgewebe auf, das einen beim lesen ständig aus der normalen sprachwelt herauskatapultiert in höchst anspruchsvolle textlichkeit. die im alltag verankernden bzw. den alltag ausmachenden orientierungen verlieren an verbindlichkeit. ich lese mich schwebend, texte und kontexte kippen ineinander, schaffen sich (und mich) neu.</p>
<p>stellvertretend und als einstiegsvorschlag der hinweis auf einige stichwörter: &#8220;begierden&#8221; (s. 32f), &#8220;beschreibung&#8221; (s. 36.f), &#8220;käfige&#8221;, &#8220;katalog&#8221;, katastrophen&#8221; und &#8220;kaufhaus&#8221; (s. 100 &#8211; 119). ein kleiner ausschnitt aus &#8220;kaufhaus&#8221; mag die fluide textgestaltung, die souveräne beherrschung des materials und der methode wie die poetische qualität einer gegenwarts-surrealen sprach-inventur zeigen.</p>
<blockquote><p>(&#8230;) scheunen für zeppeline, (luftschiffe). koks für kläger. höhere und bessere appartementhäuser gegen atemnot (atmung durch atemzüge). kleine sinfonien, heimatlose trommelfelle und andere galanterie- und kurzwaren. detaillierte fohlen mit genauen kreiseln. sind sie verlegen und ratlos heute abend? dann guten abend beim zusammenspiel mit hochmütigen aufgeblasenen mitspielern! knüppel gegen büchsenfleisch. seetang und roher reis für ihre schläfe. drängen sie sich um die pauschale nach dem komma. hintertore gegen schwangerschaft. fledermäuse für ammen und kindermädchen ohne kompass. zirkel zum schliessen. wiegenlieder aus dem computer. weizen und mehl für dunkelblaue beamte mit geduld und energie. kondensatoren, die insekten mit einem eckstoss (eckball) zerschellen und pulverisieren, bevor sie selbst in stücke gehen. präservative zum kneten, vermischt mit vitamin b, diesmal ohne beziehung, von nun an vom müller. diesen monat unser anliegen: eine mischung mischlinge auf ihre bitte. eine basis aus beton für ihre gesinnung. (&#8230;) [08]</p></blockquote>
<p>alles ist allen bekannt, aber dank gerhard rühms collagierender, montierender schöpfungs-intervention entsteht eine sprachwundervolle parallelwelt, die &#8211; so die von den vorworten insinuierte erklärung &#8211; synchron in &#8211; aber getrennt von &#8211; unserem bekannten universum existiert.<br />
die mehrfachwelten-spekulationen von quantenphysikern leiten das <a href="http://www.zeit.de/1993/39/Mechanisches-Chaos?page=all">TEXTALL</a> ein, gemeinsam mit einem auszug aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell">bertrand russells</a> &#8220;<a href="http://www.amazon.com/ABC-Relativity-Bertrand-Russell-Paperbacks/dp/0415154294">Das ABC der Relativitätstheorie</a>&#8221; und bemerkungen zu zen, objet trouvé (die glücklich gefundenen objekte), surrealismus (<a href="http://www.christian-kellerer.de/Christian.html">christian kellerer</a>: &#8220;<a href="http://www.buchfreund.de/productListing.php?used=1&amp;productId=32567114">Zur Psychologie der modernen Kunst</a>&#8220;).</p>
<p>ein schaltwort, so die assoziation, könnte als brücke (oder als schleuder) von einer der mehrfachwelten zur anderen dienen &#8211; wobei allerdings, wenn ich es recht verstehe, man immer nur in einer welt existiert, egal in wie vielen welten man sonst noch so oder so ähnlich existieren mag. konkret ist man immer in der einen welt. vielleicht ist &#8220;unser&#8221; universum ja auch das einzige, in der mehrfachwelten-theorien artikuliert werden können.</p>
<p>das sprachmaterial mag noch so zufällig und vorgegeben sein, ist es nur reichhaltig genug, dann entstehen zwangsläufig texte, die von der unverwechselbaren hand- (bzw. maschin-)schrift des autors, von seiner einzigartigen <em>konkretheit</em> zeugen. seine denk- und schreibhaltungen, seine assoziations- und pointierungsgewohnheiten, der ganze fundus erarbeiteter formen, all die lieblingsthemen und blickwinkel (das weltall z.b. oder weltuntergänge), bereichert um die tätigkeiten und gegenstände hier des japanischen alltags eben, machen gerhard rühms <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Gerhard_Ruehm_Textall.03102008.651418.html">TEXTALL</a> aus. konkrete poesie, gedichte, traumlogische textaggregationen, lustvolle sprachspiele mit logik und widersinn, mit bild und rahmen, text und kontext, inter- und metatext finden sich immer wieder. besonders schön unter dem stichwort &#8220;illustrierte&#8221; (s. 79 &#8211; 94), wo sich der text in der art einer bildunterschrift unter leeren rechtecken entlangzieht und die zu einer illustrierten nun mal gehörenden illustrationen völlig der phantasie des lesers überlassen bleiben. eine brauchbare zen-illustrierte ist erfunden. immer wieder allerdings ertappe ich mich dabei, dass ich erinnerungen an fotomontagen und zeichnungen rühms, wie ich sie seit den 70er-jahren kenne und schätze, in die freien felder einfüge.</p>
<p>widmungen dürfen in einem vollständigen roman nicht fehlen, auf sie weist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_R%C3%BChm">der autor</a> mit vollendeter eleganz hin:</p>
<blockquote><p>dieses buch ist den lesern der dichter gewidmet, denen die kapitel 10, 15, 16, 17 gewidmet sind.</p></blockquote>
<p>mit einem zitat aus dem 15. kapitel (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_P%C3%A9ret">benjamin péret</a> gewidmet) möchte ich mit meinem parallel-lese-switch durch lieblingsbücher für dieses mal aufhören. es ist ein mit mehrfachbedeutungen spielendes listen-gedicht, dessen paar-vorschläge man ernsthaft bedenken sollte.</p>
<blockquote><p>paare</p>
<p>der spielautomat, die spielhalle.<br />
der backofen, die bäckerei.<br />
der bäcker, die eisdiele.<br />
der eisbrecher, die pastete.<br />
der slip, die unterhose.<br />
der schlüpfer, die strumpfhose.<br />
der pianist, die pediküre.<br />
der schlafanzug, die ananas.<br />
der sexfilm, die pinzette.<br />
der strafstoss, die kneifzange.<br />
der locher, die dauerwelle.<br />
der deckoffizier, die party.<br />
der zahlmeister, die petersilie.<br />
der partner, die funkstreife.<br />
der streifenwagen, die halbtagsarbeit.*<br />
der kitt, die reifenpanne.<br />
der prospekt, die technische dichtung.<br />
der betrug, die parkuhr.<br />
der grosse hunger, die pfefferminze.<br />
der paprika, die papierserviette.<br />
der anstreicher, die farbe.<br />
plumps! klatsch ! [09]</p></blockquote>
<p>und hinter den urknall | urhauch des a-sagens gibt es kein zurück.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SWITCH &#8211; NACHBEMERKUNG</p>
<p>noch einige vorschläge für die parallellektüre, das offen  loopende herumswitchen in einem text-universum, das sich irreversibel ausdehnt.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friederike_Mayr%C3%B6cker">friederike mayröcker</a>: <a href="http://www.buch.de/buch/02823/570_reise_durch_die_nacht__bibliothek_suhrkamp__band_923.html">REISE DURCH DIE NACHT</a> &lt; &gt; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Ballhausen">thomas ballhausen</a>: <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/ballhausen_geroell/">GERÖLL</a> | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/brigitta-falkner/">brigitta falkner</a>: <a href="http://www.ritterbooks.com/index.cfm?master=0&amp;category=1&amp;template=book.cfm&amp;book=173">AU &#8211; DIE METHODISCHE SCHRAUBE</a> &lt; &gt; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Stein">gertrude stein</a>: <a href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=41632">TENDER BUTTONS</a> | <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kofler">werner kofler</a>: <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/Kofler_lesebuch/">IN MEINEM GEFÄNGNIS BIN ICH SELBST DER DIREKTOR</a> &lt; &gt; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Pynchon">thomas pynchon</a>: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vineland">VINELAND</a> / <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">liesl ujvary</a>: <a href="http://www.sonderzahl.at/BUECHER/neuerscheinungen/neu_ujvary.htm">ALPHAVERSIONEN</a> &lt; &gt; <a href="http://s2.ned.univie.ac.at/CMS/Nederlandistik/MitarbeiterInnen/Herbert_Van_Uffelen/Text/dokutextid;27725/">anna blaman</a>: <a href="http://www.amazon.de/Einsames-Abenteuer-Roman-Anna-Blaman/dp/3716020710">EINSAMES ABENTEUER</a> | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/elfriede-gerstl/">elfriede gerstl</a>: <a href="http://www.droschl.com/programm/buch.php?book_id=486">MEIN PAPIERENER GARTEN</a> &lt; &gt; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Michaux">henri michaux</a>: <a href="http://www.droschl.com/michaux.htm">MEINE BESITZTÜMER</a>.<br />
-<br />
<strong>|||</strong></p>
<p>QUELLTEXTE</p>
<p>walter abish: <a href="http://www.engeler.de/afrika.html">ALFABETICAL AFRICA | ALFABETISCHES AFRIKA</a>: übersetzung: jürg laederach (urs engeler editor 2002)<br />
elfriede jelinek: <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Elfriede_Jelinek_Die_Kinder_der_Toten.27092008.3349.html">DIE KINDER DER TOTEN</a> (rowohlt taschenbuch 2004)<br />
gerhard rühm: <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Gerhard_Ruehm_Textall.03102008.651418.html">TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN</a> (rowohlt verlag 1993)</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ENDNOTEN</p>
<p>[01] &#8211; elfriede jelinek: <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Elfriede_Jelinek_Die_Kinder_der_Toten.27092008.3349.html">DIE KINDER DER TOTEN</a> (rowohlt taschenbuch 2004), s. 446<br />
[02] &#8211; elfriede jelinek: a.a.o., s. 365<br />
[03] &#8211; elfriede jelinek: a.a.o., s. 246<br />
[04] &#8211; elfriede jelinek: a.a.o., s. 217/218<br />
[05] &#8211; vor- und zurückblätternd geniesse ich eine kleine sprach-spiel-anekdote, die jürg laederach beim übersetzen erfindet, sie hat mit dem englischen &#8220;prick&#8221; zu tun. abish verwendet die bezeichnung ganz selbstverständlich, laederach im deutschen text packt sein synonym-wörterbuch aus und kommt mit einer ganzen latte von euphemismen für den alltäglichen &#8220;schwanz&#8221; an, die von &#8220;schwengel&#8221; bis &#8220;balthasar&#8221; reichen.<br />
[06] &#8211; walter abish: <a href="http://www.engeler.de/afrika.html">ALFABETICAL AFRICA | ALFABETISCHES AFRIKA</a> &#8211; übersetzung: jürg laederach. (urs engeler editor 2002), s. 7<br />
[07] &#8211; walter abish | jürg laederach: a.a.o., s. 370<br />
[08] &#8211; gerhard rühm: <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Gerhard_Ruehm_Textall.03102008.651418.html">TEXTALL &#8211; EIN UTOPISCHER ROMAN</a> (rowohlt verlag 1993), s. 112<br />
[09] &#8211; gerhard rühm: a.a.o., s. 145f</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/herbert-j-wimmer/">herbert j. wimmer</a></strong> | 05.01.2008 | Erstdruck : <a href="http://www.kolik.at/archiv.php?ausgabeid=39">Kolik 39</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<item>
		<title>Reread another &#8211; Getrude Stein im Krieg</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/09/04/reread-another-getrude-stein-im-krieg/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 02:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124;´ Gertrude Stein : Reread another . A Play &#124;&#124;&#124; Scene XIX How can you. How can you. Let me lead you gently. Where to. Anywhere I want to. The battle Reader. How many pictures are sold. Do you know what discussion is. Do you know whom a discussion is with. I am very happy...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong>´</p>
<p><img height="360" alt="brücke_rot_copyright_Christiane_Zintzen" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/bruecke-rot-copyright-christiane-zintzen-1.jpg" width="450" vspace="2" /></p>
<p>Gertrude Stein : Reread another . A Play</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><em>Scene XIX</em></p>
<p>How can you.<br />
How can you.<br />
Let me lead you gently.<br />
Where to.<br />
Anywhere I want to.<br />
The battle Reader.<br />
How many pictures are sold.<br />
Do you know what discussion is.<br />
Do you know whom a discussion is with.<br />
I am very happy here.<br />
I am much happier than to-day.<br />
Than yesterday.<br />
Than every day.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>A continued story is one that continues when it is begun.</p>
<p><img height="360" alt="brücke_blau_copyright_Christiane_Zintzen" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/bruecke-blau-copyright-christiane-zintzen.jpg" width="450" vspace="2" /></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Ein reizvolles Beispiel inter- nationaler , inter- kultureller Kooperation im Zeichen der Produktion elektronischer Musik wird mit der jüngsten Release <img height="42" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/09/czz-hoerempfehlung-43.jpg" width="71" align="right" vspace="2" />des Netlabels <a href="http://www.schall-netlabel.com/index.html">[ schall ]</a> geliefert : Das russisch- italienische Duo &#8220;<a href="http://www.schall-netlabel.com/nig.html">alexxei n nig</a>&#8221; ( <a href="http://www.myspace.com/alexxeienig">MySpace</a> ) variiert die Antagonismen von &#8220;Fläche&#8221; und &#8220;Beat&#8221; , um sich peu à peu in leicht dubbigen Parallelläufen einzuschwingen . Die &#8220;<a href="http://www.schall-netlabel.com/schall_016.html">blow away</a>&#8220;- EP ist ergo für Denker wie Tänzer gleicherweise geeignet . CLICK <a href="http://www.archive.org/download/schall_016/schall_016_vbr.m3u">LINK</a> TO LISTEN TO <a href="http://www.archive.org/download/schall_016/schall_016_vbr.m3u">STREAM</a> ( WMP ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Dokumentation : &#8220;Verunsicherung bei allen Beteiligten&#8221; &#8211; &#8220;Alte Schmiede vor ungewisser Zukunft&#8221; ?</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/05/28/dokumentation-verunsicherung-bei-allen-beteiligten-alte-schmiede-vor-ungewisser-zukunft/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2008/05/28/dokumentation-verunsicherung-bei-allen-beteiligten-alte-schmiede-vor-ungewisser-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 02:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das &#8220;Literarische Quartier Alte Schmiede&#8221; &#8211; seit 33 Jahren unverzichtbares Kraftwerk und Ideenschmiede im Literarischen Leben Wiens und Österreichs &#8211; muss um seinen angestammten Standort im Herzen Wiens bangen . Die Hiobsbotschaft , am 17. Mai von Ronald Pohl im &#8220;Standard&#8221; angedeutet , wurde gestern mittels einer per Rundbrief versandten Sachverhaltsdarstellung des Trägervereins differenziert ....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;<a href="http://www.alte-schmiede.at/">Literarische Quartier Alte Schmiede</a>&#8221; &#8211; seit 33 Jahren unverzichtbares Kraftwerk und Ideenschmiede im Literarischen Leben Wiens und Österreichs &#8211; muss um seinen <a href="http://www.nextroom.at/building_article.php?building_id=2579">angestammten Standort</a> im Herzen Wiens bangen . Die Hiobsbotschaft , am 17. Mai von Ronald Pohl im &#8220;Standard&#8221; angedeutet , wurde gestern mittels einer per Rundbrief versandten Sachverhaltsdarstellung des Trägervereins differenziert .</p>
<p>Eine in|ad|ae|qu|at|e Dokumentation .</p>
<p><img style="width: 151px; height: 130px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/alte-schmiede-was-tun-2.jpg" alt="Alte Schmiede Was tun" hspace="2" vspace="2" width="173" height="153" /></p>
<p>I. DIE ALTE SCHMIEDE VOR UNGEWISSER ZUKUNFT</p>
<p><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3340539">Die Alte Schmiede vor ungewisser Zukunft</a> : Gesamtinhaberin der Immobilie Schönlaterngasse Nummer 9 erwägt, das Haus zu verkaufen &#8211; Der Leidtragende könnte das Literarische Quartier der Schmiede werden ( Ronald Pohl , Der Standard , 17. 5. 2008 )</p>
<p>Wien &#8211; Veränderungen der vorerst ungewissen Art stehen der Alten Schmiede in der Wiener Innenstadt ins Haus. Wie Walter Famler, Generalsekretär des Kunstvereins Wien, bestätigte, trägt sich die <a href="http://www.wienerstaedtische.at/">Wiener Städtische Versicherung</a> als nunmehrige Gesamtinhaberin der Immobilie Schönlaterngasse Nummer 9 mit der Absicht, das Haus zu verkaufen. Der Leidtragende könnte das Literarische Quartier der Schmiede werden. Potenzielle Kaufinteressenten erwägen offenbar eine weitgehende Umwidmung der Wohn- und Nutzflächen, die unweigerlich den Betrieb von Literaturquartier und Musikwerkstatt infrage stellen würde.</p>
<p>Famler, der von einer &#8220;Verunsicherung bei allen Beteiligten&#8221; spricht, macht auf den &#8220;wasserdichten Mietvertrag&#8221; aufmerksam, den der Kunstverein vor Ort besitze: &#8220;Wir sprechen von einer unverzichtbaren Kultureinrichtung &#8211; und davon, dass auch eine Instanz wie die Wiener Städtische schließlich öffentlich-städtische Interessen wahrzunehmen hat.&#8221;</p>
<p>Die Alte Schmiede residierte einst im Wohneigentum von Jugend &amp; Volk, ehe die Wohnung und der Veranstaltungsraum nebst Keller in den Besitz der Wiener Städtischen übergingen. Um rein kommerziellen Verwertungsinteressen vorzubeugen, trägt sich Famler mit Umwidmungsideen, die einer Bestandsgarantie gleichkämen. &#8220;Es wäre von Vorteil, eine Stiftung zu gründen. Mit der Deklaration einer <em>Kulturimmobilie</em> wäre die Idee, Luxuswohnungen zu schaffen und für sie Garagen zu bauen, vom Tapet.&#8221;</p>
<p>Famler glaubt, auf dem Verhandlungswege eine ersprießliche Lösung finden zu können: &#8220;Das Haus steht ja immerhin unter Denkmalschutz!&#8221; Im Zuge einer Verlagerung von Büro- und Veranstaltungseinheiten könnte auch auf den frei gewordenen Besitz der sanft entschlafenen SPÖ Zukunftswerkstätte zurückgegriffen werden. Tatsache ist: Die Alte Schmiede scheint als eingeführter Veranstaltungsort für literarische Erkundungen, die Autor Kurt Neumann anleitet, nicht ohne weiteres dislozierbar. Oder, wie Famler sagt: &#8220;Umzuziehen in eine aufgelassene Bäckerei, um dort womöglich eine <em>Neue Literatur-Bäckerei</em> aufzumachen &#8211; das wäre doch absolut witzlos!&#8221;</p>
<p>Die Stadt scheint sich der Problematik auf Nachfrage bewusst: &#8220;Nach dem bereits erfolgten Ausbau der Alten Schmiede treten wir in eine zweite Phase &#8211; und warten auf Vorschläge!&#8221;, heißt es im Büro Mailath-Pokorny. Alle anderen Festlegungen seien Bestandteil von noch zu führenden Verhandlungen. Famler hat Planungen angestellt. Bereits um 700.000 Euro könnte man Umbauten vornehmen &#8211; und vor Ort einen Veranstaltungsraum für 200 bis 300 Personen &#8220;bespielbar&#8221; machen.</p>
<p>|||</p>
<p><img style="width: 151px; height: 130px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/alte-schmiede-was-tun-2.jpg" alt="Alte Schmiede Was tun" hspace="2" vspace="2" width="173" height="153" /></p>
<p>II. ÜBER KURT NEUMANN UND DAS &#8220;LITERARISCHE QUARTIER ALTE SCHMIEDE&#8221;</p>
<p>Vorbemerkung zu : <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/5010.html">Öffentlichkeit und Charakter . Essays</a> . Sonderzahl Verlag 2000 ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-kultur/offentlichkeit-und-charakter-fur-kurt-neumann-2000/">Auszug</a> )</p>
<p>Von Christiane Zintzen</p>
<p>LESEN + LESEN LASSEN</p>
<p>Lesung , Vorlesung , Vortrag , Rezitation : Ein Text &#8211; gelesen , verlesen &#8211; verlautet , verlautbart . Person der Autorin , Stimme des Autors , Vollzug in realer Gegenwart . Der Raum : ein Kreis von Anwesenden , von Hörenden , von im Hier und im Jetzt Aufnehmenden . Und entsteht also ein Viertes &#8211; ein der Triade von Werk , Person und reflektierendem Publikum Zuwachsendes &#8211; ein Echoraum . Bei jeder Lesung neu , bei jeder Vorlesung anders , bei jedem Vortrag unvorhersehbar , bei jeder Rezitation unverwechselbar . Eine je charakteristische &#8220;Öffentlichkeit&#8221; .</p>
<p>Wenn das Lesungs- und Veranstaltungsprogramm des Wiener <a href="http://www.alte-schmiede.at/">Literarischen Quartiers | Alte Schmiede</a> im Herbst 2000 in sein 26. Jahr geht , überschneidet sich die vollbrachte Rundung von 3.500 literarischen Veranstaltungen mit dem runden Geburtstag Desjenigen , als dessen LebensWerk die Alte Schmiede recht eigentlich geltend zu machen ist : Kurt Neumann .</p>
<p>Als Promotor eines dezidiert an der Moderne orientierten Literaturverständnisses , als Schöpfer einer institutionellen ( aber eben auch gesellschaftlichen und sozialen ) Stätte für die komplizierte Literatur , aber auch als Mensch von grosser Wahrnehmungsfähigkeit und Sensibilität ist es <a href="http://www.wien.gv.at/vtx/rk?S=020071024025">KURT NEUMANN</a> gelungen , mit dem <em>Literarischen Quartier</em> eine Alternative zu den üblichen Veröffentlichungsmodalitäten von Presse , Funk und Buchmarkt aufzubauen und einen Raum von Öffentlichkeit zu schaffen , der literarische Professionalität mit &#8220;familialer&#8221; Soziabilität verbindet . So ist jener Humus entstanden , auf welchem sich die österreichische Literatur zu dem entwickeln konnte , wofür sie die internationale Literaturkritik heute schätzt .</p>
<p>DIALOG + LABOR</p>
<p>Zugleich hat das von Kurt Neumann nun seit fast 25 Jahren gestaltete und getragene Programm die Alte Schmiede als eine konsequent gepflegte und nachhaltig wirksame Plattform für den Austausch verschiedener künstlerischer und wissenschaftlicher Kulturen im geistigen Leben Österreichs verankert . Experimentierfeld für Literatur , verpflichtete sich die <em>Alte Schmiede</em> allerdings stets auch der Pflege diskursiver Reflexion durch und über Texte , weshalb in zahlreichen Veranstaltungsreihen ein Dialog zwischen Texten und Autoren , aber auch zwischen Literatur- und Kulturwissenschaftern kontinuierlich gefördert worden ist .</p>
<p>Umfassend ist mittlerweile die Agenda derjenigen &#8220;Labor&#8221;- Konstellationen , in welchen Wissenschafter ( aus den Natur- ebenso wie aus den Gesellschafts- und Geisteswissenschaften ) und Künstler gemeinsam an den Möglichkeiten interdisziplinärer Zeit- und Gesellschaftsreflexion gearbeitet haben . Biologen und Physiker , Historiker und Soziologen , Rechtswissenschafter und Geologen waren und sind Gäste in einer Institution , deren Reichweite und Interessenspektrum mit der Sigle <em>Literarisches Quartier</em> nur unzureichend bezeichnet wäre .</p>
<p>KULTUR + KONJUNKTION</p>
<p>&#8220;Kultur&#8221; wird hier nicht unter der segmentierenden Linse von Spezialwissenschaften , -künsten und -zuständigkeiten verstanden , sondern als eine im weitesten Sinne &#8220;geistige Kultur&#8221; , die die ethisch-philosophischen Kompetenzen des Denkens mit den unterschiedlichen Performanzen des Ausdrucks reflektierend vermittelt . Durch die insistierende Konsequenz eines solchen Programms , welches Reflexionsprozesse kontinuierlich weiterentwickelt , haben sich für viele Künstler und Wissenschafter Türen zu neuen und transdisziplinären Kooperationen geöffnet . Tatsache ist , dass Kurt Neumann ( und mit ihm Programm und Veranstaltungsraum der <em>Alten Schmiede</em> ) sich kaum einem durchdachten Projekt &#8211; sei es von wissenschaftlicher , sei es von künstlerischer Seite vorgetragen &#8211; gegenüber verschliessen wird .</p>
<p>III</p>
<p>Erst im Februar 2008 wurde in den strassenseitigen Räumen der ehemaligen Artothek eine &#8220;<a href="http://www.wien.gv.at/vtx/rk?DATUM=20080317&amp;SEITE=020080317001">Galerie der LiteraturZeitschriften</a>&#8221; als öffentlicher Leseraum eingerichtet . Dieser steht &#8211; wie sämtliche Veranstaltungen der anspruchsvollen und vielseitigen Literatur- und Musikprogramme &#8211; allen Interessierten entgeltfrei offen .</p>
<p>|||</p>
<p>LINKS</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://derstandard.at/druck/?id=3347910">&#8220;Schmiede waren immer Außenseiter&#8221; &#8211; Ein Fest der Poesie</a> : Kurt Neumann im Interview über das &#8220;Festival Europäischer Dichtungen&#8221; in der Alten Schmiede in Wien ( Der Standard , 23. 5. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/litarchiv.htm">Alte Schmiede &#8211; 30 Jahre Literaturprogramm</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/30musik.htm">Alte Schmiede &#8211; 30 Jahre Musikwerkstatt</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/litarchiv.htm">&#8220;Öffentlichkeit und Charakter&#8221; &#8211; Für Kurt Neumann</a> &#8211; Dokumentation von 25 Jahren Literaturprogramm ( Sonderzahl 2000 )</div>
</li>
</ul>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/zur-kultur/offentlichkeit-und-charakter-fur-kurt-neumann-2000/">Öffentlichkeit und Charakter &#8211; Für Kurt Neumann</a> ( 2000 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/05/26/neues-von-freunden-12/">Neues von Freunden 12</a> ( in|ad|ae|qu|at , 26. 5. )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/05/13/neues-von-freunden-10/">Neues von Freunden 10</a> ( 13. 5. )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">Neues von Freunden 9</a> ( 6. 5. )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/03/03/surround-auditorium-literatur-als-radiokunst-2007-im-literarischen-quartier/">Surround- Auditorium : “Literatur als Radiokunst 2007&#8243; im Literarischen Quartier</a> ( 3. 3. )</li>
<li>( <a href="http://www.zintzen.org/page/2/?s=alte+schmiede">mehr &#8230;</a>) <strong>|||</strong></li>
</ul>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Das von der <a href="http://poetryfoundation.org/">Poetry Foundation</a> in Kooperation mit dem Musik- , Literatur und Medienkunst- Archiv <a href="http://www.ubu.com/">UbuWeb</a> alle sechs Wochen veröffentlichte Podcast <a href="http://poetryfoundation.org/journal/audio.html?show=Kenneth%20Goldsmith%20Show">AVANT- GARDE ALL THE TIME</a> stellt unter dem Titel &#8220;<a href="http://poetryfoundation.org/journal/audioitem.html?id=429">Best Decade Ever ?</a>&#8221; ( 14:00 ) Sound- Poetry aus den 1980er Jahren vor : Zwischen <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-hoerempfehlung-231.jpg" alt="czz hörempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Ethnopoesie und Paul Bowles . Den Stream gibt es <a href="http://poetryfoundation.org/journal/audioitem.html?id=429">hier</a>.</p>
<p style="text-align: right;">
<p align="right">Die älteren Folgen sind inzwischen via MP3 abhörbar<br />
( CLICK LINKS TO LISTEN ) :</p>
<ul>
<li>
<div>Avant-Garde All the Time , Introduction : <a href="http://www.poetryfoundation.org/audio/PoetryFoundation.orgPodcast12.28.06.mp3">An Introduction to the UbuWeb Sound Archives ( MP3 )</a> &#8211; Marie Osmond performing Hugo Ball , Guillaume Apollinaire , Gertrude Stein , Patti Smith , Ogden Nash , Charles Bernstein .</div>
</li>
<li>
<div># 1 : <a href="http://poetryfoundation.org/audio/John%20Giorno%20Poetry%20Systems.mp3">Giorno Poetry Systems ( MP3 )</a> &#8211; <a href="http://www.ubu.com/resources/sound/gps.html">Giorno Poetry Systems</a> aka The Dial-A-Poem Poets , a series of double LPs put out back in the 70s featuring artists such as Patti Smith , Laurie Anderson , Philip Glass , Meredith Monk , John Cage , Richard Hell , Frank O&#8217;Hara u. a. and hundreds of others .</div>
</li>
<li>
<div># 2 : <a href="http://poetryfoundation.org/audio/TheWorldofOutsiders.mp3">The World of Outsiders ( MP3 )</a> &#8211; Antonin Artaud , Jim Roche , Bern Porter , Francis E. Dec , Benjamin Weismann , Sean Landers u. a.</div>
</li>
<li>
<div># 3 : <a href="http://www.poetryfoundation.org/audio/AspenTheMultimediaMagazineinaBox.mp3">The Sound of Aspen Magazine ( MP3 )</a> &#8211; <a href="http://www.ubu.com/resources/aspen/index.html">Aspen Magazine</a> , ein &#8220;Multimedia Magazine in a Box&#8221; , erschien 1965 bis 1971 und präsenterte Künstler wie Samuel Beckett , William S. Burroughs , John Cage , John Cale and The Velvet Underground , Marcel Duchamp , John Lennon , Yoko Ono , Jackson Mac Low , Morton Feldman u. a. <strong>|||</strong></div>
</li>
</ul>

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