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NEUES VON FREUNDEN



||| ARS ACUSTICA - RADIOKUNST ON AIR 1 | ARS ACUSTICA - RADIOKUNST ON AIR 2 | ARS ACUSTICA - AUSSTELLUNG - HISTORISCHE UTOPIE | ARS ACUSTICA - ON STAGE - TRAUTONIUM JETZTZEIT | ART MIX - LUNCH PAKET - WORTWERFT | ARS ACUSTICA - JELINEK AUDIO - VISUELL | KLANGAPPARAT

trautonium

( illustration via david szondy )

Von allerlei Fremd- und Eigenklang geht diese Woche die Rede . Und vom radiophon vertonten Wort . Radiokunst , Sound- Art , Textperformance und mediale Übertragung , was übrigens durchaus mit aparten psychoanalytischen Valenzen zu lesen wäre … Aber - um es wieder etwas bodenständiger zu sagen - : Wofür gilt Letzteres eigentlich nicht ?

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ARS ACUSTICA | RADIOKUNST ON AIR 1

czz-neuesvonfreundenWie jeden ersten Dienstag im Monat , widmet der Sender SWR 2 eine Stunde der Dokumentation zeitgenössischer Ars Acustica : In seiner Reihe “Neue Radiokunst International” ist Andreas Hagelüken mittlerweile bei Numero 19 angelangt und präsentiert in anthologischer Manier dem Portal rAdioCUSTICA aus Prag ( ein Sendungsarchiv findet sich übrigens hier) .

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Zeichen der “ars acustica” eine international weit verzweigte Szene entwickelt. Sie bewegt sich zwischen den traditionellen Kunstgenres und bedient sich der Formen des Hörspiels wie der akustischen Ökologie, der improvisierten und der elektroakustischen Musik. Aufführungsort ist zumeist das Radio, aber auch Klang- bzw. Lautsprecherinstallationen sind möglich, der Club, die Lounge und das Internet. Die 1988 in Florenz gegründete “ars acustica group” - dem beispielsweise auch das ORF- “Kunstradio” angehört - der europäischen Rundfunkunion ( EBU ) widmet sich dieser relativ jungen Audiokunst und tauscht untereinander Produktionen zur Ermittlung des “state of the art” aus.

Mit der Osterweiterung der EU konnte sich die Expertengruppe nach Osten hin öffnen, wo in sehr lebendigen Initiativen eine junge akustische Kunst entsteht, die sich einer Festlegung auf Pop, Unterhaltung oder Ernst zu entziehen sucht. Einen besonders produktiven Standort hat sie in Prag, wo der Redakteur Michal Rataj junge Komponisten, DJs und Laptop-Aktivisten gleichermaßen für die akustische Kunst zu interessieren weiss .

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ARS ACUSTICA | RADIOKUNST ON AIR 2

czz-neuesvonfreundenIn eigener Sache : Alle Jahre wieder rückt mit Anfang Dezember die zweite Folge der Reihe “Literatur als Radiokunst” im ORF- “Kunstradio ” heran . Wie beiläufig angedeutet , bündelt die aktuelle Sendung zwei sehr diverse Ansätze zur Reflexion der Entstehungs- und Existenzbedingungen von Literatur .

Mag das rührselige Lied der Bohème längst verklungen sein , bleibt die Existenz des Künstlers weiterhin prekär . Ebenso wirkungsvolle wie konträre Formen, dies unsentimental zur Sprache zu bringen, stellen zwei neue Arbeiten im Rahmen der Reihe “Literatur als Radiokunst” vor. Die KünstlerInnen sind aus dem in|ad|ae|qu|aten “Salon Littéraire ” wohlweislich bekannt .

Ilse Kilic und Fritz Widhalm , die seit zwei Jahrzehnten ein Lebens-, Kunst- und Verlagsprojekt ( “Das fröhliche Wohnzimmer” ) erproben , nehmen den Begriff des “Schriftstellers” beim Wort und empfehlen diesen als Stell-Objekt fürs kultivierte Interieur : “Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin ! ” hebt das polyphon satirische Beratungsgespräch im “Schöner Wohnen”-Stil an .

Der universal schöpferische Tiroler Forscher Bernard Kathan zieht dahingegen das messerscharfe montierte Zitat heran zur Instrumentierung des Elends der “Hungerkünstler” . In diesem Fall ist es der für seine aberwitzige “Fälle und Fallen” postum zur Kultfigur avancierte Russe Daniil Charms ( 1905-1942 ) , aus dessen Tagebüchern die Not in den verschiedensten Stimm ( ungs ) lagen spricht. ( czz )

Die Zwischenmusik- Miniaturen stammen übrigens von der universalen Gundi Feyrer … Wir kommen in|ad|ae|qu|at noch einmal darauf zurück -

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ARS ACUSTICA | AUSSTELLUNG | HISTORISCHE UTOPIE

czz-neuesvonfreundenRadio- und Soundkunst bergen in sich per definitionem ein je definitertes utopisches Potential . Wer die Utopien von gestern , oder “vergessene Zukunft” ( -smusiken ) näher in Augenschein und zu Angehör nehmen will , sollte sich ins niederösterreichische Hainburg begeben : Das dort situierte “Institut für Medienarchäologie” ( IMA ) zeigt dort nämlich bis Mitte April 2009 die in allen Kategorien staunenswerte Ausstellung “Zauberhafte Klangmaschinen” | “MAGICAL SOUND MACHINES ” .

Man könnte ganze Bücher über all diese Wunderapparate wie Akaphon ,
Ariston , Grammophon , Magneton , Mellotron , Minifon , Minimoog , Ondes Martenot , Optigan , Polyvox , Rhythmikon , Singing Arc , Superpiano , Terpsiton , Theremin , Ultraphon , etc. schreiben , gäbe es glücklicherweise nicht einen profunden Katalog ( Schott 2008 ) und die hier vielzitierte Homepage , “ein El Dorado der Informationen für alle Nerds der Musiktechnik” ( Spex ) .

Nun wäre ein derartiger Maschinenpark allerdings einigermassen witzlos , liesse man ihn der Historizität seiner Utopien alleine . Damit wäre die Kollektion lediglich ein Kabinett der traurigen , da überholten , Kuriositäten .

Das IMA geht da andere Wege , indem es einerseits in Workshops die Erkundung der einzelnen Instrumente ermöglicht , anderseits in der Reihe DA CAPO zeitgenössische Musiker und Künstlerinnen zu einer geistesgegenwärtigen Auseinandersetzung mit den Historischen Zukunftsklängen lädt .

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ARS ACUSTICA | ON STAGE | TRAUTONIUM JETZTZEIT

czz-neuesvonfreundenSo konfrontieren beispielsweise die Sound- , Text- und Videokünstlerin Liesl Ujvary und der Musiker Oliver Stummer ( aka tomoroh hidari ) elektronisch generierte Sounds mit dem Originalklang eines Instruments , dessen mitunter unheimlich ( Freud ! ) vibrierende Töne in zahlreichen Filmmusiken , aber auch in der klassischen Moderne ( Paul Hindemith ) zu hören sind : Das Trautonium ( siehe auch hier und hier , wie wenig das tatsächliche Instrument mit der Zeitschriftenzeichnung unseres heutigen Titelbilds zu schaffen hat ) .

Ujvarys und Stummers Konfrontationskurs auf den Wellen von synthetischem und realem Klang titelt trefflich “TRAUTONIUM JETZTZEIT ” :

das trautonium, erstmals 1930 als elektronischer synthesizer gebaut, bietet immense möglichkeiten der klanggestaltung. es wurde es wurde ebenso in kompositionen von hindemith und genzmer eingesetzt, wie für extreme soundtracks in filmen – der ton von hitchcocks ‘die vögel’ , vogelstimmen, flügelschlagen, entstammt einzig dem trautonium, nicht etwa der natur. da im trautonium der elektronische anteil von einer komplexen mechanik gesteuert wird, ist auch die haptik von bedeutung und das geschick des spielers gefragt.

wir wollen die klanglichen möglichkeiten der aktuellen elektronik und ihr instrumentarium dem klassischen trautonium gegenüberstellen. drei ebenen werden hörbar: das trautonium im originalton, das trautonium mit einem toolsatz verflochten und verändert, ein elektronisches trautonium-modul wird mit dem original konfrontiert. zum abschluss verbinden sich alle klangerzeuger zu einer coda.

Update : Auch De:Bug ist per spezieller Empfehlung zur Stelle -

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ART MIX | LUNCH PAKET | WORTWERFT

czz-neuesvonfreundenWie zuvor schon gibt sich die Autorin Maria Seisenbacher ( > “Salon Littéraire” ) samt ihren Texten in der multimedialen Gruppierung WORTWERFT die Ehre eines kompletten Menüs :

Text, Visuals ( GOTO ) und Klang ( Rokko Anal ) werden an diesem Abend in sich verschränkt und gegeneinander ausgespielt. Visuals in Assoziation zu den Textkörpern geben ihnen eine fassbare Ebene. Sounds wiederum übersetzten Sprache und Bild in freie Assoziationsfelder, in denen man die eigene Position neu bewerten kann. Dem geforderten Publikum wird ( gegen freie Spende ) eine Wegzehrung ( LUNCH PAKET ) angeboten.
Inhalt: Text, Bild, Klang und Missklang und auch die altbewährte Wurst- oder Käsesemmel.

Ergo : Garantiert keine Langeweile. Garantiert kein Hunger.

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ARS ACUSTICA | JELINEK AUDIO | VISUELL

Beispiele Für-Hörer xsSchliesslich gestatten wir uns in|ad|ae|qu|at noch einen weiteren Hinweis in eigener Sache : Klischees , Posen und Rollenspiele prägen die 40 Jahre währende “Beziehung” zwischen der Autorin und dem Medium “Radio” : Das A / V - Feature “EINATMEN - AUSATMEN: ELFRIEDE JELINEK IN FIGUREN DER RADIOPHONIE” ( 40 Min. ) erkundet Literatur im stillschweigend- beredten Kontrakt mit dem Medium “Radio” und dessen Gestaltern : In Interviews und Portraits , in Attributen , Rollen und Posen entsteht eine mediale Fiktion - abseits der realen Autorin . Wie das Video entstanden ist , haben wir - samt einem YouTube Exzerpt - auf dieser Seite dokumentiert . Ein Gleiches gilt für das dreiminütige Satyrspiel “RADIO | JELINEK | REMIX” , welches kap und czz justament auf die Ästhetik des Netzfilmchen- Senders zugeschnitten haben .

  • Elfriede Jelinek in Figuren der Radiophonie - 2 Videos und 1 Gespräch mit der Musikwissenschafterin und Radiomacherin Irene Suchy am Mittwoch , 3. 3. 2008 , Literaturhaus , 19 H
    • Further Reading : Auf der Jagd nach Jelinek - Mit ihrem Online-Roman “Neid” hat Elfriede Jelinek die Literaturwissenschaftler ins Netz getrieben . Interview mit Christoph Kepplinger vom Projekt JeliNetz über die Herausforderungen , die Netz und E- Book- Systeme für Leser und Wissenschaftler darstellen - ORF futurezone , 22. 11. 2008

Beispiele Ich-möchte-seicht

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KLANGAPPARAT

Wer jetzt noch keinen Klangüberdruss verspürt , der möge es sich @ czz-hoerempfehlungMixotik gemütlich machen : “We Love Netlabelism” ( Vol. 1 ) bringt einen feinen Reim aparter Zartheit ins Chaos der Netzmusik- Neuigkeiten . Seidige Texturen und ein leiser Hang zum kleinen Gamelan : Das lassen wir uns doch bitte sehr gerne zu Gefallen sein und zu Gemüte gehen . Den wunderweichen Flow gezaubert hat übrigens ein Bremener Herr namens Stig Inge . - CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( 66:16 )

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Salon Littéraire | Gundi Feyrer : 8 Künstlerfiguren en miniature - eine Ausstellung



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Gundi Feyrer :

8 Künstlerfiguren en miniature - eine Ausstellung

( Keramik , bemalt )

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1 - MARKUS VALLAZZA ALS BEISPIELSWEISE DON QUIJOTE MIT GRAVIERNADEL; AUF DEM WELTEI BALANCIEREND
Höhe: 23 cm

Gestreift steht die Figur, halb und halb gehalten, eingesunken und selber haltend, in der sichtbaren Hälfte des torkelnden Welteis.figur_MARKUS_VALLAZZA_copyright_Gundi_Feyrer

Die Platte des Horizonts,
Abfluss der grünen Flüsse
und unerreichbar,
geht mitten durch
das Weltei hindurch
und lässt dessen andere Hälfte
im Dunkeln.

Die Figur ist jedoch
im Ei eingesunken
und wird so auch von
dunklem, unsichtbarem
Getorkel beeinflusst.

Und torkelt selbst, wird aber von ihren zu welteilichtem Gewicht gewordenen eigenen Füssen
sowie von Graviernadel, Pinsel und Bleistift am Nichtumfallen gehalten.

Ohne Welteilicht und Horizontgarten wäre alles zerschellt.

Die Markus-Vallazza-Figur ist der ständig wachsende Auswuchs des Welteis,
kalt auf und in Luft hinaufgewachsen, heiss und bunt in sie hinuntergewachsen,

figur_MARKUS_VALLAZZA_copyright_Gundi_Feyrerdabei immer grösser geworden
und von sich selbst,
dem weissalten Eisen
aus Welt und grünen Flüssen
(einzig Reales)
auf seinen Wegen gehalten,
die, zusammen
mit dem Gewicht seiner Füsse
nichts anderes
als das Weltei selber tun:
fliessen und torkeln.

Trapezkünstler, Seiltänzer und Geher, der mit dem Beil des Zeichnens Pfeile in die Luft schiesst.

ODER: die grünen Flüsse des Welteis küssen ihm die dauernd versinkenden Füsse.

VIER UND FÜNFRAD:

figur_MARKUS_VALLAZZA_copyright_Gundi_FeyrerWeich rollt alles weiter,
reich tollt die Weite weiter,
alles wird von der Drehung
unserer Wege gehalten,
aufgepickt,
mitgenommen
und entführt
und in
buchstäblicher Weite
hin- und hergerollt:

Als hätte niemand auf der Welt auch nur irgendeinen Halt
nirgendwo.

Markus Vallazza - Zeichner, Radierer, Maler.
Geboren in Bozen, lebt in Wien und Bozen.

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2 - KARIN HOCHSTATTER - IM SCHWEBEN IHRER ARBEIT ; MIT GEPARDENKOPF
Höhe: 22 cm

Jedes Nichts ist flach, weil wir weder Flächen noch das Nichts denken können.

figur_KARIN_HOCHSTATTER_copyright_Gundi_FeyrerJede Fläche dehnt sich im Raum
nach allen Seiten hin aus,
jeder Punkt besteht aus etwas.

Limitiert, begrenzt vom sich ausdehnenden Draht
unserer Gedanken,
versuchen wir ständig,
uns daran festzuhalten (Materie)
und zu trösten.

figur_KARIN_HOCHSTATTER_copyright_Gundi_FeyrerDarüber,
dass wir nichts tun als uns nach den Kreisen
in unserem Kopf zu drehen und zu tanzen.

Die Figur wird definiert vom ständigen Wunsch,
jegliches Volumen in undenkbare Flächen
(undenkbar flach) umzuwandeln;
gestützt von der Hand
ihrer zu Draht gewordenen
Ausmasse.

Die Platte, auf der alles ruht, ist selbst flackerndes Licht, das, an der Hand verbogener und barocker Treppengeländer einmal springt und uns ein anderes Mal weiterführt, indem sie uns an- oder absteigen lässt, ohne unsere Hand jedoch aus den Augen zu verlieren.

Alles dehnt sich immer aus und ein; Geländer, Treppen und Balkone prallen punktförmig und dauernd gegeneinander und besetzen uns mit Schnelligkeit.

figur_KARIN_HOCHSTATTER_copyright_Gundi_Feyrer

Ausgefällt
in Ton,
Höhe,
Bild und Thron,
sitzt die Figur,
frei vom Anspruch
auf voluminösen Halt
(+ ihn doch besitzend),
im Reich der Gedanken,
welches versucht,
das Unmöglich-Denkbare ins Aussen zu schleudern, um es greifbar zu machen.

Was aber
greifen
wir ?

Stromkreise werden geschlossen, Flüsse geöffnet und Funken sprühen -
nichts bleibt, ausser dem, was wir zu sehen imstande sind.

ODER: Sichtbarkeit im Hals der einzigen Hoffnung, die uns bleibt,
wenn uns die Welt im Fliegen voluminös durcheilt.

Karin Hochstatter - Bildhauerin, lebt und arbeitet in Köln.

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3 - RODRIGO LLOPIS - FILMER ALS INDIANER MIT BESONDERER LEITERKAPAZITÄT FÜR WASSER, LUFT UND SCHAUM
Höhe: 12 cm

Augenfahrzeug aus Gedanken verstrebt unendliches Bilderheer
mit Säulen leuchtender Geschwindigkeitssäbel.

figur_RODRIGO_LLOPIS_copyright_Gundi_Feyrer

Bilder
werden
eines
nach
dem
andern
abgestochen,
um sie
ins Konkrete
zu zwingen.

Altes Schwarz, neues Weiss, auch das heisst Grau.

Körper und Bögen aus gezacktem Sessel, Gefährt, das im Wasser des Sehens treibt.
Und darüber hinaus, über die Wellen eigener Sicht hinaus.

An den Horizont getriebener Verstand, zu Leinen verflochten, an die Wand geschleudert.
figur_RODRIGO_LLOPIS_copyright_Gundi_Feyrer

Sessel aus Auf -
alte Bilder zerreissen -
Sessel aus Ab -
Wind einflechten,
um die Maschen
des Segels
unseres Verstehens
mit frischer Luft
zu füllen.

Zusammengeflickte Bilder treiben lose herum und heben den Wunsch, das von uns
unabhängige Licht in Bilder zu sperren, in die Höhe, um ihn zu schütteln.

ODER: Ewigkeiten werden vom Segel der Gedankenaugen weitergetrieben
und legen Hand an den Strom immer wilderer Bilder, um sie am Ende in die Luft zu sprengen.

figur_RODRIGO_LLOPIS_copyright_Gundi_Feyrer

Unsere Füsse
stehen auf der Sonne,
wenn es Nacht ist,
unsere Sonnen
stehen auf dem Kopf,
wenn wir etwas sehen.

Gedanken grasen Augenfelder ab,
fressen mal hier, mal da,
um schlussendlich
alles wieder auszuspucken.

Während alle das Gewicht, das die Wasser gewöhnlicher Sicht zerdrückt, suchen:
wahrhaft Schuldiger
ist hier
das Auge,
selbst.

Rodrigo Llopis - Dokumentarfilmer und Drehbuchautor.
Geboren in Madrid, lebt derzeit in Córdoba.

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4 - BARBARA WIEN - ANZIEHUNGSKRAFT DES HIMMELS MIT EINEM BUCH BESCHWERT UND - GELÖST
Höhe: 22 cm

figur_BARBARA_WIEN_copyright_Gundi_FeyrerSchwere Kraft und krause Waben aus Erde,
leicht und flüssig fortbewegte Bahn
aus kreiselndem und flachem Himmelsgewölbe.

Die Erde ist Honig, ist zäh wabernder Magnet,
der ständig an uns klebt und uns an sich bindet,
während wir, wenn wir
in den Himmel sehen,
nur ins Freie fallen möchten.

figur_BARBARA_WIEN_copyright_Gundi_Feyrer

Oder: der Himmel zieht uns weniger kraftvoll als die Erde an.
Deshalb zieht er unsere Gedanken mehr an als unsere Körper,
die aber letztlich auch nicht viel mehr als klebriges Licht sind.

Die Figur B.W. steht auf dem Kopf, weil ihre Füsse im Himmelsgewölbe baumeln
und damit in der Materie Buch stehen, deren Inhalt sich mehr dem Licht
als der eigenen Materie widmet, sodass es kein Halten mehr gibt,
wenn das Innere der Sterne, zu Pirouetten verdreht, unsere Gedanken verschmilzt,
damit sie leuchtend im Himmel untergehn.

figur_BARBARA_WIEN_copyright_Gundi_FeyrerOder: immer geht es nur darum,
wie das Leben am besten
zu verschwenden sei:
unser Körper ist nichts
als sich um sich selbst
drehendes Honiglicht.

Die Figur B.W. steht kopf,
weil ihre Füsse geschützt
im flachen Dach
eines Buchhimmels baumeln,
dessen Inhalt in uns
den Wunsch
nach dem Freiem Fall
zum Leuchten bringt.

Insofern steht sie schon richtig.
Materie ist nichts
als zäh gedachter
und flüssiger Gedankenhonig.

HINWEIS: auch hier ist die Rolle des aufmerksamen Betrachters zu spielen.

ODER: Alles, was uns stützt, sind Namen.

Barbara Wien - Verlegerin und Galeristin. Barbara Wien Galerie, Berlin

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5 - ROSA POCK IM CAFÉ HUMMEL
Höhe: 18 cm

Als einzige Figur sitzt sie nicht auf einer Platte, Insel, einem Untersatz, der das Obere, die Figur als voluminöser Name, ästhetisch abgrenzen würde, sie durch einen imaginären Raum vor der Umgebung auf irgendeine Weise schützen würde.

figur_ROSA_POCK_copyright_Gundi_FeyrerStünde sie
in einem Museum/ Kunstraum,
würde sie zu einem Kunstobjekt
in einem Kontext,
dem sie
keinen Widerstand
leisten würde.

Stünde sie
in einer
Küche,
wäre sie
bald mit

Petersilie, Basilikum oder Lorbeer geschmückt.

Sie kann, da sie ästhetisch keiner besonderen ideologischen Zuordnung gehorcht,
nach überallhin transportiert werden, einfach in die Hand genommen und versetzt werden,
da sie sich zwar einen eigenen Raum um sich herum schafft,
jedoch keine unsichtbaren und dennoch denk- und fühlbaren - und somit festen - Wände.

Die Figur ist ein offenes Haus, ihr eigenes Denk- und Wahrnehmungszentrum:
Zentrum und Schale in Einem.

figur_ROSA_POCK_copyright_Gundi_FeyrerDie Haltung der Figur
ist die eines Herrschers,
der sein Gebiet aufbreitet,
es zur Verfügung stellt,
zur Umgebung hin öffnet.

Die Grenzen dieses Gebiets
sind nicht klar definiert
(das Fehlen des
Untersatzes, der Platte),
erlauben somit Überschreitungen,
hängen von der Umgebung ab
(die Figur ist kompakt,
bricht nicht leicht,
kann leicht transportiert werden):
sind fliessend.

Die souveräne Haltung
deutet auf Herrschercharakter,
während sie sich andererseits
wegen des Mangels an
abstraktem Geschmücktsein
und mitgeliefertem Kontext (Platte)
in jede Umgebung
real und problemlos einfügt,
da sie nur als Figur/Name sowie immens verkleinertes und schlechtes Abbild
(Schuld des Bildhauers) von Rosa Pock existiert:

nackt und ungeschützt, was ideologisch-ästhetische Beheimatungen betrifft.

Sie wird hier ohne einen Kontext aufstellenden Raum präsentiert, um zu behaupten, dass jeder Raum, in dem sie aufgestellt wird, von solcher Nacktheit und Ungeschütztheit angesteckt wird, damit auf Grund stösst, also da, wo aufgesetzte und nur halbgelebte Inszenierungen durch Präsenz und Direktheit blossgestellt werden, sich die Idee der Freiheit im Denken Platz schaffen kann.

Die sie begleitenden Teile, eine Sitzbank für zwei,
ein dem Originaltisch des Kaffeehauses Hummel

figur_ROSA_POCK_copyright_Gundi_Feyrer(schlecht) nachgebildeten Kaffehaustisches
samt Zuckerstreuer, Zigarettenschachtel und Papier
(einzig abstraktes Zubehör),
sind alle lose und voneinander unabhängig,
in alle Winde verstreut.

Sitzbank und Tisch, um die Füsse abzustellen,
können auch für sich stehen.
Die Figur selbst kann auch allein
und ganz woanders für sich sitzen.

In einem Haufen Bücher oder auf irgendeiner Treppe.
Etwas Anlehnung braucht sie jedoch.

ODER: Uns umgibt ein gewaltiges, strukturiertes Gefüge physikalischer Objekte und Effekte (Wirbel unsichtbarer, kreisförmiger Linien um den Magneten herum).

Rosa Pock - Schriftstellerin. Lebt und arbeitet in Wien.

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6 - INADAEQUAT AVATAR - czz
Höhe: 23 cm

Portrait eines Tuns, und der sich ständig verändernden und sich ausdehnenden Ergebnisse eines Tuns, in dessen Mitte sowie dahinter die dieses Tun Tuende steckt.

Sie steckt dort nicht wiedererkennbar erkennbar dahinter
als czz genauso wie oben auf der Kommandobrücke als Kapitän
und direkt am richtungsgebenden Vorne als Galionsfigur ihres
mit hilfe des Maschinenwerkmeisters KP gebauten Küstenfahrzeugs,
mit dem sie alle noch so fernen Buchstaben- und Bilderweltmeere befährt
und unermüdlich nach neuen und frischen Exemplaren Ausschau hält.

figur_INADAEQUAT_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

Die Fischermütze
auf dem
gedanken-
blauen und
tinten-
dunklen
Kopf erklärt,
dass sie
ein Jäger ist,
der an der
Hand von
Stromkabeln,
Gedanken-
Licht- Ge-
Schwindig-
keit,
Bilder-
Schmuck-
Frequenz
sowie
Klangweisen
misst,
um zu
sehen,
ob sie
in das
von ihr
ver-
schlüsselte
und
glänzende
Netz ihrer
zielsicheren
Suche
passen.

Einmal dazu entschlossen, diese oder jene Art von Tintenfisch oder Meeresbucht anzuheuern und einzufangen, werden jene mit Begeisterung sofort in ihr Logbuch aufgenommen, danach von Mond, Sonne und Sternschnuppen abgelichtet, um schliesslich auf der von ihr genauso selbst erstellten Logarithmentafel, auf der alle Möglichkeiten der Potenzierung zahlreicher und faul herumtreibender Sinnraubfische chiffriert enthalten sind, eingraviert zu werden (gelegentlich auch in der Art der Holzfäller, mit der Axt ihrer Entscheidung dort einzurammen), und schliesslich registriert (manchmal werden sogar ganze Atolle als 1:1 Landkarten dort ausgelegt).

figur_INADAEQUAT_AVATAR_copyright_Gundi_FeyrerAnschliessend wirft sie jede Beute
sofort wieder zurück
in jedwedes Weltbuchstabenmeer,
damit sich jene
kurz gefangengenommenen
und gegen jede Erwartung
lebendig gebliebenen Exemplare
wieder ins Getümmel der anderen Weltbucht- und Buchstabenmeerbewohner werfen können,

figur_INADAEQUAT_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

sich dort von ihrem Lichtschreck
erholen und erfrischen,
um dank dieser durch czz
getätigten und unendlich vielen Würfe
die nicht unbedingt konstante
Weltgedankenlichtgeschwindigkeit
wieder gemeinsam
auf frischen Buchstabenvordermann
zu bringen.

So befreit von jeder Beute
und gleichzeitig so
jede Beute von sich befreiend,
segelt czz stetig mit neuem Wind voran,
beflügelt und durchströmt
von Wind, Gewitter und
sämtlichen Weltgedankenstromkreisen,
welche das Segel ihres Tuns stetig vorantreiben,
auf der Suche nach immer neuen,
unentdeckten und sauerstoffreichen Zielen.

ODER: Licht ist ein Kollektiv, das weder Anfang noch Ende hat
und sogar dann zu sehen ist, wenn es dunkel ist.

czz - Editor in|ad|ae|qu|at

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7 - LIESL UJVARY - PERPETUUM MOBILE
Höhe: 20 cm

Die Figur sitzt auf einem Bürofahrradgestühl mit grün vergrössertem Reitsattel, der in roten Rücken verdrehenden und seidig schwankenden, haarigen Grasröhren (Lilien) endet, die eine pflanzliche Rückenlehne bilden (auch umgekehrt als Handwirk- oder Cowboystuhl verwendbar).

figur_LIESL_UJVARY_copyright_Gundi_Feyrer

Das Sitzrohr des Arbeitsrads
ist zum Bürostrumpfbein/ Fuss
geworden,
dessen Fusskreuz
auf 5 Nussbaumarmen steht,
von denen zwei
zum Schaffenstriebrahmen
hochgeklappt wurden,
um die Richtung der
Inspirationsschlenker
vor einem Ausscheren
zu bewahren.

Die Mandelbaumzweigarme
haben weder Lasträder
noch Schuhrollen,
da das Weiterkommen
allein vom Rad übernommen
werden muss -

die verbleibenden 3 nicht existierenden Rutsch- oder Scharr-Bodenrollen würden nur die Fahrtrichtung durcheinander bringen und so jedes eifrige Rennen unmöglich machen.

Die Figur wird mittels eines Kabels an der Mitte des Schöpf-(ungs)rads an- und ausgesteckt. Der Strom wird von der Drehung des Rads erzeugt und über ein drahtiges Kabel weitergeleitet.

figur_LIESL_UJVARY_copyright_Gundi_Feyrer

Grün verbrämt
läuft es neben
der Körperröhre
vorbei und
färbt sich
nach einigen
Irrwegen
mal so , mal anders
(die aleatorisch
auftretenden Farbreste /
Kabelzungen
und
Arbeits-
Störungen
werden

durch unkontrollierbare und noch unbekannte Spannungen erzeugt und sind zähneknirschend zu tolerieren), da sich die äusseren Kreise sowie die im Kopfinnern der Figur, chaotische Schleifen ziehend, exstatisch zu Brotkantensprüngen, Pedalkurven und animalischen Schiesspulvergeschwindigkeiten steigern, sodass singende Blätter insektenförmige Liederkränze bevölkern und japanische Stierkampfarenas russische Sprachkühe reparieren, etc.

Kurzzeitig ermattet, verdichten sie sich in der rechten Hand zu einer weiss-rotglühenden Kamera, die die sie selbst bildenden Kabel und Blumen blasenden Musikstücke abfotografiert, um sofort und wie magisch von der linken Hand angezogen, ein weisses, bipolares Kometenfeld zu durchlaufen (zwei Hände - zwei entgegengesetzte Pole), mutig die linke Hand zu durchrasen, um in einer lärmenden Seemannsgarnrolle (Zufallsknäuel, Sonnenspule, Windböenstrauss) schnellhellgelb zu enden.

figur_LIESL_UJVARY_copyright_Gundi_Feyrer

Dies alles raubt der
schaffenden Figur L.U.
zwar den Atem,
ist aber nicht das Ende.

Im Gegenteil.

In diesem
knallenden
Knäuelende
steckt
- wie in
der Drehung
des Büro-
Fahr-
Stuhl-
Rads -
ein jeder
immerneue
Anfang.

Der
schwirrende
Eindruck,
den die
wurm-
linien-
förmige
Bemalung
der Platte
auf das Auge
macht, ruft
schreiend die Idee der Bewegung im Betrachter auf.

Acrylenergie wird in brausendes & schwirrendes Federgewicht umgewandelt.

Die Sturmquelle, fälschlich still ruhender Plattenbemalung zugeordnet, speist sich aus unendlich grosser Täuschungsenergie und wird vom Betrachter unbedacht auf das Kabelknäuel übertragen, womit automatisch die Stromübertragung hergestellt ist, d.h., real Sturmstrom weitergeleitet wird.

Die wahre Bewegung steckt im augenfällig stillstehenden Rad (es kann sich tatsächlich bewegen), die unwahre in der Platte, aber, da der Betrachter, optisch getäuscht und geohrfeigt, sie allzu freudig in fliessenden Augenhonig sowie denkende Eulen verwandelt, muss sie hier als realer und wahrer Springfluss angenommen werden.

Sobald also die Kabelrolle die Platte auch nur berührt, wird der unwahr-wahre Plattenstrom in die Kabelrolle geleitet: der Kreis schliesst sich.

AXIOM (klassisch): Die Wege des Schöpfers - hier Liesl Ujvary - versetzen zwar das Rad in Bewegung, bringen es in Schwung und werden vom selbsterzeugten Strom selbst wieder in Schwung gebracht, wären aber ohne den Betrachter, der den Stromkreis dank seiner Lust an der Illusion schliesst, bald am Ende.

So jedoch läuft die Maschine endlos, lustvoll, eifrig und ewiglich auf Hochtouren weiter.

Liesl Ujvary - geboren 1939 in Bratislava, Slovakei,
lebt als Schriftstellerin in Wien. Texte, Bilder, Musik.

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8 - GUNDI FEYRER - SELBSTPORTRAIT MIT ACHTBEINIGEM TISCH
Höhe: 13 cm

Hier singen Stuhl, Figur und Tisch gemeinsam und ineinander verschmolzen,
wie holziges Pech in schwefligem Chor:

figur_GUNDI_FEYRER_SELBSTPORTRAIT_copyright_Gundi_Feyrer Jeder Part ist durch irrsinnige Instabilität charakterisiert, sodass der an sich achtbeinige Tisch real nur auf zweien fusst, während die restliche Tischbeine in der Luft hängen und, da nur Menschen auf zwei Beinen längere Zeit stehen können, gibt es auch hier keine Ausnahme.

Das rettende und tragende dritte Element ist das einsame Stuhlbein (die zwei verbleibenden und der Figur einverleibten Beine schweben ebenfalls), sogesehen zum dritten Tischbein geworden, während der Rumpf der Figur als Brücke zwischen Stuhl und Tisch fungiert, um als schweres Gas das Gesamtgewackel gerade noch am Stehen zu halten; bzw. in fussfester Schwebe zu verbeinen.

Wunderlicherweise verwandelt sich hier der Mangel an Stabilität und Stimmfestigkeit in sein Gegenteil: durch das ununterbrochene Kontinuum an zitterndem Ungleichgewicht hat sich dessen konstante Obertonfrequenz dermassen in die Luft gebissen, dass diese ewig gleiche (Biss- )Spur auf diese Weise zu einer festen Linie, ja, gar zu einem Schiffstau koloratiert wurde, an dem schliesslich das dreiteilige, lose Konstrukt unsichtbar befestigt ist - um damit den dauernden Lebens- und Liebesbeben die Stirn besser bieten zu können (siehe auch: Komplott aus Stuhl, Figur, Tisch).

AXIOM (modern): Mangel ist gleich Fülle.

figur_GUNDI_FEYRER_SELBSTPORTRAIT_copyright_Gundi_FeyrerTönendes
und
stimmliches
Un-
Gleich-
Gewicht,
bei dem
die Mühsal
des
unentwegten
Aus-
Gleichens
(Gleich-
Gewichts-
Produktion)
zur
konstanten
Zitterachse
geworden ist,
an der
die ohnmächtigen Teile der künstlerischen Produktion lose, asymmetrisch und unvorstellbar aufgehängt sind.

figur_GUNDI_FEYRER_SELBSTPORTRAIT_copyright_Gundi_Feyrer

Die ganze Einheit ist
mit der einhergehenden
Funktion eines
Universaltisch- und
Stuhlbebendämpfers
identisch geworden
und gibt nun
lebenslänglich Kunde
über die
jeweils auftretenden
Kometenbomber
über die im Tisch eingelegte Hieroglyphenplatte ab.

ZUSATZ: Die im Gegensatz dazu unvorstellbare Stabilität von Weinflasche plus Glas auf dem geneigten Tisch lacht noch jedem Newtonschen Gravitationsgesetz ins Gesicht.

Gundi Feyrer - Schriftstellerin, Zeichnerin, etc. Lebt derzeit in Córdoba.

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Gundi Feyrer

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in|ad|ae|qu|at proudly presents : Die erste Blog- Portrait- Skulptur der Welt



||| STATTHALTER UND CHIMÄREN | CABINET DE PORTRAIT | GUNDI FEYRER : “INADAEQUAT AVATAR” | MIT GUTEM GRUND | NAMENTLICH | KLANGAPPARAT

STATTHALTER UND CHIMÄREN

Da ging eben noch die Rede von den berühmt- berüchtigten Avataren - jenen Ersatzwesen , welche man sich ( dem indischen “Götzenbild” entlehnt ) bedient , um beispielsweise in der “Second World” herumzuspuken . Oder - platterdings auf ein briefmarkengrossen Bildchen reduziert - auf Netzplattformen , Foren und in den Kommentar- Fussnoten von Blogs .

Da ja auch wir in|ad|ae|qu|at sowohl mit einigen der geneigten Leser als auch im Autoren | Autorinnen des “Salon Littéraire” seit Jahr und Tag persönlich unbekannt sind und sozusagen im “Doppelblindspiel” miteinander verfahren , bleiben die wirklichen Gesichter unserer Gegenüber jenseits des Bildschirmes weitgehend Chimäre . Umgekeht kennen uns vieler unserer Gäste ebenfalls nicht von Angesicht . Was auch gut so ist und beabsichtigt , wollen wir doch weder unser Privatleben noch unser Konterfei aus dem Facebook hängen .

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CABINET DE PORTRAIT

Iinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_FeyrerNun hat uns allerdings am gestrigen Tage aus dem fernen Spanien die Nachricht von einem skulpturalen Cabinet de Portrait ereilt , wo unsere “Salon“- Autorin und in ihren “AUF- UND VERZEICHNUNGEN” ziganisch wilde Zeichnerin Gundi Feyrer tatsächlich ein Portrait des Blogs ins dreidimensionale Werk und damit in die Welt gesetzt hat .

Da haben wir ihn nun in Tat und Wahrheit , unseren in|ad|ae|qu|aten AVATAR , ohne auch nur je in Blickkontakt mit dessen Schöpferin geraten zu sein - so unverhofft wie wohlgeformt !

Was er an sich und WIE es dieser Avatar es in sich hat , sei im Folgenden vorgestellt : Der Sache zugleich den Werktitel entlehnend , hat Gundi Feyrer ihre Miniatur- Skulptur mit “inadaequat AVATAR” benannt .

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GUNDI FEYRER : “INADAEQUAT AVATAR”

Sind des die Tastatur- Finger oder der hier herrschende Kabelsalat , welche die Figurine als Attribut in Händen hält ? - Vielleicht auch die metaphorischen “loose ends” zum “Connecten” ? -

Iinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

Iinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

Mütze und schwarzes Paletot sind jedenfalls nicht nur symbolisch , sondern recht konkret in feinster “striking likeness” gestaltet -

Iinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_FeyrerIinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

Iinadaequat_AVATAR_copyright_Gundi_Feyrer

Der statuarische Eindruck , den das Figürli auf den ersten Blick gewähren mag , trügt natürlich .

Als zollte die Künstlerin dem Ineinandergreifen der verschiedenen Ebenen , Räume und Teile dieses in die Tiefe der Seitenarchitektur und der Zeiten gestaffelten Web- Werks Reverenz , hat sie den “AVATAR” auf einem beweglichen “Fuss”- Podest angebracht , der es gestattet , die einzelnen Teile gegeneinander zu drehen .

Aber was heisst hier “Fuss” . . . ?!