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Neues von Freunden



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FRISCHLIEFERUNG

czz neues von freundenEs hat sich eingespielt , dass wir in|ad|ae|qu|at dann die Karte “Neues von Freunden ausspielen” , wenn unser Leib- und Magen- Hausmusikant broque eine Frischlieferung bringt . Wer empfängt , der möge auch geben . So also brechen wir nun auch den - voriges Mal keusch verschwiegenen “brotcast” - und leeren gemeinsam den enorm gefüllten Märzenbecher . |||

TEXT DES MONATS

czz neues von freundenDer “Text des Monats“, mit welchem Liesl Ujvary den Berliner Schriftsteller Johannes Jansen vorstellt , klingt jedenfalls alles andere als gemütlich . Weitere Textproben verabreicht lyrikline in sozusagen homöopathischen Dosen : Aber just diese wollen erstmal verstanden und in dem , was Doderer noch “Desperatismus” genannt hätte , vergegenwärtigt sein . So etwa die Passage “Halbschlaf” ( Suhrkamp ) :

Unfähig zum Rückzug geht uns die Ankunft voraus. Wollen sie nun ankommen oder unterwegs sein, fragt die verfahrene Situation, ohne ein Lächeln zu vermeiden. Letzteres, heißt es, denn wir wollen nicht fertig sein, bevor sich die wechselnde Zeit nicht erfüllt hat. Alles ist möglich. Nichts ist möglich. Ein Spiel mit Aufbruch und Abscheu. Um unserer Existenz einen Zeitvertreib zu bereiten, spielen wir die Wege durch. Sie enden alle im Abseits, manche siegreich, doch der Sieg ist zu umgehen. ( with friendly regards to J. J. and lyrikline ) |||

“DER SIEG IST ZU UMGEHEN”

 

czz neues von freundenMan kann es auch “Passion Österreich” nennen , durchaus im vorösterlichen Sinne und 70 Jahre nach dem sogenannten “Finis Austriae” . Die Stadtkirche Darmstadt jedenfalls zeigt noch bis 16. März Angelika Kaufmanns Rauminstallation “Requiem” . Eine Reihe literarischer Matinéen ( sowie eine Kriminacht am 14. 3. mit Paulus Hochgatterer , Franz Schuh , Heinrich Steinfest und Stefan Slupetzky ) wird die Installation bis zur Finissage am 16. 3. mit Elfriede Gerstl und herbert j. wimer begleiten . Da ist Keiner dabei , dem es nicht nahe läge , allzu billige Siege zu umgehen .

Wer Angelika Kaufmanns Ver- Schriftungen auch jenseits von Darmstadt in Raum und Ausstellung sehen mag , muss seine Schritte ab Montag , 10. 3. nur in die Wiener Salvatorgasse lenken : Die Galerie Splitter Art zeigt den Zyklus “. . . reise nach . . . ” und wird bei dieser Gelegenheit auch gleich das feine Katalogbuch “Angelika Kaufmann : Arbeiten auf und mit Papier 2000 – 2007 | Works on paper and using paper” vorstellen . Ein paar Impressionen daraus waren auf in|ad|ae|qu|at ja bereits zu sehen .

Bereits ab diesen Donnerstag , 6. 3. wird Margherita Spiluttini in der Galerie Christine König gezeigt . Als Eyecatcher hat man das “Gebäude für Forschung und Schulung” ( Roche , Basel ) online gestellt : Und damit einen Teil der jahrzehntelangen photographischen Dokumentation des architekturalen Schaffens von Herzog & de Meuron ( hier mehr … ) . Die Wandgestaltung von Rémy Zaugg mit ihrem gewaltigen Schriftzug “DOCH ICH , DAS BILD ICH HÖRE DEM DUFT DES VEILCHENS ZU” fügt ein weiteres Exempel zu der an anderer Stelle angesprochenen Debatte über “Schrift in der Photographie” . |||

HÖRT ! HÖRT !

czz neues von freundenDie Literaturzeitschrift ZEITZOO feiert die schöne Achterschleife des entsprechenden Geburtstags am Mittwoch in der Galerie der Literaturzeitschriften des Literarischen Quartiers : Nikolaus Scheibner , Magdalena Knapp- Menzel , Günter Vallaster , Ilse Kilic und Fritz Widhalm u. a. beweisen am 12. 3. , dass es keinen Knud braucht , um fröhlich zur Grösse zu wachsen . Selbst dann , wenn nicht alle hinschauen .

Hinhören kann man - bei raumbedingt begrenzter Publikumszahl - ab sofort und einmal im Monat auch im Glücksschweinmuseum des Fröhlichen Wohnzimmers : Am 7. März heisst es zum zweiten Mal “P(L)OP” und “Hört , hört !” , denn oben besagter Fritz spielt und kommentiert “10 Musikstücke im histörrischen Kontext” ( 1080 , Florianigasse 54 , 19 Uhr ) . |||

LESEN & HÖREN OFF BROADWAY

czz neues von freundenÀ propos Kleine Leseorte : Selbstredend gelten A- Adressen und Top- Events wie Brigitte Kronauers Lesung aus ihrem köstlichen Three- in- One Roman “Errötende Mörder” ( Literarisches Quartier , 13. 3. ) oder Andrzej Stasiuks unverkennbare prosapoetischen Pilgerschaften unter dem Titel “Fado” ( Literaturhaus , 10. 3. ) als Top- Events . Zweifellos werden sie in der Tagespresse zureichende Beachtung entfachen .

Von den kleineren und versteckteren Schau- und Hörplätzen von Literatur erfährt der Zeitungsleser erfahrungsgemäss eher selten . Folgen also noch zwei Off- Broadway- Hinweise : 50 und kein Stück darüber hinaus umfasst das bibliophile Kunst- Buch- Werk “Hollis & Holly” . Text : Lisa Spalt frei nach “Hollywood” und “Frau Holle” ( siehe : “Grimms” ) , Zeichnungen und Siebdrucke von Georg Bernsteiner . Die Präsentation der Limited Edition findet in der Werkstatt für Kunstsiebdruck Andreas Stalzer statt . Termin : 10. 3. , 19 Uhr . Ort : 1060 , Barnabitengasse 6 .

Reizvoll lässt sich schon der Name von Lhotzky’s Literaturbuffet ( 1020 , Taborstraße 28 , Eingang Rotensterngasse) an , wo Birgit Schwaner aus ihren “Lunarischen Logbüchern” ( R : Sigrid Messner , Literaturhaus ) liest , nebst Lisa Spalt mit eventuell grimmigen Texten . Notiere : 14. 3. , 19 Uhr . |||

HÖREN : RADIOKUNST @ RADIO FRANCE

czz neues von freundenSpeziell im Nachspiel zu der vor freundlichem Publikum präsentierten “Literatur als Radiokunst 2007″ sei ein akuter Radiohinweis gestattet : In seiner schon legendären Sendung zur “ars acustica” präsentiert Andreas Hagelüken einen anthologischen Querschnitt durch die Radiokunst bei Radio France ( Reihe : Neue Radiokunst international ) . Heute , 4. 3. ,23.03 Uhr , SWR2 . |||

KLANGAPPARAT

Inklusive diverser Doppelungen von Net- und LP- Releases steht broque ( aka Der Werte Herr Christian ) mit seiner März- Veröffentlichung nun schon bei Nummer 50 : Was wir da von Seiten des Deutschen Max Cavalerra zu hören kriegen , kündet allerdings in keiner Weise von einer czz hörempfehlungmidlife- Krise . Eher nach einem Äquilibrum zwischen treibend perkussiven und souverän gesetzten melodischen Spektren . Sollte man den Ausdruck “adult pop” in positivem Sinne verstehen wollen , dann wäre im Fall der EP below zero mit gutem Fug und best- practice- Recht von “adult electronica” zu sprechen . - Kurz gesagt : Der Stilwille ist dezidiert und tanzbar , bewahrt gleichwohl eine gewisse Diskretion . Noch kürzer gesagt : Empfehlung ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. the core | 02. quintessence of soul | 03. mono bot | 04. welcome to delta | 05. bermuda triangle |||

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“Trinkt, O Augen”



für Margherita Spiluttini
Laudatio zur Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien, 18. September 2007

Augen , meine lieben Fensterlein ,
Gebt mir schon so lange holden Schein ,
Lasset freundlich Bild um Bild herein :
Einmal werdet ihr verdunkelt sein !

I.
AIGA airport arrow left up“Lasset Bild um Bild herein” : Der Mensch als Schauender . Der Künstler als Kamera . Gottfried Keller hat diese Verse “visueller Poesie” gedichtet . Derselbe Gottfried Keller , der mit dem “Grünen Heinrich” ein beredtes Zeugnis abgab für die anhebende Krise “realistischer” Repräsentation .

Dieser merkwürdig moderne und zerrüttete Entwicklungsroman ist durch und durch aus Motiven des Augenscheins gewebt : Sehen als Erkennen , Schau als Glück . Dies gilt auch für den KAIROS der BEGEGNUNG mit dem ästhetischen Artefakt : Geistesblitz und Schock , plötzliche Erkenntnis , Sinnlichkeit und Gewissheit .

Die Fotografie ist die klassische Metapher für diesen KAIROS . Erfasst mit der Hand am Auslöser . Stillgestellt und ausgeliefert auf empfindlichem Material . Materialisierung , welche ihrerseits sofort Gegenstand wird und damit Geschichte .

Als eminent selektiver Ab- Druck einer ganz bestimmten Realität zu einer ganz bestimmten Zeit verlässt die Fotografie in der Sekunde ihres Entstehens das, was sie bildlich fasst.
Nun zieht sie eine - ihre - eigene SPUR.

II.
AIGA airport arrow left upSeit den frühen 80er Jahren legt Margherita Spiluttini solche fotografischen FÄHRTEN :
urbane Situationen, bauliche Charaktere, Verfasst- und Beschaffeheit von Landschaft . Dezidiert stets der Hinweis auf den Eigen- Sinn ihrer SICHT DER DINGE . Die schöpferische Notwendigkeit von Subjektivität . Zwischen steinernen Realitäten und der fotografischen Realitäts- Falle hat THE WO/MAN WITH THE CAMERA über die Grenzen der Genres hinweg den SPIELRAUM der Architektur- Fotografie erweitert .

Uns als Betrachtenden gewährt Margherita Spiluttinis Werk ein erhellendes Sehen . Wir sind so frei , bei ihr Bilder zu finden, nach welchen wir nie zu suchen wussten . IMAGES ILLUMINÉS , deren Entschiedenheit uns momentan ein- und nachhaltig erleuchtet : HINTER die Sekunde ihres Gesehen- Habens können wir nicht zurück : Sie haben uns die Augen geöffnet . So , wie uns Johann Sebastian Bachs “Wohltemperiertes Klavier” die Ohren aufgetan hat . Oder Miles Davis’ “Bitches Brew” .

Drei Werkgruppen mögen daran erinnern , DASS und WIE Margherita Spiluttini uns das Sehen lehrte .
· Da wäre 1. , die fotografische Bestandaufnahme für und in dem Führer ARCHITEKTUR IN WIEN .
· Da sind 2. , die in der Ausstellung NACH DER NATUR 2002 versammelten Landschafts- Aufnahmen.
· Da gibt es 3. , das von Margherita Spiluttini nach multiplen Kriterien komponierte Katalog- Kunstwerk RÄUMLICH / SPACIOUS . Eben erschienen als Komplement zur Ausstellung ATLAS AUSTRIAE .

III.
AIGA airport arrow left up“300 sehenswerte Bauten” : Listig spielt das 1984 von der ÖGA herausgegebene Brevier ARCHITEKTUR IN WIEN mit dem konservativ- affirmativen Begriff der Sehens- Würdigkeit . Geschürzt zu 14 topographischen Knoten und in je chronologischer Reihung treten Wiens Bauwerke in Text und Bild auf den Plan . In ihrer strikt seriellen Anordnung erstellen die EN FACE- Aufnahmen eine Typologie von Proportionen, Idiomen und Formen .

Von Dietmar Steiner : Zu jedem Bauwerk ein knapper Paragraph . Text , Daten , Kommentar . Von Margherita Spiluttini : Je ein Bild . 300 aus 500 Aufnahmen , unternommen 1982 und 1983 . Pro Seite : Fünf Gebäude , Legenden und Konterfeis . Gleiche Grösse . In S/W .

Die Wahrnehmung , an Wiens reale und symbolische Grössenordnungen gewohnt , gibt sich schockiert : Den ausgreifenden und respektheischenden Kubaturen der Macht wird kein Quäntchen mehr Raum zugewiesen als der vermeintlich bescheidenen Funktion .

Solcherart macht ARCHITEKTUR IN WIEN den demokratischen - wenn nicht gar antiautoritären - Geist der 60er und 70er fruchtbar für eine Bestandsaufnahme des Vorhandenen . Zugleich legt dieses Brevier der eben anhebenden Postmoderne ein Inventar bereit : Einen Katalog bestehender Formen , Figuren und Fantasien als Grundlage für zukunftsträchtiges Bauen im Kontext der historisch überdeterminierten Stadt .

Wie Bodo Helles 1983 erschienene STADTSCHRIFT mochten Manche den Band ARCHTEKTUR IN WIEN als Indiz ansehen für ein neues Bewusstsein von Urbanität : Eine Urbanität, die in den frühen 80ern aufregend rau und roh sein konnte . Eine Urbanität , welche die Stadtlandschaft ansah als Raum für Exkursionen in die noch nicht völlig durchformte Makro- und Mikrostruktur . Die Glättung und Färbung der Oberflächen - - sie sollten erst später erfolgen . Ebenso wie der Neue Narzissmus , die Städtekonkurrenz und die Architektur des Spektakels .

IV.
AIGA airport arrow left upSzenenwechsel : Ausstellung und Werkkomplex NACH DER NATUR . Zu sehen 2002 im Technischen Museum Wien . Plus Katalog . Untertitel : “Konstruktionen der Landschaft” . Im Unterschied zu ARCHITEKTUR IN WIEN , wo die Gebäude- Portraits ihre Objekte in strikter Zentralperspektive fokussierten , befinden wir uns nun im WIDE OPEN.

Alpine Kulturlandschaft , die so herum liegt . Rundherum . Durch und durch erschlossen .

NACH DER NATUR ist skeptische Reflexion auf den Abbild- Realismus - gefasst in das Wort für die alte Lehrdisziplin des Zeichnens “nach der Natur” . Zugleich ist NACH DER NATUR ein POST NATURAM : “Natur” ist - seit sie so heisst - ohne kulturelle Durchformung nicht zu haben .

Im Wissen um die Aporien jeder Annäherung an NATUR fasst Margherita Spiluttinis rahmender Blick Szenen und Situationen nach den klassischen Regeln der Komposition . Dramatische Diagonale . Die Wucht der Symmetrie . Die Wärme der Flächen ruhiger Betonwände und Wiesengründe . Im Kontrast zu den kalten Falten , Kanten und Graten von Felswerk und Steinbruch .

Kulturbauten “im Gebirg” : Trassen , Terrassen , Tunnels , Röhren , Kanäle . Hier ist die Werkstatt des oft anonym bleibenden Ingenieurs und Baumeisters . Kaum je betritt der AUTOR- ARCHITEKT je das Terrain . An diesem gut sichtbaren Punkt berühren wir das Leitmotiv von konstruktivem Ingenium im Unterschied zum expressiv Künstlerischen . Ein eminentes Thema , spricht man von Margherita Spiluttini , Tochter eines Gebirgs- Baumeisters , geschult an den bildgebenden Verfahren der Medizin .

Unwillkürlich und ebenso schockhaft katapultiert uns manche Anmutung dieser höchst körperlichen Landschaften in eine assoziative Nähe zur Medizin . Dann mögen wir uns mitten in einer Intensivstation wiederfinden . Tunnel- Röhren , Abfluss- Systeme wie Katheter . Klaffende Steinbrüche . Leitungen , Läufe und Schläuche wie Adern . Serpentinen , Lawinenverbauungen wie Bandagen . Brücken als Krücken und Stützen .

Allerdings drängt sich dieses Paradigma nicht notwendig auf . Wer es sehen mag , tut dies nicht aufgrund einer tendenziösen Agenda . Sondern im stillen Spiel von Linien und Formen , Strukturen und Texturen .

V.
AIGA airport arrow left upWieder stossen wir auf Wort und Wert von Spiel und SPIELRAUM . Spielraum zwischen den künstlerischen Ressourcen “Ratio” und Intuition . Spielraum zwischen dem Subjekt HINTER der Kamera und dem Objekt DAVOR . Unter dem schwarzen Tuch der Sucherabdeckung bleibt die Künstlerin während ihres Dialoges mit dem Gegenstand VOR den Linsen der Grossformat- LINHOF verborgen . - Black Box ? Beichtstuhl ? Traumdeutung ? - Wie auch immer der uneinsehbare Spielraum beschaffen sein mag : HIER flektiert sich das Abbild zum Inbild .

Den Begriffen von Spiel und Spielraum eignet in unserer Kultur etwas Infantiles . Verdacht auf Unordnung , Unernst , Unsitte . Skandal ökonomischer Abundanz . - Dabei ist jedes Spiel eine hoch komplexe Abfolge von Einzelentscheidungen . In dieser Hinsicht ist Margherita Spiluttini eine bekennende Agentin des Sprachspiel- Konzepts von Ludwig Wittgenstein , dessen Haus sie eingehend fotografierte .

Der eben vom AZW herausgegebene Werkkatalog RÄUMLICH - SPACIOUS widmet dem PALAIS STONBOROUGH ein ganzes Kapitel . In diesem Buch- Kunstwerk manifestiert sich ein weiteres Leitmotiv von Spiluttinis Fotografie : Es ist die Lust am Spielerischen , die Hingabe an die Verführungen des Visuellen . Linien und Flächen . Strukturen , Figuren und Muster . Korrespondenz , Dissonanz . Das Serielle . Das Singuläre . Die Faktur einer Farbe . Der Fund einer Form . Spiegelungen, Transparenzen .

RÄUMLICH / SPACIOUS ist eine durchgeformte Dokumentation der fotografischen Mitschrift eines Vierteljahrhunderts . In dem, was dieser Katalog zeigt , aber auch in dem , wie er es zeigt, ist dieses BUCH- KUNSTWERK ein DISCOURS DE LA METHODE . Explizit implizit führen die Kapitel dieses Katalogs verschiedene Verfahren vor , wie aus den unendlich möglichen IMAGES À TROUVER einzelne Bilder zu verwirklichen sind. Aufzulesen . Auszulesen . Aufzunehmen .

Und siehe da : Margherita Spiluttini hat unsere Augen , unser Hirn und unsere Phantasie hinreichend vorbereitet , die Chiffren- Schrift dieser Bilder und ihrer Komposition zu entziffern . Sie hat dieses , ihr Bildungs- Werk undogmatisch und sehr diskret geleistet . Das Pathos der Disziplin , die Strenge des Denkens im Federkleid der Ironie .

VI.
AIGA airport arrow left upMargherita Spiluttini hat in und mit dem Material Wiens gearbeitet , sie hat mitgeschrieben an der Geschichte der Ansichten und Einsichten . Wäre man jetzt pathetisch , dann würde man sagen : Ihr ATLAS AUSTRIAE hat ikonische Meilensteine platziert mitten hinein in unsere MAP OF MIND .

Aber wir sind nicht pathetisch und sagen es deshalb nicht . Das würde Magherita nämlich nicht billigen . Deshalb will ich mit den letzten Versen von Gottfried Kellers “Abendlied” schliessen .

Doch noch wandl’ ich auf dem Abendfeld ,
Nur dem sinkenden Gestirn gesellt ;
Trinkt , O Augen, was die Wimper hält ,
Von dem goldnen Überfluss der Welt !
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Links :

Ganz gut zum Strukturen- Thema der Architektur und ihrer Fotografie will sich Teil Zwei unserer kleinen Revue der jüngstes Releases bei Thinner / czz hörempfehlungAutoplate fügen : Mit # 097 , Blüte Seines Lebens , bringt Das Kraftfuttermischwerk eine gehörig poetische Attitüde in Anschlag . Dass dies mitnichten Grund zur Panik ist , weiss , wer die Thinner- Soundsphäre kennt und nennt . Strukturen , Muster , Patterns : selbander in schwingenden Schleifen . Fläche an Fläche , taktische Raster . Kräuselnder Stream . Absolut high- rotation- fähig ! - Click Track and Listen : 01. Fluss Ins Nichts ( 6:02 ) | Blüte Seines Lebens ( 7:08 ) | Blütenstau In Basel ( 5:15 ) [ ... hier hat Margherita Spiluttini übrigens etliche Werke von Herzog & de Meuron fotografiert ... ] | Shadows On Wooden Beaches ( 4:45 ) |||

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