Tag Archive for 'horspiel'

Hört , Hört



||| RADIOKUNST IM GESPRÄCH | … IM HÖRSPIEL | … IN DER BÜHNENAUFNAHME | … @ HÖRDAT

RADIOKUNST IM GESPRÄCH

radio rougeHört , Hört … die fröhliche Botschaft , dass ORANGE 94.0 , das freie Radio Wiens , am heutigen Abend das 2006 live gesendete Studio- Gespräch über Radiokunst an und für sich als Reprise spielt :

Radiokunst | im Gespräch mit Christiane Zintzen , Elisabeth Prinz und Caroline Hofer” , heute , 10. 11. 2007 @ Radio Orange 94.0 , 21 - 22 H. Selbstverständlich auch via Stream .

Host ist Caroline Hofer , die schon lange vor ihrer ORF- “Literatur als Radiokunst”- Produktion freie Hörspiele ins Werk gesetzt und bei ARD- Sendern gesendet hat .

Ausserdem ist beim Label Lehle vorigen November eine hübsche Buch- CD- Edition unter dem Titel “WELLENSPRUNG” erschienen : enthaltend Texte von Caro Hofer und Musik der bewährten Jens Döring .

“Wasser” also in allen Aggregaten von Wort , Flow und Illumination : Ein liebevoll gestaltetes dreieiniges Gesamtkunstwerk . Zu beziehen über den Verlag oder in Bernhard Cellas ungewöhnlichem SALON FÜR KUNSTBUCH , 1070 Wien , Mondscheingasse .

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RADIOKUNST IM HÖRSPIEL

radio rougeMorgen ist dann wirklich Première für ein wirkliches Hörspiel - übrigens eins unter exakt 60 Hörspielen , die im Laufe dieser Woche auf den Sendern der ARD , von DRS und ORF ausgestrahlt werden : Lucas Cejpeks “Einspielzmmer” wurde vom Autor selbst inszeniert und handelt von den Mühen eines sinnlich stimmlich orientierten Metiers :

Eine ausgesprochen spezifische Sicht auf die Welt präsentieren nun der Wiener Schriftsteller und Regisseur Lucas Cejpek und die in München geborene Mezzosopranistin und Musikerin Anette Schönmüller in ihrem Text “Einsingzimmer” [ 2006 ]. Eine namenlose Sängerin, dargestellt von Petra Morzé, erzählt darin von den Mühen überall und jederzeit geeignete “Einsingzimmer” zu finden. Denn ähnlich wie Sportler, die sich vor dem Wettkampf aufwärmen, singen sich Sopranistinnen und Tenöre vor ihren Auftritten eben “ein”. Weil es aber nicht überall geeignete Einsingzimmer gibt, erzählt die Sängerin, erfindet man welche. Und führt die Hörerinnen und Hörer in einer nicht unkuriosen akustischen Reise durch alle jene Orte, die sie vor ihren Auftritten benützt, um sich aufzuwärmen: Durchgänge, Aufzüge, Keller, Toiletten und Wendeltreppen.

Radio Ö1 , Dienstag , 11. November 2008 , 21 H ( Hörspiel-Studio , Stream )

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RADIOKUNST IN DER BÜHNENAUFNAHME

radio rougeAb 22 Uhr sollte man morgen indes umgehend auf den MDR Figaro umschalten ( bzw. auf dessen Stream ) : Dort gibt es nämlich Samuel BeckettsKrapps Last Tape” [ Das letzte Band , pdf ] zu vernehmen und zwar in der historischen Aufnahme der deutschsprachigen Erstaufführung von Samuel Becketts Inszenierung 1969 am Schiller-Theater Berlin .

Mit Martin Held und aus Anlass zu dessen 100. Geburtstag . Allerdings aus der Dose der Deutschen Grammophon … dafür aber auch via Stream .

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RADIOKUNST @ HÖRDAT

radio rougeWas die deutschsprachige Radiowoche sonst noch dicht dichterisch bringt , ist in der unschätzbaren wertvollen Online- Schall- Quellensammlung HörDat nachzuschlagen : Praktisch sortiert nach Sendedaten und -Zeiten , mit Hinweisen aus Streams und Links und …

… sagen Sie doch einfach mal Ihr ewiges Echtleben ab , Und hören Sie , Hören Sie zu .

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NEUES VON FREUNDEN



||| RADIO : ÖSTERREICHISCHE PRIX EUROPA NOMINIERUNGEN | ALIEN PRODUCTIONS @ ARS ELECTRONICA | PARAFLOWS | KUNSTHALLE EXNERGASSE : UNDISZIPLINIERT ( IN WORT UND BILD ) | KLANG 1 : NIK BÄRTSCH | KLANG 2 : VEGETABLE ORCHESTRA | KLANGAPPARAT

Nicole Six und Paul Petritsch Baustelle 2 2004 Foto Gregor Ecker

( Nicole Six & Paul Petritsch : Baustelle # 2 , 2004 - Foto : Gregor Ecker )

 

RADIO : ÖSTERREICHISCHE PRIX EUROPA NOMINIERUNGEN

czz-neuesvonfreundenDrei Produktionen aus Österreich wurden für den PRIX EUROPA 2008 - Fernsehen - Radio - Emerging Media - nominiert : Aus den Insgesamt 213 nominierten Produktionen aus 31 europäischen Ländern ( eingereicht : 582 Werke aus 36 europäischen Ländern ) werden in der Festivalwoche vom 18. bis 25. Oktober ingesamt zwölf Preise ( à 6.000 € ) im Rahmen einer Preisgala im RBB Haus des Rundfunks verliehen . Im vorigen Jahr ist speziell das österreichische Radio mit gutem Ruf dort ausgestiegen -

Der PRIX EUROPA soll unter dem Markenzeichen “Made in Europe” Qualitätsprogrammen ein Forum geben und “einen kraftvollen Austausch auf dem internationalen Medienmarkt” fördern . Die acht Kategorien : ‘TV Fiction’ , ‘TV Documentary’ , ‘TV Current Affairs’ , die multikulturelle Kategorie ‘TV IRIS’ , die Drehbuchkategorie ‘PRIX GENÈVE- EUROPE’ , ‘Radio Fiction’ , ‘Radio Feature’ sowie die Online- Kategorie ‘Emerging Media’ .

Folgende Produktionen aus Österreich wurden für den Wettbewerb 2008 nominiert :

  • ‘TV Fiction’
    Franz Fuchs - Ein Patriot , R : Elisabeth Scharang , D. : Karl Markovics , Stefan Puntigam , Hubert Kramar , Händl Klaus u. a. , ORF TV ( IMDB )
  • ‘Radio Fiction’
    Mein Körper ist ein Schlachtfeld ( Ursendung : 17. 6. 2008 , Ö1 Hörspielstudio ) , Text : Elodie Pascal und Elisabeth Putz , ORF Radio ( mehr … )
  • ‘Radio Documentary’
    A-Moll - Eine Annäherung auf weißen Tasten , Feature von Philip Scheiner , ORF Radio Ö1 ( mehr als eine Kolumne des Autors hat die ORF- Feature- Redaktion derzeit leider nicht zu bieten . Die APA weiss da … fast …. mehr ) .

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ALIEN PRODUCTIONS @ ARS ELECTRONICA

czz-neuesvonfreundena l i e n p r o d u c t i o n s” - das sind die Medien- Künstler Martin Breindl , Norbert Math und Andrea Sodomka - haben im Rahmen der Ars Electronica 2008 ( Thema : “A New Cultural Economy” , 4. - 9. 9. 2008 ) zusammen mit August Black die schon für das Grazer Joanneum eingerichtete Installation “Der Gedankenprojektor” in die Landesgalerie Linz transferiert .

In “Der Gedankenprojektor” setzt sich das Künstlerkollektiv mit Nikola Teslas technischer Utopie einer Apparatur zur fotografischen Abbildung von Gedanken auseinander.

Nikola Tesla ( 1856–1943 ), ‘ein vergessenes Genie der elektrischen Wissenschaft’, wollte eine Apparatur bauen, mit der man Gedanken fotografieren könne. Diese Möglichkeit eines aufwändig zu entwickelnden Bildtransfers hat das Interesse von alien productions aus unterschiedlichen Gründen geweckt: Zunächst aufgrund überlieferter historischer Begebenheiten oder Phänomene. So zum Beispiel das im Auge Verstorbener letzte gespeicherte Bild, das anlässlich eines gewaltsamen Todes auch den Mörder festgehalten haben soll, oder die okkulten ‘Aura-Fotografen’, die sogar ohne Kamera auf lichtempfindlichem Papier nur durch Konzentration in der Lage gewesen sein sollen, ihre Gedanken festzuhalten.

Eine hochprofessionelle, in der Augenmedizin eingesetzte Funduskamera von ZEISS lichtet die Retina, den Augenhintergrund, und die Iris der BesucherInnen ab. Als ‘Gedankenfries’ werden die verborgenen Gedanken der BesucherInnen, die sich auf der Retina abgebildet haben, an die Wand des Ausstellungsraumes projiziert.

Auf http://alien.mur.at/gedankenprojektor finden Sie alle Internetstreams und können mit Ihrem Download-Ticket Ihr eigenes Augenbild herunterladen - Dies freilich erst nach der Eröffnung am 3. 9. 2008 ( Ausstellung 4. bis 9. 9. 2008 , Landesgalerie Linz ) !

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PARAFLOWS

czz-neuesvonfreundenSechs Wochen “Utopia” ( 11. 9. bis 24. 10. 2008 ) setzt das über die Wiener Diskurs | Kunst | Bühnen gehende Festival RARAFLOWS in Szene : Ausstellung und Symposium präsentieren unter dem diesjahrs unörtlichen Titel bereits zum dritten Mal eine Ausstellung plus Symposium zur digitalen Kunst und deren Strategien . Inklusive polymedial adaequatem Rahmenprogramm . Gesamtkonzept Günther Friesinger ( Blog ) .

Ausstellung UTOPIA ( MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark ) :

Technologie besetzt in den utopischen Phantasmen immer eine gewichtige Rolle, oftmals ist die reale Verwirklichbarkeit an die Verfügbarkeit von Technologie geknüpft und ist vor allem in der Digitalen Kunst oft Ausgangspunkt künstlerischer Arbeit.

2008 soll mit paraflows 08 UTOPIA, die Perspektive erarbeitet werden, deren sprachliche Wurzeln mit der letztjährigen Ausstellung korrespondieren. Rund um das Thema UTOPIA möchten wir Konzepte einer möglichen Zukunft erarbeiten, Perspektiven, Träume und Prognosen zeichnen, einen prognostischen Blick in die Zukunft wagen. In direkter Anknüpfung an das letztjährige Thema des Festivals UN_SPACE – das sich mit dem Nicht-Ort oder Un-Ort beschäftigte, wird auch heuer eine vielfältige Auseinandersetzung unter Einbeziehung der übermächtigen architektonischen und geschichtlichen Gegebenheiten des Ausstellungsortes - dem MAK Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark – stattfinden.

Symposium AMBIENTE . DAS LEBEN UND SEINE RÄUME ( 12. + 13 . 9. , Barocke Suiten , quartier 21 , MQ )

Das Ambiente muss stimmen. Das gilt sowohl für den Nachtclub, für das Pandabärengehege, für die Urlaubsreise als auch für das Milieu der Einnistung eines Eies in der Gebärmutter. Das Ambiente bringt uns auf die Spur des Paradigmas des Lebens und der Umwelt. Die Moderne hat ‚das Leben’ auf eine zweifache Weise zum Gegenstand gemacht: als Objekt des Wissens wie auch als Objekt politischen Handelns. Beides, so eine These, die wir dieser Tagung voranstellen wollen, war nur möglich, weil die Bedingungen eines Lebens, seine impliziten Voraussetzungen und seine Grenzen in zunehmendem Maße expliziert wurden. Erst indem das, was dem Leben als seine notwendigen Bedingungen vorausliegt, was also das Leben allererst ermöglicht, weil es ein geeignetes Milieu, eine Umwelt bereitstellt, sichtbar und sagbar wurde, wurde das Feld der Biopolitik möglich und die Ambiente gestaltbar.

Damit soll ein alternativer Zugang zu einer Archäologie der Biopolitik vorgeschlagen werden, der nicht von den juridischen Kategorien der Souveränität oder einer Ontologie des Lebendigen ausgeht ( Agamben ), sondern die Wissensformen, technischen Gesten und Phantasmen untersucht, die sich der für die Moderne charakteristischen Bewegung der Explikation als „aufgedeckter Einbeziehung von Hintergrundgegebenheiten in manifeste Operationen“ ( Sloterdijk ) zu den verschiedenen historischen Zeitpunkten widmeten. ( Hier die Sprecher und Abstracts der Vorträge . )

Eine gesammelte Liste aller in Wort und Flow Teilnehmenden finden wir in|ad|ae|qu|at leider nicht . Aber das Festival besass bereits im vorigen Jahr den leichten Ruch einer relativ geschlossenen Ver Anstalt ung . Viel mehr weiss auch die futurezone dazu auch nicht zu sagen . Letztes Jahr sei die oben vorgeführte Diskursbauschung | -Berauschung jedenfalls ein voller Erfolg gewesen .

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KUNSTHALLE EXNERGASSE : UNDISZIPLINIERT ( IN WORT UND BILD )

czz-neuesvonfreundenSehr viel handfester geht es glücklich ab Mittwoch , 10. 9. ( Eröffnung : 19 H , Ausstellung bis 11. 10. , Di - Fr 14 - 19 H , Sa 10 - 13 H ) in der Kunsthalle Exnergasse | WUK her :

UNDISZIPLINIERT - DAS PHÄNOMEN RAUM IN KUNST , ARCHITEKTUR UND DESIGN bietet ein herrlich konkretes Gegenstück zu all den stromflowlinienförmigen Para- Kunstleistern . Teilnehmende Künstler aus diversen Disziplinen sind : Werner Feiersinger , Andreas Fogarasi , Martino Gamper , ( Doris ) Krüger + Pardeller ( Walter ) , Gregor Neuerer , PAUHOF | Walter Niedermayr , Nicole Six und Paul Petritsch ( in|ad|ae|qu|at schon benannt und bekannt als Gestalter der umwerfenden Ausstellung MARGHERITA SPILUTTINI : ATLAS AUSTRIA sowie des Katalogbuches ANGELIKA KAUFMANN - ARBEITEN AUF UND MIT PAPIER 2000 - 2006 | WORKS ON AND WITH PAPER 2000 - 2006 , edition splitter 2007 ) .

Das Projekt ist schnittstellenorientiert konzipiert und behandelt die Thematik Raum und Raumgestaltung im Sinne eines erweiterten, dynamischen Raumbegriffs. Interessant ist vor allem der Grenzbereich zwischen den Disziplinen. In allen drei Fächern stellen sich Fragen nach dem Umgang mit Raum, nach dem Verhältnis von Funktionalität und Ästhetik, nach Nutzbarkeit und Benutzung, nach Strategien der Vermarktung. Auch die Auseinadersetzung mit dem Ausstellungsraum als Präsentationsfläche, sowie die Frage, mit welchen Ansprüchen man sich einem Objekt nähert, stellen sich immer wieder neu, vor allem aber im Rahmen eines gemeinsamen, spartenübergreifenden Projektes. Ausgehend von Arbeitsmodellen wird der Entwicklungsprozess, bis hin zur Entstehung der Gesamtkonzeption, sichtbar. Die Ausstellung zeigt schließlich die Ergebnisse des Experiments. Modelle, Skizzen, Fotografien, skulpturale Objekte oder Prototypen werden das Resultat sein, und sie alle werden schon alleine auf Grund ihrer Urheberschaft und ihres Entstehungsprozesses zwischen den Disziplinen oszillieren.

Symposium und Präsentation des gleichnamig UNDISCIPLINED - bei Springer erscheinenden - Buches : Samstag , 11. 10. 2008 , 14 - 18 H ( in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien , der Kiesler Stiftung Wien , Verlinkung mit Vienna Design Week ) .

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KLANG 1 : NIK BÄRTSCH

czz-neuesvonfreundenBeim letzten “Porgy and Bess”- Konzept vor zirka drei Jahren war das Publikum deutlich nicht vorbereitet auf die aus dem Minimalen herausbrechende Dynamik des Schweizers Nik Bärtsch und seiner Formation RONIN ( MySpace ) .

Nun ja , die ECM- Release war gerade draussen und mochte bei manch Einer sanftere Vorstellungen geweckt haben . Jetzt liegen mit STOA ( 2005 ) und HOLON ( 2007 ) bereits zwei CDs auf dem Edellabel vor - und wir würden lügen , würden wir in|ad|ae|qu|at behaupten , die früheren “Zen Grooves” in Eigenverlag seien nicht kompromissloser und weniger abgedämpft gewesen .

Gleichwohl , es sei : Nik & RONIN sind wieder auf Tour und wir werden’s am 12. 11. im Wiener “Porgy” erneut probieren . Die übrigen Tourdaten finden sich hier .

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KLANG 2 : VEGETABLE ORCHESTRA

czz-neuesvonfreundenZehn Jahre WIENER GEMÜSEORCHESTER VIENNA | VEGETABLE ORCHESTRA : Unter dem sinnigen Titel “10 Jahre Musik mit Geschmack !” sind die in|ad|ae|qu|at bereits mehrfach benannten polymorph kulinarischen Instrumentalisten jedenfalls am 19. 9. im Radiokulturhaus zu hören . - “Schön !” , würde man ausrufen , wären da nicht die buchstäblich gesalzenen Eintrittspreise ( 17.- / 19.- ) .

Aber das sollte einem das historische Ereignis in Clemens Holzmeisters Grossem Sendesaal doch wert sein . Vielleicht können wir unsere Konsum- Gutscheine für ein vegetarisches Edelrestaurant ja im Funkhaus sound- hungrig verbraten ?!

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KLANGAPPARAT

So . Und als abschliessenden KLANGAPPARAT haben wir aufregende Sounds aus unsicherer Quelle : Sämtlich auf dem Blog “Tibormadeczz-hoerempfehlungveröffentlicht , sprechen einige Indizien dafür , dass es sich um die Seite des Kompositeurs höchstselbst handelt , welcher hier peu à peu seine ’single tracks’ präsentiert . Man gebe uns Ezzes bei Besserwissen ! - Hier und heute jedenfalls : Das jüngste Stückerl “One Nine Nein Eight” ( MP3 )sowie dessen Vorgänger “Musikvideo” in den Fassungen 01. Musikvideo | Original ( MP3 ) sowie 02. Musikvideo | Side B Edit ( MP3 ) . Mininmal , sequenziell , basal . Reduktionistischer Charme aus Ungarn . CLICK LINKS TO LISTEN TO TRACKS .

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Franz Mon - Sichtbare Sprache



||| BEVOR ES SCHWINDET | ZU SEHEN : IN ERLANGEN | ZU HÖREN : WÖRTER VOLLER WORTE | HÖREN UND SEHEN VERGEHEN | FRANZ MON IM ORF- KUNSTRADIO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

BEVOR ES SCHWINDET

Franz Mon abstrakt

[ Franz Mon : abstrakt ]

Im Zeitalter von Photoshop , After Effects sowie des ubiquitären Layouts eines durchdesignierten Alltags scheint die “visuelle poesie” der fünfziger bis siebziger Jahre längst gegessen . Anders und nach einem Diktum Elfriede Gerstls formuliert : Seit den sechziger Jahren sahnt speziell die Reklame systematisch die Erkundungen und Experimente der Avantgarden ab .

Im Kontext des “Radical Advertising” - wie im NRW- Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf bis 18. August zu sehen - sieht die klassische Avantgarde oft “alt” aus . - Um die Verfasstheit des jetzt scheinbar so Selbstverständlichen zu erkennen , ist ein ‘back to the roots’ unabdingbar .

Das hat weniger mit Kunst- Nostalgie oder einer Verklärung des “Avantgarde”- Begriffes zu tun als mit der Sicherung eines vorgängigen Quellcodes , dessen gefällige Interfaces unsere Zeitgenossenschaft illustrieren . Dies betrifft optische Gestaltungen ebenso wie akustische : Wer die frühen Artikulations- und Mundhöhlenerkundungen Franz Mons oder Henri Chopins einmal wahrgenommen hat , wird sich von neuerdings als “radikal” verbratenen Sound- , Kunst- und Musikdarbietungen weniger beeindrucken lassen . Beziehungsweise wird in den Stand gesetzt sein , diese historisch zu kontextualisieren und kulturgeschichtlich zu verorten .

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ZU SEHEN : IN ERLANGEN

Franz Mon Hommage A Karl Valentin

[ Franz Mon : Hommage à Karl Valentin ]

In Korrespondenz zum Erlanger Poetenfest wurde in der Städtischen Galerie die Ausstellung “Franz Mon – Sichtbare Sprache | Verbale , visuelle und akustische Texte” eingerichtet :

Franz Mon, 1926 in Frankfurt geboren und bis heute dort lebend, gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Konkreten Poesie. Er schreibt verbale, visuelle und akustische Texte. Seine visuellen Arbeiten wurden seit 1963 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. auch 1970 auf der Biennale in Venedig, gezeigt. Die retrospektive Schau zeigt Arbeiten aus allen Phasen und Bereichen seines Schaffens, darunter viele Arbeiten, die hier erstmals öffentlich zu sehen sind. Gezeigt werden u. a. die Mappenwerke ‘Makulatur’ und ‘Knöchel des Alphabets’, Arbeiten aus den Serien ‘Doppelporträts’, ‘zentrierte Collagen’ und ‘versalcollagen’, eine Auswahl aus den ‘Schreibmaschinentexten’, den ‘ideografischen Texten’ und den Schreibtexten ‘Papiergüsse’, Textfahnen und Textplakate, Diaprojektionen und akustische Installationen, ausserdem Bücher und Buchobjekte.

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ZU HÖREN : WÖRTER VOLLER WORTE

Franz Mon vetri

[ Franz Mon : vetri ]

Heute , 29. August , 19 Uhr , Markgrafentheater, Erlangen : Lesung Franz Mon und Gespräch mit Klaus Ramm

Für Franz Mon ist die Sprache ein offenes Gelände für künstlerische Grenzüberschreitungen in alle Richtungen: Sein Werk ist eines der konsequentesten, weiträumigsten und auf untergründige Weise bis heute einflussreichsten Werke der deutschen Nachkriegsliteratur. Mons Poetik nimmt die Sprache so ernst wie kaum eine andere: ‘Das Realitätsschlamassel ist auch ein Sprachschlamassel’. Im Widerspiel mit den von Franz Mon gelesenen Texten versucht der Literaturwissenschaftler und Verleger Klaus Ramm, der Poetologie von Franz Mon auf die Spur zu kommen.

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HÖREN UND SEHEN VERGEHEN

Franz Mon Mortuarium

[ Franz Mon : Mortuarium ]

Leider schon nach Ende der zeitlich äusserst knapp gehaltenen Schau - 22. bis 28. August ( ! ) wird Sonntag , 31. 8. , um 19 Uhr im Theater in der Garage das HR- Hörspiel “ausgeartetes auspunkten” ( pdf HörDat , 2007 ) aufgeführt . Der einleitender ist freilich filmisch : “Schuhe besetzen ein Haus” ( SR , 1983 ) : Immerhin spricht Franz Mon selbst zur Einführung .

Eine scheinbar ganz einfache Spielanleitung bildet das Gerüst, auf dem die Stimmen der vier Sprecher dieses vom Hessischen Rundfunk 2007 urgesendeten Hörspiels (Eva Garg, Chris Pichler, Markus Meyer und Peter Lieck) alle schauspielerischen Freiheitsgrade haben. Ihre Stimmen „verdichten/verwandeln/verzaubern/vertuschen das Gesagte“. Franz Mon hat das 40-minütige Sprachspiel selbst realisiert. Zwei der vier Premieren-Schauspieler variieren das Hörspiel live unter der Anleitung von Franz Mon. Der Abend wird eingeleitet von dem 9-minütigen Film ‘Schuhe besetzen ein Haus’ von Franz Mon, Saarländischer Rundfunk, Redaktion Kunst und Wissenschaft Klaus Peter Dencker.

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FRANZ MON IM ORF- KUNSTRADIO

Franz Mon sternförmig

[ Franz Mon : sternförmig ]

Als wir im ORF- Kunstradio als erster europäischer Sender mit 5.1- surround- Produktionen ins Studio und auf Sendung gingen , schien es uns angemessen , Franz Mon als einen der Pioniere des stereophonen “Neuen Hörspiels” ( Ende der sechziger Jahre ) als einen der ersten Gäste zu laden . In Parallelaktion zu einem “Radiokunst”- Seminar am Germanistischen Institut der Universität Wien entstand die Produktion “Käm’ ein Vogel geflogen” , wo der damals Achtzigjährige sehr munter das von ihm eingelesene modulare Textmaterial per Joystick durch den Rundum- Raum jagte . Wir servieren die knapp sechzehnminütige Arbeit aus gegebenem Anlass ( und leider in reduzierter Klangqualität ) im heutigen KLANGAPPARAT .

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Franz Mon über seine 5.1- Surround- Produktion “Käm’ ein Vogel geflogen” ( Ursendung : 17. 7. 2005 ) für die Reihe “Literatur als Radiokunst” im ORF- Kunstradio :

Ich mache seit über vierzig Jahren radiophone Stücke, die für mich czz-hoerempfehlunggenau so wichtig sind wie die geschriebenen, weil ich ganz früh entdeckt habe, dass meine Stimme mit zur Substanz meiner poetischen Arbeit gehört. Die eigentliche radiophone Arbeit konnte beginnen, als die Stereophonie erfunden wurde – das war in den späteren 60er Jahren. Seitdem habe ich rund 14 Hörspiele machen können, die auf der Basis der Stereophonie zu realisieren waren. Für mich war es ein enormes Erlebnis jetzt, die neue Technik – Dolby Digital Surround – kennen zu lernen und praktizieren zu dürfen. Wir begeben uns da in eine Dimension der Stimmerfahrung und Stimmproduktion, die auch von der Stereophonie nicht erreicht werden konnte, weil ich als Sprechender wie als Hörender in einem akustischen Zentrum bin, das homogen ist mit meiner Stimmleistung und Stimmfähigkeit. In diesem Sinne haben wir das Stück ‘KÄM’ EIN VOGEL GEFLOGEN’ konzipiert und realisiert: ein Stück, das mit den Beweglichkeiten, welche die neue Technik erlaubt, arbeitet und dadurch Stimmqualitäten und Worterfahrungen ermöglicht, die bisher nicht zugänglich waren.

Franz Mon : “Käm’ ein Vogel geflogen” ( 15:44 , MP3 / WMP , Produktion ORF 2005 , Technik : Anna Kuncio )

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Audio : Viel !



||| ENTWARNUNG | HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN | ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT | FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO | KLANGAPPARAT

ENTWARNUNG

icon listening blackWer kennt es nicht , das angstvolle Bangen , wenn dein Lieblingswirt dichtmacht oder auch nur der bevorzugte Servierkörper von einem Tag auf den andern verschwindet ? - Keinen wesentlich anderen Nerv treffen jene Ängste , welche ins Wissbare kriechen , wenn es sich einen Lieferanten überlebensnotwendiger Musikalien ( seien diese nun gerührt oder geschüttelt ) handelt . Was Tom Larson , Selbst- Entwerfender Free- Lancierer auf allerlei Kanälen - anbelangt , kann endlich ENTWARNUNG gegeben werden : Nach einigen kryyptischen Vor- Zeichen auf wohlinformierten Blogs und wiederholt vergeblichem Passieren der inzwischen offenbar an Meistbietende weitergegebenen Heimseite , taucht der gute Mann plötzlich wieder auf und setzt auf Mixotic seine “Klänge der Nacht” fort , als wäre nichts gewesen . Dies als Vorwegnahme des KLANGAPPARATS , was insoferne nicht der Wahrheit entspricht , als heute auschliesslich Audiophones auf dem Menueplan steht .

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HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN

icon listening whiteMögen sich die Marketingstrategen der Hörbuchverlage ob der ins Einstellige abstürzten Wachstumsraten der betreffenden Warengruppe auf dem deutschen Markt das verbliebene Resthaar raufen : Die Schweiz und Österreich gelten noch als Entwicklungsländer , war die Zuwächse und Po( e )tentiale betrifft . Mit allerlei Messen will man die Massen mobilisieren , eine Drückung der Mehrwertsteuer und 15 auf sieben Prozent wird als Silberstreif an den Absatzhorizont der ( imho ) meist überteuerten Silberlinge projiziert . Dass wir in|ad|ae|qu|at jederzeit für das Qualitätssegment des meist belächelten Mediums plädieren , dürfte mittlerweile durchgesickert sein . Fach- und Sachinteresse an jedweder akustischen Inszenierung von Stimme , Timing , Atmosphäre spielen da keine mindere Rolle als die Faszination an den Varietäten der von der Vox Humana in den akuten Lebensraum hinein gesprochenen Literatur .

Dass die Augen dabei frei schweifen und die Hände frei greifen können , erhöht nicht selten den Reiz : Siehe die Türe , deren Renovierung volle vier Durchläufe der Integrallesung von “Moby Dick gedauert hat - zu “Lebertran” assoziieren wir seitdem stets den beizenden Duft von Aceton , Thomas Glavinics verzichtbare Literaturbetriebssatire ( “Das bin doch ich . Roman” , Lesung Thomas Maurer [ ! ] ) hat das in vivo - Experiment an der verbliebenen Topfpflanze ebenso wenig überlebt wie diese : beide wurden gnädig der städtischen Müllentsorgung überantwortet .

Schade wars definitiv um Franz Kafkas “Verschollenen” ( vor Zeiten als “Amerika” tituhliert ) , dessen mit leicht ländlichen Anmutungen von Peter Simonischek angestimmte Audiofassung …. wenn schon keiner Boston Tea- Party , so doch einer über die aufgebreiteten Datenträger sich ergiessenden Earl Grey- Kippfigur zum feuchten Opfer fiel . Merke : Bei Gelegenheit das Fraunhofer Institut für angewandte Materialforschung anfragen , was da schädlicher gewesen war : Bergamotte, Hitze oder - schlicht die Milch .

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ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT

icon listening blackVon Leben und Tod , bezeihungsweise vom allmählichen Verfertigen von Verstehen und Vergessen ging die vorwöchige Audio- Text - Auswahl : Dank Hörbuch war auch die Angst davor genommen , den langjährigen Lese- Lebens- Gesellen - personifiziert von Philip Roths Nathan Zuckerman - mit “Exit Ghost” endgültig verlieren zu müssen . Man kennt das ja : Das schmerzliche “Winnetou III“- Syndrom … Aber der Autor ist einfach viel zu klug und sein Protagonist erotoman genug , nicht so leicht vom Leben zu lassen -

Während des vergangenen Jahrzehnts hat der heute 75- jährige Philip Roth sein literarisches Alter Ego Nathan Zuckerman allmählich aus der Rolle des Handelnden in die Position des Beobachters bugsiert : Seit der “amerikanischen Trilogie” figurierte der Selbandere zusehends als Chronist von Alter , Verfall und Tod seiner fiktiven Altersgenossen . Hatte “Jedermann” ( 2006 ) das Spiel vom Sterben des reichen Mannes erst einmal eröffnet , war die Bühne vorbereitet , von der nun auch Nathan in “Exit Ghost” abzurufen stand .

Verstrickt in platonischer Leidenschaft zu einer jungen New Yorker Amateur- Literatin , revoltiert der notorische Erotomane ein letztes Mal gegen die Knechtung durch den lumpigen Leib . Wie kräftig es um die literarische Potenz des Alternden steht , erweist der genial geführte Dialog , den er in den stillen Stunden ausdenkt , bevor er wieder in seine einsamen Berkshires flieht .

Da sich dieser finale Zuckerman- Roman aus zahlreichen Anspielungen auf frühere Werke speist , lohnt es , selbigen in den famosen Ausgaben des Hörverlags nachzulauschen . Unübertrefflich gestaltet Peter Fitz in “Jedermann” und “Exit Ghost” das ganze Spektrum von Lust , Wut und Resignation . Getragen vom Eros wacher Vitalität , kommt dieser Sprecher der literarischen Stimme des grossen Erzählers staunenswert nahe . So lassen sich akustisch jene Geister rufen , welche Roth ersann . ( more …)

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icon listening whiteVom allmählichen Herausgleiten aus der allgemein akkordierten ‘Realität’ des Lebens handelt Irene Disches tragikomische Etüde “Der Doktor braucht ein Heim” , vulgo , was einem auf den Wellen der im Kopf zusammenströmenden Flüsse von Erleben und Erinnern dahintreibenden alerten “Altersheimer” so widerfährt : Zweifellos eine anhand neuer Diagnose- und Krankheitsprofile aufdatierte Form des alten “Traum - und Wirklichkeits- Motivs -

Energisch verbittet er sich die Unterstellung , er sei mit seinen neunzig Jahren eventuell etwas “desorientiert” . Im Gegenteil scheint der “Doktor” sein bisheriges Leben als Biochemiker fortzusetzen . Sein innerer Monolog erzählt von “Konferenzen” an der Universität , wo er mit den Kollegen plaudert . Was kann er dafür , wenn sich eine impertinente Frauensperson bei seiner Ex- Gattin beschwert , der alte Herr störe den Betrieb der Notaufnahme ?!

In solchen Schocks manifestieren sich die Kollisionen der inneren Wirklichkeit des “Altersheimers” mit der äusseren Realität . Meisterlich assembliert die Erzählerin Irene Dische die Menschen und Stationen aus dem Leben ihres Helden zu Mischgestalten und fliessenden Topografien . In zwingender Logik legen sich im Kopfinnenraum des “Doktors” die Orte und Epochen wie durchscheinende Negativbilder übereinander : Die geliebte Frau wohnt auf der anderen Seite des Flusses , mag dieser nun der Hudson River sein, die Donau zu Wien oder der Seret im galizischen Drohobycz . Sonderbar nur , dass diese ( vor Jahren geschiedene ) Frau , deren Telefonnummer ihm als Rest von Alltagswissen geblieben ist , ihn partout nicht heimholen will . Statt “wagnerianischen” Apfelstrudel serviert sie dem Greis vielmehr die bittere Erinnerung , wie Mutter und Schwester im heimatlichen Drohobycz durch die Verbrechen der NS- “Banditen” zugrunde gegangen sind .

Die Tragödie des allmählich in seine innere Vorstellungswelt hineingleitenden Menschen : von Martin Wuttke als matt gegen ein unsichtbares Fenster flatternder Schmetterling gestaltet , von Irene Dische mit Zärtlichkeit , Situationskomik und Momenten des blitzartigen Aufleuchtens schlimmer Erinnerung erzählt . ( more …)

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icon listening blackDass wir nicht kapieren , was das sei , “der Tod” und was mit dem vor uns liegenden leblosen Wesen geschehen ist , bleibt so lange Plattitüde , als bis wir selbst vor dem Malheur stehen : Ulf Nilsson hat aus unserer Flucht in Geschäftigkeit und Pragmatik ein kaum vierzigminütiges Kinderhörspiel komponiert , das in Text wie Musik gewissermassen alle Register zieht : zuzumutem auch und vor allem Menschen , die das empfohlende Mindestalter der Zielgruppe weit überschritten haben -

Viel wird über den Tod geredet , doch oft wenig gesagt . Da kommt ausgerechnet ein Kinderhörspiel ( “Die besten Beerdigungen der Welt” ) daher , um in knappen 40 Minuten einen heiteren Katalog von Begegnungen mit dem Undenkbaren zu entfalten . Dabei handelt Ulf Nilssons Geschichte vom Treiben dreier Kinder an einem Sommertag zunächst von einer toten Hummel .

Flugs gründet die forsche Ester eine Firma und fortan wird sorgfältig in Zigarrenkistchen gebettet , was sich in Wald und Rain an sterblichen Überresten findet . Spitzmaus , Hamster , Heringe aus Mutters Kühlschrank : Alle erhalten sie eine formvollendete Bestattung .

Die Rollenverteilung der Kinder führt unversehens ein in mögliche Haltungen gegenüber dem Tod . Während Ester sich um das Pragmatische kümmert , ist deren kleiner Bruder für Trauer zuständig und für die “Warum ?”- Frage . Das namenlos bleibende Ich gibt den Verblichenen je ein kleines Poem mit auf den Weg . Und es sind just diese unreinen Reime , in denen der Autor undogmatisch die verschiedenen Vorstellungen über das Jenseits versteckt : Von “Kurzes Leben – Langer Tod” über “Schlafes Bruder” bis hin zur Hoffnung auf ein Wiedersehen eines «Himmels» ( nicht nur für Heringe ) . In sparsamer Munterkeit präsentiert die Sprecherin Fritzi Haberlandt dieses Inventar zwischen Nihilismus und Transzendenz .

Seine Vollendung erfährt dieses kleine – beileibe nicht nur für Kinder bereichernde – Meisterwerk durch eingängige Beispiele aus der musikalischen Rhetorik der Trauer : erdiger Blues , Streicher- Largo und als Finale der Vollklang der Orgel , vom Kirchenmusikdirektor zu St. Michaelis in Hamburg intoniert . ( more …)

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FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO

icon listening whiteEine feine Menue- Folge hat der HR 2 Kultur für sein Sommerprogramm des intimen Radio- Gesprächs- Formats “Doppelkopf” ein- und angerichtet : “Am Tisch mit ….” bleibt auch nach der Ausstrahlung der aktuellen Sendung als Podcast zuhanden und im Form von MP3- Dateien speicherbar . - Da darf Vincent Klink natürlich ebenso wenig fehlen ( über gutes Brot und die verlorenen Tugenden des traditionellen Wirts ) wie die - zugegeben ! - erfreulich erfrischende Sarah Wiener . Auch wenn man deren TV- Appearance ebenso wenig kennt wie diejenige des Herrn der “Wielandshöhe” : selbst dessen arg “ver- Drosteten”Häuptling eigener Herd” muss man ebenso wenig mögen wie die säuerlichen “Nachgesalzen“- Kolumnen in der ZEIT ( das “Journal Culinaire” ist allerdings durchwegs zu empfehlen ) . Den bewunderten Stilisten Jürgen Dollase ( FAZ ) wird man indes von einer ganz neuen Seite kennen lernen : oder wusste jemand von dessen fliegendem Wechsel vom fastfood- genährten Rockmusiker zum Grossmeister trefflich verbalisierter Mundinnenforschung ?

Wie - dank Karl Ludwig Schweisfurth - aus der “Herta” [ ! ] - Massenwurstmaschine der , tja , achtsam- ökologische Betrieb der Herrmannsdorfer Landwerkstätten wurde oder was Margarethe Zülch , die hochbetagte Grande Dame aus einer 90 Jahre alten Frankfurter Kaffeerösterei und -Verschleissstelle ( “Cafe Wackers” ) zu erzählen weiss , wird nicht nur jene interessieren , denen Siebecks Ingwer längst ( um es schön österreichisch zu sagen) “bei den Ohren herauswächst” .

N. B. “Doppelkopf” funktioniert übrigens auch im allgemein als “unkulinarisch” verworfenen Mono … Zum Gucken beim Lauschen gibt’s “subkulinaria” : allerdings nur in Köln und @ shortlist - culture cuts .

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KLANGAPPARAT

Wie angekündigt also der unserer profanes Erdenleben in elegante Takte tauchende DJ Tom Larson : Nach längerem Sich- Rar- Machen liefert der czz-hoerempfehlunggute Mann wieder eine seiner gelassenen , doch subkutan gut durchpulsten Mischungen bei den Mixoticern ab . Da es sich um die “Klänge der Nacht” ( vol 5 ) - Schiene handelt ( welche Larson durchwegs in der Lesart von “Zimmerlautstärke” bedient ) , geht es mal wieder im besten Sinne um das im Kreis der Lampe einsam nachtwachende Individuum im Dialog mit sich , seiner Arbeit und was das sonst noch an Trabenten im solipsistischen Kosmos schwebt . Anregen , ohne aufzuregen , oder die Kunst der präzise gehandhabten basalen Stimulation : Wir stehen nicht an , diese Leistung als jene Injektion von “Qualität” ins Leben der Bohème des Prekariats zu erkennen und zu nennen , weil mensch ja von irgendwas leben muss . Selbst wenn dies sich mitunter auf die kalorischen Kicks der vom Dort ins Hier zirkulierenden musikalischen Vibrationen reduziert : Böse Menschen kennen , wie wir wissen , keine Lieder und vermögen diese auch nicht zu geniessen . Würden ergo auch nie zur Halbzeit des Larson’schen Achtzig- Minüters vordringen , wo sich die Beatz bestens in die augustäischen Ambiancen einschwingen . Glüclicherweise gestattet der Stream ( im Unterschied zum podcast ) keine Shortcuts . Folglich und -sam sei der Mix also schön von Alpha nach Omega zu hören . Und die Off- Stimme aus Funk und Fernsehen würde jetzt mit anzüglich belegter Stimme flüstern : “Es lohnt sich.” - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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