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Salon Littéraire | Ilse Kilic : DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET



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Salon Littéraire | Ilse Kilic :

DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET -
Exzerpte aus einem polymorphen Forschungsbericht

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EXZERPT EINS

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Neun von mir als notwendig erachtete Zutaten für das weitere Gelingen meines Textes, den ich Roman [56] zu nennen beabsichtige (auch wenn er möglicherweise nicht alle an einen Roman gestellten Anforderungen erfüllen wird):

  1. eine Männerfigur mit Namen Karl [57],
  2. eine zarte Romanze zwischen dem jugendlichen Mondscheinlein und Karl,
  3. das süße Leben in Tablettenform,
  4. ein im Widerspruch zur gesellschaftlichen Norm stehendes Wesen, durch welches diese kritisiert und infrage gestellt wird,
  5. eine zarte Romanze zwischen dem Holzknecht und Karl, durch die der Roman zeigt, dass für ihn (den Roman) nicht nur die heterosexuelle Romanze zählt,
  6. Outing des Holzknechtes als heimliche Frau, wodurch seine anfängliche Romanze mit Annabell in einem anderen Lichte erscheint und die lesbische Liebe von Anfang an als das erscheint, was sie ist, nämlich ganz normale Liebe [58], die, wie jede ganz normale Liebe, zu Mord und Totschlag führen kann,
  7. Handgreiflichkeiten zwischen Mondscheinlein und Karl, die das Verhängnis, das mit jeder Art von ganz normaler Liebe einhergehen kann und einhergeht, darstellen,
  8. der Hinweis, dass das Geschehen im Roman fiktional ist und keinen Rückschluss auf das wirkliche Leben außerhalb des Romans zulässt, dass aber andererseits solch ein Rückschluss durchaus erlaubt ist, sofern er eine Lektion für das geehrte Publikum darstellt, welches hiebei nicht nur unterhalten [59], sondern zugleich gebessert und belehrt werden soll,
  9. einige Gedichte sowie kurze Prosastücke, die der Holzknecht sowohl als Mann als auch als Frau zu seiner eigenen sowie zur Erbauung des Publikums schreibt. Die Einführung des Holzknechts als Schriftsteller und Schriftstellerin zielt darauf ab, mir als (be)schreibender Person eine (be)schreibende Person an die Seite zu stellen, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass sich Autorinnen und Autoren ihren Romanfiguren oft unterlegen fühlen, weswegen es von Vorteil sein kann, sich selbst auf diese Art und Weise zu Gesellschaft und Unterstützung zu verhelfen.

[56] - Hartnäckig halten sich Gerüchte, denen zufolge ein Buch, unabhängig vom Inhalt, sich besser verkaufe, wenn das Cover die Gattungsbezeichnung Roman aufwiese. Diesem Gerücht wurde bisher nicht experimentell nachgegangen.
Da der Roman oft eine Kausalität im Leben der Romanfiguren betont, deren Fehlen im Leben der Leser und Leserinnen diese oft schmerzlich beunruhigt, wird der Roman mitunter als Beruhigungsmittel angewendet. Obwohl Beruhigung durchaus zu den Aufgaben der Kunst gehören kann, liegt sie in der Regel nicht in der Absicht der Romanautorin oder des Romanautors. Die ersehnte Kausalität beruht überdies auf einem Missverständnis: Zwar liegen die Komponenten, die zu einem glücklichen oder unglücklichen Schicksal einer Romanfigur führen, dem Leser, der Leserin, dem Autor und der Autorin manchmal deutlich vor Augen, das aber bedeutet nicht, dass eine Romanfigur selbst sich nicht in eine Welt hineingeworfen sieht, in der sie wesentliche Aspekte ihres Schicksals nicht kontrollieren kann.
[57] - Laut Edgar Allan Poe hat noch nie ein Mensch Karl (im englischen Original Charles) geheißen, der nicht ein aufrichtiger, redlicher, gutmütiger und offenherziger Gesell gewesen wäre, “mit einer vollen klaren Stimme, die zu hören einem wohltat, und Augen, die einem stets gerade ins Gesicht blickten, als wollten sie sagen ‘Ich habe ein reines Gewissen, fürchte niemanden und bin gänzlich darüber erhaben, etwas Gemeines zu tun’.” (zitiert aus E.A. Poe, Du bist der Mann, Dritter Band der Gesamtausgabe, Insel Taschenbuch). Was die Wirkung des Namens Karl angeht, so soll auf Folgendes verwiesen werden: Finden sich in den Namen männlicher Personen überwiegend Vorderzungenvokale wie “e” und “i”, so wirken diese besonders attraktiv und sexy. Bei Namen weiblicher Personen bewirken indes Hinterzungenvokale wie “a” und “u”, dass man sich von ihnen besonders angezogen fühlt (vgl.: Ilse Kilic, Vom Umgang mit den Personen. Eine Schöpfungsgeschichte, Ritter Verlag, Klagenfurt-Wien 2005)
[58] - vgl. den Bilderzyklus Maßnahmen bei Liebestollwut von Fritz Widhalm, in dem die Liebe als Vorfall gezeigt wird, der zur Tollwut führen und somit Erste Hilfe erforderlich machen kann.
[59] - Die von Theodor W. Adorno geprägte Formel “Vergnügtsein heißt Einverstandensein” lässt sich auch auf die Romanform übertragen. In diesem Zusammenhang muss sich der Roman fragen lassen, wieviel Vergnügen zu bereiten er auf sich nimmt bei wieviel Bereitschaft, dieses Vergnügen in der Folge zu relativieren und zu zerstören. Auch der einzelne Mensch muss seinem Vergnügtsein gegenüber stets misstrauisch bleiben und Vorsicht walten lassen. Der vergnügte Zustand gilt als angenehm, wie auch die Vorstellung des Einverstandenseins oft als Entlastung von den Mühen des stetigen und konsequenten Widerspruchs imaginiert wird. Ein Unterschied zwischen Einverständnis mit dem Leben und Einverständnis mit der Welt sollte aber, wenn irgend möglich, aufrechterhalten werden.

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EXZERPT ZWEI

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Die nächsten Tage waren trüb und regnerisch. Auf meinem Schreibtisch hatte Mo die Eisenbahn und den kleinen Bahnhof recht unvermittelt verlassen und sich erstens in die große Stadt, zweitens aber in einen anderen Text begeben, der davon handelte, wie sie ein Leben als Schriftstellerin begann, zugleich aber eine wissenschaftliche Karriere anstrebte, kurz und gut, ich hatte folgendes geschrieben:

Nach vielen Eisenbahnfahrten rund um die Wiese konnte Mo sich für ihr Leben alles und alles mögliche vorstellen. Ihre Vorstellungen waren jedoch allesamt damit verbunden, in der großen Stadt zu leben. Von der großen Stadt nämlich erhoffte Mo, dass es dort jene Möglichkeiten gäbe, für die ihr Leben gar nicht ausreichen würde, sie alle mit Händen zu greifen. Mo schnürte also ein Ränzelein und trat vor ihre Mutter, um Adieu zu sagen.
- Ich gehe in die große Stadt, sagte Mo, um große Taten zu vollbringen.
- Wozu braucht es große Taten, fragte Mos Mutter, wo doch kleine Taten ausreichen, die Welt am Laufen zu halten?
- Große Taten, entgegnete Mo, sollen die Welt nicht am Laufen halten, sondern das, was falsch läuft, zum Besseren wenden.
- Sind es aber nicht gerade die großen Taten, die dazu führen, dass etwas falsch läuft?, fragte Mos Mutter besorgt.
- Manchmal schon, aber es gibt eben solche große Taten und andere große Taten.
- Wäre es nicht besser, es gäbe gar keine großen, sondern nur kleine Taten? Mos Mutter hatte einen warnenden Unterton in der Stimme.
- Nein, entgegnete Mo und hob die Stimme, weil das Thema ihr wirklich wichtig war, es ist zu spät dafür, dass es nur kleine Taten geben kann. Wenn es nämlich nur kleine Taten hätte geben sollen, dann hätte man mit dieser Entscheidung gegen die großen Taten schon früher anfangen müssen, nämlich bevor es die ersten großen Taten gab.
- Hm, hm, heißt das, dass, wenn die Entscheidung zu großen Taten falsch war, man diese Entscheidung gerade deswegen immer wieder aufs neue treffen muss?
- Was ist überhaupt eine große Tat im Verhältnis zu einer kleinen Tat?, gab Mo dem Gespräch eine etwas andere Richtung.
- Eine kleine Tat ist es, wenn du mit dem Fahrrad stehenbleibst, weil eine alte Dame die Straße überqueren will, anwortete Mos Mutter und setzte fort: An einer kleinen Tat kann einfach nie so viel schiefgehen.
- Eine große Tat ist, wenn Du eine Erfindung machst, die bewirkt, dass es vielen Menschen besser geht, sagte Mo.
- Wäre es dann nicht eine große Tat, manche große Tat rückgängig zu machen?, fragte Mos Mutter.
- Ja, natürlich, musste Mo zugeben, natürlich hat es immer wieder Taten gegeben, die als große Taten galten und die besser nicht getan worden wären. Andererseits ist dieses Problem nicht einfach zu lösen, indem es keine großen Taten mehr gibt.
- Die Atombombe wäre jedenfalls nicht erfunden worden.
- Aber das Penicillin auch nicht.
- Wer weiß, fügte Mos Mutter an, schon die Nubier verwendeten ein Bier mit antibakteriellen Wirkstoffen und die Ägypter versorgten Entzündungen mit aus Getreide gebrauten Heiltränken. In der Antike und im Mittelalter bedeckten Chirurgen Wunden mit schimmeligen Lappen, um Infektionen vorzubeugen. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass das Penicillin erst 50 Jahre nach seiner Entdeckung industriell hergestellt wurde und das vor allem deshalb, um verwundete Soldaten besser versorgen zu können, sodass der Zusammenhang zwischen Penicillin und kriegerischen Handlungen deutlich sichtbar wird.
- Ja, aber nicht alle großen Taten in Medizin und Technik stehen mit kriegerischen Handlungen in Zusammenhang, sagte Mo, und überhaupt ist mir das jetzt zu blöd.
- Ich gebe zu, dass ich einen recht pessimistischen Standpunkt vertrete. Das rührt vielleicht daher, dass ich mich viel mit dem Chagrinismus, der Lehre des Kummers in der Welt, befasst habe, zu dessen Leitsätzen es gehört, nach dem Kleinen zu trachten, weil das Kleine weniger Schaden anrichten könne als das Große.
Mo blieb stumm und sträubte sich sowohl innerlich als auch sichtbar, denn sie hatte so gar keine Lust auf die ebenso instruktiven wie weitschweifigen Erläuterungen ihrer Mutter zum Thema Chagrinismus. Stumm versuchte Mo, sich eine chagrinistische Welt vorzustellen, schüttelte dann den Kopf, kratzte sich am Ohr und sagte ganz leise, sodass es niemand hören konnte: Es gibt auch große Taten, die niemandem geschadet haben, zum Beispiel die Erfindung des Suppenwürfels [109], die Durchschwimmung des Ärmelkanals [110] oder die Übersetzung des Perec’schen lipogrammatischen Buches “La disparition”, das auf deutsch “Anton Voyls Fortgang” [111] heißt und ohne den Vokal E auskommt.

[109] - vgl. den Song von Dr. Hook and the Medicine Show The Wonderful Soup Stone, in dem diese Erfindung besungen wird. (Single B Seite 1973, auf der A Seite befand sich die Nummer Life Ain’t Easy)
[110] - Der Ärmelkanal ist etwa 563 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 248 Kilometer breit. In der Straße von Dover, der schmalsten Stelle, sind es nur 34 Kilometer Breite von Dover nach Cap Gris-Nez. Erstmals durchschwommen wurde der Ärmelkanal am 24. und 25. August 1875 von dem Engländer Matthew Webb. Er benötigte für die Strecke von Dover nach Calais 21:45 Stunden und legte 73 Kilometer zurück. Als erste Frau durchschwamm 1926 die US-Amerikanerin Gertrude Ederle den Ärmelkanal.
[111] - Übersetzt von Eugen Helmlé. Eugen Helmlé (1927-2000) war Schriftsteller und literarischer Übersetzer. Ab 1960 erschien sein umfangreiches Werk von Übersetzungen, vorwiegend aus dem Französischen und Spanischen. In Würdigung dieses Werks wurde vom Saarländischen Rundfunk und der Stiftung ME Saar 2004 der “Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis” ins Leben gerufen, der seit 2005 jährlich abwechselnd an einen deutschen und einen französischen Übersetzer verliehen wird.

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Ilse Kilic

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Hinweise :

Ilse Kilic , DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET ist soeben im Ritter- Verlag , Klagenfurt 2008 , erschienen .

Ilse Kilic’ uns Fritz Widhalms Literatur als Radiokunst- Produktion “Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin !” ( 12:03 ) wird kommenden Sonntag urgesendet . - ORF Österreich 1 , Kunstradio , 7. 12. 2008 , 23:03 H ( Produktionsnotizen )

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Salon Littéraire | Liesl Ujvary : “privatsachen” - eine fotoserie



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Salon Littéraire | Liesl Ujvary :

“privatsachen” - eine fotoserie

die fotoserie “privatsachen

versammelt fotos der arbeitsumgebungen von schriftstellern. hier entsteht literatur - zwischen schichtungen von beschriebenem papier, bekritzeltem papier, bedrucktem papier, anhäufungen von büchern, zwischen stofftieren und technischem gerät, zwischen weichen polstern und warmen decken, zwischen fundstücken konkreter natur, einem rindenstück, zimmerpflanzen und blumenvasen, fahrrädern, kinderzeichnungen, rezepten, jacken und hosen, kabeln und steckern, stössen von cds und musik-cds, umhängtaschen, adidas-schuhen, kaffeetassen, einem spielzeugpinguin auf einem fernseher, handtüchern, buddhas, ansichtskarten, tellern, tastaturen, stiften, blättern, feuerzeugen und vielen anderen sachen.

alle bücherregale ähneln sich, jedes bücherregal ist auf seine weise einmalig. obwohl das inventar, mit dem und aus dem wir unsere private umgebung gestalten, zivilisatorische ähnlichkeiten aufweist, ist es doch andererseits vollkommen persönlich. indem das objektiv diese kleinen environments herausgreift und in ihrer trivialität und einzigartigkeit abbildet, gewinnen sie an farbe und format, zeigen uns fantastische oberflächen, bieten ein spiel von licht und plastizität, das vieldeutig ist, enigmatisch und überdeutlich in einem. hier wird die mehrfach-codierung unserer persönlichen existenz belegt und präsentiert. ( Liesl Ujvary )

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BRIGITTA FALKNER

fotoserie_PRIVATSACHEN_copyright_Liesl_UJVARY

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FRIEDERIKE MAYRÖCKER

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HANNO MILLESI

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MARTIN BREINDL

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Liesl Ujvary

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HINWEIS

Die Ausstellung “privatsachen - fotos von liesl ujvary” ist im Literaturhaus Wien von 11. 11. bis 19. 12. 2008 im Rahmen des “Europäischen Monats der Fotografie” zu sehen .

Die solcherart durch Details ihrer Lebens- und Arbeitsumstände porträtierten Autorinnen und Autoren :

Neda Bei , Martin Breindl , Ann Cotten , Brigitta Falkner , Ilse Kilic , Margret Kreidl , Benedikt Ledebur , Norbert Math , Friederike Mayröcker , Hanno Millesi , Lydia Mischkulnig , Florian Neuner , Monika Rinck , Elisabeth Schimana , Ulrich Schlotmann , Ferdinand Schmatz , Andrea Sodomka , Lisa Spalt , Deter Sperl , Oliver Stummer und herbert j. wimmer .

Zwei Lesungsabende eröffnen | begleiten die Schau :

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WORT BRUCH : BETWEEN POETRY AND ART | ZEBRA Poetry Film Festival



||| WORT BRUCH : BETWEEN POETRY AND ART | VERNISSAGE , LESUNGEN , PERFORMANCES | ZUR AUSSTELLUNG | CREDITS | PARALLEL POETISCHES ZEBRA | CREDITS | RELATED |KLANGAPPARAT

WORT BRUCH : BETWEEN POETRY AND ART

worrtbruch 01

Das es ein literarisches Leben , Lesen und Denken jenseits der halligen Frankfurter Buchmessen- Buch- Container gibt , zeigt eine in gewissem Sicherheitsabstand vom lärmenden Getriebe aufgestellte Schau , die nicht eben unpolemisch einen WORTBRUCH kundtut .

Abseits des geschäftlichen Lärms soll WORT BRUCH : BETWEEN POETRY AND ART mit Symposium , Ausstellung und Lesungen einen Ruheraum des Schauens , Hinhörens und Reflektierens bieten : Schliesslich spielt das WORT nicht lediglich im Kontext LITERARISCHER Ästhetik eine selbstredend fundamentale Rolle , sondern auch für verschiedene Approaches BILDNERISCHEN Gestaltens . Die aktuelle Personale zu Lawrence Weiner in der Kunstsammlung NRW ( K21 ) mag ( neben der COUP DE DÉS- Schau in Wien ) als eines der plakativsten Exempel dafür dienen . Ganz so prominent geht’s bei WORTBTBRUCH freilich nicht her - ein Umstand , der bekanntlich selten einer Sache geschadet hat .

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Lisa Spalt

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VERNISSAGE , LESUNGEN , PERFORMACES

worrtbruch 02Freitag , 10. 10. 2008 , 19 H - Vernissage
Lesungen und Performances ab 20 H
Bloeck und Bass - hybrid und lieb , Frankfurt
Brandstifter - Asphaltbibliothekar , Mainz
Günter Vallaster - Grenzüberschneider , Herausgeber , Wien

Samstag , 11. 10. , 19 H - Lesungen und Performances
Dirk Hülstrunk - Lautpoet , Frankfurt
Maik Lippert - Stadtschreiber Weimar , sonst Berlin
Franz Konter - assoziative Texte , Frankfurt
Ilse Kilic und Fritz Widhalm - leben und schreiben im Fröhlichen Wohnzimmer , Wien
Diskussion

Sonntag , 12. 10. , 14 H - Lesungen und Performances
Hadayatullah Hübsch - Asphalt Derwisch , Frankfurt
Georg Valerian - Prosa zwischen Offenbach und Wien
Roza D. Rueb - Auszüge aus einem Satz , Darmstadt
Magdalena Knapp-Menzel , Nikolaus Scheibner - Experimentelles aus Wien
Diskussion

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Ilse Kilic

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ZUR AUSSTELLUNG

Bildnerische Werke aller Gattungen und Genres folgender Künstler ( w | m ) sind bis 1. 11. zu sehen :

Michael Bloeck , Brandstifter , Billa Burger , Nico Dudek , duO , Christine Huber , Hadayatullah Hübsch , Christian Hückstädt , Ilse Kilic , Franz Konter , Verena Elisabeth Lettmayer , Kerstin Lichtblau , Lenore Linza , Waltraud Munz , Sabine Rollnik , Roza D. Rueb , Lisa Spalt , Liesl Ujvary , Günter Vallaster , Klaus Weinbrenner , Fritz Widhalm , Zero Reiko Ishihara

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Fritz Widhalm

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CREDITS

  • Veranstaltungen und Ausstelung WORT BRUCH : 10. 10. ( VERNISSSAGE ) bis 1. 11. 2008 ( AUSSTELLUNG )
  • Ort : basis , Gutleutstrasse 8 – 12 | 60 329 Frankfurt am Main
  • Zeit : Mit Ausnahme der Vernissage , Lesungs- und Performance- Abende ist die Ausstellung dienstags bis freitags 15 - 19 H , samstags 14 - 18 H geröffnet .
  • Kontakt : Tel. +49 | (0) | 69 | 44 7472 - mailtowortbruch@online.de

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Liesl Ujvary : Privatsachen - Arbeitsumgebungen von Schriftstellern
Brigitta Falkner | Ulrich Schlotmann ( click to XL )

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PARALLEL POETISCHES ZEBRA

ZEBRA POETRY FILM FESTVAL 2Wer in Frankfurt - wie üblich - keine Unterkunft findet oder gar nicht bereit dazu war , selbiges ein Jahr im voraus zu buchen , wird sich flink in einem jener Berliner Zimmer einquartieren . Dort geht nämlich von 9. bis 12. 10. das ZEBRA POETRY FILM FESTIVAL ab , einem Projekt der Literaturwerkstatt .

Im reichhaltigen Programm ( rund 900 Filme aus 53 Ländern ) wird in der Programmschiene DIE DEUTSCHSPRACHIGE WELT ( 10. 10. , 22:30 H ) u. a. auch das vom Liesl Ujvary mit Martin Breindl erarbeitete Video “POETRY PLANTS” vorgeführt .

In|ad|ae|qu|at hat diesen poetologischen Film bereits im “Salon Littéraire” vorgeführt und mag den fern von Berlin weilenden Zeitgenossen als “pars pro toto” wie auch als “sneak preview” mit Gewinn noch einmal ans Herz gelegt werden .

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CREDITS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Von “Differenziertheit” im tradionellen musikalischen Sinn wird bei “Pastoral Pioneer” ( acroplane ) nicht zu sprechen sein . Eine Note pro Takt , mal czz-hoerempfehlungaufsteigend , dann wieder absinkend , Wirklich aufregend sind Koen Parks ( aka Ian D Hawgood ) perkussive Wirbel , welche der Solomusiker entlang der Takte veranstaltet : Von straigt zu break zu sattem Rock- Beat . Minimize to the max oder maximale Kraft im Superkonzentrat ? - Jedenfalls ideal zur Komponentenanalyse - sowie zu deren heftig konkreter Dancefloor- Auslegung . - CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM .

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Ilse Kilic und Fritz Widhalm im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| VOM “FRÖHLICHEN WOHNZIMMER” … | … ZUM FUNKHAUS - ZUGANG ZWEI | FUSSBALLPLATZ VS. FERNSEHSTUDIO | ZISCH - BLUBBER - HÜPF | BEKANNTMACHUNG

VOM “FRÖHLICHEN WOHNZIMMER” …

Funkhaus_RP1_Aufnahme_copyright_Christiane_Zintzen

Leben und arbeiten im “Fröhlichen Wohnzimmer ” : Ilse Kilic und Fritz Widhalm haben ihre Lebens- , Lese- , Schreibstube eines Tages in einen Verlag verwandelt und ( ganz den ökonomischen Glückensbedingungen einer Klein- und Autoren- Edition entgegen ) dezidiert als “enchantiert” deklariert . In den vergangenen 22 Jahren sind nicht nur Bücher , Comix , CDs , Super-8- Filme und Videos dort aus der Taufe gehoben , sondern auch die je eigene und immer wieder gemeinsamen Werke verfasst , geschrieben und gezeichnet worden .

Literatur als Radiokunst” sollte für einmal den sonstigen Gastgebern das Gastrecht gewähren : Drei Tage professionelles Studio , Monate und Wochen zuvor Gespräche und angewandte Einführung in die dortigen Tools . Denn : Eigenregie - wenn auch sanft begleitet - lautet die Devise , auf dass Autorin | Autor für einmal auch im Radio so Laut geben - ja , gar Krach machen - kann , wie es ihm | ihr nun einmal gefällt .

Zugegeben : Auch über mögliche Texte wird lange vor der konkreten Studioarbeit verhandelt . Zugegeben : Für “Literatur als Radiokunst” gilt - ebenso wie für das “Kunstradio” - dass mediengerecht gearbeitet wird . Für das übliche Ablesen von Erzählungen oder Gedichten gäbe es ( vom Sendeplatz her ) bessere und leichter bespielbare Formate .

Hier aber könnte der Ort sein , wo man sich im Medium mit dem Medium auseinandersetzt . Hier aber könnte man die Möglichkeit , ein genuin radiophones Stück zu verfassen und in die eigene Poeto- Logik zu integrieren , als freundlichen Appell verstehen . - Mehr als Einladen , Einführen , Einleiten und Begleiten kann und mag “Literatur als Radiokunst” nicht . - Wie gesagt , denn auch LARK ist ja nur Gastgeber . Und das Studio ein Drei- Tages- Lebens- Wohn- und Arbeitszimmer . Sowohl vor als auch hinter der Glasscheibe ( vulgo : im Aufnahmestudio - dem berüchtigten schalltoten Raum - genauso wie am “RP” | Regieplatz bei der gemeinsamen Bearbeitung der aufgenommenen Tonspur ) .

Was also wunder , wenn die Schriftstellerin und der Schriftsteller mit einem Text zur optimalen Möblierung des - Sie sind Kunde ! - Wohn- und Lebensraumes mit ( gnadenlos Gender- gemainstreamten ) “Schriftellern und Schriftstellerinnen” in Funkhaus kommen . Auf welche Weise sich ein dekorativ- funktionelles Ensemble von Schriftstellern und Schriftstellerinnen im Eigenheim arrangieren lässt , ist nun mal nicht anhand der Readers Digest- Bände im IKEA- Schauraum zu ermitteln . Da braucht’s schon echte , die uns Unkundigen dies im dichten Doppel- Talk explizieren .

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… ZUM FUNKHAUS - ZUGANG ZWEI

Ganz so offen wie es die Absicht besagt , gibt sich das reale Wiener Funkhaus in Zeiten der Hoch ( un ) Sicherheiten leider nicht mehr . Gegen Pfand kriegt man dann aber doch eine RFID- Karte in die Hand und mag dann weiter unbehelligt durch alle Sicherheitstüren schreiten . Zum Beispiel diejenige bei “ZUGANG 2″ , von wo kafkanische Gänge zu den Produktionsstudios für Musik , Hörspiel , Feature und Radiokunst führen .

Hier hat man die ( vordisponierte ) Wahl zwischen dem großen RP4 mit Fairlight- Workstation , dem RP2 mit der kolossalen Capricorn- Konsole , dem RP3 für Pro-Tools Mix | Mastering und dem kleineren Hörspielstudio RP1 . Gemäß den Überlegungen im Vorfeld der aktuellen Produktion für “Literatur als Radiokunst” mit Ilse und Fritz schien Letzteres geeignet , auch aufnahmetechnisch eine passable Basis für weitere Bearbeitungsschritte zu legen : Trockene Akustik , vielseitige Soundtracs-Konsole , ProTools - Aufnahmesystem und die geradezu wohnzimmerliche Atmosphäre des Regieplatzes bilden das “Framework” . Einen interessanten Strauss diverser Mikrophone hatten man vor Produktionsstart aus dem Lager gepflückt .

Ausgangspunkt einer Wortaufnahme für “Literatur einer Radiokunst” ist oft die Entscheidung , ob schon beim Sprechen spezifische Räume und Hör-Ebenen einfliessen sollen , oder ob möglichst “trocken” aufgenommen wird , und erst im weiteren Bearbeitungsverlauf artifizielle Simulationen zugefügt werden . Dem mitgebrachten Text entsprach zweitere Methode besser . Trotzdem wurde das Gros der diversen Aufnahmen in unterschiedlichsten Artikulationsformen und ebenso vielen Mikrophonen mehrmals parallel auf Harddisk gebannt , auf dass beim Mixdown schönes Möglichkeitsmaterial zur Variation und Umspielung vorhanden sei ( wie beim Bergsteigen : man kann nie genug Seil mithaben ) .

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FUSSBALLPLATZ VS. FERNSEHSTUDIO

Funkhaus_RP1_LARK_Ilse_Kilic_Fritz_Widhalm_copyright_Christiane_ZintzenFunkhaus_RP1_LARK_Ilse_Kilic_Fritz_Widhalm_copyright_Christiane_Zintzen

Bereits das Manuskript für das hochernst- volksdidaktische Oratorium

Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder eine Schriftstellerin !

beinhaltet phantasievolle sprachliche Paraphrasen & Regianweisungen zur gedachten Klanglichkeit einzelner Textteile :

“… der satz verschwimmt langsam im raum oder zerstäubt leiser werdend in alle richtungen …” - “… die worte bohren sich schrill nach vorne und reißen abrupt ab …” - “… kursive teile werden leierartig wiederholt und schleppen sich bis zum nächsten zwischentitel …” - “… der satz setzt sich als echo fort , wird wie bei einem abfluss richtung mitte gezogen und vergurgelt ins nichts …”

Viele dieser Vorstellungen können nur mit hinterlistigem Effekt- Instrumentarium realisiert werden , einige Anweisungen beziehen sich aber direkt auf die Intensität und Lage der Sprechstimme in der Aufnahmesituation . Enstprechend wurden drei wesentliche Artikulations- Typologien herausgearbeitet :

  • Der bekannte Klang von bemüht ernsthaften “Experten” einer TV- “Sach”- Sendung
  • Der eindringlich- beschreibende Gestus von Sportreportern bei einer Livesendung
  • Der abstrakte Tonfall zweier Trickfilm- Figuren mit breitem Spektrum an Intonation

Funkhaus_RP1_LARK_copyright_Christiane_Zintzen

Als Standard- Mikrophon für Studio- Stimmen schlechthin gilt das AKG C414 . Deshalb auch hier die erste Wahl für den “Experten”- Klang . Sprechabstand recht knapp mit 10cm , Charakteristik : kontrollierte Modulation der Stimmen , verbindlicher Ton : Ein perfekter Kontrast zu den oft absurden Textzeilen darüber , wie eine Schrifstellerin oder ein Schriftsteller gefällig zur Steigerung des Wohlbehagens in den eigenen vier Wänden drapiert werden kann .

Funkhaus_RP1_LARK_copyright_Christiane_Zintzen

Viel höher dann der Schalldruck bei der Sport- Reportage : zwanzig Jahre alte Electro - Voice RE 11 - Miks . In der Hand gehalten und im Stehen besprochen , erwecken sofort den typisch- knarzigen Klang aus dem Hanappi- Stadion im Eingangskanal der Mischkonsole .

Funkhaus_RP1_LARK_copyright_Christiane_Zintzen

Eine sehr intime , extrem direkte Ebene wird dann noch mit dem VM-1 von Brauner erzielt , tiefste Bässe und höchste Höhen perlen aus den Lautsprechern , allerdings weren dabei auch die weniger erstrebendwerten Details wie zischende S- Laute , Schmatzen und Blubbern verstärkt - s’ ist halt ein sehr zartfühlend- empfindliches Ding .

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Dieses Modul direktester Stimmvermittlung werden wir bei der Mischung für die abstrakten “Regieanweisungen” heranziehen .

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ZISCH - BLUBBER - HÜPF

Funkhaus_RP1_LARK_copyright_Christiane_Zintzen

Nach acht Stunden Textaufnahme wechseln wir in den wirklichen und grossen Regieraum des Studio 3 . Hier schwingen die Membrane der stattlichen GENELEC - Lautsprecher in 5.1- Surround Sound im Takt der vielzähligen Effekte aus der ProTools- Plugin Trickkiste . Parallel zum Hauptcomputer mit TDM - Technologie kommt auch ein Laptop mit ProTools LE und angeschlossenem KORG padKONTROL zur Anwendung , damit werden Parameter des Sampler - Plugins KONTAKT und der Multieffekt - Software GUITAR RIG in Echtzeit manipuliert . Silbendehnungen und Wortstauchungen werden experimentell mit den neuen Elastic Time- Funktionen von ProTools 7.4 realisiert , das Gurgeln entsteht mittels Ringmodulator , extreme Verfremdungen sind das Ergebnis von sehr kurzen Sound- Loops , deren Startzeit und Länge am padKONTROL in raschen Bewegungen verändert werden . Nach und nach werden neue Effekt- Spuren in der Session angelegt , am Ende sind dann rund 52 Tracks in Verwendung , viele davon zur räumlichen Panoramisierung auch noch mehrkanalig .

Die dynamischen Richtungsänderungen der Sprachspuren in Verbindung mit wechselnden Effektanteilen und variabler Filterung stellen auch die höchsten logistischen Anforderungen an den Denkapparat des Maschinisten . Gleichzeitig und unabhängig voneinander müssen oft Hallsignal und Direktstimme zwischen den Kanälen plaziert werden , dazu noch ein PRE - FADER - Routing der Auxiliary Sends , Automatisierung der Höhen- und Bassfilter , sich aufschaukelndes Delay- Feedback : Erst dann zischen , blubbern und hüpfen die Sätze durch Raum und Zeit .

LARK Ilse Kilic Fritz Widhalm an den reglern RP3

Neben hunderten manuell gesetzten Punkten in der ProTools Automation und dem padKONTROL waren auch die beiden Joysticks am ProControl EditPack - Extenders hilfreich für die Gestaltung der dynamischen Verläufe . Obwohl diese mitunter erst zur Mitarbeit überredet werden müssen , lassen sich damit die zwei Kanäle eines Stereo- Basissignals unabhängig im Surround- Raum pannen ( und wenn die Joysticks nicht mitmachen wollen , kann man dafür immer noch die Maus verwenden : Danke , Ilse , für diese gute Idee ) .

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BEKANNTMACHUNG

Da stehen sie nun in Raum und Laufzeit , die herrlich ins Klangliche gestellten Schriftsteller und Schriftstellerinnen : Wann das “Fröhliche Wohnzimmer ” mit seiner aufgestellten Kulturmöbel- Beratung via Funk in Ihr trautes Heim dringt und klingt , das dürfen wir zu gegebener Zeit galant bekannt geben -

( kap | czz )

|||lärm no radio

Aus gegebenem Anlass des Ausmasses
an akustisch evokativen Vokabeln
vertrauen wir auf deren prallen Nachhall
und verzichten
auf den in|ad|ae|qu|aten KLANGAPPARAT

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