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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Ironie</title>
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	<description>doi:10.3246/ib.1000</description>
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		<title>MICRO &#124; -NOTE &#124; -QUOTE : Vorsicht , Ihr Paket hört mit !</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 07:59:50 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-61.jpg" alt="czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-" hspace="2" vspace="2" width="96" height="96" align="left" /> </strong>Was mit einem Paket auf dem Postweg widerfährt , lässt sich im Nachhinein und angesichts des Zustandes der Verpackung erahnen . Seltener freilich sind jene Fälle , in welchen ein Paket olfaktorische Warnsignale nach &#8220;drausen&#8221; sendet . Sie wissen schon : das berühmte Camembert- Päckchen &#8230; &#8211; Fehlt bisweilen noch eine akustische Spur , die das logistische , physische ( <em>handle with care</em> ) und verkehrsmässige Schicksal einer unauffälligen Postsendung dokumentiert .</p>
<p>Wenn schon unser Ohr nicht mitreisen kann , wäre eventuell an eine Art eine Funkverbindung mit dem Paket zu denken . Der finnische Filmemacher <a href="http://cargocollective.com/lauriwarsta#534751/About-Lauri-Warsta">Lauri Warsta</a> nimmt das Problem <em>cum grano salis</em> auf und fingiert die Präparierung eines Pakets mit einem Tonband- Recorder . Per Flugpost geht dieses &#8220;<em><a href="http://cargocollective.com/lauriwarsta/#534820/Dictaphone-Parcel">Dictaphone Parcel</a></em>&#8221; nun von London nach Helsinki .<br />
Die akustische Spur mutet mit ihrem Rumpeln und Pumpeln manchmal geradezu realistisch an . Im Bild freilich wird die gesamte Versuchsanordnung bereits von vorneherein durch die Fiktion ironisch gebrochen , ein gutes altes Tonbandgerät bliebe intakt beim Reisen . Spätestens bei der Verladung in den LKW wären die Spulen abgesprungen , ein Bandsalat entstanden und die Batterie am Ende .</p>
<blockquote><p>Dictaphone Parcel is based on a real sound recorded with a dictaphone travelling secretly inside a parcel. As the hidden recorder travels through the global mail system, from London to Helsinki, it captures the unexpected. We hear a mixture of abstract sounds, various types of transport and even discussions between the mail workers. The animation visualizes this journey by creating an imaginary documentary.</p></blockquote>
<p>Lauri Warstas lakonisch- ironische Produktion bereitet nicht nur als Gedankenexperiment Vergnügen , sondern besticht durch pfiffige grafische Skizzen der Stationen , die das Paket durchläuft . Kurzum : So angenehm werden wir selten eingewickelt .</p>
<pre><code> </code></pre>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/14450507?title=0&amp;portrait=0" width="640" height="344" frameborder="0"></iframe></p>
<pre><code> </code></pre>
<p style="text-align: right;">merci , <em><a href="http://feingut.com/2010/09/21/der-spitzel-im-paketwagen-dictaphone-parcel/">feingut</a></em></p>
<p><em><strong>|||</strong></em></p>

]]></content:encoded>
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		<title>Salon Littéraire &#124; Hanno Millesi : Santo Stefano</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 01:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Literatur @ in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text Salon Littéraire &#124; Hanno Millesi : Santo Stefano Im Abbildungsteil eines Katalogs, der sich mit den Wohnverhältnissen berühmter Kulturschaffender meiner Stadt beschäftigt, stoße ich auf Fotografien jenes Hotelzimmers, in dem Peter Altenberg einen Großteil seiner bekannten Werke verfasst hat. Die Wände...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der <a href="http://www.zintzen.org/salon-littraire/">SALON LITTÉRAIRE</a> als www- Galerie für Bild und Text</p>
<p><strong>Salon Littéraire | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/hanno-millesi/">Hanno Millesi</a> :</strong></p>
<p><strong>Santo Stefano</strong></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_01_Santo_Stefano.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16236" title="Copyright_Hanno_Millesi_01_Santo_Stefano" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_01_Santo_Stefano.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Im Abbildungsteil eines Katalogs, der sich mit den Wohnverhältnissen berühmter Kulturschaffender meiner Stadt beschäftigt, stoße ich auf Fotografien jenes Hotelzimmers, in dem Peter Altenberg einen Großteil seiner bekannten Werke verfasst hat.</p>
<p>Die Wände seines Zimmers sind mit gerahmten Bildern übersät. Fotos, Grafiken, Zeitungsausschnitte. Ich sehe beispielsweise eine Reihe von Porträts junger Frauen. Unter anderem eine farbige Stammesangehörige mit entblößten Brüsten. Dazwischen taucht immer wieder das Konterfei des humorvollen Schriftstellers auf. Eine weitere Katalogabbildung zeigt Peter Altenbergs Waschtisch mit Wasserschüssel und Krug. Sein Zimmer trägt die Nummer 51 und befindet sich im Grabenhotel in der Dorotheergasse Nr. 3 im ersten Bezirk. Ich beschließe Peter Altenberg dort zu besuchen. Schließlich verfüge ich über alle notwendigen Informationen.</p>
<p>In der Dorotheergasse angekommen, bin ich erst einmal überrascht. Im Erdgeschoß des Grabenhotels, in dem Peter Altenberg residiert, befindet sich eine Trattoria namens Santo Stefano. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das etwas anders vorgestellt. Offenbar legt der Schriftsteller Wert auf Diskretion. Vielleicht sollen Spuren verwischt werden, oder all das ist Teil seines eigenwilligen Humors.</p>
<p>Nachdem ich mich vorgestellt habe, teile ich der jungen Frau an der Rezeption mit, dass ich Peter Altenberg besuchen möchte. Mit einem verständnisvollen Lächeln bittet sie mich einen Augenblick zu warten und tippt etwas in den Computer. Während ihre Pupillen den Bildschirm abtasten, verfinstert sich ihre Miene. Schließlich eröffnet sie mir, dass sich niemand dieses Namens unter ihren Gästen befindet.</p>
<p>So leicht lasse ich mich jedoch nicht einschüchtern. Mir ist klar, dass sie die Liste derjenigen durchgesehen hat, die vorgelassen werden dürfen. Ich weise sie darauf hin, dass es sich bei mir um einen Kollegen handelt, und sie nimmt zunächst an, dass ich ebenfalls in der Hotelbranche tätig bin. Ich antworte mit einem Seufzen und wiederhole, dass die ganze Stadt &#8211; was rede ich &#8211; die ganze Welt wisse, dass Peter Altenberg in diesem Hotel wohne. Die Rezeptionistin wirkt eingeschüchtert. Wahrscheinlich weil sie einsieht, dass es unsinnig war, mich für einen Hotelier zu halten. Ich verheimliche nicht länger, dass ich sogar weiß, welches Zimmer Peter Altenberg bewohnt; Nr. 51 nämlich und zwar im fünften Stock.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_02_Graben_Hotel.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16237" title="Copyright_Hanno_Millesi_02_Graben_Hotel" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_02_Graben_Hotel.png" alt="" width="415" height="540" /></a></p>
<p>Die dreiste, junge Frau will mir weismachen, dass das Grabenhotel lediglich über 41 Zimmer verfüge und der von mir gesuchte Herr &#8211; sie sagt tatsächlich <em>der gesuchte Herr</em>, als habe sie den Namen Altenberg noch nie zuvor gehört &#8211; daher unmöglich ein Zimmer mit der Nummer 51 bewohnen könne. Offenbar folgt sie strikten Anweisungen. Man will mich abwimmeln. Im Grunde hätte ich mir das denken können, als ich gesehen habe, dass sich im Erdgeschoß des Hotels eine Trattoria befindet. Ich bedanke mich höflich, als hätte ich meinen Irrtum eingesehen, wende mich allerdings nicht dem Ausgang zu, sondern dem Stiegenaufgang, der zu den Zimmern führt. Ich finde meinen Weg auch allein. Mein Name mag auf keiner Liste aufscheinen, Peter Altenberg wird mich nichtsdestotrotz empfangen. Schließlich kenne ich intime Details seiner Lebenssituation und seiner Körperpflege.</p>
<p>Die junge Frau hat inzwischen ihr Rezeptionspult verlassen und stellt sich mir in den Weg. Einen Moment lang sieht es so aus, als müsste ich sie mit Gewalt beiseite räumen. Ehe ich Gelegenheit dazu habe, kommt ein stattlich gekleideter Herr die Treppe herunter. Eine von ihm ausgehende autoritäre Aura bringt uns unverzüglich zur Räson. Mir ist die Situation peinlich, unabhängig davon, dass ich für ihre Eskalation nicht verantwortlich bin.</p>
<p>Zu meiner Überraschung wendet sich die Rezeptionistin mit meinem Anliegen an den unvermutet aufgetauchten Mann, als handle es sich bei ihm um einen aus einer oberen Region herabgestiegenen Richter. Ich bin damit einverstanden, ihn als Unparteiischen anzuerkennen und erkläre, dass ich nichts weiter wolle, als Peter Altenberg auf Zimmer Nr. 51 zu besuchen. Der kompetent wirkende Mann sieht mich durchdringend an und bedeutet der ahnungslosen Angestellten, sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen. Er scheint begriffen zu haben, worum es mir geht, ich glaube sogar, dass er den Schriftsteller in mir erkennt. Verständnisvoll legt er einen Arm um meine Schulter und &#8211; man könnte fast sagen: geleitet mich behutsam zum Ausgang. Mein Widerstand bricht in sich zusammen. Bei mir, meint er, habe er es offenbar mit einem Bewunderer zu tun. Ich bejahe, obwohl das nicht ganz stimmt, aber da befinden wir uns bereits auf der Straße. Der elegante Herr deutet die Dorotheergasse entlang und meint, wenn ich dort vorne rechts abbiege, wäre es nicht mehr weit bis zum Café Central, in dem sich Herr Altenberg &#8211; nun ja &#8211; zuletzt aufgehalten habe. Im Hotel habe man ihn jedenfalls schon längere Zeit nicht mehr gesehen.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_03_Cafe_Central.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16238" title="Copyright_Hanno_Millesi_03_Cafe_Central" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_03_Cafe_Central.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Dieser Vorschlag birgt eine gewisse Logik. Schließlich nannte man Altenberg und seine … äh … Kumpane <em>Kaffeehausliteraten</em>. Oder nannten sie sich selbst so? Natürlich sitzen die tagsüber nicht in Hotellobbys geschweige denn -zimmern, sondern im Kaffeehaus, um sich von dessen … inspirierender Atmosphäre anregen zu lassen.</p>
<p>Im Kaffeehaus entdecke ich niemanden, der Peter Altenberg auch nur annähernd ähnlich sieht. Es sitzen überhaupt nur ein paar Touristen herum, kichern und trinken, sobald der Kellner ihnen den Rücken zukehrt, aus Plastikflaschen, die sie wahrscheinlich selbst mitgebracht haben. An einem etwas abseits stehenden Tisch ist ein dicker Herr eingeschlafen. Eine aufgeschlagene Zeitung ist ihm auf die Brust gesunken, als habe er sich damit zugedeckt. Wie ein Schriftsteller sieht hier eigentlich niemand aus. Am ehesten noch der dicke Herr. Als der missmutige Kellner an mir vorbeischlurft, erkundige ich mich, ob es so etwas wie ein Extrazimmer gibt. Der Blick, mit dem er mir antwortet, bedarf keiner Erläuterung. Ich bin hier nicht erwünscht.</p>
<p>Meiner Ansicht nach kann man es mit der Diskretion auch übertreiben. Kein Wunder, dass man von Peter Altenberg so lange nichts mehr gehört hat.</p>
<p>Zu Hause überkommt mich neuer Enthusiasmus. Ich will mich noch nicht geschlagen geben. Möglicherweise hatte Peter Altenberg das Leben in der Abgeschiedenheit eines Hotelzimmers satt. Ich greife zum Telefonbuch.</p>
<p>Unter dem Namen Altenberg finde ich nur einen Rainer, wohnhaft in der Obkirchergasse im 19. Bezirk, und einen Reinhard, Am Tabor 15, Stiege 2. Merkwürdig. Einen Peter gibt es erst weiter unten in der Spalte. Aber der heißt Alteneder. Er wohnt im dritten Bezirk, Esteplatz 7a. Einen Moment lang weiß ich nicht, welcher Ungenauigkeit ich weniger Bedeutung beimessen soll. Habe ich es nach wie vor mit einer Verdunklung zu tun? Hat es Sinn, Peter Alteneder aufzusuchen?</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_04_Obkirchergasse.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16239" title="Copyright_Hanno_Millesi_04_Obkirchergasse" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_04_Obkirchergasse.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Seltsam ist auch, dass ich keinen der anderen Kaffeehausliteraten im Café Central angetroffen habe. Zum Beispiel Stefan Zweig. Der hat doch sicherlich kaum einmal gefehlt. Und was war heute?</p>
<p>Stefan Zweig wohnt in der Kochgasse Nr. 8. Ich weiß das von einer Ausstellung über berühmte Söhne und Töchter der Josefstadt, die ich mir vor einigen Jahren im Bezirksmuseum angeschaut habe. Ich habe mir damals schon gedacht, dass sich die Adresse einer so hervorragenden Persönlichkeit eines Tages als nützlich erweisen könnte. Jetzt ist es soweit.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_06_Kochgasse_Stefan_Zweig.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16240" title="Copyright_Hanno_Millesi_06_Kochgasse_Stefan_Zweig" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_06_Kochgasse_Stefan_Zweig.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Damit mir dasselbe Malheur nicht erneut passiert, schlage ich im Telefonbuch nach, ob diese Anschrift noch relevant ist. Unter dem Namen Zweig finde ich zwar einen Stefan, seine Adresse lautet allerdings Mahlerstraße Nr. 5, also erster Bezirk. Daneben stehen die Begriffe <em>Wohn- und Textilobjekte</em>.</p>
<p>Als ich in der Mahlerstrasse eintreffe und mich dem Haus Nr. 5 nähere, ragt tatsächlich ein Schild mit dem Namen des berühmten Schriftstellers aus der Fassade. Hat er etwa die Branche gewechselt? Das ist natürlich Unsinn. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um eine Investition, die unsicheren Zeiten vorbeugen soll. Schließlich hat er in seinem Leben bereits allerhand mitgemacht. Seine Literatur war zeitweise verboten, er selbst sah sich gezwungen, ins Exil zu gehen. Die Geschäftsräume befinden sich im Mezzanin.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_07_Stefan_Zweig_Heimtextilien.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16241" title="Copyright_Hanno_Millesi_07_Stefan_Zweig_Heimtextilien" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_07_Stefan_Zweig_Heimtextilien.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Ein schmächtiger Herr mit einer Brille, deren Gläser seine Augen gespenstisch vergrößern, lächelt mich an. Es handelt sich nicht um den Schriftsteller, dessen Aussehen mir von Fotos her vertraut ist. Ohne mir etwas davon zu versprechen, beginne ich mit: … <em>Herr Zweig, nehme ich an …?</em></p>
<p><em>Nein, nein, ganz bestimmt nicht</em>, meine Annahme scheint ihn zu amüsieren.</p>
<p><em>Das dachte ich mir</em>, sage ich voll unterschwelliger Geringschätzung zu dem Mann, der einen grauen Arbeitsmantel trägt wie ein Bürokrat auf alten Aufnahmen.</p>
<p><em>Der Chef ist so gut wie nie im Geschäft</em>, versichert er mir.</p>
<p><em>Ach …</em>, ich überlege mir meinen nächsten Schritt, aber er kommt mir zuvor.</p>
<p><em>Er erledigt die meiste Arbeit von zu Hause aus.<br />
</em>Das leuchtet mir ein. Auch ich bin in meinen eigenen vier Wänden am kreativsten.</p>
<p><em>Übers Internet.</em></p>
<p>Nun ja, warum nicht?</p>
<p><em>Oder er ist auf Reisen.</em></p>
<p>Auch das ist für mich nichts Neues, schließlich kenne ich das Werk dieses großartigen Mannes.</p>
<p><em>Geschäftlich, Sie verstehen?</em></p>
<p>Und ob.</p>
<p><em>Dann ist er also noch tätig wie eh und je?</em> Das Lächeln von zuvor ist mittlerweile aus dem Gesicht des Mitarbeiters von Stefan Zweig verschwunden und hat einem Anflug von Erstaunen Platz gemacht.</p>
<p><em>… Natürlich … wieso sollte er denn …?</em></p>
<p><em>Schon gut, ich wollte Sie nicht beunruhigen. Aber wenn man lange nichts mehr von jemandem gehört oder gelesen hat, kann man das ja nicht so genau wissen. Viele hören auf oder wechseln die Branche</em>, sage ich und blicke mich dabei in den Geschäftsräumen um. Noch bevor er etwas erwidern kann, fahre ich fort:</p>
<p><em>Sagen Sie …, wie kann ich mit Herrn Zweig in Kontakt treten?</em></p>
<p>Diese simple Frage scheint ihn stutzig zu machen.</p>
<p><em>… Also wissen Sie, ich fürchte, das wird nicht so einfach … wie Sie sich das vorstellen … sein.</em></p>
<p>Im Grunde habe ich mit einer derartigen Reaktion gerechnet. Der Meister will nicht gestört werden. Schon gar nicht von jemandem, den er nicht kennt.</p>
<p><em>Worum geht es denn, bitte, wenn ich fragen darf?</em></p>
<p><em>Fachfragen, mein Lieber, Details, ich glaube nicht, dass Sie damit etwas anfangen können.</em> Normalerweise bin ich nicht so überheblich. Gleich darauf habe ich mich wieder im Griff.</p>
<p><em>Ich möchte Herrn Zweig zu seinen Schriften befragen.</em></p>
<p><em>Zum Schriftverkehr also? Aha.</em></p>
<p><em>Nun ja, ich bin mir nicht sicher, was Sie damit meinen. Ich spreche von seinen Büchern, das, was seinen Namen weltweit bekannt gemacht hat.</em></p>
<p>Das Wort <em>Bücher</em> scheint den kleinen Mann in Nervosität zu versetzen. Hastig kramt er aus einer Lade einen Block und einen Bleistift hervor und hält mir beides hin.</p>
<p><em>Am besten wäre es, Sie schreiben mir hier Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf. Ich werde das dann weiterleiten.<br />
</em> Aber sicherlich. Dieses Spiel kenne ich. Schließlich bewege ich mich auch schon seit ein paar Jahren in der Literaturszene. Wie es sich für einen Profi gehört, lasse ich mir allerdings nicht das Geringste anmerken.</p>
<p><em>Mit Vergnügen.</em></p>
<p>Selbstverständlich gebe ich einen falschen Namen an. Auch bei der Telefonnummer schummle ich. Es wird ohnedies niemand anrufen, und ich erspare mir eine weitere Demütigung. Nachdem ich die Geschäftsräume verlassen habe, melden sich Zweifel, ob ich nicht vielleicht doch Stefan Zweig gegenüber gestanden haben könnte. Einem Stefan Zweig, der mit dem Bild, das sich die Öffentlichkeit von ihm macht, nichts zu tun haben möchte. Aber hätte ich in diesem Fall nicht irgendetwas spüren müssen? Es würde mich wundern, sollte in diesem Mann ein derartiger Verwandlungskünstler stecken. Eine Einsicht, die mich an einen grandiosen Essay Egon Friedells denken lässt.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_08_Ordination.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16242" title="Copyright_Hanno_Millesi_08_Ordination" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_08_Ordination.png" alt="" width="415" height="540" /></a></p>
<p>Ich beschließe, als nächstes bei diesem geistreichen Menschen vorbeizuschauen. Bei allem, was ich über ihn gelesen habe, erwarte ich mir einen etwas weniger kontaktscheuen Menschen. Möglicherweise einen Vielredner, aber immerhin jemanden, der sich den Fragen stellt, die ein jeder zuweilen hat. Egon Friedells Adresse lautet, wie alle, die in dieser Stadt aufgewachsen sind, wissen: Gentzgasse Nr. 7. Die Gentzgasse befindet sich im 18. Bezirk. Die Türnummer weiß ich nicht. Auf der Gegensprechanlage scheint kein Friedell auf. Das verstehe ich nicht. Schließlich läute ich bei einem Herrn Prohaska, der sich Sekunden später auch tatsächlich meldet. Es geht also doch!</p>
<p><em>Ich möchte zu Egon Friedell</em>, sage ich in das Sprechfenster, <em>wissen Sie seine Türnummer, oder sind Sie es vielleicht sogar selbst?</em></p>
<p>Herr Prohaska antwortet nicht.</p>
<p><em>Herr Friedell?</em> versuche ich es noch einmal.</p>
<p>In diesem Moment geht die Haustüre mit einem kreischenden Geräusch auf. Eine schmächtige alte Dame mit dem Gesicht einer Echse sieht mich aus der Dunkelheit des Hausflurs heraus argwöhnisch an.</p>
<p><em>Ich unterhalte mich gerade mit Herrn Prohaska</em>, sage ich ohne dazu aufgefordert worden zu sein. Da ich mich gebückt habe, um mit Hilfe der Sprechanlage mit Herrn Prohaska beziehungsweise Egon Friedell zu reden, ist mein Kopf etwa in gleicher Höhe wie der ihre.</p>
<p><em>Wenn Sie meinen</em>, sagt die alte Frau, <em>ich muss jedenfalls einkaufen</em>. Bei diesen Worten zieht sie unter allerlei Mühe eine Einkaufstasche, die auf zwei Räder montiert ist, aus dem Hauseingang hervor.</p>
<p><em>Darf ich Sie begleiten?</em> frage ich, und sie scheint nichts dagegen zu haben oder hat mich nicht verstanden. Herrn Prohaska überlasse ich wortlos sich selbst. Er seinerseits hat auch nicht gerade viel gesagt.</p>
<p><em>Eigentlich möchte ich zu Egon Friedell</em>, erkläre ich der alten Frau.</p>
<p><em>Zu wem?</em></p>
<p><em>Friedell, Egon.</em></p>
<p><em>Nie gehört. Sind Sie sicher, dass der bei uns wohnt?</em></p>
<p><em>Das ist allgemein bekannt. Ich weiß lediglich nicht, in welcher Etage. Möglicherweise benützt er einen Decknamen. Künstler sind zuweilen ganz schön öffentlichkeitsscheu.</em></p>
<p><em>Das wäre mir neu.</em> Damit hat die alte Dame eigentlich gar nicht so unrecht.</p>
<p><em>Wissen Sie, ich habe Herrn Prohaska im Verdacht, ob nicht vielleicht er …</em></p>
<p><em>Aber Herr Prohaska arbeitet doch beim Denkmalamt.</em></p>
<p><em>Mitunter wechseln Schriftsteller ihren Beruf</em>, sage ich, obgleich mir ein solcher Umstieg doch ein wenig abwegig erscheint.</p>
<p><em>Schriftsteller, sagen Sie?</em> erkundigt sich die alte Frau.</p>
<p><em>Ja, natürlich, Egon Friedell, der berühmte Essayist und …</em>, hier mache ich eine kurze Pause, weil mir nicht einfallen will, wie ich Egon Friedells Arbeit sonst noch charakterisieren könnte.</p>
<p><em>Jetzt weiß ich, wen Sie meinen, aber der ist doch aus dem Fenster gesprungen.</em></p>
<p><em>Tatsächlich? Das wusste ich nicht. Warum hat er das denn gemacht?</em></p>
<p><em>Er wollte sich töten.</em></p>
<p><em>Dann liegt seine Wohnung also in einem der oberen Stockwerke?</em></p>
<p><em>Und Herr Prohaska vom Denkmalamt wohnt im ersten Stock.</em></p>
<p><em>Dann fällt der weg. Gibt es sonst irgendjemanden unter ihren Mitbewohnern, auf den die Beschreibung Egon Friedells passen könnte? Ein gewichtiger Mann, grobe Züge, schütteres Haar …</em>, eigentlich weiß ich das gar nicht so genau.</p>
<p><em>Der hat sich von dem Sprung damals nicht mehr erholt.</em></p>
<p><em>Nein, wie entsetzlich, wann ist das denn passiert?</em></p>
<p><em>Das ist schon eine ganze Weile her.</em></p>
<p><em>Ja, ist das denn die Möglichkeit? … Und keiner …</em></p>
<p><em>Das hat doch eh überall gestanden.</em></p>
<p><em>Mag sein, aber wenn man sich nicht unter seinem richtigen Namen zu Tode stürzt, dauert es manchmal lange, bis die breite Öffentlichkeit dahinter kommt.</em></p>
<p><em>Wenn ich mich richtig erinnere, hieß er privat Friedmann</em>, klärt mich die alte Frau auf.</p>
<p><em>Na, sehen Sie.</em></p>
<p>Als ich mich verabschiede, überkommt mich ein Anflug von Traurigkeit. Nicht so sehr, weil ich erfahren habe, dass der Meister sarkastischer Polemik vor kurzem gestorben ist, sondern weil es mir offenbar nicht gelingen will, mit einem meiner legendären Kollegen in Kontakt zu treten.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_09_Sternwartestrasse.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16243" title="Copyright_Hanno_Millesi_09_Sternwartestrasse" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_09_Sternwartestrasse.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Daheim angekommen trifft es mich wie ein Schlag vor den Kopf. Ich Idiot! Ganz in der Nähe der Gentzgasse und ebenfalls im 18. Bezirk befindet sich die Sternwartestraße und in dieser &#8211; wie mir derselbe Katalog versichert, der mich schon über Peter Altenbergs Lebensumstände aufgeklärt hat &#8211; steht das Haus von Arthur Schnitzler. Sofern dieser sich eine solche Adresse heute noch leisten kann. Immerhin hat man auch von ihm schon lange nichts mehr gehört. Weder ein Stück noch eine Erzählung oder so etwas. Nicht einmal einen scharfsinnigen Kommentar in einer Tageszeitung. Aber einen Versuch ist es allemal Wert. Seine Hausnummer ist die 71. Diesmal bin ich vorsichtig. Zunächst nehme ich das Telefonbuch zur Hand. Darin finde ich allerdings nur einen Adrian Schnitzler. Der wohnt im siebenten Bezirk, also gleich um die Ecke von mir. Ich werde am Rückweg bei ihm vorbeischauen. Die Tatsache, dass Arthur Schnitzler nicht im Telefonbuch aufscheint, irritiert mich im Grunde nicht. Einerseits beginne ich allmählich, mich mit den Gewohnheiten meiner Kollegen auszukennen, andererseits verschweigen viele Reiche ihre noblen Adressen, um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen. Schriftsteller geben sich gern mittellos, außer sie sind es wirklich, dann verhalten sie sich, als hätten sie keinerlei finanzielle Sorgen.</p>
<p>Als ich endlich in der Sternwartestraße ankomme, dämmert es bereits. Die Villa mit der Hausnummer 71 sieht weit weniger eindrucksvoll aus als auf den Abbildungen in meinem Katalog. Sowohl die Fassade als auch der Garten wirken ziemlich heruntergekommen. Offenbar ist die große Zeit dieses Schriftstellers endgültig vorbei. Wahrscheinlich kauert er hinter den verschlissenen Vorhängen seiner einst prächtigen Residenz und zehrt von den Erinnerungen an eine glorreiche Vergangenheit. An der gusseisernen Türe ist nicht einmal ein Namensschild angebracht. Ich drücke zwar auf den entsprechenden Knopf, habe allerdings nicht den Eindruck, dass das irgendetwas auslöst. Ich glaube sogar, der Knopf sitzt nur noch lose in der Fassung. Wie ein abgestorbener Zahn in einem morschen Kiefer. Im oberen Stockwerk sind die Fensterläden geschlossen. Man könnte glauben, bei Arthur Schnitzler handle es sich um ein Wesen, das jegliches Tageslicht scheut. Möglicherweise verlässt er nur noch nachts sein klappriges Domizil, um der Welt und ihren schlafenden Bewohnern tief in die Seele zu schauen. Wenn dem so ist, hat es keinen Sinn länger zu warten. Mit schnellen Schritten begebe ich mich wieder Richtung Zentrum. Es wird allmählich dunkel.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_10_Strudelhofstiege.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16244" title="Copyright_Hanno_Millesi_10_Strudelhofstiege" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_10_Strudelhofstiege.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Zu Hause habe ich die Idee, Heimito von Doderer anzurufen. Diesen Plan lasse ich allerdings gleich darauf wieder fallen. Ich fürchte mich ein wenig vor seiner merkwürdigen Persönlichkeit, der strengen Ausdrucksweise und seiner schneidenden Stimme. Ich glaube nicht, dass man im Falle einer Verabredung mit Doderer einfach gehen kann, wenn einem danach ist. Stattdessen kommt mir ein ganz anderer Gedanke. Ich werde mich an Brunngraber wenden. Der ist wenigstens vernünftig. Seine deutlich geringere Popularität hat ihn vielleicht bislang davor bewahrt, derart kontaktscheu zu werden. Seinen Vornamen weiß ich leider nicht. Etwas mit R. Rainer vielleicht oder Robert. Im Telefonbuch werde ich fündig. Es gibt einen Richard, wohnhaft in der Servitengasse 27 im neunten Bezirk. Ich wähle seine Nummer, aber niemand meldet sich. Glücklicherweise stoße ich allerdings auch noch auf eine Erika Brunngraber. Seine Frau, seine Schwester?</p>
<p><em>Sind Sie die Schwester von Herrn Brunngraber, … Brunngraber, Richard?</em></p>
<p><em>Äh, … nein. Mit wem …</em></p>
<p><em>Das dachte ich mir, Sie klingen eher wie seine Frau.</em></p>
<p><em>Mit wem spreche ich?</em></p>
<p><em>Ich bin ein Kollege Ihres Mannes, würden Sie ihn bitte an den Apparat holen.</em></p>
<p><em>Ich bin nicht verheiratet.</em> Dieser Hinweis verblüfft mich.</p>
<p><em>Aber wieso …?</em> Handelt es sich etwa um Brunngrabers Mutter?</p>
<p><em>Haben Sie einen Sohn?</em></p>
<p><em>Ja, aber ich weiß wirklich nicht, was Sie das angeht.<br />
</em>Die Situation ist mir peinlich, jetzt schon abzubrechen wäre allerdings verfrüht.</p>
<p><em>Wie heißt Ihr Sohn denn?</em></p>
<p><em>Walter, ich würde Sie allerdings nun wirklich bitten, mir zu sagen …</em></p>
<p>Ich lege auf. Diese Geschichte ist mir zu verzwickt. Ich könnte in irgendetwas hineingeraten.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_11_Wien_XXIII.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16245" title="Copyright_Hanno_Millesi_11_Wien_XXIII" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_11_Wien_XXIII.png" alt="" width="540" height="415" /></a></p>
<p>Hugo von Hofmannsthal wohnt, wie ich eruiert habe, im 23. Bezirk. Das ist mir zu weit. An und für sich hätte ich mich gerne mit diesem Mann unterhalten. Vielleicht ist es aber auch besser so. Man darf nicht vergessen, dass ein Gespräch mit jemandem, der seiner Zeit um Jahrzehnte voraus ist, recht ungemütlich werden kann. Man verliert bei so etwas leicht sein Gesicht.</p>
<p>Am Abend habe ich ein Tief zu überwinden. Es überfällt mich unmittelbar nachdem ich mit Albert Drach telefoniert habe. Wie allgemein bekannt sein dürfte, wohnt er in Mödling. Aus diesem Grund schien mir ein Telefongespräch ausreichend. Meine intensive Suche brachte mich auf die Spur eines gewissen Albert Dragan. Wahrscheinlich ein Pseudonym. Zunächst bewunderte ich noch das augenzwinkernde Raffinement hinter einem solchen Trick, im Verlauf unseres Gesprächs musste ich allerdings feststellen, dass Albert Dragan-Drach offenbar jegliches Gefühl für das richtige Maß abhanden gekommen ist. Er gab vor, mich nicht zu verstehen, redete seinerseits unverständliches Zeugs, als sei er unserer Sprache nicht mächtig. Ausgerechnet! Seine anfängliche Freundlichkeit verwandelte sich binnen weniger Minuten in regelrechte Gehässigkeit. Als ich andeutete, seine Tarnung durchschaut zu haben, beschimpfte er mich &#8211; glaube ich zumindest &#8211; und legte auf. Wenigstens der erste berühmte Schriftsteller, mit dem ich tatsächlich ins Gespräch gekommen bin, versuche ich mich zu trösten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt überhaupt noch mit jemandem in Kontakt treten möchte. Es müsste eine ausgezeichnete Wahl sein.</p>
<p>Ich einige mich darauf, es mit George Saiko zu versuchen. Von dem habe ich schon Ewigkeiten nichts mehr gehört. Vielleicht kann er eine kleine Aufmunterung gebrauchen. In seinem Fall habe ich keine Ahnung, wo er wohnt. Ich weiß nicht einmal, ob er in dieser Stadt ansässig ist. Aber ich habe Glück. Laut Telefonbuch gibt es insgesamt einen Dieter, zwei Wolfgangs, einen Franz-René, zwei Franz und einen Florian Saiko. Die Frage ist nur, hinter welchem Vornamen sich der von mir gesuchte George versteckt. Ich bediene mich eines simplen Ausschlussverfahrens. Da es im Ganzen vier F-Namen gibt &#8211; zwei Mal Franz, ein Mal Franz-René und einen Florian -, glaube ich, dass sich unter diesen Vieren mein Mann befindet. Hat man erst einmal die Möglichkeit, innerhalb einer kleineren Gruppe zu operieren, fällt es nicht schwer, den Gesuchten unter den beiden Franz zu vermuten, schließlich kommt ihr Name doppelt so oft vor. Zwischen diesen beiden lasse ich eine Münze entscheiden.</p>
<p>Als Franz Saiko abhebt, frage ich ihn, ob er George heißt. Er verneint, und ich begreife augenblicklich, dass das dumm von mir war. Ich lege auf und wähle die Nummer des anderen Franz Saiko. Diesmal will ich mich geschickter anstellen. Zu meiner Überraschung hebt ein Kind ab. Überrascht bin ich deswegen, weil ich der Meinung war, Literatur und Familienleben ließen sich nur schwer vereinbaren. Da das Kind ungeduldig wird, muss ich schnell schalten.</p>
<p><em>Interessiert sich Dein Vater für Literatur?</em></p>
<p><em>Was?</em></p>
<p><em>Äh … liest Dein Vater viel in Büchern?<br />
</em>Ich höre wie das Kind den Hörer von seinem Ohr weg hält. Wahrscheinlich denkt es nach.</p>
<p><em>Schreibt Dein Vater vielleicht sogar selbst Bücher?</em></p>
<p>Ich darf den jungen Menschen nicht mit zu vielen Fragen bombardieren.</p>
<p><em>… ja</em>. Na, also.</p>
<p><em>Du bist ein braves Kind. Dein Vater ist also Schriftsteller, ja?</em></p>
<p><em>J… ja.</em></p>
<p><em>Das ist gut. Würdest Du mich jetzt mit Deinem Vater verbinden?</em></p>
<p><em>Verbinden?</em></p>
<p><em>Gib&#8217; ihm einfach den Hörer, einverstanden?</em></p>
<p><em>… ja.</em> Anstatt der vertrauten Stimme eines mir bislang unbekannten Autors, höre ich das Besetztzeichen. Das Kind hat offenbar eine andere Vorstellung von Verbindungen. Vielleicht hat es sich auch die ganze Zeit über mich lustig gemacht. Dabei scheine ich ganz nah dran gewesen zu sein. Einen nochmaligen Anruf halte ich für aussichtslos. Das Kind würde sich bestenfalls seinen Spaß mit mir machen.</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_12_Musil_Whg_Rasumofskigasse.png" rel="lightbox[16231]"><img class="alignnone size-full wp-image-16246" title="Copyright_Hanno_Millesi_12_Musil_Whg_Rasumofskigasse" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/09/Copyright_Hanno_Millesi_12_Musil_Whg_Rasumofskigasse.png" alt="" width="415" height="540" /></a></p>
<p>Ich glaube, dass es falsch war, mich von den anfänglichen Schwierigkeiten einschüchtern zu lassen. Ich sollte Schriftsteller nicht nach ihrer vermeintlichen Erreichbarkeit auswählen, sondern denjenigen kontaktieren, mit dem ich mich tatsächlich auseinandersetzen will. In meinem Fall ist das Robert Musil. Laut Telefonbuch befindet sich seine Wohnung im dritten Bezirk in der Rasumofskygasse Nr. 20.</p>
<p>Auf dem Weg in die Rasumofskygasse fühle ich, dass ich diesmal nicht enttäuscht sein werde. Robert Musils Wohnung lässt sich ganz leicht finden. Sie befindet sich im zweiten Stock, Türnummer 6. Einem Schild, das an der Türe angebracht ist, entnehme ich, dass Robert Musil offenbar nur zwischen 10.00 und 13.00 Uhr Besucher empfängt. Und das auch nur von Montag bis Freitag. Ich finde das höchst merkwürdig. Ist das nicht eher die Handschrift eines Arztes oder eines Bewährungshelfers? Ich läute, aber nichts rührt sich. Mir bleibt die Ironie dahinter verborgen. Plötzlich geht eine der anderen Türen in diesem Stockwerk auf und der Schriftsteller Gerhard Jaschke steht mir gegenüber. Mit ihm habe ich nicht gerechnet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sagen soll, warum ich hier bin.</p>
<p><em>Wolltest Du in die Musil-Wohnung?</em>, erkundigt Jaschke sich.</p>
<p><em>Es ist erst morgen wieder Sprechstunde</em>, sage ich, als hätte ich mich mit dieser absurden Praxis abgefunden.</p>
<p><em>Kein Problem, ich kann Dir aufschließen</em>, meint er, und ehe ich erwidern kann, dass ich es nicht für gut halte, alleine in Robert Musils Wohnung auf ihn zu warten, stehe ich bereits im Vorzimmer. Um den hilfsbereiten Gerhard Jaschke, der offenbar mit Musil befreundet ist, nicht zu enttäuschen, gebe ich mich interessiert, obgleich ich nicht wegen der Wohnung gekommen bin. Ihr Zustand macht auf mich den Eindruck, als ob jemand von heute auf morgen weg musste. Ist Robert Musil etwa untergetaucht? Gerhard Jaschke erklärt mir, dass Robert Musil von hier aus in die Schweiz gegangen sei. Weiß ich, aber das ist ja schon geraume Zeit her. Was mich interessieren würde ist, wo er augenblicklich steckt. Da Gerhard Jaschke allmählich gehen muss, bedanke ich mich bei ihm und verspreche, das nächste Mal früher zu kommen. Damit wir uns ein wenig unterhalten können. Er meint mich und ihn, ich meine mich und Robert Musil, sofern der bis dahin aus der Schweiz zurückgekehrt sein sollte. In Musils Fall braucht es wenigstens nicht zu verwundern, dass man nichts Neues liest. Wahrscheinlich wartet er, bis ein jeder mit dem durch ist, was er bisher veröffentlicht hat.</p>
<p>Auf dem Nachhauseweg ziehe ich Resümee: Genau genommen ist es mir nicht gelungen, auch nur mit einem einzigen der von mir ausgewählten Schriftsteller ins Gespräch zu kommen. Das Telefonat mit Albert Drach übergehe ich absichtlich. Ich denke nicht, dass es an mir liegt. Ich habe meine Hausübungen gemacht. Das Problem scheint mir bei den sozialen Defiziten so vieler meiner Kollegen zu suchen zu sein. Morgen werde ich es mit einem Musiker probieren. Ich habe auch schon eine Idee, mit wem.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/hanno-millesi/">Hanno Millesi</a></strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/salon-litteraire-hanno-millesi-i-dont-really-mean-it/">I  Don&#8217;t Really Mean It</a> | texte , collagen</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/hanno-millesi-der-nachzugler-ich-bin-ein-freund-der-realitat/">DER  NACHZÜGLER &#8211; Ich bin ein Freund der Realität</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>Hinweise</strong></p>
<ul>
<li>Das hier in Auszügen vorgestellte Prosastück entstammt Hanno Millesis eben erschienenem Prosaband &#8220;<a href="http://www.luftschacht.com/index.php?id=230&amp;tt_products[product]=56&amp;cHash=ed615c182d">Das innere und das äußere Sonnensystem</a>&#8221; ( Luftschacht , 2010 )</li>
<li>Hanno Millesis Prosaband &#8220;<a href="http://www.luftschacht.com/index.php?id=230&amp;tt_products[product]=56&amp;cHash=ed615c182d">Das innere und das äußere Sonnensystem</a>&#8221; wird am Dienstag <a href="http://www.literaturhaus.at/veranstaltungen/lh/veranst/veranst/2010/09/20100928_1.html">mittels einer Lesung vorgestellt</a> &#8211; Literaturhaus &#8211; <strong>Dienstag , 28. 9. 2010 , 19 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Heimrad- Bäcker- Preise an Brigitta Falkner und Anja Utler</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/06/01/heimrad-baecker-preise-brigitta-falkner-und-anja-utler/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 00:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Brigitta Falkner : Populäre Panoramen Nach Entscheidung der Jury ( Franz Josef Czernin , Thomas Eder sowie des letztjährigen Preisträgers , herbert j. wimmer ) wurden die diesjährigen Heimrad- Bäcker- Preise zuerkannt an &#8220;Salon&#8220;- und &#8220;Literatur als Radiokunst&#8220;- Autorin Brigitta Falkner sowie an Anja Utler ( &#8220;Literatur als Radiokunst&#8221; , Förderpreis ) : Brigitta Falkner...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/06/Brigitta_Falkner_Populaere_Panoramen.jpg" rel="lightbox[14596]"><img class="alignnone size-full wp-image-14597" title="Brigitta_Falkner_Populaere_Panoramen" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/06/Brigitta_Falkner_Populaere_Panoramen.jpg" alt="" width="250" height="433" /></a></p>
<p style="text-align: right;">Brigitta Falkner : <em>Populäre Panoramen</em></p>
<p>Nach Entscheidung der Jury ( <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czerninbio.html">Franz Josef  Czernin</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Eder_%28Literaturwissenschaftler%29">Thomas  Eder</a> sowie des letztjährigen Preisträgers , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/herbert-j-wimmer/">herbert  j. wimmer</a> ) wurden die diesjährigen <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heimrad-B%C3%A4cker-Preis">Heimrad-  Bäcker- Preise</a></em> zuerkannt an &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em>&#8220;- und &#8220;<em><a href="http://kunstradio.at/1999B/12_12_99.html">Literatur als  Radiokunst</a></em>&#8220;- Autorin <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/brigitta-falkner/">Brigitta  Falkner</a> sowie an <a href="http://www.zintzen.org/2009/02/25/tableau-de-texte-anja-utler-jana-vermacht-edition-korrespondenzen-2009/">Anja  Utler</a> ( &#8220;<em><a href="http://www.kunstradio.at/2007B/08_07_07.html#2">Literatur als  Radiokunst</a></em>&#8221; , Förderpreis ) :</p>
<blockquote><p>Brigitta Falkner geht in ihrem Werk den konsequenten Weg  einer intermedialen Verschneidung von Bild und Text (Stimme). Was jedoch  in den Avantgarden der 1950er und 1960er Jahre häufig im Stadium des  Behauptens und theoretischen Auslotens einer kunstübergreifenden  Intermedialität verharrte, wird in ihrem Werk mit reflektiertem Witz und  subtiler Ironie zu einer äußerst anregenden neuen Kunstform: die <em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/brigitta-falkner-populaere-panoramen/">Populären  Panoramen</a></em> (Klever Verlag 2010) setzen Comicelemente,  nachgebaute und abfotografierte Szenarien mit Textstücken in eine  analogiereiche Beziehung, zudem werden die Texte von der Autorin als  gesprochene Sprache begleitend vom Band abgelesen. Das in den Panoramen  thematische Zusammenhängen des Disparaten durch &#8216;Assoziation qua  Analogie&#8217; wird somit auf der medialen Ebene mit viel Witz und Distanz  gespiegelt.</p></blockquote>
<ul>
<li>Die Preisverleihung findet <strong>heute , Dienstag , 1. 6. 2010 , 19:30 H</strong> im <a href="http://www.stifter-haus.at/">Adalbert- Stifter- Haus Linz</a> statt .</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/brigitta-falkner/">Brigitta  Falkner</a> : <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/brigitta-falkner-populaere-panoramen/"><em>Populäre  Panoramen</em></a></li>
<li><a href="../autoren-authors-auteurs/liesl-ujvary/">Liesl  Ujvary</a> : <a href="http://www.alte-schmiede.at/Monatstexte/12-brigitta-falkner.html">Zu  Brigitta Falkners <em>Populären Panoramen</em></a> ( = <a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=35&amp;Itemid=199">Text  des Monats</a> 12 @ Literarisches Quartier Alte Schmiede )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/06/14/anja-utlers-jana-vermacht-heute-im-orf-kunstradio/">Anja   Utlers “<em>Jana , vermacht</em>” heute im ORF- Kunstradio</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/02/25/tableau-de-texte-anja-utler-jana-vermacht-edition-korrespondenzen-2009/">Tableau   de Texte | Anja Utler : “<em>jana , vermacht</em>”</a> ( edition   korrespondenzen 2009 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/10/17/literatur-als-radiokunst-karl-sczuka-forderpreis-2008-an-die-lyrikerin-anja-utler/">LITERATUR   ALS RADIOKUNST | Karl- Sczuka- Förderpreis 2008 an die Lyrikerin Anja   Utler</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Salon Littéraire &#124; Birgit Schwaner : Held . Lady . Mops</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 03:27:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Literatur @ in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text Salon Littéraire &#124; Birgit Schwaner : Held . Lady . Mops ( Auszug ) Foto © Wolfgang Lengheim Reling, nüchternes Wort. Kühl und festgeschraubt unter den Handflächen, wie das Ding, das es in sich hat &#8230; um sich, genau genommen; so...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">SALON LITTÉRAIRE</a> als www- Galerie für Bild und Text</p>
<p><strong>Salon Littéraire | <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/birgit-schwaner/">Birgit Schwaner</a> :</strong></p>
<p><strong>Held . Lady . Mops  ( Auszug )</strong></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/05/Möwen_Copyright_Wolfgang_Lengheim.png" rel="lightbox[14422]"><img class="alignnone size-full wp-image-14423" title="Möwen_Copyright_Wolfgang_Lengheim" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/05/Möwen_Copyright_Wolfgang_Lengheim.png" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<pre><code> </code></pre>
<p style="text-align: right;">Foto © <a href="http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?tabID=3946&amp;alias=wzo&amp;lexikon=Fotografie&amp;letter=F&amp;cob=4662">Wolfgang Lengheim</a></p>
<p>Reling, nüchternes Wort. Kühl und festgeschraubt unter den Handflächen, wie das Ding, das es in sich hat &#8230; <em>um</em> sich, genau genommen; so ein Geländer am Rand von Schiffen ist unverzichtbar in jedem Fall: letzter Rückhalt vorm Meeresabgrund, stabile Stütze vorm Panorama, inklusive fliegender Fische.</p>
<p>Apropos, hörst du die Möwen? Segeln bis hintern Horizont. Halt die Reling fest, schau: noch immer da: k.k. Hafen Triest, unmerklich schwankend. In zwei Stunden versinkt er im Dunst, und in der Ferne, im <em>Außersicht</em>. Außersicht? Hm, das meiste der Welt &#8211; zerrt an der Luft jetzt, vom Wasser her.</p>
<p>Seid ihr alle da?</p>
<p>Käfige, Kisten, Passagiere, Tiere, Tinkturen, Stärkungspillen, Moskitonetze, Tafelspitz: Fracht verladen, an Bord, und Ahoi, Matrosen: Zeit für die Gangway! Gengweh &#8211; ruft so ein Barbarossa jetzt seiner dünnen Gattin zu, zehn Schritte weiter, gegen den Wind: Pa-Patricia, die Gengweh &#8211; abmontiert! Na, auf nach Ägypten. Wie sie nickt, wie die Fähnchen flattern. Alexandria: Wie das klingt!</p>
<p>Klingen, oder?</p>
<p>Lindgrünes Sommerkleid, Rüschenbrust. Möwenschreie. Sie lächelt dich an. Dingdongding, ihr Lächeln ist blond. Wienerblond. Du verbeugst dich leicht. Sagwas. Alexandria klingelt? Halthalthalt!</p>
<p>Er verbeugt sich leicht; und das Bild erstarrt, 1874 im Juli, Freitagmittag. Kurz hält die Zeit dort still, sind die Farben verblasst und die Münder der Reisenden stumm wie die Möwen, die reglos am Himmel kleben; kein Härchen zittert in keinem Wind, dafür atme ich auf. Man kann mich nicht orten, zum Glück, bin weder siebzehn noch lichtempfindlich; außerdem bin ich nicht von hier. Bloß übers Meer fahr ich zufällig auch. Allerdings über ein anderes, entlegenes, das keine Schiffe des Lloyd zerfurchen; keine schnelldampfende <em>Sphinx</em>, oder wars die <em>Thetis</em>? mit Schrankkoffern, Postsäcken, Reisetaschen, Liegestühlen aus Holz an Deck, dazu Maschinisten im Bauch: Gesichter voll Ruß und Börsen voll Luft. Das harte Schicksal der karg Entlohnten teilen sie hier mit Matrosen wie Köchen, Küchenjungen wie Oberkellnern, Piccolos, Geigern und Sängerinnen (so viel zur Basis des Lloyd-Erfolgs). Tja, meinesgleichen wird auch nie reich, Missgeschick; ratatattttttippen müssen, platsch und hinein ins Außersicht &#8230; Ay, ay, Sir, man verliert den Kurs, wird geschwätzig, Sperling statt Reling &#8230;</p>
<p>Und die Wörter fliegende Fische, die aufs Deck fallen, japsend, sterbend; manchmal Muscheln, algenbewachsen, haften überall, unter Wasser &#8230; Kennen Sie diese Entenmuscheln? Sagwas. Sie ist so dünn, beinah<br />
schwankt sie im Wind. Bein nah? Schilfrascheln, blondes. Kein Bild, kein Eindruck hält still.</p>
<p>Slatin, Rudolf Slatin mein Name. Böhmisch, für Goldfeder.<br />
&#8230; und ihr versonnenes Lächeln. Folgt das Übliche: So ein Name prädestiniere einen zum Dichter oder &#8211; Lachen &#8211; Ornithologen, jedenfalls nicht zum Handelsschüler, dochdoch, ihr Mann, der Meerestierforscher, Nominator von Flossenträgern, könne nach mir was Flinkes benennen, Wässriges, Kaltes, mit Kiemenatmung (Phantasie hat sie). Flossen aus Gaze und Sonnenglast? Schwebt durch die tiefsten Untiefen, blink &#8230; (Blink? Hier zwinkert was nach).</p>
<p>Er verbeugt sich leicht und das Bild verschwimmt. Längst Gegenwart, Juli vorbei. Platin lächelt dümmlich (zerschmeichelt), aber Kratin dämmert langsam: Man wird von einer Gattin umcirct. Was bedeutet: Erwarte nie, dass, was erzählt wird, nur einem geschieht; einem, den es gegeben hätte; einem, der einer wär oder keiner.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/birgit-schwaner/">Birgit Schwaner</a></strong></p>
<ul>
<li><a href="../2010/05/15/ausstellung-visuell-virtuell-parallel-schreibende-fotografieren-texte-3/">Die  Kamera als Brille</a> . Zur Ausstellung: &#8220;<a href="../2010/05/06/visuell-virtuell-parallel-schreibende-fotografieren-zwei-ausstellungen-und-eine-lesung/">visuell  – virtuell – parallel : Schreibende fotografieren</a>&#8221; , Wiener Zeitung  , 15. 5. 2010 <a href="../espace-d-essays/">| espace d&#8217;essays |</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>Hinweise</strong></p>
<ul>
<li>Birgit Schwaners Prosaband &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=103">Held . Lady . Mops &#8211; Improvisation</a>&#8221; ist eben im Klever Verlag erschienen ( Wien , 2010 )</li>
<li>Birgit Schwaner liest im Rahmen des Abends &#8220;<em><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=472:2752010-as-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Erzählmuster : Auf Touren in Fakt und Fiktion</a></em>&#8221; im <a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/">Literarischen Quartier Alte Schmiede</a> &#8211; <strong>Donnerstag , 27. 5. 2010 , 19 H</strong></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>

]]></content:encoded>
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		<title>Heute im Radio : &#8220;Gazelle aus Wien&#8221; &#8211; Feature über Elfriede Gerstl</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2010/04/08/heute-im-radio-gazelle-aus-wien-feature-ber-elfriede-gerstl/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 02:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ERINNERUNG AUF SENDUNG &#124; RELATED ERINNERUNG AUF SENDUNG Gleichsam am Vorabend ihres ersten Todestages sendet Radio Österreich Eins in der vielfach ausgezeichneten Reihe &#8220;Tonspuren&#8221; ein Feature über die Dichterin Elfriede Gerstl : Tonspuren &#124; Gazelle aus Wien . Erinnerungen an Elfriede Gerstl &#8211; zum ersten Todestag der Autorin . Aufgezeichnet von Eva Roither ,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> ERINNERUNG AUF SENDUNG | RELATED</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/gerstl-was-anderes-anderes.png" alt="gerstl-was-anderes-anderes" hspace="2" vspace="2" width="450" height="317" /></p>
<p>ERINNERUNG AUF SENDUNG</p>
<p>Gleichsam am Vorabend ihres ersten Todestages sendet Radio Österreich Eins in der vielfach ausgezeichneten Reihe &#8220;Tonspuren&#8221; ein Feature über die Dichterin Elfriede Gerstl :</p>
<p><a href="http://oe1.orf.at/programm/2010040817301.html"><strong>Tonspuren | Gazelle aus Wien</strong></a> <strong>.</strong> Erinnerungen an Elfriede Gerstl &#8211; zum ersten Todestag der Autorin . Aufgezeichnet von <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/alpine-abgrunde-der-fall-halsmann/">Eva Roither</a> , Ursendung &#8211; <strong>Donnerstag , 8. 4. 2010 , Radio Österreich 1, 16 H</strong> ( <a href="http://oe1.orf.at/konsole/live">Livestream</a> )</p>
<blockquote><p>&#8220;Gazelle kam aus Wien&#8221; tituliert ein Kritiker 1964 in der Berliner Morgenpost und beschreibt so die knapp 30-jährige Elfriede Gerstl, die in Berlin aus ihren Prosa-Arbeiten vorliest. Mit einer Stimme, die in den Ohren des Kritikers &#8220;sanft, liebenswürdig, weiblich&#8221; klingt und ganz im Gegensatz zu ihren vorgetragenen Texten stehe; diese nämlich seien: &#8220;ironisch, boshaft, beinahe männlich&#8221;.</p>
<p>Wie immer man zu den damals attestierten Eigenschaften stehen mag, Gegensätze haben Elfriede Gerstls Leben und Werk geprägt. Geboren als Tochter eines jüdischen Zahnarztes in Wien in großbürgerlichem Ambiente, hat sie die Zeit des Nationalsozialismus in wechselnden Verstecken verbracht &#8211; und überlebt. Sie ist 13 Jahre alt, als sie 1945 &#8220;vereinsamt, verschüchtert&#8221; ( Elfriede Gerstl ) und verarmt erstmals die Schule besuchen darf. Das Kommunizieren hat sie fast gänzlich verlernt.</p>
<p>Über ihre Kriegserfahrung hat sie selten gesprochen, und noch viel seltener hat sie darüber geschrieben. Ihre Gedichte und Prosaskizzen zeichnen Ironie und Beiläufigkeit aus, große Gesten waren ihr fremd. So wie ihren Texten hätte man auch ihrer altmodisch-eleganten Erscheinung die Entbehrungen auf den ersten Blick nicht angesehen.</p>
<p>&#8220;Die Gerstl ist eine unserer Besten, doch zu filigran, um populär zu sein&#8221;, schrieb <a href="http://www.zintzen.org/2008/09/12/dokumentation-stimmen-uber-wendelin-schmidt-dengler-1942-2008/">Wendelin Schmidt-Dengler</a> über die Tatsache, dass der Autorin erst sehr spät literarische Anerkennung zuteil wurde.</p>
<p>In den Tonspuren erzählen Weggefährt/innen wie <a href="http://a-e-m-gmbh.com/wessely/fgerstl3.htm">Elfriede Jelinek</a>, <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/herbert-j-wimmer/">Herbert J. Wimmer</a>, <a href="http://members.chello.at/geraldzahn/projects/photo/Raja%20Partyfotos/raja_barock_performance_ost.html">Raja Schwahn-Reichmann</a> sowie die Tochter über ihr Leben mit Elfriede Gerstl. Unveröffentlichte Tagebuchnotizen aus dem <a href="http://www.onb.ac.at/sammlungen/litarchiv.htm"><em>Österreichischen Literaturarchiv</em></a> geben neue Einblicke in die Welt der Autorin.</p>
<p>&#8220;Diese zarte kleine Person, die immer im Hellen herumgelaufen ist und so hell und witzig geschrieben hat, hat das Dunkelste erlebt, ohne je selbst verdunkelt gewesen zu sein in ihrem Wesen und Schreiben.&#8221; ( Elfriede Jelinek )</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li>
<div>Elfriede Gerstl &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/elfriede-gerstl/">Bio- Bibliographie</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/04/09/elfriede-gerstl-1932-2009/">Elfriede Gerstl 1932 – 2009</a></div>
</li>
<li>
<div>Dokumentation : <a href="http://www.zintzen.org/2009/04/11/dokumentation-stimmen-uber-elfriede-gerstl-1932-2009/">Stimmen über Elfriede Gerstl ( 1932 – 2009 )</a></div>
</li>
<li>
<div>Tableau de Texte | <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/20/tableau-de-texte-elfriede-gerstl-lebenszeichen-droschl-literaturverlag-2009/">Elfriede Gerstl : Lebenszeichen</a> (  Droschl Literaturverlag 2009  )</div>
</li>
<li>
<div>Elfriede Gerstl im &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon Littéraire</a> &#8220;</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>radio &#124; on air on line on site : radio &#124; on air on line on site : elffriede.i.a. &amp; Stan Lafleur</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 00:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; Time for some Sunday Late Night Art Radio Show Propaganda LITERATUR ALS RADIOKUNST &#124; Summer Edition 2010 , ORF 1 &#124; Kunstradio &#8211; Sonntag , 6. 6. 2010 , 23:03 pm &#124; Stereo via UKW &#124; via live- stream Oe1 &#124; webcast KUNSTRADIO &#124; Dolby Digital Surround ( 5.1. ) via OE1DD elffriede.interdisziplinäre.aufzeichnensysteme: schrei...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>|||</strong> <em>Time for some Sunday Late Night Art Radio Show Propaganda</em></p>
<p style="text-align: left;"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/12/lark_neu_300.png" alt="LARK neu 300" hspace="2" vspace="2" width="300" height="76" /></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.kunstradio.at/2010A/06_06_10.html">LITERATUR ALS RADIOKUNST | Summer Edition 2010</a> , ORF 1 | <strong>Kunstradio  &#8211; Sonntag , 6. 6. 2010 , 23:03 pm</strong> | Stereo via UKW | via <a href="http://oe1.orf.at/podcast/">live- stream Oe1</a> | webcast <a href="http://www.kunstradio.at/">KUNSTRADIO</a> | <a href="http://oe1.orf.at/highlights/30447.html">Dolby Digital Surround ( 5.1. ) via OE1DD</a></p>
<ul style="text-align: left;">
<li>elffriede.interdisziplinäre.aufzeichnensysteme: <em>schrei zum hummel</em> (15:03) &#8211; Ursendung &#8211; Text + Stimme : elffriede.i.a. , Ton: Robert Pavlecka ( <a href="http://stream.sil.at:7562/content/2009B/13_12_09a.pls">mp3</a> )</li>
<li>Stan Lafleur: <em>Im Alpenrhein</em> (15:30) – Text + Stimme: Stan Lefleur, Ton: Martin Leitner http://www.kunstradio.at/2010A/06_06_10.html( <a href="http://stream.sil.at:7562/content/2009B/13_12_09b.pls">mp3</a> )</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die Reihe &#8220;Literatur als Radiokunst&#8221; stellt im &#8220;Kunstradio&#8221; ein Laboratorium dar , wo Autorinnen und Autoren erstmals mit dem Medium &#8220;Radio&#8221; experimentieren . Heute sind eine Autorin und ein Autor zu Gast, welche ausnahmsweise nicht nach der Pfeife des Buchmarktes tanzen, sondern die sich für ihre voranschreitende Arbeit ihre eigenen Medien geschaffen haben. Der in Köln lebende <a href="http://www.litblogs.net/stan-lafleur/">Stan Lafleur</a> nutzt zur täglichen Fortschrift seiner Erkundungen des Rheinflusses sein literarischen Weblog &#8220;<a href="http://rheinsein.de/">rheinsein</a>&#8220;. Und die Wahlwienerin, die sich hinter dem Konstrukt <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/elffriede.html">elffriede.interdisziplinäre.aufzeichnensysteme</a> verbirgt, &#8220;publiziert&#8221; quasi ihre aus Text, Sound und Interaktion mit anderen Künstlern hervor gehenden Kunst- Stücke in Live- Performances sowie in grafisch- textlichen Substraten.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>|||</strong></p>
<p style="text-align: left;">SCHREI ZUM HUMMEL</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/12/czz-icon-literatur_als_radiokunst_kunstradio.jpg" alt="czz-icon-LITERATUR ALS RADIOKUNST kunstradio" hspace="2" vspace="2" width="102" height="102" align="left" /> So stellt <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/elffriede.html">elffriede.interdisziplinäre.aufzeichnensysteme</a> in ihrem Stück “<a href="http://www.kunstradio.at/2010A/06_06_10.html"><em>schrei zum hummel</em></a>&#8221; in ausgetüftelter Choreographie zunächst die verschiedenen Protagonisten auf den Plan:  Von dem Metatext der poetologischen “Expertenmeinungen”, grenzt sich die “nach innen gewendete” Dichterstimme distinkt ab. Hinzu kommt die alles kurzfristig überbrüllende Intonation des “Zenmeisters”, welcher quer durch das gesamte Hörstück hindurch als Autorität (oder Über- Ich) figuriert. Seine barschen Einwürfe ( bzw. unorthodoxen Kōans) tönen in Rufen wie “du schwein du bist schrank !” respektive “schnauze halt einmal die schnauze !” verfremdet durch die Gegensprechanlage zwischen Studio und Regieraum.</p>
<p>Darüber hinaus gibt die auf dem Papier kratzende Tuschefeder den Konterpart zu Dichterstimme und Metatext. Lange, schweifende Linien leiten das Stück ein und bringen es zum Finale; sachtes Kratzen und Schaben geben apartes Klangmaterial ab. Man täusche sich indes NICHT in der Bedeutung, welche dieses Federlesen für die Poetik der Künstlerin darstellt: &#8220;erst war die Zeichnung, die wie eine den gesamten Körper anspannende Meditation&#8221; ihre kratzige Stimme erhob, bevor sich allmählich zu schreibende und zu sprechende Worte formten.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/04/15/literatur-als-radiokunst-elffriede-im-orf-studio-produktionsnotizen/">Produktionsnotizen elffriede</a></li>
</ul>
<p>|||</p>
<p style="text-align: left;">IM ALPENRHEIN</p>
<p style="text-align: left;"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/12/czz-icon-literatur_als_radiokunst_kunstradio.jpg" alt="czz-icon-LITERATUR ALS RADIOKUNST kunstradio" hspace="2" vspace="2" width="102" height="102" align="left" /></p>
<p>Seit Jahr und Tag bereist <a href="http://www.litblogs.net/stan-lafleur/">Stan Lafleur</a> er den Rhein um an den verschiedensten Orten Wahrnehmungsproben zu sammeln, die er in seinem Weblog “<a href="http://rheinsein.de/2010/06/03/literatur-als-radiokunst-am-alpenrhein-2/">rheinsein</a>” in allen möglichen Genres, Sprachregistern und einem gehörigen Schuss Witz präsentiert.</p>
<p>Für seine Produktion im Rahmen der Reihe “<a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst</a>” hat er eine Art Natur-, Milieu- und Sprachstudie aus dem hochalpinen “<a href="http://www.kunstradio.at/2010A/06_06_10.html"><em>Alpenrhein</em></a>” mitgebracht und damit eine satirische Mélange aus teils erfundenen, teils modifizierten Sagen, welche einerseits die alpine Mythologie, anderseits die hochindustrialisierte Tourismusindustrie inhaltlich wie formal ironisieren.</p>
<p>umsetzen kann.</p>
<p>Da sind einerseits die autochthonen, felskargen Bergler mit ihren frugalen Genüssen, die sich über die Winterzeit aus dem Vorrat von allerlei seltsamem Eingemachtem nähren. Und da sind anderseits “Gottes PS-Bauern&#8221; als findige High- Tech- Verwalter von technisch hochgerüsteter “Natur” für den Fremdenverkehr:</p>
<blockquote><p>doch dem Himmel läßt sich kaum mehr trauen: der Schnee kommt aus Kanonen, oder: das Jodeln aus Maschinen. Die stehen relativ unscheinbar rum auf den Hofwiesen, mit ihren hinter modernem, der Landschaft assimilierten Design versteckten Drehreglern, bisweilen naiv bemalt mit Motiven aus der Tierwelt.</p></blockquote>
<p>Mit seiner enorm variablen Stimme, einem genussvoll schönbösen Text und sowie einer einleuchtenden Rondo- Dramaturgie korrodiert Stan Lafleur die Pathetische Pracht der Alpen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/05/27/literatur-als-radiokunst-stan-lafleur-im-orf-studio-produktionsnotizen/">Produktionsnotizen Stan Lafleur</a></li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>|||</strong></p>
<p style="text-align: left;">RELATED</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>
<div><em><a href="http://www.kunstradio.at/PROJECTS/LITERATURE/">Literatur als Radiokunst – Konzept</a></em></div>
</li>
<li>
<div><em><a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst – Überblicksseite</a></em></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/02/26/10-jahre-orf-literatur-als-radiokunst-ausstellung-in-wien/">10 Jahre Ö1 “<em>Literatur als Radiokunst</em>” – Ausstellung in Wien : Literatur im Radio auf der Höhe der Zeit</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2009/06/21/radio-on-air-on-line-on-site-5/">LITERATUR ALS RADIOKUNST | Summer Edition 09</a></div>
</li>
<li>LITERATUR  ALS RADIOKUNST | Winter Edition 09</li>
<li>
<div>Literatur als Radiokunst : <em><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/_literatur-als-radiokunst-1999-2007_/">Produktionen , Autorinnen &amp; Autoren 1999 – 2010</a></em></div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/12/lark_neu_300.png" alt="LARK neu 300" hspace="2" vspace="2" width="300" height="76" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frau Kraushaar , oder : Liebe in Zeiten des Duracell- Hasen</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/09/09/frau-kraushaar-oder-liebe-in-zeiten-des-duracell-hasen/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 03:48:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; HAMBURGER NACHSCHLAG &#124; FRAU KRAUSHAAR &#8211; &#8220;CORT OF LOVE&#8221; VIDEO &#124; CREDITS Als kleinen musikalischen Nachschlag zum gestrigen Hamburger Reise- Finale möchte Sie in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at heue mit Frau Kraushaar bekanntmachen . Die in Hamburg werkende und wirkende Künstlerin trägt &#8211; wie zu sehen sein wird &#8211; ihr Herz am rechten Fleck , gleichzeitig allerdings auch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>||| HAMBURGER NACHSCHLAG | FRAU KRAUSHAAR &#8211; &#8220;<em>CORT OF LOVE</em>&#8221; VIDEO | CREDITS</p>
<p>Als kleinen musikalischen Nachschlag zum gestrigen <a href="http://www.zintzen.org/2009/09/08/ostseeroute-teil-10-boergerende-hamburg-am-ziel/">Hamburger Reise- Finale</a> möchte Sie in|ad|ae|qu|at heue mit <a href="http://fm4.orf.at/stories/1603294/"><em>Frau Kraushaar</em></a> bekanntmachen . Die in Hamburg werkende und wirkende Künstlerin trägt &#8211; wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B54S6XAoKnA">zu sehen</a> sein wird &#8211; ihr Herz am rechten Fleck , gleichzeitig allerdings auch ein paar Duracell- Häschen in den Liebes( be )trieb .</p>
<p>Erfrischend frei von Hamburger Diskurspop- Allüren vollzieht die Künstlerin einen Sprung nach vorne ins Zurück des <em>Art School- Pop</em> der Achtziger Jahre . Vergleichbares gilt auch für die plötzlich wiederaufgetauchte Formation &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Plan">Der Plan</a></em>&#8221; ( &#8220;<em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bQp978-Lr0A">Copyright Slavery</a></em>&#8221; ) .</p>
<p>Als selbständige Musikerin ohne Stardust und Hitparaden wird <em><a href="http://www.myspace.com/fraukraushaar">La Kraushaar</a></em> gar <a href="http://www.intro.de/platten/kritiken/23054213/frau-kraushaar-le-salon-is-very-morbidae">zu schnell</a> mit <em><a href="http://www.myspace.com/gustavofficial">Gustav</a></em> aka <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_%28Band%29">Eva Jantschitsch</a> verglichen , mag man als <em>Tertium Comparationis</em> auch gerne eine gewisse Schrägheit konzedieren . Im Musikalischen verhalten sich die unterkühlte <em>Gustav</em> sowie die überdrehte <em>Kraushaar</em> maximal distant , was in gleicher Weise auf die hier bedenkentragenden ( <em>Rettet die Wale</em> , <em>Verlass die Stadt</em> ) , dort <a href="http://blog.zeit.de/tontraeger/2009/05/27/politiki-dummes-ficki_2797">dadaistischen</a> Texte ( <em>Cats On Crack</em> , <em>O Gaga Oh Jeh</em> ) zutrifft . In diesem Punkt , möchten wir in|ad|ae|qu|at meinen , ermangelt es der maskulin dominierten Pop- Kritik deutlich an Differenzierungsvermögen .</p>
<p>Letzteres <em>ditto</em> und nämlich , was die Temperierungen des jeweiligen Ironie- Faktors betrifft . Hier hat <em>Frau Kraushaar</em> weit Abgründigeres zu bieten .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>FRAU KRAUSHAAR &#8211; &#8220;<em>CORT OF LOVE</em>&#8221; VIDEO</p>
<pre><code> </code></pre>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/B54S6XAoKnA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/B54S6XAoKnA&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>CREDITS</p>
<p>Frau Kraushaar &#8211; <a href="http://www.amazon.de/Salon-Very-Morbid%C3%A4-Frau-Kraushaar/dp/B001Y7SNNE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1252428369&amp;sr=1-1">Le Salon is very morbidä</a> &#8211; <a href="http://www.cargo-records.de/de/p3208/id/35498/le_salon_is_very_morbidandauml.html">Labelship ( Cargo ) </a>2009</p>
<p>Gustav &#8211; <a href="http://www.amazon.de/Rettet-die-Wale-Gustav/dp/B0007Y3SG2/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1252466318&amp;sr=1-2">Rettet die Wale</a> &#8211; <a href="http://www.cargo-records.de/de/p3208/a/24872/katalog.html">Mosz ( Cargo ) </a> 2004</p>
<p>Gustav &#8211; <a href="http://www.amazon.de/Verlass-die-Stadt-Gustav/dp/B0016J66UW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1252466318&amp;sr=1-1">Verlass die Stadt</a> &#8211; <a href="http://chicksonspeed-records.com/site2/display/index.php?what=artists">Chicks on Speed Records</a> 2008</p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>LinkListe , in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/07/21/linkliste-inadaequat-4/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 07:02:00 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> AUSSCHREIBUNGEN | URHEBERRECHT | MEDIEN | LITERATUR | WEBLITERATUR | DIGITALE INNOVAION | BLOGISM | TWITTER | ZITIERT | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-linkliste-22.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<p><strong>AUSSCHREIBUNGEN</strong></p>
<p>Der &#8220;Otto- Mauer- Fonds&#8221; schreibt den &#8220;Otto- Mauer- Preis&#8221; für bildende Kunst aus . Der Preis, für den junge Künstler Werke aus den Bereichen Malerei , Grafik , Skulptur , Objektkunst , Installationen und Neue Medien einreichen können , ist mit 11.000 Euro dotiert . Er zählt zu den angesehensten Kunstpreisen .</p>
<p>Bewerbung : Ö- Staatsbürger , italienische Staatsbürger deutscher Sprache aus der Provinz Bozen sowie Personen, deren ordentlicher Wohnsitz sich seit mindestens fünf Jahren in Österreich befindet . Die Bewerberinnen und Bewerber dürfen am 31. Dezember 2009 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben ( d.h. Geburtsjahrgang 1970 und<br />
jünger ) . Es können sich auch mehrere Künstler gemeinsam als Gruppe bewerben . Abgabe | Einreichung : 30. 9. &#8211; 2. 10. ( <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090713_OTS0042">Info</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>URHEBERRECHT</strong></p>
<ul>
<li>Nun ist die Urheberrechtstagung im Frankfurter Literaturhaus vom 15. 7. Vergangenheit : Die pikanterweise vom Institut für Textkritik in Heidelberg und der FAZ inszenierte Debatte &#8220;<em><a href="http://www.textkritik.de/urheberrechtstagung">Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit</a></em>&#8221; war damit deutlich auf anti GoogleBooks und gegen Open Access programmiert . Entsprechend berichteten Verlags- und Börsenverband- nahe Medien wie <a href="http://www.buchmarkt.de/content/38620-aktionen.htm">BucMarkt</a> ( <a href="http://www.buchmarkt.de/content/38633-veranstaltungen.htm">Fortsetzung</a> ) und <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E52DC8184BCB64F9CBD2CDBFF15B1FA78~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> ( &#8220;Unterm Strich kam dabei freilich heraus, dass es kaum Chancen gibt, die Vereinbarung zu kippen&#8221; ) ausführlich und eher bestärkend , wobei sich der BuchReport zur gefährlichen Schlagzeile &#8220;<a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum////urheberrecht-im-auge.htm?no_cache=1&amp;cHash=148bfebbf5">Urheberrecht im Auge</a>&#8221; verstieg . Eine sprachliche Verkürzung , welche fast ins Auge gegangen wäre .</li>
<li>Hier Rüdiger Wischenbarts Tableau in englischer Sprache : &#8220;<a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=210">Heidelberg ! A German controversy on books and culture in the digital age</a>&#8221; ( booklab )</li>
<li>Skeptische Stimmen ertönen <em>a posteriori</em> von Seiten der Online- Fraktion : Das <a href="http://www.literaturcafe.de/heidelberger-appell-frankfurter-literaturhaus-tagung/">Literaturcafé</a> beobachtet ein Satyrspiel auf offener Bühne und beklagt den mangelnden Widerspruch derjenigen , welche das Netz ein wenig besser kennen und nennen als das mancher der professoralen Lamentatoren . Selbstredend meldet sich <em>perlentaucher</em>- Erfinder Thierry Chevel in seinem Redaktionsblog zu Wort , über den Wert der<a href="http://www.perlentaucher.de/blog/51_die_fruechte_des_internets"> Früchte des Internets</a> spekulierend :</li>
</ul>
<blockquote><p>Ob nach all dem die Urheber selbst profitieren werden, die von den verschiedenen Interessensvertretern gerne vorgeschickt werden, weil &#8220;Urheberrecht&#8221; edler klingt als &#8220;Verwerterinteresse&#8221;, bezweifelte der Juraprofessor Alexander Peukert von der Uni Frankfurt, der beim Book Settlement alles in allem einen abweichenden Standpunkt vertrat, in der Frage der Google Buchsuche nicht dramatisieren wollte und rundheraus bestritt, dass es irgendwo tatsächlich einen &#8220;Publikationszwang&#8221; im Namen von Open Access gebe. ( &#8230; ) Peukert sprach auch als einziger den Ruf der Medienkonzerne nach einem Leistungsschutzrecht an und zog damit die Proteste des Börsenvereins auf sich, der beteuerte, anders als die Zeitungskonzerne keine derartigen Rechte einführen zu wollen. Den totalen Eigentumsanspruch der Autoren Reuß und Rieple wehrte Peukert mit einem Spruch des Bundesverfassungsgerichts ab: &#8220;Werke gehen in das Allgemeingut ein.&#8221;</p>
<p>Aber profitieren, so Peukert, werden die Autoren bei dem, was aus diesem &#8220;Meinungskampf um die Kontrolle der wirtschaftlichen Früchte aus dem Internet&#8221; herauskommt, nicht. Die Diskussion nach seinem Vortrag machte das deutlich. Er war nach dem Google Book Settlement davon ausgegangen, dass Google 37 Prozent der Einnahmen aus der kontextsensitiven Werbung in der Nähe digitalisierter Bücher bekommt und der Autor 63 Prozent. Nein, korrigierte Christian Sprang vom Börsenverein mit gespitzten Lippen. Es heißt &#8220;bis zu&#8221; 63 Prozent. Der Rest geht je nach Vertrag an die Verlage &#8211; und bei künftigen Verträgen dürfte dieser Rest genau hundert Prozent von 63 Prozent groß sein.</p>
<p>Am Ende stand also wie immer bei den leidenschaftlichsten deutschen Debatten die Frage: Wer kriegt wie viel Prozent wovon ?</p></blockquote>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism.png" alt="ART serving Capitalism" hspace="2" vspace="2" width="300" height="460" align="left" /></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div><a href="http://www.welt.de/webwelt/article4134466/So-muss-das-Verlagsrecht-ueberarbeitet-werden.html#reqRSS">DIE WELT</a> sucht die Stecknadel der sauberen Definition im Heuhaufen der Kasuistik , während <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/bits_of_destruction_hit_book_publishing_part1.php">ReadhWriteWeb</a> in angoamerikanischer Knappheit auf den Punkt bringt, worum es den versammelten ( Gross- ) Verlegern eigentlich geht : &#8220;Somewhere Between Author and Reader Is Multi-Billion Dollar Market&#8221;</div>
</li>
<li>
<div>Warum zur Debatte keine genuinen Produzenten &#8211; sprich &#8220;Autoren&#8221; &#8211; geladen | beteiligt waren , wundert zu Recht <a href="http://www.zeit.de/online/2009/30/heidelberger-appell-google?page=all">DIE ZEIT</a> , insbesondere da &#8211; so Alexander Becker in Meedia &#8211; auch im journalistischen Kontext das &#8220;<a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/alexander-becker.html#c21900">Schreiben &#8230; kein Geschäftsmodell mehr</a> &#8221; sei .</div>
</li>
<li>
<div>Mit der rührseligen Selbstdarstellung der Verleger ist das unselige Thema leider nicht vom Tisch . Hatte Deutschlands Grossverleger Hubert Burda ( Jahresumsatz der Hubert Burda Medien AG : € 1,526 Milliarden , davon € 179 allein im Druckbereich , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Burda">Wiki</a> ) &#8211; ganz der Blattlinie gemäss &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort~Apge~E2.html">in der FAZ gegen die &#8220;schleichende Enteignung&#8221; der Verleger durch Google</a> lamentiert , war längst die Unterzeichnung der “<a href="http://www.boersenblatt.net/329702/">Hamburger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums</a>“ ( <a href="http://http//www.axelspringer.de/downloads/153453/Hamburger_Erklaerung.pdf">PDF</a> ) durch 166 Verlage im Gange , adressiert an die EU- Kommission . Kaliber wie Burda oder Springer möchtrn zwar den &#8220;freien Zugang zu unseren Angeboten&#8221; auch weiterhin ermöglichen , doch von nichts und niemandem dazu &#8220;gezwungen&#8221; ( ! )  werden , geistiges Eigentum zu &#8220;verschenken&#8221; .</div>
</li>
<li>
<div>Allerdings haben die versammelten Hamburger bei <em>Google Europe</em> bekanntlich auf Granit gebissen : Josh Cohen , hochrangiger Manager des Kraken , fertigt die <em>Enteigneten</em> und <em>Gekränkten</em> mit einigen technischen und pragmatischen Hinweisen im <a href="http://googlepolicyeurope.blogspot.com/2009/07/working-with-news-publishers.html">Google European Public Policy</a> &#8211; Blog kühl ab :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Last week, a group of newspaper and magazine publishers signed a declaration stating that &#8220;Universal access to websites does not necessarily mean access at no cost,&#8221; and that they &#8220;no longer wish to be forced to give away property without having granted permission.&#8221;</p>
<p>We agree, and that&#8217;s how things stand today. The truth is that news publishers, like all other content owners, are in complete control when it comes not only to what content they make available on the web, but also who can access it and at what price. This is the very backbone of the web &#8212; there are many confidential company web sites, university databases, and private files of individuals that cannot be accessed through search engines. If they could, the web would be much less useful.</p>
<p>Mit Hilfe simpler Machinationen seien seiten für Google- Bots zu sperren , eine Mühe , welcher sich das Gros aller Content- Anbieter aus guten Gründen nicht unterziehe :</p>
<p>Today, more than 25,000 news organizations across the globe make their content available in Google News and other web search engines. They do so because they want their work to be found and read &#8212; Google delivers more than a billion consumer visits to newspaper web sites each month. These visits offer the publishers a business opportunity, the chance to hook a reader with compelling content, to make money with advertisements or to offer online subscriptions. If at any point a web publisher feels as though we&#8217;re not delivering value to them and wants us to stop indexing their content, they&#8217;re able to do so quickly and effectively.</p>
<p>Some proposals we&#8217;ve seen from news publishers are well-intentioned, but would fundamentally change &#8212; for the worse &#8212; the way the web works. Our guiding principle is that whatever technical standards we introduce must work for the whole web (big publishers and small), not just for one subset or field. There&#8217;s a simple reason behind this. The Internet has opened up enormous possibilities for education, learning, and commerce so it&#8217;s important that search engines makes it easy for those who want to share their content to do so &#8212; while also providing robust controls for those who want to limit access.</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>Nun hat sich der <a href="http://www.djv.de/UEber-uns.17.0.html">Deutsche Journalistenverband</a> ( DJV ) mit einer <a href="http://www.djv.de/index.php?id=20&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1749&amp;tx_ttnews[backPid]=18">Presserklärung</a> und dem Ruf nach obrigkeitlicher Zähmung des Google- Kraken an diesen Zug in Richtung europäischer und deutscher Rechtsinstanzen gehängt :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>16. Jul. 2009 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat Verleger und Politik zu einer konzertierten Aktion mit den Urhebern gegenüber dem Monopolisten Google aufgefordert. Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google seien gesetzliche Regelungen dringend nötig, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken</p>
<p>und prompt versprach das  deutsches Justizministerium , für die Lese des New Yorker Book- Settlements einen Anwalt einzuschalten ( <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF88C53B3371B4ED199BDC8CDC3350F7B~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_feuilleton">FAZ</a> ) . Indes sind Passagen des DJV- Papiers selbst bei Verbandsmitgliedern nicht unumstritten .</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>In einem zunächst auf seiner <a href="http://bjoern-sievers.de/2009/07/17/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken/">Homepage</a> , dann via <a href="http://carta.info/11986/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken-2/">CARTA</a> publzierten &#8220;<a href="http://bjoern-sievers.de/2009/07/17/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken/">Offenen Brief an DJV- Chef Michael Konken</a>&#8221; ventiliert der DJV- Journalist <a href="http://www.focus.de/intern/impressum/autoren?id=361">Björn Sievers</a> sein Befremden hinsichtlich mancher Formulierungen ( und den dahinterliegenden ? Konzepten ? ) aus :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8230; ich verstehe nicht, warum ausgerechnet ein Journalistenverband nach schärferen oder neuen Gesetzen ruft. Ich zitiere Ihr Statement:</p>
<p><em>Der Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.</em></p>
<p>Welche Gratiskultur meinen Sie ? Niemand, auch nicht Google, hat je einen Verlag oder andere Anbieter gezwungen, Inhalte kostenlos ins Netz zu stellen. Sollen nun Gesetze verbieten, dass zum Beispiel FOCUS Online sich entschieden hat, Journalismus durch Werbung zu finanzieren ? Oder sollen Gesetze verbieten, dass Blogger ihre Texte ins Netz stellen, ohne für den Abruf Gebühren zu verlangen ? Soll es etwa freien Journalisten (als Urheber) verboten werden, für Onlinemedien (und heute sind ja fast alle Medien auch online) zu arbeiten, wenn deren Inhalte für alle Internetnutzer (und Google) kostenlos abrufbar sind ? ( &#8230;. )<br />
In Ihrer Pressemitteilung heißt es weiter:</p>
<p><em>Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken überliessen</em>.</p>
<p>Auch dieses Argument verstehe ich nicht. Die Urheber sind die Journalisten, die ihre Werke in der Regel Verlagen zur Verwertung überlassen. Dafür schließen beide Seiten entsprechende Verträge. Die Verlage wiederum können entscheiden, zu welchen Konditionen sie Inhalte, für die sie die Verwertungsrechte haben, zugänglich machen. Stellen sie sie ins Internet, dann kann auch Google zugreifen, und zwar immer dann, wenn Verlag eben das gestatten (wie einfach Google und andere Suchmaschinen ausgeschlossen werden können, erklärt der Werbekonzern hier).</p>
<p>Google (und andere) indizieren die Inhalte (wofür sie kein Geld nehmen), diese stehen damit nicht mehr nur online, sondern sind auch zu finden (die Suche refinanziert Google über Werbung), was sich deutlich positiv auf die Abrufzahlen der Websites der Verlage auswirkt – und damit auch auf deren Werbeeinnahmen. (Dass sich im Netz Performance Marketing und damit vor allem Google AdSense als Werbeform durchgesetzt hat und das Displaygeschäft, das die Verlage vorwiegend betreiben, nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist nicht allein Schuld Verdienst es Suchkonzerns.)</p></blockquote>
<p>Letztlich hat nun auch die EU reagiert und ersucht die Verleger um deren Feedback zu Google Books &#8211; Grundlage für eine etwa intendierte politische Aktion ? ( <a href="http://www.gulli.com/news/google-books-eu-mischt-sich-2009-07-20/">gulli</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>MEDIEN</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism-1.png" alt="ART_serving_Capitalism" hspace="2" vspace="2" width="300" height="461" align="left" /></p>
<ul>
<li>
<div>Nein : Kein Wort hier über das miserable Abschneiden der neuen ZDF- Büchersendung &#8220;<em><a href="http://www.presseportal.de/pm/7840/1400634/zdf">Die Vorleser</a></em>“ : Mehr im <a href="http://www.literaturcafe.de/die-vorleser-im-zdf-fernsehkritik-zur-ersten-sendung/">Literatur- Café</a> und in der <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E60278FA740534E02B4EBDE19540C88BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">FAZ</a></div>
</li>
<li>
<div>In der TP ein bemerkenswerter &#8211; auch kritikabler &#8211; Artikel zur &#8220;<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30582/1.html">Krise der publizistischen Repräsentation</a>&#8221; , wo Rudolf  Stumberger den Niedergang genuin journalistischer ( = &#8220;kritischer&#8221; ) Inhalte zugunsten von PR und Advertorials anprangert , dabei allerdings auch die ökonomische Aushöhlung der publzistischen Basis in seine Überlegungen miteinbezieht . Im Fokus der Jeremiade stehen jene</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8230; meist jüngeren und agilen Verlagsleiter, die genauso gut Waschmaschinen wie Zeitungen verkaufen. Nun ist es aber so, dass ein Zeitungsartikel keine Waschmaschine ist, worauf ja auch das Grundgesetz hinweist. Denn um auf die Selbstverständlichkeiten zurückzukommen, dazu gehört auch der unauflösliche Zusammenhang zwischen einer kritischen öffentlichen Meinung und der Demokratie. Letztere ist ohne Erstem nicht zu haben und umgekehrt. ( &#8230; ) Wie immer man auch den &#8220;kritischen Journalismus&#8221; der Vergangenheit – also in der Vor-&#8221;Content&#8221;-Zeit – beurteilen mag, der zeitgenössische Zustand des kritischen Journalismus ähnelt mehr denn je einem Patienten auf der Intensivstation. Sicherlich gibt es sie noch, die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen großer Zeitungen, Magazine und öffentlich-rechtlicher Sender, die Geschichten ausführlich recherchieren.  ( &#8230; )<br />
Anstatt wie früher das gehätschelte Lieblingskind des Arbeitmarktes zu sein, wird heute der Journalist zum beliebig auswechselbaren Content-Lieferanten degradiert. So wundert es wenig, dass angesichts wachsenden Arbeitsdruckes in den Redaktionen die für eigene Recherche aufgewendete Zeit schrumpft und ein kritische Prüfung von Sachverhalten teilweise gänzlich auf der Strecke bleibt. Und dies angesichts einer wachsenden Heers von Pressesprechern, Kommunikationsberatern, Marketingexperten und Öffentlichkeitsarbeitern, die alles daransetzen, ihre Botschaft beziehungsweise die Botschaft ihrer Brötchengeber in den Medien unter- und so an den Mann und die Frau zu bringen. (&#8230; )<br />
Wer nun glaubt, diese Lücke in der Recherche und bei der kritischen Hinterfragung von Botschaften werde von Freien Journalisten geschlossen, der irrt. Zwar gilt das selbe wie bei den festangestellten Kollegen – natürlich gibt es Beispiele von engagierten Journalismus &#8211; , doch die berufliche Realität der &#8220;Freien&#8221; ist wahrlich kein Humus, auf dem unabhängige Recherche und Meinung gedeihen könnten. Dafür sorgen alleine schon die nur erbärmlich zu nennenden Honorare, die auf dem &#8220;freien Markt&#8221; für Artikel gezahlt werden. Wer für einen Bericht von normaler Länge sich auch von renommierten Tageszeitungen (wie zum <strong>Beispiel der &#8220;Neuen Zürcher Zeitung&#8221;) mit 150 Euro abspeisen lassen muss</strong>, dem vergeht diese Art Journalismus ganz schnell, es sei denn, sie wird als Liebhaberei betrieben. Eine aufwendige mehrtätige Recherche im Ausland gar, mit Reise- und Unterkunftskosten neben den ohnehin anfallenden sonstigen betriebswirtschaftlichen Kosten wie Büromiete oder Sozialversicherung ist im Grunde für Freie ökonomisch über die Honorare kaum zu leisten.</p>
<p>So verwundert es nicht, dass zum Beispiel der Reisejournalismus nahezu zu 100 Prozent durch Agenturen, Fremdenverkehrsbüros oder Reiseunternehmen gesponsert wird. Und es wundert nicht, dass ein Großteil der vollberuflich tätigen freien Journalisten sich mit Aufträgen von Werbeagenturen, Unternehmen, Organisationen, Verbänden, Verlagen oder Parteien über Wasser hält – nicht ehrenrührig, aber eben auch kein kritischer Journalismus, sondern PR-Arbeit.  ( &#8230; ) Angesichts der globalen Finanzkrise von 2008 ist viel von Versagen die Rede: Die angebeteten Märkte haben versagt, die hochdotierten Manager haben versagt und die wortreichen Politiker haben versagt. Noch spricht man wenig vom Versagen des Journalismus, aber Fakt ist, dass die hochbezahlten und angeblich hochqualifizierten (Wirtschafts-)Redakteure der hochangesehenen Zeitungen zu großen Teilen die Sprechblasen von Wirtschaft und Politik übernommen haben, ohne wirklich auf einer kritischen Distanz zu beharren. Sie haben vielmehr ihren Löffel in den Einheitsbrei gesteckt und munter drauf los gerührt – ähnliches gilt im übrigen auch für &#8220;Hartz IV&#8221; oder den &#8220;Bologna-Prozess&#8221;, der die Hochschulen umkrempelt.</p>
<p>Das Problem dabei ist nicht, dass diese oder jene Zeitung nicht ihren wirtschaftsfreundlichen oder neoliberalen Kurs fahren dürfe. Nur besteht zwischen Propaganda und Journalismus ein Unterschied, der eben den Journalisten auch dann zu kritischer Distanz verpflichtet, wenn ihm eine Tendenz nahe steht. In diesem Sinne lässt sich für die vergangenen Jahre von einer Art ideologischer Gleichrichtung – man muss nicht gleich mit den Assoziationen der &#8220;Gleichschaltung&#8221; argumentieren – konstatieren, ein tiefes Tal des Mainstream, in dem sich von &#8220;Bild&#8221; bis &#8220;Spiegel&#8221; ungehindert der wirtschaftsideologische und sozialpolitische Einheitsbrei durch die Republik wälzte. Auf der Strecke blieb dabei eine differenzierte Medienlandschaft, die unterschiedlichen Standpunkten ein Sprachrohr bot und auf der Strecke blieb die Kritik an der Kritik des Sozialstaates, an der Kritik des angeblich gefährdeten Standortes Deutschland, an der Kritik der angeblich ausufernden sozialen Hängematte, etc. ( <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30582/1.html">TP</a> )</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>LITERATUR</strong></p>
<ul>
<li>Literatur als gigantischer Apparat der Langeweile : Gerrit Bartels regt im <em>Tagesspiegel</em> ein Nachdenken über die &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Literaturbetrieb;art138,2845393">Funktion der Langeweile in der Literatur</a> &#8221; an</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/friederike-mayroecker/">Friederike- Mayröcker</a>- Schwerpunkt während der <a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=123&amp;detail_id=1600">Salzkammergut Festwochen Gmunden</a> ( 19.7. &#8211; 23.8. ) . Die Arme , keine Ruh&#8217;</li>
<li>Neuer Literaturpreis der EU an <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/hochgattererbio.html">Paulus Hochgatterer</a> &amp; 10 weitere Autoren . Mit einem frisch etablierten geschaffenen <a href="http://www.euprizeliterature.eu/">EU- Literaturpreis</a> ( € 5.000.- ) soll die &#8220;Kreativität und den Reichtum der europäischen zeitgenössischen Literatur&#8221; propagiert werden . <a href="http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc627_de.htm">Hier die Liste</a> der elf Preisträger ( m | f ) , welche die Auszeichnung am 28. 9. zu Brüssel entgegennehmen . Note : es ist <em>kein</em> deutscher Autor ( m | f ) dabei</li>
<li>
<div>Rezension : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/">Monika Rinck</a> &#8211; &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/Hinweis%20:%20Vorabdruck%20aus%20Monika%20Rinck%20-%20Helle%20Verwirrung%20&amp;%20Rincks%20Ding-%20und%20Tierleben%20,%20Gedichte%20und%20Zeichnungen%20-%20kookbooks%20,%20m%C3%A4rz%202009%20(%20Graphische%20Gestaltung%20Andreas%20T%C3%B6pfer%20)">Helle Verwirrung . Rincks Ding- und Tierleben</a></em>&#8221; ( kookbooks ) &#8211; <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Monika-Rinck-Helle-Verwirrung;art138,2851146">Thomas Wegmann im <em>Tagesspiegel</em></a> über &#8220;Drahtseilakte&#8221; von Textgebilden abseits des traditionellen Lyrischen Ich</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>WEBLITERATUR </strong></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.gnudung.de/kram/sprache/palindrom.htm">Palindrome im Netz</a> ( thx to  <a href="http://log.netbib.de/archives/2009/06/29/uhu-sei-lieb-nebenbei-lies-uhu/">netbib werbllog</a> )</p>
<p>Es sind Oednisse.<br />
Geist ziert Leben, Mut hegt Siege, Beileid trägt belegbare Reue, Neid dient nie, nun eint Neid die Neuerer, abgelebt gärt die Liebe, Geist geht, umnebelt reizt Sieg.<br />
Madam I&#8217;m Adam</p></div>
</li>
<li>
<div>
<p><a href="http://anagramme.spieleck.de/app/">Falkensterns automatischer Anagramm -Generator</a> im Netz</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Anagrammsuche = Manch grausame<br />
Fahrstuhl = Stahl fuhr<br />
Fehlentscheidung = Chefstuhl neigend = Schuftigen Helden = Segen hilf dichten! = Stechfliegenhund = Schinden gefuehlt<br />
Eisbaer = Abreise<br />
Videokassette = Aktivstes Oede = Skodas Tee-Ei-TV<br />
Teilzeitarbeit = Beizeit Literat = Zeitteilbeirat<br />
Rentenreform = ferner Mentor<br />
amerikanisch = Irak Maschine<br />
Dieter Bohlen = Erhobt Leiden = Bloedenhirte</p></blockquote>
<ul dir="ltr">
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px"><a href="http://netpoetic.com/2009/07/writing-post-person-poetics-literacy-and-sustainability-in-the-age-of-disposable-discourse-by-kedrick-james/">Writing Post-Person : Poetics , Literacy and Sustainability in the Age of Disposable Discourse by Kedrick    James  ( netpoetic )</a></div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">Die angeblich junge &#8220;<a href="http://www.blogpiloten.de/2009/07/15/topliste-literatur-im-netz/">Topliste Literatur im Netz</a>&#8221; sieht ziemlich alt aus  ( blogpiloten )</div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">&#8220;<a href="http://www.goldmag.de/2009/07/schrumpfschreib/">Schrumpfschreib</a>&#8221; ( = twitlit ) à la Hemmingway ( &#8220;For sale: baby shoes, never worn.” ) und via Twitter ( goldmag )</div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">YouTube Book- Club &#8220;<em>Beyond Books</em>&#8221; für die Digital Natives ( <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/jul/17/itn-youtube-book-club">guardian</a> , <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=83473">persoenlich.ch</a> )</div>
</li>
</ul>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/art-serving-capitalism-03.png" alt="ART serving Capitalism 03" hspace="2" vspace="2" width="300" height="461" align="left" /></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px">Klarer Fall von <strong>&#8220;Amazonfail&#8221;</strong> &amp; Treppenwitz <strong>der Geschichte</strong> des Geschäftsmodells : Amazon <em>entzieht</em> seinen Kindle- E- Book- Kunden ausgerechnet <strong>George Orwells &#8220;1984&#8243;</strong> sowie &#8220;Animal Farm&#8221; praktisch über Nacht ( <a href="http://www.heise.de/newsticker/Amazon-loescht-gekaufte-Kindle-eBooks--/meldung/142186">heise</a> , <a href="http://yro.slashdot.org/article.pl?sid=09/07/17/2138213">shlashdot</a> , <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/07/19/digitale-buecherverbrennung-und-feudalismus-bei-amazon.aspx">FAZ- Glosse Don Alphonso</a> ) . Das lässt sich natürlich kein  Kommentator entgehen :</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>In an ironic twist, one of the titles in question was Orwell&#8217;s classic dystopian novel 1984 &#8211; the book that introduced the concept of Big Brother. The story, considered a modern classic, has become synonymous with political spin and remote surveillance &#8211; and many Kindle owners could not help but see the juxtaposition as amusing.   ( Bobbie Johnson , <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2009/jul/17/amazon-kindle-1984">Guardian</a> )</p>
<p>Offenbar handelte es sich um ein von Amazon selbst nicht zum Verkauf lizenziertes Piratenprodukt. So schnell kann die Beziehung zwischen Leser und Buch zwangsbeendet werden – und das ausgerechnet vom Vermittler. Man muss sich einmal vorstellen: Am Abend schläft man vielleicht noch selig über einem Werk ein, am nächsten Morgen ist es futsch, und statt des Buchs liegen ein paar Münzen im Regal. Im Kindle ist der Verlust umfassend, denn mit der Buchdatei verschwinden auch alle persönlichen Lesezeichen und Randnotizen – ab in die Versenkung des Gedächtnislochs, in dem bekanntlich schon vor sechzig Jahren bei Orwell alles landete, was den Großen Bruder bloßzustellen drohte. Dass ausgerechnet Orwells Werke gelöscht wurden und so die Risiken des „gläsernen Lesers“ entlarven, entbehrt nicht einer höheren Ironie, ( &#8230; ) .<br />
Anders als das bewährte Original kann man ein E-Book nach Lektüre weder verleihen noch verschenken oder verkaufen, ja, es ist nicht einmal Verlass darauf, dass es in einigen Tagen, Monaten oder Jahren überhaupt noch da ist. Dagegen hilft nur: sofort lesen. Denn so fix, wie Amazon löscht, kann man selbst schlechte Bücher nicht vergessen.   ( Felicitas von Lovenberg , <a href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E93202A6DB24F43FEAB1EE9B657B69487~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">FAZ</a> )</p>
<p>Peinliche Aktion von Amazon: Weil bestimmte Rechte fehlten, löschte der Online-Händler und Hersteller des Kindle heimlich ganze Bücher von den Lesegeräten der Kundschaft. Darunter war auch das Werk &#8220;1984&#8243; von George Orwell.</p>
<p>Mal angenommen, Sie kaufen ein Buch und merken beim Lesen, dass sagen wir mal ab Seite 56 nichts mehr drinsteht – weder Text noch Bilder. Dann wären Sie doch enttäuscht und würden sich vermutlich in der Buchhandlung, wo Sie das Buch gekauft haben und möglicherweise auch noch beim Verlag beschweren bzw. nachfragen, wie der Inhalt, der beim Kauf unzweifelhaft und einwandfrei vorhanden war, nun einfach verschwinden konnte. ( &#8230; )<br />
Auf Twitter schreibt Nutzerin Fiona Godsman: «Amazon räumt in einem mitternächtliche E-Überfall George Orwells Bücher von den Kindles ab. Wie Orwell wohl diese Ironie gefallen hätte?» Auch US-Datenschützer sind alarmiert und verweisen auf weitere E-Geräte, von denen Hersteller Inhalte löschen könnten: Die online-fähigen Spielkonsolen der dritten Generation, digitale Videorekorder und zahlreiche Smartphones wie etwa das iPhone. ( <a href="http://www.netzeitung.de/internet/computer/1409483.html">netzzeitung</a> )</p>
<p>Why 2024 Will Be Like Nineteen Eighty-Four &#8211; How Amazon&#8217;s remote deletion of e-books from the Kindle paves the way for book-banning&#8217;s digital future.<br />
Most of the e-books, videos, video games, and mobile apps that we buy these days day aren&#8217;t really ours. They come to us with digital strings that stretch back to a single decider—Amazon, Apple, Microsoft, or whomever else. Steve Jobs has confirmed that every iPhone routinely checks back with Apple to make sure the apps you&#8217;ve purchased are still kosher; Apple reserves the right to kill any app at any time for any reason. But why stop there? If Apple or Amazon can decide to delete stuff you&#8217;ve bought, then surely a court—or, to channel Orwell, perhaps even a totalitarian regime—could force them to do the same. Like a lot of others, I&#8217;ve predicted the Kindle is the future of publishing. Now we know what the future of book banning looks like, too. ( &#8230; )<br />
Amazon&#8217;s promise to do better next time is going to be pretty hard to keep. The company says it won&#8217;t delete any more books—but it hasn&#8217;t said what it will do when someone alleges that one of its titles is libelous or violates someone else&#8217;s copyright. This is bound to happen sooner or later, and the company might find itself deleting books once more. To solve this problem, what we really need are new laws.   ( Farhad Manjoo , <a href="http://www.slate.com/id/2223214/?from=rss">Slate</a> )</p>
<p><strong>Update</strong> &#8211; Bloggerin Madelaine Kane hat flugs einen Limerick über den &#8220;<a href="http://www.madkane.com/madness/2009/07/19/kindle-swindle/"><em>Kindle Swindle</em></a>&#8221; fabriziert ( <a href="http://www.boingboing.net/2009/07/20/amazons-orwellian-de.html">via</a> ) :</p>
<p>Have you noticed your e-book list dwindle ?<br />
You’re probably using a Kindle.<br />
A book that you bought<br />
Has turned into naught —<br />
Replaced with a refund. No swindle ?</p>
<p>Yet the seller invaded your house.<br />
And did it by clicking a mouse.<br />
Something’s there. Then it’s not.<br />
( An Orwellian plot ? )<br />
You’re surely entitled to grouse.</p>
<p>The fact that your money’s returned.<br />
Doesn’t mean that you haven’t been burned.<br />
Your privacy rights<br />
Are gone with those bytes.<br />
This vendor deserves to be spurned.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>DIGITALE INNOVATION</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/tinyurlcomviren/">taz warnt</a> vor URL- Shortenern wie tiny.url etc : Spam und Phishing als Schmuggelware</li>
<li>Holtzbrincks STEEREO <a href="http://steereo.de">steereo.de</a> oder doch lieber SoundCloud <a href="http://soundcloud.com">soundcloud.com</a> :</li>
</ul>
<blockquote><p>SoundCloud ( <a href="http://netzwertig.com/2008/07/10/musik-startup-soundcloud-der-neue-liebling-anspruchsvoller-musikfreunde/">netzwertig</a> )</p>
<p>Der Clou: für die Größe oder Länge der Datei gibt es keine Begrenzung! Unter dem Menüpunkt “Dashboard” &gt; “Dropbox” finden SoundCloud-Nutzer dann sämtliche für einen von anderen Personen hochgeladene Titel. ( &#8230; )  SoundCloud ist innovativ, international und verfügt über den notwendigen Coolness-Faktor, um in den nächsten Monaten im globalen Netz ordentlich für Furore zu sorgen.</p>
<p>Steereo ( <a href="http://netzwertig.com/2009/05/15/steereo-beta-phase-gestartet-erster-eindruck/">netzwertig</a> )</p>
<p>Im integrierten Downloadshop gibt es 1,5 Millionen MP3-Dateien (Qualität 192 bis 320 kbps) zum kostenpflichtigen Download. Kooperation mit 7digtal.</p>
<p>Insgesamt hinterlässt steereo, das vorerst nur für Nutzer in Deutschland zugänglich ist (Geotargeting über die IP-Adresse), einen positiven Eindruck. Nach und nach werden sicherlich einzelne Schwächen auftauchen, aber angesichts des Beta-Status ist dies verzeihlich. Meine initiales Fazit: steereo kann sich sehen lassen und hat durchaus Chancen, im deutschen Markt für Musikstreaming eine nennenswerte bzw. tonangebende Größe zu werden.</p>
<p>Steerio ( <a href="http://meedia.de/web-special/neue-sites/detailansicht/artikel/deu/steereo.html">meedia</a> )</p>
<p>Saubere Arbeit Holtzbrinck ! &#8230;<br />
Die Nutzer haben Zugriff auf einen gigantischen Katalog aller großen und vieler kleiner Labels und können diese Musik nach Belieben abspielen, zu Playlists zusammenstellen oder mit Freunden teilen. Die Klangqualität der Streams ist mit 128 Kilobit pro Sekunde ordentlich. Mit im Angebot sind zusätzliche Informationen zu den Künstlern, wie man es beispielsweise von Last.fm gewohnt ist: Biografien, Konzerttermine, ähnliche Musiker, Nutzerkommentare.</p>
<p>Man kann bei Steereo auch einkaufen: Musikdateien kann man Downloads via Steereo Shop, iTunes, Musicload oder Amazon kaufen, CDs bei eBay und JPC. Dazu gibt es Konzertkarten und diverse Merchandizing-Produkte. All das haben andere – wenn auch nicht in exakt derselben Kombination – bereits seit längerem. Trotzdem überzeugt das Gesamtkonzept, sowohl in funktionaler als auch ästhetischer Hinsicht. &#8230;.</p>
<p><em>Unsere Meinung : Der künftige Erfolg des Musikportals wird davon abhängen, ob die Anbindung an andere Holtzbrinck-Portale wie StudiVZ oder SchülerVZ gelingt.</em></p></blockquote>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>Neuer Google- Suchfilter : <a href="http://magazin.quillp.com/2009/07/11/neuer-google-suchfilter/">Nutzungsrechte von Bildern</a> ( quilip )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>BLOGISM</strong></p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div><em>The Printed Blog</em> &#8211; Experiment mit Blog-Tageszeitung gescheitert &#8211; The Printed Blog wird aufgrund fehlender Investitionsgelder eingestellt &#8211; Trotz User-Generated Content war Produktion zu teuer  ( <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/07/goodbye-printed-blog">TechCrunch</a> ) &#8211; Im Eigenblog : <a href="http://blog.theprintedblog.com/?p=339">Announcement From The Founder</a></div>
</li>
<li>
<div style="MARGIN-RIGHT: 0px"><a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3841-12-Blogthesen,-kommentiert.html">12 Blogthesen , kommentiert</a> ( Oliver Gassner )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>TWITTER</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-linkliste-22.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" /></p>
<ul>
<li>
<div>John Cleese at Twitter &#8211; <a href="http://twitter.com/JohnCleese">http://twitter.com/JohnCleese</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/07/13/zahl-der-aktiven-twitternutzer-legt-34-prozent-zu.aspx">Zahl der Twitterer in Deutschland legt um 34 Prozent zu</a> ( Holger Schmidt , FAZ )</div>
</li>
</ul>
<blockquote><p>Nach Angaben von Nielsen haben schon im Mai 1,4 Millionen Menschen in Deutschland die Seite Twitter.com besucht, ohne allerdings aktiv zu twittern. Täglich greifen etwa 40.000 Menschen in Deutschland auf Twitter.com zu. Dazu passt die Messung, dass 10 Prozent aller deutschen Accounts 61 Prozent der Tweets generieren. Das Gros der Tweets stammt also von wenigen Nutzern, während immer mehr Menschen Twitter also als Informationskanal betrachten, ohne selbst aktiv zu werden. Die Zahl der &#8220;stummen Zuhörer&#8221; scheint schneller zu wachsen wie die Zahl der aktiven Nutzer, wie auch das größer werdende Verhältnis zwischen Seitenaufrufen und Nutzern zeigt. Twitter scheint also auf dem Weg zu einem Broadcasting-Tool zu werden und weniger als Kommunikationsinstrument genutzt zu werden.rgleich zu den anderen sozialen Medien ist Twitter zumindest in Deutschland noch klein. Nach Messungen von Fittkau &amp; Maaß nutzen nur 5,5 Prozent der Deutschen Twitter aktiv, also mindestens einmal im Monat.</p>
<p>Noch immer kommt das Gros der Twitterer aus den Branchen IT, Medien, Verlag, Unterhaltung und Internet, während Handel und Industrie deutlich unterrepräsentiert sind. Allerdings schwappt die Twitter-Welle gerade auch in die anderen Branchen über. Zum Beispiel sind Finanzdienstleistung und Bildung/Wissenschaft/Forschung auf Twitter schon ähnlich aktiv wie im Netz insgesamt.</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div>Netzzeitung : <a href="http://www.netzeitung.de/internet/internet/1402959.html">Mikroblogs ohne aktive Nutzer &#8211; Twitter und Co. masslos überschätzt</a></div>
</li>
<li>
<div>persoenlich.com &#8211; <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=83372">Twitter ist kleiner Spatz im Web 2.0 : Mikro-Blog lässt die breite Masse kalt</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>ZITIERT</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.boersenblatt.net/330739/">Krimi-Leser haben ein Recht auf Unterhaltung</a>&#8221; &#8211; <em>doch wohl nicht gar ein &#8220;Menschenrecht ?!</em> &#8211; &#8220;KrimiWelt&#8221;- Juror Volker Albers über seine Favoriten ( bb )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>KLANGAPPARAT</strong></p>
<p align="right">Nach langem wieder mal ein Mix- Podcast des in New York und San Francisco situierten Metro- Mags <a href="http://www.xlr8r.com/magazine/archives.php?offset=0">XLR8R</a> ( sprich “Accelerator” ) . Diesmal ein gut durchwachsenes Digestium durch die angewandten <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/07/czz-hoerempfehlung-173.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Musikalien des kanadischen <a href="http://www.mutek.org/">MUTEK</a>- Festivals , sorglich auf eine Stunde und sieben Minuten angerichtet von DJ und Producer <a href="http://www.myspace.com/bleuchut">Michel Pontbriand</a> .</p>
<p align="right">Aus der Playliste : Eine Carl Craig Remix , Moderat , Jahcoozi , Modern Deep Left Quartet , Beat Pharmacy , Sideshow , Digital Mystikz , Thomas Fehlmann mit seiner inzwischen kultigen &#8220;Bienenkonigin&#8221; &amp;ct &amp;ct</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.xlr8r.com/podcast/2009/05/mutek-10-michel-pontbriand">LINK TO SEE PLAYLIST AND TO LISTEN</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>FAZ- Literaturkritik : Oliver Jungen reitet ein Schnitzel unter nacktem Hintern breit ( und paniert Josef Winkler )</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/01/20/faz-literaturkritik-oliver-jungen-reitet-ein-schnitzel-unter-nacktem-hintern-breit-und-paniert-josef-winkler/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2009/01/20/faz-literaturkritik-oliver-jungen-reitet-ein-schnitzel-unter-nacktem-hintern-breit-und-paniert-josef-winkler/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 06:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; OH POINTE , OH SCHUTZ VOR IHR &#124; VERBALER ENDDARM- EXTREMISMUS &#124; VOM TOD &#8211; UND DER IRONIE &#124; SPRECHEN WIR MAL UNTER MÄNNERN &#124; BERNHARD , WAS ? &#124; NACKTER BOULEVARD- STIL &#124; SELBST ENTBLÖSSUNG &#124; GUTER RAT &#124; KLANGAPPARAT OH POINTE , OH SCHUTZ VOR IHR Sehr , sehr dringend hat er...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> OH POINTE , OH SCHUTZ VOR IHR | VERBALER ENDDARM- EXTREMISMUS | VOM TOD &#8211; UND DER IRONIE | SPRECHEN WIR MAL <em>UNTER MÄNNERN |</em> BERNHARD  , WAS ? | NACKTER BOULEVARD- STIL | SELBST ENTBLÖSSUNG | GUTER RAT | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/friedhof-der-namenlosen-copyright-christiane-zintzen.png" alt="Friedhof_der_Namenlosen_copyright_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="300" height="604" /></p>
<p>OH POINTE , OH SCHUTZ VOR IHR</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/friedhof-der-namenlosen-cro.png" alt="Friedhof der Namenlosen cro" hspace="2" vspace="2" width="131" height="122" align="left" />Sehr , sehr dringend hat er <em>müssen</em> , so stark <em>müssen</em> , dass der Rezensent seine Schlusspointe gleich als Titel verheizt : &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E4D678E96FA114B64A8C3ADCA2EDF3F13~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">Wenn der Suizid Suizid begeht , bleibt Winkler übrig</a>&#8221; . Flott und flink schnappt sich FAZ- Rezensent Oliver Jungen und verkalauert das von Josef Winkler am Ende der <a href="http://www.zintzen.org/2008/11/03/dokumentation-vom-allmahlichen-verlust-des-trostlichen-selbstmordgedankens-josef-winklers-rede-zum-buchnerpreis-2008/">Büchnerpreisrede</a> abgelegte Bekenntnis , der das Schreiben vor sich herjagende Drang zum Selbstmord habe den mittlerweile zweifachen Vater verlassen . Zur Erinnerung :</p>
<blockquote><p><em>&#8230; da schrieb ich also, dass ich in letzter Zeit nicht einmal mehr ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nur mehr ganz selten an Selbstmord denke, aber es werden diese guten, alten Zeiten auch nicht wiederkommen können, die mich veranlaßten in mein Tagebuch zu schreiben am Lido in Venedig, dass ich dann und wann richtig traurig bin, weil ich seit einiger Zeit keine Selbstmordgedanken mehr habe.</em> ( <a href="http://www.zintzen.org/2008/11/03/dokumentation-vom-allmahlichen-verlust-des-trostlichen-selbstmordgedankens-josef-winklers-rede-zum-buchnerpreis-2008/">Josef Winkler</a>)</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>VERBALER ENDDARM- EXTREMISMUS</p>
<p>Bereits am ersten Absatz sitzt und schwitzt und drückt der auf&#8221;s Originellsein bedachte Tag- für- Tagesjournalist ungeheuer : Da muss das &#8220;schön&#8221; ( Prädikat für das von Peter Pongratz gestaltete Überzieherchen , welches das simple <em>edition suhrkamp</em> verbirgt ) , umso heftiger mit einem völlig aus dem Sprachpflegeregister der FAZ kippenden &#8220;beknackt&#8221; opponiert werden . Ein Attribut , welches einem Titel gilt , welcher zu Buchmessezeiten noch in die <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/buchmesse2008/index.jsp?rubrik=38092&amp;key=standard_document_35020404">Shortlist des Wettbewerbs</a> um den kuriosesten Buchtitel ( ausgeschrieben vom <a href="http://www.boersenblatt.net/210411/">Börsenblatt und dem unnötigsten aller Buch&#8221;autoren&#8221; , Ben Schott </a> ) gewählt wurde .</p>
<p>Womit wir noch immer nicht am Ende dieses Enddarm- Anfangssatzes angelangt sind : Zum angestrengt deplatzierten Wört &#8220;beknackt&#8221; ( <em>den Mumm , das &#8220;n&#8221; fortzulassen , hatte der Rezensent freilich nicht</em> , <em>der Setzer</em> ) gesellt sich das Wort vom &#8220;Thanatos- Extremisten&#8221;. Als wäre &#8220;Thanatos&#8221; eine Sportart , eine politische Gesinnung oder islamistische Sub- Gruppierung . Als wäre der Tod nicht schon das Extremste im Erleben und für die menschliche Vorstellungskraft , wird dem &#8220;Thanatos- Extremisten&#8221; in solcher Wortfügung unterstellt , der Autor lege es darauf an , Gevatter Hein zu überholen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>VOM TOD &#8211; UND DER IRONIE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/friedhof-der-namenlosen-cro.png" alt="Friedhof der Namenlosen cro" hspace="2" vspace="2" width="131" height="122" align="left" />Das Bild des Hochleistungs- Leichenschreibers wird solcherart fortgesetzt und enggeführt mit dem albernen Ego der Hochleistungs- Dreitausender- Bezwinger , nur dass es in Winklers neuem Buch nicht um die Karste von Kahtmandu geht , sondern um das Aufsuchen wahl- und qualverwandter Stellen und Quellen :</p>
<blockquote><p>Als Verbündete führt er Schriftsteller wie Curzio Malaparte, Annemarie Schwarzenbach, Alfred Döblin, Peter Handke, Terézia Mora, Gerald Zschorsch oder Paul Nizon an. Doch fahndet er bei ihnen lediglich nach makabren Höhepunkten ( &#8230;.) . Wie Intarsien sind die Zitate in die Essays eingearbeitet. So kommt es, dass die stärksten Sätze fremden Federn entstammen. Winkler übernimmt die Anreicherung mit persönlichen Nebensächlichkeiten wie beiläufigen Äußerungen von Tochter Siri.</p></blockquote>
<p>Dass Einer , der sein Lebtag über und um den Tod herum schreibt , das Morbide in seinen Lektüren aufsucht , findet , um diese ganze Wucht an einem Kinderwort gleichzeitig zu ironisieren wie zu brechen , kommt dem rezensierenden Vitalisten nicht in den Sinn .</p>
<p>Die Ironie , findet letzterer , hat nämlich er selbst gepachtet und ( wie an dieser Stelle öfters wiederholt ) sowieso etwas gegen Literaturpreisträger . Den Titel &#8220;<em><a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Autorenförderung ? Hungert sie aus !</a></em>&#8221; fand dieser Mann , über dessem Werdegang sich selbst das Netz beharrlich ausschweigt , offensichtlich ironisch und schreibt , wie man sieht , auch heute noch so , als wäre er stolz darauf .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SPRECHEN WIR MAL <em>UNTER MÄNNERN</em></p>
<p>Nach einigem Gefüllsel zieht Jungens erneutgdegen die Autorenauspreisung vom Leder und lässt , man ist ja unter Männern , verbal <em>die Hosen runter</em> und argumentativ <em>die Sau raus</em>:</p>
<blockquote><p>Man wird es, Büchnerpreis hin oder her, doch sagen dürfen: wie gewaltig diese österreichische Attitüde, die verquält psychoanalytische Obsession mit dem Morbiden inzwischen nervt. Seit dreißig Jahren breitet Winkler Tode, Suizide, Morde und tödliche Unfälle in kaum erträglicher Aufdringlichkeit aus, als wäre etwas zu beweisen und als wäre damit etwas bewiesen. Ja, Meister aus Kärnten, wir sind sterblich. Das ist schlimm. aber was soll man machen? Verdrängen ist da keine ganz kleine Kulturleistung.</p></blockquote>
<p>Der schulterklopfende Ratschlag nach &#8220;ein bissel&#8221; mehr &#8220;Verdrängung&#8221; , entstammt ja bekanntlich auch einem dieser &#8220;nervend&#8221; morbiden Österreicher , nur hätte jener das Schreiben an sich und das Hervorbringen intersubjektiv sinstiftender Kunstwerke schon als die höchste der Verdrängungsleistungen , nämlich diejenige der &#8220;Sublimierung&#8221; erachtet .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BERNHARD  , WAS ?</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/friedhof-der-namenlosen-cro.png" alt="Friedhof der Namenlosen cro" hspace="2" vspace="2" width="131" height="122" align="left" />Die Sache beim Namen nennen und sie dabei gleichzeitig zu sublimieren ?! &#8211; Tja , das weite Feld der Seele ist eben einfach komplizierter als es sich ein <span style="text-decoration: line-through;">Franc-</span> FAZ- Tireur so denkt . &#8211; Wenn dieser Rezensent die aus dem Singsang des kreisenden Litanei- und Rosenkranzbetens abgeleiteten <em>Rondo</em>- und <em>Rallentando</em>- Sätze als bernhardesk denunziert , bleibt nur ein Grundkurs in chronologischer Literaturgeschichte zu empfehlen :</p>
<blockquote><p>Wenn aber jeder einzelne Bandwurmsatz (in parataktischer Bernhardmanier) auf das Verenden hinausläuft, wenn jedes Verb zwanghaft das Zeitliche segnet, jedes Adjektiv nur ein weiteres Epitheton ist, das sich ans Aushauchen der Lebensgeister hängt, dann ist da jemand &#8211; wie schon so mancher Hippie in Varanasi &#8211; auf dem Memento-mori-Trip hängengeblieben: stilistisch ambitionierter Styx-Tourismus.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>NACKTER BOULEVARD- STIL</p>
<p><em>To make a long story short</em> : Hier reitet einer sein kleines Argumentationsschnitzel ordentlich unter nacktem Hintern breit und erhält von seinem Mutterblatt dafür auch hinreichend Raum , um Schlagwörter , tendenziöse Wortspiele und mieseste <em>Spiegel</em>- Stil- Blüten auf den Appell zu verwenden : &#8220;<em>Ey , Mann , dein Ding ist abgelutscht . Mach&#8217; mal was anderes </em>.&#8221;</p>
<p>Instrumentiert wird der behauptete Niedergang Winkler&#8217;scher Schreibkunst mit Invektiven wie &#8220;sensationalistisches Vernichtungspathos&#8221; und &#8220;literarisches Gaffertum&#8221; und ergo in die Nähe zum &#8220;Boulevardvoyeurismus&#8221; gerückt . &#8220;Nein, das reicht nicht&#8221; , lautet das Verdikt :</p>
<blockquote><p>Todessehnsucht macht noch keinen Baudelaire.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SELBST ENTBLÖSSUNG</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/friedhof-der-namenlosen-cro.png" alt="Friedhof der Namenlosen cro" hspace="2" vspace="2" width="131" height="122" align="left" />Hier täte dringend ein weiterer Grundkurs not : Die Differenzierungsleistung zwischen dröger <em>Manier</em> und dem legitimen Stilmittel des <em>Manierismus</em> . Gottlob wendet sich der Satz , gemünzt auf den &#8220;jüngst unter dem Büchnerpreis bestatteten Autor&#8221; gegen den Rezensenten selbst :</p>
<blockquote><p><em>O Hirn voll Blut und Wunden,<br />
voll Schmerz und voller Hohn !</em></p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>GUTER RAT</p>
<p>Ratschlag zum Guten : Man möge diesen Mann hinkünftig von sämtlichen Rilke- , Poe-, Mellville- , Rimbaud- Lektüren abhalten , was die Klassiker anbelangt . Ganz besonders sei in dieser Hinsicht vor einer grossartig konstruierten , allerdings namenlos morbiden Neuerscheinung gewarnt : <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/14480/Thomas_Stangl.html">Thomas Stangls</a> meisterlich , morbide und manieristisch durchkomponiertem Roman &#8220;<a href="http://www.droschl.com/programm/buch.php?book_id=706">Was kommt</a>&#8221; ( Literaturverlag Droschl , 2009 ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Zeit für feinere Substanzen , welche uns auf Anregendste die uns bis zum Tode bleibende Frist versüssen : Wer das Netlabel <em><a href="http://www.whiteinmusic.net/">white in music</a></em> wählt , geht selten fehl : zarte <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/01/czz-hoerempfehlung-99.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Eprouvetten voll mit innig ( <em>fragen Sie jetzt ja nicht , ob rechts- oder linksherum</em> ) geschüttelten musikalischen Substanzen : Ob unter &#8220;<a href="http://www.whiteinmusic.net/allgemein/wim017-l_cio-madeira-ep/">Madeiera</a>&#8221; die Insel oder eher der Wein benannt sei , bleibe dahingestellt , Wellen von Wärme gehem jedenfalls von beiden aus . An- und eingerichtet hat das ruhig blubbernde Gebräu ein Herr aus São Paulo namens Laercio Schwantes Iorio , besser bekannt unter der Radikalbuchstabenverkürzung <a href="http://www.discogs.com/artist/L_cio">L_cio</a> ( <a href="http://www.myspace.com/lciolive">MySpace</a> ) . &#8211; CLICK <a href="http://www.archive.org/download/AlexxeiNNig-SongsFromSecondFloors-WhiteInMusic16/AlexxeiNNig-SongsFromSecondFloors-WhiteInMusic16_vbr.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Salon Littéraire &#124; Ilse Kilic : DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2008/11/30/salon-litteraire-ilse-kilic-das-wort-als-schone-kunst/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 03:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Literatur @ in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text Salon Littéraire &#124; Ilse Kilic : DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET - Exzerpte aus einem polymorphen Forschungsbericht &#124;&#124;&#124; EXZERPT EINS Neun von mir als notwendig erachtete Zutaten für das weitere Gelingen meines Textes, den ich Roman [56] zu nennen beabsichtige...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der <a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">SALON LITTÉRAIRE</a> als www- Galerie für Bild und Text</p>
<p><strong>Salon Littéraire | Ilse Kilic : </strong></p>
<p><strong>DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET -<br />
Exzerpte aus einem polymorphen <em>Forschungsbericht</em></strong></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EXZERPT EINS</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/ilse-kilic-das-wort-als-schoene-kunst-betrachtet-01.png" alt="Ilse_Kilic_DAS_WORT_ALS_SCHÖNE_KUNST_BETRACHTET_01" hspace="2" vspace="2" width="323" height="456" /></p>
<p style="text-align: justify;">Neun von mir als notwendig erachtete Zutaten für das weitere Gelingen meines Textes, den ich Roman [56] zu nennen beabsichtige (auch wenn er möglicherweise nicht alle an einen Roman gestellten Anforderungen erfüllen wird):</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>eine Männerfigur mit Namen Karl [57],</li>
<li>eine zarte Romanze zwischen dem jugendlichen Mondscheinlein und Karl,</li>
<li>das süße Leben in Tablettenform,</li>
<li>ein im Widerspruch zur gesellschaftlichen Norm stehendes Wesen, durch welches diese kritisiert und infrage gestellt wird,</li>
<li>eine zarte Romanze zwischen dem Holzknecht und Karl, durch die der Roman zeigt, dass für ihn (den Roman) nicht nur die heterosexuelle Romanze zählt,</li>
<li>Outing des Holzknechtes als heimliche Frau, wodurch seine anfängliche Romanze mit Annabell in einem anderen Lichte erscheint und die lesbische Liebe von Anfang an als das erscheint, was sie ist, nämlich ganz normale Liebe [58], die, wie jede ganz normale Liebe, zu Mord und Totschlag führen kann,</li>
<li>Handgreiflichkeiten zwischen Mondscheinlein und Karl, die das Verhängnis, das mit jeder Art von ganz normaler Liebe einhergehen kann und einhergeht, darstellen,</li>
<li>der Hinweis, dass das Geschehen im Roman fiktional ist und keinen Rückschluss auf das wirkliche Leben außerhalb des Romans zulässt, dass aber andererseits solch ein Rückschluss durchaus erlaubt ist, sofern er eine Lektion für das geehrte Publikum darstellt, welches hiebei nicht nur unterhalten [59], sondern zugleich gebessert und belehrt werden soll,</li>
<li>einige Gedichte sowie kurze Prosastücke, die der Holzknecht sowohl als Mann als auch als Frau zu seiner eigenen sowie zur Erbauung des Publikums schreibt. Die Einführung des Holzknechts als Schriftsteller und Schriftstellerin zielt darauf ab, mir als (be)schreibender Person eine (be)schreibende Person an die Seite zu stellen, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass sich Autorinnen und Autoren ihren Romanfiguren oft unterlegen fühlen, weswegen es von Vorteil sein kann, sich selbst auf diese Art und Weise zu Gesellschaft und Unterstützung zu verhelfen.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">[56] &#8211; Hartnäckig halten sich Gerüchte, denen zufolge ein Buch, unabhängig vom Inhalt, sich besser verkaufe, wenn das Cover die Gattungsbezeichnung Roman aufwiese. Diesem Gerücht wurde bisher nicht experimentell nachgegangen.<br />
Da der Roman oft eine Kausalität im Leben der Romanfiguren betont, deren Fehlen im Leben der Leser und Leserinnen diese oft schmerzlich beunruhigt, wird der Roman mitunter als Beruhigungsmittel angewendet. Obwohl Beruhigung durchaus zu den Aufgaben der Kunst gehören kann, liegt sie in der Regel nicht in der Absicht der Romanautorin oder des Romanautors. Die ersehnte Kausalität beruht überdies auf einem Missverständnis: Zwar liegen die Komponenten, die zu einem glücklichen oder unglücklichen Schicksal einer Romanfigur führen, dem Leser, der Leserin, dem Autor und der Autorin manchmal deutlich vor Augen, das aber bedeutet nicht, dass eine Romanfigur selbst sich nicht in eine Welt hineingeworfen sieht, in der sie wesentliche Aspekte ihres Schicksals nicht kontrollieren kann.<br />
[57] &#8211; Laut <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Allan_Poe">Edgar Allan Poe</a></span></em> hat noch nie ein Mensch Karl (im englischen Original Charles) geheißen, der nicht ein aufrichtiger, redlicher, gutmütiger und offenherziger Gesell gewesen wäre, &#8220;<em>mit einer vollen klaren Stimme, die zu hören einem wohltat, und Augen, die einem stets gerade ins Gesicht blickten, als wollten sie sagen &#8216;Ich habe ein reines Gewissen, fürchte niemanden und bin gänzlich darüber erhaben, etwas Gemeines zu tun&#8217;.</em>&#8221; (zitiert aus E.A. Poe, Du bist der Mann, Dritter Band der Gesamtausgabe, Insel Taschenbuch). Was die Wirkung des Namens Karl angeht, so soll auf Folgendes verwiesen werden: Finden sich in den Namen männlicher Personen überwiegend Vorderzungenvokale wie &#8220;e&#8221; und &#8220;i&#8221;, so wirken diese besonders attraktiv und sexy. Bei Namen weiblicher Personen bewirken indes Hinterzungenvokale wie &#8220;a&#8221; und &#8220;u&#8221;, dass man sich von ihnen besonders angezogen fühlt (vgl.: <em><span style="text-decoration: underline;">Ilse Kilic</span></em>, <em><a href="http://www.ritterbooks.com/index.cfm?master=1&amp;category=3&amp;template=book.cfm&amp;book=480">Vom Umgang mit den Personen. Eine Schöpfungsgeschichte</a></em>, Ritter Verlag, Klagenfurt-Wien 2005)<br />
[58] &#8211; vgl. den Bilderzyklus <em>Maßnahmen bei Liebestollwut</em> von <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a></span></em>, in dem die Liebe als Vorfall gezeigt wird, der zur Tollwut führen und somit Erste Hilfe erforderlich machen kann.<br />
[59] &#8211; Die von <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno">Theodor W. Adorno</a></span></em> geprägte Formel &#8220;Vergnügtsein heißt Einverstandensein&#8221; lässt sich auch auf die Romanform übertragen. In diesem Zusammenhang muss sich der Roman fragen lassen, wieviel Vergnügen zu bereiten er auf sich nimmt bei wieviel Bereitschaft, dieses Vergnügen in der Folge zu relativieren und zu zerstören. Auch der einzelne Mensch muss seinem Vergnügtsein gegenüber stets misstrauisch bleiben und Vorsicht walten lassen. Der vergnügte Zustand gilt als angenehm, wie auch die Vorstellung des Einverstandenseins oft als Entlastung von den Mühen des stetigen und konsequenten Widerspruchs imaginiert wird. Ein Unterschied zwischen Einverständnis mit dem Leben und Einverständnis mit der Welt sollte aber, wenn irgend möglich, aufrechterhalten werden.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EXZERPT ZWEI</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/ilse-kilic-das-wort-als-schoene-kunst-betrachtet-05.png" alt="Ilse_Kilic_DAS_WORT_ALS_SCHÖNE_KUNST_BETRACHTET_05" hspace="2" vspace="2" width="323" height="456" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die nächsten Tage waren trüb und regnerisch. Auf meinem Schreibtisch hatte Mo die Eisenbahn und den kleinen Bahnhof recht unvermittelt verlassen und sich erstens in die große Stadt, zweitens aber in einen anderen Text begeben, der davon handelte, wie sie ein Leben als Schriftstellerin begann, zugleich aber eine wissenschaftliche Karriere anstrebte, kurz und gut, ich hatte folgendes geschrieben:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Nach vielen Eisenbahnfahrten rund um die Wiese konnte Mo sich für ihr Leben alles und alles mögliche vorstellen. Ihre Vorstellungen waren jedoch allesamt damit verbunden, in der großen Stadt zu leben. Von der großen Stadt nämlich erhoffte Mo, dass es dort jene Möglichkeiten gäbe, für die ihr Leben gar nicht ausreichen würde, sie alle mit Händen zu greifen. Mo schnürte also ein Ränzelein und trat vor ihre Mutter, um Adieu zu sagen.<br />
- Ich gehe in die große Stadt, sagte Mo, um große Taten zu vollbringen.<br />
- Wozu braucht es große Taten, fragte Mos Mutter, wo doch kleine Taten ausreichen, die Welt am Laufen zu halten?<br />
- Große Taten, entgegnete Mo, sollen die Welt nicht am Laufen halten, sondern das, was falsch läuft, zum Besseren wenden.<br />
- Sind es aber nicht gerade die großen Taten, die dazu führen, dass etwas falsch läuft?, fragte Mos Mutter besorgt.<br />
- Manchmal schon, aber es gibt eben solche große Taten und andere große Taten.<br />
- Wäre es nicht besser, es gäbe gar keine großen, sondern nur kleine Taten? Mos Mutter hatte einen warnenden Unterton in der Stimme.<br />
- Nein, entgegnete Mo und hob die Stimme, weil das Thema ihr wirklich wichtig war, es ist zu spät dafür, dass es nur kleine Taten geben kann. Wenn es nämlich nur kleine Taten hätte geben sollen, dann hätte man mit dieser Entscheidung gegen die großen Taten schon früher anfangen müssen, nämlich bevor es die ersten großen Taten gab.<br />
- Hm, hm, heißt das, dass, wenn die Entscheidung zu großen Taten falsch war, man diese Entscheidung gerade deswegen immer wieder aufs neue treffen muss?<br />
- Was ist überhaupt eine große Tat im Verhältnis zu einer kleinen Tat?, gab Mo dem Gespräch eine etwas andere Richtung.<br />
- Eine kleine Tat ist es, wenn du mit dem Fahrrad stehenbleibst, weil eine alte Dame die Straße überqueren will, anwortete Mos Mutter und setzte fort: An einer kleinen Tat kann einfach nie so viel schiefgehen.<br />
- Eine große Tat ist, wenn Du eine Erfindung machst, die bewirkt, dass es vielen Menschen besser geht, sagte Mo.<br />
- Wäre es dann nicht eine große Tat, manche große Tat rückgängig zu machen?, fragte Mos Mutter.<br />
- Ja, natürlich, musste Mo zugeben, natürlich hat es immer wieder Taten gegeben, die als große Taten galten und die besser nicht getan worden wären. Andererseits ist dieses Problem nicht einfach zu lösen, indem es keine großen Taten mehr gibt.<br />
- Die Atombombe wäre jedenfalls nicht erfunden worden.<br />
- Aber das Penicillin auch nicht.<br />
- Wer weiß, fügte Mos Mutter an, schon die Nubier verwendeten ein Bier mit antibakteriellen Wirkstoffen und die Ägypter versorgten Entzündungen mit aus Getreide gebrauten Heiltränken. In der Antike und im Mittelalter bedeckten Chirurgen Wunden mit schimmeligen Lappen, um Infektionen vorzubeugen. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass das Penicillin erst 50 Jahre nach seiner Entdeckung industriell hergestellt wurde und das vor allem deshalb, um verwundete Soldaten besser versorgen zu können, sodass der Zusammenhang zwischen Penicillin und kriegerischen Handlungen deutlich sichtbar wird.<br />
- Ja, aber nicht alle großen Taten in Medizin und Technik stehen mit kriegerischen Handlungen in Zusammenhang, sagte Mo, und überhaupt ist mir das jetzt zu blöd.<br />
- Ich gebe zu, dass ich einen recht pessimistischen Standpunkt vertrete. Das rührt vielleicht daher, dass ich mich viel mit dem Chagrinismus, der Lehre des Kummers in der Welt, befasst habe, zu dessen Leitsätzen es gehört, nach dem Kleinen zu trachten, weil das Kleine weniger Schaden anrichten könne als das Große.<br />
Mo blieb stumm und sträubte sich sowohl innerlich als auch sichtbar, denn sie hatte so gar keine Lust auf die ebenso instruktiven wie weitschweifigen Erläuterungen ihrer Mutter zum Thema Chagrinismus. Stumm versuchte Mo, sich eine chagrinistische Welt vorzustellen, schüttelte dann den Kopf, kratzte sich am Ohr und sagte ganz leise, sodass es niemand hören konnte: Es gibt auch große Taten, die niemandem geschadet haben, zum Beispiel die Erfindung des Suppenwürfels [109], die Durchschwimmung des Ärmelkanals [110] oder die Übersetzung des Perec&#8217;schen lipogrammatischen Buches &#8220;La disparition&#8221;, das auf deutsch &#8220;Anton Voyls Fortgang&#8221; [111] heißt und ohne den Vokal E auskommt.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">[109] &#8211; vgl. den Song von <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dr._Hook_&amp;_the_Medicine_Show">Dr. Hook and the Medicine Show</a></span></em> <em>The Wonderful Soup Stone</em>, in dem diese Erfindung besungen wird. (Single B Seite 1973, auf der A Seite befand sich die Nummer <em>Life Ain&#8217;t Easy</em>)<br />
[110] &#8211; Der Ärmelkanal ist etwa 563 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 248 Kilometer breit. In der Straße von Dover, der schmalsten Stelle, sind es nur 34 Kilometer Breite von Dover nach Cap Gris-Nez. Erstmals durchschwommen wurde der Ärmelkanal am 24. und 25. August 1875 von dem Engländer <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthew_Webb">Matthew Webb</a></span></em>. Er benötigte für die Strecke von Dover nach Calais 21:45 Stunden und legte 73 Kilometer zurück. Als erste Frau durchschwamm 1926 die US-Amerikanerin <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gertrude_Ederle">Gertrude Ederle</a></span></em> den Ärmelkanal.<br />
[111] &#8211; Übersetzt von <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Helml%C3%A9">Eugen Helmlé</a></span></em>. <em>Eugen Helmlé</em> (1927-2000) war Schriftsteller und literarischer Übersetzer. Ab 1960 erschien sein umfangreiches Werk von Übersetzungen, vorwiegend aus dem Französischen und Spanischen. In Würdigung dieses Werks wurde vom Saarländischen Rundfunk und der Stiftung ME Saar 2004 der &#8220;Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis&#8221; ins Leben gerufen, der seit 2005 jährlich abwechselnd an einen deutschen und einen französischen Übersetzer verliehen wird.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/11/ilse-kilic-das-wort-als-schoene-kunst-betrachtet-07.png" alt="Ilse_Kilic_DAS_WORT_ALS_SCHÖNE_KUNST_BETRACHTET_07" hspace="2" vspace="2" width="323" height="456" /></p>
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<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ilse-kilic">Ilse Kilic</a></strong></p>
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<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/kilic-widhalm_wie-wir-sind/">wie wir sind , was wir wurden</a> ( zusammen mit <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a> )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/ilse-kilic-fritz-widhalm-ein-schwein-voller-gedanken/">Ein Schwein voller Gedanken</a> ( zusammen mit <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a> )</li>
</ul>
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<p><strong>Hinweise :</strong></p>
<p>Ilse Kilic , <a href="http://www.dfw.at/1/wortalskunst.htm">DAS WORT ALS SCHÖNE KUNST BETRACHTET</a> ist <strong>soeben</strong> im <a href="http://http://www.ritterbooks.com/index.cfm?master=0&amp;category=1&amp;template=author.cfm&amp;autor=29">Ritter- Verlag</a> , Klagenfurt 2008 , erschienen .</p>
<p>Ilse Kilic&#8217; uns Fritz Widhalms <em><a href="http://www.kunstradio.at/PROJECTS/LITERATURE/">Literatur als Radiokunst</a></em>- Produktion &#8220;<a href="http://www.kunstradio.at/2008B/07_12_08.html">Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin !”</a> ( 12:03 ) wird <strong>kommenden Sonntag</strong> urgesendet . &#8211; ORF Österreich 1 , <a href="http://kunstradio.at/index1.html">Kunstradio</a> , <strong>7. 12. 2008 , 23:03 H</strong> ( <a href="http://www.zintzen.org/2008/09/22/literatur-als-radiokunst-ilse-kilic-und-fritz-widhalm-produktionsnotizen/">Produktionsnotizen</a> )</p>
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