Tag Archive for 'kopierschutz'

Metadaten : Werkstatt der Wert- Schöpfung



||| ON METHOD - CONT’D | TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET | REDAKTION UND INDEXIERUNG | PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL | ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN | BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ | EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ? | OK MIT EOP | KLANGAPPARAT | LINKS

ON METHOD - CONT’D

Auch wenn es zunächst wie Blog- selbstbezügliches Trockenfutter aussehen mag : Die drei Buchstaben “DOI” scheinen drei minimale Zeichen im Text , bedeuten für in|ad|ae|qu|at allerdings einen Riesenschritt vorwärts . Wie so ein DOI im Alltag aussieht , kann man auf ORF- Science betreffs eines Fachartikels über Antidepressiva ersehen . Der Netz- bibliographische Ausweis lautet in diesem Fall :

Die Studie “Initial Severity and Antidepressant Benefits : A Meta-Analysis of Data Submitted to the Food and Drug Administration” von Irving Kirsch und Kollegen ist im Open- Access- Magazin “PLoS Medicine” ( Bd. 5 , e45 , DOI 10.1371 / journal.pmed. 0050045 ) |||

TAGBAU AM WERK : “NETZLITERATUR” KONKRET

on method orangeAufmerksame Leser unserer kleinen Serie ON METHOD sowie der Insinuationen zwischen den Zeilen wissen um unsere Tagbauarbeit , das Format der “Netzpublikation” aus den Schwaden der Hypertexte und der Wolken des Web X.0 herauszumeisseln .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . |||

REDAKTION UND INDEXIERUNG

on method orangeSpeziell die “Gast- Texte” des Salon Littéraire sollen in ihrem Status als “selbständiges Werk” gestärkt , da ausgewiesen werden . Selbstverständlich bleiben die normalen Arbeiten der “Redaktion” ( Texteinrichtung , Lektorat und Linksammlung ) die gleichen wie bisher , allerdings wird fortan jeder Beitrag sowohl zukünftig als auch rückwirkend mit einer Kennziffer plus beschreibenden ( = Meta- ) Daten sozusagen offiziell angemeldet . Nun sind wir also Mitglied im Club und geben der Registration Agency ( mEDRA in Kooperation mit dem deutschen Buchhandel ) für jeden Beitrag den uniquen Nummerncode der DOI durch . Die dazu mitgelieferten Metadaten sind schon ein direkter Highway hinaus und hinauf ins Semantische Universum ( aka Web 3.0 - à propos eine gute Gelegenheit , RWW’s 11 Thesen zum Semantischen Wesen zu lesen ) .

Zur Zeit wird der Bestand an Blog- Artikeln und “Salon“- Gastbeiträgen je einzeln mit solchen DOI- Codes indiziert . Ein kurzer Satz - - - aber eine lange lange lange Liste Arbeit !

Da man die DOI- Registrierungen samt Metadaten via Feed quasi wie Karteikarten einsehen kann , wächst damit also peu à peu eine praktikable Datenbank zu Status , Autoren und Themen von Texten auf in|ad|ae|qu|at . |||

PARALLELEN : DNB UND BUCHHANDEL

on method orangeSehr aufmerksam spähen wir , die wir als Mikro- Medium mit diesen Verfahren ( gegenüber … wissenschaftlichen Grossverlagen wie Nature , Springer ) derzeit ziemlich alleine dastehen , daher nach analogen Unterfangen .

Ha ! Und hast- du- nicht- gesehen meldete das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel ( BB ) am Montag die Einigung über Metadaten-Standard für Netzpublikationen :

80 Experten aus Verlagen, Bibliotheken und Dienstleistern diskutierten am vergangenen Freitag in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt das Thema Metadaten.

Der Workshop unter Leitung des Arbeitskreises elektronisches Publizieren im Börsenverein (AKEP) und der DNB diskutierten auf der Grundlage des Metadaten-Kernset der DNB das auf dem Standard ONIX for Books basiert. Der Schwerpunkt der Diskussionen war dabei auf monografische, abgeschlossene Netzpublikationen gerichtet in Abgrenzung zu Zeitschriften, Online-Datenbanken oder Audiobooks.

Ha ! und “100 Punkte” : Auch unsere DOI basieren genau auf demselben Metadaten- Konstrukt des ONIX for Books . Das heisst , dass die oben rapportierte Einigung von Deutscher Nationalbibliothek und Buchhandel einen mittel- und langfristig tragfähigen Unterbau liefern wird für die zunehmende Akzeptanz und Nachhaltigkeit unserer Vorgangsweise . |||

ARBEITSKREIS ELEKTRONISCHES PUBLIZIEREN

on method orangeTrotzden wollten wir noch ein wenig mehr über diese Einigung erfahren und stiessen auf den Arbeitskreis Elektronisches Publizieren . Schon die Liste der mächtigen Mitglieder des Sprecherkreises geben ein wenig Aufschluss über den Stellenwert der Thematik :

Merke auch das Wording : Ganz vorne im Vokabelheft stehen Begriffe wie “Wertschöpfungskette” und “Verwertungschancen” . Entsprechend gestalten sich weitere Vorstösse des Arbeitskreises zunächst gegen die Piraterie und zwar mittels der eingetragenen Marke ( ! ) “Nur Original ist legal” plus einer Aktion “Kopieren ist keine Kunst” . |||

BIG PLAYER : METADATEN ZUM PRODUKTSCHUTZ

on method orangeDie Sorge der Big Player gilt also mehr dem Schutz von Produkten als demjenigen von der Autorenrechte . Im traditionellen Verlagsumfeld besteht das Interesse an einer “Digitalen Identifikation” derzeit also vornehmlich hinsichtlich Kopierschutz , Business- to- Business- Effizienz und Verkaufsabwicklung zum Endkunden . Gerne , nur allzugerne hätten wir in|ad|ae|qu|at mehr erfahren über die ( leider nicht mitgeteilten ) procedures während der folgenden Punkte auf der Tagesordnung des genannten Workshops :

  • “Eingrenzung Netzpublikationen”
  • “Metadaten für abgeschlossene Netzpublikationen”
  • “Metadaten für andere Netzpublikationen” .

Tja : Von solchen Nachrichten ist die Vertretung von AUTOREN- Interessen leider ausgeschlossen . |||

EUROPÄISCHE DIGITALE BIBLIOTHEK : EINE CHANCE FÜR “FREIE” ?

on method orangeBleibt abzuwarten , ob die derzeitigen Grundlegungen für eine - nicht auf Bücher fixierte - Europäische Digitale Bibliothek ( “Europeana” , Prototyp Herbst 2008 ) den engen Horizont von “Produkt-” und “Kopierschutz” erweitern . Im Juni gibt’s einen First Workshop on Semantic Interoperability in the European Digital Library .

Ob die diversen Work- Packages auf dem Weg zu einer Europäischen Digitalen Bibliothek neben den institutionalisierten Bibliotheken auch Raum für unabhängige und institutionsferne Publikationen vorsehen , ist allerdings ( noch ) ziemlich ungewiss . |||

OK MIT EOP

All das stört unsere in|ad|ae|qu|aten allerdings jetzt nicht sehr : Arbeit gibt’s mittenmang & männiglich . Ein allmählicher Einstieg ins transdiziplinäre Netzwerk “Emergence of Projects” ( eop ) mag für’s Erste einen operativen Ort zwischen Kunst und Wisenschaft gewähren . - Mehr dazu in einer der nächsten Folgen unserer beliebten Reihe “Unverzagt mit Methode” ( ON METHOD ) . |||

KLANGAPPARAT

Dem angekündigten ( uns Setzern selbst allerdings sehr frisch mundenden ) methodolo- “Trockenfutter” setzen wir jetzt ein paar quicklebendige Klänge entgegen . Wieder einmal stossen wir dabei auf die riesige SERIES- Multilabel- czz hörempfehlungMaschine aus Medellín , die neben zahlreichen kommerziellen Aktivitäten immer wieder fetzige Netlabel- Promos an die Ober- Ohrenfläche bringt ( > gehe auf “MUSIC” > “_SERIE N” ) . Auch wenn es zunächst nach einem cultural clash aussehen mag , die EP Tatami von ( Glad ) Kazuka wurde tatsächlich in Kolumbien eingespielt . Atmosphärische Minimalismen mit Takt und Stil : Am Ort komponiert - no latin , allerdings auch nicht eben “japanisch” ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Tatami | 02. Esta criatura me agrada | 03. En la sombra y en silencio | 04. A puerta cerrada | 05. Dj magma |||

LINKS

DRM , CC , ect : Workshop “Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften in der digitalen Welt”



||| DRM FREE CONTENT : KONSUMENT VS. PRODUZENT | DRM FREE CONTENT : TRENDS ? | MICA - WORKSHOP FÜR KOMPONISTEN | KLANGAPPARAT | FURTHER READING

DRM FREE CONTENT : KONSUMENT VS. PRODUZENT

picto musical noteWas für den Konsumenten schön und gut ist , muss nicht für die Produzierenden best practice bedeuten : Das sukzessive Abrücken der Majors vom der Punzierung downloadbarer Musikware per Kopierschutz ( aka DRM - Digital Rights Management , vulgo Digital Restrictions Management ) schafft neue Konkurrenzen für die bisher freien und unverstaucht angebotenen Tracks von künstlerischen Independents bzw. Individuen .

DRM FREE CONTENT : TRENDS ?

picto musical noteVon Universal im August 2007 ( BBC , Basic ) bis hin zu Sony kürzlich ( Guardian , blogpiloten ) : Mag damit nun zwar der “Kopierschutz tot” sein ( Welt , Rivva : Spiegel , NZZ ) , wie und wodurch lebt die Musik , von der man leben will , weiter ?

Tritt nun das Konzept des Watermarking an dessen Stelle ( wie Wired suggeriert ) , oder werden sich die Konzerne fortan via Werbesekunden schadlos halten ? ( Betanews ) - Eine physische Musikkarte als CD- Ersatz plus Download- Frickelei als “Neuer Dummheitsrekord” @ Sony ? ( Medienkonvergenz )

War die Radiohead- Methode einer 60- tägigen Frist für “Pay what you want“- Downloads nichts anderes ein Werbe- Trick und sichere Schiene hin zum Number- One- Charts- CD ? ( ReadWriteWeb ) - Ist Eigenmusikvertrieb via MySpace angesagt , oder “stirbt” die CD schon wieder einmal und liegt die Zukunft allein im Vinyl ? ( Wired )

MICA - WORKSHOP FÜR KOMPONISTEN

picto musical noteWer das Neueste über New Music Revenue Models , Urheberrecht , Creative Commons- Lizensierungen etc. erfahren will , kann sich jetzt noch für den praxisorientierten Mica- Workshop für Musikschaffende am 24. 1. in Wien einschreiben : Recht oder Restriktion ? - Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften in der digitalen Welt .

Die digitale Revolution der letzten 10 Jahre stellt auch das bisherige Urheber- und Verwertungsrecht in Frage. Fast jedes digitale Gerät ist eine Content-Kopiermaschine. Regelungen zum digitalen Kopierschutz ( DRM ) haben - auf Druck der Musikindustrie - Eingang in die nationalen Gesetze gefunden. Die meisten Maßnahmen zum technischen Kopierschutz gelten aber längst als gescheitert. Gleichzeitig ist Musik im Netz massenweise gratis zu hören: Nicht nur auf den Sites der kleinen Netzlabels, auch auf den meisten Web-2.0-Plattformen wie MySpace, YouTube oder LastFM denkt niemand mehr daran, für diesen Musikkonsum zu zahlen. Die Grenzen zwischen Downloads und Streams lassen sich dabei nicht eindeutig ziehen, kann man doch mit der geeigneten Software jeden Stream auch lokal speichern. Wenn der Vertrieb aber nicht mehr kontrollierbar ist, hat die Idee des Copyrights damit endgültig ausgedient?

Mit Creative Commons gibt es überdies seit einigen Jahren ein alternatives Lizenzmodell, das auf die neuen Erfordernisse insofern eingeht, als es den UrheberInnen die Wahl lässt, welche Rechte sie gewähren wollen ( some rights reserved ). Creative Commons erfreut sich online wie auch offline auf globaler Ebene immer größerer Beliebtheit, wird jedoch von Verwertungsgesellschaften, die Tantiemen z. B. aus der Leermedienabgabe an Kreativschaffende verteilen sollen, nicht anerkannt.

Was bedeutet das alles nun für die Musikschaffenden? Dieser Workshop bietet praxisnahe Vermittlungsansätze für Musikschaffende, die ihre Musik online vertreiben wollen. U.a. wird auf folgende Fragen eingegangen:

• Welche Konsequenzen haben Creativ-Commons-Lizensierungen für Musikschaffende in Österreich?
• Können Werklizensierungen wiederrufen werden, oder sind sie endgültig?
• Kann ein Rechtesplitting zwischen digitaler und analoger Welt betrieben werden?
• Unter welchen Umständen darf ich meine Werke auf der eigenen Homepage zum Download anbieten?
• Wie steht es mit MySpace, YouTube, LastFM usw.?

Auf viele dieser Fragen gibt es derzeit keine eindeutigen Antworten, da sich selbst ExpertInnen über den Stellenwert und die zukünftige Entwicklung von Creative Commons uneinig sind. Daher bildet den Abschluss des Workshops eine Diskussionsrunde, die VertreterInnen der AKM mit Aktivisten von Creative Commons Austria an einen Tisch bringt. ( more … )

Die Teilnahme ist frei , die - nehmerzahl allerdings begrenzt : Deshalb rasch anmelden ( registration@mica.at ) . |||

KLANGAPPARAT

Eine sehr pfiffige Release des Netlabels no-response ist zur some rights reserved- Verfügung zu melden . Zunächst sehe man sich bitte höflich die exzeptionell gestaltete Webseite dieser sympathischen MP3- Verteiler mit dem Motto “Musik gewinnt Freunde” an . Und jetzt zu Modul [ ja : @ MySpace ! ] ,czz hörempfehlung dem im südrussischen Krasnodar beheimateten Tanz- und Kopf- Electronica- Projekt von Evgeny Shchukin , Evgeny Fomin und Alexander Tochilkin . Nach dem eher verzagten Durchhören eines Dutzends von Releases ebenso vieler Netlabel während der vergangenen Tage freut sich in|ad|ae|qu|at , mit der no- response- EP Numero 014 “INBOX” endlich wieder feine Klangbeute ergattert zu haben . Repetitiv , sicher , aber klug gemacht und mit feinen Schraffuren über zügigen idm- Ideen . Einen gewissen Glücks- und Hübschheitsfaktor räumen wir gerne ein , solange sie Sache nicht primitiv lieblich klingt . Echte Empfehlung ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Lost List Part 1 | 02. Lost List Part 2 | 03. Sliding Fiba | 04. Transport | 05. Fraves |||

FURTHER READING

Update , 23. 1. ff : Nun sollen via lasft.fm in grossem Umfang die Tracks der Major- Labels streamen

Die beste Analyse , was die Kundenbindung an den last.fm- Eigentümer CBS anbelangt , bietet ReadWriteWeb :

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