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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Leonhard-Koppelmann</title>
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		<title>audio aktuell</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 07:31:53 +0000</pubDate>
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<p>Nachkriegsdeutschland und seine diversen Verwerfungen : So in etwa könnte man die heute vorgestellten Hörspiele und Audio- Einspielungen einiger emienter Werke subsummieren .</p>
<p>Sei es der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan , in welchem die Shoah eine selten direkt apostrophierte , gleichwohl unterminierende Rolle spielt , sei es in Wolfgang Koeppens grausam- irrwitziger &#8220;<em>Trilogie des Scheiterns</em>&#8221; oder sei&#8217;s in Christa Wolfs &#8220;<em>Kindheitsmustern</em>&#8221; , welche ein Aufwachsen unter den wechselnden &#8220;Wahrheiten&#8221; verschiedener Regimes nachzeichnen . Noch ihre &#8220;Kassandra&#8221; spricht die Eigenlogik der Gewalt in Form eines Schlüsselromans der DDR- Diktatur an &#8211; und nimmt dabei die Frauen durchaus <em>nicht</em> aus von der Schuld des Komplizentums .</p>
<p>|||</p>
<p>INGEBORG BACHMANN | PAUL CELAN : HERZZEIT</p>
<p><img style="width: 211px; height: 213px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/icon-listening-black-9.jpg" alt="icon listening black" hspace="2" vspace="2" width="231" height="231" align="left" /></p>
<p>Als der Briefwechsel zweier eminenter poetischer Stimmen des 20. Jahrhunderts im Vorjahr in <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/herzzeit-ingeborg_bachmann_42033.html">Buchform</a> erschien , lag der Öffentlichkeit das Zeugnis einer verzweifelnden Liebe vor , welches wenig Anlass bot für Voyeurismen .</p>
<p>Die Briefe , Karten und Widmungen , die dem 1948 in Wien geknüpften Liebesband zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ingeborg_Bachmann">Ingeborg Bachmann</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Celan">Paul Celan</a> während knapp zweier Jahrzehnte folgten , sind dramatische Dokumente des Einander- Verfehlens . Ob in Wien oder Rom , Paris oder München abgestempelt , bleiben die schriftlichen Zuwendungen Ursache und Resultat unablässiger Unruhe . Untrennbar aufeinander bezogen , ringen hier zwei Sprachmächtige um das &#8220;richtige&#8221; , das verbindende Wort .</p>
<p>Indem Verena Teichmann und <a href="http://oe1.orf.at/hoerspiel/libero/129993.html">Harald Krewer</a> – gebührlich gerühmt für die Vertonungen der Briefwechsel <a href="http://www.zintzen.org/zur-kultur/adrono-benjamin-richtiges-denken/">Walter Benjamins mit Theodor und Gretel Adorno</a> – nicht auf die Imitation von bekannten Stimmen setzen , sondern den Fokus auf den Ereignisreichtum der Texte schärfen , unterbleibt jede &#8220;Inszenierung&#8221; des ohnehin Dramatischen . Die etwas kühlere Note <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Wokalek">Johanna Wokaleks</a> , das überraschend feminine Timbre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Harzer">Jens Harzers</a> sind maximal auf die Texte konzentriert statt emotional exaltiert . In der Diskretion der Stimmführung schwingt gleichsam das Ungeschriebene und zwischen den Zeilen Ungesagte mit .</p>
<p>Zwiefach tragisch das Finale : Celans psychische Zerrüttung infolge der infamen &#8220;<em><a href="http://zeus.zeit.de/text/2000/48/200048_st-celan.xml">Affäre Goll</a></em>&#8221; und sein Tod in der Seine 1970 . Nur drei Jahre später erliegt Ingeborg Bachmann einem fatalen Brandunfall – ihr &#8220;<em><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1995/1013/kultur/0004/">Todesarten</a></em>&#8220;- Zyklus bleibt Fragment . Die Einspielung von Originalkommentaren der Buch- Herausgeber <a href="http://www.suhrkamp.de/autoren/barbara_wiedemann_5310.html">Barbara Wiedemann</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_H%C3%B6ller">Hans Höller</a> bestätigt die akustisch dringlich vermittelte Vermutung , dass hier zwei Leben , zwei exzeptionelle Werke und eine fragile Liebe zwischen den Nachwirkungen der Shoah und dem gerade in seiner modernen Form in Gang gekommenen Literaturbetrieb zerrieben wurden .</p>
<p>( speak low 2009 &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/ingeborg-bachmann-paul-celan-herzzeit/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>WOLFGANG KOEPPEN : DEUTSCHES PANDÄMONIUM</p>
<p><img style="width: 211px; height: 207px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/icon-listening-white-9.jpg" alt="icon listening white" hspace="2" vspace="2" width="231" height="231" align="left" /> Folgt man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Koeppen">Wolfgang Koeppens</a> Befunden zur deutschen Nachkriegszeit , verblassen die Mythen von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder angesichts des totalen moralischen Bankrotts , welchen der Krieg hinterliess .</p>
<p>Koeppens romaneske &#8220;<em>Trilogie des Scheiterns</em>&#8221; , Anfang der fünfziger Jahre publiziert , gibt ein katastrophales Bild des Kampfes aller gegen alle . Sei es ein Münchner Tag im Jahr 1948 ( &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tauben_im_Gras">Tauben im Gras</a></em>&#8221; ) , sei&#8217;s der politische Kochtopf Bonn ( &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Treibhaus">Das Treibhaus</a></em>&#8221; ) oder sei es eine fatale Personenkonstellation im klassischen deutschen Sehnsuchtsort am Tiber ( &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_in_Rom">Der Tod in Rom</a></em>&#8221; ) : Das teils expressionistische , teils nihilistische , in filmischen Sequenzen und subjektiven Denkfetzen gehaltene Triptychon wirft grelle Schlaglichter auf die Verfasstheit des kleinen Mannes , der politischen Kaste sowie der Ewiggestrigen .</p>
<p>In welch aufregender Weise sich das szenische Material der Prosa Koeppens einer auditiven Adaptierung anbietet , erweist die üppig instrumentierte Hörspielfassung der Trilogie , welche nun auf CD erschienen ist . Dabei übernimmt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_Koppelmann">Leonhard Koppelmann</a> , vielbeschäftigter Regisseur des Jahrgangs 1970 , die handlungsstarken Teile eins und drei , wo die Generationen von Altnazis und Kriegskindern aneinander zerschellen . <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Adler">Walter Adler</a> , Grandseigneur des deutschen Hörspiels , formt dahingegen Teil zwei – den inneren Monolog des Abgeordneten Keetenheuve im Bonner &#8220;Treibhaus&#8221; – als introvertierteren Part .</p>
<p>Nichtsdestoweniger gestaltet die klug um einige Handlungsstränge gekürzte auditive Fassung ein deutsches Pandämonium , welches in den perversen Obsessionen des ehemaligen SS- Generals Judejahn gipfelt . Den sprechenden Namen , typisierten Charakteren und drastischen Ereignissen der Romanvorlage gemäss greift auch die auditive Adaptierung in Stimmführung , atmosphärischen Effekten und musikalischer Ausgestaltung in heftigere Register : Wer aber dächte sich ein danteskes Inferno in Zimmerlautstärke ?</p>
<p>( HR | SWR | WDR | Der Hörverlag 2009 &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/wolfgang-koeppen-deutsches-pandaemonium/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>CHRISTA WOLF : &#8220;KINDHEITSMUSTER&#8221; &amp; &#8220;KASSANDRA&#8221;</p>
<p><img style="width: 211px; height: 213px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/icon-listening-black-9.jpg" alt="icon listening black" hspace="2" vspace="2" width="231" height="231" align="left" /></p>
<p>Man glaubte sie in Schule und intellektuellem Leben durch und durch verbucht : &#8220;<em><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/kindheitsmuster-christa_wolf_45915.html">Kindheitsmuster</a></em>&#8221; und &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kassandra_(Christa_Wolf)">Kassandra</a></em>&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christa_Wolf">Christa Wolf</a> . Wenn die Autorin auf CD aber mit eigener Stimme die Bedingungen einer in den Nationalsozialismus hineingewachsenen Kindheit befragt und Letztere hart gegen eine spätere Reise an die Schauplätze im deutsch- polnischen Grenzgebiet schneidet , umspinnt uns das Textgewebe aus unterschiedlichen Zeitschichten mit unverminderter Präsenz : Seismografisch verzeichnet die Chronistin Wesen und Werden dessen , was nur höchst ungenau zwischen einem unwillkürlichen &#8220;Ich&#8221; ( &#8220;<em>nature</em>&#8221; ) und dessen Sozialisation ( &#8220;<em>nurture</em>&#8221; ) zu scheiden ist .</p>
<p>Wo das offenherzige In- die- Welt- Hineinwachsen mit jäh wechselnden Werten konfrontiert ist , dringen – wie angesichts der neuen Ordnungen und Sprachregelungen des Nationalsozialismus – die Techniken der Verstellung tief ins Inwendigste . Durch all die anekdotenhaften Episoden hindurch bleibt die Frage nach der Konsistenz eines &#8220;Ich&#8221; ungemindert aktuell .</p>
<p>Noch in doppelter Verklausulierung – antiker Troja -Mythos plus Sammelporträt der politischen Chargen der DDR – wird die Stimme authentischen Aufbegehrens gegen die Strukturmuster der Gewalt vernehmlich . Es war zwar der Fluch Kassandras , als Seherin und als Frau nicht gehört zu werden : Am Ende hat sie mit der berühmten Bezeichnung des homerischen Superhelden als &#8220;Achill , das Vieh&#8221; für jedweden Krieg seither recht behalten .</p>
<p>( Random House Audio 2009 , <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/christa-wolf-kassandra-kindheitsmuster/">more &#8230;</a> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Fraglos , Romain Roqueta aka <a href="http://www.myspace.com/sukdabeat1">Sukdabeat</a> agiert vor dunklem Hintergrund : Seine fliessende Atmosphärik scheint einer postapokalyptischen Welt zu entstammen , beleuchtet indes von surreal hellen <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/czz-hoerempfehlung-154.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Schlaglichtern und plötzlich wärmend durchbrechenden Sonnenstrahlen . Sein beim Netlabel <a href="http://www.crazy-language.de/">Crazy Language</a> als Nummer 022 herausgekommene Release &#8220;<em><a href="http://www.archive.org/details/Cl-022Sukdabeat-Struktur">Struktur</a></em>&#8221; legt Comiczitate , Glockenspiel und schön viel Gamelan über teils schwebende , teils treibende dark beatz . Sollte man mehrmals hören : Vexierend .</p>
<p align="right">CLICK <a href="http://www.archive.org/stream/Cl-022Sukdabeat-Struktur">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 06:42:30 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>||| AUDIO &#8211; LITERATUR &#8211; RADIO- FEATURE : ANJA UTLER | AUDIO &#8211; KONZERT &#8211; RADIO &#8211; BUCH : IN MEMORIAM OTTO M. ZYKAN | AUDIO &#8211; RADIO &#8211; WEITER HÖREN | BEGRIFFSSTUDIO MONIKA RINCK | KLANGAPPARAT</p>
<p><strong>Ottom_Atthäusz_Ykan</strong></p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/20HnGm4P1N8&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/20HnGm4P1N8&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object>></p>
<p>( Trimmel , Dorn , Burlacu , Wagensommerer )</p>
<p>|||</p>
<p>AUDIO | LITERATUR | RADIO- FEATURE : ANJA UTLER</p>
<p><img style="width: 108px; height: 107px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-neuesvonfreunden-8.jpg" alt="czz neues von freunden" hspace="2" vspace="2" width="90" height="91" align="left" /> Die heutigen freundlichen Neuigkeiten sind weitgehend auditiver , wortwörtlicher , musikaischer und radiophoner Natur . Man mag das als Resultat werten für unsere in|ad|ae|qu|at selektiven Interessen , gleichzeitig sind gewisse terminliche Ko- Inzidenzen unleugbar . So gibt es heute auf SWR 2 die Ursendung eines meisterlichen Features über die Dichterin und &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/_literatur-als-radiokunst-1999-2007_/">Literatur als Radiokunst</a>&#8220;- Autorin <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/utlerbio.html">Anja Utler</a> zu vernehmen , in welchem auch einige Sequenzen der <a href="http://www.kunstradio.at/2007B/08_07_07.html#2">ORF- Produktion</a> sensibel eingearbeitet sind : Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/literatur/-/id=659892/nid=659892/did=3394924/1mfwe6v/index.html">Vom Schreiben auf der anderen Seite des Grabens . Ein Besuch bei Anja Utler</a>&#8221; haben <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/630726/">Ulrike Janssen</a> und <a href="http://www.schreibheft.de/docs/rezensionen/index.html">Norbert Wehr</a> ein feines Portrait der Sprach- und Lautkünstlerin gestaltet .</p>
<p>Akustisch eingebttet in die Krähenschrei- einsamen Atmosphären um die Künstlerklause auf <em>Schloss Solitude</em> , stellt sich das Denken und Dichten der auch aus den slawischen Sprachen übersetzenden Poetin chronologisch dar . Unter Rekurs auf die Dichtungen des herrlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gennadij_Ajgi">Gennadij Ajgi</a> gibt die Autorin in klarer Sprache Auskuft über Entwicklung und Werden ihrer oft nur auf Laut- Folgen reduzierten Dichtung . Anhand des zuletzt erschienen Bandes &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26269.html">brinnen</a>&#8221; ( korrespondenzen 2006 ) kommt der Skandal des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marsyas">Marsyas</a>- Mythos zur Sprache , dem von Apoll grässlich gefolterten Konkurenten , aus dessen Blut in mythischer Metmorphose der Fluss des Mäander entsprigt . Die Erfahrung von Schmerz und Trauma verflüssigen sich entsprechend konsequent in den Einbezug von Atem , Hauch und splitternden Lauten in Utlers Poesie . Dass die Ursendung des früh im Jahr entstandenen Features , welches Ambient- Klänge <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brian_Eno">Brian Enos</a> einbezieht , fast just auf dessen <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~E6CA3D82407C14AAE92014B68229C6AEF~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton">60. Geburtstag</a> ( <a href="http://music.hyperreal.org/artists/brian_eno/">15. 5.</a> ) fallen würde , hatten die Gestalter freilch in keiner Weise ahnen können . <strong>Heute</strong> , <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/literatur/-/id=659892/nid=659892/did=3394924/1mfwe6v/index.html">SWR 2 , 20.03 Uhr</a> .</p>
<p>|||</p>
<p>AUDIO | KONZERT | RADIO | BUCH : IN MEMORIAM OTTO M. ZYKAN</p>
<p><img style="width: 108px; height: 107px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-neuesvonfreunden-8.jpg" alt="czz neues von freunden" hspace="2" vspace="2" width="90" height="91" align="left" />In Memoriamn des am 25. 5. 2006 &#8211; kurz nach seinem 60. Geburtstag &#8211; tragisch <a href="http://oe1.orf.at/inforadio/64519.html?filter=5">verunglückten</a> Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zykan">Otto M. Zykan</a> sind einige Werkaufführungen und Radiosendungen angesetzt , welche Freunden sowie den ( leider ) Nachgeborenen unserer Generation die Wiederbegnung | das Kennenlernen einiger Stücke aus dem <a href="http://www.mica.at/composerdb/details/Composer/composer26691.asp?cat=composer&amp;letter=z">Oeuvre</a> dieses wohl orginellsten und <a href="http://wien.orf.at/stories/111588/">provokativsten</a> unter Österreichs Komponisten ermöglicht . Eine Soundinstallation am <a href="http://www.klangturm.at/">Klangturm in St. Pölten</a> offeriert bis 1. November eine &#8220;<a href="http://www.klangturm.at/saison">Datenskulptur Otto M. Zykan</a>&#8221; ( Konzept : <a href="http://www.irenesuchy.org/wis/biografie.html">Irene Suchy</a> , <a href="http://www.medienwerkstatt006.at/">Markus Wintersberger</a> , Technische Realisierung : FH St. Pölten , Markus Wintersberger ).</p>
<p>Dazu ist das YouTube- Portrait &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=20HnGm4P1N8">Ottom_Atthäusz_Ykan</a>&#8221; entstanden , welches &#8211; siehe oben &#8211; im Modus heutiger Sample- Ästhetik einige der grössten Aufreger aus Zykans Schaffen resümiert : Von den legendär schuhlos- künstlerischen <a href="http://de.youtube.com/watch?v=W1dKcC4lWQU">Werbespots für die Schuhfirma Humanic</a> ( &#8220;Franz !&#8221; ) bis hin zu der mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Novotny">Franz Novotny</a> 1977 für das österreichische TV produzierten &#8220;<a href="http://www.mica.at/composerdb/details/musicalwork/musicalwork19948.asp">Staatsoperette</a>&#8221; ( &#8220;einem der grössten Skandale der Republik&#8221; ) , wird der besondere Rang der Sprache im Werk des Komponisten akzentuiert  ( übrigens gibt es die &#8220;Staatsoperette&#8221; mittlerweile in einer wohlfeilen <a href="http://images.google.at/imgres?imgurl=http://www.filmarchiv.at/shop/admin/upload/235_big_50-staatsoperette.jpg&amp;imgrefurl=http://www.filmarchiv.at/shop/produkt_show.php%3Flanguage%3Dde%26s_meta_id%3D0%26s_prod_id%3D235&amp;h=234&amp;w=150&amp;sz=22&amp;hl=de&amp;start=4&amp;um=1&amp;tbnid=Zqhxgn_l5WeMqM:&amp;tbnh=109&amp;tbnw=70&amp;prev=/images%3Fq%3Dzykan%2Bstaatsoperette%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN">DVD- Edition</a> , weiters wäre davon zu erzählen , dass der <a href="http://www.mica.at/composerdb/details/musicalwork/musicalwork30541.asp">Score</a> zu Novotnys Kultfim &#8220;<a href="http://www.filmportal.de/df/f5/Credits,,,,,,,,18803846780A41B8B3865A7BB4480C81credits,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html">Exit &#8211; nur keine Panik</a>&#8221; [ 1980 ] von Keinem Geringeren als Otto M. Zykan stammt , <a href="http://www.filmarchiv.at/shop/produkt_show.php?s_prod_id=217&amp;language=de&amp;s_meta_id=0">DVD</a> ) .</p>
<ul>
<li>
<div>KONZERT</div>
</li>
</ul>
<p>Sonntag , 25. Mai erklingt im Rahmen der sogenannten &#8220;Mak-Nite&#8221; im Museum für angewandte Kunst , Wien &#8220;<a href="http://www.mak.at/jetzt/f_jetzt.htm">Zykan &#8211; ein peripathetisches Konzert</a>&#8221; mit dem Ensemble &#8220;<a href="http://www.diereihe.at/">die reihe</a>&#8221; ( Wien ) und einem Vokalsensemble unter der Leitung von <a href="http://www.motettenchor.at/leiterin.html">Ingrun Fussenegger</a>.</p>
<blockquote><p>Das Vokalensemble Ingrun Fusseneggers und das Ensemble &#8220;die reihe&#8221; geben Zykan: Junge und alte Werke, Frühes und Spätes, Musik, die ihn vom Tonband mitnimmt und jene, die ihn nicht (mehr) braucht. Musik, die immer anwendbar ist: auf die Autoerfinder, die Stallknechte um Beethoven, die Liebhaber der Gugginger Dichter, die gegen ein Tonband anspielenden Geiger, die Mumpitz sprechenden Bachverehrer. Das Programm beginnt beim Frühling, geht weiter mit einem zu Mozart sich anlehnenden Ave Schwermuth, schwingt sich von Rilke und zu einem <a href="http://www.mica.at/composerdb/details/musicalwork/musicalwork30545.asp">Marimbavirtuosen</a> den &#8220;Bach runter&#8221;.</p></blockquote>
<p>Museum für angewandte Kunst Wien , 19:00 Uhr .</p>
<ul>
<li>
<div>HÖRSPIEL</div>
</li>
</ul>
<p>Im Radio sind zwei Termine zu notieren : Da wäre erstens die heute auf Ö1 wiederaufgeführte Hörspielproduktion &#8220;<a href="http://oe1.orf.at/programm/2008052018601.html">Joseph Fouché</a>&#8221; ( aus dem Nachlass von <a href="http://www.mica.at/composerdb/details/Composer/composer26691EN.asp?cat=composer&amp;letter=all">Otto M. Zykan</a> , bearbeitet von Irene Suchy und Peter Kaizar ) . Unter der Regie von Götz Fritsch ist eine nachgerade umwerfende Besetzung zu vernehmen : Von Ausnahmeschauspielern wie Silvia Fenz , Paulus Manker und Peter Matic bis hin zur exzeptionell in die Rolle von Hörspielsprechern geschlüpften Prominenz wie Ex- Volkstheater- Chefin Emmy Werner und Staatoperndirektor Ioan Holender . Dazu musikalisch adaequat : Otto M. Zykans &#8220;Hörspielmusik für <em>Joseph Fouché</em>&#8221; ( Interpret : Otto M. Zykan ) sowie Georg Mittermayrs &#8220;Chormusik für Hörspiel <em>Joseph Fouché</em>&#8221; ( Arnold Schönberg Chor ) . Mehr : <a href="http://www.hoerspiele.co.at/details.php?ID=24321">Hörspieldatenbank ORF</a> ,  <a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/voll.php?a=Zykan&amp;b=Joseph%20Fouch%E9&amp;c=ORF">Hördat ( pdf )</a> . <strong>Heute</strong> , 20. 5. , Ö1 , 20:30 Uhr .</p>
<p>Die Gleichzeitigkeit zur Austrahlung des Anja Utler- Features und dieses Hörspiel dürfte keine weiteren Probleme bereiten : SWR 2 wäre via PC und per Live- Stream zu vernehmen , währenddessen läuft im Radiorekorder die gute alte Tonkassette für das Ö1- Kunstwerk mit . Dies war die österreichische Perspektive . Für deutsche Hörer verhält es sich selbstredend genau umgekehrt .</p>
<ul>
<li>
<div>HOMMAGE</div>
</li>
</ul>
<p>Montag , den 26. 5. gestaltet die Lebensgefährtin Otto M. Zykans , die Musikwissenschafterin und Radiomoderatorin <a href="http://www.irenesuchy.org/">Irene Suchy</a> ( übrigens auch höchstselbst als Sprecherin in genannten Hörspiel zu orten ) ein persönliches Portrait in der Sendung &#8220;<a href="http://oe1.orf.at/programm/200805263101.html">Zeitton</a>&#8221; . Zweiffelos wird in dieser Sendung auch von Band Eins einer Sammlung &#8220;<a href="http://www.gezeiten-verlag.com/">Otto M. Zykan &#8211; Materialien zu Leben und Werk</a>&#8221; ( <a href="http://www.gezeiten-verlag.com/text/2008_zykan_presseinfo.pdf">gezeiten verlag , pdf</a> ) die Rede gehen . &#8220;<a href="http://oe1.orf.at/programm/200805263101.html">Zeitton : Otto M. Zykan aus der Sicht von Irene Suchy</a>&#8221; , Ö1 , 23:05 Uhr . Mehr @ <a href="http://www.irenesuchy.org">www.irenesuchy.org</a> , <a href="http://www.zykan.org">www.zykan.org</a> .</p>
<p>|||</p>
<p>AUDIO | RADIO | WEITER HÖREN</p>
<p><img style="width: 108px; height: 107px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-neuesvonfreunden-8.jpg" alt="czz neues von freunden" hspace="2" vspace="2" width="90" height="91" align="left" />Einmal durch die Radioprogramme gesurft und nicht wieder davon losgekommen .</p>
<p>Weshalb wir gleich auf ein paar weitere unabdingbare Hörstücke hinweisen . Allesamt sind sie &#8220;klassisch&#8221; , im wörtlichen wie auch im Nestroy&#8217;schen Sinn .</p>
<p>Folgt jetzt ein kleines Hörmenü In chronlogischer Reihenfolge .</p>
<ul>
<li>
<div>21. 5. , 21:30 Uhr , hr2 : &#8220;<a href="HR2 :">der sechste sinn &#8211; Nach Konrad Bayer</a>&#8221; . Bearbeitung + Regie : <a href="http://www.hoerspiel.com/Leonhard-Koppelmann">Leonhard Koppelmann</a> , Musik Rainer Römer , mit Sophie Rois u. a. ( HR 2005 , <a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/voll.php?a=Bayer&amp;b=der%20sechste%20sinn&amp;c=HR">Hördat pdf</a> )</div>
</li>
<li>
<div>23. 5. <a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/hoerspiel/kalender/artmix/03384/index.shtml">Rolf Dieter Brinkmann- Schwerpunkt im BR</a></div>
<ul>
<li>
<div>20:30 Uhr : &#8220;Auf der Schwelle&#8221; , Regie : <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raoul_Wolfgang_Schnell">Raoul Wolfgang Schnell</a> ( WDR 1971 ,  <a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/voll.php?a=Brinkmann&amp;b=W%F6rter%20Sex%20Schnitt.%20Originaltonaufnahmen%201973&amp;c=BR">Hördat pdf</a> )</div>
</li>
<li>
<div>21:05 Uhr : &#8220;Wörter Sex Schnitt&#8221; ( Originaltonaufnahmen 1973 , <a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/voll.php?a=Brinkmann&amp;b=W%F6rter%20Sex%20Schnitt.%20Originaltonaufnahmen%201973&amp;c=BR">Hördat pdf</a> ) &#8211; Bekannt auch in der CD- Fassung ( <a href="http://www.intermedium-rec.com/recordsd/cd023.html">intermedium records</a> ) als &#8220;<a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=2033&amp;key=standard_document_13175998">Hörbuch des Jahres 2005</a>&#8221; der hr2- Bestenliste .</div>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<div>23. 5. , 22:04 Uhr , rbb Kulturradio &#8211; Ursendung : &#8220;<a href="http://www.kulturradio.de/programm/programmdaten.jsp?key=_1950438814&amp;noExport=true">Bei uns in Auschwitz</a>&#8221; &#8211; Nach der <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/25945.html">gleichnamigen , aufsehen erregenden</a> Erzählung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tadeusz_Borowski">Tadeusz Borowski</a> &#8211; sonst leider nur karge Informationen seitens des Senders &#8211; besser liest man gleich die Homepage des Bearbeiters , Regisseurs und O- Ton- Jägers <a href="http://www.hoellensprichwoerter.de/hoerspiele/auschwitz.html">Kai Grehn</a> ( rbb / RB 2008 , <a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/voll.php?a=Borowski&amp;b=Bei%20uns%20in%20Auschwitz&amp;c=RBB/RB">Hördat pdf</a> )</div>
</li>
</ul>
<p>|||</p>
<p>BEGRIFFSSTUDIO MONIKA RINCK</p>
<p><img style="width: 108px; height: 107px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-neuesvonfreunden-8.jpg" alt="czz neues von freunden" hspace="2" vspace="2" width="90" height="91" align="left" />Aus <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/monika-rinck/">Monika Rincks</a> Berliner <a href="http://www.begriffsstudio.de/">Offizin</a> erreicht uns eben eine frische &#8220;Begriffslieferung&#8221; . &#8211; Wer sich dann und wann ein wenig wortkarg oder schwer von Begriff fühlt , mag sich straks in die <a href="http://www.begriffsstudio.de/">Mailingliste</a> für den Newsletter eintragen .</p>
<p>2458 die präraphletten</p>
<p>2460 gedrängtblütige neoregelie</p>
<p>2461 der innere bergwald der sprache</p>
<p>2462 ein radiophoner laokoon</p>
<p>2463 willenbesitzer in gritzing</p>
<p>2465 im gebrauch des wilden mitleids</p>
<p>2468 the kellner of no return</p>
<p>2469 die kolonne der zahlungswilligen</p>
<p>2471 the awful daring of a moment’s surrender</p>
<p>2474 die welt im sinne des weltmanns</p>
<p>2475 theater der diskretion</p>
<p>2479 vandalisierter schlaf</p>
<p>2480 aus dem lehm meiner waden</p>
<p>2482 decere &#8211; be fitting?</p>
<p>2483 der rosafarbene anteil am schwarz</p>
<p>2484 a gently roar</p>
<p>2485 dein zuinnerstes lüneburg</p>
<p>2488 einem damenmedaillon ähnliche flimmerlarve (planula)</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Auch wenn uns ein &#8220;erneuerter widerstand gegen das aufhören&#8221; ( Rinck- Begriff 2472 ) befällt , harrt der &#8220;Klangapparat&#8221; nun keines weiteren Wartens . Und zwar geben wir heute nur in|ad|ae|qu|ate Kostproben aus den aktuellen Werkstätten der musikalischen &#8220;young hopefuls&#8221; <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/05/czz-hoerempfehlung-226.jpg" alt="czz hörempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />vergangener Jahre . Was nach einem paradimatischen Album wie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neon_Golden">Neon Golden</a>&#8221; ( 2002 ) überhaupt noch möglich wäre , hat die <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~E108C58B266404C96B3B44499E13F6E36~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kritiker</a> womöglich mehr beschäftigt als die Weilheimer Band <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Notwist">The Notwist</a> ( <a href="http://www.notwist.com/">home</a> ) . Mit &#8220;<a href="http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/n/notwist/the_devil_you_me/index.htm">The Devil, You + Me</a>&#8221; geht es jetzt doch weiter : Und zwar mit heftigen Gitarren , wie derzeit auf der <a href="http://www.myspace.com/notwistchemicals">MySpace- Seite</a> der Band zu hören . Ob da bei Live- Gigs von der schmalen Singstimme Markus Achers überhaupt noch etwas zu hören sein wird , wird sich weisen . -</p>
<p align="right">Auch &#8220;<a href="http://www.skug.at/index.php?Art_ID=2483">Rettet die Wale</a>&#8221; ( 2004 ) , das Solo- Debüt der Wiener Sängerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_(Band)">Eva Jantschitsch aka Gustav</a> , ist bereits ein Weilchen her . <em>Four years after</em> kündigt sich das Nachfolgealbum &#8220;<a href="http://www.now-on.at/kritiken.artikel.php?artikel=2520">Verlass die Stadt</a>&#8221; an . Den Titeltrack &#8220;<a href="http://gustav.sonance.net/verlass_alternative.mp3">Verlass die Stadt</a>&#8221; mag man dieser Tage nicht nur in der Echtwelt draussen beherzigen , sondern sich auf <a href="http://gustav.sonance.net/">Gustavs Heimseite</a> per <a href="http://gustav.sonance.net/verlass_alternative.mp3">MP3</a> anhören oder in einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3h8OeHCWRgY">Video- Live- Fassung</a> besehen . <strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		<title>Audiokultur &#8211; aktuelle Artikel</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 03:10:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[DIE SCHÖNE NEUE WELT DES HÖRENS : SO UNÜBERSEHBAR WIE UNÜBERSICHTLICH – AUDIOITERATUR AUF ALLEN KANÄLEN Wo in den neunziger Jahren beim Rundfunk noch massiv Wortproduktionen abgebaut wurden , boomt heute eine neue Hörkultur . Zwischen Radiosendern und Audioverlagen ist Kooperation angesagt NZZ , 12. 3. 2007 &#8211; Christiane Zintzen Viel war während der vergangenen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE SCHÖNE NEUE WELT DES HÖRENS : SO UNÜBERSEHBAR WIE UNÜBERSICHTLICH – AUDIOITERATUR AUF ALLEN KANÄLEN</p>
<p><em>Wo in den neunziger Jahren beim Rundfunk noch massiv Wortproduktionen abgebaut wurden , boomt heute eine neue Hörkultur . Zwischen Radiosendern und Audioverlagen ist Kooperation angesagt</em></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_schoene_neue_welt_des_hoerens_1.687518.html">NZZ , 12. 3. 2007</a> &#8211; Christiane Zintzen</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/rca-his-masters-voice-original-photo.jpg" style="width: 191px; height: 135px" alt="RCA his masters voice original photo" align="left" height="152" hspace="2" vspace="2" width="231" />Viel war während der vergangenen Jahre von der «<a href="http://www.zintzen.org/2007/06/18/radio-cover/">Konjunktur</a>» , ja gar von einer «<a href="http://www.zintzen.org/2007/06/15/come-back-mit-listen/">Renaissance des Hörens</a>» die Rede . Die Trend-Rhetorik inspirierte sich an den Wachstumsraten des Hörbuchmarktes , den Zugriffsziffern der Downloadportale und den Selbstdarstellungen der Radiosender . Der Existenzkampf der Anbieter in der Konkurrenz von Kanälen , Medien und Streams verursacht eine PR-Kakofonie , welche allerdings eher dazu beiträgt , den Endverbraucher , Kunden und User zu verunsichern und zu verwirren .</p>
<p>Dieser gute alte Hörer mag über das Spektakel heiteren Geistes hinwegsehen . Mit einer Backlist von 20 000 Titeln und 2000 jährlichen Novitäten mutet der Hörbuch- Berg womöglich unüberwindlich an , doch hat man ja auch mit einem Vielfachen an Buchneuerscheinungen zu leben gelernt . Zudem bremste die Wachstumsrate der «Warengruppe Hörbuch» <a href="http://www.boersenblatt.net/180518/">im Jahr 2007 mit nur 2,6 Prozent</a> erstmals deutlich aus bisher zweistelligen Höhen ( 2006 : 17,4 Prozent , 2005 : 14,1 Prozent ) auf einen kargen Wert ab . Ob dies der Branche , die allzu rasch expandiert hat , Ansporn sein könnte , sich auf Basisqualitäten in der – oft klanglich wie editorisch mangelhaften – Produktion zu besinnen , ist fraglich .</p>
<p>MAGAZINE , LISTEN , PORTALE , PREISE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/rca-his-masters-voice-label.jpg" style="width: 131px; height: 132px" alt="RCA his masters voice label" align="left" height="228" hspace="2" vspace="2" width="225" />Bekannt ist , dass es starken Nachholbedarf in der Ausbildung von Buchhändlern gibt . Spezialseminare und Fachtreffen bringen Endverkäufern die neue Materie näher , wobei nicht selten grosse Anbieter als Sponsoren auftreten . Die <a href="http://www.leipzig-liest.de/index.php?page=1">Leipziger Buchmesse</a> offeriert einen «Crashkurs : Hörbücher besser verkaufen» , der <a href="http://www.boersenverein.de/sixcms/detail.php?id=64556">Arbeitskreis Hörbuchverlage</a> organisiert «Hörbuch backstage : Wie ein qualitativ hochwertiges Hörbuch entsteht» . Was überhaupt unter «Qualität von Hörbüchern» zu verstehen wäre , will das seit Mai 2007 sechs Mal pro Jahr in hochglänzender Aufmachung erscheinende Zielgruppenmagazin «<a href="http://www.hoerbuecher-magazin.de/index.php?link=2">HörBücher</a> » erörtern .</p>
<p>Das betont «unabhängige» Magazin bietet nur eine Option zur Orientierung im Dickicht der Novitäten . Webportale wie «<a href="http://www.hoerothek.de/">Die Hörothek</a>» schaffen breiten Überblick . Preise und Auszeichnungen lenken die Aufmerksamkeit auf herausragende Titel . Publikumspreise des Buchhandels ( <a href="http://www.hoerkules.de/">«Hörkules» , «Hörkulino»</a> ) formulieren Verbrauchervoten zusätzlich zu den Daten der Bestsellerlisten . Eher den traditionellen Qualitätsstandards öffentlichrechtlicher Wortproduktion entsprechen die Empfehlungen der monatlichen <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">HR-2-Bestenliste</a> . Deren Fachjuroren küren zusätzlich ein «<a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730&amp;key=standard_document_33486788">Hörbuch des Jahres</a>» . Diesmal wurde für eine exzellent komplexe Produktion optiert : <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Bruckmaier">Karl Bruckmaiers</a> vielschichtige Lese-Inszenierung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Weiss">Peter Weiss&#8217; </a> «<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/asthetik-des-widerstandes/">Ästhetik des Widerstandes</a>» errang darüber hinaus und wenig später den &#8220;<a href="http://www.deutscherhoerbuchpreis.de/2008_besonderesbuch.html">Deutschen Hörbuchpreis</a>&#8221; ( <a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/hoerspiel/kalender/klassiker/02746/index.shtml">BR</a> / <a href="http://www.hoerverlag.dehttp://www.hoerverlag.de/suche.php?isbn=978-3-86717-014-7&amp;searchtype=autor&amp;searchterm=weiss">DHV</a> ) .</p>
<p>RADIO UND HÖRBUCH</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/rca-his-masters-voice-original-photo.jpg" style="width: 191px; height: 135px" alt="RCA his masters voice original photo" align="left" height="152" hspace="2" vspace="2" width="231" />Populismus ist solchen Entscheiden nicht anzukreiden . Vielmehr verweisen sie auf die traditionell hohe Kultur von «Wort-» und Hörspielproduktionen der öffentlichrechtlichen Anstalten . Das Verhältnis zwischen Hörbuchverlagen und Sendern ist – nach anfänglicher Verunsicherung – mittlerweile in den Hafen produktiver Wechselseitigkeit eingelaufen . Als die Hörbuchverlage Mitte der neunziger Jahre von der knarzenden Kassette auf die praktikable CD umstiegen und der Audiomarkt schnell an Terrain gewann , war in den Funkhäusern gerade Sparzwang angesagt . <a href="http://www.frank-schaetzlein.de/texte/dudelfunk.htm">Formatradio</a> und private Konkurrenz schienen die Reduktion des gesprochenen Wortes nahezulegen .</p>
<p>Da kam die Hausse des Hörbuchs gerade recht , um augenfällig den Wunsch eines ( sogar zahlenden ! ) Publikums nach akustischer Sprachware aufzuzeigen . Häuser wie der 1993 in Kooperation mit prominenten belletristischen Qualitätsverlagen ( Suhrkamp , Hanser , Rowohlt ) gegründete <a href="http://www.hoerverlag.de/">Hörverlag</a> ( DHV ) boten sich den Radiostationen zur Aufbereitung von Archivalien und zum Vertrieb von Wortproduktionen auf CDs an . Inzwischen spielen die CD- Verlage nicht nur eine wichtige Rolle bei der Wieder- und Weiterverwertung hochwertiger Lesungen und Hörspiele , sondern ermöglichen durch Kooperationsmodelle sogar Radiowerke , welche die Sender im Alleingang weder finanziell noch ästhetisch gewagt hätten .</p>
<p>BRANDING UND MERCHANDISING</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/rca-his-masters-voice-label.jpg" style="width: 131px; height: 132px" alt="RCA his masters voice label" align="left" height="228" hspace="2" vspace="2" width="225" />Die in die Dürregebiete von Randsendezeiten und «low budget» gescheuchte Hörfunksparte «Wort» fand zu neuem Selbstbewusstsein . Die Sender-Logos von BR, HR , WDR , SWR , Deutschlandradio Kultur , NDR und DRS haben sich als Markenzeichen für Qualität etabliert . Akustische Sonderreihen von Zeitschriften wie «Der Spiegel» ( <a href="http://www.der-audio-verlag.de/">Audio-Verlag</a> ) verleihen den betreffenden CD-Editionen ein gewisses Image , garantieren Marketing und sind als Multimedia- Erweiterungen des Print- Geschäftes willkommen . In legendären Sphären schwebt der Erfolg der Hörbuchreihen des reichweitenstärksten Frauenmagazins : Von den insgesamt 24 Titeln der zwei «Brigitte»-Staffeln «<a href="http://www.randomhouse.de//webarticle/webarticle.jsp?aid=9382">Starke Stimmen</a>» ( <a href="http://www.randomhouse.de/booksandmore/hoerbuecher.jsp?men=365">Random House Audio</a> ) wurden pro Titel durchschnittlich 100 000 Stück verkauft . «Petra» zog im Frühjahr 2007 mit von «<a href="http://www.petra-scharfestimmen.de/">Scharfen Stimmen</a>» gelesenen Erotika nach ( <a href="http://www.hoffmann-und-campe.de/go/hoerbuecher">Hoffmann und Campe</a> ) , «<a href="http://www.randomhouse.de/book_new/edition.jsp?edi=242612">Geo</a>» und «<a href="http://www.randomhouse.de/author_new/author.jsp?per=164875">Geolino</a> » kooperieren seit 2007 in je zwölfteiligen Reihen ( «Abenteuerliteratur» ) mit Random House Audio . Freilich entsprechen längst nicht alle dieser Cross- Marketing- Produkte dem guten Ruf , den sie eigentlich befördern sollten .</p>
<p>MARKTMACHT , REAL</p>
<p>Solche Schnelldreher suchen und finden ihren profitablen Markt jenseits der Empfehlungslisten und der Kritik . Gleiches gilt für das Gros der auditiven Krimi- , Ratgeber- und Konsumliteratur aus Häusern wie <a href="http://www.luebbe-audio.de/">Lübbe- Audio</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radioropa">Radioropa</a> . Auch die 6000 deutschsprachigen Hörbücher des Marktführers unter den digitalen Portalen , <a href="http://www.audible.de/adde/store/welcome.jsp">Audible.de</a> , illustrieren das Auseinanderklaffen von realem Markt und dem schmalen Segment der in der publizistischen Öffentlichkeit präsenten Titel . Ganz zu schweigen von der Gratisware , die im Netz abzurufen ist . Enthusiasten wie die Macher von <a href="http://www.vorleser.net/">Vorleser.net</a> oder <a href="http://www.vorleser.net/">Mindcrushers.de</a> haben es auf diese «freie» Weise auch zu professionellen Aufträgen gebracht . Gleichzeitig stellen auch Verlage wie <a href="http://www.argon-verlag.de/extras_gewinnspiel.php">Argon</a> und <a href="http://www.randomhouse.de/book_new/excerptlist.jsp?zone=3">Random House Audio</a> Gratisdownloads als «Teaser» ins Netz : Wer sich auf diesem Wege erstmals durch das Genre «Hörbuch» fesseln lässt , könnte dereinst bereit sein , auch gutes Geld dafür auszugeben .</p>
<p>RADIOVIELFALT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/rca-his-masters-voice-original-photo.jpg" style="width: 191px; height: 135px" alt="RCA his masters voice original photo" align="left" height="152" hspace="2" vspace="2" width="231" />Dem Zug der Zeit in Richtung Netz und zur nutzerdefinierten Auswahl von Inhalten mögen sich auch die öffentlichrechtlichen Sender nicht verschliessen . Abonnierbare Podcasts stellen bevorzugte Sendungen ausserhalb der Sendezeiten zur Disposition . Hörspiele können – freilich bei reduzierter Klangqualität – noch eine gewisse Zeit nach der Sendung im Netz abgehört werden , wobei auch Live- Streams von ARD- Hörspielen möglich sind . Dabei helfen die ausgezeichneten Programmlisten bei <a href="http://www.bluetenleser.de/">Blütenleser.de</a> . Auch die unentbehrliche Datenbank «<a href="http://www.hoerdat.in-berlin.de/index.html">Hördat</a>» lässt sich nach Wochenprogrammen abfragen : Sie listet für die Woche vom 10. bis 16. 3. nicht weniger als 53 Hörspiele bei ARD , DRS und ORF .</p>
<p>Eine schöne neue Welt des Hörens also ? – Für den Konsumenten , User , Hörer stimmt dies gewiss . Dabei gerät leicht aus dem Blick , dass all die , welche als Autoren , Sprecher und Regisseure am Zustandekommen dieser Vielfalt mitwirken , oft unter finanziell und rechtlich prekären Umständen werken . So mag man es als Signal nehmen , dass sich freie Radioregisseure vorigen Dezember in einem <a href="http://www.hoerspiel.com/Aktuell/Hoerspiel/Verband-Hoerspiel-Regisseure-VdHR">Verband</a> ( <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspielkalender/708853/">VdHR</a> ) versammelt haben , um ihre «Interessen in künstlerischer , perspektivischer und wirtschaftlicher Hinsicht» zu wahren . Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Adler">Walter Adler</a> und <a href="http://www.br-online.de/inhalt/wir_ueber_uns/pressestelle/hoerspiel/2007/00203/">Leonhard Koppelmann</a> als Initiatoren sind keineswegs ewig Zukurzgekommene am skeptischen Wort , sondern zwei prominente Hörspielregisseure . <strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Eine echt elegante EP trägt Lady <a href="http://www.auflegware.de/auflegware/artists/anneke-laurent.html">Annèke Laurent</a> ( <a href="http://www.myspace.com/annekelaurent">MySpace</a> ) über die Labelnennung <a href="http://www.auflegware.de/auflegware/cms/front_content.php">auflegware</a> in den hörmöglichen Frühling : Tief schwingend , <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/03/czz-hoerempfehlung-192.jpg" alt="czz hörempfehlung" align="right" height="42" hspace="2" vspace="2" width="71" />würden wir mal sagen , mit minimaler Phrasierung im Kontrast zu fast schon funky gesetzten Akzenten . Auch Blues- Reminszenzen steh&#8217;n der Berlinerin nur all zu gut . Die feinen Seiden von e- Piano- Klängen federn , ja : und auch die dezente Latino- Posaune wird uns jetzt in|ad|ae|qu|at <em>nicht</em> dazu bringen , Alles über &#8220;<a href="http://www.auflegware.de/auflegware/releases/alw016.html">The Hip Back</a>&#8221; auszuplaudern . &#8211; CLICK TRACKS TO LISTEN :  01. <a href="http://ia341037.us.archive.org/1/items/Auflegware016/1.AnnekeLaurent-Touken_TheHipBack_EP_alw016.mp3">Touken</a> ( 05:16 ) | 02. <a href="http://ia341037.us.archive.org/1/items/Auflegware016/2.AnnekeLaurent-MyJacketcoffemamas_TheHipBack_EP_alw016.mp3">My Jacket ( coffemamas )</a> ( 6:12 ) | 03. <a href="http://ia341037.us.archive.org/1/items/Auflegware016/3.AnnekeLaurent-TheHipBack_TheHipBack_EP_alw016.mp3">The Hip back</a> ( 4:00 ) <strong>|||</strong></p>
<p>SIEHE AUCH</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/asthetik-des-widerstandes/">Der Rhythmus des Widerstandes .</a> Mehr Sprachoper als Hörspiel &#8211; Peter Weiss&#8217; opus magnum in gelungener CD- Edition ( NZZ , 1. 6. 2007 ) <strong>|||</strong></p>
<p>REZENTE REZENSIONEN</p>
<p><font color="black"><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/roth-doderer-kakaknien-elegisch-bis-szenisch/">Roth , Doderer : Kakaknien &#8211; elegisch bis szenisch</a> ( NZZ , 7. 3. 2008 )<br />
<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/gunter-eichs-traume-bose-horbilder/">Günter Eichs “Träume”: Böse Hörbilder</a> ( NZZ , 7. 3. 2008 )<br />
<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/werner-braunigs-rummelplatz-nach-40-jahren/">Werner Bräunigs “Rummelplatz” &#8211; Nach 40 Jahren</a> ( NZZ , 7. 3. 2008 ) <strong>|||</strong></font></p>

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		<title>Radius : Radio</title>
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		<pubDate>Thu, 31 May 2007 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; ANJA UTLER IM ORF- STUDIO &#124; SCHORSCH KAMERUN IM INTERVIEW &#124; LAST.FM AUFGEKAUFT &#8211; ARD RADIO DAY &#8220;LET&#8217;S GET LOUD&#8221; &#124; RELATED Viel Spott und Hohn hat es ertragen , das gute alte Radio . Aber auch das ist dem Kasten sozusagen beim rechten Ende der Senderskala hinein- und beim dessen linkem Ende hinaus...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> ANJA UTLER IM ORF- STUDIO |  SCHORSCH KAMERUN IM INTERVIEW | LAST.FM AUFGEKAUFT &#8211; ARD RADIO DAY &#8220;LET&#8217;S GET LOUD&#8221; | RELATED</p>
<p>Viel Spott und Hohn hat es ertragen , das gute alte Radio . Aber auch das ist dem Kasten sozusagen beim rechten Ende der Senderskala hinein- und beim dessen linkem Ende hinaus gegangen . In|ad|ae|qu|at  geht heute mit ein paar Impressionen akuter Radio Days auf Sendung . Und zwar</p>
<ol>
<li>pro und ex domo der aktuellen <a href="http://www.kunstradio.at/">Kunstradio</a>- Produktion</li>
<li>über den <em>Hörspielpreis der Kriegsblinden</em> an Schorch Kamerun ( mit Interview und Nebenszenen ) sowie</li>
<li>mit Vermischtem .</li>
</ol>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ANJA UTLER IM ORF- STUDIO</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2007/05/studio04-a-tuere-mini.jpg" alt="Studio04 A Türe mini" hspace="2" vspace="2" width="90" height="108" align="left" /></p>
<p>Im grossen Hörspielstudio und dem legendären RP4 ( RP steht für Regieplatz ) geht heute die <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26269.html">Literatur als Radiokunst</a>- Produktion mit Anja Utler in ihren dritten und finalen Tag . Eben vom Berliner Festival der Jungen Literatur wieder in Wien , rückt die eben <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26269.html">für ihren Band &#8220;brinnen&#8221; heftig akklamierte Autorin</a> mit einer frappierend feinkomponerten Partitur in das tageslichtlose Studio-Submarine ein ::: &#8220;suchrufen, taub&#8221; &#8211; ein S.O.S. der anstrandenden , rückgeworfenen und erneut einanader überlagernden Silben . Wellen in Brechungen , Phänomen der Phoneme , unbekümmert über Wort-, Satz- und Sprachgrenzen hinweg mit stupender Artikulations- Kunst angestimmt .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2007/05/anja-studio-totale-02-1.jpg" alt="Anja Studio totale 02" hspace="2" vspace="2" width="225" height="180" align="left" />Die Haupt- und Uhrmacher- Arbeit besteht nun im genauen Schnitt , der sorglichen Anlage und Aufspreizung in Spuren , welche sich logisch und arbeits- organisch in die 5.1- Surround- Kanäle splitten . Der schalltote Raum fern der Lärm- Welt und am letzten Ende des legendären Kafka- Ganges gelegen macht&#8217;s möglich ::: Wie gesagt , Radio Days at their very best . Zu hören ist ( wie bereits vermeldet ) diese Arbeit ín Vergemeinschaftung mit <a href="http://www.zintzen.org/tag/ann-cotten">Ann Cottens</a> kunstvoll ungefügem Klang- Diagramm eines ebenso poetischen wie profanen ( alkoholischen ?) Absturzes dann <a href="http://kunstradio.at/2007B/08_07_07.html#2">am 8. Juli</a> sein : Stereo On Air und online , parallel in Surround <a href="http://oe1.orf.at/highlights/30447.html">via OE1DD</a>.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SCHORSCH KAMERUN IM INTERVIEW</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2007/05/studio04-a-tuere-mini.jpg" alt="Studio04 A Türe mini" hspace="2" vspace="2" width="90" height="108" align="left" />Wie aber die Zeit bis diesem Sendetermin radiophon relevant verbringen ? &#8211; Da wäre Einerseits zu nennen das Zeremoniell der Verleihung [[ ? warum eigentlich "Verleihung" ?? &gt; Man gibt den Preis ja nicht mehr zurück ?? ]] , also der Üb- ber- rei- chung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rspielpreis_der_Kriegsblinden">Hörspielpreises der Kriegsblinden</a> an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schorsch_Kamerun">Schorsch Kamerun</a> an 4. Juni . <a href="http://www.wdr.de/themen/kultur/rundfunk/hoerspielpreis_2007/index.jhtml">Ein Menschenbild, das in seiner Summe null ergibt</a> heisst die WDR- Produktion , wobei Text, Regie , Musik und Sounds selbstredend aus einer Quelle fliessen ::: Kamerun &amp; Friends .</p>
<p>Ein wenig sonderbar muss es da schon anmuten, wenn ein Werk , welches erfreulich wenig pathetisch durch die Pathologie des Alltagslebens von Prekariatlern , Praktikanten und sonst durch die Polymorphen Perversionen der Post- Post- Post- Moderne Perforierter ausgerechnet im ( gesellschafts- ) politischen Miseren- Quell- Gebiet &#8211; im Plenarsaal des Bundesrates zu Berlin &#8211; zelebriert wird .</p>
<p>Was sagt die <a href="http://www.filmstiftung.de/index.php?we_objectID=2459">&#8220;Entschliessung der Jury&#8221;</a>?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Kamerun zeichnet das bestürzende Porträt einer Generation, die zwischen Mediengeschwätz, Lifestylemode und Kaufwelt, zwischen verordneter Wahlfreiheit und allgemeiner Beliebigkeit keine Chance auf ein originales Leben, auf authentische Wünsche hat. Kameruns Menschen, leben in einer indirekten Welt, zugeschüttet mit einem Übermaß an Null-Information. Sprechen sie, zitieren sie? Ist das Plattheit oder Ironie? Und wo sind wir überhaupt? In der Wirklichkeit, im Fernsehen, in einer Talkshow, im Gespräch, in der Satire? Kamerun lässt das offen, lässt das Publikum teilhaben an der Desorientierung seiner Figuren.<br />
Sie drehen sich im Kreis, zwischen Praktika und Projekten, zwischen Leerlauf und Wiederholung. Dazwischen leuchtet wilde Wut auf, ohnmächtige Angst, ziellose Sehnsucht. Protest wird nicht gehört, geht unter im allgemeinen Medienbrei. Hoffnung findet nur vorgefertigte Wege. In bruchstückhaften Zitaten wird an eine Zeit erinnert, in der Aufklärung und Kunst Werte vorgaben. Heute ist Verweigerung der höchste Wert. Und von den Gedanken der Aufklärung bleibt die Erkenntnis, dass man einen Gedanken eben nicht zu Ende denken kann.<br />
Kamerun inszeniert das mit bestem Gebrauch radiophoner Mittel. Musik und Atmosphäre geben das Thema vor, ein auswegloses Kreisen in Wiederholungen, mit winzigsten Variationen,mit seltenen Ausbrüchen von intensiver Heftigkeit. In Sprache und Musik sind sehr sorgfältig Kontraste montiert, die sich gegenseitig mattsetzen. Er arbeitet mit Groteske und Komik &#8211; aber wenn man lacht, ist man zugleich tief entsetzt.<br />
Dieses irritierende Stück Gesellschaftskritik überzeugte in der Radikalität der Aussage und dem souveränen Gebrauch des Mediums Radio.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2007/05/studio04-a-tuere-mini.jpg" alt="Studio04 A Türe mini" hspace="2" vspace="2" width="90" height="108" align="left" />Wie sagte Adorno ::: Es gäbe kein richtiges Leben im Falschen .</p>
<p>Was sagt der Autor ? &#8211; Ein in|ad|ae|qu||ates Mail- Interview .</p>
<p>czz : Wie bereits in &#8220;Eisstadt&#8221; arbeitet das neue Stück mit Dialogen und Liedern, in verschiedenen Stimmen und Stimmungen über aussichtslose Arbeit, Krankheit, Einsamkeit, dabei moderiert ein flotter MC. Handelt es sich hier um eine Art tragikomische Gesellschafts- Operette ?</p>
<p><span style="color: #ff8080;"><span style="color: #ff8000;"><strong>Kamerun </strong>: Ich nenne das eher Überprüfungsrevue. In diesem Fall geht es mir in erster Linie um eine Dokumentation im grellen Prekären. Revue ist die Art der Patchwork- Aufstellung. Ich wollte ich auschliesslich eine &#8211; wenn auch zum Teil überzeichnete &#8211; Aneinanderreihung von Wirklichkeitsbrocken. Wo allerdings Inszenierung und Realität immer ineinander verschwimmen</span>.</span></p>
<p>czz : Eine Show der Shows , Entstellung von TV- Freak und Talk- Shows ? <span style="color: #ff8000;"></span></p>
<p><span style="color: #ff8080;"><span style="color: #ff8000;"><strong>Kamerun </strong></span></span><span style="color: #ff8000;">: Ich würde insofern zustimmen das &#8220;Freak&#8221; nun mal Wirklichkeit und gut verkaufbarer Warenwille ist.</span></p>
<p>czz : Das Grelle des Unterhaltungs- Spektakels steht im Kontrast zu den grimmigen Inhalten. Verzweiflung, Krankheit und Tod werden scheinbar leichthin gemixt und touchiert, so dass die Beklemmung dem Hörer eher an die Gurgel geht denn auf dessen Tränendrüsen drückt.</p>
<p><span style="color: #ff8080;"><span style="color: #ff8000;"><strong>Kamerun </strong></span></span><span style="color: #ff8000;">: Ich glaube, das ist auch Glückssache im jeweiligen Zugriff. Ich interessiere mich gleichzeitig für Theorie, Germany&#8217;s Next Topmodel und liebe obendrein Thomas Bernhard. am selben tag. Das ist keine verdeckte Koketterie sondern eine Fortführung meiner gewundenen Sozialisation.</span></p>
<p>czz : Bei Bernhard gibt es ja auch &#8220;Vrai-Faux&#8221;: &#8220;Das Natürlichste ist immer auch das Künstlichste&#8221;. Und das scheinbar Artifiziellste &#8211; diesmal mit Elfriede Jelinek gesprochen &#8211; ist das &#8220;natürlich&#8221; übel Übliche ?</p>
<p><span style="color: #ff8080;"><span style="color: #ff8000;"><strong>Kamerun </strong></span></span><span style="color: #ff8000;">: Das ja herrlich. Das ist genau der Punkt der mich jeden tag zum unsicheren, zweifelnden und manchmal auch erkennenden Aufschreiber macht. Ich versuche halt den absoluten Widerspruch als Schneekönigin auszuhalten.</span></p>
<p>czz : Schreiben Sie das Skript voll durch oder lassen Sie Ihre &#8220;Mitspieler&#8221; über bestimmte Themen improvisieren ? &#8211; Im Broadcast- Magazin CUT gab es ein Mini- Interview mit Ihnen, wo von &#8220;O-Tönen&#8221; die Rede war. Was verstehen Sie unter &#8220;O-Tonen&#8221; ? &#8211; Das gecoachte Team im Studio in relativ freier Rede ? &#8211; Sie werden ja nicht mit dem Recorder draussen in der Welt herumgestapft sein und dort irgendwelche Menschen spontan nach ihren Seelenlagen befragt haben ?</p>
<p><span style="color: #ff8080;"><span style="color: #ff8000;"><strong>Kamerun </strong></span></span><span style="color: #ff8000;">: Ich beschäftige mich mit einem zentralen Thema und dann fange ich an mit einer Gruppe darüber zu sprechen. Das klappt ja luxuriöser Weise im Theater ganz gut. Ich versuche immer über das Kollektiv zu einer Schnittmenge zu gelangen, wobei ich meine Mitspieler Innen zur Improvisation ermutige. Mich selber im Übrigen auch immer wieder aufs Neue. Ich mag neue Felder. Manchmal geht dieses Bemühen auch zu schnell und ich bin noch nicht sicher genug auf einem Gebiet. Aber das ist ja eh das Verlangen der aktuellen Umgebung.</span></p>
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<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2007/05/studio04-a-tuere-mini.jpg" alt="Studio04 A Türe mini" hspace="2" vspace="2" width="90" height="108" align="left" />Nach der eher ungünstigen ( <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=114">Nachtkritik</a> ) bis hämischen Aufnahme ( <a href="http://www.taz.de/dx/2007/04/20/a0167.1/text">taz</a> ) von Kameruns Inszenierung <a href="http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/der_kleine_muck_ganz_unten/">&#8220;Der kleine Muck ganz unten&#8221; an der Volksbühne Berlin</a> bemühte sich die taz auf die Nachricht vom Grossen Preis hin um <a href="http://www.taz.de/dx/2007/04/25/a0053.1/text">Wiedergutmachung durch ein versöhnliches Portrait</a> . &#8211; - &#8211; Immerhin ist fest zu halten , dass sich Kameruns &#8220;Menschenbild&#8221; bei der Schluss- Auswahl zum Hörspielpreis gegen zwei Koppelmann- Inszenierungen sowie zwei Radio- / Hörbuch- Parallel- Releases <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspielkalender/617967/">behauptete</a> ::: Hans Magnus Enzensberger: <a href="http://www.hoerverlag.de/3-89940-925-6.php">Josefine und ich</a> (Leonhard Koppelmann, HR 2006 + Hörbuch, Der Hörverlag November 2006) , Sascha Stanisic: <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=217178">Wie der Soldat das Grammophon repariert</a> (Leonhard Koppelmann, BR 2006 + Random House Audio August 2006) sowie Matthias Baxmanns <a href="http://www.ard.de/radio/hoerspieltage/ard-online-award/entweder-ich-bin-irr-oder-die-welt/-/id=456888/nid=456888/did=456362/1h1cvd2/index.html">Entweder bin ich irr oder die Welt, nach Texten von Einar Schleef</a> (Ulrich Lampen, SWR / WDR 2006 &#8211; immerhin gleich doppelt nominiert für den ARD- Online- sowie für für den ARD- Hörspielpreis .</p>
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<p>LAST.FM AUFGEKAUFT &#8211; ARD RADIO DAY &#8220;LET&#8217;S GET LOUD&#8221;</p>
<p>Was wir nach alledem nun davon halten sollen, dass der <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/6701863.stm">CBS- Konzern Last.fm um 280 Millionen Dollar</a> aufgekauft hat und die ARD ihren <a href="http://www.radioday.de/opencms/radioday/de/admin/index.html">Radio Day am 13. Juni</a> mit dem treudeutschen Motto <em>Let&#8217;s get Loud !</em> versieht , bleibe jetzt einmal dahingestellt. Inadäquat hät es da eher mit dem PR- mässig leicht kippgefährdeten Nebentitel dieser Veranstaltung :</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Radio: macht an .</em></p>
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<p>RELATED</p>
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<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/03/03/surround-auditorium-literatur-als-radiokunst-2007-im-literarischen-quartier/">Surround- Auditorium : “Literatur als Radiokunst 2007″ im Literarischen Quartier</a> ( in|ad|ae|qu|at , 3, 3, 2008 )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/_literatur-als-radiokunst-1999-2007_/">LITERATUR ALS RADIOKUNST 1999 &#8211; 2008</a> ( in|ad|ae|qu|at page )</li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/schorsc-kamerun-horspielpreis-der-kriegsblinden/">Manifest gegen soziale Betriebsblindheit &#8211; Hörspielpreis der Kriegsblinden an Schorsch Kamerun</a> ( NZZ , in|ad|ae|quat )</li>
</ul>
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