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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Lesung</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 07:10:25 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[23496]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p>STRINDBERG : SZENEN EINER EHE | TOMAS TRANSTRÖMER : NOBELPREIS FÜR POESIE | HÖLDERLIN : HÄLFTE DES LEBENS</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="right"><em><a href="http://www.zintzen.org/echt-welt-texte/">echt welt texte</a></em></p>
<p>STRINDBERG : SZENEN EINER EHE</p>
<p><strong>NZZ , 3. 2. 2012</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/02/czz_audio_aktuell_black-7.png" alt="czz audio aktuell black" width="128" height="128" align="left" hspace="2" vspace="2" />czz &#8211; Emphatische Emotion, Emanzipation der Frau, &#8220;Kampf der Geschlechter&#8221;: In welchem Mass um 1900 die Liebe ins Wanken geriet und die Institution der Ehe ins Räderwerk neuer Illusionen, verdeutlicht die ebenso kurze wie dramatische Ehe zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/August_Strindberg">August Strindberg</a> und der um 24 Jahre jüngeren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frida_Strindberg-Uhl">Frida Uhl</a>. Die hochbegabte und -gebildete Frida, Tochter des liberalen Chefredakteurs der &#8220;Wiener Zeitung&#8221;, war auf dem besten Wege, sich einen Namen als Feuilletonistin und Literaturkorrespondentin zu machen, als sie Anfang 1893 den aus Stockholm nach Berlin übersiedelten August Strindberg traf und für sich gewann.</p>
<p>Der Briefwechsel, welcher sich schon während der Zeit des Werbens zwischen den beiden entspann, dokumentiert bis ins Kleinste, wie die Beziehung aus der hochmütigen Freizügigkeit der Bohème in tiefste Niederungen kleinlichen Ehestreits stürzte. Keine Beleidigung ersparte man einander, um dann in Dutzenden von jähen Wendungen doch immer wieder neu an die Hoffnung einer Liebe zu glauben. De facto währte die 1893 geschlossene und 1897 offiziell geschiedene Ehe zwei knappe Jahre, ehe man nach kurzem Eintauchen in das intensive literarische Leben von Paris für immer auseinander ging.</p>
<p>Zu kontrovers prallten die &#8211; durchaus wechselnden &#8211; Ideen des meist getrennt lebenden Paares aufeinander. Während der von Alimentpflichten getriebene August für ein bescheidenes Leben in der österreichischen Provinz eintrat, stand der Sinn der dem engen Horizont der Mutterschaft entrinnen wollenden Frida nach dem geistig aufreizenden Klima der Grossstadt &#8230; wenn es nicht gerade einmal wieder umgekehrt war. Im regen Stimmwechsel der Lesung vernehmen wir Szenen einer Ehe auf dem Kampfplatz der Sprache: eine Katastrophe in Nahaufnahme.</p>
<ul>
<li>
<div>August Strindberg, Frida Uhl: <a href="http://www.kaleidophon-verlag.com/der_abgrund/strindberg_uhl_info.html">Der Abgrund, der uns verschlang</a>, 2 CD (150 Min.), Kaleidophon Verlag 2011 ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/strindberg-szenen-einer-ehe/">page</a> )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>TOMAS TRANSTRÖMER : NOBELPREIS FÜR POESIE</p>
<p><strong>NZZ , 3. 2. 2012</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/02/czz_audio_aktuell_white-6.png" alt="czz audio aktuell white" width="128" height="128" align="left" hspace="2" vspace="2" />czz &#8211; Seit 1995 der Ire Seamus Heaney und 1996 Die Polin Wislawa Szymborska für ihr lyrisches Werk mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurden, waren 18 Jahre lang keine Lyriker unter den Nominierten, bis 2911 endlich die Wahl auf den seit 1993 als möglichen Kandidaten gehandelten Schweden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tomas_Transtr%C3%B6mer">Tomas Tranströmer</a> fiel.</p>
<p>Tranströmer, Jahrgang 1931, gilt als einer der grossen Stillen im Land, dessen Lyrik sich geduldig ihre oft kühnen Bilder sucht und die ihren Rahmen in äusserster Verknappung findet. Wie fern Tranströmer jedwedem Preziösen und der poetischen Selbstinszenierung stand, erweist eine Audio-Ausgabe, welche in acht Kapiteln aus den Kindheit berichtet. Es liest der mit Tranströmer gut befreundeten Verleger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kr%C3%BCger_(Schriftsteller)">Michael Krüger</a>, der im Hanser-Verlag seit 1985 die meisten der <a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/autoren/autor.html?id=26358">Texte Tranströmers in der Übersetzung von Hanns Grössel</a> dem deutschsprachigen Publikum nahe brachte.</p>
<p>An die autobiografischen Aufzeichnungen schliessen sich sechs ausgewählte Gedichte organisch an, welche sowohl in schwedischer, vom Autor gelesenen Fassung erklingen als auch in Michael Krügers deutscher Rezitation: Ein hinreissendes akustisches Digest, dessen uneitle Diktion den Hörer sofort für den Dichter einnimmt.</p>
<ul>
<li>
<div>Michael Krüger liest Tomas Tranströmer: <a href="http://hoerbuch-hamburg.de/web/hbhh/classic/buch.html?tn=c370">Die Erinnerungen sehen mich</a>, 2 CD (109 Min.), HörbucHHamburg 2011 ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/tomas-transtroemer-nobelpreis-fur-poesie/">page</a> )</div>
<ul>
<li><a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">hr2 Hörbuchbestenliste Februar 2012</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HÖLDERLIN : HÄLFTE DES LEBENS</p>
<p><strong>NZZ , 3. 2. 2012</strong></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/02/czz_audio_aktuell_black-7.png" alt="czz audio aktuell black" width="128" height="128" align="left" hspace="2" vspace="2" />czz &#8211; Mit 37 Jahren wegen Zerrüttung entmündigt, verlebte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin">Friedrich Hölderlin</a> 36 Jahre als Pflegling einer Familie im Tübinger Turmgemach über dem Neckar. Was den Zeitgenossen unsäglich blieb, schrieb und schreibt sich laufend weiter in die Hochmoderne ein mit unzähligen Vertonungen (Heinz Holliger, Luigi Nono, Georg Friedrich Haas) und Literarisierungen (Friederike Mayröcker, Gerhard Falkner, Beatrix Langner). Letztere ziehen &#8211; meist unter der Sigle des von dem Kranken angenommenen Namens &#8220;Scardanelli&#8221; &#8211; den anwesend abwesenden Geist des Dichters als Projektionsfläche heran für Poetiken des Fragmentarischen und Zustände des Ausser-Sich-Seins.</p>
<p>Hatten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Bergmann">Harald Bergmanns</a> &#8220;Scardanelli&#8221;-Film und das daraus entwickelte <a href="http://www.ecmrecords.com/Catalogue/New_Series/1700/1761.php">Hörstück</a> (NZZ 4. 1. 2006) vermittels Gedichtfragmenten, historischer Zeugnisse und wirkungsvoller Musik das Drama eines sich ver-rückt, entrückt aufbäumenden Geistes inszeniert, legt der 1930 in Hamburg geborene Autor und Biograph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sch%C3%BCnemann">Peter Schünemann</a> seinen Text &#8220;Scardanellis Gedächtnis&#8221; als Gedankenstrom an. Situiert in der dem Tod am 7. Juni 1843 vorausgehenden Nacht, laufen Erinnerungsbilder vor dem inneren Auge des Dichters ab, bruchstückhaft, chronologisch durcheinandergewirbelt, in irisierenden Visionen sich verlierend.</p>
<p>Indem sich Schünemann die Freiheit nimmt, ein gegenwärtiges Idiom diskret mit Zitaten zu durchwirken, erzielt er trotz oder gerade wegen mannigfaltiger Anachronismen eine verdichtete, vexierende Textur. In der weich schmiegsamen Lesart <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Br%C3%BCckner">Christian Brückners</a> erklingt ein Strom kaskadierender Bilder, die &#8211; in Wirbeln kreiselnd, als Gischt aufspritzend, in Brechungen glitzernd &#8211; sich dem Fluss unter dem Turmzimmer anverwandeln: ein poetischer Acheron, in &#8220;heilignüchterner&#8221; Erwartung des letzten Fährmannes Charon.</p>
<ul>
<li>
<div>Christian Brückner liest Peter Schünemann: <a href="http://www.parlandoverlag.de/">Scardanellis Gedächtnis</a>, 2 CD (163 Min.), edition parlando 2011 ( <a href="http://www.zintzen.org/hoelderlin-haelfte-des-lebens/">page</a> )</div>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.deutscher-hoerbuchpreis.de/der-preis/aktuelles/aktuelles/article/christian-brueckner-erhaelt-preis-fuer-sein-lebenswerk.html">Deutscher Hörbuchpreis 2012 | Sonderpreis für Lebenswerk : Christian Brückner</a></div>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>audio aktuell</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 06:30:46 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[23170]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p><strong>|||</strong> ARTHUR SCHNITZLER : EROTISCHE TYPEN UND TOPOI | DÜRRENMATT : WAHNSINN ALS METHODE | KLANGAPPARAT</p>
<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/echt-welt-texte/">| echt welt texte |</a></p>
<p>ARTHUR SCHNITZLER : EROTISCHE TYPEN UND TOPOI</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/czz_audio_aktuell_white-5.png" alt="czz audio aktuell white" width="320" height="320" align="left" hspace="2" vspace="2" />czz &#8211; Fünf prominente Werke versammelt die vom Hörverlag lancierte «Arthur-Schnitzler-Hörspiel-Edition». Anhand der Theaterwerke «Liebelei» und «Reigen» ebenso wie an den für Radio eingerichteten Prosatexten «Frau Berta Garlan», «Fräulein Else» und «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiel_im_Morgengrauen">Spiel im Morgengrauen</a>» lassen sich Schnitzlers deterministische Dramaturgie und die immense Musikalität seiner Sprache trefflich studieren.</p>
<p>Die gesellschaftlichen Befunde des Wiener Arztes und Schriftstellers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schnitzler">Schnitzler</a> basieren weniger auf der einzelnen Figur denn auf der Abbreviatur des Individuums zum «Typus», von der Verführungssituation zum Topos. Am deutlichsten tritt diese Typisierung im «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reigen_(Drama)">Reigen</a>» hervor, in welchem die Protagonisten als Chargen wie «das süsse Mädel», «der junge Herr» oder «die Schauspielerin» der unmittelbaren Befriedigung ihrer Lüste nachjagen.</p>
<p>Aus den knapp einhundert zwischen 1945 und 1995 von deutschsprachigen Radiosendern produzierten Schnitzler-Adaptierungen wurden mit kluger Hand fünf massgebliche Inszenierungen ausgesucht, welche sämtlich aus den fünfziger und sechziger Jahren stammen. Diese Auswahl könnte sich anhand jener Besetzungslisten vollzogen haben, deren Darsteller einerseits das «alte» Burgtheater (Paul Hörbiger, Annie Rosar, Käthe Gold) repräsentieren, anderseits künftige Stars (Oskar Werner, Susi Nicoletti, Peter Weck) in frühen Aufnahmen vorführen.</p>
<p>Da wäre etwa die 1956 für den SWR eingerichtete Tragödie einer Jugendliebe in «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frau_Berta_Garlan">Frau Berta Garlan</a>»: Unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Oph%C3%BCls">Max Ophüls&#8217;</a> Regie gibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Gold">Käthe Gold</a> in der Titelrolle eine naiv Liebende, ehe sie mit Schaudern den Tauschcharakter des erotischen Settings begreift. Besonders grausam mutet dieser Tauschhandel in der fünf Jahre zuvor ebenfalls mit Gold eingespielten Radiofassung der Novelle «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein_Else">Fräulein Else</a>» an (WDR), wo das junge Mädchen zur Begleichung der väterlichen Schulden einem potenziellen Geldgeber um den Bart gehen soll – de facto wird der Tochter die Selbstprostitution im Namen der Familie abverlangt.</p>
<p>Eine genuin radiofone Fassung des Schauspiels «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liebelei">Liebelei</a>» gibt die fulminante Inszenierung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz-G%C3%BCnther_Stamm">Heinz-Günther Stamms</a> (BR, 1952). Neben grossen Stimmen bestechen die in rasantem Tempo angespielten Klangcollagen aus Märschen, Walzern, Wienerliedmotiven, welche in Kombination mit täglichen Schlagzeilen der «Neuen Freien Presse» das Geschehen in einem konkreten historischen und atmosphärisch dichten Raum verorten: ein Kunstgriff, welcher die grimme Farce ästhetisch in die Nähe der von Karl Kraus zwanzig Jahre später verfassten «Letzten Tage der Menschheit» katapultiert.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Die-Hoerspiel-Edition/Arthur-Schnitzler/e390158.rhd">Arthur Schnitzler: Die Hörspiel-Edition</a>, 8 CD, Der Hörverlag 2011 ( <a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/arthur_schnitzler_erotische_typen_und_topoi_1.14145641.html">NZZ- Link</a> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/arthur-schnitzler-erotische-typen-und-topoi/">page in|ad|ae|qu|at</a> )</li>
<li><a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=53549&amp;key=standard_document_43294226">hr2 Hörbuchbestenliste Dezember 2011</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>DÜRRENMATT : WAHNSINN ALS METHODE</p>
<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/echt-welt-texte/">| echt welt texte |</a></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/czz_audio_aktuell_black-6.png" alt="czz audio aktuell black" width="320" height="319" align="left" hspace="2" vspace="2" />czz &#8211; Parallel zur gediegenen <a href="http://www.diogenes.ch/leser/katalog/nach_autoren/a-z/d/9783257067958/buch">Buchausgabe der Kriminalromane</a> Friedrich Dürrenmatts legt Diogenes eine Auswahl von «Drei Kriminalromanen» als Hörbuchbox vor. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Korte">Hans Korte</a> ist ein versierter Sprecher zur Hand, der nicht nur dem alternden Berner Kommissär Hans Bärlach in «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Richter_und_sein_Henker">Der Richter und sein Henker</a>» sowie in «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Verdacht">Der Verdacht</a>» Stimme und Körper leiht, sondern auch dem ehemaligen Chef der Kantonspolizei Zürich, welcher in «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Versprechen">Das Versprechen</a>» die Geschichte einer unaufgeklärten Serie von Kindsmorden erzählt.</p>
<p>Die Tatsache, dass sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_D%C3%BCrrenmatt">Dürrenmatts</a> Romane nach Massgabe von Spannung und «<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whodunit">Whodunit</a>» wie traditionelle Krimis lesen lassen, widerspricht nicht dem Umstand, dass der Autor von Werk zu Werk zunehmend einerseits das Genre, anderseits den Handlungsspielraum behördlicher Ermittlungen reflektiert. Sei es, dass sich der alte Querkopf Hans Bärlach unorthodoxer Mittel bedient, um den Mörder seines Polizeikollegen quasi «über die Bande» anzuspielen, sei es, dass sich der krebskranke Kommissär in das von einem vermeintlich ehemaligen Lagerarzt geleitete Privatspital begibt und sich damit der Macht jenes diabolischen Sadisten ausliefert, dessen Operationen ohne Anästhesie bereits im KZ Stutthof berüchtigt waren.</p>
<p>Letztlich geht die Rede von dem Zürcher Kommissär Matthäi, welcher die besten Jahre seines Lebens der Aufklärung einer Reihe von Mädchenmorden hingibt. Indem Matthäi den Wahnsinn des vermuteten Täters zur eigenen Methode erhebt und nach Massgabe der Wahrscheinlichkeit eine Falle einrichtet, agiert er zwar jenseits der behördlichen Befugnisse, bleibt allerdings jenem rationalen Kalkül verhaftet, das den Zufall als unwägbaren Faktor ausserhalb der Rechnung lässt. Die Tatsache, dass das Zuschnappen der Falle durch eine – wie man später wissen wird – stupide Koinzidenz verhindert wird und Matthäi seinem eigenen Irrsinn entgegenwartet, bestätigt den Untertitel des literarisch anspielungsreichen Werks als «Requiem auf den Kriminalroman».</p>
<p>In der Tat tritt in allen drei Romanen das Unwahrscheinliche als Handlungsfaktor auf den Plan, womit bewiesen wird, dass längst nicht alles so beweisbar ist, wie es Fallgeschichte und Kriminalroman suggerieren.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.diogenes.ch/leser/katalog/hoerbuecher/a-z/d/9783257803181/hoerbuch">Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker, Der Verdacht, Das Versprechen</a>, gelesen von Hans Korte, 11 CD, Diogenes 2011 ( <a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/arthur_schnitzler_erotische_typen_und_topoi_1.14145641.html">NZZ- Link</a> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/friedrich-duerrenmatt-wahnsinn-als-methode/">page in|ad|ae|qu|at</a>)
<ul>
<li><a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">hr2 Hörbuchbestenliste Januar 2012</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Gehen Sie zurück zum Start : Hören Sie einen Synthesizer , der auch wie ein Synthesizer klingen darf und soll : Der Künstler aus Flagstaff , Arizona , welcher sich hinter dem Pseudonym &#8220;<a href="http://www.myspace.com/adverbproductions">+verb</a>&#8221; <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/czz-hoerempfehlung-154.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" />verbirgt , lässt flüssige Läufe in hohen Tonlagen vom Stapel , dass es eine Freude ist. Oder wie schrieb Ethan Baer vom Fachblog <a href="http://subsynthesis.com/">subsynthesis</a> : &#8220;Effortlessly weaving sensual sounding melodies into the fabric of his rich sonic architecture, +verb assembles vibrant and often quirky soundscapes delightfully adorned with cascading arpeggios and laser-infused beats.&#8221; &#8211; Nun denn .</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F32542586&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F32542586&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="http://soundcloud.com/verb-1/colorful-eyes">Colorful Eyes</a> by <a href="http://soundcloud.com/verb-1">+verb</a></span><br />
<strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Audio : Florian Neuner liest aus &#8220;IDIOME&#8221; #4</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/12/01/audio-florian-neuner-liest-aus-idiome-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 04:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Literaturzeitschriften LITERARISCHE UND SOZIALISTISCHE TOPOGRAFIEN Anlässlich einer Vorstellung der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;IDIOME &#8211; Hefte für neue Prosa&#8221; in Essen lasen Urs Jaggi und &#8220;IDIOME&#8221;- Herausgeber ( und &#8220;Salon&#8220;- Autor ) Florian Neuner aus ihren in der #4 abgedruckten Texten . Dank Karl-Heinz Gajewsky &#8211; der seit einigen Jahren ein Audio- Archiv aufbaut ,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/?s=Literaturzeitschriften"><em>Literaturzeitschriften</em></a></p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/12/idiome_04_logo_cover-1.png" alt="idiome 04 logo cover" width="520" height="200" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p>LITERARISCHE UND SOZIALISTISCHE TOPOGRAFIEN</p>
<p>Anlässlich einer Vorstellung der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/2011/05/16/out-now-idiome-hefte-fuer-neue-prosa/">IDIOME &#8211; Hefte für neue Prosa</a></em>&#8221; in Essen lasen Urs Jaggi und &#8220;IDIOME&#8221;- Herausgeber ( und &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon</a></em>&#8220;- Autor ) <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> aus ihren in der #4 abgedruckten Texten . Dank <a href="http://www.gajewsky.de/">Karl-Heinz Gajewsky</a> &#8211; der seit einigen Jahren ein <a href="http://reviercast.blogspot.com/">Audio- Archiv</a> aufbaut , um das literarische Leben im Ruhrgebiet zu dokumentieren &#8211; sind Einführung , die Lesungen Urs Jaeggis und Florian Neuners ebenso auf mp3 zu hören wie die Schlussrunde und Debatte .</p>
<p>Nicht von ungefähr notiert Neuner <a href="http://neueprosa.wordpress.com/2011/11/13/idiome-an-der-ruhr/">im <em>neue prosa</em>- Blog</a> , in welchem Masse sich der Leseabend in einem für alle Künste offenen Kulturhaus in Essen von anderen Lesungsorten unterschied :</p>
<blockquote><p>Anders als bei den IDIOME-Veranstaltungen in den Wiener und Berliner Literaturhäusern fand ich in Essen ein nicht nur interessiertes, sondern auch debattenfreudiges Publikum.</p></blockquote>
<p>Wir wollen uns in|ad|ae|qu|at allerdings jetzt erst mal auf Florian Neuners Lesung konzentrieren und nennen für Interessierte die Links der übrigen Files .</p>
<p>Neuner liest den Text &#8220;Sedansberg&#8221; &#8211; einem Wuppertaler Quartier , dessen Name auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Sedan">Schlacht von Sedan</a> ( 1870 ) verweist ; jeder &#8220;<em><a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=105">Ruhrtext &#8211; Eine Revierlektüre</a></em>&#8220;- Aficionado wird mit Freude vernehmen , dass Neuner , so die Selbstaussage , am Beginn eines neuen Projektes steht , welches einer sozialistischen Topographie gewidmet sein soll .</p>
<p>Florian Neuner : Sedansberg ( 12:24 )</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" rel="lightbox[22695]"><img class="alignnone size-full wp-image-21896" title="blanc_H_20" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/10/blanc_H_20.jpg" alt="" width="640" height="20" /></a></p>
<p>|||</p>
<p>FOR FURTHER LISTENING</p>
<ul>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_277.mp3">Begrüssung und Einleitung</a></li>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_278.mp3">Lesung Urs Jaeggi</a></li>
<li>Audiofile : <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_280.mp3">Gespräch und Diskussion</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Glasharmonika und schwarzer Bass : Mit seiner Spieluhr- Thematik mutet der Track &#8220;You&#8217;re the Reason Why&#8221; schon fast ein wenig wie Filmmusik an bzw. wie eine postromantisches <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/12/czz-hoerempfehlung-148.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" width="71" height="42" align="right" hspace="2" vspace="2" />Vorspiel zum Dezember , von welchem wir ja bekanntlich nie genug bekommen können -</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11000906&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F11000906&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="http://soundcloud.com/love-and-light/youre-the-reason-why">You&#8217;re the Reason Why</a> by <a href="http://soundcloud.com/love-and-light">Love and Light</a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
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		<title>audio aktuell</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/08/19/audio-aktuell-32/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 07:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>||| THOMAS HARLAN: DER EWIGE SOHN &#8211; DIE LITANEI AN DEN VATER ALS HÖRBUCH | HEINE: DEUTSCHE GEMÜTSSUPPE | NIZAMI: DIE HARFE IHRER LIEBE UND QUAL | ERNEST HEMMINGWAY: AUF TOD UND LEBEN | KLANGAPPARAT</p>
<pre></pre>
<p>&nbsp;</p>
<p>THOMAS HARLAN: DER EWIGE SOHN &#8211; DIE LITANEI AN DEN VATER ALS HÖRBUCH</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/liebeserklaerung_an_einen_schuldigen_1.11794568.html">NZZ , Literatur und Kunst , 6. 8. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_black-1.png" rel="lightbox[21107]"><img class="size-full wp-image-21105 alignleft" title="czz_audio_aktuell_black-1.png" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_black-1.png" alt="" width="128" height="128" /></a>czz &#8211; Trotz seines viel beachteten Romans &#8220;<em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/25965.html">Heldenfriedhof</a></em>&#8221; (2006) scheint <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Harlan">Thomas Harlan</a> &#8211; Sohn des Regisseurs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Harlan">Veit Harlan</a>, der mit dem Propagandafilm &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jud_S%C3%BC%C3%9F_%28Film%29">Jud Süss</a></em>&#8221; (1940) eines der übelsten antisemitischen Machwerke geschaffen hat &#8211; die Scham über den uneinsichtigen Vater nie verwunden zu haben. Er verbrachte Jahre mit der Sammlung von Dokumenten zu den Vernichtungslagern und wurde nicht müde, personelle Kontinuitäten aus der NS-Zeit in der Bundesrepublik nachzuweisen. Thomas Harlan blieb der ewige Sohn, der &#8211; selbst nach dem Tod des Vaters &#8211; sich für selbigen schuldig fühlte und dies in Filmen und Büchern abzuarbeiten suchte. Von dieser obsessiven &#8220;Betroffenheit&#8221; des Sohnes zeugt ein Text, den der Lungenkranke am Vorabend seines Todes 2010 diktierte: &#8220;<em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/36011.html">Veit</a></em>&#8221; zitiert die Situation am Sterbebett des Vaters, um diesen in Form einer Litanei zu adressieren. Da dieses &#8220;Flehgebet&#8221; ein verbales Ritual darstellt und zudem im Diktat mündlich entstand, kommt es einer akustischen Inszenierung auf halbem Wege entgegen. Für den Bayerischen Rundfunk hat sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Thieme">Thomas Thieme</a> an das bestürzende Skript gewagt, um Reihungen und Kehrreime der Litanei in ihrer Dringlichkeit zu intonieren. Bestechend in seiner Rhythmik, mäandert der Monolog zwischen Selbstbezichtigung und Vorwurf, die mangelnde Schuldeinsicht des Vaters betreffend. &#8220;So lange Du Dir nicht eingestanden hast&#8221;, dass das antisemitische Hauptwerk des NS-Films ein Vorspiel zum Judenmord darstelle, wolle der Sohn die Schuld auf sich nehmen. Wo das Christusmotiv angesichts der Indifferenz des Adressaten ins Leere läuft, haucht sich das Flehgebet im Doppelsinn der Worte aus: Handkehrum mutiert die Bitte um Nähe &#8220;Lass mich Dein Sohn sein, Dein Ältester&#8221; in eine distanzierende Abschiednahme: &#8220;Lass mich: Dein Sohn&#8221;. Mit &#8220;<em>Veit</em>&#8221; wächst dem reichen Korpus an Vater-Sohn-Katastrophen ein starkes Stück zu. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/thomas-harlan-der-ewige-sohn-die-litanei-an-den-vater-als-hoerbuch/">page</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.intermedium-rec.com/recordsd/cd051.html">Thomas Harlan: Veit, gesprochen von Thomas Thieme</a>- 1 CD (55 Min.), BR | intermedium 2011
<ul>
<li><a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">Platz 2 der hr2- Hörbuchbestenliste August 2011</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HEINE: DEUTSCHE GEMÜTSSUPPE</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/deutsche_gemuetssuppe_1.11780851.html">NZZ , 5. 8. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_white-1.png" rel="lightbox[21107]"><img class="alignleft size-full wp-image-21106" title="czz_audio_aktuell_white-1.png" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_white-1.png" alt="" width="128" height="128" /></a>czz &#8211; Nach vier Bänden «Reisebilder» (1826 bis 1831) und zehn Jahre vor «Deutschland. Ein Wintermärchen» blieb <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine">Heinrich Heine</a> dem Motiv der Reise treu, indem er den fiktiven Herrn von Schnabelewopski auf die Walz sandte. Die Route führt über Hamburg und Amsterdam bis nach Leiden, wo er dem Studium der Theologie obliegen soll. Im Gegensatz zu diesem idealischen Ziel fällt der Held in der Tat auf die Knie: dies allerdings eher vor Frauenzimmern. In Hamburg bewundert er die männliche «Republik» der Börsen, Banken und Bonitäten, verfällt indes gar willig den «hanseatischen Vestalen». Nach ausgedehnter Feldforschung formuliert Schnabelewopski sein Theorem, dass jedes Land eine besondere Küche habe und also eine «besondere Weiblichkeit». Die deutsche Küche jedenfalls erweist sich als hochgradig unerotisch: «Da gibt&#8217;s gefühlvolles, jedoch unentschlossenes Backwerk, verliebte Eierspeisen, tüchtige Dampfnudeln, Gemütssuppe mit Gerste (. . .), tugendhafte Hausklösse, Sauerkohl – wohl dem, der es verdauen kann.» Mit seiner klaren, scharfen Sprache, die enorm «heutig» tönt, zielt das sarkastische Satyrspiel weitgehend auf die deutsche «Gemütssuppe», die schon in den «Reisebildern» in keinen geringen Portionen serviert worden war. Als Sprecher konnte das «Stimmwunder» <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Kaminski">Stefan Kaminski</a> gewonnen werden, der Heines Witz und Zweideutigkeiten bewusst im Moderato hält. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/heine-deutsche-gemuetssuppe/">page</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.jumboverlag.de/produktdetail.php?mainmenuid=produkte&amp;submenu=labelmenu&amp;hartikelkey=1666">Heinrich Heine: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski</a>, gelesen von Stefan Kaminski, 2 CD (120 Min.) &#8211; GoyaLit 2011</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>NIZAMI: DIE HARFE IHRER LIEBE UND QUAL</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/die_harfe_ihrer_liebe_und_qual_1.11780852.html">NZZ , 5. 8. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_black-1.png" rel="lightbox[21107]"><img class="alignleft size-full wp-image-21105" title="czz_audio_aktuell_black-1.png" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_black-1.png" alt="" width="128" height="128" /></a>czz &#8211; Der Stoff ist arabischen Ursprungs und gilt in praktisch allen orientalischen Kulturen als Klassiker; eine um 1180 in persischer Sprache entstandene Version dankt sich dem Dichter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nez%C4%81mi">Nizami</a>. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leila_und_Madschnun">Liebesdrama zweier junger Leute</a>, die einander nicht finden dürfen, fasziniert noch in der deutschen Prosaübersetzung durch ebenso wunderbare wie drastische Bilder. Von der Familie der Geliebten abgewiesen, irrt der Liebende rastlos durch die Wüsteneien und verfällt dem Irrsinn: Ein Madschnun, «ein Wahnsinniger war er geworden und zugleich auch ein Dichter». Die aus der Schweiz stammende Schauspielerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Bennent">Anne Bennent</a> und der charismatische Akkordeonist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Lechner">Otto Lechner</a> verweben das Epos mit Improvisationen und Kompositionen von «orientalischen» und europäischen Musikern. So programmatisch Bennent und Lechner seit Jahren die Kluft zwischen Orient und Okzident, zwischen Sprache und Musik überbrücken, so souverän hauchen sie den alten Gestalten Feuer ein. Und siehe, es erweist sich, dass die Dichtung mit ihren poetischen Bildern zu verschränken vermag, was die plane Plot-Erzählung unwiderruflich trennt. Zauberhaft tönen jene Passagen, in welchen zarte instrumentale Ornamente die klare Sprechstimme umspielen. Auf diese Weise kommt man der musikalischen Metaphorik des Poems auditiv nahe: Klagt Madschnun, er sei «die Harfe seiner Liebe und Qual», gleicht Leila einer «vor Liebesweh klagenden Schalmei». ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/nizami-die-harfe-ihrer-liebe-und-qual/">page</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.mandelbaum.de/books/791/7321">Nizami: Leila und Madschnun</a>, Stimme: Anne Bennent, Musik: Otto Lechner &amp; Ensemble, 2 CD (121 Min.) &#8211; Mandelbaum-Verlag 2011
<ul>
<li><a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">Platz 1 der hr2-Hörbuch Bestenliste August 2011</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ERNEST HEMMINGWAY: AUF TOD UND LEBEN</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/auf_tod_und_leben_1.11780850.html">NZZ , 5. 8. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_white-1.png" rel="lightbox[21107]"><img class="alignleft size-full wp-image-21106" title="czz_audio_aktuell_white-1.png" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz_audio_aktuell_white-1.png" alt="" width="128" height="128" /></a>czz &#8211; Im Gedenken an den Freitod <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Hemingway">Ernest Hemingways</a>, der sich im Juli zum 50. Mal jährt, lanciert Der Audio Verlag eine im besten Sinne unzeitgemässe Edition mit acht Hörspielbearbeitungen der wichtigsten epischen Werke. Von der 1954 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Novelle &#8220;<em>Der alte Mann und das Meer</em>&#8221; bis hin zu den Short Stories des Bandes &#8220;<em>Men without Women</em>&#8221; liegen die Stoffe allesamt an den Magistralen des Hemingway&#8217;schen Kosmos: Kämpfe auf Leben und Tod &#8211; sei dies im Spanischen Bürgerkrieg, auf Grosswildjagd, in der Corrida oder im Boxring. Dabei ist bemerkenswert, dass weitgehend Hörspiele verlauten, welche während der fünfziger Jahre entstanden sind. Die systematische Produktion von Radiofassungen der Hauptwerke Hemingways ist zweifellos repräsentativ für die Hausse der deutschen Hemingway-Rezeption. Zwischen Kammerspiel und turbulentem Hörtheater vermitteln die Klangdramen spezifische Sounds der 50er Jahre und damit ein verkanntes Stück Radiogeschichte. Keine Patina haftet den Inszenierungen des Regisseurs Karl Ebert an: Mit grellen Stimm(ungs)bildern erscheint &#8220;Haben und Nichthaben&#8221; (1953) als akustischer Comic; in &#8220;Eine Viertelmillion&#8221; (1952) greift Ebert selbst zum Mikrofon, um als rasender Sportreporter den Endkampf des Boxmeisters zu kommentieren. Kurz: Hemingways Szenarien erscheinen dem heutigen Hörer weniger als Apotheose des Machismo (wie vielfach angenommen), sondern als Panoptikum der Geschlagenen und Gescheiterten, mit welchen innerhalb der deutschen Nachkriegsgesellschaft sich manch Einer zu identifizieren geneigt war. Eine fesselnde und durch informative Booklet-Texte erhellende Edition. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/ernest-hemingway-auf-tod-und-leben/">page</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://dav2.juni.com/details.php?p_id=1256">Best of Ernest Hemingway &#8211; Die grosse Hörspieledition</a>, 8 CD (528 Min.) &#8211; SWR | WDR | Der Audio Verlag 2011</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Eine sehr relaxte Auffassung von Techno legt <a href="http://www.facebook.com/djmarcpoppcke?ref=ts&amp;sk=info">Marc Poppcke</a> bei dem Label <a href="http://www.night-drive-music.com/index.php?option=com_frontpage&amp;Itemid=1"><em>Night Drive Music</em></a> an den Tag : Pegelmässig schön mittig , lässt <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz-hoerempfehlung-127.jpg" rel="lightbox[21107]"><img class="alignright size-full wp-image-21088" title="czz-hoerempfehlung-127.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/08/czz-hoerempfehlung-127.jpg" alt="" width="71" height="42" /></a>sich seine neue ep &#8220;<a href="http://soundcloud.com/night-drive-music/sets/marc-poppcke-hello-again-ep/"><em>Hello Again</em></a>&#8221; ebenso atmorsphärisch einsetzen oder als praktikable DJ&#8217;s Clicks &#8216;n Cuts . 43 Minuten lang positive strokes , das lässt man sich gerne gefallen -</p>
<pre></pre>
<p><object width="100%" height="225" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F927797&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;show_playcount=false&amp;show_artwork=false&amp;color=ff7700" /><embed width="100%" height="225" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F927797&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;show_playcount=false&amp;show_artwork=false&amp;color=ff7700" allowscriptaccess="always" /></object> <span><a href="http://soundcloud.com/night-drive-music/sets/marc-poppcke-hello-again-ep">Marc Poppcke &#8211; Hello Again EP</a> by <a href="http://soundcloud.com/night-drive-music">Night Drive Music</a></span></p>
<pre></pre>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 05:29:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; STEINBACHER : BUCHPREMIÈRE &#124; T43 &#124; ROSEI UNIVERSAL &#124; PETER ROSEI- SYMPOSIUM &#124; KLANGAPPARAT cc via kraftmuttermischwerk STEINBACHER : BUCHPREMIÈRE Nachdem die erste Aprilwoche ganz im Zeichen der 100. Ausgabe der Veranstaltungsreihe &#8220;Linzer Notate&#8221; stand , eilt deren Initiator Christian Steinbacher nach Wien, um sein neues Buch vorzustellen . Unter dem Titel &#8220;Winkschaden, abgesetzt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> STEINBACHER : BUCHPREMIÈRE | T43 | ROSEI UNIVERSAL | PETER ROSEI- SYMPOSIUM | KLANGAPPARAT</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/READ.png" rel="lightbox[19456]"><img class="alignnone size-full wp-image-19457" title="READ" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/READ.png" alt="" width="550" height="650" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=21594"><em>cc via kraftmuttermischwerk</em></a></p>
<p>STEINBACHER : BUCHPREMIÈRE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/czz-neuesvonfreunden-17.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" /> Nachdem die erste Aprilwoche ganz im Zeichen der <a href="http://www.zintzen.org/2011/03/29/neues-von-freunden-93/">100. Ausgabe der Veranstaltungsreihe &#8220;Linzer Notate&#8221;</a> stand , eilt deren Initiator Christian Steinbacher nach Wien, um sein neues Buch vorzustellen .</p>
<p>Unter dem Titel &#8220;<em><a href="http://www.czernin-verlag.com/czerninverlag/bookshow.xml?id=705">Winkschaden, abgesetzt</a></em> &#8221; ( Czernin-Verlag ) gib es erneut Keckes und Sperriges zu lesen : weh dem , dem angesichts der bockigen Knitterverse der wörtliche DAIMOM packt und mit sich hinwegwirbelt !</p>
<blockquote><p>Die Suche nach neuen Formen bestimmt Christian Steinbachers Dichtung. Die thematischen Bezugspunkte der perspektivisch flirrenden Bewegungen reichen vom Haushalt und alltäglichen kleinen Missgeschicken über Andrea Breths Dostojewski-Inszenierung bis hin zu einem lachenden Plädoyer für das Verfehlen: Knicke, Ausrutscher und ein vitales Hakenschlagen werden immer wieder kunstvoll in Szene gesetzt. Dabei gelingt Steinbacher die Versöhnung experimenteller und traditioneller Verfahren. Kaum ein Autor verfolgt das Poetische derart konzentriert, authentisch und dabei flexibel, leichtfüßig und humorvoll. ( Verlag )</p></blockquote>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=642:1142011-as-1800-2000&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Lesung Christiane Steinbacher</a> &#8211; Wien , Alte Schmiede , <strong>Montag, 11. 4. 2011 , 20 H</strong> ( beachte : ungewöhnliche Beginnzeit )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>T43</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/czz-neuesvonfreunden-17.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Quasi als Maiandactht der literarischen Art steht eine erneute Ausgae des bliebten kritischen Kamingesprächs &#8220;Tea for tfree&#8221; ( T43 ) tz erwarten . Gast bei <a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/strigl-daniela/">Daniela Strigl</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_N%C3%BCchtern">Klaus Nüchtern</a> ist diesmal die Schriftstellerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_Bal%C3%A0ka">Bettina Baláka</a>.</p>
<p>Besprochen werden :</p>
<p>Lorrie Moore : Ein Tor zur Welt ( Berlin Verlag )<br />
Paula Fox : Die Zigarette und andere Stories ( C.H.Beck )<br />
Dorothy Parker: Du warst ganz prima. New Yorker Geschichten ( Klein &amp; Aber )</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.karlsplatz.org/events/4313">T43 , Literarisches Kamingespräch</a> &#8211; Kunsthalle Wien &#8211; project space | <strong>Dienstag , 12, 4. 2011 , 20 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ROSEI UNIVERSAL</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/czz-neuesvonfreunden-17.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Am Vorabend eines zweitägigen interdisziplinären Symposiums über das Werk des Schriftstellers <a href="http://www.zintzen.org/zur-literatur/peter-rosei-ein-muster-im-chaos-der-welt-phileas-fogg-in-ottakring/">Peter Rosei</a> ( aus Anlass seines 65. Geburtstages ) liest der Autor iim Literarischen Quartier Alte Schmiede Werkausschnitte aus allen Perioden und Genres seiner um die 50 Buchveröffentlichungen .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=644:1442011-lq-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Werklesung Peter Rosei</a> &#8211; Literarisches Quartier Alte Schmiede &#8211; <strong>Donnerstag , 14. 4. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>PETER ROSEI- SYMPOSIUM</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/czz-neuesvonfreunden-17.png" alt="czz-neuesvonfreunden" hspace="2" vspace="2" width="96" height="97" align="left" />Freitag und Samstag legen umso doller diverse Aspekte zu Peter Roseis Werk dar .</p>
<p>Hier kurz nur das vielsprechende lineup , geglieder in einzelne Themenkomplexe -</p>
<p>E r s t e r      S y m p o s i u m s t a g<br />
<strong>Donnerstag 15. April 2011 13.30 -18.30 H</strong></p>
<p>Abteilung I : Geographie und Geschichte</p>
<p>14:00-14:30 Bodo Hell: &#8220;Mit Peter Rosei im Koppenkar, eine Naturphantasie&#8221;<br />
14:30-15.00 Herbert Baumhackl: &#8220;Peter Roseis Arbeiten aus dem Blickwinkel des Cultural Turns. Eine kulturgeographische Analyse&#8221;<br />
15.00-15.30 Daniela Bartens: &#8220;Zeit im Bild. Peter Roseis neuere Wien-Romane und die österreichische Geschichtserfahrung&#8221;<br />
15.30-16.00 Oliver Rathkolb: &#8220;Historischer Exkurs zu Peter Roseis Romanen&#8221; (AT)</p>
<p>Abteilung II : Philosophie und Theologie</p>
<p>16.30-17.00 Lutz Ellrich: &#8220;Lakonischer Existentialismus. Peter Roseis philosophische Intentionen&#8221;<br />
17.00-17.30 Clemens K. Stepina: &#8220;Zu subjektphilosophischen Überlegungen bei Rosei&#8221;<br />
17.30-18.00 Marietta Böning: &#8220;Ornamente. Zur Formfindung zwischen Gedächtnis und Lücke in Peter   Roseis Lyrik und Prosaminiaturen.&#8221;<br />
18.00-18.30 Michael Bünker: &#8220;Befiehl du deine Wege&#8221; (Paul Gerhardt) &#8211; Gehen, Wandern und Aufbrechen bei Peter Rosei und in der Theologie&#8221;</p>
<p>Z w e i t e r      S y m p o s i u m s t a g<br />
<strong>Fretag , 16. April 2011</strong><br />
13.30 -18 H</p>
<p>Abteilung III : Hörspiel und Theater<br />
13:30-14:00 Renate Pittroff: &#8220;Schwankende Perspektiven und Echtzeit-Labyrinthe. Zu Peter Roseis Hörstücken&#8221;<br />
14:00-14.30 Ronald Pohl: &#8220;Peter Roseis Theater der Geschichte&#8221;<br />
14.30-15.00 Regina Jonach: &#8220;Notizen zum Dramatischen bei Peter Rosei&#8221;</p>
<p>Abteilung IV : Literatur und Ökonomie</p>
<p>15.30-16.00 Peter Rosner: &#8220;Zu ökonomische Überlegungen in Texten Roseis&#8221; (AT)<br />
16.00-16.30 Geoffrey C. Howes: &#8220;Übersetzen als Deuten: Texte Peter Roseis auf dem Weg ins Amerikanische&#8221;<br />
16.30-17.00 Klaus Kastberger: &#8220;Entwürfe für eine Welt ohne Menschen. Transhumane Perspektiven aus Österreich&#8221;<br />
17.00-17.30 Ferdinand Schmatz: &#8220;Einiges an Erfahrungen. Splitter, Anmerkungen, Reflexionen zum Werk Peter Roseis.&#8221;<br />
17.30-18.00 Franz Schuh: &#8220;N.N.&#8221;</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=644:1442011-lq-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Internationales Sympsium über Peter Rosei</a> &#8211; Internationales <a href="http://www.iti-arte.at/musiktheater/veranstaltungen.htm">Theaterinstitut der UNESCO</a> , Türkenstraße 19 , 1090 Wien &#8211; <strong><a href="http://www.iti-arte.at/musiktheater/veranstaltungen.htm">Freitag , 15. 4. und Samstag , 16. 4. , jeweils ab 13:30 H</a></strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Mit feingehobelten Scheiten nährt der Ire <a href="http://www.bumpfoot.net/ollie.html">Ollie Cram</a> ( <a href="http://www.myspace.com/olliecram">MySpace</a> ) ein warmglühendes Frühlingsfeuer . Seine mittlerweile <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/04/czz-hoerempfehlung-114.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />zweite ep &#8220;<a href="http://www.bumpfoot.net/foot172.html">No 1 Home</a> &#8221; ist beim japanischen Netlabel bumpfoot in besten Händen besticht durch Minimalismus und Eleganz .</p>
<p style="text-align: right;">CKLICK TO <a href="http://www.archive.org/stream/foot172">LISTEN TO STREAM</a> ( WMP )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>NEUES VON FREUNDEN</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/03/29/neues-von-freunden-93/</link>
		<comments>http://www.zintzen.org/2011/03/29/neues-von-freunden-93/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 06:48:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stadt der Buchstaben &#124;&#124;&#124; BUCHPREMIEREN : AUMAIER &#38; PROSSER &#124; BUCHPREMIEREN : FISCHER &#38; GSALLER &#124; EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE &#124; &#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN &#124; KLANGAPPARAT Auch wenn wir uns in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at in den Fängen der von Guttenberg&#8217;schen Schüttel- Frühjahrsgrippe ( mit Hang zur Fallsucht ) befinden , soll der ereignisreichen Woche &#8211;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/stadt_der_buchstaben.png" alt="Stadt der Buchstaben" hspace="2" vspace="2" width="450" height="600" /></strong></p>
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://ffffound.com/image/9a71894492dfef013ec35629b6d7c4a0e29d5fa2">Stadt der Buchstaben</a></em></p>
<p><strong>|||</strong> BUCHPREMIEREN : AUMAIER &amp; PROSSER | BUCHPREMIEREN : FISCHER &amp; GSALLER | EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE | &#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN | KLANGAPPARAT</p>
<p>Auch wenn wir uns in|ad|ae|qu|at in den Fängen der von Guttenberg&#8217;schen Schüttel- Frühjahrsgrippe ( mit Hang zur Fallsucht ) befinden , soll der ereignisreichen Woche &#8211; wenn auch kürzer als gewohnt &#8211; Tribut gezollt werden . Dem p. t. Leser , der geneigten Leserin sei deshalb ein näherer Blick in die Links freundlich anempfohlen .</p>
<p>Mit synchronen Präsentationen der auf in|ad|ae|qu|at vorgestellten Neuerscheinungen von Harald Gsallers &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2011/03/27/salon-litteraire-harald-gsaller-zwang/">ZWANG</a>&#8221; und Robert Prossers &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2011/03/13/salon-litteraire-robert-prosser-feuerwerk-prosa-und-audio/">Feuerwerk</a>&#8221; stellt der Dienstag in Wien wieder hohe Anforderungen an die Entscheidungsklugheit des Literaturfreundes ( bzw. dessen Gabe zur Bilokation ) .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIEREN : AUMAIER &amp; PROSSER</p>
<p>Mit zwei Neuerscheinungen aus dem <a href="http://www.klever-verlag.com/">Klever- Verlag</a> präsentiert die ÖGL am Dienstag zwei markante Stimmen : <a href="http://www.ogl.at/ogl_bio/aumaier_reinhold.html">Reinhold Aumaier</a> liest aus &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=158?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3">Beischlafpulver . 99 Sekunden-Romane</a>&#8221; ( &#8220;99 Romane , meist nicht länger als ein Satz&#8221; ) . Der Sgraffitikünstler und Autor <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/robert-prosser/">Robert Prosser</a> lässt &#8211; in konsequenter Fortführung der Poetik seiner &#8220;ausufernden Prosa&#8221; von &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2010/05/23/salon-littraire-robert-prosser-strom/">Strom</a>&#8221; ( 2009 ) &#8211; mit dem neuen Band &#8220;<a href="http://www.klever-verlag.com/?page_id=161?phpMyAdmin=biCFtKoPAhLLbM1Ku2ZXWt5g6o3&amp;sid=4a00ec4af09729df6721a841437ef77c">Feuerwerk</a>&#8221; eine kaskadierende Erinnerungsflut vom Stapel , diesmal vor dem Hintergrund Venezuelas .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="Reinhold Aumaier liest aus »Beischlafpulver. 99 Sekunden-Romane«.">Neuerscheinungen aus dem Klever- Verlag : Reinhold Aumaier , Robert Prosser</a> &#8211; Österreichische Gesellschaft für Literatur &#8211; <strong>Dienstag , 29. 3. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUCHPREMIEREN : FISCHER &amp; GSALLER</p>
<p>Zwischen den Disziplinen der bildenden und des textuellen Kunst changieren zwei unübliche , zu Recht den geduldigen Blick einfordernde Publikationen , welche das Literarische Quartier zu Gast in der <a href="http://www.wechsel-strom.net/fischer-gsaller.html">Galerie wechselstrom</a> in Lesung und Projektion präsentiert .</p>
<p>Der Band &#8220;<a href="http://www.schlebruegge.com/fischer.htm">SOME. women houses phantoms</a>&#8221; ( Schleebrügge Editor , 2010 ) versammelt <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=18475">Judith Fischers</a> fotografische Nahaufnahmen von Motiven des Horrorfilms ( &#8220;Frauen Häuser Gespenster&#8221; ) , gibt &#8211; neben Fischers eigenen Texten &#8211; darüber hinaus Essays und Reflexionen von 23 KünstlerInnen zu lesen ( etwa von <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/benedikt-ledebur/">Benedikt Ledebur</a> , Elisabeth von Samsonow und Lorenz Seidler ) .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/harald-gsaller/">Harald Gsallers</a> Fortdenken der emblematischen Tradition bildet den Hintergrund zu seinem jüngsten Buch &#8220;<a href="http://www.derpudel.at/pudel16.html">ZWANG &#8211; Texte mit Emblemen und Fotografien</a> &#8221; ( Der Pudel 2010 ) .</p>
<blockquote><p>Ein zwangskranker Mann kämpft um die Erweiterung seines Handlungsspielraums. Ein Neurotiker wird plötzlich mit dem Tod konfrontiert. Zwang ist das zentrale Thema. Zwang ist die zentrale Figur.</p></blockquote>
<p>&#8220;Zwang&#8221; bedeutet nicht zuletzt den Willen &#8211; oder den Zwang &#8211; zur Form .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=637:2932011-wechselstrom-1900&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Lesung und Projektion &#8211; Harald Gsaller , Judith Fischer</a> &#8211; <a href="http://www.wechsel-strom.net/fischer-gsaller.html">Galerie wechselstrom</a> , 1160 Grundsteingasse 44 &#8211; <strong>Dienstag , 29. 3. 2011 , 19 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EINHUNDERT MAL : LINZER NOTATE</p>
<p>Die seit 1990 bestehende literarische Veranstaltungsreihe &#8220;linzer notate“ ( bei der stets 3 Positionen gegenübergestellt wurden ) feiert ihre 100ste Ausgabe, indem sie 3 Ausgaben mit jeweils 3 AutorInnen zu einer <a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-zum-100sten.html">Jubiläumsveranstaltung</a> bündelt .</p>
<p>Es lesen ausschließlich Gäste, die alle bereits massgeblich in der Reihe vertreten waren. Die Beiträge fallen teils kürzer aus als sonst , sodass ein kurzweiliger , festlicher Abend zu erwarten ist .</p>
<p>Der Abend teilt sich in drei Leseblöcke :</p>
<ol>
<li>
<div>18:30 H : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/birgit-schwaner/">Birgit Schwaner</a> &#8211; <a href="http://www.zintzen.org/2009/05/29/literatur-als-radiokunst-richard-obermayr-im-orf-studio-produktionsnotizen">Richard Obermayr</a> &#8211; <a href="http://www.brueckner-kuehner.de/BLOCK/">Friedrich W. Block</a> ( Moderation <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/lisa-spalt/">Lisa Spalt</a> )</div>
</li>
<li>
<div>ca. 19:45 H : <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felicitas_Hoppe">Felicitas Hoppe</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zsuzsanna_Gahse">Zsuzsanna Gahse</a> – <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/michaellentzbio.html">Michael Lentz</a> ( Moderation <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> )</div>
</li>
<li>
<div>ca. 21:00 H : <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/anja-utler/">Anja Utler</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Weber_%28Schriftsteller%29">Peter Weber</a> – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valeri_Scherstjanoi">Valeri Scherstjanoi</a> ( Moderation <a href="http://dkplus-sciences-contexts.univie.ac.at/people/fellows/florian-huber/">Florian Huber</a> )</div>
</li>
</ol>
<p>Zur Veranstaltung hat der Intiator der Reihe , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> , eine lesenswerte Broschüre als Programmheft , Abriss zur Geschichte und Poetik der Reihe herausgebracht ; Die Dokumentation wird durch Kurzbeiträge von Friedrich W. Block , Florian Huber , Lisa Spalt , Valeri Scherstjanoi sowie <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a> und <a href="http://www.basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=fipo.tpl&amp;fipoid=15662">Udo Wid</a> erweitert &#8211; Bestellen unter galerie(at)maerz.at .</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.maerz.at/aktuelles/linzer-notate-zum-100sten.html">linzer notate zum 100sten</a> &#8211; Linz , <a href="http://www.maerz.at/maerz/anfahrtsplan.html">Künstlervereinigung MAERZ</a> &#8211; <strong>Freitag , 1. 4. , 18:30 H</strong></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;ENDLICH !&#8221; &#8211; 11 MINIDRAMEN</p>
<blockquote><p>Der Regisseur <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/cejpekbio.html">Lucas Cejpek</a> und die Schriftstellerin <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> haben unter dem Titel &#8220;endlich !&#8221; 12 Autorinnen und Autoren eingeladen, jeweils ein Minidrama im Umfang von drei bis vier Seiten zu schreiben, in dem das Wort endlich fällt, einmal im Dialog. Keine Monologe also und die Besetzung war auch von vornherein klar, zwei Frauen und ein Mann. Auf der Bühne gibt es außer Licht &#8211; eine Grundstimmung und Blacks als Trennung der einzelnen Stücke &#8211; keine Technik: keine Projektionen, Filme, Musik. Endlich oder in elfter Stunde, in letzter Minute, zum guten Schluss. Im Gegensatz zu unendlich oder unbegrenzt, grenzenlos, unermesslich, unzählbar, zahllos, unerschöpflich, unaufhörlich, endlos, ewig, immer. Wie das Sprichwort sagt: Endlich bleibt nicht ewig aus. Oder: Endlich ist nicht ewig.</p></blockquote>
<p>Stücke von <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/cejpekbio.html">Lucas Cejpek</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Ernst">Gustav Ernst</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/gundi-feyrer/">Gundi Feyrer</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Fritsch">Werner Fritsch</a> ,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hengstler">Wilhelm Hengstler</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ilse-kilic">Ilse Kilic</a> und <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/fritz-widhalm/">Fritz Widhalm</a> , <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/margret-kreidl/">Margret Kreidl</a> ,<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Reyer">Sophie Reyer</a> , <a href="http://www.zintzen.org/zur-literatur/gerhard-ruhm-lexikon/">Gerhard Rühm</a> , <a href="http://angelikaexpress.twoday.net/stories/623227/">Johannes Schrettle</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dezs%C5%91_Tandori">Dezsö Tandori</a>.</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.schauspielhaus.at/jart/prj3/schauspielhaus/main.jart?rel=de&amp;reserve-mode=active&amp;content-id=1188466708002&amp;produktionen_id=1296488981343">11 MINIDRAMEN &#8220;endlich !&#8221; , UA</a> &#8211; Schauspielhaus Wien &#8211; <strong>Freitag , 1. 4. 2011 , 20 H</strong> ( weitere Aufführungen : Dienstag , 5. 4. 2011 , 20 H <a href="http://www.arbeiterkammer.com/online/page.php?P=440&amp;IP=59757&amp;AD=0&amp;REFP=5966">Arbeiterkammer Linz</a> sowie Mittwoch , 4. 5. 2011 10:30 H <a href="http://www.schl8hof.wels.at/content.php?gruppe=2&amp;menue_id=2">Alter Schl8hof Wels</a>)</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Wo Schweiz drauf steht , ist auch Schweiz drin . Der Schweizer Elektroakustiker  <a href="http://www.discogs.com/artist/Georg+Neufeld">Georg Neufeld</a> ( <a href="http://www.myspace.com/georgneufeld">MySpacc</a> )  experimentiert zwischn <a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/czz-hoerempfehlung-113.jpg" rel="lightbox[19269]"><img class="alignright size-full wp-image-19217" title="czz-hoerempfehlung-113.jpg" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/03/czz-hoerempfehlung-113.jpg" alt="" width="71" height="42" /></a>deep house und  mäandernden Ambient- Anmutngen, d.h. , manches ist absolut tanzbar , während man anders lieber im stillen Zimmerlein kozrentriert vernähme .</p>
<p style="text-align: right;">Mit der bei naturgmäss im netlabel <em>broque</em> erschienenen ep &#8220;<a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung/mp3-download-de/2357-071-georg-neufeld-die-neue-feldordnung"><em>die neue feldordnung</em></a>&#8221; dürfte ürfte de musijalische Aktionsder stimmen Kammer konzentriert vernähme .</p>
<p style="text-align: right;">Hier einige Teaser aus dieser tollen Release | ( <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq71_georg_neufeld_-_die_neue_feldordnung/brq71_georg_neufeld_-_die_neue_feldordnung.zip">download komplett</a> )</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>[link auf mp3-audio im bogbeitrag]</p>
<p>|||<strong><br />
</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>audio aktuell</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2011/02/09/audio-aktuell-26/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 02:11:37 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong> KAFKA WIDER DEN KANON | KLEINE MENSCHEN, GROSSE STIMMEN | THOMAS BERNHARDS AUDIO-AUTOBIOGRAPHIE | KLANGAPPARAT</p>
<p>KAFKA WIDER DEN KANON</p>
<p style="text-align: right;">| <a href="http://www.zintzen.org/echt-welt-texte/">echt welt texte</a> |</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/kafka_wider_den_kanon_1.9346561.html">NZZ , 4. 2. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_black_2001.png" rel="lightbox[18559]"><img class="alignleft size-full wp-image-18594" title="icon_listening_black_200" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_black_2001.png" alt="" width="200" height="200" /></a>czz &#8211; Den grösseren Teil von Kafkas Werk verdanken wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Brod">Max Brods</a> Entscheidung, entgegen der testamentarischen Anweisung das Unfertige mitnichten zu vernichten. Ästhetisch am traditionellen Roman orientiert, redigierte Brod die Prosafragmente in Richtung einer narrativ geschlossenen Lesart. In welchem Mass die geopferte Texttreue zu Buche schlug, zeigte die 1997 von <a href="http://www.digento.de/titel/104243.html">Roland Reuss und Peter Staengle</a> als sogenannte &#8220;<a href="http://www.digento.de/titel/104243.html"><em>Frankfurter Kafka Ausgabe</em></a>&#8221; (FKA) unternommene Faksimileausgabe der «<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Process">Process</a></em>»-Handschriften.</p>
<p>Wie bereits beim Musil-Projekt «<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/musil-akustisch-aufgemischt/"><em>Der Mann ohne Eigenschaften. Remix</em></a>» ( NZZ , 4. 5. 2005 ) nahm sich die Abteilung «<em><a href="http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/2010-2-julian-doepp-kafkas-process-als-handschrift-ID1291800816122.xml">Hörspiel und Medienkunst</a></em>» des Bayerischen Rundfunks der Urform der betreffenden Werke an und förderte überraschende Textgestalten zutage: «Der Process» – überliefert in 17 unnummerierten Konvoluten – ist heute dramaturgisch neu zu denken, wovon die (als CD greifbare) Radioversion konkretes Zeugnis ablegt. War mit den Manuskripten ein radikaler Urtext gefunden, oblag es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Buhlert">Klaus Buhlerts</a> kundiger Regie, bisher vernachlässigte Textstränge einzubringen.</p>
<p>Somit verwandelt sich das im Kanon verkrustete Werk in ein lebendiges Laboratorium, an welchem auch die Hörerin mittels persönlicher Anordnung partizipiert. Dem «Werkstatt»-Aspekt der auditiven Produktion ebenso zuträglich ist die Entscheidung, die aus der Perspektive von K. erzählte «Geschichte» von verschiedenen Interpreten (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rufus_Beck">Rufus Beck</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corinna_Harfouch">Corinna Harfouch</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corinna_Harfouch">Manfred Zapatka</a> u. a.) lesen zu lassen. Die Einbeziehung von Frauenstimmen für die Rolle des K. kommt der charakteristischen Ambivalenz von Kafkas Figuren entgegen. Klaus Buhlerts genaue und diskrete Regie akzentuiert die Tatsache, dass es sich bei diesem «Process» um eine genuin radiofone Produktion handelt. Franz Kafka, zeit seines Lebens an technischen Neuerungen interessiert, hätte an dieser dezidiert «medialen» Fassung womöglich seine Freude.</p>
<ul>
<li>Franz Kafka &#8211; <a href="http://www.hoerverlag.de/genres/der-process/?searchterm=kafka">Der Process, Faksimileausgabe</a> (FKA, hg. von Roland Reuss und Peter Staengle) &#8211; Regie Klaus Buhlert , 17 CD ( 611 Min ), BR | Der Hörverlag 2010<a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/kafka-wider-den-kanon/"> ( &#8230; mehr )</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p style="text-align: left;">&#8220;KLEINE MENSCHEN&#8221; , GROSSE STIMMEN</p>
<p style="text-align: right;">| <a href="../echt-welt-texte/">echt welt texte</a> |</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/kafka_wider_den_kanon_1.9346561.html">NZZ , 4. 2. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_white_200.png" rel="lightbox[18559]"><img class="alignleft size-full wp-image-18593" title="icon_listening_white_200" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_white_200.png" alt="" width="200" height="200" /></a>czz &#8211; Die «kleinen Menschen» sind mitten unter uns. Anders als es das «kleine» in der Benennung suggeriert, sind die ihrerseits zu Forschungszwecken auf Erden gelandeten «Aliens» mitnichten an der Körpergrösse zu erkennen. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nora-Eugenie_Gomringer">Nora Gomringer</a> (geboren 1980) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Stauffer">Michael Stauffer</a> (geboren 1972) sind zwei der eigenständigsten Stimmen der Spoken-Word-Szene zu vernehmen.</p>
<p>Pfiffig nutzt das deutsch-schweizerische Duo das ironische Motiv der wechselseitigen Erforschung zweier Spezies, um dieses ethnologische Patt in Mono- und Dialogen in Szene zu setzen – jedenfalls aber unter Einsatz grösster stimmlicher Energie. Hier sind Kenner und Könner am Werk, die – auch jenseits der Pointenpflicht von Poetry-Slams – hintersinnige Szenarien zur Sprache bringen. Wenn das Duo nun mit hörbarer Lust die «kleinen Menschen» anhand von basalen Begriffen wie «Haus», «Sex» und «Essen» präsentiert, so geschieht dies eher als Resultat phänomenologischer Neugierde denn aufgrund abstrakter Wertung.</p>
<p>Die szenischen Porträts von Kleinbürger, Kleingeist und Kleinmut sind dabei durchaus dazu angetan, uns den Spiegel unserer eigenen Kleinlichkeit ironisch vorzuhalten. Zur Höchstform läuft das Duo freilich beim Improvisieren auf, wenn sein poetischer Pegasus (übrigens das Hochdeutsche  wahrend) wortwörtlich ausser Rand und Band gerät.</p>
<ul>
<li>Nora Gomringer,  Michael Stauffer &#8211; <a href="http://www.menschenversand.ch/d/">Kleine Menschen</a> , 1 CD ( 67 Min. ) &#8211; Der gesunde Menschenversand 2010 <a href="http://www.zintzen.org/gomringer-stauffer-kleine-meschen-grosse-stimmen/">( weiter &#8230; )</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>THOMAS BERNHARDS AUDIO-AUTOBIOGRAPHIE</p>
<p style="text-align: right;">| <a href="../echt-welt-texte/">echt welt texte</a> |</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/thomas_bernhards_audio-autobiografie_1.9346503.html">NZZ , 4. 2. 2011</a></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_black_2001.png" rel="lightbox[18559]"><img class="alignleft size-full wp-image-18594" title="icon_listening_black_200" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/icon_listening_black_2001.png" alt="" width="200" height="200" /></a>czz &#8211; Am 9. Februar wäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bernhard">Thomas Bernhard</a> 80 Jahre alt geworden. Seine radikale Prosa und seine grotesken Theatertexte faszinieren immer neue Lese-Generationen. Ein Zentralmassiv innerhalb der Bernhardschen «Übertreibungskünste» ist das <a href="http://www.residenzverlag.at/?m=30&amp;o=2&amp;id_program=30&amp;id_title=1369">fünfbändige autobiografische Werk</a>, wobei das «Autobiografische» <em>cum grano salis</em> aufzufassen ist: Bereits die hochartifiziellen Titel verweisen deutlich auf ein Kunstwollen jenseits der Faktenhuberei.</p>
<p>Gleichwohl erschliesst sich der Bernhardsche Kosmos im Perspektiv der Kindheitserinnerungen plausibel: Der Grossvater als tragisch scheiternder Schriftsteller ist In- und Vorbild des «Geistesmenschen». Entsprechend erlebt Bernhard die nationalsozialistische, später erzkatholische Schule als «Geistesvernichtungsanstalt», aus welcher der 15-Jährige flieht, um in der Sozialsiedlung eine Lehre «Im Keller» eines Lebensmittelladens zu absolvieren.</p>
<p>Die Befriedigung, etwas «Nützliches zu tun», findet durch ein Lungenleiden ein jähes Ende. All dies entspricht durchaus den Fakten, ist indes in den Takt kunstvoll gebauter Schachtelsätze gebracht. Die Einzelbände der «Bestandsaufnahme von mir» erzählen aus verschiedenen Blickwinkeln und mit Beginn der Salzburger Schulzeit («Die Ursache»), zu welcher der letzte Band, «Ein Kind», rondoförmig zurückkehrt. Um die Verschiedenheit der Perspektiven zu akzentuieren, wurden für die Lesung der einzelnen Bände fünf charakterstarke Stimmen gewählt. Mit dem instruktiven Einführungs-Essay Hans Höllers im Booklet ist eine vorbildliche Edition zu loben.</p>
<ul>
<li>
<div>Thomas Bernhard &#8211; <a href="http://dav2.juni.com/details.php?p_id=1203">Autobiografische Schriften</a> . Ungekürzte Lesung mit Ulrich Matthes, Peter Simonischek, Wolfram Berger, Burghart Klaussner und Gert Voss. 15 CD (1122 Min.) &#8211; RB | MDR | SWR | RBB | HR – Der Audio-Verlag 2010 <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/thomas-bernhards-audio-autobiographie/">( &#8230; mehr )<br />
</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Fast zwei Jahre ist es her , dass wir den Musiker , Producer und DJ <em><a href="http://www.discogs.com/artist/Christoph+Schindling">Christoph Schindling</a></em> ( <a href="http://www.myspace.com/christophschindling">MySpace</a> ) auf in|ad|ae|qu|at vorstellten . Späer taucht sein Name regelmässig auf und zwar im Kontext <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/02/czz_hoerempfehlung-5.jpg" alt="czz hörempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" /> von Minmal -Techno und Minimal- Dub- Compilationen . Eine schöne Kostprobe des charakteristischen Schindling- Sounds liefert die &#8220;<a href="http://www.myspace.com/christophschindling"><em>Expressions</em>&#8220;</a> EP beim Frankfurter <em><a href="http://www.tropic-netlabel.de/about-1/">Tropic- Label</a></em> . Zum Anhören und Downloaden .</p>
<p>01. Close<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
02. Expressions<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
03. Spring Awakening<br />
[link auf mp3-audio im bogbeitrag]<br />
<strong>|||</strong></p>

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		<title>audio aktuell</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 05:26:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; TOLSTOI ALS ROMANCIER UND DIARIST &#124; BUKOWSKI IN GENRESICHEREM SOUND &#124; ULRICH BECHER : EXIL IM SPRACHWITZ &#124; KLANGAPPARAT TOLSTOI ALS ROMANCIER UND DIARIST czz. &#8211; &#8220;Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.&#8221; Der berühmte erste Satz aus Tolstois &#8220;Anna Karenina&#8221; zeigt, wie zeitgemäss manche Klassiker bleiben....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> TOLSTOI ALS ROMANCIER UND DIARIST | BUKOWSKI IN GENRESICHEREM SOUND | ULRICH BECHER : EXIL IM SPRACHWITZ <a href="http://www.zintzen.org/echt-welt-texte/"></a>| KLANGAPPARAT</p>
<p>TOLSTOI ALS ROMANCIER UND DIARIST</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz_icon_listening_white_sm-101.png" alt="czz icon listening white sm" hspace="2" vspace="2" width="200" height="200" align="left" />czz. &#8211; &#8220;Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.&#8221; Der berühmte erste Satz aus Tolstois &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Karenina">Anna Karenina</a>&#8221; zeigt, wie zeitgemäss manche Klassiker bleiben. Zum 100. Todestag des Autors legt die <em>Deutsche Grammophon</em> einige Tolstoiana wieder auf. Mit &#8220;Anna Karenina&#8221; ist die minuziöse Studie einer gesellschaftlich geächteten Liebe in einer mutigen NDR-Produktion 19 Stunden lang zu vernehmen; die unter dem anspielungsreichen Titel &#8220;<a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/77056/">Krieg und Frieden</a>&#8221; auf zwei CD edierten Auszüge aus den Tagebüchern von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sofja_Tolstaja">Sofja Andrejewna</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Tolstoi">Lew Nikolajewitsch</a> hätte man gerne etwas umfänglicher gehört.</p>
<p>Zeigt die 1877 erschienene &#8220;Anna Karenina&#8221; die Wunden und Wenden einer in die Isolation gedrängten &#8220;Amour fou&#8221; im Fiktiven, erweisen sich die faktischen Tagebücher der Eheleute als nicht minder dramatisch. Im Zuge ihrer fast fünfzig Jahre währenden Verbindung gaben sie einander die je eigenen Tagebücher zu lesen. Auf diese Weise konnte sich im Kleid subjektiver Reflexion Klage oder Kritik unumwunden formulieren. Diese radikalsten aller &#8220;adressierten&#8221; Beziehungstagebücher stellten eine kommunikative &#8220;Nebenspur&#8221; zum praktisch gelebten und an Konfrontationen nicht eben armen Alltag dar.</p>
<p>Aus dem Quellgebiet dieses &#8220;verschränkten&#8221; Diarismus dürfte wohl auch die empathische Darstellung der subjektiven Logiken und Leiden der Protagonisten in &#8220;Anna Karenina&#8221; sich speisen. Die Tagebuch-Zitate ergeben indirekt manchen Kommentar zu der 16 CD umfassenden &#8220;<a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/81728/">Anna Karenina</a>&#8220;, womit sich die Aktualität des Grossromans bestätigt, wenn nicht mehrt. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/tolstoi-als-romancier-und-diarist/">NZZ , 1. 10. 2010</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/81728/">Leo Tolstoi : <em>Anna Karenina</em></a> &#8211; Lesung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Westphal">Gert Westphal</a> &#8211; 16 CD (19 Stunden) &#8211; Deutsche Grammophon 2010</li>
<li><a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/77056/"><em>Krieg und Frieden</em> : Aus den Tagebüchern von Sofja und Leo Tolstoi</a> &#8211; Lesung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hannelore_Elsner">Hannelore Elsner</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Benrath">Martin Benrath</a> &#8211; 2 CD (114 Min.) &#8211; Deutsche Grammophon 2010</li>
<li><a href="http://www.jumboverlag.de/produktdetail.php?mainmenuid=produkte&amp;submenu=labelmenu&amp;hartikelkey=1602">Leo Tolstoi : <em>Wieviel Erde braucht der Mensch ?</em></a> &#8211; Lesung <strong>Peter Matic&#8217;</strong> &#8211; 1 CD ( 40 Min. ) &#8211; GoyaLit 2010</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>BUKOWSKI IN GENRESICHEREM SOUND</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz_icon_listening_black_sm-91.png" alt="czz icon listening black sm" hspace="2" vspace="2" width="200" height="200" align="left" />czz &#8211; Den &#8220;dirty old man&#8221; der amerikanischen Literatur sozusagen ins Wohnzimmertaugliche einzuschmuggeln, ist das nicht geringe Verdienst eines Unterfangens, Texte des 1920 im rheinischen Andernach geborenen und 1994 in Los Angeles verstorbenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bukowski">Charles Bukowski</a> in musikalischer Einbettung zu präsentieren. Der Mannheimer Musiker und Produzent <a href="http://www.elf-a.de/Profil.html">Steffen Wessbecher</a> hat ausgesuchte Poesie und Prosa in den bewährten Übertragungen Carl Weissners vertont und arrangiert.</p>
<p>Indem die Auswahl auf die schrillsten Kulissen verzichtet und auf jene Texte setzt, die auch mit den bürgerlichen Lese- und Lebenserfahrungen einigermassen kompatibel sind, liegt mit &#8220;Ein Maulwurf im Karton&#8221; eine Sammlung von oft ironisch gebrochenen, mitunter durchaus ohrwurmtauglichen Szenen vor. Sie handeln meist von Suff und Sucht als Wohl und Wehe dessen, dem die Schokoladenseite des amerikanischen Traumes unerreichbar bleibt.</p>
<p>In lakonischen Sätzen, düsteren Genreszenen und bitterer Ironie manifestiert sich, wie durch Krankheit, Alter und Tod das dysfunktionale Individuum in den Ritzen einer auf Gesundheit, Aufstieg und Anstand gerichteten Gesellschaft verschwindet. Auf ebendiese Genrehaftigkeit setzen die klugen Arrangements, mit welchen Steffen Wessbecher den Ton angibt: von jazzigen und elektronisch atmosphärischen Akkorden über scheinbar unbeschwerte Funk- und Latin-Tracks bis hin zur munteren Ska-Anmutung, die dem häuslichen Geraunze eine bös-fröhliche Note gibt.</p>
<p>Mitreissend rezitiert, skandiert und konterkariert von einem äusserst animierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Wameling">Gerd Wameling</a>, ist das Kunststück gelungen, Menschliches und Allzumenschliches in abwechslungsreicher Dichte und wirkungsvoller Stille zu formulieren. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/bukowski-in-genresicherem-sound/">NZZ , 1. 10. 2010</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sprechendebuecher.de/titel.php?id=645">Charles Bukowski: Ein Maulwurf im Karton</a>. Songs und Gedichte mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Wameling">Gerd Wameling</a> &#8211; 1 CD ( 62 Min. ) &#8211; steinbach sprechende bücher 2010</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ULRICH BECHER : EXIL IM SPRACHWITZ</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz_icon_listening_white_sm-101.png" alt="czz icon listening white sm" hspace="2" vspace="2" width="200" height="200" align="left" />czz &#8211; Heimgekehrt aus dem amerikanischen Exil, arbeitete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Becher">Ulrich Becher</a> (1910–1990) bis in die sechziger Jahre an einem eminent sprachmächtigen Werk mit Bezug auf autobiografische Motive. Ebenso tragisch wie gewitzt und verschmitzt skizziert Bechers Roman &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/33406.html">Murmeljagd</a>&#8221; ein grimmiges Tableau der Nazizeit, das 1969 erstmals bei Rowohlt erschien. Wirklich gezündet hat allerdings erst die 700 Seiten starke Neuveröffentlichung im Vorjahr <a href="http://www.schoeffling.de/content/buecher/451.html">bei Schöffling</a>.</p>
<p>Die Sprachwut und -wucht der &#8220;Murmeljagd&#8221; legt eine akustische Fassung nahe, die mittlerweile in einer rund 30-stündigen dramatisch-drastischen Lesung greifbar ist. Dabei erweist sich die Besetzung mit dem Sprechkünstler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Berger">Wolfram Berger</a> einerseits als virtuos und wirkungsvoll, bleibt anderseits in manchem problematisch. Vordergründig handelt Bechers Buch &#8220;nur&#8221; von vier Wochen im Leben des Wiener Journalisten Albert Trebla, der im Frühjahr 1938 über die Alpen ins Schweizer Exil flieht.</p>
<p>Allerdings verfährt der zu thematischen Ab- und sprachlichen Ausschweifungen neigende Autor notorisch nonlinear. Anhand der Typen und Originale, denen Trebla begegnet, wechseln Rückblenden, Zeitdiagnosen und Verfolgungswahn des Flüchtlings, wobei die Figuren in lustvoll gestalteten &#8220;Sprachkostümen&#8221; auftreten. Vom Alt- und Offiziers-Wienerischen über joviales Preussentum und wortkarge Älpler bis hin zum Italienischen und zum Rumantsch. Gelobt sei die Verve, mit der Berger sich in die verschiedenen Sprachformen wirft. Allerdings outriert er dabei mitunter derart, dass der Roman hinter der einzelnen Szene verschwindet. Dem Witz der Dialoge, dem Reiz der Dialekte, aber auch dem Anspruch eines Gesellschaftstableaus vermögen solche Übertreibungen freilich nichts anzuhaben. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/ulrich-becher-%E2%80%93-exil-im-sprachwitz/">NZZ , 1. 10. 2010</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spektral-records.de/index2.php?09060_Murmeljagd">Ulrich Becher: <em>Murmeljagd</em></a> &#8211; Lesung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Berger">Wolfram Berger</a> &#8211; 2 MP3-CD ( 30 Stunden ) &#8211; Verlag Spektral 2009</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Pünktlich wie die Eieruhr liefert unser Lieblings- Netlabel <em><a href="http://www.broque.de/label/de/aktuelles">broque</a></em> Feines zu Montasbeginn : mit den acht Tracks der neuen Release &#8220;<a href="http://www.broque.de/label/de/veroeffentlichung/mp3-download-de/2210-067-alec-troniq-windspiel">windspiel</a>&#8221; des Dresdener <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/10/czz-hoerempfehlung-91.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Elektronikers <em><a href="http://www.myspace.com/alectroniq">alec troniq</a></em> wird diesmal das ep- Format weit überschritten , aber man wolte keine der subtil ins Werk gesetzten Pretiosen missen . Es ist als hätte man es mit acht Mikrokosmen zu tun , deren verschmitzte Feinheiten stets überraschen und erquicken . Wobei die zarten Texturen auch mit rhythmischen Finessen glänzen . Einfach superfein .</p>
<p>CLICK LINKS TO LISTEN : 01. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_01_n_aschi.mp3">n’aschi</a> | 02. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_02_doldrums.mp3">doldrums</a> | 03. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_03_williwaw_feat_miss_confused.mp3">williwaw ( feat. miss confused )</a> | 04. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_04_farou.mp3">farou</a> | 05. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_05_dimmerfoehn.mp3">dimmerföhn</a> | 06. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_06_brisa_feat_da_face.mp3">brisa ( feat. da_face )</a> | 07. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_07_sahel.mp3">sahel</a> | 08. <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel_-_08_jimmycane.mp3">jimmycane</a> | <a href="http://web0.pv220.ncsrv.de/music/brq67_alec_troniq_-_windspiel/brq67_alec_troniq_-_windspiel.zip">zip- file</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>audio aktuell</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 23:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> JANE AUSTEN &#8211; SEISMOGRAPHIK UND SATIRE | ERNST JANDLS SPRACHE | &#8220;ARS ACUSTICA&#8221; &#8211; EINE KUNSTFORM STELLT SICH VOR | KLANGAPPARAT</p>
<p>JANE AUSTEN &#8211; SEISMOGRAPHIK UND SATIRE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/08/czz_icon_listening_black_sm-7.png" alt="czz icon listening black sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" />Wo &#8220;die Familie&#8221; heiratspflichtige Töchter produziert , die ökonomischen und Bildungskapitalien allerdings den Söhnen vorbehält , kann es gesellschaftlich nicht zum Besten stehen .</p>
<p>Die Romane der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Austen">Jane Austen</a> ( 1775 – 1815 ) bestechen nicht nur durch die Feinteiligkeit in der Zeichnung ihrer Protagonistinnen , sondern auch durch die ätzende Schärfe , mit welcher sie die Usancen der englischen Gentry durch die Satire zieht . Nun liegen die Romane &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verstand_und_Gef%C3%BChl">Verstand und Gefühl</a>&#8220;</em>( &#8220;<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sense_and_Sensibility">Sense and Sensibility</a>&#8220;</em>, 1811 ) sowie &#8220;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberredung">Anne Elliot oder die Kraft der Überredung</a>&#8220;</em>( &#8220;<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Persuasion_%28novel%29">Persuasion</a>&#8220;</em>, 1818) in betörenden Hörfassungen vor.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eva_Mattes">Eva Mattes</a> versieht die Sittenbilder mit der nötigen Dichte und schillernden Ironie , so dass jene in keinem Moment gestrig wirken.</p>
<p>Jane Austen realisiert die Abstufung der Beschreibung und Bewertung ihrer Figuren geschickt , indem sie die Schwestern ins Zentrum ihrer Psychogramme rückt , um die sich wie Ringe und mit verminderten Details zunächst die Sphäre der Mütter , Kupplerinnen , Gesellschaftsdamen situiert und schliesslich am äussersten Rand die potenziellen Bräutigame . Dienen Letztere oft nur als Chargen , um ein &#8220;dénouement&#8221; zur Konvention der Abgeschlossenheit der Romanform zu vollziehen , sucht die geradezu seismografische Nuanciertheit der Charakterzeichnung der antagonistischen Schwestern in beiden Romanen ihresgleichen . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/jane-austen-seismografik-und-satire/">NZZ</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.argon-verlag.de/titel.php?id=901">Eva Mattes liest Jane Austen : Verstand und Gefühl</a> &#8211; 11 CD ( 775 Min. ) &#8211; Argon 2010</li>
<li><a href="http://www.hoerbuch-hamburg.de/web/hbhh/classic/buch.html?tn=c696">Jane Austen : Anne Elliot oder die Kraft der Überredung</a> , Lesung Eva Mattes &#8211; 6 CD (450 Min.) &#8211; Hörbuch Hamburg 2010
<ul>
<li>hr2 &#8211; <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=3730">Hörbuchbestenliste August 2010</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ERNST JANDLS SPRACHE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/08/czz_icon_listening_white_sm-8.png" alt="czz icon listening white sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" /> Zehn Jahre ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jandl">Ernst Jandl</a> nun tot . Die Lücke , die sein Ableben in die deutschsprachige Poesielandschaft riss , ist nicht überbrückbar . &#8220;nur den lesern bleibe ich&#8221; , hatte er antizipiert , &#8220;noch ein weilchen dichterlich&#8221; .</p>
<p>Dies trifft nicht nur auf die ständige Sprach- und Erkenntnisarbeit zu , die Jandl in steter Erneuerung seiner poetischen Ausdrucksmittel in expressiver Form vollzog , sondern auch auf den massiv virtuosen Vortragskünstler , den zu imitieren bisher kein Interpret wagte .</p>
<p>Den kalendarischen Anlässen entsprechend, legt <em>Der Hörverlag</em> seine ( 2003 erstmals erschienene ) Jandl- CD wieder auf , die eine Lesung des Jahres 1995 wiedergibt . In Auswahl und Dramaturgie umfasst die Darbietung bemerkenswert breit ein über vierzig Jahre entstandenes Œuvre , welches sich nicht der Lachlust des Publikums mit Lieblingsstücken wie &#8220;<em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oMtCa-_ygto">ottos mops</a></em>&#8221; andient , sondern auch harsche Kommentare abgibt zu Sein , Zeit und Poetik .</p>
<p>Das reicht von den expressionistisch lautpoetisch auf NS- Zeit und Krieg rekurrierende Störungen der Wirtschaftswunderseligkeit ( &#8220;<em>schtzngrmm</em> &#8221; aus &#8220;<em><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=130367">laut und luise</a></em>&#8221; , 1958 ) über provokative Planspiele zur Materialität und Gegenständlichkeit von Poesie ( &#8220;<em>urteil</em> &#8221; aus &#8220;<a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=124069"><em>dingfest</em></a>&#8221; , 1973 ) bis hin zur radikalen Thematisierung von Altern und Verfall in den garstigen<em><a href="http://www.zintzen.org/2009/02/24/karnevalistischer-triumph-des-grotesken-leibes-ernst-jandl/">&#8220;idyllen</a>&#8220;</em> ( 1989 ) . Indem Jandl das Material der Sprache in höchster Intensität dehnt , quetscht , ramponiert oder korrumpiert , geht das unzweifelhaft Gemeinte uns unter die Haut . ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/ernst-jandls-sprache/">NZZ</a> )</p>
<ul>
<li>Ernst Jandl spricht : <a href="http://www.hoerverlag.de/literatur/eile-mit-feile/">Eile mit Feile</a> &#8211; 1 CD (76 Min.) &#8211; Der Hörverlag 2010</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;ARS ACUSTICA&#8221; &#8211; EINE KUNSTFORM STELLT SICH VOR</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/08/czz_icon_listening_black_sm-7.png" alt="czz icon listening black sm" hspace="2" vspace="2" width="206" height="206" align="left" />&#8220;Radiokunst&#8221; ist eine Sparte , die innerhalb der öffentlichrechtlichen Sender einen Freiraum bietet für experimentelle Künstlerarbeiten zwischen Sprache , neuer Musik und konzeptuellen Sounds . Etwas weiter umfasst der Begriff der &#8220;Ars Acustica&#8221; auch Arbeiten , welche nicht notwendig an das Medium &#8220;Radio&#8221; gebunden sind , sondern etwa als Klanginstallationen figurieren .</p>
<p>Seit zwanzig Jahren besteht innerhalb der <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Rundfunkunion">European Broadcasting Union</a></em> ( EBU ) mit Sitz in Genf eine internationale <a href="http://www.ebu.ch/en/radio/euroradio_classics/arsacustica/index.php">Arbeitsgruppe</a> zur &#8220;<a href="http://www.kunstradio.at/EBU/ebu.html">Ars Acustica</a>&#8221; . Theoretische wie praktische Überlegungen zu Zustand und Zukunft der Sparte werden hier diskutiert , Kooperationen etabliert . Zum 20- jährigen Bestehen hat die Arbeitsgruppe nun eine Audio- Edition herausgebracht , die vierzehn Arbeiten versammelt .</p>
<p><a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/jovanovicbio.html">Arsenije Jovanovic&#8217;s</a> Arbeit für Radio Belgrad gibt mit ihren wummernden Cluster ein akustisches Bild der Bangnis , das an die Luftangriffe auf Belgrad gemahnt . Ein subtiles Seestück liefert <a href="http://www.hannahartman.de/">Hanna Hartmann</a> mit ihrer Produktion für den schwedischen Rundfunk . Ihre &#8220;seascape&#8221; verwischt die Grenze zwischen O- Ton und synthetisch generierten Sounds , handle es sich um das Zischen und Gurgeln der Tide , um das Heulen des Windes oder um der Wasservögel Schrei .</p>
<p>Natürlich spielt in der &#8220;Ars Acustica&#8221; die menschliche Stimme als Medium sprachlicher Sinnstiftung eine erhebliche Rolle : Als prekäres Subjekt übermächtigen &#8220;Walls of Sound&#8221; gegenübergestellt , tritt die Verletzlichkeit des Humanen hervor (<a href="http://franswaltmans.nl/composerspalka.htm">Tomáš Pálka</a> , Tschechien ) . Vokale Kakofonien (<a href="http://www.spiza.gr/spizaENG/people_sofia_kamayianni.html">Sofia Kamayianni</a> , Griechenland ) schliessen an die Tradition der Lautdichtung an , technisch verfremdete Stimmen (<a href="http://www.misoensemble.com/miguelazguime.html">Miguel Azguime</a> , Portugal ) lassen eine Glossolalie erklingen , die das enorm emotionale Potenzial der &#8220;vox humana&#8221; offenbart. ( <a href="http://www.zintzen.org/zur-akustik/ars-acustica-eine-kunstform-stellt-sich-vor/">NZZ</a> )</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kunstradio.at/2010A/aacd.html">20 Years EBU Ars Acustica </a> &#8211; 2 CD (152 Min.) &#8211; <a href="http://www.ebu.ch/arsacustica">www.ebu.ch/arsacustica</a>, zu beziehen bei <a href="mailto:kunstradio@kunstradio.at">kunstradio@kunstradio.at</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Die atmosphärischen , gleichwohl insistierenden Sounds <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/08/czz-hoerempfehlung-75.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />von <em><a href="http://granlab-elektric-music.de/">Heiko Schwanz</a></em> aka <em><a href="http://www.discogs.com/artist/Granlab">Granlab</a></em> sind treuen in|ad|ae|qu|at gute alte Bekannte ( vgl. <a href="http://www.zintzen.org/2009/02/16/neues-von-freunden-26/">hier</a> , <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/06/neues-von-freunden-9/">hier</a> und <a href="http://www.zintzen.org/2007/05/06/tao-linknutte-broque/">hier</a> ) . Meist im Kontext von frischen Releases des Künstlers beim Netlabel <em><a href="http://www.broque.de/inhalt/inhalt.htm">broque</a></em> klingen Granlabs idm | ambient | minimal- Kompositionen noch wohl im Ohr .</p>
<p style="text-align: right;">Nun ist der deutsche Künstler beim portugiesischen Netlabel <em><a href="http://doporto.pt.to/">Editora Do Porto</a></em> angelangt und zwar in Kooperation mit <em><a href="http://www.discogs.com/artist/OCP+%282%29">Joao Ricardo</a></em> aka <a href="http://www.myspace.com/joao_ricardo">ocp</a> und remixed von <em><a href="http://www.deepindub.org/staff/the-nautilus-project">Marcel &#8220;Nemo&#8221; Frehse </a></em> aka <em><a href="http://www.myspace.com/mnautilusf">The Nautilus Project</a></em> .</p>
<p style="text-align: right;">Die ep &#8220;<em><a href="http://doporto.pt.to/">Far from here</a></em>&#8221; besteht zwr &#8220;nur&#8221; aus zwei Tracks , doch fallen diese mit einer Laufdauer von insgesamt neunzehneinhalb Minuten durchaus ins Gewicht . Wir indes entwinden uns in|ad|ae|qu|at dem <em>Gewicht der Welt</em> und heben zu Schwebeflügen ins Ferne an .</p>
<pre><code> </code></pre>
<p><object width="640" height="26" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"><param value="true" name="allowfullscreen"/><param value="always" name="allowscriptaccess"/><param value="high" name="quality"/><param value="true" name="cachebusting"/><param value="#000000" name="bgcolor"/><param name="movie" value="http://www.archive.org/flow/flowplayer.commercial-3.2.1.swf" /><param value="config={'key':'#$aa4baff94a9bdcafce8','playlist':[{'url':'OCP_Fumo_Feel_Your_Own_Dub_Version_by_The_Nautilus_Project.mp3','autoPlay':false},'Pseudonimo_Outside_Rework_Extension_by_The_Nautilus_Project.mp3'],'clip':{'autoPlay':true,'baseUrl':'http://www.archive.org/download/EdP025_far_from_here_EP/'},'canvas':{'backgroundColor':'#000000','backgroundGradient':'none'},'plugins':{'audio':{'url':'http://www.archive.org/flow/flowplayer.audio-3.2.1-dev.swf'},'controls':{'playlist':true,'fullscreen':false,'height':26,'backgroundColor':'#000000','autoHide':{'fullscreenOnly':true},'scrubberHeightRatio':0.6,'timeFontSize':9,'mute':false,'top':0}},'contextMenu':[{},'-','Flowplayer v3.2.1']}" name="flashvars"/><embed src="http://www.archive.org/flow/flowplayer.commercial-3.2.1.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="26" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" cachebusting="true" bgcolor="#000000" quality="high" flashvars="config={'key':'#$aa4baff94a9bdcafce8','playlist':[{'url':'OCP_Fumo_Feel_Your_Own_Dub_Version_by_The_Nautilus_Project.mp3','autoPlay':false},'Pseudonimo_Outside_Rework_Extension_by_The_Nautilus_Project.mp3'],'clip':{'autoPlay':true,'baseUrl':'http://www.archive.org/download/EdP025_far_from_here_EP/'},'canvas':{'backgroundColor':'#000000','backgroundGradient':'none'},'plugins':{'audio':{'url':'http://www.archive.org/flow/flowplayer.audio-3.2.1-dev.swf'},'controls':{'playlist':true,'fullscreen':false,'height':26,'backgroundColor':'#000000','autoHide':{'fullscreenOnly':true},'scrubberHeightRatio':0.6,'timeFontSize':9,'mute':false,'top':0}},'contextMenu':[{},'-','Flowplayer v3.2.1']}"></embed></object></p>
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<p><strong>|||</strong><br />
<em></em></p>

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		<title>Ann Cottens &#8220;Florida- Räume&#8221; , author&#8217;s edition</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 13:14:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[| salon littéraire |]]></category>

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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; Die schöne Einladung , welche Ann Cotten zu ihrer heutigen und erstmaligen Lesung aus ihrem neuen Buch &#8220;Florida- Räume&#8221; im Literischen Quartier Alte Schmiede , Wien gestaltet hat , wollen wir uns in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at ebenso wenig entgehen lassen wie den p. t. Lesern ( m &#124; f )  . &#124;&#124;&#124; Hinweise Ann Cotten liest in...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong><strong> </strong>Die schöne Einladung , welche <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/ann-cotten/">Ann Cotten</a> zu ihrer heutigen und erstmaligen Lesung aus ihrem neuen Buch &#8220;<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/florida-raeume-ann_cotten_42132.html">Florida-    Räume</a>&#8221; im Literischen Quartier Alte Schmiede , Wien gestaltet hat , wollen wir uns in|ad|ae|qu|at ebenso wenig entgehen lassen wie den p. t. Lesern ( m | f )  .</p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/06/ankündgung.png" rel="lightbox[14895]"><img class="alignnone size-full wp-image-14897" title="ankündgung" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/06/ankündgung.png" alt="" width="600" height="800" /></a></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>Hinweise</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.alte-schmiede.at/schmiede/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=482:2262010-lq-1900-2000&amp;catid=71:literaturprogramm-neu&amp;Itemid=181">Ann  Cotten liest in Wien</a> aus &#8220;<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/florida-raeume-ann_cotten_42132.html">Florida-  Räume</a>&#8221; &#8211; Literarisches Quartier Alte Schmiede <strong>- heute , Dienstag , 22.  6. 2010 , 20 H &#8211; ab 19 H</strong> führen <a href="http://germanistik.univie.ac.at/personen/strigl-daniela/">Daniela  Strigl</a> und <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/fachbuch/rez/Huber_Lesen/">Florian  Huber</a> einen Einleitungsdialog über Ann Cottens neues Buch .</li>
<li>Der Band &#8220;<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/florida-raeume-ann_cotten_42132.html">Florida-   Räume</a>&#8221; erscheint im August 2010 im Suhrkamp- Verlag , Frankfurt .</li>
<li>Preview : Salon Littéraire | Ann Cotten : <a href="http://www.zintzen.org/2010/06/20/salon-littraire-ann-cotten-der-floridaroom/">Der Florida- Room</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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