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Dokumentation | Alte Schmiede : Gerhard Ruiss’ Replik auf Andreas Mailath-Pokorny “Die Alte Schmiede lebt” ( Die Presse , 17. 6. 2008 )



Alte Schmiede wohin ?

alte-schmiede-was-tunFortsetzung unserer seit der ersten Meldung über den möglichen Verkauf des Hauses Schönlaterngasse 9 ( Alte Schmiede ) vor zwei Monaten unternommenen DOKUMENTATION . - Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at hält Meldungen , Meinungen , Äusserungen , Protestnoten und Politikerrepliken in chronologischer Folge fest .

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Die folgende Replik von Gerhard Ruiss ( IG Autorinnen Autoren ) auf den von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny als “Brief des Tages” in der Tageszeitung “Die Presse” veröffentlichten Leserbrief “Die Alte Schmiede lebt” blieb ungedruckt . Gerhard Ruiss war so freundlich , in|ad|ae|qu|at den Brief zur Dokumentation zur Verfügng zu stellen .

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Von : Gerhard Ruiss <gr@literaturhaus.at>
Datum : 22. Juni 2008 17:03:25 GMT+02:00
An: meinung@diepresse.com
Betreff: Brief des Tages, 17.6. - Stellungnahme

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach einer kurzen berufsbedingten Abwesenheit habe ich heute die Stellungnahme des Wiener Kulturstadtrats zur Gefährdung des Fortbestands der Alten Schmiede auf Ihrer Meinungsseite nachgelesen. Soweit sie sich auf die Maßnahmen zur Literaturförderung bezieht, kann diese Stellungnahme nicht unwidersprochen bleiben.

Herzliche Grüße
Gerhard Ruiss

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Betrifft: Meinung. Brief des Tages. “Die Alte Schmiede lebt“, von Andreas Mailath-Pokorny, 17. 6. 2008

alte-schmiede-was-tunWien, Literaturweltstadt

Es gibt nicht den geringsten Grund, an den Angaben des Wiener Kulturstadtrats im “Brief des Tages “ in der “Presse“ vom 17.6.2008 über die Zuwächse bei den Wiener Kulturförderungsausgaben in den letzten fünf Jahren zu zweifeln, bestätigt doch die Zunahme der Ausgaben für Kultur um rund ein Drittel den Armutsrang der Literaturförderung der Stadt Wien mehr als deutlich. 0,7 Prozent der Kunstausgaben sieht die Stadt Wien für Literatur- und Autorenförderungen vor. Annähernd den gleichen Anteil wie vor 5 Jahren, vor 15 Jahren und vor 30 Jahren. Die anteiligen Literaturförderungsausgaben am Kunstbudget des Bundes und der Kosten für die Bundestheater sind hingegen von einem ähnlichen Ausgangswert auf 3,5 Prozent gestiegen.

Die Vielzahl literarischer Veranstaltungen ist daher kein Verdienst der Literaturförderungen der Stadt Wien, sondern wird durch Bundesförderungen ermöglicht. Die Stadt Wien hat es sich in Fragen der Literaturförderung in den Fauteuils der Literaturförderung des Bundes gemütlich gemacht und innerhalb der eigenen Kunst- und Kulturausgaben der Literatur und den Autoren die Katzentischplätze, Küchenhocker- und Fußschemelsitze zugewiesen.

Die Situation läßt sich auch nicht durch die Einbeziehung der Ausgaben für Bildungszwecke besser darstellen als sie ist, wie groß die Anstrengungen im Bereich der Stadt Wien zur Förderung des Lesens und der Allgemeinbildung außerhalb des Schulischen immer sein mögen. Solche Ausgaben bestehen selbstverständlich genauso aus Bundesmitteln und sind daher nur mit diesen Ausgaben zu vergleichen.

alte-schmiede-was-tunWenn der Wiener Kulturstadtrat Wien als “Literaturweltstadt” bezeichnet, was anläßlich der Präsentation der kommenden ersten internationalen Buchmesse “Buch Wien” der Fall war, wird das nicht durch ein literarisches Wiener Selbsterhaltungswunder zu erreichen oder allenfalls, hätte der Wiener Kulturstadtrat zu mehr als einem Slogan gegriffen, zu erhalten sein, sondern nur durch Geld. Das Geld, das die Alte Schmiede zur Sicherung ihrer Existenz benötigt und das Geld, das die Autoren und literarischen Einrichtungen Wiens zur Fortsetzung ihrer Arbeit brauchen, zu deren Unterstützung die Stadt Wien schon seit langem nur mehr gelegentliche bis marginale Beiträge leistet.

Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren
Wien, 22. 6. 2008

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LINKS

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RELATED

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Österreichs Autoren besiegen Deutschland 6:3 - “katastrophaler Zustand” der Wiener Literaturförderung



Während das Schicksal des “Literarischen Quartiers Alte Schmiede” öffentlich beschwiegen wird , liefert die APA literarischen Fussball .
Zwei Meldungen .

APA , 2 . 6. 2008 , 10:22 Uhr

Cordoba verdoppelt”: Österreichs Autoren besiegen Deutschland 6:3
Auswärtssieg der heimischen Literaten-Elf gegen die Deutsche

Wien/Nürnberg - Mit einem 6:3 (4:0)-Auswärtssieg gegen die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur hat sich Österreichs Literaten-Nationalmannschaft am Samstag in Nürnberg nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Literaten-EM “Doppelpass” rehabilitiert. “Wir haben Cordoba verdoppelt”, gab sich Österreichs Kapitän Gerhard Ruiss danach euphorisch. Je dreimal netzten Reinhard Prenn (darunter ein Elfer) und Thomas Schafferer, die Gegentore erzielten Harry Riedel, Jochen Wagner und der frühere Fußballprofi Manfred Wasner.

Am 23. Juni treffen die österreichischen Literaten-Kicker in Wien auf die offizielle Autorennationalmannschaft Deutschlands. Das Match wird mit einer Lesung im Kasino am Schwarzenbergplatz abgerundet.

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Der Standard online , 2. 6. 2008 , 18:15 Uhr ( Ronald Pohl )

Alte Schmiede Was tunUnterschriften für die “Schmiede”
Die heimische IG Autorinnen Autoren sammelt noch bis Dienstag Mail-Unterschriften

Wien - Die heimische IG Autorinnen Autoren sammelt noch bis Dienstag Mail-Unterschriften mit der Absicht, die Zukunft des Veranstaltungsortes Alte Schmiede in der Wiener Schönlaterngasse gewährleistet zu sehen. IG-Sprecher Gerhard Ruiss in einem Aufruf: Im Sinne des Kunstvereins Wien seien “dringend budgetäre Maßnahmen vonseiten der Wiener Kulturpolitik notwendig”, um zu neuen raumtechnischen Lösungen zu gelangen.

Bekanntlich will die Wiener Städtische Versicherung als Liegenschaftsinhaberin die Räumlichkeiten von “Literarischem Quartier” und “Musikwerkstatt” eventuell veräußern. Ruiss verspricht internationale Solidaritätsbekundungen - und möchte den “katastrophalen Zustand” der Wiener Literaturförderung ganz allgemein offensiv thematisieren.

E- mail : ig@literaturhaus.at

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Weitere Preise im Kreise



|||| EIN MANN GING AN DIE RAX | FREMDWÖRTERBUCHSONETTE AUF REISEN | BEMERKENSWERT | ZU MERKEN | KLANGAPPARAT | LINKS

Die Perlenkette der Preis- Nachrichten wiederaufnehmend , fädeln wir deren Seidenschnur noch einmal durch den Eintrag der vorigen Woche hindurch : Preise , Projekt & Präsentation von Autorinnen & Autoren der LITERATUR ALS RADIOKUNST . |||

EIN MANN GING AN DIE RAX

forest question markWas wir der besseren Übersicht halber nachtragen , verheimlichen wir allerdings auch an dieser Stelle nicht . Ganz im Gegenteil : Beim erstmals - und auf private Initiative hin - veranstalteten Literaturwettbewerb der Schlossgärtnerei Wartholz waren am vergangenen Wochehende 18 Autorinnen und Autoren zur öffentlichen Vorlesung geladen - ausgewählt von einer anonym bleibenden Vorjury aus insgesamt 400 Einsendungen .

Donnerstag und Freitag wurde öffentlich gelesen und die Texte von einer betont freundlichen Jury ( Bettina Balàka , Katia Gasser , Bernhard Fetz und Wendelin Schmidt-Dengler ) unter Einbindung des Publikums diskutiert . Andrea Winkler , deren Début “Arme Närrchen” bereits für erkleckliche wie berechtigte Aufmerksamkeit gesorgt hatte , errang mit der eben bei Droschl erschienenen Prosa “Hanna und ich” den mit 10.000 € dotierten Hauptpreis .

forest question markZweiter wurde - in landschaftlich absolut adaequatem Ambiente ! - Ulrich Schlotmann mit einer “Saison” betitelten Variation auf Die Freuden der Jagd . So kommt’s also - siehe “Literatur als Radiokunst” und “Salon Littéraire” - wenn ein Mann in den Wald an der Rax geht : Wohl bekomm’s !

Dass Ulrich Schlotmann am Montag , 3. 3. sein “Ein Mann ging in den Wald”- Hörstück “Von Eriwan nach Samarkand” in voller 5.1- Dolby- Digital- Surround- Qualität in der Wiener Alten Schmiede vorstellt , ist den Aficionados längst bekannt .

Andrea Winkler ist zwei Tage später am nämlichen Ort zu vernehmen . Droschl- Lektor Rainer Götz stellt ihr neues Buch zusammen mit Iris Hanikas millimetermutigen Liebesroman “Treffen sich zwei” in Lesungen und Rede vor . |||

FREMDWÖRTERBUCHSONETTE AUF REISEN

forest question markAuch Ann Cotten wird am 3. 3. in persona plus “parkbank” in der Alten Schmiede anzutreffen sein . Inzwischen wurde der Autorin der “Fremdwörterbuchsonette” nach Priessnitz- , und Brentano- Preis das George Saiko- Reisestipendium zuerkannt . Am 13. Mai gibt’s im Rahmen des Literatursalons der ÖNB ein kleines Zeremoniell mit Lesung und Wendelin Schmidt- Dengler am lobenden Wort . |||

BEMERKENSWERT

Bemerkenswert ist , dass es sich bei beiden Preisen um weder staatliche noch kommunale Stiftungen handelt . - Ein zartes Zeichen für den allmählichen ( Wieder- ) Nachwuchs privater Kunstförderung in Österreich ?! |||

ZU MERKEN

forest question markAuch wenn 16 der in die klassische Landschaft literarischer Somemrfrische gereisten Autorinnen und Autoren als fair players ohne Preis heimgekehrt sind , sollte man sich deren aus Hunderten ausgewählte Namen gleichwohl merken : Christoph Aistleitner , Daniel Oliver Bachmann , Andrea Drumbl , Claudia Gabler , Lioba Happel , Silke Heimes , Andre Lamijon , Christine Leutkart , Martin K. Menzinger , Angelika Reitzer , Manuela Rogger , Silke A. Schuemmer , Bernhard Seiter , Michael Stavaric , Andrea Stift . |||

KLANGAPPARAT

Festmusik zur Preisfreude : Tobias Lorsbachs spontan- Netlabel aus der Darmstädter Zone feiert diesen Februar seinen ersten Geburtstag mit czz hörempfehlungeiner cool tuned und glücklich nicht allzu laut gelaunten B’Day- Mix- Suite . An den Reglern dreht der Chef selbst aka Keinzweiter ( MySpace ) . Und lässt es sich nicht nehmen , ein gut durchwachsenes Tech- Minimal- Menü zu servieren . Respect : Die Spannung hält ganz ohne Anstrengung eine knappe Stunde lang an . CLICK LINK TO LISTEN & ENJOY : The Lost Diglator Mix . |||

LINKS

LITERATUR ALS RADIOKUNST | Daniel Wisser im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| STUDIO- SESSION : MAJOR TOM | LITERATUR ALS RADIOKUNST | ANDERE LEKTÜREN | RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ? | FALSCHE FRAGEN | NÖTIGE KLARSTELLUNG | ANTI ROMANTK | DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG | HOLOPHONE | KOOPERATION ( STEREO ) | WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ? | KLANGAPPARAT Hörproben EWHO | LINKS ( MONO )

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STUDIO- SESSION : MAJOR TOM

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Wesentlich anders als in einem Space Shuttle geht es in einem Hörspielstudio wohl nicht zu : Drei Tage lang drängt man sich in einem unterirdischen Welt- Abseits zusammen . U- Boot . Raumschiff . Immerhin bieten die beiden Sprecherräume links und rechts von der Kontrollzentrale ( sprich “Regieplatz” ) einige Bewegungsfreiheit . Sprech- und Laufställe , die der rezente LITERATUR ALS RADIOKUNST- Kandidat DANIEL WISSER weidlich für seine oratorischen Zwecke zu nutzen verstand . |||

LITERATUR ALS RADIOKUNST

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Wer’s noch nicht weiss , bzw. , wer dem auf das Projekt LITEATUR ALS RADIOKUNST weisenden Link in unserer Blogroll noch nicht nachgegangen sein sollte : Seit 1999 produzieren wir diese Reihe unter Dach und Fach des ORF KUNSTRADIO - jener Sendung , die nach Kräften im öffentlich- rechtlichen Rundfunk die Agenda experimenteller Künstlerproduktionen gegen Moden- und Quoten- Druck verteidigt . Da darf auch der Pegel mal über dem sonst Erlaubten liegen , da ist auch der mögliche Raum des Schweigens weiter , bevor die Hauptabwicklung das automatische Pannen- und Pausengedudel loslässt . |||

ANDERE LEKTÜREN

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Der Fokus auf LITERATUR mag zwar bedeuten , dass wir als Produzierende grundsätzlich Text- Sprachschöpfende einladen , doch darf ( deswegen sind , bleiben und gelten wir ja weiterhin als sog. “experimentell” ) im Zuge des Vortrags und bei der Bearbeitung die plane Textverständlichkeit durchaus korrodieren .

Gerade und bieder “herunter”- gelesene Texte bieten die üblichen Literaturformate hinlänglich - gar nicht zu reden von den Tausenden Hörbüchern , die ( mal auf exzellentem , mal unter jedem Niveau ) Werke im Take- Away-Format ( nicht selten auch zu entsprechenden Preisen ) anbieten . |||

RADIOKUNST : HÖRBUCH , ONDULIERT ?

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Was ist dann überhaupt noch der Unterschied zwischen einer radiophonen und einer Hörbuchproduktion ? - Beide werden in einem Studio geboren , oft unter Geburtshilfe of the Author’s ‘ Voice - beide sickern dann irgendwo und -wann einmal aus Lautsprechern . Sei’s Allzeit- Bereit beim Bügeln, im Kraftfahrzeug oder aus den i- Pod- Ohrpfropfen , sei es zu festgesetzter Stundes aus dem Radioapparat . Allerdings überbieten die Sender einander derzeit mit Stream- und podcast- Angeboten , so dass der Aspekt der ECHTZEIT einer Radioübertragung tatsächlich aus Bewusstsein und Aufmerksamkeit schwindet . ( Kategorie “Untergang des Abendlandes” , vol. 765 ) |||

FALSCHE FRAGEN

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So hat ein Jungredakteur eines Österreichischen “Feuilletons” das Prinzip der Autoren- Produktionen @ LITERATUR ALS RADIOKUNST einst auf den Punkt des grössten anzunehmenden Irrtums gebracht : Die Schriftsteller sässen eh fortwährend in ihrer einsamen Klause und seien glücklich , sich drei Tage lang in einem “echten” Radio- Studio austoben zu dürfen und schliesslich als Resultat sogar die auf CD gebrannte Aufnahme nach hause nehmen zu dürfen . Hörbuch im DIYS- Verfahren . |||

NÖTIGE KLARSTELLUNG

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An dieser Darstellung ist so ziemlich jede einzelne Silbe falsch . Den angewandten Gegenbeweis lieferte der Musiker und Schriftsteller DANIEL WISSER anlässlich unserer jüngsten Produktion . Zugegeben , wir benötigen solche Trägermedien : CDs , DATs , heute Audio- DVDs oder externe Festplatten . So sichern wir die volatilen Daten , sorgen für deren Archivierung , Weitergabe und Bestand . - Freilich ist mit der Produktion in 5.1 Surround- Sound seit nunmehr drei Jahren die Menge der Daten explodiert : Entsprechend aufwändiger wurde deren Bearbeitung , Sendung ( via Sat ) und Archivierung . In drei Formen der Darreichung tritt sie nun auf , diese LITERATUR ALS RADIOKUNST .

  • ON AIR : In Form der LIVE- Ausstrahlung in 5.1. via OE1DD , gleichzeitig in der ( nahezu ) simultan auf Stereo “heruntergerechneten” FM- Sendung [ reizvoll : die kleine Zeitverzögerung ! ] .
  • ON SITE : Via MP3 auf der entsprechenden LARK- Webseite .
  • TO GO : Erstellen wir selbstverständlich auch Kopien auf Datenträgern . Audio- CDs für die Stereo- , bzw. Audio- DVDs für die 5.1.- Version . Solcherart lassen sich die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion auch an anderen Orten und zu anderen Zeit aufführen . Hier läge ein WÜNSCH- DIR- WAS seitens der Kuratorin : Wenige Künstlerinnen und Künstler haben bisher die Möglichkeit genutzt , ihre LARK- Produktion als Zuspielung bei einer “Live- Lesung” zu verwenden . - Soweit uns bekannt ist , hat Franz Mon einmal “live” zum surround abgespielten Tondokument improvisiert . In dieser Hinsicht auf die konkrete AUFFÜHRUNG eines Radiokunst- Stückes gäbe es schöne und noch ungenützte Möglichkeiten : Einmal abgeschlossen , abgespeichert , gesendet , muss so ein Werk nicht zwingend “still stehen” . Es könnte weiter wachsen in Phasen und Transformationen , in neuen Räumen , dem Leben nach . |||

WISSERS WISSEN

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Nach den Produktionen mit Anja Ulter , Ann Cotten und Ulrich Schlotman hatten wir jetzt den Wiener Musiker , Verleger ( Der Pudel ) und Schriftsteller zu Gast und man wird nicht gerade behaupten dürfen , dass dieser Studio- erfahrene Mann nicht weidlich genutzt hätte , was Küche und Keller zu bieten haben . Vom schalltoten Sprecherraum bis hin zum grossen Hörspielsaal bleibt kein Klangraum ungenutzt . Mittels statischem Mic , mobilem Reportermikrophon ( Rückkopplungen nahe der Lautsprecher des Regie- Raums ) sowie dem Handy als einem praktikablen Instrument zur Echtzeit- Kompression von Stimme : Für eine monologisch dargebrachte tragisch- vergebliche Liebe zu einer Postsparkassen- Angestellten ein nachgerade ideales Instrumentarium . |||

ANTI ROMANTK

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Niemand beginnt am Anfang. Denn woher wüsste man,
dass es ein Anfang ist, wenn man nicht bereits die Mitte kennen würde?
Also beginnt man in der Mitte.
Anstatt am Anfang von Etwas,
beginnt man in der Mitte von Nichts.
Das ist gut. ( Daniel Wisser : Die Tür )

Wer Wisser für einen ramponierten Romantiker halten würde und seine Poesie für schaumgeborene Capuccino- Tristezza , der liegt nämlich ganz schön quer . Seit 1994 sind die Gebrüder Wisser ( Florian , Daniel ) , Thomas Pfeffer und Jürgen Plank in der Formation des ERSTEN WIENER HEIMORGELORCHESTRS ( EWHO ) zugange und haben sich auf den Tasten dieser zu Unrecht belächelten Floccati- Wohnzimmerbeschallungsapparate unbestrittenen Kultstatus erspielt . Zu hören und sehen ist das EWHO übrigens noch am 6. Dezember im Zuge der vorläufig letzten Aufführung von Peter Handkes Untertagsblues , wo das orgelnde Konsortium dem - die alte Publikumsbeschimpfung aufleben lassenden - Philipp Hochmair ungerührt Akkorde zu- und an diesem vorbei spielt .

Unser Mann im Studio verfügt demnach nicht nur über exzellenten Takt , sondern auch über eine phänomenale Stimme , deren obenhin austriakischer Duktus sich in überraschende Körnigkeiten aufzureiben vermag . Einmal wieder erweist sich die Chance und das eminente Glück - wie bei Ulrich Schlotmann ( bei welchem man bereits beim ersten Satz durch das Mic schier “niederknieen” möchte ) - einen solchen Autor im Studio zu “haben” . Was hier und unter diesen konzentrierten Bedingungen entsteht - ist in keiner Weise mit einer Live- Performance , einer üblichen Autorenlesung oder gar dem “einfühlenden” Herunternudeln eines Textes durch Schauspieler zu vergleichen .

Da wir nun einmal fünf ( plus einen Bass- Effekt- ) Kanal zur Verfügung haben , können wir die Stimme schön im Raum verteilen : Front Center für “gerade Erzählung” , Doppelung und simultan gegenläufige Drehung der Stimmspur über die fünf Kanäle , Halbsatz- Dialoge Mitte rechts - Mitte links ( “Wie Ohrfeigen” ) und - ach ja , dann gab es auch noch unseren schönen neuen “Alien” . |||

DAS ALIEN ( “E. T.” ) - MITTIG

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Zum Ausprobieren des niegelnagelneuen Superstars unter den statischen 5.1.- ( bis 7.1. möglichen ) Mikrophonen gab es etliche Rundtänze um diesen zentral- positionierten “Seehundkopf” aufzuführen . Normalerweise postiert man ja sechs Einzel- Mono- Mics ausserhalb der Szene : Quasi in naturalistischer Abbildung | Analogie zur Klangwiedergabe , deren Lautsprecher meistens dezentral ( “surround” ) positioniert sind . Obwohl die Aufnahme also im Kreisinneren erfolgt , ertönte das Ergebnis wiederum in der Aussenzone . Experimente mit zentrisch positionierten Boxen böten sich ebenso an wie die Ausnützung der Tatsache , dass grosse Rundumräume keiner weit gesteckten Mikrophonierung mehr bedürfen …. Funktion eventuell noch am ehesten mit dem KUNSTKOPF zu vergleichen , welcher mittlerweile aus der Mode gekommen scheint ( wir vermuten mal : wegen dessen weitgehend “naturalistischem” und damit rasch reizlos werdenden Gebrauch ) . |||

HOLOPHONE

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Interessant beim Herumspielen mit dem HOLOPHONE war die Beobachtung , dass das Gerät den direkten Schalleinfall geringer verstärkt als Hinter- bzw. Nebengrundgeräusche ; man erinnere sich an das Handy , welches jeden vorbeifahrenden Lastwagen dem Nah- Sprech bei weitem vorzieht . D .h . , ferne im Raum aufgenommenes Stimmengewirr , Schritte , ja sogar das Rascheln der Kleider wurden von HOLOPHONE weit eindringlicher übertragen als jede Mund- zu- Mund- Beatmung . Wie weit sich dieser Gain noch regulieren lässt : Dies müssen wir ein ander Mal ausprobieren . |||

KOOPERATION ( STEREO )

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Feed und Feedback . Notwendige Momente völliger Kopf- und Ohrenlähmung . Stippvisiten , Überfälle : Kuratoren , Kollegen , Kiebitze . “Wohlmeinende” Ratschläge , ungefragt : Ohne Willen zur Kooperation , ohne die Fähigkeit , den Anregungen Anderer zuzuhören und ohne die Souplesse , auch mal eine vermeintlich “suprige Idee” einfach fahren zu lassen , wäre eine solche Produktion undenkbar .

Hier : Wissers “Vorwissen” , sein aus Fragilem und schwer lotbarem Trivialen eigentümlich gewebter Text , seine Bereitschaft , bei unzähligen Neu- und Wiederaufnahmen mit seiner Stimme nicht zu geizen . Dort : Die tonmeisterliche Kundigkeit , Geduld und Experimentierfreude unserer Soundmasterin Anna Kuncio .

So ( sagen wir mal als Kuratorin und Producerin selbstredend befangen ) könnte sendefähige Literatur möglich gemacht werden , welche vielleicht den Tag überdauert . Oder die 14:40 Minuten ihrer Ausstrahlung via FM ( stereo ) und Sat ( 5.1.) . Die genauen Daten folgen . |||

WITH A LITTLE HELP … WIE LANGE NOCH ?

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Dass eine so aufwändige Produktion Geld kostet , ca se va en soi . Derweil geniessen wir für unser - mit 2008 ins neunte Produktionsjahr gehendes - Projekt Unterstützung seitens des ORF , der ( GAV ) Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ( Honorare ) sowie von Seiten des Literarischen Quartiers Alte Schmiede , wo wir am 6. März alle vier Produktionen des Jahres 2007 in Anwesenheit ihrer Kreatoren präsentieren dürfen . Selbstverständlich rundum beschallt - per eigens vom ORF herbei geschaffter 5.1- Apparatur .

Aber wie lange noch ? - Wäre man paranoid veranlagt , könnte man Indizien zunehmender Lustlosigkeit der fördernden Instanzen bemerken . Aber da wir ja glücklich frei sind von jedweder Anwandlung dieser Art , basteln wir bereits munter an der Künstler- und Playlist für’s kommende Jahr . Antragsformular nicht vergessen ! |||

KLANGAPPARAT

Hörproben ERSTES WIENER HEIMORGEL ORCHESTER

czz hörempfehlungAUTO PLAY CD ( plagdichnicht 2005 ) :

01. anton ( excerpt ) | 02. oliven und schafkäse ( excerpt )| 03. mit den dritten fall ( excerpt ) |||

LINKS ( MONO )

Nachrichten von Freunden



||| EVENTUELL | WERTSTÜCKE , POSTPARTITIV | SZALON GRIMM | ROTE BAR : ABSICHTSLOS | ROUNDABOUT LITERTURFÖRDERUNG | ROUNDABOUT LITERTURKRITIK | SATZ - SEMANTIC ? | HOLOPHON IM STUDIO | TEXT DES MONATS | BEGRIFFSSTUDIO | KLANGAPPARAT | LINKS

EVENTUELL

text_picto_copyright_inadaequat Lang , viel zu lange ist’s her , dass wir eine in|ad|ae|qu|ate Quer- Lektüre dessen boten , was sich im Kreise der Sympathetiker so bewegt . Manche würden das genre ja “Eventkalender” nennen : Wir aber verschliessen uns dieser Sprachregelung . Eventuell sind Buchpräsentationen , Ausstellungen - die schlichte Neuerscheinung eines exquisit gestalteten Bandes , einer gefinkelt eingespielten CD oder eine supernette Netlabel- Release - nämlich tatsächlich ein “Ereignis” . Und zwar wenig im Sinne von “Szene”- Blättern und kessen Glossen . Nein . Sondern im Sinne der Finalisierung eines Langgehehgten , lang Erarbeiteten , von langer Hand Geplanten . |||

WERTSTÜCKE , POSTPARTAL

Brauchen wir jetzt also gar nicht die Metapher der “Geburt” zu bemühen . Und auch nicht diejenige der “postpartalen Depression” . Kennt man ja , die Trauer , die sich einstellt , wenn einem das Werkstück unter der Hand heran wächst , in die Welt hinaus zieht , und man nun vorderhand mit leeren Händen dasteht . Da hilft auch der kurzfristige Triumph angesichts der eben noch als erreicht angesehenen Etappe nichts . |||

SZALON GRIMM

text_picto_copyright_inadaequatSind da zum Beispiel einige Bücher geschlüpft und harren sofortiger Überprüfung im Setting der Echtwelttext- Vorlesung . Sofort - also heute - gibt LISA SPALT einen grimmen Extrakt aus GRIMMS zum besten , will meinen dessen Märlein von Schneeweisschen und Rosenrot in einer um “Rosen” , “Rot” und “-chen” gekappten Fassung : Als Principessa der “Kleinen idiomatischen Reihe ” dem in|ad|ae|qu|etn Publico Schlotmann’sch bekannt , wird die Autorin nicht nur den morgigen Star- und Textgast unseres SALON LITTÉRAIRE abgeben , sondern sie bringt das “Schneeweiss” auch heute abend in einem SZALON zur Aufführung : SZALON , nota bene , geschrieben mit “Z” und einem “de LUXE” im kosmetischen Abspann . GRIMMS also heute im SZALON mit Z , Museumsquartier ( Hof Zoom Kindermuseum ) als Buchpräsentation in szenischer Lesung mit Olga Reichert ( Körper ) , Lisa Spalt ( Stimme ) , Gabriella Nagy ( die unauffälligkeit des handelns ) und Katharina Spalts Musik . |||

ROTE BAR : ABSICHTSLOS

text_picto_copyright_inadaequatKeine 3 Gehminuten westlich tagt am folgenden Abend DIETER SPERL ( in Ritterdingen Verlagskollege ) , um das Seinige in der Roten Bar des Volkstheaters der interessierten Welt darzubieten . Ganz “ABSICHTSLOS” ( Ritter ) , wie es nun mal Stil des “Random Walkers ” ist . Was und Wer in Wien so aufgetischt wird , und welche Beobachtungen auf kleiner Flamme köcheln , um den konzentrierten Fond einer nicht alltäglichen Prosa abzugeben .

Dazu passt als perfekter Rahmen natürlich das gefake-t Feudale der Roten Bar in einem jener historistischen Theatertempel , mit welchen das Architekten- Duo Fellner & Hellmer nahezu die gesamte kk- Monarchie quasi in Serienfertigung beschickten .

Dass der Autor selbst in keiner Weise “absichtslos” ist , erweist seine radiophone Agenda und eine langfristige Auseinandersetzung mit dem Medium “Film” . Was laufende Bilder und ständige Buchstaben miteinander gemein haben könnten , wird am 30. 11. im Literaturhaus zu hören und sehen sein : Literatur und Film - Zwei Beispiele : Edgar Allen Poes “Der Rabe” und “wenn die landschaft aufhört” von Dieter Sperl ( mit der Videokünstlerin Astrid Becksteiner- Rasche , Thomas Ballhausen , Kerstin Ohler ) .

“Ob” und “wie” Veranstaltung und Thema eine Reihe ergeben , wird sich weisen . In|ad|ae|qu|at sind hinsichtlich des eben erschienenen EINATMEN - AUSATMEN- A / V - Text- Features ( sowie dessen am Schneidetisch befindlichen YouTube- Miniatur ) in Verhandlung . Womöglich wird ja was . Wir berichten . Nun sei aber auch nicht vergessen , auf das jeden Rahmen publizistischer und gestalterischer Konventionen sprengende Kunst und Kulturmagazin ST/A/R , deren literarische Agenda Meister Sperl - wie man so sagt - “betreut” . |||

ROUNDABOUT LITERATURFÖRDERUNG

text_picto_copyright_inadaequatOb und wie Literatur überhaupt “betreut” gehört , will meinen : finanziell unterstützt und ermöglicht , ist Angelegenheit einer Debattierrunde im depot [ Kunst und diskussion ] . Wir hätten den im Programm kahl abgedruckten Titel lieber mit einem Fragezeichen versehen , also erledigen wir ( so wir schon die Moderation schultern ) den MARK OF QUESTION hier : “Die ideale Förderung [ ? ] - Schreiben in Österreich” . Ein Thema also der harten Bandagen . Um die notwendige Délicatesse der Sparringpartner ist nicht zu bangen : Mit Stefan Buchberger ( Luftschacht Verlag ) , Werner Richter ( Übersetzergemeinschaft ) , Gerhard Ruiss ( IG AutorInnen ) , der Buchhändlerin Rotraut Schöberl und Robert Stocker vom Ministerium wurde eine kluge Runde gefunden . Überdies darf Kulturwissenschafter Rüdiger Wischenbart beneidenswert relativierend auf den wimmelnden Betrieb blicken . Dass in jenen Arealen der “Literaturförderung” , die das Preisunwesen betreffen , manches im Argen liegt , wissen manche in|ad|ae|qu|at- Leser wohl mehr , als ihnen lieb ist . |||

ROUNDABOUT LITERATURKRITIK

Einen Roundabout zur Literaturkritik - organisiert von erfrischend zur Polemik neigenden - Literaturzeitschrift kolik , gibt es während zweier tage im Literarischen Quartier Alte Schmiede . Wucherungen , Grössenwahn und Depressionen , Kritik der Kritik , Hoch- und Trivial- TV- Kritik : Da gibt es Einiges auf- und abzuräumen . Und die Dramatis Personae lässt auf Vielversprechend Argument- und Zungenfertiges schliessen : Ann Cotten , Lydia Mischkulnig , Doris Moser , Peter Rosei , Hubert Winkels , Klaus Nüchtern . Am 29. und 30. 11. |||

SATZ - SEMANTIC ?

text_picto_copyright_inadaequatNeben Ann Cotten dürfen wir aber auch den Esprit eines weiteren Arbeiters am Weinberg der LITERATUR ALS RADIOKUNST im Literarischen Quartier diskursiv geniessen , und zwar am 19. und 20. 11. , wenn nämlich mit dem faszinierenden Versuch einer Wahrheitsfindung zum Thema “SATZ” ein von Michael Donhauser konzipiertes “Autorenprojekt” über die Bühne der Alten Schmiede geht . Gesetzt , der Satz sei eine Einheit für sich , zugleich allerdings auch eine Organisation von Beziehung … oh und wir sehen uns bereits wieder auf der Rutschbahn zur Homestory des Projekts , in|ad|ae|qu|at künftig einmal nach den Prämissen des Semantic Web zu organisieren . Everything - as you might see - is autoreferential . Ulf Stolterfoht hat uns ein in dieser Hinsicht ja ein brillantes Radio- Poesie- Kunst- Stück im Vorjahr geliefert . Wie wäre es mit einer Wiedererinnerung per nochmaligem ‘Reinhören ? - Das MP3- File liegt jederzeit für Sie bereit . |||

HOLOPHON IM STUDIO

text_picto_copyright_inadaequatThematisch und personlich bleiben wir vorderhand noch bei LITERATUR ALS RADIOKUNST und begeben uns kurz MEDIA IN RES zur derzeitigen Produktion mit DANIEL WISSER , eines Zeichens ( ja : auch : da gibt es noch eine Menge anderer , Fortsetzung folgt ) Autor eines bei Ritter erschienenen amüsanten Bandes DOPPLERGASSE 8 ( eine fragilere Fortschrift der voyeuristisch von Heimito von Doderer ERLEUCHTETEN FENSTER ) .

Der erste Produktionstag liegt hinter den Maul- und Ohr- Erschöpften , heute soll ein erster Durchlauf ins Werk gesetzt werden . Special Guest ist diesmal das niegelnagelneue HOLOPHON : ein Mic für 5.1. bis 7.1.- Aufnahmen . Nach Probegalopp im grossen Hörspielstudio war man zunächst einmal volltrunken vom sensationellen Sound : Nicht , dass dieser umwerfend neue Qualitäten böte . Nein , so Gadget- gläubig sind wir nicht . Indes produziert das spacige Tool eine bisher unerhörte Skalierung von Sprache im bzw. versus Körper und Raum . Nachrichten von der Werkbank to be continued . |||

TEXT DES MONATS

Thema LITERATUR ALS RADIOKUNST , und Alte Schmiede reloaded : Der von unserer SALON LITTÉRAIRE- Autorin Liesl Ujvary dem Netz anvertraute TEXT DES MONATS stammt und bezieht sich auf MONIKA RINCK und ihr bei kookbooks kauderndes , amüsantes Traktat AH , DAS LOVE DING . Nach Brigitta Falkner und Kurt Gödel ist also jetzt die LIEBE dran - und wir wollen zart ergänzen : “Die Liebe zur Sprache” aka Glossophilie . |||

BEGIFFSSTUDIO

Da dürfen nun nur zart andeuten , dass uns die Rinck’schen Linguini im Mai 2008 auch im KUNSTRADIO zugute kommen werden : EIN Grund , heiter weiter zu tun . Unterstützung dabei gewährt das eben wieder frisch bestückte BEGRIFFSSTUDIO der Berliner Autorin . Wie in diesem Medium bereits zu lesen , gibt es - neben Lexikalischer Website - auch frische BEGRIFFSLIEFERUNGEN per Mail zu abonnieren . Kostproben gefällig ? - Wir servieren gerne eine Sélection

von Liebesdingen :

  • 2305 liebeszirrhose
  • 2319 ineinander verschlungene entfremdungen
  • 2322 in der zwische sein
  • 2323 proto-floral and alone

Küchengerüchen :

  • 2303 kännchen kaninchentee
  • 2326 das fohlensorbet
  • 2304 gasmasken zu schaumlöffeln

und Sprachsachen :

  • 2330 das graue an der grammatik
  • 2331 suffering some Rilke Damage
  • 2291 behelmte verben
  • 2295 heavy with proverbs and corrections

Further Reading @ Begriffsstudio , Forum der 13 . |||

text_picto_copyright_inadaequat||| Das also sind nicht nur “Nachrichten” , sondern regelrechte Freuden von Freunden , das kann man sich schon mal gefallen lassen . Wer indes ungeduldig harrt und weitere Exkurse ins Ausstellungswesen ( bitte erinnern : das müssen die nächsten NVF übernehmen ) nicht dulden mag , ist der heutige Klangapparat , welcher - erst gestrigen Tages geschlüpft - jetzt kräftig vorturnen und seine Grazie zeigen mag . |||

KLANGAPPARAT

Dass der Werte Herr Christian mit seinem sagenhaft sensiblen Händchen unsere Werbeeinschaltung für das prächtige Netlabel BROQUE im Sinne bezahlter Liks vergilt , erklärt unsere neuerdings in den Keller gefalllenes Ranking . Nein , ganz ohne Kalkül und gerade heraus können wir uns frei von jeder ökonomischen Beeinflussung schätzen . Für eine solche - unbezahlbare - Freiheit geben wir freilich gerne unsern letzten Rest Gesundheit hin , sind wankende - indes überglückliche - Gestalten im Nebel .czz hörempfehlung

Ziemlich selbausbeuterisch muss es zugehen , WIE Broque und WAS für feine Releases das nette Label am Rosenweg so auf die virtuelle Rille bringt . An Nils Hoffmann und seine umwerfenden Verwerfungen im Schallplattenladen wird man sich noch lange erinnern ( HIER bitte , geht’s zum wiederhören ) . Nun , kaum drei wochen später , liegt bereits das nächste Omlette Surprise auf der Platte : Unvorhersehbar stets , in welchem Stile die Reihe fortgesetzt wird , birgt die neue Lieferung genau jene FEDERLEICHTe Qualität , die dem elaborierten Pfannkuchen wohl ansteht . Aber keine Sorge : Florian Schirmacher [ ja : mit einem "R" ] und Marc Bammann aka Federleicht hauen da niemanden effekthascherisch in die Pfanne . Eher herrscht sanftes Understatement : Minimale Stukturen schmiegen sich hier psychedelisch , stompen dort eher housemässig auf . Schirmachers schwarz geschulte Stimme mischt sich da eher casuallly ein und kann jeden Anspruch auf LEADING lässig fahren lassen . Du denkst , du kennst die Teile , aber eben : In dieser transparenten Taktung wechselnder Temperamente blieben sie bislang ungehört . Überdies hat A BOAT AND THE SEA [ broque 037 ] einen - und das suggerieren wir en discretion - einen elegant tatzelnden Bass- Part an Bord : Wer findet ihn ? Oder , um mit dem Werten Hern Christian zu sprechen : “Aber hört einfach selbst !” UND “Feedback erwünscht !” - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. boogaloo | 02. central shopping market | 03. eternal theatre [ 404 - sorry ] | 04. analog bubbles | 05. supergooses |||

LINKS

Lisa Spalt : Grimms , Ritter 2007 [ leider weder @ Ritter noch amazon bis dato Einträge zuhanden ] | Kleine idiomatische Reihe ( Kir ) | 10. 11. - Szenische Lesung @ Szalon de Luxe ( via Pen’s Bungalow )

Dieter Sperl : absichtslos ( Ritter 2007 ) [ leider weder @ Ritter noch amazon bis dato Einträge zuhanden ] , RESERVATTRISTESSE @ KiR , Random Walker ( Ritter 2005 ) , Kulturzeitschrift ST/A/R , 11. 11. Buchpräsentation Rote Bar Volkstheater , Literatur und Film - Zwei Beispiele , Literaturhaus , 30. 11.

depot [ Kunst und diskussion ] : Die ideale Förderung [ ? ] - Schreiben in Österreich ” , 15. 11.

Literarisches Quartier Alte Schmiede : Michael Donhauser - Autorenprojekt : DER SATZ ( 20. + 21. 11. , 3. + 4. 12. ) | Literaturkritik - ein Symposium der Literaturzeitschrift kolik ( 29. + 30. 11. )

LITERATUR ALS RADIOKUNST : Lisa Spalt | Thomas Ballhausen | Ulf Stolterfoht | Ann Cotten | Brigitta Falkner | Liesl Ujvary | Daniel Wisser + Ulrich Schlotmann : Sendung am 9. 12.

Daniel Wisser : Dopplergasse 8 ( Ritter 2003 ) | Erstes Wiener Heimorgel Orchester ( EWHO )

Text des Monats | Literarisches Quartier Alte Schmiede , Wien | Zu Brigitta Falkner : Populäre Panoramen | Zu Kurt Gödel | Monika Rinck : Ah , das Love-Ding !

Monika Rinck : zum fernbleiben der umarmung - Gedichte ( kookbooks 2007 ) , Ah , das Love-Ding ! - Ein Essay ( kookbooks 2006 ) | Diese Peepshow ist dein Sarg @ KiR | Begriffsstudio | Forum der 13 |||