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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Marke</title>
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		<title>Ein Elchgestell &#124; Vienna Street Art 16</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 06:14:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; DER ELCH &#8211; EMBLEMTHEMA DER STENCILS &#124; ENORMES ELCH- GESTELL &#124; RELATED &#124; KLANGAPPARAT DER ELCH &#8211; EMBLEMTHEMA DER STENCILS ( 1010 Wien ) Keinem anderen Tier begegnen wir in der Schablonenkunst so häufig wie dem Elch . Was den hirschsozialisierten Mitteleuropäer mangels der Realexistenz der Species in den heimischen Wäldern vielleicht auf den...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DER ELCH &#8211; EMBLEMTHEMA DER <em>STENCILS</em> | ENORMES ELCH- <em>GESTELL</em> | RELATED | KLANGAPPARAT</p>
<p>DER ELCH &#8211; EMBLEMTHEMA DER STENCILS</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-1.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="348" /></p>
<p style="text-align: right;">( 1010 Wien )</p>
<p>Keinem anderen Tier begegnen wir in der Schablonenkunst so häufig wie dem Elch . Was den hirschsozialisierten Mitteleuropäer mangels der Realexistenz der Species in den heimischen Wäldern vielleicht auf den ersten Blick verwundern mag , erklärt sich relativ leicht aus den historischen und strukturellen Parametern des <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stencil">Stencil</a></em> . Die in den 70er Jahren im Umfeld der Punk- Kultur erstmals im öffentlichen Raum an den Tag gesprayten Schablonenkunst bezog und bezieht sich stets auf kulturell und konsensuelle kurrente Symbole und Icons .</p>
<p>Hatte sich die Piktographie bislang einerseits mit kapitalistischem <em>Branding</em> und visuell wiederekennbaren MarkenZeichen befasst , anderseits Systeme von Piktogrammen entwickelt , die &#8211; nonverbal und international decodierbar &#8211; grundlegende Chiffren schufen zur Steuerung sozialen Verhaltens ( Paradigma &#8220;Verkehrsschild&#8221; , &#8220;Verbotstafel&#8221; ) ebenso wie zur Gewährleitung individueller Orientierung ( &#8220;Information&#8221; , &#8220;Verpflegung&#8221; , &#8220;Toilette&#8221; &#8211; siehe die <em><a href="http://www.aiga.org/content.cfm/symbol-signs">AIGA- Symbol Signs</a></em> ) .</p>
<p>Solche grafisch simplifizierten Marken und Symbole waren &#8211; im Nachhall der Pop- Art und zu Zeiten der Multiples ) &#8211; nachgerade wie geschaffen für deren Aneignung und oftmalig subversiv intendierter Re- Kontextualisierung . Die Schablone als ältestes Reproduktions- Werkzeug gewährleistet die einfache Wiederholung des nämlichen Motivs , sei dies nun zur flächendeckenden &#8220;Markierung&#8221; gewisser Stadtteile , sei dies zum weithin sichtbaren &#8220;Spurenlegung&#8221; eines nicht notwendig anonymen Künstlers ( siehe <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Banksy">Banksy</a> ) .</p>
<p>Als Instrument der ( politischen ) Agitation strebt die Schablone nach maximaler Streuung im öffentlichen Stadt ( kon ) Text , wobei freilich die historischen Anwendungsbereiche des eigentumsrechtlichen Brandzeichnens ( &#8220;branding&#8221; ) von Vieh mitunter zu ebensolchen semiotischen Resonanzkatastophen mit dem vermeintlich Subversiven führen mag wie die hergebrachte Methode militärischen Kennzeichnung sämtlicher Gegenstände und Utensilien .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-2.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="363" /></p>
<p style="text-align: right;">( 1020 Wien )</p>
<p>Dass allerdings just das Motiv des Elches in der real existierenden <em>Stencil</em>- Kunst einen derartigen Siegeszug antreten konnte , verdankt sich einer den Grossteil der Welt nicht lebenswirklich betreffenden Ikonographie : Anders als der universalen Kuh eignet dem <em>Alces alces</em> ein gewisser Exotismus mit einem durch die formalisierte Bildgebung mit ausgreifendem Hinterlauf als <em>komisch</em> konnotierten visuellen Surplus . Weitenteils als sanfter Riese kodifiziert , strahlt das Bezeichnete ebenso wie die Zeichnung kein geringes Symphatiepotential ab .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-3.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="360" /></p>
<p style="text-align: right;">( 1020 Wien )</p>
<p>Stadtbenutzer mit begrenztem naturkundlichen Wissen neigen entsprechend grundsätzlich zur positiven Rezeption des an öffentlichem und privatem Eigentum widerrechtlich angebrachten Zeichens . Entsprechend ambivalent ist auch der an diesem Ort lediglich <em>ein einziges Mal</em> angetroffene Appell zur Aggression , deren &#8220;Glückensbedingungen&#8221; allerdings bereits durch den schieren Kontrast der figuralen Masse &#8220;Elch&#8221; vs. &#8220;Wolf&#8221; relativiert werden .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="361" /></p>
<p style="text-align: right;">( 1070 Wien )</p>
<p>Der Elch als siegreicher Stoiker angesichts des aufgeplusterten Imponiergehabes des Wolfes ? &#8211; Oder sind viele &#8220;<em>lonely wolves</em>&#8221; des angeblich Friedlichen Feind ? -</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ENORMES ELCH- <em>GESTELL</em></p>
<p>Als Alternative zum punzierten &#8220;Norm- Elch&#8221; ist uns jüngst an den Gestaden des Wiener Donaukanals ein sich über gute zehn Meter erstreckendes Sgraffiti- Tableau begegnet , dessen makro- und mikrostrukturelle Narration an diejenige der alten Tapisserien erinnert . Ganz offensichtlich wird hier von einem Kollektiv stilisierter Elche an einem &#8220;Meta- Elch&#8221; gewerkt , welcher &#8211; wie ein Flugzeug , eine Arche Noah oder ein Roboter &#8211; die offensichtlichen Mühen der Konstruktion zu lohnen verspricht .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-4.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="302" /></p>
<p style="text-align: right;">( 1200 Wien )</p>
<p>An den deutlich angestrengten Minen der &#8220;Arbeitselche&#8221; manifestiert sich kollektive Mobilisierung von heftigen Kräften zum Wohle der Konstruktion . Auffallend unentscheidbar bleibt die kunstvoll in Szene gesetzte Ambivalenz der durch Mühe , Konzentration und | oder Schmerz gezeichneten Physiognomien . Was bemerkenswert ist und vielleicht einen Clue zur Interpretation des ausgreifenden Wandgemäldes liefern könnte , ist der Umstand , dass das Kollektiv der in unerhörter Dichte agierenden Konstrukteure durchwegs aus Partial- Subjekten besteht : Vielköpfige und teils grässlich zu Rumpf- Resten reduzierte Leiber sind mit sämtlichen Tentakeln bei der Fertigung des &#8220;Elch- Gestells&#8221; involviert .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-5.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="302" /></p>
<p>Liest sich dies nun im Sinne eines Manifests , dass wir es als Teilsubjekte <em>nur gemeinsam</em> zu etwas Grösserem , das Individuum Transzendierenden bringen ? -</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-6.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="302" /></p>
<p>Oder wird hier nicht vielmehr umgekehrt ein Topos der Technikkritik illustriert , demnach unser Ringen um die Konstruktion des Fortschritts lediglich Verstümmelung , Deformation und Zernichtung des Individuums generiert ? -</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/elk_elch_street_art_copyrighht_christiane_zintzen-7.png" alt="ELK_ELCH_street_art_copyrighht_Christiane_Zintzen" hspace="2" vspace="2" width="450" height="302" /></p>
<p>Jedenfalls ein genialer <em>Elchtest</em> für unsere visuelle , ikonographische , ethische und gesellschaftliche Perzeption &#8230;</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="../2009/07/08/mini-krimi-vienna-street-art-15/">Mini- Krimi on the Wall | Vienna Street Art 15</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/04/23/creatures-are-catching-your-eye-vienna-street-art-14/">Creatures are catching Your Eye | Vienna Street Art 14</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/03/06/urban-fighters-vienna-street-art-13/">Urban Fighters | Vienna Street Art 13</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/01/30/red-vienna-street-art-12/">Mind that RED | Vienna Street Art 12</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/12/24/dec-24-2008-the-message-vienna-street-art-11/">Dec. 24 , 2008 | THE MESSAGE | Vienna Street Art 11</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/11/20/where-the-wild-things-are-vienna-street-art-10/">Where the Wild Things Are | Vienna Street Art 10</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/10/30/asphalt-art-vienna-street-art-9/">Asphalt Art &#8211; Down to Earth | Vienna Street Art 9</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/09/26/monkey-business-vienna-street-art-8/">Monkey Business | Vienna Street Art 8</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/07/24/icons-vienna-street-art-7/">Icons | Vienna Street Art 7</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/04/12/von-fleisch-lust-sex-crime-textes-trouves-4-vienna-street-art-6/">Von Fleisch &amp; Lust , Sex &amp; Crime | Textes Trouvés 4 | Vienna Street Art 6</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/02/22/year-of-the-rat-vienna-street-art-5/">Year of the Rat | Vienna Street Art 5</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2007/12/17/hunger-vienna-street-art-4/">HUNGER | Vienna Street Art 4</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2007/11/19/serenity-vienna-street-art-3/">SERENITY | Vienna Street Art 3</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2007/10/10/bouhouhou-vienna-street-art-2/">Bouhouhou | Vienna Street Art 2</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2007/09/19/vienna-street-art/">SOME STREETs | SOME ART</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2007/09/02/route-66-mural-painting/">ROUTE 66 : The Writing on the Wall</a><a href="http://www.zintzen.org/2009/04/23/creatures-are-catching-your-eye-vienna-street-art-14/"><br />
</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p style="text-align: right;">Was einzeln vielleicht als Miniml Tech , Dub , IDM &amp;ct. &amp;ct. figurieren könnte , amalgamiert sich in den Kompositionen des Finnen <em><a href="http://www.badloop.com/">Bad Loop</a></em> aka <em><a href="http://ceruleanmind.blogspot.com/2009/10/exclusive-interview-with-petteri.html">Petteri Karjalainen</a></em> ( <a href="http://www.myspace.com/badloop">MySpace</a> ) zu <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/02/czz-hoerempfehlung-34.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />einem klanglich freundlichen Liquid . Seine eben beim Netlabel <em><a href="http://softphase.org/">Soft Phase</a></em> erschienenen &#8220;<em><a href="http://softphase.org/netlabel/releases/sfp11">Fragments</a></em>&#8221; zeugen von der Liebe zum diskreten Detail ebenso wie von dramaturgischen Geschick . Dass eine konzeptuelle Kühle hinter dem wärmenden Ambiente vernehmbar wird , lässt diese um keine simple Anbiederung bemühte Release als ümso begrüssenswerter erscheinen .</p>
<p style="text-align: right;">CLICK <a href="http://www.archive.org/download/sfp11/bad_loop-00-fragments.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP )</a></p>
<p style="text-align: right;">( dankenswert wieder via <em><a href="http://deepgoa.wordpress.com/2010/01/16/sfp11-bad-loop-fragments-2010/">deepgoa</a></em> )</p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Berliner Gazette : Umfrage &#8220;Autorschaft im Netz&#8221;</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2009/04/01/berliner-gazette-umfrage-autorschaft-im-netz/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 03:13:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; BERLINER GAZETTE : UMFRAGE ZUR &#8220;AUTORSCHAFT IM NETZ&#8221; &#124; IN&#124;AD&#124;AE&#124;QU&#124;AT : EINE MULTIMEDIALE ANTHOLOGIE &#124; GÄSTE &#8211; AUTOREN &#8211; FORMATE &#124; TEXT IM NETZ &#8211; COPYRIGHT &#8211; INTERNATIONALE REGISTRIERUNG &#124; MÖGLICHMACHEN IM NETZ &#8211; NAME ALS MARKE ≠ IDENTITÄT &#8211; &#8220;ICH&#8221; UND &#8220;AVATAR&#8221; &#124; RELATED &#124; KLANGAPPARAT BERLINER GAZETTE : UMFRAGE ZUR &#8220;AUTORSCHAFT IM...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>||| </strong><em>BERLINER GAZETTE</em> : UMFRAGE ZUR &#8220;AUTORSCHAFT IM NETZ&#8221; | IN|AD|AE|QU|AT : EINE MULTIMEDIALE ANTHOLOGIE | GÄSTE &#8211; AUTOREN &#8211; FORMATE | TEXT IM NETZ &#8211; COPYRIGHT &#8211; INTERNATIONALE REGISTRIERUNG | MÖGLICHMACHEN IM NETZ &#8211; NAME ALS MARKE ≠ IDENTITÄT &#8211; &#8220;ICH&#8221; UND &#8220;AVATAR&#8221; | RELATED | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/berliner-gatette-header.png" alt="Berliner Gatette header" hspace="2" vspace="2" width="443" height="100" /></p>
<p><em>BERLINER GAZETTE</em> : UMFRAGE ZUR &#8220;AUTORSCHAFT IM NETZ&#8221;</p>
<p>Für das <a href="http://www.fensterzumhof.eu/140/berliner-gazette-interview-journalismus/">Netz- Feuilleton</a> &#8220;<em><a href="http://www.berlinergazette.de/">Berliner Gazette</a></em>&#8221; führt Herausgeberin <a href="http://www.xing.com/profile/Magdalena_Taube">Magdalena Taube</a> langfristig eine Umfrage durch zum Thema &#8220;<em><a href="http://www.berlinergazette.de/?cat=31">Autorschaft im Netz</a></em> &#8221; . Bisher äusserten sich :</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=1026">Hartmut Abendschein</a> : Der Autorname als URL ( <a href="http://www.etkbooks.com/">etkbooks</a> , <a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog">taberna kritika</a> , <a href="http://www.litblogs.net/">Litblogs.net</a> , <a href="http://www.der-goldene-fisch.de/">der goldene fisch</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=1029">Stefan Beck</a> : Vom Aufmerksamkeitskuchen naschen ( <a href="http://stefanbeck.de/">stefanbeck.de</a> , <a href="http://www.thing-frankfurt.de/home/books/18/beck-postautonomie">postautonomie</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=986">Horst A. Bruno | Brunopolitik</a> :  Auf die Tube druecken ( <a href="http://brunopolik.blog.de/">brunopolik.blog.de</a> , <a href="http://andere-poetry.blog.de/">andere poetry</a> , <a href="http://promi-galerie.blog.de/">promi-galerie.blog.de</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=968">Crauss.</a> : Zu viele Gebaeude im Netz ( <a href="http://www.crauss.de/">crauss.de</a> , <a href="http://www.forum-der-13.de">forum der 13</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=936">Alban Nikolai Herbst</a> : Das Blog als Roman ( <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/">Die Dschungel. Anderswelt</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=923">Arne Rautenberg</a> : Ein Imperativ weniger ( <a href="http://www.arnerautenberg.de/">arnerautenberg.de</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=969">Dirk Schroeder</a> : Literatur ist wie Sex ( <a href="http://die.hor.de/">die.hor.de</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=967">Andreas Louis Seyerlein</a> : Jazz schreiben ( <a href="http://andreas-louis-seyerlein.de/air/">particles</a> , <a href="http://www.der-goldene-fisch.de/">der goldene fisch</a> )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.berlinergazette.de/?p=1030">Niklai Vogel</a> : Titelsuchen ( <a href="http://www.literatursuche.de/lwl/index.html">Die Lesbarkeit der Weltliteratur</a> )</div>
</li>
</ul>
<p><em>À la longue</em> entsteht auf diese Weise ein polyperspektivisches Kompendium zum dem , was man als spezifisch für das <em>Publizieren im Netz</em> auffassen mag .</p>
<p>Nun ist in|ad|ae|qu|at an der Reihe mit einer Selbstdefinition :<a href="http://www.berlinergazette.de/?p=1079#more-1079"> Eine multimediale Anthologie</a> &#8211; Was Sie schon immer über uns wissen wollten . Oder auch nicht .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>IN|AD|AE|QU|AT : EINE MULTIMEDIALE ANTHOLOGIE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-icon-inadaequat-78-78.png" alt="czz icon inadaequat 78 78" hspace="2" vspace="2" width="84" height="84" align="left" />Der Name &#8220;in|ad|ae|qu|at&#8221; rührt aus der ersten , etwa drei Monate währenden Beta- Phase des Experiments &#8220;Weblog&#8221; her : Am Anfang stand die Suche nach Titel resp. nach einem Domainnamen , welcher die österreichische Länderkennung &#8220;.at&#8221; produktiv integriert . Allerdings resultierten aus dem ursprünglichen  Umlaut von &#8220;inadäqu.at&#8221; derartig verzerrte URL- Darstellungen , dass wir uns für die auch rhythmisch geeignetere &#8220;ae&#8221;- Form entschieden , welche überdies ermöglichte , die Trennstriche ( = als symbolisches Äquivalent von Bruchlinien ) einzufügen . Darüber hinaus lag uns die Umlagerung von der österreichisch- spezifischen Domain auf das neutralere &#8220;.org&#8221; insofern am Herzen , weil die Betreiberin des Weblogs zeit ihres Lebens nie in einem Staat gelebt hat , in welchem sie etwa auch wahlberechtigt gewesen wäre . Von daher begrüssen wir die Möglichkeit , per Domainkennung &#8220;.org&#8221; den &#8220;nationalen Stempel&#8221; einer Webpublikation zu umgehen .</p>
<p>Die Bezeichnung &#8220;in|ad|ae|qu|at&#8221; repräsentiert eine grundsätzlich skeptische Haltung gegenüber Mainstreams aller Art . Wie wohl seit dem 18. Lebensjahr parallel zum Studium in Print und Radio für &#8220;hochkulturelle&#8221; Medien arbeitend , liefen &#8220;gegenkulturelle&#8221; Projekte ( Fanzine , Off- Theater, Independent- Musikproduktion ) stets nebenher . Die Erfahrung , stets zwischen alle Stühle zu sitzen zu kommen , ist dem Projekt in|ad|ae|qu|at eingeschrieben : Das geringe symbolische Kapital , welches einem transdisziplinären Unterfangen jenseits der starren Kategorien von &#8220;Literatur&#8221; | &#8220;Popkultur&#8221; | &#8220;Netzmusik&#8221; | &#8220;Kunst&#8221; | &#8220;Fotografie&#8221; etc. konzediert wird , nehmen wir dabei bewusst in Kauf . Im Gegenteil unterlaufen wir solcherart bestehende Konkurrenzverhältnisse der einzelnen Sparten .</p>
<p>Wenn gleichwohl die &#8220;écriture&#8221; im Mittelpunkt des täglichen Publizierens steht , so wird das Blog in keiner Weise als persönliches Journal geführt , sondern orientiert sich &#8220;thematisch&#8221; an Literatur und deren &#8220;Betrieb&#8221; , an Medienbeobachtung und nicht zuletzt an den konkreten Texten anderer Autorinnen und Autoren . Demnach wäre in|ad|ae|qu|at eher als Literaturzeitschrift im Netz aufzufassen , mit dem Unterschied freilich , dass die Möglichkeiten des Zusammenführens verschiedener Medien ( Video , Audio , Fotografie und Grafik ) weit über den Horizont gedruckter Magazine hinausreichen .</p>
<p>|||</p>
<p>GÄSTE | AUTOREN | FORMATE</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-icon-inadaequat-78-78.png" alt="czz icon inadaequat 78 78" hspace="2" vspace="2" width="84" height="84" align="left" />Für den &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/">Salon Littéraire</a></em>&#8221; spreche ich gezielt AutorInnen oder bildende KünstlerInnen an , Werke auf in|ad|ae|qu|at zu publizieren . Auf diese Weise wächst Sonntag für Sonntag eine multimediale Anthologie heran . Da von Seiten einiger Künstler auch Interesse an essayistischen Formaten ventiliert wurde , entstand der &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">espace d&#8217;essays</a></em>&#8221; , welcher Gastbeiträge und einige meiner eigenen kulturpublizistischen Arbeiten versammelt . Nicht zuletzt sei die in loser Folge gesendete Rubrik &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/tableau-de-texte/">tableau de texte</a></em>&#8221; genannt , wo Neuerscheinungen in kommentierten Vorabdrucken präsentiert werden .</p>
<p>Wiewohl bei der &#8220;Anbahnung&#8221; von Gasttexten keine geringe redaktionelle Arbeit anfällt , versteht sich in|ad|ae|qu|at nicht als hierarchisch mit &#8220;Materialien&#8221; umspringende &#8220;Redaktion&#8221;, sondern geniesst das Privileg und die Lust des &#8220;Möglichmachens&#8221; . Alle drei Formate ergeben sich logisch aus den vitalen Kontakten , welche aus zehn Jahren experimenteller Radioarbeit mit Künstlern (ORF- Reihe &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst</a></em>&#8221; ) ebenso resultieren wie aus der vorangegangenen , tagtäglichen Zusammenarbeit mit Schriftstellerinnen und Schriftstellerin in einem Wiener Literaturhaus . Beides hat mich ( anders als die Literaturkritik traditioneller Ausrichtung für NZZ und LITERATUREN ) zu einer ergebnisorientierten Haltung hinsichtlich der Präsentation , Editierung und Inszenierung von literarischen Texten geführt . Dabei geht es mitnichten um eventuelle Befindlichkeiten und | oder Meinungen der Beihelfer , sondern alleine darum , das betreffende Werk | die betreffenden Schöpfer bestmöglich zur Wirkung zu bringen .</p>
<p>|||</p>
<p>TEXT IM NETZ | COPYRIGHT | INTERNATIONALE REGISTRIERUNG</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-icon-inadaequat-78-78.png" alt="czz icon inadaequat 78 78" hspace="2" vspace="2" width="84" height="84" align="left" />Da &#8220;Text im Netz&#8221; &#8211; sei dies nun ein recherchierter Artikel oder ein literarisches Werk &#8211; allgemein als frei verfügbares Material angesehen wird , werden spezifische Publikationsorte und -daten ebenso marginal wahrgenommen wie die Autorschaft selbst . Um einer solchen Perzeption entgegen zu wirken , ist es dem Projekt in|ad|ae|qu|at darum zu tun, die Persönlichkeiten der beitragenden Autorinnen und Autoren durch die Anlage individueller Autorenseiten zu hervorzuheben. Die Ratio dabei war zunächst , den betreffenden Künstlern statt eines pekuniären Honorars ( welches bei österreichischen Literaturzeitschriften eher unüblich ist ) quasi als konkrete &#8220;Gegenleistung&#8221; je eine eigene AutorInnenseite zu gestalten . Diese wird &#8211; abgesehen von einigen formalen Vorgaben &#8211; strikt nach den Angaben der Künstler gestaltet und laufend aufdatiert .</p>
<p>Damit sind für einige der in|ad|ae|qu|at- AutorInnen veritable Referenzseiten entstanden , auf welche diese gerne in anderen Kontexten verweisen . Die permanenten Updates hinsichtlich Publikationen , Ausstellungen etc. liefern teils die Literaturschaffenden selbst , werden teils von uns anhand der Verlagsvorschauen ergänzt . Grosso modo garantieren diese &#8220;lebendigen&#8221; Seiten auch einen über den Einzelbeitrag hinausgehenden vitalen und bleibenden Kontakt zu | mit den AutorInnen . An diesem Punkt lässt sich den weniger netz- affinen Schriftstellern vielleicht sogar eher kommunizieren , dass in|ad|ae|qu|at nicht einfach &#8211; wie es umgangssprachlich heisst &#8211; &#8220;nur Texte ins Netz stellt&#8221; , sondern diese pflegt und mit einer Reihe normierter Metadaten versieht .</p>
<p>Insgesamt wurden 34 solcher <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/">Autorenseiten</a> erstellt und 77 Ausgaben des &#8220;<em>Salon Littéraire</em>&#8221; publiziert &#8211; zusammen mit den bio- bibliographischen Seiten schon so etwas wie ein Baustein zu einem kleinen Lexikon aktueller Literatur .</p>
<p>Meine Arbeit besteht in der täglichen Fortschrift des Weblogs , im Möglichmachen des Netz- Publizierens von Autorinnen und Autoren , in sorglicher Wartung der biographischen Seiten sowie der Dokumentationen . All dies wäre ohne ein konsequentes Indexieren hinfällig , da erst die Beschlagwortung ( Metadaten ) eine gute Auffindbarkeit der Materialien im Netz zu gewährleisten vermag .</p>
<p>Es gilt mithin , die einzelne Webpublikation ( etwa der Einzeltext eines &#8220;<em>Salon Littéraire</em>&#8221; ) nicht &#8220;nur&#8221; in Form einer URL auszuweisen , sondern für jeden einzelnen Text- Ton- Bild- Beitrag einen persistenten &#8220;Unique Identidfier&#8221; zu generieren . Dieser bleibt unabhängig vom momentanen Speicherort ( URL ) auf Dauer dem betreffenden Werk zugeordnet und ist Element einer internationalen Datenbank .</p>
<p>Vermittels Anmeldung bei der Stiftung <a href="http://www.doi.org/news/011009-Frank-Deutsch.pdf">&#8220;<em>International DOI- Foundation</em>&#8221; ( pdf )</a> ist es möglich , jeden &#8220;Beitrag&#8221; mit einem ( der ISBN- Nummer im Buchwesen vergleichbaren ) dauerhaften Zifferncode ( DOI = &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Object_Identifier">Digital Object Identiffier</a>&#8221; ) international zu registrieren &#8211; ein Standard , auf welchen sich kürzlich der &#8220;Börsenverein des Deutschen Buchhandels&#8221; und die Europäischen Bibliotheken geeinigt haben . Das System der &#8220;Digital Objekt Identifier&#8221; wurde bislang nur von grossen Verlagskonzernen wie Springer oder massgeblichen wissenschaftlichen Periodika ( &#8220;<em>nature</em>&#8221; ) genutzt und bildet ein international anerkanntes Regelwerk für Zitatbezüge und Rechtevokabular .</p>
<p>Im praktischen Umgang mit den Datenfeldern und Nomenklaturen von DOI hat sich zunächst gezeigt , dass die Auslegung und Behandlung trotz offenem Basiskonzept gänzlich auf die Bedürfnisse von traditionellen Grossverlagen und deren gedruckten Publikationen zugeschnitten war . Das System DOI wurde zum Normieren von Firmendatenbanken und zur eventuellen Zweitverwertung als &#8220;Digitaler Download&#8221; erst nach der Druckstufe genutzt . Demgemäss stand auch kein Datenbank- Client für die individuelle Nutzung und keine praktikable Eingabemaske für die Standardvariablen aus den Metadaten-Wörterbüchern zu Verfügung .</p>
<p>in|ad|ae|qu|at konnte hier im direkten Dialog mit dem Registrar &#8220;<a href="http://www.medra.org/de/index.htm">mEDRA</a>&#8221; wesentliche Klarstellungen herbeiführen , die nun auch anderen &#8220;Non- Profit&#8221;- Projekten sowie einzelnen Autorinnen und Autoren dienlich sein können :</p>
<ul>
<li>
<div>Programmierung eines Datenbank-Client für das System DOI sowie kostenfreie Bereitstellung</div>
</li>
<li>
<div>Höhere Gewichtung des Namens von Autor und Autorin im Gegensatz zum Namen des &#8220;Verlags&#8221; bei der visuellen Repräsentation der DOI- Abfragen</div>
</li>
<li>
<div>Änderung der deutschen Übersetzung des englischen &#8220;Work&#8221; vom deutschen &#8220;Buch&#8221; in das deutsche Wort &#8220;Werk&#8221; in der offiziellen DOI- Nomenklatur im Sinne einer Öffnung in Richtung allgemeiner Web- Formate</div>
</li>
<li>
<div>Umdefinition bisher ausschliesslich für Druckwerke genutzter Begriffe auf die Blog- Semantik:<br />
Statische Beiträge werden als &#8220;Monographic Product&#8221; registriert , Blog- Beiträge und Autorenseiten als &#8220;Serial Article Version&#8221; , Autoren &#8211; Buchstaben als &#8220;Serial Issue Version&#8221; , Basis-Seiten als &#8220;Serial Title Version&#8221; .</div>
</li>
</ul>
<p>Wesentlich für die semantische Vernetzung im Web und die Auffindbarkeit mittels Suchmaschinen sind auch die für jeden Artikel und jedes Werk einzeln zugefügten &#8220;<em><a href="http://www.zintzen.org/semantik/">tags</a></em>&#8221; ( &#8220;Schlagwörter&#8221; ) . 6.858 unterschiedliche Begriffe sind über 19.048 Relationen mit den Artikeln und Werken verknüpft , diese mühevolle Kleinarbeit wird durch einen hohen Stellenwert bei den Google- Suchabfragen und einem respektablen &#8220;Pagerank&#8221; von 5 belohnt . Nur wenige werbefreie deutschsprachige Web- Projekte im Spezialbereich Kunst und Kultur erreichen diesen Status bei Google .</p>
<p>in|ad|ae|qu|at ist bislang das einzige deutschsprachige Mikromedium , welches sich der Indexierungsmethode und der Copyright- Registrierung per DOI bedient . in|ad|ae|qu|at versteht das Publizieren im Web nicht etwa als Sekundäres , Abgeleitetes , sondern als distinkte Kunstform und Wertschöpfung mit selbständigem Werkcharakter .</p>
<p>Hier gilt es noch viele Missverständnisse auszuräumen und Überzeugungsarbeit zu leisten . Dass Letztere nicht durch langwierige Theorie , sondern durch konkretes Ins- Werk- Setzen zu leisten ist , mögen die 700 Einzeleinträge , 285 statischen Seiten und 6.858 differenten Schlagwörtern belegen .</p>
<p>|||</p>
<p>MÖGLICHMACHEN IM NETZ | NAME ALS MARKE ≠ IDENTITÄT | &#8220;ICH&#8221; UND &#8220;AVATAR&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-icon-inadaequat-78-78.png" alt="czz icon inadaequat 78 78" hspace="2" vspace="2" width="84" height="84" align="left" />Aus dem Dargelegten geht hervor , dass in|ad|ae|qu|at &#8220;<em>Publizieren im Netz</em>&#8221; zunächst auf das <em>Möglichmachen</em> von Kunstwerken anderer Kunst- und Kulturschaffender versteht : Somit kann in|ad|ae|qu|at je nach Bedarf als Publikationsort , als Galerie oder auch als akustischer Aufführungsraum in Erscheinung treten . Wichtig ist mir , zu betonen , dass dieser (derzeit von etwa 20.000 <em>Absolute Unique Visitors</em> | Monat aufgesuchte ) Raum in gutem Kontakt zu den Institutionen , jedoch ausserhalb der Universitäten , Verlage und sonstiger Literaturinstitutionen agiert . &#8220;<em>Publizieren im Netz</em>&#8221; bedeutet demnach zunächst die Freiheit der Wahl , kurzfristig mit Verlagen , Literaturveranstaltern etc, zusammen zu arbeiten , dies doch stets nach Massgabe des praktisch Notwendigen .</p>
<p>Hinzu kommt die stetige Reflexion über &#8220;Literatur im Netz&#8221; und deren technische Möglichkeiten sowohl intern ( mit meinem Administrator Karl Petermichl verbinden mich lange Jahre der Radiokunst- Produktion sowie das auf Optimierung des Mediums &#8220;Weblog&#8221; zielende Interesse ) als auch extern durch die Einbindung in das Netzwerk &#8220;<em>Literarische Weblogs</em>&#8221; , <a href="http://www.litblogs.net/">litblogs.net</a> . Da ich seit November 2008 zusammen mit <a href="http://www.litblogs.net/hartmut-abendschein">Hartmut Abendschein</a> <a href="http://www.litblogs.net/">litblogs.net</a> herausgeben darf , haben sich Dialog und Diskussion auch in dieser Richtung äussert produktiv intensiviert .</p>
<p>Was mein eigenes Schreiben im Netz anbelangt , diente es zunächst als notwendige Form , sich aus den journalistischen Routinen und dem ständigen Imperativ der Zeilenkürzung ( Zeitung ) sowie des Minutensparens ( Radio ) &#8220;freizuschreiben&#8221; : Es galt , formal wieder zu spontanen Sätzen und  melodischen Bögen zu finden , welche nicht den Formaten der institutionellen Medien entsprechen . Auch thematisch gestalte ich jene Themen und formuliere vor allem jene Skeptizismen aus , die von Auftraggebern üblicherweise nicht erwünscht sind . Gleichwohl , und das ist im Zusammenhang mit der Umfrage zur &#8220;Autorschaft&#8221; nicht zu unterschlagen , war ich zu keiner Zeit eine &#8220;literarische&#8221; Autorin im üblichen Sinn . Meine &#8220;Echtwelt&#8221;- Autorschaft hat sich bislang auf kulturwissenschaftliche Zusammenhänge sowie auf ( oft assoziative ) Essays zu ausgewählten KünstlerInnen erstreckt . Speziell im letztgenannten Zusammenhang hat sich wohl auch so etwas wie ein &#8220;Stil&#8221; herausgebildet , welcher &#8211; Frucht langwieriger Vorarbeiten &#8211; sich dem Gegenstand des  jeweiligen Themas aufs äusserste anzuschmiegen sucht .</p>
<p>Die Frage , ins Imaginäre zu schreiben , stellt sich für mich insofern nicht , als ich &#8211; speziell im Zusammenhang mit meiner eigenen Fotografie &#8211; ein kaum auszuschöpfendes Themenreservoir vorfinde . Die Spur des Wahrgenommenen und dessen Reflexion benötigt weder eine Variante des &#8220;Tagebuchs&#8221; noch einer Fiktionalisierung . &#8220;<em>Schreiben im Netz</em>&#8221; wäre demnach ein Reflexionsraum , welcher ins Offene vorstösst , ohne deshalb &#8220;Geschichten erzählen&#8221; zu müssen oder das einzelne Wort auf die poetische Goldwaage zu legen .</p>
<p>Aus dieser Grundeinstellung und aus einem dialektischen Problembewusstsein geht hervor , dass (m)ein Schreiben stets nur ein versionäres , unvollendetes sein kann . Aus diesem Grund ist auch das &#8220;<em>WER SPRICHT ?</em>&#8221; von sekundärem Interesse . Zwar steht mein Klarname im Impressum und sind die Artikel mit &#8220;czz&#8221; gekennzeichnet , doch zielt mein Impetus eher darauf , die Person der Schreibenden möglichst hintan zu halten . Dass nach 20 Jahren institutionellen Publizierens der Eigenname möglicherweise eine Marke , längst jedoch nicht mehr &#8220;Identität&#8221; darstellt , mag nachvollziehbar sein . Weshalb dieser Name im Text eben so gut vermieden werden kann , wie er gleichzeitig der URL von in|ad|ae|qu|at ( <a href="http://www.zintzen.org">www.zintzen.org</a> ) unablösbar eingeschrieben ist .</p>
<p>Derartig befreit vom narzisstischen Ich des Autorennamens , zielen meine Texte nach Massgabe des Möglichen prinzipiell auf die Vermeidung des Wortes &#8220;ICH&#8221; . Ersetzt durch ein leicht diffuses &#8220;wir&#8221; , spricht der Text aus der Perspektive wechselnder imaginärer Gemeinschaften , dialogischer Kontinuen sowie unausgewiesener Wahlverwandtschaften . Da das &#8220;ICH&#8221; m. E. sowieso im Stil und in der Denkfigur aufgehoben ist , braucht es kein Text- &#8220;ICH&#8221; und keinen Autorennamen . Der Autor sei als Funktion der Schrift anzusehen und als Vollzugsinstanz sprachlichen Eigensinns .</p>
<p>Insofern bastle ich <em>sehr wohl</em> an einer Art <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_(Internet)">Avatar</a> , welcher allerdings &#8220;in|ad|ae|qu|at&#8221; heisst und sich als &#8220;WIR&#8221; formuliert . Bei Gelegenheit wird diskret an der Fiktion gearbeitet , in|ad|ae|qu|at sei ein nicht näher ausgewiesenes Kollektiv diverser Schreiber , Setzer und Maschinisten &#8230; Eine Linie , welche wohl von den wenigsten LeserInnen wahrgenommen wird , was &#8211; Stichwort &#8220;Versionalität&#8221; &#8211; nicht weiter von Belang ist .</p>
<p>P. S. Da eben im metaphorischen Sinn von &#8220;Avataren&#8221; die Rede war, komme ich nicht umhin , einen solchen im strikten Sinne des Wortes &#8211; als stellvertretende Materialisierung &#8211; vorzustellen . Die Schriftstellerin und Künstlerin <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/gundi-feyrer/">Gundi Feyrer</a> hat , inspiriert von den Eindrücken und Vorstellungen bei der Lektüre des Weblogs , einen veritablen figürlichen &#8220;<a href="http://www.zintzen.org/2008/07/29/inadaequat-proudly-presents-die-erste-blog-portrait-skulptur-der-welt/">in|ad|ae|qu|at- Avatar</a>&#8221; geschaffen : Eine etwa 20 cm hohe Tonfigur , deren Bild ich diesem Text abschliessend beifüge .</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/gundi-feyrer-avatar-inadaequat.png" alt="Gundi_Feyrer_Avatar_inadaequat" hspace="2" vspace="2" width="356" height="473" /></p>
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<p>RELATED</p>
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<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/01/28/on-method-1-publizieren-partizipieren-perstistenz/">blog &#8211; on method I : publizieren , partizipieren , persistenz</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/01/29/blog-on-method-2-digital-object-identifier-system-part-1/">blog &#8211; on method II : Digital Object Identifier System , part 1</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/01/30/blog-on-method-3-digital-object-identifier-system-part-2/">blog &#8211; on method III : Digital Object Identifier System , part 2</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/02/27/metadaten-werkstatt-der-wert-schopfung/">Metadaten : Werkstatt der Wert- Schöpfung</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/10/07/pagerank-5/">“PageRank 5? oder “Was soll er damit machen ?”</a></div>
</li>
</ul>
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<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Nach derartigen Deklarationen und so viel Theorie ist ein wohl ein bisschen Entspannung angesagt und wohl verdient . Wird neudeutsch auch gerne als &#8220;<em>chill out</em>&#8221; apostrophiert . Nicht nur vielversprechender <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/04/czz-hoerempfehlung-132.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />( und überdies zutreffend ) lautet da die Titelfindung &#8220;<em><a href="http://www.deepindub.org/pocast-002-episode-2-chill-me-free/">Chill Me Free</a></em>&#8221; , welche den jüngsten Podcast ( = Mix ) aus dem riesigen Fundus von <a href="http://www.deepindub.org/">deepindub</a> ziert . Lass&#8217; es schwingen , lass&#8217; es schweben , <em>go with the flow</em> : sanft schwappende achtzig Minuten lang . <a href="http://www.archive.org/download/deep_in_dub_podcast_002_chill_me_free/deep_in_dub_podcast_002_chill_me_free_vbr.m3u">CLICK LINK TO LISTEN ( WMP )</a>.</p>
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		<item>
		<title>Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen &#8211; Eine Übertragung</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 05:40:12 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE | IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG | &#8220;EVENT&#8221; ALS ENDE DES EXKLUSIVEN | DEALS DER JURIEN | FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT | AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM | ZUM GEZETER ÜBER DAS &#8220;PROFESSIONELLE&#8221; : EIN CETERUM CENSEO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT</p>
<p>IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Musste man über Jahre hinweg lesen die stereotypen Stoss- Seufzer über den Bachmannpreis am ( Vorsicht : Wortspiel ! ) Wörther See <em>und wie</em> man sich abends bei Maria Loretto im berühmten Fischrestaurant unter den gruselig präparierten Fischköpfen an den Wänden ( Vorsicht : Bildwitz ! ) beim Gastmahle traf <em>und wie</em> dort oder auf den literaturjournalistischen Amateur- Fussballfeldern der Ehre <em>es</em> die Outsider den Insidern <em>gaben</em>&#8230;</p>
<p>Musste man alljährlich lesen dieselben Protokolle von Outfits und Aussagen ( halbprivat ) , dasselbe Raunen über die <em>echten</em> , aus dem Genusse geistiger Getränke ergossenen Literaturbetriebswahrheiten &#8230;., so rächt sich das Feuilleton in diesem Jahr unisono mit Groll und Hohn für die Verknappung seiner Sport- und Spielwiese von zwei auf vier Tageslängen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />In chorisch harmonierenden Einzelstimmen wendet man sich gegen die Layoutierung der Show zu Zwecken und zu Gunsten der 3- sat- TV- Übertragung . Im fernsehgerechten Format , so der beleidigte Tenor ( <a href="http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/394769/index.do">Die Presse</a> , <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/oel-im-getriebe/">taz</a> ) , verwandle sich Literatur eben in jenes Ärgernis einer &#8220;prime time&#8221;- ( <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3396004">Der Standard</a> ) , &#8220;Mittelstands-&#8221; ( <a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">DIE WELT</a> ) , &#8220;Vita contemplativa&#8221;- ( <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA9049A61920748659AE824CEFAE3EAD2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> ) und &#8220;Langweile&#8221;- ( <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/vom_dienstbotenelend_der_literatur_1.772585.html">NZZ</a> ) Veran- oder -<em>un</em>staltung , als welche sie sich anno 2008 den vor Ort Wesenden präsentierte .</p>
<p>Keiner mochte da einlenken , dass es eben die Fernsehübertragung sei , welcher die Juroren ihre Prominenz ( und guten Gagen ) danken , die im Besonderen allerdings dafür garantiert , dass Literatur im Feuilleton weiterhin für &#8220;der Rede wert&#8221; befunden wird . Anderseits gestattet just die Fernseh- Übertragung eine Teilhabe Vieler an einem lokalen &#8220;Event&#8221; : eine Zeugenschaft , welche die Lesungen selbst &#8211; allerdings auch die Leistungen der Jury , nicht zuletzt aber auch die Beurteilungen durch das Feuilleton &#8211; ÜBERPRÜFBAR macht .</p>
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<p>&#8220;EVENT&#8221; ALS ENDE DES EXKLUSIVEN</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Somit gerät die Oberhoheit der Kanzelrede und der exklusive Deutungsmacht des Feuilletons ins Wanken : Prompt reagiert das Feuilleton auf die solcherart &#8220;globalisierte&#8221; Information , indem es die Stadt Klagenfurt ebenso kleinredet und zur kleingeistig- protofaschistischen Provinz ( <a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">DIE WELT</a> ) erklärt wie überhaupt den ganzen Bewerb inklusive der Juroren samt der von ihnen &#8220;vorgeschlagenen&#8221; und diskutierten Text- und Autoren- Funktionen .</p>
<p>Denn aber , hallo und sorry , möchten wir bescheiden daran erinnern , dass Klagenfurt noch immer ein Erbmöbelstück der &#8220;Gruppe 47&#8243; ist und von deren berüchtigten Meetings , deren Lesungen und deren , jedem Widerspruch abgeneigten Ab- Urteilungen derer , die da lasen . Die , die da lasen , waren ( siehe : das Prinzip der &#8220;Einladung&#8221; bzw. der Juroren- Vorschläge ) selbstverständlich nur ein Teil &#8220;sie selber&#8221; . Der Löwenanteil war und bleibt allerdings das , womit sich ein Juror zu profilieren gedenkt , WEN er ins Rennen schickt und WAS er der Arena des Sammelkampfes vorwirft &#8230; zur Augenweide oder zum Frasse .</p>
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<p>DEALS DER JURIEN</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Was das Juryprinzip ist in vielen verschwiegenen Versammlungszimmern , an Tagungstafeln und bei Konferenztisch- Kaffee aus Thermoskannen vollzieht , liegt in Klagenfurt vor Aller Augen . Deals , Kontrakte , Freundlichkeiten im Austausch gegen Imagepunkte , oder &#8211; bei Schlagseite des eigenen Kandidaten : der schnelle Seitenwechsel und Überlauf , der mit rhetorischer Verve überbrüht werden muss , damit der Sieger als selbstgekochtes Süppchen verkauft und vertreten werden kann .</p>
<p>Ja mei : All das ist hinlänglich bekannt . Was aber nun , wenn wir zugucken dürfen ( live dabei sein ! ) in der durch die Fernsehkameras und die hitzige Ausleuchtung nachvollziehbar unangenehm schwül- bedrückten Arena ? &#8211; Seit zwanzig Jahren weder im Besitze eines TV- Apparates noch des Animo , sich leiblich dem &#8220;Betriebsausflug&#8221; auszusetzen , hat in|ad|ae|qu|at das sogenannte &#8220;Wettlesen&#8221; stets via Feuilleton- Rapports und Insider- Witzen rezipiert . Und dabei Hunderte der oben genannten Fischessen , Fussballschweisstreibereien , Beschwipstheiten und Ausflügen ins lokale Puff nachlesen dürfen . Wenn im September dann oder im Oktober der jährliche Band &#8220;DIE BESTEN&#8221; bei Piper erschien , konnte und wollte sich eh Keiner mehr an das frühsommerliche Klagenfurt erinnern .</p>
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<p>FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Nun aber hat das Netz auch für fernsehfrei lebende Zeitgenossen die &#8220;Zugänglichkeit&#8221; zu diesem eminenten Ereignis der Eliten von Feuilleton und Sozial- Performanz ermöglicht . Und solche &#8220;Zugänglichkeit&#8221; zu höherer &#8211; menschlicher , kultureller , emotionaler &#8211; Bildung gilt mittlerweile als Menschenrecht . Na gut , machen wir von solcher &#8220;Zugänglichkeit&#8221; via &#8220;Stream on Demand&#8221; Gebrauch und vollziehen &#8220;Klagenfurt&#8221; im totalen Echtzeit- Selbsttest und unter verschärften Bedingungen von sukzessiver Mitschrift und Fortverlinkung mit : Vierzehn Stunden lang an Bildschirm und Tasten , plus Mittagspausen usf.</p>
<p>Hier das Testergebnis : Auch unter den eingeschränkten Erwartungen , was ein Stream- Bild an Qualität vermitteln kann , ist der visuelle Faktor erbarmungslos kläglich . Im Chiaroscuro eines nur spotmässig ausgeleuchteten Studios verhindern abstruse Kamera- Totalen eine Konzentration auf den logisch zu fokussierenden Sprecher . Tritt selbiger allerdings &#8211; egal , ob gebeugter Autor , gestikulierender Juror oder bräselnder Moderator &#8211; ins Bild des Nah- Objektivs , erstarren die <em>Talking Heads</em> hinter der dick aufgetragenen und unvorteilhaft angestrahlten Maske . Da man Menschen , welche man schätzt und kennt , nur ungern in solcher Ensor&#8217;schen Masken- Übermalung betrachtet , verlegt man sich bald aufs Abblenden . Und siehe : Man beginnt zu HÖREN . ZUZUHÖREN sogar .</p>
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<p>AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM</p>
<p><img style="width: 216px; height: 70px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/tddl-2008-banner-300px-1.jpg" alt="TDDL 2008 banner 300px" hspace="2" vspace="2" width="306" height="106" align="left" />Und statt des blauen Studios erleben wir das blaue Wunder der Verwandlung eines &#8220;Literaturwettbewerbs&#8221; in ein HÖRSPIEL in Echtzeit : Mit den klassischen Chargen , Beschleunigungen und Retardierungen , Strophe und Refrain , Solo und Chor sowie viel lokal gefärbter Sprachmusik . Da treten die ausgestellten ( literarischen ) TEXTE als ebenso subjektive STIMMEN und CHARAKTERE auf wie das Geplänkel der Juroren , deren ebenso ausgestellten Bekenntnis- TEXTE und kulturtheoretische ROLLENPROSA . Solcherart sind wir &#8211; auch über manche Mühen der Textebenen ( aller Fraktionen ) hinweg &#8211; in den Genuss eines selten so unterhaltsam  vernommenen HÖRSPIELS gekommen .</p>
<p>Fazit : Wenn schon das Radio sein Selbstbewusstsein als AKUSTISCHES Medium hinter Internetbildchen , LOGO- Optik und visuellen User- Interfaces am Handy verleugnet , wird man fortan das live übertragene , respektiv netz- gestreamte oder ON DEMAND abgespielte TV- BILD als neues Radio gebrauchen . BILD AB , TON AUF : Lass es jazzen , Mann , horch hin und maule nicht .</p>
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<p>ZUM GEZETER ÜBER DAS &#8220;PROFESSIONELLE&#8221; : EIN CETERUM CENSEO</p>
<p><img style="width: 66px; height: 64px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/pictotv.jpg" alt="picto TV" hspace="2" vspace="2" width="56" height="55" align="left" />Und WENN man sich zu Klagenfurt bzw. in den Redaktionsstuben postum seit Jahren über die ( Vorsicht ! ) &#8220;<em>gut gemachten , aber &#8230;</em>&#8220;-Schreibstücke beklagt , dies Jahr erstmals auch über die ( Vorsicht ! ) &#8220;<em>gut vorgelesenen , aber &#8230;</em>&#8220;-Texte , dann schliesse man doch bitte endlich und einfach die VEBs der Literaturschulen und entlasse deren <em>renommierte</em> Lehrer , welche eben die SERIENTEXTE und -BEFINDLICHKEITEN mitproduzieren , über die sie und ihre Kollegen dann öffentlich mäkeln . Sorry : Bei diesem Betriebsspiel werden Menschen <em>verbraucht</em> &#8230; Der Rest der Argumentation ist unter der Kategorie &#8220;Germany’s Next Topmodel&#8221; bzw. &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221; ( DSDS ) nachzulesen . Oder hiesse es doch nicht noch besser : &#8220;<em>Dschungel-Camp  &#8211; Ich bin ein Star – holt mich hier raus</em>&#8221; ?!</p>
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<p>LINKS</p>
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<div><a href="http://www.welt.de/kultur/article2158864/Tilman_Rammstedt_erhaelt_Bachmann-Preis.html">Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis</a> &#8211; Der deutsche Autor Tilman Rammstedt hat den renommierten Ingeborg-Bachmann- Preis gewonnen . Der 33-jährige Schriftsteller wurde im österreichischen Klagenfurt für seinen Roman &#8220;Der Kaiser von China&#8221; ausgezeichnet . Rammstedt wagte etwas , das in Klagenfurt selten goutiert wird : Humor (  Elmar Krekeler , DIE WELT , 30. 6. 2008 )</div>
</li>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EA9049A61920748659AE824CEFAE3EAD2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Bachmann-Preis 2008 : Darauf haben wir gewartet</a> ( Oliver Jungen , FAZ , 29. 6. 2008 )</div>
</li>
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<div><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/vom_dienstbotenelend_der_literatur_1.772585.html">Vom Dienstbotenelend der Literatur &#8211; Der 32. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb</a> &#8211; Mit einer Grossvater- Geschichte holt sich der Berliner Tilman Rammstedt den Ingeborg- Bachmann- Preis 2008 . Seine Erzählung ist komisch , wo die Qualität der sonst noch vorgetragenen Texte fast tragisch ist . Selten zuvor war die Literatur in Klagenfurt so durchschnittlich wie diesmal ( Paul Jandl , NZZ , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/oel-im-getriebe/">Neuigkeiten aus Klagenfurt &#8211; Öl im Getriebe</a> &#8211; Beim diesjährigen Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb haben sich die Schriftsteller , die Jury und das Publikum auf die Bedingungen des Fernsehens eingelassen ( Dirk Knipphals , taz , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3396004">Das Jahr der Freundlichkeit</a> &#8211; Der 32. Bachmann- Preis ging an den in Berlin lebenden Tilmann Rammstedt &#8211; Markus Orths und Patrick Findeis hatten Chancen . Eine Entscheidung , unentschieden ( Cornelia Niedermeier , Der Standard , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://diepresse.com/home/kultur/literatur/394738/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Bachmann-Preis : Ein Tyrann als komischer Held</a> &#8211; Tilman Rammstedt gewinnt mit seinem schwarzhumorigen &#8220;Der Kaiser von China“ in Klagenfurt . Er setzte sich bei Jury und Publikum durch ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/394769/index.do">Literatur , im Wörther See versenkt</a> &#8211; Beim Wettlesen zum Bachmann-Preis wird alles den Erfordernissen des TV , der Marke untergeordnet . Ein Text ist aber kein Waschmittel ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )</div>
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</ul>
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<p>RELATED</p>
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<div><a href="http://www.zintzen.org/2008/06/28/bachmannpreis-08-listen-lesen-lasten/">BACHMANNPREIS 08 : Listen &#8211; Lesen &#8211; Lasten</a> ( in|ad|ae|qu|at , 28. 6. 2008 )</div>
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<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Ein Eintauchen in buchstäbliche <em>Liquid Levels</em> gestattet das herrlich verhaltene <a href="http://www.loopzilla.de/">LOOPZILLA</a>- MIX Numero 60 . Fern von jeder hochsommerlichen <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/07/czz-hoerempfehlung-6.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />Beach- Life oder Sonstwie- Fröhlichkeits- Frenesie , bleibt das &#8220;<a href="http://www.loopzilla.de/?p=168">Sofa Mix</a>&#8221; cool abgedimmt im gangbaren Takt , ohne ins loungig- Beliebige abzudriften : <a href="http://bhlogiston.schauecker.com/2008/02/02/project-swirl-miminal-dub/">Daniel P.</a> aka &#8220;<a href="http://www.myspace.com/projectswirl">Project Swirl</a>&#8221; bedient sich mit seiner exquisiten Mischung aus Releases von Netlabels wie yukiyaki , Thinner , unfoundsound oder clear-cut allerdings nur beim Feinsten . &#8211; CLICK <a href="http://www.loopzilla.de/?p=168">LINK</a> TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . <strong>|||</strong></p>

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