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NEUES VON FREUNDEN



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Den sommerlichen Temperaturen entsprechend , kleiden sich unsere in|ad|ae|qu|aten Hinweise heute in nur minimalen Wortstoff . Bekanntlich ist es ja der dahinter- und darunterliegende Kunst- Körper , welcher zählt .

angelika_kaufmann_textzerlegung_copyright_angelika_kaufmann

( Angelika Kaufmann : textzerlegung )

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TÜRKISCH - ÖSTERREICHISCHE WECHSELREDE

czz-neuesvonfreundenEinen Vorgeschmack auf Formen und Fassonen experimenteller türkischer Literatur haben wir in|ad|ae|qu|at im sonntäglichen SALON LITTÈRAIRE mit Hayati Yildiz’ staunenswerten Übertragungen der leikalisch wie syntaktisch komplexen Poeme des 1968 geborenen Murat Üstübal gegeben . Selbiges gilt für die SALON- Vorstellung von Sara Heigls Übertragungen der konkreten | seriellen Fügungen Ömer Sismans ( Jahrgang 1980 ) .

Im Rahmen zweier von Erhan Altan und Thomas Eder geleiteten Workshops in Istanbul und Wien unter dem Titel “Experiment mit Tradition“ werden jeweils vier junge experimentelle Dichterinnen und Dichter aus Österreich und aus der Türkei zusammenkommen und über ihr Schreiben diskutieren . Die Begegnung soll einen Einblick in die Bedingungen der je anderen Schreibweisen und deren unterschiedlichen historischen und ästhetischen Voraussetzungen ermöglichen

Zum ersten Mal in der Geschichte der türkischsprachigen Poesie hat sich in den letzten Jahren eine experimentelle Dichtung herausgebildet , die sich in der Türkei erst etablieren muss . Demgegenüber kann und muss die Literatur in Österreich , spätestens seit den Arbeiten der Nachkriegsavantgarde , auf eine “Traditionslinie der Avantgarde“ zurückblicken .

Neben dem Wechselverhältnis zwischen experimentellen Schreibweisen in der jüngsten österreichischen und türkischen Literatur vermag solcherart die Beziehung der Dichterinnen und Dichter zu der eigenen Tradition erkundet werden .

Am Dienstag , 24. 6. , 19:00 Uhr präsentiert Das “Literarische Quartier Alte Schmiede” , Wien , in Fortsetzung des “Festival Europäischer Dichtungen” die Resultate des bilingual türkisch- österreichischen Dichter- und Übersetzerworkshop unter dem Titel : NEUE SPRACHARTISTIK - EXPERIMENT UND TRADITION .

Es lesen ( türkisch | deutsch ) :

Ann Cotten ( Berlin ) | Idil Kizoglu ( Istanbul ) | Petra Nachbaur ( Innsbruck ) | Mehmet Öztek ( Adana ) | Ömer Sisman ( Istanbul ) | Lisa Spalt ( Wien ) | Murat Üstübal ( Konya ) | Anja Utler ( Wien ) unter Mitwirkung der Übersetzerinnen und Übersetzer Erhan Altan , Sara Heigl , Burak Özyalçin und Hayati Yildiz .

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P. S .

Die türkische Version des Sprachen ( en ) - Experiments liegt bereits in bilingualer Buch- Fassung vor :

Altan Eder Experiment mit Tratition 2008GELENEKLE DENEY | EXPERIMENT MIT TRADITION - Haz | Hrsg.: Erhan Altan – Thomas Eder

Avusturya ve Türk þiirinden dörder genç þair 2008 yýlýnýn Mart ve Haziran aylarýnda Ýstanbul ve Viyana’da biraraya gelerek eserleri üzerinde tartýþtýlar. Þairlerin gelenekle deney konusu üzerine hazýrladýklarý metinler ve çevrilmiþ þiirleri bu buluþmaya temel oluþturdu. Almanca ve Türkçe olmak üzere iki dilde yayýmlanan bu kitap, genç Avusturya ve Türk deneysel þiirlerinin günümüzdeki durumu, spesifik iliþkileri ve özel perspektiflerine ýþýk tutmayý amaçlýyor.

Kitapta yer alan þairler: Ann Cotten, Ýdil Kýzýloðlu, Petra Nachbaur, Mehmet Öztek, Lisa Spalt, Ömer Þiþman, Anja Utler, Murat Üstübal. - Çeviriler: Erhan Altan, Sara Heigl, Burak Özyalçýn, Hayati Yýldýz.

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LARS GUSTAFSSON - LEIBHAFTG

Zwei Tage später ist am nämlichen Ort und zur nämlichen Zeit der grosse schwedische Dichter und zeitweilig etwas postmodernistische Romancier Lars Gustafsson in Persona zugegen , mit seiner Erzählug in Versen “Die Sonntage des amerikanischen Mädchens” ( Deutsch von Verena Reichel ) : Darf man etwas pathetisch von einer kleinen Sensation sprechen ?

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WORTWERFT - SCHALLDICHT

czz-neuesvonfreundenVon unserem SALON- Gast Maria Seisenbacher erhalten wir die Einladug zu einem ( selbstverständlich appetitanregenden ) Zeit- Schriften - Service : Als Mitbegründerin und Redakteurin der Literaturzeitschrift KEINE DELIKATESSEN beehrt sie sich , die nun schon elfte Ausgabe des Periodikums - sinnig dem Titelthema “HUNGER” gewidmet” - zu präsentieren . Die Präsentation geht Freitag , 27. Juni ab 20 Uhr im Subterrarium ( 1170 Wien , Jörgerstr. 23 | Kellereingang !!! ) über die Bühne .

Als “Special Guests” tritt die Truppe SCHALLDICHT ( MySpace ) auf den Plan : Wie die WORTWERT interdisziplinär in Sachen Literatur , streben die fünf Musiker ihrerseits nach fachübergreifender Text- Ton - Manipulation . Mitgebracht haben sie ihre neue CD , welche als klangliche Atmosphärenbeilage dem KEINE DELIKATESSEN- Heft beigelegt wird .

WORTWERT sozusagen “pur” gibt es dann am Samstag , 28. Juni im fernen ( ? ) Wiener Neustadt und zwar 18:00 Uhr im Innenhof Bücher Hikade in Wr. Neustadt . 2700 Wiener Neustadt , Herzog-Leopold-Strasse 23 ( 02622 - 21 505 )

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SPOKEN POETRY MAL ZWO

czz-neuesvonfreundenDer vor kurzem im SALON mit den Schwierigkeiten des Erwachens kämpfende Spoken- Poetry -Poeten Markus Köhle beehrt die Wienerstadt dieser Tage gleich mit zwei dicht aufeinander fogenden Performances : Heute geht unter Moderation des bewährten Schikaneder- “Dogma . Chronik . Arschtritt“- Teams Markus Köhle & Mieze Medusa das D- Ö- CH- trinationale GRAND SLAM- Finale über die Bühne des Wiener Metropol : Zwölf Maulhelden der heftigen Poesie im witzigen Wettstreit : Wo bekommt man soviel energetische Leistung um lumpige zehn Euro ? - Metropol , 1170 Wien , Hernalser Hauptstraße 55 , 20 Uhr .

Tags darauf ist Meister Köehle wieder am Wort : Mittwoch , 25. 6. tritt er zusammen mit Jaromir Konecny im Rahmen eines Slam Poetry- Abends der Kunstmeile am Karlsplatz auf : Seebühne , 19:00 Uhr .

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ANGELIKA KAUFMANN : REISE … NACH …

czz-neuesvonfreundenDer kleine Raum von “Splitter Art” in der malerischen Salvatorgasse bietet zwar nicht notwendig eine Hitze- Exil Kühle , dafür das kühl konzentrierte , teils abstrakte , teils an allerlei Aufschreibsystemen orientierte Werk der subtilen Künstlerin Angelika Kaufmann : “REISE … NACH …” bezieht sich vordergründig auf ein Zeichen- Tagebuch einer dreiwöchigen Reise durch den Jemen . In seiner Doppeldeutigkeit reflektiert der Titel selbstredend auch den alten Topos der Reiseliteratur mit - dass wir uns auf fremden Wegen stets auf den Spuren früherer Pioniere , Abenteurer und Traveller bewegen : Nach- Reisende also im wörtlichen Sinn . Splitter Art , 1010 Wien , Salvatorgasse 10 | Fischerstiege 2 - 7., montags bis freitags 11 bis 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr . Selbstverständlich auch nach Vereinbarung ! ( 0664 - 40 30 172 )

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KLANGAPPARAT

Kühle Klänge Eines , den wir hier in|ad|ae|qu|at kaum mehr vorzustellen brauchen ( eins , zwei, drei ) : Norman Fairbanks bringt seine neue EP czz-hoerempfehlungnicht mehr lediglich im Selbstverlag , sondern wird freundlich auch vom Netlabel pentagonik vorgestellt: Living near the Valley hält sich weiter an sein Tenori- On , um uns diesmal kühle wie coole Soundbrisen zuzufächeln : Living Near The Valley . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Passing and Posing | 02. Upper Class | 03. Your Glossy Flesh | 04. Fake City |||

Salon Littéraire | Markus Köhle : Wenn schon im Jänner der Juni nervt …



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

 

Salon Littéraire | Markus Köhle :

Wenn schon im Jänner der Juni nervt , dann hat’s weit herunter geschneit

 

kafka als fussballkäfer_copyright christiane zintzen

Ich wachte auf und…
Der Manuskripte Langzeitregent Alfred Kolleritsch hat unlängst in einem Interview durchleuchten lassen, dass Texte die mit “Ich wachte auf und…” begännen, eher weggelegt würden. Ja, was kann denn nach Kafkas Verwandlung schon noch groß passieren nach dem Aufwachen?
Nach dem Aufwachen kann immer viel passieren.
Ich wachte also auf und…
Der Zeit Kolumnist Harald Martenstein ließ es sich nicht nehmen in seinen wöchentlichen Zeit-magazin-Kolumnen mehrmals darauf hinzuweisen, dass er von den GrafikerInnen die Order erhalten hätte, seine Kolumne nicht mit “Ich” zu beginnen, da sich das “I” als Hervorheb-Initiale nicht eigne.

Mittlerweile wurde das Layout des Magazins geändert. Er darf wieder mit “Ich” beginnen. Kolumnen sind ja schließlich Befindlichkeitsmomentaufnahmen eines Individuums. Auch dieser Text soll Einblicke in mich momentan Bestimmendes gewähren, deshalb schreibe ich ohne Skrupel:

Ich wachte auf und hatte rostige Flügel.
Ich lag auf dem Bauch und anstatt einfach nur die Augenlieder aufzuschlagen, schlugen da nun plötzlich Schwingen, die aus meinen Schulterblättern entsprungen sein mussten. Ich flatterte ein wenig, war jedoch nicht in der Lage abzuheben. Die schwere Bettdecke die meinen Hintern und die Beine bedeckte, hinderte mich daran. Meine Arme waren noch da wo sie hin gehören, und so griff ich mir erstmal auf den Kopf. Der wurde von einem dichten Lockenhelm eingenommen.

Langsam kam ich mir spanisch vor und lupfte mit gesteigertem Interesse die wärmende Decke. Aus den Füßen waren mir Stollenschuhe gewachsen. Modell Schoko Schachner. Statt einer Pyjamahose trug ich eine violette Austria-Short. Ich robbte ins Badezimmer, dort begrüßte mich ein Spiegelbild mit Oberlippenschnauzbart.

Und ich war wenig überrascht, als ich die tätowierte Zehn auf meinem Rücken entdeckte. Irgendwas in mir ließ mich die am Boden liegende Shampooflasche Richtung linkes Badezimmerkreuzeck kicken. Ich netzte ein, Hausspinne Thekla ergriff die Flucht.

Obwohl mir recht klar war, was aus mir wurde, machte ich die Probe aufs Exempel, setzte zum finalen Beweis an und versuchte den simplen Satz:
“Schönen guten Morgen, wir begrüßen Sie recht herzlich zur offiziellen Rapidviertelstunde der EURO-Kampagne, live aus dem Horrorstadion.”

Ja leider, es bewahrheitete sich die üble Ahnung. Ich stammelte im Raunzsound, erspart mir die Details. Ich wurde bestraft, Höchststrafe. Ich hatte gesündigt, mir erlaubt, abschätzig über die Österreichische Nationalmannschaft zu reden und die EURO-Aktionen der PolitikerInnen für vermessen zu halten.

Unlängst wurden vom Bundeskanzler und seinem Vize in heiliger großkoalitionärer Eintracht 183 EURO-Bälle von der Reichsbrücke aus in die Donau gekippt und auf Werbereise geschickt.
Bundespräserl Heinzi gab in Schiedsrichtermanier das Trillerpfeifenkommando und eine Ehrensalve des Wapplerheeres setzte den Schlusspunkt der gelungenen Presseaktion.

Ich hatte also gesündigt, die Nationalelf besudelt und darauf steht in Tagen wie diesen eben die Höchststrafe und so auferlegte man mir die “Prohasskranklheit”.

Ich verzog mich augenblicklich wieder ins Bett und hoffte so, dem bösen Traum entkommen zu können, zog mir die Decke über meinen Lockenschädel und kopfnicktepickte ins Kissen, worauf dieses zu singen begann: “Toni lass es polstern!”
Ich heulte auf, wie nach einem vergebenen Elfmeter, packte entschlossen mein mir fremdes Haupt, die Locken erwiesen sich als äußerst griffig, riss mir den hirnlosen, schneckerlveredelten Luftsack ab und warf das Ding aus dem Fenster. Ich hörte den Aufprall meines Kopfballs und gleich darauf das Aufjubeln aus den Nachbarwohnungen.
Der Platzsprecher meinte: “Tor, Tor, i wear narrisch!”
Ich sagte: “Ich bin es!”
Der Kommentator fügte aufklärend hinzu: “1:0 für die allgegenwärtige Fußballgehirnwäsche. Noch 99 Tage.”
Arschkarte, Abpfiff und ab in die Kantine!

Übrigens: Gestern wurde auf dem von Bundesheerrekruten mit Schnee präparierten Fußballheldenplatz ein Langlauffußballmatch abgehalten, im Tor Innenmiststreuer Platter und Sportsaatseuche Lopatka.

Im Julius Meinl am Graben gibt’s heute ein Importmelonenkicken für SeniorInnen ausschließlich mit Hokkaido Melonen bester Güte, freiwillige Spenden für den Meinl-Clan erbeten und für morgen ist eine Benefizfußballgala in der Kapuzinergruft mit Stargast Antoni Panenka angekündigt.

Es ist Winter in Wien und trotzdem freue ich mich nicht auf den Frühling, denn nach dem Frühling kommt dann leider irgendwann der Juni.

Markus Köhle, 24. Februar 2008

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Markus Köhle | www.autohr.at

Jahrgang 1975 . Schreibt und liest wann und wo immer er kann , lebt , liebt und arbeitet in Tirol und Wien und fährt gerne Zug . Er studierte in Innsbruck und Rom Germanistik und Romanistik , unterrichtete in Tunis Deutsch als Fremdsprache , ist Moderator und Organisator des Bierstindl Poetry Slams in Innsbruck , Mitbegründer der monatlichen Lesebühne Dogma . Chronik . Arschtritt . im Wiener Schikaneder , war Projektassistent ( Literaturzeitschriften in Österreich 1970-2004 ) an der Uni Innsbruck und schreibt seit geraumer Zeit um sein Leben und an seiner Dissertation . 2002 war er Marktschreiber in St. Jonann ( T ) , 2007 Stadtschreiber in Vöcklabruck ( OÖ ) , 2008 ist er Dorfschreiber in Aich ( Stmk ) . Außerdem : Diverse Stipendien für literarische und wissenschaftliche Arbeiten und regelmäßig Auftritte im In- und Ausland .

Köhle klopft die Sprache auf ihren Rhythmus ab , pflügt Wortfelder und legt sich gerne formal strenge Texterstellungskorsette an . Als Poetry Slam Routinier ist Performance eine wesentliche Komponente im Auftrittskontext . Neben kurzen , spritzigen , gattungskreuzenden Texten ist prosatechnisch momentan die Mittelstrecke seine bevorzugte Distanz , wobei nicht verschwiegen werden sollte , dass das Marathontraining längst begonnen wurde .
Er schreibt , um gehört zu werden .

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Einzelpublikationen

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Hörspiel

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Buchbeiträge ( Auswahl )

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Zeitschriftenbeiträge ( Auswahl )

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CDs ( Auswahl )

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Texte im Netz ( Auswahl )

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Links

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Neues von Freunden



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EINGEBROQUET

czz neues von freundenSpätestens , wenn eine neue Release unserer Haus- und Sympathiemarke BROQUE ( aka oder auf brot ) erscheint , weiss in|ad|ae|qu|at die Zeit wieder heiss für die allseits akklamierte Rubrik NEUES VON FREUNDEN : Und wir werden die betont artifiziellen Retro- Futuro- Tracks der Franzosen Yannick und Jean-Baptiste aka SQWARE als KLANGAPPARAT ans gute Ende dieses eher literarischen Kassibers stellen . |||

In. E. S. können wir positiv von der Anmeldung im DOI- Club berichten : Wie dieser Digital Object Identifier dann reell in der bibliographische Angabe eines Online- Werks aussieht , ist z. B. im jüngsten Wissenschaftsteil der NZZ angesichts des Artikels Trans- Fettsäuren von Wiederkäuern unbedenklich - Keine Erhöhung des Herzinfarktrisikos . Der Quellennachweis lautet demnach wie folgt : International Journal of Epidemiology , Online-Publikation vom 9. Januar 2008 ( doi : 10.1093/ije/dym243 ) . Für unsere wie die SALON LITTÉRAIRE- Beiträge @ in|ad|ae|qu|at ist diese Ausweisbarkeit und somit WERK- Markierung nur noch eine Frage von …. einigen Tagen : Die DOI- Leute geben selbst zu , mit den Modalitäten der Eingabe von Metadaten bei so polymorph komponierten Mikromedien wie dem unsrigen noch wenig Erfahrung zu haben . Aber auch das kriegen wir hin , Freunde der italienischen Oper , will meinen : Venceremos ! |||

ONLINE 1

czz neues von freunden Was unsere bislang vorgestellten und noch zu erwartenden SALON LITTÉRAIRE- Gäste anbelangt , gibt es ein paar Neuigkeiten aus dem literarischen on- wie offline- Leben zu berichten . Liesl Ujvary stellt in ihrem aktuellen Text des Monats ( 17 ) Conlon Nancarrow vor : Als erster Komponist nutzte er das per Lochstreifen programmierbare mechanischen Klavier zur Realisation händisch unspielbarer Tempi und Melodiken . Wer ein solches Player Piano einmal gesehen hat , wie es ohne menschlichen Beisitzer die wildesten Läufe in superhumanem Tempo hinlegt , empfindet dies zunächst als einigermassen gespenstisch ( watch @ YouTube : 20’s era player piano , Mozart’s K330 Player Piano Sonata ) . Eine frühe Form , the sound of music von den Einschränkungen der menschlichen Handhabung zu lösen … Mikrotöne , - intervalle etc. |||

ONLINE 2

Through the online- Grapevine erreichen uns auch Nachrichten von Monika Rinck , deren jüngste SALON- Arbeit FLUBBE ( einer aus Telefonkrakelei und Rimbaud- Allusion Bild- Text- Komposition ) für Irritationen gesorgt hat . Davon sei im Kommentarteil @ in|ad|ae|qu|at allerdings wenig bis gar nichts zu lesen gewesen ? - |||

EXKURS

czz neues von freunden Stimmt , genau und rightyright : Denn auch bei unserer werten Klientel haben sich die kleinen Kommunikationsspiele des Mediums “Blog” noch wenig herumgesprochen bzw. werden höchst wortkarg befolgt . Wer allfällige Fragen in Privatmails verpackt , trägt nicht unbedingt zur Möglichkeit eines Diskurses bzw. eine Er- Klärung zwischen Lesern , Autorin sowie dem vermittelnden Administrator ( vulgo czz ) bei .

Wir finden das in in|ad|ae|qu|at ebenso schade wie das absolute Kommentarfasten jener Guten Kräfte , welche uns am Telefon ( wie oft schon ? ) und wortreich erklären , wie “interessant” doch unser Unterfangen sei . All diese Nur- User und Non- Commenter befinden sich - so politik-digital.de über eine entsprechende Studie - in statistisch majoritärer Gesellschaft : “Web 2.0, Tagwolke , Nutzerfeedback- Community- Möglichkeiten - im Mitmach-Web verstehen viele Internetnutzer nur Bahnhof” . Immerhin lässt sich sagen , dass das eResult - Sample von 400 Befragten um 25 % unter der Durchschnittsziffer unsere täglichen Leser liegt . |||

ONLINE 3

Dezidiert kein Spam sind die an dieser Stelle bereits mehrfach genannten Newsletter aus dem Begriffsstudio Monika Rinck . Die jüngste Lieferung umfasst die Zähler 2370 bis 2406 . Einige der Aushilfskräfte für unsere alltägliche Begriffsstutzigkeit lauten :

  • eine grammatische migräne
  • horrorbude innerlichkeit
  • probiertes entgleisen
  • sonoritätshierarchie
  • avare comme la mer ( siehe FLUBBE ! )
  • scheinheiliges bedenklichtun
  • sinnverlassenes gehabe
  • prothesen zur unzucht mit rosen
  • die bohrung, aus der gequatsche quillt

Als begleitende Lektüre empfiehlt sich Carsten Schwedes’ favorabel Kantische Rezension des Gedichtbandes zum fernbleiben der umarmung ( kookbooks ) im jüngsten Titel- Magazin . |||

ON SITE | ON AIR

czz neues von freundenWer sich auf surreale und antithetische Weise auf die grosse Fussballbedrohung ( demnächst mehr von Markus Köhle im SALON LITTÉRAIRE ) vorbereiten möchte , mag dieses Training allabendlich ab 21:00 im Futuregarden angesichts der Projektionen aus Hanno Milesis und Stefan LuxBALLVERLUST aufnehmen . Köhles Hörspiel Kommunikationsklimbim steht übrigens mit 25 weiteren Hörspielen auf der Liste zum HÖRSPIEL DES JAHRES 2007 , aus welchen das p. t. Publico bis 20. Jänner “per Post , Fax oder E-Mail” wählen möge ( “nicht nur die Autorenleistung , sondern auch die Umsetzung durch Darstellung , Regie , Technik in die Bewertung einfliessen sollte” ) . Die Grosse Enthüllung erfolgt in der Langen Nacht des Hörspiels am 29. ( ! ) Februar u. a. im ORF- Funkhaus Wien .

Hier nur einige Beispiele aus der akustischen Liste :

À propos Preise und Publikumsvotings etc : Grimme Online wird wieder aktell - Projektvorschläge erbeten - und ob es the same mess procedure as last year werden wird … mögen die Auguren ahnen . |||

ON SITE : T43

czz neues von freundenAuch die Tage der Deutschsprachigen Literatur vulgo Igeborg Bachmann- Preis geben mittlerweile einen ziemlichen Kraken diverser Jury- und Publikumswahlen . Die beiden österreichischen Juroren Danela Strigl und Klaus Nüchtern sind jedenfalls auch den Rest des Jahres im permanentem live- literaturkritischen Training : So ein T43 ( Sprich “Tee for Three” ) findet HEUTE @ KUNSTHALLE WIEN project space unter Einbeziehung von Miguel Herz-Kestranek als Drittem Mann am Plastik- Kaminfeuerchen statt . Die zur Debatte stehenden Bücher :

  1. Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
  2. Egon Friedell- Vom Schaltwerk der Gedanken
  3. sowie Brigitte Kronauer - Errötende Mörder ( beiläufig in|ad|ae|qu|ats post- postmoderner Messie- Paranoia- Irrwitz- Favorit ) . |||

ON SITE : HOMMAGE TO GERHARD JASCKE

czz neues von freundenEr ist einer der wenigen Personen , der - im Schreiben , als Universitätslehrer und Herausgeber des legendären low- fi- styled Literaturmagazins FREIBORD ( * 1975 ) - die Avantgarden seit dem frühen 20. Jahrhundert mit dem aktuellen Literaturwerden vermittelt . Endlich und sozusagen gleichzeitig sind zwei schöne Editionen mit repräsentativen aus Ausschnitten aus Jaschkes uneitlem Werk erschienen :

Hinreichende Sätze zum guten Grund eines fröhlichen “Textportraits” am heutigen Abend im Literarischen Quartier Alte Schmiede . Texte und deren multivokale Lesung als angewandter Beweis , dass der Mund mehr sein kann als - wie von Monika Rinck oben begrifflich ziseliert - “die bohrung, aus der gequatsche quillt” . |||

KLANGAPPARAT

Jetzt aber finalemente und in in schöner Tradition zur neuen Hervorbringungen des Hauses vom Wertern Herrn Christian : Mit der Release Numero 39 des trefflichen Netlabels BROQUE bleibt man zwar einer sozusagen “schattigen Stimmung” treu , gibt dabei dem Tanzvolk allerdings auch durchaus bewegliche Muster zum Besten . Das Duo SQWARE ( @ MySpace ) ist insofern nur ein virtuelles , als die DJs | Komponisten Yannick und Jean- Baptiste die Musik für czz hörempfehlungdie fünf Tracks der squeeze it to the last drop- EP mitnichten in gemeinsamen Sessions produzierten . In einer neuen Variante der guten alten Mail Art sind die files zwischen den jeweiligen Lebens- und Arbeitsschwerpunkten ( Strasbourg , Paris , Brüssel , Auckland ) zur sukzessiv reziproken Überarbeitung hin- und hergewandert . Herausgekommen ist ein Sound , den zu kennen man prima vista irgendwie schon zu kennen glaubt . - Aber 8ung und Earward Ho : Track für Track bereichern unerwartete Register das nie und nimmer ironiefreie Spiel : Besonders bemerkenswert der Einsatz der für US- Film- “pathos- & patriot“- Szenen so unverzichtbaren Klangfarbe des Flügelhorns ( z. B. in Track 03. ) - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. 110 | 02. another test song | 03. baaad paupiettes | 04. will paul like it ? | 05. sticky jelly |||