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Elfriede Jelinek | OUT NOW | Mediale Überschreitungen | Weiter NEID | NOT A LOVE SONG



||| Man zieht ihn sich zu . So einen Geburtstag . Seinen eigenen Geburtstag . Zieht ihn , diesen Tag der Geburt und dessen ewig gleiche Wiederkehr , zieht ihn sich zu wie eine Krankheit . Und wenn sich für Elfriede Jelinek heute die Schlinge eines solchen Geburtstages zuzieht , dann darf man da keines Falls gratulieren . Und nach so einer Literatur- Nobel- Ehrung hat der Preistragende fraglos mal für eine Jahre genug von hartem Gratulations- “Hagel” ( Quelle : Radio ORF ) .

Deshalb wählt in|ad|ae|qu|at ein Anti- Lied zum Tage : THIS IS NOT A LOVE SONG von Public Image Ltd , der phänomenal besetzten Krach- und Sachwaltschaft dessen , was von den Sex Pistols übrig blieb . PIL- Ständchen und Video- Kerzerln zum Ausblasen wie üblich am Guten Ende dieser Goldenen Worte zum Tage und Anderem Anverwand(el)tem .

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NEID

devouring pacmanAls im März Teil Eins und Zwei von Elfriede Jelineks fortschreitender Prosa- Progression NEID via Netz “das Licht der Öfffentlichkeit erblickte” , war das feuilletone Hosenbeben gross . Ein PRIVATROMAN . Nur im Netz . Nicht auf Buch und Print und Verlag und Marketing und Buchhandel und Besprechungswesen gerichtet . Privat eben . Jederzeit rückzurufen . Wieder wegnehmen von der Webseite . Am schlimmsten irritierte allerdings das dezidiert deklarierte Zitierverbot . in|ad|ae|qu|at berichtete .

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JELINETZ

Und berichtete nicht lediglich aus Jux und Tollerei , sondern in Ko- Respondenz mit einem Netz- Projekt , welches die Herausforderung eines NETZ- Romans anzunehmen gemacht war : Im nämlichen Aggregat und in den Möglichkeiten und Limits seiner Mittel . Herausgekommen dabei ist das sogenannte JeliNetz als weiter wucherndes Myzel von Essays , Kommentaren , Fakten und Vermutungen . Steinbruch und Bergwerk in Arbeit , Experiment in Form und Funktion . Ein Kafka- Bau ? - Ein in die Tiefe der Hypertexte getriebener “Kegel” à la Thomas Bernhards “Korrektur” ? - Lebendige Trassen , manche Fakten- Sackgasse . Jeden Falls : Viel und immer wieder und immer weiter zu lesen . Und wird kommen dereinst wohl der Tag , wo man über eine solche ARCHITEKTUR der Ko- Respondenz nachdenken wird . Über den Flow in solchen VASES COMMUNICANTS ( André Breton , 1932) , KOMMUNIZIERENDEN GEFÄSSEN ( Friederike Mayröcker , 2003 ) .

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WHO CARES ? - NEBENTHEMEN

devouring pacmanDass ein solches Netz- Werk der Reflexion überhaupt erst entstehen konnte , dankt sich einer akademischen Institution . Das ELFRIEDE JELINEK- FORSCHUNGSZENTRUM hat nicht nur mehrere gewichtige Bände zu / mit / über / das Oeuvre und dessen veröffentlichte Wirkungen vorglelegt , sondern agiert auch aktuell als News- Aggregator , Alert und Hub in der Literatursache “Jelinek” . Nebenthema Eins : Werk und Person der Autorin sind nicht zu verwechseln . Nebenthema Zwei : Wer und mit welcher Befugnis kompiliert und koordiniert solche Nachrichten ? - Nebenthema Drei : Welcher institutionellen , personellen , finanziellen Strukturen bedarf es , eine solche Koordination von Daten und Diskursen einzuleiten und zu begleiten ? - Nebenthema Vier : Wieviele aufwändige NETZLITERATUR- Projekte wurden nicht an der Schwelle der 80er / 90er Jahre mit grossem Pomp und Gloria ausgerufen und hängen - ungewartet und krankend an Hospitalismus - irgendwo herum im grausam gedächtnisinnigen Netz . Catch Caches as You Can !

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NEID , WEITER

Also signalisiert uns die Main- Page des EJFz auch in schöner Regelmässigkeit über das Vorrücken des Quelltextes des “Privatromans” auf der Homepage der Autorin :

“Ein weiteres, fünftes Kapitel ist noch geplant .” - Praktisch die Hinweise auf Online- Rezensionen - just jetzt , wo Feuilleton sich lieber mit Eva Herman bechäftigt . Britney Spears . Und froh ist , die Kurve der erträglichen Bemerkungen über die Zuerkennung des Nobelpreises für Literatur an Doris Lessing gerade noch gekratzt zu haben .

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MEDIALE ÜBERSCHREITUNGEN

devouring pacmanIn ihrer oft ungefragten Annäherung , in den FALLGESCHICHTEN um das Werk der Elfriede Jelinek geradezu endemischen Aggression , laufen Literaturwissenschaft und -kritik nicht sleten Gefahr , die Grenzen des Respektes vor der Person und deren Raum zu überschreiten . Voyeurismus und Abwehrzauber , professionelle Besserversteher und geübte Aus- dem Bauch- Fühler stimmen ein in die Kakophonie um ein selbstredend nicht eben stilles Werk . Die Autorin kennt den Betrieb . Und weiss ihn auf ambivalente Weise zu bespielen , changierend zwischen den multiplen Ich- Figuren oder PERSONAE : Privat und / oder öffentlich , Kunstfigur mit Echtwelt- 3- D- Aspekten . Auch hinsichtlich dieser PERSONAE und Rollenfiguren ist oft nicht recht auszumachen , wer gerade spricht . Und in welchem Rollenfach . Für welche Funktion . Zu welchem Ende .

Viel ist darüber während einer geschlagenen Woche gesprochen worden : Voriges Jahr , rund um das Datum des 60. Geburtstages gruppiert . Des bewussten Geburtstages . Der Autorin . Der Librettistin . Der Verfasserin von Drehbüchern . Der Hör- Spielenden . Der Theatermacherin . Nun liegt pünktlich zu Jahresfrist ein gewaltiger Dokumentationsband vor . Mit Video- DVD , worauf zwei bisher unaufgeführte Lied- Kompositionen Elfriede Jelineks kennen zu lernen sind sowie in|ad|ae|qu|ats Meta- Feature zu Elfriede Jelinek in Figuren der Radiophonie .

“EXKLUSIV !” dürfen wir proudly präsentieren : Das integrale Inhaltverzeichnis von Textband und DVD . “EXKLUSIV !” kündigen wir hiermit auch die Buchpräsentation in Wiens Literarischem Quartier Alte Schmiede an : Vierter Dezember 2007 . “EXKLUSIV !” sei darüber hinaus angezeigt , dass eben eine YouTube- Fassung des in|ad|ae|qu|aten AV- Features entsteht : Shrink to Fit 40 Minutes into 2, 7 Minutes ( supposed to be the ideal Time- Frame for this Format ) . Wird am 4 . 12 . in Echtzeit vor Ort zu kritisieren sein oder zu gegebener Zeit auf diesem Kanal . Stay Tuned . Ende der Werbeeinschaltung . ( Ende “EXKLUSIV !” )

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THIS IN NOT A BIRTHDAY-SONG

devouring pacmanWie angekündigt nun also PUBLIC IMAGE LIMITED mit THIS IS NOT A LOVE SONG ( release : 5. 9. 1983 ) . Man rufe sich kurz in Erinnerung , dass in diesem stilistisch wie personell hoch magnetischen Projekt PIL bereits zu Beginn wegweisende musikalische Charaktere zu sonderbaren Schnittmengen fanden : Sex- Pistol- Krakeeler John “Rotten” Lydon , Clash- Guitar Keith Levene , Jah “big bass” Wobble . Das sind - von Punk / Rock über Reggae / Dub bis hin zu Trip- Hop fast vierzig Jahre Musikgeschichte . Und weiter weisend -

Der Nummer ist soviel pophistorischer Aplomb glücklicher Weise nicht anzuhören . Ist und bleibt einfach , schrechlich , schön . Besetzung ( laut Fanseite ) : John Lydon ( vc. ) , Keith Levene ( gt. , bs. ) , Martin Atkins ( drs. ) . John Lydon zur Entstehung :

It was all very tongue-in-cheek. At the time, people were saying that that I’d joined big business and become a bourgeois shit. So I thought the best way of tackling this would be to pump out a song saying that’s exactly what I am, tongue firmly in cheek. And that kind of stopped that nonsense, so it worked. ( John Lydon , Volume 3 CD/Book 1992 )

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PIL - THIS IS NOT A LOVE SONG ( 4:30 )


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Links

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in|ad|ae|qu|at related

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LAST , BUT NOT … THE BOOK

Pia Janke ( Hg . ) unter Mitarbeit von Peter Clar , Ute Huber , Stefanie Kaplan , Christoph Kepplinger , Christian Schenkermayr : Elfriede Jelinek - ICH WILL KEIN THEATER . Mediale Überschreitungen , 503 Seiten plus DVD , Edition Praesens2007

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Burma | Bilanzen



||| Zehn Tage sind es nun , dass in|ad|ae|qu|at sich mit dem “Thema” BURMA beschäftigt . Zehn Tage der Versuch , auf die Rückseite der medial angelieferten Bilder zu blicken . Zehn Tage exzessives Sammeln der wichtigsten MSM- Features . Zehn Tage scratchen durch diverseste Blogs . Dabei feine Foren ( etwa die Wissenswerkstatt ) und gute Recherche ( Spiegelfechter ) entdeckt . Zehn Tage letztlich , in welcher die Idee einer BLOG- Aktion aufkam , mannigfaltig aufgegriffen wurde und auf Tausenden Blogs international aufschien .

question mark red gnu free docu licenseEs ist hier nicht der Ort , das Spektrum der diversen Approaches sowie der kritischen bis höhnischen Stimmen zu einer solchen Blog- Aktion aufzufalten . Die Frage nach dem WARUM und WIE wurde in sämtlichen unserer Beiträge behandelt . Die Diskussionen auf Robert Basics Resumée von Zwischenstand / Stimmen gewähren einen repräsentativen Schnappschuss der divergierenden Positionen , von “Mich interessiert’s nicht , ich blogge nicht” über den hier bereits mehrfach genannten Katastrophen- Relativismus ( “Warum Burma und nicht Darfur ?” ) bis hin zur Feier einer wie auch immer gearteten “Solidarität” . Die Wissenswerkstatt hat in Ruhe und umfassend die Argumente der Skeptiker zusammengetragen . Und mit Bertolt Brechts “Wirklich , ich lebe in finsteren Zeiten !” ( AN DIE NACHGEBORENEN ) ein gutes Punctum auf den Gedanken des Engagements gesetzt . Und setzt fort mit einem Fragebogen , adressiert an diejenigen der über 12.000 Personen , welche sich in der Supporter - Liste auf der Projekt- wiki- Seite eingetragen haben ( Statistiken folgen angeblich am Sonntag ) .

So ist und wurde die Aktion FREE BURMA parallel zur - gleichwie mehr oder weniger illusorischen - politischen Agenda ein an vielen einzelnen Punkten , in vielen Communities und auf vielen Kommentar- Rollen vollzogenes Nachdenken über den Charakter und die Möglichkeiten des Mediums “Blog” . Benedikt Köhlers Aufsehen- erregende Visualisierung von Mobilisierungsmustern in der Blogosphäre dokumentiert anhand der FREE BURMA- Aktion “unser” Funktionieren als Empfänger und Weiterverteiler von Nachrichten . QUANTITATIV . Die für das Barcamp MUC vorbereitete Bild- für Bild- Analyse dokumentiert allerdings auch die - für Deutschland wohl spezifischen - WEAK LINKS zum anderssprachigen Ausland .

question mark red gnu free docu licenseInwieweit die Nachrichten mit dem Grad ihrer Weiter- Verteilung etwa QUALITATIV reflektiert werden , vermag eine solche Dokumentation freilich nicht darzustellen . Dazu müssten wir uns die einzelnen Blogs , postings , Kommentare schon einzeln und händisch vornehmen , dabei freilich die Zeitachse beachten . Allenfalls wäre bei der Blog- Post- Kollekte bei rivva ein untersuchbares Sample gegeben . Ein Sample allerdings , welches - orientiert an den “A- Bloggern [ 100+ unique hits ] - leider die Weisheit des LONG TAIL nicht berücksichtigt . [ Oh no , boy , wir sprechen hier NICHT von SCHWARMINTELLIGENZ , ganz sicher nicht . ]

Die Beobachtung war viel eher diejenige , dass es erkennbare und nennbare SCHNELL- SCHWÄRME gibt , jawohl , allerdings diese eher dazu neigen , per COPY & PASTE das BURMA- DING ‘runter zu nudeln . Viel faszinierender war indes , anhand eines gemeinsamen Themas genuine und originelle Denkorte aufzufinden .

Die Überlegungen zur ( Selbst- ) ORGANISATION informeller Netzwerke fokussieren bei Robert Basic ( Burma Action: Zwischenfazit II ) . War es ein Fehler , Aktion und Reflexion über die Aktion über die Bühne eines persönlichen Blogs gehen zu lassen und hätte man nicht vielmehr - bereits vor der Einrichtung eines wiki - eine extra Plattform gründen müssen ? -

question mark red gnu free docu licenseWas Manchem als eine pur akademische bzw. FORMALE FRAGE anmuten mag , ist dem vermeintlich “ETHISCHEN” gar nicht so ferne , wie es auf den ersten Blick erscheint . Im schlimmeren Fall vereinnahmt eine Person mit ihrem Namen eine solche Agenda , nützt diese zur Steigerung des Traffic und geriert sich als Nadelöhr , durch welches wir thematisch nachfolgenden Kamele traben . Ein Glück , dass Basic , dessen Rang innerhalb der Deutschen Blogwelt nicht weiter hinauf fallen kann , diese seine “Autorität” und Rolle nach bestem Vermögen genutzt hat . Seine fortgesetzte Reflexion zu Verantwortung , Glaubwürdigkeit und Mobilisierung gibt davon Zeugnis .

Nicht zuletzt - und jetzt wühlen wir in der EIGENEN KISTE - gab und gibt die Aktion etliche Gelegenheit , UNSER TUN auf / in diesem Medium BLOG zu reflektieren . Wie wir uns überhaupt VERHALTEN können . Wie verhalten können und in Bezug WORAUF ? - Interessiert es IRGEND JEMANDEN , was wir in|ad|ae|qu|at von der konkreten politischen Lage in Burma halten ? - NEIN . - Ist es uns zumindest gelungen , einige p. t. Leser ( f / m ) für das “Thema” BURMA empfänglich zu machen bzw. zu interessieren ? - Nämlich eventuell einige p. t. Leser ( f / m ) AUSSERHALB der unmittelbaren BLOGWELT ? - Das können wir freilich NICHT wissen . - Wir haben versucht, unsere Fragen eines lesenden Arbeiters zu formulieren . Wir haben Linklisten zusammen gestellt . Wer wollte , mochte diesen Fährten folgen .

question mark red gnu free docu licenseLetztlich gab es - und dauern diese fort - etliche Debatten hinter den Kulissen . Welches das adäquate Vorgehen wäre . Wie etwa DENEN zu begegnen wäre , welche die Blog- Aktion als TRITTBRETTFAHRER für fragwürdige Agenden nützen . Und was davon zu halten ist , wenn - wie in Wien - die SUN MYUNG MOON- Leute es unternehmen , per Burma- Info ( Buffet inclusive ) die Stimmung zur Promotion ihrer UPF zu nutzen . Und was der Österreichische Gewerkschaftsbund mit einer BURMA- Kundgebung zu tun haben soll , wissen wir seit dem BAWAG- Skandal umso weniger .

Aber , so ist es eben , das Leben im Konkreten : Es gibt kein Handeln , das ohne Widersprüche wäre . Uns bleibt als Aufgabe die permante Güterabwägung . Ob somit ein glaubwürdiger Content entsteht , wissen nur unsere p. t. Leser ( f / m ) . Wir können es nur versuchen . Von daher hatte der Zeichner des 4. Oktober- Banners recht , wenn er den eurozentrisch aufgefassten Globus als Icon setzte : Arbeiten können wir , for better or worse , nun einmal NUR HIER . Das “WHAT ELSE … ” entnehmen Sie bitte der unten stehenden NGO- Liste .

Dass MSM wie etwa die FAZ die Aktion - ähnlich wie die Berliner Demonstration - ignoriert ( Ausnahme diesmal , die SZ ) , sei nur am Rande notiert . ||| [ pic : GNU Free Documentation License ]

Musikalisch heute ein Raum der Zeit , Störungen im ruhigen Schwingen von Atmosphären - was wäre auch Anderes zu denken , wenn das czz hörempfehlungNetlabel ZYMOGEN mit einer neuen Release ( # 016 ) herausrückt ?! - NA ALSO ! Falsche New- Age- Missversteher jetzt mal weghören . Wenn nämlich die Klangsucherin MARIHIKO HARA zu Werke geht , seine analogen Klaviertöne mit Spannungsknarzen , elektronischem Fiepsen , diversen bleeps und bits ins Unerhörte zu katapultieren , könnten etliche Schweb- Schwellen den Drive- By- Mystiker auf Falsche Fährten führen . Geist an , in und mit der Maschine , gehörige Störmanöver im Klang von NATUR , perfide psychoakustische Protuberanzen . Halt’ ein und nimm’ diese CESURA als das , was sie ist : Time to listen and to observe yourself listening . CLICK TRACKS TO LISTEN CLOSELY ( Volume up ! ) : 01. ripple | 02. composition | 03. Glasperlenspiel | 04. throb | 05. consonance | 06. Traumfolge | 07. cesura | - Wer sagte mir neulich , in Japan könne SCHÖNHEIT als solche nur KRAFT MINIMALER STÖRUNGEN von Ordnung entstehen … und die Anmassung der Perfektion sei unangemessen göttlich ? - NA ALSO ! |||

Bloglinks

Free Burma

Media

Supporting NGOs ( Wki )

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FAZ RELAUNCH | Lasset die Frauen und Kindlein zu mir kommen



||| Mittlerweile hat es ja hinlänglich die Runde gemacht , dass sich nun auch die FAZ , nackt , wie die bisherigen Herausgeber Gottheiten sie schuf - vor die Musterungskommission eines vorgeblich zeitnahen Relaunch- Eingreiftruppe gestellt hat . Am HEUTIGEN TAGE wird das Resultat erstmal in die Hände und vor Augen der teilweise vorab verärgerten Stammleser gebracht .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfAus diesem Grunde ein paar Bemerkungen über die landauf , landab weitgehend in mokantem Ton gehaltenen Kommentare und es wird nun wirklich interessant , wie just das auf diverse Untergänge des Abendlandes fokussierte Blatt nun seinerseits zwischen die Argumentation- Stereotypen “JETZT FÄLLT AUCH DIE LETZTE BASTION” ( Kategorie : Kulturpessimismus ) , respektive : “WELCOME TO THE CLUB” der Fortschritts- Optimisten geraten ist .

Lassen wir faierer Weise allerdings zunächst einmal die TANTE herself zu Worte kommen und wie sie den Paradigmenwechsel legitimiert ( Quelle : Dss neue Kleid der F.A.Z. . Einladend, frisch, übersichtlich ) :

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erneuert ihr Erscheinungsbild und folgt damit dem Votum einer großen Mehrheit ihrer Leser. Von diesem Freitag an wird täglich ein Foto auf der Titelseite erscheinen. Statt der Frakturschrift FETTE GOTISCH wird eine TIMES- Schrift über den Kommentaren stehen. Längeren Artikeln auf den Innenseiten werden kurze Zusammenfassungen vorangestellt. Die bisher auf Mitte gesetzten Überschriften sind künftig linksbündig ausgerichtet. Die Linien zwischen den Spalten entfallen.

Eine ausführliche repräsentative Leserbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab GROSSE ZUSTIMMUNG zu dieser Gestaltungsreform. Mehr als drei Viertel der Leser ziehen das neue Erscheinungsbild dem bisherigen vor. Die Neugestaltung wird in allen Alters- und Lesergruppen begrüßt, von Abonnenten wie von gelegentlichen Lesern. Besonders STARK IST DER ZUSPRUCH BEI FRAUEN UND BEI JÜNGEREN Lesern. |||

Ad FETTE GOTSCH vs TIMES dringend @ Ivos Fontwerk , bzw. Jürgen Siebert Fontblog und dessen TYPOGRAPHISCHE(r) ANALYSE schlau machen ( Ivos Font- werkt hier undercover ) !

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfKlingt ja nett , dieser Abschied vom GOTISCHEN FETT und der proklamierten Zuwendung zu “FRAUEN und jüngeren Lesern” . Wenn Erstes freilich auf die FORM und mitnichten auf die INHALTE auswirkt , wird man seine Bedenken anmelden dürfen . Gerade mal drei Tage ist es her , dass anlässlich des Deutschen Sieges bei der Frauenfussweltmeisterschaft in einer Feuilleton- Glosse RICHARD KÄMMERLINGS eine misogyn- polemische Darstellung femininer Exzellenz vom Fussball auf die Literatur übertrug . Wir werden dem p. t. Leser ( w / f ) leider den Volltext nicht ersparen können . Der Wortlaut spricht für sich .

Wir sind Fußballweltmeisterin. Das ist ein Anfang - mehr nicht. Was kann man tun, damit diese „schönen Pflänzchen“ (Theo Zwanziger) nicht gleich vom nächsten Windhauch umgeblasen werden ? Etwas mehr “aktiver Mädchenfußball“ (Zwanziger) wird nicht reichen. Bis zur hoffentlich in Deutschland stattfindenden WM 2011 müssen alle Reserven mobilisiert werden, damit die ganze Nation wie ein, ähm, Mann hinter unserer, sorry, Mannschaft steht.

Auch die deutschen Schriftstellerinnen werden sich nicht länger drücken können, sondern dem Vorbild ihrer männlichen Kollegen folgen und ein eigenes Team aufstellen müssen. Jene golden generation, die der SPEGEL 1999 als “Fräuleinwunder“ der deutschen Literatur auf den Schild hob, hat die hohen Erwartungen sportlich ja nie eingelöst.

Elfriede Jelinek, die trotz ihrer österreichischen Herkunft naturgegebene Kandidatin für den Bundestrainerinnenposten, hat diese Misere früh entlarvt: “Einmal habe ich es mitsamt meinem Fleisch, nein, durch mein Fleisch, bis auf ein Titelbild geschafft. Das war mir mehr wert, als WM-Gold es hätte sein können“, lässt die Nobelpreisträgerin eine Figur in ihrem SPORTSTÜCK sagen und mahnt Birgit Prinz und Co. zur Bescheidenheit: “Dieses Land nimmt jede freie Stelle sofort ein, die der Sportler nicht mit sich selbst besetzt hält. So gierig ist es! Zuerst stellen sie den Sportler auf einen Balkon, brüllen wie verrückt, und dann vergessen sie ihn.“

Doch auf wen könnte DIE JELINEK , in ihrer aktiven Zeit selbst eine rasante Flügelspielerin, zurückgreifen ? Gesetzt sein dürften auf jeden Fall Routiniers wie Judith Hermann ( “Sommermärchen, später” ), Karen Duve ( “Regenschlachtroman“) oder Julia Franck ( “Die Mittagsstürmerin“ ). Ebenso ein Publikumsliebling wie Silke Scheuermann ( “Die neunzig Minuten zwischen Hund und Wolf” ). Und an Felicitas Hoppe, die zuletzt einen Roman über die heilige Johanna der Strafräume schrieb, dürfte sich der Gegner ebenso die Zähne ausbeißen wie die Literaturkritik. Wenn aber Andrea Maria Schenkel ( “Tannöd“, “Eiskalt“, “Beinhart“ ) nicht bald wieder in Form kommt, fehlt eine echte Knipserin.

Immerhin, die Defensive steht: An Katharina “Hacker“ [ ? ] in der Innenverteidigung wird man ebenso wenig vorbeikommen wie an Susanne Fröhlich, dem “Pfosten-Ich“. Doch wer wird Kapitän ? Soll man es wagen, eine Juli Zeh zu reaktivieren, die mit Werken wie “Spieltrieb“ und “Alles auf dem Rasen“ männliche Genreklassiker wie Toni Schumachers “Anpfiff“ oder “Halbzeit“ von Uli Stein und Martin Walser glatt in den Schatten stellte ? Oder wird sie wieder den Schiedsrichter in juristische Disputationen über falsche Einwürfe und den Maulkorbzwang für Terrier verwickeln ? Keine Frage, ELFRIEDE JELINEK ein schweres Amt an. [ Literatur und Fußball . Zeit für ein neues Fräuleinwunder ( Richard Kämmerlings | FAZ . 0ct. 02 / 2007 ) ] |||

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopf“LASSET DIE FRAUEN UND KINDER ZU MIR KOMMEN” , tönen also die Re- Designer der FAZ . Wie wenig sich dieses apostolische Wort in den Feuilleton- Stuben reihum gesprochen haben durch , erweist auch der bereits automatisierte Beissreflex gegen die Literatukritikerin SIGRID LÖFFLER sowie deren scharfe Bemerkungen zum unseligen Deutschen Buchpreis ( dbp - auch in|ad|ae|at kritisierte die opaken Verhältnisse bei Jury und Selektion in jenem Sinne ) . Hier der Beleg , erneut in gnadenlos abstrichfreier Abschrfit .

Hat die deutsche Literatur ein Unglück ereilt ? Oder sogar zwei ? Oder drei ? In der jüngsten Ausgabe des Magazins “Literaturen” fragt die Kritikerin SIGRID LÖFFLER , warum Martin Mosebach der Büchner-Preis zugesprochen wurde. Bevor sie eine Antwort gibt, beschreibt sie die Folgen dieser Entscheidung: Seit der Bekanntgabe im Juni (erstes Unglück) herrsche im deutschen Feuilleton die “possierlichste Begriffsverwirrung”. Anders als in manchem Vorjahr hat nämlich die Entscheidung für Mosebach ganz überwiegend Zustimmung hervorgerufen (zweites Unglück). Erst Monate später, so Frau LÖFFLER , seien die “MOSEBACH-MÄKLER” auf den Plan getreten - viel zu spät also und in der Tat “sonderbar kleinlaut und defensiv” (drittes Unglück).

Mit Unbehagen stellt die Kritikerin fest, dass es kaum noch möglich sei, einige der Bezeichnungen, mit denen Mosebach versehen wurde, ins “Diffamierende zurückzudrehen”, und mit Unbehagen liest man, dass SIGRID LÖFFLER beklagt, dass “einstige Verunglimpfungsmarken”, Begriffe also wie Anarch, Reaktionär, Kulturpessimist, Anti-Modernist oder vorkonziliarer Katholik, nicht mehr genügen, um den Stab über jeden zu brechen, dem sie angeheftet werden. Weil sie glaubt, Mosebach erhalte den Preis nicht für das Werk, sondern für seine “Gesinnung”, kritisiert SIGRID LÖFFLER vor allem Mosebachs vermeintliche Gesinnung und kaum sein literarisches Werk, das intelligent, humorvoll, ironisch, glanzvoll verschroben und manches andere mehr ist, aber natürlich auch Schwächen hat.

So dürfte ihr Vorwurf, der Traditionalist Mosebach lasse offen erkennen, dass er sich trotz stets frisch gebügelten Einstecktüchleins im Jackett in seinem Jahrhundert nicht immer ganz wohl fühle, den Schriftsteller vermutlich weit weniger treffen als etwa Tilman Krauses leidenschaftliche Versuche, Mosebach für seinen Berliner Laubenpieper-Klassizismus zu vereinnahmen. Dichter können sich ihre Gegner und Anhänger ebensowenig aussuchen wie ihre Leser und Kritiker. Ein Unglück ist das nicht . [ Glosse Feuilleton : Mosebach-Mäklerin ( igl. aka Hubert Siegel | FAZ , sept 29 , 2007 ) ] |||

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopf“KEIN UNGLÜCK” - Dies wird zu dieskutieren sein , spätesten anhand der akuten Preisverleihungen , deren Vor- und Nachreden . Zu den glüclkichen Sternstunden eines aufgeklärtem Kultur (!)- Journalismus zählt die zitierte Resentiment- Schleuder garantiert nicht .

Zurück aber nun zum - KOSMETISCHEN - Relaunch des alten Tante . Welch’ Schönes Service , uns einen Survey in Schaubildern vor Augen zu führen . Wandel der Zeiten und Design- Zeitgeister in synoptischer Sicht . Das neue Kleid der F.A.Z. - Einladend, frisch, übersichtlich . Zunächst indes der Blick zurück . Diachron . In die Tiefe der Zeit| ung . Voilá .

FAZ history

Zum Vergleich das Resultat der ÜBERHOLUNG :

FAZ relaunch

Die Vorab- Häme ( SPIEGEL … ) , besonders allerdings der SZ erhält doch einen Hauch von Haut Goût , wo das Team München - Frankfurt in Sachen “Prozess gegen vorgebliche Copyright- Verletzungen seitens des PERLENTAUCHER - in seltener Nieder Eintracht auftrat .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfSo sicher wie die jährlichen Überschwemmungen des Flusses Nil , wird der anschwellende Kommentar- Gesang seitens MSM- Medien sowie der Medien- Watchblogs endenewollend sein . Schliesslich wurde sogar Tobias Trevisans Re- Design der Guten Alten NZZ vom Leserbrief- wetternden Publikum gleichwie seitens konkurrierender Besserwisser relativ rasch vergessen . Allerdings hat er dann - wie ein wenig illumierendes Standard- Interview belegt - flugs die Frankfurter Weiten gesucht . |||

Zum FAZ- Relaunch

Zur Person Tobias Trevisan

Zum Prozess FAZ / SZ vs. PERLENTAUCHER

Diskussion

wortfeld 1 , wortfeld 2 , turi , Thomas Knüwer , Dinge und Wesen , Fontblog |||

Aber jetzt genug aus den Blei- , Wort- und Ressentiment- Wüsten. DIE WÜSTE LEBT nämlich auch im Minimalen , die die Release Numero 007 des Netlabesl CLEAR-CUT_RECORDS belegt . Der aus Calgary ( Canada ) czz hörempfehlungstammende Electroniker JEFF WILLETT legt mit der EP CONSCIENCE UTTERANCE ( ccrec007 ) einige Proben seines phänomenal ausgereiften Stilgefühls vor .- Diskrete Dynamiken , Farbsprengsel vor shimmering shades . Kurz , ein fundamentaler Grund , den ( nicht nur oben genannten ) Dingen gelassener in deren Fratzen zu blicken . Rhythmen addieren sich aus getaffelten Layers , changierende Texturen , Lichtpunkte und Schattenrisse . Zweifellos eine der zartesten Versuchungen , seti es Netzmusikalien gibt . Vorhang auf für ein vexirendes Spiel mit hohem Energentisierungsfaktor ! ( Click Tracks to Listen ) : 01. cu | 02. pp | 03. tm | 04. gp15 |||