Tag Archive for 'meta'

Intellectual Property : Begriffe von “Werk” und “Urheber” im Zeitalter von Creative Commons 3.0



||| THE JUNGLE | SCHÖPFUNGSHÖHE | URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE | PUSH & PULL | WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ? | DOI UND CHARAKTER | CREATIVE COMMONS 3.0 | RANDNOTIZ | BACK TO “THE JUNGLE” | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

THE JUNGLE

on method weissEs wäre vermessen , als Nicht- Jurist für Nicht- Juristen einen vollständigen Überblick bezüglich geltender Copyright- Regelungen ( noch dazu mit Fokus auf Online und Neue Medien ) erstellen zu wollen . Künstler , Autoren , Musiker , Fotografen , Komponisten … wissen ( mehr oder weniger ) Bescheid über die verschlungenen Wege zwischen AKM , Austro Mechana , Literar Mechana , LSG etc . , über langwierige Rechtsstreitigkeiten und Querverweise in Endlosrekursion : Gedeihlicher Pflege- und Hegegarten für manche ( nicht nötigerweise Tulipane ) Jurisprudenz .

Im Kontext dieser Webpräsenz sind wir am Thema in zweierlei Hinsicht höchst interessiert : Einerseits die geschützte , doch kostenlose Bereitstellung von Inhalten , Metadaten und Bezügen zur allgemeinen Nutzung und Weiterverarbeitung ( Autorenseiten , Literatur als Radiokunst , sachliche Blogeinträge ) , zum Andern der Schutz von Inhalten in den Werkgruppen “Salon Littéraire” , “echt | welt | texte” sowie bestimmten thematischen Blogpostings , welche wir in|ad|ae|qu|at als eingenständige Werke erarbeiten und diese auch als solche anerkannt zu sehen wünschen ( die Problematik von Selbst- und Fremdbild lassen wir hier einmal keusch beiseite ) .

Im Gegensatz zu den eingespielten Verlagsabläufen physikalisch manifestierter Druckwerke scheinen im Internet abrufbare künstlerische Werke keinesfalls hinreichend definiert , eine Tatsache welche auch im allgemeinen Web- Tech- Geschrei vieler Blogger und ( Meta-) Kunstprojekte grosszügig unter den Tisch gekehrt wird . Maximal die Diskussion , inwieweit eine ( leicht ) veränderte Kopie oder bzw. ein frei adaptiertes Exzerpt als eigenständiges Werk anzusehen sei , hat im SEO- Aggregatoren- Business Bedeutung .

Beziehungsweise in Realsatiren , wie sie dem hochgeachtetem “Die-Welt-ist-eine-Google”- Peter Glaser unter wenig reflektiertem Nickreflex sogar der MSM- Abschreiber fast kontraproduktiv zu Buche schlugen . Allerdings gab es auch skeptische Kommentierer , welche die Formulierung längst VOR dem Zeitpunkt von Glasers angeblicher auktorialen Schöpfung geortet haben . Des Weiteren wird das unautorisierte Veröffentlichen fremder E- Mails im Blog zunehmend als rechtliches Problem ( Web 2.0 & Recht ) wahrgenommen .

Dieses als Zitatrecht benannte Kriterium wird im Deutschen Urheberrecht in folgender Weise umschrieben ( Wikipedia ) :

… Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste … Das Zitatrecht dürfen nur Werke beanspruchen, die selbst urheberrechtlichen Schutz genießen, also eine eigene ‘Schöpfungshöhe’ aufweisen. Demnach dürfen sich Zitatsammlungen, die ausschließlich Fremdleistungen wiedergeben, nicht auf das Zitatrecht berufen …

|||

SCHÖPFUNGSHÖHE

on method weissDas Attribut der “Schöpfüngshöhe ” gilt als Messkante zur Abgrenzung zwischen handwerklich- routinemäßigen Leistungen und kreativem Werk , mithin zwischen Gemeinfreiheit und Urheberschutz .

Die Kriterien der Schöpfungshöhe erfüllen sämtliche Einzelbeiträge in allen Kategorien von in|ad|ae|qu|at wohl unbestritten (Wikipedia ) :

  • Es muss eine persönliche Schöpfung des Urhebers vorliegen.
  • Sie muss einen geistigen Gehalt haben.
  • Sie muss eine wahrnehmbare Formgestaltung aufweisen.
  • Es muss in ihr die Individualität des Urhebers zum Ausdruck kommen.

Relevant scheint hier noch die Klärung der “wahrnehmbaren Formgestaltung” : Diese schafft den Übergang vom “Konzept” zum “Werk” , im englischen Definitionsgebrauch sehr haptisch auch “Manifestation” genannt, wir zitieren aus der Webseite “anwalt-im-netz.de” :

Das Werk hat eine sinnlich wahrnehmbare Formgestaltung. Man kann es sehen, fühlen, hören. Dabei ist weder Dauerhaftigkeit noch physische Verfestigung (z.B. bedrucktes Papier, DVD usw.) erforderlich. Daher können auch Choreographien und pantomimische Darstellungen ( §2 Abs. 1 Nr.3 UrhG) schutzfähig sein, siehe so genannte Performance-Künstler.

Ja , SEHEN kann man eine Webseite , z. B. ein Text - Bild - Ton - Video - Konstrukt im “Salon Littéraire” : Mithin ein Werk mit beachtlicher “Schöpfungshöhe” und wahrnehmbarer Formgestaltung .

Im Zuge der Recherche ist uns ein bisher wenig bekanntes Urheberrecht aufgefallen : das Datenbankwerk nach § 40f UrhG . Diese schützt nicht die Werke , sondern Sammelwerke , wenn : ” …. die Datenbanken infolge der Auswahl oder Anordnung des Stoffes eine eigentümliche geistige Schöpfung ergeben. ”

Fokus ist und bleibt demnach die “Schöpfungshöhe” als Voraussetzung für Urheberschutz . Damit stellt sich eine Sammelwerk wie der “Salon Littéraire” unabhängig von den referenzierten Werken als eigenständig Uhrheberechts- geschütztes , gesetzlich definiertes Konstrukt dar .

Unterhalb der werkrelevanten Schöpfungshöhe kann wenigstens noch bei Nachweis von “erheblichem Aufwand und Investitionen” noch ein “sui-generis-Recht für Datenbanken” geltend gemacht werden ( Wikipedia : Datenbankherstellerrecht ) .

|||

URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE

on method weissEines muss klargestellt werden : Markierungen wie Creative Commons oder Digital Object Identifier sind NICHT notwendig , um Urheberrechte geltend machen zu können ( Standardformulierung : “Das Urheberrecht muss nicht angemeldet werden, es entsteht im Moment der Schaffung des Werkes ” ) .

Diese Attributgruppen sind jedoch überaus sinnvoll , um über die ART der vom Urheber gegenüber der Allgemeinheit eingeräumten Rechte zu informieren , und für den Nachweis , welche Person an welchem Datum welche Inhalte geschaffen hat . Dies wird vor allem relevant , sollte eine KOMMERZIELLE Verbreitung von Werken OHNE Einverständnis ( und damit verbundener möglicher Vergütung ) des Schaffenden erfolgt sein .

|||

PUSH & PULL

on method weissIn diesem Sinne dient die Nutzung einer Creative Commons Lizenz nur der Information darüber , unter welchen Bedingungen das Werk von anderen genutzt werden darf , als Standard dürfte sich hierbei für Web-Werke die Variante “by - nc - nd” etabliert haben . Dies bescheinigt das Recht zur UNGEFRAGTEN Vervielfältigung , Verbreitung und öffentlichen Zugangbarmachung ( ! ) unter den Bedigungen

  • dass der Name des Urhebers genannt wird
  • die Verwendung im nichtkommerziellen Kontext erfolgt sowie
  • dass keine unautorisierte Bearbeitung erfolgt ( vgl. Impressum ) .

Die Blog - Einträge dieser Seite dürften daher ungefragt beispielsweise in einem gedruckten Sammelband erscheinen , soferne dieser kostenlos ( unentgeltlich - there is nothing lie a free lunch ) abgegeben wird - oder gerade nur kostendeckend agiert …. ? ( Hierzu konnten wir keine Abgrenzung finden … ) .

[ Zusatzfrage an Expertinnen : Sollte eine Partei oder Firma einen der Texte in einer kostenfreien Broschüre inkludieren , könnte man dagegen vorgehen ? ]

|||

WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ?

Die Angabe einer Creative Commons Lizenz hilft allerdings keineswegs bei Streitigkeiten rund um Zeitpunkt , Inhalt oder Umfang eines erschaffenen Werkes . Siehe Glasers Behauptung , er habe den Ausdruck “Die Welt ist eine Google” bereits 2005 höchstselbst geprägt , während einige Kommentatoren den Spruch zweifelsfrei im Jahre 2004 und nicht aus Glasers Erfindungsoberhoheit entstammend zu verorten vermochten .

|||

DOI UND CHARAKTER

on method weissSehr viel mehr Aufwand fällt allerdings dann an , wenn es - wie für in|ad|ae|qu|ate Inhalte gilt , Charakter , Publikationszeitpunkt und Verlinkung zur “wahrnehmbaren Formgestaltung” dauerhaft und rechtssicher zu dokumentieren . Dies gelingt u . a. mit der Vergabe eines Digital Object Identifier an eine Idee ( Abstraction ) oder ein Werk ( Manifestation ) .

Erster Bonus ist ein anerkannter “Namensraum” innerhalb dessen die Werkdefinition erfolgt , für die gegenständliche Webpräsenz wurde dauerhaft der Präfix “doi:10.3246 ” ( kostenpflichtig ) reserviert .

Zweite Klärung bringen die reichhaltigen Metadaten rund um Werk , Autorinnen und Kontext , die von den administrativen Fachkräften hinter in|ad|ae|qu|at angelegt werden .

Dritter und wichtigster Punkt ist die dauerhafte Auflösung ( pdf : W3C ) der Identifikationsnummer zum eigentlichen Werk : auch wenn in|ad|ae|qu|at in 100 Jahren nicht mehr existieren sollte , sind einerseits die Metadaten zum Werk immer noch abrufbar , andererseits kann ein neuer , aktueller Link zum Hauptwerk diesem DOI hinterlegt werden .

|||

CREATIVE COMMONS 3.0

on method weissAnlass zu den vorliegenden Betrachtungen ist die aktuelle Presseaussendung von Creative Commons Österreich zur Veröffentlichung der Lizenzversion 3.0 . Diese spiegelt die Bemühungen , den ursprünglich englischsprachigen Quelltext an österreischische Gesetzestexte und Auslegungen anzupassen , ausgeführt von Florian Philapitsch von der “Abteilung für Informationsrecht und Immaterialgüterrecht” am “Institut für Zivil- und Unternehmensrecht” an der WU.

Als ergiebig erweist sich dabei die inoffizielle Kommentierung zu der Portierung von “BY-NC-SA” ins “Österreichische” . Das “SA” bedeutet “Share Alike” , erlaubt die Bearbeitung des angebotenen Werks und ist damit nicht gänzlich anwendbar auf die auf in|ad|ae|qu|at übliche Lizenz. Trotzdem anbei einige Ausschnitte mit weiteren Anmerkungen :

Der Begriff “Schutzgegenstand” bezeichnet in dieser Lizenz den literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalt, der unter den Bedingungen dieser Lizenz angeboten wird.

  • ( Anm. Philapitsch : In der gesamten Lizenz wird der Begriff “Werk” vermieden. -
  • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Dies zeigt parallelen zum Penglischen “Resource” anstatt von “Work“)

Der Begriff “Sammelwerk” im Sinne dieser Lizenz meint eine Zusammenstellung von literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalten zu einem einheitlichen Ganzen, sofern diese Zusammenstellung aufgrund von Auswahl und Anordnung der darin enthaltenen selbständigen Elemente eine eigentümliche geistige Schöpfung darstellt, unabhängig davon, ob die Elemente systematisch oder methodisch angelegt und dadurch einzeln zugänglich sind oder nicht.

  • ( Anm. Philapitsch : Die Formulierung “zu einem einheitlichen Ganzen” existiert im österreichischen, nicht aber im deutschen Urhebergesetz )

Verbreiten” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, den Schutzgegenstand oder Bearbeitungen im Original oder in Form von Vervielfältigungsstücken, mithin in körperlich fixierter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder in Verkehr zu bringen.

  • ( Anm. Philapitsch : Beim Verbreitungsrecht geht es ausschließlich um körperliche Verwertung. )

on method weissUnter “Öffentlich Wiedergeben” im Sinne dieser Lizenz sind Wahrnehmbarmachungen des Schutzgegenstandes in unkörperlicher Form zu verstehen, die für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt sind und mittels öffentlicher Wiedergabe in Form von Vortrag, Aufführung, Vorführung, Darbietung, Sendung, Weitersendung oder zeit- und ortsunabhängiger Zurverfügungstellung erfolgen, unabhängig von den zum Einsatz kommenden Techniken und Verfahren, einschließlich drahtgebundener oder drahtloser Mittel und Einstellen in das Internet.

  • ( Anm. Philapitsch : Die “Ausstellung “ entfällt in der österreichischen Lizenz. … Das Recht der Ausstellung ist allenfalls von der öffentlichen Wiedergabe im Sinne dieser Definition jedoch erfasst. )

Vervielfältigen” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, gleichviel in welchem Verfahren, auf welchem Träger, in welcher Menge und ob vorübergehend oder dauerhaft, Vervielfältigungsstücke des Schutzgegenstandes herzustellen, insbesondere durch Ton- oder Bildaufzeichnungen …

  • ( Anm. Philapitsch : Problematisch ist das Abstellen auf die “Körperlichkeit ” der Festhaltung. Dadurch entsteht, vor allem im Hinblick auf die digitale Nutzung, eine unnötige Einschränkung. Da das UrhG diese Begrifflichkeit zumindest im Gesetzestext meidet, konnte dieser Terminus entfallen. Neu ist dagegen die Festhaltung auf Mitteln der wiederholbaren Wiedergabe, wobei diese Formulierung der des UrhG entspricht. )

Die vorgenannte Nutzungsbewilligung wird für alle bekannten sowie alle noch nicht bekannten Nutzungsarten eingeräumt. … Soweit Datenbanken oder Zusammenstellungen von Daten Schutzgegenstand dieser Lizenz oder Teil dessen sind und einen immaterialgüterrechtlichen Schutz eigener Art genießen, verzichtet der Lizenzgeber auf die Geltendmachung sämtlicher daraus resultierender Rechte.

  • ( Anm. Philapitsch : Am Ende des Absatzes ist vorgesehen, dass auf sämtliche Sui-generis-Datenbankenrechte verzichtet wird. Hier ist das “soweit“ zu beachten. Das Ganze geht auf die Ablehnung der EU-Datenschutzrichtlinie und all ihrer Umsetzungen in Europa durch Science Commons zurück. )

Die Nutzungsbewilligung gemäß Abschnitt 3 gilt nur für Handlungen, die nicht vorrangig einem kommerziellen Zweck dienen ( “nicht-kommerzielle Nutzung“, “Non-commercial-Option“ ).

( Anm. Philapitsch : Die perfekte Formulierung des Noncommercial-Element ist vermutlich eines der größten Probleme der CC-Lizenzen.

Die Formulierung entspricht der Vermiet- und Verleihrichtlinie und ist sehr breit, wobei diese Breite durch den Terminus „vorrangig“ wiederum eingeschränkt wird. )

Sie sind verpflichtet, die Rechteinhaberschaft in einer der Nutzung entsprechenden, angemessenen Form anzuerkennen, indem Sie – soweit bekannt – Folgendes angeben:

  1. Den Namen (oder das Pseudonym, falls ein solches verwendet wird) des Rechteinhabers, …
  2. den Titel des Inhaltes;
  3. in einer praktikablen Form den Uniform- Resource- Identifier ( URI, z.B. Internetadresse ), den der Lizenzgeber zum Schutzgegenstand angegeben hat, es sei denn, dieser URI verweist nicht auf den Rechtevermerk oder die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand
    • ( Anm. Philapitsch : Hier haben wir uns bemüht, passende Begrifflichkeiten für die “Attribution“ an eine Organisation (also etwa eines Textes an die Wikimedia Foundation) zu finden. )
    • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Bei diesem Absatz zeigt sich wieder die Sinnhaftigkeit des DOI, da bei diesem URI auch auf die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand hingewiesen wird! )

( Urheber ) Persönlichkeitsrechte bleiben - soweit sie bestehen - von dieser Lizenz unberührt.

  • (Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : dies ist die Gruppe der nach österreichischem Recht unveräusserlichen Rechte )

|||

RANDNOTIZ

on method weissNicht erwähnt in den Anmerkungen von Florian Philapitsch ist eine kleine, unserer Meinung aber besonders bei Internet - Weiterverwertungen interessante Veränderung zwischen der 2.0 - und der 3.0 - Version . In der Version 2.0 ist unter Namensnennung zu lesen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen (wodurch aber nicht der Eindruck entstehen darf, Sie oder die Nutzung des Werkes durch Sie würden entlohnt).

In der Version 3.0 wurde der Klammerausdruck komplett gestrichen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.

Kopiert also ein bekannter Blogger , dessen Seiten aber noch nicht als “kommerzielle Nutzung” gelten ( wie wäre das bei Robert Basic ? ) , einen Beitrag , so muss er zwar den Namen der Autorin anführen , dies könnte jedoch der Autorin rückwirkend als Auftragswerk angelastet werden .

|||

BACK TO “THE JUNGLE”

on method weissHier dürfen wir noch eine Passage aus Upton Sinclair’s “The Jungle” ( rechtefrei ! ) zitieren :

And the author ? -

- The state could not control intellectual production. The state might say that it had taken a year to write the book, and the author might say it had taken thirty. Goethe said that every Ion mot of his had cost a purse of gold. What I outline here is a national, or rather international, system for the providing of the material needs of men. Since a man has intellectual needs also, he will work longer, earn more, and provide for them to his own taste and in his own way. -

|||

LINKS

RELATED

|||

KLANGAPPARAT

Ein ebenso entzückendes wie seriös durchkomponiertes Stück aus der Creative- Commons Freigebigkeit serviert das Kölner Netlabel DER KLEINE GRÜNE WÜRFEL zum fliessenden Hinüberrudern in eine ( noch ) entspannte czz-hoerempfehlungWochen- Stomschnelle : “Row By” von Sandro Böge aka “New Delhi Fm” . Für diese taktische Kunst , Gelassenheit mit Bewgung und Drive mit Flow ineinander zu blenden , wollen wir uns nun in|ad |ae|qu|at weiterer wabernder Worte enthalten , sondern den Label- Waschzettel im besten Sinn für sich selbst sprechen lassen :

Ein tiefer Basspuls mäandert zuverlässig durch sämtliche Stücke auf ROW BY von NEW DEHLI FM. Er scheint uns den Weg zu weisen: durch die tiefen sinistren Täler aus Echo- und Filterschlieren, aus deren Umarmung es kein Entrinnen gibt.

Die gute und für dieses Genre absolute adaequate Nachricht : [wuerfel 07] lässt sich per RealPlayer stante pede als Stream abspielen . CLICK LINK TO LISTEN - AND ENJOY .

|||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

Neues von Freunden



||| EINGEBROQUET | ONLINE 1 | ONLINE 2 | EXKURS | ONLINE 3 | ON SITE - ON AIR | ON SITE : T43 | ON SITE : HOMMAGE TO GERHARD JASCHKE | KLANGAPPARAT

EINGEBROQUET

czz neues von freundenSpätestens , wenn eine neue Release unserer Haus- und Sympathiemarke BROQUE ( aka oder auf brot ) erscheint , weiss in|ad|ae|qu|at die Zeit wieder heiss für die allseits akklamierte Rubrik NEUES VON FREUNDEN : Und wir werden die betont artifiziellen Retro- Futuro- Tracks der Franzosen Yannick und Jean-Baptiste aka SQWARE als KLANGAPPARAT ans gute Ende dieses eher literarischen Kassibers stellen . |||

In. E. S. können wir positiv von der Anmeldung im DOI- Club berichten : Wie dieser Digital Object Identifier dann reell in der bibliographische Angabe eines Online- Werks aussieht , ist z. B. im jüngsten Wissenschaftsteil der NZZ angesichts des Artikels Trans- Fettsäuren von Wiederkäuern unbedenklich - Keine Erhöhung des Herzinfarktrisikos . Der Quellennachweis lautet demnach wie folgt : International Journal of Epidemiology , Online-Publikation vom 9. Januar 2008 ( doi : 10.1093/ije/dym243 ) . Für unsere wie die SALON LITTÉRAIRE- Beiträge @ in|ad|ae|qu|at ist diese Ausweisbarkeit und somit WERK- Markierung nur noch eine Frage von …. einigen Tagen : Die DOI- Leute geben selbst zu , mit den Modalitäten der Eingabe von Metadaten bei so polymorph komponierten Mikromedien wie dem unsrigen noch wenig Erfahrung zu haben . Aber auch das kriegen wir hin , Freunde der italienischen Oper , will meinen : Venceremos ! |||

ONLINE 1

czz neues von freunden Was unsere bislang vorgestellten und noch zu erwartenden SALON LITTÉRAIRE- Gäste anbelangt , gibt es ein paar Neuigkeiten aus dem literarischen on- wie offline- Leben zu berichten . Liesl Ujvary stellt in ihrem aktuellen Text des Monats ( 17 ) Conlon Nancarrow vor : Als erster Komponist nutzte er das per Lochstreifen programmierbare mechanischen Klavier zur Realisation händisch unspielbarer Tempi und Melodiken . Wer ein solches Player Piano einmal gesehen hat , wie es ohne menschlichen Beisitzer die wildesten Läufe in superhumanem Tempo hinlegt , empfindet dies zunächst als einigermassen gespenstisch ( watch @ YouTube : 20’s era player piano , Mozart’s K330 Player Piano Sonata ) . Eine frühe Form , the sound of music von den Einschränkungen der menschlichen Handhabung zu lösen … Mikrotöne , - intervalle etc. |||

ONLINE 2

Through the online- Grapevine erreichen uns auch Nachrichten von Monika Rinck , deren jüngste SALON- Arbeit FLUBBE ( einer aus Telefonkrakelei und Rimbaud- Allusion Bild- Text- Komposition ) für Irritationen gesorgt hat . Davon sei im Kommentarteil @ in|ad|ae|qu|at allerdings wenig bis gar nichts zu lesen gewesen ? - |||

EXKURS

czz neues von freunden Stimmt , genau und rightyright : Denn auch bei unserer werten Klientel haben sich die kleinen Kommunikationsspiele des Mediums “Blog” noch wenig herumgesprochen bzw. werden höchst wortkarg befolgt . Wer allfällige Fragen in Privatmails verpackt , trägt nicht unbedingt zur Möglichkeit eines Diskurses bzw. eine Er- Klärung zwischen Lesern , Autorin sowie dem vermittelnden Administrator ( vulgo czz ) bei .

Wir finden das in in|ad|ae|qu|at ebenso schade wie das absolute Kommentarfasten jener Guten Kräfte , welche uns am Telefon ( wie oft schon ? ) und wortreich erklären , wie “interessant” doch unser Unterfangen sei . All diese Nur- User und Non- Commenter befinden sich - so politik-digital.de über eine entsprechende Studie - in statistisch majoritärer Gesellschaft : “Web 2.0, Tagwolke , Nutzerfeedback- Community- Möglichkeiten - im Mitmach-Web verstehen viele Internetnutzer nur Bahnhof” . Immerhin lässt sich sagen , dass das eResult - Sample von 400 Befragten um 25 % unter der Durchschnittsziffer unsere täglichen Leser liegt . |||

ONLINE 3

Dezidiert kein Spam sind die an dieser Stelle bereits mehrfach genannten Newsletter aus dem Begriffsstudio Monika Rinck . Die jüngste Lieferung umfasst die Zähler 2370 bis 2406 . Einige der Aushilfskräfte für unsere alltägliche Begriffsstutzigkeit lauten :

  • eine grammatische migräne
  • horrorbude innerlichkeit
  • probiertes entgleisen
  • sonoritätshierarchie
  • avare comme la mer ( siehe FLUBBE ! )
  • scheinheiliges bedenklichtun
  • sinnverlassenes gehabe
  • prothesen zur unzucht mit rosen
  • die bohrung, aus der gequatsche quillt

Als begleitende Lektüre empfiehlt sich Carsten Schwedes’ favorabel Kantische Rezension des Gedichtbandes zum fernbleiben der umarmung ( kookbooks ) im jüngsten Titel- Magazin . |||

ON SITE | ON AIR

czz neues von freundenWer sich auf surreale und antithetische Weise auf die grosse Fussballbedrohung ( demnächst mehr von Markus Köhle im SALON LITTÉRAIRE ) vorbereiten möchte , mag dieses Training allabendlich ab 21:00 im Futuregarden angesichts der Projektionen aus Hanno Milesis und Stefan LuxBALLVERLUST aufnehmen . Köhles Hörspiel Kommunikationsklimbim steht übrigens mit 25 weiteren Hörspielen auf der Liste zum HÖRSPIEL DES JAHRES 2007 , aus welchen das p. t. Publico bis 20. Jänner “per Post , Fax oder E-Mail” wählen möge ( “nicht nur die Autorenleistung , sondern auch die Umsetzung durch Darstellung , Regie , Technik in die Bewertung einfliessen sollte” ) . Die Grosse Enthüllung erfolgt in der Langen Nacht des Hörspiels am 29. ( ! ) Februar u. a. im ORF- Funkhaus Wien .

Hier nur einige Beispiele aus der akustischen Liste :

À propos Preise und Publikumsvotings etc : Grimme Online wird wieder aktell - Projektvorschläge erbeten - und ob es the same mess procedure as last year werden wird … mögen die Auguren ahnen . |||

ON SITE : T43

czz neues von freundenAuch die Tage der Deutschsprachigen Literatur vulgo Igeborg Bachmann- Preis geben mittlerweile einen ziemlichen Kraken diverser Jury- und Publikumswahlen . Die beiden österreichischen Juroren Danela Strigl und Klaus Nüchtern sind jedenfalls auch den Rest des Jahres im permanentem live- literaturkritischen Training : So ein T43 ( Sprich “Tee for Three” ) findet HEUTE @ KUNSTHALLE WIEN project space unter Einbeziehung von Miguel Herz-Kestranek als Drittem Mann am Plastik- Kaminfeuerchen statt . Die zur Debatte stehenden Bücher :

  1. Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
  2. Egon Friedell- Vom Schaltwerk der Gedanken
  3. sowie Brigitte Kronauer - Errötende Mörder ( beiläufig in|ad|ae|qu|ats post- postmoderner Messie- Paranoia- Irrwitz- Favorit ) . |||

ON SITE : HOMMAGE TO GERHARD JASCKE

czz neues von freundenEr ist einer der wenigen Personen , der - im Schreiben , als Universitätslehrer und Herausgeber des legendären low- fi- styled Literaturmagazins FREIBORD ( * 1975 ) - die Avantgarden seit dem frühen 20. Jahrhundert mit dem aktuellen Literaturwerden vermittelt . Endlich und sozusagen gleichzeitig sind zwei schöne Editionen mit repräsentativen aus Ausschnitten aus Jaschkes uneitlem Werk erschienen :

Hinreichende Sätze zum guten Grund eines fröhlichen “Textportraits” am heutigen Abend im Literarischen Quartier Alte Schmiede . Texte und deren multivokale Lesung als angewandter Beweis , dass der Mund mehr sein kann als - wie von Monika Rinck oben begrifflich ziseliert - “die bohrung, aus der gequatsche quillt” . |||

KLANGAPPARAT

Jetzt aber finalemente und in in schöner Tradition zur neuen Hervorbringungen des Hauses vom Wertern Herrn Christian : Mit der Release Numero 39 des trefflichen Netlabels BROQUE bleibt man zwar einer sozusagen “schattigen Stimmung” treu , gibt dabei dem Tanzvolk allerdings auch durchaus bewegliche Muster zum Besten . Das Duo SQWARE ( @ MySpace ) ist insofern nur ein virtuelles , als die DJs | Komponisten Yannick und Jean- Baptiste die Musik für czz hörempfehlungdie fünf Tracks der squeeze it to the last drop- EP mitnichten in gemeinsamen Sessions produzierten . In einer neuen Variante der guten alten Mail Art sind die files zwischen den jeweiligen Lebens- und Arbeitsschwerpunkten ( Strasbourg , Paris , Brüssel , Auckland ) zur sukzessiv reziproken Überarbeitung hin- und hergewandert . Herausgekommen ist ein Sound , den zu kennen man prima vista irgendwie schon zu kennen glaubt . - Aber 8ung und Earward Ho : Track für Track bereichern unerwartete Register das nie und nimmer ironiefreie Spiel : Besonders bemerkenswert der Einsatz der für US- Film- “pathos- & patriot“- Szenen so unverzichtbaren Klangfarbe des Flügelhorns ( z. B. in Track 03. ) - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. 110 | 02. another test song | 03. baaad paupiettes | 04. will paul like it ? | 05. sticky jelly |||

Send post as PDF to PDF | PDF Creator | PDF Converter

Rosen Montag : Sounds like CARNE VALE



POSTUM | ON AIR : CHARTS , HYPES , KARNVEVAL | ON LINE 1 : LEITMEDIEN , I . E. SACHE | ON LINE 2 : ESSAYS ON : VERBOTENE WORTE | ONLINE 3 : RICH.TXT - FIN DE PARTIE + FORTSETZUNG | KLANGAPPARAT

POSTUM

roseVor ziemlich genau einem Jahr ist einer der feinsten DJs und Electronica- Komponisten - Marc-Christian Witt aka AMBITRONIC - verstorben . Keine 32 Jahre alt . Die Berliner Multifunktions- Soundwerker und Netzmusik- Herausgeber von KREISLAUF blieben der Erinnerung an Werk und Wesen dieses eminenten Musikers treu und publizieren nun exzellente Tonspuren aus dem Nachlass . AMBITRONIC und seiner LEGACY sei - im Ursinn des CARNE VALE - der heutige KLANGAPPARAT gewidmet . |||

ON AIR : CHARTS , HYPES , KARNVEVAL

roseEntgeistert reagieren wir zunächst auf den FETTBROT- Brutalo- Brüller BETTINA ( zieh dir bitte etwas an ) : So recht zum karnevalistischen Krawall passend , hält sich diese angebliche Parodie auf “den Modesektor” ( oder so ähnlich ) derzeit auf Rang drei der Charts von FM4 : Sie machen Sich Ihr eigenes Bild via YouTube und sich selbst dann die entsprechenden Gedanken zur Karnevalisierung der Verhältnisse .  [ Nachtrag : Der Tagesspiegel wird die CD "Strom und Drang" im März mit höchst gemischten Gefühlen und spitzen Fingern aufgreifen : clevere Agenten hart am Rande der "Liga der Mitgröl-Rapper". . . ]

Für ähnliche Irritation - obgleich eine differenziertere - sorgt die sozusagen gleichgeschaltete Universalrezension ( * ) des dritten Albums der derzeit als “Konsensband” gehandelten - HOT CHIP : MADE IN THE DARK ist hinsichtlich dess Mastering absichtsvoll unrund und ungesund auf den Antigesang des Vokalisten Alexis Taylor fixiert . Die disjunkte Abfolge diverseter Stile optiert offenbar für Breitenwirkung , auf dass Balladenfreundin , Chiller, Hopser und nerdiges “Exelhemd” ( Zitat oderaufbrot ) je etwas Ziel- Groupie -Gruppiertes abkriegt . Die DEVO , Jad Fair- : kurz Achtziger- Abseitigkeit und holde Verlorenheit , welche THE WARMING ( 2006 ) noch bot , ist dahin . Allerdings erwies bereits ein Live- Mitschnitt vom SONAR- Festival 06 , dass die sympathisch inszenierte Kläglichkeit ausserhalb der Overdub- Zone des Studios der Atmosphären der EchtLÄRMwelt weder klanglich noch musikalisch stand zu halten vermochte . ( * Hier die Universalrezension : FAZ , FR , Spex , Rolling Stone , Standard , taz , ZEIT a , ZEIT b , ect . ) |||

ON LINE 1 : LEITMEDIEN , I . E. SACHE

roseA propos Charts : Eine kleine Bemerkung in eigener Sache : RIVVA ( der für die deutschsprachige Blogosphäre massgebliche Top- Story- Aggregator ) veröffentlicht jetzt regelmässig die Liste der Medien und Blogs , welche über den Zeitraum von 90 Tagen “die meisten Titel- Stories” liefern . “Leitmedien” nennt man das : Anders als bei den Traffic- Best- Ofs der Deutschen Blogcharts , geht es hier um das Einflusspotential gewisser Contents . Im Sample der insgesamt 500 Medien befindet sich der Off Topic- Longtailer in|ad|ae|qu|at derzeit auf Position No. 451 . Negativ formuliert : Natürlich eine quantité négligéable . Positiv gesprochen : Die beliebte Net- Show Ehrensenf kommt auf No. 367 … und selbst DIE ZEIT mit gesamter Masse , Mannschaft und Meinungnsmacht auf lediglich No. 326 . - Eine interessante “Gegenlektüre” bietet die von Benedikt Köhler entwickelte METAROLL auf der Basis von Verlinkungen an : Nach dem Motto “Wer in|ad|ae|qu|at liest , interessiert sich auch für …” ergibt sich DIESES , nicht ganz uninteressante Ergebnis . Welche Schlüsse wir daraus ziehen ? - Selbstredend keine : Wir beharren in|ad|ae|qu|at auf Form und Funktion .

P. S. wären der Vollständigkeit halber die aktuellen Hörbuch- Neuzugänge zu Felix Krull als Vorfahre Andy Warhols sowie ein gedrängtes Portrait des formidablen Zürcher “sprechtheaters” zu vermelden . |||

ON LINE 2 : ESSAYS ON : VERBOTENE WORTE

rose“My blog is my home” , könnte man sagen , wann man mit und in diesem Medium ein Viertel Lebenszeit verbringt . Was als “Heim” noch hingehen mag , wird / wirkt in der Formulierung von “HEIMAT” leicht peinlich . Die Master- Reminder der kulturwissenschaftlichen Plattform KAKANIEN REVISITED stechen da nun mitten hinein , indem namhafte Autorinnen und Autoren zur Reflexion solch VERBOTENER WORTE gebeten wurden . Wie sich’s gehört sind - voll Open Access ! - Essays wie die Folgenden zu lesen :

Weitere solcher höchst lebendig totgesagter , ausgesprochen verleugneter und angewandt verlogener Lexikalien sind unter VERBOTENE WORTE gelistet . |||

ONLINE 3 : RICH.TXT - FIN DE PARTIE + FORTSETZUNG

roseEs ist jedes Mal ein Erschrecken , wenn man auf einer geschätzten Webseite , einer Plattform oder einem Blog landet , um festzustellen , dass dort eben der Zufluss gestoppt wurde , und ein Weiterleben allenfalls als Archiv gewährleistet wird . Im Fall des Forums zur Online- Kunst und -Kuratorenschaft RICH.TXT ist genau dies der Fall : 2006 bis 2008 heisst es in der Unterzeile lakonisch . Meint allerdings keineswegs , dass das bemerken