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Das Gnosis- Pony oder : Emily Dickinson malgré moi



||| AN MEINE HAUT LASSE ICH NUR WASSER … UND EMILY DICKINSON | BONANZA DES GNOSIS- PONYS : MONICKA RINCK - PASS AUF , PONY ! | TERTIUM DATUR | ZWECKS SELBSTTEST | OUT NOW | KLANGAPPARAT

AN MEINE HAUT LASSE ICH NUR WASSER … UND EMILY DICKINSON

RINCK PASS AUF PONY CD

Nein , nein , nein : normalerweise verweigern wir uns den - speziell weiblichen - Betulichkeiten , die sofort losbrechen , wenn auch nur der Namen der amerikanischen Dichterin irgendwo am Horizont erscheint . Eh’ scho wissen : Das zu Lebzeiten bis auf sieben Poeme unveröffentlichte und heute bis in die Tausendernumerierungen reichende Lebenswerk , die untervstellt melancholische Diktion , dieses “Du” , welches doch nur das poetisch Andere in sich meint .

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BONANZA DES GNOSIS- PONYS : MONICKA RINCK - PASS AUF , PONY !

RINCK PASS AUF PONY kart fr

Nun aber mussten wir unvermittelt an dieses “Du” denken , als Monika Rincks Gnosis- Pony ( das wir seit zwie Jahren schon per e- mail diskutieren , projektieren ) nun doch nicht dne Weg der “Literatur als Radiokunst” getrappelt ist , dorthin , wo also jetzt “AM APPARAT ( Ihr Wahrheitsstil )” wohnt , sondern mit Echtwelt- Gewieher versehen als “PASS AUF, PONY” im limitierter Auflage @ edition sutstein erschienen ist . 10 Episoden auf CD mit Textbüchlein ( Lesebändchen ! ) , illustriert von petrus akkordeon und da alles in handbeschriebenem Kartong - Bibliophile aller Länder …

Die Bibliophilen , die solche Stücke sammeln , diese schon aus Schönheitsschongründen allerdings eher selten lesen , können ja jetzt weghorchen oder -sehen . Denn dieses Gnosis- Pony spielt in Monika RINCKS THIERLEBEN ( im “Salon Littéraire” zu gegebenem Zeitpunkt mehr ) eine besondere Rolle :

Auch sprachlich bockig ( bestes Beispiel für einen absichtsvoll auf einen Minimal- Umgangsdurchschnitt gebrachten Lingo , wie er sonst nicht - allenfalls bei Jandl - im Buche steht ) gibt dieses Pony mit allen vier Füssen dem “epfindsamen” , zielgerichteten und sonstwie alltagsrationalen “Ich” kräftig Kontra … um ist damit erkenntnismässig natürlich stets meilenweit voraus …

Natürlich verraten wir hier in|ad|ae|qu|at nicht , wie die Affaire endet : Präsentiert werden Box , Büchlein und Tonträger jedenfalls am am 13. 12. 2008 , im loop - raum für aktuelle kunst , berlin ( 19 H ) .

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TERTIUM DATUR

RINCK PASS AUF PONY front

Jedanfalls fiel uns beim Lauschen auf das ausgefuchste Zwiegespräch zwischen Schreib- Ich und “Pony” die schöne Ausgabe 1 | 2008 der “Neuen Rundschau” ein , wo unter dem Titel “LYRIKOSMOSE” die lyrischen Resultate der “Main Poesie 2007” nachzulesen sind , welche im Frankfurter Literaturhaus gänzlich unter Patronanz der amerikanischen Dichterin stand ( Pressetext pdf ) . Was kann manWie kann manzumal heute … ?

Als Starter natürlich gleich ein doppelter Oxer :

  • Emily Dickinsons Gedicht No. 657, besser bekannt unter seiner Anfangszeile “I dwell in Possibility”

I dwell in Possibility -
A fairer House than Prose -
More numerous of Windows -
Superior - for Doors -

Of Chambers as the Cedars -
Impregnable of Eye -
And for an Everlasting Roof
The Gambrels of the Sky -

Of Visitors — the fairest -
For Occupation - This -
The spreading wide of narrow Hands
To gather Paradise -

  • Plus Paul Celans Übetragung

Mein Haus, das ist die Möglichkeit,
- schöner als Prosa ist’s -,
mehr Fenster als das andre hats,
an Türen ists ihm über.
an Zimmern alswie Zedern -
Fürs Auge uneinnehmbar;
Und hat ein Dach, das hält und hält:
das sind des Himmels Giebel.
Die schönsten Gäste der Welt -
und was wird hier betrieben ?
Dies und nur dies,
taugaus, tagein:
die Hände öffn ich weit, dich ein-
zubringen, Paradies.

So klingt also ein Celan im Verständnis des berühntem “vernacular” der Dickinsonson’schen Dichtung . -

Monika Rinck hat sich der Aufgabe gestellt und diese mit dem Prosatext “A CAMPING WORD” ( S. 61ff ) gleichzeitig offen gelassen und gelöst : Hier zerbrechen die berühmten Verse in einen die Erzählerin auf Schritt und trit unübersetzt begleitenden Ohrwurm , treppauf, treppab “I dwell in possibility” , strassauf , strassab “a fairer house than prose” -

So käme Dichtung aufs Beste von ihrem statuarischen Sockel herunter , wird vom Alltag dynamisch mitgeschliffen - oder sind es , umgekehrt formuliert , ihre Verse , den Rhythmus uns durch unsern Tesgeslauf und Nachtmar schleifen ?

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ZWECKS SELBSTTEST

RINCK PASS AUF PONY back

Zum Selberschleifen oder - Geschliffen- Werden ein paar Textproben . Es gibt nichtigere Gedankenspiele …

# 1700

To tell the Beauty would decrease
To state the Spell demean –
There is a syllable-less Sea
Of which it is the sign –
My will endeavors for its word
And fails, but entertains
A Rapture as of Legacies –
Of introspective Mines –

Unvermeidlich :

# 1129

Tell all the Truth but tell it slant -
Success in Circuit lies
Too bright for our infirm Delight
The Truth’s superb surprise

As Lightning to the Children eased
With explanation kind
The Truth must dazzle gradually
Or every man be blind -

Und abschliessend ein Special für alle Jene , welche die umgangssprachliche Abkürzung für die Reihe “Literatur als Radiokunst” - LARK - nennen und kennen .

Gewidmet Martin Leitner

# 861

Split the Lark — and you’ll find the Music –
Bulb after Bulb, in Silver rolled –
Scantilly dealt to the Summer Morning
Saved for your Ear when Lutes be old.

Loose the Flood — you shall find it patent –
Gush after Gush, reserved for you –
Scarlet Experiment! Sceptic Thomas!
Now, do you doubt that your Bird was true?

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OUT NOW

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KLANGAPPARAT

Gut gefällt uns heute eine kleine klangapparative Übung in Kombinatorik und Permutation : Mit dem Schweden Tobias Lilliehorn ( home ) hat clear- cut- records einen Tüftler mit selbstironischem Spieltrieb an Bord . Weils Spass macht und schmeckt . Hirnvitamin : czz-hoerempfehlung

01. solarized | 02. rainbow alpha | 03. viola | 04. kingfisher | 05. weekend | 06. ice dance | 07. survivor | 08. koja | 09. pacer | CLICK LINKS TO LISTEN -

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NEUES VON FREUNDEN



||| KATEGORIE EINER VERSUCHTEN KONTINUITÄT | SIMULTAN 1 : PRIVATSACHEN - LESUNG | TEXT DES MONATS : DIETER SPERL | ÜBERSETZT : DICHTEN # 10 @ BURNING DECK | GEDICHTE , GEWORFEN | DER NACHZÜGLER | SIMULTAN 2 : KLANGTHEATER RADIO - UND EIN FEATURESIEG | KLANGAPPARAT

Hanno_Millesi_Der_Nachzuegler_2008

( Titelmotiv Hanno Millesi : Der Nachzügler )

“NEUES VON FREUNDEN” : KATEGORIE EINER VERSUCHTEN KONTINUITÄT

czz-neuesvonfreundenTrivialerweise stellt sich das “Echtleben” als permanente Ambivalenz ziwschen dem Sollen | Wollen und dem Können | Vermögen dar : Konkret meinen wir in|ad|ae|qu|at die Unmöglichkeit , das Werk der Menschen , die wir schätzen , durch die Anwesenheit bei deren Veranstaltungen hinreichend zu manifestieren . Das beginnt bei der realen Nichtrealisierbarkeit des bilokalen Besuchs simultan stattfindender Präsentationen ( wie heute , am 24. 11. ) . Das schliesst aber auch die ewige Abwägung ziwschen notwendiger Heimarbeit und externern Präsenzen mit ein .

Die Rubrik NEUES VON FREUNDEN ist nicht zuletzt ein Versuch , das Fortwirken und -Werken der zB im “Salon Littéraire” vorgestellten Personen zu dokumentieren . Ein Gleiches gilt für die in anderen Postings einmal angefangenen Threads : Ein in|ad|ae|qu|ates Unterfangen , der Volatilität von Nachrichten und Namen so etwas wie “Kontinuität” entgegen zu stellen .

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SIMULTAN 1 : PRIVATSACHEN - LESUNG

czz-neuesvonfreundenIm Rahmen eine “Salon Littéraire” wurde auf Liesl Ujvarys Ausstellung fotografischer Aufnahmen der Lebens- und Arbeitsumgebungen von Text- und Klangschaffenden hingewiesen : Diese diskret rekognoszierten “privatsachen” sind noch bis 19. 12. 2008 im Wiener Literaturhaus zu sehen .

Heute gibt es ebendort einen Lesungsabend solcherart “indirekt” porträtierter Autorinnen und Autoren .

Mit Margret Kreidl , Monika Rinck , Dieter Sperl und herbert j. wimmer sind zugleich werte Gäste des “Salon Littéraire” zu hören und - sehr echtweltlich - zu sehen .

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TEXT DES MONATS : DIETER SPERL

À propos Dieter Sperl ist zu bemerken , das sein Text “diamanten und schund” eben als von Liesl Ujvary kommentierter “Text des Monats” auf der Webseite des Literarischen Quartiers Alte Schmiede nachzulesen ist : Teil 26 einer seit Oktober 2006 monatlich kontinuierlich fortgesetzten Reihe .

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ÜBERSETZT : DICHTEN # 10 @ BURNING DECK

DICHTEN_10_16_new_German_poets_Burning_Deck_2008Mit einer schönen Anthologie meldet sich der engagierte Verlag Burning Deck aus Providence , Rhode Island zu Wort : Übersetzungen der Poesie von Franz Josef Czernin , Michael Donhauser , Ute Eisinger , Daniel Falb , Hendrik Jackson , Bert Papaenfuss , Steffen Popp , Farhad Showgi , Hans Thill , Raphael Urweider , Anja Utler , Ron Winkler und Uljana Wolf präsentierten einen passablen “State of the Art” zeitgenössischen  deutschsprachigen Dichtens . Darüber hinaus werden drei der in|ad|ae|qu|at notorischen Autorinnen ausführlich vorgestellt :

The poets in this magazine issue, mostly in their thirties and forties, show great formal diversity. The works range from the sound explorations of Anja Utler to the camp sonnets of Ann Cotten; from Czernin’s puns and permutations to Rinck’s and Falb’s deceptively simple parlando; from Donhauser’s grammatical disruptions to Papenfuss’s baroque lists and sassy East tone. But they all share a concern with form and with language as material. The poets have also all received at least one prize.

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GEDICHTE , GEWORFEN

czz-neuesvonfreundenIn einer - an den legendären “Wunfsendungen” des Deutschlandradio inspirierten - Reihe “Wurfgedichte” werden derzeit poetische Piècen in einer bimedialen Kooperations- Aktion der Tageszeitung Der Standard und Radio Österreich 1 “in lockerer Form” ( wie man so sagt ) “unter die Leute” gebracht .

Darunter in|ad|ae|qu|at exemplarisch :

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DER NACHZÜGLER

Die Frage , ob ein deklarierter “Nachzügler” je zu seiner ( r ) echten Zeit kommen kann , mag man dahingestellt sein lassen . Besser noch : man lasse sich das Phänomen im Spiegel der listigen Prosa von Hanno Millesi vor Augen führen . Ein Kondensat war ja bereits im “Salon Litteraire | DER NACHZÜGLER - Ich bin ein Freund der Realität” vorab zu lesen .

Nun , da das Buch im Literaturverlag Luftschacht real vorliegt , wird es der Autor am Mittwoch echtweltlich lesend präsentieren .

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SIMULTAN 2 : KLANGTHEATER RADIO - UND EIN FEATURESIEG

czz-neuesvonfreundenDer zweite , am heutigen Montag lockende Termin beträfe die feine Reihe öffentlicher Voraufführungen ausgesuchter Hörspiel- und Feature- Produktionen , welche unter dem ( historisch gewachsenen ) Titel “Im Zauberberg | KlangTheater” figuriert . Diesmal haben sich der exzellente Feature- Spezialist Peter Waldenberger und die aufgeweckte Architekturbeobachterin Ute Woltron der stadtplanerischen und sozialen Extremwerte der künstlichen Paradiese Dubais angenommen .

Das Feature “Fronarbeit im Paradies - Von moderner Leibeigenschaft im Emirat Dubai” blickt , respektive : horcht hinter die Hochglanz- Kulissen der spektakulären Superlative ( siehe NZZ Folio 7 | 08 - Dubai ) und bietet anschliessend die Möglichkeit , mit den Autoren , dem iranischen Architekten Jaafar Chalabi sowie der Stadtgeografin Nadine Scharfenort zu diskutieren .

Wann , bitte schön , darf man als Zuhörer mit “dem Radio” in einen Dialog treten , wenn nicht hier ? - Auf Sendung geht die Reportage jedenfalls am Samstag , 29. 11. 2008 , 9:05 H in der Reihe Hörbilder , Radio Österreich 1 .

Nicht unerwähnt bleibe freilich , dass mit Eva Roither ( die das Echtwelt- Gespräch im Radiokulturhaus moderiert ) die Siegerin des “featurepreis ‘08” ( Stiftung Radio Basel ) anzutreffen ist : Ausgezeichnet wurde die 2002 produzierte auditive Annäherung an den “Fall Halsman” : “Mord im Zillertal - der rätselhafte Absturz des Morduch Max Halsmann” .

Im September 1928 stirbt im Tiroler Zillertal der jüdische Zahnarzt Halsmann. Sein Sohn gerät unter Verdacht, es kommt zum Prozess, der europaweites Aufsehen erregt. Ausgehend vom Bergunfall versteht es die Feature-Autorin Eva Roither (Ö1) in ihrer kriminalistischen Rekonstruktion ‘Mord im Zillertal’ Themen wie Antisemitismus, Alpenfaschismus oder die Anfänge der Gerichtspsychologie aufzugreifen. Besonders überzeugt hat die ‘featurepreis’-Jury unter der Leitung von Martin Plattner (Stiftung Radio Basel), dass sie dabei alle dem Radio-Feature zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt: Geräusche, Klänge, Stimmen, Dokumente und Musikfetzen. ‘Mord im Zillertal - der rätselhafte Absturz des Morduch Max Halsmann’ wird im Rahmen des ‘featurepreis ’08′ mit dem ersten Preis in Höhe von 10.000 Franken ausgezeichnet. ( OTS , featurepreis SRG Pressemitteilung pdf )

Während man in Basel am 28. 11. die Preisverleihung feiert , bleibt eine Wiener Wiederaufführung ( noch ) zu wünschen übrig .

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KLANGAPPARAT

Keine lange Rede jetzt mehr zu den sechsundvierzig Minuten eines ruhig und rund bullernden Klangapparats . czz-hoerempfehlung

DJ Foton hat für Deep in Dub ein Gespinst aus seidigen Netzmusik- Fäden ersonnen , für dessen Charakterisierung wir uns - für einmal - die englischen Worte borgen : “a fine selection of sensual smooth dub techno tunes” . - Wer sagt’s denn ?! - CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

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Salon Littéraire | Liesl Ujvary : “privatsachen” - eine fotoserie



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Liesl Ujvary :

“privatsachen” - eine fotoserie

die fotoserie “privatsachen

versammelt fotos der arbeitsumgebungen von schriftstellern. hier entsteht literatur - zwischen schichtungen von beschriebenem papier, bekritzeltem papier, bedrucktem papier, anhäufungen von büchern, zwischen stofftieren und technischem gerät, zwischen weichen polstern und warmen decken, zwischen fundstücken konkreter natur, einem rindenstück, zimmerpflanzen und blumenvasen, fahrrädern, kinderzeichnungen, rezepten, jacken und hosen, kabeln und steckern, stössen von cds und musik-cds, umhängtaschen, adidas-schuhen, kaffeetassen, einem spielzeugpinguin auf einem fernseher, handtüchern, buddhas, ansichtskarten, tellern, tastaturen, stiften, blättern, feuerzeugen und vielen anderen sachen.

alle bücherregale ähneln sich, jedes bücherregal ist auf seine weise einmalig. obwohl das inventar, mit dem und aus dem wir unsere private umgebung gestalten, zivilisatorische ähnlichkeiten aufweist, ist es doch andererseits vollkommen persönlich. indem das objektiv diese kleinen environments herausgreift und in ihrer trivialität und einzigartigkeit abbildet, gewinnen sie an farbe und format, zeigen uns fantastische oberflächen, bieten ein spiel von licht und plastizität, das vieldeutig ist, enigmatisch und überdeutlich in einem. hier wird die mehrfach-codierung unserer persönlichen existenz belegt und präsentiert. ( Liesl Ujvary )

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BRIGITTA FALKNER

fotoserie_PRIVATSACHEN_copyright_Liesl_UJVARY

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FRIEDERIKE MAYRÖCKER

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HANNO MILLESI

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MARTIN BREINDL

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Liesl Ujvary

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HINWEIS

Die Ausstellung “privatsachen - fotos von liesl ujvary” ist im Literaturhaus Wien von 11. 11. bis 19. 12. 2008 im Rahmen des “Europäischen Monats der Fotografie” zu sehen .

Die solcherart durch Details ihrer Lebens- und Arbeitsumstände porträtierten Autorinnen und Autoren :

Neda Bei , Martin Breindl , Ann Cotten , Brigitta Falkner , Ilse Kilic , Margret Kreidl , Benedikt Ledebur , Norbert Math , Friederike Mayröcker , Hanno Millesi , Lydia Mischkulnig , Florian Neuner , Monika Rinck , Elisabeth Schimana , Ulrich Schlotmann , Ferdinand Schmatz , Andrea Sodomka , Lisa Spalt , Deter Sperl , Oliver Stummer und herbert j. wimmer .

Zwei Lesungsabende eröffnen | begleiten die Schau :

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NEUES VON FREUNDEN



||| BERLIN : ROTTEN KINCK 3 | WIEN : GERHARD RÜHM GESAMT | WIEN - VIRTUELL : TEXT DES MONATS | WIEN : ERICH FRIED TAGE | WIEN MODERN : STOCKHAUSEN - GADENSTÄTTER - NEUWIRTH | WIEN MODERNST : TOMOROH HIDARI | KLANGAPPARAT

rotten kinck show ( click to XL )

BERLIN : ROTTEN KINCK SCHOW 3

czz-neuesvonfreundenDass Literatur vor Schaden nicht schützt und schon gar nicht als Abwehrzauber dient musste die zur ROTTEN KINCK SHOW unierten drei Grazien Ann Cotten , Monika Rinck und Sabine Scho fluchend am eigenen Festplatten- Täschchen erfahren : Gleichwohl lautet das in die Abgründe des menschlichen und technischen Unbewussten weisende Motto : MEINE MUSE , MEIN DÄMON , MEIN RECHNER .

Folgende Highlights werden überliefert :

+++ Working Girls’ Shamanism * ekballein, und vorher zartrammpeln * Yeats approves this kind of brutality +++
+++ natürliche geister, direkt befragt * die dämonen des unmittelbaren heimleuchtens, des selbstüberraschenden dranbleibens, der fehlgeleiteten
begeisterung und der sorge +++
+++ wohnschmaschinen - insistierte sippenschreibtische in serie +++
+++ superspreader - anglerfisch * die geheimen nähte der schlafakrobatin +++
+++ Numen-Nummer und Nadelöhr Wunsch * die zwei leeren päckchen zigaretten +++
+++ Die Lücke in der WH des HL * Figuren der pathologischen Nähe +++
+++ Fetisch und Partial: A Puzzle’s Puzzle * But Poets do not exist to accept Griefs. +++
+++ starre schatten der verliebten - Wo Starre Schatten Lehnen, Da Ist Wand - Bulkig, bulkig, bulkig - Das Ende der Wand +++

Völker , bannet die Dämonen : Ann Cotten , Monika Rinck , Sabine Scho : Kaffee Burger , 10 119 Berlin , Torstraße 60 - 4. 11. 2008 , 21 H
Am 4. November 2008 ab 21:00 Uhr im

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WIEN : GERHARD RÜHM GESAMT

czz-neuesvonfreundenWer kennt sie nicht , die drei prächtig gelben Bände , in welchen der Berliner Parthas Verlag mit Langmut und Akkuratesse das editorische Desiderat in Angriff nimmt , das in alle Windrichtungen , Klein- und Künstlerverlagen verstreute Gesamtwerk des Grossmeisters Gerhard Rühm zu sammeln . Vier Bände der zehnteilig und autorisiert angelegten GESAMMELTEN WERKE liegen nun bereits vor :

Band 1.1. : gedichte
Band 1.2. : gedichte
Band 2.1. : visuelle poesie
Band 2.2. : visuelle musik

In Vorbereitung :

Band 3.1 : auditive poesie
Band 5 : Theaterstücke

Mithin Grund genug , die Vielseitigkeit des Dichters , Sängers , Komponisten u. v. a. m. wieder einmal live und höchstselbst unter Beweis zu erleben , wie stets unter Mitwirkung von Monika Lichtenfeld - !010 Wien , Literatisches Quartier Alte Schmiede , 6. 11. 2008 , 19 H ( > siehe auch den heutigen KLANGAPPARAT )

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WIEN | VIRTUELL : TEXT DES MONATS

czz-neuesvonfreundenSeit zwei Jahren ediert und kommentiert die Schriftstellerin Liesl Ujvary monatlich ausgesuchte Texte von Autorinnen und Autoren auf der Webseite des Literarischens Quartiers : Die Lieferung 11 | 2008 ( Martin Breindl ) scheint indes noch nicht den Weg ins WWW gefunden zu haben : Ein guter Grund , Margret KreidlsIch habe einen Vogel” plus Oktober- Kommentar noch einmal zu lesen .

Edit :

martin breindls “restl.welt”,”gedankenprojektor” und “zwischenzeit zwischenraum” ist seit 15. oktober auf der homepage der alten schmiede zu sehen und zu lesen …

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WIEN : ERICH FRIED TAGE

czz-neuesvonfreundenWenn mit den jährlich den Novembernebel spaltenden Erich- Fried- Tagen das Steh- bzw. Sitzvermögen von Veranstaltern und Publikümern im Literaturhaus auf die Probe gestellt wird , geschieht dies durchaus auf hohem literarischen Niveau .
Freitag , 7. 11. ( 19 H ) : Wird mit Catherine Frieds “Über kurz oder lang - Erinnerungen an Erich Fried” eines der hübschen roten Bändchen aus der SALTO- Reihe des Wagenbach- Verlags vorgestellt : Kein Zweifel , die Witwe hat da Einiges zu erzählen .

Am Samstag , 8. 11. ( 19 H ) ist dann eine ebenso beredte wie witzige Jurorin des diesjährigen Erich- Fried- Preises am Wort : Katja Lange-Müller liest aus Erzählungen sowie ihrem im Vorjahr erschienen Roman “Böse Schafe und andere Enten” ( KiWi ) . Danach , dass es die akklamiert- lakonische Liebesgeschichte im Milieu deutscher Wende- Verlierer auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises anno 2007 brachte , kräht heute kein Hahn mehr .

So far for nachhaltige Förderung des deutschen Romans , wie sie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels versteht …

Sonntag , 9. 11. ( 11 H ) ist es schliesslich so weit und es wird der Erich- Fried- Preis 2008 an Alois Hotschnig verliehen : Eine zweifellos weise Entscheidung , trifft die mit 14.600 € dotierte Auszeichnung einen der leisen litarischen Feinarbeiter des Landes . In ihrer Begründung für ihre Wahl formuliert die alleinige Jurorin Lange-Müller einen äusserst bemerkenswerten Satz :

… weil er die Deutungshoheit dem Leser einräumt - mit und trotz größter stilistischer Genauigkeit. Den Leser schätzen, heißt: Ihn niemals unterschätzen.

Ob dies die Kinder nun beruhigen wird ?

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WIEN MODERN : STOCKHAUSEN - GADENSTÄTTER - NEUWIRTH

czz-neuesvonfreundenDass musikalisches Hören nicht notwendig das Sprachzentrum lahmlegt , dürfte das Konzert des Klangforum Wien am Samstag im Rahmen von WIEN MODERN mit einem vielver sprechenden Programm beweisen : Neben Karlheinz StockhausensKreuzspiel” ( 1951 ) bestreiten nicht weniger als zwei Uraufführungen von Auftragswerken ( ! ) die Playlist :

Mit Clemens Gadenstätter ( Jahrgang 1966 ) und Gösta Neuwirth ( Jahrgang 1937 ) treten zwei Generationen an , ihre semantisch | sprachlich | musikalischen Untersuchungen ins Werk gesetzt vorzustellen .

Mit einer “Semantical Inverstigation 1” ( für Violine und Ensemble” , UA ) geht Gadenstädter von der unabweislichen Bedeutungshaltigkeit jedewenden Klanges aus , womit der Illusion einer Reinen Musik grundsätzlich eine Absage erteilt wird ( vgl. auch Daniel Enders Essay ) . Viel eher ist eine kulturelle Selbstbefragung am Werk , akustische signifiers | signifiés auszutesten :

Alltäglicher Erfahrung wird auf den Grund gegangen durch die Untersuchung an solchen Signalklängen, die semantische Seite wird durch die klangliche Recherche befragt.

Ironie und Ernst der Lage liegen eng beisammen im Bewusstsein des Hörens: Was bedeutet Hören, wenn alles Gehörte bedeutet und wenn die Eindeutigkeit der Bedeutung des Gehörten sich im Hören auflöst, transformiert, hin zu einer Vielschichtigkeit und Vielgestaltigkeit ? Das Be-Deuten des Hörens ist ein Akt des Bewusstseins, wie das Komponieren von zu Hörendem. Musikmachen wird mir hier zum Instrument, mir einmal in den eigenen Kopf zu schauen ( Büchner ) – Katapult einer musikalischen Erfahrungsreise durch den Alltag. ( Quelle : pdf )

Mit Stücken wie “Pisspott oder Pot of Pieces” hat der unfreiwillige Wahlberliner Gösta Neuwirth ( er hatte in den sechziger Jahren Wien verlassen , weil die Hochschule sein Dissertations- Thema zur Musik des von den Nazis verfolgten Franz Schreker ablehnte ) seit je einen Hang zum Sprachspiel bewiesen . Neuwirths Gestaltung von “Zeiträumen” ( “die Zeit muss genau gemessen sein , damit sie frei wird” , GN ) hat im Echtleben insofern einen tragischen Widerpart , als sich Österreich erst spät seines wegweisenden Komponisten und Lehrers besann .

Womöglich reflektiert Neuwirths Auftragswerk ( Erste Bank Kompositionspreis und Auszeichnung für das Lebenswerk ) “L’oubli bouilli - Vanish” ( für Sopran und Ensemble , UA ) ja genau dieses Vergessen - ?

Samstag , 8. 11.. 2008 , Wiener Konzerthaus, Mozartsaal , 19:30 H

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WIEN MODERNST : TOMOROH HIDARI

czz-neuesvonfreunden Grandmaster Crash aka Tomoroh Hidari ( MySpace ) aka Oliver Stummer packt Freitag , 7. 11. seine Siebensachen und Tausendsoundz aus , um - neben Reverse Tunes , Strang , Invitriol und Assimilatah - live elektronisch aufzugeigen . Ab 21 H in den Gürtelbögen à la quebra duro @ venster99 . Dort wird man es um die Ohren geschlagen kriegen , dass Klänge nie unschuldig sind …

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KLANGAPPARAT

Wie oben angedeutet , wirdmen wir den heutigen Klangapparat der jüngsten Kunstradio- Produktion Gerhard Rühms erinnern : “Paradiesische Passage” ( Ursendung 14. 9. 2008 ) - neue Sprechtexte , kurze Stücke mit Stimme und Klavier und speziell für das Radio .czz-hoerempfehlung Interpretiert werden diese von Gerhard Rühm und von seiner Frau Monika Lichtenfels- Rühm .

Zitat Rühm :

Wenn man sich intensiv mit Sprache beschäftigt, und zwar nicht mit der Sprache nur als bloße Mitteilung, sondern mit der Sprache als Material, dann kommt man bei geschriebener Sprache automatisch in den Bereich der bildenden Kunst und bei gesprochener Sprache automatisch in einen Zwischenbereich zur Musik. Weil ja die gesprochene Sprache musikalische Parameter hat, zum Beispiel: Tempo, Lautstärke, Tonhöhe. Das sind alles Momente, die den Text emotional differenzieren, die man nur durch das hören der Stimme in dieser Form wahrnehmen kann. Bei mir liegt das sehr nahe, weil ich Musik studiert habe, ich habe auch Komposition studiert, war auch bei Josef Matthias Hauer. Ich habe die Schönbergsche Zwölftontechnik ebenso wie von Hauer - die übrigens ganz anders ist - studiert. Und Musik ist für mich eine Art tägliches Brot. Dadurch ist das schon sehr nahe. ( … )

Was noch für mich ein wichtiger Punkt ist, dass Sprache, so wie ich sie verwende, das wäre ein vollkommenes Missverständnis, das als abstrakte Angelegenheiten anzusehen, sondern für mich ist es eine sinnliche Angelegenheit. Wenn man sinnlich mit Sprache umgeht, muss man mit dem Material Sprache umgehen. Und nicht nur mit dem was Sprache mitteilt. Die sinnliche Form von Sprache ist eben die menschliche Stimme.

Sprechtexte von Gerhard Rühm :

  • “Orange Ted” ( Audio )
  • “Schwanenwut , Trauerkatze” ( Audio )
  • “Rufe des letzten Menschen” ( Audio )
  • “Kleinanzeigen” ( Audio )
  • “Flugschwindel” ( Audio )
  • “Getäuschtes Vertrauen” ( Audio )
  • “Gewagte Klage” ( Audio )
  • “Gebären und Bestatten” ( Audio )
  • “Sprechtänze” ( Audio )

Weiteres zu den Sprechstücken sowie zur titelgeben Klanginstallation @ Kunstradio .

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