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Blog of the BOBs & Other Autoreferentials



||| Dem aufmerkenden Auge nicht ausgekommen sein wird der BLUE BUTTON rechts oben auf der Marginalleiste dieser Seite : THE BOBS | BLOGOPAEDIA . “So what ?” schleudern uns Jene entgegen , Welchen die wimmelnde SIDEBAR an sich bereits ein visuelles Irritier- Ding ist : Enigmatische Textreste [ aka AKTUELLSTE KOMMENTARE ] , sonderbare Symbole [ aka BUTTONS : ORANGE zum Abo des RSS- FEEDS , SCHWARZ informiert über HINTERGRUND bzw. ABOUT des in|ad|ae|qu|aten Unterfangens ] und sonstiger kryptischer Krempel [ aka KATEGORIEN , Themenindex zusätzlich zum Technorati- Tagging ] . Und was soll , bitte , der Quadrant eines SALON LITTÈRAIRE ?!

icon on offSeit Jahren in ständiger Adaptierung an die allmählich bis zur Unlesbarkeit mit Werbebannern , Pop- Ups und fiesen Schlieren verunstalteten Online- News- Seiten , ist der Netz- Leser darauf konditioniert , per Software oder schlichtem Tunnelblick zur gesuchten Information durchzudringen . Welche mitunter den kleinsten Teil einer Seite ausmacht . Kein Wunder also , wenn die krampfschmerzend um die Maus gekrallte Hand jeden Seiten- Sprung verhindert und dem mit den Blog- Konventionen wenig vertrauten Leser einige nette Features dieses speziellen Formates entgehen . Tatsache ist - und das vergisst der Blog- Schreiber nur allzu rasch - , dass nur ein recht geringer Teil von Netz- Nutzern weiss , WAS ein BLOG ist und WIE ES GEHT & STEHT . Was wir wiederholt mit statistischen Referenzen serviert und irgendwie mit der Konnotation “Eh’ schon wissen” versahen , wird in der ECHTWELT draussen radikal konkret : Es ist schon ein Glück , wein eine Klasse von Studierenden des Faches Publizistik überhaupt weiss , WAS ein BLOG sei , von Selberlesen oder gar Selbermachen gar nicht die Bohne Rede .

Wir bringen dies aufs Tapet , um zu signalisieren , wie schnell man - egal in welchem Medium und / oder SYSTEM - in die SELBSTREFERENZ abdriftet und ziemlich quick vergisst , dass andere Menschen in anderen Lebenswelten , Systemen und Wahrnehmungsfeldern leben . Wenn sich die Blogger dieser WasWieWeitenWelt wieder und immer wieder über Arroganz und Selbstgefälligkeit von MAINSTREAM MEDIA ( MSM ) , Feuilleton oder der Politik mokieren , sollten sie verdammt Acht geben , nicht in die nämliche Falle zu tappen . Nichts versteht sich von Selbst ( Ernst von Glasersfeld ) und daher darf der Blogger - egal , in welchem Masse er sich seinem System und Seinesgleichen verpflichtet fühlt - NICHT davon ausgehen , dass der präsumptive Leser DAS BLOG überhaupt als ein SPEZIFISCHES MEDIUM ansieht .

icon on offDON’T BE AFRAID , wir heben jetzt NICHT an , dies zu explizieren . Und werden davon auch tunlichst die Tatzen lassen . Da google man / frau p.t. Leser mal selbst , wenn’s und wen interessiert . - Was wir tun können , ist BY DOING und indem wir auf andere Blogs hinweisen als bemerkenswerte Exempel ihrer Gattung . - So . - Und jetzt sind wir endlich beim anfangs erwähnten BLUE BUTTON - THE BOBS | BLOGOPAEDIA . Wer dort draufklickt , gerät - nun noch eine Woche lang - auf die KARTEIKARTE im Stapel der Wettbewerber . Auf dieser Karte liest man eine kurze Selbstbeschreibung dieses Blogs . So man Sympathien hegt , scrollt man am Bildschirm ein bisschen herunter und kann dort entweder einen wortwörtlichen Kommentar abgeben oder Kästchen klicken ( frei nach Freuds MOTIV DER KÄSTCHENWAHL ) . Somit votet man für dieses eine Mini- Ding unter Tausenden weltweit . Und bringt solcherart ein Pril- Blümchen an , um welches sich die Fach- Juroren dann *KEINE AHNUNG WIE* kümmern .

icon on offEs ist also so klar wie die traditionell so beschworene DICKE TINTE , dass hier kein Bepreist- Seins- Verdacht besteht . Dafür ist in|ad|ae|qu|at im thematisch Polymorphen , wenig windschlüpfiger Wortwahl und durch weitgehende Weigerung , um Aufmerksamkeit zu keilen einfach nicht prädestiniert . DER CLOU daran ist aber , dass wir infolge der Einschreibung in den Wettbewerb nun seit Wochen per RSS- FEED täglich etwa 20 (( angeblich RANDOM ausgewählte [ ? ] )) Kollegen frisch serviert kriegen . Und genau DORT wollten wir hin : Wie Laufband- Sushi ziehen da hunderte Blog- Profile an uns vorbei , wir blicken interessiert , picken uns hier und da etwas heraus . Und gewinnen damit ein bisschen Einblick in das , WAS Tausende von Bloggern so umtreibt und WIE . Als Disclaimer fügen wir hier hinzu , dass unser eigenes Blog- Profil via RSS- Feed bislang NICHT in Sicht geriet . Soviel also nochmal zum Thema “Chancen” .

Einen guten Einblick in Ton und Jargon , in welchem so ein Wettbewerb gehalten und vermeintlich TARGET GROUP- gemäss stilisiert ist , gibt das gestern erhaltene RUNDSCHREIBEN seitens der Direktion Auspreiser , welches an den Stand der Dinge und den Countdown für Einreichungen erinnert . Wir zitieren nur . Stellen dies hin . YOU figure out the MEANING . MESSAGE & MASSAGE by yourself . Hernach starten wir ein weiteres Kapitel unseres Traktats .

newsletter.bobs@dw-world.de to me | 2007 09 27 , 2:10 pm

Hallo zusammen!

Letzte Runde für die BOBs - Best of the Blogs 2007!

Noch bis zum 30. September könnt ihr alle eure Lieblingsblogs zur Teilnahme am Wettbewerb vorschlagen. Bis jetzt sind schon über 5.600 Blogs für die diesjährigen BOBs vorgeschlagen worden.
Viele Weblogs, Podcasts und Videoblogs sind vielleicht schon in der Blogopedia, unserem Online-Verzeichnis, eingetragen - da genügt es dann, das Weblog einfach für den diesjährigen Wettbewerb vorzuschlagen.
Auch dieses Jahr haben wir unsere Seite www.thebobs.com wieder um einige neue Features ergänzt. Schaut euch doch mal zum Beispiel die Google-Map an, auf der alle Weblogs, Podcasts und Videoblogs anhand ihrer Koordinaten dargestellt sind. Auch euer Blog kann auf der Map verortet werden, wenn ihr beim Eintragen einfach per Mausklick euren Tropfen setzt oder aber die Geodaten für Longitude (Längengrad) und Latitude (Breitengrad) angebt.

Ihr sucht nach Blogs zu bestimmten Schlagworten (Tags)? Dann nutzt unsere Tagcloud, in der die Tags je nach Häufigkeit in unterschiedlichen Schriftgößen dargestellt sind.

Viel Spaß bei den BOBs 2007 . Die Redaktion .

( Diese Mail ist automatisch generiert, deshalb ist es leider nicht möglich zu antworten. Für Mitteilungen nutzen Sie bitte das Kontaktformular auf der Website (www.thebobs.com). Vielen Dank. )

Was aber hat uns das Laufband des täglichen RSS- Feed über die ( siehe oben ) “über 5.600” Wett- Bewerbenden bisher apportiert ? - Die Antwort : Weitgehend wenig Leserliches . Über den Daumen gepeilt , hielten sich etwa 2/3 der vorgestellten Blogs in arabischen , cyrillischen , hebräischen Lettern bzw. in ost- asiatischen Ideogramen . Für Schrift- Liebhaber faszinierend , sicherlich , inhaltlich natürlich undurchdringlich . Beispiele gefällig ? - Voilà .

  • maktoobblog [ Location : RUSSIAN FEDERATION , Language : Arabic , Topic : Blogosphere + Internet ]
  • druckpiano [ Location : CHINA , Language : Chinese , Topic : Art + Culture ]
  • genderstan [ Location : KYRGYZSTAN , Language : Russian , Topic : Society ]
  • Pouya [ Location : UNITED KINGDOM , Language : Persian , Topic : Society ]
  • neema [ Location : IRAN, ISLAMIC REPUBLIC OF , Language : Persian , Topic : Film + TV]

Im restlichen Drittel vermag man zumindest die Genre- und Geschmacksrichtungen rasch auszumachen . Einiges an Eigentlichkeit , viele Abwicklungs- , Suchmaschinen- und Werbeeinnahmen- Optimierer . Und dann echte Individuen . Egal , ob man Form und Anmutung , Thema , implizite oder explizierte Agenda nun persönlich goutiert : Es gibt durchaus Ein- und Beiträge , welche uns Einblick in Fremdes , Irritierendes , Kurioses und wenig Vermutetes gewähren . Im Folgenden wollen wir einige dieser Profile listen . Überraschung , Erstaunen , QUELLE IDÉE : WAS Menschen protokollieren . WAS sie vielleicht auf diese Weise objektivieren . Teilen und Mitteilen . Originalität . - Hier also die Liste - und ein Eindruck davon , WIE WEIT der Horizont möglicher Themen und Perspektiven reicht .

  • Hollywoodreporter ( FRANCE ) - “Hollywoodgal has started her bloggercareer as an actress in - yes - Hollywood, but aspirations and curiosity have brought her to many other places since.”
  • Gay Uganda ( UGANDA ) - “Text blog of a Ugandan in Kampala who is a homosexual and therefore must remain anonymous. He writes about his life as a gay man in Uganda and the way society behaves towards homosexuality.”
  • jfs-medien.de ( GERMANY ) - “In diesem Blog werden Themen der Risikokommunikation aus Sicht des Gesundheitsschutzes, Infektionsschutzes, Verbraucherschutzes und des Bevölkerungsschutzes behandelt.”
  • Mes Chemins de Mémoires ( BELGIUM ) - “Devoir de mémoire autour du carnet de campagne d’un soldat tué au combat dans la Somme en 1915.”
  • Du Berichtest ( GERMANY ) - “Du willst das, was Dir wirklich wichtig ist, veröffentlichen ohne auf einen Redakteur oder Moderator Rücksicht zu nehmen? Dann bist Du richtig bei DuBerichtest.de!”
  • Aimee White : The Reality of Anxiety ( US ) - “A personal journey through anxiety. I share my coping strategies, things that work, things that don’t work, motivational thoughts, setbacks, etc.”
  • Melissa De Leon Douglass : The Cooking Diva ( PANAMA ) - “Cooking adventures, Latin American Culture and delicious tropical creations by international Chef Melissa De Leon Douglass. Blog in English and Spanish.”
  • Valerie Nimal : Les Minutes célibataires ( BELGIUM ) - “Since 2005, Valerie Nimal writes short stories about man and woman. She reads those texts on her blog and podcast it.”
  • papotine : journal d’une analyse ( FRANCE ) - “journal de mon analyse, séance après séance. Parce que je veux comprendre ce qui m’arrive.”
  • riveron : river on mirror ( MEXICO ) - “A river entering a multidimensional glimmering surface, it is the river on the mirror… . River on mirror is a space dedicated to a visual, textual and phonetic exploration.”
  • Chris Helmbrecht : Moscow Blog ( RUSSIAN FEDERATION ) - “cooler Moskau Blog”

Dasselbe - Wettbewerbistis in Grün - kann man auch @ Datenschmutz betrachten . Hier ist’s nicht BOB , sondern eben BC ( BLOGGER’s CHOICE AWARDS , vernehmlich bislang 1.000+ Einreichungen ) .

icon on offDer Kampf ums Dasein unter den Bedingungen der Aufmerksamkeits- Ökonomie ist aber nur EIN Weg unter vielen . AUF BLOGUER OU NE PAS BLOGUER ? wählt OLIVIER SCHMIDT- CHEVALIER eine grundsätzlich ANDERE Strategie zum Spalten des Blog- Nebels . Er surft im besten Sinne des Wortes quer durch Themen und Welten , notiert , was ihm auffällt und ist grundsätzlich darauf ausgerichtet , möglichst viele Positionen zu präsentieren . Das hat etwas grosszügig Gastgebendes , ist aber nicht zu verwechseln mit Oberflächlichkeit . Olivier is the man , who is looking up every single link @ your page und er moniert auch sofort , wenn und wo was nicht stimmt .

Wir wollen dies als ein im besten Sinne kollegiales und freundliches ( mitunter freilich feixendes ) Verfahren interpretieren . Olivier definitely doesn’t follow an EGO- trip , sondern ist - wie die vielen Blog- spezifischen Themen [ siehe oben : SELBSTREFERENZ aka METABLOG ] belegen - ein von der Sache und vom Tun Faszinierter . - Selbstverständlich birgt auch DIESE Methode den Gewinn von Douceurs und sorgt für gewisse Rekompensationen : Wer von Olivier “vorgezeigt” wird , “bedankt” sich dafür zumeist mit dem Setzen eines Links . Dies wiederum steigert die TECHNORATI- AUTHORITY , also die Anzahl von Verlinkungen = Indiz für Vernetzung und Popularität . SO ist das nämlich : Die Taktik besteht nicht in schrillem Gefuchtel , aggressiven Angriffen ( > diese machen , wenn man’s so geschickt anlegt wie übliche Verdächtige , männiglich Popularität ) , sondern im Aufmerken , Bereit- Sein , READINESS .

Wir werden auf Solcherlei wohl wieder ( hopefully à la longue tail ein wenig elaborierend ) zu sprechen kommen . Funktioniert ja letztlich auch nicht wesentlich anders als die übrigen Sozialsysteme . |||

Vorsicht , itzo kommt Molder auf :1: one bit wonder : 1 : . Der Frank beim Leipziger netlabel . Kein Wort zu wenig wäre da zu reden und doch ist ein Jedes zuviel : Selten schoss uns der Begriff von ADULT POP so deutlich ins Hirn wie angehörs von Frank Molders lässiger Meisterlichkeit . czz hörempfehlungDie Stilrichtung wächst aus dem Minimalen ins wärmend Flächige , intelligente Beats erleichtern die Schwere des Lebens und die melodisch leicht anziselierten Bridges erzählen ein wenig vom Wissen über die ewige Wiederkehr des Gleichen . Eben ADULT , oder wie es Will Femia in seinem Blog gestern anregte , in gewisser REIFE . Ausgereift - NOTA BENE - und keinesfalls etwa abgehangen , abgestanden oder müde zynisch .

Alert ohne Hysterie , Geistesgegen- und Genre- gewärtig , die Energie geht nicht ins “Draufdrücken” , nicht in Lautstärke , sondern fliesst konzentriert ins Ausdifferenzieren . Gerne werden wir der Einladung folgen , welche der Titel der Release ( 1bit 027 ) ausspricht : Come with me . Click Tracks To Listen . 01. Orbital Movement | 02. Under Water Society | 03. Japanese Soup | 04. Electrobot | 05. Global Warming | 06. Juno6 - Inside the Blue (Frank Molder Remix) | 07 Come With Me . ||| Right on ! ||| Dem Leipziger Label :1: one bit wonder net.music :1: ist dezidiert die Aufmerksamkeit zuzuwenden . In Grazie und schönster Ökonomie . |||

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User- Generated vs. MSM | Von Äpfeln und Birnen



Nun ist es wieder einmal verbucht und verbrieft : Mainstream Media ( MSM ) , Ressort- Journalismus und hierarchische Arbeitsteilug generieren einen konsistenteren Content als “User generated” Networks . Das - - nota bene von Journalistenschulen und -Interessensvertretungen betriebene - - Project for Excellence in Journalism ( PEW ) knallt uns die Asse harter Fakten so auf die Platte , dass diese und wir Leser erbeben . Die Darstellung erfolgt selbstverständlich gänzlich ohne Tendenz :

If someday we have a world without journalists, or at least without editors, what would the news agenda look like ? How would citizens make up a front page differently than professional news people ? If a new crop of user-news sites - and measures of user activity on mainstream news sites - are any indication, the news agenda will be more diverse, more transitory, and often draw on a very different and perhaps controversial list of sources, according to a new study.

Ebenso selbstverständlich und ebenso ohne jeden Bias tönt die Paraphrase seitens des FAZ- Netzökonomen Holger Schmidt :

Iphone statt Irak: Was Nutzer wirklich lesen . Wenn es eines Tages keine Journalisten mehr gäbe, wie würden dann die Nachrichten aussehen? Welche Auswahl treffen die „Bürgerjournalisten” ?

picto aepfel birne

Was also hat aber das PEW und wie herausgefunden ? - Während in der Vergleichswoche 24. bis 29. Juni die Themen “Irak” und “Immigrations- Debatte” in den MSM vorherrschten , glänzten als meist empfohlene Highlights ausgewählter User- Foren ( Digg , Del.icio.us , Reddit + Yahoo News ) Stories über iphone und Nintendo . Im Folgenden zitieren wir einige Facts and Findings und gestatten uns eine kurze Beschlagwortung :

  • The news agenda of the three user-sites that week was markedly different from that of the mainstream press. Many of the stories users selected did not appear anywhere among the top stories in the mainstream media coverage studied. And there was often little in the way of follow-up. Most stories on the user-news sites appeared only once, never to be repeated again in the week we studied.

( User- generated : Volatilität der Themen vs. MSM : Konsequente Fortführung )

  • The sources user news sites draw on are strikingly different from the mainstream media. Seven in ten stories on the user sites come either from blogs or Web sites such as YouTube and WebMd that do not focus mostly on news.

( User- generated : Unprofessionelle bis zweifelhafte Quellen )

  • The three user news sites differed from one another in subtle ways. Reddit was the most likely to focus on political events from Washington, such as coverage of Vice President Cheney; Digg was particularly focused on the release of Apple’s new iPhone; Del.icio.us had the most fragmented mix of stories and the least overlap with the News Index.
  • On Yahoo News—even when picking from a limited list of stories Yahoo editors had already pared down—users’ top stories only rarely matched those of the news professionals.

( User- Vorlieben vs. News- Index )

  • There were mostly similarities in what people are most likely to email each other versus what they recommend or view on Yahoo News. But there were some differences. Most Recommended stories focused more on “news you can use” such as advice from the World Health Organization to exercise one’s legs during long flights; the Most Viewed stories were often breaking news, more sensational in nature, with a heavy dose of crime and celebrity; and the Most Emailed stories were more diverse, with a mix of the practical and the oddball.

( User- Vorlieben : Praktisches und Sensation )

  • Despite claims that the Web would internationalize consumers’ news diets, coverage across the three user-news sites focused more on domestic events and less on news from abroad than the mainstream media that week. Yahoo News, both on its main news page and three most popular pages, meanwhile, stood out for being decidedly more international that week.

( User- generated : WWW = Wenig Welt Wissen )

Dass hier methodisch Äpfel mit Birnen verglichen werden , liegt auf der Hand : Da die Prominenz bestimmter User- generated News mit den Vorlieben ihrer Leser steigt , entsteht das Bild einer auf blosse Faits divers und Räuberpistolen ausgerichteten Berichterstattung . Hätte man die entsprechenden Ressorts der MSM ebenfalls nach der Anzahl tatsächlicher Leser ausgewertet , erschiene die Opposition “harte” vs. “softe” & “bunte” News weniger krass . Ohne diese Entzerrung bleibt ein schiefes Bild . Simples wie irrelevantes Spiel mit statistischen Ziffern , kommentiert der E- News- Profi Mathew Ingram . Oder , wie es Clicked- Autor Will Femia unter dem Titel WE REPORT, YOU’RE STUPID formuliert :

The Project for Excellence in Journalism has managed to kick up a bit of dust from the equine corpse of the bloggers vs. journalism argument with an odd bit of straw man-ism seasoned with a dose of red herring.

picto aepfel birne

Sarkastisch der ex- Harvard Business Review- Redakteur und Autor für NYT , Guardian ect. , Nicholas G. Carr :

So what happens when “the people formally known as the audience,” as the citizen journalism hypesters like to say, take charge of the dissemination of news? ( …) When you replace professional editors with a crowd or a social network, you actually end up accelerating the dumbing-down of news. News becomes a stream of junk-food-like morsels. The people formerly known as the audience may turn out to be the people formerly known as informed.

Auch Andreas Göldi ( Beobachtungen zur Medienkonvergenz ) greift auf die Metapher des Essens zurück , um die Nowendigkeit der Verabreichung manchen sauren News- Apfels seitens professioneller Journalisten zu illustireren :

Aber mal im Ernst: Ein bisschen sind diese Präferenzen ja schon beunruhigend. Wie kann eine demokratische Gesellschaft funktionieren, wenn die Stimmbürger nur noch solche nichtpolitischen (und nichtwirtschaftlichen und nichtkulturellen) Themen mitverfolgen ? Vielleicht sind “wichtige” News ja ein bisschen wie gesundes Essen: Es schmeckt nicht unbedingt, aber man sollte es trotzdem konsumieren, weil sonst was fehlt. Und oft braucht man jemanden, der einen dazu motiviert oder gar sanft zwingt. Traditionelle Newsmedien sind genau so aufgebaut: Erst gibt’s mal gesundes, aber wenig schmackhaftes Gemüse (Politik), dann was Nährstoffhaltiges (Wirtschaft und Kultur) und zum Schluss folgt als Belohnung das Dessert (Lifestyle, Vermischtes etc.).

Eine schöne Bescherung . Aber auch eine schöne Bestätigung in Argument und Metaphorik : Es ist Herbst . Ernte . Dank . Für Äpfel und Birnen .

picto aepfel birne

Links :

Related :

  • Debatte : “Von der Edelfeder zum Contentlieferanten? - Printmedien im Wandel” ( newsroom ) ( onlinejournalismus )
  • Google Groups übersieht Neuigkeiten ( Heise )
  • EinNordung der deutschen Blogsphäre ( Robert Basic )

Einen Erntedank gibt’s mit Klang und Tanz gibt’s auch beim soundsicheren netlabel Thinner / Autoplate . Aus den jüngsten Releases werden wir dieser Tage einige reife Früchte pflücken . Und servieren , wenn’s genehm ist . Wenn krill.minima ( aka Martin Juhls ) just in Dortmund einen czz hörempfehlungUrlaub Auf Balkonien anbietet , könnte uns das als Phäaken schon ganz schön skeptisch stimmen . Das tagging dieser Release 098 mit dem Genre “Minimal Dub” klingt da ein klein wenig lockender . Und - ach ! Man möchte ein Rilke sein , um diese letzten und lässig wärmenden Strahlen des Indian Summer poetisch zu beschwören  … Blick auf Apfel- oder Birnbaum , die Blätter zittern leicht in der Brise , “befiehl den letzten Früchten, voll zu sein” . Psychohygiene pur , lieblichste basale Stimulierung und ein wenig Schaum auf dem Most . Click Tracks to Listen : 01. Sommerdellen (3:39) | 02. Knuspermarsch (5:57) | 03. Heizkörper Lauschen (4:26) . Es gibt zwar noch fünf weitere Köstlichkeiten , doch wir wollen - aus oben ersichtlichen Gründen - nun andächtig in|ad|ae|qu|at bei Track Numero 04. innehalten . Der Titel : Apfelbaumgrund (6:55) |||

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BITCHES BREW : Unser Törichtes Gehör



Es gibt ein Gedicht des schwedischen Schriftstellers Lars Gustafsson , das heisst DIE STILLE DER WELT VOR BACH ( Stillness of the World Before Bach / Världens tystnad före Bach ) .

czz- pikto blind fuer TOD Auf Joe Zawinul und Miles Davis gemünzt , möchte man von “unserem törichten Gehör vor BITCHES BREW” sprechen . Und bis zum grossen Featuring von Person und Werk mit der WDR Big Band auf der Doppel- CD BROWN STREET ( 2006 ) ist diese Jazz- Lokomotive mit Volldampf gefahren . Energy and Spirit .

Heute in Zawinuls Wiener BIRDLAND : Richard Österreicher Bigband , In Memoriam Joe Zawinul ( 21:00 )

czz- pikto blind fuer TODZawinul , sights and sounds : Joe Zawinul,Trilok Gurtu Orient Express Part 1 & Part 2 ( LISTEN AND WATCH HIM PLAY : HOT ! ) , Zawinul Syndicate - Jarasum festival 2006 ( some NICE CLOSE UPS @ half time , perfect sound : HOT ) , Zawinul Syndicate - 70th Birthday Tour Paris ‘02 ( der Schwerenöter ) , Zawinul, McFerrin, Marthe, Biwandu in Marciac 2004 ( minor sound quality ) und Zawinul Syndicate, Guetersloh, Germany 2007 03 23 outro ( private rec : minor sound , “tief” wienerische Absage ) .

Bemerkenswert : Zawinul home , WDR Big Band , Birdland . Und : In der English Edition von Wkipedia ( Stand 12 . 9. , 8:24 ) ist eine Klausel zu lesen , welche in der deutschen Fassung KEINE Entsprechung hat :

This article is about a recently deceased person. Some information, such as the circumstances of the person’s death and surrounding events, may change rapidly as more facts become known.

Der Rest ist Obituary- Business As Usual auf einer nach unten offenen publizistischen Skala .

MSM :

Blogs :

czz- pikto blind fuer TODund als Stream :

Ein klassisches Tribute To Joe Zawinul von Franz “Jazzin” Otto @ PLAY.FM . - - - Eine Stunde , zehn Minuten , vierundzwanzig Sekunden lang . - - - Stottert der Download oder wird hier tatsächlich mitunter gescratcht ??? ( Wir fürchten : Ja . )

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Als das Beste an der FAZ …



… erweisen sich regelmässig deren Leser . Wie Tobias Rüthers Auslassungen ueber die Musikindustrie ( unter dem telltale- Titel Wenn Musik verwässert ) konkret lauten , sind für denkende und hörende Zeitgenossen lässlich . Der ZEIT indes immerhin sarkastisch erwähnenswert .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfMP3- Anarchie statt honoriger Label , Netzwerk- Selbstbedienung statt Charts und Kanon , Downloadziffern und Longtail- Spektrum statt Pedigree und Preis der deutschen Schallplattenkritik . Was dabei herauskommt , ist einer diesen typischen Schnellschuss- Diagnosen zwischen Untergang des Abendlandes und Verlust der Mitte .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfDie wesentlicheren Informationen sind - das musss man der FAZ lassen - einmal wieder in der Kommentar- Zone am Fussende des Artikels zu suchen . Als interessante Beitraege zur Debatte gibt in|ad|ae|qu|at diese Anmerkungen hier unveraendert wieder . Bei Wahrung aller Rechte der solcherart zum angewandten Buergerjournaismus provozierten Protagonisten .

Lesermeinungen zum Beitrag
Angst vor der Technik
Manuel Hafner (Kaliastro)
27.08.2007, 10:10
1000 mal blamiert, 1000 mal nix kapiert…

Bernd Almstedt (Almstedt)
27.08.2007, 09:16
Die CD und damit auch die an ihr immer noch festklebenden Major Musiklabel haben für mich schon lange keine Begründung mehr. Miese Tonqualität der beginnenden 70er Jahre, lieblose Cover und kaum lesbare (wohl weil “kopiersicher”) Texte vergraulen auch den letzten Musikliebhaber und Gourmet. Anstatt aber sich an den Fortschritt anzupassen - nicht nur dem technischen Fortschritt (SACD/DVD-Audio), sondern auch den modernen Vermarktungschancen und exponentiellen Möglichkeiten - fällt der satten, selbstverliebten und völlig unkreativen Musikindustrie nicht ein. Statt dessen wird das zum Programm erhoben, was uns Deutsche auszeichnet: jammern, neidisch sein und alles und jeden ausbremsen - vor allem die letzten verbliebenen Musikliebhaber und Käufer… Warum sägen nur alle mit Begeisterung an den Ästen, auf denen sie sitzen???

Die Angst des Fachmanns
Wolfram Jäger (wojaeger)
27.08.2007, 07:50
In diesem Artikel steckt einmal mehr das Befremden des Journalisten über das Web, wo es keine Fachleute u.ä. Autoritäten mehr gibt: Jeder kann einen Wikipedia-Artikel schreiben, jeder einen Musiktitel empfehlen.
Es ist aber nicht das Web, das Labels und Majors ruiniert, es ist das veränderte Konsumverhalten.
“Irgendwann fand die Plattenindustrie heraus, dass sich die meisten Leute gar nicht für Musik interessieren. Und sie kamen zu folgendem Schluss: Wenn Sie diesen Leuten ihre CDs andrehen konnten, würden sie wesentlich mehr Einheiten verkaufen.” (T-Bone Burnett, zitiert nach Sky Nonhoff)
Tscha, und diese Phase ist nun vorbei; wer sich eigentlich nicht für Musik interessiert, der kauft keine mehr, der lädt sich seinen iPod voll mit Kram, “der ganz okay” ist. Herkunft und Klangqualität spielen keine Rolle, weil sie noch nie eine gespielt haben.

Internet, das allesfressende Ungetüm - na ja…
Marc Rieger (rieger74)
27.08.2007, 04:40
Früher:
“Mein Kumpel hat gesagt, das ist toll, deswegen habe ich die CD gekauft.”
Heute:
“Ich habe auf meinem Lieblingsblog gelesen, das ist toll, deswegen habe ich die Songs runtergeladen.”

Früher:
“In der Bravo haben sie geschrieben, die Band ist super, also habe ich die CD gekauft.”
Heute:
“Bei Amazon haben sie geschrieben, die Band ist super, also habe ich die Songs runtergeladen.”

Früher:
“Ich habe da den Clip für diesen Song von X auf MTV gesehen. Super, muss ich kaufen.”
Heute:
“Ich habe bei iTunes diesen Song angehoert. Super, muss ich kaufen.”

Schlussfolgerung:
Das Internet ist nicht das Ende der Welt und auch nicht des guten Geschmacks. Vieles ist noch nicht einmal viel anders als früher. (Das gilt für viele Bereiche, nicht nur für Musik.) - Man darf eben nur nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, so wie es der Artikel leider macht…

Was stimmt: Das Album an sich ist vielleicht ein Auslaufmodell, und Musikfirmen müssen gehörig umdenken. Aber das macht Musik weder besser noch schlechter.

Innovation funktioniert auch ohne Organisation
André Mengel (andre-m)
27.08.2007, 01:39
Ich sehe keinen Grund dafür, daß eine Gegenbewegung zum herrschenden Mainstream nicht auch auf einem polypolistischen Markt, wie dem Musikverkauf via Internet, einsetzen würde.

Diese Innovation würde vermutlich nicht von Last.fm oder ähnlichen Portalen ausgehen, genausowenig wie Innovation jemals von Sony oder Time-Warner ausging. Das ist auch nicht deren Sinn oder Aufgabe.

Innovative Label, wie Asylum Records, die Künstler wie Prince und Madonna bekannt gemacht haben oder Motown wurden später von Majors gekauft und so dem Mainstream eingegliedert.

Neuheiten enstehen in Nischen, in denen sie Zeit haben zu gedeihen. Diese Nischen waren Independent-Label zu Zeiten der physischen Tonträger und in Zeiten der ausschließlich datenformatgebundenen Verbreitung von Musik werden sich auch Nischen finden, die weder organisiert noch profitorientiert sein müssen, es aber sein könnten.

Aus Sicht der interessierten Musikhörer wird es immer Quellen für “richtige” Musik geben. Sender wie Last.fm übernehmen lediglich die Aufgabe die bisher Media-Control mit der Veröffentlichung der Charts hatte. Jedoch könnten diese Sender systembedingt effektiver sein.

wie denn sonst?
Moritz Büsing (MeddlMoe)
27.08.2007, 01:16
ich stimme Frau colsmann zu. ohne das internet gäbe es kaum eine quelle um abwechslungsreiche musik zu höhren.

im gegensatz zum normalen radio bieten die internetradios ein viel größeres spektrum. und wenn man dann eine gute band höhrt, googled man sich alle möglichen informationen zu dieser band, zusammen mit empfehlungen für andere bands.

man müsste schon viel zeit und geld mitbringen, um über bars und platten-probieren eine ähnliche vielfalt zu verfahren.

Musik im Netz verwässert???
Johanna Colsman (nebomoreoblaka)
26.08.2007, 20:05
Ohne Musik im Netz gibt es hauptsächlich zwei Möglichkeiten, Neues zu entdecken: Entweder man hat das Glück, ein interessantes Radio zu empfangen, was vielleicht einmal ein Stück abseits der Charts zu spielen wagt, oder man geht auf gut Glück in einen Plattenladen und hört sich nach Cover o.ä. durch. Oder kauft mal so ins Blaue für 20 Euro eine CD seines Lieblingsplattenlabels?? Alles andere ist - Mund-zu-Mund-Propaganda, wie im Artikel angesprochen. Und die ist meiner Meinung nach im Vergleich zu den obigen Möglichkeiten alles andere als “eingepasst in den Strom der Masse”.

Wer würde zögern, ein unbekanntes Lied einmal auf Knopfdruck anzuhören - aber dafür eine ganze CD zu kaufen? Ich habe den Eindruck, die Sache verhält sich eher genau andersherum als in diesem Artikel.

Ohne das Internet hätte ich nie japanische, mongolische, russische Musik und sogar auch Musik aus dem deutschen ~Untergrund kennengelernt. Wer kein Netzwerk von Bekanntschaften in der ganzen Welt unterhält, kann sich auf herkömmlichem Wege mit Retortenpop aus der westlichen Welt zufriedengeben?

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopf

Da sage noch mal Einer , dahinter stecke nicht ein kluger Kopf . Nota bene : Auf Leserseite !

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DIAL 911 : Lanu | Umblaetterer dringend uebernehmen



Hey , Lanu , sag’ was ! - Und Paco & Best of rest @ Umlaetterer : Auf, auf und im Dauerlauf zum Foetong ::: Dringend zum Schaybenwische(l)n nach Bayern , wo nach dem blogisch- notischen Mr. B. jetzt.de Dirk VON Gehlen dem unbedaften MSM- Firmlingen per Neuer Netzwelt- Kolumne die Leviten die Regeln des Web von der Kanzel predigt .

Springfield MO club highlife schild rules1 dresscode

Den Wein aus sparsam genannten Schlaeuchen schluerfend ( oder besser bayerisch : den Rahm von fremden Milch- Eimern schleckend ) , ist das Leckermaeulchen immerhin schon bei Folge zwei , vulgo bis Regel Numero acht gelangt : Nichts wie RAN’ AN&#