Tag Archive for 'netlabel'

Die technische Rundschau : Wenn Übel sich in Übeln überbrütet



||| CRASH TEST DUMMY | BÖSES IN “ÖSTERREICH” | POOL UND PRPÜFUNG | ALLES ÜBLE IM KÜBEL ? | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

CRASH TEST DUMMY

icon machine start automaticallyZwecks kühner Überprüfung der wiederhergestellten Lauterkeit der Umlaut- Wiedergabe im in|ad|ae|qu|aten RSS- Feed senden wir hiermit den umlautprallen Vers aus “Faust II” als ‘crash test dummy’ aus .

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BÖSES IN “ÖSTERREICH”

Am Montag hatte sich im html- Code des Wörtchens “Österreich” eine böse Körnung eröffnet , welche die Freude an den folgenden Formulierungen im Spiegel verschiedener RSS- Feeds erheblich trübte , indem sie Alles , was da nämlich ergötzlich dünken wollte , ins hässlich Hieroglyphische verschob .

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POOL UND PRPÜFUNG

icon machine start automaticallyUnd zusätzlich den Zufluss der zwischenzeitlichen Zeilen in den Pool der neuen und erfreulichen Blog- Sammel-, Wäg- und Mess- Stelle blogoscoop unterband . Vom dortigen Administrator mit dem Hinweis auf den FEED Validator versehen , sassen die freundlich Getreuen hab und kap derweil an ähnlichen Analyse- Tools wie dem W3C Feed Validation Service und stiessen in akkurater Parallelaktion auf folgenden ‘bad bug’ :

zur-sozialen-lage-der-kunstler-und-kunstlerinnen-in-%ef%bf%bd/

gerade dieser tag (und die codierung “Oa>”, bzw. “>”, generiert
“%ef%bf%bd/”) wurde als besonders “bad” markiert. ich weiss nun aber nicht, ob er sozusagen den ganzen feed beeinträchigt …

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ALLES ÜBLE IM KÜBEL ?

icon machine start automaticallyTu Felix Austriae ! - Das kömmt davon , derart umlautreiche Umstände mit losen Worten aufzusuchen : Nun aber sollte dank der ‘triple action’ guter Geister das bisher Üble zu voller Schönheit wieder erblüh’n -

Zum Dank gibt’s heute als ’special dedication’ einen besonders hübschen KLANGAPPARAT .

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Reich ist das heutige Klang- Material nicht nur in der Dichte der Verwebung czz-hoerempfehlungrhythmischer , harmonischer und melodischer Muster , sondern auch hinsichtlich der Erstreckung : Der Berliner Vertical67 ( MySpace ) bespielt mit seinem Debüt “Reflect” kurzweilige achtzig Minuten mit klugen Findungen zwischen nervösen Breakbeats , driftend Psychedelischem , ambientem Durchatmen und wilden Tutti sämtlicher Maschinen : Und keine Sekunde des auf dem Netlabel acroplane erschienen Erstlings suggeriert , hier schöpfte Einer nicht aus dem Vollen . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

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Discovering Electronic Music 1968 | 1983



||| LEHRFILM 1983* | MÖGLICHER MODE D’EMPLOI | KLANGAPPARAT

LEHRFILM 1983*

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 Title

Hart an der Zeitenwende , da Tontechniker ( “Herr Ingenieur” ) zwischen ihren Spulen , Kabeln , Drähten und Oszillatoren noch weisse Arbeitsmäntel trugen , muss jener Informationsfilm entstanden sein, welcher 1983 eine Einführung in die Welt der Synthesizer und digitalen Klangerzeugung gab .

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 02Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 08

Analoger Ton und elektonisches Signal , Filter , Sampler und Sequenzer : Um den fast noch als Fremdwort prononcierten “Computer” mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Autorität zu erklären , bedurfte es offenbar der aus den Sechziger Jahren vertrauten Experten- und Intellektuellenbrille .

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 03Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 04

Wo wir zunächst nostalgisch auf die bauchigen Interfaces blicken , sollten wir uns dennoch nicht prima vista überlegen fühlen : Die Einführung ist klug und konzise und könnte auch jedem “Literatur als Radiokunst“- Performer als Schnellkurs zur bevorstehenden Studioarbeit dienen .

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 10Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 07

Mit dem Komponisten Gerald Strang ist ein kalifornischer Schönberg- Schüler und Musikpionier zu hören , wie er über neue Notationsformen für elektronisch aufzuführende Musik reflektiert .

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 06Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 05

Bemerkens- und durchaus hörenswert auch die Betonung des intuitiven und experimentellen Charakters elektronischen Komponierens : Immediate Klangresultate fördern und fordern die Trial- and Error- Flexibilität des Individuums .

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 11Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 09

Entstanden ist Bernard Wilets‘ knapp 22- minütige Dokumentation in Zusammenarbeit mit den Bell Laboratories , der UCLA ( wo ja sowohl Arnold Schönberg als auch sein Schüler Gerald Strang unterrichteten ) und den legendären Fairlight CMI- Herstellern . Dank ans Kraftfuttermischwerk für den Hinweis -

Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 01Discover Electronic Music Bernard Wilets 1983 12

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DISCOVERING ELECTRONIC MUSIC 1968 | 1983

 

 

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*Edit , 28. 8. - Mitunter braucht’s ein wenig zeitlichen Nachhall , um einen schlummernden Verdacht zu identifizieren und zu formulieren . Die Bilder und Technologien - zumindest die Aufnahmen mit Gerald Strang - sind deutlich älter als das angegebene Jahr 1983 es suggeriert . Bestärkt durch den Fach- und Sachkommentar , sind wir noch einmal durch den Film und die Bücher gegangen und würden als Entstehungszeit dieser Aufnahmen und Features etwa das Jahr 1968 annehmen . Wilet’s “Discovering Music“- Reihe entstand durchwegs in den Jahren 1967 bis 1971 ( Music of Africa , Music of Japan , Dynamics in Music , Middle East , American Indian Music , American Folk Music …. ) entstanden . Für “Discovering Electronic Music” wird im Nachruf auf Wilets ( 2007 ) als Copyright- Jahr “1968” angeführt . -

Kleines Problem dabei : Die Fairlight- Synthesizer hat es zu dieser Zeit noch nicht gegeben .

Mögliche Lösung : Der Film könnte anlässlich des Ablebens von Gerald Strang im Jahr 1983 revidiert worden und mit aktuellem Material angereichert worden sein . Damit würden auch die Fairlight- Sequenzen passen .

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MÖGLICHER MODE D’EMPLOI

In|ad|ae|qu|ater Vorschlag zum “mode d’emploi” : Video erst “roh” betrachten , Tasse Tee trinken und dann auf REPLAY gehen - Diesmal allerdings hinterlegt mit dem Stream der eloquenten Electronika der im folgenden KLANGAPPARAT freundlich vorgestellten Zengineers . Sounds und Bilder legen sich reizvoll übereinander und obwohl sich die Leistungen der frühen Grossrechner längst per Laptop erledigen lassen , bleiben die Prinzipien von Tongeneration und -Modulation dieselben . Switches , pitches , Schwingungen , Sequenzen : Was 1983 noch schrankgrosser Apparaturen bedurfte , erledigen heute die Algorithmen der Plug- Ins .

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KLANGAPPARAT

Weil’s so schön war und ungewöhnlich gescheit , kehren wir heute noch einmal zum Netlabel iD.EOLOGY zurück : Wurde mit Michael Hoffmann czz-hoerempfehlunggestern ein intelligent gesponnenes Verständnis des Genres “Ambient” vorgestellt , geschieht dies heute für die Kategorie Drum’n'Bass : Auch hier eine eher feingeistige Variante des Kölner Duos Zengineers ( MySpace ) , dessen Name nicht zufällig auf Fernöstliches weist . Avancierte Elektronik zwischen Dancefloor und Reflexion : Harte Ecken und krude Kanten stehen mit Vorbedacht nicht auf dem Programm der sanft und elegant bewegten Kölner - gleichwohl wird man der knapp 70- minütigen Release “Hikari” kaum in die konturlose “Lounge” werfen dürfen . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM .

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Vienna Windows II : JALOUSIE



 

||| Ein Gleiches in leicht gleitender Perspektive .

Vienna_Windows_AKH_Dialyse_copyright_Chrsitiane_Zintzen

Einer der tristesten , schlimmsten Orte Wiens .

Vienna_Windows_AKH_Dialyse_copyright_Chrsitiane_Zintzen

Kein Grund zum Eifer , der das Neiden sucht -

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Hinter dieser Jalousie : Die Dialyse- Station des Allgemeinen Krankenhauses Wien .

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Halt ein , hold on , stopp den Lauf : Sechzig Minuten feingesponnener Ambient geht nicht nebenher . Tut spröde und ein wenig Eno- mässig dröge czz-hoerempfehlungam Beginn . Halt ein , hold on , stopp den Lauf : Gut Ding braucht Weile und offenbart erst nach und nach taktisches Herztönen und intelligentes Irisieren . Halt ein , hold on , stopp den Lauf , hör hin : Wir werden hier mitnichten der Versuchung sprachlicher Nachdichtung erliegen , sondern weisen so lediglich wie nachdrücklih auf das exquisite Solo- Début des “Drummers , Composers & Sound- Desginers” Michael Hoffmann hin . “Luminous” , gemastered von Daniel “Sudio” Chamrad : Meisterliches Gesamtkunstwerk im Portofolio des Köln / Berliner Netlabels iD.EOLOGY . Mit speziellem Dank an Mogwai @ kreislauf für den Hinweis . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM .

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NEUES VON FREUNDEN



||| LAST CALL FOR “SOMMERFRISCHEN” | AUSGEZEICHNETES VON UND FÜR MONIKA RINCK | TRANSPIRATION STATT INSPIRATION : WETTBEWERB , REELL | TIERBABYBINGO & BEGRIFFSSTUDIO | BERNHARD KATHAN : DAS INDISKRETE ORGAN | HANNO MILLESI SUCHT ALTENBERG | UND ES DREHT SICH DOCH NOCH : LINKES WORT @ VOLKSSTIMMEFEST | KLANGAPPARAT

Sax DIOSCUR

LAST CALL FOR “SOMMERFRISCHEN”

“Befiel dem letzten Früchten , voll zu sein” , oder so ähnlich müsste man wohl das in den Untergeschossen der obenhin spätsommerlichen Ruhe fiebrige Feilen , Fummeln , Basteln und Eilen der Kulturarbeiter bezeichnen : Im Gewirr von Dead- Linien für die Herbstausgaben von Zeitschriften , für Buch- Erscheinungstermine , für Programme und Präsentationen mag sich Mancher verstricken . Aber hélas : Den einen oder andern mild lächelnden Tag des Altweibersommers sollte wir für uns uns die Unsrigen noch herausschlagen , bevor die spätestens Mitte September anhebenden regulären Stunden- und Tagespläne der urbanen Literaturveranstaltungsprogramme wieder anheben .

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AUSGEZEICHNETES VON UND FÜR MONIKA RINCK

czz-neuesvonfreundenZum Genuss der Gunst der Stünde würde zunächst einmal zählen , sich mit und für MONIKA RINCK zu freuen - in|ad|ae|qu|at via SALON und “Literatur als Radiokunst” wohlvetraut - : Der Berliner Autorin wurde für ihren Lyrikband “zum fernbleiben der umarmung” ( Kookbooks 2007 ) eben der mit 13.000 Euro dotierte Ernst- Meister- Lyrikpreis der Stadt Hagen zuerkannt.

Man lasse sich durch solche Ziffern allerdings nicht blenden : Wie die bisher nur inoffiziell belegten Ergebnisse der noch unveröffentlichten Studie der vom zuständigen Bundesministerium in Auftrag gegebenen Studie “Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich” ( wir berichteten | Dokumentation ) belegen , verdienen 37 Prozent der österreichischen Künstler weniger als 839 Euro im Monat - d. h. , mehr als ein Drittel der Kulturschaffenden in Österreich bezieht ein Einkommen , welches unter der offiziellen Armutsgrenze liegt . Und das trotz des laut FAZ angeblich überreich durch Preise und Stipendien alimentierten Literaturbetriebs ( “Autorenförderung ? Hungert sie aus !” , 30. 4. 2008 ) …

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TRANSPIRATION STATT INSPIRATION : WETTBEWERB , REELL

Das Bild vom frei auf den Wellen von Alimentationen und Inspirationen schwebenden Dichten ist so falsch wie veraltet : Per Lesungen , Übersetzungen und Jurytätigkeiten wird das oft nötige Zubrot verdient . Wo dies nicht funktioniert , werden Autorinnen und Autoren ( auch diese Fälle sind uns wohlbekannt ) zu irgendwelchen Hartz IV- Arbeiten vergattert .

Als erfahrene Lesebühnen- Autorin wurde jedenfalls mit Monika Rinck eine respektable Jurorin für den 16. open mike- Wettbewerb der Literaturwerkstatt Berlin erkoren : Im Trio mit Thomas Glavinic und Feridun Zaimoglu wird sie am 15. / 16. November die Sieger aus den live lesenden Bewerbern küren : Auch hier verdient die Relation “Bewerbung - Auswahl - Kür” Beachtung : Aus den über 650 anonymisierten Einsendungen wählen sechs Lektoren bis zu 22 zur Lesung aus - 3 ( in Worten : drei ) Preise werden schliesslich vergeben .

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TIERBABYBINGO & BEGRIFFSSTUDIO

czz-neuesvonfreundenDa wir aus raum- zeitlichen Gründen die Berliner “Rotten Kinck Shows” von ANN COTTEN , SABINE SCHO und Monika Rinck leider nicht leiblich wahrnehmen können ( # 2 u. d. Titel “DIE EVOLUTION FRISST IHRE KINDER - wie bereitet sie sie zu ?” am 20. 8. im Lokal ) , sei auf die schriftliche Wiedergabe von # 1 ( “Tierbabybingo” ) in der Nummer 41 der Literaturzeitschrift “kolik” verwiesen : Exklusiv und sinnlich lediglich im Print - “viele kleine tiere frieren sich die augen rund” .

Wir kompensieren diese verpassten “bunten abende in der whisky-destille” ( # 2589 ) mit einem Extrakt der jüngsten Lieferung aus dem BEGRIFFSSTUDIO:

2555 trotzyoga
2556 das pony in der truhe
2557 simple thing for the devil
2558 nießbrauch
2559 der willenlos auf mich zu polternde resonanzraum
2563 große tiere mit kleinen stimmen
2564 stimmimitat
2565 raschwüchsig und frosthart
2566 der schlafkranke schwachkopf
2567 ein laubblattrauschender schrecken
2568 per pergulam ambulare
2569 das laub der geselligen linde
2573 strandwermut
2574 stân in einem înkaffenne - verharren in einem anstarren
2575 in eremo, der waldeinsamkeit
2576 le goût du néant
2577 lamettawuchs und kopfschneitelung
2578 ein gewaltiger zicklus
2579 das belutschistan-ohnehorn
2583 wächter der weltflucht
2584 weizenfeldgelb
2585 fälschungssichere falter
2586 antikatz-kalender
2587 schlacke im hauptraum
2588 zwischenschaftlich

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BERNHARD KATHAN : DAS INDISKRETE ORGAN

czz-neuesvonfreundenAnzukündigen und zu dringend ver- störenden Lektüre empfohlen sei das eben im Studien- Verlag erschienene Resultat der langjährigen Beschäftigung unseres SALON- Autors BERNHARD KATHAN mit dem Thema “Organtransplantation” : “Das indiskrete Organ . Organverpflanzungen in der Literatur” ist eine konsequente Fortschrift von Kathans bisherigen kulturhistorischen Untersuchungen zur Medizingeschichte , Körpertechnik , Ein- und Ausverleibung , Lebenswissenschaften und Mortifikationen . Der Denk- und Assoziationsraum wird dabei - wie stets - weit gesteckt und subjektiv inspirierend illuminiert .

Auch im HIDDEN MUSEUM , dem “zweifelhaftesten Museumsprojekt der Gegenwart” , gibt es Neuigkeiten zu betrachten : Zu den - in einigen Beispielen aus Hunderten auf in|ad|ae|qu|at publizierten - Kuhportraits ist nun eine diskursive Überlegung zum Thema “Kuhfotografie” zu lesen . Handfesten Kulinarikern sei dahingegen ein “mobiles Essmuseum” in Form eines konzentrierten Küchenschranks empfohlen . Klassischer titel : “Die Kredenz” .

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HANNO MILLESI SUCHT ALTENBERG

czz-neuesvonfreundenVon den einigermassen vergeblichen Unternehmungen , den Fin de siècle- Bohème- Poeten Peter Altenberg in der Wiener Echtwelt aufzusuchen , berichtet HANNO MILLESI in der Wochenendausgabe des “Standard” . Zur Verkürzung der Wartezeit bis zum Erscheinen des Prosabandes “Der Nachzügler” ( 29. 9. , Literaturverlag Luftschacht - wir werden berichten ) , sei diese “Grenzerfahrung” an den grauen Mauern der Wiener Wirklichkeit in einem kurzen Auszug zitiert :

Im Abbildungsteil eines Katalogs, der sich mit den Wohnverhältnissen berühmter Künstler meiner Stadt beschäftigt, stoße ich auf Fotografien jenes Hotelzimmers, in dem Peter Altenberg einen Großteil seiner bekannten Werke verfasst hat. Die Wände des Zimmers sind mit gerahmten Bildern übersät. Fotos, Grafiken, Zeitungsausschnitte. Ich sehe beispielsweise eine Reihe von Porträts junger Frauen. ( … ) Sein Zimmer trägt die Nummer 51 und befindet sich im Grabenhotel in der Dorotheergasse 3 im 1. Bezirk. Ich beschließe Peter Altenberg dort zu besuchen. Schließlich verfüge ich über alle notwendigen Informationen.

In der Dorotheergasse angekommen, bin ich erst einmal überrascht. Im Erdgeschoß des Grabenhotels, in dem Peter Altenberg residiert, befindet sich eine Trattoria namens Santo Stefano. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das anders vorgestellt. ( … ) Nachdem ich mich vorgestellt habe, teile ich der Rezeptionistin mit, dass ich Peter Altenberg besuchen möchte. Mit einem verständnisvollen Lächeln bittet sie mich zu warten und tippt etwas in den Computer. Während ihre Pupillen den Bildschirm abtasten, verfinstert sich ihre Miene. Schließlich teilt sie mir mit, dass sich niemand dieses Namens unter ihren Gästen befindet. Mir ist klar, dass sie die Liste derjenigen durchgesehen hat, die vorgelassen werden dürfen. Ich weise sie darauf hin, dass es sich bei mir um einen Kollegen handelt, und sie nimmt an, dass ich ebenfalls in der Hotelbranche tätig bin. Ich antworte mit einem Seufzer und wiederhole, dass die ganze Stadt - was rede ich - die ganze Welt wisse, dass Peter Altenberg in diesem Hotel wohne. ( … ) Ich verheimliche nicht länger, dass ich sogar weiß, welches Zimmer Peter Altenberg bewohnt: Nr. 51 im 5. Stock.

Die dreiste junge Frau will mir weismachen, dass das Grabenhotel gar nicht über so viele Zimmer verfüge und der von mir gesuchte Herr - sie sagt tatsächlich der gesuchte Herr - daher unmöglich ein Zimmer 51 bewohnen könne. Offenbar folgt sie strikten Anweisungen. Ich bedanke mich höflich, als hätte ich meinen Irrtum eingesehen, und wende mich dem Stiegenaufgang zu, der zu den Zimmern führt. Mein Name mag auf keiner Liste aufscheinen, Peter Altenberg wird mich nichtsdestotrotz empfangen. Schließlich kenne ich intime Details seiner Lebenssituation und seiner Körperpflege.

Die Frau hat inzwischen ihr Rezeptionspult verlassen und stellt sich mir in den Weg. Einen Moment lang sieht es so aus, als müsste ich sie mit Gewalt beiseite räumen. Ehe mir das gelingt, kommt ein stattlich gekleideter Herr die Treppe herunter. ( … ) Zu meiner Überraschung wendet sich die Rezeptionistin mit meinem Anliegen an den unvermutet aufgetauchten Mann, als handle es sich bei ihm um einen von irgendwo oben herabgestiegenen Richter. Ich bin damit einverstanden, ihn als Unparteiischen zu akzeptieren, und erkläre, dass ich nichts weiter wolle, als Peter Altenberg auf Zimmer 51 zu besuchen. Der kompetent wirkende Mann sieht mich eindringlich an und bedeutet der ahnungslosen Angestellten, sich wieder an die Rezeption zu begeben. Er scheint begriffen zu haben, worum es mir geht, ich glaube sogar, dass er den Schriftsteller in mir erkennt. Verständnisvoll legt er einen Arm um meine Schulter und - man könnte fast sagen: geleitet mich behutsam zum Ausgang. ( … )

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UND ES DREHT SICH DOCH NOCH : LINKES WORT @ VOLKSSTIMMEFEST

czz-neuesvonfreundenMan wird dem traditionellen Volksstimmefest der KPÖ am letzten Augustwochenende im Wiener Prater und im Kontext des akuten Wahlkampfes eine gewisse Chuzpe nicht absprechen dürfen : Wenn’s nicht ( wie oft schon ) regnet , könnte die musikalische Stimmung zwischen dem unverwüstlichen Guitarrero Harri Stoijka und den Linzer Rappern “texta” recht nett werden . Dazu gibt es unter dem Titel “Linkes Wort” ( seit 1975 ! ) eine Reihe von Lesungen , welche diesjahr anhand der historischen Marker “1918 - 1938 - 1968″ aus dem “Bilanzbuch des 20. Jahrhunderts” erzählen . On stage u. a. : Werkkreis Literatur der Arbeitswelt , Gerhard Ruiss , Helmut Rizy und Rolf Schwendter . Detailprogramm und Hintergründe erschliesst die Seite “LINKES WORT” .

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KLANGAPPARAT

Langer Text , langer Abgesang : Heute mit Sascha Müllers ( MySpace ) Juni- Mix für Loopzilla , trefflich unter dem Titel “1 IST 2 UND 2 IST czz-hoerempfehlungSCHRAEG” rubriziert : Eine Stunde , acht Minuten , zwölf Sekunden lang aparte Mnipatterns á discretion : Besondere Beachtung verdient die so kurz wie herrlich schräg hereindrängende Querflöte bei Laufzeit 41:20 . CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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LIVING SCREEN : File under “FLY” ( Das Tier und wir )



||| OBSESSION , VEXATION & NERVENDUELL | KLANGAPPARAT

OBSESSION , VEXATION & NERVENDUELL

Wenn gewisse Fixierungen zum Obsessive tendieren , so muss sich dies nicht notwendig im Auge des Betrachters generieren .

Fly on Screen 01

Diese Fliege war am gestrigen Tage nicht minder auf meinen Screen fixiert , wie der Bildschirmarbeiter auf deren Vexierung .

Fly on Screen 03 Fly on Screen 04

Was für ein Mikro- Duell der respektiven Nerven : Bei der Wahl der Waffen hat sich in|ad|ae|qu|at - ganz gentlemanlike - mit dem Cursor beschieden bzw. auf den Wechsel des Bild- und Fliegensitzhintergrundes .

Fly on Screen 02

Doch nicht einmal die Google- Grafik vermochte die offenbar olympisch orientierte Musca domestica zu irritieren ….

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KLANGAPPARAT

Die allmähliche Verfertigung einer Sympathie nach anfänglichem Groll über den Störenfried auf dem Bildschirm findet eine reizvolle akustische Parallele im Verlauf des Aufbaus der “dubfiles” des / der Künstler , die unter dem namen “BRAUN figurieren : Vom Dumpfbass ausgehend immer czz-hoerempfehlungfeinere perkussive Linien agglutinierend , enden die Tracks dramaturgisch effektvoll just bei voller Aufblendung des differenzierten Motivs . Rückübersetzt in das Fliegen- Thema : Eben hat man sich für diesen sturen und zusätzlich “natürlichen” Cursor erwärmt , verschwindet dieser vom Zentrum des Bildschirms und somit aus der Aufmerksamkeit , um sich während geschlagener drei Stunden am linken oberen Rand des Rahmens einzunisten . So lange freilich währt die beim Netlabel dreiton erschienene EP leider nicht , wodurch wie in den Genuss geraten , uns den schön tönenden Zwanzigminüter im REPEAT- Modus zu Gemüte zu führen . Vielleicht klärt uns ja die nächste Fliege darüber auf , ob Frank Hellmond , dreiton- Mastermind und in|ad|ae|qu|at bereits präsentiert in der Formation “laplaceausoleil” , seine Finger auch hier im Spiel hat ? - 01. deepfield ( 05:57 ) | 02. finalizer ( 05:08 ) | 03. flexer ( 04:12 ) | 04. save the sea ( 06:05 ) - CLICK TRACKS TO LISTEN .

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