Tag Archive for 'norman-fairbanks'

AUDIO AKTUELL



||| POPLITERATUR IM LOOP | POESIE ALS MUZAK | SONATE IN URLAUTEN | RHAPSODE RANSMAYR | KLANGAPPARAT

icon listening whiteHerbst ist : Die Ernte einbringen . Herbst ist : Die Äpfel lagern . Herbst ist : Die Triebe stutzen . Herbst ist : Das Samen legen . Fürs neue Jahr . Herbst ist : Das grosse Einkochen . Für jetzt , für später . Nicht , dass wir derart hortikulturell und in arkadischer Subsistenz lebten . Aber wir borgen uns in|ad|ae|qu|at die Metaphorik für die Berge des “Zu Erledigenden’ . Da ist Hirnhitze hochlochend , bedarfs anderseits mannigfaltiger Hand- Arbeit . Zeit also , zu hören . Für Zeitgenossen , deren Chronometer vornehmlich in der Laufzeit einer handelsüblichen Musik- CD besteht , bietet Pitchfork eine ellenlange Liste der diesen Herbst zu vergegenwärtigenden Pop- , Rock- und Electronika- Ernte .

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POPLITERATUR IM LOOP

icon listening blackDass und wie der popliterarische Sektor oft erst spät im Medium “Hörbuch” einlangt - warum gibt’s eigentlich keine Rainald Goetz- Texte in diesem Medium ?! - ist an den um Jahre verzögerten Einspielungen etwa von Wolfgang Herrndorfs Erstling “In Plüschgewittern” ( Buch 2002 @ Zweitausendeins , Audiobook @ Roof Music 2008 ) oder Karen Duves straighten Crah- Text- Dummies ( “Keine Ahnung” , Buch 1989 @ surkamp , CD @ Eichborn 2007 ) etc. zu ersehen . “Alte Hadern” , wird man einwenden und nach der Gattung der von Volker Weidermann in der gestrigen FAS so zerzupften Jungliteraten fragen ( “Das deutsche Wollmausmassaker” ) - Offenbar legitimiert , talking about Major Labels , erst der Bucherfolg das Unterfangen einer auditiven Release des betreffenden Textes .

Bei erwartbaren Blockbustern wie Duves neuem eh- schon- wissen-Taxi” oder dem derzeit unvermeidlichen Sven Regener erfolgt die Veröffentlichung allerdings bereits parallel zur Hardcover- Ausgabe . Kommt Pop somit zu sich selbst oder frisst er sich just an dieser Stelle ( Pop will eat itself ) und gebiert dabei schieres Big Marketing ? - Jedenfalls borgt sich unser ( wie stets maximalanschlagszahl- gebremster ) Essay über das Hörbuch im popliterarischen Zeitalter den Titel vom besten Stück in Diedrich Diederichsens jüngster Aufsatzsammlung : Mit “Leben im Loop” aus “Eigenblutdoping” schlägt DDs theoriesteiler Journalismus jede literarische Abarbeitung am Zeitgeist in puncto Schnelligkeit und Schlagwortbildung um Längen . ( more …)

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POESIE ALS MUZAK

icon listening white Wo in der Pop- Musik noch der geringste Textrest als “lyrics” durchgeht und man im Radio jedes Stück Lyrik zwischen gefällige Klänge setzt , steht es um die Autonomie der Poesie nicht zum Besten . Ein unfreiwilliges Exempel für eine nach aussen popig effektheischende , innerlich aber sterile musikalische Auffassung moderner Dichtung gibt der Zyklus “Recitement, den der niederländische Filmkomponist Stephen Emmer mit beträchtlichem Aufwand ausrichtet.

Die Anthologie mit Autoren wie Charles Baudelaire , Gerard Manley Hopkins , Paul Theroux und Yoko Ono – gesprochen von Grössen wie Lou Reed und Richard Burton – ist dabei mindestens so beeindruckend wie das Originalton-Material von Jorge Luis Borges , Allen Ginsberg , Hugo Claus und einige Samples «Kurt Schwitters» . Hinsichtlich der Texte , Interpreten sowie mit dem Engagement des Studio- Superstars Tony Visconti bietet man auf, was gut oder teuer ist . Das adrett elegische Video «Passengers» (nach Paul Theroux , mit Lou Reed ) rundet die umfassende PR via YouTube ab .

Im Wesentlichen belaufen sich Emmers musikalische Adaptierungen der poetischen Texte allerdings auf “Easy Listening”-Arrangements unter reichlichem Einsatz synthetischer Geigen . Die dekorativen Klangbilder planieren den Eigensinn der Dichtung , so dass die Texte seltsam aseptisch anmuten . Zwar steht der Komponist nicht an , sein passables Genre- Repertoire auszuspielen , doch verharren diese Stimmungen durchwegs in polierten Klischees . Wo Baudelaire nach Serge Gainsbourg klingt und Borges wie Latino-Muzak , gibt sich das Sein gegenüber dem Design geschlagen . ( more … )

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SONATE IN URLAUTEN

icon listening blackEchten Schwitters - und zwar best practice - bringt die Werkausgabe des Zweitausendeins- Verlags zu Gehör . Die “Sonate in Urlautenwird hier erstmals in der einzigen erhaltenen Schwitters- Originalaufnahme präsentiert , ergänzt durch die augenfällige Tonspuranalyse einer späteren Fälschung im Begleitbuch .

Aus den Interpretationen ausgesuchter Vokalisten sind drei Gesamtdurchläufe der “Ursonate” zusammengestellt , welche das Auslegungsspektrum der hinsichtlich Tonhöhe , Lautstärke und Länge nicht annotierten Partitur in stupender Virtuosität vorführen : Gerhard Rühms gesangliche , Jaap Blonks dynamische und die theatralische Performance des A- Capella- Trios Exvoco kommunizieren den unzweifelhaften Sinn der Artikulationen jenseits des Lexikons .

Das “Urwerk dieser liebevoll edierten MP3- CD dreht mittels subtil selektierter Tondokumente eine kluge Tour durch Schwitters’ poetisches und oft humoristisches Œuvre . Mit Quellentexten und Kommentaren zu jedem der 71 Tracks komplettiert das Beibuch kompetent die exquisite Edition . ( more … )

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RHAPSODE RANSMAYR

icon listening white Ob nicht der gefeierte Rhapsode Christoph Ransmayr in manchen Stücken als Form des literarischen “Adult Pop” zu lesen wäre , bliebe - genauso wie die Fragen zu “Kitsch & Metaphysik” - zu diskutieren . Die besseren waren jedenfalls die frühesten Stücke , wo der Erzähler einen produktiven Dialog mit historischen Vorlagen aufnimmt : Sei es die (von Julius Payer minuziös überlieferte ) österreichisch- ungarische Nordpolar- Expedition 1872–1874 in “Die Schrecken des Eises und der Finsternis” , seien es Ovids “Metamorphosen” in “Die Letzte Welt.

Aus Zitat und Variation , Rekonstruktion und Imagination fliesst ein unzweifelbares Drittes ( … zu diskutieren … ) , welches besonders hervortritt , wenn Ransmayr selbst liest . Hier raunend , dort rau , stets aber viril und präzise artikulierend , setzt der Autor seine Texte effektvoll in Szene . Im besten Fall – so bei der Neueinspielung der “Letzten Welt – begleitet eine entschiedene Regie (Harald Krewer ) den allzu wirkungssicheren Interpreten und steuert manchem Manierismus entgegen . ( more … )

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KLANGAPPARAT

Einen mittlerweile alten Bekannten haben wir im heutigen KLANGAPPARAT zu Gast ( bisher eins , zwei , drei & vier ) : Und - schau , schau , hört , czz-hoerempfehlunghört - wen bringt der unter Pseudonym ( ? ) und from L.A. ( ? ) agierende Norman Fairbanks heute ins deutschsprachige Poplikum zurück ?! -

Na nett : “I’m the operator with my pocket calculator …” tönt’s aus dem fingierten GPS- System und hat sich KRAFTWERK quasi per Tenori- On in die ( vor ) letzte Generation elektronischer Klangsteuerung gebohrt . Wiedererkennungseffekte in kuscheligen Traumsuppenklangflächen wärmen das Herz doch um eine ganze Umdrehung mehr - “L.A. Machine Part 1” ( 32:18 ) | “Part 2” ( 28:44 ) - CLICK LINKS TO LISTEN .

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NEUES VON FREUNDEN



||| TÜRKISCH - ÖSTERREICHISCHE WECHSELREDE | LARS GUSTAFSSON - LEIBHAFTG | WORTWERFT - SCHALLDICHT | SPOKEN POETRY MAL ZWO | ANGELIKA KAUFMANN : REISE … NACH … | KLANGAPPARAT

Den sommerlichen Temperaturen entsprechend , kleiden sich unsere in|ad|ae|qu|aten Hinweise heute in nur minimalen Wortstoff . Bekanntlich ist es ja der dahinter- und darunterliegende Kunst- Körper , welcher zählt .

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( Angelika Kaufmann : textzerlegung )

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TÜRKISCH - ÖSTERREICHISCHE WECHSELREDE

czz-neuesvonfreundenEinen Vorgeschmack auf Formen und Fassonen experimenteller türkischer Literatur haben wir in|ad|ae|qu|at im sonntäglichen SALON LITTÈRAIRE mit Hayati Yildiz’ staunenswerten Übertragungen der leikalisch wie syntaktisch komplexen Poeme des 1968 geborenen Murat Üstübal gegeben . Selbiges gilt für die SALON- Vorstellung von Sara Heigls Übertragungen der konkreten | seriellen Fügungen Ömer Sismans ( Jahrgang 1980 ) .

Im Rahmen zweier von Erhan Altan und Thomas Eder geleiteten Workshops in Istanbul und Wien unter dem Titel “Experiment mit Tradition“ werden jeweils vier junge experimentelle Dichterinnen und Dichter aus Österreich und aus der Türkei zusammenkommen und über ihr Schreiben diskutieren . Die Begegnung soll einen Einblick in die Bedingungen der je anderen Schreibweisen und deren unterschiedlichen historischen und ästhetischen Voraussetzungen ermöglichen

Zum ersten Mal in der Geschichte der türkischsprachigen Poesie hat sich in den letzten Jahren eine experimentelle Dichtung herausgebildet , die sich in der Türkei erst etablieren muss . Demgegenüber kann und muss die Literatur in Österreich , spätestens seit den Arbeiten der Nachkriegsavantgarde , auf eine “Traditionslinie der Avantgarde“ zurückblicken .

Neben dem Wechselverhältnis zwischen experimentellen Schreibweisen in der jüngsten österreichischen und türkischen Literatur vermag solcherart die Beziehung der Dichterinnen und Dichter zu der eigenen Tradition erkundet werden .

Am Dienstag , 24. 6. , 19:00 Uhr präsentiert Das “Literarische Quartier Alte Schmiede” , Wien , in Fortsetzung des “Festival Europäischer Dichtungen” die Resultate des bilingual türkisch- österreichischen Dichter- und Übersetzerworkshop unter dem Titel : NEUE SPRACHARTISTIK - EXPERIMENT UND TRADITION .

Es lesen ( türkisch | deutsch ) :

Ann Cotten ( Berlin ) | Idil Kizoglu ( Istanbul ) | Petra Nachbaur ( Innsbruck ) | Mehmet Öztek ( Adana ) | Ömer Sisman ( Istanbul ) | Lisa Spalt ( Wien ) | Murat Üstübal ( Konya ) | Anja Utler ( Wien ) unter Mitwirkung der Übersetzerinnen und Übersetzer Erhan Altan , Sara Heigl , Burak Özyalçin und Hayati Yildiz .

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P. S .

Die türkische Version des Sprachen ( en ) - Experiments liegt bereits in bilingualer Buch- Fassung vor :

Altan Eder Experiment mit Tratition 2008GELENEKLE DENEY | EXPERIMENT MIT TRADITION - Haz | Hrsg.: Erhan Altan – Thomas Eder

Avusturya ve Türk þiirinden dörder genç þair 2008 yýlýnýn Mart ve Haziran aylarýnda Ýstanbul ve Viyana’da biraraya gelerek eserleri üzerinde tartýþtýlar. Þairlerin gelenekle deney konusu üzerine hazýrladýklarý metinler ve çevrilmiþ þiirleri bu buluþmaya temel oluþturdu. Almanca ve Türkçe olmak üzere iki dilde yayýmlanan bu kitap, genç Avusturya ve Türk deneysel þiirlerinin günümüzdeki durumu, spesifik iliþkileri ve özel perspektiflerine ýþýk tutmayý amaçlýyor.

Kitapta yer alan þairler: Ann Cotten, Ýdil Kýzýloðlu, Petra Nachbaur, Mehmet Öztek, Lisa Spalt, Ömer Þiþman, Anja Utler, Murat Üstübal. - Çeviriler: Erhan Altan, Sara Heigl, Burak Özyalçýn, Hayati Yýldýz.

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LARS GUSTAFSSON - LEIBHAFTG

Zwei Tage später ist am nämlichen Ort und zur nämlichen Zeit der grosse schwedische Dichter und zeitweilig etwas postmodernistische Romancier Lars Gustafsson in Persona zugegen , mit seiner Erzählug in Versen “Die Sonntage des amerikanischen Mädchens” ( Deutsch von Verena Reichel ) : Darf man etwas pathetisch von einer kleinen Sensation sprechen ?

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WORTWERFT - SCHALLDICHT

czz-neuesvonfreundenVon unserem SALON- Gast Maria Seisenbacher erhalten wir die Einladug zu einem ( selbstverständlich appetitanregenden ) Zeit- Schriften - Service : Als Mitbegründerin und Redakteurin der Literaturzeitschrift KEINE DELIKATESSEN beehrt sie sich , die nun schon elfte Ausgabe des Periodikums - sinnig dem Titelthema “HUNGER” gewidmet” - zu präsentieren . Die Präsentation geht Freitag , 27. Juni ab 20 Uhr im Subterrarium ( 1170 Wien , Jörgerstr. 23 | Kellereingang !!! ) über die Bühne .

Als “Special Guests” tritt die Truppe SCHALLDICHT ( MySpace ) auf den Plan : Wie die WORTWERT interdisziplinär in Sachen Literatur , streben die fünf Musiker ihrerseits nach fachübergreifender Text- Ton - Manipulation . Mitgebracht haben sie ihre neue CD , welche als klangliche Atmosphärenbeilage dem KEINE DELIKATESSEN- Heft beigelegt wird .

WORTWERT sozusagen “pur” gibt es dann am Samstag , 28. Juni im fernen ( ? ) Wiener Neustadt und zwar 18:00 Uhr im Innenhof Bücher Hikade in Wr. Neustadt . 2700 Wiener Neustadt , Herzog-Leopold-Strasse 23 ( 02622 - 21 505 )

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SPOKEN POETRY MAL ZWO

czz-neuesvonfreundenDer vor kurzem im SALON mit den Schwierigkeiten des Erwachens kämpfende Spoken- Poetry -Poeten Markus Köhle beehrt die Wienerstadt dieser Tage gleich mit zwei dicht aufeinander fogenden Performances : Heute geht unter Moderation des bewährten Schikaneder- “Dogma . Chronik . Arschtritt“- Teams Markus Köhle & Mieze Medusa das D- Ö- CH- trinationale GRAND SLAM- Finale über die Bühne des Wiener Metropol : Zwölf Maulhelden der heftigen Poesie im witzigen Wettstreit : Wo bekommt man soviel energetische Leistung um lumpige zehn Euro ? - Metropol , 1170 Wien , Hernalser Hauptstraße 55 , 20 Uhr .

Tags darauf ist Meister Köehle wieder am Wort : Mittwoch , 25. 6. tritt er zusammen mit Jaromir Konecny im Rahmen eines Slam Poetry- Abends der Kunstmeile am Karlsplatz auf : Seebühne , 19:00 Uhr .

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ANGELIKA KAUFMANN : REISE … NACH …

czz-neuesvonfreundenDer kleine Raum von “Splitter Art” in der malerischen Salvatorgasse bietet zwar nicht notwendig eine Hitze- Exil Kühle , dafür das kühl konzentrierte , teils abstrakte , teils an allerlei Aufschreibsystemen orientierte Werk der subtilen Künstlerin Angelika Kaufmann : “REISE … NACH …” bezieht sich vordergründig auf ein Zeichen- Tagebuch einer dreiwöchigen Reise durch den Jemen . In seiner Doppeldeutigkeit reflektiert der Titel selbstredend auch den alten Topos der Reiseliteratur mit - dass wir uns auf fremden Wegen stets auf den Spuren früherer Pioniere , Abenteurer und Traveller bewegen : Nach- Reisende also im wörtlichen Sinn . Splitter Art , 1010 Wien , Salvatorgasse 10 | Fischerstiege 2 - 7., montags bis freitags 11 bis 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr . Selbstverständlich auch nach Vereinbarung ! ( 0664 - 40 30 172 )

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KLANGAPPARAT

Kühle Klänge Eines , den wir hier in|ad|ae|qu|at kaum mehr vorzustellen brauchen ( eins , zwei, drei ) : Norman Fairbanks bringt seine neue EP czz-hoerempfehlungnicht mehr lediglich im Selbstverlag , sondern wird freundlich auch vom Netlabel pentagonik vorgestellt: Living near the Valley hält sich weiter an sein Tenori- On , um uns diesmal kühle wie coole Soundbrisen zuzufächeln : Living Near The Valley . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Passing and Posing | 02. Upper Class | 03. Your Glossy Flesh | 04. Fake City |||

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WALL OF SOUND | Mikro- und Makro- Not ( es )



||| WALL OF SOUND VS . VERWERTUNGS- KÄSTCHEN | WIR NENNEN ES … | … ECHTLEBEN IM OFFIZ | HÖRBUCH - BOOM UND UNWORT | HÖRBUCH - DES JAHRES | HÖRBUCH - ECHTWELTTEXTE | HÖRBUCH : BEST PRACTICE , ARISTPP | MIKRO RADIO | L. A. CONT’D : FAIRBANKS’ STIMMUNGSBILD | KLANGAPPARAT

WALL OF SOUND VS . VERWERTUNGS- KÄSTCHEN

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatInterne Audio- Immission ist heute angesagt : Quasi als WALL OF SOUND gegen die anbrandende All- Werk- Tätigkeit , welche freilich unter Umständen des schön geistigen Frei- Berufes niemals stille steht .

Steuer , Abrechnungen , Artikel- und Sendungsmeldungen bei den “Verwertungsgesellschaften” Literarmechana ( Ö ) , ProLitteris ( CH ) und AVG Wort ( D ) : Speziell Letztere - Abt. Wissenschaft just in der Münchner Goethestrasse - zeichnet sich im fortgeschrittenen Netzzeitalter durch vorsintflutlich per Kugelschreiber [ NORMKÄSTCHEN ] und Durchschlag mühselig mit allen ISBN- Nümmerchen , Normseiten , Unter- und Unterunteriteln auszufüllende Formulare aus . Entspräche dieser formellen und medialen “Pflege der Tradition” auch die Content- Evaluierung , wär’s ja in Ordnung : Wie es über die vergangenen Jahre hinweg allerdings aussieht , geht man auf Seiten der Sachbearbeiter zusehends kritischer zu Werk und wirft uns die einzeln eingesandten Formulare mit dem Hinweis auf Fehlendes , besonders indes aber mit Argument der fachlichen Unzuständigkeit ( “Publikumszeitschrift” ) zurück .

WIR NENNEN ES …

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatJa , wir nennen es tatsächlich Arbeit , von den Fischen als Fleisch und vom Fleischer als “fishy” angesehen zu werden . Der Academe zu fötonistisch , dem Publikumsblatt zu relativsätzlich , der Literatur zu afterphilologisch . Tja und die Dame , die weiss , wo und wie und bei welcher VER- Wertungsgesellschaft ein Online- Video bzw. eine A / V- DVD ( Funktion : Autor ? Darsteller ? Animist ? ) anzumelden sei , sei ( sagt das Telefon ) leider auf unbestimmte Zeit abwesend . Trotzdem gelte als Meldungsschluss Ende Jänner , auf dass der Gegenwert eines Quartals der Selbständigen- Sozialversicherung abzudecken wäre mittels der per Juni fälligen trinationalen Tantiemen …

… ECHTLEBEN IM OFFIZ

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatWALL OF SOUND auch gegen den heulenden Wind in der Vie de Bohème zwischen typisch undichten Wiener Altbaufenstern . Tückische Töne aus Richtung der Bitches’ Kitchen , wo das Heart of Darkness der Gasetagenheizung pocht . Wir wissen , dass sie gerne an Feiertagen krankt ( zweimal schon Notdienst zu Weihnachten sowie einmal an frostigen Ostern ) , gleichwohl liegt uns ihr derzeitiges Rumoren besonders bedrohlich in den Ohren . Brüllendes Anflammen von längst und über Gebühr ausgeströmtem Gas ( remember : die Sounds der alten Backöfen ? ) , taktloses Tropfen von Wasser aus Thermengedärmen . Ungut , ugly , ungesund .

HÖRBUCH - BOOM UND UNWORT

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatWALL OF SOUND schliesslich als elementare Quelle von Verdrängunsenergie von Gedanken und Sache der längst fälligen Durcharbeitung von vier Dutzend Verlagskatalogen : “Hörbücher” , “Hörbücher” - “Sagten Sie etwas von Hörbüchern und deren Konjunktur ?”

Bei aller Sach- und Fachfreude sähen wir diese missverständlichste aller Warengruppen doch lieber differenzierter benannt : Warum “Hörspiele” nicht “Hörspiele” nennen , “Lesungen” nicht “Lesungen” etc . Früher hiess es mal “Sprechplatte” , genau wie das kleine rosa Ding , das man der sog. “Sprechpuppe” in den Rücken operierte . Jetzt bugsiert man alles , was irgendwie mit Sprache , Feature , Stimmdokumentation oder “akustischer Textinstallation” ( = Terminus zur Meldung des Genres LITERATUR ALS RADIOKUNST bei der Verwertungsgesellschaft ) zu tun hat , in das Unwort “Hörbuch” hinein und muss dessen sekundärmedialen ( =”Nebenbei”- ) Charakter à la “Jetzt hört sich Bügeln richtig gut an” per pushiger Imagepflege , Auspreisungen oder hörBÜCHER- Sonderpostillen übertünchen . ( Bezeichnend die grossformatige Frauen- Brustbilder auf den Titeln des seit einem Dreivierteljahr von bekennenden “Fans” hochglossy gemachten Magazins … Das Hörbuch- und Hörspiel- Blog dokumentiert trefflich das Kommen und Gehen von Manifestationen dieses Genres . )

HÖRBUCH - DES JAHRES

Trotzdem ist’s natürlich fein , dass die luzide BR / DHV- Produktion von Peter Weiss “Ästhetik des Widerstandes” zum “Hörbuchpreis 2008 - Regie” nominiert wurde ( Verein Deutscher Hörbuchpreis @ WDR ) , desgleichen Peter Kurzecks “Ein Sommer , der bleibt” als “Bestes Hörbuch des Jahres” ( hr2 , mehr : siehe unten ) . Ein Anlass , unsere jüngeren Prints in die Blog- “Echtwelttexte” einzuarbeiten , auf dass Sorge getragen sei für das - au moins - “symbolische Kapital” …

HÖRBUCH - ECHTWELTTEXTE

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequat Mithin also ein humbler Hinweis auf das im Dezember und Januar erschienene Diptychon zu akustischen Fassungen der Bibel : Basale 105 Stunden [ hundertfünf ] @ Diogenes versus Wienerische bzw. juvenile Alternativen ( Teuschl & Volxbibel ) . Des Weiteren zwei maulfertig ausladende Günters ( Brus und Grass ) sowie der Lichtblick einer rein oratorisch erinnerten Nachkriegs- Flüchtlings- Kindheit : Peter Kurzeck an der Lahn als hessischer Huckleberry Finn ( supposé ) …. und wie dann die Autos kamen und die Stadtautobahnen und die Einkaufs- Center ( sic ) und mit ihnen die Kühltruhen aka Gefrierschränke und Vorabendserien und die Landschaft allmählich verschwand … Vorerst allerdings nur im Mini- Ausblick , eine geduldigere Begehung der Erzählstrecke steht noch an . [ Audio- Excerpt @ hr2 . ]

HÖRBUCH : BEST PRACTICE , ARISTPP

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatWALL OF SOUND : So weit Peter Kurzecks Proustiaden Your Mind’s Eye schweifen lassen , so erhellen winden sich in den andern Gehörgang Christoph Martin Wielands Briefe des Aristipp [ hier im Volltext @ Gutenberg.de ] . Lebens- wie denknah gesprochen und keine Sekunde lang “vorgetragen” von Jan Philipp Reemtsma : Was für ein Plädoyer für den Eros des ( nicht notwendig rein ) philosophischen Dialogs , erklecklich unterfüttert mit gespornten Lektionen zu Verfassung und Demokratie , zur Menschennatur und -Kultur , dignitas und Ironie . Erzähle , schöne Lais , Deine herrlichen Märlein von Amor und Psyche ; Freund Aristipp bringt inzwischen einen taufrischen Lektürebericht zum literarischen Toptitel der Saison : Platons POLITEIA … - Dies alles - dank dem Wieland’schen Erzählingenium und einer gelenkigen , die komplizierten Relativsätze ebenso wie das griechische Dekorum in der unmittelbaren Logik des Jetzt auflösenden Lektüre - ohne jedes Gran , jeden Gram von Rezitation oder Antiken- Mimikry . “Aristipp und einige seiner Zeitgenossen” mag Manchen als BildungsGUT oder schöne Literatur [ Belletristik ] erscheinen . In Tat und Wahrheit ist’s eine kühne Reflexion deutscher Zustände um 1800 sowie in Manchem ( Verfassung , Freiheit und Verantwortung des Individuums , Gender- und Beziehungspoltik ) auch anno 2008 äusserst praktikabel . [ Hörprobe via MP3 @ Hoffmann & Campe : Vier Minuten ex 30 Stunden ! ]

MIKRO RADIO

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatInzwischen ist die WALL OF SOUND weitestgehend eingestürzt : Firefox , jetzt seit 72 Stunden ununterbrochen offen , verschlingt 90 Prozent des Arbeitsspeichers und gestattet nicht mehr die kleinste Abspielung . Sei’s via Real Player , sei’s als MP3 : Das System ist sauer und streikt .

Gleichwohl sei noch der Radiowoche europäischer Independent Radios @ Mikro.FM eine herzlich empfehlende Erwähnung getan : Bis Mittwoch , 9. 1. sind via Berlinstream ( u. a. ) die sympathischen Stimmen von Matchbox- Radiomachern zu hören . Gestern etwa eine Stunde provencalisches “Bauernradio mit Global- Fokus” [ O- Ton Berlin- Moderator ] , leicht verschnupfte französische Ansage von reschem Cubanismo und ( erstaunlich Klezmer- mässigen ) argentinischen Tangos … Danke , Mikro.FM !

L. A. CONT’D : FAIRBANKS’ STIMMUNGSBILD

terrestriche_diffusion_copyright_inadaequatBei De:Bug gibt es einen Release- Hinweis auf hier bereits einmal , zweimal mit Animo vorgestellten Sound- and Speech- Features von Norman Fairbanks : American Case Study versammelt - jetzt @ test tube netlabel erschienen - ein aus Einzelprojekten wie “Unstructured Elements” und “Delusion Californica” gespeistes Digest .

Inzwischen ist zwischen zugigen Windows , wärmedämmenden Vierfarbdruck- Verlagsprospekten und System Errors die Nacht verflogen : Muss man sich Sorgen machen , wenn in der Handinnenfläche nache dem Ringfinger langsam eine Mouse - Schwiele wächst ? -

KLANGAPPARAT

Entsprechend minimal jetzt nunmehr die rasanten Elementar- Partikulare des Münchner Sound- Installateurs Juergen Winderl ( @ Mikrokiko ) : Sein Hammond- & Moog- Fingerzirkus YIPPIECOMPUTER! - SYNKOPETICISM ist eben on 12”- Vinyl und CD erschienen : Wer sich bis Mitte Januar an die Quellen begibt , kann sich die köstlichen Klangklötzchen downloaden : czz hörempfehlungEntsprechend dürften die im Folgenden als Teaser angeführten Links dann wohl nur mehr Stille bringen . ATTENTION : STREAM EXPIRES MID- JANUARY ! - Nutze also das Window of Opportunity und Höre quick hin : Selten kommen Electronica in derart aparter Trockenheit daher , hier fetzig infantil und dort frank funky ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. dovinim | 02. moogism | 03. flipperballofive | 04. exps | 05. dubonta1 |||

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HIS MAJESTY THE EGO @ Ego Google



[ = Gemeinplätze , Commonplaces der Blogosphäre 02 ]

||| GOOGLE YOURSELF | U.S. - STUDIE | NETZHYGIENE … | … VS NARZISSMUS | SCREEN ALS SPIEGEL | FEEDBACK | BLICK AM TICKER | HYBRID- UND KUNSTFIGUR | KLANGAPPARAT : WHODUNIT ? | LINKS

czz frage antwort sprechblasen iconWenn ein sogenanntes “Thema” durch das OFFLINE- Presse- Wesen geht , bleiben den Kommentatoren immerhin einige Stunden , um das andernorts Ausgespähte für’s eine Blatt hinreichend zu reflektieren , um der Sache einen ( der Distinktion des Mediums förderlichen ) frischen Twist zu geben .

In der schönen weiten ONLINE- Welt ist die Reiz- Reaktions- Spanne wesentlich geringer - - vorausgesetzt freilich , man zählt zu den Bloggern und Selbstvermarktern , die ganz vorne mit dabei sein wollen : Sei’s auf der Achse der Zeit oder in der Kategorie des Impact Faktors .

GOOGLE YOURSELF

czz frage antwort sprechblasen iconNun gab es während der vergangenen Tage eine sonderbare Ballung um das Topic des Vanity- Search oder Ego- Googlen ( Googling Oneself ) . Die Studie Digital Footprints des Pew Internet & American Life Project belegt , dass rund 50 % der U. S.- User mindestens einmal im Leben den eigenen Namen in das Suchfeld einer Search Engine ( oft Google ) eintipppen > ENTER > there we go : Und mit ein paar Clicks und Blicken kann man - freilich oft mit Erstaunen - betrachten , in welchen Zusammenhängen man out there auftaucht .

U.S. - STUDIE

czz frage antwort sprechblasen iconBenedikt Köhler resümiert ( @ Viralmythen ) die Studienergebnisse wie folgt ,

dass fast die Hälfte der US-amerikanischen Internetsurfer schon einmal ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine eingegeben haben. Aber nur ein geringer Teil (3 Prozent) der “Selbst-Sucher” tut dies auch regelmäßig. Die Mehrzahl der Nutzer (60 Prozent) sehen es nicht als Problem, dass Informationen über sie im Internet abrufbar sind und nur 38 Prozent planen, die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz zu reduzieren. Was auch interessant ist: Nur 11 Prozent sagen, dass der größte Teil der online gefundenen Informationen über sie nicht der Wahrheit entspricht – 2002 waren es noch 19 Prozent. Möglicherweise führt die zunehmende Selbstdarstellung im Netz über soziale Netzwerke und Weblogs (die bei vielen Suchmaschinen weit oben landen) dazu, dass mehr Informationen zu finden sind, die man selbst ins Netz gestellt hat. Oder aber: die Kritikfähigkeit der “Selbst-Sucher2 hat abgenommen.

NETZHYGIENE …

czz frage antwort sprechblasen iconNun haben uns allerlei Datenschützer , Journalisten und Job- Blogger alle Nase lang die Notwendigkeit von Daten- und Netzhygiene gepredigt , Firmen wie ReputationDefender oder International Reputation Management versprechen gegen gutes Geld eine www- Image- Bereinigung : dies alles aber meist im Kontext der zunehmenden Netz- Checks möglicher Arbeitgeber oder Vertragskontrahenten .

Was bitte möge an dieser Form der Selbst- Evaluierung das Bemerkenswerte sein ? - Abgesehen von der Tatsache , dass jetzt Raten , Prozente diese weit verbreitete Praxis numerisch dokumentieren , stellt die Google- Search nach dem eigenem Namen einen völlig alltäglichen Vorgang des Benchmarking dar . Dass sich “His Majesty the Ego” ( Sigmund Freud ) im Spiegel des Screens narzisstisch kitzeln kassen will , bleibt nicht dem OFFLINE- Kosmos vorhbehalten .

… VS NARZISSMUS

czz frage antwort sprechblasen iconWelcher Studierende , der nach Abgabe der Pflichtexemplare seiner Dissertation nicht sofort zum Katalog der Universitäts- , Instituts- oder Nationalbibliothek eilte , um Eigennamen und Eigenwerk dort rubriziert zu sehen ? - Welchen ( tja , sechsstelligen ) Rang hat mein neues Buch @ Amazon ? - Und ist mein Sprössliing im Programm des Kinderchor- Konzerts auch wirklich und schön namentlich aufgeführt ?

SCREEN ALS SPIEGEL

czz frage antwort sprechblasen iconMit Jacques Lacan formuliert , schlägt das frühkindliche Spiegelstadium im langen Laufe unsere Lebens immer wieder zu . Erst , wenn wir im Spiegel überprüfen , wie sich unsere Aussensicht ( höchstwahrscheinlich ) den echtweltlichen Sozialpartnern präsentiert , können und wollen wir als distinktes Individuum agieren . Freilich gelangen wir nie an jene primäre Spiegelszene zurück , in welcher die Mutter dem Kind beim gemeinsamen Blick jene dort sichtbare Gestalt als dessen ICH deklariert . Erst im Kontaktschluss von Innensicht und Aussen- Aussehen entsteht das Individuum .

FEEDBACK

czz frage antwort sprechblasen iconGleichwohl bleibt diese ursprüngliche Fontanelle oder gap zwisc