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NEUES VON FREUNDEN



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trautonium

( illustration via david szondy )

Von allerlei Fremd- und Eigenklang geht diese Woche die Rede . Und vom radiophon vertonten Wort . Radiokunst , Sound- Art , Textperformance und mediale Übertragung , was übrigens durchaus mit aparten psychoanalytischen Valenzen zu lesen wäre … Aber - um es wieder etwas bodenständiger zu sagen - : Wofür gilt Letzteres eigentlich nicht ?

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ARS ACUSTICA | RADIOKUNST ON AIR 1

czz-neuesvonfreundenWie jeden ersten Dienstag im Monat , widmet der Sender SWR 2 eine Stunde der Dokumentation zeitgenössischer Ars Acustica : In seiner Reihe “Neue Radiokunst International” ist Andreas Hagelüken mittlerweile bei Numero 19 angelangt und präsentiert in anthologischer Manier dem Portal rAdioCUSTICA aus Prag ( ein Sendungsarchiv findet sich übrigens hier) .

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Zeichen der “ars acustica” eine international weit verzweigte Szene entwickelt. Sie bewegt sich zwischen den traditionellen Kunstgenres und bedient sich der Formen des Hörspiels wie der akustischen Ökologie, der improvisierten und der elektroakustischen Musik. Aufführungsort ist zumeist das Radio, aber auch Klang- bzw. Lautsprecherinstallationen sind möglich, der Club, die Lounge und das Internet. Die 1988 in Florenz gegründete “ars acustica group” - dem beispielsweise auch das ORF- “Kunstradio” angehört - der europäischen Rundfunkunion ( EBU ) widmet sich dieser relativ jungen Audiokunst und tauscht untereinander Produktionen zur Ermittlung des “state of the art” aus.

Mit der Osterweiterung der EU konnte sich die Expertengruppe nach Osten hin öffnen, wo in sehr lebendigen Initiativen eine junge akustische Kunst entsteht, die sich einer Festlegung auf Pop, Unterhaltung oder Ernst zu entziehen sucht. Einen besonders produktiven Standort hat sie in Prag, wo der Redakteur Michal Rataj junge Komponisten, DJs und Laptop-Aktivisten gleichermaßen für die akustische Kunst zu interessieren weiss .

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ARS ACUSTICA | RADIOKUNST ON AIR 2

czz-neuesvonfreundenIn eigener Sache : Alle Jahre wieder rückt mit Anfang Dezember die zweite Folge der Reihe “Literatur als Radiokunst” im ORF- “Kunstradio ” heran . Wie beiläufig angedeutet , bündelt die aktuelle Sendung zwei sehr diverse Ansätze zur Reflexion der Entstehungs- und Existenzbedingungen von Literatur .

Mag das rührselige Lied der Bohème längst verklungen sein , bleibt die Existenz des Künstlers weiterhin prekär . Ebenso wirkungsvolle wie konträre Formen, dies unsentimental zur Sprache zu bringen, stellen zwei neue Arbeiten im Rahmen der Reihe “Literatur als Radiokunst” vor. Die KünstlerInnen sind aus dem in|ad|ae|qu|aten “Salon Littéraire ” wohlweislich bekannt .

Ilse Kilic und Fritz Widhalm , die seit zwei Jahrzehnten ein Lebens-, Kunst- und Verlagsprojekt ( “Das fröhliche Wohnzimmer” ) erproben , nehmen den Begriff des “Schriftstellers” beim Wort und empfehlen diesen als Stell-Objekt fürs kultivierte Interieur : “Ergänzen Sie die Einrichtung Ihrer Wohnung mit einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin ! ” hebt das polyphon satirische Beratungsgespräch im “Schöner Wohnen”-Stil an .

Der universal schöpferische Tiroler Forscher Bernard Kathan zieht dahingegen das messerscharfe montierte Zitat heran zur Instrumentierung des Elends der “Hungerkünstler” . In diesem Fall ist es der für seine aberwitzige “Fälle und Fallen” postum zur Kultfigur avancierte Russe Daniil Charms ( 1905-1942 ) , aus dessen Tagebüchern die Not in den verschiedensten Stimm ( ungs ) lagen spricht. ( czz )

Die Zwischenmusik- Miniaturen stammen übrigens von der universalen Gundi Feyrer … Wir kommen in|ad|ae|qu|at noch einmal darauf zurück -

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ARS ACUSTICA | AUSSTELLUNG | HISTORISCHE UTOPIE

czz-neuesvonfreundenRadio- und Soundkunst bergen in sich per definitionem ein je definitertes utopisches Potential . Wer die Utopien von gestern , oder “vergessene Zukunft” ( -smusiken ) näher in Augenschein und zu Angehör nehmen will , sollte sich ins niederösterreichische Hainburg begeben : Das dort situierte “Institut für Medienarchäologie” ( IMA ) zeigt dort nämlich bis Mitte April 2009 die in allen Kategorien staunenswerte Ausstellung “Zauberhafte Klangmaschinen” | “MAGICAL SOUND MACHINES ” .

Man könnte ganze Bücher über all diese Wunderapparate wie Akaphon ,
Ariston , Grammophon , Magneton , Mellotron , Minifon , Minimoog , Ondes Martenot , Optigan , Polyvox , Rhythmikon , Singing Arc , Superpiano , Terpsiton , Theremin , Ultraphon , etc. schreiben , gäbe es glücklicherweise nicht einen profunden Katalog ( Schott 2008 ) und die hier vielzitierte Homepage , “ein El Dorado der Informationen für alle Nerds der Musiktechnik” ( Spex ) .

Nun wäre ein derartiger Maschinenpark allerdings einigermassen witzlos , liesse man ihn der Historizität seiner Utopien alleine . Damit wäre die Kollektion lediglich ein Kabinett der traurigen , da überholten , Kuriositäten .

Das IMA geht da andere Wege , indem es einerseits in Workshops die Erkundung der einzelnen Instrumente ermöglicht , anderseits in der Reihe DA CAPO zeitgenössische Musiker und Künstlerinnen zu einer geistesgegenwärtigen Auseinandersetzung mit den Historischen Zukunftsklängen lädt .

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ARS ACUSTICA | ON STAGE | TRAUTONIUM JETZTZEIT

czz-neuesvonfreundenSo konfrontieren beispielsweise die Sound- , Text- und Videokünstlerin Liesl Ujvary und der Musiker Oliver Stummer ( aka tomoroh hidari ) elektronisch generierte Sounds mit dem Originalklang eines Instruments , dessen mitunter unheimlich ( Freud ! ) vibrierende Töne in zahlreichen Filmmusiken , aber auch in der klassischen Moderne ( Paul Hindemith ) zu hören sind : Das Trautonium ( siehe auch hier und hier , wie wenig das tatsächliche Instrument mit der Zeitschriftenzeichnung unseres heutigen Titelbilds zu schaffen hat ) .

Ujvarys und Stummers Konfrontationskurs auf den Wellen von synthetischem und realem Klang titelt trefflich “TRAUTONIUM JETZTZEIT ” :

das trautonium, erstmals 1930 als elektronischer synthesizer gebaut, bietet immense möglichkeiten der klanggestaltung. es wurde es wurde ebenso in kompositionen von hindemith und genzmer eingesetzt, wie für extreme soundtracks in filmen – der ton von hitchcocks ‘die vögel’ , vogelstimmen, flügelschlagen, entstammt einzig dem trautonium, nicht etwa der natur. da im trautonium der elektronische anteil von einer komplexen mechanik gesteuert wird, ist auch die haptik von bedeutung und das geschick des spielers gefragt.

wir wollen die klanglichen möglichkeiten der aktuellen elektronik und ihr instrumentarium dem klassischen trautonium gegenüberstellen. drei ebenen werden hörbar: das trautonium im originalton, das trautonium mit einem toolsatz verflochten und verändert, ein elektronisches trautonium-modul wird mit dem original konfrontiert. zum abschluss verbinden sich alle klangerzeuger zu einer coda.

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ART MIX | LUNCH PAKET | WORTWERFT

czz-neuesvonfreundenWie zuvor schon gibt sich die Autorin Maria Seisenbacher ( > “Salon Littéraire” ) samt ihren Texten in der multimedialen Gruppierung WORTWERFT die Ehre eines kompletten Menüs :

Text, Visuals ( GOTO ) und Klang ( Rokko Anal ) werden an diesem Abend in sich verschränkt und gegeneinander ausgespielt. Visuals in Assoziation zu den Textkörpern geben ihnen eine fassbare Ebene. Sounds wiederum übersetzten Sprache und Bild in freie Assoziationsfelder, in denen man die eigene Position neu bewerten kann. Dem geforderten Publikum wird ( gegen freie Spende ) eine Wegzehrung ( LUNCH PAKET ) angeboten.
Inhalt: Text, Bild, Klang und Missklang und auch die altbewährte Wurst- oder Käsesemmel.

Ergo : Garantiert keine Langeweile. Garantiert kein Hunger.

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ARS ACUSTICA | JELINEK AUDIO | VISUELL

Beispiele Für-Hörer xsSchliesslich gestatten wir uns in|ad|ae|qu|at noch einen weiteren Hinweis in eigener Sache : Klischees , Posen und Rollenspiele prägen die 40 Jahre währende “Beziehung” zwischen der Autorin und dem Medium “Radio” : Das A / V - Feature “EINATMEN - AUSATMEN: ELFRIEDE JELINEK IN FIGUREN DER RADIOPHONIE” ( 40 Min. ) erkundet Literatur im stillschweigend- beredten Kontrakt mit dem Medium “Radio” und dessen Gestaltern : In Interviews und Portraits , in Attributen , Rollen und Posen entsteht eine mediale Fiktion - abseits der realen Autorin . Wie das Video entstanden ist , haben wir - samt einem YouTube Exzerpt - auf dieser Seite dokumentiert . Ein Gleiches gilt für das dreiminütige Satyrspiel “RADIO | JELINEK | REMIX” , welches kap und czz justament auf die Ästhetik des Netzfilmchen- Senders zugeschnitten haben .

  • Elfriede Jelinek in Figuren der Radiophonie - 2 Videos und 1 Gespräch mit der Musikwissenschafterin und Radiomacherin Irene Suchy am Mittwoch , 3. 3. 2008 , Literaturhaus , 19 H
    • Further Reading : Auf der Jagd nach Jelinek - Mit ihrem Online-Roman “Neid” hat Elfriede Jelinek die Literaturwissenschaftler ins Netz getrieben . Interview mit Christoph Kepplinger vom Projekt JeliNetz über die Herausforderungen , die Netz und E- Book- Systeme für Leser und Wissenschaftler darstellen - ORF futurezone , 22. 11. 2008

Beispiele Ich-möchte-seicht

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KLANGAPPARAT

Wer jetzt noch keinen Klangüberdruss verspürt , der möge es sich @ czz-hoerempfehlungMixotik gemütlich machen : “We Love Netlabelism” ( Vol. 1 ) bringt einen feinen Reim aparter Zartheit ins Chaos der Netzmusik- Neuigkeiten . Seidige Texturen und ein leiser Hang zum kleinen Gamelan : Das lassen wir uns doch bitte sehr gerne zu Gefallen sein und zu Gemüte gehen . Den wunderweichen Flow gezaubert hat übrigens ein Bremener Herr namens Stig Inge . - CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( 66:16 )

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Salon Littéraire | Liesl Ujvary : “privatsachen” - eine fotoserie



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Liesl Ujvary :

“privatsachen” - eine fotoserie

die fotoserie “privatsachen

versammelt fotos der arbeitsumgebungen von schriftstellern. hier entsteht literatur - zwischen schichtungen von beschriebenem papier, bekritzeltem papier, bedrucktem papier, anhäufungen von büchern, zwischen stofftieren und technischem gerät, zwischen weichen polstern und warmen decken, zwischen fundstücken konkreter natur, einem rindenstück, zimmerpflanzen und blumenvasen, fahrrädern, kinderzeichnungen, rezepten, jacken und hosen, kabeln und steckern, stössen von cds und musik-cds, umhängtaschen, adidas-schuhen, kaffeetassen, einem spielzeugpinguin auf einem fernseher, handtüchern, buddhas, ansichtskarten, tellern, tastaturen, stiften, blättern, feuerzeugen und vielen anderen sachen.

alle bücherregale ähneln sich, jedes bücherregal ist auf seine weise einmalig. obwohl das inventar, mit dem und aus dem wir unsere private umgebung gestalten, zivilisatorische ähnlichkeiten aufweist, ist es doch andererseits vollkommen persönlich. indem das objektiv diese kleinen environments herausgreift und in ihrer trivialität und einzigartigkeit abbildet, gewinnen sie an farbe und format, zeigen uns fantastische oberflächen, bieten ein spiel von licht und plastizität, das vieldeutig ist, enigmatisch und überdeutlich in einem. hier wird die mehrfach-codierung unserer persönlichen existenz belegt und präsentiert. ( Liesl Ujvary )

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BRIGITTA FALKNER

fotoserie_PRIVATSACHEN_copyright_Liesl_UJVARY

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FRIEDERIKE MAYRÖCKER

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HANNO MILLESI

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MARTIN BREINDL

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Liesl Ujvary

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HINWEIS

Die Ausstellung “privatsachen - fotos von liesl ujvary” ist im Literaturhaus Wien von 11. 11. bis 19. 12. 2008 im Rahmen des “Europäischen Monats der Fotografie” zu sehen .

Die solcherart durch Details ihrer Lebens- und Arbeitsumstände porträtierten Autorinnen und Autoren :

Neda Bei , Martin Breindl , Ann Cotten , Brigitta Falkner , Ilse Kilic , Margret Kreidl , Benedikt Ledebur , Norbert Math , Friederike Mayröcker , Hanno Millesi , Lydia Mischkulnig , Florian Neuner , Monika Rinck , Elisabeth Schimana , Ulrich Schlotmann , Ferdinand Schmatz , Andrea Sodomka , Lisa Spalt , Deter Sperl , Oliver Stummer und herbert j. wimmer .

Zwei Lesungsabende eröffnen | begleiten die Schau :

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NEUES VON FREUNDEN



||| BERLIN : ROTTEN KINCK 3 | WIEN : GERHARD RÜHM GESAMT | WIEN - VIRTUELL : TEXT DES MONATS | WIEN : ERICH FRIED TAGE | WIEN MODERN : STOCKHAUSEN - GADENSTÄTTER - NEUWIRTH | WIEN MODERNST : TOMOROH HIDARI | KLANGAPPARAT

rotten kinck show ( click to XL )

BERLIN : ROTTEN KINCK SCHOW 3

czz-neuesvonfreundenDass Literatur vor Schaden nicht schützt und schon gar nicht als Abwehrzauber dient musste die zur ROTTEN KINCK SHOW unierten drei Grazien Ann Cotten , Monika Rinck und Sabine Scho fluchend am eigenen Festplatten- Täschchen erfahren : Gleichwohl lautet das in die Abgründe des menschlichen und technischen Unbewussten weisende Motto : MEINE MUSE , MEIN DÄMON , MEIN RECHNER .

Folgende Highlights werden überliefert :

+++ Working Girls’ Shamanism * ekballein, und vorher zartrammpeln * Yeats approves this kind of brutality +++
+++ natürliche geister, direkt befragt * die dämonen des unmittelbaren heimleuchtens, des selbstüberraschenden dranbleibens, der fehlgeleiteten
begeisterung und der sorge +++
+++ wohnschmaschinen - insistierte sippenschreibtische in serie +++
+++ superspreader - anglerfisch * die geheimen nähte der schlafakrobatin +++
+++ Numen-Nummer und Nadelöhr Wunsch * die zwei leeren päckchen zigaretten +++
+++ Die Lücke in der WH des HL * Figuren der pathologischen Nähe +++
+++ Fetisch und Partial: A Puzzle’s Puzzle * But Poets do not exist to accept Griefs. +++
+++ starre schatten der verliebten - Wo Starre Schatten Lehnen, Da Ist Wand - Bulkig, bulkig, bulkig - Das Ende der Wand +++

Völker , bannet die Dämonen : Ann Cotten , Monika Rinck , Sabine Scho : Kaffee Burger , 10 119 Berlin , Torstraße 60 - 4. 11. 2008 , 21 H
Am 4. November 2008 ab 21:00 Uhr im

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WIEN : GERHARD RÜHM GESAMT

czz-neuesvonfreundenWer kennt sie nicht , die drei prächtig gelben Bände , in welchen der Berliner Parthas Verlag mit Langmut und Akkuratesse das editorische Desiderat in Angriff nimmt , das in alle Windrichtungen , Klein- und Künstlerverlagen verstreute Gesamtwerk des Grossmeisters Gerhard Rühm zu sammeln . Vier Bände der zehnteilig und autorisiert angelegten GESAMMELTEN WERKE liegen nun bereits vor :

Band 1.1. : gedichte
Band 1.2. : gedichte
Band 2.1. : visuelle poesie
Band 2.2. : visuelle musik

In Vorbereitung :

Band 3.1 : auditive poesie
Band 5 : Theaterstücke

Mithin Grund genug , die Vielseitigkeit des Dichters , Sängers , Komponisten u. v. a. m. wieder einmal live und höchstselbst unter Beweis zu erleben , wie stets unter Mitwirkung von Monika Lichtenfeld - !010 Wien , Literatisches Quartier Alte Schmiede , 6. 11. 2008 , 19 H ( > siehe auch den heutigen KLANGAPPARAT )

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WIEN | VIRTUELL : TEXT DES MONATS

czz-neuesvonfreundenSeit zwei Jahren ediert und kommentiert die Schriftstellerin Liesl Ujvary monatlich ausgesuchte Texte von Autorinnen und Autoren auf der Webseite des Literarischens Quartiers : Die Lieferung 11 | 2008 ( Martin Breindl ) scheint indes noch nicht den Weg ins WWW gefunden zu haben : Ein guter Grund , Margret KreidlsIch habe einen Vogel” plus Oktober- Kommentar noch einmal zu lesen .

Edit :

martin breindls “restl.welt”,”gedankenprojektor” und “zwischenzeit zwischenraum” ist seit 15. oktober auf der homepage der alten schmiede zu sehen und zu lesen …

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WIEN : ERICH FRIED TAGE

czz-neuesvonfreundenWenn mit den jährlich den Novembernebel spaltenden Erich- Fried- Tagen das Steh- bzw. Sitzvermögen von Veranstaltern und Publikümern im Literaturhaus auf die Probe gestellt wird , geschieht dies durchaus auf hohem literarischen Niveau .
Freitag , 7. 11. ( 19 H ) : Wird mit Catherine Frieds “Über kurz oder lang - Erinnerungen an Erich Fried” eines der hübschen roten Bändchen aus der SALTO- Reihe des Wagenbach- Verlags vorgestellt : Kein Zweifel , die Witwe hat da Einiges zu erzählen .

Am Samstag , 8. 11. ( 19 H ) ist dann eine ebenso beredte wie witzige Jurorin des diesjährigen Erich- Fried- Preises am Wort : Katja Lange-Müller liest aus Erzählungen sowie ihrem im Vorjahr erschienen Roman “Böse Schafe und andere Enten” ( KiWi ) . Danach , dass es die akklamiert- lakonische Liebesgeschichte im Milieu deutscher Wende- Verlierer auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises anno 2007 brachte , kräht heute kein Hahn mehr .

So far for nachhaltige Förderung des deutschen Romans , wie sie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels versteht …

Sonntag , 9. 11. ( 11 H ) ist es schliesslich so weit und es wird der Erich- Fried- Preis 2008 an Alois Hotschnig verliehen : Eine zweifellos weise Entscheidung , trifft die mit 14.600 € dotierte Auszeichnung einen der leisen litarischen Feinarbeiter des Landes . In ihrer Begründung für ihre Wahl formuliert die alleinige Jurorin Lange-Müller einen äusserst bemerkenswerten Satz :

… weil er die Deutungshoheit dem Leser einräumt - mit und trotz größter stilistischer Genauigkeit. Den Leser schätzen, heißt: Ihn niemals unterschätzen.

Ob dies die Kinder nun beruhigen wird ?

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WIEN MODERN : STOCKHAUSEN - GADENSTÄTTER - NEUWIRTH

czz-neuesvonfreundenDass musikalisches Hören nicht notwendig das Sprachzentrum lahmlegt , dürfte das Konzert des Klangforum Wien am Samstag im Rahmen von WIEN MODERN mit einem vielver sprechenden Programm beweisen : Neben Karlheinz StockhausensKreuzspiel” ( 1951 ) bestreiten nicht weniger als zwei Uraufführungen von Auftragswerken ( ! ) die Playlist :

Mit Clemens Gadenstätter ( Jahrgang 1966 ) und Gösta Neuwirth ( Jahrgang 1937 ) treten zwei Generationen an , ihre semantisch | sprachlich | musikalischen Untersuchungen ins Werk gesetzt vorzustellen .

Mit einer “Semantical Inverstigation 1” ( für Violine und Ensemble” , UA ) geht Gadenstädter von der unabweislichen Bedeutungshaltigkeit jedewenden Klanges aus , womit der Illusion einer Reinen Musik grundsätzlich eine Absage erteilt wird ( vgl. auch Daniel Enders Essay ) . Viel eher ist eine kulturelle Selbstbefragung am Werk , akustische signifiers | signifiés auszutesten :

Alltäglicher Erfahrung wird auf den Grund gegangen durch die Untersuchung an solchen Signalklängen, die semantische Seite wird durch die klangliche Recherche befragt.

Ironie und Ernst der Lage liegen eng beisammen im Bewusstsein des Hörens: Was bedeutet Hören, wenn alles Gehörte bedeutet und wenn die Eindeutigkeit der Bedeutung des Gehörten sich im Hören auflöst, transformiert, hin zu einer Vielschichtigkeit und Vielgestaltigkeit ? Das Be-Deuten des Hörens ist ein Akt des Bewusstseins, wie das Komponieren von zu Hörendem. Musikmachen wird mir hier zum Instrument, mir einmal in den eigenen Kopf zu schauen ( Büchner ) – Katapult einer musikalischen Erfahrungsreise durch den Alltag. ( Quelle : pdf )

Mit Stücken wie “Pisspott oder Pot of Pieces” hat der unfreiwillige Wahlberliner Gösta Neuwirth ( er hatte in den sechziger Jahren Wien verlassen , weil die Hochschule sein Dissertations- Thema zur Musik des von den Nazis verfolgten Franz Schreker ablehnte ) seit je einen Hang zum Sprachspiel bewiesen . Neuwirths Gestaltung von “Zeiträumen” ( “die Zeit muss genau gemessen sein , damit sie frei wird” , GN ) hat im Echtleben insofern einen tragischen Widerpart , als sich Österreich erst spät seines wegweisenden Komponisten und Lehrers besann .

Womöglich reflektiert Neuwirths Auftragswerk ( Erste Bank Kompositionspreis und Auszeichnung für das Lebenswerk ) “L’oubli bouilli - Vanish” ( für Sopran und Ensemble , UA ) ja genau dieses Vergessen - ?

Samstag , 8. 11.. 2008 , Wiener Konzerthaus, Mozartsaal , 19:30 H

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WIEN MODERNST : TOMOROH HIDARI

czz-neuesvonfreunden Grandmaster Crash aka Tomoroh Hidari ( MySpace ) aka Oliver Stummer packt Freitag , 7. 11. seine Siebensachen und Tausendsoundz aus , um - neben Reverse Tunes , Strang , Invitriol und Assimilatah - live elektronisch aufzugeigen . Ab 21 H in den Gürtelbögen à la quebra duro @ venster99 . Dort wird man es um die Ohren geschlagen kriegen , dass Klänge nie unschuldig sind …

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KLANGAPPARAT

Wie oben angedeutet , wirdmen wir den heutigen Klangapparat der jüngsten Kunstradio- Produktion Gerhard Rühms erinnern : “Paradiesische Passage” ( Ursendung 14. 9. 2008 ) - neue Sprechtexte , kurze Stücke mit Stimme und Klavier und speziell für das Radio .czz-hoerempfehlung Interpretiert werden diese von Gerhard Rühm und von seiner Frau Monika Lichtenfels- Rühm .

Zitat Rühm :

Wenn man sich intensiv mit Sprache beschäftigt, und zwar nicht mit der Sprache nur als bloße Mitteilung, sondern mit der Sprache als Material, dann kommt man bei geschriebener Sprache automatisch in den Bereich der bildenden Kunst und bei gesprochener Sprache automatisch in einen Zwischenbereich zur Musik. Weil ja die gesprochene Sprache musikalische Parameter hat, zum Beispiel: Tempo, Lautstärke, Tonhöhe. Das sind alles Momente, die den Text emotional differenzieren, die man nur durch das hören der Stimme in dieser Form wahrnehmen kann. Bei mir liegt das sehr nahe, weil ich Musik studiert habe, ich habe auch Komposition studiert, war auch bei Josef Matthias Hauer. Ich habe die Schönbergsche Zwölftontechnik ebenso wie von Hauer - die übrigens ganz anders ist - studiert. Und Musik ist für mich eine Art tägliches Brot. Dadurch ist das schon sehr nahe. ( … )

Was noch für mich ein wichtiger Punkt ist, dass Sprache, so wie ich sie verwende, das wäre ein vollkommenes Missverständnis, das als abstrakte Angelegenheiten anzusehen, sondern für mich ist es eine sinnliche Angelegenheit. Wenn man sinnlich mit Sprache umgeht, muss man mit dem Material Sprache umgehen. Und nicht nur mit dem was Sprache mitteilt. Die sinnliche Form von Sprache ist eben die menschliche Stimme.

Sprechtexte von Gerhard Rühm :

  • “Orange Ted” ( Audio )
  • “Schwanenwut , Trauerkatze” ( Audio )
  • “Rufe des letzten Menschen” ( Audio )
  • “Kleinanzeigen” ( Audio )
  • “Flugschwindel” ( Audio )
  • “Getäuschtes Vertrauen” ( Audio )
  • “Gewagte Klage” ( Audio )
  • “Gebären und Bestatten” ( Audio )
  • “Sprechtänze” ( Audio )

Weiteres zu den Sprechstücken sowie zur titelgeben Klanginstallation @ Kunstradio .

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Shooting WAR … and it’s price



Was wissen wir vom Krieg ? - Wörter , Ziffern , ja , mitunter sogar Namen - so , wie sie die NYT seit einiger Zeit mit bedrängender Ausführlichkeit in einer eigenen Rubrik publiziert . ( ***