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Brodelnde Blog- Bubble : Deutschland , ein Sommermärchen



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SAME PROCEDURE AS EVERY …

czz blog bubble Es kam , wie es kommen musste : Der Berg kreisste und gebar eine Laus , designt und designiert dazu , möglichst Vielen über die Leber zu laufen . In schöner Regelmässigkeit sichern sich Mainstream- Medien wie die FAZ , die SZ oder “DER SPIEGEL” Tausende erboste Klicks auf ihre Internet- Seiten , indem sie ein paar Flocken des Zaubermittels “Beleidigung” in den Tümpel der Blogosphäre streuen . Prompt erfolgt unisono der Chor der brüskierten Blogger , dicht gefolgt vom Diskant Derer , die es immer schon gewusst haben wollen .

Da dies ungefähr alle Vierteljahre einmal geschieht , ist der Ablauf solcher “Debatten” hinlänglich bekannt . Gleichwohl werden anhand des allgemeinen Rührens im diesmal vorzüglich dünnen Süppchen des “SPIEGEL” die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie selbst sogenannt “etablierter” Medien wünschenswert transparent . Desgleichen erklingt als bedenkenswertes Leitmotiv der Ausdruck eines allgemeiner werdenden Unbehagens an jenen Charts und Rankings an , welche - die Verlinkungsdichte registrierend - die “Alpha-” ( sprich Gross- ) Blogger von den “Beta”- Existenzen scheiden . Einen guten Überblick über die “Deutschen Blogcharts” und Konsorten gibt Oliver Gassner in “Telepolis” : Blogs lesen statt Blogs hauen .

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DIE BETA- BLOGGER - EIN HISTORISCHES DRAMA

czz blog bubbleRegieanweisung : Zitierte Blogs und Namen erscheinen in diesem Kontext als Positionen wurden in keiner Weise dazu aufgeführt , die sich dahinter befindlichen Personen zu desavouieren . Zu lesen und zu betrachten als angewandte Einführung in die Typen und Thesen deutscher Blog- Debatten .

Diesmal war es - und wir behandeln hier mit bewusstem Verzug ein in Wochenfrist bereits historisch gewordenes Drama - “DER SPIEGEL” , welcher den ersten Stein warf . Mitten ins Sommerloch und so begann sofort zu brodeln im Blogger- Biotop . - - - Same procedure as every …

DER SPIEGEL , 20. 7. | SpOn , 21. 7. : Die Beta- Blogger

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

( … ) Schätzungsweise 500.000 deutschsprachige Blogs gibt es. Die meisten sind sanft entschlafene Karteileichen. Rund 200.000 sind aktiv. Das klingt nach viel. Doch global gesehen sind die Deutschen Blog-Muffel. Nur etwa jeder fünfte Deutsche liest sie überhaupt jemals. In den USA und Japan ist es jeder Dritte. In Südkorea und den Niederlanden tun es 40 Prozent der Bevölkerung. (… ) Politische Blogs sind in Deutschland so gut wie nicht vorhanden. Als sich der US-Journalist Sean Sinico während des Bundestagswahlkampfes 2005 in der deutschen Blogosphäre umtat, war sein Urteil vernichtend. Was er sah, waren für ihn “baby steps”. An dem Befund hat sich nicht viel geändert - glaubt man in der Szene selbst.

Die Welt ist Scheisse ( Achim Meißner ) , 20. 7. : Blogs funktionieren nicht, weil …

Irgendwie ist mein Interesse für die Frage “Funktioniere ich bzw. als Blogger” nicht wirklich vorhanden. Die Deutsche Blogosphäre ist die Verlinkungsphäre einer Linkliste, die sowas von typisch Deutsch ist, dass man durchaus müde drüber lächeln muss. Die “Deutschen Blogcharts” als Messinstrument der Relevanz von Blogs zu verwenden, ist, ja, hm, schlicht lächerlich. Aus dieser Kleingeisteratmosphäre entwickelte sich dann wohl auch die Aufteilung der Blogs in A, B und C-Blogger. Das ist sowas von Vereinsmeierei, köstlich. Es fehlt nur noch der Deutsche Blograt e.V., dann wäre das groteske Dutzend sicherlich voll.

Warum funktioniert hier in Deutschland dennoch die Blogosphäre nicht? In anderen Ländern gibt es ja auch eine funktionierende, also geldverdienende, Bloglandschaft? Allein schon die Annahme, etwas funktioniert nur dann, wenn Geld verdient wird, lässt tief blicken. Geld, Geld, Geld, ist ja der Gradmesser des Menschsein schlechthin. ( …) Das Geplapper der sog. A-Blogger wird mit 100% Sicherheit garantiert nicht zu so hohen Verlinkungszahlen führen, wie diese Charts es vermuten lassen. Konsequenter Weise kann man sogar davon ausgehen, dass 99% der Listen-A-Blogs mit gefakten Verlinkungen arbeiten. Man hat ja was zu verlieren…tss…

F!XMBR ( Christian Sickendieck ) , 20. 7. : Ich muss mich vielleicht korrigieren - Blogs scheinen doch zu funktionieren

[ Vorspiel mit Blick auf ein unmittelbar vorangegangenes Debattentheater : Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren , 18. 7. - Eine Replik auf des Don Dahlmanns ( seines Zeichens WELT- Blogger , Ex- Edelfeder des eben unsanft in die ewigen Jagdgründe eingegangenen "Literatur"- Design- Magazinchens "mindestenshaltbar" u. v. a. m. ) Klage über die Impotenz deutscher Blogs sowohl hinsichtlich des politischen Impacts als auch der Monetarisierung ]

Der SPIEGEL hat panische Angst, panische Angst vor Bloggern. Und das nicht zu Unrecht. ( … ) Der Artikel der SPIEGEL-Redakteure Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen zeigt den SPIEGEL der heutigen Zeit. Lächerlich, es wird Meinungsmache betrieben. Journalisten, die zufällig eine Weblogsoftware aufgesetzt haben - Niggemeier und Broder - müssen dafür herhalten, um zu zeigen, was für ein Niveau auf deutschen Blogs herrscht. ( … ) Die sogenannten Journalisten beweisen mit großen Enthusiasmus warum Journalismus in Deutschland nicht mehr funktioniert. ( …. ) Ich stell mir wirklich die Frage, ob Blogs nicht doch funktionieren. Wenn diese panische Artikel im SPIEGEL erscheint, scheinen Blogs doch wahrgenommen zu werden. Der Spiegelfechter wird als große Gefahr angesehen. Und - er zeigt die wahre Qualität des heutigen Journalismus. Erbärmlich.

czz blog bubbleDer Spiegelfechter ( Jens Berger ) , 21. 7. : Beta- Journalisten und Beta- Blogger

Der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein “neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und “unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt. ( … )

Die deutsche Politblogszene steckt noch in den Kinderschuhen, aber auch Kinder entwachsen irgendwann ihren Schuhen. Während die „klassischen Medien“ vor zwanzig Jahren noch eine große Glaubwürdigkeit beim Leser genossen, so gehört dies mittlerweile der Geschichte an. Seit seiner neoliberalen Wende ist der SPIEGEL bei wirtschaftspolitischen Themen in etwa so glaubwürdig, wie die Apothekenumschau bei Gesundheitsthemen. Wenn man seine eigenen Fehler sieht, kann man sie abschalten – das Problem an den “Mainstreammedien“ ist allerdings, dass sie ihre eigenen Fehler nicht sehen und Kritik als “Freaktum“ abtun. In einem Gespräch über dieses Thema sagte Michael Rutz – Chefredakteur beim “Rheinischen Merkur“ – dem Autor, sein Blatt kommentiere aktuelle Themen stets objektiv. Im journalistischen Kontext ist ein Kommentar allerdings per Definition “die persönliche Meinung des Autors“ und kann bestenfalls zu einem “objektiven“ Bild beim Leser beitragen, aber nie selbst “objektiv“ sein. Diese “unfreiwillige“ Offenbarung des Selbstbildnisses des deutschen Journalismus, illustriert die Kernaufgabe von Blogs.

Indiskretion Ehrensache ( Thomas Knüwer ) , 22. 7. : Der erschreckende Misserfolg von Spiegel Online

Es wird Zeit für eine Rechnung. 89.1 Millionen Besucher hatte Spiegel Online laut der Messung der IVW im Juni. Damit ist die Seite Marktführer unter den Nachrichten-Angeboten im deutschen Internet. Ein Blick in das Impressum zeigt, wie hoch der personelle Aufwand ist, um diese Position zu erreichen. So ich richtig gezählt habe, schreiben für Spiegel Online 87 feste journalistische Kräfte sowie 28 freie Autoren. Hinzu kommen zehn graphische und technische Kräfte. 125 Spiegelonlineraner, also. Das macht pro Mitarbeiter eine monatliche Besucherzahl von rund 712.800, was pro Tag 23.760 macht. Allerdings: Nicht eingerechnet ist dabei die Print-Redaktion des “Spiegel” als Inhaltelieferant.

Das klingt nach viel, ist aber erschreckend wenig. ( … ) Noch dramatischer fällt der Vergleich mit Jens Matheuszik, dem Pottblogger aus. Mit einer Stunde Arbeit pro Tag bringt er es auf 2000 Besucher. Macht 60.000 Besucher monatlich mit einem Arbeitseinsatz von 30 Stunden. Wäre Matheuszik Spiegel-Online-Mitarbeiter, würde er mehr Leser erreichen als seine Kollegen.

Auch der Blick in die USA macht deutlich, wie wenig Gewicht Spiegel Online hat. Das monothematisch auf Wirtschaft aufgebaute Angebot des “Wall Street Journal” erreichte im Juni doppelt so viele Leser wie Spiegel Online. Und: Die rund drei Millionen Besucher täglich bedeuten, dass nicht einmal vier Prozent der Deutschen die führenden Nachrichten-Seite des Landes täglich nutzen.

medienlese ( Klaus Jarchow ) , 23. 7. : Es ist doch zu albern !

Da verfasst ein missgelauntes Spiegel-Trio ein dreiseitiges Elaborat über die Armutsästhetik in den klapprigen Fischerhütten “deutscher Online-Schreiber”, vergleicht ihr proletarisches Ambiente mit den blankpolierten Glaspalästen deutscher Offline-Schreiber, aber auch mit den inkommensurablen Wolkenkratzern amerikanischer Spitzenblogger. Das Trio der Spiegleins stellt uns dann sogar einige dieser darbenden ‘Blogger’ in persona vor, die natürlich genau das nicht können sollen, was die professionellen Mitglieder der Journalistenzunft täglich so akkurat beherrschen - und am Ende erweist es sich, dass sämtliche Beteiligte in diesem redaktionellen Kasperltheater allesamt auch wiederum nur Journalisten gewesen sind.

Regieanweisung : Während sich die Debatte in Hunderten Kommentaren und Abschriften weiterspinnt , senkt sich langsam der Vorhang .

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SYNOPSIS

czz blog bubbleDass “Blog” nicht gleich “Blog” ist , dürfte gerade auf dieser in|ad|ae|qu|aten “Beta”- Seite hiermit hinreichend demonstriert worden sein . Dessenungeachtet zitierten wir als zusammenfassende Handreichung die kleine Blog- Typologie , die der schon erwähnte Oliver Gassner in “Telepolis” zusammengetragen hat . ( Wobei wir uns die Anmerkung , dass TP nach verschiedenen Erweiterungen des Autorenpools cum grano salis zu geniessen sei , in diesem Fall sparen . - in|ad|ae|qu|at haben wir uns redaktionell gestattet , Schreibfehler stillschweigend zu korrigieren sowie relativierende Links einzufügen . ]

Blogs und Blogs und ihre Unterschiede. Ich sehe mehrere Tendenzen:

  • ‘Klassische’ Medien, die Blogs in ihren Mix integrieren. nennen wir mal Handelsblatt und TAZ als Beispiele.
  • Medien, die neue und eigene Plattformen aufsetzen. Sagen wir: “Der Westen” von der WAZ-Gruppe und Germanblogs von Holtzbrinck (leben die noch? - Disclosure: Ich hab da mal geschrieben.)
  • Blogplattformen, die sich als Verlag strukturieren, was grob heißt, dass es eine thematisch-redaktionelle Steuerung und eine Anzeigenakquise gibt und dass die Blogger aufwandsabhängig bezahlt werden. Beispiele: Der abgebrochene Versuch der Spreeblick KG -was dann in den Anzeigenvermarkter Adical / Adnation mündete -, die Blogwerk AG (D: wo ich auch schreibe) und eine ganze Reihe von US-Vorbildern. voran die Techcrunch-Familie.
  • Einzelblogs als Fulltime-Job in Abhängigkeit von einem oder einer kleinen Zahl von Auftraggebern/Finanziers, Paradigma: “deutsche startups
  • Einzelblogs mit vielen Besuchern, die Anzeigeneinnahmen haben, aber oft nicht Fulltime-Job sind. Also das Spektrum von Basic Thinking (D: mit Robert kooperiere ich geschäftlich) über wirres und andere Blogs aus den deutschen Top 100.
  • Die große und überwiegende Masse an Privatblogs, meist werbefrei und manchmal aus guten Grund ohne Impressum.

(Die Pseudoblogs der SEOs lassen wir hier mal außen vor, das ist der Dschungel.)

Etwa in diesem Spektrum dürfte sich auch verteilen, wie “redaktionell” oder “journalistisch” in dem Blog agiert wird oder wie sehr Rücksichten sowohl auf Publikum (was den Blogger angeht) als auch auf Werbetreibende (was eher den Verlagsaspekt berührt) in die Mitte oder an den Rand rücken.

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LETZTE FRAGE - LETZE ANTWORT

F : “Und was hat in|ad|ae|qu|at als unabhängige Literatur- und Kunstseite mit obgenannten Themen , Typen und Tendenzen zu tun ?”
A : “Field Recording .”

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EDIT

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KLANGAPPARAT

Nervös und schwebend atmosphärisch : Die Vokabeln , welche sich sonst als antipdoische Attribute zur Charakteristik von Sounds anbieten czz-hoerempfehlungwürden , fliessen unter Fusharas ( MySpace ) flinken Fingern zusammen : Als Teil drei unseres Mini- Portraits des bemerkenswer straighten Hamburger Netlabel plainaudio präsentieren wir den jungen Londoner Debütanten mit seiner “Rising“- EP : Nach all den schwierigen Blog- Schlieren ein eminent erhebenendes perkussives Reinigungsrtual ! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rising | 02. Irrational Act | 03. Symbol Of State |||

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User- Generated vs. MSM | Von Äpfeln und Birnen



Nun ist es wieder einmal verbucht und verbrieft : Mainstream Media ( MSM ) , Ressort- Journalismus und hierarchische Arbeitsteilug generieren einen konsistenteren Content als “User generated” Networks . Das - - nota bene von Journalistenschulen und -Interessensvertretungen betriebene - - Project for Excellence in Journalism ( PEW ) knallt uns die Asse harter Fakten so auf die Platte , dass diese und wir Leser erbeben . Die Darstellung erfolgt selbstverständlich gänzlich ohne Tendenz :

If someday we have a world without journalists, or at least without editors, what would the news agenda look like ? How would citizens make up a front page differently than professional news people ? If a new crop of user-news sites - and measures of user activity on mainstream news sites - are any indication, the news agenda will be more diverse, more transitory, and often draw on a very different and perhaps controversial list of sources, according to a new study.

Ebenso selbstverständlich und ebenso ohne jeden Bias tönt die Paraphrase seitens des FAZ- Netzökonomen Holger Schmidt :

Iphone statt Irak: Was Nutzer wirklich lesen . Wenn es eines Tages keine Journalisten mehr gäbe, wie würden dann die Nachrichten aussehen? Welche Auswahl treffen die „Bürgerjournalisten” ?

picto aepfel birne

Was also hat aber das PEW und wie herausgefunden ? - Während in der Vergleichswoche 24. bis 29. Juni die Themen “Irak” und “Immigrations- Debatte” in den MSM vorherrschten , glänzten als meist empfohlene Highlights ausgewählter User- Foren ( Digg , Del.icio.us , Reddit + Yahoo News ) Stories über iphone und Nintendo . Im Folgenden zitieren wir einige Facts and Findings und gestatten uns eine kurze Beschlagwortung :

  • The news agenda of the three user-sites that week was markedly different from that of the mainstream press. Many of the stories users selected did not appear anywhere among the top stories in the mainstream media coverage studied. And there was often little in the way of follow-up. Most stories on the user-news sites appeared only once, never to be repeated again in the week we studied.

( User- generated : Volatilität der Themen vs. MSM : Konsequente Fortführung )

  • The sources user news sites draw on are strikingly different from the mainstream media. Seven in ten stories on the user sites come either from blogs or Web sites such as YouTube and WebMd that do not focus mostly on news.

( User- generated : Unprofessionelle bis zweifelhafte Quellen )

  • The three user news sites differed from one another in subtle ways. Reddit was the most likely to focus on political events from Washington, such as coverage of Vice President Cheney; Digg was particularly focused on the release of Apple’s new iPhone; Del.icio.us had the most fragmented mix of stories and the least overlap with the News Index.
  • On Yahoo News—even when picking from a limited list of stories Yahoo editors had already pared down—users’ top stories only rarely matched those of the news professionals.

( User- Vorlieben vs. News- Index )

  • There were mostly similarities in what people are most likely to email each other versus what they recommend or view on Yahoo News. But there were some differences. Most Recommended stories focused more on “news you can use” such as advice from the World Health Organization to exercise one’s legs during long flights; the Most Viewed stories were often breaking news, more sensational in nature, with a heavy dose of crime and celebrity; and the Most Emailed stories were more diverse, with a mix of the practical and the oddball.

( User- Vorlieben : Praktisches und Sensation )

  • Despite claims that the Web would internationalize consumers’ news diets, coverage across the three user-news sites focused more on domestic events and less on news from abroad than the mainstream media that week. Yahoo News, both on its main news page and three most popular pages, meanwhile, stood out for being decidedly more international that week.

( User- generated : WWW = Wenig Welt Wissen )

Dass hier methodisch Äpfel mit Birnen verglichen werden , liegt auf der Hand : Da die Prominenz bestimmter User- generated News mit den Vorlieben ihrer Leser steigt , entsteht das Bild einer auf blosse Faits divers und Räuberpistolen ausgerichteten Berichterstattung . Hätte man die entsprechenden Ressorts der MSM ebenfalls nach der Anzahl tatsächlicher Leser ausgewertet , erschiene die Opposition “harte” vs. “softe” & “bunte” News weniger krass . Ohne diese Entzerrung bleibt ein schiefes Bild . Simples wie irrelevantes Spiel mit statistischen Ziffern , kommentiert der E- News- Profi Mathew Ingram . Oder , wie es Clicked- Autor Will Femia unter dem Titel WE REPORT, YOU’RE STUPID formuliert :

The Project for Excellence in Journalism has managed to kick up a bit of dust from the equine corpse of the bloggers vs. journalism argument with an odd bit of straw man-ism seasoned with a dose of red herring.

picto aepfel birne

Sarkastisch der ex- Harvard Business Review- Redakteur und Autor für NYT , Guardian ect. , Nicholas G. Carr :

So what happens when “the people formally known as the audience,” as the citizen journalism hypesters like to say, take charge of the dissemination of news? ( …) When you replace professional editors with a crowd or a social network, you actually end up accelerating the dumbing-down of news. News becomes a stream of junk-food-like morsels. The people formerly known as the audience may turn out to be the people formerly known as informed.

Auch Andreas Göldi ( Beobachtungen zur Medienkonvergenz ) greift auf die Metapher des Essens zurück , um die Nowendigkeit der Verabreichung manchen sauren News- Apfels seitens professioneller Journalisten zu illustireren :

Aber mal im Ernst: Ein bisschen sind diese Präferenzen ja schon beunruhigend. Wie kann eine demokratische Gesellschaft funktionieren, wenn die Stimmbürger nur noch solche nichtpolitischen (und nichtwirtschaftlichen und nichtkulturellen) Themen mitverfolgen ? Vielleicht sind “wichtige” News ja ein bisschen wie gesundes Essen: Es schmeckt nicht unbedingt, aber man sollte es trotzdem konsumieren, weil sonst was fehlt. Und oft braucht man jemanden, der einen dazu motiviert oder gar sanft zwingt. Traditionelle Newsmedien sind genau so aufgebaut: Erst gibt’s mal gesundes, aber wenig schmackhaftes Gemüse (Politik), dann was Nährstoffhaltiges (Wirtschaft und Kultur) und zum Schluss folgt als Belohnung das Dessert (Lifestyle, Vermischtes etc.).

Eine schöne Bescherung . Aber auch eine schöne Bestätigung in Argument und Metaphorik : Es ist Herbst . Ernte . Dank . Für Äpfel und Birnen .

picto aepfel birne

Links :

Related :

  • Debatte : “Von der Edelfeder zum Contentlieferanten? - Printmedien im Wandel” ( newsroom ) ( onlinejournalismus )
  • Google Groups übersieht Neuigkeiten ( Heise )
  • EinNordung der deutschen Blogsphäre ( Robert Basic )

Einen Erntedank gibt’s mit Klang und Tanz gibt’s auch beim soundsicheren netlabel Thinner / Autoplate . Aus den jüngsten Releases werden wir dieser Tage einige reife Früchte pflücken . Und servieren , wenn’s genehm ist . Wenn krill.minima ( aka Martin Juhls ) just in Dortmund einen czz hörempfehlungUrlaub Auf Balkonien anbietet , könnte uns das als Phäaken schon ganz schön skeptisch stimmen . Das tagging dieser Release 098 mit dem Genre “Minimal Dub” klingt da ein klein wenig lockender . Und - ach ! Man möchte ein Rilke sein , um diese letzten und lässig wärmenden Strahlen des Indian Summer poetisch zu beschwören  … Blick auf Apfel- oder Birnbaum , die Blätter zittern leicht in der Brise , “befiehl den letzten Früchten, voll zu sein” . Psychohygiene pur , lieblichste basale Stimulierung und ein wenig Schaum auf dem Most . Click Tracks to Listen : 01. Sommerdellen (3:39) | 02. Knuspermarsch (5:57) | 03. Heizkörper Lauschen (4:26) . Es gibt zwar noch fünf weitere Köstlichkeiten , doch wir wollen - aus oben ersichtlichen Gründen - nun andächtig in|ad|ae|qu|at bei Track Numero 04. innehalten . Der Titel : Apfelbaumgrund (6:55) |||

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8tung, gesetz der serie, opti-blog



Getrommelt wird’s und gepfiffen : Die österreichischen Fern Seher sind die auferzwungene Nahsicht auf die Soap-WG “Mitten im 8ten” los :

Fav-mag

Der Standard will zuerst gewusst haben , das per 29. Juni das unechte Serienleben im Falschen zu Ende geht und der begrüssenswerten Familien- Dysfunktion des Mittendrin-Malcom weichen wird . Futurama , wie Das Schandblatt suggeriert , wäre da wahrlich auch nicht eben von Schlechten Eltern , Gedankensprung sieht trotz alledem die ultimative Sinnkrise jeder Idee von “Innovation” . web adventueres outet sich als Teil jener Majorität , welche nur lateral - quasi aus dem Aufgenwinkel - auf die ORF- Seife gestiegen ist ( gerade mal 100.000 am Mittwoch zur Nachrichtenzeit ) , damit hätte das “Herzstück der ORF-Reform vom 10. April” gerade mal zwei einhalb Monate lang überlebt : Reife Zeit also für ein Mitten im Notschlachten . Guter Anlass , auch einmal Leser-lich über die Standard- Forum- Un- Kultur nachzudenken .

Fav-search

Zum Thema Seiten- und Seher- Optimierung hat auf der franzöisischen Nuage de Blogs ein höchst kultiviertes Lanzenstechen statt - zur Hölle mit diesem Schielen auf Noten und Quoten & Clicks und Hits ! - Wer sein Blog heimlich im stillen Kämmerlein trotzdem über- und vortrefflich nach vorne bringen will , lässt sich von - jetzt auch per Video! - optiniche beraten . Oder man schmeisst die bisherigen Sommerpläne und pilgert nach San Franzisco , unterwirft sich am 21. und 22. 7. den Regeln des WordCamp , wird so ein better blogger oder WordPress- Futurist .

fav wiki

Die Personal- Ranking- Picto- Illu- Strata kommen von AllMyFaves , welches Licht ins Dunkel der virutellen Orientierungslosigkeit verspricht .

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monday | monTAG | montage von montagsmodellen



Montäglich ist dem Sonntäglichen Sermon mit den tags “conspiracy” / “shutdown” / “paranoia” ein Vernunftgrund nachzureichen . Nämlich es wurde beim emotional katholisch kathartischen Bad in der Wiener Web- Wäsche eine essentielle Frage vergessen . Die wird jetzt im werktäglichen protestantischem Arbeits- und Aufklärungs- Geist nachgestellt .

Es handelt sich um eine Entscheidungsfrage . Dual rational . Mit A. oder B. zu beantworten . Tertium non datur , West oder Ost . Böse 1 oder Böse 2 . Am Effekt - den für Kleinunternehmer , Netzarbeiter und Freiberufler ohne Lobby unbekömmlichen Verhältnissen der alternativlosen Abhängigkeit von einem ( zugegeben : selbst ) gesetzten System von infrastrukturellen Ressourcen [[ kein Systemtechniker in der Firma , der rennt , wenn's brennt , kein Leihgerät von der Ü- Stelle , und All Das bei laufendem Ticker der kostenpflichtig ohne konkrete Produktfertigung und -Vergütung vergehenden Zeit ]] , ob diese nerven- und wertverzehrende Dependenz Ergebnis und Effekt sei von :::

shower miniA. der traditionell ( und politisch total inkorrekt ) als “Balkanismus” bezeichneten , sehr wienerischen Mischung aus Schlamperei, Nepotismus und institutionellem Feudalismus ? [ Also ::: Paradigma "Osten" , "Chaos" , G. von Rezzoris "Maghrebinische Geschichten" . ]

oder ob

shower dogB. diese nur mit “Kismet” zu nehmende Abhängigkeit von arroganten Anbietern und Marktführer- Monopolen nicht umgekehrt dem Neoliberalismus westlicher Prägung entspringt , der vernehmlich “freien Wirtschaft” mit ihrer Orientierung am Survival of the Fittest ?

Möglicherweise strömen da aber doch just in Wien zwei Miasmen zusammen wie zwei einander verstärkende Abgase . Atemberaubend sind sie allemal . Das hilft nur Eins , um kühlen Kopf zu bewahren ::: Ein Shower / Schauer / Schaudern ! ( Chowder auch erlaubt . )

shower marine emergency

Das weiss man, was man physiotherapeutisch hat . Weniger zu wissen ist das bei den schnell erhitzten Aufregern , welche die Presse montaglich serviert . Vielleicht sind die anzuzeigenden kulturpessimistischen Instantsuppen ja wirklich das Ergebnis eines langen Sommerwochenendes bei heissem Kopf und klein köchelnder intellektueller Flamme ? - Montag muss jedenfalls was ins Blatt . Oder online .

shower miniIn der FAZ ist mal wieder Harald Staun zugange ( remember : Die Staun-ende Diagnose von Autismus und Autoerotik der Blogosphäre ) und beackert eine - schön österreichisch gesagt - “g’mahte Wiesen” . Springt auf den neuerdings kulturpessimistischen Zug David Weinbergers auf . Derselbe Blog- Weinberger , welcher als Co- Autor der 95 ( Luther ) Thesen des Cluetrain- Manifests im Jahr 1999 dem Web 2.0 eine herzlich idealistische Morgengabe bereitet hatte , tönt jetzt , eight years after , sehr viel skeptischer . In der Welt der Blogger, Tagger, Digger, Social Bookmarker und DiY- Beschlagworter gingen mit den alten taxonomischen Vereinbarungen auch deren kollektive Sinnstiftungspotenziale verloren : Das einstige “Paradigm Lost”- Lamento heisst jetzt “Everything Is Miscellaneous” und meint , kurz gesagt ::: Alles wird Wurst .

Ha ! - Was für ein buchstäblich gefundenes Fressen für das - um die alte Themen- und Deutungsmacht bangende - Feuilleton ! - Mit dem Kriterienverlust der Kategorisierungen zerstäuben ( abstrakt gesagt ) gesellschaftsstiftende Bezüge , konkret aber auch die Zuständigkeiten und Revier- Privilegien der klassischen Medien- Ressorts .

shower dogStaun übt sich als Wiederholungstäter , indem er erneut die frei publizierende Welt in die Schranken von Ordnung und Subordination verweist . QUOTE ::: “Die Neuordnung des Wissens mag ein Zeichen für die Demokratisierung sein, doch angesichts solcher Effekte fällt es schwer, den Ruf nach autoritären Auswahlverfahren zu unterdrücken. Dass sich Zeitungsredakteure der geballten Weisheit der Massen nicht voreilig geschlagen geben müssen, liegt wohl auch daran, dass das Sortieren, Bewerten, das Aufblähen und Verschweigen von Nachrichten nicht nur pure Herrschaftsausübung ist - sondern einfach auch eine Dienstleistung, die dann doch der ein oder andere Leser zu schätzen weiß. Dass diese Entscheidungen kein Ausdruck einer natürlichen Ordnung sind, beginnen nun allerdings auch die Leser zu merken.” UNQUOTE .

Taxatorisch stehen Folksonomy versus FAZonomie ::: Unterschiede bestehen - eben ganz im Gegesatz zur Annahme “natürlicher” Odnungen in der behaupteten Kompetenz . Ob sich selbige in Stauns Artikel tatsächlich zu nachvollziehbarer Geltung bringt , sei rhetorisch dahingestellt . - - Der Mann kann einfach nicht anders handeln wie New Yorker- Autor John Colapinto , der ungebührliche Leserreaktionen auf einen hagiographischen McCartney- Artikel mit rescher Zurechtrückung der Verhältnisse zwischen gebuchtem Print und unberufener Zuschrift konterte . “…And That’s Why You’re A Blogger And Not A Writer”: New Yorker Writer Gets Touchy In Comments Section Of Blog titelt trefflich die Huffington Post und dokumentiert den Verlauf einer recht uneleganten Klärung der Verhältnisse nach redaktioneller Perspektive ( “What a missed opportunity. If only bloggers ran the actual publishing world!” ) .

shower miniNatürlich wieder eine dieser Aufregungen im Wasserglas , gegen welche der empfohlene Shower / Schauer / Schauder klärende Kräfte hätte .

Aber habt Acht : Da kommt ja schon die nächste montägliche Erregung . Droht uns die “digitale Demenz”? bangt ausgerechnet Florian Rötzer in Telepolis , bleibt aber bereits im Untertitel des Artikels keine harte Antwort schuldig ::: “Im Digitalen Zeitalter droht die Vergesslichkeit: Mit den überall zugänglichen digitalen Speichern als ausgelagertem Gedächtnis müssen wir nur noch suchen und brauchen uns nichts mehr merken”. - Nein, das wäre uns gar nicht aufgefallen , dass wir die Masse von PINs, Codes, Passwörtern und Usernamen gedächtnislos ( Plato ! Phaidros ! ) in Apparate tippen, welche selbst wiederum nur durch Eingabe neuer Nummern und neuer Codes zu starten sind .

shower dogAls kulturpessimistisches Montagsmodell passt dieser aufgelegte Aufreger genau in jene Kategorie schnell ausgerufener und wenig recherchierter Trends , welche Das Immermehrblog dankenswert aufspiesst und zusammen stellt : Als helle Eleven des Journalismus stellen sich Mathias Peer und Lenz Jacobsen den Realitäten und das Engagement, Offensichtliches zu benennen : “Welche Trends sind echt und welche werden bloß von übereifrigen Journalisten in die Welt geschrien? Immer mehr ist die Lieblingsfloskel der Trendbehaupter. Es verdeckt schlechte Recherche und mangelnde Fakten. Diesen beiden Wörtern ist dieses Blog gewidmet - Momentaufnahmen einer Welt, die sich angeblich immer mehr in eine Richtung bewegt.” - Bitte immer mehr davon ( siehe Register !) und diesmal Telepolis mit listen !

shower miniGar in Folge Numero 265 geht eben auf onlinejournalismus.de Thomas Mrazeks nimmermüde Serie über Qualitätsjournalismus und das schlimme Internet : “Immer mehr” und “immer weniger” wollen wir solche Annotierungen journalistischer Montagsmodelle missen . Sind fast so wirksam wie Shower / Schauer / Schauder / Chwoder zusammen .

Zu so viel Montag passen und cheesy-ness passen die billig- Disko- Sequenzen der Evil Fairy- EP von Alic , nicht nur bei dem , sondern auch czz hörempfehlungdie Gründer des Netlabels Digital Diamonds : Der Genuss ist Münsteranisch kühl und ungefählich , da nur in Kostproben verabreicht . Dies überdies schlimm- cheep ausgefadet … , wir nehmen den letzten Titel bei dessen Wort . 01.evil fairy , 02.icedive , 03.evil fairy (kalumet remix) , 04.the gentle way of minddestruction (theme fe rework) .

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