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||| Time for some Sunday Late Night Art Radio Show Propaganda

LARK neu 300

LITERATUR ALS RADIOKUNST | Summer Edition 09 , ORF 1 | Kunstradio , Sonntag , 21. 6. 2009 , 23:03 pm | Stereo via UKW | via live- stream Oe1 | webcast KUNSTRADIO | Dolby Digital Surround ( 5.1. ) via OE1DD

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VER - LAUT - BAR - UNG

czz-icon-LITERATUR ALS RADIOKUNST kunstradioUrs Allemann , Jahrgang 1948, zersprengt das erste und einzige Wort seiner virtuosen Performance – “verlautbarung ” – in dessen einzelne Silben , um Widersinn und Widerspenstigkeit dieser Vokabel der offiziösen Kundmachungen ( einst : speziell per Radio- Durchsage ) blosszulegen .

Womit sich nicht nur überraschende Mehrdeutigkeiten erhellen , sondern auch in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt , wer hier wem und was ( kraft welcher Autorität ? ) ver- laut- bart .

Produktionsnotizen Urs Allemann

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STILLGELEGT

czz-icon-LITERATUR ALS RADIOKUNST kunstradioDer sich skrupulös vorantastende Romancier Richard Obermayr , Jahrgang 1970 , sucht dahingegen den Raum zwischen den abgehalfterten Erzählwörtern , um dem Nicht- Mehr, dem Noch- Nicht und dem Vieldeutigen nachzuspüren . Was Buchdruck und öffentliche Lesung verwehren – Vielstimmigkeit einerseits und anderseits Stille – findet im radiophonen Experiment seinen Ort :

stillgelegt” als beklemmendes Tableau eines erstarrten Familienidylls , aus welchem nur die Flucht – per Sprache – möglich ist .

Produktionsnotizen Richard Obermayr

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RELATED

LARK neu 300

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Anja Utlers “Jana , vermacht” heute im ORF- Kunstradio



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Anja Utlers , an dieser Stelle ausführlich vorgestellter Gedichtszyklus “Jana , vermacht” ist heute in grosser Form im ORF- Kunstradio zu hören .

Das Versiegen der linearen Rede in Ellipsen und lautlichen Ansätzen ( Glottisschlag ) kreist um die Unmöglichkeit , persönliche Kriegserlebnisse zu erfragen | zu besprechen .

Das buchstäbliche ( durch das entsprechende Zeichen aus der Lautschrift im Text signalisirte ) Im- Halse- Stecken- Bleiben der Rede wurde in dieser verstörenden und konsequenten Weise noch nie verbalsiert .

Wo das Unsägliche sich bis ins Lexikon vorfrisst , die Wörtlichkeit verschlingend , wäre quasi das Gegenstück zur onomatopoetischen Expressivität von Ernst Jandlsschtzngrmm” ( audio ) erreicht . Dessen Übermass an lautpoetisch evozierter Konkretheit hält Anja Utler ( stellvertretend für die Enkelgeneration ) einen sprachlichen “Unterdruck” entgegen , welcher sich noch die Frage versagt .

Zum Mitlesen finden sich Teile der “Partitur” des in der edition korrespondenzen erschienenen Buches zum Mitlesen in unserem in|ad|ae|qu|aten Text- und Soundportrait.

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Richard Obermayr im ORF- Studio | Produktionsnotizen



||| ZUR WAHL DER LITERATUR ALS RADIOKÜNSTLER | RICHARD OBERMAYR | DURCHLÄUFE DER LEKTÜRE | IM GROSSEN HÖRSPIELSTUDIO : DYNAMIK MIT ÜBERRASCHUNGSGAST | KLANGMATERIAL IN BEARBEITUNG | HINWEIS | RELATED

ZUR WAHL DER LITERATUR ALS RADIOKÜNSTLER

RP3_Mischpult_Detail_copyright_Christiane_Zintzen

Nach welchen Kriterien fällt eigentlich die Wahl auf gewisse Dichterinnen und Schriftsteller , welche wir einladen , eine Produktion für die Reihe “Literatur als Radiokunst ” zu gestalten ? -

Die oft gestellte Frage lässt sich im Grunde nur im Raum einer gewissen Unschärfe beantworten . Selbstverständlich scannen wir die Neuerscheinungen zeitgenössischer Autorinnen und Autoren sofort nach der möglichen Eignung der jeweiligen Verfasser für unser - jedesmal neues und jedes Mal ergebnisoffenes - radiophones Experiment . Wobei sich “Eignung” gleichwie aus einer besonderen Musikalität der Sprache ableiten mag wie aus dem Eindruck eines expressiven , artikulierten Ausdrucksbegehrens .

Letztlich braucht es auch eines gewisse Flexibilität des Denkens und der Verständigung , um während der konkreten Studioarbeit neue Sprechweisen auszuprobieren , sich von überlangen Textpassagen zu trennen und sich auf den ununterbrochenen Prozess minimer Entscheidungen einzulassen ( “Welche Version ?” , “Wohin gewisse Textblöcke setzen ?” , “Welche elektroakustischen Modulationen verträgt eine gewisse Textebene und welche nicht ?” ) .

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RICHARD OBERMAYR

Obermayr_Leitner_ST4_copyright_Christiane_ZintzenDass “Literatur als Radiokunst” allerdings mitnichten am Tropf der saisonalen Neuerscheinungen hängt , erweist sich bei unserer jüngsten Arbeit mit Richard Obermayr . Immerhin liegt das akklamierte Romandébut des 1970 geborenen Oberösterreichers , “Der gefälschte Himmel” , bereits elf Jahre zurück . Man weiss zwar , dass er an einem weiteren grösseren Prosawerk arbeitet , erhält indes nur sehr selten einen spärlichen Einblick durch rare Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften . Obwohl er Auskünfte über seine Projekte in ebenso beredten wie gewitzten Ablenkungsmanövern von sich weist , ist zu wissen , dass hier Einer dicht und skrupulös am Text arbeitet : Eine Eigenschaft , welche uns natürlich auch für Produktionen von “Literatur als Radiokunst ” eminent interessiert .

Auch in den Vorgesprächen gab Richard wenig preis von seinem ersten radiophonen Vorhaben , es blieb das einprägsame Bild einiger atmosphärischer Details wie dasjenige einer Wespe , welche nach obsessiver Präsenz endlich irgendwo im Horizont verschwindet - ein Detail , welches während der Studioarbeit auf geradezu kuriose Weise summend und schwirrend und sich verlierend sozusagen auf die Produktion zurückfiel …

Der zwei Tage vor Produktionsstart schliesslich übersandte Text spaltete sich in zwei dicht ineinander verwobene Parts für eine “Erzählerstimme” ( Situationsbeschreibung , Regieanweisung ) , durchbrochen und überlagert von einem subjektiven , eher kolloquial gehaltenen und assoziativen Part des ( gedachten ) Aufbegehrens , Ausbruchswillens aus einem als mortifiziert oder eingefrorenen vorgestellten ( Familien- ) Bild . Szenisches Standbild vs. unaufhaltsame Gedankenflucht : zwei treffliche akustische und performative Dispostive .

Sie sind allein mit der toten Zeit, die noch weiter läuft wie ein Projektor in einem leeren Kinosaal immer noch sein Licht auf die Leinwand wirft.
Und jetzt, da alles geschehen ist, ein ganzes Leben vorüber ist, ist es wieder still, als sei hier alle Angst ausgestanden und alles unbekannt und ein neuer Anfang möglich. Stell dir vor, du bist es. Es ist
lange her. Ein neuer Tag bricht an, nur das Haus bleibt davon verschont.

Alles schweigt, aber sein eigenes Schweigen teilt man mit niemandem. Noch bleibt jedes Schweigen beharrlich für sich, im Flur das Bellen des Hundes, das ausbleibt,
Eben noch, nicht anders gewohnt, mein erster Gedanke
war
das fehlende Knarzen der Treppen, im Wohnzimmer das Schweigen des Klaviers und die Stille der Pendeluhr, in der Küche das fehlende Zischen der Gasflammen. Noch bleibt jede Stille wie ein Schatten bei
seinem Ursprung, eine Weile lang noch …
sind das da draußen immer noch die gleichen Krähen wie damals, sollten sie nicht schon weit weg sein, auf anderen Bäumen weit fort von hier?
Möglich, daß etwas passiert ist, sie aber hat es noch nicht erreicht. Sie wissen es nicht, was mit ihnen geschehen ist, als wenn man sie vergessen hätte, sich nicht mehr um sie sorgt.

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DURCHLÄUFE DER LEKTÜRE

Obermayr_ST4_copyright_Christiane_ZintzenDurchlauf Numero eins und Gelegenheit zum “Einlesen” : Die recte gesetzten , beschreibenden Parts . Selbst der ausgezeichnete und praktisch fehlerfreie Rezitator bedarf einiger Wiederholungen , um Vertrauen ins Mikrophon und in die Situation im kleinen Sprecherstudio zu fassen , die richtige Stimmlage und eine flüssige Intonation zu finden .

Diese “Durchläufe” geben auch Tonmeister Martin Leitner hinreichend Gelegenheit , sich auf Text und Vortragenden einzustellen , sodass er den Sprecher selbständig darauf aufmerksam machen kann , wenn etwas “stockt” oder manieriert wirkt . Mitunter fühlen wir uns an Axel Cortis Sprechweise im legendären “Schalldämpfer” erinnert .

Trotzdem erweisen bereits die Prosa- Durchläufe , dass der mitgebrachte Text bei weitem zu lang ist und Richard - siehe oben : “Flexibilität des Denkens und der Verständigung” - sich ohne Zagen ins radikale Kürzen stürzt . “Kann man weglassen” , “brauch ma nicht” : Das ist Keiner , der in jedem Fall auf jedem Detail seiner ( sichtlich nicht leicht erkämpften ) Hervorbringungen insisitert : Mithin auch dies eine Grundvoraussetzung für die radiophone Verflüssigung eines geschriebenen Werks .

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IM GROSSEN HÖRSPIELSTUDIO : DYNAMIK MIT ÜBERRASCHUNGSGAST

Obermayr_ST4_HörspielstudioObermayr_RP3_copyright_Christiane_ZintzenTrotz der beim kühnen Kürzen an den Tag gelegten Verve , scheint sich für die Kursiv- Passagen im engen Sprecherstudio kein überzeugender “anderer” Ton zu finden . Die ändert sich schlagartig und eminent begeisternd , als wir den Strauss der Mikrophone in das grosse , das theatrale Hörspielstudio transferieren . Hier kann sich Richard - dank der “surround” ausgerichteten Mics - gehend , stehend , treppauf und treppab im Grossraum bewegen und : Bingo ! - Wir dürfen von jetzt an ein expressives und witziges , hochkonzentriertes histrionisches Talent erleben . Als bräuchte es die aus der Bewegung und dem abrupten Stopp überschiessende Energie , um diese dann in die frei gesprochene Textpassage zu überführen …

Was uns Horcher hinter der Scheibe darüber hinaus fasziniert , ist die offenbare Anwesenheit einer ( und dem Klang nach : keiner kleinen ) Fliege im Hörspielraum : Bestens eingefangen durch die feinst eingestellten Mikrophone , summt und brummt das Tier in abenteuerlichen Kurven quasi einen Generalbass zum Gesprochenen . Auch als der Autor längst die Rezitation beendet hat , nehmen wir die eindrucksvolle Fliege noch ein paar Minuten lang solo auf , bis sie - wie im Bild der davon schwirrenden Wespe - sich allmählich irgendwo im Unhörbaren verliert . Ein herrliches Klangmotiv , welches sich in das vom Text geschilderten , überreif- dekadenten und irgendwie in Starre verwesenden Szenario schmiegt …

Und voilà : Da haben wir wieder einmal einen dieser kleinen - meist aus einem Zufall herrührenden - Ausbrüche aus der “Literatur als Radiokunst”- Selbstbeschränkung , die aus der Leserstimme gewonnenen Worte , Töne und Geräusche als ausschliessliches Klangmaterial für weitere Bearbeitungen zu verwenden . Sei es das Surren des Handys in Monika RincksAm Apparat” , sei es diese zufällige Fliege im grossen Studio : Jede Produktion gestattet sich eine solche - mehr oder weniger diskrete - Übertretung der selbstauferlegten Regel .

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KLANGMATERIAL IN BEARBEITUNG

Obermayr_Leitner_RP3_copyright_Christiane_ZintzenDie folgenden zwei Tage gelten nun der Bearbeitung des akustischen Materials via ProTools : Ein hochkonzentriertes Vorantasten von Sekunde zu Sekunde , welches in diesem Fall vor allem im sukzessiven Ineinander- und Gegeneinanderschieben der beiden Artikulationsregister besteht . Kolloquiale Halbsätze werden freigestellt und als Interjektionen und | oder Nachhall in die hochsprachlich deskriptiven Passagen injiziert , so dass sukzessive eine immer dichter werdende Durchdringung der differenten Textebenen entsteht .

Als Generalbass und akustisch einbettendes Element fungiert selbstredend unsere Zufallsfliege . Womit genau jenes Monate zuvor am Kafeehaustisch formulierte und auf Papier skizzierte Bild entsteht , auf welches man vertraut hatte .

Somit ist Richard Obermayrs akustisches Erstlingswerk “stillgelegt” ein aus Textplan und -Streichung , Stimm- und Raumexperimentieren , minutiöser Feinarbeit der Nachbearbeitung plus dem Faktor “Zufall” bestmöglich geglücktes Stück auditiver Literatur geworden - und damit ein in allen Kategorien typisches wie eigensinniges Stück “Literatur als Radiokunst” .

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HINWEIS

Richard Obermayrs “stillgelegt” geht - zusammen mit Urs Allemanns “Verlautbarung” - am Sonntag, den 21. Juni im ORF- Kunstradio auf Sendung . Weitere Ankündigungen werden Ihnen nicht erspart bleiben .

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RELATED

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NEUES VON FREUNDEN



||| WIEN - LITERATUR - TEXTVORSTELLUNGEN | BERLIN - LITERATUR - IN MEMORIAM INGER CHRISTENSEN | WIEN - LITERATUR - BUCHPRÄSENTATION GERHARD JASCHKE | WIEN - NEUE MUSIK - MEDIENKUNST - RADIOPORTRAIT ANDREA SODOMKA | KLANGAPPARAT

FACTS_FROM_THE_WORLD_copyright_by_Karstein_Volle ( click to XL )

Collective Transport” aus der Serie “FACTS FROM THE WORLD”
© Karstein Volle @ electrocomics

Nach den ob der beginnenden Osterferien massierten Fluchtbewegungen aus dem Wasserkopf “Wien” in Richtung der diversen Provinzen , war der öffentliche Verkehr ab Freitag nachmittag in besonderer Verdichtung zu erleben . Rollkoffer in Phalangen westwärts , vorgespannt speziell studentisches Personal , sämtlich per Handy und in allen möglichen Dialekten letzte Verabschiedungen und neue Arrangements treffend .

In Gegenrichtung enormer Influx infolge der effektvollen Tourismuswerbung Wien , welche die einströmenden Ostergäste glücklicherweise an allenfalls von alltags- fixierten Stafteinwohnern strikt gemiedenen Örtlichkeiten und SehensWürdigkeiten führt .

Trotz ferialer Zentripetalbewegungen hält die die lokale Literatur wacker die Stellung . Jedenfalls bis zum greinenden Donnerstag .

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WIEN | LITERATUR | TEXTVORSTELLUNGEN

czz-neuesvonfreundenDie seit Jahren etablierte und von verschiedenen Kuratoren | Moderatoren betreute Reihe “Textvorstellungen” präsentiert Erst- Zweit- und ungedruckte Werke von Autorinnen und Autoren , denen die Grand Ochsen- Tour durch die ( nicht immer nur poetischen ) Haine des Literaturbetriebs oft noch bevorsteht . Mit den “Indiskretionen” der bildenden Künstlerin Tersesa Präauer ( Jahrgang 1979 ) ist eine vielseitig Werk- Tätige zu Gast , diei uns im gestrigen “Salon Littéraire” ein paar kurze Texteinsichten gewährte . Wie repräsentativ die Traum- bzw. Erinnerungssequenzen für dad gesamte Schreibprojekt sind , mag man anlässliche der Lesung selbst beurteilen .

Auch die in Linz lebende Elisabeth Vera Rathenböck ( Jahrgang 1966 ) taucht mit ihrem Prosaband “Die Stunde der Nattern . Bilder einer Kindheit” ( Albatros- Verlag ) szenisch in den Kontinent der Kindheit hinab . Dass hier nicht lediglich Pittoreskes aufgefunden ird , indiziert bereits der Titel des vorgestellten Bandes .

Der Wiener Peter Miniböck ( Jahrgang 1946 ) hat - verfügt als ein etwas älteres Semester bereits hinreichende Erfahrungen mit dem Publikationskarrussell von Anthologien und Literaturzeitschriften . Sein Prosa- Unterfangen “wortkarg . Erprobungen an Analogien” ( Literaturedition Niederösterreich ) inspiriert sich an den still- gestellten Bildern Edward Hoppers sowie an den sparsamen Versen des amerikanischen Lyrikers Robert Lax .

Textvorstellungen Teresa Präauer , Elisabeth Vera Rathenböck und Peter Miniböck - Literarisches Quartier Alte Schmiede - Heute , Montag , 6. 4. 2009 , 19 H

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BERLIN | LITERATUR | IN MEMORIAM INGER CHRISTENSEN

czz-neuesvonfreundenUm der am 2. Januar verstorbenen Poetin Inger Christensen zu gedenken , begibt sich das Literaturhaus Berlin sozusagen “ausser Haus” und zwar in die Villa Elisabeth ( Berlin- Mitte ) .

Mit einem hypnotisierenden ‘die aprikosenbäume gibt es , die aprikosenbäume gibt es‘ beginnt das berühmteste Gedicht der grossen dänischen Dichterin Inger Christensen. ‘alfabet‘ ist ein Buchstabieren der Welt, ein Schöpfungsbericht von großem Reichtum.

Beeinflusst von der Sprachtheorie Noam Chomskys, Prinzipien der musikalischen Komposition und ihren naturwissenschaftlichen Studien, war Inger Christensens Schreiben oft davon geprägt, Naturwissenschaft und Poesie zusammenzubringen, um dadurch einer poetologischen Erklärung der Welt nahe zu kommen. Den Weg zu dieser Poetologie ebnete die Sprache und die dem Rhythmus innewohnende Ordnung. ‘Wenn ich Gedichte schreibe, dann kann es mir einfallen, so zu tun, als schriebe nicht ich, sondern die Sprache selbst ‘, sagte Christensen einmal.

Ihr zum Andenken lesen Marcel Beyer , Ulrike Draesner , Elke Erb , Aris Fioretos , der Übersetzer Hanns Grössel , Herta Müller , Lutz Seiler , Ulf Stolterfoht u. a. Im Anschluss an die Lesungen wird der Film “Inger Christensen . Cikadernes Findes” ( IMDb ) von Jytte Rex gezeigt .

die aprikosenbäume gibt es – In memoriam Inger Christensen - Literaturhaus Berlin @ Villa Elisabeth , Invalidenstraße 3 , 10 115 Berlin-Mitte - Heute , Montag , 6. 4. 2009 , 20 H

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WIEN | LITERATUR | BUCHPRÄSENTATION GERHARD JASCHKE

czz-neuesvonfreundenUnermüdlicher Statthalter der Avantgarden , Herausgeber der Zeitschrift “Freibord” , Lehrender der Sprachklasse an der Akademie der Bildenden Künste , Co- Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung und nicht zuletzt als Schreibender darf sich Gerhard Jaschke zum 60. Geburtstag ( 7. April ! ) und für sein eben erschienenes Buch “Weltbude” ( Sonderzahl- Verlag ) ruhig einmal feiern lassen .

Die Weltbude ist Gerhard Jaschkes Reich: Verlagssitz, Freibord- Hafen, Schriftstellerklause, Magazin und Archiv - aber ganz sicher kein Elfenbeinturm. Der Ort / das Wort ‘Weltbude‘ ist auch eine feine Metapher für Gerhard Jaschkes Schaffen und wurde nun - anlässlich seines 60. Geburtstages - zum Titel eines Sonderzahl- Buches, welches Anläufe, Skizzen, Anfälle und spontane Wortnotizen enthält.

Es lesen und musizieren ( u. a. ) Michaela Falkner , Petra Ganglbauer , Christine Gironcoli , Christine Huber , Günther Kaip , Ilse Kilic , Margret Kreidl , Peter Matejka , Barbara Neuwirth , Gerhard Rühm , Sylvia Treudl , Ingrid Wald , Fritz Widhalm

Gerhard Jaschkes Weltbude : Buchpräsentation & Fest - Literaturhaus Wien - Dienstag , 7. 4. 2009 , 19 H

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WIEN | NEUE MUSIK - MEDIENKUNST | RADIOPORTRAIT ANDREA SODOMKA

czz-neuesvonfreundenDie Komponistin und Medienkünstlerin Andrea Sodomka ( Jahrgang 1961 ) hat nicht nur eine beeindruckende Vita aufzubieten , sondern auch ein unablässig in diversesten medialen Formen fortmäanderndes Werk . Eine Vielseitigkeit , welche das einstündige Radioformat wohl mit dessen Grenzen konfrontiert . Was für die engagierte Redakteurin für Neue Musik , Susanna Niedermayr , allerdings mitnichten ein Argument dagegen darstellt , den Spuren der “Reisenden zwischen den Welten ” zumindest in Annäherungen zu folgen .

Andrea Sodomka hat seit den frühen 1990er Jahren an zahlreichen digitalen Netzwerk-Projekten federführend mitgewirkt, alleine und als Mitglied der Formation alien productions , die sie vor zwölf Jahren mitbegründet hat.

Statt von Musik spricht Sodomka gerne von Datenkompositionen, denn letztendlich bestünden sowohl der Klang also auch das Bild und der Text im Computer aus Nullen und Einsen. Im Zentrum des künstlerischen Schaffensprozesses steht die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, und immer wieder kommen auch virtuelle Sängerinnen und Sänger in der Musik von Andrea Sodomka zum Einsatz.

Porträt : Andrea Sodomka . Reisende zwischen den Welten - Radio Österreicht 1 , Zeit- Ton - Donnerstag , 9. 4. 2009 , 23:03 H

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KLANGAPPARAT

Blubbern , Glucksen , Wabern , Schaben : Die abstrakten , aus Field Recordings und elektroakustischen Klängen generierten Kompositionen der Berlinerin Tanja Dovens ( Jahrgang 1975 ) czz-hoerempfehlungaka die minimalistin lässt die klassische Klavierausbildung kaum mehr ahnen . Alltagsgeräusche , direkt eingesprochene poetische Passagen , eingebettet in Verschiebungen , Verkehrungen und Verfremdungen geleiten in tendenziell sinistre , indes allerdings eminent erweiterte Klangräume . Hier die eben beim Netlabel Clinical Archives erschienene Release “Lichttod” .

Zeit nehmen , abtauchen .

CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

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Ausstellung “10 Jahre Literatur als Radiokunst” im “Standard”



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standard 09 03 26 ( click to XL )

Der Standard , Wien , 26. 3. 2009

Update , 27. 3. : Um einige irreführende Fakten zurecht zu rücken , haben wir dem Zeitungsartikel mit folgendem Leser- Kommentar versehen :

Sanfter Hinweis

Leider haben sich einige kleine Fehler in diese äusserst wohlwollende Darstellung eingeschlichen . In Würdigung der MitarbeiterInnen des “Kunstradio” sowie des Literaturhauses und der beteiligten KünstlerInnen sei das ungewöhnliche Teamwork hervorzuheben , ohne welches eine derartige No- Budget- Produktion überhaupt möglich wurde ( http://tinyurl.com/dmspt7 ) .

Im Übrigen wird die Sendung “Kunstradio” Sonntags abends auf Ö1 ausgestrahlt ( 23:03 H ) .

Dies sei , mit Verlaub , keine Beckmesserei , sondern eine Reverenz an die mitwirkende Geduld aller Beteiligten .

In diesem Zusammenhang dürfen wir in|ad|ae|qu|at noch einmal an den Newsletter des Literaturhauses Wien ( Ausgabe März | April ) erinnern .

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