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“Preissegen” ? - Vom pittoresken Preisregen auf aride Zonen exzeptioneller Textproduktion



||| FLORIANA 2008 | H. C. ARTMANN- PREIS 2008 | PREISE DER STADT WIEN | AUSSCHREIBUNG DER STADT WIEN | BUNDESMINISTERIN VERTEILT “WÜRDIGUNGSPREISE” ZUR ERÖFFNUNG DER ‘BUCH WIEN’ | BUCH.08 - SCHWEIZER BUCHPREIS | NOCH FRAGEN … ? - PREIS- EINREICHUNG LEIPZIG ‘09 | GEWINNER DES 16. OPEN MIKE | KLANGAPPARAT

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( Auch für Literaturpreise der Fall ?! )

czz lorbeer-awardDass sich mit Literaturpreisen die Preis- Geber ( bzw. -Verleiher und - Verschleisser ) midestens ebenso schmücken wie die in die Rolle von “glücklichen” , “verdienten” und “würdigen” Preis- Empfängern gedrängten Literaturproduzierenden ist als Ritual eines feudalen Literaturbetriebs längst bekannt .

Nun gibt es allerdings einen wahres Preisgewitter anzuzeigen , welcher als fruchtbaren Landregen die notorische leeren Kassen mancher Laureaten füllt , sondern - eingekleidet ins Stadtkostümchen - auch dazu dienlich sein mag , den Beginn der ersten , allerersten BUCH WIEN zu promoten .

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FLORIANA 2008

czz lorbeer-awardDa alles Gute bekanntlich dem Weiten Land entspringt, seien zunächst die gestern verkündeten Preisträger der zweieinhalb Tage lang über die Bühne der heiligen Hallen des Stiftes St. Florian ( OÖ ) gegangenen Literatur- Biennale FLORiANA offenbart . Aus 117 Einreichungen hat die Jury neun Autoren und Autorinnen ausgewählt, die sich der Jury und einem interessierten Publikum an diesen zwei Tagen präsentiert haben.

And the Winners are :

Der Förderpreis für oberösterreichische Autoren geht an einen Text, der im lexikalischen Stil die Geschichte eines fiktiven Schriftstellers und seines fiktiven Science-Fiction-Romans entwickelt. Der Autor treibt ein raffiniertes ironisches Spiel mit dem Genre literarischer Utopien. Er siedelt die Entstehungszeit seines Textes nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft an, wodurch eine doppelte utopische Spiegelung von Zukunft und Vergangenheit entsteht. Dafür erhält Christoph Aistleitner den Förderpreis für oberösterreichische Autoren in der Höhe von € 1.500.- ( … ) .

Der dritte Preis der FLORIANA geht an einen Text, der in bester österreichischer Tradition radikaler Sprachkritik bildhaft den ökonomischen Tauschwert von Liebesbeziehungen verhandelt. Wie Ideen und Wertvorstellungen von uns Besitz ergreifen können, wird mit Begriffen aus der Biologie veranschaulicht, die im Bild der Tulpe aufblühen. Lisa Spalt erhält den dritten Preis der FLORIANA, in der Höhe von € 2.000.- ( … ) .

Der zweite Preis der FLORIANA geht an eine Geschichte von Hingabe und Unterwerfung, der verführerischen Nähe von Begehren und Gewalt: ein Text von immenser Sprachwut, der eine beträchtliche Sogwirkung entwickelt. Michala Falkner erhält für ein wüstes Liebesidyll den zweiten Preis der FLORIANA, dotiert mit € 3.000.- ( ….) .

Der erste Preis der FLORIANA geht an einen Text, der sich in hochkomplexer Weise der Entwertung von Sprache ästhetisch auseinandersetzt. Das Thema des Textes ist Gewalt. Der Autor verknüpft mit rhythmischer Dringlichkeit Motive, Bilder, Begriffe zu einem dichten Textgewebe. Für dieses Sprachkunstwerk erhält Ulrich Schlotmann den ersten Preis in der Höhe von € 7.000.- ( … ) .

Mit Ulrich Schlotmann und Lisa Spalt wurden nicht nur zei aus dem “Salon Liittéraire” @ in|ad|ae|qu|at bekannte Kräfte auserkoren , sondern auch zwei lebhafte Sprach- Sound- Setzer , welche - Lisa Spalt 2000 , Ulrich Schlotmann 2007 - ihre Texte gehörig in Radiokunst übertragen haben .

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H. C. ARTMANN- PREIS 2008

czz lorbeer-awardEbenfalls nur jedes zweite Jahr vergibt die Stadt Wien den nach dem 2000 verstorbenen Poeten H.C. Artmann benannten Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik :

Nach Peter Waterhouse ( 2004 ) und Ferdinand Schmatz ( 2006 ) geht der mit € 10.000 dotiert Preis disjahr an Oswald Egger . - auch dieser übrigens ein “Literatur als Radiokunst“- Veteran , dessen Produktion “tuning , stumm” im Jahr 2004 den Karl Sczuka-Förderpreis des SWR 2004 errang . ( rk )

Die Verleihung findet Anfang 2009 in der Alten Schmiede statt.

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PREISE DER STADT WIEN

czz lorbeer-awardWohl nicht ganz zufällig im terminlichen Weichbild der neu etablierten BUCH WIEN überreichte der Wiener Kulturstadtrat im Wiener Rathaus im Rahmen einer Gala die Preise der Stadt Wien für das Jahr 2008 - Kategorie “Synergie unter Bedingungen der Aufmerksamkeitsökonomie” .

Die Preise der Stadt Wien werden jährlich sozusagen polydisziplinär vergeben und sind mit je € 8.000 dotiert . Ein Novum ist , dass die einzelnen Preisträger nicht mit je individuellen Laudationes von Fachkollegen bedacht werden ( zum berüchtigten Null- Honorar ) , sondern , dass alle Zwölf mit einem einzigen rhetorischen Streich gewürdigt und -ehrt wurden .

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AUSSCHREIBUNG DER STADT WIEN

czz lorbeer-awardGleichzieitg lädt die Stadt Wie bereits jetzt zur Bewerbung um die entsprechenden Auszeichnungen anno 2009 ein :

Die Stadt Wien stiftet alljährlich zu vergebende Preise für hervorragende Leistungen in den Bereichen Musik (Komposition), Literatur, Publizistik, bildende Kunst, Architektur, Wissenschaften und Volksbildung in der Höhe von je 8.000 Euro bis zu einem Gesamtbetrag in der Höhe von 96.000 Euro. Sie werden als Würdigung für das bisherige Lebenswerk verliehen, das geeignet ist, die Bedeutung Wiens und Österreichs als Pflegestätten der Kunst, Wissenschaft und Volksbildung hervorzuheben. Mit dieser Ehrung können Einzelpersonen und Teams ausgezeichnet werden. Es sind jedoch Leistungen ausgeschlossen, die bereits mit einem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet wurden.

Die Entscheidung über die Vergabe der Preise erfolgt nach freiem Ermessen durch unabhängige Jurys und ist unter Ausschluss jedes Rechtsmittels gültig. ( … ) Bewerbungen sind mit einem ausführlichen Lebenslauf und Unterlagen, die die bisherige Tätigkeit in geeigneter Form darstellen, an die Kulturabteilung der Stadt Wien (1082 Wien, Friedrich-Schmidt-Platz 5), die auch weitere Auskünfte unter der Rufnummer 4000/84766 erteilt, bis zum 31. März des Folgejahres zu richten.

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BUNDESMINISTERIN VERTEILT “WÜRDIGUNGSPREISE” ZUR ERÖFFNUNG DER ‘BUCH WIEN’

czz lorbeer-awardWohl um den national- offiziösen Rang der aus der Retorte gezauberten Messe BUCH WIEN ( einem aufgebauschten Update der bislang eher drögen “Buchwoche” im Rathaus ) zu akzentuieren , gab sich Bundesministerin Schmidt zur Eröffnung der ( hoffentlich nicht der Agonie des Linzer LITERA- Unterfangens nachgeratenden ) BUCH WIEN höchstselbst die Ehre , folgende Preise und deren Träger zu verlautbaren :

Das Interessanteste an solchen Presse- Aussendungen ist selbstverständlich der Blick auf die personelle Besetzung der Jurien “hinter” den einzelnen Auszeichnungen …

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BUCH.08 - SCHWEIZER BUCHPREIS

czz lorbeer-awardMit der Terminierung auf 17. bis 23. 11 nimmt die BUCH WIEN ( formerly known asBuchwoche” ) sozusagen dier BuCH.08 ( formerly known as BuchBasel ) die Klinke aus der Hand .

Nun wurde - in schagfertiger Reaktion auf die tendenzielle Vernachlässigung schweizerischer Geistes- und Verlagsprodukte beim “Deutschen Buchpreis” ( remember : Frankfurter Buchmesse ?! ) - ein “Schweizer Buchpreis” ausgelobt und am Sonntag auch promt einem maximmal allen CH- Clichés spottenden Prosawerk zuerkannt ( sFr.50.000.- ). Fairerweise sei an dieser Stelle indes nicht verschwiegen , dass sich der in Rede stehende Titel auch bereits auf der shortlist des dbp fand .

Rudolf LappertsNach Hause schwimmen” ( Hanser | HörbucHHamburg ) erzählt im multiperspektivischenen Patchwork von den ungebutterten Seiten juvenilen Lebens und das mit einem im besten Sinne angloamerikanischen Drive , dass man sich bei dessen Letüre immer wieder neu vergeswissern muss , dass kein übersetztes Werk vorliegt .

Matt Ruff könnte dem in Irland lebenden Schriftsteller für sein Werk Pate gestanden haben … entstanden ist jedenfalls ein neuer Holden Caulfield , wenngleich die Erzählung manche Verschlankung vertragen hätte …

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NOCH FRAGEN … ? - PREIS- EINREICHUNG LEIPZIG ‘09

czz lorbeer-awardWer jetzt keinen Preis hat findet keinen mehr … Dies gilt dringlich auch für entsprechende Aspirationen hinsichtlich der Frühjahrsmesse zu Leipzig :

Noch bis zum 30. November können Verlage ihre Neuerscheinungen in den Kategorien ‘Belletristik’, ‘Sachbuch und Essayistik’ sowie ‘Übersetzung’ für den ‘Preis der Leipziger Buchmesse 2009′ einreichen.

Am 12. März, dem ersten Tag der Leipziger Buchmesse, soll die mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Auszeichnung an herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen verliehen werden.

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NACHTRAG : DIE GEWINNER DES 16. OPEN MIKE

czz lorbeer-awardDie Gewinner des 16. open mike- Wettbewerbs der Literaturwerkstatt Berlin stehen fest !

Aus über 650 eingegangenen gültigen Bewerbungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wählten sechs Lektoren aus renommierten Verlagen die 22 Autoren und Autorinnen aus, die am 15. und 16. November 2008 beim Wettbewerb in der Wabe in Berlin ihre Texte vortrugen. Die Juroren Thomas Glavinic, Monika Rinck und Feridun Zaimoglu ermittelten die Gewinner.

Die Gewinner :

  • Sonia Petner - geboren 1979 in Waldenburg ( Polen ) , arbeitet als Übersetzerin und Journalistin in Berlin . Organisiert Lesungen und Diskussionen . Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien
  • Svealena ( Svea Lena ) Kutschke - geboren 1977 in Lübeck , studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim . Sie las beim 14. Open Mike und nahm 2006 | 07 an der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto Stiftung teil . Lebt in Berlin .
  • Thien Tran - geboren 1979 in Ho Chi Minh- Stadt ( Südvietnam ) , lebt seit 1982 in Deutschland . Studium der Germanistik , Philosophie und klassischen Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln . 2003 Praktikant im Tropen Verlag . Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften und Anthologien ( u.a. Versa , Artic , Sprachgebunden , Das Gedicht , Floppy Myriapoda , Carpe Plumbum , Intendenzen . Zuletzt: Neubuch, hrsg. von Ron Winkler 2008 ) . 2006 Nominierung für das Rolf Dieter Brinkmann- Stipendium , Studienabbruch . Neben Lyrik auch Buchrezensionen . Lebt und arbeitet in Köln .
  • Johanna Wack - geboren 1979 in Hamburg . Studiert in Hamburg Ökotrophologie . Ist Mutter von Marlene ( geb. im Mai 2007 ) . Schreibt seit einigen Jahren Kurzgeschichten , die sie u. a. auf Poetry Slams vorträgt . Auftritte in Funk und Fernsehen , Veröffentlichungen in Anthologien und in der Tagespresse .

Die Gewinner gehen direkt im Anschluss auf Lesereise :

Die Wettbewerbstexte des 16. open mike sind als Anthologie im Allitera Verlag erschienen - Deutschlandradio Kultur sendet am Sonntag den 23. 11. um 0.05 Uhr die Reportage “16. open mike”.

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KLANGAPPARAT

Dass DJ Dusty seine der dark side of the moon zuneigenden Track- Sequenzen tatsächlich aus der Antarktikis sendet ( wie auf der MySpace - Seite behauptet ) , dünkt uns bereits des Strom- und Equipment- czz-hoerempfehlungAufwandes wegen als Mystifikation . Im treibendem Amalgam von periodischer Achtziger- Jahre- Kälte und akut pulsierenden , hitzigen Heartbeats des Trance scheint dieser Kryptiker indes mitten unter uns zu siedeln .

Auf der Webseite des Netlabels intoxik lassen sich die vier Tracks von “Domino” live streamen . Für den unabhängigen - und , believe me , vielseitig verwenbaren Hausgerbrauch , bietet sich das Download eines taktvoll obsessiven Bonustracks . Heftige Empfehlung .

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LITERATUR ALS RADIOKUNST | Karl- Sczuka- Förderpreis 2008 an die Lyrikerin Anja Utler



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AUDIO ART | AUTHORS | AWARDS

LOGO LITERATUR ALS RADIOKUN

Wie berichtet , geht der vom SWR ausgerichtete Karl- Sczuka- Preis 2008 für Hörspiel und Radiokunst an Thomas Meinecke & David Moufang .

Den Förderpreis erhält die LITERATUR ALS RADIOKUNST- Produktion “suchrufen , taub” der Lyrikerin ANJA UTLER . Im Jahr 2004 war bereits die der genannten Reihe produzierte Produktion OSWALD EGGERS - “tuning , stumm” - mit diesem Preis ausgezeichnet worden .

Die Preisverleihung findet am 18. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2008 statt . Die integrale Vorführung der ausgezeichneten Werke erfolgt an zwei Terminen :

Das ORF- KUNSTRADIO hat dazu Informationsseiten in deutscher und englischer Sprache eingerichtet :

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LINKS | RELATED

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Karl- Sczuka- Preis 2008 für Hörspiel und Radiokunst an Thomas Meinecke & David Moufang - Förderpreis an die “Literatur als Radiokunst”- Produktion von Anja Utler



||| KARL- SCZUKA- PREIS : MEINECKE & MOUFANG | KARL- SCZUKA- FÖRDERPREIS : ANJA UTLER | TERMINE | KLANGAPPARAT | LINKS | RELATED

KARL- SCZUKA- PREIS : MEINECKE & MOUFANG

icon soundDer Autor Thomas Meinecke und der Musiker David Moufang erhalten den vom Südwestrundfunk gestifteten Karl- Sczuka- Preis 2008 für Hörspiel als Radiokunst . Sie werden für ihr gemeinsames Radiostück “Übersetzungen | Translations” ausgezeichnet , das als Produktion des Bayerischen Rundfunk am 19. Oktober 2007 urgesendet wurde . Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden .

Insgesamt sind 89 Wettbewerbsbeiträge aus 22 Ländern eingereicht worden , davon 38 freie Autorenproduktionen . Das vom BR produzierte Preiswerk ist innerhalb des CD-Doppelalbums “flugbegleiter - übersetzungen | translations“ beim Label Intermedium Records erschienen .

Über die Zuerkennung der Preise hat eine unabhängige Jury entschieden . Jurymitglieder waren der Musiktheater- Regisseur und frühere Rektor der Freiburger Musikhochschule Johann- Georg Schaarschmidt ( Vorsitz ) , der Schriftsteller Marcel Beyer , der Journalist und Medienkritiker Frank Kaspar , die Musikkritikerin Monika Lichtenfeld sowie die Publizistin , Literaturwissenschaftlerin und ehemalige Kultur-Staatsministerin Christina Weiss .

Aus der Begründung der unabhängigen Jury unter früheren Rektors der Musikhochschule Freiburg Johann- Georg Schaarschmidt :

In ihrer Gemeinschaftsarbeit ‘Übersetzungen | Translations’ entwickeln Thomas Meinecke und David Moufang (alias Move D) aus dem Alphabet als Lautvorrat zehn musikalische Miniaturen. Semantisch und akustisch assoziationsreiche Wortpaare wie Osterglocke – Daffodil werden zerlegt, rebuchstabiert und mit Klängen und Mustern der Club- und Jazzmusik verzahnt. Ein ironisch-reflektierendes Spiel zwischen Sprachen und Stilebenen, zwischen zwei souverän interagierenden Künstler-Freunden, das die Phantasie des Hörers an der langen Leine spazierenführt.

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KARL- SCZUKA- FÖRDERPREIS AN ANJA UTLER

icon soundDer diesjährige Karl- Sczuka- Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro geht an die in Wien lebende Lyrikerin Anja Utler , die ihren Text “suchrufen, taub” für das ORF Kunstradio als mehrkanalige 5.1-Produktion realisiert hat , die am 8. Juli 2007 auf Ö1 urgesendet wurde .

Nach Oswald Egger ( “tuning, stumm” , ORF- Produktion und SWR- Auszeichnung 2004 ) darf die Reihe “Literatur als Radiokunst” mit dem ausgezeichneten Werk Anja Utlers nun bereits den zweiten Karl- Sczuka- Förderpreis für sich verbuchen . Wir gratulieren !

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TERMINE

Die Preisverleihung findet am 18. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2008 statt .

Im Radio :

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KLANGAPPARAT

Einen - im Klangspektrum freilich reduzierten - Eindruck hinsichtlich Art, Takt und Charakter von Anja Utlers prämierter 5.1- czz-hoerempfehlungProduktion “suchrufen, taub” lässt sich via Audio- File ( RealPlayer ) von den Seiten des ORF- Kunstradio abrufen . Kommentar der Autorin , auch vor dem Mikrophon Sprecherin in eigener ( poetischer ) Sache :

Wellen, die zu vielen lecken können und zu niemandem: das ist blind sprechen, und taub. Die asymmetrische, richtungslose Form des Radiosprechens. Der Körper, an dem die Strömungen des eigenen Munds vielleicht aufbrechen, verbleibt im geschützten Raum des Ungesehenen und Ungehörten. Er gibt nicht direkt Laut, aber er treibt Laute hervor: am Widerstand gischtet das Wasser auf. Umfließend, lösen sich immer neu gemaserte Wörter aus einander – in welchem Suchlaut könnten die Konturen der fantasierten Hörerin, des fantasierten Hörers sich treffen? So brechen für die Sprecherin die tastenden, fragenden Wörter in sich selbst zurück; nicht in einem Widerstrom von außen werden sie gefangen, allein in der Zeit heben sie sich auf.

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LINKS

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RELATED

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Preise , Projekt & Präsentation von Autorinnen & Autoren der LITERATUR ALS RADIOKUNST



||| AUSRUFUNG VON AUSZEICHNUNG | POETISCHE PREISE | ANLASS ZUR ANKÜNDIGUNG | FORTSETZUNG FRITZPUNKT | FREIE FORMATE IM LITERARISCHEN LEBEN | KLANGAPPARAT

AUSRUFUNG VON AUSZEICHNUNG

lorbeer awardMontag ist’s und ganz amtlich schlüpfen wir in|ad|ae|qu|at in die Rolle des Moderators und Ausrufers - angenehmer ! - Nachrichten . Aus den jüngsten literarischen Auszeichnungen von Ann Cotten , Oswald Egger und Ulf Stolterfoht dürfen wir auch ein wenig Zuspruch für die Autoren- Projekte der Reihe Literatur als Radiokunst beziehen : In den neun Jahren der experimentellen Reihe haben wir etliche Autorinnen und Autoren ins Studio gebeten , bevor der Preisreigen sich ihnen zuneigte . |||

POETISCHE PREISE

lorbeer awardANN COTTEN ( “parkbank” , 2007 ) hat inzwischen nicht nur den Reinhard- Priessnitz- Preis erhalten , sondern wurde jetzt eben für ihr lyrisches Debüt der “Fremdwörterbuchsonette” mit dem Heidelberger Clemens-Brentano- Preis ausgezeichnet . Die Jury würdigte laut dpa ihr “anarchisches Formbewusstsein und ihren künstlerischen Eigensinn” . Cotten belebe die Tradition des Sonetts und bringe unpoetisches Sprachmaterial zum Klingen . Das kurz danach zuerkannte George- Saiko- Reisestipendium möge dazu beitragen , weitere verblüffende Versmasse voll zu machen . Mehr in unserem Salon Littéraire .

Am 12. Februar hat die Literaturwerkstatt Berlin einige der Lyrikpreisträger 2007 mit Lesungen von Franz Josef Czernin , Oswald Egger , Christian Schloyer und Judith Zander vorgestellt ( via kartograph ) . |||

ANLASS ZUR ANKÜNDIGUNG

lorbeer awardANN COTTEN , ANJA UTLER , DANIEL WISSER und ULRICH SCHLOTMANN ( siehe auch : Salon Littéraire ) werden am Montag 3. 3. 2008 ihre Literatur als Radiokunst- Produktionen 2007 im Rahmen der schon traditionellen Résumée- Veranstaltungen in Wiens Literarischem Quartier Alte Schmiede vorstellen .

Die vier je etwa 15- minütigen und eigens für die akustische Realisierung mit und durch die Autoren im Studio entstandenen Textverdichtungen erkunden Alternativen zu den traditionellen Genres von “Hörspiel” oder “Lesung” . Mit Unterstützung des ORF sind die Arbeiten in 5.1.- Kanal- Surround- Qualität zu hören .

FORTSETZUNG FRITZPUNKT

Das Projekt FRITZPUNKT ( “Aber die Schuldfrage…”. Marianne Fritz’ Naturgemäss. Eine Belangsendung” , 2004 ) wird sich dem Werk der am 1. 10. 2007 verstorbenen Autorin in vielgestaltigen Ausformungen einer “langfristige Masslosigkeit” annehmen . Damit wird die seit 2002 in mannigfaltigen Versuchsanordnungen , Ortsterminen und Sprechformen unternommene Begehung des ungewöhnlichen und schwer überblickbaren Textgelände auch in den Jahren 2008 | 2009 fortgesetzt .

Marianne Fritz | “Die Festung” ist als Erkundung in fünf Teilen vorgesehen :

  • Die Festung - Teil 1a , b und c : Die Schwerkraft der Verhältnisse im roten Wien . Eine öffentliche Meinungspflege ( März & April 2008 )
  • Die Festung - Teil 2 : Wir wollen eh nur singen : und das unbedingt !
    4 Tage Klausur unter einer hohen Wand ( Mai 2008 )
  • Die Festung - Teil 3 : Dessen Sprache du nicht verstehst . 12 Tage = 288 Stunden Dieseda und Diesedort ( Oktober 2008 )
  • Die Festung - Teil 4 : Wenn du mein Hirn gefunden hast , erzähle ihm Vertrautes . Ein Lernstück als Musiktheater ( Frühling 2009 )
  • Die Festung - Teil 5 : MF oder Die Zertrümmerung der Verhältnisse durch die Anschauung . Eine performative Handreichung zur Ausstellungspraxis ( Herbst 2009 ) |||

FREIE FORMATE IM LITERARISCHEN LEBEN

Ungewöhnliche “Formate” des “Besprechens” und “Behandelns” von Literatur : Man möge sich zu den Begehungen begeben und keinen reinen Reim erwarten . Ganz wie bei Literatur als Radiokunst , desssen Produktiontermime im März 2008 starten . |||

KLANGAPPARAT

Zur Feier der Anlässe gibt es heute einen nahezu sensationellen Klangapparat . Das @ Mixotik per Stream oder Download zu geniessende Netlabel Mixtape Vol.4 von DJ Frosty strahlt rare Dynamik und hält diese ganze 73 Minuten und 41 Sekunden lang am straffen Band . Der Mann aus Siegen mit den flinken Fingern an den Reglern lässt uns keine ruhige czz hörempfehlungMinute , rhythmische Galoppwechsel erfolgen galore . Wenige , indes präzise eingesetzte FX vermitteln zwischen komplexen Klangfarben und -Texturen , welche recht konsequent die beliebigen und beliebten Presets ignorieren . Also : Ohren generalüberholen und ‘raus in die Abenteuer der Sounds . Schon die Tatsache , dass die ersten Takte aus der umwerfenden Titelmusik von GHOST IN THE SHELL ausgeborgt sind , ersetzt jedes Eigenblutdoping . Als Disclaimer müssen wir allerdings noch hinzufügen , dass wir uns anlässlich der Präsentation von Mixtape Vol. 2 bei der Idnetifizierung der Person mit einem schwedischen Labelbetreiber wohl gehörig vertan haben . Wer mehr und es besser weiss , möge es melden ! - CLICK LINK TO LISTEN . |||