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NEUES VON FREUNDEN



||| TÜRKISCH - ÖSTERREICHISCHE WECHSELREDE | LARS GUSTAFSSON - LEIBHAFTG | WORTWERFT - SCHALLDICHT | SPOKEN POETRY MAL ZWO | ANGELIKA KAUFMANN : REISE … NACH … | KLANGAPPARAT

Den sommerlichen Temperaturen entsprechend , kleiden sich unsere in|ad|ae|qu|aten Hinweise heute in nur minimalen Wortstoff . Bekanntlich ist es ja der dahinter- und darunterliegende Kunst- Körper , welcher zählt .

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( Angelika Kaufmann : textzerlegung )

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TÜRKISCH - ÖSTERREICHISCHE WECHSELREDE

czz-neuesvonfreundenEinen Vorgeschmack auf Formen und Fassonen experimenteller türkischer Literatur haben wir in|ad|ae|qu|at im sonntäglichen SALON LITTÈRAIRE mit Hayati Yildiz’ staunenswerten Übertragungen der leikalisch wie syntaktisch komplexen Poeme des 1968 geborenen Murat Üstübal gegeben . Selbiges gilt für die SALON- Vorstellung von Sara Heigls Übertragungen der konkreten | seriellen Fügungen Ömer Sismans ( Jahrgang 1980 ) .

Im Rahmen zweier von Erhan Altan und Thomas Eder geleiteten Workshops in Istanbul und Wien unter dem Titel “Experiment mit Tradition“ werden jeweils vier junge experimentelle Dichterinnen und Dichter aus Österreich und aus der Türkei zusammenkommen und über ihr Schreiben diskutieren . Die Begegnung soll einen Einblick in die Bedingungen der je anderen Schreibweisen und deren unterschiedlichen historischen und ästhetischen Voraussetzungen ermöglichen

Zum ersten Mal in der Geschichte der türkischsprachigen Poesie hat sich in den letzten Jahren eine experimentelle Dichtung herausgebildet , die sich in der Türkei erst etablieren muss . Demgegenüber kann und muss die Literatur in Österreich , spätestens seit den Arbeiten der Nachkriegsavantgarde , auf eine “Traditionslinie der Avantgarde“ zurückblicken .

Neben dem Wechselverhältnis zwischen experimentellen Schreibweisen in der jüngsten österreichischen und türkischen Literatur vermag solcherart die Beziehung der Dichterinnen und Dichter zu der eigenen Tradition erkundet werden .

Am Dienstag , 24. 6. , 19:00 Uhr präsentiert Das “Literarische Quartier Alte Schmiede” , Wien , in Fortsetzung des “Festival Europäischer Dichtungen” die Resultate des bilingual türkisch- österreichischen Dichter- und Übersetzerworkshop unter dem Titel : NEUE SPRACHARTISTIK - EXPERIMENT UND TRADITION .

Es lesen ( türkisch | deutsch ) :

Ann Cotten ( Berlin ) | Idil Kizoglu ( Istanbul ) | Petra Nachbaur ( Innsbruck ) | Mehmet Öztek ( Adana ) | Ömer Sisman ( Istanbul ) | Lisa Spalt ( Wien ) | Murat Üstübal ( Konya ) | Anja Utler ( Wien ) unter Mitwirkung der Übersetzerinnen und Übersetzer Erhan Altan , Sara Heigl , Burak Özyalçin und Hayati Yildiz .

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P. S .

Die türkische Version des Sprachen ( en ) - Experiments liegt bereits in bilingualer Buch- Fassung vor :

Altan Eder Experiment mit Tratition 2008GELENEKLE DENEY | EXPERIMENT MIT TRADITION - Haz | Hrsg.: Erhan Altan – Thomas Eder

Avusturya ve Türk þiirinden dörder genç þair 2008 yýlýnýn Mart ve Haziran aylarýnda Ýstanbul ve Viyana’da biraraya gelerek eserleri üzerinde tartýþtýlar. Þairlerin gelenekle deney konusu üzerine hazýrladýklarý metinler ve çevrilmiþ þiirleri bu buluþmaya temel oluþturdu. Almanca ve Türkçe olmak üzere iki dilde yayýmlanan bu kitap, genç Avusturya ve Türk deneysel þiirlerinin günümüzdeki durumu, spesifik iliþkileri ve özel perspektiflerine ýþýk tutmayý amaçlýyor.

Kitapta yer alan þairler: Ann Cotten, Ýdil Kýzýloðlu, Petra Nachbaur, Mehmet Öztek, Lisa Spalt, Ömer Þiþman, Anja Utler, Murat Üstübal. - Çeviriler: Erhan Altan, Sara Heigl, Burak Özyalçýn, Hayati Yýldýz.

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LARS GUSTAFSSON - LEIBHAFTG

Zwei Tage später ist am nämlichen Ort und zur nämlichen Zeit der grosse schwedische Dichter und zeitweilig etwas postmodernistische Romancier Lars Gustafsson in Persona zugegen , mit seiner Erzählug in Versen “Die Sonntage des amerikanischen Mädchens” ( Deutsch von Verena Reichel ) : Darf man etwas pathetisch von einer kleinen Sensation sprechen ?

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WORTWERFT - SCHALLDICHT

czz-neuesvonfreundenVon unserem SALON- Gast Maria Seisenbacher erhalten wir die Einladug zu einem ( selbstverständlich appetitanregenden ) Zeit- Schriften - Service : Als Mitbegründerin und Redakteurin der Literaturzeitschrift KEINE DELIKATESSEN beehrt sie sich , die nun schon elfte Ausgabe des Periodikums - sinnig dem Titelthema “HUNGER” gewidmet” - zu präsentieren . Die Präsentation geht Freitag , 27. Juni ab 20 Uhr im Subterrarium ( 1170 Wien , Jörgerstr. 23 | Kellereingang !!! ) über die Bühne .

Als “Special Guests” tritt die Truppe SCHALLDICHT ( MySpace ) auf den Plan : Wie die WORTWERT interdisziplinär in Sachen Literatur , streben die fünf Musiker ihrerseits nach fachübergreifender Text- Ton - Manipulation . Mitgebracht haben sie ihre neue CD , welche als klangliche Atmosphärenbeilage dem KEINE DELIKATESSEN- Heft beigelegt wird .

WORTWERT sozusagen “pur” gibt es dann am Samstag , 28. Juni im fernen ( ? ) Wiener Neustadt und zwar 18:00 Uhr im Innenhof Bücher Hikade in Wr. Neustadt . 2700 Wiener Neustadt , Herzog-Leopold-Strasse 23 ( 02622 - 21 505 )

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SPOKEN POETRY MAL ZWO

czz-neuesvonfreundenDer vor kurzem im SALON mit den Schwierigkeiten des Erwachens kämpfende Spoken- Poetry -Poeten Markus Köhle beehrt die Wienerstadt dieser Tage gleich mit zwei dicht aufeinander fogenden Performances : Heute geht unter Moderation des bewährten Schikaneder- “Dogma . Chronik . Arschtritt“- Teams Markus Köhle & Mieze Medusa das D- Ö- CH- trinationale GRAND SLAM- Finale über die Bühne des Wiener Metropol : Zwölf Maulhelden der heftigen Poesie im witzigen Wettstreit : Wo bekommt man soviel energetische Leistung um lumpige zehn Euro ? - Metropol , 1170 Wien , Hernalser Hauptstraße 55 , 20 Uhr .

Tags darauf ist Meister Köehle wieder am Wort : Mittwoch , 25. 6. tritt er zusammen mit Jaromir Konecny im Rahmen eines Slam Poetry- Abends der Kunstmeile am Karlsplatz auf : Seebühne , 19:00 Uhr .

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ANGELIKA KAUFMANN : REISE … NACH …

czz-neuesvonfreundenDer kleine Raum von “Splitter Art” in der malerischen Salvatorgasse bietet zwar nicht notwendig eine Hitze- Exil Kühle , dafür das kühl konzentrierte , teils abstrakte , teils an allerlei Aufschreibsystemen orientierte Werk der subtilen Künstlerin Angelika Kaufmann : “REISE … NACH …” bezieht sich vordergründig auf ein Zeichen- Tagebuch einer dreiwöchigen Reise durch den Jemen . In seiner Doppeldeutigkeit reflektiert der Titel selbstredend auch den alten Topos der Reiseliteratur mit - dass wir uns auf fremden Wegen stets auf den Spuren früherer Pioniere , Abenteurer und Traveller bewegen : Nach- Reisende also im wörtlichen Sinn . Splitter Art , 1010 Wien , Salvatorgasse 10 | Fischerstiege 2 - 7., montags bis freitags 11 bis 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr . Selbstverständlich auch nach Vereinbarung ! ( 0664 - 40 30 172 )

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KLANGAPPARAT

Kühle Klänge Eines , den wir hier in|ad|ae|qu|at kaum mehr vorzustellen brauchen ( eins , zwei, drei ) : Norman Fairbanks bringt seine neue EP czz-hoerempfehlungnicht mehr lediglich im Selbstverlag , sondern wird freundlich auch vom Netlabel pentagonik vorgestellt: Living near the Valley hält sich weiter an sein Tenori- On , um uns diesmal kühle wie coole Soundbrisen zuzufächeln : Living Near The Valley . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Passing and Posing | 02. Upper Class | 03. Your Glossy Flesh | 04. Fake City |||

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Salon Littéraire | Maria Seisenbacher : Lokalisation



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

 

Salon Littéraire | Maria Seisenbacher :

Lokalisation

 

lokalisation_copyright_Maria_Seisenbacher

 

“Rindszunge beißen!”, dachte ich und legte mich noch für eine Sekunde über den Tisch, um den letzten Moment noch ins blinde Loch zu starren. Ihre Füße schlichen über den Parkettboden, vor dem Fenster fuhren die Autos viel zu laut und ich musste mich wieder als großes Ohr erweisen, dass ihre Geschichten über den Fluss setzte. Sie habe ja dieses und jenes zu tun und dann noch … und sie mache einfach keinen Hehl daraus, dass …
ihr Gesicht: neben jeder Geburt eine Falte und was dahinter stecken könnte zementiert mit Werbeprodukten.

Fäulnispilze über den Augen und die Wimpern ließen sich nicht mehr entwirren, schwarzes Brett vor der Linse, wie weißlicher Belag auf der Zunge und ich dachte: ” … ja doch, nur mehr dieses eine Mal, nicht wahr? es geht doch immer ums miteinander.” und dieses gedachte und nie ins Wort genommene, wie auch nicht über die Zunge genommene lähmt die Aktionen jedes Schrittes, die endophytisch und zum scheitern nach außen verurteilt sind. ich bleibe auf der Strecke, hechle der Zeit nach, um nicht an den Rändern aus zu rutschen - Zunge neben dem Grat und dann wieder:

“Rindszunge beißen!”, dachte ich und vergrub mich in den Innereien - zart und mild. kurz legte ich Hand an und entzog ihr den erdachten Irrwitz, damit zumindest sie den bitteren Geschmack aus dem Hintergrund kratzen konnte. irgendwie versuchte ich mich unter dem Tisch zu verstecken, um den Frontalangriff der Wurzel zu entgehen. die Schuld bleibt doch immer zwischen den Stühlen und wird klebrig weiter gereicht. ein Kreuz damit, woher es kommt … ihr Lachen und der plötzliche Energieaufwand ihrerseits verbinden Hand und Fuß - ich stand nur mehr am Rumpf mit starrem Blick.

dann kommen Nachrichten mit Schriftzeichen, die eines um das andere besagen, dass sie sich verteidigen muss und sich nicht eingestehen kann, dass sie ihre Lymphbahnen schon nicht mehr verbergen kann. eine Tollwut überkommt mich, angestauter Ekel vor überquellenden gebrühten Fleischsatz, da einem die anderen ja alles zum Letzten reichen können. es gibt immer welche, die den Dreck der anderen vom Boden schlecken und der Tatverdacht macht sich breit, dass man selbst zu denjenigen gehören könnte, wenn man nicht endlich … Saurer Geschmack auf der Zunge, obwohl so schön mündig und voll zwischen den einzelnen Bissen. das Gefühl nackt zu sein …

Weißt du, sie kratzen sie sorgfältig ab, waschen sie und überbrühen sie mit heißem Wasser. ” ein schier verzweifelter Blick aus der anderen Richtung und eine Genugtuung ihr den letzten Rest auch nicht erklärt zu haben. ich erkenne die Notwendigkeit nicht mehr, da sich alles nur mehr in den roten Phasen bewegt und meine Zunge verschlingt die Rindszunge mit wutentbranntem Genuss. “gib mir mehr und lass mir die Singvögel auch noch kommen.” Der Krieg hat irgendwo begonnen und die Hand war mir gebunden im Sturzflug gegen den Widerstand. ich habe Blut geschmeckt.

“Rindszungen beißen!”, dachte ich und sprang in den Kreis, direkt in die Machtfuge neben dem Verlust. Es zischte und kochte, als ich den Rand überging und ihr direkt in den Mund das Wort legte, ihr auch noch die Nasenflügel zudrückte, damit der Schluckreflex einsetzte. Ich versuchte meine Zunge im Zaum zu halten: Durchfallquote massiv. Ein glucksen und köcheln ihrerseits auf meine Blindheit, die alle Vorbehalte zum Gegenstand der Züngelei machte. ich würde sagen es wuchs sich zum Karzinom aus, legte sich über Muskelkörper hinweg und erschien in gelben Augen.

Und dann, ja dann wird sie gepökelt oder geräuchert. Aber zuvor, also ganz am Beginn, muss man das Zungenbändchen durchtrennen - zack! ” ich wollte lachen, ich wollte schreien, wollte mich auf den Bauch legen und mir diesen halten, wie ein altes Schwein - die Stille hielt mich ab. sie kratzte noch die Reste vom weißen Tablett und zerging in diesen. eine Kopfbewegung in meine entgegengesetzte Richtung, die Füße aus meiner Reichweite, die Hand schnell auf einer anderen, um den Stolz nicht zu verlieren. Sie zog die andere Bühne auf, das Licht fiel genau auf sie zu. Meine Vorstellung fiel mit dem Verdacht der unerreichbaren Veränderung von fremd Vertrautem. man stellt sich ja alles so rau vor, aber im Querschnitt rutscht man plötzlich aus, bleibt gerade noch auf den Beinen - stromdurchflutet mit schwerem Klopfen im Ohr.

“Rindszunge beißen!”, dachte ich und zog mich am Faden zurück zum Eingang des schwerelosen Steins auf Gelenk und an den Füßen - meine Geschmacksnerven waren umzogen von weißen Bläschen, die ich zwischen meine Zähne nahm. Beim Beißen ronn salzsüßliches Mundwasser auf meine Lippen - ich schloss die Partie mit Magenkrampf und Blähung. ihre wiederkehrende Freundlichkeit erleichterte die Beendigung, ich besänftigte mich, schwor mir, mich nicht auskochen zu lassen. gar und saftig sollte ich dem entsteigen, was ich losgetretten hatte. im Blickfeld ihr Kopf: jede Strähne ein Leben der Verborgenheit und kaschiert mit einem Lächeln, das zur falschen Seite fiel. ich hielt meinen Körper gerade noch zurück um nicht über die Grenze zu fallen: “Mäßige dich!”

Und nach dem Zungenbändchen, wird sie zwei, drei Stunden in einer Wurzelbrühe gekocht und anschließend die hintere Schlundpartie entfernt.” meine Finger waren angesengt, ich zog sie zurück, legte sie auf meinen Oberschenkel fühlte das Pochen das noch vom Adrenalin zurückgegeben wurde. irgendwann ist ausgespielt, irgendwann muss man seine Grenzen wieder einziehen, irgendwann sollte man seine Beine wieder bewegen können und den Mund nicht mehr voll haben müssen. irgendwann … und gerade dann beginnt es einen Bruch zu bekommen, schlägt sich in die Zahnzwischenräume und hinterlässt süßlichen Stärkegeschmack. der Kopf hebt sich einen Himmel weiter in die andere Richtung, die Augen legen sich den Schleier der Genugtuung an und man hat das Gefühl keinen Meter gegangen zu sein, dass man stehen geblieben -, dass man ergriffen wurde. die Haut wurde rutschig, die Augen weiß, die Zunge hielt sich am Gaumen fest und rutschte mit den Resten der Rindszunge in den Rachenraum. voller Fettgehalt, vortreffliche Geschmacksverbreitung und eine ungesunde Ausgewogenheit legte sich dazwischen. ich sagte: “Endstand!”, und meinte Ausgleich. Für ein Ganzes sind Zungen viel zu lang.

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Maria Seisenbacher

geboren 1978 in Wien , Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft in Wien , Mitglied der intermedialen Literaturgruppe “Wortwerft” , Mitarbeiterin im “Ingeborg Bachmann Verein” , Mitherausgeberin und Redaktionsmitglied der Zeitschrift “Keine Delikatessen ” .

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Lesungen | Performances

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Kooperationen

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Ausstellung

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Anthologien | Zeitschriften

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Referenzen

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Texte im Netz

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Links

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Surround- Auditorium : “Literatur als Radiokunst 2007″ im Literarischen Quartier



||| HEUTE HÖREN | 5.1 SURROUND : WEDER HÖRSPIEL NOCH LESUNG | UTLER + COTTEN - URSENDUNG 8. 7. 2007 | WISSER + SCHLOTMANN - URSENDUNG 9. 12. 2007 | LINKS

HEUTE HÖREN

Hörbuchboom hin , Festivalisierung und Spektakelliteratur her : Während “Literatur als Radiokunst” in sein neuntes Jahr geht und die ersten Studio- Sessions ‘08 starten , geht heute der traditionelle “Live”- Rückblick auf die Produktionen des Vorjahres über die Bühne des Litearischen Quartiers Alte Schmiede in Wien . |||

Funkhaus Wien_Sprecherstudio_Regieplatz 4_copyright_christiane zintzen

5.1 SURROUND : WEDER HÖRSPIEL NOCH LESUNG

Mischpult_korrelationsgradmesser_copyright_christiane zintzenPerfekt getuned im professionellen 5.1- Aufbau ( thanks to Kunstradio und Ö1 ) sind Anja Utler , Ann Cotten , Daniel Wisser und Ulrich Schlotmann auch in persona zugegen , um Auskunft über ihre Konzepte und deren akustische Verwirklichung zu geben . Die vier - je etwa 15- minütigen und eigens für die akustische Realisierung mit und durch die Autoren im Studio - entstandenen Textverdichtungen erkunden Alternativen zu den traditionellen Genres von “Hörspiel” oder “Lesung”.

in|ad|ae|qu|at hat ja seinerseits den Fortgang der jeweiligen Studioarbeit in seinen “Produktionsnotizen” mitstenographiert .

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UTLER + COTTEN - URSENDUNG 8. 7. 2007

Mischpult_korrelationsgradmesser_copyright_christiane zintzen

Die für ihre fundamentale Materialpoesie ausgezeichnete Dichterin ANJA UTLER schwingt sprachlich den Radiowellen nach : In “suchrufen, taub ” erkundet und wendet sie die blind aus den Lautsprechern dringenden Brechungen der Beschallung.

Was indes geschieht, wenn sich das Ich aus dem Bild - folglich Sender und Weltempfänger - verliert, demonstrieren die Sprach-Schreck-Momente von ANN COTTEN : Das minimalistisch und metaphysische Spiel auf der “parkbank ” nimmt den Dreh zwischen Schmerz und Scherz.

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WISSER + SCHLOTMANN - URSENDUNG 9. 12. 2007

Mischpult_korrelationsgradmesser_copyright_christiane zintzenDANIEL WISSER ist literarisch ein unkonventioneller Formalist und Praktiker eines melancholischen Humors. Wissers klägliche Liebesromanze “Die Tür” sprengt das Klischee eines einsinnig fliessenden Bewusstseinsstroms auf in die verschiedenen Klangregister des Pathetischen und Banalen.

Von Eriwan bis Samarkand” lautet das anspielungsreiche Spektrum der Sender, durch welche ULRICH SCHLOTMANN die seit Jahren konsequent praktizierte narrative Grundkonstellation “Ein Mann ging in den Wald” manövriert. Im Splitting der Stimmen auf die fünf Surround-Kanäle geriete das Grobstoffliche des Sprechaktes schwer in die Nähe des Meta- Physischen - wäre da nicht Schlotmanns heimtückische Ironie.

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Update , 11:05 - Sebastian Fasthuber im heutigen Standard über die “Lange Nacht des Hörspiels” , die dort ausgezeichneten Produktionen “Santo Subito” ( Text & Regie Eberhard Petschinka , MDR / ORF 2007 , Prix Europa ) und Helmut Peschinas Bearbeitung von Heimito von Doderers “Die Strudlhofstiege” ( Regie Robert Matejka , Musik Kurt Schwertsik , NDR / ORF 2007 , CD- Edition @ DHV ) sowie über die experimentellen Avancen von “Literatur als Radiokunst” :

Dabei wäre das Hörspiel für Autoren ein wichtiges Forum und fruchtbares Experimentierfeld, wie seit Jahren die von Christiane Zintzen betreute Kunstradio-Schiene Literatur als Radiokunst mit ambitionierten und gewagten Produktionen zwischen Text-Avantgarde und Sound-Kunst beweist. Da kann man sagen: Dem österreichischen Hörspiel geht es recht gut. Noch.

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LINKS

Update :

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Neues von Freunden - Nachtrag



||| NÄCHTLICHE VORREDE | SCIKANEDER : D. C. A. | ZEIT SCHRITFT GALLERIE | KLANGAPPARAT BROTCAST

NÄCHTLICHE VORREDE

czz neues von freundenMitunter braucht’s schon ein bissel schärfere Würze , bis wie in|ad|qu|at die ausgeleierte Tastatur aktivieren , um das Mass der heissen Empfehlungen voll zu machen .

Wahrend Margret Kreidl zur pittoresken Tapezierung eines passenden SALON LITTÉRAIRE- Sophas noch gewisser reproduktiver Maschinen bedarf , kommen Markus Köhle und SALON- Gastgeber hinsichtlich eines Fussball- relevanten Rasenmotivs noch recht überein . Aber der Ball rollt und rollt und rollt und so mögen wir inzwischen das Drehmoment für zwei Termin- Hinweise nützen . |||

SCIKANEDER : D. C. A.

czz neues von freundenDas gute alte Ex- Kino der Herrentoilettenbenützer hat sein spezielles Flair wacker für kulturelle Aktionsformen bewahrt , deren Spuren in Kleidungsstücken wie Hirnwindungen über längeres haften bleiben .

D. C. A. steht ( PARENTS ADVISORY : EXPLICZIT WORDS ) für DOGMA. CHRONIK. ARSCHTRITT und findet in Form einer monatlichen Lesebühne jeden 10. eines Monats statt ( 20:30 Uhr ) . Die usual crew besteht im flotten Dreier aus Der HipHop- und Slam- Lokalmatadorin Mieze Medusa ( aka Doris Mitterbacher ) , der Essayistin und Theaterautorin Nadja Bucher sowie dem Slammer und angekündigten SALON- Gast Markus Köhle . Special Guest : elffriede.net .

Nach Manier der Berliner Lesebühnen ( Surfpoeten , Chaussee der Enthusiasten , L(iebe)S(statt)D(rogen) ) gibt es Motto- bzw. Themenabende . Diesmal very old school in Ferienzeiten : “THEMA VERFEHLT” . Die “Grenze des Erträglichen” mag dabei wohl als Remedur gegen die übliche Sonntagabend- Arbeitswochen- Vorangst herhalten . |||

ZEIT SCHRITFT GALLERIE : GLZ

czz neues von freundenIn naturgemäss “ordentlichem” Diskurs wird der mehrmals genannte Koehle am Montag zur Eröffnung der sogenannten GALERIE DER LITERATURZEITSCHRIFTEN ( GLZ | AS ) beitragen : In den Räumlichkeiten der ehemaligen ARTOTHEK- Galerie richtet die Alte Schmiede einen öffentlichen Leseraum mit | für österreichische und internationale Literaturzeitschriften ein , welcher täglich zwischen 14 und 19 Uhr dem interessierten Publikum offen stehen soll .

Für Menschen , welchen diese Text- und Publikationssorte aus Gründen der prekären Privat- Ökonomie sowie der schlichten availability bisher sozusagen Bücher mit sieben Siegeln bleiben mussten , eine gute Gelegenheit zur Kompetenz- Nachrüstung in Sachen fortschreitenden literarischen Lebens .

So ein Opening will selbstredend gut bedacht und fachsachlich eingeführt werden :

  • Stefan Gmünder ( Der Standard ) kartiert die Literatur- Zeitschriften- Landschaft Österreichs
  • Marlus Köhle , Micheal Hammerschmid ( übrigens LITERATUR ALS RADIOKUNST- Autor 2008 ! ) sowie Angelika Klammer , namhafte Lektorin des Jung und Jung - Verlags , präsentieren sodann ihre Lektüre- Expeditionen durch den Jahrgang 2007 . Man darf gespannt sein ! |||

    KLANGAPPARAT BROTCAST
    Stichwort BROQUE ( oderaufbrot ) : Der Werte Herr Christian hat übrigens rezent einen Frischbackwarenlieferdienst eingerichtet , dessen Name alles über Form und Funktion besagt : BROTCAST ( siehe Heimseite links unten ) . czz hörempfehlung

  • BROTCAST # 2 : Der Februar- Brotkasten beinhaltet als Quadratur des musikalischen Kreises ein Stündchen nette Netzmusik gemischt , gewalkt und gebacken von Hausfreunden . Von den Salzkörnern übernächtiger Vocoder- Moderation lasse man sich nicht irritieren : Auch zum Backen süssester Kuchen bedarf es einer Prise Salz . Für Tag- wie Nachtarbeiter höchst bekömmlich . CLICK LINK TO LISTEN . |||
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