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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Selbstdemontage</title>
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		<title>Christian Steinbacher : Stechende Gesten mit Eigensinn &#124; Rede zur Verleihung des Österreichischen Würdigungspreises für Literatur 2008 an Elfriede Czurda</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 03:25:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124; espace &#8216;essays &#124; Christian Steinbacher : Stechende Gesten mit Eigensinn Rede zur Verleihung des Österreichischen Würdigungspreises für Literatur 2008 an Elfriede Czurda ( 29. 4. 2009 ) die tage rinnen leer und blöde ins vergessen und leere kahle gesten stechen scharf Mit diesen vier Versen eröffnet ein Text aus Elfriede Czurdas Gedichtband wo bin...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="right"><a href="http://www.zintzen.org/espace-d-essays/">| espace &#8216;essays |</a></p>
<p><strong><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/">Christian Steinbacher</a> : Stechende Gesten mit Eigensinn<br />
Rede zur Verleihung des Österreichischen Würdigungspreises für Literatur 2008 an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Czurda">Elfriede Czurda</a> ( 29. 4. 2009 )</strong></p>
<blockquote><p>die tage rinnen leer und<br />
blöde ins vergessen<br />
und leere kahle gesten<br />
stechen scharf</p></blockquote>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />Mit diesen vier Versen eröffnet ein Text aus Elfriede Czurdas Gedichtband <em><strong><a href="http://aleph18.onb.ac.at/F/NBY8F7CLFPVNL1BY6BJTI7T86U1DN8A29MIJAV57F8CQLA9X68-01266?func=full-set-set&amp;set_number=101651&amp;set_entry=000011&amp;format=037">wo bin ich wo ist es</a></strong></em>. Mit Sicherheit <em>nicht</em> leere Gesten erwarten Sie dagegen heute Nachmittag hier in diesem Audienzsaal, gilt es doch einer der wichtigsten Autorinnen unseres Landes den Würdigungspreis für Literatur 2008 zuzuerkennen.</p>
<p>Es ist anzunehmen, dass Sie zumindest den einen oder anderen Band der in den 1980er-/1990er-Jahren bei Rowohlt erschienenen Bücher der Autorin kennen, nicht jedoch das Czurda&#8217;sche Werk in seiner ganzen Breite. Gerade für eine Autorin wie Elfriede Czurda ist es aber wesentlich, auf diese Bandbreite Bezug zu nehmen, gehört sie doch zu jenen Vertreterinnen der schreibenden Zunft, die im Laufe der Zeit, aber auch immer wieder parallel eine große Variation an Schreibtechniken verwendet und entwickelt hat.</p>
<p>Lassen Sie mich vorerst ein paar Eckdaten des Werdegangs dieser großen Autorin streifen: <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/czurdabio.html">Elfriede Czurda</a> wird 1946 in Wels geboren, absolviert die Matura an einer Arbeitermittelschule in Linz und studiert anschließend Kunstgeschichte und Archäologie in Salzburg, übersiedelt schließlich nach Wien und beginnt Anfang der 1970er-Jahre im Umfeld der so genannten experimentellen Literatur zu schreiben, und das heißt: auf einem Reflexionsstand, der sowohl von Sprachskepsis wie von Materialbewusstsein bestimmt war.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />1980 übersiedelt Czurda nach Berlin, behält sich aber auch ihre Wiener Wohnung, wo sie seit 2007 wieder lebt. Mit Unterbrechungen durch längere Aufenthalte etwa in den USA und vor allem in Japan bleibt der Hauptwohnsitz bis 2007 jedoch Berlin. Und eben dort erscheint 1978 bei Rainer Pretzell, der später weitere Bücher der Autorin edieren wird, ihr erstes Buch, dem 1981 ein bereits noch früher entstandener Text in Gerhard Jaschkes <em>Freibord</em> in Wien folgt. Diese Publikationen sind noch ganz dem Kanon der damals unter dem Etikett &#8220;experimentell&#8221; firmierenden Literatur verpflichtet, durchbrechen diesen aber auch durch eine eigenwillige Vielfalt der Stilistik, die das systemverliebte Denken der Moderne karikiert. <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/florian-neuner/">Florian Neuner</a>, mit dem gemeinsam ich 2006 ein <a href="http://www.stifter-haus.at/index.php?menuid=2-1-2&amp;task=detail&amp;id=298">Dossier zu Czurda</a> herausgegeben habe und der betont, dass Czurda ihr Schreiben, ohne den Reflexionsstand des Experiments preiszugeben, zu einer politisch wachen Zeitgenossenschaft hin geöffnet hat, merkt an, dass die Autorin schon in ihren ersten Büchern einem akademisch-domestizierten Experiment entgegengetreten ist.</p>
<p>Sodann regt sich der Wunsch, die Arbeit auch in Richtung auf die Möglichkeiten, und damit einhergehend natürlich auch auf die Unmöglichkeiten, eines Erzählens zu erweitern. Es beginnt das Schreiben an den Rowohlt-Publikationen <strong><em><a href="http://vs13.kobv.de/V/MCFMQ41RH3PHA77HXNNH3TFUS6JLCXGMPYA5QXEUT5JIG4IYMS-13845?func=meta-3&amp;short-format=002&amp;set_number=000715&amp;set_entry=000018&amp;format=999">Diotima oder Die Differenz des Glücks</a></em></strong> und <strong><em><a href="http://vs13.kobv.de/V/MCFMQ41RH3PHA77HXNNH3TFUS6JLCXGMPYA5QXEUT5JIG4IYMS-13824?func=meta-3&amp;short-format=002&amp;set_number=000715&amp;set_entry=000015&amp;format=999">Signora Julia</a></em></strong>. Motivisch sind diese Texte gekoppelt mit dem Sujet von durch Idealisierungsmaschinerien verseuchten und deshalb unlebbaren Liebesbeziehungen, die als solche von den sie reflektierenden Protagonistinnen analysiert und dann abgelegt werden. Das Thema trifft zudem den grundlegenden Widerstreit von Vorstellung und Wirklichkeit. Die Sprache dieser Texte unterscheidet sich wesentlich von den späteren. Als &#8220;erlesen hoch&#8221; wertet <a href="http://www.deutschlandstudien.uni-bremen.de/publika/pubpreus.htm">Heinz-Peter Preußer</a> in seinem Eintrag im Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur die Stillage dieser Arbeiten.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />Den von ihr eingeschlagenen Weg hat Czurda mit den beiden Büchern ausgereizt, ein neuer Weg war zu suchen. Und ein anderes Sujet, sprich: Der Kleinbürger Kerner hat seine Tochter vergewaltigt, jetzt befindet er sich mit Bergkameraden beim Goldschürfen und wartet darauf, dem Bergführer Himmer in seiner Stellung nachzufolgen. Er will vergessen, es gelingt ihm aber nicht. Der ironisch als Abenteuerroman bezeichnete Text ist keine Geschichte, sondern ein Schwall an Worten und Phrasen. <a href="http://www.literaturhaus.at/buch/impressum/martin_kubaczek/">Martin Kubaczek</a> spricht von einer sprachlichen Selbstdemontage und betont die extreme Polarität des Aufbaus des gesamten Textes wie auch seiner Details. Das Figureninventar ist symmetrisch angelegt, die Positionen werden gegeneinander gestellt, selbst der Berg wird als männliche Höhe und weibliche Höhle gespalten. Und der Diskurs ist allmächtig, auch Kerner selbst sein Opfer, und wird deshalb <em>als ganzer</em> torpediert. Und so werden nicht nur unentwegt sprachlich vermittelte Stereotypen bloßgelegt, sondern lässt Czurda in ihren Verdrehungen Sprache austreiben bis dorthin, wo, so Kubaczek, das imaginierende Bewusstsein überfordert und in eine permanente Krise des Flimmerns unmöglicher Bilder getrieben wird. Ein Destabilisieren sprachlich festgelegter Wirklichkeit sei das Ziel dieser Unterwanderungen. Zugleich werde aber auch ein Feiern der Sprache vollzogen. Sprache wird also einerseits zur Fratze verzerrt, andererseits sind wir im kreativen Spiel, das zeigt, was mit Sprache möglich ist. Erinnern wir uns an die Ausgangslage der doppelten Kennzeichnung: Sprachskepsis und Materialbewusstsein. Beide Charakteristika avancierter Literatur radikalisiert Czurda. Die vor allem ihrer Prosa zugrunde liegende Sprach-Skepsis wird dabei zu einer umfassenden, die letztlich jeden Diskurs ob seiner starr bleiben müssenden Muster beargwöhnt.</p>
<p>Besonders gefangen vom Diskurs sind die Sprachlosen. Ihnen gilt das Interesse in <em><strong><a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/czurda/gift.html">Die Giftmörderinnen</a></strong></em> und in <strong><em><a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/czurda/">Die Schläferin</a></em></strong>, den ersten zwei Bänden einer Trilogie, deren Erarbeitung nach <em><strong><a href="http://www.amazon.de/Kerner-Ein-Abenteuerroman-Elfriede-Czurda/dp/3498008714">Kerner</a></strong></em> einsetzt. Die Publikation des dritten als &#8220;Ein Wirtschaftsroman&#8221; untertitelten Teils steht noch aus, doch ist nun ein Abschluss der Arbeit an der Trilogie, wie mir die Autorin kurz vor dieser Rede gestanden hat, absehbar in Sicht.</p>
<p>In <strong><em><a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/czurda/gift.html">Die Giftmörderinnen</a></em></strong> und in <em><strong><a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/czurda/">Die Schläferin</a></strong></em> erfahren wir, dass Sprachnot unter unerträglichen Lebensbedingungen in exzessive Gewalt mündet. Für die Geschichte der Giftmörderinnen (ein Text, der übrigens für deutsche Theater eingerichtet wurde, und vielleicht, hat der Text ja nichts an Aktualität eingebüßt, erreicht eine Adaption doch auch einmal österreichische Bühnen) zieht Czurda einen echten Fall aus den 1920er-Jahren als Schablone heran: Die Protagonistin Else tötet auf Anregung ihrer Freundin Erika ihren Mann mit Rattengift. Der &#8220;Hirnspatz&#8221; Else sieht sich dabei gleich einer Trias der Macht gegenüber, die nicht nur Hans heißt, sondern der auch Hansens Mutter und die sprachmächtige Erika, welche sie zum gemeinsamen Mord überredet, angehören. Zitat:</p>
<blockquote><p>Gerede. Das ist alles was in einer Erika drinsteckt. Alles was eine Erika sucht ist ein Ziel in das ihr Rede Strom mündet. Eine Else ist so blöd zu glauben, dass Wörter irgend wie Mirakel sind oder so. Daß sie etwas wirken können oder so. So ein Idiot ist eine Else Rinx.</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_D%C3%B6blin">Döblin</a> hat sich bekanntlich <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10842&amp;ausgabe=200706">ebenfalls einst des besagten Falles angenommen</a>. Während er in <em>seinen</em> Giftmörderinnen jedoch Triebkräfte sich verkeilen sieht, ist es bei Czurda das Sprechen von Elses Umgebung, das sich in dieser &#8220;spießt&#8221;, notiert dazu <a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/lisa-spalt/">Lisa Spalt</a>.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />In <em><strong><a href="http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/czurda/">Die Schläferin</a></strong></em> wird ebenso die Geschichte eines kargen Lebens erinnert, diesmal jedoch nicht von <em>einer</em> Else aus dem Gefängnis heraus, sondern von <em>einer</em> Magdalena vor ihrem Sprung ins Wasser. Die Monologe und Bewusstseinsströme und Dialoge der <strong><em>Schläferin</em></strong> sind äußerst künstlich. Die Schläferin tötet nicht nur, sie zerstückelt den Leichnam ihres Mannes und friert ihn portioniert ein. Auch die Sprache des Textes ist portioniert und zerstückelt, etwa wenn die Komposita unentwegt auseinander treiben. Alles tendiert zu einer Überdeutlichkeit, die durch das Staccato kurzer und kürzester Sätze und Absätze nochmals verstärkt wird. Czurda entwickelt einen Sog der Unausweichlichkeit, der uns im Lesen dieser immer folgerichtigen Geschichten bedrückt, in der Finesse, wie sie das komponiert, aber auch beeindruckt. Angesichts der Härte der Handlung und ihrer Inszenierung tritt diese Finesse natürlich zurück. Es sind Katastrophen in Permanenz, die Czurda modellhaft in Szene setzt, aushaltbar für die Lesenden nur noch über ihre satirische Überhöhung.</p>
<p>Nach der <em><strong>Schläferin</strong></em> ist lange Zeit keine Prosa erschienen, aber einiges an Prosa entstanden. Der Berliner Verbrecher Verlag hat sich 2007 mit der Herausgabe des mit &#8220;3 wahnhafte Lieben&#8221; untertitelten Buchs <em><strong><a href="http://www.verbrecherverlag.de/buch/202">Krankhafte Lichtung</a></strong></em> einer Sammlung dreier Texte angenommen, u. a. eines Textes, der erste Skizzierungen zum dritten Teil der Trilogie enthält, aber auch eines jüngeren Textes, in den Czurda Stimmen der Bombenopfer von Hiroshima in Originaltönen mit einverwebt. Für Herbst 2009 ist nun dort ein weiterer Band mit dem bezeichnenden Titel <em><strong><a href="http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=458">Untrüglicher Ortssinn. Kurzprosa &amp; Erörterungen</a></strong></em> vorgesehen, der nicht nur in den letzten 2 bis 3 Jahren entstandene kleinere Texte (ja, Czurda ist, seit sie wieder in Wien ist, sehr schreibaktiv gewesen) enthalten wird, sondern etwa auch ihren Beitrag zu Walter Gronds Odyssee-Projekt wieder greifbar macht. Ebenso für diesen Herbst ist in der Edition Korrespondenzen, wo auch ihr letztes Buch mit dem schlichten Titel <em><strong><a href="http://www.korrespondenzen.at/Czurda02.html">ich, weiß</a></strong></em> erschienen ist, eine Neuauflage des lange vergriffenen <em><strong>Kerner</strong></em>, zu dem ich bereits eingehender gesprochen habe, vorgesehen, und zwar ergänzt um einen kürzeren Gegentext, in dem Czurda Kerners Tochter als Opfer eine eigene Stimme zu geben versucht. Es ist eine Freude, dass Czurda nach ihrer Rückkehr nach Wien akkurat in der Edition Korrespondenzen, die immer mehr zu <em>dem</em> relevanten Verlag für rigoros weiter weisende Poesie im deutschen Sprachraum avanciert, eine neue Heimstatt gefunden zu haben scheint.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />Mit <a href="http://www.amazon.de/Kerner-Ein-Abenteuerroman-Elfriede-Czurda/dp/3498008714"><strong><em>Kerner</em></strong></a>, dessen Sprache damals möglicherweise geradezu in der Luft lag, wie man von heute aus vorsichtig sagen könnte, bedenkt man, dass andere es mit zeitgleich entwickelten durchaus anverwandten Schreibverfahren später immerhin zu Nobelpreisen gebracht haben, hat Czurda, und dies möglicherweise in dieser Konsequenz sogar als erste, einen Text gefertigt, der damals einen maßgeblichen Einfluss auf viele von uns jüngeren Autoren ausgeübt hat. Einige von uns, und ich wechsle bewusst hier kurz die Position und spreche als Autor, sehen in Czurda aber auch aus anderen Gründen eine Leitfigur. Dies betonend möchte ich im Folgenden noch kurz zur Gedichtproduktion dieser solitären Autorin sprechen (auf weitere, andere Aspekte wie etwa auf ihre zahlreichen. teils prämierten Hörspiele insbesondere der 1980er-Jahre, auf das essayistische Werk, auf die Übersetzungen, die Zusammenarbeiten mit Komponisten, die Arbeit an Fotozyklen und nicht zuletzt auf ihr kuratorisches Tun, etwa für ihr umfangreiches Autorinnenlabor zum Thema &#8220;<em>Architektur der Sprache | Sprache der Architektur&#8221;</em> für die Wiener Alte Schmiede kann hier aus Platzgründen nur verwiesen werden).</p>
<p>Lassen Sie mich in Bezug auf die Produktion von Gedichten und gedichtartigen Texten (der Begriff Lyrik sei hier vermieden, Czurda wendet sich offen gegen diesen Begriff, und dies von ihrer Warte aus wohl zurecht, geht es ihr ja nicht um Gefühl, sondern um Handwerk und Haltung) zuallererst auf die wichtige Funktion von Unfug hinweisen. Zwar ist es so, dass gerade im Unernst die Abgründe deutlich gemacht werden können, aus denen sich Bedeutung konstituiert, und dass Czurdas Gedichtproduktion eben gerade auch auf dieses Deutlichmachen abzielt, doch soll nicht übersehen werden, dass Unfug auch einen Sinn-Gewinn zulässt.</p>
<p>Wenn ich einmal für die in den 1990er-Jahren bei Droschl erschienenen Gedichtbände eine lebendig gehaltene Sprache verortet habe, meinte ich damit nicht nur, dass dort kreativ und hierarchiefrei gegengesteuert wird zu der jeder Sprache innewohnenden Tendenz zur Verfestigung von Wert, sondern auch, dass  dort Gedichte ein Eigenleben behalten und nicht in ein System gezwängt werden, was ja Er-Mächtigung bedeuten würde. Czurda ist hier aber Teil des Prozesses und steht nicht über diesem. Sie revoltiert gegen den herrschenden, be-herrschenden (oder auch be-herrschbaren) Text.</p>
<p>Von der Lachhaftigkeit aller Klassifizierzung schreibt sie an anderer Stelle, einer essayistischen Arbeit zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Thomkins">André Thomkins</a>. Und dort, wo ein System ausgespielt wird, wird dieses dann auch wieder unterlaufen in diesen Arbeiten. Das mag an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Pastior">Oskar Pastior</a>, mit dem Czurda zu Beginn ihrer Berliner Zeit in einer Wohngemeinschaft gelebt hat, erinnern. Ein früher Gedichtband Czurdas aus dem Jahr 1983 ist schlicht mit <em><strong><a href="http://aleph18.onb.ac.at/F/NBY8F7CLFPVNL1BY6BJTI7T86U1DN8A29MIJAV57F8CQLA9X68-01090?func=full-set-set&amp;set_number=101651&amp;set_entry=000010&amp;format=037">VOIK</a></strong></em> betitelt, und im Untertitel finden sich die Wörter Stockung und Stürme, aber auch Notat. Genau das sind viele Arbeiten dieser Bücher mit gedichtartigen Texten: Mitschriften, die nicht Halt davor machen, auch den in uns sich ablagernden Sprach-Schutt und -Schund mit auszustellen. Ein lebendiges Schreiben, das heißt eben auch Verschmutzungsgrade zuzulassen.</p>
<p>Doch was ist das von der herrschenden Macht gerne als Lärm hingestellte, fragt sich Czurda in einem ihrer Essays. Es werde unterschlagen, dass dort dann das Wort selbst in seiner Einsamkeit zum Vorschein komme, in seiner fragilen Schwingung, in seinem Nichts. Und an anderer Stelle notiert sie: Der Buchstabe als</p>
<blockquote><p>Pro-Thesis, die den leeren Raum des Werks mit dem leeren Raum der Welt verbindet &#8211; damit beide verschwinden können in dieser &#8216;gegenstandslosen Pracht des Nichts&#8217;.</p></blockquote>
<p>Auf dass das aber nicht in falsche Kehlen komme mit dem Wörtchen &#8220;Pracht&#8221; und wir so den Boden unter den Füßen verlören, möchte ich, bevor ich noch zwei abschließende Hinweise setze, auf dieses Zitat aus einem ihrer Essays noch eines aus dem <a href="http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/HTML=Y/CHARSET=UTF-8/IMPLAND=Y/LNG=DU/SRT=YOP/TTL=1/SID=9b0eac73-42/SET=1/SHW?FRST=1"><em><strong>Confusen Compendium</strong></em></a> , einem 1991 bei Pretzell in Berlin erschienenen so genannten Automatischen Tagebuch, folgen lassen, wo es heißt:</p>
<blockquote><p>geh nicht träumen<br />
bleib hier im regen<br />
sieh die tropfen<br />
wie sie schnell zerplatzen.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />Nun noch die zwei angekündigten Hinweise: Hinweisen will ich zum Abschluss auf das aktuelle, letzte Buch der Autorin mit dem Titel <em><strong><a href="http://www.korrespondenzen.at/Czurda02.html">ich, weiß</a></strong></em>. Und ganz kurz zitieren möchte ich auch noch die für diese Laudatio ursprünglich vorgesehene Kollegin <a href="http://www.kulturserver-graz.at/v/nachbaur.html">Petra Nachbaur</a>, die heute leider verhindert ist, wie Sie inzwischen gemerkt haben (dass keine Frau diese Rede hält, war also so nicht beabsichtigt). Nachbaur schreibt in einer Arbeit zu Czurdas 2001 vom ORF in der Reihe <em><a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">Literatur als Radiokunst</a></em> des ORF-<em>Kunstradio</em> produzierten Hörstück <strong><em><a href="http://kunstradio.at/2001B/16_12_01.html">Rondo in P-Dur</a></em></strong> , für welches Nachbaur gegenüber systematisch angelegten Texten anderer Autorinnen ein beugbares, undogmatisches Prinzip verortet:</p>
<blockquote><p><em>Rondo in P-Dur</em> ist ein Text, der probiert. Somit ein Beispiel des Experimentellen im unprätentiösen Sinn.</p></blockquote>
<p>Spiele brauchen Regeln, aber nicht viele. Für die mit &#8220;mikro-essays für die westentasche&#8221; untertitelte Textsammlung <em><strong><a href="http://www.korrespondenzen.at/Czurda02.html">ich, weiß</a></strong></em> hat sich Czurda die Aufgabe gestellt, jeden Tag einen Text zu schreiben, für den es eigentlich nur eine Regel gibt: Es sollten täglich 12 sich auf ein Ding, eine Stimmung, eine Erinnerung fokussierende Zeilen geschrieben werden. Der Vater von Florian Neuner hat sich dieses Westentaschenbuch nach einer Lesung der Autorin in Linz gekauft. Und er las dann Tag für Tag je einen Eintrag. Das kann ich auch Ihnen empfehlen. Die Welt in ihrer Banalität und in ihrer Ereignislosigkeit tritt uns in diesen Texten, in denen die Autorin diverse poetische Handgriffe leichthin und wie nebenher ausspielt und die souverän an den Grenzen von Form und Nicht-Form siedeln, entgegen.</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/10/poesie_pie_chart.png" alt="POESIE pie chart" hspace="2" vspace="2" width="180" height="180" align="left" />Der Würdigungspreis gliedert sich dagegen selbstredend doch als Ereignis ein in den Lauf der Zeit. <a href="http://www.literaturport.de/index.php?id=26&amp;no_cache=1&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1[al_aid]=203&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1[al_opt]=2">Czurdas Werk</a> steht unverrückbar vor uns, aber auch ihr aktuelles Tun hat, wie wir erfahren haben, neuen Schwung bekommen, unbeeinflusst von den Marktstrategien nach wie vor, also Literatur im eigentlichen Sinne, also eine, die eben nicht Belletristik sein will, und dies, obwohl im Moment mehr und mehr belletristische Ansprüche die mediale Literaturkritik verwässern. Allein schon für diese Konsequenz sei zu danken, zeigt sich mit Czurdas Arbeit doch, dass Literatur eben immer noch mehr sein kann. Aber auch auf der anderen Seite, um es so zu benennen, ist Czurdas Haltung und Werk vorbildlich, als sie ihre Literatur lebendig lässt und sich keinerlei Doktrin welcher Seite auch immer beugt. Czurda spricht da lieber von Eigensinn. Auch dafür ist ihr zu danken, scheint doch das Individuum der Contrapart jeder Gesellschaft zu sein, egal welcher, und tritt Poesie für das Individuum ja allein schon deshalb an, weil sie immer auch von einer Art Eigensinn lebt. Nicht zuletzt ist Elfriede Czurda aber vor allem für ihr großartiges, einmaliges Werk zu danken, das ja ausschlaggebend für diese Würdigung ist.</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>HINWEIS</p>
<p>Mit zwei Publikationen tritt Elfriede Czurda diesen Herbst in Berlin und Wien hervor :</p>
<ul>
<li>
<div>Elfriede Czurda : <a href="http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=458">Untrüglicher Ortssinn</a> &#8211; Verbrecher Verlg 2009 ( bereits erschienen )</div>
</li>
<li>
<div>Elfriede Czurda : <a href="http://www.korrespondenzen.at/Czurda02.html">Kerner . Ein Abenteuerroman</a> , erweitere Neuausgabe &#8211; edition korrespondenzen 2009 ( im Erscheinen )</div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><a href="http://www.zintzen.org/autoren-authors-auteurs/christian-steinbacher/"><strong>Chritian Steinbacher</strong></a></p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/christian-steinbacher-gelegenheitsgedicht-fur-wendenachte/">Gelegenheitsgedicht für Wendenächte</a></div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zintzen.org/salon-litteraire/christian-steinbacher-von-den-dingen/">VON DEN DINGEN zum Ersten oder Der Himmel voller Post-its</a></div>
</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<title>Blog 4 Burma : Betroffenheits- PorNo ( Amstetten &#8211; Burma &#8211; Schwarzer )</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 09:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>czz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; I. DAS AMSTETTEN- BURMA- KAMPUSCH- ABC &#124; II. ALICE IN BURMA UND MÄNNLICHE MAULSCHELLEN &#124; III. BLOG 4 BURMA &#124; IV. LINKS Im journalistischen Ringen um Superlative , was das Beschwören der humanitären und politischen Katastrophe in Burma betrifft &#8211; speziell nach dem Zyklon &#8220;Nargis&#8221; &#8211; , standen argumentative und metaphorische Entgleisungen förmlich auf...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> I. DAS AMSTETTEN- BURMA- KAMPUSCH- ABC | II. ALICE IN BURMA UND MÄNNLICHE MAULSCHELLEN | III. BLOG 4 BURMA | IV. LINKS</p>
<p><img style="width: 231px; height: 86px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/czz-blog4burma-inadaequat.jpg" alt="czz-blog4burma-inadaequat" hspace="2" vspace="2" width="225" height="74" /></p>
<p>Im journalistischen Ringen um Superlative , was das Beschwören der humanitären und politischen Katastrophe in Burma betrifft &#8211; speziell nach dem Zyklon &#8220;Nargis&#8221; &#8211; , standen argumentative und metaphorische Entgleisungen förmlich auf der Einkaufsliste des Unvermeidlichen . Wobei dies freilich nicht nur für die <em>Mainstream- Medien</em> galt und gilt , wo <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Schwarzer">Alice Schwarzers</a> anti- imperialistisches Gejammere ihr prompt mehrere &#8211; männlich geführte Maulschellen ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Matussek">Matussek</a> und Folgen ) &#8211; eintrug , sondern auch für gewisse Blogs , die sich zum Vergleich mit anderen Ungeheuerlichkeiten hergaben . Resultat einer &#8211; wir betonen : <em>freiwiliigen</em> &#8211; Logorrhoe , wie sie Aufsehen erregende Inzidenzien stets hervorzurufen pflegen .</p>
<p>Wir haben diese unsägliche Dynamik des Meldens , Meinens und Vermutens <a href="http://www.zintzen.org/2008/05/27/blog-4-burma-zeit-zu-schweigen-no-bloggers-block/">in unserem vorigen Beitrag zum Thema &#8220;Burma&#8221;</a> behandelt und die Konsequenz gezogen , in|ad|ae|qu|at für&#8217;s Erste einmal nicht weiter mitzusingen in der internationalen Kakophonie . Zu welchen Extremen selbige führt , sei an zwei Beispielen demonstriert .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>I. DAS AMSTETTEN- BURMA- KAMPUSCH- ABC</p>
<p><img style="width: 204px; height: 256px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/burma-prison-art-copyright-harn-lay-at-the-irrawaddy.jpg" alt="Burma Prison Art copyright Harn Lay at The Irrawaddy" hspace="2" vspace="2" width="256" height="329" align="left" />Nachdem die Nachricht von den offenbar allzu österreichischen Manns- Volksbräuchen , sich Sex- und <em>exploitation</em>- Objekte in Verliesen unter Tag heranzuziehen mit dem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalfall_von_Amstetten">Fall Amstetten</a>&#8221; ( und dem dadurch noch einmal durchlauf- erhitzten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kampusch">Fall Kampusch</a>&#8221; ) um die Welt gegangen war , sah sich das unter <a href="http://burmadigest.info/about-us/">hoher akademischer Patronanz</a> stehende Blog &#8220;<a href="http://burmadigest.info/2008/06/17/what-to-do-about-the-monsters-joseph-fritzl-than-shwe/">BURMA DIGEST</a>&#8221; dazu veranlasst , Parallelen zu ziehen zur zynischen Leibeigenschaft , in welcher die Entourage des Generalissimus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Than_Shwe">Than Shwe</a> eine ganze Bevölkerung hält .</p>
<p>&#8220;<a href="http://burmadigest.info/2008/06/17/what-to-do-about-the-monsters-joseph-fritzl-than-shwe/">What To Do About The Monsters Joseph Fritzl &amp; Than Shwe</a>&#8221; fragt man in polemischer Absicht , referiert die österreichischen Fälle unter besonderer Betonung der angeblichen Unwissenheit der je unmittelbaren lokalen und sozialen Umgebung der mutmasslichen Täter Fritzl und Prikopil :</p>
<blockquote><p>Incredibly, Frau Fritzl and the neighbors never realized the truth until then. &#8230;. People shudder and shake their heads as to what to do about such monsters in their midst.</p></blockquote>
<p>In bildlicher Parallelisierung des &#8220;73 year-old Austrian Monster Joseph Fritzl&#8221; sowie des &#8220;75 year-old Burmese MONSTER Than Shwe&#8221; werden die offensichtlichen Macht- und Kontroll- Freaks zu Vertretern ein und derselben Generation , welche sich &#8211; sei&#8217;s in Mitteleuropa , sei&#8217;s in Südostasien &#8211; ohne höhere Schulbildung während der Nachkriegszeit ihrerer respektiven Länder zu Popanzen emporgearbeitet haben . Gewürzt mit ein paar faschistischen Allusionen ( Österreich selbstredend sowie die von den während des Weltkriegs durch ihre besondere Brutaltiät notorischen japanischen Sonderkommandoos geschulten burmesischen Generäle ) verdickt sich die &#8220;argumentative&#8221; Suppe rasch zu einem &#8220;Burmese Hitler&#8221; .</p>
<p>Ein Schuft , wer sich da nicht erinnert fühlt an <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13487378&amp;top=SPIEGEL">Hans Magnus Enzensbergers fatalen Vergleich Saddam Husseins mit Adolf Hitler</a> im Februar 1991 &#8230;. und wie Günther Nenning den deutschen Parade- Intellktuellen postwendend in der ZEIT als &#8220;<a href="http://www.zeit.de/1991/08/Der-Ajatollah-des-Westens">Ajatollah des Westens</a> &#8221; titulierte .</p>
<p>In sämtlichen Fällen , so das Totschlag- Argument , handelt es sich um offensichtlich und offensiv falsch verstandene Vaterbilder ( und damit Gottesbilder ) : Der &#8220;Father Allmighty&#8221; als schlechtest möglicher Hirte der ihm anvertrauten Herde von Kindern , Völkern , Populationen .</p>
<blockquote><p>&#8230;. consider all the people in Burma being mistreated by this Burmese Fritzl. There are not only the Burmese people, but also the ethnic Karens, Karennis, Kachins, Chins, Shans, Mons, Arakans and many more subgroups. ( &#8230;. ) The Austrian Fritzl abused his children but in the end allowed them to go to hospital for much needed help. The Burmese Fritzl, in contrast, abuses 54 million national children and refuses to permit any outside help for fear he will be arrested like Fritzl.</p></blockquote>
<p>Indem die &#8220;Befreiung&#8221; der Fritzl- Tochter und das Eingreifen der Polizei kontrastiert wird mit der Ignoranz- und Defensivpolitik von Burmas ASEAN- Nachbarn gelangt die Polemik zu ihrer Pointe :</p>
<blockquote><p>To Frau Fritzl and her neighbors, do not blame yourselves. You did not take part in the rape of the Fritzl children nor did you exploit them like pimps, hiring them to others. Think of the case of Burma where the neighboring countries DO know what is going on and yet for the past 20 years since the Nationwide Uprisings of 8-8-88, they have been aiding and abetting the Burmese Fritzl in return for economic gain. Thus, these neighors deserve to be called sons of A BITCH (ASEAN, Bengla, India, Thai, CHina) .</p></blockquote>
<p>Gut , wird man einwenden , ein roher Klotz verdient nichts Anderes als einen rohen Hammer . Dass dieser &#8220;Aufruf zum Hinschauen&#8221; auf das , was in Burma geschieht , unter der Rubrik &#8220;Cartoons &amp; Humour&#8221; figuriert , wird Manchen wundernehmen .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>II. ALICE IN BURMA UND MÄNNLICHE MAULSCHELLEN</p>
<p><img style="width: 197px; height: 247px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/alice-schwarzer-bild-kampagne.jpg" alt="alice schwarzer BILD kampagne" hspace="2" vspace="2" width="157" height="225" align="left" />Kollege &#8220;<a href="http://birmainiannews.wordpress.com/2008/06/03/alice-in-burma/">Birma news united</a>&#8221; hat den Kasus um Alice Schwarzers plötzlichen Aktionismus hinsichtlich der Rückeroberung des EMMA- Territoriums durch den <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/schwarzer-ekelt-emma-chefin-raus/">Hinauswurf der nur zwei Monate zuvor als Chefredakteurin eingesetzten Lisa Ortgies</a> trefflich in Zusammenhang gebracht mit der folgenreichen Burma- Kolumne der frisch gekürten Ludwig- Börne- Preisträgerin in der FAZ . Gleichwohl sei hier ein weiterer , in|ad|ae|qu|at|er Blick auf die weiblichen | männlichen Argumentations- und Reaktionsmuster geworfen .</p>
<p>Im Februar hatte die FAZ der Verleihung des Ludwig- Börne- Preises an Alice Schwarzer eine vergleichsweise breite Coverage eingeräumt : Schon dem Titel des entsprechenden Artikels mag man entnehmen , dass dies ohne Harald Schmidts Laudatio nicht der redaktionelle Fall gewesen wäre : <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E9A1FE96FE6C847118F2C45FAA7439AFC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Harald Schmidt ehrt das Sturmgeschütz Schwarzer</a> . Nachdem Schwarzer im Juli 2007 in voller Montur des Slogans &#8220;JEDE WAHRHEIT BRAUCHT EINE MUTIGE, DIE SIE AUSSPRICHT&#8221; ausgerechnet für eine Kampagne des Boulevard- und Busenblatts <a href="http://www.bildblog.de/2373/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert">BILD posiert</a> hatte , sodann die doktrinäre EMMA der Töchtergeneration erst anvertraute , um sie dieser sofort wieder zu entreissen , schien es der FAZ offenbar angezeigt , der Feministin grossformatigen Raum zur freiwilligen Selbstdemontage zu gewähren .</p>
<p>In ihrem malerisch- gefühlvollen Essay &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E5BECD2C91CFF44D39EB22C038C15DBB9~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Warum Burma echte Freunde braucht</a>&#8221; erfüllt Frau Schwarzer am 1. 6. in der FAz nicht nur jedes denkliche Klischee eines <em>anderen</em> , für die <em>echten</em> Menschen und deren <em>einfaches Leben</em> sensiblen Reisens , sondern plädiert im ZK- Ton eines mumifizierten Anti- Imperialismus , eine Erneuerung könne in Burma nur von innen heraus und durch <em>echte</em> ( vulgo die autochthone Kultur <em>achtsam</em> respektierende ) Beihelfer geschehen :</p>
<blockquote><p>Versteht sich, dass das kleine Myanmar schon längst vom mächtigen Westen im Namen der Menschenrechte und Demokratie &#8220;befreit“ worden wäre, würde das mächtige China nicht die Faust darüber halten (und so ungestört in die eigene Tasche wirtschaften). Denn das alles ist ja weniger eine Frage der Moral, sondern mehr eine Frage der Macht.</p>
<p>Doch kein Vertun: Wäre ich Burmesin, ich würde selbstverständlich zur Opposition gehören und hoffen, dass diese alten Knochen so bald als möglich verschwinden! Dass das Land endlich aus seiner Erstarrung erwachen und durchatmen darf. Aber ebenso sicher wäre ich &#8211; wie fast alle, mit denen ich gesprochan den folgenden Tgen en habe &#8211; strikt gegen jegliche westliche Intervention und für die Bestärkung der innerburmesischen Kräfte für Erneuerung.</p></blockquote>
<p>Normalerweise wäre es die Aufgabe einer sorglichen Redaktion , selbst Gastautoren vor deren eigenem Hang zur Selbstdemontage zu bewahren . Ein paar Mails , ein Telefonat , sanfte Änderungsvorschläge . Was auch immer hinter den Kulissen abgelaufen sein mag : Wie sehr man Schwarzer in das offene Messer des Skandals &#8211; noch schlimmer aber : <em>dasjenige der Lächerlichkeit</em> &#8211; laufen liess , erwiesen die an den Folgetagen nachgesandten relativierenden Artikel der eingesessenen Redakteure Michael Hanfeld ( <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E3867ACCFE0704AAF8A90E6600980DE82~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Das grösste Übel</a> , 3. 6. ) , Alexander Marguier ( <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EADAA473A94C5452A8183591F426B9554~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Die Plattmacherin</a> , 7. 6. ) und den Korrespondenten Jochen Buchsteiner ( <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E7A64CC1E81734C159AF18D73F66A0F92~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Welche Hilfe für Burma ?</a> , 7. 6. ) &#8211; Angesichts dieser gesammelten Anwürfe der Weltfremdheit , des Dogmatismus sowie der Vernachlässigung der journalistischen Sorgfaltspflicht hätte es der eilend- ätzenden Replik des Matthias Matussek ( <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Alice im Wunderland</a> | <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Gefühliger Kitsch der Armutsverherrlichung</a> , SpOn , 1. 6. ) kaum mehr bedurft .</p>
<p>So folgt denn &#8211; neben Zurechtweisung und Belehrung &#8211; Bekenntnis auf Bekenntnis . Wobei Matussek nicht minder subjektiv &#8220;menschelt&#8221; als Schwarzer , welcher er eben dieses <em>gefühlige</em> Stilmittel vorwirft :</p>
<blockquote><p>Auch ich habe die schwimmenden Märkte auf dem Inle-See bepaddelt und natürlich habe ich mir auch die Pagoden-Landschaft des &#8220;mythischen Pagan&#8221; nicht entgehen lassen. Burma ist schön, aber ich habe gelitten darunter, dass Familienväter gezwungen waren, mich anzubetteln, und dass sie immer erst dreimal über die Schulter schauten, bevor sie sich dazu durchrangen. Und ich fand es ekelhaft, wie sich jeder kleine Uniformierte mit Schlagstock spreizte und die Angst genoss, die er auslöste.</p>
<p>Nein, mir ist nicht aufgefallen, dass im rauen Norden &#8220;die Menschen nicht so goldhäutig und heiter sind wie im Süden&#8221;, da haben Sie wohl einfach genauer hingeschaut. Aber schon damals, tatsächlich, waren alle &#8220;angefixt von den Kyats und Kugelschreiber verteilenden Touristen&#8221;.</p>
<p>Ich würde allerdings nicht zynisch von &#8220;anfixen&#8221; reden. Ist derjenige, der einen Kugelschreiber benötigt, suchtkrank? Ist es nicht einfach ein Skandal, dass der Lametta-behängte Schieberhaufen, der das Land aussaugt, noch nicht mal für Schreibgeräte sorgen kann, mit denen Ärzte ihre Rezepte, Kaufleute ihre Listen, Kinder ihre Hausaufgaben notieren können ?</p></blockquote>
<p>Es hätte eines zwei Tage später willig nachwassernden Spiegel- Résumées von Thorsten Dörting ( <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Schwarzers Burma- Missgriff : &#8220;Verantwortungslose Polemik&#8221;</a> , SpOn , 3. 6. ) kaum mehr bedurft , um das Mass der unter männlichem &#8220;Mitleid&#8221; nur unzureichend verdeckten Desavouierung einer erfahrenen Publizistin voll zu machen : Sekundiert von den erwartbar hämischen Belgeitmusik der SZ ( Stefan Klein : <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/750/178207/">Sind so liebe Wasserbüffel</a> , 3. 6. ) hat hier ein konzertierter Missbrauch des Themas &#8220;Burma&#8221; stattgefunden , um eine wegen &#8220;Urlaub&#8221; voraussehbar abwesnede und deshalb nur eingeschränkt satisfaktionsfähige Gegnerin gründlich zu demontieren . Was nicht heisst , dass wir in|ad|ae|qu|at nicht etwa entsetzt gewesen wären vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedwig_Courths-Mahler">Courths-Mahler- Stil</a> , in welchem Schwarzer &#8220;Authentizität&#8221; , &#8220;Betroffenheit&#8221; und abstruse politische Konzepte unrein vergor .</p>
<p>Die Frage wäre nur : Ist diese Selbstdemontage aus freien Stücken geschehen oder hat man den längst fälligen Esel absichtlich auf Eis geführt ? &#8211; Interessant , dass es &#8211; im Tages- Anzeiger ( <a href="http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/varia/888378.html">Simone Meier</a> ) wie in der SZ ( <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/">Cathrin Kahlweit</a> ) &#8211; ausschliesslich Frauen sind , die diesen Hang zur &#8220;Selbstdemonatage&#8221; in einem weiter gefassten Kontext reflektieren .<br />
<strong>Edit :</strong> AFi macht uns eben auf <a href="http://www.woz.ch/artikel/2008/nr25/kultur/16486.html">Ulrike Baureithels bemerkenswerten Essay</a> über das &#8220;System Schwarzer&#8221;    in der &#8220;woz&#8221; ( ! ) aufmerksam . <em>Take this quote and go for it</em>  [ womit wir uns freilich schon ein ziemliches Stück weit vom ursprünglichen Thema dieses Beitrags entfernen : es lebe die Abschweifung ! ] :</p>
<blockquote><p>Hätte die nun mit Heuchlertränen begleitete Lisa Ortgies ein bisschen in den Archiven gewühlt, wäre sie auf einen offenen Brief aus dem Jahre 1980 gestossen, in dem 32 ehemalige Mitarbeiterinnen der «Emma», darunter Christina von Braun, Christiane Ensslin, Claudia Pinl und Cillie Rentmeis­ter, Alice Schwarzer «Respektlosigkeit» gegenüber der Arbeit ihrer Kolleginnen, Selbstherrlichkeit und Dogmatismus vorwarfen. ( &#8230;. ) Aber Alice Schwarzer ist eben mehr als irgendeine ziemlich unangenehme Chefin, mehr als eine nach «männlicher» Räson operierende Unternehmerin und mehr als eine fragwürdig urteilende Journalistin &#8211; Alice Schwarzer ist das Synonym für Feminismus made in Germany, und gäbe es so etwas für politische Marken, müsste hinter ihrem Namen das eingetragene Warenzeichen erscheinen. </p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><img style="width: 231px; height: 86px;" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2008/06/czz-blog4burma-inadaequat.jpg" alt="czz-blog4burma-inadaequat" hspace="2" vspace="2" width="225" height="74" /></p>
<p>III. BLOG 4 BURMA</p>
<p>Während der publizistischen Kakophonie der einander überbietenden Daten , Dokumente und Dossiers in Folge des Zyklons &#8220;Nargis&#8221; ( Videos @ <em><a href="http://www.daburna.de/blog/2008/05/12/blog4burma-nach-dem-sturm-videos/">Daburna</a></em> ) sowie der paranoiden Abwehr &#8220;westlicher&#8221; Katastrophenhilfe durch das Regime ist das Netzwerk &#8220;<a href="http://www.breaking-news.de/b4b.htm">Blog 4 Burma</a>&#8221; ein wenig leiser getreten : Es bedarf keiner Kopisten dessen , was in den Schlagzeilen steht . Den Bloggern aus Deutschland , Frankrecih , Spanien , aus der Schweiz und Österreich ist es eher darum zu tun , den wechselnden Moden der Berichterstattung zum Trotz standzuhalten und kontinuierlich über verschiedene Aspekte der Kultur und Politik &#8211; nicht zulezt aber auch über die Diskurse , welche in den <em>Mainstream Media</em> gerade kursieren &#8211; zu berichten . So erörtert <em>Kathy</em> die Möglichkeiten , Than Shwe wegen &#8220;Verbrechen gegen die Menschlichkeit&#8221; anzuklagen .</p>
<p><em><a href="http://birmanieactualite.blogspot.com/2008/06/birmanie-aung-san-suu-kyi-est-ne-un-19.html">Kathy</a></em> ( en francais ) , <em><a href="http://birmania-libre.blogspot.com/2008/06/feliz-cumpleaos.html">Birmania libre</a></em> ( in spanischer Sprache ) und <em><a href="http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2008/06/daw-aung-san-suu-kyi-eine-frau-die.html">Jonas Lanter</a></em> ( auf Deutsch ) erinnern an den Geburtstag der ( noch immer unter Hausarrest stehehnden ) Dissidentin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi">Aung San Suu Kyi</a> am 19. Juni ( 1945 ) . <em>Birma News united</em> hat ein <a href="http://birmainiannews.wordpress.com/2008/05/27/the-irrawaddy-portrait-in-der-ardmediathek/">Portrait</a> der regierungskritischen Zeitung “The Irrawaddy” in der ARD- Mediathek entdeckt sowie einen ersten Überblick über das Diskursdrama um &#8220;<a href="http://birmainiannews.wordpress.com/2008/06/03/alice-in-burma/">Alice in Burma</a> &#8221; zusammengestellt .</p>
<p><em>Khaipi</em> berichtet die Verhinderung des freien Webverkehrs in seiner Heimat durch die <a href="http://khaipi.net/blog/?p=91">Unterbindung von von Proxy-Servern</a> ( <em>leider derzeit nicht erreichbar</em> ) , <em>adaequat</em> erwägt die <a href="http://www.adaequat.org/2008/05/21/b4b-unpolitische-hilfe-oder-humanitare-intervention/">Optionen</a> unpolitischer Hilfe bzw. einer Humanitären Intervention . Zur Erinnerung : <em>Breaking News</em> über &#8220;<a href="http://breaking-news.de/blog/2008/05/15/blog4burma-92-zustimmung-fuer-verfassung-nach-referendum-im-ddr-style/">92% Zustimmung für Verfassung nach Referendum im DDR-Style</a> &#8221; .</p>
<p><a href="http://oliviersc.blog.lemonde.fr/"><em>Olivier</em></a> sammelt getreulich Links , Tag für Tag , und das seit fast sieben Monaten ( <a href="http://oliviersc.blog.lemonde.fr/2008/06/23/encore-angkor/">The real disaster in Burma</a> , <a href="http://oliviersc.blog.lemonde.fr/2008/06/22/un-renard-sans-mosaique/">Le Myanmar prend des mesures préventives contre les catastrophes naturelles</a> , <a href="http://oliviersc.blog.lemonde.fr/2008/06/20/mineralogie-et-tahiti/">Foreign Doctors Leave Cyclone-hit Burma en partie</a> &#8230; ) . Und das Alles frei Haus per <a href="http://xfruits.com/blog4burma/feed/">RSS- Feed</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>IV. LINKS</p>
<p>I.</p>
<ul>
<li>
<div>Illustration : Harn Lay ( copyright ) : &#8220;<a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=5734">Burma Prison Art</a> &#8221; , The Irrawaddy</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://burmadigest.info/2008/06/17/what-to-do-about-the-monsters-joseph-fritzl-than-shwe/">What To Do About The Monsters Joseph Fritzl &amp; Than Shwe</a> ( Yebaw Day , Burma- Digest , 17. 6. 2008 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalfall_von_Amstetten">Kriminalfall von Amstetten</a> ( Wiki )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kampusch">Entführung von Natascha Kampusch</a> ( Wiki )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13487378&amp;top=SPIEGEL">Hitlers Wiedergänger : Hans Magnus Enzensberger über Saddam Hussein im Spiegel der deutschen Geschichte</a> ( Der Spiegel 6 | 1991 , 4. 2. 1991 )</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.zeit.de/1991/08/Der-Ajatollah-des-Westens">Der Ajatollah des Westens</a> ( Günther Nenning , DIE ZEIT, 15. 2. 1991 )</div>
</li>
</ul>
<p>II.</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://birmainiannews.wordpress.com/2008/06/03/alice-in-burma/">Alice in Burma</a> ( Birma News united , 3. 6. 2008 )</div>
</li>
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<div><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/schwarzer-ekelt-emma-chefin-raus/">Kein Ort für Postfeminismus : Schwarzer ekelt &#8220;Emma&#8221;-Chefin raus</a> ( taz , 31. 5. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E9A1FE96FE6C847118F2C45FAA7439AFC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Börne-Preis : Harald Schmidt ehrt das Sturmgeschütz Schwarzer </a> ( FAZ , 6. 2. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.bildblog.de/2373/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert">Alice Schwarzer nicht zwangsprostituiert</a> ( BILDblog. , 12. 7. 2007 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E5BECD2C91CFF44D39EB22C038C15DBB9~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Warum Burma echte Freunde braucht</a> ( Alice Schwarzer , FAZ , 1. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E3867ACCFE0704AAF8A90E6600980DE82~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wer verantwortet Burmas Leid ? Das grösste Übel</a> ( Michael Hanfeld , FAZ , 3. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EADAA473A94C5452A8183591F426B9554~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Alice Schwarzer : Die Plattmacherin</a> ( Alexander Marguier , FAZ , 7. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E7A64CC1E81734C159AF18D73F66A0F92~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Burma und der Westen : Welche Hilfe für Burma ?</a> ( Jochen Buchsteiner , FAZ , 7. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Alice im Wunderland</a> | <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Gefühliger Kitsch der Armutsverherrlichung</a> ( Matthias Matussek , SpOn , 1. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557363,00.html">Schwarzers Burma- Missgriff : &#8220;Verantwortungslose Polemik&#8221;</a> ( Thorsten Dörting , SpOn , 3. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/750/178207/">Alice Schwarzer über Birma : Sind so liebe Wasserbüffel</a> ( Stefan Klein , SZ , 3. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/varia/888378.html">Die Selbstverblendung hat gesiegt</a> ( Simone Meier , Tages- Anzeiger , 13. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="Cathrin Kahlweit">Alice Schwarzer : Allein unter Frauen</a> ( Cathrin Kahlweit , SZ , 10. 6. 2008 )</div>
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<div><a href="http://www.woz.ch/artikel/2008/nr25/kultur/16486.html">Alice Schwarzer &#8211; Als die Chefin vom Podest fiel</a> ( Ulrike Baureithel , woz , 19. 6. 2008 )
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