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dbp : shortlist | Pst ! Ohrs bild’t



|| DEUTSCHER BUCHPREIS : EINE PROSAISCHE ENTPUPPUNG | PERORATIO PRAECOX | HANDKE , “HOCHMÜTIG” | NATIONALE NACHRICHT | UND NUN GANZ KURZ : DIE LISTE | FAZIT : VERLAGE - GENDER - GENERATION | KOMMENTAR OFFIZIELL | KOMMENTARE DER ANDERERN | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

DEUTSCHER BUCHPREIS : EINE PROSAISCHE ENTPUPPUNG

dbp 08 rlogoDa es sich beim Deutschen Buchpreis ( dbp ) um eine ausschliesslich prosaische und dem traditionellen Erzählen zugewandte Marketingmassnahme des Börsenvereins des deutschen Buchhandels ( plus etlicher Sponsoren ) handelt , sei die termin- und gefühlsecht punktgenau gestern , am 17. September bekanntgegebene Shortlist fürs’s Erste in paar Varianten durch die poetische Anagramm- Maschine geschickt :

Stroh List | rohst Stil
Roths Stil | Strohs lit
Trost Hils. | rohst’s lit.
Shirts Lot | rohst List

Da klagen sie wortreich über die Unverkäuflichkeit der Poesie ( welche ja auch beim Bachmann. Wettbewerb keinen Stand hat ) , freuen sich anderseits über den grossen Zuspruch diverser Poetenfeste und Literaturevents beim Publikum , enden allerdings regelmässig mit dem Stoss- Seufzer “Aber ach , die holde Poeterey muss ja durch gängige Hardcover querfinanziert werden” .

Don’t shoot at the Jury , sie schwitzt und gebiert schliesslich ein gott- und marktgefälliges Werk , bei welchem - Schritt für Schritt - aus den Einsendungen deutscher , schweizer und österreichischer Verlage eine Longlist entwirft , aus welcher wiederum eine Shortlist ausgewickelt wird - bis dann aus dem Wust von -zig Tausend Seiten Romanliteratur am Vorabend der Buchmesse , das EINE Schmetterlingswerk aus sämtlichen Puppenstadien schlüpft , welches sich fortan mit dem Titel “bester deutscher Roman” schmücken kann . Zumindest bis denn dann Ende Juni 2009 die nächste Einreichfrist für den Deutschen Buchpreis 2009 endet …

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PERORATIO PRAECOX

dbp 08 rlogoQuasi PRACOX hat die seit ihren publizistischen Kampagnen gegen die Netzangebote der Öffentlich- Rechtlichen Sender besonders netzaffin sich gerierende FAZ bereits vor der Offenbarung der sechsstelligen Shortlist einen ihrer “Reading Rooms” eingerichtet , im Zuge der Rückbesinnung auf die Pflege der schönen deutschen Sprache diskret in “Lesesaal” umbenannt und zur Diskussion des originellen Themas “Was taugt die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2008 ?” präpariert . Imklusive MRR- Video- Interview .

Gegenwart und Zukunft des Romans” lassen sich dort freilich interaktiv umso intensiver diskutieren , als mit mit Dietmar Daths ‘Die Abschaffung der Arten‘ einer ihrer quickesten Journalisten .

Desgleichen wurde bereits vor Wochenfrist seitens des “Börsenblatts” bekannt , dass das Bündel der handverlesenen Shortlist- Autoren sogenannte “Blind- Date- Lesungen” ( sic ) in diversen Buchhandlungen zu Köln , Kiel , München sowie im Deutschen Goethe- Institut zu Rom absolvieren wird : “Ort und Zeitpunkt sind benannt - welcher Autor in welcher Buchhandlung liest, bleibt bis zuletzt eine Überraschung.”

Surprise , surprise : Wie aus Kreisen mancher Betroffener zu vernehmen , wird ein solches Zwangslesen ( was denken Sie : die PR- Maschine der Verlage jaget auch noch das scheueste Genie aus ihrer | seiner Enklave ! ) nicht von allen Autoren im Sinne besonderer Glücksgaben genossen .

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HANDKE , “HOCHMÜTIG”

dbp 08 rlogoSolches und Ähnliches klug voraussehend , hat Peter Handke sich und seine gelonglistete “Morawische Nacht” bereits vor vierzehn Tagen aus dem Pool des ‘Deutschen Buchpreises’ extrahiert :

Ich freue mich für die ‘Morawische Nacht‘ auf der Buchpreisliste. Aber ich möchte zugunsten der anderen Gelisteten, vor allem der jüngeren, zurücktreten, samt Respekt vor der ehrenwerten Jury.

Grund genug für die Holtzbrinck- | Handelsblatt- Expositur des Tagesspiegels , eine Handvoll Handke- Häme zu streuen :

Es scheint noch wahrlich edle Gemüter unter den Schriftstellern zu geben. So wie Peter Handke. Der hat gestern in einem Brief an den Börsenverein auf seine Nominierung mit dem Roman ‘Die morawische Nacht’ für den Deutschen Buchpreis verzichtet. Handke will also anderen den Vortritt lassen. Soso. Das klingt edler als es in Wirklichkeit ist. Denn gewinnen (ausser Geld) kann Handke nichts – fällt er aus der Longlist, ist das womöglich peinlich. Sollte er den Preis gewinnen, würde er als vielfach ausgezeichneter Dichter (u. a. Büchnerpreis) auch nicht viel mehr an Ruhm einfahren. Tatsächlich wirken ja Namen wie Handke, Martin Walser oder auch Wilhelm Genazino auf der Buchpreisliste merkwürdig. Diese Schriftsteller sind eingeführte Größen, sie müssen nicht am Markt etabliert werden, was ja eines der erklärten Ziele des Deutschen Buchpreises ist. Ihre Bücher aber nicht zu nominieren, hätte ebenfalls etwas Widersinniges, zumal wenn sie eben ihre Qualität haben.

“Hochmütig” geschimpft wird ein solcher Verzicht aufs ( wer kann’s dieser Tage noch hören ? ) olympische Prinzip ‘Dabeisein ist alles ‘ . Und , viel schlimmer noch , die Unterstellung , Handke weiche dem direkten Stechen gegen jüngere Kollegen aus . Da schlagen sich , so der TS , der allzeitbereite Genazino und der ewige Walser schon wesentlich sportlicher :

Handkes Verzicht zeugt eher von Hochmut und einer gewissen Respektlosigkeit gegenüber den jüngeren Kollegen. Wer gewinnt schon gern gegen einen renommierteren Kollegen, ohne dass dieser zum Wettkampf antritt ?

Der Level an Genervtheit reicht und reift also längst vor der tatsächlichen Bekanntgabe der sechsstelligen Shortlist am 17. 9. an die Grenze der Gereiztheit . Gestern , hélas , wurde nun die Kurzliste endlich an die Öffentlichkeit entlassen . Was die Anlässe für Ärgernisse indes in keiner Weise reduziert .

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NATIONALE NACHRICHT

dbp 08 rlogoDass die APA dezidiert den österreichischen Aspekt sämtlicher Meldungen hervorzuheben pflegt , mag man als “Branding” schätzen , erscheint als nationale Perspektive doch immer wieder ärgerlich : Nachdem man bereits um 10:30 Uhr mit “Kein Österreicher auf der Shortlist für Deutschen Buchpreis” titelt , im Untertitel allerdings das Trostpflaster der per shortlisting von Iris Hanika ( Droschl Literaturverlag ) und Sherko Fatah ( Jung und Jung ) immerhin zwei ausgesuchten österreichischen Verlagshäusern verabreicht , folgt die Liste der Leider- Draussen- Gebliebenen Olga Flor ( Kollateralschaden , Zsolnay ) und Norbert Gstrein ( Die Winter im Süden , Hanser) plus dem freiwillig aus dem Verein ausgetretenen Peter Handke ( Die morawische Nacht , Suhrkamp ) . [ APA0140 2008-09-17/10:30 ]

Vier Stunden später ( 15:01 ) hat sich die APA für den ‘Schwerpunkt DDR’ entschieden :

Finalisten für Buchpreis stehen fest : Zwei Romane über die DDR - Keine österreichischen Autoren nominiert - Uwe Tellkamps ‘Der Turm‘ und Ingo Schulzes ‘Adam und Evelyn ” spielen in untergehender DDR [ APA0485 2008-09-17/15:01 ]

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UND NUN GANZ KURZ : DIE LISTE

Die nominierten Romane ( A - Z )

Demnach keine Mehrheiten für Marcel Beyers ‘Kaltenburg‘ ( Suhrkamp ) und für Karin Duves ‘Taxi ‘ ( Eichborn ) ?! - Schade , äusserst schade , finden wir dies unmassgeblich in|ad|ae|qu|at -

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FAZIT : VERLAGE - GENDER - GENERATION

  • Grossverlage : 4 von 6 | KMBs ( bezeichnender Weise aus Österreich ) : 2 | 2mal “Suhrkamp- culture” , 1mal “the Hanser way of life” ( F. v. Lovenberg ) , 1mal Berlin- Verlag
  • Gender Autoren : 5 maskulin , 1 feminin
  • Generation : Jahrgänge 1958 ( Rolf Lappert ) bis 1970 ( Dietmar Dath )

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KOMMENTAR OFFIZIELL

Gottfried Honnefelder , Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis auf der Heimseite des dbp :

Die Jury hat in diesem Jahr ein umfangreiches Programm hinter sich gebracht und aus einer Fülle sehr guter deutschsprachiger Romane sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2008 ausgewählt. Ihre Werke prägen die Diskussion über die aktuelle deutschsprachige Literatur in diesem Herbst bei Lesern, Kritikern, Verlegern und Buchhändlern – eine Diskussion, die gerade auch in der ausländischen Literatur- und Verlagsszene durch den Deutschen Buchpreis wieder intensiver geworden ist …

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KOMMENTARE DER ANDERERN

dbp 08 rlogo Allgemein wird über ein gewisses Missverhältnis zwischen den munter^fort und fort produzierenden ( sowie bepreisten ) Altmeistern ( Walser , Handke ) , einem mehr gegenwärtigen Mittelfeld ( Uwe Timm , Norbert Gstrein ) sowie den bombastischen ( Tellkamp ) bzw. radikalen ( Dath ) geklagt . Soweit zur Longlist .

Die Kür der Shortlist findet selbstredend höchst diverse Resonanz , wobei ( im FAZ- Lesezimmer ) häufig vom grundsätzlichen Arbiträren jeder Jury die Rede ist sowie vom beleibten Gesellschaftsspiel des Jury- Bashing . Thomas Anz vermisst zu Recht Karen Duve , das Fehlen Marcel Beyers wird von Vielen beklagt , aber der sei - man kennt als Juror solche “Logiken” nur allzu gut - hinreichend gelobt und worden und per Breitbach- Preis bestens versorgt . Denis Scheck macht sich über Tellkamps Monsterroman lustig und vermisst - wie viele andere - Feridun Zaimoglus ‘Liebesbrand‘ . Kurz , so DER SPIEGEL mit reisserischer Überschrift über einer schlichten dpa- Meldung : “Die ganz großen Namen sind allerdings nicht mehr dabei.” -

“Geschenkt” - kann man da nur sagen und “De gustibus non est disputandum” . Die WELT beklagt das Fehlen “von Grazie, Charme und jener Gelehrsamkeit, die sich nicht aufdrängt, sondern schlicht erfreuen will” eines Hans Pleschinski ( Ludwigshöhe , C. H. Beck ) zugunsten der “gestemmten, angestrengten Wissenschafts-Wuchtungen eines Dietmar Dath” .

Ina Hartwig macht sich in der FR natürlich für die weibliche Hälfte das weibliche Sechstel der preiswürdigen Frauen stark und hält Marlene Streeruwitz’ ‘Kreuzungen‘ immerhin für “diskutabel” ( wohin ihr Wenige folgen können werden , die diese pseudo- freudianische Kolportage auch tatsächlich gelesen haben ) , die NZZ freut sich über den einzigen Schweizer in der Shortlist , Rolf Lappert , den wiederum manch Anderer unter den Kommentatoren für arg leichtgewichtig hält .

Die beiden bisher wichtigsten - da strukturellen - Statements erklingen aus dem “Lesesaal” . Da wäre

1. Michael Lentz mit seinem Appell , solche unnötigen Wett- Bewerbe von Autorenseite zu boykottieren - “Der Buchpreis gehört abgeschafft ” :

Jedes Jahr stürzt er Autoren in Depressionen: man kommt erst gar nicht auf die Longlist (fast alle), man schafft den Sprung auf die Shortlist nicht (weitere 14), man bleibt im Römer sitzen (noch mal 5). Der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller, Peter Handke, hat vorgemacht, wie die Abschaffung von Autorenseite aus zu bewerkstelligen wäre:

lieber nicht möchten und konzertiert von der Nominierung zurücktreten. Damit dieser Unsinn ein Ende hat. Hier werden künstlich erzeugte Abhängigkeiten geschaffen: die ganze Branche schaut nur noch auf den Buchpreis; Bücher, die nicht mal auf der Longlist stehen, bleiben unsichtbar; es findet kein vielstimmiger Diskurs über Literatur mehr statt, vielmehr entscheidet ein betrieblich orientierter Ausschuss über das Buchgesicht des Jahres.

Missgunst, üble Nachrede und Uninformiertheit bei gleichzeitigem Geschwätz über die gelisteten Bücher (nebst angehängten Autoren) sind die Folgen - mit Literatur hat dieser Preis nichts zu tun.

2. Die Redakteurin der Stuttgarter Zeitung , Julia Schröder trifft den Nagel auf den Kopf :

Ganz egal, welche Titel im einzelnen auf “Longlist” oder “Shortlist” des Deutschen Buchpreises landen, ganz egal, welcher Autor am Ende den Preis bekommt, ein Sieger steht von vornherein fest: der Börsenverein des deutschen Buchhandels.

Die Branchenvereinigung hat mit dem Preis etwas geschafft, was jahrelange Diskussionen um “Buchmarketing” nicht bewirken konnten: die allgemeine (und wo nicht allgemeine: die mediale) Diskussion um neue deutsche Bücher aufzuladen mit einer Spannung, die zur Preisverleihung in knapp vier Wochen das zu erwartende Feuerwerk der guten Laune, des Auflagenerfolgs und des Lizenzverkaufs entzünden wird.

Schon meldet das Börsenblatt freudig, allein aufgrund der Langliste seien Nachauflagen gedruckt worden, Buchhändler geben kund und zu wissen, sie präsentierten die Titel “im Eingangsbereich”. Schön, das. Für Handel und Wandel, für die Buchkäufer. Auch für die Leser ? ( … ) Dem Leser hilft das allerdings wenig. Er täte gut daran, sich von einer Einkaufsliste zu emanzipieren, die auch in diesem Jahr - zwangsläufig - entstanden ist nach der Proporzdynamik jeder Jury, die aus mehr als einer Person besteht.

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Sequenzer straigt und keine Schnörkel : Eine EP als akustische Shortlist einer aus den 80er Jahren herausgewachsenen Gegenwärtigkeit . Wer will ,czz-hoerempfehlung mag auch einige dreckige Disco- Derivate erkennen : “Alles nur geklaut” lautet besverprechend die beim Netlabel Kreislauf erscheinenden EP . Ein Maschinenmeister ohne falsche Attitüde : Johnny Peinlich ( more music @ MySpace ) wirkt und werkt in Berlin . Dreimal REPLAY sollte mindestens drin sein . 01. omg | 02. wtf | 03. was du hast | 04. ist alles nur geklaut - CLICK LINKS AND LISTEN.

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Lesen und Lesen lassen



||| I. FLUT UND PERLEN | II. MEDIEN , HANDVERLESEN | III. EUROZINE | IV. UMBLÄTTERER | V. BONAVENTURA & LESEMASCHINE | VI. LESEZEICHEN | KLANGAPPARAT

I. FLUT UND PERLEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeMag sich die kulturpessimistische Rede über die “Informationsflut” ( die ~ unbewältigbare ) auf Buchmarkt , im Presse- und Journalwesen in stereotypem Kreislauf ereifern : Längst gibt es zahhlrecihe Rezensions- und Referatmagazine , wo fleissige Vorkoster ihres Amtes walten und praktikable Übersichten zu Feuilleton , Esayistik und allerlei Buchwerk anlegen . Allen voran hat der “Perlentaucher” bereits im Jahr 2000 die Eignung des WWW zur Präsentation von Résumées der Feuilletons der wichtigsten deutschsprachigen Tageszeitungen entdeckt - lange bevor deren Inhalte jederzeit frei im Netz abzurufen waren .

Ein Team ausgeschlafener Vor- Leser war wochentags zu unbürgerlichen Zeiten zugange , um bis 9 Uhr früh die “Feuilletonrundschau” fertig zu stellen : pünktlich zum Frühstück des Zeitgenossen und Kulturmenschen . Eine “Bücherschau des Tages ” hatte bis 14 Uhr die wichtigsten Rezensionen assembliert , was - “steter Tropfen” usw. - zu einer mittlerweile unverzichtbaren Buchdatenbank mit 35.000 Einträgen führte . Deren eigentliche Qualität liegt indes weniger in dieser Breite , sondern vielmehr in der Tiefenperspektive : organisch gewachsen , entwickeln die “Substrate” der in den diversen Besprechungen zu einem einzelnen Titel publizierten Ansichten und Meinungen ihren “Mehrwert” erst in der synoptischen Zusammenschau . Womit tendenziell ein Apparat zur Vefügung stünde für eine “Kritik der Kritik” …

All dies ist - ebenso wie die wöchentliche “Magazinrundschau” und die mittlerweile hinzugekommenen Rubriken “Medienticker” und “Aus den Blogs ” - ebenso weidlich bekannt wie der Gerichtshändel mit FAZ & SZ , die in den Resumées - genauer : in deren Weiterverkauf an den Onlinebuchhändler Libri.de - eine unrechtmässig merkantile Ausschlachtung Verwertung fremden geistigen Eigentums sahen . Vorigen Dezember scheiterten die Zeitungen damit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt in zweiter Instanz .

Damit wurden Abstracts und Artikelzusammenfassungen bis auf Weiteres als eigenständige Werkschöpfung anerkannt . Für Feuilleton- und Watch- Blogger bedeutet dies einstweilen eine gute Nachricht , für die professionelle institutionelle Publizistik indes - so die FR in einem via “Börsenblatt online” konservierten Kommentar - einen “Flurschaden” : Instrumentiert durch das einstmalige Argument- Inventar wider den “Häppchenjournalismus” wird das journalistische Urheberrecht eingeklagt sowie - originelle Idee - eine Art finanzieller Rückvergütung von seiten des Zweitverwerters von Inhalten an deren Erstersteller gefordert :

Man interessiert sich für das Prospekt und nicht für die Ware, für das Testergebnis, nicht den Test. Im Schnelldurchlauf durchs Feuilleton wird die Urteilskraft, der Blick auf Argumente, Differenzen, Nuancen eingeebnet.
Auch wenn der Bundesgerichtshof das Frankfurter Urteil noch revidieren kann: den Zeitungen bleibt nichts anderes übrig, als sich auf ein Geschäft mit dem Internet einzulassen. Denn im Internet wird zu viel resümiert, abgeschrieben, geklaut. Da ist der Perlentaucher im Vergleich sogar eine Service-Adresse mit Qualität. Wäre der Austausch finanziell geregelt, dann könnte man die Kritiken ruhigen Gewissens vollständig lesen und sich ein Urteil bilden. |||

II. MEDIEN , HANDVERLESEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeBis auf Weiteres ( = mögliche Revision ) können also auch kleinere bzw. private Zeitschriften- und Feuilletonbeobachter sorglos ihrer Schau- und Analyselust fröhnen und auch Blogger ruhigen Blutes ihre Digests komponieren . Bahn frei also für Blogs wie “medienlese” , dessen Rubrik “6 vor 9″ dem “Perlentaucher” täglich um sechs Minuten mit Hinweisen auf bemerkenswerte Artikel der Tagespresse zuvorkommt . Darüber hinaus fasst man in den ausführlicheren Features diverse Presseerzeugnisse wie “BLICK” , “Österreich” oder Online- Spekulationsobjekte wie “zoomer” nicht eben mit Samthandschuhen an , zeigt sich allerdings auch bereit , etwas halbgaren Pulbikumsmagazinen wie der Zeitschrift “hörBücher” durchaus Wohlwollen entgegenzubringen . Dezent und stets lesenswert : Der schweizer “Medienspiegel” . Zum Beispiel mit Tipps , via Suchmaschinen und Torrents against all odds auf kostenpflichtige Zeitungsartikel zuzugreifen . Und wer unterzieht sich schon gerne der ewigen Log- In- Prozdur ?!

Für die “BILD” ist ohnehin das “BILDblog” zuständig , welches - wie das aufs kritische Korn genommene Brutal- Boulevard- Blatt - zu den meistgelesenen seiner Gattung zählt . Dies provoziert natürlich seinerseits Kritik …. und so druckt das Springer- Blatt “Die Welt” mit Gusto jene ( frei nach Thomas Bernhard formuliert ) “Erregung” nach , welcher der paradierende Provokateur Henryk M. Broder ursprünglich auf seinem Privatblog “Die Achse des Guten ” unverblümt vom Stapel gelassen hatte .

III. EUROZINE

czz presseschau presse amtsgericht stade Mit solchen Aufregern hält sich “Eurozine” , das gediegen auf Vielfalt bedachte “Magazin der Magazine” kaum auf : Entsprossen 1998 aus einem Netzwerk von ( mittlerweile 70 ) europäischen Kultur- , Literatur- und Denk- Zeitschriften , bietet “Eurozine” nicht nur ein laufend aktualisiertes Portal mit allerlei Lektüre- Verführungen ins Reich antipopulistischer Periodica , sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit , anregende Magazin- Digests oder ausgewählte Aufsätze mittels separaten RSS- Feeds zu abonnieren . Nichts da also …. mit Reissern, Räuberpistolen , Schnellschüssen oder Lifestyle- Kurzware : Hier ist die Nachhaltigkeit des Nachdenkens gefragt .

So erreichen uns John Clark’s Bemerkungen zur “Acting up“- Methode des “Allzeit- bereit”- Philosophen Slavoj Zizek aus dem britischen “The Humanist” . Für die slowenische Szene erschliesst sich der Artikel unter dem Titel “Ali nas varietejski filozof vlece za nos ?” . - Womöglich ist ja auch das Englische nicht Jedermanns Sache : Folglich ist es Martin Halas Darstellung des chiesischen Medienwandels sowohl im englisch in der Zeitschfit “Transit” abgedruckten Original als auch in der deutschen Fassung “Von der Wandzeitung zum Blog : Meinungs- und Gedankenfreiheit in China heute ” zu lesen .

Umgekehrt erschliessen sich deutschsprachige An- und Aufsätze in Form englischer Übersetzungen dem internationalem Interesse : Von Jürgen Habermas’ “Die Dialektik der Säkularisierung” (”The dialectic of secularization” ) aus dem “Blättern für deutsche und internationale Politik” ) bis hin zu selbständigen Beiträgen von Eurozine- Redakteuren wie Simon Garnett , der sich vergleichend mit den Reaktionen des deutschen Feuiletons auf aktuelle Gewaltakte von Jugendlichen mit Migrationshintergrund einerseits und anderseits mit der RAF- Debatte befasst ( “Citizen Victim - The migrant youth , the RAF terrorist , and the German feuilletons ” ) .

Die neuen Ausgaben der assoziierten Zeitschriften werden regelmässig präsentiert - und dies selbst bei Offline- Magazinen mit vollständigen Inhaltslisten . Solcherart ist über die Jahre ein exquisites Archiv gewachsen , welches Topics , Themen und Theorien aus Zeitschriften von A wie “A Prior Magazine” ( Belgien ) , “Akadeemia” ( Estland ) , “Arche” ( Weissrussland ) , “Artistas Unidos Revista” ( Portugal ) bis Z wie “Zeszyty Literackie” ( Polen ) . Klassiker wie “du” [ hmmm : die letzte indizirte Nummer datiert mit 12 | 2007 : ein Votum gegen Walter Kellers neue Ägide ?! ] , “Merkur” , “Mittelweg 36” , “osteuropa” und “Wespennest” inklusive . Finanziert wird dieses für den User kostenfreie Angebot von europäischen und staatlichen Institutionen sowie von Sponsoren aus der Privatwirtschaft … |||

IV. UMBLÄTTERER

czz presseschau presse amtsgericht stadeAus der Not des physischen Armausrenkens bei der vergleichenden Lektüre jener grossformatigen Papier- Erzeugnisse , hinter welchen die klugen Köpfe stecken , hat ein Leipziger Fähnlein Feuilleton- Fachleser eine deklarierte Tugend gemacht : Dem literarischen , kritischen und essayistischen Ausfältelungen des Feuilletons , seinen Höhen und Niederungen gleicherweise lustvoll zugewandt wie assortierten Regionen der Popkultur , ist es dem Blog “Der Umbätterer” innert weniger Jahre gelungen , singuläre Features zu entwickeln : So etwa wurde die “Best of Feuilleton”- Jahresabrechnung 2005 von satt.org auf den “UBL” übersiedelt und gewährt nichts Weniger als einen amüsanten Rückblick auf die jeweils herrschenden Zeit- ( Un- ) Geister verflossener Jahre .

Nicht Wenige unter den habituellen Feuilleton- Selbstlesern werden sich angesichts dieser Listen mit “mémoires involontaires” konfrontiert sehen : So können wir uns in|ad|ae|qu|at noch bestens erinnern an den UBL- Favoriten 2005 : Stephan Maus : “Beim nächsten Glas wird alles besser – Leider kein wirklich anonymer Alkoholiker” ( über Augusten Burroughs “Trocken !” , SZ , 8. 4. 2005 ). Die “Best of 2006” erinnern u. a. an Hubert Winkels’ treffliche Kategorisierung der Fronten im Streit um Volker Weidermanns “Lichtjahre” in “Emphatiker und Gnostiker” ( ZEIT , 30. 3. 2006 ) . Auch die Cuvée 2007 wartet mit einem schlagwortprägenden Klassiker auf : Henning Sussebach : “Bionade- Biedermeier” ( ZEITmagazin LEBEN , 8. 11. 2007 ) .

Mit der Einführung eines “Sonntagstauchers” - einer ässerst genüsslichen Sonntagspresseschau - ist den “Umblätterern” ein bislang unbesetztes Okkupatonsgebiet aufgefallen und ein veritabler Coup gelungen . Für diese privat engagierten Vor- Lese- Leistungen wurde das Mikromedium kürzlich im “Börsenblatt” ( Printausgabe 14 | 2008 ) ausdrücklich gewürdigt ( und noch VOR den spät auf das Genre aufgesprungenen FAZ- “Reading Room” gestellt ) :

Auch “Der Umblätterer” ist ein Non-Profit- Unternehmen. Gestartet wurde das literarische Themen- Blog im Mai 2007 von sieben jungen Feuilleton- Afficionados, die es nach dem Studium an der Leipziger Universität in alle Himmelsrichtungen verstreute. Nach dem Vorbild moralischer Wochenschriften des 18.Jahrhunderts beschäftigt sich das selbst ernannte “Consortium Feuilletonorum Insaniaeque” unter seinem Wappentier, dem Maulwurf, vor allem mit den Feuilletons und Kulturseiten der meinungsbildenden Zeitungen und Magazine, aber auch mit Online- Medien, Filmen und amerikanischen TV-Serien [ ... ] . “Wir lieben das Medium”, sagt Frank Fischer, der für das Berliner Online- Magazin satt.org schon 2005 und 2006 eine Feuilleton- “Best-of”- Liste kompilierte und unter dem Pseudonym Paco so etwas wie der Spiritus Rector des “Umblätterers” ist. “Wir halten das deutschsprachige Feuilleton für eine Errungenschaft, die auf der Welt ziemlich einmalig dasteht und wollen seine Grenzen ausloten.” Für Fischer und seine Freunde heißt das vor allem: Meinungsfreudigkeit und exemplarisches Ausschreiten noch ungenutzter Möglichkeiten des Netzes. Während die manischen Freizeit- Leser mit Versuchsballons wie einem “Spiegel”- oder “Sonntagstaucher” ( frech kommentierte Zusammenfassungen des ab Samstagabend als E-Paper zugänglichen “Spiegels” oder von ausgewählten Sonntagsblättern ) den etablierten Kollegen vom “Perlentaucher” womöglich künftige Vermarktungsmöglichkeiten aufzeigen, ist die englische Synopsis von Matusseks “Kulturtipp”- Blog eher etwas für Hardcore- Fans.
Sind die Umblätterer Kulturwissenschaftler mit zu viel Zeit ? “Ein gewisser Hang zum Wahnsinn spielt bei uns schon rein”, gibt Frank Fischer zu. “Aber gerade das Feuilleton ist ja ein Medium, in dem dieser Wahnsinn Platz hat”. Kommentare aus der Blogosphäre sind selten – dafür gibt es häufiger freundliches Feedback aus den Redaktionsstuben in Hamburg, Frankfurt und München: Solche Leser wünscht man sich.

Bei allem Respekt vor den Bemühungen des Buchhändler- Branchenblattes , seine Klientel über Kosmos und Genre des “Blog” empfehlend zu belehren , sind die kleinen Indizien eines kategorialen “Kannitverstan” unschwer zu übersehen : Die Frage nach dem “Zuviel” an Zeit , welche noch dazu auf die nicht remunerierte Arbeit des Bloggens verwendet wird , mag ebenso von einer gewissen Befremdung zeugen wie die Bezeichnung von Matusseks Video- Manifestationen als “Blog” . Wo doch sogar Wikipedia weiss :

Seit dem 16. Oktober 2006 veröffentlich Matussek wöchentlich ein Vlog namens Matusseks Kulturtipp auf Spiegel Online.

Na , egal . Das Lob bleibt dessenungeachtet würdig und recht . Trotzdem können wir es uns in|ad|ae|qu|at nicht verkneifen , auf einen unserer “UBL”- Favoriten der jüngeren Zeit hinzuweisen : “Walsers Propaganda- Krawatte ” . |||

V. BONAVENTURA & LESEMASCHINE

czz presseschau presse amtsgericht stadeZugegeben : Unser Hang zum Enzklopädischen kollidiert mit der nicht minder ausgeprägten Liebe zu Einzelheiten . Weshalb wir - um die Sendezeit nicht hoffnungslos zu überziehen - im folgenden noch einige der veröffentlichenden Vor- Lesenden so kurz wie freundlich streifen : Unter den literarischen Lese- Chronisten zählt “Bonaventua” ( “Lektüren eines Nachtwächters” ) fraglos zu den Inspiriertesten , scheint überdies aus einem geradezu enzyklopädischen Wissen zu schöpfen , so dass der Kommentator sich etwa auch eines in Belletristik verpackten Schachproblems elegant annehmen kann : Unzeitgemäss im besten Sinn !

Zeitgeistiger verhält sich da schon die “Lesemaschine” , schon wortwörtlich kenntlich als Ableger der notorischen “Riesenmaschine” . Autoren wie Jochen Schmidt ( der sein Proust- Blog- Chronik “Schmidt liest Proust” kürzlich abschloss und bei Voland & Quist demnächst als Echtbuch herausbringt ) berichten von ihren Lektüren , genauer gesagt : von den jeweils per Seitenziffern indizierten Tagespensen . Was soviel bedeutet , dass der Blog- Leser seine eigenen Lektüren hinsichtlich Gegenstand und Tempo dem Vor- Lesenden angleichen könnte und die jeweiligen Eindrücke ver- bzw. abgleichen . Erinnert uns im Übrigen stark an die “reading assignments” der US- Colleges ( tja , das waren 150 Seiten mindestens pro Tag ) : Heutzutage würden wir den tatsächlichen Vollzug der Studi- Lektüren via Blog oder Online- Forum überprüfen …

Beispiele aus der “Lesemaschine” : Jochen Schmidt liest : Liebe als Passion ( Niklas Luhmann ) , André Fromme liest : Esra ( Maxim Biller ) , Sascha Lobo liest : Der ewige Spiesser ( Ödön von Horvath ) , Kathrin Passig liest …. natürlich auch und weitere unvermeidliche Feuchtgebiete . |||

VI. LESEZEICHEN

czz presseschau presse amtsgericht stadeNet- Mags , Foren oder Gemeinschaftsblogs : Auch Primärliteratur liest bzw. legt sich online vor . Freilich mit enormen Qualitätsunterschieden . Die man diplomatischer auch als solche des “literarischen Geschmacks” bezeichnen könnte . Mit dem “Forum der 13” , “der goldene fisch” , “lyrikline” , “poetenladen” oder - werbeästhetisch von Don Dahlmann verpackt - @ “mindestens haltbar” . Die “shortlist” verzeichnet mitunter unter ihren culture cuts sogar kastrationsangstfrei lesende männer und der behutsame Blütenleser figuriert ( in Kooperation mit “Perlentaucher”- “Medienticker” und “Titel“- Magazin ) mit Hörspiel- , TV- und Buchhinweisen seit Kurzem auch in Form eines Blog namens “Lesewoche” : Chapeau zur trefflichen Empfehlung von Silvia Bovenschen’schens hintersinnig komponierten Erzählkreis “Verschwunden” -

Das Literaturblog- Kombinat “litblogs.net” wurde als eine der in|ad|ae|qu|aten Herbergen bereits vorgestellt , NEU ist ein vierteljährlich erscheinendes Digest , welches als “Lesezeichen” direkt aufrufbar und ergo selbstverständlich auch via RSS abonnierbar ist . Hier führt freilich kein Redakteur die strenge Schere , sondern ein Jedes gibt , was ihm als zeichenweise tauglich dünkt .

Edit : Mittels Lotrees Kommentar nähern wir uns dem Sinn einer solchen Kompilation auf’s Erfreulichste an , welcher da wohl lauten könnte : “Wahlverwandte bitte melden !” - Also voilà : “Lottrees Journal . Leben . Schreiben . Lesen .” Literaturnachrichten aus eher näher denn fern , Gerüchte , Preise und allerlei Hinweise . P. s. : Auch über “Schriftsteller heute” lässt sich dann & wann twittern . “Chaqu’un … ” , halten’s wir’s mit der der Strauss’schen “Fledermaus” , ” … à son goût !” - |||

KLANGAPPARAT

Ist es der launische April oder was treibt die Netlabels derzeit an , so viel in den Wind Gespieltes zu lancieren ?! - Wenig Intensitäten , kaum czz hörempfehlungCharakterbeats . Da stossen wir , just bevor wir den Mut endgültig sinken lassen , auf ein interessant instrumentiertes kleines Stück aus dem Hause auflegware . Als “Trip around Midnight” tituliert , spielt sich Tosol (aka Marc Sims ) immerhin so lange mit seinen Midis , bis Apartes herausklingt . Den billigen “clap- hands” überhören wir geflissentlich , ermuntern uns trotzdem am Pitchen und Synkopieren . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Rent a Trend | 02. Format 2000 | 03. Before I get Drugs *Fluff Edit* | 04. Better Bass | 05. Init Score |||

Das grossen BuchMesseN | Fair Y Tales



||| “HE WENT LIKE THAT , Spade said , LIKE A FIST WHEN YOU OPEN YOUR HAND .” - Gestern diese liebliche line des Sam Spade in Dashiell Hammett’s THE MALTESTE FALCON ( echt : in Buchform , gebunden ) gelesen und zum Motto erhoben für die Beobachtung der Ongoings am Main .

IN | FORMELLES

icon book Nach geballtem Email- plus- Papier- Post- Beschuss der Verlage ( “Besuchen Sie uns bei der Frankfurter Buchmesse , Halle x , Stand y zur Plauderei bei einem Glas z … “) sollte nun endlich Ruhe im Kanister herrschen und der Rest des Literatur- Vermarktungs- Explosiv- Materials sich in der Feuilleton- Schlacht verbrauchen . FAZ . NZZ . FR . SZ . WELT . taz . Für DRIVE- BY- MITredner / - READER gibt’s die Schnell- Schau polymorpher Pressemeldungen bzw. das Branchen- Blatt - - - den Rest erledigt Ihr Feed- Reader . Or you wanna join the informal Feuilleton- disscussion- group beside the coffee- dispenser ( Vienna’s Best instant coffee , and believe me , I DO know what I am talking about ! ) @ the Copy- Shop near Kirchengasse ( 1070 ) . |||

BLOGS

icon bookWeitere Info- Linien ergeben sich durch die redaktionellen Blogs der MSM ( etwa David Hugendicks seitenblick @ ZEIT , wir durften uns der gefühlten Stimmungsbilder des Herrn bereits anlässlich der Bachmannpreis- Berichterstattung erfreuen ) sowie durch das Marketinginstrument des offiziösen Buchmesse- Blogs . Aus Sicht des professionellen PR Bloggers ( aka Klaus Eck ) schwingt diese Form der CORPORATIVE COMMUNICATION schön mit dem Zeitgeist , gleichwohl mag Mancher Meister Ecks Liste der Blogger auf der Frankfurter Buchmesse ein wenig diffus finden .

Wie schön , dass es da die wachsamen Augen der bloggenden Literaturwelt gibt , die sich keinen Kehlmann als WELT- X für ein K U nstwerk vormachen lassen . Das nachgerade klassische Literatur- Café bedenkt die Zuerkennung des Deutschen Buchpreises an Julia Franck mit dem raffiniert vieldeutigen Wörtchen “erwartungsgemäss” , bevor man morgen , 10. 10 . , mit dem Buchmesse-Podcast 2007 anhebt . netbib ( “Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen” , # 43 ) castet übrigens ab morgen auch . ||| Update und Corrigendum : Die werten Kollegen podcasten leider NICHT live von der Fairy Fair , Sorry , ein Fall von in ad|ae|qu|atem WISHFULL THINKING . |||

Aus Buchhändlerperspektive bietet sich Dorian Popas Blogeintrag für ein Butterbrot an [ sorry , Dorin ] , bzw. man setzt sich zu dero Herren Antiquarii vom ZVAB- Blog . Mal sehen , was die , die’s ja wissen müssen , zum Thema BEST AGER - JUNGBRUNNEN DES BUCHMARKTES zu sagen haben . Ob das beliebte Blog über Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn freilich die Zielgruppe 50+ glücklich erreicht , bleibt fraglich . - Was soll’s , gibt sich StyleSpion doch angenehm pragmatisch : Sucht Euer Book By It’s Cover . |||

NOBEL | WELT | PREISE

icon bookJa , auch über die Nobelpreis- Frage ( wieder ein Donner am -stag ) darf man ich Gedanken machen , so man nicht bereits RAS DE BOL hat von sonderbaren Preisen und Orden . Von der Farce des Deutschen Buchpreises durften wir bereits berichten , nun nimmt Daniel “Keck” Kehlmann auch noch den WELT- Preis entgegen . Als , sozusagen , WELT- Vermesser von Größe und Komik deutscher Kultur . Auf gut deutsch : Für die Re- Installierung eines nicht- de|kon|struktiven Erzählens . Schnurre runter , wie man’s wieder mag . Neue Betulichkeiten ( Kehlmann , Mosebach ) und die Grossen Geschichten ( Geiger , Köhlmeier ) . Weshalb auch Julia Frank den Deutschen Buchpreis zugesprochen bekam und nicht etwa die mit zersetzender Ironie begnadete Katja Lange- Müller ( BÖSE SCHAFE , Kiepenheuer ) .

Frische Gesichter ( und stets neu direkt vom Coiffeur ) punkten PR- mässig besser . Besonders , wenn MANN ( sorry , Dudes , so isses ) der Anmassung weiblicher Literatur- Befähigung den beruhigenden Nachsatz “und Mutter zweier Kinder” hinterher schicken kann . Beim STERN klingt das dann wie folgt :

Sie ist 37, Mutter zweier Kinder und lebt in Berlin: Julia Franck heißt der neue Star am deutschen Literaturhimmel. Die Autorin wurde für ihr Werk “Die Mittagsfrau” mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Wir übergeben nun an Jurorin und Jury- Sprecherin Felicitas von Lovenberg , welche die RAISON für diese NICHT- HANSER- ENTSCHEIDUNG auf den tief empfundenen Punkt bringt :

Zur Begründung erklärte die Jury, Francks Buch überzeuge durch sprachliche Eindringlichkeit, erzählerische Kraft und psychologische Intensität. “Die Mittagsfrau” sei “ein Roman für lange Gespräche”. Die Jury habe sich mit großer Mehrheit für diesen Roman entschieden, hieß es weiter. “Das Buch hinterlässt Spuren”, sagte Jury-Sprecherin Felicitas von Lovenberg. ( Tagesspiegel )

In der entsprechenden FAZ- Meldung wird diese Sprecherin und FAZ- Autorin übrigens nicht namentlich genannt . - “Lange Gespräche” also , hm , hm , hm , bis zur Verleihung des Hanser- Büchner- Preises am 27 . Oktober . - Frau von Lovenberg wird berichten . Sicher . Exklusiv .

“Da tritt der Österreicher vor ihn hin” : Nicht im Grillparzer’schen Wortlaut , sondern in dessen Geiste beobachtet Cornelia Niedermeier ( @ Standard ) mit einem Bonmot die feudal inszenierte BUBBLE des Deutschen Buchpreises :

Bescheidenheit fehlt dezidiert im Kanon der Tugenden des Deutschen Buchpreises. Sein Selbstbild charakterisiert am Treffendsten der Ort, den der Börsenpreis des Deutschen Buchhandels, Initiator der Auszeichnung, für deren Verleihung wählte: Der Kaisersaal im Frankfurter Römer, jener Ort, wo einst die Kurfürsten des Hl. Römischen Reiches deutscher Nation zusammentraten, um einen aus ihrer Mitte zum Kaiser zu krönen. Gotische Spitzbögen rahmen den Saal, darin ihre Gemälde, all die Ottos, Heinrichs, Leopolds und Friedrichs blicken ölig-ernsten Blicks auf Gottfried Honnefelder, den Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Kaisermacher der deutschsprachigen Literatur von heute. ( Der Standard )

icon bookBuchkaiser hin , glückliche Mütter her : Der Vorgeschichte von Jury und deren Zusammensetzung , abstruser Shortlist und Hanserei war nicht eben dazu angetan , Auszeichnung , handelnde Personen und Verlage ins Licht hoffnungsfroher Morgenröte zu rücken . Wir erwähnten beiläufig die ( männiglich formulierte ) Häme gegen Sigrid Löffler und deren im Editorial der LITERATUREN sowie im Deutschlandfunk berechtigte Kritik an Form , Formation und Funktion des WOULD- BE- BOOKER- Preises . Uwe Wittstock in der WELT :

2006 hat sich Sigrid Löffler dafür eingesetzt, den Heine-Preis für Völkerverständigung an den Milosevic-Verehrer Handke zu vergeben und vehement für die Freiheit geistiger Abenteurer gestritten. Umso mehr müsste sie jetzt den reaktionären Romantiker Mosebach verteidigen. Wenn sie ihm dennoch nach oberflächlicher Gesinnungsprüfung den rein literarischen Büchnerpreis missgönnt, muss man darin nicht mehr sehen als den Versuch, ihre Zeitschrift zur Buchmesse ins Branchengespräch zu bringen.

“Fatal , fatal , bemerkte Schlich / paffte und entfernte sich ” . Karl- Markus Gauss , kritisiert als “Lobbyist für die österreichische Literatur” in Personalunion von Autor , Kritiker und Juror , fühlt sich - zur Freude der PRESSE - persönlich verfolgt . “Fatal , fatal” , Skandal , Skandal .

icon bookVielleicht wäre es geichwohl von Interesse , die so übel vermerkten Argumente der Mosebach- Mäklerin ( Hubert Spiegel | FAZ ) in Ruhe durchzugehen . Nach Erledigung des Deutschen Buchpreises ( “Mit Literaturqualität hat das nichts zu tun” ) ist nun der Mosebach- Büchner- Preis dran : “Das hat etwas Perverses” . Ca se va en soi .

Pervers allerdings , wie rasch sich die Sender jetzt reissen um eine Interview- Partnerin , welche mit ihren pointiert formulierten Vorbehalten Hörer und Web- Hits bringt : Dann kann sich Print wieder alterieren , wir Blogger wiederum ( in|ad|ae|qu|at inklusive ) rennen dem Mainstream MEANstream watchend und quatschend nach usw. usw. usf . usf .

Kein Wort mehr über die Buchmesse . Wir folgen den Freaks und konzentrieren und ab heute auf den Mike Tyson- Index . Nach Strich und Faden k. o. oder schlicht nach Punkten . - Was hatte SAM SPADE doch anfangs gesagt ?! ::: “HE WENT LIKE THAT , Spade said , LIKE A FIST WHEN YOU OPEN YOUR HAND .” - Eben . |||

Musik ? ? ? - Das AUCH NOCH ? ? ? ::: Ihr habt es so gewollt und wir wissen nicht , wie verdient . WIR aber dürfen uns jetzt endlich redlich czz hörempfehlungeinem weiteren SONIC WALKER- MIX hingeben : Distinkte Töne in klarer Kalimba- Manier . File also under Mbira . Bringt allenfalls Ordnung ins Gedärm und Licht ins literaturbetrieblich verfinsterte Hirn . MINIATURAS , mixed and brought 2 You by Mexican Master IN VITRO . Now . Click . Here . - Ha le lu ja . |||

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Preise und Wiedergänger : Hanser , Lovenberg , Mosebach



Le beaujolais nouveau est arrivé : SIE IST DA , die SHORTLIST zum Deutschen Buchpreis , jener 2005 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestifteten Marketing- Maschine . Ausgezeichnet wird , laut Statut der “besten Roman deutscher Sprache“ .

czz lorbeerkranzDie zeitliche Staffelung in eine Longlist ( 20 ) , welche dann - 1 Monat vor der finalen Entscheidung und Preisverleihung zum Start der Frankfurter Buchmesse - zu einer Shortlist ( 6 ) eingedampft wird , garantiert den maximalen Stretch medialer Aufmerksamkeit . D-, Ö- und CH- Verlage dürfen je maximal zwei Titel auf den Wühltisch vorlegen einer jährlich aufdatierten Jury , komponiert aus Autoren ( 2 ) , Journalisten ( 4 ) und 1 “literarischen” Buchhändler.

Wie lautet sie nun , diese Shortlist in terms of Autoren , Titeln , Verlagen ? - La voilà :

  • Martin Mosebach , Der Mond und das Mädchen ( Hanser )
  • Julia Franck , Die Mittagsfrau ( S. Fischer)
  • Thomas Glavinic , Das bin doch ich ( Hanser )
  • Michael Köhlmeier , Abendland ( Hanser )
  • Katja Lange-Müller , Böse Schafe ( Kiepenheuer & Witsch )
  • Thomas von Steinaecker , Wallner beginnt zu fliegen ( FVA )

czz lorbeerkranz

Man mag sich - wie Ina Hartwig in der FR - über die qualitative Auswahl erregen . De gustibus usw . - Fällt aber Jemandem etwas im Formalen auf ?!

Richtig : Es befinden sich nicht weniger als drei Hanser- Titel in dieser Auswahl der Auswahl , macht also ( vgl. Statut ) die genehmigten 2 Titel pro Verlag + 1 . Der Mutmassung bleibt überlassen , wie hoch der Term “n” bei der Einreichung ( 2 + n ) seitens des Hanser- Verlags gewesen sein mag .

Weiters auffällig und mehr als peinlich plakativ das Shortlisting eines Autors , welcher ohnehin demnächst der Verleihung des Büchner- Preises entgegen blickt . Und welcher - seit Vorabdruck des oben genannten Titels in der FAZ + seit der Verkündigung des Büchner- Segens - unbezweifeltes Liebkind des deutschen Feuilletons ist .

czz lorbeerkranz Die FAZ hat - in geradezu anstössiger Treulosigkeit - ihre gesamte Batterie von Glaube- Liebe- Hoffnung umgepolt vom Jung- Konservativen Durs Grünbein zum Retro- Mytho- Ästheto- Konservativen Martin Mosebach . Am heutigen Tage macht sie sich prompt anstellig , von einer Lesung M.M.s in der New Yorker Church of Our Saviour zu berichten . Auf dem Programm stand - wen wundert’s - das frivole Plädoyer für die Rückkehr zur lateinischen Liturgie : “Die Häresie der Formlosigkeit” . - - - Sie fragen nach dem Verlag ? - Hanser , versteht sich .

3 x Hanser @ Shortlist , 1 x Hanser @ Büchnerpreis , 1 Büchnerpreis- Aspirant = 1/6 Shortlist für den Deutschen Buchpreis . Man bleibt also unter sich . In kleinem Kreise . Wie klein diese Kreise sind , gibt uns die auf SpOn plazierte Agenturmeldung zu verstehen :

Laut Nachrichtenagentur dpa sagte Jury-Sprecherin Felicitas von Lovenberg, dass die Jury sich “nach einer Sitzung voller Plädoyers, Liebeserklärungen und Leidenschaftsattacken” auf die sechs Finalisten geeinigt habe. “Wenn sieben Juroren aus zwanzig guten Büchern die sechs wichtigsten, aufregendsten und lohnendsten bestimmen sollen, kann es nicht bei jedem Titel Einmütigkeit geben”, sagte die Jurorin und Redakteurin der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” weiter.

czz lorbeerkranz Klingelt da nicht etwas ?

- War es nicht just Felicitas von Lovenberg , welche anlässlich der ( sonderbar verfrühten ) Zuerkennung des Bookaward 2007 den Aufstieg eines “Hanser way of life” verkündete ? Einer neuen , sinnlichen Lebens- Art an Stelle der alt- gestrengen “Suhrkamp culture” ? - Nun , in ihrer Rolle als Jurorin hat Frau Lovenberg offensichtlich ausgiebig diesem “Hanser way of life” gefröhnt . Vermutlich sehnt sie sich an jenen familiären Bücher- und Suppen- Tisch zurück , welchen sie im genannten Artikel gustierte :

Krüger hat sein Büro im ersten Stock. Der besteht im wesentlichen aus einem riesigen Bücherraum. In der Mitte steht ein großer Tisch, wo sich einige Mitarbeiter bei einem Teller Suppe unterhalten.

czz lorbeerkranz

Jetzt wären wir aber doch neugierig , wer noch an jenem Tische sass . Ich meine NICHT den Deutschen Mittagstisch im Hause Krüger , sondern den Poker Verhandlungstisch der Buchpreis- Jury . Nachdem sich die Webseite des Deutschen Buchpreises als per 2006 versteinert präsentiert und der Kooperationspartner Deutsche Welle auch nur mit der üblichen Pressemeldung aufwartet , werden wir endlich beim Börsenverein des deutschen Buchhandels fündig .

Da wären sie also , die Juroren ( m / f ) nach dem Schlüssel :

Autoren ( 2 )

  1. Karl-Markus Gauß ( Autor bei Zsolnay / Hanser )
  2. ???

Update , 17:04 , Lektor und Kritiker ( 1 )

  1. Christian Döring

Journalisten ( 4 )

  1. Felicitas von Lovenberg ( FAZ )
  2. Ijoma Mangold ( SZ )
  3. Mathias Schreiber ( SPIEGEL )
  4. Hajo Steinert ( Literaturchef DLF )

Literarischer Buchhändler ( 1 )

  1. Rudolf Müller (Müller & Böhm, Literaturhandlung im Heine Haus)

Fazit : Die Buch- Welt ist , was Hansers Fall ist . Oder : Sechs ( 6 ) Juroren suchen einen ( 1 ) Autor .

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Update , 17:04 : Und siehe da - via aktualisierter Webseite des Börsenvereins stossen wir neuerdings auf eine violette Werbefläche , welche uns direkt zur Extraseite pbp | Deutscher Buchpreis 2007 hinführt . Das Hanser- Hazard wird damit zwar um kein Jota geringer , immerhin lernen wir nun den bislang vermissten Juror Numero 7 kennen , den Suhrkamp- Lektor Christian Döring .

Entdecke erst jetzt Elmar Krekelers köstlichen Kommentar :

Die Chancen stehen 50:50, dass sich eine eherne Tradition fortsetzt und es am Ende ausgeht, wie’s in letzter Zeit halt ausgeht bei großen Literaturauszeichnungen: 72 Verlage streiten sich um einen Preis, und am Ende gewinnt immer Hanser.

Links

in|ad|ae|qu|at related

  • ad Bookaward 2007, . . . slippe slique . .
  • ad Mosebach , But till that morning |||

    Und jetzt ist aber wirklich höchste Zeit für ein paar Takte Musik . Morgengymnastik , resp. Entspannung . Nun sind wir - brav dem Countdown entlang - bei der abschliessendenczz hörempfehlung Folge unseres netlabel- Portraits von We love Minimal angelangt . Wer brav mitgehört hat , vermag die ästhetische Linie des Labels als klares und konsequentes Bekenntnis zu einer unprätentiösen Spielart des Minimal Tech zu erkennen : Mehr an patterns und percussiven Strukturen interessiert denn an Wohlfühl- Melodik , kippt man die Inhalte der alten Schubladen von “Simplizität” und “Subtilem” nonchalant aus und mischt die Karten ohne falsche Scham neu . - - - Vom Autor der Release 002 : Minimal Disorder können wir per myspace nur die Herkunft aus den Niederlanden und eine entzückende Rückenansicht eruieren . Minimal Mouse also bitte mal melden ! - Zu hören gibt es apartes Taschkern und Schackern , einen Traktor mit Abhub , Hybrid von Bagger und UFO . Kurz : ZEN oder die Kunst, Headbanging als Meditation zu zelebrieren . Click to Listen ( Four in One @ Archive.org ) :01: Underneath [10.18] | 02: Chronology [8.46 ] | 03: In between [9.56] | 04: Minidrum [7.57] |||

||| Finalemente der Absolute Beginner des Hamburger Freiheits- Labels : in|ad|ae|qu|at proudly presents We Love Minimal Releaseczz hörempfehlung 001 : GartenStadt von EinzahlPflege . Das HH- Kollektiv ( Scott Douglas , Pussy Palast , Madmans Run , Herr Kibinsko , Kim Bali , Max Mustermann ) weist eher auf ein weiteres netlabel denn auf eine “eigentliche” Band hin . Wer soll sich da noch auskennen ?! - - Das Motto “Der Weg zur Gartenstadt ist weit . Doch er lohnt sich“, ist nach Genuss der Klangblüten nur zu bestätigen . Allerdings finden sich nicht nur takt- ische Gänseblümchen auf der GartenStadt- Wiese … Pass’ auf ::: Da kommt schon eine grosse schwarze Spinne auf acht pelzigen Bass- Pfoten daher . Click to Listen ( Four in One @ Archive.org ) : 01: GartenStadt [8.03] | 02: KrabbelTier [7.53] | 03: LunaPark [4.13] |||