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Deutscher Buchpreis 08 : Die Werbe- Traktor rollt an



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WAS WIRD

dbp 08 rlogoDem Bösenverein des Deutschen Buchandels sei’s getrommelt und gepfiffen , auf dass kein Lekürewilliger ( sowie Flachwareverschleisser ) diesseits und jenseits der Lande Deutscher Zunge auf eine zeitgemässe PR- Ausstattung verzichten muss : Im Vierten Jahr des Bestehens der dbp- Lorbeeren mögen - so der Appell des Börsenblatts - Buchhändler bereits drei Wochen vor der Bekanntgabe der famosen “Longlist” entspechendes Deko- Material ordern .

Dazu gibts - wie die dbp- Heimseite informiert - sogar einen Reader , welcher ( selbstredend im corporate desgin )

20 für den Buchpreis nominierten Titel und Autoren. Die mehr als 80 Seiten umfassende und erstmals vom BÖRSENBLATT herausgegebene Publikation wird unmittelbar nach Veröffentlichung der Longlist am 20. August ausgeliefert und soll den Kunden der Buchhandlungen kostenlos zur Verfügung stehen. Die Auflage beträgt voraussichtlich zwischen 40.000 und 50.000 Exemplaren.

Deutscher Buchpreis palakt 08Das Buch “Deutscher Buchpreis 2008. Longlist” umfasst ca. 80 Seiten und beinhaltet:

  • Leseproben der 20 Romane
  • Steckbriefe der 20 Autoren
  • eine Einordnung und Bewertung der Titel von Wolfgang Schneider
  • einen Text von Hubert Winkels über seine Jury-Erfahrung
  • und ein Interview mit Julia Franck

Bislang haben 94 Verlage aus Deutschland , Österreich und der Schweiz bis Einsendeschluss Ende März hoffnungsvolle 145 deutschsprachige Romane eingereicht , deren Siegertitel am 13. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers verkündiget wird .

Die rund 20 Titel umfassende Longlist wird am 20. August 2008 bekannt gegeben. Daraus wählen die Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 17. September 2008 veröffentlicht wird. Am 13. Oktober, dem Abend der Preisverleihung, erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht.

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WAS IST

dbp 08 rlogoNachdem es im letzten Jahr ungefragte Unstimmen zur Besetzung der siebenköpfigen Jury gab , wurde selbige diesjahr nach Massgabe des Füglichen wasserdicht kommponiert :

Wie man sieht : ein löblich überprortionaler Frauenanteil .

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WAS WAR

dbp 08 rlogoDie Querelen um Interessenskonflikte einzelner Juroren sind in ebenso lebhafter Erinnerung wie die Enttäuschung über einen - sagen wir’s offen mit einem Klagenfurter Wort - “mittelständische” Roman ( copyright Elmar Krekeler ) . Dafür ist der Hauptpreis mit 25.000 Euro heiss , die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro .

Immerhin befindet sich Julia FrankcksDie Mittagsfrau” ( S. Fischer ) in der 42. Woche auf Platz 43 der SPIEGEL- Beststellerliste , wurde seither im Hardcover mindestens 400.000 Mal verkauft , Übersetzungslizenzen gingen am rund dreisig Länder .

Ob der prospekitven Gewinnerin / dem prospektiven Gewinner des Ersten Schweizer Buchpreises Ähnliches blüht ? - Allerdings sind die Schweizer wohlweislich quicker und kühren ihre Sieger bereits am 16. 11. 2008 im Rahmen der an der buch.08 in Basel -

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LINKS

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Sehr wenig Buch- pder Schallplatten - Be- Preisbares ( trortz hinterlegter Geigen ! ) auf clear cuts : Mikel Mendias‘ ( MySpace ) eigenwillige czz-hoerempfehlungBasslinien integrieren eventuell perkussive Zusatz- Apparate Elemente nahezu unisono : Zwischen Messers Schneide und Glöckchenklang wirdhier stilsicher mit rohem Fisch Klang hantiert , was eingängige Riffs freilich nicht hindert . Go for “IBAI” and clear your ears - bevor die Epoche des universalen Gequatsches wieder alles ruiniert . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. arga | 02. bidasoa | 03. ega | 04. sadar |||

Neues von Freunden



||| EIGENHEIM | EIGENPRODUKTION | EIGENWERBUNG | EIGENTUM ( GEISTIGES ) | EIGENLEBEN | EIGENMISCHUNG | EIGENART | EIGENWISSEN | EIGENBILDUNG | EIGENREFLEXION | EIGENKLANG | EIGENTAT | KLANGAPPARAT

EIGENHEIM

WAITING ROOMBevor die grosse Einkehr ins Privatissimum von Ferien , Feiern , Familien ausbricht , nützt in|ad|ae|qu|at den ersten ruhigen Atemzug nach drei -beraubten Wochen und fädelt noch einige feine Dinge aus dem Umfeld der Freunde , Werk- und Wertschöpfenden auf . Keine Zeit für Fernsehabende also , wie unser französischer Kollege Olivier treffend feststellt .

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EIGENPRODUKTION

WAITING ROOMZunächst sei freilich in quasi eigener Sache auf das gestern abgemischte und MORGEN auf Ö 1 und via OE1DD zu sendende Kunstradio hingewiesen : Part II von LITERATUR ALS RADIOKUNST ‘07 mit den pointierten Arbeiten von Ulrich Schlotmann und Daniel Wisser . Da beide Produktionen schön kompakt geraten sind , ist in der 39′ - Sendung ( endlich ) auch fein Raum für affine Musikzuspielungen . Ulrich hat bekanntlich mit Georg Zeitblom gearbeitet und von Daniel Wissers Erstem Wiener Heimorgelorchester liegt noch die jüngste CD AUTOPLAY bereit - also gibt’s feine Sounds aus ziemlich differenten Ecken der Electronica : Trashige Songformate vor Nähmaschinensequenzen vom EWHO , dahingegen Zeitblom ambient ambivalent und wohl eher “chtonisch” . Dies nur als Teaser . Morgen mehr .

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EIGENWERBUNG

WAITING ROOMAn anderer Stelle werden wir auch berichten , dass die Präsentation unseres Lettristischen Animations- Videos RADIO | JELINEK | REMIX im Rahmen der Buchvorstellung ELFRIEDE JELINEK : ICH WILL KEIN THEATER . Mediale Überschreitungen ( Edition Praesens 2007 + DVD ) am Dienstag hübsch über die Bühne gegangen ist . Bevor wir den Dreiminüter auf diesem Kanal online geben , sei das Making- Of fertiggestellt : Andere mögen ihre Storyboards vor der konkreten Videoarbeit anlegen - bei uns ist es ( Learning bei Doing mit Adobe After Effects ) eben umgekehrt ausgefallen .

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EIGENTUM ( GEISTIGES )

WAITING ROOMÁ propos Film und Kino und die bis an die Zähne bewaffneten Überfallkommandos gegen DIE RAUBKOPIE : In der jüngsten Ausgabe der Literaturzeitschrift kolik ist ein sardonisches Stück vertrackt gefügter Prosa von Herbert J. Wimmer zu lesen . Als “drehtext nr. 0858″ figuriert eine surreal formulierte , dessenungeachtet nicht minder analytische kleine Studie über den “medienindustrie- komplex” . Ein wenig in Richtung des Films Free Rainer geht’s um den Abbau von Privatheit dort , wo wir Unterhalt und Unterhaltung suchen . So , wie Blogger bei eventuell informeller Meinungsäusserung zu Unternehmen / Marken / Produkten in raschen Anwaltattacken abgemahnt werden , wird auch dem Konsumenten - wenn schon nicht a priori misstraut , so doch - genauestens auf die Finger geschaut . Kann man auf “Markt- und Verhaltensforschung” nennen . Herbert Wimmers fiktive Security- Instanzen bieten uns daher folgende praktische Dienstleistung an ( und man möchte die Formulierung am liebsten in den Blog- Disclaimer übernehmen ) :

beachten sie bitte unsere angebote im vollzugsshop unserer strafpartner !

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EIGENLEBEN

WAITING ROOMWeiter in kolik # 38 : “der ansprechpartner” von Kathrin Röggla - setzt den “medienindustriellen komplex” sozusagen in den “zwischenmenschlichen” aka face- to face- Raum fort . Von Liesl Ujvary ist eine frappierende Sequenz von Situationsberichten - quasi aus dem “selbstindustriellen komplex” - zu lesen : “DAS WORT ICH” rollt gesplitterte Innensichten als waste lands einer Postapokalypse aus . Cormack McCarthys hochgelobter Endzeitroman “The Road” nimmt sich daneben fast schon idyllisch aus .

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EIGENMISCHUNG

WAITING ROOMÜberhaupt ist diese Ausgabe der Zeitschrift ( die man eher als praktisches Notebook vom forschenden Fortschreiben liest , denn als ätherisches Blättchen poetischer Beschaulichkeit ) sehr dunkel und schön scharf geraten . Aus dem Ciaoscuro von Eros und Thanatos rückt Händl Klaus einen perfide konstruierten Kurztext “Diwan” ins Licht , Josef Winklers Hommage an Gerald Zschorsch gibt manchen sinistren Witz . Endgültig empfehlenswert macht dieses Büchlein schliesslich Karin Fleischanderls gnadenlose Abrechnung mit den marktgängigen , doch stets auch Selbstreferenz für sich beanspruchenden Erzähl- Erzählern Robert Menasse , Don Juan de la Mancha ) und Thomas Glavinic , Das bin doch ich - womit bekanntlich auch das Phänomen Daniel Kehlmann in den Blick rückt . Fleischanderl zeigt schlüssig auf , wie massgeschneidert diese Zeitgeistliteratur auf die Werbe- und Verwertungsformen des Literaturbetriebs reagiert , wie das Ressentiment trefflich zum Bedienen des Formats “literarische Lesung” taugt und der seine Kalauer vorlesende Dichter solcherart in die Nähe gerät zum derzeit beliebten Kabarettisten .

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EIGENART

WAITING ROOMNeue Texte der weniger gängigen und explorierenden Art sind am Montag in der alten Schmiede von Andreas Unterweger ( @ Band ratlos ) , Sophie Anna Reyer ( @ kolik ) und Roland Steiner ( audio @ titel- magazin ) zu hören : Sie alle haben in der Zeitschrift manuskripte publiziert , was nach manchem Literaturverständnis als Auszeichnung gilt . Übrigens : “Der” von Liesl Ujvary ausgesuchte und kommentierte ( online- ) “Text des Monats” ( # 15 ) sind eigentlich zwei . Nämlich zwei dieser sehr distinkten Gedichte der jungen Autorin Sabine Scho : Wir hoffen , sie ebenso für einen SALON LITTÉRAIRE @ in|ad|ae|qu|at gewinnen zu können wie ihre “Forum der 13“- Kollegin Monika Rinck .

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EIGENWISSEN

WAITING ROOMOnline rundumerneuert präsentiert sich die kulturwissenschaftliche Mittel- und Osteuropa- Plattform KAKANIEN REVISITED mit Materialiensammlung , Veranstaltungshinweisen und inzwischen auch einer ganzen Reihe von Weblogs ( Balkancities , Budapest , Sofia , New Releases , Calls for Papers / Events ) . Bemerkenswert die online zugänglichen Primär- Essays , z. B. Svjetlan Lacko Vidulic’ und Ursula Reber im E- Post- Dialog zwischen Zagreb und Wien über Bizarrerien in Gewandfragen - Deutsche Pullover & südslavische Röcke ( Identitäten explizit - implizit , pdf ) . Oder Paul Zschorlichs Streifzug Durch Doppelmoral und Hygienedebatte um 1900 in seiner Analyse von Prostitutions-Utopien ( pdf ) . - Da sage noch mal einer was von “trockener” Szientistik -

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EIGENBILDUNG

WAITING ROOMDer manuskripte- Termin am Montag in der Alten Schmiede stellt - frei nach Wikipedia formuliert - eine klassische ambiguity dar : Zu gleicher Zeit lädt nämlich Thomas Ballhausen zur Open Lecture über seine jüngst bei Skarabäus erschienene Theorie- Erzählung “Die Unversöhnten” ein . Im Rahmen von Gerhard Jaschkes Vorlesung “Literatur und Sprachkunst” darf man mal wieder Universitätsluft schnuppern und zwar in der Akademie der Bildenden Künste Wien .

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EIGENREFLEXION

WAITING ROOMAm Dienstag ist “Literatur der Rede wert” und das “Ex libris“- Radio- Buckritik- Quartett- on the road und on stage im Literaturhaus : Moderiert von Gerhard Moser blicken Sigrid Löffler , Daniela Strigl und Klaus Zeyringer auf das Literaturjahr 2007 zurück : Ärgernisse , Sternstunden , Fehden . Und natürlich : Diverse Literaturpreise … Deutscher Buchpreis , Büchner- … if you know what I mean .

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EIGENKLANG

WAITING ROOMLohnende Rückblicke - und jetzt schwenken wir allmählich in Richtung der KLANGAPPARATE - auf das Netaudio- Festival Berlin gestattet jetzt dessen Heimseite . Eine Reihe vom Speeches zum Themenbereich “Netmusic - Netlabel” stehen zum Download bereit : Vom Club zum Netlabel , Netaudio - The Future of Music ? , Netlabels : An Alternative Approach in Music Production ? , Netlabels – Soziale Netze On- & Offline . Hören wir auch in Sachen in|ad|ae|qu|at und dessen Zukunft natürlich mit roten Ohren mit . Musikalische Nachlieferungen gibt es bei Radio Fritz im Trackback @ Pulsar . Leider wird da mehr herumgeredet als tatsächlich Musik gespielt , Kategorie : Chance vergeben .

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EIGENTAT

WAITING ROOMJetzt aber kommt die Riesenchance , dem in|ad|ae|qu|at heiss geliebten Netlabel broque ein kleines Dankeschön zurück zu geben für ein aufregendes Musikjahr : undogmatisch , handverlesen und distinkte akustische Charaktere in exquisiten Lieferungen - und das alles frei Haus . Wer dem Wertern Herrn Christian also Mut & Kraft zum Weitermachen ( und uns damit fortgesetzte Freuden ) zukommen lassen mag, beteilige sich doch bitte bitte bitte an der De:Bug- Leserpoll 2007 ( Vote Netlabel ) . Gewinnen kann man dabei übrigens auch . So diverse angesagte Gegenstände eben .

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KLANGAPPARAT

Um die Entscheidunmg PRO BROQUE zu erleichtern , führen wir die neue Release ( 038 ) ins Treffen : Die EP time von Higher Sense Xpoezure ( aka Paul Terry : sorry , no more info available ) gibt sich zart schwebend verblasen , um dann super fett loszuwummen : Phasenverschiebungen ,czz hörempfehlung Dopplereffekte , Eisblitze , Donnergroll - Wer Lust dazu hat , mag sich H. P. Lovecrafts Mountains of Madness dazu vorstellen ( und sich an H. P. Zinkers gleichnamiges Glanzstück von 1995 erinnern ) . CLICK TRACKS TO LISTEN - ENJOY and VOTE : 01. alt | 02. ground zero | 03. polygon surface | 04. pulse | 05. time |||

Das grossen BuchMesseN | Fair Y Tales



||| “HE WENT LIKE THAT , Spade said , LIKE A FIST WHEN YOU OPEN YOUR HAND .” - Gestern diese liebliche line des Sam Spade in Dashiell Hammett’s THE MALTESTE FALCON ( echt : in Buchform , gebunden ) gelesen und zum Motto erhoben für die Beobachtung der Ongoings am Main .

IN | FORMELLES

icon book Nach geballtem Email- plus- Papier- Post- Beschuss der Verlage ( “Besuchen Sie uns bei der Frankfurter Buchmesse , Halle x , Stand y zur Plauderei bei einem Glas z … “) sollte nun endlich Ruhe im Kanister herrschen und der Rest des Literatur- Vermarktungs- Explosiv- Materials sich in der Feuilleton- Schlacht verbrauchen . FAZ . NZZ . FR . SZ . WELT . taz . Für DRIVE- BY- MITredner / - READER gibt’s die Schnell- Schau polymorpher Pressemeldungen bzw. das Branchen- Blatt - - - den Rest erledigt Ihr Feed- Reader . Or you wanna join the informal Feuilleton- disscussion- group beside the coffee- dispenser ( Vienna’s Best instant coffee , and believe me , I DO know what I am talking about ! ) @ the Copy- Shop near Kirchengasse ( 1070 ) . |||

BLOGS

icon bookWeitere Info- Linien ergeben sich durch die redaktionellen Blogs der MSM ( etwa David Hugendicks seitenblick @ ZEIT , wir durften uns der gefühlten Stimmungsbilder des Herrn bereits anlässlich der Bachmannpreis- Berichterstattung erfreuen ) sowie durch das Marketinginstrument des offiziösen Buchmesse- Blogs . Aus Sicht des professionellen PR Bloggers ( aka Klaus Eck ) schwingt diese Form der CORPORATIVE COMMUNICATION schön mit dem Zeitgeist , gleichwohl mag Mancher Meister Ecks Liste der Blogger auf der Frankfurter Buchmesse ein wenig diffus finden .

Wie schön , dass es da die wachsamen Augen der bloggenden Literaturwelt gibt , die sich keinen Kehlmann als WELT- X für ein K U nstwerk vormachen lassen . Das nachgerade klassische Literatur- Café bedenkt die Zuerkennung des Deutschen Buchpreises an Julia Franck mit dem raffiniert vieldeutigen Wörtchen “erwartungsgemäss” , bevor man morgen , 10. 10 . , mit dem Buchmesse-Podcast 2007 anhebt . netbib ( “Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen” , # 43 ) castet übrigens ab morgen auch . ||| Update und Corrigendum : Die werten Kollegen podcasten leider NICHT live von der Fairy Fair , Sorry , ein Fall von in ad|ae|qu|atem WISHFULL THINKING . |||

Aus Buchhändlerperspektive bietet sich Dorian Popas Blogeintrag für ein Butterbrot an [ sorry , Dorin ] , bzw. man setzt sich zu dero Herren Antiquarii vom ZVAB- Blog . Mal sehen , was die , die’s ja wissen müssen , zum Thema BEST AGER - JUNGBRUNNEN DES BUCHMARKTES zu sagen haben . Ob das beliebte Blog über Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn freilich die Zielgruppe 50+ glücklich erreicht , bleibt fraglich . - Was soll’s , gibt sich StyleSpion doch angenehm pragmatisch : Sucht Euer Book By It’s Cover . |||

NOBEL | WELT | PREISE

icon bookJa , auch über die Nobelpreis- Frage ( wieder ein Donner am -stag ) darf man ich Gedanken machen , so man nicht bereits RAS DE BOL hat von sonderbaren Preisen und Orden . Von der Farce des Deutschen Buchpreises durften wir bereits berichten , nun nimmt Daniel “Keck” Kehlmann auch noch den WELT- Preis entgegen . Als , sozusagen , WELT- Vermesser von Größe und Komik deutscher Kultur . Auf gut deutsch : Für die Re- Installierung eines nicht- de|kon|struktiven Erzählens . Schnurre runter , wie man’s wieder mag . Neue Betulichkeiten ( Kehlmann , Mosebach ) und die Grossen Geschichten ( Geiger , Köhlmeier ) . Weshalb auch Julia Frank den Deutschen Buchpreis zugesprochen bekam und nicht etwa die mit zersetzender Ironie begnadete Katja Lange- Müller ( BÖSE SCHAFE , Kiepenheuer ) .

Frische Gesichter ( und stets neu direkt vom Coiffeur ) punkten PR- mässig besser . Besonders , wenn MANN ( sorry , Dudes , so isses ) der Anmassung weiblicher Literatur- Befähigung den beruhigenden Nachsatz “und Mutter zweier Kinder” hinterher schicken kann . Beim STERN klingt das dann wie folgt :

Sie ist 37, Mutter zweier Kinder und lebt in Berlin: Julia Franck heißt der neue Star am deutschen Literaturhimmel. Die Autorin wurde für ihr Werk “Die Mittagsfrau” mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Wir übergeben nun an Jurorin und Jury- Sprecherin Felicitas von Lovenberg , welche die RAISON für diese NICHT- HANSER- ENTSCHEIDUNG auf den tief empfundenen Punkt bringt :

Zur Begründung erklärte die Jury, Francks Buch überzeuge durch sprachliche Eindringlichkeit, erzählerische Kraft und psychologische Intensität. “Die Mittagsfrau” sei “ein Roman für lange Gespräche”. Die Jury habe sich mit großer Mehrheit für diesen Roman entschieden, hieß es weiter. “Das Buch hinterlässt Spuren”, sagte Jury-Sprecherin Felicitas von Lovenberg. ( Tagesspiegel )

In der entsprechenden FAZ- Meldung wird diese Sprecherin und FAZ- Autorin übrigens nicht namentlich genannt . - “Lange Gespräche” also , hm , hm , hm , bis zur Verleihung des Hanser- Büchner- Preises am 27 . Oktober . - Frau von Lovenberg wird berichten . Sicher . Exklusiv .

“Da tritt der Österreicher vor ihn hin” : Nicht im Grillparzer’schen Wortlaut , sondern in dessen Geiste beobachtet Cornelia Niedermeier ( @ Standard ) mit einem Bonmot die feudal inszenierte BUBBLE des Deutschen Buchpreises :

Bescheidenheit fehlt dezidiert im Kanon der Tugenden des Deutschen Buchpreises. Sein Selbstbild charakterisiert am Treffendsten der Ort, den der Börsenpreis des Deutschen Buchhandels, Initiator der Auszeichnung, für deren Verleihung wählte: Der Kaisersaal im Frankfurter Römer, jener Ort, wo einst die Kurfürsten des Hl. Römischen Reiches deutscher Nation zusammentraten, um einen aus ihrer Mitte zum Kaiser zu krönen. Gotische Spitzbögen rahmen den Saal, darin ihre Gemälde, all die Ottos, Heinrichs, Leopolds und Friedrichs blicken ölig-ernsten Blicks auf Gottfried Honnefelder, den Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Kaisermacher der deutschsprachigen Literatur von heute. ( Der Standard )

icon bookBuchkaiser hin , glückliche Mütter her : Der Vorgeschichte von Jury und deren Zusammensetzung , abstruser Shortlist und Hanserei war nicht eben dazu angetan , Auszeichnung , handelnde Personen und Verlage ins Licht hoffnungsfroher Morgenröte zu rücken . Wir erwähnten beiläufig die ( männiglich formulierte ) Häme gegen Sigrid Löffler und deren im Editorial der LITERATUREN sowie im Deutschlandfunk berechtigte Kritik an Form , Formation und Funktion des WOULD- BE- BOOKER- Preises . Uwe Wittstock in der WELT :

2006 hat sich Sigrid Löffler dafür eingesetzt, den Heine-Preis für Völkerverständigung an den Milosevic-Verehrer Handke zu vergeben und vehement für die Freiheit geistiger Abenteurer gestritten. Umso mehr müsste sie jetzt den reaktionären Romantiker Mosebach verteidigen. Wenn sie ihm dennoch nach oberflächlicher Gesinnungsprüfung den rein literarischen Büchnerpreis missgönnt, muss man darin nicht mehr sehen als den Versuch, ihre Zeitschrift zur Buchmesse ins Branchengespräch zu bringen.

“Fatal , fatal , bemerkte Schlich / paffte und entfernte sich ” . Karl- Markus Gauss , kritisiert als “Lobbyist für die österreichische Literatur” in Personalunion von Autor , Kritiker und Juror , fühlt sich - zur Freude der PRESSE - persönlich verfolgt . “Fatal , fatal” , Skandal , Skandal .

icon bookVielleicht wäre es geichwohl von Interesse , die so übel vermerkten Argumente der Mosebach- Mäklerin ( Hubert Spiegel | FAZ ) in Ruhe durchzugehen . Nach Erledigung des Deutschen Buchpreises ( “Mit Literaturqualität hat das nichts zu tun” ) ist nun der Mosebach- Büchner- Preis dran : “Das hat etwas Perverses” . Ca se va en soi .

Pervers allerdings , wie rasch sich die Sender jetzt reissen um eine Interview- Partnerin , welche mit ihren pointiert formulierten Vorbehalten Hörer und Web- Hits bringt : Dann kann sich Print wieder alterieren , wir Blogger wiederum ( in|ad|ae|qu|at inklusive ) rennen dem Mainstream MEANstream watchend und quatschend nach usw. usw. usf . usf .

Kein Wort mehr über die Buchmesse . Wir folgen den Freaks und konzentrieren und ab heute auf den Mike Tyson- Index . Nach Strich und Faden k. o. oder schlicht nach Punkten . - Was hatte SAM SPADE doch anfangs gesagt ?! ::: “HE WENT LIKE THAT , Spade said , LIKE A FIST WHEN YOU OPEN YOUR HAND .” - Eben . |||

Musik ? ? ? - Das AUCH NOCH ? ? ? ::: Ihr habt es so gewollt und wir wissen nicht , wie verdient . WIR aber dürfen uns jetzt endlich redlich czz hörempfehlungeinem weiteren SONIC WALKER- MIX hingeben : Distinkte Töne in klarer Kalimba- Manier . File also under Mbira . Bringt allenfalls Ordnung ins Gedärm und Licht ins literaturbetrieblich verfinsterte Hirn . MINIATURAS , mixed and brought 2 You by Mexican Master IN VITRO . Now . Click . Here . - Ha le lu ja . |||

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FAZ RELAUNCH | Lasset die Frauen und Kindlein zu mir kommen



||| Mittlerweile hat es ja hinlänglich die Runde gemacht , dass sich nun auch die FAZ , nackt , wie die bisherigen Herausgeber Gottheiten sie schuf - vor die Musterungskommission eines vorgeblich zeitnahen Relaunch- Eingreiftruppe gestellt hat . Am HEUTIGEN TAGE wird das Resultat erstmal in die Hände und vor Augen der teilweise vorab verärgerten Stammleser gebracht .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfAus diesem Grunde ein paar Bemerkungen über die landauf , landab weitgehend in mokantem Ton gehaltenen Kommentare und es wird nun wirklich interessant , wie just das auf diverse Untergänge des Abendlandes fokussierte Blatt nun seinerseits zwischen die Argumentation- Stereotypen “JETZT FÄLLT AUCH DIE LETZTE BASTION” ( Kategorie : Kulturpessimismus ) , respektive : “WELCOME TO THE CLUB” der Fortschritts- Optimisten geraten ist .

Lassen wir faierer Weise allerdings zunächst einmal die TANTE herself zu Worte kommen und wie sie den Paradigmenwechsel legitimiert ( Quelle : Dss neue Kleid der F.A.Z. . Einladend, frisch, übersichtlich ) :

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erneuert ihr Erscheinungsbild und folgt damit dem Votum einer großen Mehrheit ihrer Leser. Von diesem Freitag an wird täglich ein Foto auf der Titelseite erscheinen. Statt der Frakturschrift FETTE GOTISCH wird eine TIMES- Schrift über den Kommentaren stehen. Längeren Artikeln auf den Innenseiten werden kurze Zusammenfassungen vorangestellt. Die bisher auf Mitte gesetzten Überschriften sind künftig linksbündig ausgerichtet. Die Linien zwischen den Spalten entfallen.

Eine ausführliche repräsentative Leserbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab GROSSE ZUSTIMMUNG zu dieser Gestaltungsreform. Mehr als drei Viertel der Leser ziehen das neue Erscheinungsbild dem bisherigen vor. Die Neugestaltung wird in allen Alters- und Lesergruppen begrüßt, von Abonnenten wie von gelegentlichen Lesern. Besonders STARK IST DER ZUSPRUCH BEI FRAUEN UND BEI JÜNGEREN Lesern. |||

Ad FETTE GOTSCH vs TIMES dringend @ Ivos Fontwerk , bzw. Jürgen Siebert Fontblog und dessen TYPOGRAPHISCHE(r) ANALYSE schlau machen ( Ivos Font- werkt hier undercover ) !

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfKlingt ja nett , dieser Abschied vom GOTISCHEN FETT und der proklamierten Zuwendung zu “FRAUEN und jüngeren Lesern” . Wenn Erstes freilich auf die FORM und mitnichten auf die INHALTE auswirkt , wird man seine Bedenken anmelden dürfen . Gerade mal drei Tage ist es her , dass anlässlich des Deutschen Sieges bei der Frauenfussweltmeisterschaft in einer Feuilleton- Glosse RICHARD KÄMMERLINGS eine misogyn- polemische Darstellung femininer Exzellenz vom Fussball auf die Literatur übertrug . Wir werden dem p. t. Leser ( w / f ) leider den Volltext nicht ersparen können . Der Wortlaut spricht für sich .

Wir sind Fußballweltmeisterin. Das ist ein Anfang - mehr nicht. Was kann man tun, damit diese „schönen Pflänzchen“ (Theo Zwanziger) nicht gleich vom nächsten Windhauch umgeblasen werden ? Etwas mehr “aktiver Mädchenfußball“ (Zwanziger) wird nicht reichen. Bis zur hoffentlich in Deutschland stattfindenden WM 2011 müssen alle Reserven mobilisiert werden, damit die ganze Nation wie ein, ähm, Mann hinter unserer, sorry, Mannschaft steht.

Auch die deutschen Schriftstellerinnen werden sich nicht länger drücken können, sondern dem Vorbild ihrer männlichen Kollegen folgen und ein eigenes Team aufstellen müssen. Jene golden generation, die der SPEGEL 1999 als “Fräuleinwunder“ der deutschen Literatur auf den Schild hob, hat die hohen Erwartungen sportlich ja nie eingelöst.

Elfriede Jelinek, die trotz ihrer österreichischen Herkunft naturgegebene Kandidatin für den Bundestrainerinnenposten, hat diese Misere früh entlarvt: “Einmal habe ich es mitsamt meinem Fleisch, nein, durch mein Fleisch, bis auf ein Titelbild geschafft. Das war mir mehr wert, als WM-Gold es hätte sein können“, lässt die Nobelpreisträgerin eine Figur in ihrem SPORTSTÜCK sagen und mahnt Birgit Prinz und Co. zur Bescheidenheit: “Dieses Land nimmt jede freie Stelle sofort ein, die der Sportler nicht mit sich selbst besetzt hält. So gierig ist es! Zuerst stellen sie den Sportler auf einen Balkon, brüllen wie verrückt, und dann vergessen sie ihn.“

Doch auf wen könnte DIE JELINEK , in ihrer aktiven Zeit selbst eine rasante Flügelspielerin, zurückgreifen ? Gesetzt sein dürften auf jeden Fall Routiniers wie Judith Hermann ( “Sommermärchen, später” ), Karen Duve ( “Regenschlachtroman“) oder Julia Franck ( “Die Mittagsstürmerin“ ). Ebenso ein Publikumsliebling wie Silke Scheuermann ( “Die neunzig Minuten zwischen Hund und Wolf” ). Und an Felicitas Hoppe, die zuletzt einen Roman über die heilige Johanna der Strafräume schrieb, dürfte sich der Gegner ebenso die Zähne ausbeißen wie die Literaturkritik. Wenn aber Andrea Maria Schenkel ( “Tannöd“, “Eiskalt“, “Beinhart“ ) nicht bald wieder in Form kommt, fehlt eine echte Knipserin.

Immerhin, die Defensive steht: An Katharina “Hacker“ [ ? ] in der Innenverteidigung wird man ebenso wenig vorbeikommen wie an Susanne Fröhlich, dem “Pfosten-Ich“. Doch wer wird Kapitän ? Soll man es wagen, eine Juli Zeh zu reaktivieren, die mit Werken wie “Spieltrieb“ und “Alles auf dem Rasen“ männliche Genreklassiker wie Toni Schumachers “Anpfiff“ oder “Halbzeit“ von Uli Stein und Martin Walser glatt in den Schatten stellte ? Oder wird sie wieder den Schiedsrichter in juristische Disputationen über falsche Einwürfe und den Maulkorbzwang für Terrier verwickeln ? Keine Frage, ELFRIEDE JELINEK ein schweres Amt an. [ Literatur und Fußball . Zeit für ein neues Fräuleinwunder ( Richard Kämmerlings | FAZ . 0ct. 02 / 2007 ) ] |||

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopf“LASSET DIE FRAUEN UND KINDER ZU MIR KOMMEN” , tönen also die Re- Designer der FAZ . Wie wenig sich dieses apostolische Wort in den Feuilleton- Stuben reihum gesprochen haben durch , erweist auch der bereits automatisierte Beissreflex gegen die Literatukritikerin SIGRID LÖFFLER sowie deren scharfe Bemerkungen zum unseligen Deutschen Buchpreis ( dbp - auch in|ad|ae|at kritisierte die opaken Verhältnisse bei Jury und Selektion in jenem Sinne ) . Hier der Beleg , erneut in gnadenlos abstrichfreier Abschrfit .

Hat die deutsche Literatur ein Unglück ereilt ? Oder sogar zwei ? Oder drei ? In der jüngsten Ausgabe des Magazins “Literaturen” fragt die Kritikerin SIGRID LÖFFLER , warum Martin Mosebach der Büchner-Preis zugesprochen wurde. Bevor sie eine Antwort gibt, beschreibt sie die Folgen dieser Entscheidung: Seit der Bekanntgabe im Juni (erstes Unglück) herrsche im deutschen Feuilleton die “possierlichste Begriffsverwirrung”. Anders als in manchem Vorjahr hat nämlich die Entscheidung für Mosebach ganz überwiegend Zustimmung hervorgerufen (zweites Unglück). Erst Monate später, so Frau LÖFFLER , seien die “MOSEBACH-MÄKLER” auf den Plan getreten - viel zu spät also und in der Tat “sonderbar kleinlaut und defensiv” (drittes Unglück).

Mit Unbehagen stellt die Kritikerin fest, dass es kaum noch möglich sei, einige der Bezeichnungen, mit denen Mosebach versehen wurde, ins “Diffamierende zurückzudrehen”, und mit Unbehagen liest man, dass SIGRID LÖFFLER beklagt, dass “einstige Verunglimpfungsmarken”, Begriffe also wie Anarch, Reaktionär, Kulturpessimist, Anti-Modernist oder vorkonziliarer Katholik, nicht mehr genügen, um den Stab über jeden zu brechen, dem sie angeheftet werden. Weil sie glaubt, Mosebach erhalte den Preis nicht für das Werk, sondern für seine “Gesinnung”, kritisiert SIGRID LÖFFLER vor allem Mosebachs vermeintliche Gesinnung und kaum sein literarisches Werk, das intelligent, humorvoll, ironisch, glanzvoll verschroben und manches andere mehr ist, aber natürlich auch Schwächen hat.

So dürfte ihr Vorwurf, der Traditionalist Mosebach lasse offen erkennen, dass er sich trotz stets frisch gebügelten Einstecktüchleins im Jackett in seinem Jahrhundert nicht immer ganz wohl fühle, den Schriftsteller vermutlich weit weniger treffen als etwa Tilman Krauses leidenschaftliche Versuche, Mosebach für seinen Berliner Laubenpieper-Klassizismus zu vereinnahmen. Dichter können sich ihre Gegner und Anhänger ebensowenig aussuchen wie ihre Leser und Kritiker. Ein Unglück ist das nicht . [ Glosse Feuilleton : Mosebach-Mäklerin ( igl. aka Hubert Siegel | FAZ , sept 29 , 2007 ) ] |||

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopf“KEIN UNGLÜCK” - Dies wird zu dieskutieren sein , spätesten anhand der akuten Preisverleihungen , deren Vor- und Nachreden . Zu den glüclkichen Sternstunden eines aufgeklärtem Kultur (!)- Journalismus zählt die zitierte Resentiment- Schleuder garantiert nicht .

Zurück aber nun zum - KOSMETISCHEN - Relaunch des alten Tante . Welch’ Schönes Service , uns einen Survey in Schaubildern vor Augen zu führen . Wandel der Zeiten und Design- Zeitgeister in synoptischer Sicht . Das neue Kleid der F.A.Z. - Einladend, frisch, übersichtlich . Zunächst indes der Blick zurück . Diachron . In die Tiefe der Zeit| ung . Voilá .

FAZ history

Zum Vergleich das Resultat der ÜBERHOLUNG :

FAZ relaunch

Die Vorab- Häme ( SPIEGEL … ) , besonders allerdings der SZ erhält doch einen Hauch von Haut Goût , wo das Team München - Frankfurt in Sachen “Prozess gegen vorgebliche Copyright- Verletzungen seitens des PERLENTAUCHER - in seltener Nieder Eintracht auftrat .

FAZ picto dahinter steckt immer ein kluger kopfSo sicher wie die jährlichen Überschwemmungen des Flusses Nil , wird der anschwellende Kommentar- Gesang seitens MSM- Medien sowie der Medien- Watchblogs endenewollend sein . Schliesslich wurde sogar Tobias Trevisans Re- Design der Guten Alten NZZ vom Leserbrief- wetternden Publikum gleichwie seitens konkurrierender Besserwisser relativ rasch vergessen . Allerdings hat er dann - wie ein wenig illumierendes Standard- Interview belegt - flugs die Frankfurter Weiten gesucht . |||

Zum FAZ- Relaunch

Zur Person Tobias Trevisan

Zum Prozess FAZ / SZ vs. PERLENTAUCHER

Diskussion

wortfeld 1 , wortfeld 2 , turi , Thomas Knüwer , Dinge und Wesen , Fontblog |||

Aber jetzt genug aus den Blei- , Wort- und Ressentiment- Wüsten. DIE WÜSTE LEBT nämlich auch im Minimalen , die die Release Numero 007 des Netlabesl CLEAR-CUT_RECORDS belegt . Der aus Calgary ( Canada ) czz hörempfehlungstammende Electroniker JEFF WILLETT legt mit der EP CONSCIENCE UTTERANCE ( ccrec007 ) einige Proben seines phänomenal ausgereiften Stilgefühls vor .- Diskrete Dynamiken , Farbsprengsel vor shimmering shades . Kurz , ein fundamentaler Grund , den ( nicht nur oben genannten ) Dingen gelassener in deren Fratzen zu blicken . Rhythmen addieren sich aus getaffelten Layers , changierende Texturen , Lichtpunkte und Schattenrisse . Zweifellos eine der zartesten Versuchungen , seti es Netzmusikalien gibt . Vorhang auf für ein vexirendes Spiel mit hohem Energentisierungsfaktor ! ( Click Tracks to Listen ) : 01. cu | 02. pp | 03. tm | 04. gp15 |||