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“PageRank 5″ oder “Was soll er damit machen ?”



||| BLOG- BLUES & “FROHBOTSCHAFT” | “PAGERANK” - BASICS | IN|AD|AE|QU|ATs POSITION | “PAGERANK 5″ - WAS ANDERE TUN & TREIBT | “WAS WIRD ER DAMIT MACHEN ?” | KLANGAPPARAT

BLOG- BLUES & “FROHBOTSCHAFT”

blog bubble 01Eben noch verärgert darüber , wie in einem mäandernden WELTWOCHE- Artikel wieder einmal “die Blogger” als ( zahnlos gewordenes ) Übel dargestellt werden ( plus die entsprechend erbosten Reaktionen ) , eben noch vergrämt darob , dass im Editorial der Oktober- LITERATUREN eine kluge Frau wie Sigrid Löffler ausgerechnet “das Internet” für die tödliche Beschleunigung am Buchmarkt verantwortlich macht ( ja , auch wir haben die gedruckten Frühlings- Vorschauen für das CD- Programm von Random House Audio bereits Mitte September [ ! ] erhalten ) -

In eben dieser eher gedeckten Stimmung befindlich ( und Robert Basics Reflexionen zur offenbar abnehmenden Verlinkungsfreudigkeit deutscher Blogger im Kopf ) , ereilt uns der Anruf des stets interessiert auf unsere Statistiken blickenden Admin mit der uns zunächst etwas arkanen Nachricht” : “Hey , in|ad|ae|qu|at wurde auf PageRank 5 upgegradet !”

Was wird er damit machen ?” , schiesst uns zunächst der Titel eines von Arno Schmidt ins Deutsche übertragenen Bulwer- Lytton- Gesellschaftsromans ins Hirn und wir beginnen uns mit tumben Erkundigungen um die angemessene Würdigung dieser Verkündigung zu bemühhn . Waren wir um die Zeit des Ersten Geburtstags bei “PageRank 3″ angelangt ( und haben uns seither auch nicht weiter darum gekümmert ) , waren wir mit der Einführung der trefflichen Blog- Verortungs- , Wäge- und Messmaschine “blogoscoop” ( registriert seit 26. 7. 2008 ) plötzlich wieder mit unseren Statistiken konfrontiert und blickten mit recht mässigem Interesse auf jenes “PageRank 4″ , welches dort unter den Ziffern zum Alter des Blogs ( 645 Tage ) , der stark oszillierenden Ziffern der Seitenaufrufe sowie der Artikelfrequenz stand .

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“PAGERANK” - BASICS

blog bubble 01Was also soll das bedeuten ? - Zunächst täte mal eine Begriffserkärung not :

Der PageRank-Algorithmus ist ein Verfahren, eine Menge verlinkter Dokumente, wie beispielsweise das World Wide Web, anhand ihrer Struktur zu bewerten bzw. zu gewichten. Dabei wird jedem Element ein Gewicht, der PageRank, aufgrund seiner Verlinkungsstruktur zugeordnet. Der Algorithmus wurde von Larry Page (daher der Name PageRank) und Sergey Brin an der Stanford University entwickelt und von dieser zum Patent angemeldet. Er diente der Suchmaschine Google des von Brin und Page gegründeten Unternehmens Google Inc. als Grundlage für die Bewertung von Seiten.

Der PageRank-Algorithmus ist eine spezielle Methode, die Linkpopularität einer Seite bzw. eines Dokumentes festzulegen. Das Grundprinzip lautet: Je mehr Links auf eine Seite verweisen, umso höher ist das Gewicht dieser Seite. Je höher das Gewicht der verweisenden Seiten ist, desto größer ist der Effekt. Der PageRank-Algorithmus bildet einen zufällig durch das Netz surfenden User nach. Die Wahrscheinlichkeit, mit der dieser auf eine Webseite stößt, korreliert mit dem PageRank.

kurz :

Je höher die Zahl, umso relevanter wird von der Suchmaschine die Bedeutung der Website eingeschätzt. Im komplexen Algorithmus von Google, mit dessen Hilfe die Platzierung einer Website berechnet, ist für jede bewertete Site ein weit präziser Wert als eine Zahl wie 3, 5 oder 7 hinterlegt. Als Indikator nach außen genügt aber die Wiedergabe einer derartigen Ziffer, da diese eine schnelle Beurteilung der Relevanz einer Website durch den Leser erlaubt. Zahlen mit unzähligen Nachkomma-Stellen wären doch weit schwieriger zu lesen. ( Artikelverzeichnis)

Aha . Wir hatten den “PageRank” bisher lediglich als heiss umkämpftes Gut jener parasitären Gattung der SEOs ( Search Enginge Optimierer ) sowie der Linkverkäufer aus dem Augenwinkel betrachtet . Wikipedia bestätigt solche skeptischen Einschätzungen :

Manipulation

Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung ist es inzwischen zu gezielten Manipulationen und Fälschungen gekommen. So wurde dieses sinnvolle System in der Praxis von Suchmaschinenoptimierern durch Spamming in Gästebüchern, Blogs und Foren, dem Betreiben von Linkfarmen und anderen unseriösen Methoden unterlaufen. Durch Weiterleitung auf bestehende Seiten mit hohem PageRank wird gezielt versucht, den PageRank-Algorithmus zu manipulieren.

Anfang 2005 implementierte Google mit rel=”nofollow” ein neues Attribut für Verweise, als Versuch, gegen Spam vorzugehen. Links, die mit diesem Attribut versehen werden, werden nicht für die PageRank-Berechnung berücksichtigt. Durch Kennzeichnung ausgehender Links kann so beispielsweise dem Gästebuch-, Blog- und Forum-Spamming entgegengewirkt werden. Allerdings ist diese Methode umstritten.

Kritik - Die Nachteile von PageRank im Überblick

  • Finanziell kräftige Seitenbetreiber können sich Backlinks erkaufen und werden dadurch in Suchergebnissen höher positioniert. Dies führt dazu, dass statt qualitativ hochwertigem Inhalt oft die finanziellen Möglichkeiten über die Reihenfolge der Suchergebnisse entscheiden.
  • Webmaster sehen oft im PageRank das einzige Bewertungskriterium für den Linktausch. Der Inhalt der verlinkten Seiten gerät in den Hintergrund.
  • Der PageRank liefert keinen Beitrag zur qualitativen Messung von Webseiten.

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IN|AD|AE|QU|ATs POSITION

blog bubble 01Mit der qualitativen Messung hatten wir bisher eigentlich bislang das geringste Problem . Die erhalten wir über diverse öffentliche und private Feedbacks zur Genüge . Aber DASS und WIE da ganze Meuten von Leuten , die ihr Blog zu kapitalisieren gedenken , mit allerlei linken Tricks geradezu generalstabsmässig daran basteln , ihren “PageRank” zu meliorisieren , war ja beim schweifenden Blick in der Blogosphäre nicht zu übersehen gewesen .

Besonders fleissige Linkverkäufer - wie offenbar die Netzversion der Illustrierten STERN ( von 7 auf 4 ) - wurden und werden von Google periodisch per Downgrade abgestraft -

Da uns dieses Geifern und Geilen nach ein paar Euros mehr in allen Lebensbereichen zutiefst zuwider ist und uns die Stimmung stets nachhaltig vergiftet , haben wir den Blick stets schnell wieder abgewandt .

Schliesslich sind wir da , um weiterzuschreiben , weiterzuarbeiten daran , im Tun zu dokumentieren , dass ein offiziell als “Online Zeitschrift” registriertes Projekt keine “dem Buch”, resp. : “der Kultur” adverse Beschleunigungsmaschine darstellt .

Sondern umgekehrt , ein möglichst sorgfältiges Publizieren fremder und eigener Texte und Bilder - verstanden als ein Möglichmachen unter mitunter maximalem Einsatz ( eben sind 30 Stunden in die Editierung eines einzigen “Salon Littéraire“- Beitrags geflossen ) unter der Voraussetzung freilich der Freiwilligkeit aller Beteiligten . Auch die Kunst ist schliesslich ein Kind der Freiheit . Wo diese Freiheit in Institutionen verstellt ist , generiere ich mir eben meine eigene und lade Freunde an den Tisch …

Oder , um es noch einmal mit einem Zitat des früh verstorbenen und legendären Radiomoderators , Producers und DJs Werner Geier ( über sein Plattenlabel ) zu sagen :

UPTIGHT könnte in fünf jahren kein plattenlabel , sondern ein buchverlag sein , oder ein architekturbüro , eine lebensform , eine gärtnerei …

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“PAGERANK 5″ - WAS ANDERE TUN & TREIBT

Es gibt Webverzeichnisse und eigene Directories für Seiten dieser Kategorie . Anhand gewisser PageRanks wird Werbung bepreist und das Setzen von Textlinks kommerzialisiert ( hier : Fünf bis zehn Euro pro Monat - kann aber , wie man hier sieht , zwischen € 30.- bis zu € 2.000.- betragen ) , Textlinks feilgeboten ( “Steigern Sie Ihren PageRank - Mit hochwertigen Textlinks zum kleinen Preis” ) sowie Erfolgsgeschichten ( “How I got a Google PageRank 5 in 3 months” ) bzw. SEO- Leistungen beworben .

Was da für Asseln unter dem Stein hervorkrabbeln ! - Überprüfen kann man die Sache jedenfalls ( für das eigene Blog wie zum Vergleich mit anderen Medien ) mit Hilfe eines praktischen PageRank- Check- Instruments.

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“WAS WIRD ER DAMIT MACHEN ?”

Was also werden wir nun mit diesem Upgrade machen ? - Gar nichts . Mit Ausnahme der Formulierung eines ausdrücklichen Danks an Diejenigen , welche uns mit ihren Links freiwillig , gratis und vertrauensvoll beehren .

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KLANGAPPARAT

Psychedelische Verzerrungen über einem recht straight trabenden Beat und einigen Ambient- Anklängen : Was der Hanseate He-Lux ( aka Jörg czz-hoerempfehlungFiedler , MySpace ) mit seiner jüngsten Release “Native” bei kreislauf vorlegt , ist in in dieser - stimmungsvollen - Mischung ebenso selten wie effektiv . Kompliziert gekrempelte Komplexität wird man hier weder finden noch suchen , Bassmotor , Klangtemperatur und Hallweite indes umso mehr als Genuss verbuchen . Es sei dann , man liesse sich abschrecken von dem mit Frauengejaule adornierten Anfang … Aber das steht man schon durch : Es lohnt sich . CLICK LINK TO LISTEN TO STREAM ( WMP ) .

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MICRO | -NOTE | -QUOTE : ‘Die Krone’ und ihre Leserbrief- Autoren | Homo Austriacus commotus



czz-micro-note-quote-sourcne-aiga-airport-pictos-copyright-free-Einen dokumentierenswerten Beitrag zur österreichischen Namenskunde liefert eine Notiz im Standard vom 18. 9. 2008 .

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DATENLAGE

Anhand des elektronischen Zeitungsarchivs der APA wurden die Namen der fleissigsten Leserbriefschreiber an das Boulevardblatt Neue Kronenzeitung ermittelt . Korrekter formuliert : Die Namen der im - relativ zur Bevölkerungsgrösse - reichweitenstärksten Medium der Welt am häufigsten abgedruckten Volkskommentatoren .

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UNTERSUCHUNGSZEITRAUM

Drei Jahre .

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RESULTAT

  • Resultat ( quantitativ ) :

1.812 Krone- Leserbriefe seit Herbst 2005 von nur 18 Schreibern ( … ) : Spitzenreiter Franz Weinpolter erscheine alle 2,2 Tage. Das elektronische Zeitungsarchiv der APA findet Herrn Weinpolter in dem Zeitraum immerhin 608 Mal.

  • Resultat ( qualitativ ) :

Franz Köfel kommt im Ranking auf einen Schnitt von 3,2 vor Stephan Pestitschek mit 3,8.

Unter den Top-18-Leserbriefschreibern: Helmut Kafka ( 3,8 ), Heinz Vielgrader ( 4,5 ), Dr. Erich Schäfer ( 4,9 ), Hias Rumpler ( 5,5 ), Markus Karner ( 5,6 ), Johannes Abl ( 5,9 ), Dr. Marian Katschnig ( 6,5 ), Willibald Zach ( 6,7 ), Eduard Fitzka ( 7,7 ), Roland Reichart ( 8,1 ), Herbert Schlemmer ( 8,3 ), Pascal Merz ( 12,3 ), Waltraud Maier ( 13,6 ), Karl Moser ( 15,2 ) und Anton Findeis ( 16,6 ).

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NAMENSSTRUKTUR

Aus dem vorliegenden Korpus von 18 Namen lassen sich nach Vor- und Nachnamen interessante Daten zur Namensstruktur

a. von Lesern der Krone ,
b. von ebenso erregbaren wie für das Wohl unseres schönen Österreich engagierten MitbürgerInnen ermitteln .

  • Vornamen
  1. Anton
  2. Eduard
  3. Erich
  4. Franz ( Doppelnennung )
  5. Heinz
  6. Helmut
  7. Herbert
  8. Hias
  9. Johannes
  10. Karl
  11. Marian
  12. Markus
  13. Pascal
  14. Roland
  15. Stephan
  16. Waltraud
  17. Willibald

 

  • Nachnamen
  1. Abl
  2. Findeis
  3. Fitzka
  4. Kafka
  5. Karner
  6. Katschnig
  7. Köfel
  8. Merz
  9. Maier
  10. Moser
  11. Pestitschek
  12. Reichart
  13. Rumpler
  14. Schäfer
  15. Schlemmer
  16. Vielgrader
  17. Weinpolter
  18. Zach

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BILDUNG | GENDER

  • Akademikeranteil ( “Dr.” ) : 2 / 18 = 11,11 % ( periodisch )
  • Frauenanteil : 2 / 18 = 11,11 % ( periodisch )
  • Akademiker , weibl. ( “Dr.” ) : 1 / 18 = 5,55 % ( periodisch )

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FAZIT

Sieht nach einem repräsentativen Durchschnittsbild des Homo Austriacus aus . Se non é vero , é ben trovato .

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RELATED

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PS. & EDIT
Das kritische Krone- Blog stellt Bildnis und -Legende des Leserbrief- Meist(er)- Schreibers bereit . Danke, Liesl , für den Hinweis .
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Video- Backflash III / 07 : DID YOU KNOW ? ( VERSION 2.0 )



[ = Gemeinplätze , Commonplaces der Blogosphäre 05 ]

||| SOCIAL STATS | REMEMBER NEURATH | DID YOU KNOW ? ( VERSION 2.0 ) | SYMBOLE & RELATIONEN | KONKRET ZUR SCHAU | MONTAGE , POLEMIK , INTERPRETATION | KLANGAPPARAT | ANMERKUNGEN

SOCIAL STATS

did you know … es sei denn , man fälscht sie selber . O- Ton Winston Chuchill : “The only statistics you can trust are those you falsified yourself . ” - Lassen wir die täglichen Münchhausiaden der Politik , die “immer mehrs” des Behauptungsjournalismus für ein paar ruhige Momente zwischen den Jahren beiseite , war und bleibt Statistik zuerst und zuletzt numerischer Kraftstoff und Drehmoment der Sozialwissenschaften . |||

REMEMBER NEURATH

did you knowDass Pionierleistungen wie die von den Philosophen und Ökonomen Otto Neurath ( 1882 - 1945) in den zwanziger Jahren ( zusammen mt dem Graphiker Gerd Arntz ) entwickelte Methode didaktisch- anschaulicher Bildstatistik ( 1 ) von der aktuellen Infografik bzw. Informationsästhetik weiterhin effektvoll aufgegriffen werden , erweist das längst viral kursierende Video zur Zukunft des Lernens ( vulgo Digitalkompetenz : Stichworte “One Laptop per Child” , “Der flexible Mensch” [ R. Sennett ] , Schwellenländer etc ) .

DID YOU KNOW ? ( VERSION 2.0 ) [ 8:19 ]
( KARL FISH & SCOTT McLEOD )

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SYMBOLE & RELATIONEN

did you knowAn die Neurath’sche ISOTYPE ( International System of Typographic Picture Education ) erinnert nicht nur die basale , allgemein verständliche Bildsprache des Videos . Entscheidend ist der Einsatz von Grundelementen ( Kreis , Kind , Individuum , Welt ) , deren Modifikation bzw. Vervielfachung den RELATIONALEN Charakter der Daten gut fassbar visualisiert . - So leer die abstrakten Ziffern zum demografischen und soziografischen Wandel der Welt- Wisens- Gesellschaft anmuten mögen , so anschaulich führt die aus einer reinen PowerPoint Präsentation zur Selbstverständigung der Staff einer High School in Colorado hervorgegangene Reflexion zur möglichen Zukunft von Wissenstechnologien ( 2 ) konkrete Szenarien vor Augen . |||

KONKRET ZUR SCHAU

Es handelt sich nicht - so suggeriert die Animation - nicht um irgendwelche Daten , sondern um soziale Ziffern , Qualitäten , Quantitäten und Topographien , welche sich als Gleiches im Vielfachen auf UNS und auf die Zukunft UNSERER Kinder beziehen . |||

MONTAGE , POLEMIK , INTERPRETATION

did you knowDass ein solches Schaubild - potenziert um die Faktoren “Montage” , “Geschwindigkeit” , “Ziffernschlacht” - nicht ohne Polemik ist , liegt auf der Hand . Jede Montage ist Interpretation . Ob eine Rede über “Zukunft” , “Erziehung” , “technologischen Fortschrift” und “Demografie” überhaupt ideologiefrei - d.h. ohne jedwede weltanschauliche Suggestion - sein kann , sei bezweifelt … muss sich doch jede Konzeptualisierung von “Individuum” und “Sozialem” einem grundsätzlichen Ideologieverdacht stellen . |||

KLANGAPPARAT

Im heutigen Klangapparat eine der frischesten Nachweihnachts- Releases , welche die deutsche Netlabelszene zu bieten hat . Neben der fast schon erfrischenden Simplizität von Labelchef Mathis Johnsens ( vuldo Dierk Johns , Weimar ) Drei- Akkord- Grundnummer besticht diese durch ihren appetitlichen - auf die gesamte EP @ auflegware ausgedehnten - Titel : “Erdbeeren auf Elaste” ( 013 ) . Retro & Ostzone im Erdbeerland czz hörempfehlungmusikalischer Ideenökonomie . Soll sein : Diverse Remixes machen das Erdbeershake in summa dann doch fett und vielleicht ja zum Partyspass für linguistisch orientierte Ansager . CLICK TRACK TO LISTEN : 01. Erbeeren auf Elaste [ 7:32 ] | 02. Erbeershaker [ 6:38 ] | 03. Norman Creed Remix ( @ auflegware : rettend transponiert ) [ 6:23 ] | 04. Markus Mashur Remix ( @ insectorama : rhythmisch in bewährter Weise insektifiziert & mit fetten licks versehen ) [ 4:15 ] | 05. Wagner & Aurich Remix ( @ Musik gewinnt Freunde : yeah , gimme some funky beatz ) [ 6:47 ] | 06. FOEN’s Remix ( aka Herr Delling : rührt im dumpfen Bodensatz und klappert das Geschirrl im Takt : staight kitchenwise ! ) [ 06:43 ] |||

ANMERKUNGEN

( 1 ) Der Medienphilosoph FRANK HARTMANN ( Wikipedia ) weist auf OTTO NEURATHS hellsichtige Vorwegnahme der Prädominanz des Visuellen im Essay über “Statistische Hieroglyphen” ( 1926 ) hin :

Die modernen Menschen empfangen einen großen Teil ihres Wissens und ihrer allgemeinen Bildung durch bildhafte Eindrücke, Illustrationen, Lichtbilder, Filme. Die Tageszeitungen bringen von Jahr zu Jahr mehr Bilder. Dazu kommt das gesamte Reklamewesen, das einerseits mit optischen Signalen, andererseits auch wieder mit Darstellungen arbeitet. Ausstellungen, Museen sind durchaus Kinder dieses Schaugetriebes.

Das Jahrhundert des Auges nennt er [ Neurath , czz ] deshalb unser Zeitalter ( … ) . Neurath verfällt ob dieser Diagnose auch nicht in ein konservatives Lamento über den allgemeinen Kulturzerfall, sondern propagiert gleichsam eine Flucht nach vorn: das Mittel dazu ist eine praktische Anwendungsform der ikonischen Kommunikation, die er Bildstatistik nach Wiener Methode nennt.

Ein Bild, das nach den Regeln der Wiener Methode hergestellt ist, zeigt auf den ersten Blick das Wichtigste am Gegenstand; offensichtliche Unterschiede müssen sofort ins Auge fallen. Auf den zweiten Blick sollte es möglich sein, die wichtigeren Einzelheiten zu sehen und auf den dritten Blick, was es an Einzelheiten sonst noch geben mag. ( … )

Die Methode, einfach ausgedrückt, war die, nicht einfach Zahlen und Daten zu illustrieren, sondern einen gänzlich neuen Typus von Zeichen zu kreieren, der so direkt wie möglich zum Bezeichneten steht (der also, semiotisch ausgedrückt, das Objekt mit höchstmöglicher Ikonizität repräsentiert). Dieser neue Typus von Zeichen sollte dann mit höchstmöglicher Konsequenz verwendet werden: unmittelbare, selbsterklärende Zeichen mußten gesetzt werden, dieselben Zeichen für dieselben Dinge, mehr Zeichen (nicht etwa größere) für eine höhere Quantität, und die Zeichen sollten nicht stellvertretend sein, sondern ikonisch.

Frank Hartmann : Sprechende Zeichen . Otto Neuraths revolutionäre Methode der Bildpädagogik @ e.journal | Otto Neurath Wikipedia | Bibliograhy Pictorial Statistics ( Co Seegers ) & Blog : 20th Century Avant-garde |||

( 2 ) Via information aesthetics :

DID YOU KNOW ? originally started out as a PowerPoint presentation for a faculty meeting in August 2006 at Arapahoe High School in Centennial, Colorado , United States. the presentation “went viral” on the Web in February 2007 &, as of June 2007, had been seen by at least 5 million online viewers.

Mittlerweile steht die von Karl Fisch & Scott McLeod erstellte Animation bei Version 2.0 , mit aufdatierter Statistik , frischem Design . Auf shifthappens.wikispaces.com gibt es Angaben zur Geschichte und den Versionen der Präsentation , Quellen sowie die Möglichkeit zum Mitdenken . |||

Gemeinplätze , Commonplaces , Idées Recues der Blogosphäre : VORREDE



||| NEUE REIHE | FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER | FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG | KLICKGIER | STATISTIK | AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE | FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES | KLANGAPPARAT

NEUE REIHE

schreiben-laptopVoici das Vorspiel zu einer in loser Folge fortzusetzenden Neuen Reihe @ in|ad|ae|qu|at : “GEMEINPLÄTZE , COMMONPLACES , IDÉES RECUES DER BLOGOSPHÄRE” greift anhand konkreter Fälle einige Klischees der Blog - Welt auf . |||

FIGUR DES BLOGGERS : SELBST- UND FREMDBILDER

schreiben-laptopOb in journalistischen Rapporten und Reflexionen zum Genre des Blog bzw. zum Typus des Bloggers oder in den unter Bloggern weitergereichten Vignettierungen mehr oder weniger idealer Selbstbilder . Noch in den verkrampften Selbst- Distinktionen , zu welchen sich herkömmliche Print- Journalisten in den Online- Ausgaben ihrer Blätter in unschöner Regelmässigkeit veranlasst fühlen , reproduziert sich - wenngleich unter umgekehrten Vorzeichen - das Ego- Ideal des Bloggers als alertem Bürger- Journalisten ( siehe ReadersEdition , D ) und unabhängigem Freidenker : Der Blogger als Last Action Hero von Zivilcourage und kritischem Esprit , Watchdog von Recht und Demokratie . |||

FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG

schreiben-laptopDass dies alles so nicht stimmen kann , erweist ein kurzer Blick in den Aggregator von Blog- Tops- News , Rivva . Ein Suchlauf @ Wikio tut’s allerdings auch : In Hunderten Blogs finden sich Tag für Tag nichts Anderes als stereotype Abschriften von Heise- News , SpOn - Aufregern oder der von A- Bloggern je frisch aufgeworfenen Themen .

Dass diese FREIWILLIGE SELBST- GLEICHSCHALTUNG der ja so eigenwilligen Blogger nicht etwa “nur” das Resultat begrenzter Geistesanstrengung sei , darf man positiv unterstellen . Wer die spezifische Funktionsweise des Medium “Blog” kennt , weiss , wie wichtig es für das Ranking , den Quotation- Index ( = die Technorati- Authority ) , den Traffic ( = Aufrufziffern ) ist , am Puls der jeweils begehrten Themen zu bleiben . Das gibt Pingbacks , Trackbacks und - wenn man Glück hat - sogar einige brave Leutchen , die einen als Quelle zitieren . |||

KLICKGIER

schreiben-laptopDass hohe Aufrufziffern für Diejenigen lebensnotwendig sind , welche ihren Unterhalt mit Inseraten zu bestreiten beabsichtigen , versteht sich . In Tat und Wahrheit sind allerdings auch non- commercial Blogger am symbolischen Kapital hoher Klickraten ( Unique Clients ) interessiert : Wozu sonst … die ganze Liebesmüh’ ? |||

STATISTIK

schreiben-laptopDen Non- Bloggern unter den p. t. in|ad|ae|qu|at- Lesern sei in diesem Zusammenhang noch geflüstert , dass - via Interface- Design - JEDER Blogger Minute um Minute , Stunde um Stunde , Tag für Tag konfrontiert ist mit den Statistiken ( Alexa , Google Analytics , FireStats ) über Anzahl und Tiefe von BesucheRn , deren Verweildauer , “Absprungrate” , Herkunft und thematische Präferenzen .

So ist etwa das bei in|ad|ae|qu|at am häufigsten angewandte Suchwort die kurze , indes effektive Vokabel “TOD” . Da solche thematische Präokkupation durchaus im Sinne und Interesse unseres Unterfangens liegt , gibt uns diese Information ein im Grunde bestärkendes Feeedback . Auf die konkreten Klickziffern und Statistiken kommen wir in anderem Zusammenhang zu sprechen . |||

AUFMERKSAMKEITSÖKONOMIE

schreiben-laptopIm Kontext der Aufmerksamkeitsökonomie springt also mancher Blogger behände auf den eben passierenden Zug auf , referiert oft mehr , als selbständig zu reflektieren . Auf diese Weise werden - siehe Absatz 2 - Selbst- und Fremdbilder unbeschaut reproduziert , wenn nicht gar in Durchsatz ( Qualität ) und Menge ( Quantität ) perpetuiert . |||

FLAUBERTS “DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES”

schreiben-laptopEinige solcher Szenarien anhand konkreter Fallgeschichten werden wir hier in loser Folge darbieten und würden uns - sit venia verbo - gerne verstehen in der Nachfolge von Gustave Flauberts DICTIONNAIRE DES IDÉES RECUES ( A Wiki- Article is available only in ENGLISH language … what a shame ! ) . Gesellschaftlich gängige Phrasen , klischierte Bilder geben den Stoff ab zu diesem LEXIKON DER GEMEINPLÄTZE . Freilich - und hier mögen wir in|ad|ae|qu|at nur unsern Hut ziehen - dürfen wir in keiner Weise beanspruchen , auch nur ein Hundertstel des Flaubert’schen Witzes flottzumachen und auf den Screen zu kriegen .

Dass auch wir Teil dieses Systems sind und uns nicht immer dessen Regeln und Verführungen zu entziehen vermögen , versteht sich - verstehen Sie - selbst . |||

KLANGAPPARAT

Die Letzt wird die Erste gewesen sein : Mit Nummero Vier unseres kleinen Portraits des Netlabels [ schall ] sind wir bei dessen Jungfern- Release angelangt , einer medial pragmatischen Selbsthilfe der Saarbrückener Elektronica- Szene . Fein gestaltet , online schön eingerichtet , zeigteczz hörempfehlung man von Anfang an Klasse und den Hang zum EP- Format . Aller Anfang machte - ja , fast richtig geraten - ein Mann namens Abel , also schon namentlich ( biblisch familiär ) dem Urpapa Adam sehr nah . Ein Pseudonym des Label- Vaters Tino Doll ? - Sicheres gibt es da nicht zu wissen . Gleichwie : THROUGH - so der schlichte Titel von [ schall_001 ] - wartet mit drei runden Nummern auf , rund wie die in sich ruhenden minimalistisch musikalischen Erkundungen . Leise Reverbs der Clicks and Cuts- Ära , Beat mit Stil und Diskretion . CLICK TRACKS TO LISTEN . 01. without | 02. unfresh | 03. down |||

Weihnacht und Suizid : Ein Mythos ?



||| UND … KRISE … DEN MENSCHEN | MYTHOS FREITOD- TAGE | ADVENT : PRÄVENT ? | GLOBAL STATS | KLANGAPPARAT : ENDLOS | LINKS

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UND … KRISE … DEN MENSCHEN

Weihnacht , Ferien : Wenn Familienglück oder innige Zweisamkeit kalenderbedingt drohen , füllen sich nicht nur die Faits Divers- Teile der Zeitungen , sondern auch die Wartezimmer von Kriseninterventionsstellen sowie die tristen Ambulanzen der Psychiatrie .

Zu dumm nur , dass ausgerechnet in diesen Zeiten auch das Personal der Kliniken auf Eigenleben pocht und Stationen nach Kapazität und Betreuungsdichte “heruntergefahren” werden .

Ein “Mon Cherie” für die Alten , die Kranken , die Einsamen , auf denen die Stille der Feiertage zentnerschwer liegt . Besorgte Organe des öffentlichen Interesses warnen vor Depression . |||

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MYTHOS FREITOD- TAGE

Dass die Fest- , Fress- und Freudentage auch eine Hochzeit der Suizide sind , sei - wie die fowid- Studie anhand des statistischen Materials für Deutschland 2004 belegt - ein Mythos .

Immer wieder wird die Meinung geäussert, dass die Weihnachtsfeiertage besonders Suizidgefährdet seien. Hintergrund dafür ist vermutlich die Annahme, dass Menschen, die an diesem Familienfest alleine sind, die Einsamkeit besonders bedrücke und sie deshalb in den Freitod gehen würden.
Für die Klärung, welchen Realitätsgehalt diese Meinung hat, gibt es begrenzte empirische Daten. Auf Bundesebene sind die Zahlen der Suizide (nur) nach Monaten vorhanden und auf Länderebene sind die Fallzahlen für eine Auswertung nach Tagen zu gering, um zuverlässige Aussagen zu begründen. Jedoch ausgehend von der These, dass an den Weihnachtsfeiertagen die Anzahl der Suizide besonders hoch seien, müsste sich das in einer deutlich überdurchschnittlichen Anzahl der Freitode im Dezember darstellen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Im Dezember ist die Anzahl der Freitode (777) gegenüber den anderen Monaten vergleichsweise am geringsten ( Monatsdurchschnitt: 894).
Die Monate mit der höchsten Anzahl sind der März und der Juli (mit jeweils 989 Suiziden), gefolgt vom Januar (954) und August sowie Mai (933 bzw. 932 Suizide) . Auch die Auswertung nach den einzelnen Bundesländern ( … ) zeigt kein anderes Ergebnis. Nur in zwei Bundesländern (NRW und Saarland) ist die Anzahl der Suizide im Dezember überdurchschnittlich. |||

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ADVENT : PRÄVENT ?

Eine Zürcher Studie ( Psychiatrische Universitätsklinik , Institut für Sozial- und Präventivmedizin ) konstatiert anhand der Statistiken 1969 - 2003 sogar einen Konnex zwischen der gesteigerten sozialen Betriebsamkeit und geringeren Selbstmordziffern . Dem Familien Sit- In käme demnach präventive Funktion zu . Selbst die berüchtigte  Firmen- Weihnachtsfeier kann solcherart Leben retten … obgleich dies von Manchem subjektiv eher gegenteilig empfunden werden mag . |||

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GLOBAL STATS

Bemerkenswert die Länderstatistiken der WHO ( p. 100.000 / year / sex ) wonach Ungarn - wie schon von William M. Johnston für die Wende 19. / 20. Jarhhundert konstatiert - höher bilanziert als Österreich und dieses über Deutschland . Die baltische “Transformationsgesellschaft” hinterlässt Spuren ( Litauen ) , die russischen Soldatenselbstmorde und Fuseltode werden bekanntlich ab und an durch die Zeitungen gereicht .

AUSTRIA 2005 - m : 26.1 - f : 8.2
FRANCE 2003 - m : 27.5 - f : 9.1
GERMANY 2004 - m : 19.7 - f : 6.6
GREECE 2004 - m : 5.2 - f : 1.2
HUNGARY 2003 - m : 44.9 - f : 12.0
LITHUANIA 2004 - m : 70.1 - f : 14.0
RUSS. FED. 2004 - m : 61.6 - f : 10.7
SUISSE 2004 - m : 23.7 - f : 11.3
UKRAINE 2004 - m : 43.0 - f : 7.3
USA 2002 - m : 17.9 - f : 4.2 |||

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KLANGAPPARAT : ENDLOS

Als Klangapparat heute das Duo ENDLOS ( Daniel Graumüller & Mario Kreuzer ) mit dem treffenden Titel Kein Grund zufrieden zu sein . Live- EP mit End 80s- Anklängen ( Remember die durchkomponierten post Glen- Branca- Gitarren- Brachial- Stücke von Die Haut ? ) . Allerdings czz hörempfehlungelektronisch zart verfeinert und daher mit 1 - Bit - Wonder - Gütesiegel ( 028 ) . Sehr straight . Sehr klar . Hat Kraft . CLICK TRACK TO LISTEN : 01. Gestern warst du anders | 02. Renne durch dein Leben | 03. Hast du viele hast du keine | 04. Ich bin Dur ( Martin am Saxophon ) | 05. Ist das alles |||

LINKS