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KLEVER VERLEGT



||| KLEVER VERLEGT | VORSTELLUNG | AUSBLICK | MORGENGABE | LINKS | KLANGAPPARAT

Ganz Germanien ist ‘08 nach Christus vom “Deutschen Buchpreis” besetzt … bis auf ein kleines Dorf an der Donau . Dort wohnen unbeugsame Avantgarden , die Dank einer geheimnisvollen Poesieformel unbesiegbar sind . Die romanschreibenden Germanen in den Lagern rund um das Dorf sind es leid , ständig für den “Deutschen Buchpreis” verprügelt zu werden . Sie entführen den Druiden Daniel Kehlmann , um von ihn das Geheimnis des Zaubertranks zu erpressen . Dummerweise haben die romanschreibenden Germanen die Rechnung ohne den KLEVER- Verlag gemacht …

Es ist ja nicht so , dass es der sogenannten “Literaturlandschaft Österreich” an Erschliessungsposten für literarische Quellen mangelte . Der Zapf- und Verlagsstellen gibt es viele . Manches verlegt sich , wie es mitunter scheint , mehr der Druckkostenzuschüsse wegen denn aufgrund von nachhaltiger Beobachtung , Begleitung und Betreuung von Werken , deren Roh- Stoffen und Autoren .

Fünfzehn Jahre lang hat RALPH KLEVER das literarische Programm des Klagenfurter Ritter Verlags im Alleingang entwickelt , betreut und ausgebaut zu einer der profiliertesten poetischen Adressen . Eine Adresse freilich , in deren Haus - bei allem literarischen Reichtum - ökonomischer Sparzwang Küchenmeister war .

In Sachen Produktion . Betreffend Werbung . Und nicht zuletzt : Bezüglich der Bezüge für Autoren , Herausgeber und den Lektor selbst .

So wurde Ritter einer jener Orte , wo die Grossen und Betuchteren ihre Limousinen halten liessen , um fixfertig entdeckte Autoren zur Präsentation in den grösseren und nobleren Salons abzuholen .

Fünfzehn Jahre lang hat Ralph Klever einen Korpus neuerer österreichischer und deutscher ( seltener auch : übersetzter - aber immerhin : Gertrude Stein … ) ins Werk gesetzt , von dem mit Stolz die Rede sein kann - und nachhaltig die Rede sein wird :

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VORSTELLUNG

Nach fünfzehn Jahren diskreter und stetiger Arbeit unter fremden Namen arbeitet Ralph Klever nun unter eigenem : Heute und morgen stellt er im Wiener ‘Literarischen Quartier Alte Schmiede‘ Idee , Programm und Autoren des KLEVER- Verlag vor .

Heute , 24. 9. ( 19 H ) wird es zunächst einmal theoretisch und strukturbetont hergehen , wenn die Frage erörtert wird : “Welche Möglichkeiten und Anforderungen findet ein neuer literarischer Verlag vor , welche möchte er schaffen ?” - An der Gesprächsrunde nehmen neben Ralph Klever die Buchhändlerin Petra Hartlieb , der Autor , Kritiker und Essayist Leopold Federmair sowie Standard | Album- Redakteur Stefan Gmünder teil .

Morgen , 25. 9. ( 19 H ) wird sich die Literatur des Verlags mit kräftigen Lese- Lebens- Zeichen hören und sehen lassen . Und zwar in konsequenter Kontinuität der Zusammenarbeit mit langjährigen Ritter- Autoren ebenso wie mit einer neuen Stimme . Es lesen :

Federmair-KLeopold Federmair : Formen der Unruhe - Essays zur Literatur

Zentrale Essays des in Japan lehrenden Autors, Übersetzers und Kritikers -
Im 1. Teil Programmatisches: Das Prinzip Unsicherheit hinterfragt auf den Spuren der ‘Grass-Wolf-Frisch-Ära’ den alten Gegensatz Ethik versus Ästhetik. Für eine barocke Literatur forscht nach der Weltbarockheit in der Gegenwartsliteratur. Human Trash widmet sich Motiv und Dynamik des Übermenschen in der Literatur und der Frage, warum die ‘Trashliteratur’ eines Michel Houellebecq oder Maurice Dantec so erfolgreich sein konnte. Die Figur im Hintergrund thematisiert die “Negationsleistung“ der Literatur exemplarisch an Fernando Pessoa und Antonio Tabucchi.

Im 2. Teil schlüpft der Autor in die Rolle des Lesers und Übersetzers. Ausgehend von Lektüreerfahrungen seiner Jugend (Als ich das ‘Kalkwerk’ von Thomas Bernhard las) werden Erzählperspektiven des Nachkriegs mit Schreibpositionen unter den Bedingungen der Globalisierung konfrontiert. Geschlechterverwirrung berichtet über Mannfrauen und Männerfrauen in der japanischen Gegenwartsliteratur. Auskunft über die Zeit entführt uns über Schulzeitträume von unlösbaren mathematischen Problemen in die Zwischenwelten von Zahlen und Formeln, Spiel mit Paradoxa, Unendlichkeit und Zufall. Ding mutmaßt über die Frage der geschichtlichen Perspektive beim Krimi-Schreiben: warum leidet Andrea Camilleri nicht unter dem Wiederholungszwang des Genres und warum setzt Wolf Haas auf postmoderne Strategien ?

okopenko-KAndreas Okopenko - Erinnerung an die Hoffnung - Gesammelte autobiographische Schriften

Andreas Okopenkos autobiographische Schriften bieten nicht nur einen guten Einstieg in Leben und Werk dieses bedeutenden Vertreters der österreichischen Nachkriegsavantgarde, sondern darüber hinaus grundlegende Einblicke in das Werden der Literaturlandschaft nach 1945.

Das Buch sollte “kein Versuch einer kontinuierlichen Selbstbiographie“ werden, sondern eine ‘Reihung von Mosaiksteinen, größeren und kleineren, zum Thema – besser: den Themen – meines diffusen, divergenten Lebens’ (AOk). Nicht Anekdoten und Schnurren, vielmehr ‘Begegnungen mit Lebens-, Denk- und Fühlkreisen’ führen die Leserinnen und Leser quer durch die Wirren des 20. Jahrhunderts.

Okopenkos Reportage über das abenteuerliche Leben seines Vaters – ‘General Okopenko, im Dienst der Ukraine’ – schildert eine Biografie zwischen Zarismus, Revolution, Krieg und Stalinismus. Seine Aufsätze über ‘Östliche Kindheit und Karpatenbeben‘ verorten eine glückliche wie schwierige Jugend zwischen Idylle und Untergang. ‘Die ewigen Mädchen’ verraten uns, warum der Autor bis heute am liebsten mit Mädchen spielt. ‘Das ewige Kritzeln‘ beleuchtet die Wege zum Schriftsteller, gibt Einsicht in Arbeitsmethoden, nennt ‘Bezugsdichter’ und dokumentiert Verworfenes aus der Zeit der Schreibkrise.

und

Cotten-KAnn Cotten : Nach der Welt - Die Listen der Konkreten Poesie und ihre Folgen ( Nicht- Erzählung mit Manifest )

Wie funktionieren Listen eigentlich und vor allem – in welchen Relationen zu anderen Textformen ?
Warum schaffen manche Texte ihren Erkenntnisschub gerade aufgrund eingebauter Listenmechanismen, ohne deswegen Listen zu sein, und warum hören umgekehrt Listen, sofern sie wirklich Listen sind, mit der Literarizität auf? Die Welt als Liste, Ver- und Vorstellung ?

Der Liste wie der Konkreten Poesie, schreibt Ann Cotten, ist eine gewisse Nacktheit gemeinsam, eine Reduktion auf wenige sprachliche Effekte, die dadurch mit großer Klarheit ausgestellt sind und durchaus auch im Sinn einer Versuchsanordnung lesbar sind.

Nach der Welt‘ dokumentiert eine deskriptive Erfassung möglichst vieler Spielarten von ‘Listenartigkeit’ in der Literatur, illustriert diese mit zahlreichen Beispielen aus der Gegenwartsliteratur und bietet ein poetisch-poetologisches Glossar im Anhang.

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AUSBLICK

Darüber hinaus im Programm :

Weitere Termine und Infos auf der KLEVER- Webseite : www.klever-verlag.com

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MORGENGABE

Zur Feier und höheren Ehre von Verlag , Autoren und Texten werden wir in|ad|ae|qu|at den morgigen Tag zum Sonn- und damit ‘Salon Littéraire‘ - Tag erheben . Mit einem Gast und Textauszug aus dem Klever- Programm .

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LINKS

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KLANGAPPARAT

Dem Auftritt des Klever- Verlags gemäss , also ohne Pomp und Gloria , gestaltet sich der heutige Klangapparat eher sanftmütig und diskret . Dafür mit einem Hauch von “plein air” und jenem Lagerfeuer , um welches ein guter Verleger seine Autoren , Kritiker und Leser zu versammeln versteht . czz-hoerempfehlungUND - eine Seltenheit in den Klangfarben unsererer bisher 285 “Apparate” : mit Singstimme ! -

Mit dem aus Marburg stammenden Cantaloup ( aka Thomas Peters - MySpace ) allerliebst akustisch , süss und nymphisch an die Adresse der literarischen Quellenkunde gesandt : “On a hill not far away” ( Aerotone ) : 01. Wake up call ( 3:48 ) | 02. Fireworks ( 3:14 ) | 03. When my girl walks through this garden | 04. Last song ( 6:14 ) | 05. Day by day ( 6:39 ) | 06. My discurse with Mr. Lloyd ( 3:23 ) - CLICK LINKS TO LISTEN AND ENJOY

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Neues von Freunden - Nachtrag



||| NÄCHTLICHE VORREDE | SCIKANEDER : D. C. A. | ZEIT SCHRITFT GALLERIE | KLANGAPPARAT BROTCAST

NÄCHTLICHE VORREDE

czz neues von freundenMitunter braucht’s schon ein bissel schärfere Würze , bis wie in|ad|qu|at die ausgeleierte Tastatur aktivieren , um das Mass der heissen Empfehlungen voll zu machen .

Wahrend Margret Kreidl zur pittoresken Tapezierung eines passenden SALON LITTÉRAIRE- Sophas noch gewisser reproduktiver Maschinen bedarf , kommen Markus Köhle und SALON- Gastgeber hinsichtlich eines Fussball- relevanten Rasenmotivs noch recht überein . Aber der Ball rollt und rollt und rollt und so mögen wir inzwischen das Drehmoment für zwei Termin- Hinweise nützen . |||

SCIKANEDER : D. C. A.

czz neues von freundenDas gute alte Ex- Kino der Herrentoilettenbenützer hat sein spezielles Flair wacker für kulturelle Aktionsformen bewahrt , deren Spuren in Kleidungsstücken wie Hirnwindungen über längeres haften bleiben .

D. C. A. steht ( PARENTS ADVISORY : EXPLICZIT WORDS ) für DOGMA. CHRONIK. ARSCHTRITT und findet in Form einer monatlichen Lesebühne jeden 10. eines Monats statt ( 20:30 Uhr ) . Die usual crew besteht im flotten Dreier aus Der HipHop- und Slam- Lokalmatadorin Mieze Medusa ( aka Doris Mitterbacher ) , der Essayistin und Theaterautorin Nadja Bucher sowie dem Slammer und angekündigten SALON- Gast Markus Köhle . Special Guest : elffriede.net .

Nach Manier der Berliner Lesebühnen ( Surfpoeten , Chaussee der Enthusiasten , L(iebe)S(statt)D(rogen) ) gibt es Motto- bzw. Themenabende . Diesmal very old school in Ferienzeiten : “THEMA VERFEHLT” . Die “Grenze des Erträglichen” mag dabei wohl als Remedur gegen die übliche Sonntagabend- Arbeitswochen- Vorangst herhalten . |||

ZEIT SCHRITFT GALLERIE : GLZ

czz neues von freundenIn naturgemäss “ordentlichem” Diskurs wird der mehrmals genannte Koehle am Montag zur Eröffnung der sogenannten GALERIE DER LITERATURZEITSCHRIFTEN ( GLZ | AS ) beitragen : In den Räumlichkeiten der ehemaligen ARTOTHEK- Galerie richtet die Alte Schmiede einen öffentlichen Leseraum mit | für österreichische und internationale Literaturzeitschriften ein , welcher täglich zwischen 14 und 19 Uhr dem interessierten Publikum offen stehen soll .

Für Menschen , welchen diese Text- und Publikationssorte aus Gründen der prekären Privat- Ökonomie sowie der schlichten availability bisher sozusagen Bücher mit sieben Siegeln bleiben mussten , eine gute Gelegenheit zur Kompetenz- Nachrüstung in Sachen fortschreitenden literarischen Lebens .

So ein Opening will selbstredend gut bedacht und fachsachlich eingeführt werden :

  • Stefan Gmünder ( Der Standard ) kartiert die Literatur- Zeitschriften- Landschaft Österreichs
  • Marlus Köhle , Micheal Hammerschmid ( übrigens LITERATUR ALS RADIOKUNST- Autor 2008 ! ) sowie Angelika Klammer , namhafte Lektorin des Jung und Jung - Verlags , präsentieren sodann ihre Lektüre- Expeditionen durch den Jahrgang 2007 . Man darf gespannt sein ! |||

    KLANGAPPARAT BROTCAST
    Stichwort BROQUE ( oderaufbrot ) : Der Werte Herr Christian hat übrigens rezent einen Frischbackwarenlieferdienst eingerichtet , dessen Name alles über Form und Funktion besagt : BROTCAST ( siehe Heimseite links unten ) . czz hörempfehlung

  • BROTCAST # 2 : Der Februar- Brotkasten beinhaltet als Quadratur des musikalischen Kreises ein Stündchen nette Netzmusik gemischt , gewalkt und gebacken von Hausfreunden . Von den Salzkörnern übernächtiger Vocoder- Moderation lasse man sich nicht irritieren : Auch zum Backen süssester Kuchen bedarf es einer Prise Salz . Für Tag- wie Nachtarbeiter höchst bekömmlich . CLICK LINK TO LISTEN . |||