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Salon Littéraire | Gundi Feyrer : AUF- UND VERZEICHNUNGEN



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Salon Littéraire | Gundi Feyrer : AUF- UND VERZEICHNUNGEN
Madrid / Córdoba 2004 - 2006 ( Auszüge )

ABER: ALLES HAT EIN ENDE - ZWAR KEINEN ANFANG, ABER EINEN AUS-FANG. DAS ERSTE MAL SAH ICH IN PARIS FLAMENCO. CRISTINA HOYOS - UND WAR HINGERISSEN VOM TIERISCHEN ASPEKT. KEIN KLISCHEE SANFTER WEIBLICHKEIT, SONDERN SO ETWAS WIE ANIMALISCHE KRAFT, DIE SICH BESONDERS IM STAMPFEN DER BEINE AUSDRÜCKTE UND ZWISCHEN UNKONTROLLIERTEM EPILEPTISCHEM ANFALL + ABSOLUTER EINDÄMMUNG SCHWANKTE. ES GING WEITEST ÜBER DAS, WAS “TANZ” GENANNT WIRD, HINAUS. ES WAR NICHT MEHR “SCHÖN”, SONDERN HYPNOTISIEREND UNGEZÜGELT-GEZÜGELT. DIE HOYOS IST ZWAR KEINE ZIGEUNERIN - DAS KÖNNEN I.A. NUR DIE ZIGEUNERINNEN - DAS SCHLIMMSTE JONGLIEREN - ABER SIE HATTE ETWAS DAVON. VIELLEICHT WÄRE DAS ÜBERHAUPT EINE GUTE DEFINITION VON “WEIBLICHKEIT”? ES MIT DEM SCHLIMMSTEN AUFNEHMEN + IMMER NOCH DAGEGENBRÜLLEN? MÄNNER GREIFEN EINMAL AN UND ENTWEDER SIE SIEGEN ODER SIE UNTERLIEGEN. FRAUEN BRÜLLEN IHR LEBEN LANG. OB IM STILLEN ODER WIE AUCH IMMER - ERGEBEN TUN SIE SICH NIE. ICH GEHE JETZT SCHLAFEN.
05.02.06 Domingo. ICH BIN UNTRÖSTLICH, NICHT ZU TRÖSTEN, DASS DER UNIVERSITÁTSROMANIST ÖFFENTLICH SAGT, ICH HÄTTE TEILWEISE FALSCH ÜBERSETZT. WEIL ER VIELES NICHT WEISS. IN SÜDDEUTSCHLAND SAGT NIEMAND “SCHLÜPFER”,

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ABER “UNTERHOSE”. ALS OB ES EINE RICHTERLICHE INSTANZ FÜR SPRACHE GÄBE. DIE KLEINEN BESSERWISSER. DAS ROT ANGESTRICHENE IN DER SCHULE. WENN MAN SICH UM JEDEN KÜMMERTE. IST ES DOCH SCHON GENUG, WENN MAN SICH UM SICH SELBST “KÜMMERT”: FINDE JETZT DEN NEUEN BEGINN DES FILMS WIEDER NICHT WIRKLICH GUT. ALLER “GUTEN”? DINGE SIND DREI? DAS IST JA AUCH FALSCH-”VIER” DINGE SEIEN DIE GUTEN. “4″ ALS ZÄHLGRENZE. Z.B. WERDEN IN ALLEN SPRACHEN DIE ZAHLWÖRTER BIS HÖCHSTENS VIER ALS EIGENSCHAFTSWÖRTER GEBILDET, ABER NIE DARÜBER HINAUS … 1+1 SIND ZWEI, 2+2 SIND VIER, ABER AB 2+3 IST 5 (IM TSCHECHISCHEN). ERST VON 5 AN GIBT ES … EIGENTLICH “LEERE”, VON DEN DINGEN ABGELÖSTE ZAHLEN …” USF. (M.L.VON FRANZ: ZAHL UND ZEIT). ZAHL DER ELEMENTE, AGGREGATZUSTÄNDE, ALCHIMIST. STUFEN, TEMPERAMENTE … INFORMATION QUATERNÄR STRUKTURIERT, GEOMANTIE … JUNG: DIE VIERHEIT SYMBOLGESCHICHTLICH ALS DIE ENTFALTUNG DES EINEN … UND S.119: “AN STELLE DER VERKÜNDIGUNG ABSOLUT GÜLTIGER NORMEN ENTSTEHT DANN EINE QUATERNARISCHE DENKFORM, WELCHE IN GRÖSSTER BESCHEIDENHEIT NUR BESCHREIBUNGEN DER REALITÄT SUCHT, VON DENEN SIE HOFFT, DAS SIE - WENN SIE AUF ARCHETYP. VORAUSSETZUNG BERUHEN - V. AND. INDIVIDUEN VERSTANDEN WERDEN KÖNNEN…” KEINE ZEIT, DARAUF EINZUGEHEN, JETZT. ERST …. FERTIGDENKEN, DAMIT IRGENDWANN GELD KOMMT. BALD WERDE ICH 50! UND KREBSE OHNE GELD HERUM. ALLERDINGS IST DIESER ORT HIER EIN PARADIES! DAS, WAS HIER VOR DER TÜR LIEGT, NANNTE ICH FRÜHER “FERIEN”, BEGRENZT AUF EINIGE, WENIGE TAGE. UND DER RUHM? ICH BIN SOZUSAGEN VERSCHOLLEN. ABER EIGENTLICH WOLLTE ICH JA GENAU DAS. MEINE RUHE HABEN. RUHE ODER GELD. “RUHE” HEISST, ARBEITEN, OHNE DABEI GESTÖRT ZU WERDEN. IM KOPF. WARUM KLAPPERN STÖRCHE EIGENTLICH. DAS ERSTE MAL HIER IM DORF STÖRCHE KLAPPERN GEHÖRT UND GESEHEN. BUENO, ICH SCHWEIFE HERUM, PFEIFE IN ALLE RICHTUNGEN - OHNE SINN UND VERSTAND.
DAS VERSCHWINDEN. HEUTE BIN ICH IM TAG VERSCHWUNDEN. ER WAR SCHÖN, ER HATTE EIN GRÜNES KLEID MIT

VERSCHIEDEN FARBIGEN FLECKEN AN. AUF DEM KOPF EINEN WEISSEN HUT, DER AUS ROSTBRAUNEN FÄDEN GEWEBT WAR - DIESE HIELTEN DEN HUT ZUSAMMEN. ABER NICHT NUR DAS. DIE ESSENZ, STRUKTUR (WAS SELTSAMERWEISE DAS GLEICHE WAR) SEINES DA-SEINS, SEINER FIGUR, SCHIEN AUF DIE GLEICHE WEISE WIE DER HUT (MIT ROSTBRAUNEN FÄDEN) ZUSAMMENGEHALTEN ZU WERDEN, DER UNTERSCHIED WAR NUR, DASS DIESE FESTER + KRÄFTIGER ERSCHIENEN + AUSSERDEM WIE IN DIE ERDE GERAMMT, AUSSAHEN. ICH WAR IN DEM GANZEN (SPEKTAKEL) EINE ART GLITZERN AUF DER WASSEROBERFLÄCHE. ODER BESSER, DAS GLITZERN AUF DER OBERFLÄCHE EINER LUFTBLASE. DA ICH (MICH) ABER KEINESWEGS “RUNDFÜHLTE”, NAHM ICH AN, DASS ICH ENTWEDER EIN SEHR KLEINES GLITZERN SEIN MÜSSE, ODER, DASS DIE OBERFLÄCHE EINER SOLCHEN LUFTBLASE SEHR GROSS SEIN MÜSSE. WASSER IN FORM VON WASSER GAB ES NUR AUS DEM WASSERHAHN. FEST, KOMPAKT UND KRÄFTIG WIE EIN STRAHL.
EINIGE MALE DREHTE ICH MICH IM KREIS UND LIESS SO DIE GANZE OBERFLÄCHE EIN WENIG ERZITTERN. DIE BÄUME UM MICH HERUM ZITTERTEN MIT IHREN BLÄTTERN + DEN STAUBTEILCHEN, DIE IN DEM MOMENT VON IHREN TRÄGERN, DEN BLÄTTERN + DER RINDE ABSPRANGEN. UND SICH VON DEM LUFTZUG, DER VON DER VON MIR PROVOZIERTEN BEWEGUNG DER

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LUFTBLASE SOWIE VON IHRER GANZ EIGENEN DREHUNG ERZEUGT WORDEN WAR, HEBEN UND SENKEN (LIESSEN). ES WAR EIN SCHÖNER ANBLICK - MEIN EIGENER BLICK, DER SELBST DAS ANGEBLICKTE WAR - DIE OBERFLÄCHE DER LUFTBLASE - FLOG UND ZITTERTE “SO” DAUERND ZWISCHEN DEM, AUS WAS ER SELBST BESTAND UND DEM WAS ER ALS DAS ANSAH, WAS IHN DAS SEHEN MACHTE, WAS ER SOMIT SELBST WAR -: HIN UND HER.
UM MICH AN DAS, WAS ICH (+ ANDERE) ALS “MICH” BEZEICHNETEN, ZU ERINNERN, GAB ICH MIR EINEN RUCK UND DREHTE MICH JETZT ABRUPT UM. ICH SCHÜTTELTE MEINE EIGENE OBERFLÄCHE VON MIR AB (ODER BILDETE ES MIR ZUMINDESTENS EIN - UM BESSER SEHEN ZU KÖNNEN) UND FIEL IN EIN NEUES BILD, IN NEUES GLITZERN. DAS EINER TOPFPFLANZE. SIE WAR GROSS UND SCHÖN UND SPROSS HIN UND HER.
DAUERND.

07.02.06 DAS KATZENABBILD LETZTER NACHT IST NICHTS GEWORDEN. ODER SO: DIE WEICHHEIT, SCHÖNHEIT DER PFOTEN-(HIN-)ÜBER-LEGUNGEN IST ALS SOLCHE NICHT ZU ERKENNEN. EIN MISSERFOLG. 09.02.06 FERTIG. ENDLICH. 15.02.06 JETZT IST SO VIEL PASSIERT - SCHREIBEN KANN MAN NUR DANN, WENN NCIHTS PASSIERT - ENTWEDER ÜBER DAS PASSIERTE ODER ÜBER DAS NICHTS-PASSIERENDE. ODER DAS BEIM SCHREIBEN PASSIERENDE SCHREIBEN. ICH SCHREIBE DAS “AUF”, WAS BEIM AKT DES SCHREIBENS PASSIERT - IM KOPF - VOR ALLEM. ICH SCHREIBE, ATME, SITZE, OHNE ETWAS “ENTFERNTES” (ETWAS AUS DER VERGANGENHEIT Z.B.) BESCHREIBEN ZU WOLLEN, BEATMEN, BE-SITZEN ZU WOLLEN. ICH SCHREIBE, ATME, SITZE OHNE ZIEL. ZIELLOS. ODER: MEIN ZIEL IST DAS ATMEN, SITZEN, SCHREIBEN, OHNE EIN BEST. ZIEL DAMIT ERREICHEN ZU WOLLEN. ICH ATME, UM ZU ATMEN (ANGENOMMEN, ICH KÖNNTE ES STEUERN), ICH SITZE, UM ZU SITZEN (OHNE MICH Z.B. AUSRUHEN ZU WOLLEN), ICH SCHREIBE, UM ZU SCHREIBEN (OHNE EINE GESCHICHTE ERZÄHLEN ZU WOLLEN). ICH GEBE EINEM MOMENT EINE FORM. MACHE IHN Z.B. SICHTBAR (ABGESEHEN VON “HÖRBAR”, “RIECHBAR”…). DAS, WAS DABEI “HERAUSKOMMT”, HAT SICH SO “ERRICHTET”, GEBAUT, DASS ICH DABEI ZUM AUSFÜHRENDEN WERDE - DESSEN, WAS DA IN DER LUFT/MEINEM KOPF/IN DER UMGEBUNG - SICH ZUSAMMENBRAUT? (HOCHZEIT? MIT DEM MOMENT, IN DEM ICH STECKE, MICH STECKE, IN DEM ICH IHM FORM GEBE?
ATMEN, UM ZU ATMEN SITZEN, UM ZU SITZEN SCHREIBEN, UM ZU SCHREIBEN

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DIE KATZE SCHLÄFT. DAS BILD IHRER UNSCHULD IST UMWERFEND FÜR MICH. DANACH STEHT SIE AUF, STRECKT SICH, ISST ETWAS UND GEHT HINAUS, VERSCHWINDET ZWISCHEN GRAS, BAUM + HIMMEL. DIE FRAGE: WO GEHT SIE HIN? KANN SIE ERSTENS NICHT BEANTWORTEN, DA SIE NICHT SPRECHEN KANN UND ZWEITENS, WEIL SIE SICH DARÜBER SICHER KEINE GEDANKEN MACHT.
EINEN GEDANKEN “MACHEN” KANN SICH NUR, WER SPRECHEN KANN. SIND ALSO DIE “BAUSTEINE”, DAS MATERIAL DER GEDANKEN? ODER GIBT ES DA ETWAS “VORHER”? EINE ART FLUIDUM (WIE IM TRAUM) DAS DANN VERROHT, ALSO EINE ÜBERMITTELBARE FORM, DIE FORM DER WÖRTER ANNIMMT?
DIE BEDEUTUNG DER WÖRTER + SÄTZE SITZT (ODER TANZT) NATÜRLICH IN UNSEREM KOPF. ODER SO: “… DIE SPRACHE DENKT (ES) FÜR MICH, DIE AUFBEWAHRT, WAS ANDERE VOR MIR IN ZUSAMMENHANG MIT … GEDACHT HABEN” (H.J. FREY). DAS WORT, IN EINEN BEST. KONTEXT, UMGEBUNG GESTELLT, WIRD SO REDUZIERT (ALSO ALLES DAS, WAS ES BE-DEUTEN KANN) - DAMIT MAN SICH ZURECHTFINDET. ICH FINDE MICH, WENN ICH DIE RECHTE BEDEUTUNG (IN EINEM BEST. MOMENT) FINDE. WENN NICHT, SCHWIMME ICH. MEIN “WORT-ICH” SCHWIMMT + ICH MIT. “ICH” IST AUCH EIN WORT. DAS ICH HINSTELLEN KANN WO ICH WILL. ICH LIEBE, ICH MORDE, ICH SCHREIBE, ICH BIN SCHÖN, ICH BIN ALLES. BIN ICH KATZE, WENN ICH KATZE ZEICHNE. ODER SOGAR WENN ICH “KATZE SEHE?” ODER: X SAGT, ER HABE

“KATZE GESEHEN”, WAS SOVIEL HEISST, DA IST EIN BEST. TIER AN IHM VORBEIGELAUFEN. WENN ICH SAGE, ICH HABE “KATZE GESEHEN”, HEISST DAS, ICH HABE EINES DER TIERE GESEHEN, DIE ICH ANBETE. EIN GANZ ANDERES TIER ALSO. ODER X SAGT: “ICH HABE EIN AUTO GESEHEN” + MEINT EINEN … XY105AUDIETC. WÄHREND ICH NUR EINEN FARBIGEN FLECK GESEHEN HABE. ICH SEHE DAS WAS ICH WEISS. ICH HÖRE DAS WAS ICH WEISS. ICH VERSTEHE DAS WAS ICH WEISS - NICHT MEHR. SO HABE ICH NUR DAS GESCHRIEBEN, WAS ICH WEISS. ODER DOCH MEHR? VON DEM ICH NICHT MEHR WEISS, ABER VIELLEICHT EIN ANDERER?
18.02.06 DER TAG SCHWIMMT MIT DEN LINIEN MIT: ES REGNET. NUR NOCH CAFÉ DESCAFEINADO. NICHT UM GELD GEBETEN, BEI DER BANK. MONTAG. HEUTE SAMSTAG. UND DER FILM GEHT AUCH AUF SEIN ENDE ZU. WARUM MUSS ALLES IMMER SO ANSTRENGEND SEIN? 26.02.2006 DIE KATZE HÖRT AM LIEBSTEN COLTRANE.
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28.02.06 IN ALL DEM TRUBEL DODERER, FRÜHE PROSA, GELESEN. ALS OB ER EINE ÄHNLICHE SPRACH-WAHRNEHMUNG-ÜBERSETZUNG HÄTTE- FÜHLE MICH IHM SEHR VERWANDT.
MEIN SCHWIERIGER CHARAKTER, DER SO BESCHAFFEN IST, DASS ER KEINE EINMISCHUNG VON ANDEREN DULDET. 03.03.06 DAS GLÜCK, EINEN KREDIT AUFNEHMEN ZU DÜRFEN. DIE NOTARIN LIEST UNS EINE NICHT ENDEN WOLLENDE LISTE VON “INTERESES” VOR, D.H. ZINSEN. IRGENDWANN DER “INNERE” DRANG, SIE ZU FRAGEN, OB WIR SCHON BEI 100% ANGELANGT SEIEN ODER WANN. MEIN ERSTER BANKKREDIT. IST DAS DER ANFANG VOM ENDE? WELCHER ANFANG, WELCHES ENDE? STREIFEN DURCH DIE STADT WIE ZWEI BÖSE KINDER. ER HAT DIE GEISTREICHE IDEE, AUF DIE BAHAMAS MIT DEM GELD ZU FLÜCHTEN (3.500 EURO), ICH BESTEHE AUF DER NCIHTERHALTENEN KOPIE, UM DIE SUMME DER ZINSEN NACHZUZÄHLEN. DIE EREIGNISSE DER GÖTTER? SIE ZEIGEN SICH, KOMMEN AUF MICH ZU. ZUERST DIE GUTGESONNENE ROSANA, BANKDIREKTORIN, DIE SICH MÜTTERLICH GIBT, UNS IHR “JA” GIBT, UM DANN IN CÓRDOBA EINEM ENTSETZLICHEN ANGESTELLTEN MIT TRODDELN (SCHUHE)! AUSGELIEFERT ZU SEIN, UM LETZTLICH DEN RICHTERSPRUCH AUS DEM MUND DER NOTARIN “VORGEZÄHLT” ZU BEKOMMEN. DIE (BANK)SCHULD. FREUDIGES UNTERSCHREIBEN. ODER DAS “JA” IM “NEIN”, BZW. DAS “NEIN” IM “JA”. DIE ZWEI SEITEN JEDER SACHE. “FLÜSSIG” SEIN, WÄHREND DAS LOCH FÜRS ABFLIESSEN DES FLÜSSIGEN IMMER GRÖSSER WIRD. SCHLIESSLICH SOLL DAS GELD NICHT “STEHEN” + NICHT VERFAULEN. KEINE GNÄDIGEN GÖTTER, DIESE. GIBT ES ÜBERHAUPT GNÄDIGE GÖTTER? GNÄDIGE EREIGNISSE? GNÄDIG WAR DAS “JA” VON ROSANA, DER DIREKTORIN - DIE “NEINS”, DIE ES ENTHÄLT, SIND UNSER “BIER”. DAZU KOMMT EINE FLAUE, UNTÄTIGE WOCHE. DIE WOCHE WAR FAUL + UNTÄTIG. DIE WOCHE HATTE EINE DEPRESSION, DIE MIT EINEM ZWEIFELHAFTEN “JA” ENDETE. ABER SO KANN MAN WENIGSTENS ZIGARETTEN KAUFEN, SICH ETWAS ZU ESSEN BESTELLEN + DIE KELLNER ANLÄCHELN. DIE WELT IST GROSS UND WEIT. DAS LEBEN IST GROSS + WEIT. HOFFNUNG, DASS DER FAULE, ERMATTETE GEIST/GOTT/EREIGNIS DIESER WOCHE SICH WIEDER DAVONMACHT. SICH TROLLT. ABER IMMERHIN SCHÖNE JIDDISCHE WÖRTER FÜR SCHIMPFEN GELERNT:

HARTNÄCKIG ZANKEN: “SCHPARN”! (………); SICH STREITEN: ……..=
SICH AMPERN; STREITEN, NECKEN: …….. WERTLEN (S.WÖRTERN”!)
SCHIMPFEN: “S. SZIDLEN” …. STREITEN: S. KRIGN …. UND, DAS
SCHÖNSTE WORT: REDEN, SPRECHEN: SCHMUESN …. (SCHMUSEN!);
REDEN = SCHMUESN; HARTNÄCKIG ZANKEN: S(CH)PAR(E)N; STREITEN,
NECKEN: SICH WÖRTERN.
DA ICH NIE SPARE, ZANKE ICH ALSO HARTNÄCKIG MIT D. WELT? ABER,
WIE BEREITS BATAILLE SAGT: DIE NATUR IST DER GRÖSSTE
VERSCHWENDER, - ALSO, WO BIN ICH “ANZUSIEDELN” (ANZUSZIDLEN”)
– WO “SCHIMPFE” ICH HERUM? BELLE, FAUCHE?
ES WÄRE KLÜGER, DIES + JENES (NICHT) ZU TUN, JA. SO IST ES. BASTA.

IMMER
DANN,
WENN
ICH NICHTS
SAGEN
WILL, SCHR……..
EIBEN
ODER Ü-
BERHAU
PT NICHT
S “AUF DE
N PUNKT”
BRINGEN
WILL, WI
RDS GER
N BUNT.
WOZU IM
MER
“AUF DEN PUNKT BRINGEN”? ES REGNET. DAS
IST EIN PUNKT.DER IN VIELE TROPFEN ZERFÄLLT.
DIE UNENDLICHE TEILUNG EINES PUNKTS: DANN,
WENN MATERIE ZU BEWEGUNG WIRD, SICH IN
IHR AUFLÖST. BEWEGT ABER HABEN WIR, DAS
ZU TEILENDE. DAS AUGE BEWEGT SICH + WENN
“NICHT” (NATÜRLICH BEWEGT ES, DAS AUGE, SICH
IMMER) - SEHEN IST WIE ATMEN, WIR BEMERKEN
BEIDES NUR, WENN WIR ES WOLLEN, DRANDEN-
KEN-, WAS ICH MEINE, IST: NATÜRLICH HAT
NICHTS EIN “ENDE”, WEIL WIR (MIT DEM ZUTEI-
LENDEN PUNKT z.B.) IMMER VERBUNDEN SIND;
IMMER SIND WIR “DRIN”. DER PUNKT BESTEHT
AUS ETWAS + DIESES ETWAS IST ER SELBST ODER
EBEN, DIE DURCH UNSERE AUGEN “VERDICKTE”
BEWEGUNG, DIESER
TEILCHEN,
.

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DIE WIR NUR SEHEN, WEIL SIE SICH BEWEGEN. “AUSSERHALB” DES MENSCHEN GIBT ES “NICHTS”, D.H. WIR KÖNNEN ES NICHT WAHRNEHMEN. UND DIE “WAHRSAGER” SAGEN EBEN DAS FÜR UNS WAHRE - DIE GUCKEN BESSER. (WENN ES “WAHR” IST, DASS SIE ES TUN + WAS SIE TUN). NUN: INMITTEN ALL DESSEN SITZEN + VERSUCHEN, “WAHRZUSAGEN” - MEINE ARBEIT, DIE ALL DER AUSSENSEITER, DIE EBEN DIE AUSSENSEITE ALL DESSEN, WAS WIR SIND, BEVÖLKERN. AUSSENVOLK IM INNEN. 05.03.06. GESTERN DIE FAMOSE IDEE, MIR EINEN VATER NACH MEINEM GESCHMACK AUSZUSUCHEN (FILM ÜBER MARYLIN M.; SIE HÄTTE SICH CLARK GABLE AUSGESUCHT). GESTERN + HEUTE FOTOS GESUCHT - KEINES WAR ZUFRIEDENSTELLEND. IRGENDWIE SOLLTE ER WIE MEIN VATER AUSSEHEN, ABER EIN PHILOSOPH ODER KÜNSTLER, etc. SEIN. ANDERE IDEE, EINEN SUCHEN, DER IHM NICHT ÄHNELT - ÄUSSERLICH - DAS WIDERSTREBT MIR. MÜTTER GIBT ES ZWEI + PROBLEMLOS: SIMONE WEIL, JUNG - HAARGLEICH. UND LOLA FLORES - ALLERDINGS LIEGT HIER DIE ÄHNLICHKEIT WOANDERS. GENAUSO HANNAH AHRENDT: MUTTER-FREUNDIN, ERSEHNTE. MIT DEN VÄTERN HAPERT ES EBEN: ICH FINDE KEINEN, DER IHM ÄHNELT, AUCH NUR IRGENDWIE - GUT, JOHN BERGER EIN WENIG. ABER DER IST ES NICHT, WAS ICH SUCHE. SCHÖNE IDEE, SICH EIN PAAR ELTERN AUSZUSUCHEN. PSYCHOANALYSE, JA, JA. TROTZDEM. ES BEFLÜGELT, IRGENDWIE. WELCHE ELTERN HABEN SIE? LEERE WOCHE, ICH LEER + FAUL, ANTRIEBSLOS. WÄLZE DIE ZEIT VOR MIR HER, TRÖDLE HERUM, STARRE LANG IN DEN WIND.

07.03.06. TAG DER LUFTAUFNAHME. DIE NICHT STATTFAND, DA DIE
LUFT, DER WIND SICH ZU UNREGELMÄSSIG BEWEGTE
. SO KONNTE
ICH LEIDER NCIHT GENAU SEHEN, WIE DAS FUNKTIONIERT. VON
WEITEM
ÖFTER GESEHEN. FLIEGEN-, BIENENARTIG. EIN PROPELLER +
EIN MOTOR, MUSS MAN ANLAUF NEHMEN + DANN HEBT MAN AB, UM
SICH AUF EIN “STÜCKCHEN LUFT” ZU “SETZEN”. LESE ÜBER TAOISMUS,
S.314: “… DER UNSTERBLICHEN, EINES GESCHLECHTS, DAS DEM DER
VOLLKOMMENEN (CHEN JEN) + DER HEILIGEN (SHEN) GLEICH
GESTELLT IST. SIE TRINKEN HIMMLISCHEN WEIN, SIE WANDELN AUF
LUFT + SIE BEDIENEN S.D. WINDES WIE EINES FAHRZEUGS …”
ALLE ARGUMENTE DES “VERNÜNFTIGEN” HANDELNS SIND IMMER
VON/FÜR DIE ERDGEHER - ALLES ORIENTIERT SICH AM FESTEN, WAS
WÄRE, WENN MAN SICH MEHR AM “LUFTIGEN” ORIENTIERTE?

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MADRID-REST AUFGENOMMEN. SCHÖNE LICHTER, STRASSEN, LEUTE. SCHRECKLICHE NACHT IM HOTELZIMMER. “OBEN” TROPFT ES LAUT! ZIMMERWECHSEL IN TOTAL ÜBERHEIZTES ZIMMER, ÜBER RESTAURANTSKÜCHE. HEIZUNG NCIHT BEDIENBAR.
DAS LEBEN ALS SOLCHES HAT MICH NIE INTERESSIERT - HEISST, ICH SITZE JA MITTENDRIN, BIN ES SELBST. MEINE GRENZEN SIND SEINE - ALLES ANDERE IST DER TOD. HEUTE 5 ZIGARETTEN GERAUCHT - BIS JETZT, 22 UHR. WAS FÜR EIN GEFÜHL! MEINE HAUT WIRD BESSER WERDEN, ICH SCHÖNER, ÜBERHAUPT WIRD ALLES BESSER! WAS HEISST “BESSER”? ALLES ANDERS, D.H.: BESSER! SOLANGE BIS ES WIEDER DAS GLEICHE WIRD. DAS WORT “BESSER” BEZEICHNET AN SICH JA NUR EINE DIFFERENZ, EIN VERHÄLTNIS ZWISCHEN. SO BIN ICH ALSO AM ENDE VON EINEM ANGEKOMMEN, STÜRZE MICH IN DEN NICHTRAUCHEN - ABGRUND + JA, SPRINGE!!!! UND HOFFE, DASS ICH WIEDER IRGENDWO DIE AUGEN AUFSCHLAGEN WERDE. UND WENN ES NUR DAS RAUCEN WÄRE.

—–

11.03.06 3. NICHTRAUCHEN-TAG, bzw. WENIG, SO, DASS WENN MAN GEFRAGT WIRD, OB MAN EINE ZIGARETTE MÖCHTE, MAN, ICH JETZT SAGEN WERDE: “ICH MÖCHTE NICHT”, WÄHREND ICH DOCH MÖCHTE. ICH MÖCHTE + SOLL ABER NICHT MÖCHTEN + WILL ALSO NICHT MÖCHTEN. NUN, AUCH EIN ABENTEUER - WENN BESTANDEN, KANN ICH JA WIEDER “MÖCHTEN”. NUN, 15 UHR; ZWEI ZIGARETTEN + LANGE AN EINER NIE ENDENEN PLASTIKZIGARETTE GEZOGEN. SELTSAME NERVOSITÄT SO, ALS SEI ICH DIE GANZE ZEIT KURZ DAVOR, VOM STUHL AUFZUSTEHEN. ICH SITZE ZWAR NOCH - BIN ABER SCHON FORT … WEG. IM BEGRIFF, AUFZUSTEHN. WEDER HIER NOCH DA. ALS OB MICH DIE ZIGARETTE IRGENDWIE “FESTGEHALTEN”, GESTÜTZT HÄTTE.
18 UHR. DIE VIERTE ZIGARETTE. WIE SCHNELL SO EIN DING WEGGERAUCHT IST! METHODE DRAUS MACHEN: IMMER, WENN ICH RAUCHEN WILL, KURZ WARTEN, UM MIR ZU SAGEN: JETZT WÄR SIE SCHON WIEDER WEG! UND SO “FORT”. BIS MAN ES VERGISST, IN DER MITTE DIESER LANGEN NICHTRAUCHEN-KETTE. ALSO SO: JETZT WÄR SIE SCHON WIEDER WEG, UND JETZT WÄRE
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SIE AUCH SCHON WIEDER WEG UND JETZT + JETZT + JETZT + … ICH BIN DIE KETTENNICHTRAUCHERIN - VORHER DAS GEGENTEIL, AUSGEDRÜCKT DURCH DAS FEHLEN DES WÖRTCHENS “NICHT”. UND WAS HAT RAUCHEN MIT DEN FÜSSEN, DER STANDFESTIGKEIT ZU TUN? - UND JETZT, OHNE, GEWINNEN DIE HÄNDE WIEDER, BEKOMMEN MEHR GEWICHT.

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EIGENTLICH IST ES MIR UNERKLÄRLICH, WIE JD. LEBEN, EXISTIEREN KANN, OHNE ZU RAUCHEN. OHNE “IRGENDWIE” ANGESCHLOSSEN ZU SEIN, AN DIESE BLASE, IN DER WIR SITZEN. 20 UHR 40. DIE FÜNFTE ZIGARETTE. ALS SEI DER EINGANG ZUR WELT DIESER KANAL, DIE ZIGARETTE. EMBRYONAL, JA, JA. ICH BIN AUS DEM GEMACHT, WAS MICH UMGIBT. ERDE, FEUER, LUFT - WASSER? ICH TAUCHE LUFT; SCHNORCHEL. ZIGARETTE. JETZT ANDERS TAUCHEN. ABER WIE? 23 UHR. DIE SECHSTE ZIGARETTE. WIE KOMISCH. SCHEINBAR RAUCHE ICH ALLE ZWEI STUNDEN EINE - LÄNGER OHNE NOCH UNMÖGLICH, WOHL. ABER: WARME ZEHEN! ERSTER ERFOLG. KONZENTRATIONSSCHWÄCHE? ABLENKUNG VON DIESER IDEE, DIE IN MEINEM KOPF BRÜLLT: “RAUCHEN!” + DIE ICH HINZUHALTEN VERSUCHE, INDEM ICH ZURÜCKBRÜLLE: “SPÄTER WIEDER!” - BRIEF SCHREIBEN.
12.03.06. 09.30 UHR. ERSTE ZIGARETTE. EINGEHÜLLT/ IN ERSTEN/

DIE KATZE. SCHNURRT.
DIE BLUMEN: RIECHEN,
DUFTEN. ICH RIECHE
DAS RIECHEN DER
BLUMEN - DIE
RIECHEN NUR,
WEIL ICH SIE
RIECHE. JETZT
WACHE ICH FRÜHER AUF.
HIRN WENIGER VERNEBELT.__________________________
RAUCH + SCHWE
FEL. DRAUS
SEN, VOGEL -
GEBRÜLL, EIN
TRUTHAHN,
HUNDEWEINEN,
ZWITSCHERN,
EIN HAHN.
.
.

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SONNTAG. DER REIZ DES NEUEN, NICHTRAUCHENDEN SONNTAGS. DER RAUCHT NUR, WEIL ICH RAUCHE. ICH SOLLTE SO VIELES TUN, DASS ICH GAR NICHTS TUE. NEUER VERSUCH, EINEN BRIEF ZU SCHREIBEN. DAMIT ER GESCHRIEBEN SEIN WIRD. 4. NICHTRAUCHEN-TAG (WENIGRAUCHENTAG). ODER: SEIN SIE MAL NETT ZU SICH SELBST - HAUEN SIE SICH DOCH NICHT DAUERND DEN SCHÄDEL MIT RAUCH VOLL. 19 UHR: VIERTE ZIGARETTE. DAS WETTER IST SCHÖN, DER MOND IST VOLL - WENN ICH JETZT DIE 5. ZIGARETTE RAUCHE, IST SIE IN ZWEI MINUTEN WIEDER WEG. FILMAUFNAHMEN IN MADRID ANGESEHEN: WIE FREMD ICH MIR SELBST BIN. ALS SEI ALLES FALSCH, VERDREHT, VERKEHRT. ERSTAUNT, DAS SOLL ICH SEIN! - WIE GEDANKEN GESICHTER MACHEN. ALS OB MEINE GESTEN, MEIN GESICHT DAS GEDACHTE SOGAR NOCH VERDOPPELN WÜRDEN - MEHR ALS TRANSPARENT - WAS IST MEHR ALS TRANSPARENT? EIN + DASSELBE! MEIN GESICHT IST MEINE GEDANKEN et v.v. ZUVIEL AUSDRUCK. MEINE GEDULD IST AM ENDE. 21 UHR: FÜNFTE ZIGARETTE. I CAN’T STAND IT, NO PUEDO RESISTIR! SO EIN BLÖDSINN. PAROLE: ZEICHNEN anstatt RAUCHEN.

ANSTATT IM SELBST-___________________________
VERANSTALTETEN
RAUCH VERSCH-
WINDEN, IM
SELBSTVERAN
STALTETEN
———STRICH
VERSCH-
WINDEN
ZIGARETTE:
BLEISTIFT:
VON WEISS AUF
GRÜN UMSTEIGEN.
SUCHT - ER, SIE,
ES SUCHT- DIE (ICH) SUCHT. WAS?
21.06: WEG WAR
SIE, DIE ZIGARETTE. SOWAS
BLÖDES.

AUF JEDEN FALL “VERSCHWINDEN”.
UM ZU SUCHEN. IN DER SPANNUNG
DER GEDANKEN “VERSCHWINDEN”.

—–

JA-SAGEN. ZU? ALL DEM WAHNSINN, IN DEN ICH MICH SELBST SO HINEINBUGSIERE. DIESES KONFUSE HIN+ HERGERENNE, UM NICHT ZU RAUCHEN. BLASEN, FALTEN WERFEN. MIR WIRD BEWUSST, DASS, SOBALD ICH MIT ANDEREN SPRECHE, ICH MEINE ÄUSSERE

ERSCHEINUNG VÖLLIG
“DAZWISCHEN”
MIR “VERSCHW
ICH MIT C. REDE,
BÖSES GESICHT,
AUF, MIT M.
FINDE ICH MICH
WENN MIR DER
AUS. FINDE ICH,
1
ZWISCHEN
INDE.
4
5
6

DANN, WENN MIR
ANDERE NICHT
SELBSTVERSTÄNDLICH.
VERGESSE, IM
DEM ANDEREN +
SO MACHE ICH, WENN
UNWILLKÜRLICH EIN
MIT ISIDORO BLÜHE ICH
BAUE ICH WÄNDE. HÜBSCH
JEMAND GEFÄLLT.
GEFÄLLT, SEHE ICH BLÖD
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22.30. SECHSTE ZIG.

NACH DEM ESSEN. DADA-KONZERT IM RADIO. + JETZT STOCKHAUSEN, “KREUZERSPIEL”? 00.10 - DIE SIEBTE ZIG - WEIL ES SO SCHÖN IST, DAS RADIOPROGRAMM + MICH AN DIE SCHÖNEN ZEITEN ERINNERT; SCHÖN HEISST, VON OFFENEN GEISTERN UMGEBEN. DIE FORM, DIE FORM - DER SÜDEN HÄNGT ZU SEHR AN DER FORM, AM RE-PRÄSENTIEREN. AM SINN. ODER: ICH SELBST GLAUBE NICHT AN SINN, SONDERN EHER AN UN-SINN. DER SÜDEN IST EHER UNSINNIG + WILL DESHALB IMMER SINN HERSTELLEN. DIE SPANISCHEN KOMIKER - EINIGE SIND WIRKLICH SEHR GUT. ICH WEISS NCIHT. UND ICH - WO BIN ICH, WO WILL ICH HIN? MERKWÜRDIGE FLAUHEIT IN MIR, UM MICH HERUM. NICHTS “GEARBEITET”, SOGESEHEN. WIE GESEHEN? KEINE GROSSEN ERGEBNISSE, EHER KLEINE ERGEBNISSE - DAS, WAS SICH IRGENDWO HERAUS “ERGEBEN” HAT, SIEBEN ZIGARETTEN SIND ZUVIELE ZIGARETTEN. GUT, VORHER 20,30,40 ZIGARETTEN - ERFOLG, ERGEBNIS MEINER BEMÜHUNGEN: 7. DIE LUFT DRAUSSEN IST SCHÖN: LAU, LEICHT + SCHON NICHT MEHR KÜHL. DIE SCHÖNEN ZEITEN. WAREN DIE SPIELENDEN - ICH MÜSSTE WIEDER MEHR SPIELEN. OBWOHL ICH IN MEINEM ALTER SCHON DAMIT FERTIG SEIN MÜSSTE.

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13.03.06 Montag. ERSTE ZIGARETTE UM 9 UHR. SCHÖNSTER …SCHEIN + GLEICH MUSS ICH ALLES VERNEBELN. NACHTS KAM DIE …., SETZTE SICH NEBEN MEIN BETT, GUCKTE MICH AN UND SCHNURRTE LAUT. WEITERSCHLAFEN. MORGENS: DER … KRÄHT. HÜBSCHE HÜHNER + HÄHNE. SO EIN TOLLER VOGEL: PFEIFT TREPPENARTIG, ALS PACKE MAN EINE LOSE TREPPE + SCHÜTTLE SIE IN DER LUFT AUS. 15 UHR ZWEITE ZIGARETTE. NERVÖS + SCHLECHTGELAUNT, WEIL MICH NACH ETWAS “VERLANGT” NACH DEM ES MIR SCHLECHT GEHT - HÄNDE, FÜSSE KALT. KATZE KOMMT NICHT.
DAFÜR DIE WEISSE KATZE, MIAUZT AUFGEREGT + LÄUFT VOR MIR HER, SODASS ICH MIT IHR “RENNE” + PLÖTZLICH VERPASST SIE MIR EINS MIT DER PFOTE IN DEN FUSS, WIRFT SICH AUF DIE ERDE, ICH WILL SIE STREICHELN + SIE BEISST MICH IN DIE HAND! SEHR SELTSAM. UND “MEIN” KÄTZCHEN? WO IST ES?

KOMISCHER TAG. VOR DER TÜR SCHLÄNGELT SICH EINES DER TIERE, DIE MIR NICHT GEFALLEN: EIN FLACHES, MIT X FÜSSEN + “HÖRNERN”- SOLCHE, DIE IN ALLE “RITZEN” DRINGEN. FURCHTBAR! SIEBTE ZIGARETTE UM EINS, NACHTS. ÜBERALL KNACKT ES. FÜRCHTE MICH VOR GEWÜRM. BIN HYSTERISCH. OB DAS ALLES VOM NICHTRAUCHEN KOMMT? KATZEN BERUHIGEN MICH. WO, VERDAMMT, IST SIE NUR? AUSSERDEM IST VOLLMOND. NEIN, ES GEHT MIR NICHT GUT. 14.03.06. MARTES. DIE … IST WIEDER DA.
ES GEHT WIEDER “NORMAL” - OB NICHTRAUCHEN HALLUZINATIONEN VERURSACHT? OBSESSION - GESTERN - ALLE WÜRMER KÖNNTEN MIR INS OHR KLETTERN (HORRORGESCHICHTE EINES FORSCHERS, NATÜRLICH) … JETZT - 10 UHR MORGENS - SEHE ICH DEN WURM (IM GEISTE) +: NICHTS! ODER: EIN NEUER NICHTRAUCHENTAG BEGINNT, MAL SEHEN WIE ER ENDET. KEIN MENSCH HAT GESAGT, ES SEI EINFACH. 25 JAHRE VIELRAUCHEN + PLÖTZLICH SEHRWENIGRAUCHEN (MAX.7/TAG). RAUCHEN IMMER ALS SCHUTZ GESEHEN, EINE BURG AUS RAUCH, NEBEL + ANDEREN RÜCKZUGS-MATERIALIEN. 09.30. ERSTE ZIGARETTE. FÜNFTER NICHTRAUCHENTAG. WENIGRAUCHENTAG. WAS DEN TAG BESTIMMT, SIND DIE NICHTGERAUCHTEN ZIGARETTEN. 11.30 ZWEITE ZIGARETTE. ICH FERTIGE MIR RECHTES VERHALTEN: NACH 25 JAHREN (MEIN ANTI-JUBILÄUM) STÄNDIGER GIFT-ZUFUHR KANN MAN DAS NICHT SO EINFACH ABSTELLEN WIE MAN EINEN HAHN ZUDREHT. ZU BRUTAL, ABRUPT. DAS HÄLT JA NICHT EINMAL EINE KUH AUS. KUHHAUT. ICH MUSS ALSO FORTFAHREN, MIR EIN BISSCHEN ZU SCHADEN, WENN ICH MIR NCIHT ZU SEHR SCHADEN WILL. STIMMT DAS?

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MEIN KÖRPER UND ICH. 15 UHR DRITTE ZIGARETTE. 17 UHR VIERTE ZIGAR. VÖLLIG VERNEBELTER KOPF. WELCHER NEBEL? 17.06 UHR GANZ VERNEBELT. KOPF, GEIST, KÖRPER. MEIN KÖRPER WILL ETWAS NICHT, WAS MEIN GEIST WILL. ODER TUT MEIN KÖRPER NUR SO? DIE LUFT NEBELT. OBSESSION, INNERE UNRUHE. ICH MÜSSTE ARBEITEN. DIE KRISE. KEIN ANTRIEB. NUR NEBEL. UNSINNIGER AKTIVITÄTSDRANG. WÄSCHE ABER SCHON GEWASCHEN. DIE (EIGENE?) ENERGIE IN FORM BRINGEN. DIE VÖGEL ZWITSCHERN. DIE BAUARBEITER ARBEITEN AM BAU(EN). 19 UHR. FÜNFTE ZIGAR. NACH EINER REIHE VON ABLENKUNGSMANÖVERN WIE DUSCHEN, HAARKUR, GESICHTSPFLEGE … ENDLICH RADIODINGS WIEDER AUFGENOMMEN, BEGONNEN. SELTSAME ANTRIEBSLOSIGKEIT. 15.03. 10 UHR ERSTE ZIGARETTE. MITTWOCH. ZWISCHEN ALLEN STÜHLEN. 16.03. JUEVES, 10 UHR 30. ERSTE ZIG. IIII GESTERN 8 ANSTATT DES MAXIMUMS V.7 GERAUCHT. DIE AUSSERGEWÖHNLICHKEIT WAREN DIE ZEICHNUNGEN V. MARKUS VALLAZZA - GESTERN AUF DER POST V. ALMODÓVAR ABGEHOLT. FREUE MICH SCHON, EINEN TEXT DAZU ZU MACHEN. ABER ZUERST DAS RADIODING FERTIGMACHEN. ICH VERSTEHE NICHT, WARUM SICH ALLES IN MIR DAGEGEN STRÄUBT. NOCH EINE PFLICHT-GELDARBEIT, DIE WAHRSCHEINLICH WIEDER ABGELEHNT WERDEN WIRD. SEIT JAHREN WIRD BEINAHE ALLES VON MIR ABGELEHNT + WENN ETWAS GEDRUCKT WIRD, GIBT ES KEINEN EINZIGEN KOMMENTAR DAZU. ICH MACHE WEITER. DIE TAGE LAUFEN MIR DAVON. GESTERN ABEND, NACH SONNENUNTERGANG, WAR DER MOND GANZ … ++ (RUND+ROT). EIN SCHAUSPIEL. DER HIMMEL WAR …. UND DARUNTER DIE LICHTER VON VILLARRUBIASOWIE DIE BELEUCHTUNG DER LANDSTRASSE, DIE CÖRDOBA MIT SEVILLA VERBINDET. DIE RAUPENINVASION - SIE ÜBERRENNEN DAS HAUS - WIRD ETWAS SCHWÄCHER. GESTERN IM FERNSEHEN EINEN CHINESISCHEN FRAUENHÄNDLER SAGEN GEHÖRT: “DAS LEBEN IST EIN SCHWIERIGES UNTERFANGEN - ES HAT KEINEN SINN, SICH BESSERUNG ZU WÜNSCHEN.” IHM WURDE DAS HANDELN MIT FRAUEN VON DER REGIERUNG? - UNTERSAGT. VORHER - BEIM MITTAGESSEN - HÖRTEN WIR, DASS IN - AFGHANISTAN? - FRAUEN, DIE EIN STÜCK IHRER SCHULTER UNBEDECKT LASSEN, INS GEFÄNGNIS DAFÜR KOMMEN SOLLEN. IRGENDWO GELESEN: “EINE ORDENTLICHE PORTION” (AUF DEUTSCH) UND MIR FIEL EIN, DASS, WENN MAN AUF SPANISCH “REGULAR” SAGT, DAS NEGATIVE BEDEUTUNG HAT (WIE GEHT ES DIR? - REGULAR - DAS HEISST: “SCHLECHT”, WÄHREND, WENN EIN DEUTSCHER “ORDENTLICH” SAGT, DAS: “SEHR GUT”, REICHLICH, ETC. BEDEUTET. HEISST DAS, DASS DAS, WAS EINEM DER REGEL, DER ORDNUNG NACH “ZUGETEILT” WIRD, VIEL IST ODER HEISST ES, IM SPAN. FALL, DASS

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DIESES IMMER ZU WENIG IST/WAR? SOZIALSTAAT ODER ALTEINGESESSENE “BESITZER”, GELDADEL, BEINAHE “KASTENWESEN”, DENKEN WIE HIER BISLANG? DER, DER REICHE ELTERN (GROSSELTERN, etc.) HAT, HAT ES - GELD, MACHT, etc. -UND DER, DER KEINE REICHEN ELTERN HAT, FINDET AUCH KEINE GUTBEZAHLTE ARBEIT. HEISST, DIE REGEL, ORDNUNG IST VON ANFANG AN “SCHLECHT” - DER REICHE IST DIE MINDERHEIT UND LEBT GUT + SORGENLOS - DIE MEHRHEIT SCHEISST SICH AN. VERZEIHUNG, ABER DAS IST HIER DIE REGEL, DIE ORDNUNG, DAS ORDENTLICHE. WAS ICH DAMIT SAGEN WILL, IST, DASS ES NICHT UNBEDINGT SO ZU VERSTEHEN IST, DASS DER SPANIER “AN SICH” GEGEN ORDNUNGEN IST (DARÜBER IST NACHZUDENKEN), SONDERN, DASS DIE IMMER NOCH BESTEHENDE, VIEL FÜR DEN FAULEN REICHEN + WENIG FÜR DEN SCHUFTENDEN ARBEITER - EINE SCHLECHTE ORDNUNG, REGEL, IST. WARUM DAS WIEDERUM SO IST, IST EIN ANDERES THEMA. IIII ES SIEHT NACH REGEN AUS. DIE MACHT SITZT IM AUGE, SPRICH, IM KOPF - VÖLLIG MISSLUNGENES AUGE - SIEHT AUS WIE EIN GANZER VOGEL.

DER SCHWÄCHETAG; 1 UHR. MORGENS RAUCHE ICH DIE NEUNTE ZIGARETTE. SKANDAL. IN CÓRDOBA GEWESEN + DEN ORANGENBAUMPARK “EINFACH SO” DURCHSCHRITTEN, ALS SEI DAS NORMAL. DIE GEWÖHNUNG. MAN “WOHNT” IN VERSCH. PERSPEKTIVEN BIS MAN “AUSZIEHT”, DIE GEDANKEN, DAS AUGE AUS JENER PERSPEKTIVE HERAUSZIEHT, UM IN EINER ANDEREN ZU WOHNEN. IIII HEUTE FARIDA BENLYAZIDS FILM, VERFILMUNG DES HUNDELEBENS GESEHEN. SCHWIERIGES BUCH, BEINAHE UNMÖGLICH, EINEN NORMALEN FILM DARAUS ZU MACHEN. DIESE WAHNSINNIGE IDEE VON MIR, DAS ZU VERFILMEN … WÄHREND ICH GAR NICHTS TUE, IM AUGENBLICK - NICHT RAUCHEN = 9 HEUTE. ZUVIEL.
17.03.06. 10 UHR. ERSTE ZIG. 16 UHR. WUNDERBARER REGEN, DIE LUFT ERINNERT AN SÜDDEUTSCHEN KINDHEITS-SOMMER-REGEN. DIE 4. ZIGAR. GERAUCHT, WAS UNSINNIG IST, BEI DEN GERÜCHEN, DIE DRAUSSEN HERRSCHEN - RAUCHT MAN, UM DIE UMGEBUNG NICHT ZU RIECHEN? STADT, GESTANK, LÄRM … SO EINE SCHÖNE ATMOSPHÄRE, LUFTHÜLLE DER ERDE. 23.03. JETZT, DA WIR EINEN KREDIT BEI DER BANK AUFGENOMMEN HABEN - IN DEUTSCHL. HIESSE DAS FRÜHER ÜBERZIEHUNGSKREDIT? .. DIE SPAN. BANKEN SIND ÜBRIGENS DIE SCHLIMMSTEN IN EUROPA … BEKOMMEN WIR EINE SEHR HÜBSCHE KARTE! EDEL SIEHT SIE AUS - SILBERN! + SO, ALS SEI MAN REICH! SELTSAME WELT.

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VORHER - OHNE SCHULDEN, EINE ROTE, DIE DER “DIA-KARTE” (BILLIGSTER SUPERMARKT, WO DIE SACHEN IN DEN LIEFERPAKETEN BLEIBEN, SIE NCIHT IN REGALE EINGEORDNET WERDEN) SEHR ÄHNELTE. JETZT EINE VORNEHM AUSSEHENDE “SCHULDEN-KARTE”. KONSEQUENZ: EINE HOSE, EIN BLÜSCHEN, EIN HEMD + EINEN REISESACK (UNBEWUSSTE IDEE DES “FLIEHENS”?) AUF “SILBERKARTE” GEKAUFT. ZUGEGEBEN: WIR BENEHMEN UNS WIE KINDER, KÖNNEN OHNE DIE IDEE, ETWAS “ANZUSTELLEN” NICHT LEBEN, BZW. OHNE DIESE MOMENTE, IN DENEN WIR, MEIN FREUND + ICH DEN SATZ FEIERN: “DIE WELT GEHÖRT UNS” - WIE FRÜHER MIT NANNE MEYER NACH EINIGEN GLÄSCHEN BILLIGEN PORTWEINS - LEBEN OHNE DIESEN SATZ UNMÖGLICH.
DIESE TAGE, DIESE NUN, RELATIV GUT GEARBEITET, AM “RADIO-DING”, FEATURE ÜBER VÁZQUEZ, QUE CUESTA, ES “KOSTET” MICH MÜHE, WEIL ICH NORMALE, EINFACHE + KLARE SÄTZE SCHREIBEN MUSS. ICH KANN ES KAUM. ES WIDERSTREBT MIR SOGAR, JA, ES SCHLIESST AUS, LEGT FEST, KOMMT ZU FESTEN ERGEBNISSEN, DIE MIR NICHT FEST SIND + NORMALERWEISE DURCH DIE FINGER FLIESSEN. DAS MAGISCHE WORT DER MEDIEN: INFORMATION - WENN DAS DIE REDUKTION VON BEWEGLICHEN VORGÄNGEN AUF FESTE AUSSAGEN SEIN SOLL - ES IST ES - JA, DAS PASST MIR NICHT. ABER WIE SONST, IM FALLE DES “RADIO-DINGS”, DIE SOGEN. INFORMATIONEN SO NEBENEINANDER STELLEN, DASS SIE SICH WIEDER TEILWEISE AUFHEBEN. FAZIT, AUS MIT MEINER “HERUMDRÜCKEREI” (IN JEDEM SINN) - AN DIE ARBEIT. 16.04.06. DREI WORTLOSE WOCHEN, IM WORT GESCHWEBT, FESTGEHALTEN NUR DURCH DEN STRANG DER EREIGNISSE. VIELES IST PASSIERT UND MEHR NOCH NICHT GESCHEHEN. WIRKLICHKEIT IRGENDWO DA OBEN, IM EIGENEN KOPF, HINTER DEN AUGEN. JETZT: DON QUIJOTE. DER, WIE FOUCAULT SAGT, DIE BÜCHER MIT DER WELT BEWEISEN WILL. ILLUSION, SELBSTBETRUG - MITTLERWEILE IST OSTERN.
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27.05.06, Sabado. LANGSAM “NORMALISIERT” S. ALLES. DEMOFILM ABGESCHICKT (3), FILM BALD FERTIG - ICH SAMMLE MEINE KNOCHEN WIEDER EIN, UM SIE ERNEUT - AN NEUEM (GEDANKEN-)ORT WIEDER ZUSAMMEN ZU SETZEN. WINDIGER TAG. MIR STEHEN DIE HAARE (NOCH) ZU BERGE. 29.05.06, Lunes. ALLES RAST, DER MOTOR, DAS ARBEITSTIER, DAS EINER IST + ALLES WAS MAN IRGENDWO SELBER WÄRE (SCHREIBEN), LIEGT WIE ERSCHROCKEN + MIT DER HAND VOR DEM MUND, IN EINER ECKE. BALD GEHT ES WEITER. BALDBALDBALDBALD. DAS DICKE PRONTO LIEGT ZWISCHEN ALL DEM WAS GESCHIEHT UND MUSIZIERT IM HINTERGRUND, EN EL FONDO, AU FOND, DAZWISCHEN IST ABER NICHT “HINTEN”. /”IM HINTERGRUND” ABSTRAKT GESEHEN - “DAZWISCHEN” WÄRE ABER AUF DEMSELBEN “GRUND” HINTEN, VORNE, IN DER MITTE: ALLES DASSELBE?

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16. JULAI 2006 - WIEDERBEGINN, AUFNAHME DES VOR EWIGKEITEN BEGONNENEN + LIEGENGEBLIEBENEN. ES DARF WIEDER GESPIELT + GEBLÖDELT WERDEN. DER VERMEINTLICHE “ERNST” DER ARBEITEN FÜR EIN GRÖSSERES PUBLIKUM - D.H.: “DASS AUCH DIE VIELEN MITKOMMEN” IST FRUSTRIEREND, BEDEUTET EINSCHRÄNKUNG. DER GEIST IST DAFÜR GEMACHT, ZU SCHÄUMEN (HÖLDERLIN) UND NCIHT ZU SÄUMEN. EIN. ICH DARF (GELD) WIEDER ÜBER MEINE EIGENEN UFER SCHLAGEN. ALLE VERSUCHE, ZU GELD ZU KOMMEN, GEMACHT - DEN REST ÜBERLASSE ICH DEM SCHICKSAL. JA, MEIN SCHICKSAL BIN ICH SELBST - ABER NICHT GANZ. KEINER IST ALLEIN AUF D. WELT. DAS IST DAS SCHICKSAL. GUT, SCHLECHT + WUNDERSAM. WERDEN WUNDER (+ANTI-WUNDER) GESTREUT, GESÄT VON DER BEWEGUNG, DEM BEWEGEN V. ALLEM + ALLEN. EIN FREIPLATZ. MITTEN DRIN. LIEGE ICH IM MEER, LASSE MICH TREIBEN + SCHON HAUT MIR EINE SCHNELLE WELLE VON HINTEN AUF DEN KOPF. UND DANACH GLEICH NOCH EINE. UND DANN LASSE ICH MICH TRAGEN, WERDE GEGEN MEINEN WILLEN EINFACH GETRAGEN (KRAFT) + SCHON FLIEGE ICH AM ANDERN ENDE - AM STRAND - WIEDER HINAUS. UND GEHE “ENTERO”, GANZ, WIEDER ZU MEINEM BADETUCH. DEM MEER BIN ICH EGAL - ICH BIN MIR NCIHT EGAL. 11 UHR 30. 36º. ALLES KLEINE MEERESKISTEN. DAS LEBEN IST VOLLER KLEINER MEERESKISTEN. ALLES GUT VERPACKT: DIE MEERESKISTE, DIE SONNENKISTE, DIE HIMMELSKISTE, STRANDKISTE. KISTENKISTE …

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DIE SCHWITZKISTE. DIE HUNGERKSITE. CÓRDOBA, DIE PFANNE SPANIENS. DIE GANZE NACHT ÜBER: 32º. TAGSÜBER 42º. DAS IST ZUVIEL. FÜR MICH. WENN ES NACHTS NICHT ABKÜHLT. WOCHENLANG. JETZT KOMMT DIE NACHT + ICH KÖNNTE GUT ARBEITEN, WEIL ES KÜHLER IST (KAUM). ABER DIE TAGES- ABER DIE TAGESHITZE — HABE ICH ÜBERALL KLEINE ZECKEN STECKEN? SOO KLEINE - DA KANN MAN WIRKLICH NICHTS DAGEGEN TUN - DA IST MAN REAL MACHTLOS! - SO KLEIN! -PARANOIA! NA, BRAVO. JETZT JUCKT + KITZELT ES MICH ÜBERALL. UND JETZT EINE MIT FLÜGELN GESEHEN. ALSO: DIE TAGESHITZE ERMÜDET. DAS WOLLTE ICH SAGEN. ANGEFANGEN, ANGEFANGENE TEXTE DURCHZUSEHEN + NATÜRLICH AUF KEINEM GRÜNEN ZWEIG GELANDET. “CÓRDOBESER TAGEBUCH” - KLINGT GUT. DI, 18.07.06, 8 UHR MORGENS. DRAUSSEN: 28º + WIND (BRISE). DRINNEN: 30º + STICKIG (MOSKITONETZE - BILLIGVERSION, MIT PLASTIKFOLIE AUF FENSTERRAHMEN GEKLEBT, ANSTATT IN HOLZRAHMEN, ABNEHMBAR). ERSTICKUNGSANFALL: REISSE DIE NETZE OBEN HERUNTER, DAMIT LUFT INS HAUS KOMMT. MIT LAUFENDEM VENTILATOR. GESCHLAFEN. + NASSEM HANDTUCH ALS KOPFKISSEN.
MAROKKAN. TASSE, DIE MOSQUITOS VERGRAULT (KATZENTÜR): IST MIT TEER BEMALT. ANSTRENGENDE HITZE, WEIL ES NACHTS KAUM/WENIG ABKÜHLT. EINES D. KÄTZCHEN HAT EIN VON DER SONNE VERBRANNTES BEIN.

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JETZT- 9 UHR - IST ES BEWÖLKT. SEIT WOCHEN REGNET ES KEINEN TROPFEN. MITTLERWEILE AUCH DRAUSSEN 30º. VOR TAGEN EIN “TROCKENES” GEWITTER: BLITZE, GROLLEN, EIN KLEINERER WALDBRAND - ABER KEIN TROPFEN WASSER. VIELLEICHT HEUTE. PARADOX: ES SIEHT SCHÖN AUS, WENN ALLES VERBRANNT IST. HERRLICHES GELB. ANDERERSEITS “GIESSE” ICH WIE VERRÜCKT: BÄUME, STRÄUCHER, ALLES WAS NOCH “IRGENDWIE” GRÜN IST: SCHATTEN, KÜHLUNG. DAS GERÄUSCH DER ZIKADEN IST UNGLAUBLICH LAUT + EINDRINGLICH, WIE EIN MOSQUITONETZ, DAS SICH UNSICHTBAR ÜBER ALLES LEGT, EINEN DEN REST DER GERÄUSCHE WIE DURCH EINEN SCHLEIER “HÖREN” MACHT. EINE DER ZWEI, DIE IM MOMENT IHR STUMPFES KREISCHEN REIBEN - JETZT DOCH AUCH DIE DRITTE KURZ VON WEITER UNTEN (ZWEIT-, DRITTSTIMME) - MUSS DIREKT VOR MIR, IM NUSSBAUM SITZEN - ICH FINDE SIE ABER NICHT. JETZT FALLEN (WIE DURCH LÖCHER IM ZIKADENNETZ) EINE ZIEGE + ZWEI HÄHNE “EIN”. ALS LIEFERTEN DIE - JETZT ZWEI - (HÖLLENLÄRM) DEN GRUND, DEN TONTEPPICH, AUF DEM ALLE ANDEREN JETZT GEHEN KÖNNEN. VORHER WAREN SIE ALLE SO GUT WIE STILL. KREISCHENDES METALL. ICH SITZE MITTEN IN EINEM LAUTEN BILD. UND SICHERE MEINE “BEREICHE”: BASTLE MOSQUITONETZE, VORHÄNGE (UM NACHTS DIE TÜR ÖFFNEN ZU KÖNNEN) FÜR DIE TÜR, BAUE SONNENSCHUTZ FÜR DIE KATZEN, FÜR DIE PFLANZEN … 11 UHR. DAS HAUS WIRD GESCHLOSSEN, DAS THERMOMETER IST BEI 34º. DIE URALTE AIR-CONDITION-MASCHINE (LÄRM) RETTET. SONST KÖNNTE MAN HIER GAR NICHT “SEIN”. (IM HAUS BEREITS 37º). UND DAS, OBWOHL ES BEWÖLKT IST, DIE SONNE

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GAR NICHT DURCHKOMMT. HEUTE. DAS RAUSCHEN DES GEÖFFNETEN + SICH VERBREITERNDEN KÜHLSCHRANKS - HIER HEISST ER AUCH “NEVERA” - NIEVE= SCHNEE - MACHT OPTIMISTISCH. (DER KÜHLSCHRANK HEISST SONST “FRIGORIFICO”, WAS MEHR ALS “KÜHLEN” IST - EHER “EINFRIERER”). ARBEITEN (DENKEN?) IST IN DER HITZE WIRKLICH SCHLECHT MÖGLICH. WARUM EIGENTLICH? DIE HITZE “DRÜCKT”, SENKT DEN BLUTDRUCK. ALLES WIRD LANGSAMER. AUCH DAS HIRN SCHEINT ZU VERFLIESSEN, DIE “KONTAKTSTELLEN” ZÜNDELN NICHT RICHTIG, DIE SPANNUNG VERPUFFT. 37º DRAUSSEN + GANZ GRAUER HIMMEL. DAS GELB DER FELDER IST INS BRAUN GEWANDERT. DIE ZIKADEN SCHWEIGEN. NIEMAND SAGT “NICHTS”. WEDER DIE ZIEGEN NOCH DIE HUNDE NOCH DIE HÄHNE. NUR DIE AIR-CONDITION-MASCHINE RAUSCHT, PULSIERT - WIE MEIN EIGENES BLUT. - WOZU SCHREIBT MAN IM DEUTSCHEN EIGENTLICH HIER “EIGENES”? - “MEIN BLUT” WÜRDE DOCH GENÜGEN. EINE BETONUNG, OHNE “GROSS” MEHR SAGEN ZU WOLLEN. WÜRDE EIN SPANIER “MI (PROPIA) SANGRE” SAGEN, HIESSE DAS MEHR ALS DAS WAS ICH DAMIT SAGEN WOLLTE. BEZUG AUF “NATIONALISMUS” O. ÄHNLICHES. JETZT BELEUCHTET DIE … DIFFUS HINTER DEN WOLKEN SCHEINENDE SONNE DAS BLATT. UND SOFORT BEGINNEN DIE ZWEI ZIKADEN ZU KREISCHEN. 37º. TEMPERATUR - STARTSCHUSS FÜR DIE? UND ICH DACHTE, DIE AIRCOND.MASCH. HÄTTE SIE EINGESCHÜCHTERT. JETZT 42º AUF DEM TISCH, AUF DEM ICH SCHREIBE - DIE SONNE IST IM BEGRIFF, “DURCHZUKOMMEN”, DURCH DIE WOLKEN ZU “BRECHEN”, AUCH MACHT DIE ZIKADE VOR MIR SELTSAME

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MUSIKALISCHE SCHLEIFTÖNE … KURVEN IM GESANG, ALS WÜRDEN DIE STIMMBÄNDER - DIE DES MENSCHEN - AUSGEDEHNT, WIE GUMMI AUSGEZOGEN. JETZT KRATZT SIE - WIE MIT EINER DICKEN NADEL AUF EINER METALLPLATTE. ICH WÜRDE SIE SO GERN SEHEN! SIE SITZT DIREKT VOR MIR IM BAUM + ICH SEHE SIE NICHT! JETZT WIEDER MEHR SYMPHONISCHES, CHORALES, MIT DER 2., DIE NÄHERGEKOMMEN SCHEINT. 41º. ZIKADEN ALS AUDITIVES THERMOMETER. EIGENTLICH MÜSSTE ICH SITZENBLEIBEN + IHRE GESANGSMODIFIKATIONEN JEWEILS MIT DER TEMPERATUR VERGLEICHEN. WIEDER 42º, DUETT. KURZE SCHLEIFTÖNE + GEKRATZE. JETZT HAT EIN NEUER CHOR LINKS, ca. 7 METER BEGONNEN. PLUS RECHTS, 4 METER. MEINE KRATZT. UND SCHIESST WIEDER LOS, NORMALER SYMPHON. GESANG. JETZT SCHWEIGEN, ZÖGERLICHES KRATZEN. NUR LINKSCHOR - DAS SIND MINDESTENS DREI, VIER. VOR MIR + RECHTS: STILLE. KRATZEN. ICH HABE SIE GESEHEN! ES SIND ZWEI, ABER SIE SCHEINEN VOLLKOMMEN UNBEWEGLICH! ODER DAS SIND NOCH ANDERE INSEKTEN. 44º - ICH WERDE INS HAUS GEHEN.
12 UHR. DRAUSSEN 48º IN BEWÖLKTER SONNE BADENDES THERMOMETER. IM SCHATTEN 37º. DRINNEN 31º DANK MASCHINE + VENTILATOR. WÄSCHE AUFGEHÄNGT - TROCKNET UMGEHEND. MAL SEHEN, OB DIE QUALITÄT DES
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GESCHRIEBENEN BEI DIESEN NIEDRIGEN TEMPERATUREN STEIGT. DAS DUMME IST NUR, DASS, HAT MAN ES ENDLICH “KÜHL”, MAN SO FROH DARÜBER IST, DASS MAN NUR DALIEGEN WILL + DIE KÜHLE GENIESSEN. ICH. 13 UHR BETTWÄSCHE LÄNGST WIEDER ABGEHÄNGT: HEISS. 10 MIN. LANG HINGELEGT, DEM VENTILATOR GELAUSCHT + DARÜBER NACHGEDACHT, WIESO ICH KEINEN SCHREIBANFANG FINDE. BLEIERN, HIRN, KÖRPER + GEIST, WAS IMMER DAS GENAU IST. DIE VENTILATORFLÜGEL DREHEN S. IM KREIS + WERDEN SELBST ZU DEM, IN DEM SIE EH SCHON SIND. IM KREIS S. DREHEN; JE SCHNELLER, UMSO MEHR KREIS SEIN.
13 UHR 30, ca. 31º, KONSTANT. OKAY, HUNGER

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MITTWOCH, 8 UHR MORGENS, DRAUSSEN 26º ERFRISCHEND. NACHTS IM GOLDSCHMIDT “FREUD WARTET AUF DAS WORT” GELESEN. GUT, WAS ER ZUR DEUTSCHEN SPRACHE SAGT: UNERSCHÖPFLICHE MÖGLICHKEITEN, ALLES MIT ALLEM ZU VERBINDEN, ZU KOMBINIEREN, DAS “DURCHSICHTIGE” DES DTSCHEN WORTSCHATZES, ZUR SYNTAX. S.90: “DAS BESTE ZUM SCHLUSS, SODASS MAN DEN SINN DES SATZES NICHT DURCH SEINEN ANFANG VERSTEHT WIE IM FRANZÖSISCHEN, SONDERN ERST DURCH SEIN ENDE.” ERINNERUNG AN MEIN ÜBERSETZEN DES SPAN. “HUNDELEBENS”: IM SPAN. WERDEN MEHRERE AKTIONEN + GEDANKEN GLEICHWERTIG HINTEREINANDERGEREIHT, OBWOHL SIE KAUSAL INEINANDER VERSCHACHTELT DASTEHEN MÜSSTEN. “AUFREGEND” FAND ICH DIE SPAN. ORDNUNG, KONNTE DAS ABER SO OFT NICHT STEHENLASSEN - IM DEUTSCHEN HÄTTE ES “FALSCH” GEWIRKT, OBWOHL ES AUF SPAN. “RICHTIG” WIRKTE. ALSO: DA WIRD SOZUSAGEN DAS “ZWEITE”, WAS DAS “DRITTE” IM SAZT ERKLÄRT (WARUM) HINTER DAS GESTELLT, WAS ES ERKLÄRT. DAS ZWEITE NACH DEM DRITTEN! IM SPAN. GEHT DAS, WEIL ALLES AUF EINER BEWEGUNG “RUHT”, ALLES WENIGER LINEAR VERLÄUFT. GOLDSCHMIDT, IN BEZUG AUF DAS FRANZÖSISCHE SAGT, DASS DAS ERGEBNIS, DAS, AUF WAS DIE AUSSAGE HINAUSLÄUFT, DAS “BESTE” EBEN IM DEUTSCHEN IMMER GANZ AM ENDE KOMMT - S.12: “ES IST, ALS OB MAN SICH ABMÜHTE, WIRKLICH ALLES ZU SAGEN, NICHTS IM UNKLAREN ZU LASSEN + SÄMTL. EINZELHEITEN PREISZUGEBEN (-) - DA IST SIE WIEDER, DIE BERÜHMTE GRÜNDLICHKEIT -…” UND WEITER, S.93: “… VIELLEICHT SIND DIE SPRACHEN IN GEWISSER HINSICHT ZWANGHAFTE SCHNEISEN.”
VIERNES, 21.07.06. DIE HITZEWELLE HÄLT AN, BREMST. UND ICH SORGE MICH UM DIE PFLANZEN, DIE KATZEN, BAUE SONNENSCHUTZ - KONSTRUKTIONEN FÜR ALLES MÖGLICHE. BEWÄSSERE DIE HAUSUMGEBUNG (OHNE ZU WISSEN, OB ES DER BRUNNEN ZULÄSST)

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GEGENÜBER HÄNGT EIN HANG AM HANG, MIT DER SUMME SEINER BÄUME. DIE GEBEN EIN BILD AB, DAS MIR HINTER DIE AUGEN SPRINGT, WO ICH ES GLEICH WIEDER ERKENNE. ALLES HÄNGT MITTEN IN DER HITZE - AM HEISSESTEN FLECK EUROPAS. EINE MISCHUNG AUS ZUFALL, SCHICKSAL + GEHEIMEM WUNSCH HAT MICH HERGEBRACHT. MITTEN IN DIESEN KOCHTOPF —- WO ALLE MEINE GEDANKEN VERDUNSTEN —-
GOLDSCHMIDT SAGT: “MAN BENUTZT SIE (DIE SPRACHE), IST SIE ABER NICHT.” (S.11). ICH BIN NICHT DIE SPRACHE, ICH BIN NICHT DER BAUM, DEM ICH WASSER GEBE, BIN ABER GLÜCKLICH, WENN ICH IHN MIT WASSER BESPRITZE, ALS KÜHLTE ICH MICH SELBST, WENN ICH IHN, DEN BAUM “KÜHLE”. “EMPATÍA” HEISST DAS AUF SPANISCH. ICH BIN GRÜN, ICH BIN DER HIMMEL, DAS MEER UND DIE SPRACHE. ICH WEISS NICHT. WEITER HEISST ES: “… ICH HÄTTE AUCH “IN” EINER ANDEREN SPRACHE GEBOREN WERDEN KÖNNEN; MEIN EINSSEIN IST GERADEZU DER BEWEIS FÜR DIE VIELHEIT D. SPRACHEN.” (S.12) - ICH WEISS NICHT! ICH GLAUBE, WÄRE ICH IN EINER ANDEREN SPRACHE GEBOREN, WÄRE ICH EINE ANDERE. ICH GLAUBE NCIHT, DASS MAN DIE SPRACHE, DIE EINER SPRICHT, VON IHM TRENNEN KANN. AUCH SPRICHT MAN SIE JA NICHT AN “EINEM LEEREN” ORT.

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17 UHR: ALLES DREHT SICH UM: ALLES WAS FRÜHER “GUT” WAR, IST JETZT KOMISCH. MIT DEN MENSCHEN, MIT DENEN FRÜHER ALLES LEICHT GING, HABEN SICH “KOMISCHE” PROBLEME EINGESTELLT. UND V.V. EWIGE FREUNDSCHAFTEN BEKOMMEN EINEN “KOMISCHEN” KNACKS. ALS OB MAN PLÖTZLICH JD. ANDERS GEWORDEN WÄRE. WAHRSCHEINLICH IST ES NUR DIE HITZE, DIE MICH SO “KOMISCH” SEIN LÄSST, JETZT.
AUF DER HITZWELLE REITEN

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19 UHR 30: TROTZ ODER WEGEN DER HITZE RAUCHE ICH WIEDER VIELZUVIEL. (UND ICH DACHTE, ICH WÜRDE RAUCHEN, WENN ES KALT + FEUCHT IST (VIEL), UM MICH IRGENDWIE ZU TROCKNEN). JETZT SCHEINT ES, ALS WOLLE ICH EHER IN RAUCH AUFGEHEN, MICH ÖFFNEN, IM RAUCH. ZU RAUCH WERDEN. DER GOLDSCHMIDT: SEHR BEGEISTERT VON SEINEM BUCH (BÜCHERN), ABER ES GIBT DOCH SCHWARZE PUNKTE DARIN. JETZT SIND MEINE NOTIZEN ZUM GS. VERSCHWUNDEN! DIE HITZE MACHT MICH JA GANZ BLÖD. ALSO, GS SAGT SO ETWAS WIE, DASS DAS DEUTSCHE IMMER ERST IM SATZ ALLES WAS ZU SEINER AUSSAGE FÜHRT, LANG + BREIT AUFLISTET. DAS FRANZÖS. KOMMT GLEICH ZUM ERGEBNIS, ALSO DER AUSSAGE. IM DTSCHN DER WAHN, ALLES ZU ERFASSEN + ABZUHANDELN. HIER DACHTE ICH, ABER DAS MUSS NICHT NUR EINE TOTALITÄRE MACHTSTRUKTUR SEIN. MAN WILL EBEN DIE GRÜNDE ANFÜHREN, WIESO MAN ZU DEM + DEM ERGEBNIS GEKOMMEN IST. RECHT-FERTIGEN GIBT HIER IHM + MIR RECHT: WÖRTLICH GESEHEN: SICH DAS RECHT “ZURECHTBASTELN”, VERFERTIGEN, WÄRE: DIE GRÜNDE ALLE (-) VORHER ANFÜHREN. WAS GS KRITISIERT, IST DER ANSPRUCH DER “DEUTSCHDEUTSCHEN” AUF REINHEIT (SPRACHE), ALS OB ES DIE “UR”-SPRACHE SEI, DEREN ALLE ANDEREN UNTERLEGEN SEIEN. DIE ILLUSION DER ERFASSUNG DER REALITÄT DURCH DIE SPRACHE. UND DAGEGEN KÄMPFE ICH JA AUCH. VERDAMMT, WO SIND MEINE NOTIZEN?
ANMERKUNG ZU SPANIEN: EIN LAND, IN DEM LASTWAGENFAHRER CAMARÓN HÖREN, IN DEM LOLA FLORES “PHARAONIN” GENANNT WIRD, MUSS MAN EINFACH LIEBEN. CAMARÓN: ZIGEUNER, FLAMENCOSÄNGER (AN HEROINÜBERDOSIS GESTORBEN). LOLA FLORES; FLAMENCOSÄNGERIN, ZIGEUNERIN, WILDESTE + WUNDERBARSTE FRAU, DIE ICH JEMALS SINGEN + TANZEN GESEHEN HABE. IN D. WÜRDE MAN BEIDE “NATUREREIGNISSE” NENNEN (ALLERDINGS DÜRFTEN DIE DEUTSCHEN NICHT WISSEN, DASS ES ZIGEUNER SIND …) Anmerkung beim Übertragen: und heutzutage, 2008, noch viel weniger meine ehemals heissgeliebten ITALIENER!!)
UND ICH: HIN + HERGERISSEN ZWISCHEN: ALLEM!

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22.07.06 sabado. 9 UHR- BEI 31º GESCHLAFEN PLUS AUFGEWACHT + SCHREIBE DIES. VORHER. ALS ERSTES KATZEN VERSORGEN, DANN PFLANZEN, DANN CAFÉ. TRINKEN. NEU-KONSTRUKTION FÜR “JACOBO”

DREHT
SICH WIE
EIN ZIRKUS-
ARTIST AUF DER
ERDE HIN + HER
DIE FRÖHLICHE “INTRUSO-KATZE”, DIE ESSEN-KISTE
IST AN BINDFÄDEN UNTER EINEM GARTENSTUHL
AUFGEHÄNGT, SCHWEBT IM FREIEN, SODASS
DIE AMEISEN NICHT DRANKOMMEN.
Korrektur: FRESSNAPF HEISST DAS AUF DEUTSCH +
NICHT “ESSEN-KISTE”.

JACOBO MUSS IN EINIGER ENTFERNUNG FRESSEN, WEIL SONST “UNSERE” KATZE BELEIDIGT IST. DAS TERRITORIUM MUSS KLAR SEIN, SONST GIBTS KRIEG. DER EINDRINGLING JACOBO SEINERSEITS VERSUCHT, DIESE TRENNUNG AUFZUHEBEN, IN DEM ER DAS FRESSEN FÜR DIE “CHINA” (CHINESIN), DER BRAUT DES “CHEFS” (CABALLITO, “PFERDCHEN”), DIE AN ZWEITER STELLE STEHT, AUCH FRESSEN WILL. DER “CHEF” FRISST AUS ALLEN TÖPFEN - DAS IST SEIN TERRITORIALRECHT. VERLIEBTE KATZEN: UNGLAUBLICHES BILD. EIN UNGLAUBLICH MENSCHLICHES BILD!
SO IST JACOBOS FRESSNAPF EINER, DER WANDERT (DER STUHL KANN VERRÜCKT WERDEN). DER NAPF DES “CHEFS” STEHT “FIX” IM HAUS. DER DER BRAUT IST AUSSERHALB DES HAUSES, ABER NAH BEI DER TÜR. /// FÜR KATZEN IST JEDER GAST EIN EINDRINGLING.

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MEINE NOTIZBÜCHER: SOVIELE GUTE SÄTZE: ABER WIE ORDNEN? ZERSPLITTERTES DASEIN, ZERSPLITTERTER “GEIST”, VERRÜHRT + IN DER IMMENSEN HITZE VERSCHMORT. DAS ZAUBERWORT HIESSE: ANFANGEN.
SEIN SUCHEN IN DEN TEPPICHT DES ANFANGENS AUSWERFEN - UM HALT ZU GEWINNEN. JETZT ERST EINMAL DIE ANGELRUTE ALLEIN GELASSEN: EINKAUFEN FAHREN, INS DORF “VILLARRUBIA” - DAS STÄDTCHEN DER BLONDEN? DAS FLACHSGELBE STÄDTCHEN? MÜLL WEGBRINGEN, WASSER AUS DEM BRUNNEN HOLEN, ZIGARETTEN, BROT + BLEISTIFTE KAUFEN. ZEITUNG KAUFEN. FIDEL CASTRO IST IN CÓRDOBA! IN ARGENTINIEN. GIBT ES AUCH EIN CÓRDOBA. DIE PETROLEUMSACHE. UND ICH DACHTE SCHON, ER WÄRE HIER. DER PAPIERWARENHÄNDLER HATTE NUR EINEN 6B-BLEISTIFT - WIE MAN SEHEN KANN. TRINKWASSER: EINE KOSTBARKEIT.

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SEIT WOCHEN, NEIN, MONATEN: KEIN TROPFEN GEFALLEN. DIE BÄUME + PFLANZEN HALTEN WAS AUS. STEHEN “MITTEN” IN DER SONNE, DEN GANZEN TAG. IN DER SONNE: 60, 70º. DIE SONNENBLUMEN LÄSST MAN EINFACH VERTROCKNEN. MITTLERWEILE SIND DIE KÖPFE BRAUNSCHWARZ. GERÖSTET, BEREITS AUF DEM FELD.
DER METALLENE VORHANG DES ZIKADENGESANGS, DER ÜBER ALLEM WEHT. BRISE AUS METALL. WENN IHR GESANG STÄRKER, LAUTER WIRD, IST ES, ALS WÜRDE SICH DIESE VIBRIERENDE BRISE IN RICHTUNG ERDE BEWEGEN. REALITÄT + WAS MAN DRAUS MACHT - NEIN - WIE MAN SIE ÜBERHAUPT ERST HERSTELLT.
JETZT SOLLTE ICH MICH DOCH ENDLICH AN DIE “GUTEN SÄTZE” MACHEN. (GUT? WEIL SIE RÄUME ÖFFNEN + NICHT SCHLIESSEN WIE ES DIE DER SIMPLEN FESTSTELLUNGEN + BESCHREIBUNGEN TUN - DIE MEISTEN HIER).
ABER: ZEICHENMACHEN, SETZEN, OHNE DABEI ETWAS SAGEN ZU MÜSSEN. BEHAUPTEN, KÖPFE AUFSETZEN. VERSCHIEDENE KÖPFE EIN + DERSELBEN SACHE AUFSETZEN. IIII WAS WÄRE ABER DIE EIN UND DIESELBE SACHE OHNE KOPF?

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UND WAS IST EINE SACHE MIT KOPF? EINE, BEI DER MAN SICH ETWAS GEDACHT HAT. EIN GROSSES WORT. UND WAS WÄRE DIESES ETWAS? DIE ZWEI ARTEN,, ETWAS ZU MACHEN: DIE ERSTE, MAN WEISS VORHER, WAS MAN SAGEN WILL + RICHTET ALLES DARAUF AUS, DIESES ETWAS, SO GUT WIE MÖGLICH DARZUSTELLEN. DIE ZWEITE, MAN MACHT ETWAS, OHNE GENAU ZU WISSEN, AUF WAS ES HINAUSLAUFEN SOLL, LÄSST SICH VON DEM LEITEN, WAS DA ENTSTEHT + ENTDECKT SO, MACHEND, WAS DAS GEMACHTE ANZEIGT (-EN KÖNNTE). BEI DER ZWEITEN HÄNGT MAN ALSO VOR SICH SELBST IN DER LUFT, WÄHREND MAN VERSUCHT, DIESES HÄNGEN ZU BESCHREIBEN, IRGENDEINEN KOPF DAFÜR ZU FINDEN. MACHENDES DENKEN + GEMACHTES DENKEN (DAS ERSTE)?
20 UHR 30: 38º DRAUSSEN. 31º DRINNEN + VENTILATORSTURM. HEISSE GEDANKEN + SUITE INGLESA VON BACH: SCHÖNES DUNKEL, WÄHREND DRAUSSEN ALLES BRENNT.
23 UHR: 34º DRAUSSEN. 31º DRINNEN + VENTILATORSTURM. AUF WENIGER ALS 31º SCHAFFT ES DIE ALTE AIRCOND.MASCH. NICHT. VENTILATORRREGEN AUS WIND. AUS GOLDSCHMIDT, S.105: “SCHON NIETZSCHE HAT DAS GESAGT. “DER DEUTSCHE IST BEINAHE DES PRESTO IN SEINER SPRACHE UNFÄHIG: ALSO, WIE MAN BILLIG SCHLIESSEN DARF, AUCH VIELER DER ERGÖTZLICHSTEN UND VERWEGENSTEN NUANCES DES FREIEN, FREIGEISTERISCHEN GEDANKENS. SO GUT IHM DER BUFFO UND DER SATYR FREMD IST, IN LEIB UND GEWISSEN, SO GUT IST IHM ARISTOPHANES UND PETRONIUS UNÜBERSETZBAR. ALLES GRAVITÄTISCHE, SCHWERFLÜSSIGE, FEIERLICH-PLUMPE, ALLE LANGWIERIGEN UND LANGWEILIGEN GATTUNGEN DES STILS SIND BEI DEN DEUTSCHEN IN ÜBERREICHER MANNIGFALTIGKEIT ENTWICKELT” (Jenseits v. Gut u. Böse).

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23.07.06, Domingo. 10 UHR; 38º VOR DER TÜR. WIDERLICH! AUCH DIE KATZEN SIND GEREIZT, AGGRESSIV. AUCH ICH. NICHT ZUM AUSHALTEN. NACHTS MEINE “LAGE” ÜBERDACHT: RESULTAT: ALLES ZUM KOTZEN. FINDE KEINEN SCHREIB-ANFANG, TREIBE IM LEEREN, IM KONFUSEN, KEINE BEGEISTERUNG, KEINE WUT AUF NICHTS. AUF NICHTS? AUF DIE HITZE, JA. EIN HITZEBUCH SCHREIBEN, DAS SO HEISS WÄRE, DASS MAN SICH DIE FINGER VERBRENNT, WENN MAN ES ANFASST. IM AUGENBLICK SIND ABER MEINE HÄNDE ZU HEISS, UM ETWAS DERART ANSPRUCHSVOLLES ZU TUN. SCHÜTZE DIE PLÄTZE DER KATZEN + PFLANZEN:
DIESE SONNE IST WIRKLICH UNBARMHERZIG + UMGIBT DIE NERVEN WIE EINE ZWANGSJACKE. NACHRICHTEN - WETTERBERICHT: “DIE TEMPERATUREN STEIGEN WEITER”. 22 UHR 30: 32º VOR DEM HAUS. HABE ABER MIT (Caballito+La China) EINE RUNDE UM DAS HAUS GEDREHT - ES GEHT EIN WIND … WIE ICH MIT DEN BEIDEN-WUNDERSCHÖNE STIMMUNG. JACOBO WAR HEUTE DEN GANZEN TAG NICHT DA. … DIE FARBE DER VERBRANNTEN FELDER BEI SONNENUNTERGANG - NEIN, SIE WAR SCHON UNTERGEGANGEN, ABER “IRGENDWO” WAR NOCH “LICHT” - FÄRBTE DIE FELDER GELB-BRAUN-LILA. EIN “MAGISCHER MOMENT”.

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ALLES OLIVENBÄUME. UND LICHT, DAS SICH IN FARBE VERWANDELT. WENN ICH JETZT CEZANNE ODER VAN GOGH SEIN KÖNNTE - DANN? WÜRDE MAN BESSER WISSEN, WAS ICH GESEHEN HABE.
UND DIE KATZEN (CABALLITO “MURRTE” VERÄRGERT, ALS ICH PLÖTZLICH AUFSTAND - ICH WEISS NCIHT, WARUM ICH PLÖTZLICH AUFSTAND - ER SCHIEN GENAUSO VERSUNKEN IN ALL DIESER SCHÖNHEIT WIE ICH). HABEN KATZEN EIN GEFÜHL FÜR SCHÖNHEIT? NICHT, HEISST ES - VIELLEICHT WAR ES DIE RUHE, DIE HERRSCHTE …
27.07.06. JETZT IST NOCH EIN SCHÖNER, WEISSER HUND GEKOMMEN! HUNGRIG WIE — VERSUCHT, DIE WENIGEN TROCKENEN GRÄSER ZU FRESSEN. GEBE IHM KATZENFUTTER - IM NU VERSCHLINGT ER DAS HALBE PAKET. UND DANN KOMMT NOCH EIN HUND, EIN NETTER, BRAUNER. UND JETZT BESETZEN SIE DAS HAUS. DIE VERMIETER KOMMEN + ERZÄHLEN, DASS DIE HUNDE BEI IHNEN AUCH ALLES GEFRESSEN HABEN. LEUTE, DIE IN URLAUB FAHREN + DIE HUNDE EINFACH AUSSETZEN. SO GIBT IHNEN NIEMAND NICHTS. UND WENN, WIE ICH, DANN

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Gundi Feyrer

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“Tabu” und Toteninsel : Peter Rühmkorf und Gerhard Meier sind tot



||| WER WÜSSTE WORTE | PETER RÜHMKORF SPRICHT “TABU” | GERHARD MEIER : DER “TOTENINSEL” WEGE UND WOGEN

WER WÜSSTE WORTE

czz-pikto-blind-fuer-todWo eigene Worte fehlen , retten wir uns ins Zitat :

Schaut nur nicht so bedeppert in diese Grube.
Nur immer rein in die gute Stube.
Paar Schaufeln Erde, und wir haben
ein Jammertal hinter uns zugegraben.

“Das lassen wir uns gesagt sein , “, schrieb Patrick Bahners in der FAZ und

das können wir jetzt gebrauchen , dieses Blatt aus dem letzten Gedichtband von Peter Rühmkorf , wir halten es uns vor die Augen. Wir lassen lieber niemanden sehen, wie wir jetzt daherschauen, nachdem die traurige Nachricht eingetroffen ist, mit der man hat rechnen müssen: Peter Rühmkorf ist gestorben.

Wissen um Krisen , Einsicht in die unentrinnbare Einsamkeit des Schreibenden sowie eine nie nachlassende Neugier auf die Welt in ihrer Gegenwart und Gesellschaft , sei’s im Jetzt , in der Utopie oder im Vergangangenen : Dabei konnten die sprachlichen und thematischen Quellgebiete , aus welchen der “Poéte engagé” Peter Rühmkorf und der stille Dichter Gerhard Meier kaum gegensätzlicher gewesen sein . Innert knapp vierzehn Tagen haben uns der 80jährige Rühmkorf und Gerhard Meier ( zwei Tage nach dem 91. Geburtstag ) zurückgelassen .

Bleibt das Werk uns vor Augen und dessen Stimme( n ) im Dunkel des Innenohrraums : in|ad|ae|qu|at bringt zwei kleine Mémoires aus den zurückliegenden Jahren .

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PETER RÜHMKORF SPRICHT “TABU”

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Es kann zur “Festschrift in eigener Sache” geraten oder zum fortgesetzten “Testament” : Als Peter Rühmkorf sich im April 1971 zur Anlage eines Tagebuchs entschloss , wusste er um die Versuchungen und möglichen unerwünschten Nebenwirkungen des Genres . Was der Augenblick dem intimen Chronisten diktiert , läuft stets Gefahr , zur peinlichen Halde von Hybris und Hypochondrie aufzulaufen .

Als Alleinausbeuter der eigenen Person und deren Empfindlichkeiten blickt sich der Schriftsteller beim diaristischen Unterfangen doppelt über die Schulter : Seine Chronologie der Lebenswellen , sein Logbuch der Flauten muss dem Anspruch der Authentizität im sprachlichen Jetzt nicht minder standhalten als einer literarischen Lektüre durch die Nachwelt . Indes erweisen mittlerweile zwei - unter dem doppeldeutigen Titel “Tabu” publizierte - Tranchen aus Rühmkorfs gross angelegter Lebens- und Zeitmitschrift , dass dem Akrobaten der poetischen Skepsis ein eminenter Beitrag zur Tradition des “europäischen Tagebuchs” ( Gustav René Hocke ) geglückt ist . ( cont’d )

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GERHARD MEIER : DER “TOTENINSEL” WEGE UND WOGEN

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Gehen und Sehen , Sehen und Denken , Denken und Sprechen , Sprechen und Schreiben : Wer – wie der eminente Erzähler Gerhard Meier – die Welt im Schritttempo betritt , der mag im Kleinen das Grosse erkennen , im Wiedererkennen die Veränderung , in den Wandlungen die Schichtung von Geschichten .

Achtzig Jahre kennt und nennt dieser literarische Seher sein Heimatdorf Niederbipp als poetisches Quellgebiet . Im aufmerkenden Umhergehen weitet sich das Lokal zu einem Kosmos von Gedanken und Assoziationen aus Literatur , Musik und Kunstgeschichte . Letzteres gilt insbesondere für den Roman “Toteninsel” , 1979 erschienen als Auftakt zu jener Tetralogie , wo sich der Bewusstseinsstrom des Wahrnehmenden in eine Doppelperspektive auffächert .

Baur spricht , sein Freund Bindschädler berichtet , kommentiert und spinnt das Berichtete weiter , bis ( wie auch in “Borodino” , der “Ballade vom Schneien” und “Land der Winde” ) Baur einen frischen Gedankenkreis zieht . Die Dynamik des Gehens gibt den Rhythmus der Rede , die Dialoge Takt und Melodie . ( cont’d )

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( Max Klinger nach Arnold Böcklin :Die Toteninsel | Radierung und Aquatinta , 1890 )

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Salon Littéraire | Dieter Sperl : DIARY SAMPLES II



Literatur @ in|ad|ae|qu|at : Der SALON LITTÉRAIRE als www- Galerie für Bild und Text

Salon Littéraire | Dieter Sperl :

DIARY SAMPLES II

Copyright_Dieter Sperl

DIARY SAMPLES ist eine Ansammlung von Tagebuchaufzeichnungen; Gedankensplitter aus verschiedenen Begegnungen, Lektüren, werden nebeneinander gestellt, Zitate und Aphorismen mischen sich ein, Impulse, Wünsche, Ideen, Anregungen, Träume, Assoziationen und Intuitionen, sie schwingen miteinander, greifen sich an oder fordern sich wechselseitig heraus, schaukeln sich hoch, um vielleicht im nächsten Moment abzustürzen. Man kann auch bloß einzelne Teile befragen, sich darin vertiefen oder in nachlässigen, von Zufall bestimmten Lesebewegungen nach vorne und zurück switchen, oder mag versuchen, die semantischen Standorte der Einzelstücke, ihre diesbezüglichen Bewegungsmöglichkeiten und Wirkungsgrade in einem selbst auszukundschaften, um möglicherweise damit die Flugbahnen der eigenen Existenz variieren zu können.

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Einen Liter Wein gestern im Adlerhof, die Wiener Austria gewann 1:0 gegen Real Saragossa, der GAK gegen Wronci aus Polen gar mit 3:1. Ein Mann saß direkt beim Tresen auf einem Holzstuhl, trank ein Glas Wein, schlief ein und pisste sich die Hosen voll. Ein etwa fünfundvierzig jähriger Stammgast zeigte mir das Herkunftswörterbuch, welches er dem Adlerhof geschenkt hatte. Irgendwie kamen wir auf das Wort
überkandidelt zu sprechen. Kandieren, Früchte einzuckern, wurde im 17. Jh. dem von it. candi abgeleiteten verb it. candire einzuckern nachgebildet. Der Wirt und Besitzer des Adlerhofs wischte die Pisse weg, und der Mann blieb einfach verloren sitzen. Kurze Zeit später muss er – unbemerkt von uns – aufgestanden und nachhause gegangen sein.

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Marille.

Du trägst schon fast jeden Tag eine andere Maske, um schließlich überhaupt nichts mehr zu verbergen, wenn du so weiter machst.

Ekstase: wurde im 16. Jh. aus dem kirchlat. Ecstasis (griech. Ekstasis, das Aus-sich-heraus-Treten, die Begeisterung) entlehnt. Als der berühmte christliche Zen-Meister Pater Lassalle seinen Zen-Meister, der das Erlebnis der Erleuchtung schon zwei oder drei Jahre nach seinen ersten Exerzitien hatte, fragte, ob man selbst mit Sicherheit feststellen könne, dass man die Erleuchtung erhalten habe, lachte dieser und antwortete: “Selbstverständlich. Man sieht hundertmal mehr als vorher.”

Kôsen Imakita: “…ich war wie tot…ein unbegrenztes Licht strahlte in mir…wie einer, der von den Toten auferstanden ist…da verstand ich alles…” Dôgen: “Leib und Seele sind mir ausgefallen.” Alles, was den Menschen ausmacht, ist also fort, verschwunden, es strahlt ein als unbegrenzt wahrgenommenes Licht, und es wird gesagt, dass sich in solchen Momenten die ursprüngliche Gestalt des Menschen zeige (Jap.
Kensho / Wesensschau). Sie ist ein Erlebnis des Absoluten und Unbegrenzten. Wie dies allerdings vorherrschend ausformuliert wird, hängt von der Artikulations- und aus der spezifischen Kultur kommenden Konstruktions- und damit einhergehend der Rezeptionsfähigkeit des einzelnen ab. “Die Erleuchtung kann an sich jeder Mensch haben, wenn er nur den richtigen Weg dazu geht. Sie ist in sich weder buddhistisch noch christlich noch mit einem anderen religiösen Erkenntnis notwendig verbunden. (…) Die Erleuchtung ist die Inbesitznahme einer geistigen Kraft, die jeder Mensch in sich hat, die ihm aber bisher verborgen war und daher nicht zur Verfügung stand. (…) Jeder benutzt dieselbe Kraft und vertieft und verstärkt damit seine Weltanschauung. Oder aber auch die Erleuchtung ist eine Intuition, eine intuitive Einsicht in den Wert unseres eigenen geistigen Wesens, ein Innewerden unserer eigenen Wirklichkeit…”

Ziemlich erschlagen aufgewacht, hatte M. im Traum immer etwas Marihuana in ihrem Hosensack, von dem sie hin und wieder naschte. Irgendwann hatte sie gesagt: “Die Strasse zur Anarchie ist heiß und staubig,” und schon war sie voller umtriebiger Aufgewecktheit. Wieso, fragte ich mich. Was spricht ein solcher Satz in ihr an? Ihre schundige immer schon auf staubigen Strassen daher geschlürfte undeutliche Lust gepaart mit einer schlechten Witz-Sucht? Und der Witz seinerseits befreit sie momentlang von den Logistiken der ihr entgegenkommenden Sach- und Verhaltensaufführungen, und für einen Augenblick befindet sie sich beinahe in einer Freiheit aufgehoben ? Alle Programme wären ausgefallen, niemand dächte an Havarie, sie befände sich im unendlichen Weltraum und hätte keine Angst, die in eine Zukunft dächte, die irgendwohin wollte, und könnte ihr Gesicht sorgenlos dem Wind anvertrauen? Oder alles wäre sich selbst anvertraut? Oder ich kapiere einfach nichts, und wieder tritt irgendein Programm aus dem wesentlichen Himmel direkt in mich hinein, reisst mir dir Hose runter und nimmt mich einfach, was möglicherweise sozialisationsgeschichtlich gesehen nicht allzu schwer erklärbar wäre, hätte man mehr Daten von mir?

Der Schriftsteller hatte begonnen, alle seine bisher getätigten Aufzeichnungen immer wieder zu lesen, weil er mit seinen darin verwendeten Ausdruckskräften nicht zufrieden war. Er arbeitete ausschließlich an sehr kleinen Sequenzen. Der Schriftsteller schrieb: Haus der Künstler. Maria Gugging. Fast gegenüber des Gebäudes: Zwei schon in den Winter geschickte Tennisplätze, Tennismeisterschaften für offenes Bewusstsein.

Von: ELTERn
HALLO IHR LIEBEN. ENSTATION RABAC. HEUTE RUBIN UND PULA. ESSEN UND WEIN
S. GUT. LB.GR.

Die TV-Station im Hintergrund meines Glücks erzählt von den Biografien der Fußball-Stars von Real Madrid, die zur Zeit von ihren expliziten Gegnern eher vorgeführt werden, aber sich nichtsdestotrotz dem Fernsehen verpflichtet fühlen. Ich bilde mit mir zusammen ein Ereignis, das aus der Leere kommt und eine bestimmte historische Wirklichkeit durchmisst, bevor es sich wieder zurückzieht, und der Marktplatz liegt allein in seiner Stille und trägt.

Copyright_Dieter Sperl

Mit nur wenigen Strichen auf einem Blatt Papier ein Gesicht erscheinen zu lassen, das von uns sogleich veröffentlicht wird, um sich Sekundenbruchteile später wieder zu verflüchtigen: Walter Schachner, der Trainer des Fußballvereins GAK, hat nach der 0:3 Niederlage seine Vereins gegen die Glasgow Rangers behauptet, dass seine Mannschaft, auch nach internationalen Maßstäben, bis zum Null zu Eins eine wirklich reife Leistung geboten hätte. Allerdings hätte sich im Anschluss daran Klasse und Qualität durchgesetzt . Der GAK hätte nur dann eine wirkliche Chance gehabt, wenn er sein Spiel über 90 Minuten hätte durchziehen können.

Ich hatte gestern Nacht eine Erleuchtung oder ich hatte einen Traum, in welchem ich eine Erleuchtung hatte, oder ich sprach einfach zu mir, dass ich eine Erleuchtung habe, ich war wach, sprach zu mir, das ist jetzt eine Erleuchtung , fühlte einen warmen Flow, der durch mich hindurch ging und sich ausbreitete, ich sagte, ich habe jetzt eine Erleuchtung, wusste zugleich, dass die Erleuchtung dem Körper entsprungen war.

An die Zeit meines Vaters: ich musste fünfzehn oder sechzehn gewesen sein, und mein Bauch hing bis zum Boden, wo die Zypressen wohnten, und ein Bauer im Kittel lief vorüber…

…dieses wilde ansatzlose Erzählen.

Der Basketballspieler Larry Bird von den Boston Celtics, der für einen Werbespot springen und einen Fehlwurf vortäuschen sollte, traf neun mal hintereinander den Korb, bevor er sich dazu durchringen konnte, danebenzuzielen.

Das Gehirn ist mehr an Wechsel und Bewegung interessiert als an statischen Phänomenen, so lassen sich immer mehr Durchschnittsbürger im Bann der Society-Prominenz in neue Lust- und Erkenntnismodelle einüben.

Ich befinde mich immer im Jetzt, auch wenn mir die Vergangenheit oder die Zukunft oftmals einen Vogel auf den Kopf setzt, erscheine ich permanent am Ausgang der Höhle, die im Halbdunkel hinter mir liegt, und wenn der Zen-Meister Claude Durix von seinem Meister Sengoku Roshi eines Abends im Kloster Obaku-San Manpuku-ji eine Schriftrolle geschenkt bekommen hat, auf welche zwei Fische gezeichnet sind, heißt das: Augen offen halten, sich niemals rückwärts bewegen, praktisch nie schlafen, zwei Fische, die dem Geschenk in ihrer absoluten Wachheit keine Richtung geben. Aber tun wir das in gewisser Weise nicht alle? Sind wir nicht genauso wach? Sind unsere Sorgen nicht bloß abstraktere Formen dieser Wachsamkeit, auch wenn sie bisweilen ununterbrochen herumwandern in Gehirnen, in denen, wie uns manchmal scheinen mag, zu viele Wege wichtig geworden sind.

“Sorgen kommen nicht als einzelne, sie kommen in ganzen Bataillonen, Gezeitenkräfte, Gebirgsketten, Eiszeiten, überforderte Politiker und Beobachter, und die Apokalypse bringt nun Blut und Zerstörung auch in den entferntesten Teil der Welt, den wir zu schätzen gelernt haben, seit wir dort unsere exotischen Ferien verbringen.”

“Warum sollte ich wach sein, wenn die Zeit wie ein Blitz vergeht?”

Claude Durix erzählte diesbezüglich, sein Meister habe einmal in einem Gespräch gemeint, er solle sich, soweit es ginge, keine Sorgen machen, einfach im Augenblick leben, welcher unendlich wäre, auch wenn die Zeit wie ein Blitz verginge. Alles, was gesagt worden sei, und alles, was noch gesagt werden würde, besäße weder Raum noch Zeit, es befände sich im inneren Leben, welche keine Grenzen kenne, in diesem Inneren jetzt, das niemals zu hoch gegriffen sei.

Den Sturm
treibt kein Verhängnis zur Eile

Doris und Susanne wollten mich besuchen. Es war ein schöner Tag, als sie die Strasse verließen und einen schmalen Weg entlang gehen mussten. Schließlich kamen sie zu einem großen Haus, in welchem ich wohnte. Dieses befand sich inmitten der Stadt, gleichzeitig aber auch außerhalb. Es stand auf einem Hügel, und man konnte viele kleine Häuser sehen. Als sie eintraten, verwandelte es sich in ein Schulgebäude, in welchem unzählige Tafeln herumstanden. Auf einer dieser Tafeln, die allesamt sehr schön geschmückt waren, stand geschrieben: Nur für Anfänger! Einige Birken waren vor dem Gebäude. Es regnete in langen Strichen, als hätte ich absichtslos das Universum geküsst, und alle meine besonderen Interessen waren plötzlich in einen Schweigmarsch getreten.

Leider ist mir heute nur eine Ahnung von meinen Träumen geblieben, eine Stimmung, Strömung, wie entrückte Wege am Horizont, etwas, das gerade um die Kurve ist, ein Regen, der augenblicklich aufgehört hat, und man sieht auf den leeren und absolut klaren Himmel. Und die jetzt
zugänglichen Strassen sind fast menschenleer.

Blumen sammeln an der Donau /
Sehr früh aufstehen /
Gehen /
Atmen /

So viele Dinge sind als Kelche getarnt an uns vorüber gegangen, dachte der Schriftsteller für einen Moment, knapp vor Einbruch der Dunkelheit, kalter Novemberwind, kräftige, ihn wärmende Stille in seinem Inneren und leichter Regen. Shakyamuni Buddha sagte: “Ohne einen Schritt zu tun, kommen wir bei unserer Bestimmung an.”

Alles was sie tun, scheint total durchorganisiert und minuziös geplant zu sein. Sie konsumieren mehr Tiere als alle anderen Fleischfresser auf der Erde zusammen. Das Individuum gilt ihnen nichts, der Superorganismus fast alles. Und sie verständigen sich so unglaublich schnell und in der Tat unmissverständlich .
Gewinnfrage: Wer ist die heimliche Weltmacht auf diesem unseren Planeten?

Die unerbittliche und scheinbar gemeinnützige Gedankenkraft meiner Vorfahren drängt manchmal durch meine Anwesenheit, dann kremple ich die Ärmel hoch und nehme eine Schaufel in die Hand.

Die Schritte, wo auch immer sie mich hintragen, achtlos und aufmerksam in Schwebe haltend, weisen und unterweisen mich stets auf das Nötigste.

Schreiben ist vielleicht die genauste Bewegung, die am weitesten von mir absieht.

Der Blick in unsere antrainierte Meinung ist so eindeutig definiert, dass wir mögliche Unstimmigkeiten nicht zur Kenntnis nehmen und den Augenschein unterdrücken.

“Hast du dich manchmal nach einer Frau gesehnt, nach Kind und Familie?”
“Zumeist dachte ich in brennenden Filmausschnitten, nur hin und wieder gelangte auch ein Weihnachtsabend in mich, damit gleichzeitig ein weicher und lautloser Schneefall, der tatsächlich bis zum heutigen Tag niemals mehr aufhörte. Diese Ahnung einer längst verlorenen Zeit. Peter Rosegger wanderte irgendwo mit seiner Laterne in der Winternacht. Im Haus waren alle Lichter an. Die Familie saß beieinander und wartete,
obwohl, eigentlich, wenn ich mich recht erinnere, wartete niemand, es gab nichts zu warten. Wir waren wie die Kerzen am Christbaum, die eine zeitlang zusammen brannten, bis sie - eine nach der anderen -, manche gleichzeitig, verloschen.”

“Je größer die Hoffnungen, umso gelungener ihr Sturz, der freie Fall, eine Katastrophe nach der anderen.”

Jeder Fernseh-Polizist belebt ununterbrochen seinen glaubhaften Gerechtigkeitssinn durch den vermehrten Einsatz unvergesslicher Szenen…

Fast zwangsläufig bleibt man häufig allein in den internationalen Straßenschluchten und Hotelzimmern, hängt sich Neonreklamen um den Hals, trinkt einen Espresso, und je mehr du gedenkst, dem Tod davonlaufen zu können, desto überzeugter ist er hinter dir her.

Immer waren da Einflüsterer, die mir die Welt erklärten, und ich kam mir sofort unnütz vor, und beschränkte mich darauf, das Eingeflüsterte weiter zu sagen. Die meisten dieser Einflüsterer wollten mich - im Hinblick auf ihre wohl erworbenen Wertvorstellungen und Lebensziele - nur besser und richtiger machen, und ich spürte jedes mal den Morgen einer neuen Mutlosigkeit herauf ziehen.

“Du und ich, wir bilden zusammen ständig ein ernst zu nehmendes Ereignis, wenn wir uns am Marktplatz treffen mit unseren Eigenheimen.”

“Aber im Kampf kommen wir letztlich immer in der Gegenwart an, die oftmals unsere Heimat genannt wird und alle für unser Leben nötige Kraft bereithält, auch wenn wir den Kampf verlieren mögen.”
“Da schiesst einer im Dunkeln einen gewaltigen Pfeil ins Dickicht, nachdem der Räuber längst geflohen ist.”

OLD SUN / auch der kalte Winter mit seiner Klarheit und Kindheit / naseweise.

Letzte Nacht reichte mir ein Geist seine Hand durch ein ebenerdig gelegenes Küchenfenster. Ich streckte ihm die meinige entgegen, als ich plötzlich aufgebracht realisierte, dass ich mich wehren musste und so sandte ich alle mir möglichen Abwehrkräfte durch meinen rechten Arm, um den Geist zurückzudrängen. Dafür war eine enorme Kraftanstrengung nötig. Vor dem Haus lag eine Regenrinne, die aus einem ausgehöhlten
Baumstamm bestand. Im Wasser konnte ich den Geist sehen. Solche Regenrinnen gab es, als ich noch ein Kind war, häufig auf dem Land. Sie wurden auch als Tränken für Kühe und Wild gebraucht. Davor erzählte ich einer Frau, der ich noch niemals zuvor begegnet war, dass ich eben erst die Nase meines Großvaters mütterlicherseits angenommen hätte. Es war dies eine große Nase, und ich hatte obendrein einen ziemlich unförmigen und verbeulten Kopf.

Das permanent anonymer werdende organisierte Verbrechen kennt keine Schlüsselfiguren mehr und kommuniziert als fluktuierendes Wesen lieber mit den Aktienströmen internationaler Finanzmärkte.

Der österreichische Kunststaatssekretär sagte in einem Gespräch mit einem Journalisten in etwa: Wir haben viele Stipendien, die die Einsamkeit der Autoren finanzieren, den Zugang zum Arbeitsmarkt können sie jedoch nicht regeln.

… und ich möchte heute das Fest der willkommenen Erinnerungen feiern !

Ich liebe die absolut klare und feuchte Herbstluft, die im Spätsommer am frühen Morgen über dem Land ruht, aber am meisten liebe ich jene über den Seen liegende.

Eine geistige Revolution ist keine des Lärms oder der Geschwätzigkeit, sondern eine der Konzentration, der Kontemplation und ständig größer werdender Wachheit und Bewusstheit, welche aus der Kraft absoluter Stille genährt wird. Für einen offenen, vielfältigen, klaren, sich ständig erweiternden Geist.

Gerne würde ich einmal einen Schweigemarsch organisieren. Zur Sammlung, um zu sehen, zu gehen, zu hören, gemeinsam, zu atmen. Solch eine Demonstration dürfte sich nicht gegen etwas richten, beispielsweise nicht gegen den Lärm der Welt, sondern sie sollte eine poetische Manifestation sein, die sich selber als Qualität - ohne Mehrwert und ohne verstecktes Ziel - ausdrücken und die nicht über den Augenblick hinausreichen sollte.

Schon seit Jahren verwandelt sich der Rathausplatz im Dezember in einen Adventkalender.

“Wilde Klarheit” des Artaud’schen Denkens: Dass es in uns viele umherirrende, entfesselte, befreite, sich ständig mit Energie und neuem Saft anreichende, ungezügelte, brennende, gefährliche, entschlossene und gegeneinander gerichtete Kräfte gibt, vor denen wir uns in Acht nehmen sollten.

Sie hielt vollständigen Blickkontakt .

Und Sie? Wollen Sie tatsächlich Ihren Urlaub mit Leuten verbringen, die es nicht einmal in einen einzigen Vorstand geschafft haben, die noch keine Start-Ups gegründet haben und die nirgendwo Aktienmehrheiten besitzen?

Copyright_Dieter Sperl

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||| I. BLOG - DEFINITION | II. BLOG- BASHING ANNO 2007 | III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN | IV. BLOG & GELD | V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE | VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE | VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE | VIII. “BLOG” - ALSO WAS ? | IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM | KLANGAPPARAT | LINKS - RELATED

I. BLOG - DEFINITION

czz sprechblase iconKlassischer Weise beinnt man die Differzierung oder - in unserem in|ad|ae|qo|aten Fall - eines Begriff mit deren konsensuellen Definitionen :

Ein Weblog (Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), meist abgekürzt als Blog, ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog “endlos”, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber ( “Blogger” ) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Insofern kann es einem Internetforum ähneln, je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung. ( Wiki Deutsch )

Und für unsere Polyglotten :

A blog ( an abridgment of the term web log ) is a website, usually maintained by an individual, with regular entries of commentary, descriptions of events, or other material such as graphics or video. Entries are commonly displayed in reverse chronological order. “Blog” can also be used as a verb, meaning to maintain or add content to a blog.

Many blogs provide commentary or news on a particular subject; others function as more personal online diaries. A typical blog combines text, images, and links to other blogs, web pages, and other media related to its topic. The ability for readers to leave comments in an interactive format is an important part of many blogs. Most blogs are primarily textual, although some focus on art ( artlog ), photographs ( photoblog ), sketchblog, videos ( vlog ), music ( MP3 blog ), audio ( podcasting ) are part of a wider network of social media. ( Wiki Engslish ) |||

II. BLOG- BASHING ANNO 2007

czz sprechblase iconUnd jetzt ein kurzes Stück Geschichte : Das Jahr 2007 dürfte als Hoch- Zeit der konsequenten Denunzierung von Bloggern und deren Machenschaften von seiten der Printmedien in die Annalen einer Geschichte des Unnötigen eingehen . Mit aggressiven Falschdarstellungen dessen , was in einigen unter Tausenden Blogs angeblich völlig narzisstisch- nabelbeschaulich so abgeht , reagierten die Pritmedien auf den Typus jener Medien- Watch- Blogs , die es wagten , die Autorität von “Qualitätsblätterm” in Frage zu stellen . Mit solcher Anlasserregungen und Errengsanlässen wurde weitgehend übertüncht , dass die deutschen Printkonsortien viel zu spät den Braten jener Werbe- Etats rochen , von welchen online noch allerlei saftgie Brocken abzusäbeln waren . Wenn man aus den wohlbestallten Redaktionen nicht eben auf das Gros der in freiwilliger Selbstausbeutung recherchierenden Blogger feuerte - und zwar buchstäblich mit Kanonen auf Spatzen - , schoss man sich bald auf ein lohnenderes Objekt der Konfrontation kompakterer Begierden ein : Die Online- Strategien der öffentlich- rechtlichen Sender , deren Web- Präsenzen unmerklich über das Ziel einer legitimen “sendungsbegleitenden” Funktion hinauswucherten .

Man hätte dieses Jahr 2007 als ein Signal einer Irritation und Umorientierung verbuchen können : Sämtliche Blätter , vom Tagesspiegel über die taz bis zur NZZ , von der SZ bis zur FAZ haben inzwischen ihre online- Relaunchs vollzogen , unter dem Druck der entsprechend vorgepreschten New York Times die kostenpflichtigen Contents reduziert und ihre Web- Auftritte mit allerlei “interaktiven” Features” wie Leser- Polls , Fotostrecken und Videos adorniert . Seit die WAZ für ihre Filmchen eine Kooperation mit dem WDR eingegangen ist ( skandalös genug ! ) , laufen die Verhandlungen zwischen Zeitungsverlagen und den geschmähten ÖR- Sendern . Denn die Video- Contents ( Frage : Wer will die eigentlich in seiner Zeitung ? ) sind teuer , und “ohne” scheint’s dieser Tage nicht mehr zu gehen . Zudem hält sich jedes Blatt , welches auch online etwas auf sich zu halten vorgibt , seine Haus- und Hof- Blogger als nicht selten unterbezahte Mindesleister . Hauptsache , die Kosmetik stimmt . |||

III. “BLOG” ANNO ‘08 : DOPPELUNGEN

czz sprechblase iconOder es verhält sich andersherum und die angeblich so kritischen Blogger , deren Kampfnamen schon mit “Indiskrektionen” werben , sind biedere Journalisten und Dr. Jeckylls , die im Blog nur mal eben den Mr. Hyde heraushängen lassen . Nun , da die auf beiden Seiten vermeintlich Einflussreichen im Zweifelsfall ihre kleinen Geschäftchen miteinander pflegen , hätte man denken können , es sei endliich Ruhe eingekehrt und jeder sei “retour à ses pommes” . Dreht halt jeder an seinem Ding , wie es ihm gefällt und bastelt in seiner Nische . Wie die publizistischen Konvulsionen angesichts der Berlin- Blogger Konferenz re:publica 2008 erweisen , schwanken die Blätter noch heftig zwischen erdrückender Umarmung ( vgl. die FAZ- Homestory über die bekanntesten unabhängigen deutschen Blogger von Rang ) und dümmlicher Demontage ( Zwangsverpflichtung von redaktionell präparierten Praktikanten durch die SZ ) . |||

IV. BLOG & GELD

czz sprechblase iconAls Hintergrund- Muzak erklingt dazu das unausgesetzt geschäftigte Summen der kommerz- orientierten Blogger ( mit der problematischen Speerspitze des Blogvermarkters Adical , dessen Betrieber nicht zufällig auch die Initiatoren der re:publica sind ) und all jener Mikro- Adepten , die sich per Google- Werbeeinschaltungen ( AdSense ) , durch von der fragwürdigen Firma Trigami vermittelte Produkt- Rezensiönchen oder einfach im Gegentausch für Naturalien wie T- Shirts oder Energy- Drinks ihre Inhalte diktieren lassen . Symbolischer Bonus : Man darf sich als Teil jenes letzten Schreis der Reklame wähnen , der sich “virales Marketing” nennt . - Der Gegenchor erschallt von seiten der Anti- Kommerz- Fraktion , die z. B. die Cisco- und Yahoo- Kampagnen der bislang etwas lendenlahmen Adicalier als “Blutbloggen” anprangern . Nicht etwa , weil die Werber Blut und Schweiss vergossen hätten , die entsprechenden Aufträge zu akquirieren , sondern wei z. B. Yahoo Daten über Netz- Aktivisten an die Chinesische Regierung weitergab , die ihrerseits nicht lange fackelte und die betreffenden Personen umgehend kassierte . |||

V. BLOG ALS KOPIERTE PASTE

czz sprechblase iconAbseits dieser Fronten scheint ein Heer sprungbereiter Eiferer darauf zu warten , dass eine publikumswirksame Medlung hereinkommt , um diese per copy- und paste- Verfahren auf ihrer Seite zu platzieren . Sie alle spekulieren darauf , per Mitnahme- und Aktualitätseffekt möglichst viele Hits und Links zu lukrieren . Und voilà der Typus des Anhängers : ein führerloses Transportvehikel für Stapelware , stets auf der Suche nach einem wirkunngsträchtigen Zugfahrzeug . Bei der Sonderform des “Link- Journalism” erspart man sich sogar noch das langweilige Ritual des Kopierens . - Wer sich je gefragt hat , wie es den Nazis gelang , ein Volk zur Selbstgleichschaltung zu bewegen , mag das Gebaren solcher Opportunisten ein paar Tage lang betrachten . So wird allein in Deutschland jeden Tag und jede Stunde hundertfach und ohne Einschaltung eventueller Denk- oder Reflexionskräfte das wortwörtlich Selbe reproduziert . So weit also zum gerne zitierten emanzipatorischen Gedanken , via Blog liesse sich eine kritische Gegenöffentlichkeit installieren … |||

VI. BLOG ZUR VERBUCHUNG DER TAGE

czz sprechblase iconSelbstvertändlich gibt es sie auch , die im Lexikonartikel genannten Online- Tage- Verbucher . Gleichwohl gehen sämtliche Bemühungen der theoretischen Bemühungen um die “traditionelle” ( “private” bzw. “literarische” ) Diaristik den Bach runter , wenn man das Bloggen einfach als Fortsetzung des Tagesbuchs mit anderen Mitteln interpetiert - wie dies in der aktuellen Ausstellung des Fankfurter Museums für Kommunikation derzeit geschieht ( “Absolut privat !? - Vom Tagebuch zum Weblog” ) . Dass ein Weblog die Ausstellung sekundiert , gehört mitlerweile zum Guten Ton jeder Öffentlichkeitsarbeit . Stichworte : “Corporate Blogging” , “Kundenbindung” und “Interaktivität” . Die Aufskünfte darüber , wer sich wann , wie und wo welche Speisen zum Munde führt , dürften inzwischen zum Teil nach Twitter abgewandert sein . In welchem dieser Medien hätte wohl Arthur Schnitzler seine pedantische erotische Buchhaltung durchgeführt ? |||

VII. BLOG IN FRIEDLICHER NISCHE

czz sprechblase iconUnd schiesslich die unüberschaubaren Weiten der bescheiden selbstgenügsamen Nischenblogs : Ob Kochen , Stricken , Katzen , Amateurfotografie , Paragleiten oder Magersucht . Sie dienen im besten Fall als ( Selbst- ) Verständigungsmedien der entsprechenden Interessensgruppen . Oder ruhen als kleine Kunstwerke in sich selbst in Anbindung an ein Magazin wie das Blog beton + garten . Na ja , egal . Tausende Beispiele dort draussen . Empfehlung : Kulturwissenschaftliche Technikforschung zu Enzenbergers notorischer “Kehre” … |||

VIII. “BLOG” - ALSO WAS ?

Wczz sprechblase iconovon sprechen sie also , die Blog- Kritiker , wenn sie das Wort “Blog” ge missbrauchen ? Ärgerlich genug , dass sich jeder Print- Journalist offenbar dazu bemüssigt fühlt , sein Mütchen an “den Blogs” zu kühlen , so besteht darüber hinaus keinerlei Bewusstsein hinsichtlich des Spektrums der verschiedenen Ge- und Missbrauchsformen dieses Mediums . |||

IX. BLOG IN|AD|AE|QU|AT : CLAIM

czz sprechblase iconDer langen Rede kurzer Sinn schlieest mit unserem in|ad|ae|qu|aten Claim : Wir erinnern einerseits an unsere Selbstvorstellung als Work in Progress zwischen den Genres

  • als sorgfältiger Publikationsort von Primärliteratur ( Salon Littéraire )
  • als kulturpublizistisches Archiv
  • als Aufbau eines Metadaten- Systems im Hinbick auf das Semantic Web
  • als konsequente Vorstellung von Netlabels , creative commons- Künstlern und deren musikalischen Ansätzen
  • sowie als fortlaufender Kommentar eines nicht näher bezeichneten Alter Egos zu diversen Auffälligkeiten in Stadtleben , Publizistik und Alltagskultur .

Als eines der ersten Mikromedien im deutschsprachigen Raum wurde in|ad|ae|qu|at bei der mEDRA , der multilingualen Europäischen DOI- Registrationsagentur ( in Kooperation mit dem MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels , einer Service- Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. ) angemeldet : Dort figuriert in|ad|ae|qu|at unter der Signatur doi:10.3246/ib.1000 als “Online Zeitschrift” und “-Verlag” . Entsprechend melden wir die literarischen Beiträge unserer “Salon”- Gäste per indvidueller DOI an und können damit deren ( der ISBN- Nummer analoge ) persistente Registrierung erwirken , inklusive Metadaten wie Copyright , Autor, Publikationsdatum und Textgenre .

“Netzliteratur” schwebt dann also nicht mehr entlang irgendwelcher unzuverlässiger URLs irgendwo im WWW herum , sondern besteht in kenntlich definierten und bindend registrierten Einzelwerken . Dass in|ad|ae|qu|at mit der Wahl des DOI- Registierung- Systems den zwischen Deutscher Nationalbibliothek und dem Deutschen Buchhandel ausgehandelten künftigen Standard für Netzpublikationen vorwegnahmen , konnten wir zum damaligen Zeitpunkt freilich in keiner Weise ahnen . |||

KLANGAPPARAT

Nachdem wir uns einige Tage und entlang etliche Relases am Profil des Netlabels l a r i d a e entlang getastet haben , verfallen wir zum Abschluss doch noch einmal auf eine frühe Arbeit des Label- Mitbegründers Photophob aka Herwig Holzmann aka Das Gritli Moser . Die Leserin wird dies nicht für sagenhaft einfallsreich halten , doch bleibt der gute Mann nun einmal der beste Musiker im Club . Weshalb wir einige , uns weniger plausibel czz hörempfehlung erscheinende Titel aus der Backlist übersprangen ( sorry : Geschmackssache , it’s up to you to discover ! ) und nun im September 2006 halten . Was uns auf “about the living things” ( 028 ) erwartet , widerspricht in allen Kategorien dem bis jetzt ( hier und hier ) vom nämlichen Künstler Gehörten : Statt aberwitziger Breakbeats und einer infernalischen Jagd hintersinniger Samples tauchen wir plötzlich in eine verhalten instrumentierte Erkundung organischer Flukturen . Womit dem oben diskursiv formulierten Plädoyer für die Tugend der Differenzierung hier ein sinnlich erfahrbares beigesellt sei . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. intro | 02. isopoda | 03. cyanophyceae | 04. nematoda | 05. phlebotomus papatasi | 06. nemobius sylvestris | 07. acari | 08. hyperia macrocephala |||

LINKS - RELATED