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NEUES VON FREUNDEN



||| LAST CALL FOR “SOMMERFRISCHEN” | AUSGEZEICHNETES VON UND FÜR MONIKA RINCK | TRANSPIRATION STATT INSPIRATION : WETTBEWERB , REELL | TIERBABYBINGO & BEGRIFFSSTUDIO | BERNHARD KATHAN : DAS INDISKRETE ORGAN | HANNO MILLESI SUCHT ALTENBERG | UND ES DREHT SICH DOCH NOCH : LINKES WORT @ VOLKSSTIMMEFEST | KLANGAPPARAT

Sax DIOSCUR

LAST CALL FOR “SOMMERFRISCHEN”

“Befiel dem letzten Früchten , voll zu sein” , oder so ähnlich müsste man wohl das in den Untergeschossen der obenhin spätsommerlichen Ruhe fiebrige Feilen , Fummeln , Basteln und Eilen der Kulturarbeiter bezeichnen : Im Gewirr von Dead- Linien für die Herbstausgaben von Zeitschriften , für Buch- Erscheinungstermine , für Programme und Präsentationen mag sich Mancher verstricken . Aber hélas : Den einen oder andern mild lächelnden Tag des Altweibersommers sollte wir für uns uns die Unsrigen noch herausschlagen , bevor die spätestens Mitte September anhebenden regulären Stunden- und Tagespläne der urbanen Literaturveranstaltungsprogramme wieder anheben .

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AUSGEZEICHNETES VON UND FÜR MONIKA RINCK

czz-neuesvonfreundenZum Genuss der Gunst der Stünde würde zunächst einmal zählen , sich mit und für MONIKA RINCK zu freuen - in|ad|ae|qu|at via SALON und “Literatur als Radiokunst” wohlvetraut - : Der Berliner Autorin wurde für ihren Lyrikband “zum fernbleiben der umarmung” ( Kookbooks 2007 ) eben der mit 13.000 Euro dotierte Ernst- Meister- Lyrikpreis der Stadt Hagen zuerkannt.

Man lasse sich durch solche Ziffern allerdings nicht blenden : Wie die bisher nur inoffiziell belegten Ergebnisse der noch unveröffentlichten Studie der vom zuständigen Bundesministerium in Auftrag gegebenen Studie “Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich” ( wir berichteten | Dokumentation ) belegen , verdienen 37 Prozent der österreichischen Künstler weniger als 839 Euro im Monat - d. h. , mehr als ein Drittel der Kulturschaffenden in Österreich bezieht ein Einkommen , welches unter der offiziellen Armutsgrenze liegt . Und das trotz des laut FAZ angeblich überreich durch Preise und Stipendien alimentierten Literaturbetriebs ( “Autorenförderung ? Hungert sie aus !” , 30. 4. 2008 ) …

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TRANSPIRATION STATT INSPIRATION : WETTBEWERB , REELL

Das Bild vom frei auf den Wellen von Alimentationen und Inspirationen schwebenden Dichten ist so falsch wie veraltet : Per Lesungen , Übersetzungen und Jurytätigkeiten wird das oft nötige Zubrot verdient . Wo dies nicht funktioniert , werden Autorinnen und Autoren ( auch diese Fälle sind uns wohlbekannt ) zu irgendwelchen Hartz IV- Arbeiten vergattert .

Als erfahrene Lesebühnen- Autorin wurde jedenfalls mit Monika Rinck eine respektable Jurorin für den 16. open mike- Wettbewerb der Literaturwerkstatt Berlin erkoren : Im Trio mit Thomas Glavinic und Feridun Zaimoglu wird sie am 15. / 16. November die Sieger aus den live lesenden Bewerbern küren : Auch hier verdient die Relation “Bewerbung - Auswahl - Kür” Beachtung : Aus den über 650 anonymisierten Einsendungen wählen sechs Lektoren bis zu 22 zur Lesung aus - 3 ( in Worten : drei ) Preise werden schliesslich vergeben .

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TIERBABYBINGO & BEGRIFFSSTUDIO

czz-neuesvonfreundenDa wir aus raum- zeitlichen Gründen die Berliner “Rotten Kinck Shows” von ANN COTTEN , SABINE SCHO und Monika Rinck leider nicht leiblich wahrnehmen können ( # 2 u. d. Titel “DIE EVOLUTION FRISST IHRE KINDER - wie bereitet sie sie zu ?” am 20. 8. im Lokal ) , sei auf die schriftliche Wiedergabe von # 1 ( “Tierbabybingo” ) in der Nummer 41 der Literaturzeitschrift “kolik” verwiesen : Exklusiv und sinnlich lediglich im Print - “viele kleine tiere frieren sich die augen rund” .

Wir kompensieren diese verpassten “bunten abende in der whisky-destille” ( # 2589 ) mit einem Extrakt der jüngsten Lieferung aus dem BEGRIFFSSTUDIO:

2555 trotzyoga
2556 das pony in der truhe
2557 simple thing for the devil
2558 nießbrauch
2559 der willenlos auf mich zu polternde resonanzraum
2563 große tiere mit kleinen stimmen
2564 stimmimitat
2565 raschwüchsig und frosthart
2566 der schlafkranke schwachkopf
2567 ein laubblattrauschender schrecken
2568 per pergulam ambulare
2569 das laub der geselligen linde
2573 strandwermut
2574 stân in einem înkaffenne - verharren in einem anstarren
2575 in eremo, der waldeinsamkeit
2576 le goût du néant
2577 lamettawuchs und kopfschneitelung
2578 ein gewaltiger zicklus
2579 das belutschistan-ohnehorn
2583 wächter der weltflucht
2584 weizenfeldgelb
2585 fälschungssichere falter
2586 antikatz-kalender
2587 schlacke im hauptraum
2588 zwischenschaftlich

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BERNHARD KATHAN : DAS INDISKRETE ORGAN

czz-neuesvonfreundenAnzukündigen und zu dringend ver- störenden Lektüre empfohlen sei das eben im Studien- Verlag erschienene Resultat der langjährigen Beschäftigung unseres SALON- Autors BERNHARD KATHAN mit dem Thema “Organtransplantation” : “Das indiskrete Organ . Organverpflanzungen in der Literatur” ist eine konsequente Fortschrift von Kathans bisherigen kulturhistorischen Untersuchungen zur Medizingeschichte , Körpertechnik , Ein- und Ausverleibung , Lebenswissenschaften und Mortifikationen . Der Denk- und Assoziationsraum wird dabei - wie stets - weit gesteckt und subjektiv inspirierend illuminiert .

Auch im HIDDEN MUSEUM , dem “zweifelhaftesten Museumsprojekt der Gegenwart” , gibt es Neuigkeiten zu betrachten : Zu den - in einigen Beispielen aus Hunderten auf in|ad|ae|qu|at publizierten - Kuhportraits ist nun eine diskursive Überlegung zum Thema “Kuhfotografie” zu lesen . Handfesten Kulinarikern sei dahingegen ein “mobiles Essmuseum” in Form eines konzentrierten Küchenschranks empfohlen . Klassischer titel : “Die Kredenz” .

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HANNO MILLESI SUCHT ALTENBERG

czz-neuesvonfreundenVon den einigermassen vergeblichen Unternehmungen , den Fin de siècle- Bohème- Poeten Peter Altenberg in der Wiener Echtwelt aufzusuchen , berichtet HANNO MILLESI in der Wochenendausgabe des “Standard” . Zur Verkürzung der Wartezeit bis zum Erscheinen des Prosabandes “Der Nachzügler” ( 29. 9. , Literaturverlag Luftschacht - wir werden berichten ) , sei diese “Grenzerfahrung” an den grauen Mauern der Wiener Wirklichkeit in einem kurzen Auszug zitiert :

Im Abbildungsteil eines Katalogs, der sich mit den Wohnverhältnissen berühmter Künstler meiner Stadt beschäftigt, stoße ich auf Fotografien jenes Hotelzimmers, in dem Peter Altenberg einen Großteil seiner bekannten Werke verfasst hat. Die Wände des Zimmers sind mit gerahmten Bildern übersät. Fotos, Grafiken, Zeitungsausschnitte. Ich sehe beispielsweise eine Reihe von Porträts junger Frauen. ( … ) Sein Zimmer trägt die Nummer 51 und befindet sich im Grabenhotel in der Dorotheergasse 3 im 1. Bezirk. Ich beschließe Peter Altenberg dort zu besuchen. Schließlich verfüge ich über alle notwendigen Informationen.

In der Dorotheergasse angekommen, bin ich erst einmal überrascht. Im Erdgeschoß des Grabenhotels, in dem Peter Altenberg residiert, befindet sich eine Trattoria namens Santo Stefano. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das anders vorgestellt. ( … ) Nachdem ich mich vorgestellt habe, teile ich der Rezeptionistin mit, dass ich Peter Altenberg besuchen möchte. Mit einem verständnisvollen Lächeln bittet sie mich zu warten und tippt etwas in den Computer. Während ihre Pupillen den Bildschirm abtasten, verfinstert sich ihre Miene. Schließlich teilt sie mir mit, dass sich niemand dieses Namens unter ihren Gästen befindet. Mir ist klar, dass sie die Liste derjenigen durchgesehen hat, die vorgelassen werden dürfen. Ich weise sie darauf hin, dass es sich bei mir um einen Kollegen handelt, und sie nimmt an, dass ich ebenfalls in der Hotelbranche tätig bin. Ich antworte mit einem Seufzer und wiederhole, dass die ganze Stadt - was rede ich - die ganze Welt wisse, dass Peter Altenberg in diesem Hotel wohne. ( … ) Ich verheimliche nicht länger, dass ich sogar weiß, welches Zimmer Peter Altenberg bewohnt: Nr. 51 im 5. Stock.

Die dreiste junge Frau will mir weismachen, dass das Grabenhotel gar nicht über so viele Zimmer verfüge und der von mir gesuchte Herr - sie sagt tatsächlich der gesuchte Herr - daher unmöglich ein Zimmer 51 bewohnen könne. Offenbar folgt sie strikten Anweisungen. Ich bedanke mich höflich, als hätte ich meinen Irrtum eingesehen, und wende mich dem Stiegenaufgang zu, der zu den Zimmern führt. Mein Name mag auf keiner Liste aufscheinen, Peter Altenberg wird mich nichtsdestotrotz empfangen. Schließlich kenne ich intime Details seiner Lebenssituation und seiner Körperpflege.

Die Frau hat inzwischen ihr Rezeptionspult verlassen und stellt sich mir in den Weg. Einen Moment lang sieht es so aus, als müsste ich sie mit Gewalt beiseite räumen. Ehe mir das gelingt, kommt ein stattlich gekleideter Herr die Treppe herunter. ( … ) Zu meiner Überraschung wendet sich die Rezeptionistin mit meinem Anliegen an den unvermutet aufgetauchten Mann, als handle es sich bei ihm um einen von irgendwo oben herabgestiegenen Richter. Ich bin damit einverstanden, ihn als Unparteiischen zu akzeptieren, und erkläre, dass ich nichts weiter wolle, als Peter Altenberg auf Zimmer 51 zu besuchen. Der kompetent wirkende Mann sieht mich eindringlich an und bedeutet der ahnungslosen Angestellten, sich wieder an die Rezeption zu begeben. Er scheint begriffen zu haben, worum es mir geht, ich glaube sogar, dass er den Schriftsteller in mir erkennt. Verständnisvoll legt er einen Arm um meine Schulter und - man könnte fast sagen: geleitet mich behutsam zum Ausgang. ( … )

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UND ES DREHT SICH DOCH NOCH : LINKES WORT @ VOLKSSTIMMEFEST

czz-neuesvonfreundenMan wird dem traditionellen Volksstimmefest der KPÖ am letzten Augustwochenende im Wiener Prater und im Kontext des akuten Wahlkampfes eine gewisse Chuzpe nicht absprechen dürfen : Wenn’s nicht ( wie oft schon ) regnet , könnte die musikalische Stimmung zwischen dem unverwüstlichen Guitarrero Harri Stoijka und den Linzer Rappern “texta” recht nett werden . Dazu gibt es unter dem Titel “Linkes Wort” ( seit 1975 ! ) eine Reihe von Lesungen , welche diesjahr anhand der historischen Marker “1918 - 1938 - 1968″ aus dem “Bilanzbuch des 20. Jahrhunderts” erzählen . On stage u. a. : Werkkreis Literatur der Arbeitswelt , Gerhard Ruiss , Helmut Rizy und Rolf Schwendter . Detailprogramm und Hintergründe erschliesst die Seite “LINKES WORT” .

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KLANGAPPARAT

Langer Text , langer Abgesang : Heute mit Sascha Müllers ( MySpace ) Juni- Mix für Loopzilla , trefflich unter dem Titel “1 IST 2 UND 2 IST czz-hoerempfehlungSCHRAEG” rubriziert : Eine Stunde , acht Minuten , zwölf Sekunden lang aparte Mnipatterns á discretion : Besondere Beachtung verdient die so kurz wie herrlich schräg hereindrängende Querflöte bei Laufzeit 41:20 . CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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Audio : Viel !



||| ENTWARNUNG | HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN | ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT | FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO | KLANGAPPARAT

ENTWARNUNG

icon listening blackWer kennt es nicht , das angstvolle Bangen , wenn dein Lieblingswirt dichtmacht oder auch nur der bevorzugte Servierkörper von einem Tag auf den andern verschwindet ? - Keinen wesentlich anderen Nerv treffen jene Ängste , welche ins Wissbare kriechen , wenn es sich einen Lieferanten überlebensnotwendiger Musikalien ( seien diese nun gerührt oder geschüttelt ) handelt . Was Tom Larson , Selbst- Entwerfender Free- Lancierer auf allerlei Kanälen - anbelangt , kann endlich ENTWARNUNG gegeben werden : Nach einigen kryyptischen Vor- Zeichen auf wohlinformierten Blogs und wiederholt vergeblichem Passieren der inzwischen offenbar an Meistbietende weitergegebenen Heimseite , taucht der gute Mann plötzlich wieder auf und setzt auf Mixotic seine “Klänge der Nacht” fort , als wäre nichts gewesen . Dies als Vorwegnahme des KLANGAPPARATS , was insoferne nicht der Wahrheit entspricht , als heute auschliesslich Audiophones auf dem Menueplan steht .

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HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN

icon listening whiteMögen sich die Marketingstrategen der Hörbuchverlage ob der ins Einstellige abstürzten Wachstumsraten der betreffenden Warengruppe auf dem deutschen Markt das verbliebene Resthaar raufen : Die Schweiz und Österreich gelten noch als Entwicklungsländer , war die Zuwächse und Po( e )tentiale betrifft . Mit allerlei Messen will man die Massen mobilisieren , eine Drückung der Mehrwertsteuer und 15 auf sieben Prozent wird als Silberstreif an den Absatzhorizont der ( imho ) meist überteuerten Silberlinge projiziert . Dass wir in|ad|ae|qu|at jederzeit für das Qualitätssegment des meist belächelten Mediums plädieren , dürfte mittlerweile durchgesickert sein . Fach- und Sachinteresse an jedweder akustischen Inszenierung von Stimme , Timing , Atmosphäre spielen da keine mindere Rolle als die Faszination an den Varietäten der von der Vox Humana in den akuten Lebensraum hinein gesprochenen Literatur .

Dass die Augen dabei frei schweifen und die Hände frei greifen können , erhöht nicht selten den Reiz : Siehe die Türe , deren Renovierung volle vier Durchläufe der Integrallesung von “Moby Dick gedauert hat - zu “Lebertran” assoziieren wir seitdem stets den beizenden Duft von Aceton , Thomas Glavinics verzichtbare Literaturbetriebssatire ( “Das bin doch ich . Roman” , Lesung Thomas Maurer [ ! ] ) hat das in vivo - Experiment an der verbliebenen Topfpflanze ebenso wenig überlebt wie diese : beide wurden gnädig der städtischen Müllentsorgung überantwortet .

Schade wars definitiv um Franz Kafkas “Verschollenen” ( vor Zeiten als “Amerika” tituhliert ) , dessen mit leicht ländlichen Anmutungen von Peter Simonischek angestimmte Audiofassung …. wenn schon keiner Boston Tea- Party , so doch einer über die aufgebreiteten Datenträger sich ergiessenden Earl Grey- Kippfigur zum feuchten Opfer fiel . Merke : Bei Gelegenheit das Fraunhofer Institut für angewandte Materialforschung anfragen , was da schädlicher gewesen war : Bergamotte, Hitze oder - schlicht die Milch .

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ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT

icon listening blackVon Leben und Tod , bezeihungsweise vom allmählichen Verfertigen von Verstehen und Vergessen ging die vorwöchige Audio- Text - Auswahl : Dank Hörbuch war auch die Angst davor genommen , den langjährigen Lese- Lebens- Gesellen - personifiziert von Philip Roths Nathan Zuckerman - mit “Exit Ghost” endgültig verlieren zu müssen . Man kennt das ja : Das schmerzliche “Winnetou III“- Syndrom … Aber der Autor ist einfach viel zu klug und sein Protagonist erotoman genug , nicht so leicht vom Leben zu lassen -

Während des vergangenen Jahrzehnts hat der heute 75- jährige Philip Roth sein literarisches Alter Ego Nathan Zuckerman allmählich aus der Rolle des Handelnden in die Position des Beobachters bugsiert : Seit der “amerikanischen Trilogie” figurierte der Selbandere zusehends als Chronist von Alter , Verfall und Tod seiner fiktiven Altersgenossen . Hatte “Jedermann” ( 2006 ) das Spiel vom Sterben des reichen Mannes erst einmal eröffnet , war die Bühne vorbereitet , von der nun auch Nathan in “Exit Ghost” abzurufen stand .

Verstrickt in platonischer Leidenschaft zu einer jungen New Yorker Amateur- Literatin , revoltiert der notorische Erotomane ein letztes Mal gegen die Knechtung durch den lumpigen Leib . Wie kräftig es um die literarische Potenz des Alternden steht , erweist der genial geführte Dialog , den er in den stillen Stunden ausdenkt , bevor er wieder in seine einsamen Berkshires flieht .

Da sich dieser finale Zuckerman- Roman aus zahlreichen Anspielungen auf frühere Werke speist , lohnt es , selbigen in den famosen Ausgaben des Hörverlags nachzulauschen . Unübertrefflich gestaltet Peter Fitz in “Jedermann” und “Exit Ghost” das ganze Spektrum von Lust , Wut und Resignation . Getragen vom Eros wacher Vitalität , kommt dieser Sprecher der literarischen Stimme des grossen Erzählers staunenswert nahe . So lassen sich akustisch jene Geister rufen , welche Roth ersann . ( more …)

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icon listening whiteVom allmählichen Herausgleiten aus der allgemein akkordierten ‘Realität’ des Lebens handelt Irene Disches tragikomische Etüde “Der Doktor braucht ein Heim” , vulgo , was einem auf den Wellen der im Kopf zusammenströmenden Flüsse von Erleben und Erinnern dahintreibenden alerten “Altersheimer” so widerfährt : Zweifellos eine anhand neuer Diagnose- und Krankheitsprofile aufdatierte Form des alten “Traum - und Wirklichkeits- Motivs -

Energisch verbittet er sich die Unterstellung , er sei mit seinen neunzig Jahren eventuell etwas “desorientiert” . Im Gegenteil scheint der “Doktor” sein bisheriges Leben als Biochemiker fortzusetzen . Sein innerer Monolog erzählt von “Konferenzen” an der Universität , wo er mit den Kollegen plaudert . Was kann er dafür , wenn sich eine impertinente Frauensperson bei seiner Ex- Gattin beschwert , der alte Herr störe den Betrieb der Notaufnahme ?!

In solchen Schocks manifestieren sich die Kollisionen der inneren Wirklichkeit des “Altersheimers” mit der äusseren Realität . Meisterlich assembliert die Erzählerin Irene Dische die Menschen und Stationen aus dem Leben ihres Helden zu Mischgestalten und fliessenden Topografien . In zwingender Logik legen sich im Kopfinnenraum des “Doktors” die Orte und Epochen wie durchscheinende Negativbilder übereinander : Die geliebte Frau wohnt auf der anderen Seite des Flusses , mag dieser nun der Hudson River sein, die Donau zu Wien oder der Seret im galizischen Drohobycz . Sonderbar nur , dass diese ( vor Jahren geschiedene ) Frau , deren Telefonnummer ihm als Rest von Alltagswissen geblieben ist , ihn partout nicht heimholen will . Statt “wagnerianischen” Apfelstrudel serviert sie dem Greis vielmehr die bittere Erinnerung , wie Mutter und Schwester im heimatlichen Drohobycz durch die Verbrechen der NS- “Banditen” zugrunde gegangen sind .

Die Tragödie des allmählich in seine innere Vorstellungswelt hineingleitenden Menschen : von Martin Wuttke als matt gegen ein unsichtbares Fenster flatternder Schmetterling gestaltet , von Irene Dische mit Zärtlichkeit , Situationskomik und Momenten des blitzartigen Aufleuchtens schlimmer Erinnerung erzählt . ( more …)

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icon listening blackDass wir nicht kapieren , was das sei , “der Tod” und was mit dem vor uns liegenden leblosen Wesen geschehen ist , bleibt so lange Plattitüde , als bis wir selbst vor dem Malheur stehen : Ulf Nilsson hat aus unserer Flucht in Geschäftigkeit und Pragmatik ein kaum vierzigminütiges Kinderhörspiel komponiert , das in Text wie Musik gewissermassen alle Register zieht : zuzumutem auch und vor allem Menschen , die das empfohlende Mindestalter der Zielgruppe weit überschritten haben -

Viel wird über den Tod geredet , doch oft wenig gesagt . Da kommt ausgerechnet ein Kinderhörspiel ( “Die besten Beerdigungen der Welt” ) daher , um in knappen 40 Minuten einen heiteren Katalog von Begegnungen mit dem Undenkbaren zu entfalten . Dabei handelt Ulf Nilssons Geschichte vom Treiben dreier Kinder an einem Sommertag zunächst von einer toten Hummel .

Flugs gründet die forsche Ester eine Firma und fortan wird sorgfältig in Zigarrenkistchen gebettet , was sich in Wald und Rain an sterblichen Überresten findet . Spitzmaus , Hamster , Heringe aus Mutters Kühlschrank : Alle erhalten sie eine formvollendete Bestattung .

Die Rollenverteilung der Kinder führt unversehens ein in mögliche Haltungen gegenüber dem Tod . Während Ester sich um das Pragmatische kümmert , ist deren kleiner Bruder für Trauer zuständig und für die “Warum ?”- Frage . Das namenlos bleibende Ich gibt den Verblichenen je ein kleines Poem mit auf den Weg . Und es sind just diese unreinen Reime , in denen der Autor undogmatisch die verschiedenen Vorstellungen über das Jenseits versteckt : Von “Kurzes Leben – Langer Tod” über “Schlafes Bruder” bis hin zur Hoffnung auf ein Wiedersehen eines «Himmels» ( nicht nur für Heringe ) . In sparsamer Munterkeit präsentiert die Sprecherin Fritzi Haberlandt dieses Inventar zwischen Nihilismus und Transzendenz .

Seine Vollendung erfährt dieses kleine – beileibe nicht nur für Kinder bereichernde – Meisterwerk durch eingängige Beispiele aus der musikalischen Rhetorik der Trauer : erdiger Blues , Streicher- Largo und als Finale der Vollklang der Orgel , vom Kirchenmusikdirektor zu St. Michaelis in Hamburg intoniert . ( more …)

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FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO

icon listening whiteEine feine Menue- Folge hat der HR 2 Kultur für sein Sommerprogramm des intimen Radio- Gesprächs- Formats “Doppelkopf” ein- und angerichtet : “Am Tisch mit ….” bleibt auch nach der Ausstrahlung der aktuellen Sendung als Podcast zuhanden und im Form von MP3- Dateien speicherbar . - Da darf Vincent Klink natürlich ebenso wenig fehlen ( über gutes Brot und die verlorenen Tugenden des traditionellen Wirts ) wie die - zugegeben ! - erfreulich erfrischende Sarah Wiener . Auch wenn man deren TV- Appearance ebenso wenig kennt wie diejenige des Herrn der “Wielandshöhe” : selbst dessen arg “ver- Drosteten”Häuptling eigener Herd” muss man ebenso wenig mögen wie die säuerlichen “Nachgesalzen“- Kolumnen in der ZEIT ( das “Journal Culinaire” ist allerdings durchwegs zu empfehlen ) . Den bewunderten Stilisten Jürgen Dollase ( FAZ ) wird man indes von einer ganz neuen Seite kennen lernen : oder wusste jemand von dessen fliegendem Wechsel vom fastfood- genährten Rockmusiker zum Grossmeister trefflich verbalisierter Mundinnenforschung ?

Wie - dank Karl Ludwig Schweisfurth - aus der “Herta” [ ! ] - Massenwurstmaschine der , tja , achtsam- ökologische Betrieb der Herrmannsdorfer Landwerkstätten wurde oder was Margarethe Zülch , die hochbetagte Grande Dame aus einer 90 Jahre alten Frankfurter Kaffeerösterei und -Verschleissstelle ( “Cafe Wackers” ) zu erzählen weiss , wird nicht nur jene interessieren , denen Siebecks Ingwer längst ( um es schön österreichisch zu sagen) “bei den Ohren herauswächst” .

N. B. “Doppelkopf” funktioniert übrigens auch im allgemein als “unkulinarisch” verworfenen Mono … Zum Gucken beim Lauschen gibt’s “subkulinaria” : allerdings nur in Köln und @ shortlist - culture cuts .

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KLANGAPPARAT

Wie angekündigt also der unserer profanes Erdenleben in elegante Takte tauchende DJ Tom Larson : Nach längerem Sich- Rar- Machen liefert der czz-hoerempfehlunggute Mann wieder eine seiner gelassenen , doch subkutan gut durchpulsten Mischungen bei den Mixoticern ab . Da es sich um die “Klänge der Nacht” ( vol 5 ) - Schiene handelt ( welche Larson durchwegs in der Lesart von “Zimmerlautstärke” bedient ) , geht es mal wieder im besten Sinne um das im Kreis der Lampe einsam nachtwachende Individuum im Dialog mit sich , seiner Arbeit und was das sonst noch an Trabenten im solipsistischen Kosmos schwebt . Anregen , ohne aufzuregen , oder die Kunst der präzise gehandhabten basalen Stimulation : Wir stehen nicht an , diese Leistung als jene Injektion von “Qualität” ins Leben der Bohème des Prekariats zu erkennen und zu nennen , weil mensch ja von irgendwas leben muss . Selbst wenn dies sich mitunter auf die kalorischen Kicks der vom Dort ins Hier zirkulierenden musikalischen Vibrationen reduziert : Böse Menschen kennen , wie wir wissen , keine Lieder und vermögen diese auch nicht zu geniessen . Würden ergo auch nie zur Halbzeit des Larson’schen Achtzig- Minüters vordringen , wo sich die Beatz bestens in die augustäischen Ambiancen einschwingen . Glüclicherweise gestattet der Stream ( im Unterschied zum podcast ) keine Shortcuts . Folglich und -sam sei der Mix also schön von Alpha nach Omega zu hören . Und die Off- Stimme aus Funk und Fernsehen würde jetzt mit anzüglich belegter Stimme flüstern : “Es lohnt sich.” - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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Neues von Freunden



||| EIGENHEIM | EIGENPRODUKTION | EIGENWERBUNG | EIGENTUM ( GEISTIGES ) | EIGENLEBEN | EIGENMISCHUNG | EIGENART | EIGENWISSEN | EIGENBILDUNG | EIGENREFLEXION | EIGENKLANG | EIGENTAT | KLANGAPPARAT

EIGENHEIM

WAITING ROOMBevor die grosse Einkehr ins Privatissimum von Ferien , Feiern , Familien ausbricht , nützt in|ad|ae|qu|at den ersten ruhigen Atemzug nach drei -beraubten Wochen und fädelt noch einige feine Dinge aus dem Umfeld der Freunde , Werk- und Wertschöpfenden auf . Keine Zeit für Fernsehabende also , wie unser französischer Kollege Olivier treffend feststellt .

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EIGENPRODUKTION

WAITING ROOMZunächst sei freilich in quasi eigener Sache auf das gestern abgemischte und MORGEN auf Ö 1 und via OE1DD zu sendende Kunstradio hingewiesen : Part II von LITERATUR ALS RADIOKUNST ‘07 mit den pointierten Arbeiten von Ulrich Schlotmann und Daniel Wisser . Da beide Produktionen schön kompakt geraten sind , ist in der 39′ - Sendung ( endlich ) auch fein Raum für affine Musikzuspielungen . Ulrich hat bekanntlich mit Georg Zeitblom gearbeitet und von Daniel Wissers Erstem Wiener Heimorgelorchester liegt noch die jüngste CD AUTOPLAY bereit - also gibt’s feine Sounds aus ziemlich differenten Ecken der Electronica : Trashige Songformate vor Nähmaschinensequenzen vom EWHO , dahingegen Zeitblom ambient ambivalent und wohl eher “chtonisch” . Dies nur als Teaser . Morgen mehr .

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EIGENWERBUNG

WAITING ROOMAn anderer Stelle werden wir auch berichten , dass die Präsentation unseres Lettristischen Animations- Videos RADIO | JELINEK | REMIX im Rahmen der Buchvorstellung ELFRIEDE JELINEK : ICH WILL KEIN THEATER . Mediale Überschreitungen ( Edition Praesens 2007 + DVD ) am Dienstag hübsch über die Bühne gegangen ist . Bevor wir den Dreiminüter auf diesem Kanal online geben , sei das Making- Of fertiggestellt : Andere mögen ihre Storyboards vor der konkreten Videoarbeit anlegen - bei uns ist es ( Learning bei Doing mit Adobe After Effects ) eben umgekehrt ausgefallen .

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EIGENTUM ( GEISTIGES )

WAITING ROOMÁ propos Film und Kino und die bis an die Zähne bewaffneten Überfallkommandos gegen DIE RAUBKOPIE : In der jüngsten Ausgabe der Literaturzeitschrift kolik ist ein sardonisches Stück vertrackt gefügter Prosa von Herbert J. Wimmer zu lesen . Als “drehtext nr. 0858″ figuriert eine surreal formulierte , dessenungeachtet nicht minder analytische kleine Studie über den “medienindustrie- komplex” . Ein wenig in Richtung des Films Free Rainer geht’s um den Abbau von Privatheit dort , wo wir Unterhalt und Unterhaltung suchen . So , wie Blogger bei eventuell informeller Meinungsäusserung zu Unternehmen / Marken / Produkten in raschen Anwaltattacken abgemahnt werden , wird auch dem Konsumenten - wenn schon nicht a priori misstraut , so doch - genauestens auf die Finger geschaut . Kann man auf “Markt- und Verhaltensforschung” nennen . Herbert Wimmers fiktive Security- Instanzen bieten uns daher folgende praktische Dienstleistung an ( und man möchte die Formulierung am liebsten in den Blog- Disclaimer übernehmen ) :

beachten sie bitte unsere angebote im vollzugsshop unserer strafpartner !

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EIGENLEBEN

WAITING ROOMWeiter in kolik # 38 : “der ansprechpartner” von Kathrin Röggla - setzt den “medienindustriellen komplex” sozusagen in den “zwischenmenschlichen” aka face- to face- Raum fort . Von Liesl Ujvary ist eine frappierende Sequenz von Situationsberichten - quasi aus dem “selbstindustriellen komplex” - zu lesen : “DAS WORT ICH” rollt gesplitterte Innensichten als waste lands einer Postapokalypse aus . Cormack McCarthys hochgelobter Endzeitroman “The Road” nimmt sich daneben fast schon idyllisch aus .

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EIGENMISCHUNG

WAITING ROOMÜberhaupt ist diese Ausgabe der Zeitschrift ( die man eher als praktisches Notebook vom forschenden Fortschreiben liest , denn als ätherisches Blättchen poetischer Beschaulichkeit ) sehr dunkel und schön scharf geraten . Aus dem Ciaoscuro von Eros und Thanatos rückt Händl Klaus einen perfide konstruierten Kurztext “Diwan” ins Licht , Josef Winklers Hommage an Gerald Zschorsch gibt manchen sinistren Witz . Endgültig empfehlenswert macht dieses Büchlein schliesslich Karin Fleischanderls gnadenlose Abrechnung mit den marktgängigen , doch stets auch Selbstreferenz für sich beanspruchenden Erzähl- Erzählern Robert Menasse , Don Juan de la Mancha ) und Thomas Glavinic , Das bin doch ich - womit bekanntlich auch das Phänomen Daniel Kehlmann in den Blick rückt . Fleischanderl zeigt schlüssig auf , wie massgeschneidert diese Zeitgeistliteratur auf die Werbe- und Verwertungsformen des Literaturbetriebs reagiert , wie das Ressentiment trefflich zum Bedienen des Formats “literarische Lesung” taugt und der seine Kalauer vorlesende Dichter solcherart in die Nähe gerät zum derzeit beliebten Kabarettisten .

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EIGENART

WAITING ROOMNeue Texte der weniger gängigen und explorierenden Art sind am Montag in der alten Schmiede von Andreas Unterweger ( @ Band ratlos ) , Sophie Anna Reyer ( @ kolik ) und Roland Steiner ( audio @ titel- magazin ) zu hören : Sie alle haben in der Zeitschrift manuskripte publiziert , was nach manchem Literaturverständnis als Auszeichnung gilt . Übrigens : “Der” von Liesl Ujvary ausgesuchte und kommentierte ( online- ) “Text des Monats” ( # 15 ) sind eigentlich zwei . Nämlich zwei dieser sehr distinkten Gedichte der jungen Autorin Sabine Scho : Wir hoffen , sie ebenso für einen SALON LITTÉRAIRE @ in|ad|ae|qu|at gewinnen zu können wie ihre “Forum der 13“- Kollegin Monika Rinck .

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EIGENWISSEN

WAITING ROOMOnline rundumerneuert präsentiert sich die kulturwissenschaftliche Mittel- und Osteuropa- Plattform KAKANIEN REVISITED mit Materialiensammlung , Veranstaltungshinweisen und inzwischen auch einer ganzen Reihe von Weblogs ( Balkancities , Budapest , Sofia , New Releases , Calls for Papers / Events ) . Bemerkenswert die online zugänglichen Primär- Essays , z. B. Svjetlan Lacko Vidulic’ und Ursula Reber im E- Post- Dialog zwischen Zagreb und Wien über Bizarrerien in Gewandfragen - Deutsche Pullover & südslavische Röcke ( Identitäten explizit - implizit , pdf ) . Oder Paul Zschorlichs Streifzug Durch Doppelmoral und Hygienedebatte um 1900 in seiner Analyse von Prostitutions-Utopien ( pdf ) . - Da sage noch mal einer was von “trockener” Szientistik -

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EIGENBILDUNG

WAITING ROOMDer manuskripte- Termin am Montag in der Alten Schmiede stellt - frei nach Wikipedia formuliert - eine klassische ambiguity dar : Zu gleicher Zeit lädt nämlich Thomas Ballhausen zur Open Lecture über seine jüngst bei Skarabäus erschienene Theorie- Erzählung “Die Unversöhnten” ein . Im Rahmen von Gerhard Jaschkes Vorlesung “Literatur und Sprachkunst” darf man mal wieder Universitätsluft schnuppern und zwar in der Akademie der Bildenden Künste Wien .

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EIGENREFLEXION

WAITING ROOMAm Dienstag ist “Literatur der Rede wert” und das “Ex libris“- Radio- Buckritik- Quartett- on the road und on stage im Literaturhaus : Moderiert von Gerhard Moser blicken Sigrid Löffler , Daniela Strigl und Klaus Zeyringer auf das Literaturjahr 2007 zurück : Ärgernisse , Sternstunden , Fehden . Und natürlich : Diverse Literaturpreise … Deutscher Buchpreis , Büchner- … if you know what I mean .

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EIGENKLANG

WAITING ROOMLohnende Rückblicke - und jetzt schwenken wir allmählich in Richtung der KLANGAPPARATE - auf das Netaudio- Festival Berlin gestattet jetzt dessen Heimseite . Eine Reihe vom Speeches zum Themenbereich “Netmusic - Netlabel” stehen zum Download bereit : Vom Club zum Netlabel , Netaudio - The Future of Music ? , Netlabels : An Alternative Approach in Music Production ? , Netlabels – Soziale Netze On- & Offline . Hören wir auch in Sachen in|ad|ae|qu|at und dessen Zukunft natürlich mit roten Ohren mit . Musikalische Nachlieferungen gibt es bei Radio Fritz im Trackback @ Pulsar . Leider wird da mehr herumgeredet als tatsächlich Musik gespielt , Kategorie : Chance vergeben .

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EIGENTAT

WAITING ROOMJetzt aber kommt die Riesenchance , dem in|ad|ae|qu|at heiss geliebten Netlabel broque ein kleines Dankeschön zurück zu geben für ein aufregendes Musikjahr : undogmatisch , handverlesen und distinkte akustische Charaktere in exquisiten Lieferungen - und das alles frei Haus . Wer dem Wertern Herrn Christian also Mut & Kraft zum Weitermachen ( und uns damit fortgesetzte Freuden ) zukommen lassen mag, beteilige sich doch bitte bitte bitte an der De:Bug- Leserpoll 2007 ( Vote Netlabel ) . Gewinnen kann man dabei übrigens auch . So diverse angesagte Gegenstände eben .

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KLANGAPPARAT

Um die Entscheidunmg PRO BROQUE zu erleichtern , führen wir die neue Release ( 038 ) ins Treffen : Die EP time von Higher Sense Xpoezure ( aka Paul Terry : sorry , no more info available ) gibt sich zart schwebend verblasen , um dann super fett loszuwummen : Phasenverschiebungen ,czz hörempfehlung Dopplereffekte , Eisblitze , Donnergroll - Wer Lust dazu hat , mag sich H. P. Lovecrafts Mountains of Madness dazu vorstellen ( und sich an H. P. Zinkers gleichnamiges Glanzstück von 1995 erinnern ) . CLICK TRACKS TO LISTEN - ENJOY and VOTE : 01. alt | 02. ground zero | 03. polygon surface | 04. pulse | 05. time |||