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	<title>in&#124;ad&#124;ae&#124;qu&#124;at &#187; Thomas Hettche</title>
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		<title>&#8220;kunst hat recht&#8221; &#124; IG Autorinnen Autoren wider die &#8220;Entrechtung&#8221; von Literaturschaffenden durch &#8220;das Internet&#8221; : 3 Einsprüche</title>
		<link>http://www.zintzen.org/2012/01/11/ig-autorinnen-autoren-wider-die-entrechtung-von-literaturschaffenden-durch-das-internet-3-einsprueche/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 08:53:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; IG AUTOREN AUTORINNEN &#124; &#8220;KUNST HAT RECHT&#8221; &#124; EINSPRUCH 1 : &#8220;DAS INTERNET&#8221; &#124; EINSPRUCH 2 : &#8220;GRATISKULTUR&#8221; &#124; EINSPRUCH 3 : &#8220;HALTET DEN DIEB&#8221; &#124; UPDATE &#124; KÜNSTLER FORDERN &#8220;RECHT&#8221; : &#8220;DIE POLITIK&#8221; SOLL ES RICHTEN &#124; EINSPRUCH : PRIMAT DER PRAXIS VOR EINER LEGISLATUR , WELCHE ERST RECHT DEN KONZERNEN DIENT &#124; QUELLEN Frisst...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_402.jpg" rel="lightbox[23181]"><img class="alignnone size-full wp-image-21602" title="blanc_40" src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2011/09/blanc_402.jpg" alt="" width="640" height="40" /></a></p>
<p><strong>|||</strong> IG AUTOREN AUTORINNEN | &#8220;KUNST HAT RECHT&#8221; | EINSPRUCH 1 : &#8220;DAS INTERNET&#8221; | EINSPRUCH 2 : &#8220;GRATISKULTUR&#8221; | EINSPRUCH 3 : &#8220;HALTET DEN DIEB&#8221; | <strong>UPDATE</strong> | KÜNSTLER FORDERN &#8220;RECHT&#8221; : &#8220;DIE POLITIK&#8221; SOLL ES RICHTEN | EINSPRUCH : PRIMAT DER PRAXIS VOR EINER LEGISLATUR , WELCHE ERST RECHT DEN KONZERNEN DIENT | QUELLEN</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/pacman_devours.jpg" alt="pacman devours" width="290" height="290" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Frisst und &#8220;enteignet&#8221; &#8220;das Internet&#8221; unsere Autoren ?</em></p>
<p>IG AUTOREN AUTORINNEN</p>
<p>Die <em><a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=6541">IG Autorinnen Autoren</a></em> ist ein ehrenwerter Verein , welcher sich hinsichtlich sozialer , ökonomischer und rechtlicher Belange für die Literaturschaffenden ins Zeug wirft . Als Einzelperson kann man mit Gewinn die kompetente Beratung der IG im Hinblick auf Verlagsverträge, Honorarfragen und anderer Belange des Literaturbetriebs konsultieren : unter vier Augen fällt so manches scharfe Wort , welches durchaus dazu beiträgt , die eigenen Probleme als systembedingt zu begreifen und nicht als personenbezogen anzusehen .</p>
<p>Merkwürdig zahnlos nehmen sich dahingegen oft jene &#8220;Initiativen&#8221; und &#8220;Kampagnen&#8221; aus , mit welchen die IG von Zeit zu Zeit an die Öffentlichkeit tritt . Die eher unspezifische Formulierung solcher Agenden mag zwar bei vielen Autoren und Autorinnen einen positiven Wiedererkennungseffekt hinsichtlich der subjektiven Wahrnehmung auslösen , kommt allerdings über eine Kurznotiz auf der Kulturseite von Zeitungen nicht hinaus . Zur Beruhigung all jener , die vom Status Quo profitieren , bleiben diese Avancen der IG Autorinnen Autoren der Erfahrung nach wirkungslos .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>&#8220;KUNST HAT RECHT&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/pacman_devours-1.jpg" alt="pacman devours" width="128" height="127" align="left" hspace="2" vspace="2" />Wenn die IG nun ankündigt , zusammen mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Literar-Mechana">Literar-Mechana</a> und den übrigen österreichischen Verwertungsgesellschaften Ende Jänner die Initiative &#8220;Kunst hat Recht&#8221; öffentlich zu lancieren , wird der Text einer &#8220;Deklaration&#8221; beigefügt , welchen Betroffene und Sympathisanten im Sinne einer Unterstützungserklärung unterzeichnen und an die IG retournieren können ( via <a href="mailto:gr@literaturhaus.at">gr@literaturhaus.at</a> ) .</p>
<p>Hier aber nun der Originaltext dieser &#8220;Deklaration&#8221; zur kritischen Begutachtung :</p>
<blockquote><p>Kunst hat Recht. Initiative für das Recht auf geistiges Eigentum<br />
Deklaration</p>
<p>Das Internet fördert den Austausch von Kunst und Kultur. Wir Kunstschaffenden begrüßen diese Entwicklung. Sie entspricht unserer Vorstellung einer lebendigen Gesellschaft. Gleichzeitig haben wir das Recht, über die Verwendung unserer Werke selbst zu bestimmen. Dieses Selbstbestimmungsrecht ist unsere Lebensgrundlage. Nur wenn es respektiert wird, ist es möglich, von schöpferischer Arbeit zu leben.</p>
<p>Es hat sich die Meinung verbreitet, daß die Durchsetzung unseres Rechts &#8220;falsch&#8221; wäre. Teile der Internet-Industrie leben gut von der &#8220;Gratiskultur&#8221;, die ein Mißbrauch unserer Werke ist. Die massenhafte Enteignung der Kunstschaffenden hat nichts mit Informationsfreiheit zu tun. Wir Kunstschaffenden können das nicht länger hinnehmen.</p>
<p>Die Lebensgrundlage der Kunstschaffenden ist bedroht!</p>
<p>Der Trend zur &#8220;Gratiskultur&#8221; führt dazu, dass immer weniger Kunstschaffende in Österreich von ihrer Arbeit leben können. Dadurch gibt es weniger künstlerische Arbeit und einen Verlust an kultureller Vielfalt. Das bewirkt auch die Vernichtung zahlreicher Arbeitsplätze: Vielen Menschen, die in Österreich für Musik, Film, Text und Bild arbeiten, bleibt nichts mehr zum Leben. Kreativität – die unser Land lebenswerter macht – braucht eine wirtschaftliche Grundlage.</p>
<p>Der mit der Verletzung unseres Rechts verbundene Schaden für das Kulturland Österreich ist groß. Ohne Absicherung seiner Kunstschaffenden wird Österreich international an Bedeutung verlieren, mit negativen Folgen für die Gesellschaft und die Wirtschaft.</p>
<p>Das ist nur mit gesetzlichen Regeln zu lösen!</p>
<p>Das elementare Recht der Kunstschaffenden auf Bezahlung ihrer Leistung muß selbstverständlich sein. Dazu braucht es ein entschlossenes Auftreten der österreichischen Politik: Nur wenn die Anerkennung des geistigen Eigentums vom Gesetzgeber garantiert wird, wird sich das Kulturland Österreich positiv entwickeln. Wir brauchen grundsätzliche und nachhaltige gesetzliche Regelungen, die den aktuellen Technologien entsprechen. Dafür gibt es Lösungen, sie müssen nur umgesetzt werden.</p>
<p>Es gibt kein Recht auf Enteignung!</p>
<p>Wir Kunstschaffenden fordern ein Umdenken der Konsumentinnen und Konsumenten: Jeder Arbeitnehmerin, jedem Handwerker, jeder Unternehmerin wird das Recht zugesprochen, für die geleistete Arbeit entlohnt zu werden – nur uns Kunstschaffenden nicht? Wem ein künstlerisches Werk nichts wert ist, der braucht es nicht zu &#8220;konsumieren&#8221;. Wer es nutzen, erleben oder besitzen will, der muß dafür bezahlen. Kunst hat Recht.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EINSPRUCH 1 : &#8220;DAS INTERNET&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/pacman_devours-1.jpg" alt="pacman devours" width="128" height="127" align="left" hspace="2" vspace="2" />Abgesehen davon , dass die argumentative Reduktion des <em>Bösen</em> auf das Feindbild &#8220;Intertenet&#8221; gefühlte 100 Jahre nach den entsprechenden Kampagnen der <em>Börsenvereins des deutschen Buchhandels</em> sowie der aggressiven Polemiken seitens der Schirrmacher- bzw. Steinfeld- Feuilletons in österreichische Erscheinung tritt , trumpft die &#8220;Deklaration&#8221; mit maximaler Unschärfe und minimaler Aussage auf .</p>
<p>So wird Niemand daran zweifeln, dass Literatur- und Kunstschaffenden ein &#8220;Selbstbestimmungsrecht&#8221; bezüglich der eigenen Werke zukommt ; Werke , welche die ökonomische wie künstlerische &#8220;Lebensgrundlage&#8221; der betreffenden Person darstellen . Es liegt im Entscheidungsbereich des Kunstschaffenden , jene Strategien und Publikationsformen zu wählen , welche es ermöglichen &#8220;von schöpferischer Arbeit zu leben&#8221; . Na schön : man zeige uns &#8211; im Fall der Literatur &#8211; jene Verlage , welche hinreichend Honorar und Verkaufsprozente ausschütten , welche eine Autorin , einen Autor in die Lage versetzen , von ihrer oder seiner &#8220;schöpferischen Arbeit zu leben&#8221; .</p>
<p>Wenn dann von der &#8220;Gratiskultur&#8221; der &#8220;Internet- Industrie&#8221; die Rede geht , welche den Literaturschaffenden &#8220;enteigne&#8221; und damit einen &#8220;Missbrauch unserer Werke&#8221; darstelle , wird völlig offen gelassen , was mit dieser ominösen , bösen &#8220;Internet- Industrie&#8221; gemeint sein könnte : Richtet sich der Fokus auf die problematischen Strategien von Google- Books ( um das es , nach monatelangen Querelen um den &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Appell">Heidelberger Appell</a>&#8221; mittlerweile erstaunlich ruhig geworden ist , was Gerhard Ruiss , Geschäftsführer der IG in einer <a href="http://futurezone.at/meinung/2387-google-books-ist-geschichte.php"><em>Futurezone</em>- Glosse</a> als Triumph der europäischen Urheberrechts- Massstäbe ausdrücklich begrüsst ) , oder sind damit auch &#8211; <em>mutatis mutandis</em> &#8211; die in &#8220;Heimindustrie&#8221; auf Websites oder Blogs veröffentlichten Werke gemeint ?</p>
<p>In diesem Kontext hatte der Autor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hettche">Thomas Hettche</a> im <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/2.1719/internet-debatte-wenn-literatur-sich-im-netz-verfaengt-1964958.html">April 2010 in der FAZ</a> argumentiert , dass die Diversifikation der literarischen Veröffentlichungen im Netz als narzisstische Ego- Szenarien dienten , welche die innere Aushöhlung der gesellschaftlich organisierten literarischen Institutionen befördere . &#8220;Das ist Unsinn&#8221; , kommentiert <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainald_Goetz">Rainald Goetz</a> &#8211; mit seinem Netztagebuch &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/237.html"><em>Abfall für alle</em></a>&#8221; ( 1998 ) ein Vorläufer von Blogs und genuinen Netzpublikationen &#8211; noch in der &#8220;<em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BqDv6F9eTHA">Harald Schmidt Late Night Show</a></em>&#8221; desselben Abends und auch der Gastgeber stimmt zu , das sei &#8220;Quatsch&#8221; .</p>
<p>Als Replik auf Hettches Unterstellungen schlug auch der Blogautor <a href="http://www.litblogs.net/alban-nikolai-herbst/">Alban Nikolai Herbst</a> seine Zähne in den von Hettche servierten uralt kalten Braten . <a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma">Mitte April beklagte Herbst im &#8220;Freitag&#8221;</a> des &#8220;ärgerliche Schisma&#8221; Literatur vs. Internet , befindet die für blanken &#8220;Unsinn&#8221; und argumentiert , &#8220;Warum sich Schriftsteller das Netz nicht vergällen lassen dürfen&#8221; :</p>
<blockquote><p>Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des “vom Autor bestimmten Textes”; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet, weshalb er alle, die den Heidelberger Appell (zum Schutz des Urheberrechts) nicht unterschrieben haben, “keine ernstzunehmenden Schriftsteller” nennt. Das ist nicht ohne Verrat: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat ihn nicht unterschieben. Die Polemik wischt aber auch Rainald Goetz, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und Jelinek vom Tisch und Benjamin Stein.</p></blockquote>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EINSPRUCH 2 : &#8220;GRATISKULTUR&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/pacman_devours-1.jpg" alt="pacman devours" width="128" height="127" align="left" hspace="2" vspace="2" />Doch noch einmal zurück zur &#8220;Gratiskultur&#8221; : Das &#8220;selbstbestimmte&#8221; Publizieren im Netz bleibt solange &#8220;gratis&#8221; , als keine Micropaymentdienste wie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr">flattr</a>&#8221; sich im Alltag der Netznutzer als selbstverständlich einbürgert haben ; im Gegenteil liegt die Bringschuld im Hinblick auf Tantièmen- Vergütung für literarische Inhalte im Netz weiterhin bei den Verwertungsgesellschaften , in deren Auftrag die <a href="http://www.vgwort.de/verguetungen/auszahlungen/texte-im-internet.html">VG- Wort</a> das Zählsystem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meldesystem_f%C3%BCr_Texte_auf_Internetseiten">METIS</a> entwickelt und zu noch keiner wirklich praktikablen Form gebracht hat.</p>
<p>Der rhetorische Dreh der IG- &#8220;Deklaration&#8221; , welche mit der kritischen ökonomischen Situation der Kunstschaffenden ( und dies , wie impliziert wird , <em>allein</em> auf Grund der &#8220;Gratiskultur&#8221; im Netz ) die Lebensqualität des gesamten Landes dem Untergang geweiht sieht ( &#8220;&#8230; dass immer weniger Kunstschaffende in Österreich von ihrer Arbeit leben können. Dadurch gibt es weniger künstlerische Arbeit und einen Verlust an kultureller Vielfalt. [ ... ] Kreativität – die unser Land lebenswerter macht – braucht eine wirtschaftliche Grundlage&#8221; ) , ruft in hergebrachter österreichischer Tradition sofort nach dem <em>Gesetzgeber</em> , der die &#8220;kulturelle Vielfalt&#8221; sowie die &#8220;lebenswert&#8221;- machende &#8220;Kreativität&#8221; zu schützen habe .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>EINSPRUCH 3 : &#8220;HALTET DEN DIEB&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2012/01/pacman_devours-1.jpg" alt="pacman devours" width="128" height="127" align="left" hspace="2" vspace="2" />Je heftiger die Deklaration das &#8220;elementare Recht der Kunstschaffenden auf Bezahlung ihrer Leistung&#8221; im &#8220;Kulturland Österreich&#8221; beschwört , desto mehr reiben sich lesende und schreibende Arbeiterinnen und Arbeiter die Augen , ist die &#8220;Gratiskultur&#8221; doch auch im traditionellen und schön analogen literarischen Feld Österreichs gang und gäbe :</p>
<ul>
<li>
<div>Welche österreichische Literaturzeitschrift bezahlt für literarische Beiträge und Rezensionen Honorare ?</div>
</li>
<li>
<div>Welcher literarische Verlag schliesst &#8211; wenn überhaupt ! &#8211; faire und die Vergütungen an die Autoren miteinschliessende Verlagsverträge ab ?</div>
</li>
<li>
<div>Wie steht es angesichts der unzähligen Klein- und Autorenverlage mit Autorenhonoraren oder Vorschüssen ?</div>
</li>
<li>
<div>Wie werden Lesungen und Auftritte vergütet ? &#8211; Muss nicht ein Autor , eine Autorin vor allem an jenem symbolischen Kapital knabbern , welches die Tatsache gewährt , dass man <em>überhaupt</em> auftreten darf ?</div>
</li>
</ul>
<p>Wie man sieht , sind die kreativitäts- zernichtenden Umstände , welche die IG einem nicht näher spezifizierten &#8220;Internet&#8221; unterstellt , schon bereits im analogen &#8220;Echtleben&#8221; in Kraft und sollten demnach zunächst dort angepackt werden , wo die Missstände ebenso alt wie ungelöst bleiben . Wo das Durchwursteln derart systemisch ist , wird auch die Strategie des &#8220;Haltet den Dieb !&#8221; (nämlich &#8220;das Internet&#8221; ) nur kurz von den realexistierenden Produktionsbedingungen österreichischer Autorinnen und Autoren ablenken .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>RELATED</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/04/16/dokumentation-goetz-und-herbst-vs-hettche-netzilteratur-kontrovers/">Dokumentation : Goetz und Herbst vs. Hettche : Netzliteratur, kontrovers</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/03/18/micro-note-quote-wie-sieht-es-aus-das-digitale-scheiben-herr-chervel/">Wie sieht es aus , das “digitale Schreiben” , Herr Chervel ?</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/07/18/komm-ins-offene-ein-entsatz/">Komm ! ins Offene … Ein Entsatz</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2010/02/03/micro-note-quote-its-not-information-overload-its-filter-failure-clay-shirky/">It’s Not Information Overload – It’s Filter Failure ( Clay Shirky )</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/11/11/wieder-mal-print-vs-web-oder-we-dont-need-no-payback/">Wieder mal : Print vs. Web oder We don’t need no “Payback”</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2009/03/17/medienumbruche-oder-bestandhalten-in-paranoider-negation/">Medienumbrüche oder : BeStandhalten in paranoider Negation</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/10/31/dnb-pflichtablieferung-von-netzpublikationen/">DNB : Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen</a></li>
<li><a href="http://www.zintzen.org/2008/05/14/jelinek-online-neid-am-dicken-ende-der-blogwurst/">Jelinek Online : “NEID” am dicken Ende der Blogwurst</a></li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><strong>UPDATE</strong></p>
<p>KÜNSTLER FORDERN &#8220;RECHT&#8221; : &#8220;DIE POLITIK&#8221; SOLL ES RICHTEN</p>
<p>Mittlerweile wird die Initiative von Künstler:innen &#8211; nicht zuletzt aber auch <a href="http://www.kunsthatrecht.at/partner/">den Verwertungsgesellschaften</a> &#8211; aller Sparten getragen . Thomas Trenkler <a href="http://derstandard.at/1326503738484/Oesterreich-Kuenstler-fordern-zeitgemaesses-Urheberrecht">im <em>Standard</em></a> über die Pressekonferenz am 25. 1. :</p>
<blockquote><p>Damit die Kunstschaffenden für ihre Leistung wieder fair bezahlt werden, haben sich Künstler aller Sparten zur Initiative <em>Kunst hat Recht</em> zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie eine bessere Durchsetzung ihrer Rechte bewirken. Am Mittwoch stellte sich die Initiative bei einer Pressekonferenz im Porgy &amp; Bess vor.</p>
<p>Der Autor Gerhard Ruiss, gemeinsam mit Danny Krausz, Harald Sicheritz, Christof Straub (Papermoon), Andy Baum, Michael Kos, Mercedes Echerer und anderen Mitbegründer von <em>Kunst hat Recht</em>, gab sich in seinem Statement kampfeslustig. Das geistige Eigentum sei zwar durch die Charta der Menschenrechte geschützt, &#8220;aber die Rechte, die wir im realen Leben haben, verlieren wir im Netz&#8221;. Damit müsse Schluss sein.</p>
<p>Die Initiative fordert u. a. die Einsetzung einer Regierungskommission zur Entwicklung eines zeitgemäßen Urheberrechts und ein Bekenntnis zur Festplattenabgabe, die den Künstlern als Ausgleich für Privatkopien zehn Millionen Euro bringen soll.</p></blockquote>
<p>&#8220;wollen &#8230; bewirken&#8221; , &#8220;müssen&#8221; , &#8220;fordern&#8221; : Die Diktion gleicht derjenigen , welche oben für die Literatur verwandt wurde . Keine Rede ist von etwaiger Selbstorganisation der Sparten , keine Rede von der aktiven Formulierung von &#8220;fair play&#8221;- Regeln , welche für die einzelnen Kunstgattungen notwendig spezifische sein müssen , sondern &#8211; wie gehabt &#8211; der Ruf nach dem Gesetzgeber , der es für alle richten soll . Freilich bieten schwammige Formulierungen reiches Identifikationspotential , entsprechend erfreut sich die Unterschriftensammlung auf der Website <a href="http://www.kunsthatrecht.at/">www.kunsthatrecht.at</a> regen Zuspruchs . <a href="http://www.kunsthatrecht.at/kunstschaffende-2/kunstschaffende/">Prominente Unterstützer und &#8220;Botschafter&#8221;</a> werden vorgeführt .</p>
<p>Die &#8220;<a href="http://www.kunsthatrecht.at/initiative/unsere-deklaration/">Deklaration</a>&#8221; entspricht ziemlich wörtlich dem ursprünglichen Aufruf der IG Autorinnen Autoren ( siehe oben ) , eine diffuse &#8220;Internet- Industrie&#8221; steht als Entität am Pranger ; aufrechten Demokraten , mündigen Bürgern und autonomen Künstlern fällt nicht Besseres ein als &#8211; in bester k. k. Untertanenmentalität &#8211; die paternalistisch gedachte &#8220;Politik&#8221; anzurufen :</p>
<blockquote><p>Das elementare Recht der Kunstschaffenden auf Bezahlung ihrer Leistung muss selbstverständlich sein. Dazu braucht es ein entschlossenes Auftreten der österreichischen Politik: Nur wenn die Anerkennung des geistigen Eigentums vom Gesetzgeber garantiert wird, wird sich das Kulturland Österreich positiv entwickeln. Wir brauchen grundsätzliche und nachhaltige gesetzliche Regelungen, die den aktuellen Technologien entsprechen. Dafür gibt es Lösungen, sie müssen nur umgesetzt werden.</p></blockquote>
<p>In Kurzform lauten die &#8220;<a href="http://www.kunsthatrecht.at/initiative/unsere-forderungen/">Forderungen</a>&#8221; wie folgt :</p>
<blockquote><p>Wir Kunstschaffenden fordern …<strong><br />
</strong></p></blockquote>
<div>
<div>
<blockquote>
<ul>
<li>ein klares Bekenntnis der österreichischen Politik zum Urheberrecht als Grundrecht der Künstlerinnen und Künstler.</li>
<li>eine zeitgemäße Reform und Ausbau des Urheberrechts unter Berücksichtigung aktueller Technologien.</li>
<li>eine Reform der urheberrechtlichen Vergütungssysteme, insbesondere der Leerkassetten- und Reprographievergütung.</li>
<li>die Erhaltung des Urheberrechtssenats als effiziente Streitschlichtungsinstanz.</li>
<li>wirksame Instrumente der Rechtsdurchsetzung.</li>
</ul>
</blockquote>
</div>
<div>|||</div>
<div>EINSPRUCH : PRIMAT DER PRAXIS VOR EINER LEGISLATUR , WELCHE ERST RECHT DEN KONZERNEN DIENT</div>
<div>Immerhin : nicht alle Künstler:innen denken in diesem simplifizierenden und einigermassen unautonomen Stil . In einem &#8220;Kommentar der Anderen&#8221; melden sich bereits am 26. 1. einige Künstler:innen , Theoretiker:innen und Kulturpolitiker:innen zu Wort : &#8220;Mehr Rechte gegen die Kunst ?&#8221; fragen Konrad Becker ( World-Information Institute ) , Marina Grzinic ( Akademie der bildenden Künste Wien ) , Susanne Kirchmayr ( Female:Pressure ) , Monika Mokre( Fokus , Forschungsgesellschaft kulturökonomische und kulturpolitische Studien ) , Gerald Raunig ( Europäisches Institut für Progressive Kulturpolitiken ) sowie Felix Stalder ( World-Information Institute ) . Wenn , so die Argumentation , derzeit nicht wenige Künstler:innen im Prekariat zu leben gezwungen sind , liege dies nicht an mangelndem Schutz der Urheberrechte :</div>
<blockquote>
<div>Der Ausbau der Urheberrechte schafft neue Einkommensquellen, vor allem aber neue Kosten. Leider sind diese nicht gleichmäßig verteilt. Die zunehmend verschärfte und unübersichtliche Rechtslage nützt vor allem Großkonzernen und ihrem juristischen Personal. Kleine und unabhängige Produzenten hingegen sind in mehrfacher Weise benachteiligt. Für nicht industriell auf den Massenmarkt orientierte Produkte werden finanzielle und administrative Barrieren errichtet, die neue und experimentelle kulturelle Praxen schon im Keim ersticken. &#8220;Das ist nur mit gesetzlichen Regelungen zu lösen!&#8221; Aber anstatt das Gesetz noch komplexer und realitätsferner zu machen müsste es doch darum gehen, die Kunst aus der Umklammerung durch Rechtsanwälte aller Art zu befreien.</div>
</blockquote>
<div>Mit Verweis auf neue Kunst- und Kulturtechniken wie das Sampling und die kreative Rekontextualisierung von Objekten der Kulturindustrie sowie auf die &#8221;availability&#8221; von Bildung , Wissen , Distributions- und Produktionsmitteln via Netz würde ein immer kompliziertes Urheberrecht reale künstlerische Praxen verhindern und de facto den &#8220;Oligopolen&#8221; weniger Konzerne zuarbeiten :</div>
<blockquote>
<div>Die Produktion von kulturellen Werken konnte immer weiter technisch vereinfacht und dezentralisiert werden, aber die Kontrolle über diese Prozesse und Netzwerkvorgänge ist zunehmend zentralisiert. Immer weniger globale Unternehmen dominieren den Markt und Zugang zu Kultur, Marktkonzentration in diesem Bereich hat ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht &#8211; eine direkte Folge der Verschärfung der Urheberrechte. Der Erfindungsreichtum dieser Oligopole beschränkt sich vor allem darauf, durch juristische oder technische Hindernisse Mitbewerber aus dem Markt zu drängen und durch Mangelwirtschaft zu profitieren. Die angemessene Verwendung von Zitaten, Fair Use, und andere wichtige demokratische Schranken des Urheberrechts wurden in den letzten 15 Jahren zunehmend aufgeweicht oder de facto aufgehoben. Konzerne sind an Profitmaximierung ihrer Finanziers interessiert. Demokratiepolitischen Grundlagen kultureller Praxis und das Wohlergehen der Künstler sind ihnen reichlich egal.</div>
</blockquote>
<div>Die Konzerne , welche z. B. YouTube- Videos sperren oder aus dem Verkehr ziehen , handeln &#8211; obgleich sie die Interessen der Künstler:innen rhetorisch vorschützen , in keiner Weise im Sinne der ursprünglichen Produzentinnen , sondern allein nach der Logik des Verwertungsgewinns . Es sind die Medikonzerne , Verlage und andere Zwischenträger , die abcashen , nicht aber die eigentlichen Wertschöpfer , die Regisseur:innen , Autor:innen , Musiker:innen und Bildkünstler:innen .</div>
<div>Becker &amp; al . setzen dem gebetsmühlenhaften Ruf nach dem Gesetzgeber und immer komplizierteren Urheberrechtsparagraphen einen Appell in Richtung PRAXIS entgegen :</div>
<blockquote>
<div>Wir brauchen eine grundsätzliche Neuordnung der Praxis im Urheberrecht für das 21. Jahrhundert. Die technokulturellen Umwälzung hin zu einer digital vernetzten Wissensgesellschaft rücken Kulturschaffende und Publikum näher zusammen. Es gilt diesen Prozess durch neue Rahmenbedingungen zu fördern, anstatt ihn durch Regelwerke zu behindern. Ein Ausbau der Urheberrechte, wie ihn die Kampagne von Gerhard Ruiss u. a. fordert, ist ein Schritt in die falsche Richtung.</div>
</blockquote>
<div>Hier wäre nicht der paternalistische Staat , sondern eine problemsensible Praxis gefordert , welche durch eine aktivere Selbstorganisation der Kunstschaffenden ohne komplizierte Paragraphen durchaus zu bewerkstelligen wäre .</div>
<div>|||</div>
</div>
<p>QUELLEN</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kunsthatrecht.at/">www.kunsthatrecht.at</a></li>
<li>Thomas Trenkler : <a href="http://derstandard.at/1326503738484/Oesterreich-Kuenstler-fordern-zeitgemaesses-Urheberrecht">Künstler fordern zeitgemäßes Urheberrecht . Breite Unterstützung für die Initiative &#8220;<em>Kunst hat Recht</em>&#8220;</a> &#8211; Der Standard , 25. 1. 2012</li>
<li>Konrad Becker &amp; al. : <a href="http://derstandard.at/1326503743951/Gegeninitiative-zu-Kunst-hat-Recht-Mehr-Rechte-gegen-die-Kunst">Mehr Rechte gegen die Kunst ? Warum die Kulturkämpfer für eine Verschärfung des Urheberrechts sich ins eigene Fleisch schneiden</a> &#8211; Der Standard , Kommentar der Anderen , 26. 1. 2012</li>
</ul>
<p>|||</p>
<p>SIEHE AUCH : <a href="http://www.zintzen.org/2012/02/04/videosamstag-ad-acta/">VideoSamstag : ad &#8220;ACTA&#8221;</a></p>
<p><strong>|||</strong></p>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dokumentation : Goetz und Herbst vs. Hettche : Netzliteratur, kontrovers</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 03:55:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#124;&#124;&#124; DISCLAIMER &#124; THOMAS HETTCHE : WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT &#124; RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST : EIN ÄRGERLICHES SCHISMA &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS &#124; ALBAN NIKOLAI HERBST :...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> DISCLAIMER | THOMAS HETTCHE : WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT | RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ | ALBAN NIKOLAI HERBST : EIN ÄRGERLICHES SCHISMA | ALBAN NIKOLAI HERBST ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS | ALBAN NIKOLAI HERBST : UNGEKÜRZTE FASSUNG DER ENTGEGUNG AUF THOMAS HETTCHE : KLOPAPIER. ZU THOMAS HETTCHES &#8220;WENN LITERATUR SICH IM NETZ VERFÄNGT&#8221; |</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" /></p>
<p>DISCLAIMER</p>
<p>Artikellinks verschwinden , Berichte sinken ab ins kostenpflichtige Archiv : in|ad|ae|qu|at DOKUMENTIERT die von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hettche">Thomas Hettche</a> via FAZ ventilierten Vorbehalte gegen Netzliteratur , <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32945.html">Rainald Goetz&#8217;</a> Replik in der Harald Schmidt- Show ( YouTube ) sowie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst">Alban Nikolai Herbsts</a> Replik im &#8220;Freitag&#8221; inclusive der von der Redaktion ungekürzten Originalfassung .</p>
<p><strong>Update :</strong> Die ausführliche Debatte ist bei <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/#comments">Herbst</a> nachzulesen . Ausgeschlafener Kommentar zu Goetz @ HS- Show bei <a href="http://www.forum-der-13.de/seiten/fd13.php?comm=6510">Jörg Meyer</a> . Lesenswert weiters der <a href="http://turmsegler.net/20100418/ein-bibliophiler-schatz/">Turmsegler</a> , natürlich der <a href="http://www.umblaetterer.de/2010/04/16/zeitungsphilister-gestern-digitaler-bohemien-heute/">Umblätterer</a> und <a href="http://aviess.posterous.com/dies-ist-meine-literatur-lasst-es-eure-sein">aviess.posterous</a> .</p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>THOMAS HETTCHE : <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ecommon~Scontent.html">WENN SICH LITERATUR IM NETZ VERFÄNGT</a> .<br />
SPERRBEZIRK LITERARISCHE ÖFFENTLICHKEIT ? ( FAZ , 9. 4. 2010 )</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Literatur besteht nicht aus Büchern, weder aus papiernen noch aus digitalen. Literatur besteht aus Romanen, Sonetten, Erzählungen, Novellen, Oden, kurz: aus Werken, abgeschlossenen, nach bestimmten ästhetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten organisierten Gebilden, die eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen, nur aus sich selbst heraus verstanden werden und auch auf nichts anderes reduziert werden können. Um ihre jeweilige Gestalt, diese unverwechselbare Physiognomie, die aus einer besonderen Sprache und aus dem entsteht, wovon diese Sprache spricht, ist es jedem <strong>wirklichen</strong> Schriftsteller zu tun. Diese besondere Physiognomie unterscheidet Literatur von all den Tagebüchern und Filmvorlagen, die man ansonsten zwischen zwei Buchdeckel pappt und Roman nennt.</p>
<p>Mir scheint, für diese Besonderheit sind vor allem zwei Dinge verantwortlich, von denen seltsamerweise zuletzt behauptet wurde, sie seien ganz im Gegenteil kennzeichnend für neue literarische Formen jenseits des Papiers: Nichtlinearität und Intertextualität. Da ist es doch seltsam, dass gerade Péter Esterházy, dessen Zitierlust immer wieder ins Feld geführt wurde, um das aufmerksamkeitsheischend kleptomane <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann">Fräulein Hegemann</a> zu entschuldigen, in seinen Büchern zeigt, was es heißt, die Form des Romans ernst zu nehmen. Wie jede künstlerische Form ist der Roman ein Schnitt in die Welt, der ein Innen und ein Außen erzeugt, eine Grenze, die insofern etwas Dialektisches hat, als sie gleichermaßen errichtet wie überschritten werden muss. Innerhalb dieser Grenze tritt gerade bei Esterházy, und gerade bei einem Roman wie &#8220;Harmonia Caelestis“, alles, was erzählt wird, miteinander in Beziehung. Péter Esterházy ist ein Meister darin, die Linearität der Erzählung aufzulösen und das Erzählte durch wiederkehrende Motive und Assonanzen, Wiederholungen und Verweise in einen Schwebezustand zu bringen, Gleichzeitigkeiten zu erzeugen, Überlagerungen &#8211; weil, ja weil die Welt solche Erfahrungen nicht erst kennt, seit es das Internet gibt.</p>
<p>Und <strong>indem Esterházy fremde Texte zitiert und übernimmt</strong>, tut er ein Zweites: Er überschreitet die Grenze seines Werks und öffnet die eigene Geschichte für andere Geschichten und für die Geschichten anderer. <strong>Aber auch das ist keine Errungenschaft des Zeitalters von copy &amp; paste</strong>, es gehört vielmehr zur Geschichte der Schrift selbst, die ja eine des unendlichen Abschreibens und Kommentierens ist. Doch nutzt Esterházy dieses Mittel in einer Komplexität und Bewusstheit, neben der sich <strong>Fräulein Hegemanns Praxis</strong> &#8211; und übrigens auch die Theorie eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Shields">David Shields</a> und seines &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/feb/28/reality-hunger-book-review">Reality Hunger</a>“ (Die Welt gibt es nur in Splittern: Dave Shields macht Literatur zum Versatzstückkatalog) &#8211; reichlich, nein furchtbar naiv ausnimmt.</p>
<p>Furchtbar deshalb, weil das alles alles andere als neu ist und weil jene, die Hegemann oder Shields gegen das in Stellung bringen, was sie &#8220;konventionell“ nennen, das natürlich wissen. Ging es also in dieser Debatte möglicherweise gar nicht um literarische Verfahren und die Qualität eines Romans? Welchen Grund aber könnte diese Ignoranz der Kritik haben? Hat sie vielleicht etwas damit zu tun, dass Fräulein Hegemann, was ihre Floskeln aus der postmodernen Rhetorik ja nur unzulänglich bemäntelten, Literatur eigentlich gar nicht interessiert, umso mehr aber so eine Art Textproduktion als Lebensteilhabe? Denn dieses Interesse teilten ganz offensichtlich viele, die ihr Buch gefeiert haben, nämlich nicht als Literatur, sondern als eine andere Form literarischer Öffentlichkeit. <strong>Die Emphase aber, mit der dieser Unschärfebereich zwischen Fiktion und Realität, zwischen Vorbild und Abbild, den man noch vor zwanzig Jahren als Kennzeichen unliterarischer Kolportage bewertet hätte, nun goutiert wurde, hat mit der veränderten Wahrnehmung von Literatur durch das Internet zu tun. Einer Erwartung, die vom Werk sich abwendet</strong>. „In der Literatur“, jubelt etwa, wie viele andere, Thierry Chervel im Perlentaucher, &#8220;ermöglicht das Netz plötzlich eine ganz neue Kommunikation zwischen Autoren und Lesern. Viel zu wenige Autoren, die vor lauter Angst den &#8216;Heidelberger Appell&#8217; unterzeichnet haben, denken darüber nach. Wer von ihnen schreibt ein Blog?“</p>
<p>Eben: keiner. Ist es nicht seltsam, mit welcher Beharrlichkeit das ignoriert wird? Seit ich 1999 mit &#8220;NULL“ eine der ersten literarischen Anthologien im Netz publizierte, deren Texte sich die Redakteure der Feuilletons seinerzeit meist von ihren Sekretärinnen ausdrucken ließen, weil sie nicht online waren, sind zehn Jahre vergangen. <strong>Inzwischen hat die &#8220;Zeit“ einen Preis für Netzliteratur ausgelobt und aus Mangel an möglichen Preisträgern wieder eingestellt, hat die Germanistik das Thema entdeckt und Dissertationen und Habilitationen en gros verfasst, Tagungen und Lehrstühle aus- und eingerichtet, saßen unzählige &#8220;Netzautoren“ mit ihren &#8220;Hypertextprojekten“ auf Podien und in Talkshows. Aber keine Erzählung, kein Roman, kein Twitter-Vers ist entstanden, dessen literarische Halbwertszeit länger gewesen wäre als das Staunen über die medialen Möglichkeiten.</strong></p>
<p>Am Erfolg partizipieren</p>
<p>Warum möchte man eigentlich Schriftstellern partout neue Medienformate aufschwatzen? Man schreibt doch Romane, Gedichte, Theaterstücke, Essays nicht aus Mangel an Phantasie, welche anderen Formen es geben könnte, sondern ganz im Gegenteil deshalb, weil man sich sicher ist, genau so ausdrücken zu können, was eben nur so ausgedrückt werden kann, etwas nämlich, das das Lärmen der Kanäle zum Verstummen bringt. Literatur hat mit der Schönheit zu tun, die Sprache nur dann entfaltet, wenn man sorgfältig oder leidenschaftlich oder wütend oder begeistert, auf jeden Fall aber gänzlich sich ihr anheimgibt, als Autor wie als Leser. Dem aber ist die Zerstreuung der Aufmerksamkeit auf viele Kanäle nicht dienlich.</p>
<p>Aber das ist, wie gesagt, alles andere als neu. Das gilt für die Literatur seit allem Anbeginn, seit Sapphos Versen. Die Frage ist, woher der Furor rührt, mit dem ständig verlangt und immer stärker auch erwartet wird, Schriftsteller müssten mit ihren Lesern in einen Kontakt treten, der eben nicht über das Werk stattfindet. Da diese Erwartung gar nicht bei den Lesern selbst besteht, sondern seltsamerweise vor allem diejenigen sie hegen, die das Lesen zu ihrem Beruf gemacht haben, glaube ich inzwischen, <strong>dass denen das Werk selbst ein Ärgernis geworden ist</strong>. <strong>Ich glaube, dass das unendliche Mediengespräch des Netzes, in dem so viele sich verfangen haben und gefangen sind und das doch zugleich so immateriell und ungreifbar bleibt, eine tiefe Unsicherheit gegenüber allem produziert, was sich dieser unendlichen Plauderei entzieht.</strong> Und dass alles, was sich dem entzieht, als ganz fremd und irritierend empfunden wird, weil man im Innersten weiß: Erst wenn es dieses Fremde nicht mehr geben wird, das nicht computierbar ist und nicht übersetzbar und von keinem Forum und keinem Leserkommentar erreicht werden kann, erst dann wird der Zweifel in einem selbst verstummen, ob das, was man tut, wirklich so wunderbar ist, wie man zu behaupten nicht müde werden darf.</p>
<p>Es gibt erkennbar einen Subtext in den Feuilletondebatten über Literatur, der vom Verlust von Lebensmodellen erzählt und von Angst &#8211; der wohl auch die zunehmende, geradezu groteske Begeisterung der Literaturkritik für den ökonomischen Erfolg von Büchern geschuldet ist: als könnte man so daran partizipieren. Etwas geht zu Ende. 1816 erschien <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Christoph_Perthes">Friedrich Christoph Perthes</a> Schrift &#8220;Der deutsche Buchhandel als Bedingung des Daseyns einer deutschen Literatur“. Perthes hatte 1796 in Hamburg die erste Sortimentsbuchhandlung in Deutschland eröffnet, gehörte zu den Gründern des Börsenvereins, und er hatte wohl recht mit dieser These, dass Literatur in Wechselwirkung mit der Kultur ihrer Verbreitung entsteht. Vor zweihundert Jahren fand dieses kulturelle System mit Universitäten, Feuilletons, Verlagen, Buchhandlungen, Lesezirkeln zu der Form, wie wir es kennen. Eine Formation der Lesenden, die sich selbst Regeln unterwarfen, und zwar nicht primär aus ökonomischen Überlegungen, sondern weil diese Regeln als sinnvoll erachtet wurden, um Literatur und Wissenschaft zu ermöglichen. <strong>Die Unterscheidung zwischen Text und Kommentar gehört dazu, diejenige zwischen Autor und Werk, die Anerkennung und Honorierung der Urheberschaft, die Unverletzlichkeit des vom Autor bestimmten Textes. Regeln, die jetzt dabei sind zu verschwinden</strong>.</p>
<p>Das Absterben der literarischen Institutionen</p>
<p>Wenn man als Schriftsteller eingeladen wird und durch dieses Land fährt, erlebt man zwar den ganzen Reichtum der literarischen Institutionen noch, die damals entstanden, aber immer stärker spürt man auch, wie sehr diese <strong>Institutionen dabei sind, von innen heraus zu verschwinden</strong>. Da gibt es Lesungen in literaturwissenschaftlichen Seminaren, in denen man den Studenten keine Bücher mehr zumutet, sondern zum Semesterbeginn zehnseitige Ausschnitte kopiert, anhand deren nicht etwa Romane verstanden, sondern lediglich Frage- und Diskussionstechniken eingeübt werden sollen. Da mutieren immer mehr Traditionsbuchhandlungen, die einst Lesungen veranstalteten, zu Papeterien. <strong>Da trifft man in Rundfunksendern auf Redakteure, die das Buch, über das sie mit einem sprechen wollen, zuvor nicht mehr gelesen haben dürfen &#8211; damit sie die Hörer &#8220;besser abholen</strong>“. Es ist, als reiste man von einer Geisterstadt zur nächsten. Und überall trifft man auf Menschen, die in ihrer Begeisterung für die Literatur alt geworden sind und die wissen, dass das, was sie tun, mit ihnen enden wird.</p>
<p>Dieser Eindruck passt sehr wohl zum <strong>Boom der Festivals und Literatur-Events</strong>, zu den Besucherrekorden der Messen in Leipzig und Frankfurt, zur Konjunktur der Schreibschulen und Textwerkstätten. Bei alldem geht es um <strong>eine Teilhabe an Literatur, deren Zugang nicht mehr primär der Text ist</strong>. Wir erleben eine tiefgreifende Veränderung des Verhältnisses der Leser zu Autor und Werk, und es scheint, als ginge das Absterben der literarischen Institutionen mit der Restitution eines neoromantischen Verständnisses von Künstler und Kunstwerk einher. <strong>Doch während Friedrich Schlegel von einem Zeitalter träumte, in dem &#8220;es nichts seltnes mehr wäre, wenn mehrere sich gegenseitig ergänzende Naturen gemeinschaftliche Werke bildeten“, arbeitet das aktuelle Revival des romantischen Fragments in Gestalt von Blog und Tweet ebenso dem Vergessen und dem Verschwinden der Werke zu</strong> wie die neoromantische Vorstellung von Autorenschaft, bei der &#8211; und dafür ist die Diskussion um Helene Hegemann symptomatisch &#8211; das Werk nurmehr Akzidenz eines Ichs ist, das sich mit seiner Hilfe erfindet und an so etwas wie <strong>temporäre Gemeinden im Netz</strong> entäußert, <strong>die an die Stelle einer literarischen Öffentlichkeit treten</strong>.<br />
<small>( Hervorhebungen czz , <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Quelle</a> )</small></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ekom~SKom.html">KOMMENTARE</a> ( AUSZUG )</p>
<p><small>Gregor Keuschnig</small></p>
<p><small>Der Aufhänger von Hettches Beitrag suggeriert, dass das &#8220;Internet&#8221; (schon diese grobschlächtige Etikettierung ist ambivalent) die Literatur verändert, wenn nicht gar zerstört. Er nimmt dafür ausgerechnet den Fall Hegemann, der, wenn man genau schaut, das Gegenteil demonstriert: Hier hat eine Autorin aus dem Internet geschöpft und versucht, in das Papiermedium zu transkribieren. Das wurde ihr von der Kritik fast durchgängig goutiert, was einiges über die Protagonisten aussagt. Twitter mit Literatur überhaupt nur zu vergleichen ist fast unredlich. Niemand würde an einer Imbißbude die gleichen Maßstäbe wie an ein Steakhaus anlegen. In Twitter finden sich mal gelungene Aphorismen; ansonsten ist es ein reines Hinweismedium.<br />
In einem Punkt hat Hettche allerdings vollkommen recht: Mit den literarischen Institutionen sterben auch die Literaturliebhaber aus. Stattdessen sucht die Mainstreamkritik nur noch die &#8220;Leseratten&#8221;, die &#8220;Schmöker&#8221; kaufen sollen. Die Eventisierung der Literatur ist vor allem durch die Trivialisierung in den Medien derart vorangeschritten, dass inzwischen das Privatleben der Autoren wichtiger als das Werk zu sein scheint. Diese Gründe werden aufgeführt. Sie haben aber alle nichts mit dem Internet zu tun.</small></p>
<p><small>emile cioran</small></p>
<p><small>Danke, Thomas Hettche, für diesen schönen Beitrag. Dennoch fürchte ich, Sie lassen sich zu sehr vom nostalgischen Abschiedston verführen, vom Schwelgen in Abendröte, von der Melancholie des Späten. Aber Spätzeiten waren immer. Seit Nietzsche mögen es zwei oder drei gewesen sein. Die Poststrukturalisten haben ja bereits theoretisch erprobt, was durch das Internet praktisch werden will: den Tod des Autors, die Intertextualität, das Schreiben der Schrift, den unaufhörlichen Rumor des Sprechens, Plagiat und Palimpsest etc etc. Sie saßen damals in Frankfurt in den Seminaren in der Dantestraße ebenso berauscht von Derrida, Foucault, Deleuze und all den postmodernen Text-Komödianten wie ich. Ein paar Jahre später verspürten die meisten ernüchtert nur noch die Langeweile, die allein von jeder Mode und Phrase bleibt. Wir suchten Substanz, Ernst, Gewicht, jedenfalls hatten wir intellektuellen Karneval und Faschingsgelächter satt. Und was hat die Absurdität zu bedeuten, dass &#8211; neben einer Hegemann &#8211; auch von einem George wieder die Rede ist? Dass so einer im Getwitter überhaupt noch mal wiederkehren konnte? Literatur war doch nie das, was man sonst noch zwischen Pappe quetschte. Sie stand immer auf verlorenem Posten. Das wissen Sie doch.</small></p>
<p><small>Herold Binsack</small></p>
<p><small>Es macht Freude das zu lesen, denn jeden Satz kann ich unterschreiben, wenn ich auch vermutlich nicht jedes Wort so gewählt gesetzt hätte, wie er, wie Thomas Hettche. Und doch nützt es nichts, jedes Wort, ja jede Silbe scheint vor die Säue, so wie auch eines <a href="http://www.zintzen.org/2010/02/03/micro-note-quote-its-not-information-overload-its-filter-failure-clay-shirky/">Frank Schirrmachers Klagen ob des Internets</a> Wirkung auf des Menschen geistige Freiheit.</small></p>
<p><small>Julius Franzot</small></p>
<p><small>Herr Hettche bringt die heutigen Missstände genau auf den Punkt: Es geht nicht mehr um den Text und infolgedessen auch nicht um die Ideen, die unweigerlich die Grundlage für eine seriöse Schrift sind.<br />
Wo die Ideen in den Hintergrund treten, dort verschwindet auch die Person des Autors, dem es lieber sein sollte, wegen seiner Gedanken als wegen einer greller Krawatte wahrgenommen, befragt und interwiewd zu werden.<br />
Viele Autoren, deren Manuskripte oft in den Verlagen nicht einmal im Ansatz gelesen werden, empfinden eine Veröffentlichung im Internet nur als eine Notlösung, um ihre Manuskripte doch irgendwie in den Umlauf zu bringen.<br />
Im Internet gibt es kaum ernsthafte Diskussionen über Texte und die dahinter stehenden Ideen. Eine flapsige Bemerkung, keine Reaktion auf die Antwort darauf, anonyme Nicks, die gleich ins Nichts verschwinden, keine Resonanz durch die Presse, keine Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. Und, ganz nebenbei, auch kein Entgeld für die erbrachte Leistung.<br />
Man braucht sich nicht zu wundern, wenn jemand, der etwas zu sagen hat, sowohl das Internet als auch die Publikation &#8220;on Demand&#8221;, die ebensowenig für Resonanz sorgt, nur als allerletzte Chancen wahrnimmt.</small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BqDv6F9eTHA">RAINALD GOETZ @ HARALD SCHMIDT LATE NIGHT SHOW AM 8. 4. 2010 SHOW ÜBER &#8220;LOSLABERN&#8221; , HETTCHE UND DIE FAZ</a></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BqDv6F9eTHA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/BqDv6F9eTHA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<pre><code> </code></pre>
<p><small>( <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BqDv6F9eTHA">Quelle</a> ) </small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALBAN NIKOLAI HERBST : <a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma">EIN ÄRGERLICHES SCHISMA</a> ( DER FREITAG , 15. 4. 2010 )<br />
Internet und Literatur gehen nicht zusammen? Unsinn! Warum sich Schriftsteller das Netz nicht vergällen lassen dürfen</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Dieser Tage veröffentlichte Thomas Hettche in der FAZ einen kunstreaktionären Artikel, der die poeti­sche Arbeit diffamiert, die im Internet erscheint. Titel: &#8220;Warum Literatur sich im Netz verfängt“. Dazu benutzt er drei die Feuilletons alldurchstapfende Thesen, kriegt freilich den Lehm von den Stiefeln nicht weg.</p>
<p>1. Das Internet sei nur an Klatsch interessiert und unkonzentriert; es befördere ein, nenn ich das mal, literarisches Pisa. Man sehe das an der unangemessenen Beachtung <a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E511E6E582D674E1EB42CB5A6C72A1ED3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">einer jungen Pla­giatsautorin</a>, der Hettche aber selbst unangemessenen Raum einräumt. Denn nicht das Netz war diskutiert, sondern ein Buch. Welchen Dietrich einer benutzt (copy&amp;paste oder Kuli), spielt fürs Plagiat keine Rolle, auch nicht, woraus jemand abschreibt, zumal das Phänomen – wie die Skandalgier – alt wie die Dichtung selbst ist und die Geschichte ihrer Kritik. Bis zu den jüngsten histoires de cul <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/33643.html">Catherine Millets</a> hin drängt einem eben nicht das Netz, sondern der Buch­markt die Bei­spiele auf. Auch das Netz, selbstverständlich, kennt solche Texte. Nur sind Bekenntnisse seit je eine Säule der Literatur: zu denken ist an Rousseau, an Montauk, an Erinne­rung, sprich.</p>
<p><strong>Was jemand schreibt, ist zweitrangig; wie er es macht, ist entscheidend. Im Netz erscheint nicht weniger Müll als im Buch, dessen Trägersubstanz, Papier, öfter noch zum Abwischen dient</strong>. Hingegen blendet Hettche, gewiss ein ehrenwerter Mann, alle poetische Netzarbeit aus, die das gefährdete Werk wieder neu fokussiert: ob des Kreises um <a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/johannesauerbio.html">Johannes Auer</a>, ob Christiane Zint­zens <a href="http://www.zintzen.org/">in|ad|ae|qu|at</a>, ob Hartmut Abend­scheins <a href="http://bc.etkbooks.com/opac/">Bibliotheca Caelestis</a>. Das &#8220;Unliterarische“ an deren Kunst besteht einzig darin, dass sie nicht zwischen Buchdeckel passt – ja, Hettche verschweigt sogar <a href="http://www.elfriedejelinek.com/">Jelineks Netzseiten</a>. Es geht ihm nämlich nicht um Dichtung. Vielmehr lässt sich das literarische Netz (noch) nicht vom Markt regulieren, ja kaum überschauen. Der aber hat, nicht das Netz, die Dich­tung zu &#8220;Events” umgebogen. Woran Hettche kräftig mitbiegt, seit er hinaufgebürgert ist.</p>
<p>2. Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes”; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet, weshalb er alle, die den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Appell">Heidelberger Appell</a> (zum Schutz des Urheberrechts) nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller” nennt. Das ist nicht ohne Verrat: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat ihn nicht unterschieben. Die Polemik wischt aber auch Rainald Goetz, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und Jelinek vom Tisch und <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p>
<p>3. Literatur im Netz befördere den Personenkult. Dieser ist ein vom Pop an­getretenes Erbe aus Zeiten künstlerischer Autonomie­kämpfe. Um Label zu werden, brauchte ein Baudelaire nicht, brauchten weder Pynchon noch Kracht das Netz. Es relativiert den Kult sogar, schon weil sich der Autor sich, etwa in kommentierbaren Blogs, angreifbarer macht, als ein Hettche das er­trüge: Zu offen würde benannt, was er absichern will: nicht Qualität, sondern Macht. Wäre der jungen Plagiatsautorin Roman im Netz erschienen, keine Aufferhähnin hätte nach ihm ge­kräht, und auch die Hettches wären bedeutungsärmer: so arm schon, wie sie es sind. <small> ( Hervorhebungen und Links czz , <a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma">Quelle</a> )</small></p>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>ALBAN NIKOLAI HERBST IN SEINEM WEBLOG &#8220;<a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/">DIE DSCHUNGEL. ANDERSWELT</a>&#8221; ÜBER DIE MISSVERSTÄNDLICHE KÜRZUNGEN SEINES ARTIKELS</p>
<p>Es gibt in der Druckfassung der Zeitung eine Entstellung, die eine falsche Aussage mitträgt:</p>
<blockquote><p>Diese Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, sogar den Freund Paulus Böhmer und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich sollte dastehen:</p>
<blockquote><p>Das ist nicht ohne Verrat: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat ihn nicht unterschieben. Die Polemik wischt aber auch Rainald Goetz, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und Jelinek vom Tisch und <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p></blockquote>
<p>Der Fehler kam, und ich übersah ihn, durch einen redaktionellen Eingriff zustande, der kürzen mußte.<br />
Die ursprüngliche Version lautet n o c h anders. Ich zitiere den entsprechenden Absatz der Originalfassung ganz, es ist Punkt 2:</p>
<p>Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes”; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur <strong>wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet</strong>, weshalb er alle, die den <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm">Hei­delberger Appell</a> nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller” nennt. Die Behauptung scheut den Verrat nicht: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat den Appell nicht unterschrieben. Anders als der, so lautet suggestiv der Schluß, sind die 2600 Unterzeichner ernstzunehmende Dichter. Die gleiche Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.&#8221;<br />
ANH, 15.4.2010.<br />
ICE Mannheim-Berlin. <small>( Hervorhebungen und Links czz , <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/heute-im-freitag-anh-antwortet-auf-thomas-hettche-literatur-internet/">Quelle</a> ) </small></p>
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<p>ALBAN NIKOLAI HERBST : UNGEKÜRZTE FASSUNG DER ENTGEGUNG AUF THOMAS HETTCHE :<br />
KLOPAPIER. ZU THOMAS HETTCHES &#8220;WENN LITERATUR SICH IM NETZ VERFÄNGT&#8221;</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2010/04/netziteratur_pro_contra-1.png" alt="netziteratur pro contra" hspace="2" vspace="2" width="171" height="109" align="left" />Am 9. April veröffentlichte Thomas Hettche in der FAZ einen kunstreaktionären Artikel, der die poetische Arbeit diffamiert, die im Internet erscheint. Dazu benutzt er drei die Feuilletons alldurchstapfende Thesen, kriegt freilich den Lehm von den Stiefeln nicht weg.</p>
<p>1) Das Internet sei nur an Klatsch interessiert und unkonzentriert; es befördere ein, nenn ich das mal, literarisches Pisa. Man sehe das an der unangemessenen Beachtung einer jungen Plagiatsautorin, der Hettche aber selbst unangemessenen Raum greifen läßt. Denn nicht das Netz war diskutiert, sondern ein Buch. Welchen Dietrich einer benutzt (copy&amp;paste oder Kuli), spielt fürs Plagiat keine Rolle, auch nicht, woraus jemand abschreibt, zumal das Phänomen, wie die <strong>Skandalgier</strong>, alt wie die Dichtung selbst ist und die Geschichte ihrer Kritik. Bis zu den jüngsten histoires de cul Millets drängt einem eben nicht das Netz, sondern der Buchmarkt die Beispiele auf. Auch dieses, selbstverständlich, kennt solche Texte. Nur sind Bekenntnisse seit je eine Säule der Literatur: zu denken an Rousseau, an &#8220;Montauk&#8221; und &#8220;Erinnerung, sprich&#8221;. Was jemand schreibt, ist zweitrangig; wie er es macht, ist entscheidend. Im Netz erscheint nicht weniger Müll als im Buch, dessen Trägersubstanz, Papier, öfter noch zum Abwischen dient; mehr Scheiße backt auch an Twitter nicht. Hingegen blendet Hettche, gewiß ein ehrenwerter Mann, alle poetische Netzarbeit aus, die das gefährdete Werk wieder neu focussiert: ob des von Bense kommenden Kreises um <a href="http://auer.netzliteratur.net/">Auer</a>, ob <a href="http://www.zintzen.org/">Zintzens in|ad|ae|qu|at</a>, ob <a href="http://www.abendschein.ch/site/weblog/C29/">Abendscheins Bibliotheca Caelestis</a>. <strong>Deren &#8220;Unliterarisches&#8221; besteht einzig darin, daß sie nicht zwischen Buchdeckel passen</strong>. Nicht einmal hor.de wird erwähnt, ja Hettche verschweigt sogar <a href="http://www.elfriedejelinek.com/">Jelineks Sites</a>. Es geht ihm nämlich nicht um Dichtung. Vielmehr läßt sich das literarische Netz (noch) nicht vom Markt regulieren, ja kaum überschauen. Der aber hat, nicht das Netz, die Dichtung zu &#8220;Events&#8221; umgebogen. Woran Hettche kräftig mitbiegt, seit er hinaufgebürgert ist.</p>
<p>2) Das Urheberrecht werde durchs Netz bedroht. Büchern freilich gestattet Hettche die Verletzung des &#8220;vom Autor bestimmten Textes&#8221;; sie soll nur auf hohem Niveau geschehen. Dem ist beizupflichten. Nur wer bestimmt die Kriterien? Auch hier sieht Hettche nicht wirklich die Dichtung, sondern seine wohlbezahlte Deutungshoheit gefährdet, weshalb er alle, die den <a href="http://www.wischenbart.com/blog/?p=210">Heidelberger Appell</a> nicht unterschrieben haben, &#8220;keine ernstzunehmenden Schriftsteller&#8221; nennt. Die Behauptung scheut den Verrat nicht: Auch Paulus Böhmer, ein enger Freund Hettches, hat den Appell nicht unterschrieben. Anders als der, so lautet suggestiv der Schluß, sind die 2600 Unterzeichner ernstzunehmende Dichter. Die gleiche Rhetorik wischt Rainald Goetz vom Tisch, den Konkurrenten aus Suhrkamptagen, und jeden sonst, der im Netz publiziert und doch auch wichtige Bücher schrieb, zum Beispiel <a href="http://turmsegler.net/">Benjamin Stein</a>.</p>
<p>3. Literatur im Netz befördere den Personenkult. Dieser ist ein vom Pop angetretenes Erbe aus Zeiten künstlerischer Autonomiekämpfe. Um Label zu werden, brauchte Baudelaire nicht, brauchten nicht Pynchon noch Kracht das Netz. Es relativiert den Kult sogar, schon weil er sich, etwa <strong>in kommentierbaren Blogs, angreifbarer macht als ein Hettche das ertrüge</strong>: <strong>Zu offen würde benannt, was er absichern will: nicht Qualität, sondern Macht.</strong> Wäre der jungen Plagiatsautorin Roman im Netz erschienen, keine Aufferhähnin hätte nach ihm gekräht, und auch Hettches wären bedeutungsärmer: so arm schon, wie sie es sind. <small>( Hervorhebungen und Links czz ) </small></p>
<p><strong>|||</strong></p>

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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 16:11:15 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>|||</strong> LITERATUR | NETZ &amp; MEDIEN | SOZIALE NETZWERKE | KLANGAPPARAT</p>
<p><img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/czz-linkliste-1.png" alt="czz linkliste" hspace="2" vspace="2" width="150" height="151" align="left" />Es wird &#8211; so geht die Rede &#8211; immer weniger verlinkt . Statt die während einer Abwesenheit nachgeholte Re- Lektüre via <a href="http://twitter.com/inadaequat">Twitter</a> zu verzwitschern , mag doch auch in unregelmässigen Abständen das freundliche Ritual des Verlinkens praktiziert werden . Auf dass auch die 140- Zeichen- Abstinenzler einige der in|ad|ae|qu|at als lesens- und bemerkenswert befundene Artikel mit- und nachzuvollziehen vermögen .</p>
<p>LITERATUR</p>
<ul>
<li>Schöner Überblick zur Geschichte der Literaturförderung ( mit einigen schwächlichen Schlussfolgerungen für die Gegenwart und als Antidot zum FAZ- Appell &#8220;<em><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Autorenförderung ? Hungert sie aus !</a></em>&#8221; ) : Gunther Nickel &#8211; &#8220;<em><a href="http://www.satt.org/literatur/09_06_brot.html">Die Kunst geht nach Brot &#8211; Anspruch, Wirklichkeit und Probleme der Literaturförderung in Deutschland</a></em>&#8221; @ <a href="http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/">satt.org</a> &#8211; tags : Literaturförderung, Schillerstiftung,</li>
<li><a href="http://www.kunstradio.at/BIOS/stolterfohtbio.html">Ulf Stolterfoht</a> ( <a href="http://www.zintzen.org/literatur-als-radiokunst/">LARK- Autor</a> des Jahres 2006 ) übernimmt die <a href="http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/">2. Hildesheimer Poetik- Dozentur</a> @ <a href="http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/">Lyrikzeitung ( # 42 )</a> &#8211; tags : Ulf Stolterfoht, Poetik, Dozentur, Lesung, Hildesheim,</li>
<li><em>viribus unitis</em> : <a href="http://www.boersenblatt.net/324687/">Spitzentitel- Paket junger Independent- Verlage aus D, Ö , CH für den Buchhandel</a> ( Blumenbar , kookbooks , mairisch , Luftschacht , Onkel &amp; Onkel , orange-press , salis sowie Voland &amp; Quist ) @ <a href="http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/">boersenblatt.net</a> &#8211; tags : buchhandel, kleinverlag, autorenverlag, paketlösung, sonderkonditionen, remission, neue distributionsmethoden, kooperation,</li>
<li><a href="http://www.boersenblatt.net/324460/">Eugen Ruge</a> ( <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Ruge">Wikipedia</a> ) hat zwar den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred-D%C3%B6blin-Preis">Alfred- Döblin- Preis</a> zugesprochen erhalten : Die Beobachtungen bei den <a href="http://www.boersenblatt.net/324493/">Lesungen der Finalistinnen</a> ( Volker H. Altwasser , Thomas Hettche , Harriet Köhler , Michael Roes ) mögen vielleicht Ausblicke auf werdende Trends gestatten : Und doch heisst es wieder nur : Familie , Familie , Familie &#8211; traditionell runtererzählt @ <a href="http://www.boersenblatt.net/324493/">börsenblatt.net</a> &#8211; tags : preis, award, familienroman, prosa, Alfred-Döblin-Preis, Volker H. Altwasser, Thomas Hettche, Harriet Köhler, Michael Roes, Eugen Ruge,</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>NETZ &amp; MEDIEN</p>
<ul>
<li>Debatte über den Status von <a href="http://carta.info/10424/internet-paid-content/">News- Aggregatoren im Netz</a> : <a href="http://carta.info/10421/verleger-gema-fuer-onlinetexte-wer-zahlt-wofuer-und-wer-ist-verleger/">Bezahlmodelle ( Gema )</a> in Diskussion &#8211; nota bene : bislang explizit zugunsten von <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Internet-Piraterie-Verlage-planen-Gema-f%FCr-Onlinetexte/525077.html?nv=cd-rss1220">Verlagen</a> und <em>nicht</em> von Autoren @ <a href="http://carta.info/10424/internet-paid-content/">Carta 1</a> , <a href="http://carta.info/10421/verleger-gema-fuer-onlinetexte-wer-zahlt-wofuer-und-wer-ist-verleger/">Carta 2</a> @ <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Internet-Piraterie-Verlage-planen-Gema-f%FCr-Onlinetexte/525077.html?nv=cd-rss1220">FTD</a> &#8211; tags : aggregatoren, kultur-flatrate, content, verlag,</li>
<li>Soll die jetzt bereits mehr verschenkte als verkaufte <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Vergeblicher-Ruf-nach-Staatshilfe-Wiener-Melange/526124.html?nv=cd-rss1220">Fellner- Postille &#8220;Österreich&#8221; Staatshilfe erhalten ?</a> &#8211; Die Konkurrenz , selbst Nutzniesserin staatlicher Medienförderung , läuft Sturm @ <a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Vergeblicher-Ruf-nach-Staatshilfe-Wiener-Melange/526124.html?nv=cd-rss1220">FTD</a> &#8211; tags : zeitung, österreich, subvention, boulevard,</li>
<li>Dazu passend die Meldung : &#8220;<a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=82659">Gratiszeitungen kämpfen europaweit ums Überleben</a>&#8221; @ <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=82659">persoenlich.com</a> &#8211; tags : gratiszeitung, markt, baisse, anzeige, reklame,</li>
<li>Bleibt die <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2009/06/blackandwhite_ebooks/">E- Book- Weltsicht auf Schwarz- Weiss- Sicht eingestelllt ?</a> @ <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2009/06/blackandwhite_ebooks/">Wired</a> &#8211; tags : e-book, e-reader, tablet, limits, darstellung,</li>
<li>Nachlese : Bruce Sterling gibt &#8220;<em><a href="http://www.wired.com/beyond_the_beyond/2009/05/eighteen-challenges-in-contemporary-literature">18 Challenges in Contemporary [ Web- ]Literature</a></em>&#8221; zu bedenken und diagnostiziert schlechte Chancen für die Poesie @ <a href="http://www.wired.com/beyond_the_beyond/2009/05/eighteen-challenges-in-contemporary-literature">Wired</a> &#8211; tags : webliteratur, copyright, nische, medienkonvergenz, ökologie, poesie</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>SOZIALE NETZWERKE</p>
<ul>
<li>Basal für Anfanger &amp; Fortgeschrittene : <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ddO9idmax0o&amp;feature=channel">Twitter in Plain English</a> @ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ddO9idmax0o&amp;feature=channel">YouTube</a> &#8211; tags : animation, twitter, microblogging</li>
<li>Einmal und nie wieder : John Swansburg &amp; Jeremy Singer- Vine über &#8220;<a href="http://www.slate.com/id/2219995/">Orphaned Tweets : When people sign up for Twitter, post once, then never return</a>&#8221; &#8211; Aufforderung zum Sammeln solcher Eintagsfliegen : Retweet #orphantweet ! @ <a href="http://www.slate.com/id/2219995/">Slate</a> &#8211; tags : twitter, one-hit-wonder, Eintagsfliegen, Geister-Tweets,</li>
<li>Twitter will <a href="http://www.heise.de/newsticker/Twitter-will-gepruefte-Accounts-einfuehren--/meldung/140037">geprüfte Accounts</a> einführen &#8211; als Schutz für Promis vor Identitäts- Usurpatoren : &#8220;<em>The experiment will begin with public officials, public agencies, famous artists, athletes, and other well known individuals at risk of impersonation.</em>&#8220;- @ <a href="http://www.heise.de/newsticker/Twitter-will-gepruefte-Accounts-einfuehren--/meldung/140037">heise</a> @ <a href="http://blog.twitter.com/2009/06/not-playing-ball.html">twitter-blog</a> &#8211; tags : twitter, celebs, impersonation, identitätsklau,</li>
<li><em>Angestelllte</em> Social- Network- User , Blogger und Twitterer im <a href="http://www.wired.com/threatlevel/2009/06/facebooksword/">Konflikt mit ihrem Unternehmen</a> : Fallbeispiel am Exempel Facebook @ <a href="http://www.wired.com/threatlevel/2009/06/facebooksword/">Wired</a> &#8211; tags : social networks, Unternehmen, intern-extern, individuelle freiheit, Unternehmenswissen</li>
<li>Basal für Anfanger &amp; Fortgeschrittene : <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6a_KF7TYKVc&amp;feature=channel">Social Networking in Plain English</a> @ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6a_KF7TYKVc&amp;feature=channel">YouTube</a> &#8211; tags : social network, animation ( via <a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3748-Twitter.-Soup.io,-Literatur,-und-Enterprise-2.0-Videos-links-for-2009-06-09.html">Oliver Gassner</a> )</li>
</ul>
<p><strong>|||</strong></p>
<p>KLANGAPPARAT</p>
<p align="right">Wird unter &#8220;Links&#8221; gemeinhin eine &#8220;Verknüpfung&#8221; im Netz verstanden , <img src="http://www.zintzen.org/wp-content/uploads/2009/06/czz-hoerempfehlung-155.jpg" alt="czz-hoerempfehlung" hspace="2" vspace="2" width="71" height="42" align="right" />bleibt auch die Assoziation zum &#8220;wandernden Schatten&#8221; ( der Verlinkung von verlinkten Links im virtuellen Raum ) nicht fern .</p>
<p align="right">Da mag die Werkschau des St. Petersburger Solisten <a href="http://www.deepindub.org/staff/waveform/">Waveform</a> ganz gut passen , welche eben unter dem Titel &#8220;<em><a href="http://www.deepindub.org/waveform-moving-shadow-did-032/">Moving Shadow</a><a href="http://www.deepindub.org/waveform-moving-shadow-did-032/"></a></em>&#8221; bei <a href="http://www.deepindub.org/">deepindub</a> erschienen ist . Zwölf Tracks &#8211; das sind eine Stunde und 19 Minuten &#8211; relaxter Dub ohne Prätention .</p>
<p align="right">Das mag man sich schon gefallen lassen .</p>
<p align="right">CKLICK <a href="http://www.archive.org/download/WAVEFORM_MOVING_SHADOW/WAVEFORM_MOVING_SHADOW_vbr.m3u">LINK TO LISTEN TO STREAM</a> ( WMP ) .</p>
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