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Kulturhund - Oh my GOD | DOG



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HUNDSTAGE

dog paw-printDass dem KULTURHUND an in|ad|ae|qu|ater Stelle ein kategorialer Platz eingeräumt ist , ist bekannt , obgleich wir mit diesem kynosophischen kulturellen Kapital bewusst sparsam umgehen .

An diesem historischen Tag , da es aus unserer Küchenlampe regnet ( das zur Reinigung eines toten Rohrs im einem Druck von 60 Bar ins System gejagte Wasser hat sich seinen eigenen Weg gesucht ) , trifft uns eine Meldung der Wiener “Rathauskorrespondenz” sozusagen ins Zentrum jenes Organs , welches auf die Wahrnehmung des Absurden ( unbewusst ) akkulturiert worden ist .

Alles liesse sich nicht behaupten , unser Immunsystem sei nicht etwa bereits vorbereitend korrodiert gewesen durch die stetige Hunde- News- Zufuhr speziell seitens der Kulturabteilung der - Dahinter steckt immer ein kluger Kopf - Frankfurter Allgemeinen Zeitung . Im Moment geht dort verbal und schlag zeilig seitig ziemlich viel “vor die Hunde” ( der Finanzmarkt ) , beziehungsweise kommt “auf die Hunde” ( Monsieur Sarkozy ) . Dies in den Hundstagen finanzpolitischer Überhitzung und rauchender Gehirne der Sanierer nur allzu verständlich .

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TOP DOGS

boxer pop art

( pic via Photofiddle flickr )

Auch der US- amerikanische Präsidentschaftswahlkampf trägt dazu das Seinige bei : Denn müssen die Kandidaten ihre “Menschlichkeit” speziell auch in der ( noch nicht olympischen ) Disziplin der TIERLIEBE beweisen . Wiewohl ideell der Pokal rechtmässig Österreichs NEUER KRONEN ZEITUNG gebührte , die die Spitzenkandidaten zur Nationalratswahl 2008 in ein direktes Stechen sandte - und siehe , es war wohlgetan : In der Parteigeschichte zwar auf historischem Tief , doch immerhin , hat der Sozialdemokrat Faymann sich nicht nur in der TIERECKE der KRONE bereits VOR der Wahl als tierliebst erwiesen , sondern dann prompt auch in der humanen Realwahl das sogenannte Rennen gemacht .

Kolumnist Günter Traxler hat Hans Dichands Pre- Election ( “Wen würden Tiere wählen ?” ) im STANDARD ( 27. 9. 2008 ) trefflich zur Sprache gebracht : “Tiere wählen Faymann” lautet das lapidar gefasst Resultat .

Wen würden Tiere wählen ?‘ wurde am Donnerstag über eine Doppelseite die Frage aufgerollt, deren Beantwortung das Schicksal Wilhelm Molterers besiegeln wird. Denn was sollte das verantwortungsbewusste Tier schon wählen außer Werner Faymann ?

7 Kandidaten stellen sich den “Krone”-Tierschutzfragen, und das Ergebnis: Von 35 möglichen Punkten erhält der SPÖ-Kandidat nicht weniger als 33. Werner Faymann geht in dieser Fragerunde als eindeutiger Sieger hervor. Bleibt zu hoffen, dass er seine Versprechen auch wirklich einhält. ( … )

Van der Bellen und Jörg Haider schneiden mit 26 beziehungsweise 27 Punkten respektabel ab, es folgt der Fritz mit 23 Punkten, darunter liegen Strache und Heide Schmidt mit 21 und 19 Punkten.

Wahrhaft erschütternd aber der ÖVP-Kandidat. Mit nur sieben von 35 Punkten hat er sich auf dem Status eines Tierquälers etabliert: Kaum Punkte gesammelt hat Wilhelm Molterer. Warum verweigert die ÖVP nach wie vor jegliche Problemerkennung im Bereich des Tierschutzes ? Und nicht nur in diesem. Angesichts einer solchen Kaltschnäuzigkeit kann man nur bellen: Wauwau, es reicht !

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CANINE CANDIDATE

Aicher Otl Waldi Olympia 19

( Otl Aicher : Waldi , Olympia 1972 via flickr )

Dass man es da nicht nur als der mächtigen Lobby des Bauernbundes verpflichteter ÖVP- Chef schwer hat , in einem Land der Schnitzel- essenden Tierliebhaber die immanenten Interessenkonflikte niederzuringen , erweist das Beispiel der USA . Dort bevorzugen nämlich die deklarierten Tierfreunde den GOP- Kandidaten John McCain , während - die FAZ berichtet - tierfrei vegetierende Haushalte eher Barack Obama vorziehen :

42 Prozent würden für den Republikaner stimmen und nur 37 Prozent für Obama, ergab eine Befragung der Nachrichtenagentur Associated Press und des Internetportals Yahoo. Zwar führt Obama mit 48 Prozent deutlich vor McCain (34 Prozent), wenn Amerikaner befragt werden, die keine Vierbeiner haben. Aber mit 63 Prozent bilden Tierhaushalte nun einmal die Mehrheit. Nach Schätzungen des amerikanischen Verbands für Haustierprodukte halten die Amerikaner rund 88 Millionen Katzen und 75 Millionen Hunde, ganz zu schweigen von den zahlreichen Nagern, Vögeln und Zierfischen, die ihnen Gesellschaft leisten.

Aber Abhilfe naht :

Künftig soll auch Barack Obama Volksnähe demonstrieren. Das zeigt sich schon darin, dass er auf dem am Montag beginnenden Parteitag in Denver einen Eisenbahner aus Indiana, eine Mutter aus Iowa und einen Lastwagenfahrer aus Michigan auftreten lässt - sie sollen als ‘einfache Menschen aus dem Volk’ dabei helfen, den Präsidentschaftskandidaten als Anwalt der kleinen Leute zu präsentieren.

Und damit der Senator das von den Republikanern gezeichnete Bild eines abgehobenen Politikers pariert, springt ihm nun sogar der Amerikanische Rassehunde-Club (AKC) zur Seite. Er hat eine Vorauswahl möglicher Begleiter des möglichen mächtigsten Mannes Amerikas getroffen. Ganz einfach war das allerdings schon deshalb nicht, weil die Töchter des Präsidentschaftskandidaten allergisch gegen Hundehaare sind - deswegen sollte ein hypoallergenes Tier gewählt werden. Auch muss der potentielle ‘First Dog’ seinen künftigen Repräsentationsaufgaben gewachsen sein. Ein Bullterrier wie Präsident Roosevelts Pete, der dem französischen Botschafter die Hose zerriss, hat offenkundig nicht das richtige Temperament.

Die Fachleute des AKC nahmen fünf Hunderassen in die engere Wahl. Nun sollen die Amerikaner ihren Favoriten für Familie Obama nennen. Zur Abstimmung auf www.presidentialpup.com stehen Zwergschnauzer und Pudel sowie die Rassen Irish Soft-Coated Wheaton Terrier und Bichon Frise.

Einen Monat nach dem zitierten Bericht kann der ‘American Kennel Club’ mit ersten Resultaten ( “Cast Your Vote for a Canine Candidate” ) aufwarten : “Americans Elect Poodle as Obama’s Top Dog” .

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HUNDESETAUTOMAT UND -BADEPLATZ

dog little mama

( pic via pop art machine )

In Wien , wo mit rund 50.000 offiziell Gemeldeten 8,333 ( periodisch ) Prozent von Österreichs 600.000 Hunden lebt , gestaltet sich das holde Miteinander von Mensch und Tier mitunter als Konfliktfall : Speziell , wenn es um die Bespielung der - bekanntlich sehr begrenzten - Freizeitflächen geht . Naherholungsgebiete wie das artifiziell geschaffene Areal der Donauinsel können sich da durchaus zur stellvertretenden Kampfzone ausweiten zwischen den legitimen Interessen von Mensch und Tier - allerdings auch zu derjenigen der populistischen Strategien diverser Parteien .

Der eingangs angesprochene Bericht der “Rathauskorrespondenz” über eine Fragestunde im Wiener Gemeinderat sei hierfür als Beispiel zitiert . Nicht zuletzt aber auch als nennenswertes Dokument des administrativ Absurden - in der Sache ebenso wie in deren Sprache .

Wien (RK). Die Sitzung des Wiener Gemeinderates am Mittwoch wurde mit der Fragestunde eröffnet.

In Beantwortung der Ersten Anfrage von GR Anton Mahdalik (FPÖ), ob die Einrichtung von Hundeverbotszonen auf der Donauinsel zurückgenommen würde, sagte StRin. Mag. Ulli Sima (SPÖ) nein, weil die neuen Regelungen allgemein sehr gut angenommen worden seien. Sie habe mit den Bürgerinitiativen gute Gespräche geführt. Sie kündigte die Installierung eines Hundebadeplatzes an, weiters die Anbringung von Hundesetautomaten. Auch die Einrichtung des Grillmeisters hält sie für ausbaufähig. Sie gab Nutzungskonflikte auf der Donauinsel zu, diese werde es aber immer geben. Die derzeitig Lösung halte sie aber für einen zufriedenstellenden Kompromiss.

“Was aber” , wird der Laie fragen , “ist ein HUNDESETAUTOMAT ?” - Die Antwort Wiens - Stadt der Dichter , Stadt der Musik - lautet in künstlerisch durchformter Reimweise : “Nimm ein Sackerl für mein Gackerl !

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Keine Konflikte , keine Querelen . Sondern apartes Schwappen zwischen Jazz , Dub und auch einigen straighten Laufmetern : “Mumbai” , die erste czz-hoerempfehlungSolo- auflegware des aus Uruguays Electronica- Szene in europäische Gefilde klingenden Nicolas Ovalle ( MySpace ) besticht durch entspanntes Zusammenspiel von akustischen und automatischen Instrumenten : Xylophon und Drumcomputer , Sax und Sequenzer . Das hat Tempo , das hat Witz . Und Stil . Ist pfiffige Performance und perfekte Performanz . Da capo , auflegware ! - CLICK LINK TO OPEN PLAYER AND LISTEN .

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