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Salon Littéraire | Bernhard Kathan : HUNGERKÜNSTLER VI , Katharina von Siena



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Salon Littéraire | Bernhard Kathan :

HUNGERKÜNSTLER VI , Katharina von Siena

VORBEMERKUNG. Nikolaj Gogol starb 1852 zu Beginn der Fastenzeit an den Folgen seines Hungerns, César Vallejo am Karfreitag des Jahres 1938 an Unterernährung. An selbst auferlegtem oder aufgezwungenem Hungern starben Simone Weil, Paul Scheerbart, Daniil Charms und andere. Es gibt keinen Grund, das Leben von Menschen, die sich zu Tode gehungert haben, zu verklären. Aber angesichts des heutigen Kunst- und Kulturbetriebes, in dem sich Kunst und Werbung wechselseitig durchdringen, sich oft genug das eine vom anderen nicht mehr unterscheiden lässt, lohnt sich die Beschäftigung mit Künstlern und Schriftstellern, die verhungert, wenn man so will, gescheitert sind, die sich alles andere als marktkonform verhielten, auch auf die Gefahr hin, sich lächerlich zu machen oder daran zugrunde zu gehen. Mir scheint dies Grund genug, mich mit solchen Schriftstellern und Künstlern zu befassen. Es wird sich eine seltsame Gesellschaft bilden. Überraschend: Nicht die humorloseste. ( Bernhard Kathan ) |||

Obsttafell Erdbeere ad Katharina von Siena

Niccolo Toldò kam sanft wie ein Lamm. Als er mich sah, lächelte er und wollte, dass ich das Zeichen des Kreuzes über ihn mache. Und nachdem ich es getan hatte, sagte ich: “Wohlan! Zur Hochzeit mein liebster Bruder, denn bald wirst du zum ewigen Leben gelangt sein!” / Diese Straße baute Jesus Christus, der selbst das Licht ist, mit seinem Blut. Dornen gibt es da nicht, denn sie ist wohlduftend, voller Blumen und schmackhafter Früchte, so dass der Mensch, kaum hat er sich auf diese Straße, den sanften Weg, gemacht, solche Süßigkeit schmeckt, dass er lieber den Tod wählt, als darauf verzichten zu müssen. Und entdeckte man auf diesem Weg auch Dinge, die Dornen zu sein scheinen, so ist es doch, als ginge man in einen Rosengarten, pflückte Rosen und ließe die Dornen stehen.

Vor dem Auge der Erkenntnis das Blut des Lammes, welches Leben verleiht, das Lamm, welches sich am Ende dieser Straße hingestellt hat. Eile zu diesem Mahl, nackt und gekleidet zugleich. Betrachte das geopferte Lamm am Holze des heiligsten Kreuzes. Anders kannst du nicht Mahl halten an dieser süßen und ehrwürdigen Tafel. / Niccolo Toldò kniete nieder mit großer Sanftmut. Ich entblößte ihm den Hals und erinnerte ihn an das Blut des Lammes. / Eile hin zum Träger des Blutes und in dessen Geruch. Dadurch wirst du berauscht von diesem Blut, entfacht und verzehrt in der göttlichen süßen Liebe. Du wirst eins sein mit ihm. Mache es wie der Berauschte: er denkt nicht mehr an sich, nur an den Wein, den er trank und von dem ihm zu trinken übrigbleibt. Berausche dich mit Blut durch Christus den Gekreuzigten, da du ihn vor dir hast, lasse dich nicht umkommen vor Durst! Nimm nicht wenig davon, sondern so viel, dass du berauscht bist und dich selbst dadurch verlierst. Denke an nichts anderes als an Christus, den Gekreuzigten, den Wein, den du getrunken hast. / Nichts anderes brachte Niccolo Toldòs Mund hervor als “Jesus” und “Katharina”. Er legte sein Haupt in meine Hände und sein Auge schloss sich in der göttlichen Güte mit den Worten: “Ich will.” / O liebstes Lamm, gebraten am Feuer von Gottes Liebe und am Spieß des heiligsten Kreuzes! O ganz köstliche Speise, reich an Wonne, an Freude und Kräftigung! In dir mangelt uns nichts: du bist Tisch, Speise und Diener geworden. Der Vater ist dabei der Tisch, er ist auch Lager, auf dem die Seele sich ausruhen kann. Wir sehen das Wort seines eingeborenen Sohnes, das sich Dir mit gewaltigem Liebesfeuer zur Speise gab. Wer brachte es Dir? Der Diener, der heilige Geist. Und in seiner maßlosen Liebe uns gegenüber ist er nicht zufrieden damit, dass wir durch andere bedient seien, er selbst will Diener sein. Wir müssen Esser und Vorkoster der Seele sein. “Ich bin Tisch, ich bin Speise.”

Die Hand des heiligen Geistes selbst reicht sie dar und bedient damit mildreich die wahren Verkoster. / Als [der Henker den Streich geführt und] ich Niccolo Toldòs Haupt mit meinen Händen empfing, bereitete das mir so süßen Trost, dass es das Herz nicht zu begreifen, die Zunge nicht zu sagen, das Ohr nicht zu hören vermag. / Bade dich im Blut des gekreuzigten Christus, bade dich, bade dich, mit dem Auge des Geistes wachend im Blute, tauche unter, versenke dich im Blut des gekreuzigten Christus, verliere darin alle Eigenliebe, ertränke und ertöte darin allen Eigenwillen, fülle dein Herz mit Blut, nähre dich von nichts anderem als von Blut, tauche unter im Blut des gekreuzigten Christus, bade dich im Blut, und berausche dich am Blut, sättige dich am Blut, kleide dich mit Blut. Warst du untreu, taufe dich im Blut, hat ein Dämon dein Auge verdunkelt, wasche das Auge mit dem Blut; und bist du in Undankbarkeit gefallen durch Unkenntnis der empfangenen Gaben, so sei dankbar im Blut. In diesem Bad werden all deine Krankheiten abgewaschen, im Blut des Lammes wirst du neu geschaffen werden. Deine Seufzer werden dir Speise, deine Tränen dir Trank sein. / Da fühlte ich ein Frohlocken und einen Geruch seines Blutes, und es war nicht ohne den Geruch des meinen, das ich vergießen möchte für den liebsten Bräutigam Jesus. / Schließe dich ein in die geöffnete Seite des Sohnes Gottes, die ein offener Ladenraum ist, von Duft so erfüllt, dass selbst die Sünde darin wohlriechend wird. Dort ruht die Braut auf dem Bette des Feuers und des Blutes. O angezapftes Fass, aus dem du zu trinken reichst und berauschest jedes lieberfüllte Verlangen! Es dünkt mich, Gott wolle uns große fette Bissen zu essen geben! O liebreichste ewige Wahrheit, gib uns große fette Bissen zu essen. / Und wie er dahingeschieden war, ruhte meine Seele in so großem Frieden und in solchem Dufte des Blutes, dass ich es nicht ertragen mochte, das Blut wegzuwaschen, das von ihm auf mich gekommen war. / O glorreiches Blut, das Leben spendet, das Unsichtbares sichtbar macht.

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Katharina von Siena ( 1347 - 1380 )

Die Mystikerin Katharina von Siena starb am 29. April 1380 in Rom an den Folgen ihres Hungerns. Sie hungerte nach der wahren Speise, nach Christus, den sie als ihren Bräutigam sah.

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Bernhard Kathan

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Hinweis : Für die Reihe Literatur als Radiokunst @ ORF Kunstradio hat Bernhard Kathan eine akustische Version der “Hungerkünstler” ( 14:56 ) produziert . Ursendung ist am 7. 12. 2008 , 23:05 H , Radio Österreich 1 .

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Audio : Viel !



||| ENTWARNUNG | HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN | ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT | FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO | KLANGAPPARAT

ENTWARNUNG

icon listening blackWer kennt es nicht , das angstvolle Bangen , wenn dein Lieblingswirt dichtmacht oder auch nur der bevorzugte Servierkörper von einem Tag auf den andern verschwindet ? - Keinen wesentlich anderen Nerv treffen jene Ängste , welche ins Wissbare kriechen , wenn es sich einen Lieferanten überlebensnotwendiger Musikalien ( seien diese nun gerührt oder geschüttelt ) handelt . Was Tom Larson , Selbst- Entwerfender Free- Lancierer auf allerlei Kanälen - anbelangt , kann endlich ENTWARNUNG gegeben werden : Nach einigen kryyptischen Vor- Zeichen auf wohlinformierten Blogs und wiederholt vergeblichem Passieren der inzwischen offenbar an Meistbietende weitergegebenen Heimseite , taucht der gute Mann plötzlich wieder auf und setzt auf Mixotic seine “Klänge der Nacht” fort , als wäre nichts gewesen . Dies als Vorwegnahme des KLANGAPPARATS , was insoferne nicht der Wahrheit entspricht , als heute auschliesslich Audiophones auf dem Menueplan steht .

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HÖRBÜCHER : CHIFFRES D’AFFAIRES UND MISS- GEBRAUCHS- ANLETUNG IM ECHTLEBEN

icon listening whiteMögen sich die Marketingstrategen der Hörbuchverlage ob der ins Einstellige abstürzten Wachstumsraten der betreffenden Warengruppe auf dem deutschen Markt das verbliebene Resthaar raufen : Die Schweiz und Österreich gelten noch als Entwicklungsländer , war die Zuwächse und Po( e )tentiale betrifft . Mit allerlei Messen will man die Massen mobilisieren , eine Drückung der Mehrwertsteuer und 15 auf sieben Prozent wird als Silberstreif an den Absatzhorizont der ( imho ) meist überteuerten Silberlinge projiziert . Dass wir in|ad|ae|qu|at jederzeit für das Qualitätssegment des meist belächelten Mediums plädieren , dürfte mittlerweile durchgesickert sein . Fach- und Sachinteresse an jedweder akustischen Inszenierung von Stimme , Timing , Atmosphäre spielen da keine mindere Rolle als die Faszination an den Varietäten der von der Vox Humana in den akuten Lebensraum hinein gesprochenen Literatur .

Dass die Augen dabei frei schweifen und die Hände frei greifen können , erhöht nicht selten den Reiz : Siehe die Türe , deren Renovierung volle vier Durchläufe der Integrallesung von “Moby Dick gedauert hat - zu “Lebertran” assoziieren wir seitdem stets den beizenden Duft von Aceton , Thomas Glavinics verzichtbare Literaturbetriebssatire ( “Das bin doch ich . Roman” , Lesung Thomas Maurer [ ! ] ) hat das in vivo - Experiment an der verbliebenen Topfpflanze ebenso wenig überlebt wie diese : beide wurden gnädig der städtischen Müllentsorgung überantwortet .

Schade wars definitiv um Franz Kafkas “Verschollenen” ( vor Zeiten als “Amerika” tituhliert ) , dessen mit leicht ländlichen Anmutungen von Peter Simonischek angestimmte Audiofassung …. wenn schon keiner Boston Tea- Party , so doch einer über die aufgebreiteten Datenträger sich ergiessenden Earl Grey- Kippfigur zum feuchten Opfer fiel . Merke : Bei Gelegenheit das Fraunhofer Institut für angewandte Materialforschung anfragen , was da schädlicher gewesen war : Bergamotte, Hitze oder - schlicht die Milch .

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ZU TOD , LEBEN UND DEM , WAS DAZWISCHEN LIEGT

icon listening blackVon Leben und Tod , bezeihungsweise vom allmählichen Verfertigen von Verstehen und Vergessen ging die vorwöchige Audio- Text - Auswahl : Dank Hörbuch war auch die Angst davor genommen , den langjährigen Lese- Lebens- Gesellen - personifiziert von Philip Roths Nathan Zuckerman - mit “Exit Ghost” endgültig verlieren zu müssen . Man kennt das ja : Das schmerzliche “Winnetou III“- Syndrom … Aber der Autor ist einfach viel zu klug und sein Protagonist erotoman genug , nicht so leicht vom Leben zu lassen -

Während des vergangenen Jahrzehnts hat der heute 75- jährige Philip Roth sein literarisches Alter Ego Nathan Zuckerman allmählich aus der Rolle des Handelnden in die Position des Beobachters bugsiert : Seit der “amerikanischen Trilogie” figurierte der Selbandere zusehends als Chronist von Alter , Verfall und Tod seiner fiktiven Altersgenossen . Hatte “Jedermann” ( 2006 ) das Spiel vom Sterben des reichen Mannes erst einmal eröffnet , war die Bühne vorbereitet , von der nun auch Nathan in “Exit Ghost” abzurufen stand .

Verstrickt in platonischer Leidenschaft zu einer jungen New Yorker Amateur- Literatin , revoltiert der notorische Erotomane ein letztes Mal gegen die Knechtung durch den lumpigen Leib . Wie kräftig es um die literarische Potenz des Alternden steht , erweist der genial geführte Dialog , den er in den stillen Stunden ausdenkt , bevor er wieder in seine einsamen Berkshires flieht .

Da sich dieser finale Zuckerman- Roman aus zahlreichen Anspielungen auf frühere Werke speist , lohnt es , selbigen in den famosen Ausgaben des Hörverlags nachzulauschen . Unübertrefflich gestaltet Peter Fitz in “Jedermann” und “Exit Ghost” das ganze Spektrum von Lust , Wut und Resignation . Getragen vom Eros wacher Vitalität , kommt dieser Sprecher der literarischen Stimme des grossen Erzählers staunenswert nahe . So lassen sich akustisch jene Geister rufen , welche Roth ersann . ( more …)

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icon listening whiteVom allmählichen Herausgleiten aus der allgemein akkordierten ‘Realität’ des Lebens handelt Irene Disches tragikomische Etüde “Der Doktor braucht ein Heim” , vulgo , was einem auf den Wellen der im Kopf zusammenströmenden Flüsse von Erleben und Erinnern dahintreibenden alerten “Altersheimer” so widerfährt : Zweifellos eine anhand neuer Diagnose- und Krankheitsprofile aufdatierte Form des alten “Traum - und Wirklichkeits- Motivs -

Energisch verbittet er sich die Unterstellung , er sei mit seinen neunzig Jahren eventuell etwas “desorientiert” . Im Gegenteil scheint der “Doktor” sein bisheriges Leben als Biochemiker fortzusetzen . Sein innerer Monolog erzählt von “Konferenzen” an der Universität , wo er mit den Kollegen plaudert . Was kann er dafür , wenn sich eine impertinente Frauensperson bei seiner Ex- Gattin beschwert , der alte Herr störe den Betrieb der Notaufnahme ?!

In solchen Schocks manifestieren sich die Kollisionen der inneren Wirklichkeit des “Altersheimers” mit der äusseren Realität . Meisterlich assembliert die Erzählerin Irene Dische die Menschen und Stationen aus dem Leben ihres Helden zu Mischgestalten und fliessenden Topografien . In zwingender Logik legen sich im Kopfinnenraum des “Doktors” die Orte und Epochen wie durchscheinende Negativbilder übereinander : Die geliebte Frau wohnt auf der anderen Seite des Flusses , mag dieser nun der Hudson River sein, die Donau zu Wien oder der Seret im galizischen Drohobycz . Sonderbar nur , dass diese ( vor Jahren geschiedene ) Frau , deren Telefonnummer ihm als Rest von Alltagswissen geblieben ist , ihn partout nicht heimholen will . Statt “wagnerianischen” Apfelstrudel serviert sie dem Greis vielmehr die bittere Erinnerung , wie Mutter und Schwester im heimatlichen Drohobycz durch die Verbrechen der NS- “Banditen” zugrunde gegangen sind .

Die Tragödie des allmählich in seine innere Vorstellungswelt hineingleitenden Menschen : von Martin Wuttke als matt gegen ein unsichtbares Fenster flatternder Schmetterling gestaltet , von Irene Dische mit Zärtlichkeit , Situationskomik und Momenten des blitzartigen Aufleuchtens schlimmer Erinnerung erzählt . ( more …)

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icon listening blackDass wir nicht kapieren , was das sei , “der Tod” und was mit dem vor uns liegenden leblosen Wesen geschehen ist , bleibt so lange Plattitüde , als bis wir selbst vor dem Malheur stehen : Ulf Nilsson hat aus unserer Flucht in Geschäftigkeit und Pragmatik ein kaum vierzigminütiges Kinderhörspiel komponiert , das in Text wie Musik gewissermassen alle Register zieht : zuzumutem auch und vor allem Menschen , die das empfohlende Mindestalter der Zielgruppe weit überschritten haben -

Viel wird über den Tod geredet , doch oft wenig gesagt . Da kommt ausgerechnet ein Kinderhörspiel ( “Die besten Beerdigungen der Welt” ) daher , um in knappen 40 Minuten einen heiteren Katalog von Begegnungen mit dem Undenkbaren zu entfalten . Dabei handelt Ulf Nilssons Geschichte vom Treiben dreier Kinder an einem Sommertag zunächst von einer toten Hummel .

Flugs gründet die forsche Ester eine Firma und fortan wird sorgfältig in Zigarrenkistchen gebettet , was sich in Wald und Rain an sterblichen Überresten findet . Spitzmaus , Hamster , Heringe aus Mutters Kühlschrank : Alle erhalten sie eine formvollendete Bestattung .

Die Rollenverteilung der Kinder führt unversehens ein in mögliche Haltungen gegenüber dem Tod . Während Ester sich um das Pragmatische kümmert , ist deren kleiner Bruder für Trauer zuständig und für die “Warum ?”- Frage . Das namenlos bleibende Ich gibt den Verblichenen je ein kleines Poem mit auf den Weg . Und es sind just diese unreinen Reime , in denen der Autor undogmatisch die verschiedenen Vorstellungen über das Jenseits versteckt : Von “Kurzes Leben – Langer Tod” über “Schlafes Bruder” bis hin zur Hoffnung auf ein Wiedersehen eines «Himmels» ( nicht nur für Heringe ) . In sparsamer Munterkeit präsentiert die Sprecherin Fritzi Haberlandt dieses Inventar zwischen Nihilismus und Transzendenz .

Seine Vollendung erfährt dieses kleine – beileibe nicht nur für Kinder bereichernde – Meisterwerk durch eingängige Beispiele aus der musikalischen Rhetorik der Trauer : erdiger Blues , Streicher- Largo und als Finale der Vollklang der Orgel , vom Kirchenmusikdirektor zu St. Michaelis in Hamburg intoniert . ( more …)

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FOOD FOR THOUGHT : KULINARIKER IM ‘TROCKENEN’ STUDIO

icon listening whiteEine feine Menue- Folge hat der HR 2 Kultur für sein Sommerprogramm des intimen Radio- Gesprächs- Formats “Doppelkopf” ein- und angerichtet : “Am Tisch mit ….” bleibt auch nach der Ausstrahlung der aktuellen Sendung als Podcast zuhanden und im Form von MP3- Dateien speicherbar . - Da darf Vincent Klink natürlich ebenso wenig fehlen ( über gutes Brot und die verlorenen Tugenden des traditionellen Wirts ) wie die - zugegeben ! - erfreulich erfrischende Sarah Wiener . Auch wenn man deren TV- Appearance ebenso wenig kennt wie diejenige des Herrn der “Wielandshöhe” : selbst dessen arg “ver- Drosteten”Häuptling eigener Herd” muss man ebenso wenig mögen wie die säuerlichen “Nachgesalzen“- Kolumnen in der ZEIT ( das “Journal Culinaire” ist allerdings durchwegs zu empfehlen ) . Den bewunderten Stilisten Jürgen Dollase ( FAZ ) wird man indes von einer ganz neuen Seite kennen lernen : oder wusste jemand von dessen fliegendem Wechsel vom fastfood- genährten Rockmusiker zum Grossmeister trefflich verbalisierter Mundinnenforschung ?

Wie - dank Karl Ludwig Schweisfurth - aus der “Herta” [ ! ] - Massenwurstmaschine der , tja , achtsam- ökologische Betrieb der Herrmannsdorfer Landwerkstätten wurde oder was Margarethe Zülch , die hochbetagte Grande Dame aus einer 90 Jahre alten Frankfurter Kaffeerösterei und -Verschleissstelle ( “Cafe Wackers” ) zu erzählen weiss , wird nicht nur jene interessieren , denen Siebecks Ingwer längst ( um es schön österreichisch zu sagen) “bei den Ohren herauswächst” .

N. B. “Doppelkopf” funktioniert übrigens auch im allgemein als “unkulinarisch” verworfenen Mono … Zum Gucken beim Lauschen gibt’s “subkulinaria” : allerdings nur in Köln und @ shortlist - culture cuts .

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KLANGAPPARAT

Wie angekündigt also der unserer profanes Erdenleben in elegante Takte tauchende DJ Tom Larson : Nach längerem Sich- Rar- Machen liefert der czz-hoerempfehlunggute Mann wieder eine seiner gelassenen , doch subkutan gut durchpulsten Mischungen bei den Mixoticern ab . Da es sich um die “Klänge der Nacht” ( vol 5 ) - Schiene handelt ( welche Larson durchwegs in der Lesart von “Zimmerlautstärke” bedient ) , geht es mal wieder im besten Sinne um das im Kreis der Lampe einsam nachtwachende Individuum im Dialog mit sich , seiner Arbeit und was das sonst noch an Trabenten im solipsistischen Kosmos schwebt . Anregen , ohne aufzuregen , oder die Kunst der präzise gehandhabten basalen Stimulation : Wir stehen nicht an , diese Leistung als jene Injektion von “Qualität” ins Leben der Bohème des Prekariats zu erkennen und zu nennen , weil mensch ja von irgendwas leben muss . Selbst wenn dies sich mitunter auf die kalorischen Kicks der vom Dort ins Hier zirkulierenden musikalischen Vibrationen reduziert : Böse Menschen kennen , wie wir wissen , keine Lieder und vermögen diese auch nicht zu geniessen . Würden ergo auch nie zur Halbzeit des Larson’schen Achtzig- Minüters vordringen , wo sich die Beatz bestens in die augustäischen Ambiancen einschwingen . Glüclicherweise gestattet der Stream ( im Unterschied zum podcast ) keine Shortcuts . Folglich und -sam sei der Mix also schön von Alpha nach Omega zu hören . Und die Off- Stimme aus Funk und Fernsehen würde jetzt mit anzüglich belegter Stimme flüstern : “Es lohnt sich.” - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN .

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Typographie - ante | post mortem - Textes Trouvés 6



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Wie’s fällt , so kommt’s : Unverhoffte Font- Studien in der Josefstadt .

Schaufenster Grabstein Gravur Schriftmuster 01

( 1080 , Laudongasse )

Der Tod , das muss ein Wiener sein ,
genau wie die Lieb a Französin .
Denn wer bringt dich pünktlich zur Himmelstür ?
Ja da hat nur ein Wiener das G’spür dafür .
Der Tod, das muss ein Wiener sein ,
nur er trifft den richtigen Ton …

Schaufenster_Grabstein_Gravur_copyright_christiane_zintzen

( Neugotik | Latein | ANTIQUA | RVSTICA | UNZIALE | BLOCK | GEGRUNDELT | FELDGRAVUR | MODERN | KONTUR | KEIL | RELIEF )

Geh Mopperl , du Tschopperl , komm brav mit’m Freund Hein !
Der Tod muss ein Wiener sein . ( Georg Kreisler )

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KLANGAPPARAT

Reichlich nass klingt es , wenn sich namhafte Musikanten zusammentun , um eine Kollekte “In Memoriam Andrey Tarkovsky” zusammenzustellen : czz-hoerempfehlungBei Depressionen und anderen erdwärts gewendeten Veranlagungen fragen Sie Ihren Art oder Apotheker , ob diese Schwingungen Ihr Leib- Seele- Problem nicht nachhaltig negativ verstrahle . Firmeren zu Wasser und zu Lande hat in|ad|ae|qu|at einige eher trockene , wenn nicht gar protomelodische Momente der Tracklist zugemutet : Kenneth Kirschner ( USA ), Astrowind ( Lettland ) , Alva Noto ( D ) sowie den äusserst aparten Nobukazu Takemura ( Japan ) . Die Vollversion der Kollekte wäre bei Musica Excentrica zu beheben . CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Kenneth Kirschner : October 30 , 1993 | 02. Astrowind : Autumn Drifting | 03. Alva Noto : Stalker | 04. Nobukazu Takemura : In Memoriam Andrey Tarkovsky |||

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Rare Sprache : Lenka Reinerová im 93. Lebensjahr verstorben



czz-pikto-blind-fuer-tod

Wenn Sie wissen wollen wie Franz Kafka gesprochen hat , hören Sie Lenka Reinerova zu , empfahl der Berliner Verleger und Autor Klaus Wagenbach . ( ORF )

||| Verfolgung , Vertreibung , Vernichtung der Anverwandten : Dem Holocaust im mexikanischen Exil entronnen , nach Rückkehr in ihre Heimatstadt Prag von Seiten der Stalinisten inhaftiert und mit jehrelangem Schreibverbot belegt , hatte die Schriftstellerin und Publizistin Lenka Reinerová eine verklungene Sprache bewahrt , bei welcher - weit über ein historisches Idiom hinausreichend - das Ethos einer Haltung anklang .

Noch vor zwei Jahren hat Reierová mit “Mandelduft” ( RBB | Der Audio Verlag ) ein eminentes Tondokument eingespielt , dessen Episoden Geschichte und Gegenwart eines einstigen k. k. Garnisons- und heute kargen Provinzstädtchens verweben , welches als Terezín | Theresienstadt zu einem der fatalen Inbegriffe der nationalsozialistischen Deportationslogistik zählt . Die Autorin blickt hin , hört hin , erfasst präzise das Unheimliche des jetzigen Ortes , erzählt es indes ohne Pathos .

czz-pikto-blind-fuer-todAnlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde am 25. Januar 2008 Lenka Reinerovás Rede “Ins Gas gestossen ” von der Schauspielerin Angela Winkler im Deutschen Bundestag verlesen . Die Autorin selbst blieb , da in gesundheitlich prekärer Verfasung , daheim in Prag .

Am Freitagnachmittag , den 27. Juni , ist Lenka Reinerová in ihrer Prager Wohnung verstorben . Uns bleibt ihre in glasklare Sprache gefasste , in grosser Bescheidenheit verfasste und skrupulös verbuchte Zeitzeugenschaft . Und eine Stimme , welche , wer deren Aufnahme je vernommen , nicht mehr vergisst .

Eine akustische Erinnerung .

Man nennt sie die Grande Dame der deutschsprachigen Prager Literatur : In der Tat verfügt die im Mai 1916 geborene Lenka Reinerová über eine vexierend leuchtende Stimme , deren Pragerdeutsch aus einer fernen Epoche herüber ins dritte Jahrtausend verlautet . Der artikuliert altösterreichischen Diktion dieser Erzählerin eignet indes nicht das geringste Quäntchen von Nostalgie - dafür ist die Spannkraft der sanft von tschechischer Sprechmelodie getragenen Stimme zu jung .

Die treffliche Einspielung einer Lesung von Erzählungen aus dem Band “Mandelduft” gibt dem landläufig entleerten Wort der “Würde” wieder Sinn : Lenka Reinerovas exzeptionelle Stimme , ihre noch in der Empathie gelassen pointierende Präzision , bürgen für und beglaubigen das , wovon sie erzählt . So wird die persönliche Perspektive einer Wiederbegegnung mit den baulichen Resten der - von Maria Theresia als Garnison gegründeten und von den Nationalsozialisten zum jüdischen Ghetto degradierten - nordböhmischen Theresienstadt ( Terezín ) zur unsentimentalen Reise .

Hier , wo ihre Verwandten ums Leben gebracht oder in Vernichtungslager verschickt wurden , wohnen nun stumm gestikulierende Patienten der Psychiatrie , als wären sie Wiedergänger der ehedem in Verzweiflung Verstorbenen . Reinerová beobachtet nur , sie konstatiert : Und es öffnet sich ein Raum - literarisch , philosophisch und akustisch - für Fragen , die , aus dem Gestern kommend , wohl auch übermorgen keine Antwort finden werden . ( czz , 2006 )

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Terezin_2006_copyright_christiane_zintzen

( Terezín , Sommer 2006 )

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Lenka Reinerová : Ins Gas gestossen . Rede am 25. Januar 2008 vor dem Deutschen Bundestag zum Gedenken an den Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ( P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland )

Nachklang : Lenka Reinerová ( Audio : Gespräch mit der Autorin kurz vor deren Tod - ausgestrahlt am 11. 9. 2008 auf hr2  )

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Hommage à Josef Winkler | Büchnerpreis 2008



||| BÜCHNERPREIS UND BILDLEGENDE | KÖRPER DES KATHOLIZISMUS | KAMERING - KIRCHHOF - KREUZ | VERSCHRIFTUNG - BEBILDERUNG : DREISSIG JAHRESBÜCHER | DER STRICK - EIN STÜCK - IM SPIEGEL | KLANGAPPARAT

BÜCHNERPREIS UND BILDLEGENDE

Josef Winkler Notizbuch Kindertotengedicht copyright Christiane Zintzen

Dem Kärntner Schriftsteller Josef Winkler wurde seitens der “Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung” der “Georg- Büchner- Preis” für das Jahr 2008 zuerkannt ( hier die Begründung ). Ein erfreulicher wie gebührlicher Anlass für in|ad|ae|qu|at , seine Archive zu öffnen und - neben einer portaitierenden Textpassage - erstmals einige Photographien zu publizieren aus dem Raum zwischen “Realität” und “Literatur” : Hier der schweigende Kosmos des kreuzförmig angelegten , katholischen Heimatdorfes Kamering . Dort die Gegenwelt der über 30 Jahre hinweg penibel geführten sowie mit Kunstpostkarten dekorierten Notizbücher . Und der berühmte , in Hunderten Sätzen , Wendungen und Metaphern zitierte Kalbsstrick . Entstanden sind die Bilder während eines zweitägigen “Umgangs” im Sommer 2003 , da der Autor uns geduldig zu vielen seiner “Lieux de Mémoire” führte .

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KÖRPER DES KATHOLIZISMUS

Was Heimat sei , was Herkunft , dies definieren die Leitideologien gerne positiv : Als Kräfteborn des Menschen am Busen einer vertrauten Kultur . Dass dem nicht so sein muss , sondern der Ursprung - das Dorf - zur Hölle werden kann , haben eine Reihe österreichischer Autoren mit allen Mitteln ihrer literarischen Kraft demonstriert : Von Thomas Bernhards frühem Roman “Frost” über Peter Handkes “Hornissen” und Franz Innerhofers “Schöne Tage” bis hin zu Josef Winkler , dem vielseitigen und konsequenten Bilderstürmer gegen die Ikone der heimatlich heilen Welt . Hatte Winkler in der Romantrilogie “Das wilde Kärnten” ( 1984 ) mit rhythmisch- obsessiver Sprachwut an den Gefängnisstäben seiner engen Heimat gerüttelt , so hat er - freilich auf seine Weise - dabei Gleiches mit Gleichem vergolten : Er hieb sozusagen mit Rosenkränzen und Fluch- Litaneien auf den Zwangs- und Schuldapparat des Katholizismus ein und legte dabei jenes Paradox bloss , welches ihn bis heute fasziniert : Gerade der Katholizismus , der die Leiblichkeit so scharf an die Kandare nimmt , strotzt in seinen Symbolen , Ritualen und Reliquien von purer Körperlichkeit . Sind es freilich die gemarterten , gequälten und entstellten Körper , welche als Reliquien , auf Bildnissen und im demütigen Küssen des Kreuzes im Mittelpunkt der ( Volks- ) Verehrung stehen , so hat Winkler gerade aus diesem Element seine literarische Methode destilliert . Stets sind es Leiber , um welche sich seine rhythmische Rede dreht . Dabei revolviert er um das Rätsel der “Kreatur” und es ist charakteristisch für diesen Autor , dass er die Frage nach dem Leben von der anderen Seite - vom Tode her - stellt . Die minutiöse Beschreibung von Schlachtung und Opfer , Agonie und Verwesung wirft immer wieder neu die Frage auf , was Leben , was das Individuum - gleich ob Mensch oder Tier - eigentlich sei . ( Fortsetzung : “Von der diskreten Heiterkeit des Fleisches” )

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KAMERING - KIRCHHOF - KREUZ

Josef Winkler Elternhaus Kamering copyright Christiane Zintzen

( Der elterliche Hof )

Josef Winkler Kamering Friedhof Mauer copyright Christiane Zintzen

( Kirchhofmauer , dahinter
das Grab des Grossvaters ,
Josef Winkler 1871 - 1961 )

Josef Winkler Kamering Friedhof Sonnenuhr copyright Christiane Zintzen

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VERSCHRIFTUNG - BEBILDERUNG : DREISSIG JAHRESBÜCHER

Josef Winkler Notizbücher Kalender 1973 copyright Christiane Zintzen

( Seit 1973 … )

Josef Winkler Notizbuch close copyright Christiane Zintzen

( … jedes Jahr ein Buch )

Josef Winkler Notizbücher aus 30 Jahren vertikal copyright Christiane Zintzen

( eingebunden in Bilder )

Josef Winkler Notizbücher aus 30 Jahren frontal geöffnet copyright Christiane Zintzen

( Von der Renaissance … )

Josef Winkler Notizbücher aus 30 Jahren frontal cover 02 copyright Christiane Zintzen

( über niederländische natures mortes … )

Josef Winkler Notizbücher aus 30 Jahren frontal cover copyright Christiane Zintzen

( …. bis hin zu Chaim Soutine )

Josef Winkler Notizbücher indisches Scrapbook 1993 copyright Christiane Zintzen

( Scrapbook , Indien 1993 )

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DER STRICK - EIN STÜCK - IM SPIEGEL

Josef Winkler Der Kälberstrick copyright Christiane Zintzen

( Ein Ende )

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KLANGAPPARAT

Dem zum Teil offenen Missmut des deutschen Feuilletons über diese Entscheidung sei hier und jetzt kein Raum gewährt . Vielmehr möchten wir czz-hoerempfehlungin|ad|ae|qu|at als “Festmusik” Terry Rileys meditativ mäanderndes Stück für E- Orgel ( plus Delay ) anspielen , welches Ende der Siebziger Jahre Figuren des westlichen Minimalismus und Motive der klassischen indischen Musik ineinanderblendete . Reeditiert auf dem Album “Shri Camel” ( 1980 ) , spielen wir hier den via UbuWeb überlieferten Soundtrack eines filmischen Portriats des Komponisten . CLICK TRACK TO LISTEN : Terry Riley : Shri Camel : Morning Corona |||