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droschl dreissig !



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GEISTES- GEGENWART AUS GRAZ

Was wäre - andersherum gefragt - die österreichische Gegenwartsliteratur ohne den Droschl- Literaturverlag ? - Auch für die Möglichkeitsformen von Literatur gibt es kompossible Biographien , denkbar alternative Verläufe . Aber es hat ihn gegeben , es gab ihn , es gibt ihn und es wird ihn geben : Droschl , der mit generöser Geste den Geist europäischer Avantgarden je im Jetzt ins Werk setzt . Weltliteratur , aus der scheinbaren Peripherie , im Klein- und Mittelbetrieb . Sicherung des Bestandes ( Heimrad Bäckersedition neue texte” ) und beständige Arbeit am Text der Gegenwart : 30 Jahre , 201 Autorinnen und Autoren , 542 Bücher .

Auch wir haben in|ad|ae|qu|at zu danken : Kenntnisnahmen , Lernprozesse , Textbegegnungen - und manch unerbittliches Lektorat . Ein Gutteil der “Literatur als Radiokunst” ist aus dem Droschl- Kosmos entsprossen . Was wir hier tun können , ist lediglich , die Geburtstagstorte grafisch zu dekorieren . Und zu gratulieren . In Neugier mit Blick zurück und nah vorn .

30_jahre_droschl_czz_by_wordle

( click pic to XL , graph by czz via wordle )

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PARTY IN DER POZELLANGASSE

In nunmehr drei Jahrzehnten ist es dem Literaturverlag Droschl gelungen, ein literarisches Programm zu machen, das heimische Autorinnen und Autoren in einem internationalen Umfeld positioniert, immer mit Blick auf formale Erneuerung und Traditionsbruch, auf literarische Debüts und innovatives Schreiben. In diesen 30 Jahren wurden 532 Bücher veröffentlicht. 201 Autorinnen und Autoren publizierten bei Droschl, 50 davon ihr Debüt, 18 fremdsprachige Autorinnen und Autoren wurden erstmals ins Deutsche übersetzt.

Das soll gefeiert werden - und zwar im Schauspielhaus Wien, jenem Ort, mit dem der Literaturverlag Droschl seit der Ära Gratzer durch Uraufführungen Werner Schwabs verbunden ist.

Zum Fest “30 Jahre Literaturverlag Droschl” stehen Autorinnen und Autoren mit kurzen , teils für diesen Abend verfassten Texten zu erwarten : Iris Hanika , Anna Kim , Almut Tina Schmidt , Andrea Winkler , Bodo Hell , Andreas Unterweger u. a. . Musikalien von “The Literats” und dem “Kollegium Kalksburg” featuring Antonio Fian .

Heute , 21. 11 . 2008 , Schauspiehaus Wien , 20 H .

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LINKS

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KLANGAPPARAT

Man lasse sich von den hochpolierten Klangfölächen des Einstiegs nicht blenden : Als wollte DJ Wout den Titel seines sensitiven Netmusic- Mixes - “Misunderstood” - de facto provozieren , versteckt sich ein erkleckliches Spektrum an Klangfarben hinter den spiegelnden Flächen des Entrées . czz-hoerempfehlungAus den Katalogen bewährter ( und hier sämtlich bereits vorgestellter ) Netlabels wie arteqcue , autoplate , unfoundsound , thinner , bumpfoot und natürlich ( ! ) broque hat da Einer hellhörigen Ohres erstaunliche Materialästhetiken gezupft und diese ohne versuppendes Fading auf seine Reihe gebracht : Garantiert kein Tanzhammer für die ganze Nacht , sondern eine angewandte Übung im Unterscheiden . - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND TO LISTEN TO STREAM .

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Play it again : FÜR den Bachmannpreis und WIDER die Literaturschulen - Eine Übertragung



||| IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE | IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG | “EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN | DEALS DER JURIEN | FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT | AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM | ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

IM FEUILLETON : FUSSBALL UND FISCHGERICHTE

TDDL 2008 banner 300pxMusste man über Jahre hinweg lesen die stereotypen Stoss- Seufzer über den Bachmannpreis am ( Vorsicht : Wortspiel ! ) Wörther See und wie man sich abends bei Maria Loretto im berühmten Fischrestaurant unter den gruselig präparierten Fischköpfen an den Wänden ( Vorsicht : Bildwitz ! ) beim Gastmahle traf und wie dort oder auf den literaturjournalistischen Amateur- Fussballfeldern der Ehre es die Outsider den Insidern gaben

Musste man alljährlich lesen dieselben Protokolle von Outfits und Aussagen ( halbprivat ) , dasselbe Raunen über die echten , aus dem Genusse geistiger Getränke ergossenen Literaturbetriebswahrheiten …., so rächt sich das Feuilleton in diesem Jahr unisono mit Groll und Hohn für die Verknappung seiner Sport- und Spielwiese von zwei auf vier Tageslängen .

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IM FEUILLETON : FLUCH DER FERNSEH- FORMATIERUNG

picto TVIn chorisch harmonierenden Einzelstimmen wendet man sich gegen die Layoutierung der Show zu Zwecken und zu Gunsten der 3- sat- TV- Übertragung . Im fernsehgerechten Format , so der beleidigte Tenor ( Die Presse , taz ) , verwandle sich Literatur eben in jenes Ärgernis einer “prime time”- ( Der Standard ) , “Mittelstands-” ( DIE WELT ) , “Vita contemplativa”- ( FAZ ) und “Langweile”- ( NZZ ) Veran- oder -unstaltung , als welche sie sich anno 2008 den vor Ort Wesenden präsentierte .

Keiner mochte da einlenken , dass es eben die Fernsehübertragung sei , welcher die Juroren ihre Prominenz ( und guten Gagen ) danken , die im Besonderen allerdings dafür garantiert , dass Literatur im Feuilleton weiterhin für “der Rede wert” befunden wird . Anderseits gestattet just die Fernseh- Übertragung eine Teilhabe Vieler an einem lokalen “Event” : eine Zeugenschaft , welche die Lesungen selbst - allerdings auch die Leistungen der Jury , nicht zuletzt aber auch die Beurteilungen durch das Feuilleton - ÜBERPRÜFBAR macht .

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“EVENT” ALS ENDE DES EXKLUSIVEN

picto TVSomit gerät die Oberhoheit der Kanzelrede und der exklusive Deutungsmacht des Feuilletons ins Wanken : Prompt reagiert das Feuilleton auf die solcherart “globalisierte” Information , indem es die Stadt Klagenfurt ebenso kleinredet und zur kleingeistig- protofaschistischen Provinz ( DIE WELT ) erklärt wie überhaupt den ganzen Bewerb inklusive der Juroren samt der von ihnen “vorgeschlagenen” und diskutierten Text- und Autoren- Funktionen .

Denn aber , hallo und sorry , möchten wir bescheiden daran erinnern , dass Klagenfurt noch immer ein Erbmöbelstück der “Gruppe 47″ ist und von deren berüchtigten Meetings , deren Lesungen und deren , jedem Widerspruch abgeneigten Ab- Urteilungen derer , die da lasen . Die , die da lasen , waren ( siehe : das Prinzip der “Einladung” bzw. der Juroren- Vorschläge ) selbstverständlich nur ein Teil “sie selber” . Der Löwenanteil war und bleibt allerdings das , womit sich ein Juror zu profilieren gedenkt , WEN er ins Rennen schickt und WAS er der Arena des Sammelkampfes vorwirft … zur Augenweide oder zum Frasse .

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DEALS DER JURIEN

TDDL 2008 banner 300pxWas das Juryprinzip ist in vielen verschwiegenen Versammlungszimmern , an Tagungstafeln und bei Konferenztisch- Kaffee aus Thermoskannen vollzieht , liegt in Klagenfurt vor Aller Augen . Deals , Kontrakte , Freundlichkeiten im Austausch gegen Imagepunkte , oder - bei Schlagseite des eigenen Kandidaten : der schnelle Seitenwechsel und Überlauf , der mit rhetorischer Verve überbrüht werden muss , damit der Sieger als selbstgekochtes Süppchen verkauft und vertreten werden kann .

Ja mei : All das ist hinlänglich bekannt . Was aber nun , wenn wir zugucken dürfen ( live dabei sein ! ) in der durch die Fernsehkameras und die hitzige Ausleuchtung nachvollziehbar unangenehm schwül- bedrückten Arena ? - Seit zwanzig Jahren weder im Besitze eines TV- Apparates noch des Animo , sich leiblich dem “Betriebsausflug” auszusetzen , hat in|ad|ae|qu|at das sogenannte “Wettlesen” stets via Feuilleton- Rapports und Insider- Witzen rezipiert . Und dabei Hunderte der oben genannten Fischessen , Fussballschweisstreibereien , Beschwipstheiten und Ausflügen ins lokale Puff nachlesen dürfen . Wenn im September dann oder im Oktober der jährliche Band “DIE BESTEN” bei Piper erschien , konnte und wollte sich eh Keiner mehr an das frühsommerliche Klagenfurt erinnern .

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FERN- SICHT VIA INTERNET : SELBSTTEST IN ECHTZEIT

picto TVNun aber hat das Netz auch für fernsehfrei lebende Zeitgenossen die “Zugänglichkeit” zu diesem eminenten Ereignis der Eliten von Feuilleton und Sozial- Performanz ermöglicht . Und solche “Zugänglichkeit” zu höherer - menschlicher , kultureller , emotionaler - Bildung gilt mittlerweile als Menschenrecht . Na gut , machen wir von solcher “Zugänglichkeit” via “Stream on Demand” Gebrauch und vollziehen “Klagenfurt” im totalen Echtzeit- Selbsttest und unter verschärften Bedingungen von sukzessiver Mitschrift und Fortverlinkung mit : Vierzehn Stunden lang an Bildschirm und Tasten , plus Mittagspausen usf.

Hier das Testergebnis : Auch unter den eingeschränkten Erwartungen , was ein Stream- Bild an Qualität vermitteln kann , ist der visuelle Faktor erbarmungslos kläglich . Im Chiaroscuro eines nur spotmässig ausgeleuchteten Studios verhindern abstruse Kamera- Totalen eine Konzentration auf den logisch zu fokussierenden Sprecher . Tritt selbiger allerdings - egal , ob gebeugter Autor , gestikulierender Juror oder bräselnder Moderator - ins Bild des Nah- Objektivs , erstarren die Talking Heads hinter der dick aufgetragenen und unvorteilhaft angestrahlten Maske . Da man Menschen , welche man schätzt und kennt , nur ungern in solcher Ensor’schen Masken- Übermalung betrachtet , verlegt man sich bald aufs Abblenden . Und siehe : Man beginnt zu HÖREN . ZUZUHÖREN sogar .

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AUFERSTEHUNG DES HÖRSPIELS VIA BILDSTREAM

TDDL 2008 banner 300pxUnd statt des blauen Studios erleben wir das blaue Wunder der Verwandlung eines “Literaturwettbewerbs” in ein HÖRSPIEL in Echtzeit : Mit den klassischen Chargen , Beschleunigungen und Retardierungen , Strophe und Refrain , Solo und Chor sowie viel lokal gefärbter Sprachmusik . Da treten die ausgestellten ( literarischen ) TEXTE als ebenso subjektive STIMMEN und CHARAKTERE auf wie das Geplänkel der Juroren , deren ebenso ausgestellten Bekenntnis- TEXTE und kulturtheoretische ROLLENPROSA . Solcherart sind wir - auch über manche Mühen der Textebenen ( aller Fraktionen ) hinweg - in den Genuss eines selten so unterhaltsam vernommenen HÖRSPIELS gekommen .

Fazit : Wenn schon das Radio sein Selbstbewusstsein als AKUSTISCHES Medium hinter Internetbildchen , LOGO- Optik und visuellen User- Interfaces am Handy verleugnet , wird man fortan das live übertragene , respektiv netz- gestreamte oder ON DEMAND abgespielte TV- BILD als neues Radio gebrauchen . BILD AB , TON AUF : Lass es jazzen , Mann , horch hin und maule nicht .

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ZUM GEZETER ÜBER DAS “PROFESSIONELLE” : EIN CETERUM CENSEO

picto TVUnd WENN man sich zu Klagenfurt bzw. in den Redaktionsstuben postum seit Jahren über die ( Vorsicht ! ) “gut gemachten , aber …“-Schreibstücke beklagt , dies Jahr erstmals auch über die ( Vorsicht ! ) “gut vorgelesenen , aber …“-Texte , dann schliesse man doch bitte endlich und einfach die VEBs der Literaturschulen und entlasse deren renommierte Lehrer , welche eben die SERIENTEXTE und -BEFINDLICHKEITEN mitproduzieren , über die sie und ihre Kollegen dann öffentlich mäkeln . Sorry : Bei diesem Betriebsspiel werden Menschen verbraucht … Der Rest der Argumentation ist unter der Kategorie “Germany’s Next Topmodel” bzw. “Deutschland sucht den Superstar” ( DSDS ) nachzulesen . Oder hiesse es doch nicht noch besser : “Dschungel-Camp - Ich bin ein Star – holt mich hier raus” ?!

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LINKS

  • Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis - Der deutsche Autor Tilman Rammstedt hat den renommierten Ingeborg-Bachmann- Preis gewonnen . Der 33-jährige Schriftsteller wurde im österreichischen Klagenfurt für seinen Roman “Der Kaiser von China” ausgezeichnet . Rammstedt wagte etwas , das in Klagenfurt selten goutiert wird : Humor ( Elmar Krekeler , DIE WELT , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis 2008 : Darauf haben wir gewartet ( Oliver Jungen , FAZ , 29. 6. 2008 )
  • Vom Dienstbotenelend der Literatur - Der 32. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb - Mit einer Grossvater- Geschichte holt sich der Berliner Tilman Rammstedt den Ingeborg- Bachmann- Preis 2008 . Seine Erzählung ist komisch , wo die Qualität der sonst noch vorgetragenen Texte fast tragisch ist . Selten zuvor war die Literatur in Klagenfurt so durchschnittlich wie diesmal ( Paul Jandl , NZZ , 30. 6. 2008 )
  • Neuigkeiten aus Klagenfurt - Öl im Getriebe - Beim diesjährigen Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb haben sich die Schriftsteller , die Jury und das Publikum auf die Bedingungen des Fernsehens eingelassen ( Dirk Knipphals , taz , 30. 6. 2008 )
  • Das Jahr der Freundlichkeit - Der 32. Bachmann- Preis ging an den in Berlin lebenden Tilmann Rammstedt - Markus Orths und Patrick Findeis hatten Chancen . Eine Entscheidung , unentschieden ( Cornelia Niedermeier , Der Standard , 30. 6. 2008 )
  • Bachmann-Preis : Ein Tyrann als komischer Held - Tilman Rammstedt gewinnt mit seinem schwarzhumorigen “Der Kaiser von China“ in Klagenfurt . Er setzte sich bei Jury und Publikum durch ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )
  • Literatur , im Wörther See versenkt - Beim Wettlesen zum Bachmann-Preis wird alles den Erfordernissen des TV , der Marke untergeordnet . Ein Text ist aber kein Waschmittel ( Harald Klauhs , Die Presse , 30. 6. 2008 )

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RELATED

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KLANGAPPARAT

Ein Eintauchen in buchstäbliche Liquid Levels gestattet das herrlich verhaltene LOOPZILLA- MIX Numero 60 . Fern von jeder hochsommerlichen czz-hoerempfehlungBeach- Life oder Sonstwie- Fröhlichkeits- Frenesie , bleibt das “Sofa Mix” cool abgedimmt im gangbaren Takt , ohne ins loungig- Beliebige abzudriften : Daniel P. aka “Project Swirl” bedient sich mit seiner exquisiten Mischung aus Releases von Netlabels wie yukiyaki , Thinner , unfoundsound oder clear-cut allerdings nur beim Feinsten . - CLICK LINK TO SEE PLAYLIST AND LISTEN . |||

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BIT- vs. BEER- Torrent III : post- TRAUM- atisch ?



So . Nun haben sich die Kopfzahlen zwischen 2.000 und 20.000 irgendwo in der Mitte eingependelt . - So . Und Mister Schäuble sass Sonntag Abend in einer vorab aufgezeichneten Talk- Show . - So . Und der Blognation D ist die Lust am Reflektieren der Demonstration gegen Online- Durchsuchung , Vorratsdatenspeicherung etc. , deren dpa- Dämonisierung und Effekte bereits Montagabend vergangen .

isotype Neurath weltreligionen 02Sollte das alles nur ein Sonntagsspaziergang gewesen sein ?

Einem anachronistischen Hang zur - illusorischen - Vollständigkeit folgend , tragen wir noch ein paar Fundsachen nach . FILE UNDER : “FAMILIENALBUM” , “hach , wie war das aufregend” und “Mensch , wir waren in der Zeitung !” .

Die taz etnschliesst sich salomonisch zum Body- Count von 10.000 , was genau die Hälfte der von indymedia Gezählten darstellt . Graubrot ist es ebenso gleichgültig , ob er Einer unter Acht- oder Fünfzehn- Tausend war und ärgert sich über die rituell mutuellen Schuldzuweisungen zwischen “Autonomen” und “Hütern der Ordnung” . Der Binnenstreit unter den Organisatoren über fehlende Nennung von kleineren Kooperatoren lässt sich ebenso in den taz- Kommentaren nachlesen , wie “Korrekturen” an dem Begriffen “Schwarzer Block” resp. “Autonome” . gulli bemüht sich in beiden Belangen um Bereinigung der Fronten und präsentiert ein phantastisches Photo einer Ordnungskraft, welche die die Beobachtung Beobachtenden beobachtet .

isotype Neurath weltreligionen 02Tatsache ist , dass gulli mit seinem Hinweis auf das Projekt einer Verfassungsbeschwerde alleine bleibt mit einem Ausblick . Desgleichen Björn Grau : Unter Zeugenberichten , einigen Hurra- Artikeln und vielen , vielen Abschriften ( wie in der Blog- Nation üblich ) , suchen seine Bemerkungen zur weitreichenden medialen Ignoranz hinsichtlich der Kundgebung ihresgleichen . Vergleichsweise rar auch die Frage nach dem WIE WEITER ?

Wie weit reicht eigentlich die freiwillige Selbst- Gleichschaltung der Blognation D ?

Links :

||| [ Illustration : Isotype , Otto Neurath ] |||

Vielleicht mag ja die Ausgabe # 102 von MIXOTIK die müden Mädeln und Männer wieder munter zu machen ? - Wie man ganz ohne Oktoberfest und auf beiden Beiden reinen Geistes heiter sei , zeigt DJ Frosty mit seinem Mixtape Numero Zwei : Alles drin , was auf der in|ad|ae|qu|aten czz hörempfehlungBacklist steht ( Broque 035 , Bumpfoot 040 , Flumo 010 , Intoxik 023 ) sowie auf derenigen der To- Dos hinhörlich künftiger netlabel- Portraits ( Insectorama 005 , Itanet 026 , Textone 012 , Unfoundsound 013 ) . Es ist wohl einigermassen ohrenfällig , dass dieser Frosty nicht mit dem Rude- Rapper DJ Frosty ident ist , sondern mit Klarnamen Paul -Frosty- Forsberg in Stockholm wohnt . In Sachen Selbstdarstellung bleibt der - Tatsache ! -1.90 Meter- Mann einem fett daher kommenden Rapper nichts schuldig . QUOTE : Occupation : DJ & Record Label Owner . Income : $250.000 and Higher . UNQUOTE . Wir freilich bleiben da idealistischer gesinnt und wollen hedonistisch einfach ein spritziges Mix geniessen . 76 Minuten , Click ! |||

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