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Intellectual Property : Begriffe von “Werk” und “Urheber” im Zeitalter von Creative Commons 3.0



||| THE JUNGLE | SCHÖPFUNGSHÖHE | URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE | PUSH & PULL | WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ? | DOI UND CHARAKTER | CREATIVE COMMONS 3.0 | RANDNOTIZ | BACK TO “THE JUNGLE” | LINKS | RELATED | KLANGAPPARAT

THE JUNGLE

on method weissEs wäre vermessen , als Nicht- Jurist für Nicht- Juristen einen vollständigen Überblick bezüglich geltender Copyright- Regelungen ( noch dazu mit Fokus auf Online und Neue Medien ) erstellen zu wollen . Künstler , Autoren , Musiker , Fotografen , Komponisten … wissen ( mehr oder weniger ) Bescheid über die verschlungenen Wege zwischen AKM , Austro Mechana , Literar Mechana , LSG etc . , über langwierige Rechtsstreitigkeiten und Querverweise in Endlosrekursion : Gedeihlicher Pflege- und Hegegarten für manche ( nicht nötigerweise Tulipane ) Jurisprudenz .

Im Kontext dieser Webpräsenz sind wir am Thema in zweierlei Hinsicht höchst interessiert : Einerseits die geschützte , doch kostenlose Bereitstellung von Inhalten , Metadaten und Bezügen zur allgemeinen Nutzung und Weiterverarbeitung ( Autorenseiten , Literatur als Radiokunst , sachliche Blogeinträge ) , zum Andern der Schutz von Inhalten in den Werkgruppen “Salon Littéraire” , “echt | welt | texte” sowie bestimmten thematischen Blogpostings , welche wir in|ad|ae|qu|at als eingenständige Werke erarbeiten und diese auch als solche anerkannt zu sehen wünschen ( die Problematik von Selbst- und Fremdbild lassen wir hier einmal keusch beiseite ) .

Im Gegensatz zu den eingespielten Verlagsabläufen physikalisch manifestierter Druckwerke scheinen im Internet abrufbare künstlerische Werke keinesfalls hinreichend definiert , eine Tatsache welche auch im allgemeinen Web- Tech- Geschrei vieler Blogger und ( Meta-) Kunstprojekte grosszügig unter den Tisch gekehrt wird . Maximal die Diskussion , inwieweit eine ( leicht ) veränderte Kopie oder bzw. ein frei adaptiertes Exzerpt als eigenständiges Werk anzusehen sei , hat im SEO- Aggregatoren- Business Bedeutung .

Beziehungsweise in Realsatiren , wie sie dem hochgeachtetem “Die-Welt-ist-eine-Google”- Peter Glaser unter wenig reflektiertem Nickreflex sogar der MSM- Abschreiber fast kontraproduktiv zu Buche schlugen . Allerdings gab es auch skeptische Kommentierer , welche die Formulierung längst VOR dem Zeitpunkt von Glasers angeblicher auktorialen Schöpfung geortet haben . Des Weiteren wird das unautorisierte Veröffentlichen fremder E- Mails im Blog zunehmend als rechtliches Problem ( Web 2.0 & Recht ) wahrgenommen .

Dieses als Zitatrecht benannte Kriterium wird im Deutschen Urheberrecht in folgender Weise umschrieben ( Wikipedia ) :

… Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste … Das Zitatrecht dürfen nur Werke beanspruchen, die selbst urheberrechtlichen Schutz genießen, also eine eigene ‘Schöpfungshöhe’ aufweisen. Demnach dürfen sich Zitatsammlungen, die ausschließlich Fremdleistungen wiedergeben, nicht auf das Zitatrecht berufen …

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SCHÖPFUNGSHÖHE

on method weissDas Attribut der “Schöpfüngshöhe ” gilt als Messkante zur Abgrenzung zwischen handwerklich- routinemäßigen Leistungen und kreativem Werk , mithin zwischen Gemeinfreiheit und Urheberschutz .

Die Kriterien der Schöpfungshöhe erfüllen sämtliche Einzelbeiträge in allen Kategorien von in|ad|ae|qu|at wohl unbestritten (Wikipedia ) :

  • Es muss eine persönliche Schöpfung des Urhebers vorliegen.
  • Sie muss einen geistigen Gehalt haben.
  • Sie muss eine wahrnehmbare Formgestaltung aufweisen.
  • Es muss in ihr die Individualität des Urhebers zum Ausdruck kommen.

Relevant scheint hier noch die Klärung der “wahrnehmbaren Formgestaltung” : Diese schafft den Übergang vom “Konzept” zum “Werk” , im englischen Definitionsgebrauch sehr haptisch auch “Manifestation” genannt, wir zitieren aus der Webseite “anwalt-im-netz.de” :

Das Werk hat eine sinnlich wahrnehmbare Formgestaltung. Man kann es sehen, fühlen, hören. Dabei ist weder Dauerhaftigkeit noch physische Verfestigung (z.B. bedrucktes Papier, DVD usw.) erforderlich. Daher können auch Choreographien und pantomimische Darstellungen ( §2 Abs. 1 Nr.3 UrhG) schutzfähig sein, siehe so genannte Performance-Künstler.

Ja , SEHEN kann man eine Webseite , z. B. ein Text - Bild - Ton - Video - Konstrukt im “Salon Littéraire” : Mithin ein Werk mit beachtlicher “Schöpfungshöhe” und wahrnehmbarer Formgestaltung .

Im Zuge der Recherche ist uns ein bisher wenig bekanntes Urheberrecht aufgefallen : das Datenbankwerk nach § 40f UrhG . Diese schützt nicht die Werke , sondern Sammelwerke , wenn : ” …. die Datenbanken infolge der Auswahl oder Anordnung des Stoffes eine eigentümliche geistige Schöpfung ergeben. ”

Fokus ist und bleibt demnach die “Schöpfungshöhe” als Voraussetzung für Urheberschutz . Damit stellt sich eine Sammelwerk wie der “Salon Littéraire” unabhängig von den referenzierten Werken als eigenständig Uhrheberechts- geschütztes , gesetzlich definiertes Konstrukt dar .

Unterhalb der werkrelevanten Schöpfungshöhe kann wenigstens noch bei Nachweis von “erheblichem Aufwand und Investitionen” noch ein “sui-generis-Recht für Datenbanken” geltend gemacht werden ( Wikipedia : Datenbankherstellerrecht ) .

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URHEBERSCHUTZ INKLUSIVE

on method weissEines muss klargestellt werden : Markierungen wie Creative Commons oder Digital Object Identifier sind NICHT notwendig , um Urheberrechte geltend machen zu können ( Standardformulierung : “Das Urheberrecht muss nicht angemeldet werden, es entsteht im Moment der Schaffung des Werkes ” ) .

Diese Attributgruppen sind jedoch überaus sinnvoll , um über die ART der vom Urheber gegenüber der Allgemeinheit eingeräumten Rechte zu informieren , und für den Nachweis , welche Person an welchem Datum welche Inhalte geschaffen hat . Dies wird vor allem relevant , sollte eine KOMMERZIELLE Verbreitung von Werken OHNE Einverständnis ( und damit verbundener möglicher Vergütung ) des Schaffenden erfolgt sein .

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PUSH & PULL

on method weissIn diesem Sinne dient die Nutzung einer Creative Commons Lizenz nur der Information darüber , unter welchen Bedingungen das Werk von anderen genutzt werden darf , als Standard dürfte sich hierbei für Web-Werke die Variante “by - nc - nd” etabliert haben . Dies bescheinigt das Recht zur UNGEFRAGTEN Vervielfältigung , Verbreitung und öffentlichen Zugangbarmachung ( ! ) unter den Bedigungen

  • dass der Name des Urhebers genannt wird
  • die Verwendung im nichtkommerziellen Kontext erfolgt sowie
  • dass keine unautorisierte Bearbeitung erfolgt ( vgl. Impressum ) .

Die Blog - Einträge dieser Seite dürften daher ungefragt beispielsweise in einem gedruckten Sammelband erscheinen , soferne dieser kostenlos ( unentgeltlich - there is nothing lie a free lunch ) abgegeben wird - oder gerade nur kostendeckend agiert …. ? ( Hierzu konnten wir keine Abgrenzung finden … ) .

[ Zusatzfrage an Expertinnen : Sollte eine Partei oder Firma einen der Texte in einer kostenfreien Broschüre inkludieren , könnte man dagegen vorgehen ? ]

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WER & WAS - ABER WIE , WELCHERART & WO ?

Die Angabe einer Creative Commons Lizenz hilft allerdings keineswegs bei Streitigkeiten rund um Zeitpunkt , Inhalt oder Umfang eines erschaffenen Werkes . Siehe Glasers Behauptung , er habe den Ausdruck “Die Welt ist eine Google” bereits 2005 höchstselbst geprägt , während einige Kommentatoren den Spruch zweifelsfrei im Jahre 2004 und nicht aus Glasers Erfindungsoberhoheit entstammend zu verorten vermochten .

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DOI UND CHARAKTER

on method weissSehr viel mehr Aufwand fällt allerdings dann an , wenn es - wie für in|ad|ae|qu|ate Inhalte gilt , Charakter , Publikationszeitpunkt und Verlinkung zur “wahrnehmbaren Formgestaltung” dauerhaft und rechtssicher zu dokumentieren . Dies gelingt u . a. mit der Vergabe eines Digital Object Identifier an eine Idee ( Abstraction ) oder ein Werk ( Manifestation ) .

Erster Bonus ist ein anerkannter “Namensraum” innerhalb dessen die Werkdefinition erfolgt , für die gegenständliche Webpräsenz wurde dauerhaft der Präfix “doi:10.3246 ” ( kostenpflichtig ) reserviert .

Zweite Klärung bringen die reichhaltigen Metadaten rund um Werk , Autorinnen und Kontext , die von den administrativen Fachkräften hinter in|ad|ae|qu|at angelegt werden .

Dritter und wichtigster Punkt ist die dauerhafte Auflösung ( pdf : W3C ) der Identifikationsnummer zum eigentlichen Werk : auch wenn in|ad|ae|qu|at in 100 Jahren nicht mehr existieren sollte , sind einerseits die Metadaten zum Werk immer noch abrufbar , andererseits kann ein neuer , aktueller Link zum Hauptwerk diesem DOI hinterlegt werden .

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CREATIVE COMMONS 3.0

on method weissAnlass zu den vorliegenden Betrachtungen ist die aktuelle Presseaussendung von Creative Commons Österreich zur Veröffentlichung der Lizenzversion 3.0 . Diese spiegelt die Bemühungen , den ursprünglich englischsprachigen Quelltext an österreischische Gesetzestexte und Auslegungen anzupassen , ausgeführt von Florian Philapitsch von der “Abteilung für Informationsrecht und Immaterialgüterrecht” am “Institut für Zivil- und Unternehmensrecht” an der WU.

Als ergiebig erweist sich dabei die inoffizielle Kommentierung zu der Portierung von “BY-NC-SA” ins “Österreichische” . Das “SA” bedeutet “Share Alike” , erlaubt die Bearbeitung des angebotenen Werks und ist damit nicht gänzlich anwendbar auf die auf in|ad|ae|qu|at übliche Lizenz. Trotzdem anbei einige Ausschnitte mit weiteren Anmerkungen :

Der Begriff “Schutzgegenstand” bezeichnet in dieser Lizenz den literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalt, der unter den Bedingungen dieser Lizenz angeboten wird.

  • ( Anm. Philapitsch : In der gesamten Lizenz wird der Begriff “Werk” vermieden. -
  • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Dies zeigt parallelen zum Penglischen “Resource” anstatt von “Work“)

Der Begriff “Sammelwerk” im Sinne dieser Lizenz meint eine Zusammenstellung von literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalten zu einem einheitlichen Ganzen, sofern diese Zusammenstellung aufgrund von Auswahl und Anordnung der darin enthaltenen selbständigen Elemente eine eigentümliche geistige Schöpfung darstellt, unabhängig davon, ob die Elemente systematisch oder methodisch angelegt und dadurch einzeln zugänglich sind oder nicht.

  • ( Anm. Philapitsch : Die Formulierung “zu einem einheitlichen Ganzen” existiert im österreichischen, nicht aber im deutschen Urhebergesetz )

Verbreiten” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, den Schutzgegenstand oder Bearbeitungen im Original oder in Form von Vervielfältigungsstücken, mithin in körperlich fixierter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder in Verkehr zu bringen.

  • ( Anm. Philapitsch : Beim Verbreitungsrecht geht es ausschließlich um körperliche Verwertung. )

on method weissUnter “Öffentlich Wiedergeben” im Sinne dieser Lizenz sind Wahrnehmbarmachungen des Schutzgegenstandes in unkörperlicher Form zu verstehen, die für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt sind und mittels öffentlicher Wiedergabe in Form von Vortrag, Aufführung, Vorführung, Darbietung, Sendung, Weitersendung oder zeit- und ortsunabhängiger Zurverfügungstellung erfolgen, unabhängig von den zum Einsatz kommenden Techniken und Verfahren, einschließlich drahtgebundener oder drahtloser Mittel und Einstellen in das Internet.

  • ( Anm. Philapitsch : Die “Ausstellung “ entfällt in der österreichischen Lizenz. … Das Recht der Ausstellung ist allenfalls von der öffentlichen Wiedergabe im Sinne dieser Definition jedoch erfasst. )

Vervielfältigen” im Sinne dieser Lizenz bedeutet, gleichviel in welchem Verfahren, auf welchem Träger, in welcher Menge und ob vorübergehend oder dauerhaft, Vervielfältigungsstücke des Schutzgegenstandes herzustellen, insbesondere durch Ton- oder Bildaufzeichnungen …

  • ( Anm. Philapitsch : Problematisch ist das Abstellen auf die “Körperlichkeit ” der Festhaltung. Dadurch entsteht, vor allem im Hinblick auf die digitale Nutzung, eine unnötige Einschränkung. Da das UrhG diese Begrifflichkeit zumindest im Gesetzestext meidet, konnte dieser Terminus entfallen. Neu ist dagegen die Festhaltung auf Mitteln der wiederholbaren Wiedergabe, wobei diese Formulierung der des UrhG entspricht. )

Die vorgenannte Nutzungsbewilligung wird für alle bekannten sowie alle noch nicht bekannten Nutzungsarten eingeräumt. … Soweit Datenbanken oder Zusammenstellungen von Daten Schutzgegenstand dieser Lizenz oder Teil dessen sind und einen immaterialgüterrechtlichen Schutz eigener Art genießen, verzichtet der Lizenzgeber auf die Geltendmachung sämtlicher daraus resultierender Rechte.

  • ( Anm. Philapitsch : Am Ende des Absatzes ist vorgesehen, dass auf sämtliche Sui-generis-Datenbankenrechte verzichtet wird. Hier ist das “soweit“ zu beachten. Das Ganze geht auf die Ablehnung der EU-Datenschutzrichtlinie und all ihrer Umsetzungen in Europa durch Science Commons zurück. )

Die Nutzungsbewilligung gemäß Abschnitt 3 gilt nur für Handlungen, die nicht vorrangig einem kommerziellen Zweck dienen ( “nicht-kommerzielle Nutzung“, “Non-commercial-Option“ ).

( Anm. Philapitsch : Die perfekte Formulierung des Noncommercial-Element ist vermutlich eines der größten Probleme der CC-Lizenzen.

Die Formulierung entspricht der Vermiet- und Verleihrichtlinie und ist sehr breit, wobei diese Breite durch den Terminus „vorrangig“ wiederum eingeschränkt wird. )

Sie sind verpflichtet, die Rechteinhaberschaft in einer der Nutzung entsprechenden, angemessenen Form anzuerkennen, indem Sie – soweit bekannt – Folgendes angeben:

  1. Den Namen (oder das Pseudonym, falls ein solches verwendet wird) des Rechteinhabers, …
  2. den Titel des Inhaltes;
  3. in einer praktikablen Form den Uniform- Resource- Identifier ( URI, z.B. Internetadresse ), den der Lizenzgeber zum Schutzgegenstand angegeben hat, es sei denn, dieser URI verweist nicht auf den Rechtevermerk oder die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand
    • ( Anm. Philapitsch : Hier haben wir uns bemüht, passende Begrifflichkeiten für die “Attribution“ an eine Organisation (also etwa eines Textes an die Wikimedia Foundation) zu finden. )
    • Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : Bei diesem Absatz zeigt sich wieder die Sinnhaftigkeit des DOI, da bei diesem URI auch auf die Lizenzinformationen zum Schutzgegenstand hingewiesen wird! )

( Urheber ) Persönlichkeitsrechte bleiben - soweit sie bestehen - von dieser Lizenz unberührt.

  • (Anm. in|ad|ae|qu|at ADMIN : dies ist die Gruppe der nach österreichischem Recht unveräusserlichen Rechte )

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RANDNOTIZ

on method weissNicht erwähnt in den Anmerkungen von Florian Philapitsch ist eine kleine, unserer Meinung aber besonders bei Internet - Weiterverwertungen interessante Veränderung zwischen der 2.0 - und der 3.0 - Version . In der Version 2.0 ist unter Namensnennung zu lesen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen (wodurch aber nicht der Eindruck entstehen darf, Sie oder die Nutzung des Werkes durch Sie würden entlohnt).

In der Version 3.0 wurde der Klammerausdruck komplett gestrichen :

Sie müssen den Namen des Autors / Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.

Kopiert also ein bekannter Blogger , dessen Seiten aber noch nicht als “kommerzielle Nutzung” gelten ( wie wäre das bei Robert Basic ? ) , einen Beitrag , so muss er zwar den Namen der Autorin anführen , dies könnte jedoch der Autorin rückwirkend als Auftragswerk angelastet werden .

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BACK TO “THE JUNGLE”

on method weissHier dürfen wir noch eine Passage aus Upton Sinclair’s “The Jungle” ( rechtefrei ! ) zitieren :

And the author ? -

- The state could not control intellectual production. The state might say that it had taken a year to write the book, and the author might say it had taken thirty. Goethe said that every Ion mot of his had cost a purse of gold. What I outline here is a national, or rather international, system for the providing of the material needs of men. Since a man has intellectual needs also, he will work longer, earn more, and provide for them to his own taste and in his own way. -

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LINKS

RELATED

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KLANGAPPARAT

Ein ebenso entzückendes wie seriös durchkomponiertes Stück aus der Creative- Commons Freigebigkeit serviert das Kölner Netlabel DER KLEINE GRÜNE WÜRFEL zum fliessenden Hinüberrudern in eine ( noch ) entspannte czz-hoerempfehlungWochen- Stomschnelle : “Row By” von Sandro Böge aka “New Delhi Fm” . Für diese taktische Kunst , Gelassenheit mit Bewgung und Drive mit Flow ineinander zu blenden , wollen wir uns nun in|ad |ae|qu|at weiterer wabernder Worte enthalten , sondern den Label- Waschzettel im besten Sinn für sich selbst sprechen lassen :

Ein tiefer Basspuls mäandert zuverlässig durch sämtliche Stücke auf ROW BY von NEW DEHLI FM. Er scheint uns den Weg zu weisen: durch die tiefen sinistren Täler aus Echo- und Filterschlieren, aus deren Umarmung es kein Entrinnen gibt.

Die gute und für dieses Genre absolute adaequate Nachricht : [wuerfel 07] lässt sich per RealPlayer stante pede als Stream abspielen . CLICK LINK TO LISTEN - AND ENJOY .

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“Voyage au bout de la nuit” , 3. Folge : Amerika - Kampfzonen in Steinwüste und Stahlstadt



||| I. REPRISE | II. KOMPOSITION : MUTWILLE & ZUFALL | III . PATHOS & GROTESKE | IV. NEW YORK : CONCRETE JUNGLE | V. HINTER DEN KULISSEN | VI. TRÜGERISCHES LICHT & METAPHYSICHE NACHT | VII. INDUSTRIE : ISS & ARBEITE | VIII. INDUSTRIE ALS KRIEG : DER “KOSMOS FORD” | VIII. NACHHALL DES STAHLGEWITTERS | KLANGAPPARAT | HINWEISE - Illustraionen : John Heartfield ( click to XL )

I. REPRISE

John Heartfield Krieg und Leichen Die letzte Hoffnung der ReichenBei aller Härte und Schärfe , die Louis-Ferdinand Céline mit post- expressionistischen malmender Sprachkraft auf die Kritik am universalen Krieg verwendet : In der Komposition der “Reise bis ans Ende der Nacht” gestattet sich der Autor manche Freiheit . Mann erinnere sich : Von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs vermochte sich Bardamu aufgrund einer Verletzung und gewiefter “Kriegs- Neurosen”- Simulation in Paris zu verbergen . ( > Folge 1)

Irgendwann wir ihm allerdings auch die menschliche , ökonomische und gesellschaftliche Korruption an der “Heimatfront” zu eng und es treibt ihn fort : Amerika , dessen Utopie dem Erotomanen im Bett seiner amerikanischen Gespielin Lola erstand , ist aus finanziellen Gründen noch nicht zu erreichen . Deshalb schifft er sich ein in die französischen Kolonien Afrikas und landet dort im ultimativen Sumpf der Entmenschung . ( > Folge 2)

Wo einander im fiebrig- hysterischen Klima die Kolonialisten nicht schon bis aufs korrupte Blut quälen , erledigt den Rest die nicht im geringsten “gute Mutter Natur” . Das Individuum , ganz gleich , ob weiss oder schwarz , Herrscher oder Beherrschter , gilt hier nicht ausser seiner Ausbeutbarkeit für die Handelskompanie . Was bleibt , ist ein verseuchter , versiffter Organismus , noch lebend bereits in Auflösung begriffen inmitten der tropischen Ursuppe von geilem Werden und stündlich fortschreitender Verwesung .

Der sogenannte “Handelsposten” , den man Bardamu tief im Dschungel angewiesen , erweist sich als blosser Haufen verrottender Lumpen … samt einer Ladung Konservendosen . Totale Agonie . Dass die umwohnenden “Schwarzen” den fiebernden Bardamu nicht aus Menschenliebe zum spanischen Aussenposten geschleppt und ihm damit vorerst das Leben gerettet haben , wird dieser erst bemerken , als er im Bauch eines spanischen Galeerenschiffs erwacht . Man hat ihn den Spaniern ganz schlicht und einfach verhökert . |||

II. KOMPOSITION : MUTWILLE & ZUFALL

John Heartfield Ob schwarz ob weissDer Ausbeuter als Ausgebeuteter Dies ist nur eines der vielen Motive von Spiegelung und Umkehrung in diesem , teils straightforward folgerichtigen , teils mutwillig alle Logiken von Zeitenfolge und Raumordnung sprengenden Roman .

Nicht selten übernimmt der pure Zufall die Regie : Dies gilt für die Wiederbegegnung mit einzelnen Personen über Länder , Kontinente und Jahrzehnte hinweg ebenso wie für die “Links” zwischen den Spielräumen des Romans : Allerdings demonstriert Céline , indem er etwa das Galeerenschiff just nach New York dirigiert , dass und wie sehr ihm die herkömmliche Roman”logik” schnuppe ist ( il s’en fout ) .

Die Textur der Erzählung ähnelt dem afrikanischen Wahnsinn : Noch im Werden beginnt er sich bereits aufzulösen , um nur noch jene Handlungen und Szenen zu vollziehen , die ihm als die Nötigsten erscheinen . Ein Prozess übrigens , welcher sich im Text fortschreitend beschleunigt . Der kompositorische “Zufall” bzw. dessen Willkürlichkeit birgt allerdings noch ein weiteres , für Céline charakteristisches Moment : Es sind das Groteske und der Aberwitz des “Grand Guignol” in bös- feixender Dialektik mit den Brand- und Schandreden der Erzählstimme . |||

III . PATHOS & GROTESKE

John Heartfield A Berlin SayingAuch das Pathos der Anprangerung fataler gesellschaftlicher Verhältnisse korrodiert in dieser “Comédie humaine” : Wenn also im amerikanischen Kontext das Arsenal der Motive von “Entfremdung” abgespult wird , muss die Möglichkeit der Ironie - selbst angesichts der drastischen Vergegenwärtigung des stählernen Molochs der Ford- Werke - mitgedacht werden . Hierin ist Céline dem bösen alten Balzac wohl näher , als es manchem “Modernisten” lieb sein kann ….

Endlich in New York , dieser “senkrechten Stadt” angekommen , erfolgt sogleich Ernüchterung . Zwar gilt grundsätzlich , dass der Komplex “Amerika” mit den harten Aggregaten von Stein und Stahl assoziiert wird . Doch das Leitmotiv des “Sumpfes” ( siehe die unklaren Fronten im ersten Weltkrieg , den Korruptions- und Lügentümpel von Paris und den Urschlamm Afrikas ) bricht sich auch hier seine Bahn . Genauso wie später in den Pariser Vorstädten sowie schliesslich im Brackwasser der unausweichlichen Beziehungen rund um die von Bardamu geleitete Nervenheilanstalt . |||

IV. NEW YORK : CONCRETE JUNGLE

Entrée New York also , und gleich der Broadway muss es sein :

Weit oberhalb der letzten Etagen, hoch dort oben, war noch eine Helligkeit zu sehen, mit Möwen und Himmelsfetzen. Wir unten gingen in einem schwachen Lichtschein, der kränklich war wie im Dschungel und so grau, dass er die Strasse erfüllte wie ein dicker Filz aus grauer Watte .

Sie war wie eine traurige Wunde, diese Strasse, sie endete nie, wir gingen auf ihrem Grunde, wir Leutchen, von einer Seite zur anderen, von einer Qual zur anderen, auf das Ende zu, das man nie sieht, das Ende aller Strassen der Welt.

Meister solcher “pittura metafisica” , steht Céline nie an , diese sofort wieder aus ihrer Reinheit zu reissen . In diesem Fall durch die Beschreibung der “Verdauungsvertraulichkeit” in einem unterirdischen Abort , wo mitten im allenfalls Dollarnotenraschelnden , cleanen Manhattan ein “fröhlicher Kack- Kommunismus” herrscht . |||

V. HINTER DEN KULISSEN

John Heartfield Wer Bürgerblätter liest wird blindDas Bild der properen Oberflächen im Kontrast zur verborgenen Misère reproduziert sich in jenem messingfunkelnden , ebenholzedlen Hotel mit seiner “tantalischen Eingangshalle” , in dessen kleinster Zelle Bardamu Unterschlupf sucht - und nicht findet . Die Hochbahn tobt vor dem Fenster in gnadenloser Regelmässigkeit vorbei , ein erleuchteter Menschencontainer , grelle Schlaglichter in die steinernen Humanstapellager werfend . Angst . Verlassenheit . Gleichzeitig groteske Einblicke in die Schlafzimmer rundherum und die tristen Abendrituale anonymer Paare .

Fleisch und Stein : Ein “Ameisenhaufen” , ja ein “riesiger Matsch der Menschen” inmitten einer monströsen Piranesi- Architektur .

Ich verliess die albtraumhafte Dunkelheit meines Hotels und versuchte noch ein paar Ausflüge in die hohen Strassen ringsum, ein abgeschmackter Mummenschanz von Schwindel erregenden Häusern. Meine Mattigkeit wurde noch schlimmer beim Anblick dieser weithin sich ersteckenden Fassaden, dieser stupiden Monotonie von Pflastern, Backsteinen und endlosen Gerüsten, dazu Kommerz über Kommerz, dieses Krebsgeschwür der Welt, das in Form von verheissungsvoller und schwärender Reklame aufplatzt. Hunderttausend geschwätzige Lügen . ( … ) Vielleicht war das ihr Bild von Sicherheit, diese erstarrte Sintflut, aber für mich war es nichts als ein grauenhaftes System von Zwang aus Backsteinen, Gängen, Türriegeln, Schaltern, eine gigantische, unversöhnliche architektonische Folter. |||

VI. TRÜGERISCHES LICHT & METAPHYSICHE NACHT

John Heartfield ArenaDie Kontamination der unbelebt gleissnerischen “Reklame” mit dem organischen Bild einer malignen Entzündung entspricht weitgehend der Lichtmetaphorik , wie sie den gesamten Roman durchzieht und - dies ist wichtig - keinerlei irgendwie “gutartige” oder gar “beheimatende” Valenz aufbietet .

Da ist das Dunkle , der Sumpf , die Nacht der Einsamkeit und der seelischen Verwerfungen . Da sind die trüben Töne des Tages und des Misstrauens , der Dämmer proletarischer Gelasse in allen Zuständen der Vergewaltigung . Und das ist das blendende Gleissen sämtlicher Kunstlichter : Sei es der Trug der Lichtspiele , das Schreien der Reklame und sonstiges Blendwerk hysterischer Kurzzeit- Genüsse ( dreimalige Schilderung von Jahrmärkten in Paris , wir kommen darauf zurück ) . Noch das kurze , aber dramatische Aufleuchten des Himmels beim Sonnenuntergang im “heart of darkness” Afrikas besass diesen verführerisch- trügerischen Charakter …

Erneut wird das Pathos der Kapitalismuskritik gebrochen durch eine bizarr- komische Erkundung eines Automatenrestaurants , eine jener “durchrationalisierten” “Abfütterungsanlagen , “wo das Ritual der Nahrungsaufnahme auf das exakte Mass der biologischen Notwendigkeit reduziert ist” . Die “Kellnerinnen in Krankenhaustracht” und der blendende “Lichtregen” , unter welchem die Billigesser ihr Menü verzehren : Der Anschein der Hygiene birgt indes nichts Pflegliches , sondern dient lediglich der Sichtbarkeit des verglasten Speise- Terrariums , an dessen Glas sich die draussen Wartenden drücken , gierig die Bissen jener Esser verfolgend , deren Platz sie in Kürze selbst einnehmen werden . Ein Rudel Schakale rund um das Aas . |||

VII. INDUSTRIE : ISS & ARBEITE

John Heartfield Upton Sinclair Der Sumpf 1928Der Grausamkeit dieser Automatisierung unter Lichtregie steht die ölige Stahlstaub- Finsternis der assembly lines in den Ford- Werken wenig nach . Nach einer kurzen Episode mit der “zufällig” im Heuhaufen New Yorks wieder gefundenden Lola hat sich Bardamu nämlich nach Detroit begeben , um dort sichere Arbeit zu finden . “Man nehme jeden dort” hatte es geheissen , was übrigens auch historisch korrekt ist . ( Ab 1914 war Ford berühmt für seine “hiring practices that identified the best workers, including disabled people considered unemployable by other firms” ) .

Das Aufnahmeritual allerdings erinnert weniger an Philanthropie denn an jene der “totalen Institutionen” , wie sie Erving Goffman für Schulen , Militär , Krankenhäuser und Psychiatrische Anstalten dargestellt hat : Völlige Entblössung und Musterung .

Das Innere der Ford’schen Stahlstadt wird nach allen Regeln expressionistischer Bildlichkeit beschrieben und man wüsste gern , ob Louis-Ferdinand Céline die Bücher Upton Sinclairs - etwa die Beschreibung von den assembly lines und dem betäubenden Lärm in den Gross- Schlächtereien in den Chicagoer stockyards - kannte . Immerhin war “The Jungle” bereits 1906 erschienen . Sinclairs Buch über die Ford- Werke , “The Flivver King - A Story of Ford- America” erschien allerdings erst 1937 - fünf Jahre nach Célines “Voyage au bout de la nuit” . |||

VIII. INDUSTRIE ALS KRIEG : DER “KOSMOS FORD”

John Heartfield Die Eroberung der MaschinenWeit über die Regeln des Genres einer der Sozial- und Industriekritik hinausgehend , versieht Céline den “Kosmos Ford” mit jenen Vokabeln des Krieges , welche - als drittes Paradigma neben dem Licht | Dunkel und dem “Sumpf” - dem Roman durchgängig eingewebt sind .

Alles zitterte in dem riesigen Gebäude, man selber wurde ebenfalls von den Güssen bis zu den Ohren von dem Zittern befallen [ czz : man erinnere sich der "Kriegszitterer" aus dem Ersten Weltkrieg ! ] , es brandete von den Fenstern und dem Boden und all dem Metall auf uns ein, stossweise, vibirerend, von oben bis unten. Man wurde selber zur Maschine, so sehr erbebte das eigene Fleisch in diesem enormen wütenden Getöse, das einem durch und durch ging und sich um den Kopf legte und dann nach weiter unten schoss und in die Eingeweide fuhr und von da wieder nach oben in die Augen, in kurzen, rasend schnellen Stössen, ohne Ende, unermüdlich. ( …. )

Man ergibt sich dem Lärm wie dem Krieg. Man liefert sich den Maschinen aus mit den drei Gedanken, die sich noch irgendwo oben hinter der Stirn bibbernd haben halten können. Vorbei. Alles ist jetzt hart, was das Auge sieht, was die Hand berührt. Und alles, an was man sich erinnern kann, ist ebenfalls erstarrt wie Eisen und hat in den Gedanken allen Geschmack verloren. |||

VIII. NACHHALL DES STAHLGEWITTERS

Hier , in Fords Riesenmaschine , kulminiert das “harte Prinzip Amerika” .

Man muss das Leben draussen ebenso zunichte machen, es genau so in Stahl verwandeln, in etwas Nutzbares. Man hat es so, wie es war, nicht genug geliebt, deswegen. Man muss einen Gegenstand draus machen, was Hartes, das ist die Vorschrift.

Ähnlich wie in seiner , das Kontradiktorische im Negativen zusammen zwingenden Metaphorik , vollzieht Céline in diese wichtigen Passage eine Doppelung : Was im Kontext des industriellen “Krieges” als Schlussfolgerung erscheint , birgt in nuce bereits Bardamus Handlungsstrategie bei seiner Rückkehr nach Frankreich , wo er hart arbeiten und aus sich selbst den “Gegenstand” eines verbrieften Arztes “herstellen” wird. |||

KLANGAPPARAT

Drei Brüder , drei Städte und Musik wie aus einem Guss . Im Zuge des Portraits des GrazWiener Netlabels l a r i d a e , haben wir uns nun zur Release Numero 035 aus dem Febuar 2007 zurückbuchstabiert und sind wiederum bei einer Voll- Längen- Ausgabe ( offenbar lanciert man @ laridae überhaupt nicht das sonst so beliebte Format der EP ) gelandet : “To Be The Odd One Out” ist das jüngste Symphonicon des in Graz , Wien czz hörempfehlungund Berlin lebenden Brüdertrios , von welchen lediglich der dreieinige Künstlername Winterstrand bekannt ist . Offenbar akustisch in den 80ern sozialisiert , tragen Die Drei eine Fülle von Materialien zusammen , um diese auf aussergewöhnlich harmonische Weise zu synthetisieren . Ob cheesy Drumcomputer , black noize , Sprachsamples , Spieluhrmuster , ja gar momentanen e- Spinett- und Bach- Anmutungen : Ohne den Gestus aufdringlicher Originalität weben sich die Stränge in lässiger Logik zusammen . Muss man verbrüdert sein und fern von einander leben , um das Kunststück einer so feinen Integration des Diversen bewerkstelligen zu können ?! - CLICK TRACKS TO LISTEN : 01. Vivacity | 02. Dimensionsbrecher | 03. Shadows Of Memories | 04. Possibly | 05. Rave Dans Un Champ De Choux-Raves | 06. Sense Of Nothing | 07. Untitled | 08. Morbide 3 | 09. The White Table |||

HINWEISE

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