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NZZ , 24. 11. 2004

czz - Stuhl , Tisch , Lampe : Die Requisiten , die eine Dichterlesung bedarf , könnten keine simpleren sein . Im idealen Fall steht ihre gegenständliche Simplizität in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur vexierenden Wirkkraft , die ein vom Autor gesprochener und verkörperter Text entfaltet .

Mit dem 1943 geborenen Erzähler Peter Kurzeck ist - auf einer fein kompilierten Portrait- CD - ein wundersamer Selbststimmgeber kennen zu lernen , dessen gleichsam Satz für Satz fragende Sprechmelodie dem Hörer nachhaltig in den Ohren klingt .

Wie eine Dichterlesung sich aus der Perspektive des Vortragenden ausnimmt , davon handelt das Titelstück aus dem kürzlich erschienen dritten Teil von Kurzecks Frankfurter Chronik des Jahres 1984 ( “Ein Kirschkern im März” ) . Detaillierte Welthaltigkeit und poetische Schwebestoffe konfigurieren laufend neue Valenzen zwischen An- und Abwesenheit , Glücksmoment und Melancholie :

Stuhl, Tisch und Lampe. So also sieht es aus, wenn du nicht da bist.

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