Tomas Tranströmer : Nobelpreis für Poesie

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NZZ , 3. 2. 2012

czz – Seit 1995 der Ire Seamus Heaney und 1996 Die Polin Wislawa Szymborska für ihr lyrisches Werk mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurden, waren 18 Jahre lang keine Lyriker unter den Nominierten, bis 2911 endlich die Wahl auf den seit 1993 als möglichen Kandidaten gehandelten Schweden Tomas Tranströmerfiel.

Tranströmer, Jahrgang 1931, gilt als einer der grossen Stillen im Land, dessen Lyrik sich geduldig ihre oft kühnen Bilder sucht und die ihren Rahmen in äusserster Verknappung findet. Wie fern Tranströmer jedwedem Preziösen und der poetischen Selbstinszenierung stand, erweist eine Audio-Ausgabe, welche in acht Kapiteln aus den Kindheit berichtet. Es liest der mit Tranströmer gut befreundeten Verleger Michael Krüger, der im Hanser-Verlag seit 1985 die meisten der Texte Tranströmers in der Übersetzung von Hanns Grössel dem deutschsprachigen Publikum nahe brachte.

An die autobiografischen Aufzeichnungen schliessen sich sechs ausgewählte Gedichte organisch an, welche sowohl in schwedischer, vom Autor gelesenen Fassung erklingen als auch in Michael Krügers deutscher Rezitation: Ein hinreissendes akustisches Digest, dessen uneitle Diktion den Hörer sofort für den Dichter einnimmt.

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