Polymorphes Begehren: Seelische und andere Altertümer Sigmund Freuds *
Von Christiane Zintzen
Römische Historische Mitteilungen 42 ( 2000 ) , S. 461 – 471
FREUDSCHE ARCHÄOLOGIE
Freudsche Archäologie – das scheint fast, Eulen nach Athen zu tragen oder das polymorphe Begehren nach Wien. Dass Sigmund Freuds archäologische Passion sich nicht im kulturell-korrekten – humanistischen – Habitus eines urbanen Akademikers erschöpfte, hat sich herumgesprochen: Freuds metaphorischen Anleihen bei der Archäologie zur Erläuterung und Illustration von Struktur und Behandlung des psychischen Apparates ist mittlerweile so bekannt, dass man im Alltag nicht selten vom Unterbewussten statt vom Unbewussten reden hört. – Es geht also um ein Darunter, um ein Verborgenes, welches es herauf, also ans Tageslicht zu holen, zu sichten und zu sichern gilt.
Schon 1895 hatte Freud in seinen Studien zur Hysterie von seinem neuen “Verfahren” berichtet: “einem Verfahren der schichtweisen Ausräumung des pathogenen psychischen Materials, welches wir gerne mit der Ausgrabung einer verschütteten Stadt zu vergleichen pflegten.”[1] Modell für eine solche “verschüttete Stadt” war Pompeji. Wie konkret das gedacht war, beweist Freunds Lektüre von Fachliteratur über Pompeji lange vor seiner tatsächlichen Reise dorthin (im Sommer 1902).
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VERSCHÜTTUNG UND BEWAHRUNG
Der Gedanke, dass sich bei einer solchen mechanischen Verschüttung Schicht um Schicht von fremden Material horizontal herabsenkt, findet sich freilich schon sehr viel früher sowohl bei Johann Wolfgang Goethe, den Pompeji an “ein eingeschneites Bergdorf”[2] erinnerte, als auch in den Reisenotizen des Schriftstellers und Arztes Carl Gustav Carus, der “den dicken Lavastaub” beschrieb, “der wie Schnee die Strassen deckte”[3].
Sigmund Freud begreift das Bild der Verschüttung Pompejis als “Analogie für die Verdrängung, die etwas Seelisches zugleich unzugänglich macht und konserviert”[4]. Mit umgekehrten Vorzeichen entspricht dieser mechanischen Sedimentbildung jener aktiv-dynamische Aspekts der therapeutischen ‘Grabung’, die Freud während der Frühphase seiner psychotherapeutischen Experimente im Rahmen der “kathartischen Methode” praktiziert. Bei dieser – wie es Lou Andreas Salomé genannt hat -”Grabearbeit am lebendigen Material”[5] werden dem Patienten “Einfälle und Szenen” “entrissen“[6]: Die dabei zu Tage geförderten (prä-)historischen Relikte oder “seelischen Altertümer[ ]” waren bis zu diesem Zeitpunkt in einer abgeschlossenen Schicht konserviert gelegen [7].
Der Archäologe Johannes Overbeck hatte in dem 1884 erschienenen Standardwerk Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken das Wasser-Asche-Gemisch mit “einer gleichmässigen Decke” verglichen, die Pompeji vor den “Zerstörungen kommender Zeiten” “beschütz[t]” und “geheimnissvoll bewahr[t]” habe [8]. Sigmund Freud studiert Overbecks Buch 1897, träumt in der Folge gar manches Pompejianisches und inspiriert die Vorstellung von der “Erhaltung im Psychischen” an diesem archäologisch-geologischen Modell: Dem als Rattenmann bekannten Patienten gegenüber (Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose, 1909) verweist Freud auf Pompeji, wo die archäologischen Schätze gerade durch ihre Verschüttung bewahrt geblieben seien. Aus der Not des Archäologen, der die Altertümer gerade durch die Ausgrabung einer möglicherweise endgültigen Zerstörung aussetzt, macht Freud eine therapeutische Tugend: Das durch “analytische Grabearbeit [...] zutage gefördert[e]” Material soll systematisch exponiert und damit seines gefährlichen (pathogenen) Charakters beraubt werden [9]:
Ich erläuterte meine kurzen Angaben über die psychologischen Unterschiede des Bewussten vom Unbewussten, über die Usur, der alles Bewusste unterliegt, während das Unbewusste relativ unveränderlich ist, durch einen Hinweis auf die in meinem Zimmer aufgestellten Antiquitäten. Es seien eigentlich nur Grabfunde, die Verschüttung habe für sie die Erhaltung bedeutet. Pompeji gehe erst jetzt zugrunde, seitdem es aufgedeckt sei. [10]
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ZUM URBODEN
Ziel der Bemühungen bleibt indes stets das Erreichen jenes “Urbodens”, nach welchem der Archäologe Heinrich Schliemann in Troja fast zwei Jahrzehnte lang durch das Ausheben von von immer neuen Schachten gesucht hatte. Auf einen solchen “Urboden unseres Triebwerks”[11] stösst Freud, als er nach längerer aussichtsloser Behandlung eines Neurotikers endlich “[t]ief unter allen Phantasien verschüttet” eine “Szene aus seiner Urzeit” auffindet, “die allen Anforderungen entspricht, und in die alle übrig gelassenen Rätsel einmünden”[12]. Die als Erfüllung eines unwahrscheinlichen Wunsches empfundene Enschlüsselung der Neurosengeschichte lässt den Arzt an Schliemann denken, dessen grosses Troja-Buch er sich ein gutes halbes Jahr vorher selbst “geschenkt” hatte [13]: Sein Erfolg dünkt ihm, “als hätte Schliemann wieder einmal das für sagenhaft gehaltene Troja ausgegraben”[14]. Hier spielt jener persönliche Archäologie-Bezug herein, der, auf der Schliemannschen Selbstbiographie basierend, den Entdecker Trojas zum Inbild des “glücklich[en]” Mannes macht, “denn Glück gibt es nur als Erfüllung eines Kinderwunsches”[15]. Auf den rein archäologischen Aspekt der Schliemannschen Ausgrabungen nimmt Freud in seiner Studie Über weibliche Sexualität Bezug: Die in diesem Aufsatz dargelegte “Einsicht in die präödipale Vorzeit des Mädchens” wirke “als Überraschung, ähnlich wie auf anderem Gebiet die Aufdeckung der minoisch-mykenischen Kultur hinter der griechischen”[16].
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SPURENSICHRUNG : SAXA LOQUUNTUR
Der italienische Historiker Carlo Ginzburg hat in seinem berühmten Aufsatz Spurensicherung die Humanwissenschaften des späten 19. Jahrhunderts im Paradigma einer semiotischen Wende beschrieben: Kunstwissenschaft, Kriminalistik und Psychoanalyse inspirieren sich am semiotischen oder symptomatischen Modell der Medizin, welche aus den sichtbaren Symptomen auf eine darunterliegende Ursache oder Krankheit schliesst. Kein Zufall, so Ginzburg, dass sowohl die detetektivische Kunstwissenschaft des (übrigens mit dem Niniveh-Ausgräber Austen Henry Layard befreundeten) Kunsthistorikers Giovanni Morelli [17], als auch die Sherlock-Holmes Methode des Arthur Conan Doyle von zwei studierten Ärzten entwickelt wurden. Auch Sigmund Freud beruft sich in den Vorüberlegungen zum Michelangelo auf Morellis Methode und bezeichnet sie als “mit der Technik der ärztlichen Psychoanalyse nahe verwandt”[18]. Ob Tathergang und Identität des Täters, ob Krankheitsbild und -verlauf, ob Persönlichkeits- und Neurosenprofil oder (Re-)Konstruktion von künstlerischer Autorschaft: Was die verschiedenen Diziplinen und Fragestelllungen verbindet, ist die indizielle Rekonstruktion einer Vor-”Geschichte” [19]. Unter dem Aspekt der ein-eindeutigen Rekonstruierbarkeit und erzählerischen Darstellbarkeit psychischer Szenarien vergleicht Freud den Puzzle-Spieler mit dem Detetiv und dem Archäologen [20]:
Nehmen Sie an, ein reisender Forscher käme in eine wenig bekannte Gegend, in welcher ein Trümmerfeld mit Mauerresten, Bruchstücken von Säulen, von Tafeln mit verwischten und unlesbaren Schriftzeichen sein Interesse erweckte. [Er kann nun] [...] Hacken, Schaufeln und spaten mitgebracht haben, [...] das Trümmerfeld in Angriff nehmen, den Schutt wegschaffen und von den sichtbaren Resten das Vergrabene aufdecken. Lohnt der Erfolg seine Arbeit, so erläutern die Funde sich selbst; die Mauerreste gehören zur Umwallung eines Palastes oder Schatzhauses, aus den Säulentrümmern ergänzt sich ein Tempel, die zahlreich gefundenen, im glücklichen Falle bilinguen Inschriften enthüllen ein Alphabet und eine Sprache, und deren Entzifferung und Übersetzung ergibt ungeahnte Aufschlüsse über die Ereignisse der Vorzeit, zu deren Gedächtnis jene Monumente erbaut worden sind. Saxa loquuntur ! [21]
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REKONSTRUKTION MIT FOLGEN
Sigmund Freuds berühmte Archäologiemetapher, die davon ausgeht, dass auch in der menschlichen Psyche der “glückliche[ ]” pompejianische Ausnahmefall gelte, dass “[a]lles Wesentliche [...] erhalten” und zu einer sinnfälligen Totalität zusammenfügbar sei, offenbart ein humanistisch codiertes Harmonie- und Kohärenzvertrauen – welches in jüngerer Zeit immer wieder in den Fokus der Kritik geraten ist: Freuds Vergleich der psychoanalytischen “Konstruktion” bzw. “Rekonstruktion” mit derjenigen “des Archäologen, der eine zerstörte und verschüttete Wohnstätte [...] der Vergangenheit ausgräbt”[22], machen den Autor und sein Vertrauen in lineare Geschichte(n) und geschlossener Systeme als Erben des 19. Jahrhunderts identifizierbar. Das komplexe Spiel von Übertragung und Gegenübertragung, von Projektion, Täuschung und Enttäuschung, so die Kritiker, werde bei einer solchen Erfolgs- und Entdeckergeschichte nicht berücksichtigt: Der Psychoanalytiker sei in keiner Weise ein objektiver Archäologe, der lediglich mechanisch das Vorhandene ans Tageslicht befördere, sondern ein vielfach intervenierender Katalysator für die psychischen Prozesse des Patienten. Freud ahnt dies womöglich selbst, wenn er in dem 1937 publizierten Aufsatz Konstruktionen in der Analyse Archäologie und Analyse nur noch mit Einschränkungen vergleicht:
Aber wie der Archäologe aus stehengebliebenen Mauerresten die Wandungen des Gebäudes aufbaut [...],genauso geht der Analytiker vor, wenn er seine Schlüsse aus Erinnerungsbrocken, Assoziationen und aktiven Äusserungen des Analysierten zieht. Beiden bleibt das Recht zur Rekonstruktion durch Ergänzung und Zusammenfügung der erhaltenen Reste unbestritten. [23]
Der Unterschied, so Freud, sei nur, dass für den Archäologen mit der Rekonstruktion die Arbeit beendet sei – die Arbeit des Analytikers indes aber nun erst eigentlich beginne.
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DER GRADIVA- KOMPLEX
Fachlicher und persönlicher Pompeji-Bezug vermengen sich in der Episonde um Freuds 1907 publizierte Studie Der Wahn und die Träume in Wilhelm Jenesns Gradiva aufs seltsamste: Die Novelle um einen gemütskranken Jungarchäologen, welcher – so will es die trivialliterarische Dramaturgie – just in Pompeji auf seine deutsche Kindheitsfreundin trifft, trägt zwar die Jahreszahl 1903, kursiert jedoch schon Anfang 1902 in Freuds Wiener Mittwochs-Gesellschaft, wo man sich fragt, ob Wilhelm Jensen wohl die Traumdeutung bei der Niederschrift der Novelle gekannt habe. Auf Wilhelm Stekels entsprechende Erkundigungen reagiert der Erfolgsautor Jensen – wie es heisst – “etwas unwirsch”: Die Novelle verdanke sich alleine seiner poetischen Phantasie.
Im zweiten Akt dieses kleinen wissenschaftsgeschichtlichen Kammerspiels macht C. G. Jung, den Lehrer auf die Novelle aufmerksam, woraufhin sich Freud im Sommer 1906 umgehend an die Niederschrift des Studie begibt. Als Der Wahn und die Träume im Mai 1907 erscheint, reagieren sowohl C. G. Jung als auch Wilhelm Jensen hocherfreut und zustimmend auf diese erste – wie man heute sagt – literaturpsychologische Arbeit.
Mit der Parallele zwischen archäologischer Ausgrabung und der Wiederkehr subjektiver verdrängter Inhalte inszeniert der literarische Text genau das, was Freud nun schon seit einem Jahrzehnt theoretisch in die Archäologie-Metapher gegossen hat. Dass dieses fiktive Geschehen ausgerechnet an dem für Freud persönlich hoch besetzten Wunsch-Ort Pompeji angesiedelt ist und sich noch dazu um eine real-existierende Plastik – (das Aglauriden-Relief in Rom) – dreht, ist eine sonderbare Fügung, die freilich auch zeigt, wie wenig man Freuds Theoriebildung vom herrschenden Zeitgeist trennen kann.
Nicht nur der fiktive Archäologe und Novellenheld besitzt einen Gipsabguss jener schreitenden Frauengestalt in Basrelief, die als Gradiva – die im Schreiten Gänzende – das pompejianische Phantasiestück betitelt: Das Relief ist – so die Fiktion – “an einem bevorzugten Wandplatz” des Arbeitszimmers plaziert. Diese Fiktion, die nach photographischen Abbildern (der Gradiva) in Wilhelm Jensens Archiv gebildet ist, wird unversehens Realität. Als Sigmund Freud kein halbes Jahr nach Publikation der Gradiva-Studie das Original der schönen Schreitenden zu Rom im Vatikanischen Museum erblickt, schreibt er seiner Braut Martha voller Begeisterung:
Denk Dir nur meine Freude, als ich [...] heute im Vatikan ein bekanntes liebes Gesicht sah; das Erkennen war aber einseitig, denn es war die Gradiva, hoch oben an einer Wand. [24]
Prompt wird auch der nach Wien mitgenommene Gipsabguss in der Berggasse “an einem bevorzugten Wandplatz” angebracht – ein sonderbares Wechselspiel von Literatur und Leben.
Wilhelm Jensens trivialliterarischen Ausgestaltung des “aus der Verschüttung ausgegrabenen Kindheitsfreundes”[25] bietet indes nicht nur archäologische Erquickung, sondern – zudem auch völlig unerwartet – fachliche Bestätigung: “Es gibt wirklich keine bessere Analogie für die Verdrängung, die etwas Seelisches zugleich unzugänglich macht und konserviert”, schreibt Freud zusammenfassend, “als die Verschüttung, wie sie Pompeji zum Schicksal geworden ist und aus der die Stadt durch die Arbeit des Spatens wiedererstehen konnte”[26].
Die bemerkenswerte und vielfach “determinierte” Gradiva-Episode belegt zugleich, dass Freud seine Antiken nie unschuldig in seinen Behandlungs- und Arbeitsräumen plaziert: Jedes Stück, jedes Objekt, jeder Teil seiner zeitweise umfangreichen Sammlung belegt aufs neue die komplizierten Bezüglichkeiten des Arztes – aber auch des Menschen Sigmund Freud – auf den Themenbereich von Archäologie und Altertum. Dennoch ist die Freudsche Antiquitätensammlung nicht alleine auf die “Faszination Archäologie” zurückzuführen: Darauf deutet schon der Umstand hin, dass er seine Räumlichkeiten erstmals kurz nach dem Tod des Vaters mit Gips-Figuren aus Florenz schmückt [27] – in einer Zeit also, in welcher sich die Arbeit an der Theoriebildung zur Traumdeutung ausserordentlich beschleunigt.
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SAMMELN REISEN TROPHÄEN
Sammeln heisst immer, die Welt zu erobern und sie sich (bzw. der Sammlung) einzuverleiben – Sammeln heisst immer auch, eine eigene kleine Gegenwelt zu errichten. Da die von Freud begehrten Objekte fast durchwegs aus nicht nur fernen Zeiten sondern auch aus fremden Ländern stammten, war der Komplex “Sammeln” zugleich auch mit dem ebenfalls komplizierten Thema des Reisens verknüpft: Da das Reisen wie auch das Sammeln kostspielig sind, bleibt beides für den jungen Mann zunächst Wunschtraum. Besonders in den Briefen an Wilhelm Fliess phantasiert Freud während der 90er Jahre unablässig über mögliche und unmögliche Reisen – am liebsten an klassische Orte; Als höchstes der Gefühle dünkt ihm ein sogenannter “Kongress” mit dem Freund auf italienischem – besser noch: auf pompejianischem Boden. Später, als er sich gemeinsame Studienreisen in Begleitung seines Bruders Alexander leisten kann und 1904 erstmals Athen besucht, durchfährt ihn angesichts der Akropolis ein jäher Zweifel, von welchem er Romain Rolland in einem berühmten Brief berichtet.
Also existiert das alles wirklich so, wie wir es auf der Schule gelernt haben ?! [28]
Was zunächst so aussieht, als sei das Erreichen eines langgehegten Wunschzieles einfach “ein Fall von too good to be true“[29], offenbart sich bei weiterem Nachdenken als das “Schuldgefühl”, es buchstäblich so “weit gebracht” zu haben:
Es war mir längst klar geworden, dass ein grosses Stück der Lust am Reisen in der Erfüllung dieser frühen Wünsche besteht, also in der Unzufriedenheit mit Haus und Familie wurzelt. Wenn man zuerst das Meer sieht, den Ozean überquert, Städte und Länder als Wirklichkeiten erlebt, die so lange ferne, unerreichbare Wunschdinge waren, so fühlt man sich wie ein Held, der unwahrscheinlich grosse Taten vollbracht hat. [...] Es sieht aus, als wäre das Wesentliche am Erfolg, es weiter zu bringen als der Vater, und als wäre es noch immer unerlaubt, den Vater übertreffen zu wollen. [30]
Reisemitbringsel sind Trophäen der Weltläufigkeit: Als Insignien von geglückter Karriere und gesichertem Status waren dem jungen Freud antike Einrichtungsgegenstände und Sammelstücke allerdings schon in der hochherrschaftlich möblierten Privatwohnung des grossen Hysterieforschers Jean Martin Charcot aufgefallen, in dessen berühmter Salpetrière Freud im Winter 1885/86 praktiziert hatte:
[...] Kamin, Tisch und Kästchen mit Antiquitäten indischer, chinesischer Herkunft [...] die Wände mit Gobelins und Bildern bedeckt. Soweit man sie frei sieht, zeigen sie einen antikroten Anstrich. Was ich von anderen Zimmern am Sonntag flüchtig sah, enthielt dieselbe Verschwendung von Bildern, Teppichen und Kuriositäten, mit einem Wort ein Museum. [31]
Freud betrachtet das Wohnungsmobiliar der neurologischen Koryphäe Charcot als Inbild des modus vivendi “eines Mannes, den man bewundert”[32] und damit wohl als Vorbild für eine eigene erfolgreiche Zukunft und deren Inszenierung. Später wird sich im Arbeits- und Konsultationszimmer des etablierten Doktor Freud eben jene “Verschwendung von Bildern, Teppichen und Kuriositäten” einstellen, die der junge Arzt bei seinem grossen Lehrer zuvor bestaunt hatte: Teppiche, Bilder und die berühmte Antikensammlung [33] dienen auch bei den Freuds als Prophylaktikum gegen den bürgerlichen horror vacui [34].
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ÜBERDETERMINIERTE ÜBERFÜLLE
Bücherschränke und Vitrinen bieten den Vasen, Skarabäen, ägyptischen, chinesischen und griechischen Figuren, Idolen, Büsten, Bronzen und Papyri nur notdürftig Platz; auf dem Schreibtisch reiht sich die berühmte Phalanx der etwa zwanzig Figurinen in Wien (und später auch in London) nach derselben geheimnisvollen Ordnung.
Der Wandschmuck versammelt die für das ausgehende 19. Jahrhundert prominentesten Archäologie-Signale: Gradiva-Abguss, Ingres’ Ödipus und die Sphinx, eine Radierung der Sphinx von Gizeh, eine Farblithographie der kolossalen Sitzstatuen von Abu Simbel, einen Stich des römischen Forums und – als Pendant zum “antikroten” Anstrich der Wände bei Charcot – gerahmte Faksimiles pompejanischer Freskofragmente [35]. Die Pflege und Erweiterung dieser Sammlung- die in den dreissiger Jahren um die dreitausend Objekte umfasst haben soll [36] – dürfte viel Zeit, Aufwand und nicht zuletzt Finanzmittel erfordert haben: Häufig sind die Gespräche und Verhandlungen mit verschiedenen Antiquitätenhändlern, ja selbst im Briefwechsel mit dem in Budapester Psychiater Szándor Ferenczi ist wiederholt vom – nicht immer ganz legalen – “Organisieren” von Ausgrabungsgegenständen die Rede. Freud ist also ständig auf der Jagd nach neuem Alten und – das ist bemerkenswert an der Sammlung des Psychoanalytikers – dieses Alte beschränkte sich eben nicht nur auf die von den humanistischen Wertvorstellungen abgesegnete europäische Antike, sondern umfasst auch Prähistorisches, Aussereuropäisches und Krudes.
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LEBEN IN UND MIT DEN OBJKTEN
Das Charakteristische am Freudschen Sammeln ist sein sehr konkretes Leben in und mit der Sammlung: Zum einen lebte Freuds Antikensammlung insoferne, als sie nicht ausschliesslich auf pure Anhäufung ausgerichtet war. Dadurch, dass Freud immer wieder einzelne Gegenstände gegen andere – interessantere – austauschte, war seine Sammlung gewissermassen einem permanenten ‘Stoffwechsel’ – Zeichen des Lebens – ausgesetzt. Auf diese Weise sind übrigens auch Objekte der Freudschen Sammlung ins kunsthistorische Museum gelangt [37].
Zugleich lebte die Sammlung auch in der direkten Beziehung des Sammlers zu seinen Objekten: Ernest Jones überliefert ein liebevolles Essritual: Freud habe “jede antike Neuanschaffung, gewöhnlich eine kleine Statuette, an den Mittagstisch” gebracht, “wo sie während des Essens aufgestellt blieb. Nachher kam sie wieder auf seinen Schreibtisch und wurde noch ein- oder zweimal zurückgebracht.”[38] Aber auch am Schreibtisch, wo die berühmte Statuette- Reihe thronte, spielt sich das Verhältnis des Sammlers zu seinen Objekten durchwegs dialogisch ab: 1899 schreibt er an Wilhelm Fliess:
“Es gibt noch alte Götter, denn ich habe unlängst einige bekommen, darunter einen Janus aus Stein, der mit seinen zwei Gesichtern mich sehr überlegen anschaut.”(17. 7. 1899) [39] – “Meine von Dir so wenig anerkannten alten und dreckigen Götter beteiligen sich als Manuskriptbeschwerer an der Arbeit.” (1. 8. 1899) [40]
Dass die antiken Objekte auch bei der Arbeit mit den Patienten mitunter durchaus von praktikablem Nutzen sein konnten, sahen wir bereits am Beispiel des “Rattenmannes”, dem Freud anhand des pompejianischen Modellfalls die Arbeit der Analyse erläutert hatte. Auch Freuds Patientin Hilda Doolittle berichtet: “Der Professor sagte, dass wir uns in unserer Liebe zum Altertum träfen. Er sagte, seine kleinen Statuen und Bildwerke helfen, die verfliegende Idee zu festigen oder vor dem gänzlichen Entschwinden zu bewahren.”[41]
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GEWINNE UND EIN GROTESKER VERLUST
Die Figuren, Figürchen und Figurinen waren also nicht nur Staub- sondern auch Ideenfänger. Ähnlich wie die Ideen mussten – wohl oder übel – mitunter auch die geliebten Objekte ‘dran glauben’: In der Psychopatholigie des Alltagslebens beschreibt Freud eine bemerkenswerte Szene, die sehr eindrücklich belegt, wie sehr sich Werk und Leben, Forschermission und Sammelpassion, Erkenntnislust und Verlustschmerz dort in der Berggasse verwoben.
Es ist mir in den letzten Jahren, seitdem ich solche Beobachtungen sammle, noch einigemal geschehen, dass ich Gegenstände von gewissem Werte zerschlagen oder zerbrochen habe, aber die Untersuchung dieser Fälle hat mich überzeugt, dass es niemals ein Erfolg des Zufalls oder meiner absichtslosen Ungeschicklichkeit war. So habe ich eines Morgens, als ich im Badekostüm, die Füsse mit Strohpantoffeln bekleidet, durch ein Zimmer ging, einem plötzlichen Impuls folgend, einen der Pantoffel vom Fuss weg gegen die Wand geschleudert, so dass er eine hübsche kleine Venus von Marmor von ihrer Konsole herunterholte. Während sie in Stücke ging, zitierte ich ganz ungerührt die Verse von [Wilhelm] Busch:
Ach! Die Venus ist perdü -
Klickeradoms! – von Medici ! [42]
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ENDNOTEN
* Text des am 10. Juni 1999 im Historischen Institut am Österreichischen Kulturinstitut zu Rom gehaltenen Vortrags sowie basale Grundlage fpr die “Literatur als Radiokunst”- Produktion “Polymorphes Begehren” ( ORF Kunstradio , Ursendung 12. 12. 1999 )
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Sigmund Freud u. Josef Breuer: Studien über Hysterie. Frankfurt a. M. 1979. Zum archäologischen Bildfeld in der Literatur des 19. Jahrhunderts und im Oeuvre Sigmund Freuds vgl. Christiane Zintzen: Von Pompeji nach Troja. Archäologie, Literatur und Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert. Wien 1998
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Johann Wolfgang Goethe: Italienische Reise. Hamburger Ausgabe, hg. v. E. Trunz, Hamburg 1967, Bd. XI
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Carl Gustav Carus: Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz im Jahre 1828. In: C. G. C.: Denkwürdigkeiten aus Europa. Zu einem Lebensbild zusammengestellt v. M. Schlösser. Hamburg 1963
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Sigmund Freud: Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva, hg. v. B. Urban. Frankfurt a. M., S. 45-126
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Lou Andreas-Salomé: Lebensrückblick. Aus dem Nachlass hg. v. E. Pfeiffer. Frankfurt a. M. 1989
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Freud / Breuer, Studien (Anm. 1) – Hervorhebung v. Verf.
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Sigmund Freud: Die Traumdeutung. Studienausgabe II
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Johannes Overbeck: Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken. Vierte, im Vereine mit August Mau durchgearb. u. verm. Auflage. Leipzig 1884
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Andreas-Salomé, Lebensrückblick (Anm. 5)
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Sigmund Freud: Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose. Studienausgabe VII, S. 31-103
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Andreas-Salomé, Lebensrückblick (Anm. 5)
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Brief an Wilhelm Fliess am 21.12.1899, in: Freud: Briefe an Wilhelm Fliess 1887-1904. Ungekürzte Ausgabe, hg. v. J. Moussaieff Masson, Frankfurt a. M. 1986
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An Fliess am 28.5.1899, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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An Fliess am 21.12.1899, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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An Fliess am 28.5.1899, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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Sigmund Freud: Über die weibliche Sexualität. Studienausgabe V, S. 273-292
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Vgl. Jaynie Andersons informativen Artikel zu Leben, Werk und naturwissenschaftlichem Umfeld des auf vergleichende Anatomie spezialisierten Mediziners und Kunsthistorikers: J. Anderson: Giovanni Morellis erste pseudonyme Veröffentlichungen Balvi magnus und das Miasma diabolicum, Nachdruck. Würzburg 1991
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Sigmund Freud: Der Moses des Michelangelo. In: S. F.: Schriften zur Kunst und Literatur. Frankfurt a. M. 1987, S. 195-222
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Carlo Ginzburg: Spurensicherung. Dt. v. G. Bonz. In: C. G.: Spurensicherungen. Über verborgene Geschichte, Kunst und soziales Gedächtnis. Berlin 1983, S. 61-96. Zur jüngeren Kritik an den monokausalen und linearen Implikationen der Archäologiemetapher in der Psychoanalyse siehe Wolfgang Mertens u. Rolf Haubl: Der Psychoanalytiker als Archäologe. Eine Einführung in die Methode der Rekonstruktion. Stuttgart, Berlin, Köln 1996
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Sigmund Freud: Zur Theorie und Praxis der Traumdeutung. Studienausgabe, Ergänzungsband
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Sigmund Freud: Zur Ätiologie der Hysterie. Studienausgabe VI
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Sigmund Freud: Konstruktionen in der Analyse. In: S. F.: Zur Dynamik der Übertragung. Behandlungstechnische Schriften. Frankfurt a. M. 1992, S. 115-127
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Freud, Konstruktionen (Anm. 22).
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Sigmund Freud: Brautbriefe. Briefe an Matha Bernays aus den Jahren 1882-1886, hg. v. E. L. Freud. Frankfurt a. M. 1960
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Wilhelm Jensen: Gradiva. ein pompejanisches Phantasiestück (1903). Nachdruck in: Freud, Der Wahn und die Träume (Anm. 4), S. 128-216
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Sigmund Freud: Der Wahn und die Träume (Anm. 4)
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An Fliess am 6. 12. 1896, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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Sigmund Freud: Brief an Romain Rolland. Eine Erinnerungsstörung auf der Akropolis. In: Studienausgabe IV, S. 286. Kursivierung v. Verf.
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Freud, Brief an Romain Rolland (Anm. 28)
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Freud, Brief an Romain Rolland (Anm. 28)
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Freud, Brautbriefe (Anm. 24) – Hervorhebung v. Verf.
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Freud, Brautbriefe (Anm. 24) -
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Jack J. Spector (Freud und die Ästhetik. Psychoanalyse, Literatur und Kunst. München 1973) vermutet, dass Freud bei der Akquisition und Zusammenstellung der Objekte der Sammlung nicht systematisch, sondern subjektiv nach seinem “höchst konservativ[en]” Geschmack vorgegangen sei. Entsprechend repräsentiere die Freudsche Kollektion eine “nahezu willkürliche Häufung von Gegenständen” mit “überraschenden Lücken und [...] Sprüngen von Periode zu Periode und von Kultur zu Kultur”.
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Spector (Freud und die Ästhetik, Anm. 33) berichtet von Freuds Hang, “den freien Raum um sich mit vielen Dingen anzufüllen und Wände und Fussboden vollständig zu bedecken”. Cassirer-Bernfeld weist auf den durch die gepolsterten Türen zusätzlich verstärkten Eindruck eines abgeschotteten Refugiums hin. Suzanne Cassirer-Bernfeld: Freud and Archaeology. In: The American Imago 8 (1951), S. 107-128
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Ein “Stück Mauer aus Pompeji mit Zentaur und Faun”, so Freud im Brief vom 8. 5. 1901 an Wilhelm Fliess, versetze ihn “in das ersehnte Italien”.Freud, Briefe (Anm. 12)
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Carin u. Jobst Weiss: Dem Beispiel jener Forscher folgend. Zur Bedeutung der Archäologie im Leben Freuds. In: Luzifer-Amor 3 (1989), 45-71. Vgl. dazu Lydia Marinelli: ‘Meine… alten und dreckigen Götter’: Aus Sigmund Freuds Sammlung, im gleichnamigen Katalog zur Ausstellung im Sigmund Freud-Museum Wien (November 1998 – Februar 1999), Wien 1998, S. 9-9
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Marinelli, ‘Meine… alten und dreckigen Götter’ (Anm. 33)
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Ernest Jones: Das Leben und Werk Sigmund Freuds, Bd. 2: Jahre der Reife (1901-1919). Bern , Stuttgart 1962
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An Fliess, 17. Juli 1899, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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An Fliess, 1. August 1899, in: Freud, Briefe (Anm. 12)
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Hilda Doolittle: Huldigung an Freud. Rückblick auf eine Analyse. Frankfurt a. M., Berlin, Wien 1976
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Sigmund Freud: Zur Psychopatholgie des Alltagslebens. Frankfurt a. M. 1992
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Sigmund Freud . Acheronta movebo – Die Traumdeutung ( czz , in|ad|ae|qu|at repository )
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Von Pompeji nach Troja . Archäologie , Literatur und Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert ( czz , in|ad|ae|qu|at books )
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Polymorphes Begehren – Literatur als Radiokunst , ORF Kunstradio , Ursendung 12. 12. 1999
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